Seiltänzer

"Ich könnte noch einen anderen Vergleich gebrauchen. Wenn Sie einen Seiltänzer auf dem Seile sehen, dann haben Sie das Bewusstsein, dass er jeden Augenblick herunterfallen kann nach links oder nach rechts. Dass Sie seelisch selber auf einem solchen Seile gehen - nach links und rechts abstürzen kann jeder Mensch seelisch -, davon ist im gewöhnlichen Leben kein Bewusstsein vorhanden, weil man links und rechts den Abgrund nicht sieht. Er ist aber da."

Rudolf Steiner, GA 270a (Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum 1924)

Kommentare

  1. Es sind Deine Rudolf-Steiner-Zitate, welche oftmals meine Seele direkt berühren, lieber Michael, so auch heute, da ich mich mit einem Sohne auf den Berg vorbereite, rechts und links... .
    Las heute Nacht den elften Vortrag von GA 102, den ich Dir verdanke. So wie der "Seiltänzer" mir nicht bekannt war, so auch nicht, Affen können nicht nach dem Tode ganz zurück in die Gruppenseele... ...wie wichtig es ist neue Gruppen zu bilden, harmonisch, damit höhere Wesen als Gruppenseele mit uns... ... alles neue Inhalte, die mir nicht bekannt waren. Auch nicht, wie verheerend falsche Gesetze sein können, für die Menschheit. Jetzt kann sich mancher vorstellen, welch neue Sichtweisen sich zu 1995 ff ergeben.
    "Alchemie des Alltags"
    Als im Zugabteil in München sich eine Person mit einem Reiseheft Vietnam hinsetzte, dachte ich mir, welch ein Zufall, weltumspannend... . Dann kam eine weitere ältere Dame, welche sich neben mir setzte. Spürte sofort "Anthroposophie", künstlerische Natur. Wollte aber kein Gespräch beginnen. Es setzte sich dann noch schräg gegenüber ein typischer Bürohengst, auf dem ersten Blick.
    Die Dame links verspeiste erst einmal eine herrlich duftende Butterbreze, einen Apfel. Dann holte sie ihr Strickzeug. Nach einer Stunde, sie hatte eine Brille aufgesetzt, lobte ich ihre Strickkunst, das komplizierte Muster. Sie meinte, das sei ganz einfach. Wir kamen ins Gespräch, die Töchter könnten nicht mehr stricken, sie erstelle gerade eine Decke für ihr zukünftiges Enkelkind in einigen Wochen. Das Anfangsgefühl bestätigte sich, ihre Kinder besuchten eine Waldorfschule, Kunden waren Anthroposophen etc.. Fürs Leben sollten sie aber auf eine richtige Schule... .
    Später erweiterte sich die Gesprächsrunde, kamen auch auf die Gurkendebatte usw.. Die Nachbarabteile spitzten ihre Ohren... ...die Menschen sind reif für den lebendien Impuls der Geisteswissenschaft.
    Sicherlich bin ich auch manchmal in den Abgrund gestürzt, bestimmt gibt es auch da eine erhellende Aussage von Steiner.
    Ich hole mir nun notwendige Kraft von den Bergen, für die weiteren Schritte...... Gruß in die Sonntagsrunde....
    (der "Bürohengst" entpuppte sich als feuriger Gesprächsteilnehmer, interessiert, doch ohne Hoffnung, es könne aus Mardrid und Griechenland ein Impuls der Jugend.... doch wir alle hatten uns im Gespräch positiv befruchtet)

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  2. Berichtigung:
    die Kinder der Dame besuchten einen Waldorfkindergarten, fürs Leben sollten sie auf eine "anständige" Schule gehen, so die Goldschmiedin.
    Jetzt gehts auf den Berg.....

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  3. Ich wünsche eine gute Tour, eine gute Balance, und natürlich keinen Starkregen, der momentan an manchen Orten droht. Ich freue mich, dass die Steiner- Zitate, über die ich beim Lesen stolpere, auch Andere ansprechen. Für mich ist es ja eine Art Lese- Tagebuch, das ich im Blog ein wenig teile. Manchmal suche ich auch gezielt, weil ein Thema oben auf steht. Für mich sind die Klassen-Texte auch neu, ebenso wie GA 102 eine Neuentdeckung war.

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  4. …. „weil man links und rechts den Abgrund nicht sieht. Er ist aber da.“ Das wirft mir eine Frage auf. Abgrund, wer bist Du?

    Paul Klee gab uns als Bild für das künstlerische Handeln den Seil – Tänzer. Was tut er? Balancieren. Balancieren ist bare Erwägung. Wo heraus erwägt er? Aus dem Abgrund.
    Er ist der Tod im Seiltänzers. Dieser Tod ist der Beweger und Erwäger im Erwägen der Tanzschritte des Tänzers auf dem Seil. Kann ein Toter handeln? Ja, er kann!

