Samstag, 28. April 2012

Substantiell

"Ein bedeutender Esoteriker der Gegenwart, Eckhart Tolle, kam aus einer Depression, die ihn in die Nähe des Selbstmords führte, zu seinem persönlichen Umschlagpunkt, als er den Gedanke fasste: "Ich kann nicht länger mit mir leben." Tolle wurde plötzlich mit existentieller Wucht bewusst, dass offenbar zwei Iche in seiner Seele vorhanden sind. Und dass jenes traurige Selbst, mit dem er glaubte identisch zu sein und auf weiteres leben zu müssen, keine substantielle Realität besitzt.

Das war der Anfang eines neuen Lebens - ein Schlüsselerlebnis mit unabsehlichen Folgen für die eigene biografische Gestalt. Statt in Verzweiflung und Selbstaufgabe zu enden, wandelte sich Tolle innerhalb weniger Jahre zu einem Lehrer des spirituellen Weges. (...)

Innere Erfahrung beinhaltet aber, einen leibunabhängigen Beobachter auszubilden, wie es in dem Schlüsselerlebnis von Eckhart Tolle sich andeutet. Dieser Beobachter ist der Keim des eigenen höheren Ichs, von dem alle weitere Entwicklung ausgeht."

 Florian Roder, Die Mondknoten im Lebenslauf, Verlag Freies Geistesleben

Mittwoch, 25. April 2012

Befruchtung

Esoterik ohne Schwulst- die Erfahrung der Gegenwärtigkeit

Man kann ja bei Rudolf Steiner durchaus einzelne Sätze aus seinem Vortragswerk heraus greifen, in denen sich wie in einem Vergrößerungsglas eine ganze esoterische Haltung ohne jeden Bombast, ohne Schwulst feststellen lässt.

"Der Mensch muss das wollend sein, was er in Wirklichkeit sein kann, muß denken können über sein Wesen, wenn er es seelenhaft sein soll. Denn der Tote wird es heute schon verkündigen können als eine rechtmäßige reife Wahrheit: Die Seele ist das, was sie von sich zu denken vermag."*

Der Satz spricht die simple Tatsache an, dass der, der redlich sich selbst gegenüber und mit einiger Disziplin über das schattenhafte Alltagsdenken hinaus an die Kräfte rührt, denen das Denken entspringt - an die Dynamik des Wollens, das sich denkend selbst erlebt - bereits sich selbst in der Aktivität als geistiges Wesen erlebt. Nennen wir es "Gegenwärtigkeit", nennen wir es die Erfahrung des "Jetzt" oder des "Flow", nennen wir es "Ich-Präsenz", das ist unwesentlich. Steiner nennt es wollendes Sein, eine seelenhafte Wirklichkeit.

Wenn man ehrlich ist, erfährt man in dieser Erfahrung eine Menge. Zum Beispiel, dass man "sein" kann, dass man sich erleben kann ohne körperliche Rückmeldungen. Man emanzipiert sich bereits in diesem Augenblick der Erfahrung vom gespiegelten Bewusstsein, als reine dynamische Kraft. Es ist kein weiter Schritt, das als ersten Schritt einer werdenden Entität zu erkennen, die sich körperlich ausdrückt, aber nicht identisch mit dem Körper ist. Es ist auch kein weiter Schritt, sich in diesem Augenblick unabhängig von den Lasten einer gelebten Biografie, eines Geschlechts, einer Sprachzugehörigkeit zu erleben, ohne irgend etwas dabei zu verleugnen oder zu übergehen. Die Ehrlichkeit gebietet, dieses Erlebnis als schlichtweg human, als absolut universell zu deuten, nicht als besondere individuelle Errungenschaft.

