Dogmatische Buchstabenreiter

"Steiner, bei einigen seiner Anhänger der Übervater, die Leitfigur, die nicht infrage gestellt werden darf. Und dem gegenüber eine zentrale Botschaft seines Werkes: Die immer wieder ausgerufene Freiheit des Individuums, wie er sie weit über sein Werk Die Philosophie der Freiheit hinaus entwickelte.

Eine fatale Kluft - denn im Grunde arbeiteten jene gelegentlich anthroposophische Einrichtungen dominierenden dogmatischen Buchstabenreiter genau jenen in die Hände, die Steiner und sein Vermächtnis immer wieder massiv kritisierten. Die die Anthroposophie als sektiererische, autoritäre Bewegung darstellten."

Roman David-Freihsl in "Steiner entsteinern"

Kommentare

  1. Jep, so ist es möglicherweise. Ich bin mir aber sicher, dass die dogmatischen Buchstabenreiter mit leeren Händen dastehen werden!
    Ja, Anthroposophie ist sektiererisch, autoritär und absulute!!!
    Sie ist halt einfach überall!
    Machen wir das Beste daraus;-)

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  2. Die Buchstabenreiter sind die wirklichen inneren Gegner der Anthroposophie. Sie sind eine zähe Spezies.

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  3. Symphatisch, dass der Autor immerhin 2 ausführliche anti-rassistische Zitate Steiners in seinen Beitrag gestellt hat.

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  4. Lieber Michael, da kann ich schon seit langem nur noch müde abwinken. Es ist eben stets das Gleiche, jeder sucht sich seinem Charakter gemäß im Leben immer genau das zusammen, was ihm in den Kram passt. Wer unvoreingenommen auf die Anthroposophie zugehen wollte, der fände auch ihre wahre Gestalt. Schließlich sollte ein halbwegs kluger Kopf wissen, dass man sich möglichst nicht aus zweiter Hand informiert, um zu einem Urteil zu kommen. Man kann schließlich auch nicht von der Wasserqualität am Flussdelta auf die Reinheit der Quelle schließen.
    Drum frag ich mich, wie beschränkt man sein muss, um wieder und wieder in dieselbe unsinnige Kerbe zu hauen.

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  5. Lieber Horst,

    nun, erstens ist Roman David-Freihsl "ehemaliger Waldorfschüler und aktuell Waldorf-Vater", wie man unter seinem Artikel nachlesen kann, und hat sich also nicht nur aus zweiter Hand informiert.
    Zweitens ist die Erwähnung der "Buchstabenreiter" nur ein kleiner Teil seines Artikels.
    Und drittens kann man zwar von der Wasserqualität am Flußdelta tatsächlich nicht auf die Reinheit der Quelle, wohl aber auf die Art der unterwegs geschehenen Verunreinigungen schließen.

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  6. Liebe Ingrid, es heißt ja nichts, wenn man Waldorfschüler war und Waldorfvater ist, hinsichtlich der Kenntnis der Anthroposophie, das wäre dann immer noch aus zweiter Hand solange man nicht selber bei Steiner nachforscht. Auch kann man nicht eher hundertprozentig auf die unterwegs geschehenen Verunreinigungen eines Flusses schließen, bevor man nicht den Reinheitsgrad der Quelle selber geprüft hat.

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  7. Lieber Horst,

    :-) naja, also, inwieweit Roman David-Freihsl persönlich den "Reinheitsgrad der Quelle" geprüft hat, das kann ich natürlich nicht sagen - ich kenne ihn schließlich nicht.
    Aber die "Buchstabenreiter" hat er ganz offensichtlich aus erster Hand erlebt, wie die allerersten Sätze seines Artikels zeigen. Und ich habe mich sehr gefreut, zu lesen, daß es ihm heute viel weniger davon zu geben scheint als früher.
    Und wie gesagt, sein Artikel erschöpft sich ja wirklich nicht darin, auf diesen Reitern herumzureiten.
    :-) Ich selber möchte diesen "Ritt" jetzt auch beenden - ich finde wirklich, daß es Wichtigeres gibt.
    Herzlichen Gruß!
    Ingrid

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  8. "Ich selber möchte diesen "Ritt" jetzt auch beenden - ich finde wirklich, daß es Wichtigeres gibt."

    Ganz meiner Ansicht, nichts anderes wollte ich mit meinen Bemerkungen eigentlich sagen.

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  9. Der Herr, der mich mit seinem Vortrag zur Beschäftigung mit der Anthroposophie brachte meinte, als ich ihn genau auf dieses Thema ansprach:"Dogmatismus ist Denkfaulheit." recht hat er! Als Katholik, der immer wieder Bauchweh mit seiner Kirche hat, weiß ich, wovon ich spreche ...

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