Ein Blick zu Michel Gastkemper

In seinem Blog hat Michel die Geschichte hinter dem "Ergebenheitsgebet" enthüllt, bis hin zu den frühen Quellen auf bestimmten Internetseiten. Lesenswert, auch wenn mir das Niederländische schwer zu lesen fällt.

Kommentare

  1. "Während japanische Anthroposophen das "Ergebenheitsgebet" Rudolf Steiners als spirituelle Grundsteinlegung nach den jüngsten Katastrophen praktizieren, Tom Mellett dieses ins Englische übersetzt hat (auch zu Händen von Sebastian Gronbach, der danach bei Facebook gefragt hat), macht ein Schweizer Anthroposoph darauf aufmerksam, dass es dieses Gebet gar nicht gibt, sondern dass einfach Textfragmente Steiners zusammen gesetzt worden sind."

    Einige Menschen können nichts mehr in den Worten Steiners empfinden, was er wirklich sagen wollte. Man sucht die intellektuelle Richtigkeit an den äusseren Formen und verlernte zu verstehen, was er substanziell sagen will. Solche Leute werden keinen substanziellen Inhalt verstehen, und auch nicht, wie es einem realen Menschen geht, wenn man tatsächlich an der Schwelle des Todes steht.

    Ich bin entsetzt von dieser Oberflächlichkeit und vor dem Mangel der menschlichen Einfühlsamkeit, wie es den Menschen in Japan geht. Das ist ein lächerlich Machen der Japaner in ihrem Notzustand.

    Es ist kein Wunder, dass es unter den Anthroposophen im Westen hauptsächlich nur die Streitigkeiten gibt.

    Junko Althaus

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  2. Liebe Junko, lieber Christian, weder hier noch bei Michel wollte sich irgend jemand lustig machen, ganz im Gegenteil. Ich stehe dem voller Respekt gegenüber. Es gibt im Westen keineswegs auch nur Streit- nur sollte dieser nicht unter den Teppich gekehrt werden.

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  3. "Es gibt im Westen keineswegs auch nur Streit- nur sollte dieser nicht unter den Teppich gekehrt werden."

    Na ja, der Streit wird ja innerhalb der anthroposophischen Bewegung und vor allem gerade auch auf dieser Website nicht nur "nicht unter den Teppich gekehrt" - er wird geradezu gesucht, gehegt und gepflegt, man spielt und kokettiert mit ihm, wähnt sich mit seiner anthroposophischen Privaterkenntnis immer auf der richtigen Seite. Andersdenkende bekommen eigentlich immer gerne einen auf die Mütze, Gronbach, von Halle, diese bösen, bösen Menschen...Man ist sich einig und freut sich darüber, seinen Spott und Groll gemeinsam verbreiten zu können. Warum eigentlich? Aus Langeweile? Um die Anthroposophie zu retten? Weil es Spaß macht?

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  4. Liebe Ursula,

    Weisst du dass ich, der berühmte Hollywood Tomfortas, der echte anthroposophische Geist des Erdgehirns bin? Jedoch bin ich nur eine Gehirnhälfte. Weisst du wer genau die andere Gehirnhälfte sei? Ja! Der Meister Eggert ist gemeint! Er ist wirklich mein Pendant in Deutschland! Zusammen schließen wir in uns das ganze Erdgehirn des Bewusstseinseelezeitalter ein, weil unser 5. nach-atlantischen Zeitalter die anglo-germanische Epoche ausdrücklich gekennzeichnet ist.

    Im ersten Mysteriendrama hat Rudolf Steiner die Mission dieses Erdgehirns offenbart.

    (Vor 5 Monaten habe ich diesen Beitrag an Wibke Reinstein geschrieben.)
    http://groups.yahoo.com/group/waldorf-critics/message/14894

    Hier der treffende Ausschnitt:
    ------------------------------------
    “Meinetwegen bin ich Germanus, der Geist des Erdgehirns, der von Rudolf Steiner am Ende der Szene 6 in der ersten Mystery Drama "Die Pforte der Einweihung" stammt. Meine Aufgabe ist einfach --- ich muss dich, Wibke, freundlich fröhlich und gutmütig aber immer noch unerbittlich erbarmungslos und recht ehrlich spotten. All das Getue, um dir einen genauen Einteilungsfaktor und langfristigen Blickwinkel auf die Anthroposophie außerhalb der deutschen Sprache zu geben. Ich könnte eben sagen: um den „rechten Zusammenhang" (in der buddhistischen Sinne des edlen achtfachen Pfades) für deine Arbeit zu formulieren, wie sie sich jetzt weit und breit, näh und fern in der ganzen englischsprachigen Welt ausbreiten zu beginnen.

    Hier kopiere ich dieses Fragment vom Ende des 6. Bildes im ersten Mysteriendrama, worin Germanus mit ausgelassenem verächtlichen Zynismus seine Parodie auf das gerade von Frau Balde geredete süße Märchen aufgesagt hat.

    -----------------------------------
    FRAU BALDE:
    Wer bist du denn,
    Der meine Worte
    So unerwünscht
    In seiner Art entstellt?
    Es klingt wie Spott,
    Und spotten ist nicht meine Art.

    GERMAN (hervortretend):
    Ich bin der Geist des Erdgehirns;
    Im Menschen lebt von mir
    Ein zwerghaft Abbild nur.
    Es wird so manches drin gedacht,
    Das Spott nur auf sich selber ist,
    Wenn ich es in der Grösse zeige,
    Wie es in meinem Hirn erscheint.

    FRAU FELICIA BALDE:
    Darum verspottest du auch mich!

    GERMAN:
    Ich muss recht oft
    Dies Handwerk üben;
    Doch hört man mich meist nicht.
    Ergriffen hab ich die Gelegenheit,
    Einmal auch da zu sein,
    Wo man mich hört.

    =====================================

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  5. Wenn ich unter meinem Kirschbaum sitze und gerade dem OM lausche was aus den Blütenkelchen ertönt. Wie der ätherische Christus gerade durch das Summen der Bienen, den Duft der Kirschblüten und dem weissen Leuchten mit Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit der Blüten zu uns spricht, seien SIe versichert Frau ALthaus wandert meine Anteilnahme auch nach Japan. Ich habe hier in der Blogszene nirgends gesehen das sich irgendjemand lächerlich über Japan und dessen Ausnahmezustand gemacht hätte.
    Was das laute blutige Auftreten von Gronbach und von Halle angeht, hat hier auch niemand behauptet, das seien böse Menschen. Beim Anblick einer Kirschblüte und dem brummenden OM des Kirschbaums kommen sie mir einfach wie mittelaterliche Kreuzritter vor, die sich in die falsche Kulturepoche inkarniert haben, ob das jetzt eine Privaterkenntnis ist oder europäisch individuell oder sonstwas brauche ich nicht zu rechtfertigen. So fühle ich das wie übrigens eine grosse Anzahl anderer auch und deswegen gibt es die Egoisten, wo dieses Gottsei Dank kundgetan werden darf.
    Merci, Don Michele!
    Herzlichst Ein im ÄTHERISCHEN Christusrausch des Wiedererblühens Gaias verweilender!
    Herrmann Finkelsteen

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  6. Danke für die Stellungnahme und die Bereitschaft für eine Begegnung.

    Ich bin natürlich nicht gegen die Erhellung der Entstehungsgeschichte. Man kann es richtig stellen, dass es sich eigentlich um die gesprochenen Worte Steiners sind. Aber "Enthüllungsgeschichte" oder so finde ich ein zu starker Ausdruck.

    Es gibt viele solchen Stellen aus den Vorträgen Steiners, die ganz besonders hervorgehoben sind. Ich hörte von diesem Gebet vor mehreren Jahren, habe aber nicht als Gebet empfunden. Es kann nicht wie ein klassisches Gebet wie Mantren gesprochen werden. Das ist nicht möglich. Man muss ja klar denken, wenn man diese Sätze verstehen will, aber es gilt auch bei allen Gebetstextes der Christengemeinschaft genauso, dass man im Gebet auch noch klar denken muss.

    Die Gedanken, die dort zum Ausdruck kommen, sind etwas, womit die Japaner in ihrer Situation die innere Zuversicht finden können. Und das ist zweifellos die religiösen Gedanken und Gefühle aber im überkonfessionellen Sinne.

    Und ich finde es gut, wenn sie etwas durchführen möchten, wodurch sie ihren inneren Halt bekommen, dann sollten sie auch es tun. Dies Sätze stammen von Steiner. Die klaren Gedanken-Elemente Steiners sind in Japan sehr kostbar, weil viele Japaner seit mehreren Jahren im Sumpf der ichlosen spiritualistischen Richtungen aus der USA fast ertrinken, was immer mehr zu einem gesellschaftlichem Phänomen wird, aber doch verschwiegen ist.


    Die Anthroposophie muss jetzt in Japan unbedingt durchkommen, die Japaner entdecken zurzeit immer die Geistigkeit aus dem deutsch sprechenden Raum, auch im Zusammengang mit der Umwelttechnologie. Das ist es, was sie jetzt brauchen.


    zu Herrmann Finkelsteen

    Es geht nicht darum, dass jemand die Japaner tatsächlich lächerlich gemacht hat oder nicht, sondern, ich habe den Ausdruck "Entfüllung" so empfunden und das ist eine Realität, die ich in mir empfunden habe.

    Und das kann niemand direkt verändern dadurch, dass man es nicht ist. Die innere Realität eines Menschen kann man nicht direkt verändern dadurch, dass man sie verneint. Man kann sie auch nicht vernein, die ein Mensch innerlich hat. Man kann sie nur annehmen, als das, was zu diesem Menschen gehört. Dann gibt es eine Begegnung.

    Junko Althaus

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