Die Jasmin- Revolution lässt die arabische Welt zittern

"So oder so aber verändert die Jasmin-Revolution die arabische Welt. Die Diktatoren und Könige müssen ihr Volk fürchten. Mit dem Tunesier Bouazizi können sich nicht nur seine eigenen Landsleute identifizieren. Seine Probleme sind die Probleme aller Araber, ob in Algerien, Marokko, Ägypten oder am Persischen Golf: Ohnmacht angesichts von Arbeitslosigkeit, Korruption, Nepotismus, sozialer Misere, Polizeistaat und Folter.

US-Außenministerin Hillary Clinton hat die arabischen Herrscher gewarnt. Wenn sie nicht schleunigst mit den notwendigen Reformen beginnen, könnten sie sich schnell im Exil wieder finden, bei ihrem Ex-Kollegen Ben Ali. Wenn sie Glück haben und nicht an der Laterne enden."

Quelle: Mehrteiliger Artikel in der Süddeutschen

Kommentare

  1. "Der Selbstmord im Feuer als Form des politischen Protests: Das erfordert größte Entschlossenheit, ist Ausdruck tiefer Verzweiflung über die politischen und sozialen Verhältnisse. Der freiwillige Feuertod ist eine sehr eigene Form des gewaltfreien Widerstands. Wer dies tut, richtet die Gewalt allein gegen sich selbst, nicht gegen den Machthaber oder gegen Unbeteiligte. Der eigene Tod soll anderen dienen."

    Vor Monaten wurde den Behörden mitgeteilt, steht am Ende eines konkreten Konfliktes die "Selbstverbrennung". Auch Kanzlerin Merkel wurde unterrichtet.
    Dritte taten das, was "ICH" noch zurückhalte, weil der Schmerz für die Familie zu groß ist. Die Behörden, Ministerien kennen meine persönliche Not, ohne ärztliche Versorgung, wochenlang Schmerzen im Kiefer, einmal ein Knie über Wochen, doppelt so dick, wie normal, Schmerzen über Schmerzen und kein Arzt. Es ist wie eine gezielte Folter der Verantwortlichen, die die Verfassung missachten, Menschenrechte verletzen. Religionen "verbieten" "Selbstmord". Wahrscheinlich zu Recht und doch gibt es den Hinweis Rudolf Steiners, in seltenen Einzelfällen ist eine solche TaT positiv, weil das weitere Leben (umfassend) erst nach dem Tode eines solchen Menschen weitergeht.
    Die politischen Verfolgungen, Demütigungen usw., welche meine Person erfährt - was nützt mir die Betroffenheit einer Ministerin - sie drängen mich fort und doch hoffe ich noch auf Menschen, die sich zusammenfinden, wie "Ivan der Seher aus der Schweiz" kürzlich auf astro.tv formzulierte: "Einer überzeugt einen Zweiten, diese Zwei zwei weitere... ...am Ende sind es Millionen. Es gibt viel Schrott auf dem Sender, aber Ivan überzeugt durch seine Art, sein Wesen. Noch habe ich Hoffnung, will die Menschen durch meinen Tod nicht erschüttern, noch halte ich in der Einsamkeit geistiger Erkenntnis durch, doch auch die Anthroposophen haben ihren An-Teil, wenn Steiners Spruch reifen sollte: Es wird geschehen, was geschehen muß, das ist des Mysten rechte Weihestimmung."
    Andere taten das, was sich mir in Gedanken vor Wochen, Monaten formte, mich täglich begleitet, als Selbstbehauptung gegenüber einer verlogenen Demokratie, deren Ziel die Knechtung des Individuums ist, so wie dies auf dem Schiff Ziel, Plan und Erfüllung war.

    - meine Ehefrau hat den Inhalt "abgesegnet" -
    die SZ kennt meine Pläne seit Wochen

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  2. Du meine Güte. Es ist doch nur ein vernünftiger Job und ein lieber Mensch nötig um sämtliche Probleme im Handumdrehen zu beseitigen.

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  3. ja, dem mann täte wohl ein guter arzt gut...

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  4. Es sind wirklich schreckliche Dinge, die geschehen.
    Lieber Ernst, es tut mir leid, dass es Dir gerade schlecht geht.
    Ich habe von Dir auch schon einige interessante Ideen gelesen.
    LG

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  5. Wieso schreckliche Dinge? Ich hoffe, dieser Bazillus schreitet voran. Als nächstes wünsche ich mir eine Massenepidemie dieser Art im Iran. Oder wie wäre es mit Syrien? Eine lange Wunschliste.

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  6. Liebe Leser,
    "Es sind wirklich schreckliche Dinge, die geschehen."

    Ja, das stimmt.
    Las vorhin von dem Vater der jungen Soldatin, die 2008 über Bord ging, auf welt-online.
    Der Vater berichtet, die junge Frau habe 24 Stunden vor ihrem Tode der Mutter eine eindringliche mail geschrieben, sie bräuchte dringend einen Termin mit einem Gynäkologen ihres Vertrauens. Sie wiederholte das eindringlich. Sieht so aus, als gab es eine Vergewaltigung und die junge Frau wurde dann über Bord geworfen. Der Vater mahnt nun neue Untersuchungen an. Wurde die junge Frau vor Weihnachten evt. in den Tod gestürzt, fragt man/frau sich anschließend und hat deswegen Guttenberg nun überstürzt den Kommandant abgesetzt.
    Liebe AUI,
    was ist ein "vernünftiger" Job. Einmal ohne Untersuchung für schizophren erklärt, bekommst "Du" nie mehr einen "vernünftigen" Job, das war und ist die politische Verfolgung meiner Person, wegen 1995 etc.. Aber es interessiert sich die Öffentlichkeit auch nicht für die noch 1950 in Psychiatrien verschwundenen Katholischen Priester, wie ein Hoher Polizeioffizier mir 1989 am Telephon erzählte. Priester die ihr Amt niederlegen wollten und mit Hilfe der Staatsmacht beseitigt wurden, in den Katakomben der Psychiatrie. Es interessiert nicht, es wird so getan, als herrsche die Heile Welt der Katholischen Kirche ewig?!
    Ich werde schon durchhalten :-)

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  7. Michael, ich meine das persönliche Erleben dieses Menschen und nicht die hoffentlich damit verbundenen politischen Auswirkungen.Es sind die menschlichen Abgründe, die sich hier auftun, die mich berühren.

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  8. Ja, ich habe mir schon gedacht, dass Du das meinst. Ich wollte nur den anderen Aspekt daneben setzen. Wir dürfen in dieser Generation schon erleben, dass ein paar dicke Eierschalen zerbrechen. Im Privaten, im Umkreis, erlebe ich aber auch, dass es vibriert, donnert und hallt. Eine ganze Reihe Leute klappen einfach zusammen.

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  9. @ aui, frau marulam, benzin ist teuer gerade, 1,51 € hierzulande...herr seler,...äh, ich denke psychiatrische pflege würde es bringen...und etwas weihrauch (kath. natürlich, kardinal extrastark vielleicht...)

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  10. Lieber Michael,
    das eigentlich Schreckliche ist für mich, dass das Durchschreiten dieser Abgründe notwendig ist, damit Veränderung/Entwicklung überhaupt erst geschehen kann.
    Donnern und Zusammenklappen sind für mich kleinere Erdbeben in fast jeder Biographie.
    Das eigene Leben hinzugeben, oder zu verlieren, wie auch bei Moulin - für ein größeres Ganzes - erschüttert mich bis ins Innerste.

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  11. Bei all diesen Untiefen - vor allem auch in Bezug auf die Grausamkeiten, die Moulin betreffen -
    möchte ich auch sagen, dass dieser bloghintergrund wunderschön ist!
    Zwei Seiten, so nah bei einander

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  12. Lieber Anonymous,
    mit Benzin kenn ich mich nicht aus. Ich fahre immer Tram wenn ich in die Stadt muss. Und ausserdem pflege ich zwischendurch auch mal zu schlafen, wenns recht ist.
    Jobvermittlung? Vielleicht hierhin: http://www.mitte.ch/unternehmen/

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  13. Welches Schweinderl hätten's denn gern: http://www.mitte.ch/kontakte/

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  14. "Zwei Seiten, so nah bei einander" Ein schönes Spiel mit digitalen Spiegelungen..

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  15. @anonym
    das mit dem "weihrauch" erinnert mich an eine Traum-Vision mit dem örtlichen Prieser. Er verstarb in der Sakristei in der Vorbereitung eines Gottesdienstes, das war noch vor 1995. (Danach kam ein polnischer Priester, persönlichr Freund des damaligen Papstes aus Polen) In der Vision berührte er mit seinem Weihrauchgefäß das Scheitelchakra.
    "Unten" sieht alles dramatisch aus, ist es auch, aber "oben" ist eine gewisse Leitung da, so wie Steiner das mehrmals auch beschreibt: am Ende steht das da, was die Götter planten. - "Psychiatrische Pflege", da werden sich die Damen und Herren Psychiater schwer tun mit ihrem materialistischen Weltbild. Sie haben Christus, Steiner und Andere für verrückt erklärt, das ist eine einfache Methode, aber funktioniert nicht.
    Habe erst jetzt das Schicksal von "Jean" gelesen. Den hätten Sie mit Ihrer Ansicht sicherlich auch in die Psychiatrie geschickt ?!
    Ich kenne durchaus meine Grenzen, aber auch die Möglichkeiten. Vielleicht war ich zu feige, habe zu viel Rücksicht auf meine Familie genommen. Das werden "wir" erst nachtodlich richtig erkennen, wenn Sinn unseres Tuns sich individuell offenbart.
    Ich denke, wir er-tragen uns gegenseitig..... .

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  16. @Michael "Eine ganze Reihe Leute klappen einfach zusammen"
    Beobachte das ebenfalls seit einigen Jahren ...Man denkt dann oft, etwas resignierend - ja da müssen sie wohl durch, die wenigsten nehmen auch freundschaftliche Hilfe und Trost an (konstruktive Kritik schon gar nicht), über Jahre nicht. Scheinbar und teilweise kennen einige das auch gar nicht mehr - Freundschaft, Interesse, Wärme usw...Wiederum - einige haben auch einen schwierigen Charakter, wenig Substanz, kaum Ziele und Hoffnung...einfach nur alles shit..
    Vielleicht ist es dann doch das alte, etwas Abgedroschene: Keine Liebe, nichts Besonderes oder harte Konditionierungen in der Kindheit usw...
    Wenn dann doch etwas erblüht, etwas Licht und Hoffnung reinkommt und zwar behutsam mit Respekt und Natürlichkeit, dann um so schöner..habe es gerade erlebt an einem sehr jungen Menschen in der Familie..

    LG

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  17. "Eine ganze Reihe Leute klappen einfach zusammen."
    Ja. Auch ich erlebe so etwas gerade, in meiner nächsten Umgebung.

    Ich denke, es hängt zusammen mit dem "Wahr-nehmen" der Welt - wie Steffen sagt, für immer mehr Menschen scheint "einfach nur alles shit" zu sein.
    Eine solche Wahr-nehmung reagiert empfindlich auf all den vielen "shit" (den es nunmal gibt in der Welt, gegen den aber viele "normale" Menschen eine sehr dicke Haut entwickelt haben), ist aber "blind" für die "Zukunftskräfte", oder traut sich selbst kein "Veränderungspotential" zu.
    Ich erlebe es auch, mit Schmerzen, wie solche "Zusammengeklappten" manchmal eine scheinbare "Aufrichtung" erfahren durch andere Menschen, die nun "für sie" da sind und alles "für sie" tun --- dadurch aber wird in Wirklichkeit kein Selbst-vertrauen entzündet, und sowie der "sich Kümmernde" einen Fehler macht oder auch findet, jetzt sei es genug "gekümmert", gibt es keine andere Möglichkeit für den "Bekümmerten", als wieder "zusammenzuklappen"…

    Vor kurzem ist mir in einer der Bach'schen "Dialogkantaten" ("Liebster Jesu, mein Verlangen", BWV 32) etwas bewußt geworden. Auf die suchende Frage der "Anima" (Sopran) antwortet die Stimme Jesu Christi (Baß):

    Rez:
    Was ists, daß du mich gesuchet? Weißt du nicht, daß ich sein muß in dem, das meines Vaters ist?

    Arie:
    Hier, in meines Vaters Stätte,
    Findt mich ein betrübter Geist.
    Da kannst du mich sicher finden
    Und dein Herz mit mir verbinden,
    Weil dies meine Wohnung heißt.


    Die "Stätte des Vaters" --- ich begreife sie als das "Schöpferische", das "Siehe, ich mache alles neu", das jeder von uns in sich selbst auf-suchen kann. Hier läßt sich das "sicher finden", was ich oben als "Zukunftskräfte" bezeichnet habe - wir können es wohl auch die "Sohneskräfte" nennen.

    Ich denke (wie so oft ;-) ) an Rainer Maria Rilke:
    "Aber nun, da so vieles anders wird, ist es nicht an uns, uns zu verändern? Könnten wir nicht versuchen, uns ein wenig zu entwickeln, und unseren Anteil Arbeit in der Liebe langsam auf uns nehmen nach und nach? Man hat uns alle ihre Mühsal erspart, und so ist sie uns unter die Zerstreuungen geglitten, wie in eines Kindes Spiellade manchmal ein Stück echter Spitze fällt und freut und nicht mehr freut und endlich daliegt unter Zerbrochenem und Auseinandergenommenem, schlechter als alles. Wir sind verdorben vom leichten Genuß wie alle Dilettanten und stehen im Geruch der Meisterschaft. Wie aber, wenn wir unsere Erfolge verachteten, wie, wenn wir ganz von vorne begännen die Arbeit der Liebe zu lernen, die immer für uns getan worden ist? Wie, wenn wir hingingen und Anfänger würden, nun, da sich vieles verändert."
    (Aus dem Roman "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge")

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  18. Äh ja nun. Aber was hat das denn jetzt mit der Jasmin-Revolution zu tun?

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  19. @Robert
    "Äh ja nun. Aber was hat das denn jetzt mit der Jasmin-Revolution zu tun?"
    Auch dort brachen Menschen zusammen, ein politisches System.
    Ich finde den Hinweis von Ingrid passend. Machte den blog auf, um eigentlich wegen der Endstation einen Kommentar zu schreiben. Hinweis auf die Bemühungen Steiners, den Ätherischen Christus verständlich zu machen. Es gab ja eine Studie in Schweden, angestoßen durch die Hinweise Steiners zu Christus und da kam heraus, viele Menschen haben diese Erfahrungen mit Christus, ohne jegliche Vorbildung oder Prägung. Vielleicht ist es sogar notwendig, das "Zusammenklappen" einer dritten Person nur innerlich zu begleiten, damit die Christussphäre erwachen kann. Momentan klappt Herr Guttenberg zusammen (Gesicht heute Mittag im Fernsehen). Auch unser politisches System klappt irgendwie zusammen und viele Journalisten sind da auch hilflos.
    Unabhängig davon, kann von einem Thema "Jasmin-Revolution" sich ein lebendiger Gedanke entwickeln, etwa wie Ingrid dies tat, zur Musik, die Aufrichtekräfte.....

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  20. Liebe Ingrid, sehr schöne Ge-danken, ich danke. 'Kümmern' ist für mich kein Überstülpen, auch wenn es mal passiert ist in der Vergangenheit..ich 'kümmere' mich auch nicht im üblichen Sinne, sondern bin z.Zt. gerne dort und präsent, wo ich eine gute Verbindung spüre, wo etwas passieren kann, erwarte aber nichts, außer vielleicht normale Umgangsformen und auf gleicher Augenhöhe einfach nur Mensch-Sein.

    Menschsein bedeutet dann für mich persönlich auch: Ich Mensch - bin eigentlich sehr klein, z.B. wenn ich hochschaue in den Abendhimmel, aber auch vor dem Nächsten, weil ich ihn respektiere und er hoffentlich mich...
    Und gleichzeitig groß, wenn ich hinein-schaue in das was man inneren Himmel nennt (ganz unsentimental)...dort liegt alles verborgen, wie Beuys schon andeutete :-) Das wiederum kann nur jeder all-ein finden wollen sollen...:-)

    P.S: "Begleitend" ist auch gut Ernst und ja, da klappt immer weniger und dafür mehr zusammen in der Politik, mal schauen was so kommt...kann man wohl auch nur begleiten erstmal :-)

    LG

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  21. "Äh ja nun. Aber was hat das denn jetzt mit der Jasmin-Revolution zu tun?"

    Lieber Robert - nun, hier wie dort ist etwas "Selbstzerstörerisches" ein Signal für die Umwelt, daß etwas "nicht stimmt", daß man (wer auch immer mit diesem "man" gemeint ist) etwas ändern sollte an dem, wie die Welt gerade ist.

    Im Fall der "Jasmin-Revolution" ist der Adressat dieses "Signals" zwar viel klarer definiert als im Fall eines sozusagen "privaten Zusammenklappens". Dennoch ist auch dieses ein Zeichen, oder könnte es sein, wenn sich genügend Menschen finden, es zu lesen und danach zu handeln…
    Aber es fragt sich halt sehr, wie lang es dauert, bis die Menschheit auf solche "privaten Zeichen" anders reagiert als mit gezielten "Reparaturversuchen" (im Sinne von medikamentös oder sonstwie erzeugter "dickerer Haut") an der jeweils "zusammengeklappten" Persönlichkeit.
    Deswegen finde ich den Weg der "inneren Aufrichtung" (Stärkung des eigenen kreativen Potentials - für sich selbst und damit auch für die ganze Welt) erfolgversprechender als den der "Hilfeschreie" - und versuche, wo ich nur kann, an solcher "inneren Aufrichtung" mitzuwirken.

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