Wenn schon satanisch, dann richtig oder: Ein Lob der Zeitverschwendung

In letzter Zeit habe ich mich gern auf den satanischen Facebook (auch satanisch!) -Seiten der Marx- Brothers der Anthroposophischen Bewegung (Felix, Ansgar, Christoph, Christian) herum getrieben und auch ungefragt Tipps zur anstehenden Publikation von deren Buch „Endstation Dornach“ gegeben; Motto: Wenn schon satanisch, dann richtig - denn zu revolutionären Inhalten gehört ein revolutionäres Layout. Bei dieser Gelegenheit habe ich auch den Cartoon „Kamaloka“ hoch geladen und wurde darob von dritter Seite schwer gerügt. Denn erstens gehöre sich Sarkasmus nicht und zweitens sei das „Zeitverschwendung“. Ich antwortete, ich fände Zeitverschwendung geil, worauf sich der (offensichtlich anthroposophische) Kritiker mit verächtlichem Schulterzucken von mir abwandte.

Luxus und Zeitverschwendung- geht das nicht Hand in Hand? Der wahre Luxus ist natürlich ein meditatives Leben, ein kontemplativer Lebensstil. Man fällt dadurch nicht nur aus nahezu allen Ideologien der Gegenwart hinaus, die stets das Mehr und Besser propagieren. Man frönt eben auch dem Luxus Zeit schlechthin. Wie viele Menschen unter den Milliarden Erdbewohnern können sich einen solchen Luxus leisten, sind sie doch gebeutelt von prekären Geld- und Arbeitsverhältnissen? Diese Website heisst auch deshalb „Egoisten“, weil hier der Luxus der Zeitverschwendung propagiert wird- sofern man es sich leisten kann und will.

In die Fluten des reinen Denkens einzutauchen, ist ja immer auch eine Übung in Absichtslosigkeit. Zwar lässt man sich - hoch konzentriert- ganz und gar nicht treiben, taucht aber so tief, dass man in der Situation zwar jederzeit voll bewusst und wach ist. Aber im Strom der Absichtslosigkeit und reinen Gegenwärtigkeit zu stehen bedeutet auch, dass man sich auf einer Ebene bewegt, die dem Tiefschlaf ähnelt- man kann sich hinterher kaum an etwas Konkretes erinnern. Man fühlt sich zwar erfrischt, als hätte man einen Jungbrunnen aufgesucht, weiss aber nicht genau, was man da gemacht hat. Allerdings kommt man an den Rändern der meditativen Versenkung in einen Zwischenbereich, der dem Träumen ähnelt. Wie im Traum kommen auch die konkreten Alltagsprobleme auf einen zu. Man umkreist sie, schaut sie von allen Seiten an. Anders als im Traum ist man Herr des Geschehens- es entwickeln sich keine unwillkürlichen Bilderfolgen. Vielmehr wird einem in dieser imaginativen Situation klar, wie man dem Problem begegnen kann. Es ist ein Missverständnis, zu glauben, Imaginationen müssten bildhafter Natur im engeren Sinne sein. Die Konzentration der gedanklichen Lösungsansätze ist aber ganz anders; man hat Gedanken nicht nacheinander, sondern „in einem“, als wäre es ein Paket, das man erst später aufschnüren kann.

Hinterher, im diskursiven Alltagsbewusstsein, entfaltet man das „Paket“ in eine logische und zeitliche Folge. Oft sieht man, dass das, was eben noch so kompakt erschien, sich in eine Fülle von Ideen entblättert. In dieser Hinsicht ist Imagination ein Denken in dreidimensionaler Art und Weise, nicht in linearer. Am besten schreibt man das alles auf. Es erweist sich meist als relevant und fruchtbar.

Die „Zeitverschwendung“, die praktizierte Absichtslosigkeit kürzt in Wirklichkeit die Wege ab. Vielleicht wäre man auch anders auf die Lösungswege gekommen, aber es hätte viel Zeit gekostet. In der Zeitlosigkeit dagegen wachsen die Ideen wie eine Wiese voller Blumen. Man kommt mit einer leeren Vase zu Besuch, und kehrt mit einem überreichen Strauß zurück.

