Atomunfälle unkalkulierbar und nicht versicherbar

"Eine Versicherung für Atomunfälle ist aus Sicht des weltgrößten Rückversicherers Munich Re für Versicherer und Kraftwerksbetreiber nicht tragbar. (...) Wegen der Addition der möglichen Schäden sei es für die Assekuranz nicht verantwortbar, diese Risiken zu stemmen. Wie hoch eine entsprechende Prämie ohne Staatsgarantie im Hintergrund ausfallen würde, lasse sich mit herkömmlichen Modellen nicht berechnen. Die Folgen von Atomunfällen gelten daher in der Versicherungsbranche als nicht versicherbar."

Stattdessen springen im Fall der Fälle natürlich wieder die Steuerzahler ein. Ich finde, man sollte eine Versicherungspflicht schon deshalb gesetzlich einführen, um die tatsächlichen Kosten der Atomwirtschaft festzustellen; die Phrase von der "billigen" Atomenergie ist natürlich ein Märchen. Das Gegenteil ist der Fall, vor allem wenn man die Endlagerung einbezieht. (Quelle)

Kommentare

  1. Natürlich zahlt das Volk...meilenweit von jedem Zynismus entfernt muß ich jedoch auch feststellen, das Volk hat Regierungen gewählt, die Kernkraft vorangetrieben haben...man kann nur hoffen (und ich bin was >>Demokratie<< angeht sehr skeptisch), daß dementsprechend vom Volk gewählt wird, bzw.: wenn es in der arabischen Welt möglich ist, einen facebook-Aufstand zu generieren, dann sollte er auch in der übersatten westlichen Welt möglich sein. Ich befürchte jedoch, daß nicht nur die Mägen, sondern auch die Gesäße so verfettet sind, daß mit einem Aufstand nicht zu rechnen ist...

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  2. was versicherungstechnisch für die atomenergei gilt gilt auch für die gentechnik. die verischerer lehnen eine versicherung der risiken ab

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  3. Haftsplichtversicherung für Atomkraftwerke, das wäre ein enorm wichtiger Schritt!
    Nicht zu vergessen natürlich auch die Versicherung für den atomaren Müll – zumindest für die nächsten 10.000 Jahre.
    Ich würde es für wirklich sehr, sehr hoffnungsvoll finden, wenn wir da einen Schritt weiterkämen! Bisher galt ja die Devise – Gewinn für den Betreiber, Schaden für die Allgemeinheit. Diese beinharte, egoistische Haltung, die sich ja nicht nur im Bereich Atomkraft, sondern auch im Wirtschafts- und Finanzbereich immer mehr ausgeweitet hat, müsste dringend eingedämmt werden.
    Die Forderung, Atomkraftwerke (sämtliche? einige? die französichen? die amerikanischen? die chinesischen?....etc.) still zu legen, halte ich leider für ganz unrealistisch. Ein gezieltes Aussteigen könnte ich mir schon eher vorstellen – die Frage der Haftung MUSS unbedingt gestellt werden.

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  4. Fortschritt lässt sich nicht versichern. Wie sollte aich auch Gentechnik, Nanotechnologie oder die Entwicklung von Medikamenten versichern lassen?
    Aber die Kosten, die bekannt sind, sollten auch genannt werden und in die Bilanz eingehen. Bei der Atomkraft ist das die Endlagerung, die bei der Berechnung leider immer außen vor bleibt. Dabei ist doch schon jetzt klar, dass man auf die aufgebrauchten Brennstäbe ziemlich lange wird aufpassen müssen. Und es ist immer noch nicht klar, wie die Endlagerung funktionieren kann.

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  5. Ich kenne eigentlich niemanden mehr, der Kernkraft als "Fortschritts"technik bezeichnet. Nicht einmal eine politische Partei. Zu den untragbaren finanziellen Folgekosten dieser Technologie kommt ja auch noch ein Bündel von Subventionen und Steuererlässen.

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  6. @Michael
    "Ich kenne eigentlich niemanden mehr, der Kernkraft als "Fortschritts"technik bezeichnet"

    Ich schon, z.B. den Herrn Profalla von der CDU ... Habe heute folgenden Link/Bericht erhalten: http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Bundesregierung-setzt-weiter-auf-Atomkraft-id4441853.html

    LG

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