Komische Anthroposophen. Ein Interview mit Bodo von Plato in der NZZ

"Gandhi sagte einmal sinngemäss: «Ich liebe das Christentum. Nur die Christen kommen mir so komisch vor.» Dasselbe gilt vielleicht auch für die Anthroposophen. Wenn die Verehrung zur Anhängerschaft führt, sind Dogma und Sekte nicht weit."

Mir spricht er aus der Seele, wenn er sagt: "Sie (die Anthroposophie, ME) steckt mitten in einer fruchtbaren Krise. Die erste Generation strebt dem Meister nach, auch eine zweite Generation kann das noch tun. Aber in der dritten, spätestens, wird es dann problematisch. Und genau da kommt man in der Wirklichkeit an, und es beginnt die Neuorientierung. Steiner ist eine geschichtliche Figur geworden, die Menschen, die ihn noch kannten, sind gestorben, seine Worte haben ihre Aura verloren. Damit gilt nun das Goethe-Wort: «Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen.» Genau darum geht es."

Bodo von Plato in der NZZ


Kommentare

  1. "Steiner ist eine geschichtliche Figur geworden … seine Worte haben ihre Aura verloren." – Unglaublich. Wäre ich je Mitglied dieser Gesellschaft gewesen, an diesem Punkt wäre ich ausgetreten. Da fehlt eine Mindestbasis des Miteinander-Empfindens, und eine geschichtliche Figur namens Bodo von Plato erdreistet sich, diesen seinen Mangel öffentlich zu plakatieren. – Danke für die Übermittlung!

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  2. Mir macht es geradezu Lust, wieder einzutreten, aber das kann ich meinem örtlichen Zweig nicht antun.

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  3. Sehr schön, Treffer! - und mal ausnahmsweise eine positive Nachricht aus den heil'gen Hallen. Alles andere, was man derzeit so hört, lässt einem ja die Haare zu Berge stehen.

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  4. Er sagte "fruchtbare" Krise, Felix, nicht "furchtbare".

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  5. Wenn Bodo von Plato am Ende des Interviews von "Sinngebung" spricht, ist er ganz katholisch. Es sollte wohl "Sinnfindung" heißen, welche die Geisteswissenschaft ermöglicht.

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  6. Das "problemhafte" dritte Generation ist eine Formulierung Steiners, er sagt an einer Stelle, dass jeder spirituelle Impuls beginnt "dekadent" zu sein vom 3. Generation an. Das ist für mich eine rätselhafte Formulierung, und ich weiss nicht, wie man es verstehen soll, wenn man es nicth missverstehen will.

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  7. Ein sehr schönes Interview, danke fürs Aufmerksammachen!
    "Die Anthroposophie wird leider zu stark mit einer besonders beschränkten Erscheinungsform identifiziert."
    Ja. Das ist wohl so. Aber das muß ja nicht für immer so bleiben.

    Im übrigen, ad "katholisch":
    Vorhin hab ich im Radio gehört, wie der Wiener Kardinal Schönborn die wachsende Anzahl der Kirchenaustritte etwa so kommentierte (ich zitiere aus dem Gedächtnis): "Natürlich schmerzt uns jeder einzelne Austritt. Aber das ist ein Zeichen der heutigen Freiheit. Heutzutage entscheiden die Katholiken frei, ob sie in der katholischen Kirche sein wollen."

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  8. zu "katholisch": auf kath.net gibt es Stimmen, welche gerade die Religionsfreiheit beklagen, als Übel unserer Zeit.

    Wer sagt, Christus ist eine geschichtliche Gestalt oder Figur, beraubt sich möglicherweise die Möglichkeit, ihn lebendig zu erfahren. Wenn ein Vorstandsmitglied Rudolf Steiner nur geschichtlich begreift, redet er wie Herr Zander daher, in dessen Geist und Streben zu Steiner.
    Steiner soll auf ein Normalmaß zurecht gestutzt werden...... .

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  9. Und die Anthroposophen entscheiden frei, ob sie in der anthroposophischen Gesellschaft sein wollen.
    Das ist doch schön.

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  10. Ja. Darauf wollte ich hinaus. Ich finde das auch schön.
    Sowohl für alle, die "draußen" bleiben dürfen, als auch für die AAG selbst.
    :-)
    Wenn ich eine Gesellschaft wäre, würde ich jedenfalls keine Mitglieder haben wollen, die nicht aus freien Stücken "drin" sind.

    @ Ernst: ich verstehe Bodo von Plato übrigens nicht so, daß er Steiner "nur geschichtlich begreift".
    Er spricht meiner Meinung nach davon, daß es für Menschen, die Steiner weder persönlich gekannt haben noch von jemandem, der ihn persönlich gekannt hat, von ihm erzählt bekommen haben, keine Selbstverständlichkeit mehr ist, ihn anders als "nur geschichtlich" zu begreifen.
    Wir können uns aber heutzutage aus freiem Willen dazu entscheiden, Rudolf Steiner "lebendig zu begreifen".
    Ich denke, genau das meint Plato, wenn er sagt:
    "Damit gilt nun das Goethe-Wort: «Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen.» Genau darum geht es."

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  11. Gandhi hat das ja noch sehr freundlich ausgedrückt, gemeint dürfte er wohl haben, dass die Christen alles Mögliche tun und sagen, nur nichts im wahren Sinne Christliches. Das kann man offensichtlich heute 1:1 auf Bodo von Plato und Gleichgesinnte übertragen. Steiners Anthroposophie, den Geist dieser Anthroposophie kann man einfach nur lieben, aber ihre offiziellen Vertreter und diverse, sich in die Öffentlichkeit drängende Mitglieder der AAG benehmen sich so komisch. Kurz, die Anthroposophie findet man nicht mehr im Goetheanum mit seinen Vertretern.

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  12. Lieber Horst,
    danke für Deine Worte.
    Denn natürlich kann die Aura der Worte Steiners nie verlöschen, in keiner Generation. Mich berühren die Worte Steiners umfassend. Es hängt halt vom Leser ab, was mit den Worten geschieht.

    Liebe Ingrid,
    danke für Deine Ausführungen.
    Aus dem Vorstand kamen auch zu anderer Zeit durchaus Worte, welche als "Überwindung" Steiners zu verstehen sind.
    Das mit den "freien Willen" ist so eine Sache. Wir sind doch mehr oder weniger Alle so in karmischer Verbundenheit der Ereignisse, daß von einem freien Willen wohl erst dann gesprochen werden kann, wenn der Mensch bewußt einschläft und aufwacht, weil er dann erst im Nachtbereich die karmischen Gegebenheiten überblickt. Aus eigener Erfahrung gibt es den freien Willen zur Tat im Vorgeburtlichen. Viele Menschen werden aber zur Zeit ihre Lebensziele noch mit Beratung von Lehrern im Vorgeburtlichen bilden... ...wir sind alle in Entwicklung auf dem Wege....

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  13. Lieber Ernst,

    von Worten aus dem Vorstand zu anderer Zeit habe ich keine Ahnung, davon spreche ich jetzt nicht.

    Du sagst:
    "Denn natürlich kann die Aura der Worte Steiners nie verlöschen, in keiner Generation. Mich berühren die Worte Steiners umfassend. Es hängt halt vom Leser ab, was mit den Worten geschieht."

    Genau das meinte ich mit "freiem Willen": in früheren Generationen hing es nicht nur vom Leser ab, was mit Steiners Worten geschah. Denn Rudolf Steiner war ein begnadeter charismatischer Redner, der die Menschen sogar gegen ihren Willen in seinen Bann ziehen konnte.
    Das ist heute so nicht mehr möglich.
    Deshalb hängt es heute von jedem einzelnen von uns ab, ob seine Worte in uns lebendig werden oder nicht.

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  14. "Denn Rudolf Steiner war ein begnadeter charismatischer Redner, der die Menschen sogar gegen ihren Willen in seinen Bann ziehen konnte."

    Hätte können, sehr wahrscheinlich, was ihm allerdings, wenn ich Steiner bisher recht verstanden habe, so ziemlich das Letzte war, was er gewollt und getan hätte. Denn jeder Vortrag jedes Buch Steiners ist in meinen Augen in einer durch und durch den Zuhörer und Leser freilassenden Sprache abgefasst.

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  15. "...denn jeder Vortrag jedes Buch Steiners ist in meinen Augen in einer durch und durch den Zuhörer und Leser freilassenden Sprache abgefasst."
    Das gefällt mir, und deshalb fühle ich mich hier Zuhause.

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  16. Lieber Horst,

    ja, natürlich in einer freilassenden Sprache. Das sehe ich ganz genau so.

    Ich wollte nicht sagen, daß Steiner beabsichtigte, seine Zuhörer auch gegen ihren Willen zu "fesseln".
    Aber es ist offensichtlich dennoch geschehen.
    Ich war natürlich nicht dabei :-) - aber Stefan Zweig beispielsweise sagt:
    "Persönlich wirkte er nicht so führerhaft wie Herzl, aber mehr verführerisch. In seinen dunklen Augen wohnte eine hypnotische Kraft, und ich hörte ihm besser und kritischer zu, wenn ich nicht auf ihn blickte, denn sein asketisch-hageres, von geistiger Leidenschaft gezeichnetes Antlitz war wohl angetan, nicht nur auf Frauen überzeugend zu wirken."
    Und Wilhelm Hübbe-Schleiden spricht vom "unbewussten und gewiss unbeabsichtigten Einfluss, der unzweifelhaft vn Steiner ausgeht", davon, daß "höhere, sehr hohe Geisteskräfte, - sagen wir 'Meister'" hinter Steiner stünden, das beweise "ganz besonders die Art des Einflusses, der von ihm ausgeht. Man fühlt diesen weniger im Augenblick der Wirkung; es ist daher nichts Hypnose-Artiges, sondern es ist offenbar und wirklich Geisteskraft. Dabei ist das Sonderbare, dass man diesen Mann in seiner persönlichen Bescheidenheit und Liebenswürdigkeit bei seinem rücksichtslosen Enthusiasmus und seiner so pathetischen Begeisterung für die Sache und den Geist, den er vertritt, von Herzen lieb gewinnt. Man kann auch nicht nur außerordentlich viel von ihm lernen, sondern man kann ihn auch persönlich als höchst nachahmenswertes Vorbild nehmen. Dazu gehört, zu sehen, wie er höchst peinlich durch jedes Lob berührt wird und unter der Verehrung seiner Anhängerinnen leidet."
    Oder Walter Abendroth:
    "Die Persönlichkeit Rudolf Steiners aber flößte mir augenblicks die Empfindung ein, einem außerordentlichen, in unserer Zeit absolut singulären Wesen gegenüberzustehen. Von ihm ging eine Ausstrahlung von Geisteskraft und Wahrhaftigkeit, von Lauterkeit und Güte aus, die sich bei dem Empfänger unmittelbar in Vertrauen umsetzte. Jedem Menschen mit einigem Spürsinn für das durchaus Außergewöhnliche wäre dieser Mann inmitten einer noch so großen Menge sofort aufgefallen; nicht sowohl durch sein Äußeres allein ... als vielmehr durch eine schwer zu beschreibende Erscheinungseinheit des Körperlichen und Geistigen, wie sie mit so faszinierender Eindruckswirkung bei völliger Abwesenheit jeglicher Selbstdarstellung nicht leicht wieder angetroffen wird."
    Das sind nur einige Zeugnisse von Zeitgenossen, die Rudolf Steiner selbst erlebt haben (alle Zitate aus "Der andere Rudolf Steiner", herausgegeben von Wolfgang Vögele).
    Das ist heute so unmittelbar, einfach durch die persönliche Begegnung, nicht mehr zu erleben.
    Dazu muß der heutige Leser Eigenaktivität in einer Weise aufbringen, wie sie damals nicht aufgebracht werden mußte.

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  17. Nun, liebe Ingrid, du hättest nicht schreiben sollen "gegen ihren Willen", das konnte ich nur so auffassen, als hätte der Wille des Redners überwältigend auf den Willen des Zuhörers eingewirkt. Das wäre die Vorgehensweise und das Ziel von Demagogen. Die wollen nämlich gar nicht verstanden werden (dann wären sie ja auch keine Demagogen mehr). Steiners erklärtes Ziel war es aber immer und überall, ausschließlich über das Verstehen die Menschen zu erreichen, weil das jede Art von Manipulation ausschließt, weil es den Willen des Menschen unangetastet lässt.

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  18. Lieber Horst,

    Du hast ganz recht. Ich hätte wohl besser "ohne ihre aktive Willensbetätigung" oder ähnliches geschrieben.

    Ich denke aber, es ist wohl klar geworden, worauf ich hinauswollte.

    Was mich jetzt noch interessieren würde:
    Findest Du unter diesem Blickwinkel die Passage aus dem Interview Bodo von Platos, die Michael in seinem Artikel zitiert, dennoch problematisch?

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  19. Kann vielleicht jemand sagen, wer die im Artikel erwähnten drei neue Biographien Steiners geschrieben haben?

    (P.S: Wenn vielleicht irgendwann eine treffen vom Egoisten-lesern zusatande kommt, ich würde mich freien, Sie kennenzulernen, Ingrid, Horst!)

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  20. „Was mich jetzt noch interessieren würde:
    Findest Du unter diesem Blickwinkel die Passage aus dem Interview Bodo von Platos, die Michael in seinem Artikel zitiert, dennoch problematisch?“

    Liebe Ingrid. mir ist nicht klar, was du mit „ unter diesem Blickwinkel“ meinst.

    Bodo von Platos Aussage finde ich sogar hochproblematisch und zwar, weil BvP nicht irgendwer ist, sondern dem Vorstand der AAG angehört.
    Der Standpunkt Bodo von Platos ist die Jetzt-Zeit, von der aus er auf das blickt, was eben von Steiner historisch wahrzunehmen ist, seine Schriften und die Aussagen von Zeitzeugen. Das ist offensichtlich das Einzige, was für ihn die Bewertungsgrundlage abgibt.
    Worauf Steiner in seinen Vorträgen und Büchern verweist, was er dort in Begriffe kleiden will, wovon er den Menschen eine Vorstellung verschaffen will, das scheint Plato vollkommen zu ignorieren. Insofern kommt Bodo von Plato zu einer Bewertung, die jeder Hans oder Franz (jeder Anthroposophieunkundige, jeder Positivist, jeder Zander) hätte aussprechen können, die insofern gar nicht anders hätte ausfallen können. Diese Bewertung hat aber mit Steiner und seiner Anthroposophie genau so viel oder eben wenig zu tun, wie die Kuh mit dem Sonntag.
    Insofern sehe ich mich nur bestätigt, wenn ich behaupte: Die Anthroposophie ist überall eher zu finden, als im Goetheanum und den dortigen Offiziellen.

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  21. „Wenn vielleicht irgendwann eine treffen vom Egoisten-lesern zusatande kommt ...“

    Aber nur unter dem Vorsitz des Blog-Chefs ;-)

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  22. Nein Danke, bloss kein Vorsitz von irgendwas! Und auch kein Chef von irgendwas, im übrigen. Ich stosse gern ein paar Diskussionen an. Gerade die sehr unterschiedlichen Meinungen, die hier sichtbar werden, erregen übrigens den Respekt von außenstehenden Kritikern. Die stellen sich "Anthroposophen" meist als gleichgeschaltete Zombies vor und sind erstaunt, wie sehr hier gestritten und um Positionen gerungen wird- wie offen also doch Anthroposophie ist. Die denken meist, es wäre eine Art Doktrin, so eine Art stalinistische Kadergruppe. Dabei findet man kaum unterschiedlichere Standpunkte als gerade in und an diesem Verein.

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  23. Lieber Michael, war auch nur ein Scherz am Rande.
    Wo hast du das übrigens gelesen, wie die Reaktionen auf das, was hier diskutiert wird, ausfallen?

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  24. Steiner ist relevant heute auch wegen seine Erkenntnistheorie, weil die Wissenchaften die Gewissheit immer mehr im sinnlichen Wahrnehmungen, Daten suchen, stats das ergänzende, innere Element wahrzunehmen, und dass wird besonders problematisch wenn sie das Bewusstsein erklären wollen, oder die "letzte" Partikeln der Wahrnehmungswelt suchen, die die Ganze system stützen sollen - ohne aber die ergänzende innere Gebärde im Rechnung nehmen.

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  25. Lieber Horst, "Wo hast du das übrigens gelesen, wie die Reaktionen auf das, was hier diskutiert wird, ausfallen?" Ich habe nichts besonderes gelesen oder gefunden. Ich habe aber auch nicht besonders ausgiebig gesucht. So etwas wird immer gern und recht viel gelesen, um sich selbst ein Bild zu machen. Man kann sich als Leser durch solche Diskussionen auch selbst positionieren. Aber nicht jeder möchte das dann ausbreiten.

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  26. Lieber Horst,

    Liebe Ingrid. mir ist nicht klar, was du mit „ unter diesem Blickwinkel“ meinst.

    Oh.
    Nun - ich meinte, wie ich ja schon weiter oben gesagt habe:
    Wenn man das wohl unbestrittene Charisma Rudolf Steiners in den Blick nimmt, so wird doch hoffentlich klar, daß Menschen, die ihn und dieses Charisma noch hier auf dem "physischen Plan" erlebt haben, allein schon deswegen von vornherein eine andere Beziehung zu ihm hatten als heutige Leser. Oder würdest Du mir hier widersprechen?

    Vor diesem Hintergrund sehe ich das, was Bodo von Plato in seinem Interview gesagt hat. Ich lege auch Wert darauf, daß er es gesagt hat und nicht etwa geschrieben. Um zu begreifen, was er aller Wahrscheinlichkeit gemeint hat, genügt es also nicht, den Wortlaut allein herzunehmen.

    Du sagst:
    "Der Standpunkt Bodo von Platos ist die Jetzt-Zeit, von der aus er auf das blickt, was eben von Steiner historisch wahrzunehmen ist, seine Schriften und die Aussagen von Zeitzeugen. Das ist offensichtlich das Einzige, was für ihn die Bewertungsgrundlage abgibt."

    Nun - man sollte sich auch die Frage vor Augen halten, auf die Bodo von Plato hier geantwortet hat. Diese Frage lautete:
    Wie geht es denn der Anthroposophie heute, 100 Jahre nach ihrer Gründung?
    Also nicht etwa: Wie sollte es der Anthroposophie "gehen", was wäre das Wünschenswerte? Und auch nicht: Was ist die "Essenz" dessen, was Rudolf Steiner uns hinterlassen hat?
    Sondern durchaus eine Frage nach dem tatsächlichen jetzigen "Zustand".
    Und darauf sagt Bodo von Plato (der fett hervorgehobene Einschub ist von mir; es ist das, was ich, wenn ich mir die ganze Situation vergegenwärtige, "zwischen den Zeilen herauslese"):
    "Sie steckt mitten in einer fruchtbaren Krise. Die erste Generation strebt dem Meister nach, auch eine zweite Generation kann das noch tun. Aber in der dritten, spätestens, wird es dann problematisch. Und genau da kommt man in der Wirklichkeit an, und es beginnt die Neuorientierung. Steiner ist [für diese Generation zunächst] eine geschichtliche Figur geworden, die Menschen, die ihn noch kannten, sind gestorben, seine Worte haben ihre Aura verloren. Damit gilt nun das Goethe-Wort: «Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen.» Genau darum geht es."

    Ich kenne Herrn von Plato nicht, und ich bin auch bisher nicht Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft, ich habe also keinerlei Interesse, hier an irgendeiner "Front" zu "kämpfen".
    Es will mir aber immer noch nicht gelingen, zu begreifen, wieso Du eine solche "Zustandsanalyse", noch dazu sogar verbunden mit einer Bezeichnung der Aufgabe, die nun vor uns allen liegt (das Goethe-Wort und dann "Genau darum geht es."), so problematisch findest.
    Hast Du eigentlich das ganze Interview gelesen?

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  27. Lieber Emerenz, die Namen der Autoren der 3 neuen Steiner Biographien lauten Heiner Ullrich, Miriam Gebhardt und Helmut Zander (genau:DER Helmut Zander!) In der aktuellen und kommenden Info3 Ausgabe wird darüber berichtet

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  28. Bodo von Plato is a clever careerist as most in Dornach plus caricature of affectation. The Anthroposophical Society was infiltrated and neutralised by occult influences quite soon, such a imposter as Hiebel who let people believe his professor title was awarded by Princeton is only the surface.

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    1. Ah, keine sehr neue oder originelle Verschwörungstheorie. Mit solchen Okkult- Trash- Anwürfen hatte, so weit ich weiß, jeder anthroposophische Vorstand zu tun. Der Anstand würde es gebieten, dergleichen wenigstens nicht anonym in die Welt zu setzen; das ist schmierig.

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    2. Der Tag hat sich gegen die Nacht verschworen:
      Mit perfiden elektromagnetischen Strahlung aus dem Wellenlängenbereich von etwa 380 nm bis 780 nm mit einer Frequenzen von etwa 789 THz bis 384 THz täuscht er das Bewußtsein des Menschen arglistig über die reale Existenz der Sternenwelt hinweg.
      Die Folge: Der Mensch vergöttert nur noch die Sonne...

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    3. "Der Anstand würde es gebieten, dergleichen wenigstens nicht anonym in die Welt zu setzen; das ist schmierig."

      Ist denn in Internet-Blogs nicht sowieso fast alles und fast jeder anonym? Außer vielleicht der/die Betreiber selber?
      Und warum echauf­fie­ren Sie sich so, wenn jemand Anthroposophen bzw. AAG Vorstände schlecht macht, betreiben aber selbst das, was Sie hier kritisieren - mit einer unübersehbaren Konstanz - gegenüber dem Doktor?

      Irgendwas passt hier nicht zusammen!
      Oder warum werden hier so unterschiedliche Maßstäbe angelegt, bzw. sehen Sie tatsächlich die heutige Anthroposophie samt ihrer Vertreter völlig losgelöst von ihrem Gründer?

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    4. "Infiltration und Neutralisation durch okkulte Einflüsse" war das, auf das ich mich bezog. Das ist so eine Kiste wie aus dem Lehrbuch des Esoterik- Hohlkopfs.

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    5. Aber wäre es nicht eine analoge "okkulte Neutralisation", wenn der Meister durch ähnliche Behandlung seiner von ihm ausgehenden Wirkung beraubt wird?

      Das Schlechtmachen Steiners oder der Anthroposophie geschieht aber offensichtlich nicht okkult, sondern völlig offen. Steiner war es doch gerade, der die okkulten Wirkungen des traditionellen Geheimwissens als überkommenes und nicht mehr zeitgemässes Instrument durch Offenlegung "neutralisiseren", d.h. ausmerzen wollte. Zu diesem Zweck schuf er die Anthroposophie und arbeitete fortan nicht mehr okkult sondern im Lichte der Öffentlichkeit an der Bewusstseinsseele.

      Wer gegen Steiner und die Anthroposophie agiert, handelt anachronistisch, unzeitgemäß, da er - wenn auch nur indirekt - den weiterhin okkult wirken wollenden Zeitgenossen den Weg ebnet, mit Mitteln der Vergangenheit weiterhin die Geschicke der Menschheit auf geistigem Gebiet zu steuern.

      Ihr Eintreten für die Zerstörung des Okkulten - also des Schützenwollens eines Anthroposophen - ist daher richtig.

      Die zentrale Frage ist und bleibt aber: Warum verfahren Sie mit Rudolf Steiner genau entgegengesetzt?

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    6. Lieber Anonym,

      hier wird nicht zerstört, hier werden die Scherben eines Zoffes zusammengekehrt, der schon zu Steiners (um Ihretwillen auch des Meisters oder des Doktors) Zeiten auch von hochrangigen Vertretern/Würdenträgern der Anthroposophie mit
      veranstaltet wurde und sich bis heute fortsetzt.
      Jetzt tun Sie bitte nicht so, als ob wir hier die bösen Buben wären, die mutwillig Steine in eine (Ihre) heile und intakte Welt der Anthroposophie werfen...

      S. Birkholz

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    7. ...oder glauben Sie tatsächlich, dass "okkulte Neutralisation" vermieden werden könnte, wenn man Scherben einfach unter den Teppich kehrt?

      s. birkholz

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    8. Das ist mir schon klar, dass ihr nichts zerstören wollt. Steiner wollte den Okkultismus zerstören um ein neues menschliches Bewusstsein aufzubauen, ihr haltet hingegen an ihm und an allem Alten und Überkommenen fest und glaubt allen Ernstes mit diesen Mitteln von vorgestern die Zukunft meistern zu können.
      Deswegen Eure de facto Steiner-Gegnerschaft, kläglich getarnt als eine Art moderner "Anthroposophie"....Überwindung Steiners oder so ähnlich....
      Die Anthroposophie Steiners ist aber etwas epochal einmaliges und Unüberwindbares....sie hatte zum Ziel durch deren Offenlegung uralte geistige Herrschaftsmechanismen unwirksam zu machen, den Menschen zur wahren inneren geistigen Freiheit zunführen.
      Ihr scheint das nicht begriffen zu haben oder wollt es nicht wahrhaben. Ihr seid die wahren Konservativen, nicht ich, ihr trauert in Wahrheit einer nicht mehr existenten "heilen anthroposophischen Welt" nach und eben nicht ich.
      Von wegen "anthroposophischer Würdenträger" , mir tuts geradezu in den Ohren weh.....wie das klingt, nur allzu katholisch, Steiner schau runter....

      Mit diesem einen Wort hast du es schon bewiesen Stepahn, ihr seid diejenigen die aus der Anthroposophie Steiners eine Religion, eine Art "heile Welt" machen. Eine Welt aber ohne Verpflichtung zugunsten längst überfälliger Zukunftsherausforderungen, in der für Euch alles erlaubt ist, eben auch Steiner zu verkennen, ihn schlecht zu machen und Euch geradezu wahnhaft einzubilden euch weit über ihn hinaufzuschwingen zu können, wo ihr real nicht mal im Ansatz begriffen habt, worum es Steiner wirklich ging.


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    9. Sie konfabulieren, mein Herr! Rauchen Sie chinesisches Badesalz aus dem Internet? Einem Bekannten eines Bruders der Freundin meiner Frau, müssen Sie wissen, der rauchte auch immer diese Sachen.... naja. Er hat es dann gelassen, und hörte keine Stimmen mehr aus dem Wasserhahn...
      Herzlichst, mischa

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    10. Lieber Anonym,
      mir drängt sich gerade der Eindruck auf, dass Sie mit Ihrem Farbbeutel auf der falschen Demo gelandet sind...

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    11. Sind Momente, wo ich früher gesagt hätte, Anonym, laß uns mal eine Nacht bei gutem schwarzem Tee und Chips und Schokokeksrollen durchmachen, und Schaubilder malen, und eine Nacht diskutieren, bis in die Puppen. Denn beim "Mich lustigmachen", wenn ich oder meine Freunde so extrem falsch verstanden werden, bleib ich nicht stehn. Ende der Stahnenfange ist das Verstummen, Schweigen mag der Mensch im Grabe, ja. Starrsinn jedoch ist ein vorweggenommnes Grab. Ich bin nur ein Gast hier, dennoch meine ich, parallel mit Herrn Birkholz sicher und im Vollbesitze usw. sagen zu können: Dies ist kein Haßblog, himmel stern! Auch kein Hetzblog. Bitte, Herr Anonym, glauben Sie das. Andres anzunehmen ist gerauchtes Badesalz und wasserhähnerne Stimmen...
      Herzlichst, mischa

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    12. auch - mir tuts gerade und zu in den Ohren weh..."nur allzu katholisch, Steiner schau runter" - auf anonymchen, denn es weiss nicht was es tut ;)

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    13. war mir irgendwie klar, hier beweihräuchert man sich selbst.
      Für konträre Sichtweisen scheint kein Platz zu sein, Argumente gibt es keine und wo der angebliche Haß steht oder herkommen soll, bleibt auch im dunkeln.
      Meistens heisst es doch, wenn man ein Problem aufwirft, hat man es selbst...
      Na wenns Euch Spaß macht, bitteschön....

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    14. Boah. Mein Herr, ich habe mich zugegebnermaßen wieder verfänglich artikuliert. Oh ja! Ich bitte vielmals um Entschuldigung. Schauen Sie, ich wollte artikulieren, daß dieses Blog nach meinem Ermessen nicht geschaffen wurde, um Haß auf Steiner zu verbreiten, oder Hetze gegen irgendwelche Menschen zu machen. Auch nicht gegen Sie, mein Herr Anonymus. Ah, ich verstehe: Sie haben natürlich gedacht, ich würde ihnen Haß unterstellen. Sehen Sie, wie sehr man immer auf überdeutliche Worte achten muß, und wie förderlich in unseren Tagen höchstes Mißtrauen sein kann. Oh ja, oh ja...
      mischa

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    15. ..jetzt hab ich mich vor lauter lauter auch wieder verschrieben und ein "Ihnen" klein geschrieben, statt groß, seufz, passiert mir immer wieder, es ist wohl auch so, daß Ihr Scharfsinn mich ganz durcheinanderbringt ..
      m.

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    16. Keine Ursache, solche Kleinigkeiten sind nicht so wichtig, danke trotzdem.
      Nutzen würde es aber allen die hier schreiben, wenn man von der nur allzuschnell von der argumentativen Linie abweichenden Gesprächsführung zurückfinden würde zu einigermaßen konstruktivem Gedankenaustausch....ohne diese persönlich werdenden spöttisch überheblichen Untertöne die immer wieder durchklingen. Wäre doch eine angenehme Sache, oder?

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    17. Lieber Anonym,
      mancher wähnt sich auch schon von den reinen Tatsachen und durch eine stringente Argumentationsführung verhöhnt und verspottet fühlt, weil er noch allzu sehr in der bildhaften Darstellungsweise vom anthroposophischen Märchenonkel fühlt (und vielleicht auch schon ansatzweise denkt).

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    18. Schon klar, natürlich ist das hier kein Haßblog....hat doch niemand behauptet.
      Dass aber in sehr pünktlichen regelmäßigen Zeitabständen Rudolf Steiner "denigriert" wird, ist allerdings Fakt. Schlechtmachen geht auch ohne Haß und Spöttelei, da gibt es unzählig viele subtile, mitunter auch kaum wahrnehmbare Formen.
      Ich meine, dass trotz klar sich manifestierender Blog-Ausrichtung, es ein Qualitätsmerkmal wäre, wenn auch über mögliche Ursachen des Faktischen oder auch diesbezüglich unangenehme, weil abweichende Thematiken vorbehaltlos diskutiert werden könnte und ins persönliche gehende Spötteleien á la Valentin weiter oben unterbleiben könnten.
      Oder war's eine Drohung? Für mich leider schwer zu beurteilen, da ich die gängige Praxis hier zu wenig kenne.

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    19. Deswegen Eure de facto Steiner-Gegnerschaft, kläglich getarnt als eine Art moderner "Anthroposophie"....Überwindung Steiners oder so ähnlich....
      Die Anthroposophie Steiners ist aber etwas epochal einmaliges und Unüberwindbares....sie hatte zum Ziel durch deren Offenlegung uralte geistige Herrschaftsmechanismen unwirksam zu machen, den Menschen zur wahren inneren geistigen Freiheit zunführen.
      Ihr scheint das nicht begriffen zu haben oder wollt es nicht wahrhaben. Ihr seid die wahren Konservativen, nicht ich, ihr trauert in Wahrheit einer nicht mehr existenten "heilen anthroposophischen Welt" nach und eben nicht ich.
      Von wegen "anthroposophischer Würdenträger" , mir tuts geradezu in den Ohren weh.....wie das klingt, nur allzu katholisch, Steiner schau runter....


      Anonym,

      Sie sind so unwiderstehlich sexy in Ihrer argumentativen Linie, die keinerlei Anschuldigungen, Vorwürfe, Unstimmigkeiten erkennen lässt...

      Sie werfen uns hier kollektive 'de facto Steiner-Gegnerschaft' vor und wollen für eine solche Entgegnung Schmerzensgeld einfordern...

      Geht' s noch?

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    20. @ Stephan,

      also sollte deiner Ansicht nach Rücksicht genommen werden auf derart zart besaitete Zeitgenossen, die sich allein schon durch die Konfrontation mit Tatsachen verhöhnt und verspottet fühlen? Sollte dann womöglich ihre nicht nur subjektive sondern real existierende spöttische und verhöhnende Gegenreaktion gerechtfertigt sein?

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    21. Lieber Anonym,

      grundsätzlich hat [vermutlich] jeder Mensch Dinge die ihm 'heilig' sind und ich bin der absoluten Ansicht, dass man das 'Heilige' anderer Menschen nicht mutwillig attackieren sollte/darf.
      Ungeachtet dessen ist jedoch jeder Mensch primär selbst dafür verantwortlich, ein solides Dach über seinen Heiligtümern zu errichten und darf nicht seine Umwelt anklagen, wenn seine Heilgtümer unter Wasseer stehen, weil sein Dach völlig marode ist...

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    22. @ anonym

      ja, das kennt man schon...erst wird hochtrabend rumgekrittelt mit pauschalen Urteilen (siehe Katholizismus) und sogen. Argumenten und dann ist Herr anonym beim geringsten Anlass hochempfindlich und beleidigt, weil man ihm nicht folgen mag...Mein Spötteln, sie Armer, war u.a. und zunächst eine Antwort auf ihre Behauptung des Katholizismus (sowie - Steiner schaut runter...womöglich mit strafenden Blicken? Ist klar, sie also nicht katholisch)

      Ich bin oder fühle mich weder katholisch, schon gar nicht weil Sie das behaupten bzw. fein säuberlich und gewollt aus Steiners Fundus quasi mal so nebenbei eingespritzt haben, noch entspreche ich ihren anderen Behauptungen!

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    23. Und nebenbei, was haben Sie eigentlich gegen Katholiken?

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    24. Kennen Sie überhaupt Katholiken und deren unerschiedlichsten Strömungen? Es gibt z.B. liberal-gläubige Katholiken, die lange nicht mit allem einverstanden sind, was man ihnen von oben herab verordnet hat bzw. verordnen will und erheben ohre Stimme. So ist auch der Katholizismus in einer Entwicklung, im Wandel - genauso wie sich alles weiterentwickelt in der Gesellschaft, wenn auch langsam zu weilen...

      Oder wollen Sie nur ein anderes bzw. weiteres Papstum, sozusagen mit Verordnungen von oben? ('von oben' sogar im doppelten Sinne).

      Übrigens, Steiner war ja auch Katholik, wenn auch nur als Mitglied - und Religionsfreiheit war ihm heilig und nicht anzufechten...und auch er hat sicherlich gesehen, dass nicht alle Katholiken nur blind einigen Verordnungen des Papstes folgen wollten...Und genausowenig kann man den Egoistenblog nicht einseitig be -oder verurteilen, schon gar nicht wenn man nicht willens oder in der Lage ist, die Differenziertheit wahrzunehmen oder anzuerkennen - und das ist der Punkt (u.a.) ...

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    25. sorry das 'nicht' war zu viel oben..

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    26. Wenn auch das erneute Spötteln Valentins ("sie Armer...") im Zusammenhang mit einer sachlichen Erörterung einer Thematik, die ihm anscheinend und ich sage auch berechtigterweise am Herzen zu liegen scheint, völlig deplaziert ist, folgendes:

      Ich habe rein gar nichts gegen Katholiken und es war auch nicht meine Absicht eine Diskussion über den Katholizismus zu führen oder Katholiken zu verunglimpfen. Da bin ich falsch verstanden worden.
      Der Katholizismus diente mir als Vergleich für einen Mechanismus der mir in Bezug auf die Anthroposophie geradezu grotesk erschien. Stichwort "anthroposophische Würdenträger".

      Was für eine Religion wie den Katholizismus in Ordnung ist, sonst wäre er ja nicht das was er ist, ist auf die Anthroposophie angewandt schlicht und einfach fehl am Platz.

      Also diejenigen, die meinen es gäbe "anthroposophische Würdenträger" (ähnlich wie im Katholizismus), haben in meinen Augen ein seltsames und von ihrem Wesenskern weit entferntes Verständnis von Anthroposophie, d.h. sie leben und erleben Anthroposophie wie eine dogmatische Religion.

      Nicht mehr und nicht weniger wollte ich damit zum Ausdruck bringen, bin also meilenweit davon entfernt den Katholizismus anzuprangern. Das tue ich nur gegenüber einer Anthroposophie, die sich die Mechanismen des Katholizismus zu eigen macht.....die da sind: Religion....Glaube....Heiligenverehrung....
      anthroposophische Würdenträger usw. usw...
      Alles klar?

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    27. @ anonym

      Alles klar. Dennoch stehe ich dazu was ich oben geschrieben habe oder anders formuliert - dass Sie einerseits PAUSCHAL die Egoisten kritisiert und beurteilt haben und sich dann sehr wahrsch. wundern, wenn Klarstellungen zurückkommen...m.a. Worten Sie haben ebenfalls ausgeteilt. Sich nun erneut wieder beim 'Spötteln' aufzuhalten, empfinde ich auch a bisserl als Ablenkungsmannöver und überempfindlich (eben vor dem Hintergrund des Austeilens Ihrerseits)...Und ich bleibe dabei, dass man sowohl einen Papst, gerade in so einer strengen Hierachie) kritisieren, als auch einen Steiner hier und da widersprechen darf..

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    28. Ok, als mir Konservativismus vorgeworfen wurde im Sinne der Anthro-Onkels - wohl auch wegen meiner Verwendung von "Doktor" und "Meister" - hatte ich gekontert und die Egoisten als die wahren Konservativen bezeichnet.
      Damit meinte ich konservativ in dem Sinne, als dass sie versuchen, Steiners epochale und einzig zukunftsträchtige Abkehr vom Okkultismus durch Offenlegung seiner Wirkungsmechanismen, bzw. sein energisches Entgegentreten der von ihm ausgehenden Wirkung auf das Unterbewusste rückgängig zu machen. Dies beschrieb ich als möglichen Beweggrund für die Steiner-Denigrationen.

      Was sollte daran so abartig sein, wenn als Standpunkt und persönliche Meinung geäußert?
      Hier könnten ja andere Argumente ins Feld geführt werden.

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    29. @ Anonym

      und außerdem schrieben Sie:

      "Deswegen Eure de facto Steiner-Gegnerschaft, kläglich getarnt als eine Art moderner "Anthroposophie"....Überwindung Steiners oder so ähnlich...."


      "Eine Welt aber ohne Verpflichtung zugunsten längst überfälliger Zukunftsherausforderungen, in der für Euch alles erlaubt ist, eben auch Steiner zu verkennen, ihn schlecht zu machen und Euch geradezu wahnhaft einzubilden euch weit über ihn hinaufzuschwingen zu können, wo ihr real nicht mal im Ansatz begriffen habt, worum es Steiner wirklich ging.Euch geradezu wahnhaft einzubilden euch weit über ihn hinaufzuschwingen zu können, wo ihr real nicht mal im Ansatz begriffen habt, worum es Steiner wirklich ging."

      "wahnhaft, schlechtzumachen, kläglich getarnt etc."
      Ihr, Ihr, Ihr... - Jo, Sie wissen also bescheid und über jeden einzelnen von uns sowieso...alles klar...

      Bin nun gespannt ob Sie Ingrids nettes Angebot annehmen werden und wie sie das alles als Thema bzw. als Beitrag aufbauen wollen oder werden...

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    30. Da man sich hier ja auf dem Blog über das Wort (oder die angebliche Wortschöpfung) "Denigration" amüsiert hat - das gibt es durchaus, einmal googeln reicht: Etwa "Verunglimpfung", allerdings ein englischer Begriff.

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    31. Ja Rainer, hier wird ausnahmslos alles denigriert, sogar die Denigration selbst!

      s.b.

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    32. Weißt Du Rainer,

      eine echte Auseinandersetzung darüber, was Denigration, Verunglimpfung, Spott, Hohn, Zynismus, Humor auszeichnet würde ich absolut spannend finden.
      Aber (wie Ingrid schon sagte) halte auch ich 'Lagerkämpfe' für Zeitverschwendung.
      Allerdings kann ich mit Pseudo-Argumenten, die sich durch jede normale Logik als reine Empörung mit verzweifelten Untermauerungsversuchen entpuppen auch nichts anfangen...
      Klar gibt es das 'Gefühl' für Stimmungen, Tendenzen, Absichten etc. - vielleicht kann man diesen Komplex aber auch mit etwas härteren Argumenten betrachtet.

      s. birkholz

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    33. ...auch an Sie gedacht!

      s. b.

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    34. Moin Stephan,

      nach meinem Empfinden sind Begriffe wie Verunglimpfung, Spott, Humor eindeutig, auch die gegenseitige Abgrenzung, bzw. Verschmelzung.

      Als "Lagerkämpfe" wiederum würde ich das bezeichnen, was einen großen Teil, etwa 2/3, dieses Blogs ausmacht.

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    35. Ja, Rainer und du gehörst dann zu welchem 'Lager' bzw. wofür, wogegen kämpfst du so? Vielleicht magst DU ja auch mal einen Beitrag aus deinem 'Lager' bzw. deiner Richtung schreiben...das wäre doch eine echte Bereicherung, finde ich :) Eben sich mal nicht ständig damit aufzuhalten, andere oder irgendwelche Lager nur anzuprangern, break the wall ;)

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    36. @ Stephan,

      "hier wird ausnahmslos alles denigriert, sogar die Denigration selbst"

      endlich mal ein Statement, wo ich mich genötigt sehe, Ihnen uneingeschränkt recht zu geben! ;-)

      " und Sie damitin Erklärungsversagen kommen?"

      Ich äußerte doch in Bezug auf die Begriffe Vertreter und Würdenträger, wenn auch bei diesen beiden Begriffen eine objektive Unterscheidung durchaus gerechtfertigt erscheint, doch nur meine Meinungen, Ansichten. Als solche sind sie notgedrungen immer - und das nicht nur bei mir - subjektiv.

      "Erklärungsversagen" gibt es nur bei Tatsachenbeschreibungen.
      Wenn Sie also eine als solche geäußerte Meinung eines Gesprächspartners nicht teilen, nicht verstehen können oder wollen, oder meinen, diese sei nicht richtig, wie können Sie dann den Vorwurf des Erklärungsversagens loslassen? Finden Sie das wirklich in Ordnung?

      Einem anderen einen persönlichen Vorwurf zu machen, nur weil man selbst seine Meinung nicht teilt, diese unverständlich findet oder sonstwie unrichtig, ganz egal ob argumentativ untermauert, berechtigt oder unberechtigt, das kann es doch in unserem Zeitalter wirklich nicht mehr geben! Oder doch?

      Meinungen und Ansichten anderer Menschen stehen doch zunächst gleichberechtigt neben (potentiell)unendlich vielen anderen!
      Durch persönliche Vorwürfe können Meinungen aber nicht widerlegt werden, hier wäre eine "Argumentationslinie" die über das schnippische Schlechtmachen des Gesprächspartners hinausgeht, bzw. im Idealfall auf letzteres überhaupt verzichtet, angebracht.
      Sonst fällt diese sagen wir mal unvollständige "Argumentationslinie" nur allzuleicht auf einen selbst zurück!

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    37. @Anonym - Folge 256

      Was bisher geschah:

      1) Sie werfen uns kollektive 'de facto Steiner-Gegnerschaft' vor
      2) Sie unterstellen mir aufgrund von zwei von mir verwendeten Begriffen deren Bedeutung Sie offenbar nicht richtig kannten ein in Ihren Augen seltsames und von ihrem Wesenskern weit entferntes Verständnis von Anthroposophie!

      Als Ich Sie wegen der 2. Unterstellung (mein Anthroposophieverständnis) um eine Erläuterung bitte, bleiben Sie stumm, erst als ich nochmals insistiere reagieren Sie mit einem Verlegenheitsgestammele ohne jeden Erklärungswert für Ihre in 2) behauptete Unterstellung - dieses werte ich als Erklärungsversagen.
      //
      Daraus leite ich unseren Meditationsinhalt für den heutigen Himmelfahrtstag ab:

      Wer ist die Henne und wer ist das Ei?

      s. birkholz

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    38. Sollen wir mal das Thema wechseln?
      Ich schlage vor: "Braucht die Erde einen zweiten Mond!?"
      Gerne auch Lagerbildung. Poetische und Physikalische und mehr.

      Jedoch können wir auch gerne bis St. Nimmering am 8. Oktopoper 2019 weiterdebattieren, da endet der Thormakiezattikische Kalender sowieso, zumindest nach Alois Knoblauch, dem Bad Rübenthaler Urgroß-Seher, insofernglas es die Blogmaster und - masterinnen unterstützen und die Geistige Welt uns nicht die Inspiration zudreht.
      Mit herzlichen Glückwünschen, m.butty

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    39. Danke Mischa für dein Machtwort.....zuweilen braucht es so was wirklich....diese geistigen, aber dennoch sinnlosen Endlosschlaufen mal zum Stillstand zu bringen...
      Lg

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    40. Ach Jungs,
      wir sind doch erst bei Folge 256 da können mindestes noch weitere 250 spannende Epidoden folgen...

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    41. @ Valentin

      Das würde nicht unbedingt hierher passen, einiges schreibe ich auf FB, zb. bei der schon genannten "Virtuellen anthrop. Gesellschaft".

      Ansonsten weiß ich es einfach zu schätzen, dass es in der anthrop. Bewegung ein sehr weites Spektrum von äußerst unterschiedlichen Richtungen/Autoren, gibt: Mathematisch strenge Denker wie Renatus Ziegler, einen Guru wie Sebastian G., eine Stigmatisierte, allerlei Hellsichtige, Menschen aus dem Info3 Umkreis, usw, usf.

      Ich muss das nicht alles gleichermaßen gut finden, kann das interessiert konstatieren und einfach stehen lassen (Wie beim Büfet, wo man auch nicht alles essen muss). Dieses andauernde Kritisieren, schlechtmachen von bestimmten anthrop. Richtungen, wie es hier kultiviert wird, finde ich albern und arrogant.

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    42. Hi Rainer, thanks :) Aber ist das wirklich sooo schlimm hier? Info3 schreiben doch auch kritische, meinetwegen auch kritisch-besorgte Artikel zu diesem und jenem (Heisterkamp muss zeitweise ordentlich einstecken von den Etablierten oder anderen A.)...Zwischen WIKLICH übelst schlechtmachen (was ich hier !! nicht so sehe wie du das siehst, ich würde es kritisch und zuweilen ironisch nennen und das auch nur zeitweise) - und förderlicher Kritik ist natürlich ein Unterschied...Bedenke hinzu - ein öffentlicher Blog mit Diskussionen bringt naturgemäß vieles mit sich...

      Du, ein bisschen Salz und Pfeffer in der Suppe ist doch gar nicht schlecht...klar hat das auch Grenzen, die dann jeder für sich abstecken muss...Kritik kann grundsätzlich doch auch sehr förderlich sein, auch für die Anthroposophie denke ich mal...

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    43. @Moin-Rainer

      Lieber Rainer,

      Als altem und gewieftem Hobby-Psychologen (*) erstelle ich Dir noch ein kleines, simples (Hobby-)Psychogramm derer, die ständig in der Opferrolle des Spottes und der Häme stecken:

      Der chronisch Verspottete kommt aufbrausend mit irgend einer Empörung über irgend eine Verletzung irgend einer seiner Vulnerabilitäten daher und versucht eine argumentative Linie aus bestimmten stereotypen Schlagworten um seine Empörung herum aufzubauen um seiner Empörung dadurch Audruck zu verleihen und Gehör zu verschaffen.
      Wenn die argumentative Linie dann (meist schon bei der ersten Kollision mit den Gegebenheiten)implodiert, wird der Spott-Zynismus-Häme-Vorwurf-Notfallschirm ausgelöst...

      [* Ich meine, das das der erste Kommentar von Dir war, durch den ich hier im Blog auf Dich aufmerksam geworden bin - darum die Bezugnahme...]

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    44. @ Valentin

      Ich will das hier nicht weiter vertiefen, das wird sonst wieder so eine Endlosschleife. Da hat eben jede/r ein unterschiedliches Empfinden bezüglich Toleranz/Definition von Geschmacklosigkeiten, Spott, usw. innerhalb der anthrop. Szene.

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    45. @ Stephan,

      na, das ist nett, dass Du einen alten Kommentar von mir ausgegraben hast. Den find ich übrigends, ganz unbescheiden, nicht nur sehr flott, sondern auch recht gelungen, kann man natürlich auch heute noch anwenden:

      Die Leute haben zuviel Zeit, keine erfüllende Aufgabe, keinen Zugang zu ihrer Traurigkeit, usw.

      @ Valentin

      guck, das habe ich bereits vor 2 Jahren gesagt. Bringt alles nichts. Gute Nacht.

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    46. ...@Moin-Rainer

      Wenn sich jeder so sein eigenes Hobby-Psychogramm erstellt, weswegen der eine mehr zum 'piksen', der andere mehr zum 'sich-gepikst-fühlen' neigt, dann muss das nicht unbedingt eine Endlosschleife bleiben...

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    47. Wenn man das liest ... könnte man meinen, es würde live vom Oktoberfest, nachts, von hinterm Haupt-Bierzelt berichtet, oder live vom Wiener Prater während der alkoholischsten Hochsaison! Oder eine Busladung voller Demeterhörnchen, auf dem Weg zu einer Weihnachtstagung, auf St. Pauly ausgekippt. Köstlich.
      Auch über die Familie Mann wurde lange intensiv recherchiert, geschrieben, nachgedacht, berichtet .. aber, na gut.
      herzlich, mischa butty

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    48. "Wenn sich jeder so sein eigenes Hobby-Psychogramm erstellt, weswegen der eine mehr zum 'piksen', der andere mehr zum 'sich-gepikst-fühlen' neigt, dann muss das nicht unbedingt eine Endlosschleife bleiben..." Doch, weil das Abstand zu sich selber erfordern würde den aber niemand hat. Erst recht dann nicht mehr wenn alles so festgefahren und verworren ist so daß Piekser und Gepiekster zwnagsläufig ihre Positionen wechseln, denn welcher Gepiekste läßt sich ewig pieksen ohne zurückzupieksen? Und dann schreit nämlich der Ursprungspiekser empört auf ganz fies gepiekst zu werden, worauf dann der ursprünglich gepiekst gewordene zurückbraakt daß er doch.... usw. ;-)) . Meiner eigenen Erfahrung nach wird sowas in der Öffentlichkeit irgendwann eher ein witziges Schauspiel für Außenstehende anstatt daß sich irgendwas löst. Wenn es einmal soweit ist wie hier dann wirds nix mehr.
      Tanja

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    49. Liebe Tanja,

      »Meiner eigenen Erfahrung nach wird sowas in der Öffentlichkeit irgendwann eher ein witziges Schauspiel für Außenstehende«
      :-) Kann ich bestätigen...

      Gute Nacht!
      Ingrid

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    50. Liebe Tanja,

      ich glaube (wie erwähnt) eine kleine Himmelfahrts-Meditation können wir aus den Resten noch basteln:

      Wer ist die Henne und wer ist das Ei oder eben Wer ist nur der Pikser und wer ist der Ursprungspikser oder eben sind wir nicht alle ein bisschen gepikstes Hühnerei oder eben ist das Erreichen der Endlosschleife nicht genau das, was jeder Meditierende sehnlichst erhofft?

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    51. Was soll auch werden. Rudolf hat ist sein Ding nochmal losgeworden, und hat sogar Steiner verteidigt, Rainer hat seinen Standpunkt dargelegt, daß ihm alles zu sehr besudelt würde, das Feinsinnige zu kurz komme. Einen Standpunkt, den ich akzeptiere und auch verstehe, wenn auch thematisch nicht präferiere, ich hab es schon gerne "in medias res" und bin trotzdem nicht amusisch. Stephan hat die Sache mit Valentin abgesprochen, der ja eine Weile gefehlt hat, und nachsitzen mußte, und ich hab noch etwas aufzulockern versucht. Also, ich bin zufrieden. Freilich haben wir vielleicht die Kommentarfunktion etwas mißbraucht, in einer Neugierde, jedoch, wie ich finde, nicht in zornerfüllter Manier. Eigentlich sind wir recht gut bereinigt. Weiter will ich nun auch nicht immer neu wo einstechen.
      herzlich, mischa

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    52. Oh Gott nee, gefangen in der Endlosschleife? Wer erhofft sich denn als Ergebnis einer Meditation in einem Albtraum steckenzubleiben? Das ist ja der Horror pur. Da meditiere ich doch lieber um einen Zustand jenseits von pieksen und gepiekst werden, Ei und Henne zu erreichen.
      Tanja

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    53. "Eigentlich sind wir recht gut bereinigt." Wir? Du vielleicht. Rainer aber wohl nicht und einer oder mehrere Anonyms auch nicht. Ich auch nicht was aber eh wurscht ist weil ich mich hier wohl nie wirklich heimisch fühlen werde.
      Tanja

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    54. Mich hat Rainer schon bereinigt (eigentlich müsste man ihn mit 'e' schreiben) - das meine ich ernst und ich bin ihm stets dankbar dafür.
      Ich kann seinen von Mischa erwähnten Standpunkt sehr gut nachvollziehen und teile ihn sogar recht uneingeschränkt.
      Mein Hadern (Unrein-Sein) mir Rainer betrifft eher den Zugang dazu, das 'wie' als das 'was'...

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    55. Tanja, Du kommst neuerdings von weit her, oder wie soll man das sehn? Nun, ich seh es so, Wir sind hier Gäste. In einem Forum ist man quasi als Angemoldener ein Teil vom "Personal". Ein Schiff. Manchmal gar ein Knast. Ein Blogg ist eher ein Gasthaus. Wir alle sind Durchreisende, auch wenn es Stammgäste gibt. Ich komm nicht zum "Prügeln" hierher. Ehrlich. Außerdem werd' ich auch älter..
      herzlich, mischa

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    56. Was bereinigt wird kann man natürlich von zwei Seiten sehen. Jeder Mensch kriegt in jeder Begegnung mit einem anderen Menschen die Chance zur Bereinigung seiner selbst, umso mehr je intensiver die Beziehung ist. nur muß man die Chance auch erkennen und ergreifen. das ist die eine Seite.
      Die andere Seite wäre, wenn es um Streitigkeiten geht, daß beide Seiten zusammen den Streitgrund bereinigen können. Dann kehrt wieder Frieden ein. Das seh ich aber in den meisten Fällen nicht eintreten. Weder das eine noch das andere wobei ich das erstere natürlich kaum beurteilen kann ausser für mich selber.
      Tanja

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    57. @Mischa

      nachträglich noch - das mit den zwei Monden ist doch ein interessantes Thema ;) Dazu fällt mir ein - In der Pfalz nannte man uns Kinder Mondkälber, wenn wir was schusseliges angestellt hatten...Nun stell dir mal zwei Monde vor!...eine wahre Invasion von schusseligen Mondkälbern wäre womöglich die Folge! ... Ich glaube also, zwei Monde wären einfach zu viel des Guten :))

      guts nächtle :)

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    58. @Mischa: Ja, und in dem Gasthaus sitzt du immer sehr nah an der Tür nach draussen, und die Tür heißt z.B. Älterwerden ;-) . Das mit dem Prügeln oder nicht prügeln kommt auf den Betrachter an. Der bissige Hund will auch immer nur spielen..
      Tanja

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    59. Liebe Tanja,

      vielleicht solltest Du auch die Inhalte des Beitrags berücksichtigen, unter welchem diese Kommentar-Debatte geführt wird.
      Der Streitgrund den Du zugunsten eines Happy-Home bereinigen möchtest ist nämlich Steiner im Generationenkonflikt!
      Hier einen Blitz-Frieden erzeugen zu wollen ist kein witziges Schauspiel, sondern führt zu einer miserablen Inszenierung einer Seifen-Oper unterster Schublade.
      //
      Das von Dir erwähne witzige Schauspiel halte ich (wenn im Sinne eines Rollenspieles gut inszeniert) hingegen für sehr förderlich und pädagogisch wertvoll - besonders im Hinblick auf
      den Abstand zu sich selber, den (nach Deiner pessimistischen Einschätzung) aber niemand hat.
      Ich lache dort nicht über Rainer, sondern über die Rolle die er spielt und bekomme Abstand zu mir selbst, da ich nicht direkt über mich, sondern über meine Rolle in dem Schauspiel reflektieren kann - das ist effektiver, als in der Einsiedelei in sich hineinzugrübeln und beim Versuch, Abstand zu sich selbst zu gewinnen nur immer weiter in sich selbst zu versinken...

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    60. Nachstehendes: Baujahr 2012

      Mein Skizzenblog ist voll. Zu meinem Glück findet das Spiel allmählich seinen Ausklang. Ich nenne es, „Stille Post“. Für Nachstehendes bitte ich, Nachsicht zu üben. Schließlich übe ich mich auch. In Vorsicht.

      Gaststätte „St. Michael“. Ich weiß! Das ist frech. Genau so frech, wie der Name es selber ist.
      „Wer ist wie Gott?“ Aber, das „wie“ weht mich an. Wie war er denn so? Wieso war? Nietzsche sagt, er ist tot. Wer ist tot? Wer trug den Namen Gott? Wie war der, der den Namen trug? Bei wie komme ich gleich auf Wi – ki. Der sagt: „Der Wortstamm von Gott ist sehr alt.“ Das gefällt mir. Werde ich doch gleich erinnert an die Stammtische bei „St. Michael“.

      Eigentlich könnte das doch bereits genügen. Diese zugehörigen Eigenschaften . Für einen Anfang. Eigenschaftswörter sind Wiewörter. Ein Stammtisch ist wie Gott. Und. Alt sind Stammtische ebenso. Wie ihr Wortstamm. Der von Gott abstammt. Stammtische stammen also von Gott ab. Sie gehören zu dessen Nachkommen. Sind seine Kinder. Die bezeugen heute noch die Zeugungskraft und Fruchtbarkeit dessen, der den Namen Gott trug.

      Stammtische, als Kinder Gottes, werden aus Stammhölzern hergestellt. Gute Stammtische aus deren Kern. De Lütt von Fach nennen das Hirnholz. Damit ist nicht gemeint das Holz, das wir, als Brett, vor unseren Köpfen hertragen. Das ist aus Buchenholz. Das wird hergestellt aus Büchern. So manches Buch findet sich also nicht wieder im Gehirn, sondern vor der Stirn.

      Hatte Gott auch ein Brett vorm Kopf? Lass er Bücher, oder woran ist er gestorben. Hirntod durch Bücher lesen? In welchen Gehirnen könnte er denn gestorben sein?

      Wohl in denen, die Leben, statt in Worte zu kleiden, in Sätze ohne Leben pressen.
      Ohne Leben, ist der Tod. Leben in den Tod pressen. Was bleibt? Leben vom Fass? Na gut,
      im weitesten Sinne was flüssiges. Derjenige, der den Namen Gott trug, war also der, der uns nun, nach seinem Tode, mit seinem Fruchtsaft abspeist.

      Ne, Moment bitte. Wir, als Stammtischgeschwister, wir sind dieser Fruchtsaft. Mein liebes Früchtchen, wenn wir jetzt noch deine dazu gehörigen Kerne auffinden, dann könnten wir mit dem Fruchtsaft die Kerne gießen, aus denen neue Lebensbäume sprießen. Kerne lassen sich finden.

      Was sagte Rudolf Steiner? In Paris, am 4. Juni 1906? „Schiller möchte die Menschheit durch die Schönheit und die Kunst zur «Wahrheit» führen. Einer seiner Kernsprüche ist: Nur durch das Morgenrot des Schönen dringt der Mensch in der Erkenntnis Land.“

      Was tut ein Kernspruch, als Toter? Der Kern sagt mir: „Schlafen. Und wenn der Hahn kräht, werde ich aufwachen.“ Wann kräht der Hahn? Beim Aufgang der Sonne. Der Inneren.

      Goethe, er ließ obigen Kernspruch im Fruchtsaft seines besonnenen Denkens schwimmen. Dabei ergab sich ihm ein Strömungsbild. Darauf schauend sprach er, von Schiller so: „Seine durchwachten Nächte haben unseren Tag erhellt.“

      Ein Nachwort kann ich mir ersparen. Stattdessen übtest Du, lieber Leser, Nachsicht. Und. Es gab ja auch kein Vorwort. Stattdessen übte ich mich in Vorsicht. Was sehe ich denn jetzt, vor meiner Stirn? Hirnholz! Aus Stämmen, die abstammen daher, woher auch das Wort Stammtisch herstammt. Na dann, zum Wohle aller Wesen, Prosit! Oder in Deutsch, es möge nützen.

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    61. ...bevor Du den Abstand zu Dir selbst für unmöglich hältst, solltest Du vielleicht erst mal versuchen, etwas Abstand zu dem (mehr oder weniger) witzigen Schauspiel zu gewinnen in dem Du Dich (auch hier) befindest.

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    62. [Aber auch Du Tanja spielst Deine Rolle in diesen (witzigen) Schauspiel brilliant!]

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    63. @Burghard

      Hast Du Dich vertippt?

      Sollte das Gaststätte „St. Mischa(el)“ heißen?

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    64. Tanja, das bedeutet ebenso „Ajanta“.

      Es gibt die Ajanta – Höhlen.

      Dazu:

      „Neben der erstaunlichen Leistung der Aushöhlung (! B.S.) der Felsen ist auch die künstlerische Ausstattung einzelner Höhlen einzigartig. Der Zutritt zur Höhle besteht in der Regel aus nur einem schmalen Spalt oder einer Tür.“

      Siehe dazu:

      „….mein Zugang (!) zur Anthroposophie besteht immer wieder in einzelnen Sätzen (meist von Steiner, manchmal auch Karl König oder Karl Ballmer), die ich "von Herzen kenne"......

      ( G.Bucher2010 – Kommentar v. 4.5. 16 / 21.18 zu : „Rudolf Steiners Abneigung gegenüber spirituellem Humbug“)

      Nun zu den Ajanta – Höhlen:

      „Vor langer, langer Zeit, heißt es da, beschlossen Devas, Devanganas, Gandharvas und Apsaras, eine Vollmondnacht ( Hallo Mischa ) auf der Erde zu verbringen. Indra erlaubte ihnen das Verlassen des Paradieses unter der Bedingung, bis zum nächsten Sonnenaufgang von der Erde wieder in den Himmel zurück gekehrt zu sein. Devas, Devanganas und Apsaras kamen also zusammen mit den Gandharvas auf die Erde. Während ihres Abstiegs aus den himmlischen Gefilden entdeckten sie Ajanta und Ellora im Schein des Mondes. Einige der Himmlischen begaben sich nach Ajanta, andere kamen nach Ellora.

      Nun tanzten, sangen und spielten die Götter und Nymphen in den Tälern von Ajanta und Ellora. Ihnen gefiel diese Stelle so sehr, dass sie Indras Anweisung vergaßen, vor Sonnenaufgang zurückzukehren. Bei Tagesanbruch fand man sie immer noch auf den Klippen und Hügelflanken spielen. Diese göttliche Torheit führte zu einer Verwandlung der himmlischen Geschöpfe in steinerne Bilder infolge einer Verwünschung Indras.“

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    65. "[Aber auch Du Tanja spielst Deine Rolle in diesen (witzigen) Schauspiel brilliant!]" Oh, vielen Dank Stephan ;-).

      Burghard, auch wenn ich mir nicht sicher bin worauf du mit dem Vergleich meines Namens mit den Ajanta-Höhlen hinaus willst (vielleicht daß ich ein böser hohler Aushöhler bin der Himmelswesen runterzieht?), ich hab mir gerade mal Bilder von den Höhlen angeguckt. Die sind wunderschön :-O .
      Tanja

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    66. @Burghard

      danke für die Ajanta-Geschichte...

      @Tanja - das verstehe ich eher als Brücke und Trosthinweis für dich...jeder Anwesende hat es in der Hand sich rechtzeitig und erneut aufs Wesentliche zu richten...Der Aufenthalt im Gasthof St. Michael ist die Höhle...vergisst man während des Aufenthaltes in dierser Höhle die Mahnung Indras an das Geistige, an die geistige Heimat, dann versteinert man...dazu Burghards Vorschlag - Zitat: "in einzelnen Sätzen (meist von Steiner, manchmal auch Karl König oder Karl Ballmer), die ich "von Herzen kenne..." so verstehe ich das jedenfalls...

      Eigentlich der klassische Paradiesfall, hier allerdings dem Indischen entnommen (Veden)...

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    67. @Burghard
      Wenn Du mit uns tanzen kommst, bringst Du immer .. bewahrsam.. (lat. "carus" = teuer, mit einer Beibedeutung "zu behüten") leuchtende (nicht "glänzende") Kommentare mit. Und ich wünschte, der Veitstanz überzogener Debatten bilde in Resonanz von Heiterkeit einen Reigen, der fängt, auffängt, mitnimmt, den Überschuß des Kräfte zu Ruhe kommen läßt, drehend, schwingend, drehend, haltend im Schwung, damit innig werde, was außer sich war.
      In der Eurythmieschule wurden wir Morgens zum miteinander Ringen angehalten. (Ein schönes Wort. Wir "mußten" nicht, wir "sollten" nicht, "durften" nicht, wurden herausgeholt aus unseren eigenen Gedanken, "Guten Morgen!", und angehalten. Um dann etwas zu tun.) Dieses Ringen, es ging nicht darum, den Anderen zu Boden zu werfen, dann noch stundenlang zu kneten, schließlich auf dem Andern obendrauf zu hocken, wie im Ringsport.. Nee, dieses Miteinander eine Weile Ringen sollte helfen, aneinander wach zu werden, sollte Gewißheit geben, daß die Anderen "da" sind. Man wechselte, man rang mal mit dem, dann wieder mit der. Speerwurf: Deklamation. Sich selbst gezielt nach vorne bringen. - Diskuswurf. Den ganzen Umraum erst in sich hereinnehmen, um Selbst dem Ganzen gezielt in der Welt eine Richtung zu geben. Rezitation. - Ringen. Das Gespräch. Die Debatte. - Innehalten. Sich neu aufrichten.
      herzlichst, mischa

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    68. @Valentin: Brücke und Trosthinweis für mich... hm, meinst du? Allerdings, wenn er mich mit meinem Namen gleichsetzt und meinen Namen mit den Ajantahöhlen, dann ist es doch mir, also der Höhle, vollkommen gleichgültig was mit den Himmelswesen passiert. Da brauche ich doch keinen Trost. Ich bin doch einfach nur da, nicht verantwortlich für das was die Himmelswesen tun oder lassen. Es sei denn man will einen Schuldigen der die Himmelswesen von der Eigenverantwortung entbindet.
      Tanja

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    69. " Sie werfen uns kollektive 'de facto Steiner-Gegnerschaft' vor" (Stephan)

      Ich habe niemals behauptet, dass hier ausschließlich und von jedem Teilnehmer in derartiger Weise geschrieben wird.
      Aber wenn immer wiederkehrend und regelmäßig von den Betreibern hineingestellte Steiner denigrierende Artikel erscheinen, dann darf doch wohl von einer gewissen Steiner-Gegnerschaft zumindest einiger "Egoisten" ausgegangen werden?
      Oder wollen wir das Offensichtliche verdrängen?

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    70. @Tanja
      ja, dann könnte es dir gleichgültig sein...du schriebst aber in der ersten Antwort: "(vielleicht daß ich ein böser hohler Aushöhler bin der Himmelswesen runterzieht?)" - das war bestimmt nicht Burghards Intention ;) Vielleicht wars auch nur ein Wortspiel als Brücke...muss du Burghard mal fragen :)

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    71. @Mischa

      Du auch Eurythmieschule? Interessant...ja das mit dem Ringen...kann man tatsächlich sehr gut anwenden auf eine durchtanzte Blognacht im Gasthof oder Hardrock-Cafe St. M. (aber bitte keine Endlosschleifen mehr tanzen, höchstens die Acht, im Tarot der Magier ;)



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    72. Lieber Anonym,

      Ihre zurückgeruderte Version hört sich zwar schon deutlich diplomatischer an, vollumfänglich zustimmen würde ich Ihnen hierin dennoch nicht.
      //
      Ein Schlüssel zur Annäherung könnte tatsächlich Ihre Formulierung gewisse Steiner-Gegnerschaft sein.
      Ihr Karma hat Sie hier ja schon mit dem Zaunpfahl zu einem alten Beitrag (Montag, 10. Januar 2011) gelotst.
      //
      Das Stichwort 'Generationenkonflikt' (im obigen Beitrag) und Goethes o. erwähnte Formulierung «Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen.» muss ihnen doch klar machen, dass die Auseinandersetzung mit geistigen Inhalten wie der Anthroposophie (wir nannten es andernorts auch schon kulturelles Erbe) immer ein Prozess zwischen sympathischen und antipathischen Kräften ist. Manches tritt dabei sicher mal in der Erscheinungsform einer temporären Gegnerschaft auf (da stimme ich Ihnen zu) - allerdings ist diese Gegnerschaft weder zeitlich noch räumlich unbegrenzt - bezieht sich also nicht absolut auf 'Steiner', sondern auf bestimmte Ausprägungsformen von Steiners Werk in einem bestimmten zeitlichen und/oder situativen Kontext...

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    73. Hobby-Psychologen-Test
      Im Alltag sind wir alle kompetente Hobbypsychologen. Doch wie sieht es aus, wenn es wissenschaftlicher wird?

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  29. @ Anonym:

    Ich stimme Ihnen zu:

    »Nutzen würde es aber allen die hier schreiben, wenn man von der nur allzuschnell von der argumentativen Linie abweichenden Gesprächsführung zurückfinden würde zu einigermaßen konstruktivem Gedankenaustausch....ohne diese persönlich werdenden spöttisch überheblichen Untertöne die immer wieder durchklingen.«

    »Ich meine, dass trotz klar sich manifestierender Blog-Ausrichtung, es ein Qualitätsmerkmal wäre, wenn auch über mögliche Ursachen des Faktischen oder auch diesbezüglich unangenehme, weil abweichende Thematiken vorbehaltlos diskutiert werden könnte [...]«

    Ja. Das würde auch ich begrüßen.

    Da in den Kommentaren vorgebrachte sachliche Argumente häufig untergehen in der Flut überheblich-spöttischer, persönlich angreifender (deshalb hab ich ganz bewußt das Ende des zweiten von mir zitierten Satzes weggelassen ;-)) oder auf sonstige Art von der sachlich-argumentativen Gesprächsführung abweichender Reaktionen, schlage ich Ihnen vor, selbst einen sachlichen und konstruktiven Artikel zu schreiben.
    Wenn Sie ihn mir schicken (an meine im impressum zu findende mail-Adresse), kann ich ihn gern hereinstellen --- freilich unter der Voraussetzung, daß Michael Eggert als Blogbetreiber damit einverstanden ist.

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

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    1. Liebe Ingrid,

      ich habe eine gute Idee. Ich werde in Zukunft auf das 'Spötteln' (auch das geringste) verzichten und einfach mal Fragen stellen. Im Falle des Anonym habe ichs ja im Anschluss ansatzweise gemacht. Du scheinst mit anonym kompatibel zu sein, das ist doch okay...aber Fragen darf man doch stellen oder?

      Also, z.B. auf die pauschale Behauptung/Verknüpfung wir seien "nur allzu katholisch" usw. kann ich dann folgende Frage stellen:

      "Anonym, was bedeutet für Sie eigentlich Katholizismus genau und welches Bild trägst du im Kopf bei "allzu katholisch"?

      oder - "Kennen Sie den Katholizismus, die katholischen Menschen und ihre untersch. Strömungen und Einrichtungen?"

      Ich erinnere mich noch genau, wir hatten das Thema Katholizismus und diesbezgl. Pauschalisierungen hier schon einmal und ich habe dich damals in Schutz genommen, weil du in katholischen Kirchen singst und nichts verwerfliches daran - bzw. an Katholiken fandst ... so oder so ähnlich war das doch...

      lg

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    2. Lieber Valentin,

      »Du scheinst mit anonym kompatibel zu sein«
      :-) Ich stimme jedenfalls denen seiner Sätze zu, die ich zitiert habe.
      Das bedeutet weder, daß ich auch allem anderen zustimme, was er sagt, noch bedeutet es, daß ich alles, was seine „Gegner“ hier im Blog sagen, „verwerflich“ finde.
      Auch wenn mir klar ist, daß Karikaturen meist schwarz-weiß zeichnen: in Diskussionen halte ich nichts von Schwarz-Weiß-Denken.
      „Lagerkämpfe“ halte ich für Zeitverschwendung, und mich daher lieber aus ihnen heraus.

      Deine Fragen bezüglich Katholizismus richten sich zwar nicht an mich, sondern an Anonym, dennoch möchte ich dazu etwas sagen:
      Ich habe keine Schwierigkeit mit dem Begriff „allzu katholisch“, wie er hier gefallen ist, und zwar nicht deshalb, weil ich selbst nicht katholisch bin, sondern weil ich ihn gar nicht mit der heutigen katholischen Kirche assoziiere.
      Anonym reagierte damit auf Stephan, der von hochrangigen Vertretern/Würdenträgern der Anthroposophie gesprochen hatte. Ich verstehe Anonym so, daß er mit diesem Begriff eine Struktur bezeichnet, in der „von oben“ bestimmt wird, was man „weiter unten“ zu tun, zu sprechen oder zu glauben hat.

      :-) Freilich kann man daraus ein ganz anderes Thema machen, wenn man durchaus will. Daran würde ich mich aber nicht weiter beteiligen.

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    3. @Ingrid & Anonym

      Nur weil hier auf meine Äußerung verwiesen ist:

      Wie würde man denn Alber Steffen oder einen heutigen Sektionsleiter bezeichnen können, wenn die Bezeichnung 'hochrangiger Vertreter/Würdenträger' so furchtbar problematisch ist?

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    4. Lieber Stephan (ich nehme an, das warst Du),

      ich halte diese Bezeichnung überhaupt nicht für „furchtbar problematisch“ – wahrscheinlich ist sie sogar ziemlich treffend.
      Aber ich begreife gut, daß man sie für „allzu katholisch“ halten kann.
      Es ist eben in jeder auch nur irgendwie hierarchisch organisierten Vereinigung ein in diesem Sinne „katholisches“ Element vorhanden (hierarchisch leitet sich nicht umsonst ab von ἱερεύς, dem alt-griechischen Wort für Priester… ).

      Vergleiche dazu auch die Schilderung Pietro Archiatis, die ich vor längerer Zeit hier zitiert habe.

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    5. ja das war ich, Danke Ingrid!

      @anonym

      Aufgrund Ihres letzten Statements

      ('Also diejenigen, die meinen es gäbe "anthroposophische Würdenträger" (ähnlich wie im Katholizismus), haben in meinen Augen ein seltsames und von ihrem Wesenskern weit entferntes Verständnis von Anthroposophie, d.h. sie leben und erleben Anthroposophie wie eine dogmatische Religion.')

      würde ich von Ihnen auch noch eine Antwort auf meine Frage erwarten!
      Schließlich unterstellen Sie mir ja ein seltsames und von ihrem Wesenskern weit entferntes Verständnis von Anthroposophie!

      s. birkholz

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    6. Zu Albert Steffen möchte ich mich nicht äußern. Allgemein würde ich sagen:

      "Vertreter", zumindest im rechtlichen Sinne verstanden, ja. Ob in anderen Zusammenhängen müsste man wissen um wen es sich handelt und die Art Anthroposophie oder "Anthroposophie", die er vertritt, kennen.

      "Würdenträger" in jedem Fall nein!

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    7. @anonym

      Den Namen 'Albert Steffen' können Sie getrost streichen und durch irgend einen anderen Vorstandsnamen ihrer Wahl ersetzen - es zeigt nur, dass Sie (nach meinen Qualitätsmerkmalen) nicht mal das Prinzip der Fragestellung verstanden haben.
      //
      Aus dem was Sie verlegenheitshalber 'allgemein sagen würden' kann ich nur entnehmen, dass Sie Vertreter anthroposophischer Organe zwar 'in Amt', in keinem Fall aber 'in Würden' sehen...


      s. birkholz

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    8. @ Ingrid

      Zu "allzu katholisch" sei aber noch erwähnt anonyms Anhängsel..."nur allzu katholisch, Steiner schau runter"...
      klingt dann schon ne Nuance anders ;)

      Zu "kompatibel mit anonym":
      War halt mein erster Eindruck, denn immerhin hast du anonym spontan eine Plattform für einen Artikel angeboten...das ist schon gewichtigt...

      Zu schwarz-weiß-denken:

      "in Diskussionen halte ich nichts von Schwarz-Weiß-Denken."

      Aber Fragen stellen bzw. In-Frage-Stellen geht doch oder? - auch wenns mal um Steiner geht? Ich habe oft erlebt, auch hier hin und wieder, dass selbst Fragenstellen bei den vor allem großen Steiner-Liebhabern nicht im geringsten erwünscht ist oder es kam nur Schweigen...Weiss noch gut, wie ich hier vor Jahren ein prikäres, privates Anliegen vorbrachte bezügl. meines afrikanischen Freundes, der zwei wunderbare Kinder hat mit einer deutschen Frau...- wie man dem Paar nun erklären kann (wenn man auf Rudolf Steiner zu sprechen kommt, was ja völlig selbstverständlich und normal ist unter Freunden, das Bücherregal ist zudem auch voll damit) - den furchtbaren Begriff 'Mulatten' und - dass deutsche, schwangere Frauen 'grauhaarige Mulatten' bekämen, wenn sie 'Negerromane' lesen würden usw. (was ich persönlich für Wahn-Sinn halte)...Mischa hat damals als einziger reagiert und sich total Mühe gegeben mir da zu helfen, um aus der Klemme zu kommen, total rührende Versuche gemacht usw...sonst nur Schweigen im Walde...

      Dennoch - Schöne freie Tage und Himmelfahrt allen!
      LG

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    9. @anonym

      Wenn man (wie Sie) eine nicht allzuschnell von der argumentativen Linie abweichende Gesprächsführung mit Qualitätsmerkmal fordert, sollte man sich dabei zwingend an der Semantik der Begriffe ausrichten.

      Ein Würdenträger ist eine Person mit einer ranghohen und ehrenvollen Stellung und nicht zu verwechseln mit 'Ehrwürden'.
      Aufgrund dieser unberechtigten Assoziation haben Sie hier in völliger Unkenntnis der Sachlage eine aufgeblasene Katholizismus-Logig zusammenspintisiert und leiten daraus den folgenden Vorwurf (auch an mich) ab:

      Also diejenigen, die meinen es gäbe "anthroposophische Würdenträger" (ähnlich wie im Katholizismus), haben in meinen Augen ein seltsames und von ihrem Wesenskern weit entferntes Verständnis von Anthroposophie, d.h. sie leben und erleben Anthroposophie wie eine dogmatische Religion.

      Das ist nicht allzuschnell von der argumentativen Linie abgewichen, sondern frei phantasiert!

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    10. Danke liebe Ingrid,

      für dieses ehrenvolle Angebot. Gerne komme ich mal darauf zurück, wenn ich (hoffentlich) vielleicht mal aus den zur Zeit sich erdrückend anhäufenden beruflichen und familiären Verpflichtungen draußen bin.
      Aber wäre das auch als "anonym" möglich? ;-)
      lg

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    11. Lieber Anonym,

      ohne Michael Eggerts Entscheidung vorgreifen zu wollen, der als Blogbetreiber die letzte Verantwortung trägt und ohne dessen Zustimmung ich hier nichts versprechen will:
      Ich habe zwar kein Problem damit, daß Du Deinen real-life-Namen nicht preisgeben willst – aber spricht etwas dagegen, daß Du Dir wenigstens einen nickname zulegst?

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Danke für Ihre Mitarbeit im Blog.

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