Kommentare

  1. Ich finde sogar, hinterher im Alltagsbewusstsein, muss man manchmal daran arbeiten, all die viel Ideen zu sortieren, zu bündeln, zu organisieren, damit nichts verlosrengeht, sondern eine Weiterentwicklung stattfindet. Nachdem also die sog satanische Zeitverschwendung, wirklich Zeitlosigkeit, gewesen ist, kommen wieder die michaelischen Handlungsweisen zum Tragen...
    Vielen Dank übrigens Steffen und Robert für eure Ideen, habe sehr gerne mitgelesen!

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  2. Das finde ich ja eine schreckliche Vorstellung, dass man im Alltagsbewusstsein die aus einer Imagination kommenden Ideen zu sortieren hat. Klingt ein bisschen nach Klassenfahrt und am nächsten Tag einen Aufsatz drüber schreiben. Wär's denn nicht besser, die Imaginationen in der imaginativen Welt zu verarbeiten (qua Imagination natürlich) und auf diese Weise das Alltagsleben zu inspirieren?
    Denn das Alltagsleben soll ja gestärkt und nicht geschwächt werden.

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  3. Stimmt, Robert, das von mir Beschriebene ist nur ein Aspekt- nennen wir es einen Aspekt des Problemlösens. Es ist nur ein Blitzlicht darauf.

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  4. "Hinterher, im diskursiven Alltagsbewusstsein, entfaltet man das „Paket“ in eine logische und zeitliche Folge."

    Daraus allerdings kann sich leicht ergeben, weil man im Logisieren den ursprünglich lebendig erfahrenen Imaginationen dann irgendwie den Stöpsel rauszieht und die belebende Luft dann entweicht, den lebendigen Kontakt einbüsst.

    Ich bemühe mich darum obiges "Paket" nicht auszupacken, dieser Versuchung zu widerstehen, sondern darin eine Art mich beratende "Kristallkugel" zu sehen. Dieses "Paket" transparenter zu machen, statt es logisierend zu entfalten, weil sie, die Kristallkugel, sich mir als das "Spiegelbild" meiner in eine Meditation mitgenommenen Fragen darstellt. Ich selbst erlebe mich so gesehen irgendwie als doppellebendig im Sinne von Ich und meine Kristallkugel. Dann verbinde ich mich, versuche es so intensiv als möglich, mit dem "Paket", unentfaltet, belassend wie es ist, um seine Sprache mitzuerleben, hier oben dann, im normalen Bewusstsein. Das "Paket" sollte sprechen und nicht Ich.

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  5. Lieber Manfred, das finde ich sehr interessant, verstehe es aber auch nicht wirklich. In meinen Augen muss man das "Paket" doch irgendwie versprachlichen, wenn es um konkrete Probleme und Aufgaben geht? Natürlich gibt es auch Dinge, die man für sich hegt, einen "unsichtbaren" Garten. Dort wachsen die großen Dinge, denen ich Ehrfurcht gegenüber hege. Über die habe ich kein Bedürfnis zu sprechen, die möchte ich auf andere Ebenen gar nicht ziehen, die sind *dort" zu Hause.

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  6. Lieber Michael,
    ach das heisst "entfaltet" oder " nicht entfaltet"!

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  7. Genau an dieser Grenze zwischen dem, was Du, manroe, und dem, was Du, Michael, sagst, steht für mich meine Lektüre der Werke Rudolf Steiners.

    Ich komme in Kontakt mit meiner "Kristallkugel" - und ich fürchte, durch das "Auspacken" dieses "Paketes" könnte es zu etwas anderem werden (wie manroe sagt: die "lebendige Luft" könnte daraus entweichen - und ich behielte nur mehr die "tote Hülse" zurück).
    So geschieht es mir manchmal, wenn ich unmittelbar nach dem Aufwachen meinem Mann einen lebhaften Traum erzähle: noch während ich erzähle, verändern sich die Bilder in mir - und ich merke später, daß ich mich nun nicht mehr an den Traum selbst erinnere, sondern nurmehr an den "Schatten", den ich in Worte gefaßt habe.
    Der Vorteil: der Traum selbst würde, wenn ich ihn nicht erzähle, schwinden. Der in Worte gefaßte "Schatten" aber bleibt mir nun.
    Der Nachteil: es ist eben nur mehr ein Schatten

    Wenn ich aber meine eigene bisher behutsam "unausgepackt" gelassene und nicht in Worte gefaßte "Kristallkugel" in den Worten und Begriffen wiederfinde, die Rudolf Steiner dafür gefunden hat - dann muß das Unaussprechliche (und auch das Eigene) daran nicht schwinden, und dennoch kann die "bleibende Kraft des begrifflichen Schattens" ihre Wirkung entfalten (denn auch das, was ich bei Steiner lese, ist ja zunächst mal ein "Schatten", und wird erst dann lebendig, wenn es mir gelingt, das zu entdecken, was diesen Schatten wirft).

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  8. Lieber Michael,

    ...ja, man muss das Paket sicherlich versprachlichen, um aus-drücken zu können, halt Sprache an sich "zu tun", das ist ja ihr Wesen, bis hin zu einer materiellen Realisation, wenn man Sprache mal als einen solchen Kanal nimmt, der obige "Tauchobjekte" dann ja auch verwirklicht.

    Aber die "normale" Oberwelt ist ja eine andere als jene "Tiefenwelt", (ich will jetzt nicht Unterwelt sagen ;) ), die kommen zusammen, begegnen sich und sie sprechen beide eine andere Sprache. Und wenn sie sich gegenseitig wirklich erfassen und durchdringen wollen, um dessentwillen man ja (auch) abtaucht, sollte man "oben" dann eher beschreiben denn auspacken, weil man beim Auspacken dann doch allzu leicht jene Werkzeuge aus der Oberwelt nimmt, die dann doch gerne mal allzu leicht nur logisieren, sprich dann den Stöpsel ziehen und das Tauchen war umsonst, genau betrachtet.

    Und weil hier zwei Sprachen aufeinander treffen, stehe Ich bewusster in deren Mitte und bringe sie zusammen, deren innerem Wesen gemäss. Das packt sich dann in einem gewissen Sinne selbst aus und ich schaue dabei zu und beschreibe.

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  9. Einige Tage sind vergangen, Freizeittage zum herumbaumeln und den Luxus geniessen, den man hat! Wenn der Montagabendkommentar aus der Burnoutstimmung kam, kann man jetzt nochmal alles durchlesen, in Ruhe. Jetzt nimmt sich alles viel leichter. Ich glaube auch dass man die besten Ideen hat, wenn man sich nicht vornimmt, welche zu haben. Übrigens ist das Alleinsein genauso notwendig für die Meditation, wie auch Phasen des lebendigen Austauschs, der Kommunikation.

    Ich stimme dir auch zu was du über Sprache sagst, Manroe.

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  10. Ich erlebe das so, dass man/frau das Ganze vom Paket in seiner Frische erhalten und es auch auspacken kann. Z.b. um den Ausflug oder den Traum nicht zu schwächen, wenn er ausgepackt wird, hilft es sehr, zuerst die Empfindung, die der Ausflug oder der Traum geschaffen haben, im Körper ausfindig zu machen. Es ist immer auch eine körperliche Empfindung - zu was auch immer - da. Das dauert dann vielleicht ein Weilchen, aber dann hat man dem „Ganzen“ vom Erleben/Traum einen körperlichen Raum geschaffen und kann ihm zuhören. Es wird dieses Ganze immer ein Mehr sein, als das, was es von sich ausdrückt.
    Wenn man einen Traum erzählt hilft es sehr, das in der Gegenwart zu tun. Man kann immer wieder hin- und her gehen zw. körperlichem Empfinden vom Ganzen und den Worten. Man kann immer wieder hin- und her gehen zwischen innern und äußern. Das geht mit jedem Thema.
    Wenn bei mir die Emotionen überhand nehmen, weiß ich, dass ich das hätte tun sollen.

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  11. Steiner schreibt irgendwo in den Karmavorträgen, dass es insbesondere am Morgen schwer ist, dieses spezifische Erleben aufzubringen. Er sagt, da sei das lastende des alten Karma schon spürbar. Ich kann das morgens auch nicht, etwas aus dem Traum herüber zu holen. Nach den frühen Morgenstunden wird es leichter. Ich meine damit eine Art Hara - sich aus der Mitte heraus Halten- aber nicht aus dem traditionellen Bauchnabel- Chakra heraus, sondern zwischen Herz und Kehlkopf. Es ist eine Art körperlicher Empfindung, ja.

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  12. "die der Ausflug oder der Traum geschaffen haben, im Körper ausfindig zu machen."

