Das Symbol Osama






















Bildquelle: Foreign Policy

Ich weiss nicht, wie viele Expertenrunden und Terrorismusexperten wir in den letzten 10 Jahren gehört und gesehen haben, die uns erklärten, Osama verberge sich im undurchdringlichen Bergland an der pakistanischen Grenze. Das sollte wohl bildlich und symbolisch erklären, wie der meist gesuchte Mann der Welt den technisch hochgerüsteten Abhörspezialisten, den Drohnen und hoch auflösenden Satellitenkameras locker entkommen konnte- jemand, der angeblich schwer krank war und ständiger medizinischer Betreuung bedurfte. Er konnte es sich entspannt hinter dem Schutzwall eines Staates gut gehen lassen, der offenbar ein doppeltes Spiel gespielt hat und aus innenpolitischen Gründen - dem Dauerkonflikt mit dem Nachbarn Indien- ein paar besessene Krieger in Kaschmir brauchte, aber gleichzeitig Militärhilfe und gewaltige Summen an Unterstützung von den USA bezog. Erstaunlich, dass diese Ränke, dieses Spielen über die Bande entweder von westlichen Geheimdiensten nicht durchschaut oder eben doch geduldet wurde. Die eine Frage ist nicht die, wie viel Pakistan wusste, sondern wie viel die westlichen Partner geahnt haben mögen. Die andere Frage ist für mich, warum Osama gerade jetzt fallen gelassen wurde. Gibt es einen Zusammenhang mit der wachsenden politischen Transparenz in vielen islamischen Ländern? Hat ein Zipfel davon selbst das hartgesottene Pakistan erreicht, die Mutter aller Korruption? Oder implodiert der pakistanische Staat gerade gänzlich und besitzt die Kraft nicht mehr für die ganz grosse Intrige? Jetzt jedenfalls- nach dem Tod des Symbols Osama-  haben sich die Spielregeln grundlegend geändert. Das trickreiche Spielen um die Ecke hat ausgedient.

Kommentare

  1. Also ich habe gelesen, dass nach muslimischen Riten er verbrannt wird und seine Asche über dem Meer verstreut wird und das wird ziemlich schnell gemacht, so dass es gar keine Zeit mehr gibt den Leichnam der Öffentlichkeit zu zeigen. Habe ich noch nie ghört, dass Leichname im Islam verbrannt werden. Die haarsträubensten Sachen werden über ihn erzählt. Bei uns in Uribistan gibt es die Wahrheit und nichts alks die Wahrheit.
    Herrmann Finkelsteen

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  2. Nachtrag: Leichname können verbrannt werden, müssen aber nicht.
    H.F

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  3. Versenkt und von den Fischen gefressen zu werden gehört wohl auch nicht zu den islamischen Riten.

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  4. Von allen Obama-ist-tot-geschichten: (1)ohne notwendige dialyse schnellstens gestorben (2)von einem vertrauten ermordet worden
    (s.und höre Benazir Bhuto)(3)jetzt von special-forces erledigt worden, ist diese doch die allerbeste, und in ihrer banalität am glaubwürdigsten: (4) in Uribistan durch ein zusammenbrechendes IKEA-Billyregal, bis oben mit Korankommentaren gefüllt, versehentlich getötet worden. Shit happens. Eine kleine phiole mit blut ist an dem Vatikan geschickt worden - man kann nie wissen.
    Gruß, JC

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  5. Natürlich: OSama-ist-tot geschichte. Wir arbeiten noch nicht für FOX.

    JC

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