Sphinx

Kommentare

  1. Der Leiter des "Spiegel" – Hauptstadtbüros, der Journalist Dirk Kurbjuweit, er sieht, der Journalismus, der scheitert an seinen eigenen Kriterien. Denen der Belegbarkeit. Dasjenige, das hinter der „Maske“ sich ereignet, das lässt sich nicht belegen. Das will durch Mitgefühl erlebt werden. Daher schreibt er zudem Romane.

    Das steht beispielhaft dafür, wie heute kosmisches Menschengeschehen sich spaltet in einen Verstand an sich und in eine künstlerisch bildende Phantasie für sich.

    Als eine der Anleitungen, wie man sich orientieren lernen kann innerhalb so eines Entwicklungsvorganges, dafür schrieb Steiner seine Leitsätze. Daraus das Folgende.

    In der allerersten Zeit der Bewusstseinsseelenentwicklung erfühlt der Mensch, wie ihm das vorher imaginativ gegebene Bild der Menschheit, seiner eigenen Wesenheit, verloren gegangen ist. Ohnmächtig, es in der Bewusstseinsseele schon zu finden, sucht er es auf naturwissenschaftlichem oder historischem Wege. - Man gelangt dadurch nicht zu einem wirklichen Erfülltsein mit der menschlichen Wesenheit, sondern nur zu Illusionen. Aber man bemerkt es nicht; und sieht darin etwas die Menschheit Tragendes. (Auszug aus: Leitsätze 134, 135 )

    Jeder anthroposophisch orientierte Leser kann zudem „wissen“, der Mensch, er leitet sein „Handeln“ nicht von der Erde aus. Er leitet es universell.

    Das dazugehörige „Organ“ ist das Denken. Das Denken des Menschen. Der Mensch erzeugt denkend seine Universalität. Also seine Selbsterkenntnis als Welterkenntnis.

    Selbsterkenntnis ist der Weltengrund, der das selbstbestimmte Handeln eines jeden Menschen begründet.

    Heute ist Selbsterkenntnis zugleich Selbstbewusstsein. Also ein Vorgang in der Bewusstseinsseele. Die Bewusstseinsseele selbst ist ein in Entwicklung sich Findendes.

    In seiner Bewusstseinsseelenentwicklung findet sich der Mensch in der Herausforderung, das Denken so zu ergreifen, dass er denkend sich als denjenigen gewahrt, der, in Aufrechterhaltung des Selbstbewusstseins, wiederum imaginativ in solchen Empfindungen leben kann, die ihn sein Wesen, als das lebendige Wesen des Universums selbst, erkennen lassen.

    Der Beitrag von Michael, zu dem ich hiermit etwas zu schreiben versuchte, der tritt in die Erscheinung als ein, aus künstlerischer Intention heraus, gestaltetes Bild. Mithin als eine Imagination. Eine Imagination wovon?

    Der Bild, es ist überschrieben mit dem Titel: Sphinx. Eine Sphinx, was ist das? Eine Sphinx, das ist jeweils so eine Frage, auf die jeweils die alleinige Antwort lautet: „Der Mensch“.

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  2. Ich fand es gestern sehr lohnend, den Begriff "Sphinx" einmal als Suchmaske über Steiners Gesamtwerk zu legen und zu lesen, was er zu verschiedenen Zeiten dazu geäußert hat. In seinen Augen ist die Sphinx auch (nicht nur) ein Bild des Menschen, der wieder "ganz" geworden ist- ein Bild für die Zukunft. Heute ist die Sphinx quasi zerbrochen- nicht mehr Adept der alten Mysterien, aber sich selbst ein Rätsel. Vielleicht einmal demnächst etwas mehr darüber. Deinen obigen Artikel würde ich gern bei den alten Egoisten herein setzen, wenn ich darf.

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  3. Ich setze Burghards Beitrag in die alten Egoisten (www.egoisten.de), allerdings ohne den letzten Teil, der sich auf die Sphinx bezieht. Der Bezug ist einfach nicht da, der sich hier auf das eingestellte Bild ergibt. vielleicht hast Du, Burghard, ja noch einmal Freude daran, direkt auf das Thema Sphinx einzugehen?

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  4. Unmittelbar Lust hatte ich auf das nun Folgende.

    Das Schicksal der Freiheit

    Der folgenden Skizze einer Bildbetrachtung, ihr liegt zu Grunde ein Schillersatz. Aus seinen „Briefen über die Ästhetische Erziehung des Menschen“.

    „Jeder individuelle Mensch, kann man sagen, trägt, der Anlage und Bestimmung nach, einen reinen, idealistischen Menschen in sich, mit dessen unveränderlicher Einheit in allen seinen Abwechselungen übereinzustimmen, die große Aufgabe seines Daseins ist.“ ( 4. Brief )

    Zu sehen sind zwei Figuren. In Schwarz, Weiß, einem mittleren Grau. Die sind einander zugewandt. Die Linke erscheint linear, in bewegten, schwarzen Linien. Die Rechte mit flächigem „Farbauftrag“, in kraftvollem Schwarz. Die Figur links ist frei beweglich im Raum, die Rechte ist platziert als Schicksalsträger.

    Links waltet mithin das Tun, das sich selbst, in der rechten Figur, als Welt schaut. Links in linearer Bewegtheit. Also in der Kontur einiger klarer Begriffe, die aber zudem in Bewegung begriffen sind. Die Bewegungsformen selbst sind in einem unmittelbaren Bezug dazu, worauf, von links, geschaut wird.

    Erfasst wird, in einem willendurchwogten Denken, die „aktuelle“ Verfassung des Weltvorganges rechts. Die Figuren, sie verbildlichen den einförmigen Umgang des Menschen mit sich selbst und der Welt.

    In welchem einförmigen Tun ist der Mensch begriffen? Im wiederholenden Betrachten des Bildes und das bedeutet hier nichts anderes als, dessen Willen lesen können zu lernen, dabei ergibt sich waltender Wille in einem anschaulichen Denken. Eben so, das es der Wille im Denken und in dessen Selbstanschauung waltend, selbst ist, der sich lenkt, indem er sich anschauend bedenkt. Hier gibt es keine Objekte mehr, denen man als Subjekt entgegensteht. Das Subjekt ist sich dabei selbst Objekt.

    Weiter oben sage ich: „Das Bild, es ist überschrieben mit dem Titel: Sphinx. Eine Sphinx, was ist das? Eine Sphinx, das ist jeweils so eine Frage, auf die jeweils die alleinige Antwort lautet: „Der Mensch“.

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