    Also damit kann ich gar nichts anfangen. Ich habe den Eindruck, wenn etwas erstmal im Körper angekommen ist, dann ist es eh schon (fast) zu spät für das, worum es geht(?) DENN, WAS ist denn der Körper, in diesem Sinne hier jetzt, wenn man etwas wahrnehmen möchte in sich, an sich selbst, was den Körper betrifft?

    Wenn ich die Augen meditativ schliesse und von meinem Körper etwas wahrnehmen möchte, dann nehme ich von ihm gar nichts wahr, ich sehe nur Bilder bzw. Filme dann, meine Aufmerksamkeit irgendwo platzieren wollend. Selbst dann, wenn ich konkrete Schmerzen habe, z.B. Zahnschmerzen und versuche das Zentrum des Schmerzes aufzusuchen, es zu lokalisieren, dann gelingt es mir überhaupt nicht, wenn ich wirklich wahrnehme, wirklich, was sich da so zeigt, ohne aus Gewohnheit gleich etwas lokalisierend zu benennen. Ist übrigens ähnlich gut wie ein Schmerzmittel, das Zentrum des Schmerzes aufsuchen zu wollen.
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    "um den Ausflug oder den Traum nicht zu schwächen, wenn er ausgepackt wird,..."

    Ich denke der Traum schwächt sich, WEIL man ihn auspacken möchte, glaubt, ihn auspacken zu müssen, um an seine Botschaft heranzukommen. Man möchte ihn halt in die "wache" Welt hereinbekommen, das dünkt mir der Fehler zu sein, aus Gewohnheit aus der "wachen" Welt heraus.

    Wenn man wirklich genau hinschaut, besteht ALLES aus Bildern, selbst die abstrahierte Welt des Verstandes oder des Gegenstandbewusstseins. Jetzt "sehe ich es ein"!!, im wahrsten Sinne des Wortes. "Wie siehst Du es...?" Da gibt es gar nichts auszupacken, wenn man Traumbilder "auspackt", wird man wiederum Bilder bekommen. Es gibt auch keine Worte und Begriffe, die bilden wir uns bloss um zu..., einfach mal hinschauen... Es heisst ja auch Begriffe bilden, man bildet sie. Ich. Irgendwann landet man dann an der "Düse" aus/mit der man "Worte" gebiert.

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  13. Hallo Manroe,

    der Mensch ist in seiner Natur umweltlich. D.h., dass alles was in der Welt sich ereignet einen Eindruck in ihm hinterlässt. Dieser Eindruck kann Gedanke, Bild, Befühl oder/und Empfindung sein. Wenn Du primär Bild erlebst, dann kannst Du noch etwas entdecken. Es ist noch mehr da.
    Welt wirkt in mir, bewirkt mich. Durch meinen Ausdruck wirke dann ich wieder in der Welt.
    Was ist Emotion für Dich – ein Bild?

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  14. Hallo ZuL,

    ...warum so überheblich?

    Es gibt von Steiner in den Leitsätzen eine schöne Aussage: "Im Denken sehend werden, davon hängt unermesslich viel ab..."

    Ich würde das, was ich da oben geschrieben habe einfach noch einmal anders lesen, um eines anderen Verständnisses willen.

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  15. Hallo Manroe,
    Du hat meine Frage noch nicht beantwortet. Woran erkennst Du eine Emotion oder ein Gefühl?
    Was findest Du überheblich?
    Wenn Steiner sagt: “Im Denken sehend werden, davon hängt unermesslich viel ab.“ Dann füge ich hinzu: Im Denken sehend und empfindend werden, davon hängt unermesslich viel ab.
    Nun stecken die Menschen, was Sinne/Sinnlichkeit anbelangt, seit es Geschichtsschreibung gibt, in einem ziemlichen Chaos – das jedoch wäre ein anderes, weites Thema.
    Aber hier eine Stelle von Steiner, die m.M .nach das Herzstück der Anthroposophie ausmacht, nämlich das Durchdringen des Irdischen mit Spiritualität, das Durchdringen des Physischen mit Bewusstheit:

    „Wir müssen uns vorstellen, dass der Ätherleib tief in den physischen Leib hineingestiegen ist und nun wieder den Rückzug antreten muss. Er muss mitnehmen aus dem physischen Leib ALLES, was er mit seinen physischen Sinnen wahrnehmen konnte. ….Der Mensch muss mitnehmen in die Zukunft hinein, das Bewusstsein, die Gewissheit, dass es ein Geistiges im Physischen gibt. Denn was tritt sonst für ihn ein? Sein Ätherleib geht sonst aus dem physischen Leib heraus, aber der Mensch behält nur den Glauben an die physische Welt u. ihm fehlt das Bewusstsein, dass das Geistige im Physischen eine Wirklichkeit hat, welche mit dem Ätherleibe selbst als Frucht des im physischen Leibe Erlebtem herausritt.“

    Nun ist mit den Sinnen nicht allein das Sehen gemeint, es ist das Hören, das Empfinden, die Intuition, das Schmecken und das Riechen gemeint.
    Über die Sinne tritt diese wunderbare Welt an uns heran und über die Sinne antworten wir ihr, und umso mehr alle unsere verschiedenen Sinne ausgeprägt sind und bewusst werden, umso reicher wird das Da-Sein. Dieses Hand-u.Geistwerk verrichten z.B. gute Körperpsychotherapeuten schon seit Jahrzehnten und leisten dadurch einen wesentlichen Beitrag zur Inkarnation des Einzelnen. Dann ist dieser auch bereit, gut exkarnieren und mit seinem Ätherkörper weitergehen zu können.
    Meiner Meinung nach ist das Durchdringen des Physischen mit Bewusstheit bis in die tiefste Zelle hinein - und die daraus erwachsende Sicherheit - letztendlich der einzige wirkliche Halt in einer Welt, in der äußere Strukturen immer mehr wegbrechen.
    PS: Die Tibeter praktizieren schon seit langer Zeit das Traum-Yoga, eine Praxis in der sie mit Bewusstheit in den Traum, während sie ihn träumen, eintreten und mit diesem kommunizieren. Das nur als Anregung und als Hinweis wie man ganz real mit einem Traum umgehen kann - dass wir davon weit entfernt sind ist mir auch klar, aber kleine Schritte können wir auch schon machen.

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  16. Ja, also zunächst einmal wollte ich gar nicht irgendetwas benennen oder gar definieren, sondern einfach nur versuchen einen anderen Zugang, Umgang anzuticken, was ein obig benanntes "Auspacken" betraf.
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    "Wenn Du primär Bild erlebst, dann kannst Du noch etwas entdecken. Es ist noch mehr da."

    Also das fand ich schon ein wenig überheblich, weil Du mich aufmerksam gemacht hast, dass ich da noch etwas..., muss ich das jetzt näher erläutern?
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    Und woran erkenne ich eine Emotion oder ein Gefühl? Zunächst einmal daran, dass sie unterschiedlich sind und wegen ihrer Unterschiedlichkeit berechtigterweise auch unterschiedlich benannt wurden und werden. Das sind Begriffe und selbige wurden geprägt aus der inneren Wahrnehmung und Betrachtung ihrer Wesenhaftigkeit. Und auch hier wieder ein Sehen, wenn dem ein anfängliches Empfinden vorausgegangen ist. Lasse ich es weiter auf mich einwirken, dann bildet sich etwas in mir heraus und kann es dann immer deutlicher sehen dann. Und ich kann - und tue es auch so - dass ich Töne, Verhaltensweisen, Gerüche, was auch immer innerlich so verdichte und intensiviere, bis ich es ziemlich gut sehen kann. Sprich, alles ist einsehbar.

    Und natürlich lege ich dem Denken auch ein Empfinden bei, auch ein Wollen, wenn erforderlich, es kommt ja immer darauf an, worum es gerade geht. Aber der Hauptnerv, die innere eigentliche Energie ist die des Denkens und ich meine jetzt nicht das intellektuele Denken, das wäre für mich nur ein bestimmt geformtes Werkzeug meines Denkens, so wie Begriffe Formungen sind, durch Werkzeuge. Und damit ich all dies unterscheiden kann, also zu wievielen "Anteilen", oder "Schichten" ich meinem Denken in diesem Falle mehr ein Empfinden oder ein Wollen oder ein Gemisch einflechte muss ich, um es möglichst "richtig" zu tun, es nach Möglichkeit auch sehen, dann kann ich es besser bewegen in jenem Raum, in dem dies hier geschieht.

    "das Durchdringen des Physischen mit Bewusstheit:"

    Sehe ich auch so, aber ich frage mich warum!?! Ich habe den Eindruck dass das Materielle ähnlich wie das Gehirn - wie im Kleinen so im Grossen - sprich: nicht mein Gehirn denkt, sondern ich benötige mein Gehirn zum Denken und die Materialität dafür, damit ich was zum Denken habe einerseits und ebenfalls an der Materialität durch gutes richtiges Denken erwache, weil ich immer mehr erkenne, dass die Materialität des Menschen geronnenes Karma ist. Wenn man z.B. erfasst, dass nicht der Mensch vom Affen abstammt sondern der Affe vom Menschenwerden (Kurzfassung). Daher muss sie auch, die Materialität durchgeistet werden und nicht einfach nur benutzt, gar zur puren Sinneslust, Ich bin der King, die Krone der Schöpfung und tobe mich jetzt mal aus oder so, ist ja aktuell recht verbreitet..

    Und anschliessend jetzt Dein Steiner-Zitat.
    ---

    "Nun ist mit den Sinnen nicht allein das Sehen gemeint, es ist das Hören, das Empfinden, die Intuition, das Schmecken und das Riechen gemeint."

    Genau. Aber oben habe ich rein das innere Sehen gemeint. Und da ist es prinzipiell gleich einem äusseren Sehen und ich stehe in der Mitte als Eingangstor und zugleich Ausgangstor, janusköpfig, oder wie der ägyptische Priester oben in der vergoldeten Ich-Spitze der Pyramide sitzend. Denkt man sich die Linien der Pyramide in die Unsichtbarkeit fortlaufend, dann schneiden sie sich genau in der Spitze der Pyramide und da sass er, um der Geburt des Ichs in sich willen.

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  17. Hallo Manroe,
    "......gleich einem äusseren Sehen und ich stehe in der Mitte als Eingangstor und zugleich Ausgangstor, janusköpfig, oder wie der ägyptische Priester oben in der vergoldeten Ich-Spitze der Pyramide sitzend. Denkt man sich die Linien der Pyramide in die Unsichtbarkeit fortlaufend, dann schneiden sie sich genau in der Spitze der Pyramide und da sass er, um der Geburt des Ichs in sich willen."

    Ich gehe halt gerne in die Dinge hinein.

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  18. Hallo ZuL, das finde ich auch völlig richtig, wo sollte man denn sonst hingehen, fragt sich bloß, ob "Dinge" auch wirklich nur Dinge sind, auf der einen Seite, dem einen primären Weg (Narziß und Goldmund). Und wenn Du in die Dinge hineingehst, wo landest Du dann letztlich? Kommt nicht alles bei Dir an und tut man es nicht deshalb auch? Und wenn man sich dann anschaut, was man da getan hat, also was wirklich geschieht wenn man lernt, das wollte ich zum Ausdruck bringen.

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  19. Hallo Manroe,
    "Und wenn Du in die Dinge hineingehst, wo landest Du dann letztlich? "
    Bei Hermann Finkelsteen.

    "Und wenn man sich dann anschaut, was man da getan hat, ...."
    Dann geh ich zu Ingrid auf eine Nachhilfestunde.

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  20. Hallo Zuhörer und Leser,

    "Any Love for Days to come
    is as good as None" (für Ingrid)

    Hauptsache, Herrman darf Held sein.

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  21. Hallo AuI,

    im Aus-Tausch --- was siehst Du, was sehe ich, wer baut es zusammen?

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  22. Manroe,
    es wäre schön, ich wüsste wovon du überhaupt redest.

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  23. AuI,

    was meinst Du genau, das von mir Gesagte das "Auspacken" betreffend oder komplett überhaupt?

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  24. Manroe, lies enfach nochmal, was ich gesagt habe.

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  25. Mensch AuI, ich sollte doch vielleicht jetzt auch sagen, lies doch nochmal, was ich geschrieben habe.(?) Nungut, ich lese bei Dir das "überhaupt", Dir kommt also alles schleierhaft vor? Und wenn Dir wirklich alles schleierhaft vorkommt, vermag ich nicht zu sagen, wo ich einhaken sollte --- UND, anstatt mir gleich zu sagen was hilfreich sein könnte, bekomme ich auf mein Angebot an Dich obigen Stupser, was soll das?(!)

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