    „Man soll nicht auf das Erkenntnisdrama
    zugunsten einer Erkenntnisgrammatik
    verzichten wollen; auch die Furcht darf
    davon nicht abhalten, dass man in den
    Abgrund des Individuellen fällt, denn man
    steigt aus diesem Abgrund im Verein mit
    vielen Geistern auf und erlebt sich mit ihnen
    in Verwandtschaft; dadurch wird man aus
    der geistigen Welt geboren, aber man hat
    den Tod aufgenommen, wird selbst
    Vernichter des Gewordenen, lebt dieses
    spiritualisiert dar und ist anwesend in seiner
    Vernichtung.“

    (R. Steiner „Wahrspruchworte -Richtspruchworte“)

    Im Balancieren aus Erwägung entstehen andere Gewichtungen. Jede Waage hat einen Punkt an dem sie „nicht“ Waage ist. Jedoch durch diesen Punkt wird sie erst zur Waage. Wer ist dieser Punkt? Was ist sein Können? Worauf schaut derjenige, der Gewichtungen umordnet? Steiner sagt, jedes wirkliche Philosophieren ist künstlerisches Handeln.Eben ein Tanz auf einem Seil. Die Philosophen selbst benennen das Philosophieren auch als „Kunst des Sterbens“. Das heißt, ab wann jemand „wirklich“ philosophiert, dass bestimmt die Schönheit. Sie ist der Nullpunkt, der Abgrund in einem jeglichen Seiltänzer, der Zusammenklang erwägt.


    Abgrund, Du Schönheit,
    Du Mutter der Zukunft.

    Du Aufgang jedes Heute - Tages
    im Morgen – Rot des Schönen.

    Du Morgen im Heute.
    Du jetzt, oder nie!

    Gruss Burghard

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  5. Auch ich sende herzliche Sonntagsgrüße in diese überaus -schöne- und fruchtbringende Runde :-)

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  6. Danke für die guten Wünsche. Gestern hörte der Starkregen auf, wir besuchten Salzburg. Heute Sonnenschein.
    Der Hinweis von Steiner, wie wir in der Zukunft (Gegenwart) Gruppen bilden können, harmonisch, um höheren Wesen Gelegenheit zu geben sich "darin" zu inkarnieren... ...ich erlebte dies nach dreißig Jahren, dementsprechend älter, reifer, wie die noch spärlichen Berggänger sich "geschwisterlich", in echter Zuneigung grüßen, eine Berggemeinschaft damit zeitlich bilden. Erlebte ähnliches, nicht so stark ca 1996 in Holland, die "Kapitäne", das gegenseitige Grüßen, das "Handzeichen". Oben am Berg die besonderen Menschen, die Gesichter, die Gleiter, die Flieger, welche den Luftraum erobern, frei und doch mit der Erde auf besondere Weise verbunden. Die schneebedeckten Berge in der Ferne schenkten Kraft, auch Zuversicht, eine eherne Ruhe der Zeit. Kein Muskelschmerz, nur eine Pause beim Hochsteigen und beim Abstieg auf der kleinen Alm: "laß es Dir schmecken", von der Frau so gesprochen, als wäre ich Familienmitglied. Es war nicht "gekauft", es war echt und tief.
    Vielleicht sind wir uns alle näher, als wir am Tage ahnen.
    Lieber Burghard,
    es stimmt, auch der Sturz in den Abgrund darf gewagt werden. Es gab solche Nachterlebnisse, die Angst vor dem Sturz, die Tat, das sich Wiederfinden in ganz neuen Sphären.
    Ich, denke, Jeder von uns bemüht sich, wie er kann, auch als vermeintlicher Gegner, dürfen wir Rollen spielen..... .

    Und: oben das Gipfelkreuz neu. Anstatt eines Korpus ein zweites, goldenes Kreuz.

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  7. Ernst schöne Berg-Geschichte (ist ja fast wie Hermann Hesse's Schreib-art) sowie die anderen guten Beiträge zum Thema, erinnern mich insgesamt an ein Kunstwerk von Hans-Werner Sahm / "Übergang": http://www.germanposters.de/sahm-hans-werner-uebergang.html

    lg

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  8. Lieber Steffen,
    das Bild drückt direkt die Stimmung des Seiltänzers und des Abgrundes aus.
    Vielleicht "erinnern" sich Dritte auch der nächtlichen Begegnungen, welche durch diese website entstehen?! Irgendwie sind wir (fast?!) überreif?! bzw. wird sind bereits auf dem Weg, sehen wir uns, wir sehen uns....

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  9. Liebe Runde,
    der Abgrund links, rechts, vorne und hinten.
    In GA 102 gibt es den Hinweis Steiners, die Seelen der Menschen sind mehr oder weniger gegenwärtig darauf aus, eine andere Seele zu überwältigen, gefangennenzunehmen.
    Harte Aussage.
    Verstehe nun die Karikaturen über Gronbach, nach dem anschauen mehrerer Videos zur "Herbstakademie".
    Ist es vorstellbar, Steiner hätte ein Mikrophon benutzt, in der Hand gehalten?! In den Videos wird das Mikrophon gereicht, jeder spricht hinein, für die Ewigkeit. Interessant war der Charakterkopf von Herrn Gronbach und zwar seitlich. Die ganze Herbstakademie ist wie eine wirtschaftliche Bewußtseinsgründung, wertvolle Inhalte werden aber keine geboten. Der innere Geschäftsführerbereich, die bekannten Personen, außen herum der große Bereich und alles gefüttert von irgendwelchen Personen aus Amerika, die ihre Bewußtseinskaffees verbreiten wollen. Es ist ernüchternd die Videos anzuschauen.
    Verwunderlich die Begräbnsfeier zu Sai BABA. Auf den Feiern die Regierenden, führende Künstler und in späteren Jahren ein immer finsterer Blick des Meisters, tatsächlich im Rollstuhl. Ein Schauspiel Gottes, ein Seiltanz der affenaratigen Verehrung Gottes (nicht blaphemisch gemeint, reiner Vorgang). Eine Rückwärtsentwicklung alter Gottesssehnsucht.

