"Evangelisch.de" über Anthroposophie

Die Zeiten ändern sich. Der kalte Krieg ist beendet, der Islam reformiert sich von innen und in den USA ist das Gespenst der Bush- Administration zumindest vorüber gehend gebannt. Die Entspannung zeigt sich auch im Kleinen. Nun hat sogar ein evangelischer Theologe (Dr. Andreas Fincke) - trotz selbstredend schwerster Bedenken- immerhin einiges Entwicklungspotential in der Anthroposophie entdeckt: "Es gibt gute Anregungen in der Anthroposophie – und seltsame Engführungen. In unserer lauten, schrillen und rücksichtslosen Welt stellen jedoch Steiners Bemühungen um eine bessere Landwirtschaft oder um eine kindgemäße Pädagogik besondere Inseln dar. Steiner hat den Menschen als geistiges und entwicklungsfähiges Wesen gesehen. Auch dies ist ein kluger Hinweis. Aber wer sich entwickelt, der kann den Meister auch kritisch sehen. Selbst wenn dieser gerade Geburtstag hat."

Wir bemühen uns, Herr Dr. Fincke. Wer sich entwickelt und aus der moralinsauren theologischen Ecke krabbelt, kann aber auch in der Anthroposophie zumindest einige positive Aspekte entdecken, wie man an Ihrem Beispiel sieht.

Kommentare

  1. Also auch happy birthday!Und schön feiern.

    Joseph Canaillo

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  2. Ich bekomme Nachrichten, die das Thema Anthroposophie betreffen, via Google News. Die Fülle der Beiträge, Radiofeatures und Artikel war in den letzten Tagen kaum noch zu sichten. Beeindruckend. Erstaunlich vor allem die meist doch differenzierten Inhalte. Von schriller Polemik war kaum etwas zu entdecken- viele kritische Anmerkungen waren treffend. Es hat den Anschein, als sei auch die kritische Anthroposophie- Betrachtung differenzierter geworden.

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  3. Die vermehrt positiven Darstellungen erleichtern mich sehr, das lässt hoffen für den Zeitgeist. Aber freuen tut mich auch, daß das Werk der glorlosen Vier im Verhältnis dazu ins rechte!! Licht gerückt wird.

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  4. Lieber Manfred, warum wird das Werk der "gloriosen Vier" durch die positive Berichterstattung zum 150en ins "rechte Licht" gerückt? Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

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  5. Lieber Rainer,

    wenn "Feinde" von draussen ihren eigenen Schatten zu entdecken beginnen und ihn sogar überspringen und dies auch zuzugeben beginnnen, indem sie zunehmend positiv berichten, weil sich ihnen etwas auftut, was sie zuvor teilweise intensiv bekämpft und falsch dargestellt haben, dann erblicke ich darin ein Licht, das wiederum auf die von mir glorLOSEN Vier genannten fällt und auch sie in ihrer merkwürdigen Bissigkeit entlarvt. Und es hat insofern etwas mit ihnen zu tun, weil beidem das Gleiche zugrunde liegt. Und das "rechte Licht" in meinem Sinne hier wäre halt jenes, das auch die Schatten der Vier durchlichten wird. Es wird nicht lange dauern, bis sie in ihrem selbsternannten Licht frösteln werden.

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  6. "glorLOSEN Vier"
    Ist da irgemd so ein Ahriman mit gemein?

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  7. Lieber Manfred, wenn Du meinst, dass die Autoren der positiven Berichterstattung über Steiner "ihren eigenen Schatten zu entdecken beginnen" und dann auch noch ein Licht erblickst, welches die Endstation-Dornach Leute "entlarvt"...dann scheint es mir so zu sein, dass Du aus einer Handvoll freundlich-interessanter Berichterstattung ein etwas allzu bedeutungsschweres, beinahe mystisches Großereignis machst. Ich bin, sorry, für solche Deutungen zu nüchtern.

    Es lohnt sich aber noch einmal wirklich, die vorletzte Ausgabe der "ZEIT" (über den "Mythos Waldorf") zu lesen, wo Anerkennung und Respekt vor Steiners Person und Werk sich mehr oder weniger mit fundamentaler Kritik und Korrektur die Waage hielt.

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  8. Letzte Nacht hatte ich zu dieser Thematik eine höhere Inspiration:

    "Licht, dass entlarvet
    die üblen Endstation-Autoren

    Licht, dass erhellet
    die guten Tagesthemen-Journalisten"

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  9. Na Rainer, das hört sich doch gut an, wenn man es denn richtig sieht. Und echte Inspirationen trüben eine echte Nüchternheit überhaupt nicht. Tja und ein Großereignis, es kommt halt immer darauf an, woran man es misst. Und die Presse ist schon ein mächtiges Organ --- Und ich hoffe doch, dass Du am Geisteslicht nicht wahrhaft zweifelst? Und wenn man an und durch selbiges etwas zu erkennen beginnt, das ist das Gute und Schöne, dann wird man es nie wieder vergessen, es wird immer mitsprechen und die Gedankenströme mitlenken. Spott ist in meinen Augen immer eine Reflektion an einer undurchlässigen Wand, die man glaubt durchschaut zu haben. Eigentlich lacht man sich selbst aus, erhaben sich dünkend.

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  10. gemeint meinte ich natürlich.
    also wer ist mit "glorLOSEN Vier" gemeint?

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  11. Robert, die Endstation-Autoren, also die "glorreichenVier".

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