Die Wochenschrift Das Goetheanum wird umgestaltet

In einer Reihe von einzelnen Beiträgen auf der Homepage werden deutliche Veränderungen bei den beteiligten Herausgebern und in der Gestaltung und Ausrichtung der Zeitschrift selbst deutlich. Zunächst wurde die vertretende Herausgeberschaft von Paul Mackay an Bodo von Plato übergeben. Der Grund liegt, wie man schließen darf, in der Notwendigkeit zu Reformen und einer umfassenden Neugestaltung:

 "Ich hoffe, dass mit der Übernahme dieser Funktion durch Bodo von Plato ein kräftiger Impuls in der Entwicklung der Wochenschrift gesetzt werden kann, und wünsche dafür alles Gute!"Es handelt sich aber offenbar auch hier um Probleme in der Finanzierung, die die Neuausrichtung bestimmen: "Die Spar- und Umstrukturierungsmaßnahmen am Goetheanum betreffen auch die Redaktion des ‹Goetheanums›."

In diesem Zusammenhang wird bekannt gegeben, dass "Hans-Christian Zehnter von Herausgeberseite nicht in die weitere Entwicklung der Neuausrichtung einbezogen wird." Dafür äußert sich Wolfgang Held, er habe sein Tätigkeitsfeld verlagert: "Seit Jahresanfang habe ich mein Tätigkeitsfeld von der allgemeinen Kommunikation am Goetheanum und der Anthroposophischen Gesellschaft verlagert hin zur Mitarbeit in der ‹Goetheanum›-Redaktion" - wiederum in einer separaten Nachricht. Schließlich gibt es auch inhaltlich eine weit gehende Neuausrichtung: "Die Form des ‹Goetheanums› wird sich ändern, den Verhältnissen, Bedürfnissen und Möglichkeiten entsprechend. Im Laufe dieses Jahres werden sich Schritt für Schritt Konzept und Aussehen des ‹Goetheanums› verändern. Publikationen, die bisher in gesonderter Form erschienen, sollen im ‹Goethe-anum› ihren gemeinsamen Erscheinungsort finden, damit eine umfassende Anregung und Information, ein Austausch über Grenzen hinweg in gebündelter Form stattfinden kann – mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und Kräften. Die Veranstaltungskalender des Goetheanum, der Jahresbericht der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft, die Broschüren der Studienlandschaft am Goethe-anum, die zahlreichen Ankündigungen, die bisher in Flyern verbreitet wurden, möglicherweise auch ausführlichere Berichte von Sektionen sollen bei ihrer Veröffentlichung auch ihren Zusammenhang zum Ausdruck bringen können, den sie in ihrer Inspiration aus der Anthroposophie und ihrer Beheimatung am Goetheanum haben.
Dafür wird sich der Herausgeber in den kommenden Jahren verstärkt einsetzen.
Als Erstes wird ab dem ‹Goetheanum› Nr. 4/2011 das Nachrichtenblatt für die Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft unter seinem bisherigen Titel als Teil ins ‹Goetheanum› integriert, denn schon seit längerer Zeit lässt sich kein überzeugender Grund mehr finden, dass diese Mitteilungen mit zusätzlichem Herstellungs- und Versandaufwand gesondert erscheinen."

Es wird in diesem Karussell der Wechsel nicht ganz klar, an welcher Stelle eigentlich gespart wird. Personell bindet man offenbar, um zu retten, was zu retten ist, die besonders herausragenden Köpfe aus Vorstand und dem Umkreis des Vorstandes in die Herausgabe ein. Zugleich werden diverse Publikationsorgane zusammen geführt. Letzteres kann man nun nicht unbedingt als Schritt in Richtung Qualitätssicherung verstehen. Klar ist aber, dass Ressourcen gebündelt werden, um zu retten, was zu retten ist.

In diesem Zusammenhang werden auch verschiedene Verlage und Verlagslinien unter einem neuen Dach (Futurum- Verlag) gebündelt.

Die Frage, die sich einem Außenstehenden stellt ist die, ob sich das Konzept einer Wochenzeitschrift in Zeiten einer allgemeinen Krise der Print- Landschaft im allgemeinen und einer finanziellen Krise des Goetheanums im besonderen nicht überholt hat. Das große Essay passt besser in eine Monatszeitschrift, die Tagesnews auf eine Website. Ob es dazwischen Platz für ein wöchentlich erscheinendes Blatt noch gibt, wird sich zeigen.

Kommentare

  1. reduktion hat nicht immer etwas mit qualität zu tun. das hier liest sich eher wie herumgemurxe

    AntwortenLöschen
  2. I'd be quite happy to get Das Goetheanum in an electronic edition: a. so as to save paper and other resources; b. to get it cheaper, as not all the articles are of such interest to me that I would pay for them…
    David aus Stroud

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Danke für Ihre Mitarbeit im Blog.

Egoistisch am meisten gelesen: