Dieses eine

"Als Back zum ersten Mal nach stundenlangem Warten einen Seehund harpuniert hatte, der für eine halbe Sekunde die Nase durchs Eisloch gesteckt hatte, da tanzte er vor Freude auf dem Eis herum, glitt aus, landete auf dem Rücken und rief strahlend: "Ich kann ´s!" Er hatte es oft versucht, aber nicht gekonnt. Wie kam es , dass er das hatte lernen können? Konnte man doch schneller werden, als man war? Franklin hatte für Notfälle seinen starren Blick, aber der verlieh Schnelligkeit durch Auswahl, nicht aber eine geschwindere Reaktion. "Wie haben Sie das gemacht, Mr. Back?" fragte er. "Es ist sehr einfach, Sir, Sie dürfen an nichts denken als an dieses eine."

Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit, Piper, s 284

Kommentare

  1. Das iNet kann vieles leisten, was anderswo nicht geht. Die Konzentration auf das was man tut, ist unübertroffen. Man liest in Ruhe, und antwortet in Ruhe, und kann zu Ende reden wie man will.
    Nur eines: Das drei- und mehrdimensionale Denken, das kann man nach wie vor nur von den Mitmenschen im konkreten Umfeld haben.

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  2. Lieber Michael,
    ich bin froh, dass ihr hier Tierfreunde seid. Eine freundlichere Gesellschaft mit Menschenrechten für alle wird sich am besten da entwickeln, wo es auch die Tierrechte gibt. Einem Tier nur deshalb etwas zu tun, weil es Tier ist, ist unrecht.
    Übrigens ist mir seit dem letzten Post klar geworden, wonach Butty gefragt hat. Bisher ging es in der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft um das Wachsen an Wissen, um das Lesen von Literatur, um Erkenntnis.
    Heute und in Zukunft wird man in der Weise vorangekommen sein, dass Erlebnis und Begegnung eine stärkere Bedeutung bekommen. Das würde auch dazu passen, dass kommende Zeitalter mehr aus der Liebe der Menschen leben.
    In vergangenen Jahrhunderten hat man eher voneinander lernen wollen, das hat Kulturaustausch bisher bedeutet. In Zukunft wird es eher auf die Begegnung an sich ankommen.
    Alles Frühere wird Wirklichkeit.

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  3. Das Textzitat hatte übrigens mit Tierfreundschaft nur bedingt etwas zu tun. Es ging eigentlich um die spezifische Gestimmtheit des Jägers.

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  4. Mischa:
    Oaa gut oder oaa schlecht?
    Herzlich

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  5. Weder/Noch! Heiter :-)
    (..konzentrier Dich halt mal, auf die Themen, oder warte, bis das, was Du sagen möchtest, wo hineinpaßt), gantz lieben gruß
    mischa butty

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  6. Auch hier geht es ums Töten.
    Absolute Konzentration und Töten.
    Sofern es sich um jemand handelt, der das Tier erlegt, um seine Lebensgrundlage zu sicher, kann ich dem etwas abgewinnen. Einen archaischen Instinkt auszuleben, sofern keine Notwendigkeit dazu besteht, halte ich nicht für besonders geistreich.
    Hab das Buch vor langer Zeit gelesen,... die machen da eine Nordpolreise.. - vielleicht brauchen sie das Tier tatsächlich, um sich davon zu ernähren.
    Ansonsten halte ich Jagd als Hobby für ziemlich dekadent.

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