Man tritt nur einfach in die Realität des Humanen, in das, "was er in Wirklichkeit sein kann", ein. Die Erfahrung geistiger Autonomie - und sei es nur einen Wimpernschlag lang-  wird man, wenn man sie realisiert hat, weder vergessen noch verlieren; sie trägt, da sie unabhängig von körperlicher Rückkopplung geschieht, über den Tod hinaus. Man benötigt von nun an - eingetreten in ein sich entwickelndes inneres Curriculum- auch eigentlich keine weiteren Belehrungen mehr. Wenn man am Ball bleibt, wird die Angelegenheit sich so entwickeln, wie es für einen selbst eben möglich, tragbar und er-tragbar ist. Man muss nicht mehr rennen und suchen, denn man wird diese Präsenz wieder aufsuchen und sie wird einen ebenfalls suchen. Man braucht vor allen Dingen keine "Esoterik" im üblichen schwülstigen Sinne. Es wird schwierig genug sein, diese Präsenz zu entwickeln, indem man sie z.B. in das Alltagsgeschehen integriert. Denn das innere Curriculum ist notwendig dialogisch ausgelegt- es will nicht nur gedacht und erlebt, es will gelebt sein. Man bringt es nicht selbst hervor, es ist keine Errungenschaft, es ist nur redlich; daher gibt es auch keine Eitelkeiten und Selbstbespiegelungen dabei. Das ganze Programm ist, der Spur zu folgen.

*Rudolf Steiner, GA 178 "HINTER DEN KULISSEN DES ÄUSSEREN GESCHEHENS", Zürich, 13. November 1917 

Sonntag, 22. April 2012

Der Weltuntergang findet nicht statt

Trotz Sonnenstürmen, Wetterkapriolen, Vulkanausbrüchen und rein rechnerisch drohenden Polsprüngen: Der Weltuntergang findet 2012 nicht statt; auch wenn die Verfechter des Mayakalenders (Eggert: "Kiffen ist gesünder!") gute Geschäfte machen.

In einem umfangreichen Dossier bei Scinexx gehen Wissenschaftler den Mythen akribisch nach - auch denen, die einen planetarischen Crash und eine angebliche Konjunktion mit dem Zentrum der Milchstraße ankündigen.

Auch wenn man an den Unsinn nicht im geringsten glaubt, sind die wissenschaftlichen Arbeiten in jedem Fall lesenswert.

Donnerstag, 19. April 2012

Stehenbleiben

"Stehenbleiben (im Leben) ist ahrimanisch. Es sollte wenigstens gewissermaßen im Leben des Menschen kein Tag vor sich gehen, ohne dass er wenigstens einen Gedanken in sich aufnimmt, der ein wenig sein Wesen ändert; der ein wenig ihn in die Möglichkeit versetzt, ein werdendes Wesen, nicht bloß ein seiendes Wesen zu sein."

R. Steiner, GA 187, Seite 45

Montag, 16. April 2012

Spirituelle Schmetterlingssammler

Ich bin müde der Sucht nach dem Sensationellen in der Anthroposophie, den Enthüllungen und scheinbaren Geheimnissen- dem, was sich so fremd in einer Welt des platten Rationalen darstellt und etwas verspricht, was über dieses dumpfe Sosein hinaus hebt. Verständlich, aber ermüdend. Es sind die Schmetterlingssammler, die in esoterischen Inhalten nach ein wenig Lebenssinn hangeln, um sich wohlig in einer Bedeutung einzurichten, die über sie selbst hinaus weist. Im Kern geht es nur darum, das eigene Selbstbild aufzubrezeln, um ein betörendes Dekor, das unangreifbar ist, weil man Okkultes eben nicht hinterfragen kann. So wird Anthroposophie zu einem Geschmacksverstärker in einem durchschnittlich faden Leben, das womöglich so schmeckt, wie eben ein mittelmäßiges Leben in einer Wohlstandsgesellschaft.

Die, die die ozeanischen Gefühle antreiben und die so oft auf vulgäre Art und Weise ihre Rechthaberei mit einer unangebrachten Arroganz betreiben, bemerken nicht, dass sie es sind, die Anthroposophie profanisieren, denn sie unterwerfen sie ihrer Selbstgefühligkeit. Sie meinen, sie hätten der Welt damit etwas voraus und seien gerüstet bis über den Tod hinaus. Aber diese Art von Rüstung ist nur eine Variante gewöhnlicher Beschränktheit. Von einer Lebenskrise, von einer Infragestellung der eigenen Konstrukte sind sie weit entfernt- und somit auch der Frage eines Parzifal vollkommen entfremdet. Die Frage, was einen selbst im Innersten zusammen hält, ist immer eine existentielle, und somit so weit vom bürgerlichen Zustand entfernt wie nur denkbar. Die blauen Blumen wachsen nicht im ozeanischen Benebeltsein.

Dienstag, 10. April 2012

Grass oder die Frage, wer was sagt


Moralische Instanzen haben wir stets in genügendem Umfang, und die wenigsten wirken bei genauerem Hinsehen besonders authentisch. Auch ein ehemaliger Ministerpräsident und Bundespräsident Wulff übte sich gern in publikumswirksamem Gesülze, ohne allerdings die eigenen Finger aus den Honigtöpfen heraus zu halten. Der größte Honigtopf von allen ist und bleibt die Öffentlichkeit - die Tatsache, vom zeitgenössischen Publikum wahrgenommen zu werden. Davon zeugen schon die Nachmittags- Talkshows in den billigen Privatsendern, in denen Unbedarfte ihre Haut zu Markte tragen.

Auch der Nobelpreisträger Grass hat seine privat- öffentliche Talkshow wieder eröffnet- ein letztes Mal, vielleicht. Jahrelang hat er uns mit seinen moralischen Appellen, in denen er sich sonnte, genervt. Man hatte gedacht, angesichts des Makels, über 60 Jahre lang verschwiegen zu haben, der Waffen-SS angehört zu haben, sei er vor Scham verstummt. Doch Scheinheiligkeit und Glamour locken nicht nur Talkshow-Gäste, sondern auch Greise vor die Kameras, die sich Nobelpreisträger nennen dürfen.

Der große Louis Begley macht in der heutigen FAZ (Nr.84, S. 27) darauf aufmerksam, dass zu denen, die nichts von der Grassschen Vergangenheit wussten, aber persönlichen Lesungen von Grass beigewohnt hatten, der innerlich so tief verwundete Paul Celan gehörte: "Und ob Grass sich überlegt hat, welche Wirkung ein solches Bekenntnis auf Celan haben würde?"- er wäre davon gelaufen, selbstverständlich.

Grass vergisst in seinem zynischen Gedicht zudem zu erwähnen, dass der irre Holocaustleugner Ahmadinedschad seit Jahren ein höchst provokantes Spiel mit Irans Atommacht treibt, Syriens Terrorregime zuspielt, sein eigenes Volk drangsaliert, Intellektuelle foltert und weltweit Terroristen unterstützt. Er spielt seine Karten bewusst am Rand einer kriegerischen Provokation aus und stellt die momentan grösste Bedrohung des Weltgleichgewichts dar. Die Bedrohung Israels durch Einsatz atomarer Waffen gehört dabei nicht nur zum ideologischen Wortarsenal, sondern ist ganz real. Dass der eitle Heuchler Grass in diesem Zusammenhang seine eigene Selbst-Inszenierung in der Öffentlichkeit aufführt und sich moralisch empört ob der Reaktionen gibt, kann nur Übelkeit hervor rufen.

Sonntag, 8. April 2012

ostermorgen


am ostermorgen singt
das licht am frühen morgen
schon sein kyrie

das erste grün in busch
und baum ist von sich
selber satt

wer hören kann
hängt an den
viellippigen

blüten eines
zart erblühten
apfelbaums

Mittwoch, 4. April 2012

Die Lächerlichkeit der Macht

Ach, wie herrlich, sie machen immer noch weiter: "kim jong-il looking at things" bietet Ausblicke in die dümmlichen Blicke des glücklicherweise verblichenen Diktators, Generalsekretärs der Partei der Arbeit Koreas (PdAK), Vorsitzenden der Nationalen Verteidigungskommission der Demokratischen Volksrepublik Korea und Obersten Befehlshabers der Koreanischen Volksarmee (KVA). Man kann sich die Fotosammlung auch als Ganzes auf den Bildschirm holen

Es folgen lange, lange Reihen von Fotos, die diesen Blick des ehemals unfassbar Mächtigen, häufig durch schrille Kleidung und gewaltige Sonnenbrillen nahezu Entstellten und vermutlich meistens Sturzbetrunkenen beinahe einfangen. Er wirkt dabei in dieser Welt wie bestellt und nicht abgeholt.