    Es ist ein Seiltanz, wo die Tänzer vorgeben auf dem Seil sich zu befinden und in Wahrheit mehr oder weniger bequem Rudolf Steiner mißbrauchen.

    Sie sind auf dem Boden, auch Herr Gronbach, da ist kein persönliches Ringen, sondern nur Spiegelung eines eigenen Meistergetues. Wie schwach wirkt Herr Heisterkamp in seinem Auftreten. Da ist kein Impuls, sondern auch nur das Trachten nach wirtschaftlichen Kriterien?!

    Das Seil reißt.

    Rudolf Steiner wird ständig verraten, ich selbst wurde von Anfang an nur als störend empfunden, vom Vorstand in Dornach verkannt. Ich würde heute das ganze Goetheanum aufmischen, mich nicht still vehalten wie 1973!
    Jörgen Schmit schmiß ich die Türe zu seinem Vorstandszimmer später zu. Er sammelte nur seine Jungs um sich.

    Verwunderlich die frühen Videos zu Paramahansa Yogananda. Angenehm anzusehen das feine Lächeln von Krsnamurti in einem Gespräch.

    Wie konnte es nur passieren, daß keine einzige Filmaufnahme Rudolf Steiners zu finden ist.

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  10. Lieber Ernst,
    ja klar, das Bild von Sahm zeigt natürlich zwei schroffere Berghänge bzw. Abgründe...das hat weniger was von beschaulicher Bergwanderung mit Gipfelbesteigung ;-)) ... aber auch das sollte auf jeden Fall dazugehören, so oder so :-)

    HGr.

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  11. @Seiltanz

    der Hinweis von Michael auf den Tod von Sai Baba brachte nun eine Seite, die der Meister auch erfahren durfte:

    http://www.youtube.com/watch?v=rQovegfHljo&feature=related

    erschütternd die Mimik des kranken Mannes, der zuvor Gott spielen durfte,
    der Blick: ich will nicht mehr Gott spielen, wann habe ich endlich Ruhe vor euch Menschen... .

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  12. Pardon,
    es wird aber manchen freuen:

    http://www.youtube.com/watch?v=th9dbSva5gI&feature=related

    Traf ihn ca 1975 in München.
    Sein Vater wurde von Rudolf Steiner durch das im Bau befindliche Erste Goetheanum geführt.

    Pir war wohl ein echter Seiltänzer.... .

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  13. "Ist es vorstellbar, Steiner hätte ein Mikrophon benutzt, in der Hand gehalten?! In den Videos wird das Mikrophon gereicht, jeder spricht hinein, für die Ewigkeit. Interessant war der Charakterkopf von Herrn Gronbach und zwar seitlich"

    Wie hätte Steiner ein Mikrophon denn sonst benutzen sollen, außer "in der Hand gehalten..."??
    Was ist daran so schlimm, ein Mikro zu benutzen? Man spricht da einfach nur hinein und das ist nicht für die Ewigkeit (Für die Ewigkeit ist es nur, wenn es mitstenographiert, gedruckt und später als GA veröffentlicht wird).

    Ach ja, Zeit für das beliebte "Gronbach-bashing" bleibt eigentlich immer, der böse, böse Mann, was kann man denn an seinem "seitlichen Charakterkopf" sehen, luziferische oder gar semitische Einflüsse?

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  14. Lieber Rainer Herzog,
    erlebte viele "Runden" mit sog. Meistern, Lehrer und Schüler. Es fiel auf, anstatt das Geistige unmittelbar in den Worten zu erfassen, haben viele Schüler sich nur darum gekümmert, ob der Kassettenrekorder auch alles aufnimmt.
    Der Mensch verändert sein Bewußtsein (Eitelkeit), wenn er weiß, seine Worte werden aufgezeichnet. Natürlich kann die Technik auch positiv verwendet werden. Auf den Herbsttagungen wird sich nur selbst der Geist zugesprochen, aber da ist Nichts für die Zukunft der Menschheit, außer Einbildung, man/frau sei die Bewußtseinselite.
    Steiner wollte übrigens ausdrücklich, seine Vorträge werden nicht mitstenographiert.

    Als ich vor einigen Jahren das Gesamtwerk auf Festplatte kauftee, da "erschienen" drei Nächte vor Erhalt alle einzelnen Vorträge als verschieden große Spinnen, flehten um "Leben". In der nächsten Nacht verwandelte sich die Szene, alle Vorträge wurden zu einer großen Spinne, die nun kraftvoll sich darstellte, ins Leben will. Erstaunlicherweise bezog diese Spinne in dem Bild einen Platz unter meinem Bette.

    Das lässt sich nun deuten, das Bild. Spinne passt zu einer Bemerkung von Michael, was Steiner sagte zur Spinne. Mir ist in Erinnerung eine Äußerung von Steiner, unser Ekel vor den Spinnen rührt davon her, da sie in der Zeit entstanden, als Folge des Mißbrauchs der Wachstumskräfte in Atlantis.

    Die Aufnahme des "Charakterkopfs" Gronbach ist hilfreich, weil die Kopfform darauf hinweist, warum er nun die Rolle spielt, die er spielt. Ihm und seinen Anhängern sei das Spiel vergönnt. Wer sich abe öffentlich hinsetzt, im Schneidersetzt, Jugend um sich versammelt, der hat halt den Guru-Tripp. Einer mehr unter den Heilsbringern..... .

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  15. Lieber Rainer Herzog,
    versuche Deine Fragen, Kritik zu beleuchten und finde hier ein Beispiel, das nicht anthroposophisch belastet ist, aber das Wesen von "Mikrophon" und "Video-kamera" beleuchtet:

    http://www.youtube.com/user/simhachalamde#p/a/u/1/Zh9bZKuZHwc

    Da wir uns hier im Schicksalsraum der Tatenfolgen Steiners bewegen, darf skizziert werden:
    als ca 1975 Frau Clara Kreutzer einen Termin mit K.Th. Willmann im Schwarzwald vermittelte, sagte der einige Dinge, zu denen ich keine Frage gestellt hatte, etwa, die Hare-Krsna-Bewegung arbeite mit Verwesungskräften. Das sei eine Nebenströmung die später zur Hauptströmung dazu kommt. Er meinte auch, es sei erstaunlich, daß ich trotz der "Östlichkeit" so klar denken könne. Wohlgemerkt, Bemerkungen von ihm, zu Fragen die nicht gestellt wurden, in Folge aber mein Schicksal mitformten. Dies nur als Vorbemerkung zu obigem Video, welches sich gerade fand.
    Also, es ist zu sehen, wie das Mikrophon den Ablauf des Kirtan bestimmt. Wir hatten früher ebenso ekstatisch getanzt, aber in Richtung der Krsna-Figuren. Hier löst sich dies auf, wird zum Kreis, das Mikrophon gestaltet den Ablauf, später wird das Mikrophon "demokratisch" herumgereicht. Und doch bestimmen Mikrophon und Video das geschehen. Im Video von 2011 kommen "Schoweinlagen" hinzu, zwei Devotees die sich die Hände fassen, Ringelreihen... ...warum nicht, aber neben Verwesungskräften auch etwas Kindergartenhaftes, wohl auch die Glückseligkeit und hier muß man/frau dieses Hare-Krsna-Mantram wie voregegeben üben, um dieses Glück zu erleben, diese Art.

    Als ich 1972 nach sechs Monaten die Bewegung verließ, versuchte der Gründer (er lebte damals noch) mich "zurückzuholen, es waren drei nächtliche Vorgänge, die hier nur gestreift werden können. Aber im zweiten "Bild" sagte er zu mir, wenn ich gehe, verläßt der "Geist" die Bewegung. ... Letzten Endes ist es so gekommen und was jetzt sich da auslebt, hat so keine Zukuknft, ist wie eine Abschnürung, warum nicht, Jeder nach seinem Glück.
    Nehmen wir die Hinweise Steiners ernst, etwa in GA 102 zu Kunst und Gesetzen, dann ist ein Handeln gefordert, das zwar in den "Herbsttagungen" seinen Anfang nehmen könnte, aber leider ebenso dort keine Grundlage hat, vielleicht äußerlich sich etwas fortentwickeln wird, abe nur, damit einige Wenige davon "profitabel" (als Bewußtsein und Geld) leben können. Steiner schlug oftmals die Türen zu, so wird berichtet, im Zorn.
    Zornig bin ich jetzt nicht, aber verwundert, wie wenig "ernst" Rudolf Steiner in seinen Hinweisen genommen wird.... .

    Sollte ich mich etwas zurückziehen, dann aus der Befeuerung der Videos, der Verantwortung, selbst voranzuschreiten, denn ich bin letzten Endes genaus ein A... ...wie alle echt Suchenden. "Anthroposophie" "Spielen" ist mir zu wenig (beziehe das auf den Vorstand in Dornach).....
    Vielleicht bringt ja "Himmelfahrt"....

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  16. nachtrag ist notwendig:

    mir fällt gerade ein Steiner spricht von der "Krsna-Sünde" die Christus überwandt. Rätselte lange über diesen Hinweis.
    An der "Ekstas" der "Brüder" vor allem, kann diese "Sünde" (Steiner) erlebt werden. Denn diese Freude funktioniert nur in diesem abgehobenen Momente, ansonstgen können die Devotees knallhart im "Alltagsleben" miteinander umgehen. Wer die Geschichte der Krsna-Bewegung studiert, erfährt erschütternde Dinge, die nach dem Tode des Meisters passierten. I

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  17. Lieber Ernst, alles habe ich wohl nicht verstanden, von dem was Du geantwortet hast oder sagen wolltest; mir fällt aber ein, dass in einem der Flensburger Hefte über Naturgeister auch einiges steht über den Zusammenhang von Internet und spinnenartigen Wesen (weiß leider nicht mehr genau wo), das passt zu Deiner Aussage von heute morgen. lg

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  18. Die Sache mit den automatenhaften "Spinnen" ist ein viel zitiertes und häufig missverstandenes Visionäres von Steiner, das sich auf eine sehr ferne Zukunft bezieht. Es ist quasi eine apokalyptische Vision davon, wie eine Welt aussieht, in der der platte materielle Gedanke eine Art von Leben annimmt. Es ist dann offenbar eine Abspaltung ins Roboter -Ähnliche, für die der Mensch Verantwortung übernehmen muss, als seine Kreatur: "Und aus der Erde wird aufsprießen ein furchtbares Gezücht von Wesenheiten, die in ihrem Charakter zwischen dem Mineralreich und dem Pflanzenreich drinnenstehen als automatenartige Wesen mit einem überreichlichen Verstande. Und der Mensch wird, insofern er nicht seine schattenhaften intellektuellen Begriffe belebt hat, statt sein Wesen mit den Wesen die heruntersteigen wollen seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, zu vereinigen, er wird sein Wesen mit diesen furchtbaren mineralisch-pflanzlichen Spinnentieren vereinigen müssen. Er wird selber zusammenleben mit diesen Spinnentieren, und er wird sein weiteres Fortschreiten im Weltendasein suchen müssen in derjenigen Entwickelung, die dann annimmt dieses Spinnengetier." 204.244f

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  19. Kleiner Nachtrag zu dieser Mikrophongeschichte:
    @ Rainer:
    Wie hätte Steiner ein Mikrophon denn sonst benutzen sollen, außer "in der Hand gehalten..."??
    :-) Naja, er hätte sich das Mikro natürlich auch ins Gesicht kleben lassen können, so wie man's heutzutage als Opernsänger bei Freiluftaufführungen erlebt... sowas ist zwar nicht unbedingt "für die Ewigkeit" gedacht, sondern nur für den Augenblick,
    als Verstärkung.
    Eine solche Verstärkung hat allerdings eine Nebenwirkung, die man nicht unterschätzen sollte: als ich bei solchen Opernfestspielen im Freien mal eine Rolle in einer Kinderoper hatte, mischte ich mich in der Pause unter das junge Publikum, zum Gaudium desselben... und da erlebte ich immer wieder die Frage: "Gell, Du hast das nicht wirklich selber gesungen?" --- die Kinder waren nur dadurch zu überzeugen, daß ich ihnen an Ort und Stelle, ohne Mikro, ein Stückerl vorsang.

    @ Ernst
    "Es fiel auf, anstatt das Geistige unmittelbar in den Worten zu erfassen, haben viele Schüler sich nur darum gekümmert, ob der Kassettenrekorder auch alles aufnimmt.
    Der Mensch verändert sein Bewußtsein (Eitelkeit), wenn er weiß, seine Worte werden aufgezeichnet."


    Ja, da stimme ich Dir zu. Ganz Ähnliches hab ich im übrigen gerade bei anthroposophischen Vorträgen erlebt... allerdings schien hier die "Eitelkeit" den Aufzeichnenden zu erfassen: der kriegte (oder "nahm sich") durch das Hantieren mit dem Aufnahmegerät eine "Wichtigkeit", die er als "normaler" Zuhörer nicht gehabt hätte... es gibt halt sehr viele "Fallstricke"; übrigens auch ganz ohne Mikro.
    ;-) Schließlich schreiben wir ja hier in gewisser Weise auch "für die Ewigkeit"... ;-)

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  20. Übrigens noch zum "Gronbach-bashing" --- ich hab jetzt mal wieder mal auf seine website geschaut. Und ich kenne mich zwar nicht aus mit "Charakterköpfen" ;-) - aber ich muß sagen: sein Clear your mind. Clear the earth berührt mich ganz eigenartig und erinnert mich unwillkürlich (auch das zugehörige Bild übrigens) an Clear the planet...

    Genug davon.

    Bei der Vision mit dem "Spinnengetier" denke ich nun wirklich an "Vril" und Edward Bulwer-Lyttons "Coming Race" - ich sehe gerade: auch dieser Text ist bei Gutenberg auf Deutsch im Netz.

    Herzlichen Gruß in die Runde,

    Ingrid

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  21. Liebe Ingrid,

    "Schließlich schreiben wir ja hier in gewisser Weise auch "für die Ewigkeit"... "

    Kleiner netter "Stich" den Du da machst.

    Im ernst: als wir, mein Zwillingsbruder und ich in Regensburg oft miteinander geistige Dinge wälzten, da war es immer so, das Gespräch, das Ergebnis war für die "Ewigkeit". Eingeschrieben in den Ort, in den geistigen Raum. Nicht die Aufzeichnung ist bedeutend, sondern der neue Gedanke, der neue Begriff.

    Allgemein:
    Gronbach tritt ja als Dienstleister von Rudolf Steiner auf usw.. Da darf, ja muß gefragt werden, wessen Geistes Kind er eigentlich ist. Es geht da ja gar nicht um ihn selbst, sondern, was verkörpert er, was will er in der Welt bewirken. Natürlich hat er jegliches Recht von Natur aus, dies zu tun, so wie der Papst die Struktur der Kirche erhalten will.
    Ich selbst bin in größter Anspannung des eigenen Schicksals, was banal viele erleben, viele aber auch nicht, deren trachten es ist, ihr Weltbild als allgemeingültig anderen aufzustülpen, wie etwa die Bundesregierung ja doch nur dem Materialismus frönt.

    Filme helfen ja doch, so wie Schrift und Tonaufnahmen und siehe da, schaute mir Videos mit Herrn Zander an, der als der Wissende um Steiner gehandelt wird: da ist doch nichts in dem Manne, das über ein Schülerbewußtsein hinausreicht, das Gesicht gibt nicht mehr her, auch seine Texte nicht. War ganz paff "so" ein Gesicht zu sehen, dessen Menschengeist sich an Steiner messen will, ja das Ziel ausspricht, es soll nur eine Weleda-Paste in der Geschichte als Leistung Steiners übrigbleiben, alles Andere nur Wahn, letzten Endes Schizophrenie, wenn er es nicht indirekt so knallhart formuliert hat.
    Wie in dem neuen Thema von Michael: Steiner lässt sich mit Steiner widerlegen. Es kommt also auf mehr an, als die vordergründigen Inhalte der Vorträge. Dann, wenn die Texte unser Nachtleben verändern, von dort ein Echo, eine Antwort kommt, aber auch im Tagesbewußtsein ein neuer Begriff sich formt, können wir individuell mit dem Werk Steiners fortschreiten.
    Habe nun einmal inensivst Wahrheitssuche betrieben und festgestellt, anthroposophische Arbeitskreise sind mehr Verhinderung der Geisteswissenschaft als eine Förderung. Auch die "Herbsttagung" ist ein Irrweg, weil die drei Dinge gar nicht zueinandergehören, sich die Teilnehmer nur auf allen Ebenen berauschen, sich gegenseitig befriedigen.

    Daß Steiner der Vorwurf des Mysterienverrates gemacht werden kann, wegen des Bildes der Spinnen, ist offensichtlich. Denn ein solch starkes Bild nimmt letzten Endes gefangen, verursacht auch Ohnmacht. Jetzt ist dieser spirituelle Salat aber da, müssen wir die Dinge bewegen. Wenn Steiner prophezeit, da jetzt die astrale Welt gespalten ist, in Gut und Böse und in der Zukunft diese Spaltung sich hineinzieht in das Devachan (ging von einer "heilen" Welt aus), treibt Steiner die Dualität auf die Spitze und Sri Aurobindo wird verständlich, der sagte, da gibt es einen im Westen, der versucht mit Luzifer und Ahriman (er verwendete diese beiden Begriffe) die Welt zu erklären, er lehne das ab. Vielleicht ist Steiner zu früh gestorben, um eine lebendige Wende in seinem Werk herbeizuführen.

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  22. Liebe Ingrid H.

    "Übrigens noch zum "Gronbach-bashing" --- ich hab jetzt mal wieder mal auf seine website geschaut. Und ich kenne mich zwar nicht aus mit "Charakterköpfen" ;-) - aber ich muß sagen: sein Clear your mind. Clear the earth berührt mich ganz eigenartig und erinnert mich unwillkürlich (auch das zugehörige Bild übrigens) an Clear the planet..."

    habe Deinen link benutzt und zu dem Buch von Sebastian Gronbach geklick "Missionen".
    Habe die verschiedenen Beurteilungen gelesen, darunter die, in der geschrieben steht, eigentlich muß Gronbach ein hoher Eingeweihter sein, um solches zu schreiben, mit der Frage, warum schreibt er kein Schulungsbuch.

    Wenn der Buchtitel mit den Videoaufnahmen, dem "Erscheinen" von Gronbach verglichen wird, dann muß gesagt werden, Gronbach spielt den Eingeweihten, er inszeniert sich und er wirkt auf den Photos falsch. In den Videos kommt heraus, wie schach - im Sinne eines Eingeweihten - er ist, wie belanglos die Worte und so kopiert er innerlich seine Vorbilder, Steiner wohl in sich widersprüchlich, was aus einem Kommentar hervorgeht.
    Sah ja die Videos, da Sri Chinmoy, Sai Baba als die Gotteshelden propagiert wurden, als sie bereits im Rollstuhl saßen. Bild und Wirklichkeit, Schein und Sein.

    Dein Bericht zu Mikrophon, Deine Erfahrung erbrachte den Gedanken: spüren die Kinder, nicht Du singst, sondern Jemand anderes singt, weil es dazwischengeschoben ist?!
    Ich selbst hatte auch den Eindruck, verstärkte Singstimme ist nicht mehr das Orignal, die Schwingung der Seele ist durch die Technik verwandelt, wird zur Konserve?!
    Liebestechnisch Vibrator, beides unbefriedend für Mann und Frau.....

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  23. Lieber Ernst,

    "Wie in dem neuen Thema von Michael: Steiner lässt sich mit Steiner widerlegen."
    ??? Was meinst Du? Da komme ich jetzt nicht ganz mit.

    Allerdings hier:
    "Es kommt also auf mehr an, als die vordergründigen Inhalte der Vorträge." stimme ich Dir aus ganzem Herzen zu.
    Gerade bei den Vorträgen (vor allem bei den von Steiner nicht mehr durchgesehenen) versuche ich immer, zwischen den Zeilen zu lesen, mich in die Gesamtsituation hineinzuversetzen, in der diese Vorträge gesprochen wurden, so, als ob ich die Worte hören würde und nicht lesen.
    Steiner selbst hat ja seiner Ansicht, "daß die Form von Ausführungen, die für das Lesen bestimmt sind, eine ganz andere sein muß als diejenige, die für die mündliche Rede gebraucht wird", immer wieder Ausdruck verliehen (zum Beispiel im Vorwort zu GA 15).

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  24. Liebe Ingrid,

    "Wie in dem neuen Thema von Michael: Steiner lässt sich mit Steiner widerlegen."
    ??? Was meinst Du? Da komme ich jetzt nicht ganz mit."

    Es gibt einen Vortrag von Steiner, in welchem er selbst sagt, er gebe ganz widersprüchliche Positionen zu einem Sachverhalt von sich, die sich widersprechen.
    Sein Ziel sei, so Steiner, der Zuhörer (er wußte aber auch, seine Vorträge werden mitgeschrieben) kann sich nicht auf einen Punkt festhalten, sich verfestigen.
    Überspitzt wäre das ein japanisches Koan, also kein eigentlicher Sinn, eben widersinnige Punkte.

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  25. Lieber Ernst,

    das würde mich interessieren, ob Steiner wirklich von "widersprüchlichen Positionen" spricht. Weißt Du, um welchen Vortrag es sich handelt?

    Soviel ich bisher erkennen kann, schildert Steiner nicht Widersprüchliches, sondern nur jeweils von verschiedenen Gesichtspunkten aus Beleuchtetes.
    Der Schiefe Turm zu Pisa wirkt nicht von überall gesehen gleich schief, es kommt darauf an, von wo aus ich ihn betrachte. Ich fand sogar einen Standpunkt, von dem aus er ganz lotrecht aussieht.
    Wenn ich eine der "Aussichten", die ich habe, schildere, widerspreche ich doch nicht dem Eindruck, den ein Beobachter von einer anderen Stelle aus hat, sondern ich ergänze das, was er sagt. Nicht wahr?

    Insofern ähnelt das, was ich bei Steiner lese, für mich nicht etwas "Widersinnigem", sondern es ist eher so, als würde man um das jeweilige Thema herumgeführt, um es schließlich von möglichst vielen Seiten aus betrachtet zu haben.

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  26. Liebe Ingrid,

    habe selbst das "widersprüchlich" nicht in Anführungszeichen gesetzt.

    Es gibt im Vortragswerk tatsächlich sich widersprechende Aspekte in Aussagen, also nicht nur ergänzende Sichtweisen.
    Der Impuls Steiners, der Zuhörer (Leser) soll seinen Standpunkt aus dem Gehörten auflösen, würde gerade nur mit ergänzenden Aspekten nicht erreicht.
    Wir können Steiner auch besser in seinen Handlungen verstehen, wenn wir berücksichtigen, der war Thomas v. Aquin mit dessen wesentlichen Irrtümmern, etwa hinsichtlich der Frau.

    Widersprüchliches Verhalten von Steiner ergbit sich beim Bau des Ersten Goetheanum.
    "Er" meinte Dritte (Johannesbauverein) wollten den Bau in Holz, weil er kurz zuvor einen mitreißenden Vortrag zu Kirchen im Norden Europas hielt. "Er" wollte aber den Bau in Beton.
    Wir sehen hier auch, wie Steiner dann doch nicht so hellsehend war, um etwa diesen Bau-Widerspruch in seiner Intention zu lösen. "ER" hat sich entschieden den Wünschen Dritter sich unterzuorden.
    Wäre das Erste Goetheanum in Beton gebaut worden, wären sicherlich manche Materialisten "bekehrt" worden, denn das zweite Goetheanum ist mangelhaft, weil der Innenausbau durch Steiner fehlt.
    Fand erst kürzlich Steiners Äußerungen, warum und weshalb er sich nach den Wünschen richtete.
    Ein Kuriosum im Lebenswerk Rudolf Steiners, das zeigt, welche Fallstricke das Leben mit Menschen mit sich bringt.

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  27. Nachtrag:
    las schon früher von den widrigen Umständen des Baues, fand aber erst kürzlich im Nachlaß meines Zwillingsbruders ein anthroposophisches Heft, wo die Problematik mit dem Bau genau dargestellt wird. Da ich unterwegs bin, können die entsprechenden und bedeutenden Darstellungen nicht direkt zitiert werden.

    Übrigens verhielt sich Steiner selbst widersprüchlich. Las kürzlich einen Vortrag, wo er von der Weihnachtstagung berichtet, der Segen, der daraus erwächst und doch hat er selbst kurz nach der Weihnachtstagung sich dahingehend geäußert, sie sei gescheitert, zerschellt.

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  28. Hallo Ernst,

    "...wo er von der Weihnachtstagung berichtet, der Segen, der daraus erwächst und doch hat er selbst kurz nach der Weihnachtstagung sich dahingehend geäußert, sie sei gescheitert, zerschellt."

    Siehst Du darin einen Widerspruch? Widersprüche können doch nur, bezogen auf etwas, auf der gleichen Ebene sich abspielen und in obigem Beispiel erlebe ich derer zwei. Einerseits bei/zu seiner geistigen Geburt und deren "Kontakten" und Aussichten, wohl auch Einsichten und andererseits was daraus geworden, sich eingestellt hat im Kontakt mit den Menschen, wie es bei ihnen eben nicht richtig angekommen ist(?)

