Wie EHEC Presse und Medien infizierte

"Der Journalist und Blogger Christian Jakubetz sieht in der Berichterstattung lauter "Daueraufgeregtheiten in den Redaktionen", die dazu führen, "dass sich eine Geschichte in die andere reinüberschlägt". Durch die Schnelllebigkeit im Nachrichtengeschäft habe sich ein starker Druck entwickelt, "die Leute ja nicht zu langweilen" und zur Not "die Relationen ein bisschen zu verschieben". "Ein neuer, unheimlicher, gruseliger Killerkeim? Dem bereits eine 83-jährige Frau zum Opfer gefallen ist? Endlich was neues, nachdem Rinderwahn, Schweinegrippe, Vogelgrippe und all die anderen unheimlichen Epidemien durch sind und nicht mal mehr Berufshysterikern Angst machen", kommentiert er in seinem Blog. "Killerkeim im Blattsalat, wie schön!""

So der Medien- Analyse- Dienst Meedia. Fakt ist aber, dass EHEC zumindest die Köpfe der Leute längst infiziert hat, denn "Ehec" ist der bei weitem meist gesuchte Begriff bei Google. Das kann man bei Meedia im Vergleich nachlesen oder direkt bei Google Trends nachschlagen. Dort sieht man auch, dass der Begriff jenseits der deutschen Grenzen kaum jemanden interessiert. Fakt ist aber auch, dass es sich bei dem jetzt grassierenden EHEC- Stamm um eine Art handelt, die weitgehend gängigen Antibiotika widersteht. Angesichts der steigenden Multiresistenz ständig mutierender Erreger wird auf lange Sicht irgend eine Pandemie tatsächlich einmal zum ernsthaften Problem werden. Davor warnt auch die WHO nachdrücklich: ""In Ermangelung dringender Korrektur- und Schutzmaßnahmen steuert die Welt auf ein postantibiotisches Zeitalter zu, in dem viele gewöhnliche Infektionen nicht mehr geheilt werden und, noch einmal, unvermindert töten", sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan."

Kommentare

  1. Worauf ist diese steigende Multiresistenz von Keimen und Viren zurückzuführen? "Lernen" diese potenziellen Krankheitserreger am lebenden, von Kindheit an mit Antibiotika versorgten, Objekt, wie sich Antibiotika austricksen lassen? Ich kann ja verstehen, wenn das Immunsystem durch übertriebene Gabe solcher Mittel verlernt, sich selbst zur Wehr zu setzen, aber was hat es mit der Lernfähigkeit von Einzellern auf sich? Wer oder was lernt da?

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  2. In diesem Zusammenhang: Rupert Sheldrake über die morphogenetischen Felder:
    http://www.sheldrake.org/Deutsch/Aufsatz/morfeld.html

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  3. ebd.: "Das umstrittenste Merkmal dieser Hypothese ist die Behauptung, dass morphische Felder sich entwickeln. Sie sind nicht für alle Zeit durch ewig gültige mathematische Gleichungen in einer Art transzendentem platonischem Reich oder durch ein Read-only-Programm in einer kosmischen CD-ROM fixiert. Ihre Struktur beruht auf dem, was zuvor geschehen ist. Sie enthalten eine Art Gedächtnis. Durch Wiederholung werden die Muster, die sie organisieren, zunehmend wahrscheinlich, zunehmend gewohnheitsmäßig.

    Das erste Feld irgendeines Typs, etwa das Feld der ersten Insulinkristalle oder das Feld einer neuen Idee wie Darwins Theorie der Evolution, entsteht durch einen kreativen Sprung. Die Quelle dieser evolutionären Kreativität ist unbekannt. Vielleicht handelt es sich um einen Zufall, vielleicht um den Ausdruck irgendeiner im Geist und in der Natur angesiedelten Kreativität.

    Ganz gleich, wie sich dieser Ursprung erklären läßt - sobald ein neues Feld, ein neues Organisationsmuster entstanden ist, wird dieses morphische Feld durch Wiederholung stärker. Das gleiche Muster wird wahrscheinlich wieder auftreten. Je häufiger Muster sich wiederholen, desto wahrscheinlicher werden sie - die Felder enthalten eine Art von kumulativem Gedächtnis und nehmen zunehmend den Charakter des Gewohnheitsmäßigen an. Felder entwickeln sich in der Zeit und bilden die Basis für Gewohnheiten. Aus dieser Sicht ist die Natur prinzipiell gewohnheitsmäßig. Selbst die so genannten «Naturgesetze» sind vielleicht eher so etwas wie Gewohnheiten."

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  4. Ich bin weder Wissenschaftler noch Mediziner; bilde mir nur ein Bild. Ich denke, dass wir ein biologisches Selbst haben, ein wahrnehmendes, unbewusstes Ich, das auf biologischer Ebene wahrnimmt, versteht, reagiert und sich schützt. Im Blut, im Darm, in der Wahrnehmung von Nicht-Ich, von Parasitärem. Diese Wahrnehmung kann durcheinander gebracht werden, so dass eine teilweise "Blindheit" entsteht. Oder dass eine Überreaktion statt findet- etwa in Form von Allergien. Die "Blindheit" wäre der Zustand, in dem bestimmte bedrohliche Eindringlinge nicht mehr als solche erkannt werden. Auf der anderen Seite zeigen die Keime selbst auch ein Lernverhalten. Sowohl die körpereigenen wie auch die medizinischen Abwehrreaktionen werden offensichtlich "erinnert". Es bilden sich Stämme heraus, die die bisher erfolgten Abwehrversuche umgehen- eine Art lernender, mutierender Keimstamm.

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  5. "Die "Blindheit" wäre der Zustand, in dem bestimmte bedrohliche Eindringlinge nicht mehr als solche erkannt werden."

    Wir kennen die Hinweise Steiners, wie das "Ich" die "Bedrohung" abwehrt, sogar "Pest". Das jetzige Phänomen der vollkommenen Irritation der Menschen, der Medien hinsichtlich "Gurke" etc. zeigt fehlendes Bewußtsein. Auf der einen Seite heißt es, Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich, auf der anderen Seite werden Bilder gezeigt, da Patienten von vollkommen verkleideten Gesundheitspersonal "gefahren" werden. So werden Ängste geschürt, das "Ich" geschwächt. Heute Morgen in ZDf wird gezeigt, wie ganze Felder mit Salat geschreddert werden.

    Es kursieren im Internet Berichte, es handelt sich um einen Fäkalien-Anschlag, da Gurken selbst nicht mit Fäkalien gedüngt werden.. ...kann es nur (bei der Anzahl von Fällen)um gezielt "angebrachte" Bakterienkeime handeln.

    Gegen "Blindheit" gibt es Medizin: GA 102 von Rudolf Steiner.

    Bin nun bei Vortrag Nummer 10 angelangt.

    Wie Rudolf Steiner dieses theosophische Wissen vermittelt, "Bewußtseinszustände" auf dem zukünftigen Planeten "Jupiter", die nächste Erdenentwicklung, erzeigt befreiendes Bewußtsein, stärkt das Ich-Bin. Steiners Mitteilungen über die Entwicklung der Rassen haben in diesem Vortrag nicht den verdächtigenden Zungenschlag, welcher nach 1995 von den Medien gezielt der "Anthroposophie" angedichtet worden ist.

    Endlich nach vielen Jahren wird so klar die Entwicklung der Menschheit dargelegt, danke Dir Michael... ...der Vortrag befreit Steiner von dem ihn angedichteten Schmutz, Steiner sei Rassist. Eigentlich nüchtern beschreibt Steiner die Entwicklung der Rassen, von Lemurien, über Antlantis bis hin zum Jupiter wird die Entwicklung des Menschen erklärt.
    Warum verfällt nun "Deutschland" dem Gurken-Wahn?! Es ist die "Blindheit".

    Als ich 1995 im Morgenmagazin live mit dem Jesuiten Herrn Hengsbach sprach, da fiel der Satz, alle Religionen sind am Ende.
    Der Satz konnte nicht geschnitten werden, hatte seine Wirkung, Auswirkung.
    Finde nun in GA 102 die Äußerung Steiners, die Religionen sind am Ende. Natürlich eine gewisse Genungtuung, da auch so viele Anthroposophen von "Blindheit" geschlagen sind, sie die Zeichen der Zeit nicht verstanden, nicht verstehen wollten.
    Das "Böse" sind nicht die Keime.

    Wir können "geistige Blindheit", mit der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners verwandeln.

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  6. Mein Bild als Nichtmediziner und Künstler statt Wissenschaftler...

    Der Begriff "Lernverhalten" piekst mich an. Lernen kann man doch nur frühestens in der zweiten Instanz, die erste bringt hervor. Reduzieren wir unser Erkennen auf das Lernen, werden wir immer hinterherlaufen.

    Schauen wir nun nur darauf wissen zu wollen, wie die "Keime" "lernen", bräuchten wir uns nur geistig umzudrehen und wir würden den produzierenden "Künstler" entdecken. Die Frage wäre demnach, was haben wir verlernt? Warum ist der Kaffee süß, wie hat er das gelernt??? Wenn alles miteinander zusammenhängt und sich auch gegenseitig be"dingt" ---? Keime "lernen" nicht, sie geben wi(e)der, was man ihnen sagt.

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