Eigentlich weiß man, wenn man diese Bilder betrachtet, schon genügend Bescheid. Man kann ihn sich gut in einem Wachsfigurenkabinett neben dem Massenvergewaltiger Muammar Gaddafi und - sagen wir- Margot Honecker vorstellen. Letztere hat ja erst vorgestern im ERSTEN den Schießbefehl gegen die Mauerflüchtlinge der DDR nicht gerade verteidigt, aber doch darauf aufmerksam gemacht, dass letztere ja nicht hätten klettern müssen. Ja, diese prominenten Zeitgenossen können einem die Abendstunden beinahe versüssen. Leider sind sie trotz aller Gräuel immer so schnell vergessen. Was ist mit denn mit Idi Amin, dem fetten Schlächter von Uganda? Die Liste ist endlos, die unfassbare Gewaltbereitschaft, ja der Hunger danach, gepaart mit stupender Dummheit oder offener Geisteskrankheit, das hat man irgendwann fast überall auf diesem Planeten.

In einem weiteren Interview mit RTLs Rados leugnete Gaddafi vor seinem Ende in einem Kanalrohr alle Anschuldigungen- man fragt sich, ob er ganz klar in Kopf war: ""Was habe ich getan, um sie zu enttäuschen?", lautet die anklagende Frage Gaddafis auf Rücktrittsforderungen westlicher Politiker wie US-Präsident Barack Obama. Dass er friedliche Demonstrationen brutal niedergeschlagen habe, sei eine Lüge. Es habe nie Demonstrationen gegeben. "Absolut nicht", lautet die Antwort auf Antonia Rados Nachfrage. Wenn es während der Unruhen Demonstrationen gegeben habe, dann für ihn, niemals gegen ihn."

Aber die annähernde Schönheit reiner trunkseliger Blödheit findet man in solcher Komprimiertheit wohl nur bei Kim Jong Il. Nun ja, er soll ja auch nach angeblichen Volkslegenden (in Wahrheit wohl ein Produkt des nordkoreanischen Geheimdiensts) mit sehr gutem Omen auf die Welt gekommen sein: Laut offizieller Biografie wurde "Kim Jong-il am 16. Februar Juche 31 (1942) am Fuße des Bergs Paektu geboren. Der offiziellen Legende nach sollen nach seiner Geburt ein Stern und ein doppelter Regenbogen am Himmel erschienen sein."
Aha. Wahrscheinlich hieß das in Wahrheit auf Koreanisch: Alle Mann auf die Boote. Aber das verraten uns unsere Quellen leider nicht.

Dienstag, 3. April 2012

Hügelstürmer in Meckenheim


In der heutigen FAZ (Nr. 80, Seite 7) findet sich ein bizarrer Artikel über den Bergsteiger Hans Kammerlander, der meinte, den "Seven Second Summits" für sich verbuchen zu können, einen Wettlauf, bei dem es darum die geht, die sieben zweithöchsten Berge erklommen zu haben. Abgesehen davon, dass ich diese waghalsigen Typen sehr bewundere, ist das Rennen um alpine Rekorde längst absurd geworden, da die erste Liga von Anderen geschafft und abgebucht ist. Heute erklimmen ganze chinesische Fernsehteams die Gipfel im Himalaya.

Dummerweise sind die Gipfel der zweiten Liga technisch viel schwieriger zu besteigen. Irgendwie gerät auch die Glaubwürdigkeit der neuen Rekordler seit Jahren ins Schwanken, da bereits vor zwei Jahren ein Herr Stangl zugestehen musste, dass er sich die Besteigung des K2 "nur eingebildet" habe. Bei Kammerlander ist es nicht anders, da ein Foto von ihm auf dem Gipfel des Mount Logan eindeutig und nachgewiesen alles, aber nicht diesen Gipfel zeigt. Zudem haben neue Messtechniken ergeben, dass der eine oder andere Berg leider nicht zu den zweit-, sondern doch nur zu den dritthöchsten gehört. Das alles ist also offensichtlich ziemlich albern, wenn auch vom rein sportlichen Aspekt dennoch bewundernswert. Man sollte, in der Not, Superhelden- Qualitäten zu beweisen, vielleicht demnächst die Besteigung der 333 flachsten Hügel ausrufen- ich bin sicher, dass es Anwärter geben wird.

Zu den Superhelden der ersten Stunde - leider nicht im Bergsteigermilieu, sondern im Supermarkt der zeitgeistigen Gotteskrieger - gehört weiterhin Sebastian Gronbach. Er gehört zu den von Andrew Cohen ausgerufenen "Superminds" und gibt sich als spiritueller Lehrer, dessen Retreats allerdings weniger in Fußballarenen, sondern eher in kleinen Tagungshotels oder bei sich zu Hause stattfinden. Er behauptet, zur Liga der Erstbesteiger der höchsten spirituellen Gipfel zu gehören:

"Antworten, die unter diesem absoluten Niveau sind, sind keine Option mehr für uns. Weil sie die Erde nicht zu einem Stern machen - und darunter machen wir es einfach nicht mehr.", aber erst einmal zeltet man bei ihm im Garten, im Flachland von Meckenheim: "Für 7 TeilnehmerInnen gibt es Betten und Matratzenlager. Diese Matratzenlager können durch eigene Isomatten oder Luftmatratzen auf bis zu 15 Personen ausgebaut werden. Im Garten kann gezeltet werden. Kostenbeitrag für Unterkunft im Haus/Garten Gronbach – egal welcher Art: Pro Person und Nacht: 10,- Euro".

Seit längerem hängt sich Gronbach, stets aufgeregt und werbewirksam, an den Trend der angeblichen männlich-weiblichen Spiritualität heran: "Wir freuen uns auch über weibliche Teilnehmerinnen, welche während dieser Zeit, das Maskuline bezeugen, ihr weibliche Herz offenbaren und sich dadurch direkt dem femininen Weg des Erwachens hingeben."

Oh ja, das weibliche Herz! Der feminine Weg des Erwachens! Das schreit ja geradezu nach Redakteurinnen einer populären Frauenzeitschrift. Wird sich "Brigitte" erbarmen oder ruft im Hintergrund wieder nur Cordula Mears-Frei? Gemeinsames Menstruieren als Weg zur höheren Erkenntnis des Einsseins? Man darf gespannt sein. Ich persönlich vermute, dass das Zelten im Garten von Gronbach eher zu den 333 flachsten Hügeln gehört. Aber egal, auf einem der Hügel steht der Gipfelstürmer Gronbach und ruft: Kommet, ihr Männlein und Weiblein. 10 Euro sind doch ein Klacks für die Vollkommenheit.

Für die, die den Planeten momentan nicht direkt erlösen möchten, bietet sich immerhin Benjamin Blümchen als Superelefant an. Ich habe nämlich den Verdacht, dass "Superheldentum" genau hier seinen Ursprung hat.

Montag, 2. April 2012

Am Rand der Zeit

Anthroposophische Briefkastenonkels

Ach, übrigens, wir haben schon April. Bei der "Medienstelle Anthroposophie" hat man noch nicht einmal mitbekommen, dass 2012 begonnen hat:
Das ist tatsächlich anthroposophische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Man sieht, dass sich diese 2010 mal aus der Lethargie in Bezug auf Aktivitäten hoch gearbeitet hat, um dann 2011 wieder in sich zusammen zu sacken und nun eigentlich faktisch nicht mehr zu existieren.
Wahrscheinlich wieder so ein paar Sparmaßnahmen. Oder, womöglich, ist wieder jemand abgesägt worden. Ironischerweise betrachtet der letzte sichtbare Beitrag einen gewissen Herrn Brotbeck, der gegen Rudolf Steiner als Briefkastenonkel anarbeitet ("Im Rahmen einer Buchmessen-Veranstaltung der anthroposophischen Verlage plädierte der Schweizer Philosoph Stefan Brotbeck für einen eigenständigen Umgang mit der Philosophie Rudolf Steiners: „Wir sollten Steiner aus seinem Dasein als Briefkastenonkel, der für alle Fragen fertige Antworten liefert, befreien!“"), aber gleichzeitig auch als Mitvorstand der Nachlassverwaltung gerade den Herrn Kugler abgesägt hat, der tatsächlich kein Briefkastenonkel war, sondern Anthroposophie innovativ in der Öffentlichkeit vertreten hat. Onkel hin oder her- die Medienstelle zeigt uns offenbar, was unter effektiver Öffentlichkeitsarbeit verstanden wird: Nichts.