Aspekte der Anthroposophie

Ein gutes, solides Radio- Feature "Aspekte der Anthroposophie" beim Hessischen Rundfunk- ausnahmsweise fast frei von Polemik. Hier der erste Teil vom 20.2.2011. Momentan hagelt es ja Berichte und Stellungnahmen zu diesem Thema. Es fällt im Vergleich auf, wie selten das ruhige, gute alte journalistische Arbeiten geworden ist. Gegenüber den plakativen, polemischen, aber häufig wenig informativen Beiträgen ragt dieser hinaus: er ist hörbar "vom alten Schlag". Das muss wirklich nicht schlecht sein.

Kommentare

  1. Auch die alten rororo-Monografien der 80er waren angenehm zu lesen, ruhig, leider sind inzwischen alle von neuen Autoren in einem irgendwie amtlich anmutendem Stil gehalten, zwischendurch höchstens mal aufgelockert: Mit kurzen Schlaglichtern auf die jeweiligen Epochen bzw. Lebensabschnitte der besprochenen Person nach Art einer Zeitungsmeldung.
    Ich fühle es inzwischen wie als "unanständig", sich nach einer Berichterstattung "vom alten Schlag" zu sehnen, ich habe ein viel zu kritisches Gespür für den Zeitgeist: Ich behalte meine Kritik oft für mich, denn "das Alte" ist eh längst eingestampft und bald vergessen, wozu mich "outen"..
    Da ich aber glaube, daß Alles (unter anderem) "pendelt", nach dem Gesetz der Wandlungen, vermute ich in spätestens 20 bis 30 Jahren eine Abkehr von getriebener Polemik und eine vertiefte Rückkehr zum Betrachtenden Stil.. ;-)
    butty

    AntwortenLöschen
  2. Ich wollte das noch in Erinnerung bringen:

    Ö1 bringt am 23. Februar 2011, 21.01 Uhr, die Sendung "Ein Weltensammler des Geistes - zum 150. Geburtstag von Rudolf Steiner" von Johannes Kaup - und am 26. Februar um 17.05 Uhr ein Ö1-"Diagonal": "Zur Person Rudolf Steiner - ,alles nur aus zweiter Hand'?" mit Michael Schrott.
    Abgeschrieben habe ich es hier: http://derstandard.at/1293370714873/Anthroposophie-Steiner-entsteinern

    AntwortenLöschen
  3. Mmmmh, Alexander! Wo Du das sagst, fällt mir auf: Das zdf oder die ard hätten ja gerne auch mal -kurz- eine kleine Sendung machen können, aber, eben, das würde wohl wieder was polemisches. Etwas, was man jahrzehntelang auch im "Spiegel" gewöhnt ist, und mit seufzen kurz überliest und weiterblättert. "Kroitertee und Oirütmie" ..Trotzdem habe ich gelernt, mich zu freuen, wenn Herr Zander spricht, mit seiner zarten Stimme. Und mir ist längst klar, was mir früher im Privatleben bei Freunden schon klar war, aber im Blick auf das Öffentliche Leben nicht: Wenn Herrn Zanders Arbeiten bejaht und angenommen und diskutiert werden, und in ihrer Art begriffen, gehen viele Fenster auf..
    butty

    AntwortenLöschen
  4. In meinem Privatleben hieß es eben früher hin- und wieder mal sinngemäß: "Er ist bei dieser interessanten Akademiker-Sekte, die mit dieser elitären Spezialphilosophie, genau, die Antroposofen!" :-) Damit lernte ich, umzugehen. Etwa, indem ich schon einmal daran arbeitete, meine Sprache im Gespräch zu ent-anthroposophisieren und überlegte, ob ich auch wußte, was ich wußte. Oder ich "zitierte" Steiner so, daß ich das, was ich bei ihm gelesen hatte, in ganz eigenen Worten zu sagen suchte, ohne mich auf "Steiner" zu beziehen, falls ich etwas für gültig erkannt zu haben glaubte.. usw.
    butty

    AntwortenLöschen
  5. "daß ich das, was ich bei ihm gelesen hatte, in ganz eigenen Worten zu sagen suchte ..."
    Du hättest mal die Doktorarbeit unseres Freiherrn schreiben sollen, es wäre ihm viel Ungemach erspart geblieben!

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Danke für Ihre Mitarbeit im Blog.

Egoistisch am meisten gelesen: