Studie: Die soziale Vereisung wächst

Eine Studie weist darauf hin, dass rechtspopulistische und verächtliche Haltungen der deutschen "Besserverdienenden" weiter wachsen. Offenbar wird die neue politische Haltung Merkels durchaus honoriert, auch wenn sich dies (noch) nicht in Wählerstimmen auswirkt.

Kommentare

  1. Gemein, gell. Und doch gebe ich zu leichtfertiger geurteilt zu haben, als Tochter im Elternhaus, Vater Diplom-Betriebswirt, selbst Gymnasiastin mit guten bis sehr guten Noten, kleines Latinum, Klavierunterricht. Ich muss achten, die klare Sicht jetzt beizubehalten.

    AntwortenLöschen
  2. Würd´ man ein wenig zur Seite schauen, täte man den Ahriman grinsen sehen und dem Anteil unbelichteter Kälte in uns zunicken, sie ganz "freundlich" bestätigend. ODER: Wenn das falsche auf "Individualität" pochende Ich in uns sich breit macht, sich selbst aufplusternd die Finger leckt, in sich hineingrinsend. Das Gegenstück zu WikiLeaks(?), wo man Motive strickt ---

    AntwortenLöschen
  3. Manfred,
    ich glaube solche Haltungen entstehen auch da, wo die Menschen sich nicht anders zu helfen wissen, es ist eine Form von Mangel an Phantasie. Da, wo man nicht weiss, wohin mit seinen Problemen, werden sie eben auf andere übertragen.
    Ja es ist wie Wikileaks, die Transparenza, mit solchem Medium ist es genauso.

    AntwortenLöschen
  4. "Wenn das falsche auf "Individualität" pochende Ich in uns sich breit macht.." Ich glaube nicht, dass irgendetwas "falsch" ist, Individualität schon gar nicht. Ich glaube, wir müssen uns richtig schön individuell entwickeln, satt im Leben stehen, wach, beständig und engagiert sein. Es kann nur ein Individuum "an sich arbeiten"- möglichst kritisch und selbstkritisch, möglichst breit in sozialem Kontext stehend. Wenn man zu leicht ist, vage und verhuscht, wird man zu leicht vom Wind verweht. Man muss schon Gewicht und Gleichgewicht haben, wenn man ins innere Abenteuer aufbricht.

    AntwortenLöschen
  5. Ich mach mich jetzt mit meinem richtigen auf Individualität pochenden Ich breit und weine jetzt zum dritten und letzten Mal dem schönen Blau unserer letzten Reise nach.

    AntwortenLöschen
  6. Naja Michael, ich denke schon dass es eine "falsche Individualität" gibt, z.B die im Arbeitsleben zumeist gewünschte und teilweise auch antrainierte. Natürlich nicht mit Gottesaugen betrachtet, sondern auf dem Weg seiend, wo dann alles relativ ist, je nach dem, für den Einen so, den Anderen so. Dem Rest wie Du ihn beschreibst stimme ich natürlich voll zu.

    Und wenn Du sagst: "Ich glaube nicht, dass irgendetwas "falsch" ist..." , ich versteh schon was Du damit sagst, dann gibt es in jenem Sinne auch keine soziale Vereisung. Wenn man auf Missstände schaut, um sie zumindest geistig zu durchdringen, dann wimmelt es doch nur so von Falschem, oder?

    Und natürlich ist Individualität nicht falsch, sondern nur die in "" Tüddeln, der Doppelgänger, wenn man sie nicht als Ratgeber nutzt, als Austragungsort der Entfaltung, sondern sich darin heimisch niederlässt und glaubt sie bereits gefunden zu haben. Wenngleich dies wieder mit Gottesaugen betrachtet... aber dann genügen auch Räucherstäbchen statt kritischer Themen.

    AntwortenLöschen
  7. Ich habe mich jetzt auf diesen Dualismus in New-Age-Kreisen bezogen, Stichwort Überwindung des Ego. Ich glaube nicht, dass man die spezielle Melange Karma-Umwelt-Vererbung-gelernte Konstruktion irgendwie ausziehen und an die Wäscheleine hängen kann oder das auch nur anstreben sollte. Selbst eine ideale Erleuchtung ändert an den Grundproblemen und -konfigurationen gar nichts. Ggf produziert man nur ein weiteres erleuchtetes Arschloch. Ich denke, es ist eine Frage der Vorzeichen. Je mehr man sich tatsächlich dort verankern kann, wo die Stille lebt, desto weniger muss man strampeln, um etwas zu beweisen oder zu verteidigen. Wenn diese Mechanismen weicher werden, steht man anders in seinen sozialen Zusammenhängen, obwohl man natürlich dieselbe Person ist. Aber sie wird -zu Recht- völlig anders wahrgenommen und kann ganz andere Dinge erreichen, weil sie es nicht mehr aus Willkür tut und weil sie keine Widerstände mehr hervorruft. Es ist eine Frage des Vorzeichens, das man setzt.

