"Out of nothing comes nothing"- Alan Watts



Noch mehr Nostalgie, die nicht funktioniert: Beim Aufräumen bin ich auf alte Bücher von Alan Watts gestossen, einem dieser Hippie- Philosophen, denen ich in der Steinzeit meiner Suche begegnet bin und der damals natürlich ein unantastbarer Star war. Verstanden habe ich ihn und seine banale US- Version von Zen vermutlich nicht. Heute kann man ihn bei YouTube googeln, was ihn aus erwachsener Sicht eher in die Rubrik "nervige Propheten" subsumiert. Hier also für Nostalgiker eine Art visueller Autobiographie.

Kommentare

  1. Bei diesen Dingen (überhaupt beí allen philosophischen Texten) verstehe ich im herkömmlichen Sinne bis heute nix. Ich habe auch noch einen Alan Watts aus dem Jahr 1982 "Dies ist ES" im "Altbücher-Regal" stehen.
    Es ist immer so, daß ich nur ahne, daß ich es verstehen könnte. Wahrscheinlich verstehe ich "es". Also das Schwierige daran. Das Einleitende und das Resultierende oder Geforderte verstehe ich dann wieder. Aber die invertigen Beweisführungen verschwimmen mir stets. Bei trivialen ebenso, wie bei gewichtigeren philosophischen Texten..
    Sogar Mathe ist mir inzwischen einleuchtender..
    m.butty

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  2. "Der Kernpunkt dieser Erfahrung scheint die innere Gewißheit oder Einsicht zu sein, daß das unmittelbare Jetzt, wie immer es geartet sein mag, das Ziel und die Erfüllung allen Lebens ist. Um diese Einsicht herum und aus ihr fließt eine Ekstase der Gefühle, die Wahrnehmung einer großen Erleichterung, Frieden und Leichtigkeit und oft eine fast unerträgliche Liebe für die Welt."
    Steht auf dem hinteren Buchdeckel meiner Watts-Ausgabe (rororo-transformation), neunzehnfünfundachtzig, nicht zwoundachtzig schon! :-)
    Immer also die Hinweise auf großartige -Befindlichkeiten-, die da in Aussicht gestellt werden, wenn man "es versteht", recht solches zu philosophieren. "Fast unerträgliche Liebe" und heftige Schweißausbrüche??? :-)
    Dann schwang ja immer noch das LSD, die narkosige Extase im Hintergrund, auch des Filmchens oben, mit. Halleffekte, verzerrte Optik, huuuiiiee! müstisch, müstisch und magisch..:-)
    m.butty

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  3. Ach Gott, ich hab früher Marion Zimmer Bradley gelesen. Und später fand ich heraus, dass sie den Order of Golden Dawn zumindest anhimmelte. Das war zu Zeiten des Große Göttin Revivals der 80er...

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  4. Alan Watts habe ich in meiner 28er Krise im Krankenhaus gelesen. Ich hab auch nicht viel verstanden, aber neugierig hat es mich gemacht. Bald darauf habe ich mit einer Zen-Praxis begonnen. Klassisch, bei den Japanern – in diesen Dingen bin ich konservativ. Da geht es dann auch nicht mehr so intellektuell und nervig zu, die Praxis hat ein anderes Gewicht, die Sache wird ziemlich konkret.Zen ist mit dem Intellekt auch nicht zu verstehen. Beispiel Koan, eine paradoxe Denkaufgabe an den Zen-Schüler, bei der er sich die Zähne ausbeißt, wenn er es nicht schafft über den Intellekt und Egoität hinauszugehen und an seine Intuition andockt. Ich kenne auch andere seriöse buddhistische Schulen, keine von diesen arbeitet mit „Superhelden“.Ganz im Gegenteil! Ego wird ab- nicht aufgebaut. „Superhelden“ sind vielmehr Produkte persönlicher Interpretation, meist westlicher Art, die auch eine positive Seite haben, nämlich den Aufbau und Entfaltung von Ich-Stärke. Bevor etwas transformiert wird, muss es erst Form annehmen. Das Problem beginnt, wenn keine Transformation stattfindet.
    Ein wohl kulturelles Problem im Zen ist die starke Hierarchisierung. Da müßte sich dringend etwas weiter entwickeln.

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