Scharfe Auseinandersetzungen wegen WELEDA

Die Nachrichtenagentur NNA berichtet von einer gesondert einberufenen Versammlung am Goetheanum zur Frage des Verhältnisses zwischen der "Naturheilfirma" WELEDA und der Anthroposophischen Gesellschaft:
"Die Zusammenkunft war von der Allgemeinen Anthropsophischen Gesellschaft (AAG) auf Grund eines an der im April stattgefundenen AAG-Generalversammlung mit großer Mehrheit angenommen Antrags organisiert worden. Der Antrag hatte den AAG-Vorstand beauftragt, eine ausserordentlich Generalversammlung einzuberufen, die sich mit „der Eigentümerverantwortung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft an der Weleda AG und den damit verbundenen materiellen und immateriellen Vermögensgegenständen befassen [soll], im Hinblick auf die Sicherung der in ihrem Fortbestand gefährdeten anthroposophischen Heilmittel“."

Es geht im Kern um zwei Fragen. Die eine berührt die Besitzverhältnisse der Anthroposophischen Gesellschaft an WELEDA, die andere die Tatsache, dass die Sparte Heilmittel seit langem nicht mehr rentabel ist. Man ist bei der WELEDA zu einer Art "Produktion auf Nachfrage" übergegangen und pflegt schlicht für die Mehrzahl der Medikamente kein Lager mehr. Das empört viele anthroposophische Ärzte, folgt aber offensichtlich Notwendigkeiten eines schrumpfenden Marktes: "Auch andere Teilnehmer, Ärzte und nicht-Ärzte, drückten ihre Sorge über den strategischen und wirtschaftlichen Kurs der Firma aus. Die „reale Situation“ sei, dass den Ärzten die nötigen anthroposophischen Arzneimittel nicht mehr zur Verfügung stünden. Auch sei die mit Bezug auf die Anthroposophie „innere Aushölung“ von Weleda schon sehr weit fortgeschritten. Die gesamte Ärzteschaft werde nicht mehr mit eingeschlossen, sondern ausgeschlossen, sodass der persönlichen Kontakt verloren gegangen sei. Wie werde es weitergehen, wenn die Arzneimittel sich selber tragen müssten und nicht mehr von der Naturkosmetik subventioniert würden?"

Eine Lösung ist auch nach der Versammlung nicht in Sicht. WELEDA kämpft offenbar ebenso wie die Anthroposophische Gesellschaft selbst mit finanziellen Engpässen und geht durch einen schmerzhaften Schrumpfungsprozess.

In sehr scharfer Form beschäftigt sich Dietmar Ferger, der früher selbst für das Asiengeschäft der WELEDA tätig war, in seinem Weledablog mit diesem Thema.

Kommentare

  1. Lieber Michael Eggert!... danke für den Text; jetzt geht es ans "Eingemachte" bei der AAG! Was mich auch interessiert, welches sind die Hintergründe für die Gründung der Wala?

    Herzliche Grüße von nimmerklug

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  2. Off Topic Gehört die Gasmaske zum Artikel?
    Herrmann

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  3. Vielleicht weil sich auch ein ganz klein wenig Gift in einigen Kommentaren angesammelt hatte :-)

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  4. Wildrosen-Feuchtigkeiscreme, Wildrosen-Körpermilch, Granatapfel-Regenerationsöl – Hmmmmmhh!!!!
    Der Übergang von Kosmetik zu Medizin ist fließend – was immer die Probleme bei Weleda sein mögen – ich bin ein dankbarer Kunde .

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  5. @zuhöreretc.: wildrosen-feuchtig eiscreme schmeckt bestimmt sehr gut.

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  6. Herr Terra, da haben Sie sich im Laden geirrt. Beate Uhse finden Sie zwei Häuser weiter auf der anderen Straßenseite.

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  7. aber ansonsten wäre doch folgende Idee nicht schlecht, bei dieser Hitze: einfach nur - Wildrosen-Eis :-))

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  8. Herr Zuhörer, sorry, dass ich hier kurz ablenke von dem sprachfluss hier unten beim Gronbachbeitrag - er freut sich wahrscheinlich über soviel aufregung - aber, diese
    wildrosen-feuchtig eiscreme haben Sie zuerst erwähnt. Und jetzt meinen Sie, dass ich das bei Beate Uhse finden kann - verkaufen die jetzt eiscreme?
    Und, wie Steffen oben sagt, keine schlechte idee - kann man übrigens verkaufen in der Gronbach-debatte. Etwas heldensoße drüber, und fertig.

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  9. ok Steffen, gehn wir auf ein Erdbeereis.

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  10. Wieso? - versteh ich jetzt nicht

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  11. Ich bin da sensitiv und wäre von so einem Eis wirklich völlig aus den Schuhen.

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  12. .... Schuhe brauchst Du ja nicht unbedingt zum Eisessen.

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