    Wenn Inhalte auf ihrem Weg die Ebene wechseln, dann wären das doch eben keine Widersprüche.

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  29. Lebenslüge bleibt Lebenslüge,
    die sich mit der Weihnachtstagung leider darlebte.
    Ich weiß nicht, ob du die früheren Info3-Beiträge gelesen hast, Forum.
    Konnte berichten, wie eine Eurythmielehrerin mir erzählte, wie Steiner auf seinem Kranken-Sterbebett sich dahin geäußert hat, wenn er gewußt hätte, was aus dem Werk wird, hätte er es nicht begonnen.
    Diese Aussage wandert innerhalb der AAG und signalisiert, da stimmt etwas nicht, wie nach dem Tode mit der Weihnachtstagung umgegangen wid. Als Mitglied der AAG seit Herbst 1972 ergab sich, wie Steiner als Heiligenfigur verehrt wurde, vollkommen unkritisch und dabei ehrfürchtig die "Weihnachtsgagung" selbst als der Geistige Wendepunkt der Menschheit angesehen wird. Wenn nun Rudolf Steiner die Weihnachtstagung als gescheitert ansieht, dann kann die offizielle Vertretung der AAG nicht diesen Zeitpunkt, das "Heilige Geschehen" so in den Mittelpunkt der weiteren Aktivitäten stellen, das ist Lebenslüge. Inwieweit Steiner selbst solche nicht eingestand bleibt offen.
    Da wo er so hoffnungsvoll von der Weihnachtstagung spricht, geschah dies vor den Priestern der Christgemeinschaft. Knallhart darf gefragt werden, log Steiner da den Priestern etwas vor, er wußte ja, es stimmt nicht, denn er hat sich ja geäußert, die Weihnachtstagung ist "zerschellt"!

    In einem der Priestervorträge beklagen die Christgemeindepriester, die Leute würden nicht zu ihnen kommen. Steiner "tröstete" sie, dann wenn Menschen sterben, werden sie zu ihnen kommen (Todesritual).
    Du kennst sicherlich das Zerwürfnis, die Bedrohung, welche Steiner später durch die Christgemeinschaft erfuhr, dies beschrieb: es werde das Rückgrat der AAG durch die CG zerschlagen, wenn die CG sich an Orten der AAG niederlässt.... ...was ja so geschah.
    Es war verwunderlich traf in den Zweigabenden die Persönlichkeiten der AAG und am Sonntag aßen sie brav die Oblate.
    Mir empfahl ein Gründungsmitglied der CG - er bat um ein Gespräch, so mein Zwillungsbruder - alle vier Wochen den Kultus mitzuerleben.
    Jahre später sollte ich per Zwang unterschreiben, ich hätte mich in die CG eingeschlichen, wortwörtlich. Zerriß das Schreiben.
    Die Geschichte der AAG und CG ist es wert, aufgeschrieben zu werden.

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  30. Das, was ich von der AAG mitbekommen habe, bzw. den Mitgliedern und insbesondere Zweigleitern oder Klassenlesern gar, je weiter es nach "oben" ging, selbstauferlegte "Fesseln", Unfreiheit, fehlender Mut, Angepasstheit nach unten weitergegeben etc..

    In Dornach selbt bin ich nur einmal gewesen, habe/hatte da keinen tieferen Einblick. Weiss nur aus eigener Erfahrung, dass von dort ausgehende Empfehlungen oder Losungen fürs Jahr tatsächlich übernommen und "ausgeführt" wurden. Erinnere mich, ist wohl 2 oder 3 Jahre her, "Erwachen am seelisch-geistigen des Anderen", dass da Buchempfehlungen gegeben wurden. Sehe im Geiste drei Menschen auf einer Bank sitzen, getragen und bemüht um ein Erwachen am seelisch-geistigen meines Nachbarn ihre Nasen in die Bücher steckend. Ein Wahrbild fürwahr!

    Und in der CG da waltet ja ein ganz anderer Geist, aber irgendwie schon lebendiger. Und interessieren tut mich eigentlich nur das, was ich so erleben kann, weniger das Verwaltende und Leitende insbesondere derjenigen, die da irgendwelche Posten innehaben, oder innehaben wollen gar, die sind mir am suspektesten.

    Ich bin schon seit etlichen Jahren nicht mehr in Zweigen anwesend, ich störe die dort Anwesenden eh mit meinen bohrenden Fragen und möchte sie nicht weiterhin verärgern, ist wirklich so, man hat mich mehrfach "herausgebeten", in Zweigabenden und auch in Gesprächen der Klassenstunden. Man hat ein sehr starkes Bedürfnis, alles richtig machen zu wollen und genau DAS ist der Fehler. Aber wie erreicht man Menschen, die von der Furcht geleitet sind nichts falsch zu machen, insbesondere unter den Mitgliedern der Klasse. Dort "oben" sollte es doch erheblich freier und offener zugehen, ein echter Austausch möglich sein, daß man spüren könnte, man versuche zumindest Geist zu bewegen, möglichst den eigenen, aber was machen die dort, die schnitzen am Korken nach unten und nach oben.
    Es tut einfach nur weh, weil man ertragen muss, was sich sogar aussprechen liesse, aber niemand möchte es hören.

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