    AntwortenLöschen
  8. "Wenn diese Mechanismen weicher werden, steht man anders in seinen sozialen Zusammenhängen, obwohl man natürlich dieselbe Person ist. Aber sie wird -zu Recht- völlig anders wahrgenommen und kann ganz andere Dinge erreichen, weil sie es nicht mehr aus Willkür tut und weil sie keine Widerstände mehr hervorruft."
    Ja. So erlebe ich es auch.
    Wobei ich das eigentlich gerade nicht "Will-kür" nennen würde, sondern eher "Unfreiheit", geboren aus den "Geboten" dieser Melange, die wir, wie Du sagst, halt nicht ausziehen können, solange wir hier sind.
    Ich weiß nicht, wer das Wort von den "spirits in spacesuits, on safari on planet earth" geprägt hat, es scheint mir aber gut zu passen.
    Und sowie ich mir dessen bewußt werde, wer denn nun wen "bedienen" sollte, der Raumanzug mich oder ich den Raumanzug, kann sich alles völlig ändern (ist es nicht bemerkenswert, daß wir tatsächlich davon sprechen, irgendwelche Geräte zu "bedienen"? Ich könnte es gut verstehen, wenn Ahriman dann wirklich jedesmal grinst ;-) ).

    Bevor wir allerdings zu jammern anfangen über alles scheinbar "Festgefahrene", über scheinbar unausweichlich vorgegebene Richtungen, sollten wir uns klarwerden darüber, daß etwas wie "Freiheit" sich halt nur entwickeln kann, wenn es zunächst mal "Unfreiheit" gibt, und "Mechanismen"...

    Wir sind unterwegs. Und jeder von uns hat es, wohl öfter, als wir denken, in der Hand, ein "Vorzeichen" zu setzen.

    AntwortenLöschen
  9. Ich denke in diesem Zusammenhang viel darüber nach, wie einerseits *Ich* mich in dieser Melange-von-Ich ausdrücke (es ist dieser Ausdruck, ein spezifischer, unwiederholbarer), wie sich andererseits aber auch alle Seinserfahrung zurück ins *Ich* reflektiert und eindrückt. Wir haben es ja nicht mit einem Raumanzug zu tun, sondern mit einem Ausdruck, einem ausgesprochenen Wort. Der, der spricht, bleibt freilich nie unberührt.

    AntwortenLöschen
  10. Um nochmal auf die "Vereisung" zurück zu kommen. Sie hat wohl damit zu tun, dass das in den Menschen einziehende wahre Ich, seine Individualität und seine wahrhaftige Freiheit für die Wahrnehmung des Einzelnen in seiner Inkarnation nicht als solches wahrgenommen wird.
    Und die Wellenbewegungen obigen Einzugs missinterpretiert werden, in die Kammer der "falschen" Individualität schwappen und dieses Echo dann einen "falschen" Selbstbehauptungsreflex auslösen, der sich dann in obiger Vereisung darstellt, äussert. Also genau betrachtet eigentlich ein Hilferuf der wahren Freiheits-Inkarnation an ein zu erwachendes individuelles Bewusstsein.
    -------------------------

    Ich denke dass nicht das Ich, aber das Inkarnatsgehäuse schon so etwas wie ein "Raumanzug" ist. Ich bin kein Körper, ich habe einen Körper, Ich. Und da stecke ich drin und ex-per-mentiere durch diese "Löcher" in Form von Sinnesorganen pro-mentierend. Also im wahrsten Sinne der Bedeutung In-karna-tion.

    Und das Ego ist für mein Erleben mein selbst gezeugter Gesprächspartner, entsprechend angeschaut lügt er nie und gibt mir einfach nur Rückmeldung. Und einfach nur ausziehen, selbst wenn es ginge wäre es in meinen Augen schwach-sinnig. Wirkliche Erkenntnis ergibt sich doch nur durch einen guten Gesprächspartner.

    AntwortenLöschen
  11. UHU,
    nun brauchst du nicht mehr zu trauern, bei so viel Wahrem, Schönen und Gutem.

    Im Film Avatar bereiten die Raumfahrer sich vor einen Körper zu zeugen, mit dem sie in die neue Welt eintauchen können...

    AntwortenLöschen
  12. "..einen Körper zu zeugen,mit dem ...."
    AUI da ziehe ich aber vor den alten auszumisten

    AntwortenLöschen
  13. Lieber Schwuhu,
    das kapiere ich nicht. Wie meinst du das, wie soll das aussehen?

    AntwortenLöschen
  14. Um in neue Räume vorzustossen braucht es keinen neuen Körper,sondern klarere Sinnesorgane. Dabei hilft es Altlasten auszumisten, etwas Egoistenzeugs wegzuwerfen (u.zu hoffen, dass es nicht wieder bei der Hintertür hereinschlüpft).
    ...ich meine, dass ich mich in den letzten Kommentaren zu sehr in persönlichen Befindlichkeiten bewegt habe. Eben wegen der neuen Wohnzimmereinrichtung.
    Wenn man ausmistet, dann geht es wieder mehr ums Eigentliche z.B. um das o.a.Thema soziale Vereisung.
    Aber nachdem Du mich so freundlich mit "Lieber Schwuhu" anredest, glaube ich, dass das mit der sozialen Vereisung eigentlich gar nicht so stimmt.:-)

    AntwortenLöschen
  15. Lieber Schwuhu,
    eigentlich will ich auch keine neuen Räume, sondern mit den bestehenden endlich mal fertig werden.

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Danke für Ihre Mitarbeit im Blog.

Egoistisch am meisten gelesen: