"Man muss sich zu Asche verbrennen"

""Der Verschleiß ist nötig", wird er einmal sagen. "Es ist vollkommen egal, in welchem Beruf man sich verschleißt, aber verschleißen muss man sich. Man muss sich zu Asche verbrennen. Sonst hat es keinen Zweck.""

Beuys in einem aktuellen Beitrag des WDR.

Kommentare

  1. Interessanter Artikel :-) merci

    lg

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  2. Interessanter Satz, erinnert mich an das alchemische Prinzip der Transformation, an deren Ende die Veraschung steht...

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  3. Ich muss an diese Selbstmörder denken, die sich mit Benzin übergießen und dann anzünden.

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  4. Na, Robert, entweder hast Du eine etwas morbide Fantasie oder einen wirklich extrem harten Beruf?

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  5. Schade auch, dass ich die Beuys-Ausstellung in Düsseldorf nicht sehen konnte.
    Elgin erzählte mir neulich, dass sie dort war und empfand alles als sehr belebend und interessant, nach wie vor..

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  6. Ich finde nun auch, dass diese Art von Verschleißen nichts mit Selbstmord, Selbstverbrennung und Benzin zu tun hat...eher etwas mit Hingabe, Leidenschaft, Ideale-haben..auf jeden Fall mit dem inneren Feuer zusammenhängt usw :-)

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  7. http://de.wikipedia.org/wiki/Veraschen

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  8. Naja - es kommt natürlich immer darauf an, von welcher Seite man es ansieht. Beuys jedenfalls sah nicht nur das "Tötende", "Verschleißende" daran - wie in dem von Michael verlinkten Artikel zu lesen ist, sagte er ja selber:
    "Die Kunst hat eben die Aufgabe der Erweckung kreativer Zentren, die im Menschen noch schlummern."

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  9. Das innere Feuer brennt aber verbrennt nicht.
    Wer sich verbrennen will, und darum ging es ja Beuys, kommt mit Benzin weiter, wie etliche traurige Beispiele zeigen.
    Das morbide Element liegt nicht in mir, sondern in Beuys. Ich weiß auch niht, warum dieser so hoch geschätzt wird. Ein Lebensfreund war er gewiss nicht.

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  10. "Die Erde kann zu Bruche gehen. Aber wenn die Erde in dem Zustand zu Bruch geht, wie sie jetzt ist, dann ist die menschliche Seele in Gefahr. Das einzige, was sich lohnt aufzurichten, ist die menschliche Seele. Ich meine jetzt 'Seele' im umfassenden Sinn. Ich meine jetzt nicht nur das Gefühlsmäßige, sondern auch die Erkenntniskräfte, die Fähigkeit des Denkens, der Intuition, der Inspiration, das Ichbewußtsein, die Willenskraft. Das sind ja alles Dinge, die sehr stark geschädigt sind in unserer Zeit. Die müssen gerettet werden. Dann ist alles andere sowieso gerettet. Es hat keinen Sinn, ohne diese Gedanken bessere Kartoffeln anzubauen."
    (Joseph Beuys in einem Gespräch mit Friedhelm Mennekes am 30.3.1984; zitiert nach dem zweisprachigen Buch "Joseph Beuys: Christus DENKEN. THINKING Christ" von Friedhelm Mennekes)

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