Spirituelles Gelalle und flotte Werbesprüche

Der Grossmeister des spirituelles Geschwafels, Sebastian Gronbach, hat wieder zugeschlagen und fordert von uns allen "Clear your mind. Clear the earth. Clearness." Also die üblichen Phrasen von Scientology bis Moon- Sekte. Aber Gronbach, dessen Vater schon im Werbe- Business tätig gewesen sein soll, toppt die Sprüche noch, indem er hinzusetzt: "The new fragrance for men."


Das kam mir wiederum bekannt vor, aber diesmal nicht aus dem Munde der Gurus, sondern irgendwie aus der Parfümwerbung. Und tatsächlich:

Diese Phrase ist, wie Google beweist, aus der Ferrari- Parfüm- Werbung, findet sich aber auch bei der Konkurrenz von Davidoff. Schließlich wird mit Fragrance Duft gemeint und zelebriert. Es ist offensichtlich, dass Gronbach sich auf die Macht dieser Bilder und Inszenierungen bezieht und daraus seine Sprache und Ausdrucksweise ableitet. Gelegentlich verirrt er sich ja auch schon mal in Martialische und kommt dann mit der "Superhero"- Masche. Dazu in den Eso- Schredder noch etwas Steiner, ein paar kitschige Anbetungs- Bildchen, und fertig ist der typische Gronbach- Crossover- Mix.

Ich meine, wer auf so etwas abfährt, dem ist eh nicht zu helfen. In seinen Augen ist auch uns mit dieser Kritik, die von Herzen kommt, nicht zu helfen, denn: "Das Unterlassen von gesunden, vertikalen Urteilen & Wertungen, ist das Unterlassen, den Erdenverlauf in Richtung umfangreichere Gerechtigkeit, mehr Friede und umfassendere Fürsorge zu führen." Das müssen wir leider riskieren.

Kommentare

  1. Lieber Michael,
    danke für die klaren Worte,
    brauche zu Gronbach nicht mehr viel hinzuzufügen,
    außer der Bemerkung von Gronbach,
    wo er Steiner unterstellt er habe merkwürdig gesprochen, als er vom ätherischen Christus berichtet und er "Gronbach" fortfährt, als sei das in der Natur bereits enthalten (gewesen).
    Es ist dann auch nicht verwunderlich, wenn Er vor Monaten ankündigte ("drohte") er werde sich nun zurückziehen, damit die Sehnsucht der "AnhängerInnen" erst anstachelt und nun anbietet seinen Retreat mit Intessenten teilen zu wollen, in den Bergen (bestimmt nicht umsonst).

    Natürlich bin ich mir meiner Verantwortung bewußt, mein "Seil" droht zu reißen, "Ich" drohe zu stürzen, aber das ist gut so:

    finde durch das DSL zu Thema Mikrophon etc. einen Beitrag, der die westliche Welt berührt, Rudolf Steiners Tod ähnelt.

    Eine You-Tube-Video eines Krsna-Devotees, der die Krokodilstränen seiner "Brüder" herausstellt, die um den sterbenden Gründer versammelt sind.
    Ich dachte zuerst, die vielen Hände an der liegenden Person berühren, streicheln, liebkosen eine tote Hülle, minutenlang, ein kleines Kind streichelt die "Lotusfüße". Verschiedene Perspektiven des Körpers. Dann Blumengirlanden um den Kopf gelegt, gezoomt auf das Gesicht, der Oberkörper bewegt sich, "Er" atmet. Ich sehe das Gesicht, das als vierte Traumvision 1972 sich nächtlich mit dem Gründer zeigte, reines Leiden, nur das Gesicht, keine weitere Botschaft, Bitte.
    Später wird in dem Video der tote Gründer gezeigt, das HareKrsna-Mantra verwandelt sich zur namentlichen Anrufung, im Hintergrund Geschluchze, weinende Devotees und der Kommentar des Devotees, der das Video hochlud, das Alles sind Krokodilstränen, weil eben Krsna auch im Tode.. ...eben das was Christus als Impuls dann setzte.
    So schließt sich ein Kreis, ein ernster Kreis, aber auch ein hoffnungsvoller Impuls ist spürbar. Haben wir den Mut, die Geistige Welt in uns wach werden zu lassen.
    Das "Mikrophon": noch im Todesringen wird das "Letzte" aus dem Meister festgehalten, bis zu dem Gemurmel, das als Zustimmung einer Frage gelten soll (anderes Video), Ja es war Gift in der Milch. Rudolf Steiner sprach davon, er sei vergiftet worden. Wie ähneln sich die Schicksale.
    Lese nun in dem Buche "Der Mensch im Recht - Das Recht im Menschen" von Reinald Eichholz.
    Ein ganz neuer Impuls mit Anregungen von Rudolf Steiner.
    Dank in die Runde, die Geduld, welche wir miteinander aufbringen.

    (aus Respekt wurde der link zu dem Video nicht beigefügt)

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  2. Einverstanden. Auch ich halte den Eintopf von Gronbach für super-hero-holywood-kitsch in geister Werbe-Mission. Ich kann da nichts machen, aber Gronbach erinnert mich immer an einen Zuhälter.

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  3. also warum du segro die ehre an tust immer mal wieder auf ihm herum zu hacken, habe ich noch nie verstanden

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  4. Barbara, das ist eine komplexe Frage. Auf der einen Seite hatte ich immer schon eine Aversion gegen bestimmte esoterische Geschmäcker. Segro steht da nur als ein Repräsentant. Auf der anderen Seite hilft die Beschäftigung damit und mit Ähnlichem, die eigenen Standpunkte deutlicher zu fassen. Und zum Dritten mag auch ein wenig Don-Quichotte-Komplex bei mir mitschwingen.

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  5. Michael: laß Dich nicht beirren. Das ist wirklich kein "Herumhacken auf Segro" was tu machst. Vielleicht führt Dein Text nicht dazu, den "Erdenverlauf in Richtung umfangreichere Gerechtigkeit, mehr Friede und umfassendere Fürsorge" zu führen, aber vielleicht ja ein klitzekleines Stückchen in Richtung "Wahrheit und Wahrhaftigkeit" - denn die ist bei Gronbach nicht sehr ausgeprägt zu finden - weshalb Du nicht der einzige bist, der an Gronbachs Tätigkeit für einen besseren "Erdenverlauf" seine Zweifel hegt...Kurzum: Du urteilst in diesem Falle einfach nur gesund!
    Grüsse...Wolfgang

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  6. „... hatte ich immer schon eine Aversion gegen bestimmte esoterische Geschmäcker.“
    Genauso geht`s mir auch …es geht mir nicht nur um Gronbach alleine, es gibt mehrere von diesen holy-wood Kitsch-Darstellern.
    In der wirklich geschätzten anthro.Einrichtung in meiner Nähe, die ein sehr interessantes Programm anbietet, gibt es auch so einen Selbstdarsteller – weniger berühmt als obiger Werbemaster und ohne den „Z....“-touch in seinem „Charakterkopf“.
    Gronbach und dieser Pathos-Weichspüler bei mir um die Ecke: Was mich total verblüfft ist, wie euphorisch da viele Leute, die sich schon jahrelang mit Anthroposophie beschäftigen, auf dieses emotions-getränkte Schauspiel reinfallen.

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  7. Ich finde es auch immer wieder äußerst erhellend und erheiternd auf einen Andersdenkenden gemeinschaftlich herumzuhacken, das ist nicht nur Tradition hier, das hat ja auch durchaus etwas positives bezüglich einer zukünftigen anthroposophischen Gemeinschaftsbildung.

    Ich persönlich erlebe das Herumnörgeln und den Spott über den Anderen auch ganz schlicht als Entlastung: In dem wiederholten Aufzeigen der negativen Seiten des Anderen, werde ich abgelenkt von meiner eigenen Unfähigkeit, das Geistige konkret zu erleben und das hat auch etwas befreiendes; ebenso hat es etwas befreiendes und entlastendes, wenn ich meinen inneren Groll und meinen subtilen Zorn nicht direkt in ihrem So-sein erleben muss, sondern an einem Anderen ausagieren kann - man braucht so etwas manchmal.

    Man kann sich auch fragen, was SG mit dieser wirren Sprache wirklich sagen will, "clear the mind, clear the earth...", was soll so etwas?!?
    Da lobe ich mir die nüchterne und klare Sprache Steiners:

    "In Demut opfern unsre Seelen hier
    Dem Geiste, was im Menschen-Innern fruchtet.
    Und streben wollen sie, dass eigner Wille
    Des Geisteswillens Offenbarung werde.
    Der Tempel wird geführt von Weltenweisheit,
    Die unbeirrt in Zukunftszeiten trägt.
    Ihr weiset uns die Richtung, die ihr selbst
    Im Weltenschicksalbuche lesen durftet,
    Als eure Schüler durch die Prüfung gingen.

    (3.Mysteriendrama; quasi eine karmisch-kosmologische Antwort auf SG)

    Schöne Himmelfahrt in die Runde!

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  8. Gronbach ist ja ein heiteres Thema und im Grunde genommen ist es auch lustig, was er so sagt und schreibt. Normalerweise unterhalten wir uns ja über ernste Themen und da ist es auch einmal schön etwas zu lachen. Da sattelt dann Don Quijote seine Rosinante, reitet los und nimmt den Kampf gegen die Windmühlen auf, die ja sowieso nicht aufhören sich zu drehen..außerdem gibt’s da ja mehrere Windmühlen …..ich komm da auch gerne mal auf einen Ausflug mit...
    „Clear the mind and clear the earth“ ist ja eigentlich eine ganz sinnvolle Sache, und wäre das von Gronbach ernst gemeint, dann würde er sicherlich aufhören seinen Eso-Cross in den Äther zu schicken – vorerst aber schwirrt das Zeugs noch herum – vielleicht nimmt er das mit „clear the mind“ doch noch mal ernst.
    Erstmals satteln wir die Pferde – es muss ja jemand die Welt retten :-)

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  9. Also ich finde ja Gronbach ist ein sehr ernstes Thema, kann man gar nicht ernst genug nehmen, allerdings nur dann, wenn man anthroposophischen Geist hinter sich hat und seinen Atem spürt, dann wird die Diskrepanz immer eindeutiger. Sagte es Steiner, dass Halbwahrheiten schlimmer seien denn Lügen? Und SeGro bringt dreiviertel-Wahrheiten. Insbesondere angeläuterte Astralleiber sind wie ein Schwamm und saugen fast von allein -- und der Gegenpart sitzt dann im Schneidersitz und bietet seine Dienstleistungen an. Jenes "Geruchsorgan" des Dienstleisters (fragrance) wittert seine vor ihm sitzende Nahrung. Vielleicht ist Segro der Dienstleister für den hinter ihm Sitzenden(?) Eitelkeit and so hat schliesslich auch eine Quelle.

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  10. Lieber Manroe,
    da bin ich wie immer :-) anderer Meinung als Du: wenn man anthroposophischen Geist hinter sich hat (ich würd mal sagen in sich hat) und seinen Atem spürt, dann wird die Diskrepanz immer lustiger.
    Meine Lieblingssendungen als Kind waren Flipper und Bonanza..... ramdadamdadamdam..... ich höre heute noch die Erkennungsmelodie und habe Lust loszugaloppieren, heute als Erwachsene möchte ich meinem Leben mehr Sinn geben und reite los mit Michael in der Mission „clear the mind – clear the world“ - Ziel: Windmühlen. Ich hoffe ich stör ihn nicht allzusehr.
    Komm doch auch mit und kämpf ernsthaft gegen die Dreiviertelwahrheiten.

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  11. Gronbach ist ein heiteres Thema oder ein sehr ernstes Thema...Egal, auf jeden Fall sind wir Gronbach-Kritiker, wie Wolfgang weiter oben schreibt, auf der Seite der "Wahrheit und Wahrhaftigkeit" und es ist schön zu erleben, wie das eigene Selbst in dieser gemeinschaftlichen Legitimation des wahrhaftigen Gemeckers blüht und gedeiht. Es ist einfach auch mal wichtig, recht zu haben. Wenn wir Gronbach nicht hätten, müssten wir ihn uns ausdenken.

    (Vielleicht mal wieder einen Artikel über J.v.Halle...?)

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  12. Ja, Rainer, Du hast ja recht. Wir sind die apokalyptischen Reiter für die richtige anthroposophische Einstellung. Wir hegen und pflegen unsere "Gegner", wie jeder Anthroposoph das tut. So weit der Self-Bashing- Modus. Mit einem Wort: Wir lieben Gronbach, wie er leibt und lebt. Indirekt.

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  13. Lieber Rainer,
    "Wenn wir Gronbach nicht hätten, müssten wir ihn uns ausdenken" - das hat was, finde ich.
    Rainer, wie geht es Dir mit G.? Du schreibst weiter oben ....auf jeden Fall sind WIR Gronbach-Kritikter - heißt das, Du bist mit dabei in der "Mission Windmühle"?

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  14. "Wir sind die apokalyptischen Reiter für die richtige anthroposophische Einstellung" - super, gleich was anderes als Bonanza.
    Michael, ich komm mit Pegasus, va bene?

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  15. Geflügelte Pferde auch noch dabei? Das gibt ja ne Party.

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  16. "Komm doch auch mit und kämpf ernsthaft gegen die Dreiviertelwahrheiten."

    Mach ich doch ZuL :)
    -----------------

    "Wenn wir Gronbach nicht hätten, müssten wir ihn uns ausdenken."

    Haben wir aber nicht gemacht, entsprechend im Geiste, VORHER!!! und nicht erst jetzt, in der Realität, wie man das so gern im materialistischen Sinne tut und wartet bis mans sinnlich sieht. Also mit wem müssten wir gerechterweise bashen? Wir stolpern über unsere eigene Schläfrigkeit, deshalb würde ich Michael zustimmen mit seiner Äußerung: "Wir lieben Gronbach, wie er leibt und lebt. Indirekt.", wenn er es so meint, wie ich es jetzt verstehe, ganz direkt :)

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  17. http://snd.sc/jBPnqk

    Lasst uns alle die brennende Luft einatmen, Brüder und Schwestern.
    Herrmann

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  18. Wie war das doch gleich mit der Spinne aus: R. Steiner, GA 144, Seite 26f, siehe aktuellsten Beitrag bei den Egoisten?

    Oder bei der "Reifeprüfung":

    "Ja, wenn wir ermahnt werden, hinter die Worte zu hören, dann ist an das innerste Wesen unserer Seele appelliert; nicht an unser Gedächtnis, sondern an das innerste Wesen unserer Seele ist appelliert. Da kommt unsere Fähigkeit in Betracht, da kommt in Betracht, wie weit wir fähig sind, hinter die Worte zu hören. Und wir tun gut, für uns, für unsere eigene Seele, möglichst viel zu hören.

    Und so kann man auch "hinter" die Bilder schauen, die SeGro projiziert, HINTER die Bilder!! Hinter!

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  19. Klar gibt das eine tolle Party! Und das haben wir alles Sebastian zu verdanken

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  20. Das wäre gut Herrmann, Wärme für das Ruhebett des Ich! Oder gegen?

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  21. Herrliche Lesung von Herrmann. Hat etwas von Darth Vader.

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  22. Bitte bleibt freundlich. Beleidigungen & unkultiviertes Verhalten werde ich nicht hinnehmen. Ich möchte mich, meine LeserInnen und die Sache schützen. Take it easy.

    Danke & herzlich
    Sebastian Gronbach

    Kontakt über: sekretariat.gronbach@gmx.net

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  23. Hermann, jetzt hab ich Dich endlich mal live gehört - es war mir ein Vergnügen!

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  24. Nein Du hast mich nicht live gehört nur digitalisiertes Maya war das. Live bin ich noch schröcklicher!
    Herrmann

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  25. Lieber Manfred, ich denke, Sebastian ist eine prima Projektionsfläche für die, die aktiv anthroposophisch arbeiten (und für die, die eh alles besser wissen). Immerhin hat sich die Maus bei ihm aus dem Loch heraus getraut. Das muss man anerkennen. Er labert nicht. Allerdings ist er nicht in die übliche Falle (das Labern über Anthroposophie) getrappt, sondern an der ersten Ecke vor einem Spiegel stehen geblieben. Die Maus schaut in den Spiegel und sieht- einen Löwen. Das ist eine sehr schlichte Ego- Falle, die jeder Maus vertraut sein sollte. Seitdem redet und schreibt er über den erleuchteten Löwen, und das Publikum applaudiert ihm oder macht sich lustig.

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  26. .....das war nur digitalisiertes Maya, live bin ich noch schröcklicher....
    in dem Falle gewöhn ich mich langsam an Dich

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  27. "Immerhin hat sich die Maus bei ihm aus dem Loch heraus getraut. Das muss man anerkennen."

    Ja, Michael, da stimme ich Dir zu, das hat wirklich was, bloß schad, daß ihn da der Löwe... :) Aber ich sehe durchaus auch mehr als jenen Löwen, deshalb plädiere ich ja auch für den Ernst ihm gegenüber, bzw. dem, was ihm der Löwe darbringt.

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  28. Schön war das Plaudern mit euch. Ich hoffe, Sebastian bleibt uns noch lange erhalten!
    Rainer hat Recht, hätten wir Sebastian nicht, wir müßten ihn erfinden. Michael hat auch Recht, die Auseinandersetzung mit dem Gegner läßt uns wachsen, wir werden zu apokalyptischen Reitern - obwohl - das bräuchte es bei einer Maus eigentlich gar nicht...
    Alle haben Recht und ich sowieso -
    und wenn wir wirklich mal eine party veranstalten, dann müssen wir Sebastian unbedingt einladen und machen daraus einen großen Van-Houten Clown-event.

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  29. Liebe ZuhörerundLeser

    meine obigen Kommentare waren nicht ganz ernst gemeint, auch das "Wir" nicht. Ich erlaube es mir manchmal im Netz, in verschiedene Rollen/Masken zu schlüpfen (nur im Netz, nicht im Leben).

    Ich mag einiges von Gronbach, seine Intentionen, seine Energie, seinen Mut. Seine Texte/Homepage empfinde ich auch als etwas anstrengend oder übertrieben; mir ist das Ganze aber eher egal, ich muss das ja nicht lesen. Um ihn fairer und vollständiger beurteilen zu können (wenn man das will/braucht), wäre es sinnvoll, sich die DVD "Zwischen Himmel und Erde-Anthroposophie heute" anzuschauen, da macht er auch mit.

    Symptomatisch (und für mich interessanter) sind die (ewig gleichen) Reaktionen auf ihn, das "wahrhaftige Gemecker", das Nörgeln, die empörte Rechthaberei, usw. Warum macht man das? Was ich oben geschrieben habe, meine ich schon ganz genau so: Der wiederholte Verweis auf die Schwächen, Mängel eines Anderen hilft einem dabei, die eigene Unzulänglichkeit im Geistigen zu übersehen.

    Meine Güte, das Abendland oder die Anthroposophie wird schon nicht an einem SG zugrunde gehen und wenn dann Manroe auch noch schreibt SG "wäre ein sehr ernstes Thema, das man gar nicht ernst genug nehmen kann" - spätestens dann denke ich: Uns geht es zu gut, wir haben keine wirklichen Probleme mehr und deshalb denken wir uns welche aus. Wir müssen alle die Anthroposophie retten und darum ganz viel schreiben und Steiner nochmal zitieren um klar zu stellen, was er wirklich wollte...usw. gähn, gähn, schlummer, schlummer. Nicht mein Niveau, in so etwas kann man sich auch eher dann hinein steigern, wenn man zuviel Zeit hat.
    Bis hierher erst einmal, Gute Nacht!

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  30. "Der wiederholte Verweis auf die Schwächen, Mängel eines Anderen hilft einem dabei, die eigene Unzulänglichkeit im Geistigen zu übersehen."

    Schade Rainer, dass man über die Psychologie kaum hinauskommt, DAS ist langweilig und hat kein Niveau. Es kann auch darum gehen, ob etwas Weichen stellt und Wege sich auftun, die eine Entwicklung in andere Bahnen lenkt. Oder warum sollte es Anthroposophie geben, in unseren Tagen?

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  31. Lieber Rainer, nein, den Untergang des Abendlands sehe ich auch nicht. Eher eine unfreiwillig komische Diskrepanz bei Segro zwischen den pompösen Inhalten und den flachen assoziativen Bezügen- z.B. im obigen Artikel die Herleitung aus der Parfümwerbung. So etwas ist offensichtlich von flachem Niveau. Aber darauf kommt es ja wohl auch nicht an, sondern auf die "grossen Gefühle". Das ist definitiv nicht die Richtung, die ich suche.

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  32. So jungs, bettzeit. Das sandmänchen ist schon längst vorbeigekommen.

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  33. Lieber Herr Herzog!
    Was meinen Sie mit seinen Intentionen, seiner Energie und mit seinem Mut? Was für einen Mut, dass er in Info 3 den 68er sagt, dass er FDP wählt? Gronbach ist überflüssig wie ein Kropf. In zwischen Himmel und Erde völlig überflüssige Promotion für seine Workshops.
    Er hat sich falsch inkarniert, er der Gronbach Sepp hätte sich besser min die Zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts inkarnieren sollen. Sein ausgelutschter Pathos hat im 21. Jahrhundert nichts verloren. Aber ich bin froh ,dass es ihn gibt, weil es mir klar macht ,dass ich das auf gar keinen Fall will.
    Von daher:
    Gut dass es Gronbach gibt.
    ( man beachtedie alliteration)
    Gruss
    Herrmann Finkelsteen

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  34. @Rainer Herzog:
    Du sagst:
    "Der wiederholte Verweis auf die Schwächen, Mängel eines Anderen hilft einem dabei, die eigene Unzulänglichkeit im Geistigen zu übersehen."

    Scheint so, als ob Du das gerne auch machst bei Judith von Halle. Wobei Du dort erstmal die "Schwächen und Mängel" hineinprojizieren mußt - da sie nicht so klar hervorstechen, gell.

    Ich war übrigens ganz genau heute abend bei einem sehr guten Vortrag von Judith von Halle in Dornach - über die "Faltermeditation" (bzw. die Tempellegende) von Rudolf Steiner.

    Der Unterschied zwischen diesem Vortrag und einer hompage von Sebastian Gronbach ähnelt dem Unterschied zwischen Goethes "Faust" und "Vier Fäuste für ein Halleluja" (mit Bud Spencer).

    Sicher: es gibt vielleicht Momente, wo ich auch lieber Bud Spencer anschaue als Faust...- das heißt aber noch lange nicht, daß "4 Fäuste für ein Halleluja" mit Weltliteratur auch nur annähernd vergleichbar ist.

    Aber Du hast halt Deine vorgefertigten Urteile gegenüber JvH - da kann man nichts machen.
    Gruß
    Wolfgang

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  35. Lieber Wolfgang, ich habe überhaupt nichts gegen Judith von Halle, finde sie eher interessant und ihr Schicksal berührt mich auch. Ich habe auch mehrere Vorträge von ihr erlebt. Auf dieser Seite hier wird sie allerdings immer wieder mit Spott überzogen und da ich erkannt habe, dass einige Menschen einfach eine gewisse Freude daran haben, andere zu verspotten habe ich weiter oben einen entsprechenden (resignativen) Vorschlag gemacht. Vielen wird es egal sein, ob man gegen SG oder JvH anmeckern darf - Hauptsache man kann wieder einmal seinen Standpunkt vertreten und besserwisserisch die "wahre Anthroposophie" retten.

    @Manroe
    "Schade eigentlich, dass man über Psychologie kaum hinauskommt" Meine Beobachtung geht eher in die Richtung, dass nicht wenige Anthroposophen das "psychologische" lieber vollständig übersehen, bzw. auf bestimmte Alltagsbeobachtungen reduzieren (in dem vermeintlichen Glauben, dass das sog. Spirituelle "weiter" wäre). Mir sind einige Anthros bekannt, die überhaupt nicht wissen, was ihre primären Abwehrmechanismen sind - da hat Steiner eben nichts zu gesagt.
    Wenn man aber ernsthaft davon ausgeht, dass es legitim und eigentlich völlig normal ist, über einen Andersdenkenden herzuziehen (weil es ja um eine höhere Sache geht) befindet man sich noch nicht einmal in der Nähe der lebendigen Anthroposophie.

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  36. Lieber Hermann Finkelsteen

    "Aber ich bin froh ,dass es ihn gibt, weil es mir klar macht ,dass ich das auf gar keinen Fall will."

    In Deinem Kommentar lag der meiste Hass ("überflüssig wie ein Kropf" "ausgelutschter Pathos")- musst Du wirklich erst jemanden finden, den Du mit Deinem Spott und Deiner Häme überziehst, um zu wissen, was Du nicht willst? Weißt Du denn wenigstens jetzt (so ungefähr) was Du willst?

    Ich verstehe es einfach nicht: Da gibt es seit über hundert Jahren zahllose großartige Schilderungen und entsprechende Übungen Steiners über den Zusammenhang zwischen moralischer und spiritueller Entwicklung und dann wirft man alles über Bord, wenn am Horizont jemand auftaucht der sich nicht so recht in mein Bild vom wahren und guten Anthroposophen einordnen lässt. Das hat Steiner doch nicht nur so zum Spaß gesagt?!?

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  37. Liebr Rainer Herzog!
    Das ist ja alles schön und gut was Du sagst. Spott und Häme sind das nicht sondern Erkenntnisse von der Wahrnehmung ( von Herrn Gronbachs Worten) bis zu einem Begriff ( Bild dass ich mir aufgrund der Texte mache) habe ich die Erleuchtung bekommen und viele andere auch, dass er zum Teil grossen Stuss erzählt sich aufbauscht und sich Gesten und Gedanken ausleiht, die einfach eine Nummer zu gross für den Gronbach Sepp sind. Bei einem Kaliber wie Hau ist das was anderes, der kann sich zumindest erklären. Aber Gronbach verklärt sich meistens rührselig.
    Und ob der Gronbach Sepp nun von Anthroposophie oder Esoterik oder Wilber oder Sex oder Tantra oder Freundschaft oder Clear the earth oder seine transzendente Haltung zu Fukushima u.s.w. redet überzeugt es mich nicht, aber hey vielleicht irre ich mich ja und Gronbachs Bücher werden in einigen Jahrzehnten in den Philosophieleistungskursen als Vorbereitung aufs Abitur behandelt und gelesen, ermeditiert.
    Ich möchte ganz sicherlich nicht den ersten Stein werfen, aber es muss auch Leute geben, die wie in einem Märchen ausrufen: " Der kaiser hat ja gar keine Kleider an." Und so kommt mir das bisschen vor und da wird er von einer Lobby gesponsort um die Anthroposphie etwas hipper zu gestalten und dann schicken sie einen " nackten" Rheinländer als Sigfried verkleidet auf die etablierte Anthroposophie. Herr Herzog das ist einfach nur peinlich, es geht nicht um Häme und Spott. Es geht hier um die Frage.
    wer rettet Gronbach , wer heilt Gronbach?
    Ich bin wirklich sehr besorgt um diesen lustigen nackigen rheinländischen Lichtkrieger.Vielleicht hat er zuviel:
    "Erwacht in den Wolken ist Waffengerassel." deklamiert. Ich weiss es nicht aber eine grundlegende Analyse wär hilfreich.
    Herzlichst
    Herrmann Finkelsteen

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  38. èbrigens was ich gar nicht mag, wenn einer das kollektive WIR überstrapaziert, so wie " wir müssen kämpfen..." oder diese Befehlssätze " Reinige Dein Verstand. Reinige die Erde." Hallo ich lass mich doch nicht zu einer Putz AG degradieren. Ihm dem Gronbach Sepp auch noch die Strasse reinigen, damit er nackig durch die Strassen hüpfen kann?
    Ich will eine Ich AG.
    Ich will Egoisten. Ich will Ich lieber Herr Herzog.
    Ich, Herrmann Finkelsteen grüsse Sie Herr Herzog.

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  39. Hallo Rainer, ich verstehe schon was Du da sagst, aber ich ziehe nicht über SG her, nimm es wenigstens erstmal so hin und so psychologische Abwehrmechanismen sind mir sehr gut bekannt, ich kenne diesen Dschungel, aber es gibt auch eine Welt in freier Natur.

    Ich bin selbst gut ein Jahr auf Sebastians blog gewesen und habe ziemlich direkt seinen "Aufstieg" mitbekommen und habe ihn auch mitverfolgt und fand es anfangs wirklich gut, wie er da rangegangen ist. Aber dann wurde mir immer transparenter, was er da vorhatte -- und siehe da, er hat es wirklich umgesetzt. Nun kann man darüber ja meinen wie man will, das wäre dann der persönliche Aspekt, aber mit meinem oben benannten ernst nehmen dessen, was er macht, meine ich einen Bereich, der das persönliche umkreist, mit einschliesst in einem zusammenfassenden, übergeordneten Sinne. Als Bild: mir fällt grad nichts besseres ein, ich kritisiere nicht eine einzelne Urlaubsfahrt, sondern die Bahn, mit der man in den Urlaub fährt. Und die Bahn, übertragen auf SeGro, ist dies esoterische "Gefährt", das er als anthroposophisch untermauert, angereichert durch etc. ausgibt, dann auch noch Steiner geupdatet hat und mit einem solchen Weg als selbsternannter "Guru" auf die Leute losgeht und einen wirklich guten und sauberen Pfad zerwässert, nämlich die Anthroposophie. Jaja, und jetzt kommen wieder womöglich diese Sätze, Du weißt was richtig ist and so on. Es gibt Richtiges, Klares, Sauberes, Prinzipielles, insbesondere wichtig für wirklich Suchende und da dürfte man nicht mit auf einen "Markt" gehen, es wie ein Produkt verkaufen und dann auch noch anleiherisch wirkliche Meister benutzen für seine Persönlichheiten. Schon allein dass man Menschen um sich scharen möchte widerspricht erheblich dem, was man Freiheit nennt.

    Also abschliessend, ich könnte ja jetzt auch über Dich herziehen, aber das mache ich nicht, sehe auch keinen Grund dafür und ich ziehe auch nicht über Sebastian her, der ist mir sogar irgendwie sympatisch, mir geht es um überpersönliche "Dinge" und die sollte man schützen, ist zumindest meine Überzeugung, wie z.B. auch Begriffe und Erkenntnisse die Fundamente bilden und sind. Und solches einfach so, vielleicht auch noch, weil wir ja freie Wesen sind, einfach mal so preisgeben den Gelüsten irgendwelcher Absichten?, NEIN, als0 Ich nicht.

    Thema Werte, gibt es sie oder nicht, wenn ja, wie sollte man damit umgehen? Oder mal von Aussen angeschaut, können sie uns schützen und leiten, wenn wir sie von innen verhöhnen?

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  40. Lieber Hermann Finkelstein, wie gesagt,
    ich mag ja auch nicht alles von Gronbach, ich muss mich aber doch nicht in regelmäßiger Wiederholung über einen Andersdenkenden aufregen und ärgern.

    Nach ca. 25 Jahren Beobachtung und mehr oder weniger Involviertsein in der Anthro-Szene, wird mein/e Urteil/Erkenntnis immer wieder bestätigt: Viele Anthroposophen haben sich anscheinend damit abgefunden KEINE ernsthaften spirituellen Erfahrungen auf dem anthroposophischen Schulungsweg machen zu wollen oder zu können (was in diesem Falle das Gleiche ist). Vielleicht sind die Übungen zu schwer oder man fühlt sich "noch nicht so weit", bestimmte höhere Erfahrungen machen zu dürfen, oder man meint, auf das nächste Leben warten zu müssen.

    Das Verurteiltsein zu jahre- und jahrzehntelanger theoretischer Anthroposophie erzeugt wiederum bei vielen eine subtile und resignative, enttäuschende Haltung; aus eben solch einer Haltung heraus werden die Angriffe, der Spott gegen Gronbach, aber auch gegen v.Halle oder andere gestartet, gepflegt und am Leben gehalten. Man hat sich an diese Haltung gewöhnt, einerseits gehört sie zur "Kultur" der anthroposophischen Bewegung, andererseits ist sie das hässliche Zerrbild der lebendigen und sich wandelnden Anthroposophie (Menschen wie ich ziehen sich dann irgendwann genervt aus der ganzen Geschichte vollständig zurück, inklusive Bücheraussortierungsaktionen).

    Mit "Erkenntnissen von der Wahrnehmung" hat Deine Urteil über SG nichts zu tun, da Du Dir wahrscheinlich Dein Urteil lange vor dem lesen eines Textes von ihm gebildet hast (letzteres wird ja in der Anthroszene durchaus gerne verwechselt, bzw. übersehen, man hält dann seine Meinungen für Erkenntnisse).

    Herzliche Grüße, R.H.

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  41. Lieber Manroe
    (nur eine kurze Antwort, weil ich jetzt raus muss in die Sonne)

    "ich ziehe nicht über SG her, nimm es wenigstens erstmal so hin und so psychologische Abwehrmechanismen sind mir sehr gut bekannt"

    Ich erlebe aber einen Beitrag wie den von Michael sowie einige Kommentare als ein "über einen herziehen", die Grenzen von nett gemeinter Ironie zu Spott und bösartiger Häme variieren natürlich. Auch hier gilt für mich, was ich oben sagte: Man hat sich an diesen Ton an diese Gesprächskultur gewöhnt.

    Ich glaube Dir sogar, wenn Du sagst, dass Du Deine Abwehrmechanismen kennst, ich habe aber bei vielen Anthroposophen beobachtet, dass dieses ganz und gar nicht der Fall ist; da meditiert man viele jahre lang und will in das "Okkulte" hat aber gar keinen Zugang zu den eigenen Gefühlen (die in der Anthroposophie eh manchmal etwas verdächtiges haben) und wenn dann der eigene Körper auch nur gerade mal als eine Art Anhängsel des Bewusstseins angesehen wird, ist man von der neurotischen oder psychischen Erkrankng nicht weit entfernt (Ich arbeite in diesem Bereich). Vielleicht verteidige ich manchmal den "bad guy" SG, weil er auch auf solche Dinge hinweist.

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  42. Lieber Herr Herzog!
    Finkelsteen nicht Finkelstein.
    Ich gebe jedem Menschen eine Chance Herr Herzog. Mein Urteil hat sich nicht lange vor dem Lesen eines Textes von SG gebildet. Das war immer im Nachklang. Ich habe die Texte sozusagen mit in den Schlaf genommen. Den Engelwesen der Logostruktur habe ich im Lande des Schlafes die Texte zur Prüfung überreicht.
    Lieber Herr Herzog es geht mir auch hier nicht um Anthroposophie sondern wie einer die Strukturen der Anthroposophie benutzt für seine persönliche Umtriebe.
    Herr Herzog SIe dürfen SG Texte vorurteilsfrei lesen, sie dürfen auch das für Sie Wichtige herausfiltern Sie dürfen SG auch umarmen. Das ist für mich alles okay, aber Sie werden mich nie dazu kriegen, dass ich anders über Gronbach schreiben werde und dass ich Hass ihm gegenüber empfinde ist eine sehr persönliche Vermutung und Interpretation. Wenn Ich ihn wirklich hassen würde, würde ich ganz andere Sachen tun denn ich bin schröcklich. Nein er ist ein " Stein des Anstosses" sozusagen ein Bewusstseinsstein um die Wahrnehemungsorgane der auszubildenden Bewusstseinsseele zu schärfen. Jeder Mensch hat seine Aufgabe seine Chance.
    Liebe Grüss
    herrmann Finkelsteen

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  43. Lieber Rainer Herzog, Runde:

    " Viele Anthroposophen haben sich anscheinend damit abgefunden KEINE ernsthaften spirituellen Erfahrungen auf dem anthroposophischen Schulungsweg machen zu wollen oder zu können (was in diesem Falle das Gleiche ist)."

    Es ist wohl die Scheu, von diesen Erlebnissen zu berichten. Ich selbst war ja bei Info3 freigiebig, esoeterische Erfahrungen mit Gründungspersönlichkeiten der AAG und CG preiszugeben. Im Laufe der Zeit entstand das Buch von Dritter Seite, welches alle die Stellen aufführte, da Steiner die esoterische Entwicklung des Übenden aufzeigt, welches sich erst einmal im Nachtleben kundtut, Veränderung des Traumeslebens. Ich selbst war bemüht, über Jahrzehnte keinerlei Erfahrungen während der Meditationen zuzulassen, verschob Erfahrungen in den Nachtbereich. Meiner Ansicht nach haben doch eine recht erdenkliche Anzahl von Anthroposophen spirituelle Erfahrungen, der Umgang damit ist ungewohnt und da bricht Herr Gronbach erst einmal auch eine Schranke auf, wenn er nicht so schrecklich von sich überzeugt wäre. Da war einmal so ein Satz, wenn ihr Angst habt, geht den Gronbach-Weg, also Vorbereitung eines Lehrerseins. Und da setzt Kritik ja berechtigt an, da er seine Person zu einem esoterischen Lehrer erhebt. Nun muß Jeder wissen, wen er als Lehrer akzeptiert, wobei ich davon ausgehen, wir sind das Alle zu und gegen- miteinander.

    Ich schrieb von der mißbrauchten Sterbeglocke, bin zurück und erlebe unmittelbar ihre negative Kraft. Sie treibt mich an, überwinden zu müssen, was sich durch den Rechtsmißbrauch der Kathollischen Kirche (die Glocke ist keine Angelusglocke wird aber so geläutet) an meiner Person krankmachend festmacht, bis ins Körperliche hinein.
    Nach den vielen Videos über Yogananda, der "Mutter" (Aurobindo), Praphupada usw., gestaltete sich letzte Nacht die Meditation mit einer bewußten Erfahrung, diese und die "andere Welt" als Zusammenhang. Ein Erlebnis, welches sich auf den Schmerzen gründet. Es hat sich der Widersinn der Widerspruch, den auch Steiner gelebt hat (den wir Alle leben), gelohnt. Wer möchte Steiner nicht anzeigen, weil er mit seinen Spinnenwelten Menschen in die Ohnmacht führte, aus die sie nicht mehr herauskamen, weil sie nicht reif waren für eine solche Offenbarung.

    Nicht Gronbach ist ein Problem, sondern die Geistwesen die durch Ken Welber, Cohen (sah Videos) usw. wirken. Herr Heisterkamp hängt sich an diese Bestrebungen nur an, braucht nicht ernst genommen zu werden, da wo er sich im Video auf die Anthroposophie stützt, vorgibt Info3 vertrete die Geisteswissenschaft Steiners.
    Vielleicht kann diese nur noch in der Verneinung sich beweisen, fehlt der Mut, die AAG aufzulösen, weil eben der Impuls Steiners schief lief, egal ob auch Steiner versagte, neben seinen Anhängern.
    Hätte ich die Möglichkeit, würde ich Gronbach unmittelbar direkt prüfen, ob er es denn ernst meint mit seiner Mission.

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  44. Lieber Ernst, Du glaubst, es ist bei Vielen "die Scheu von diesen Erlebnissen zu berichten"? Das kann ich nicht nachvollziehen.

    Ich finde es dagegen vielmehr sehr auffällig und bezeichnend: Eine spirituelle Gemeinschaft die es seit über 100(!)Jahren gibt und die wiederum nur eine äußerst überschaubare Anzahl von Menschen hervorgebracht hat, die von eigenen esoterischen Erfahrungen berichten konnten. Manche von diesen wenigen Personen sind dann entweder katholisch geworden (Tomberg) oder haben mit Mühe eine fragwürdige (faschistische) Vergangenheit in ihrer Vita verschwiegen (Scaligero).

    Dann freut man sich natürlich über einen Autoren wie Thomas Mayer, der in beeindruckender Weise von höheren Erfahrungen mit Elementarwesen berichtet um dann im Vorwort seines Buches "Rettet die Elementarwesen" zu schreiben, dass er mit dem anthroposophischen Schulungsweg "nicht wirklich weitergekommen" sei, sondern dass dazu eine Geomantie-Fortbildung notwendig gewesen war.

    Ist nicht "Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten" nicht nur das wichtigste Buch, sondern auch der geheime Auftrag der Anthroposophie? Was läuft denn da falsch?

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  45. Lieber Ernst

    "Nicht Gronbach ist ein Problem, sondern die Geistwesen die durch Ken Welber, Cohen (sah Videos) usw. wirken."

    Gronbach verhält sich jenen Geistwesen gegenüber so, dass er sie hereinlässt, hereinbittet, ganz konkret sie einfliessen lässt in das, was er sagt etc., Steiner in meinen Augen jenen Geistern unterordnet, teilweise --- und da ist er nicht das Problem? Er lässt es zu! Er handelt in einem solchen Sinne und nicht nur für sich selbst, das könnte ja ok sein. Solche Geistwesen suchen sich bereite "Kanäle". Wenn ich eine verschlossene Sektflasche schüttele, geschieht gar nichts, aber wenn ich den Korken löse... WER löst den Korken, wer ist der "Schuldige". Direkt sich an jene Geistwesen zu wenden hiesse sie erkennen und eben nicht zuzulassen, ihnen den Eintritt zu verwehren, das ginge. Und SeGro gibt Kurse zum Öffnen jener Sektflasche. Als Meister? Er ist nicht das Problem?

    Würde gern hören, wie Du es mir widerlegen könntest und würdest. Wirklich aufrichtig und nicht provokativ gemeint.

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  46. Lieber Rainer,
    ich gehöre zu denen, die von Gronbach nur das kennen, was er in seinem blog darbietet. Weiter möchte ich mich darauf nicht einlassen, weil ich das dort Dargebotene wirklich für einen Schmarrn (Kaiserschmarrn,österr.) halte, damit kann ich mich nicht ernsthaft auseinandersetzen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass, wenn ich Gronbach mal persönlich treffen würde, ich auch etwas Sympathisches an ihm finden könnte, wenn er doch bloss mit seinem Theater aufhören könnte und statt dessen eine gesunde Psychotherapie machen würde.
    Ich habe die Anthroposophie sozusagen auf meinen zweiten Bildungsweg kennengelernt und das ist gut so, denn mein erster Schulungsweg war einer, der hauptsächlich auf Praxiserfahrung basiert und darauf greife ich zurück. Theoretische Anth. wäre mir auch zuwenig, und von all den Anthros, die ich kenne, hat fast keiner eine gute Beziehung zu seinem Körper, ich stimm Dir da ganz zu, dass viele den Körper als eine Art Anhängsel des Bewusstseins halten. Auch Gefühle werden etwas suspekt betrachtet, sind sie ja etwas „niedrigereres“ als der Geist. Dieses falsche Verständnis, die Körper- und Praxisferne halte ich für große Schwachpunkt in der A.
    Und mMn setzt Gronbach genau da mit seinem emotionalen Keule an, da gibt’s jetzt was zu fühlen. Bei abgehobener Intellektualität und vernachläßigten Gefühlen wird Schwulstigkeit als Gefühlsersatz verkauft und löffelweise verabreicht. Wenn man nun Gefühle mit Pathos schwemmt, frag ich mich,werden sie dann „edler“ und leichter annehmbar für den hehren Geistesschüler auf der Suche nach den höheren Welten? Das halte ich eigentlich für Betrug und das ist, was ich irgendwie als widerlich empfinde. Und natürlich auch das Wir-Gelabber

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  47. Fortsetzung
    Gronbach füllt sicherlich eine Lücke – und bietet an. Wenn´s keine Nachfrage dazu gäbe, würde es ja nicht funktionieren.
    Als ich das erste Mal in einer Studiengruppe war, hab ich gefragt: „Und welche Praxis“ macht ihr? Denn nach meinem bisherigen „Weltverständnis“ ist Praxis DAS, worum es eigentlich geht und
    da war dann erst mal eine Pause, dann irgendwie so ein Hinweis, dass Steiner doch Übungen entwickelt hat, sehr bedeutende, in der Initiation kann man sie z.B.finden … Ich hatte den Eindruck, dass es allen wichtig erschien, diese Übungen zu machen, aber kaum einer tuts. Scheint irgendwie nicht zu greifen Das sage ich mal vorsichtig, denn ich kenne davon nicht viel und vielleicht entgeht mir da auch noch Wertvolles.
    Jedenfalls dachte ich, richtig oder falsch: „Die haben ja kaum eine Praxis...???“ Ja wie kann denn das gehen? Wie holen die denn das Wissen dieser zig-Seiten herunter , wie können die den prüfen und integrieren?
    Ich habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt in der Gruppe – aber das hat mich wirklich perplex gelassen.
    Ich hoffe, ich beleidige jetzt niemand, ich spreche von dem Eindruck, den ich hatte, der ist natürlich
    ganz subjektiv – und die Anthroposophie kennengelernt zu haben, glücklicherweise NACH langer Praxiserfahrung, stellt zweifelsohne eine große Bereicherung in meinem Leben dar.
    Einen Groni erspar ich mir dadurch.

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  48. Ich glaube, dass keiner hier am Stammtisch persönlich Gronbach angreifen möchte. Auch ich kenne ihn nur von seinem Blog und von Info 3 Essays. Mich hat dann nur dieser Hype um ihn herum etwas kirre gemacht also wegen seinen Worten kann es nicht sein, vielleicht spürt man in seiner Gegenwart etwas wirklich Heilendes und Inspirierendes. Dann super egal welche Kanäle er durch sich hindurchfliessen lässt, aber dieser spirituelle Imperativ gepaart mit seinem esoterischen Ganzheitsplural schadet der Sache mehr als dass es hilft.Zum Teil ist es einfach peinlich und dreist.
    Herrmann Finkelsteen

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  49. Liebe monroe,

    "Würde gern hören, wie Du es mir widerlegen könntest und würdest. Wirklich aufrichtig und nicht provokativ gemeint."

    Wer, wie was?!
    Herr Gronbach ist sicherlich eine liebenswerte Person, was sich alleine durch seine Heirat, den vielen lieben Personen erweist. Was mir bei seinem früheren Auftritt "sorgte" war das Bild, wo er einen Fußtritt dem "Zuschauer" verpasst. Was wollte er damit bezwecken, recht agressiv.

    Nach dem Anschauern vieler verschiedener "Meister", darunter auch Yogananda, scheint tatsächlich eine Schaustellung vorzuliegen, als Aspekt der öffentlichen Darstellung. Damals bei Yogananda ein noch ungewohntes technisches Mittel... sich (Hochzeitsvideo) das physische Geschehen anpasst, auch das gekonnte Augenauschlagen von Yogananda.
    Die Einflußnahme des Geistigen wird halt da kritisch-interessant, wo eine Person sich bewußt als Lehrer etc. ausgibt. Das Problem von Herrn Gronbach ist nicht sein Weltbild, sondern das sich "verkaufen" in der Tradition von Steiner, so wie er es tut. Frau Wibke, die leider nicht zu sehen war (geschickt, sonst würde sie sofort erkannt werden, wessen Geistes Kind sie ist), pflegt eine gepflegte Sprache und "ködert" da Menschen, wo sie Kurse, Seminare anbietet.
    Letztlich entlarven sich die Scharlatane, wenn offenbar wird, ihre sog. esoterischen Tätigkeiten dienen lediglich der eigenen physischen Lebenserhaltung.
    Die "Herbsttagung", damit auch Herr Gronbach, möchte für Deutschland da noch ganz groß rauskommen und teilweise gibt es Verflechtungen, wie die Tochter von Herrn Heisterkamp als Grafikerin bei Endstation, ein Projekt, das sicherlich auch wirtschaftlichen Ur-Impuls hatte. Eine GaG-Veranstaltung für gefrustete Anthroposophen.

    Lieber Rainer Herzog,
    der Geistige Impuls hinter der AAG.. ...er ist einfach weg, das ist die Ursache für das jetzige Dilemma.
    Es gibt karmische Verflechtungen mit meiner Person, aber das gehört nicht hierher.

    Ich verdanke dem Hinweis von Michael auf GA 102 sehr viel, weil hier der Schlüssel für den Schlamassel der Religionen klar aufgezeigt wird: sind auf dem absteigenden Ast. Keine einzige Bemühung nur als Religion, wird die gesellschaftlichen Probleme lösen.

    Es kommt tatsächlich darauf an, individuell die Schwelle zur sog. Geistigen Welt zu überschreiten. Das hängt ja mit dem sog. ätherischen Christus zusammen.
    Es gibt Hoffnung!

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  50. Lieber Rainer, lieber Ernst, ich kenne eine ganze Reihe "praktizierender" Anthroposophen und Rosenkreuzer. Einige sind schon verstorben. Niemand von ihnen hatte oder hat ein Bedürfnis, sich öffentlich mitzuteilen. Sie wirken in dem, was sie tun: Einer ist Arzt gewesen, eine Puppenspielerin, eine bei der AIDS-Hilfe, mehrere Sterbebegleiter auf ehrenamtlicher Ebene. Der einzige "Öffentliche", den ich kennen lernte, war Kühlewind. Zum großen Teil habe ich diese Menschen sehr bewundert und bewundere sie noch, wie sie das ausleben. Man erfährt davon aber nur, wenn man fragt. Im übrigen bin ich überzeugt, dass Ernst irrt, wenn er die AAG in Inneren für erstarrt und erstorben hält. Natürlich- das Licht scheint, und wenige sind da, die es in vollem Umfang ergreifen können. Sie ergreifen es eben so, wie sie können- vielleicht auf einem Gebiet oder in ihrem Beruf, in der Kunst oder schlichtweg in der unglaublich hohen Kunst des Gesprächs. Zuhörer aus dem völligen inneren Schweigen heraus- das ist etwas, was man öfter finden kann. Es ist eine Qualität. Nach meiner Wahrnehmung ist da viel Lärm an der Oberfläche, alberne Kräche usw, aber im Kern ist die Kraft völlig ungebrochen. Sie wartet darauf, dass man sie entdeckt und mit ihr schweigt.

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  51. Lieber Ernst

    "Wer, wie was?!"

    Ich meinte mir widerlegen, daß ich schon SeGro für "schuldig" halte, in dem Sinne wie von von mir oben beschrieben und nicht so, wie Du es schriebst: "Nicht Gronbach ist ein Problem, sondern die Geistwesen die durch Ken Welber,..."

    und ob Du mir meine Ansicht "ausreden" könntest.

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  52. "....ich kenne eine ganze Reihe "praktizierender" Anthroposophen und Rosenkreuzer. Einige sind schon verstorben. Niemand von ihnen hatte oder hat ein Bedürfnis, sich öffentlich mitzuteilen. Sie wirken in dem, was sie tun"

    So etwas berührt das Herz und vielleicht habe ich einmal das Glück solch einen Menschen kennen zu lernen.

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  53. Lieber Michael,

    "Nach meiner Wahrnehmung ist da viel Lärm an der Oberfläche, alberne Kräche usw, aber im Kern ist die Kraft völlig ungebrochen."

    Es wäre verwunderlich, wenn ich mich irre. Denn die Wahrnehmung, das Geistige hat die AAG verlassen, ist nicht dem Tagesbewußtsein entsprungen. "Beweisen" kann ich es nicht. Aber wie in dem link innerhalb Deines neuen Beitrag zu Weleda ersichtlich, "krankt" es doch sehr, bzw. mangelt es an Geistesgegenwart (Anfrage, wegen Indien).
    Es kann kein Kriterium geben, ob öffentlich wirksam oder nicht, oder sollte Christus sich geirrt haben, als er öffentlich wirkte?!
    Ich maße mir nicht an, öffentlich als Vertreter der Geisteswissenschaft zu wirken. Meine Erfahrungen mit der AAG wage ich öffentlich zu machen. "Ich" verdanke letztlich meine persönliche Situation auch dem Wirken von Persönlichkeiten der AAG, wenn auch Karma gewaltet haben mag. Daß vor 1995 Herr Ramon Brüll und Herr Heisterkamp so versagten, sich versagten, wurde zum Karma der AAG und führt letztendlich auch zu einer gewissen Bloßstellung der AAG. Wenn ich so "dumm" war Herrn Willmann ernst zu nehmen, wegen der 13 Meister und so "dumm-ernst" war mir die Rente überstülpen zu lassen, dann lag das nicht nur in meiner Verantwortung, sondern ist Teil des fünften Mysteriendramas.
    Dein Satz: "Sie wirken in dem was sie tun" wirkt irgendwie dann auch wie ein Dogma, als darf nur so Geisteswissenschaft sich äußern. Wir gingen wegen unserem Tun nicht zur Presse, wurden nicht öffentlich. Erst als unsere Familie ausgelöscht, zerrissen werden sollte, schrieb ich nach Dornach und bekam eine saudumme schriftliche Antwort von Frau Glöckler.
    Wenn, haben wir alle versagt.
    Du kannst nicht schönreden, was nicht mehr gut werden kann (AAG). Das ist meine innere Erkenntnis, die durchaus öffentlich sein darf.
    Dein Satz: "Sie wartet darauf, dass man sie entdeckt und mit ihr schweigt."
    wirkt wiederum wie ein Dogma.
    Herr Willmann äußerte sich dahingehend (ca 1975) der Geist habe die Waldorfschulen verlassen. Die Waldorfschulen sind ein Museum, mehr nicht, was nicht gegen die Lehrer-Individuen sich richtet. Aber im Ernst, welche Eltern, welche Lehrer fühlen sich mit der Geisteswissenschaft Steiners verbunden - kritische Berichte Dritter.

    Du "spielst" ja auch ganz schön, wie Du über Gronbach schreibst, ihn dann bei Kritik wieder hochleben läßt usw.. Das schaukelt sich. Ich habe Dir viel zu verdanken, werde mich jetzt hier zurückziehen, es fehlt letztlich ein gewisser Ernst.. .

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  54. Lieber Herr Seler!
    Bitte bleiben Sie wenn dann sollte ich gehen, da es mir an Ernst mangelt. Es hat mich sehr berührt von Ihnen zu hören, was meinen Sie mit auch habe mir die Rente überstülpen lassen. Sie sind nicht öffentlich geworden?
    Einen lieben Gruss
    Herrmann Finkelsteen

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  55. Lieber Ernst, es ist doch kein Dogma, wenn ich eine andere Meinung vertrete als Du. Ich mache die Kraft, von der ich sprach, nicht an öffentlichen Vertretern fest, sondern auch an den Stillen, von denen ich sprach. Ich wollte nur dem verbreiteten Pessimismus entgegen treten, der ja - siehe die Weleda- Angelegenheit- auch seine Berechtigung hat. Die Formen müssen sich ändern, aber der Quell bleibt ungebrochen- so sehe ich es. Ich habe auch meine Erfahrungen gemacht und fühlte mich an einigen Stellen verletzt. Ich bin sogar zweimal ausgetreten- einmal wegen einer geradezu inquisitorischen Befragung von dummen Zweigleitern. Das sind so Dinge, die halt passieren. Ich habe kein Bedürfnis, mich deshalb in eine Ketzer- Position abdrängen zu lassen. Das ist alles. Kein Dogma von meiner Seite. Man hat mich trotz meiner Eskapaden wieder eintreten lassen, das ist doch erstaunlich genug und eigentlich ziemlich tolerant.

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  56. Lieber Ernst,
    das wäre schade, wenn Du Dich zurückziehen würdest. Ich mag die interessanten Blickwinkel, die Du oft einbringst. Ich kenn Deine Geschichte nicht, ich nehme an, Du warst mal Teil der AAG.
    Sobald was institutionalisiert wird, modert es auch – das ist überall so.

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  57. Liebe ZuL,
    "Auch Gefühle werden etwas suspekt betrachtet, sind sie ja etwas „niedrigereres“ als der Geist. Dieses falsche Verständnis, die Körper- und Praxisferne halte ich für große Schwachpunkt in der A."
    Ja - so etwas ist wirklich ein sehr falsches Verständnis. Ich kann mir nicht recht erklären, woher es kommt - denn bei Rudolf Steiner lese ich nicht, daß die Gefühle etwas "Niedrigeres" sind, sondern ganz im Gegenteil:
    "Das, was wir als Begriffswelt kennen, sehen wir nach dem Tode wie ein Netz, das über die Welt ausgespannt ist. Das aber, was uns bleibt, wenn wir durch die Pforte des Todes geschritten sind, und was wir auch bei einer neuen Erdengeburt wieder mitbringen als seelische Anlagen, das sind unsere Gemütsbewegungen, unsere Gemütsstimmungen. ... Und weil unsere Willensimpulse an die Gemütsverfassung geknüpft sind, so gehen auch sie mit uns durch die Pforte des Todes." - Und dann leitet Steiner dazu an, ein "Gemütsgedächtnis" auszubilden... (GA 130, S 238)

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  58. Und lieber Rainer und "Runde",

    "Ich verstehe es einfach nicht: Da gibt es seit über hundert Jahren zahllose großartige Schilderungen und entsprechende Übungen Steiners über den Zusammenhang zwischen moralischer und spiritueller Entwicklung und dann wirft man alles über Bord, wenn am Horizont jemand auftaucht der sich nicht so recht in mein Bild vom wahren und guten Anthroposophen einordnen lässt. Das hat Steiner doch nicht nur so zum Spaß gesagt?!?"

    Danke.
    Auch mir gelingt es nur mithilfe dieses "Psychologischen" ;-), das zu begreifen.

    Nun könnte man gerade von mir allerdings den Eindruck haben, ich wäre selber auf diesen "Gronbach-bashing-Zug" aufgesprungen (schließlich war ich es, die in einem Kommentar zu einem früheren Thema auf "Clear the planet" hingewiesen hat ;-) ).
    Das ist nicht meine Absicht.
    Ich habe nichts gegen Gronbach persönlich.
    Ich habe allerdings auch nichts für ihn.
    Ich finde: solange es Menschen gibt, die jemandem wie ihm gerne nachlaufen, solange muß und wird es halt auch Menschen geben, denen man in dieser Weise "nachlaufen" kann.

    Was mir gegen den Strich geht, ist, das, was er da verkündet, als "Anthroposophie" zu bezeichnen.
    Als ich selber vor wenigen Jahren mit dem Werk Rudolf Steiners in Berührung kam und darin etwas erkannte, nach dem ich seit langem gesucht hatte (es kann bei mir also keine Rede sein von "jahrzehntelanger theoretischer Anthroposophie :-) ) - da suchte ich sehr bald auch nach Anthroposophie im Internet; denn ich wollte mir ein Bild davon machen, was Anthroposophie heutzutage bedeutet, sozusagen in der "Praxis".
    Ich fand ziemlich sofort SGs damalige website "Anthro NRW". Ich hatte damals den Eindruck, das wäre eine von der AAG gutgeheißene, also sozusagen "offizielle" Site. Ich las also wirklich sehr gespannt.
    Naja - und einige seiner Artikel fand ich zwar wirklich gut und stimmig (ich erinnere mich zB an einen berührenden Nachruf auf Sebastian Gronbachs Vater, der, wie ich heute finde, vieles erklärt... jaja, das "Psychologische"... ;-) ).
    Andere seiner Artikel aber - die meisten - strahlten etwas ganz anderes aus.
    Ich las auch in den unzähligen Kommentaren seiner "Jünger" - und ich wußte und spürte beinahe körperlich, erstens: da will ich nicht hin! und zweitens: da konnte auch derjenige, der die "Philosophie der Freiheit" und die "Geheimwissenschaft im Umriß" geschrieben hatte, nicht hinwollen.
    Und es war mir seeeeehr seltsam zumute... sollte die Anthroposophie heute tatsächlich zu einem solchen Irrweg (denn so empfand ich den "Weg", zu dem SG anleitet, und empfinde ihn auch noch heute so) geworden sein?

    Dann allerdings stieß ich inmitten von Sebastians "Jünger-Kommentaren" immer wieder auch auf heftig Ablehnendes...
    Ich gebe zu: dieses "Gronbach-bashing" war mir nun auch nicht gerade behaglich. Es schien mir immer wieder unsachlich, von einem gewissen "Eifern" getragen... und hinter manchen der Kommentare schien eine bedingungslose und kritiklose "Gläubigkeit" zu stehen, inklusive "Nachbeterei" der Texte Rudolf Steiners - naja, also: da wollte ich natürlich erst recht nicht hin!
    Dennoch war es damals eine Erleichterung für mich, daß SG also offenbar nicht die "offizielle Position" der Anthroposophen vertrat. Es schienen also nicht alle heutigen "anthroposophischen Wegweiser" in Richtung SG zu weisen...
    Und vor allem um dieser Erleichterung und Orientierung willen habe ich später selber einige Male bei SG kommentiert. Ich mag halt keine "Autobahnen", ohne daß auf mögliche "Ausfahrten" hingewiesen wird...
    :-) Oder, wie Hermann sagt: es muss auch Leute geben, die wie in einem Märchen ausrufen: " Der Kaiser hat ja gar keine Kleider an." :-)

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  59. Fortsetzung:

    Seither habe ich noch sehr viel anderes im Netz gefunden, unter anderem auch diese website ("Egoisten" fand ich einen schönen Titel ;-)); und auch im "real life" begegnete ich Menschen, die seit vielen Jahren mit der, für die, einige sogar auch: aus der Anthroposophie leben... und ich erkenne: die heutigen Anthroposophen sind, vor allem anderen, Menschen auf dem Wege. Jeder hat dabei seine ur-eigenen Hindernisse zu überwinden - und davon gibt es seeeehr viele ... naja, und es ist halt immer um einiges leichter, die "Stolpersteine" zu erkennen, mit denen andere gerade zu kämpfen haben, als die Schlingen, in denen man sich selber gerade zu verfangen im Begriffe ist... ;-)


    Der AAG allerdings konnte ich bisher noch nicht beitreten - das fühlt sich für mich einfach (noch?) nicht "stimmig" an.
    Vielleicht kommt es ja einmal noch dazu - jedenfalls danke ich Dir, lieber Michael, für Dein "Nach meiner Wahrnehmung ist da viel Lärm an der Oberfläche, alberne Kräche usw, aber im Kern ist die Kraft völlig ungebrochen."
    Das gibt mir Mut.
    Allerdings das: "Sie wartet darauf, dass man sie entdeckt und mit ihr schweigt." scheint mir irgendwie nicht "genug" zu sein. Es widerstrebt mir halt, mit dieser "völlig ungebrochenen Kraft" bloß zu schweigen und andere gegen sie "schreien" zu lassen. Schon aus Verantwortung gegenüber den Menschen, die, wie ich vor einigen Jahren, die Anthroposophie ganz neu entdecken und sich ein Bild machen wollen. Wie sollen sie das, wenn diejenigen, die Du "praktizierende Anthroposophen" nennst, schweigen und unerkannt (und für viele auch unerkennbar) im Stillen wirken?

    Insofern freue ich mich sehr über Diskussionen wie diese.

    Und lieber Ernst - ich schließe mich ZuL an. Auch ich fände es schade, wenn uns hier in Zukunft ein gewisser Ernst fehlen würde ;-) - - -

    Herzlichen Gruß in die Runde,

    Ingrid

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  60. Liebe Ingrid, "Allerdings das: "Sie wartet darauf, dass man sie entdeckt und mit ihr schweigt." scheint mir irgendwie nicht "genug" zu sein." Na, das Schweigen ist ja keine Passivität. Im Gegenteil. Man lebt aus dem Schweigen heraus. Nur das ambitionierte Sich- Darstellen findet sicher nicht mehr statt. Ich denke, dass die Kräfte sogar grösser werden und dass man dann schon von dem Schicksal dorthin gestellt wird, wo man halt wirken kann.

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  61. Liebe Runde!
    Ein letztes Mal. Lieber Herr Seler sind Sie der, der seine Tochter vor dem ständigen Anblick einer Skulptur die einen ans Kreuz genagelten Halbnackten bewahrt hat?
    Sie sind für mich ein Held bitte bleiben Sie auch wenn Sie nicht dieser Herr Seler sind!
    Herrmann Finkelsteen

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  62. Liebe ZuL, liebe Ingrid,

    "Auch Gefühle werden etwas suspekt betrachtet, sind sie ja etwas „niedrigereres“ als der Geist. Dieses falsche Verständnis, die Körper- und Praxisferne halte ich für große Schwachpunkt in der A."

    Dem kann ich mit ganzem Herzen aus langjähriger Erfahrung zustimmen. In der Anthroposophie geht es primär um das Denken: Es gibt das gespiegelte Denken, das denkende Denken(!), das sinnlichkeitsfreie Denken, das aufblitzende Denken, das lebende Denken und wahrscheinlich noch einiges mehr aus dieser Ecke (Ach ja, M.Kirn aus HH hat z.B. noch ein Buch über "Das große Denk-Ereignis" geschrieben...).

    Natürlich gibt es in Steiners GA auch einige wichtige Stellen über das Fühlen und Empfinden, Ingrid, aber gerade in der "anthroposophischen Bibel", der "Philosophie der Freiheit", in anderen Grundwerken und im Schulungsweg geht es vor allem um die Ausbildung des Denkens (In HH haben wir sogar eine "Denk-Schule").

    Gefühle werden nicht nur suspekt betrachtet, sie sind primär eine Art Material, an dem man "arbeiten" sollte: Als Anthroposoph hat man seine Gefühle zu verwandeln und/oder zu überwinden (Was gar nicht geht: Gefühle sein zu lassen oder anzunehmen). Gefühle sind grundsätzlich subjektiv und sollten in ein "erkennendes Fühlen" umgewandelt werden.

    Ich kenne Menschen, die sich jahrzehntelang
    an Denk-Konzentrations-Meditations-Übungen abgearbeitet haben und die in ihrem Gefühlsleben komplett eingeschlafen sind. Man kommt über eine Beobachterrolle des Lebens nicht hinaus. Häufig wird von dieser Seite dann darauf hingewiesen, dass das Fühlen ja im lebendigen Denken "mit enthalten" sei, aber das ist Quatsch (Gewissermaßen wie eine Art Bonus DVD, die man mit dem Kauf der ursprünglichen DVD zusätzlich erhält).

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  63. Lieber Ernst, komm, begrüß uns wieder :)

    Es bedarf doch beider Seiten, der inspirierenden Geistwelt und derer, die jene Impulse empfangen und sie "austragen" und umzusetzen versuchen. Und das mit dieser "Schnittstelle" hat nicht geklappt. In meinen Augen sitzt die AAG in uns selbst und nicht in Dornach, das Augenmerk wurde falsch gesetzt und daher ist so einiges versiegt und erheblich zu spät angeschaut worden. Dieser Impuls ist wohl gescheitert, diese Wegleitung hat nicht gefruchtet. Aber die Kraft im Kern ist doch weiterhin vorhanden und die spricht halt nicht deutsch. "Es ist eine Qualität. Nach meiner Wahrnehmung ist da viel Lärm an der Oberfläche, alberne Kräche usw, aber im Kern ist die Kraft völlig ungebrochen. Sie wartet darauf, dass man sie entdeckt und mit ihr schweigt." Und es wäre ein unendlicher Segen, wenn Menschen mit sicherlich MEHR ERNST!! in ihrer Begegnung obige Schnittstelle wieder erwärmen würden. Wir müssen noch offener und lebendiger uns annehmen lernen, weil die "Lenkung" in uns aufzusuchen ist, im Gespräch, im Austausch. Und in einem solchen Austausch, in diesem Sinne, mischen sich bewegend entstehend sich bildende Formen in die eintreten kann, was Menschen geist-belebend weiterträgt. Aus der Kraft der Individualität, sie sich gegenseitig mit offenen Sinnen schenkend, dies schätzend. Und sich gegenseitg erhellend, wenn andere Ansichten sich begegnen, das trägt.

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  64. Einen wunderschönen guten Morgen Rainer, (sonnenbetankt?)

    stimme dem völlig zu, was Du ansprichst, aber ich gebe zu "bedenken" :))), dass man das Denken nicht mit dem Bade ausschütten sollte, nur weil die meisten darunter verstehen übend Gerüstbauteile hin und her zu tragen. Ich meine das Zauberwort heisst Imagination. Geht man durch dieses erhabene Tor, wird alles so schön bunt hier, so anschaulich, so plastisch, da kann man so ertragreiche Spaziergänge erleben und plötzlich spüren, dass das vielleicht das wahre Denken sein könnte, der Spazierende, der Erlebende, der Empfangende, der Verarbeitende, der, der dann bemerkt, dass das geht! Könnte das das Denken sein?

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  65. Lieber Hermann Finkelsteen,

    auf Deine Frage, ja wir hatten unserem Kind den Anblick des Gemarterten ersparen wollen.

    Lese einige Beiträge - um Michael und mich zu entlasten, seine (vorerst) nicht - sehe es bewegt sich etwas.
    Bestimmend für mein Schicksal war eben die Begegnung mit Herrn Kurt Theodor Willmann, der als direkter Schüler von Rudolf Steiner mir später mitteilte: "Was haben Sie für ein gutes Karma, jetzt schon Rentner werden zu können".
    Damals beendete ich meine Arbeit in der Friedhofsgärtnerei, weil es verschiedene innere Erlebnisse gab, u.a. die ganze Stadt Nürnberg, öffentliche Seite (Verwaltung etc.), wurde von einem Geistwesen "dirigiert", nicht frei und dazugehörig, meine Mitarbeiter erflehten in der Nacht das "Licht", weil sie sich als unfrei erlebten (tiefere Schichten). Nach einem Jahr Arbeitslosigkeit drängten die Behörden mich eine Rente zu beantragen. In dieser Situation wanderte ich durch den Schwarzwald zu dem Wohnort von Herrn Willmann, der obigen Ausspruch tätigte. Da er Jahre zuvor von 13. Meistern sprach, die um mich herum seien, dabei auch den Namen eines anthroposophischen Nervenarztes erwähnte, nahm ich den Hinweis mit der Rente ernst. Auch der Nervenarzt drängte mich zur Rente, obwohl er mich nie untersucht hatte. Ohne diesen Vorgang hätte es nicht die spätere Situation mit dem Symbol gegeben, denn wir zogen vom Evangelischen in eine katholische Gegend, entstand so die unmögliche Schulsituation.

    Meines Erachtens "versagte" der Vorstand in Dornach, der ja doch eine Mitverantwortung trägt. Es gibt viele weitere "Rechtsprobleme". Ich lebe tatsächlich ohne jegliche ärztliche Versorgung, muß lernen die Schmerzen umzuwandeln, auf eine Höhere Kraft vertrauen.

    Wenn Michael schreibt, "Ernst irrt", dann ist ja jeglicher Gedankenaustausch unmöglich. Herr Willmann sagte einmal unvermittelt: mit dem (Name X) machen Sie "Kleinholz". Ich war so paff, denn es handelte sich um eine "aufstrebende" anthroposophische Persönlichkeit, die noch dazu ein "Pate" meiner Migliedschaft war. Verstanden wurde aber sogar von Herrn Willmann nicht, als über Umwege aus einem Papierkorb im "Speisehaus" meine zerrisssene Mitgliedkarte gefischt worden war, später im Bayerischen Fernsehen wurde von dem "Paten" 1995 berichtet, sie sei ihnen in Nürnberg zugeschickt worden (welch ein mediales Affentheater). Was war geschehen: das Erleben der Mysteriendramen am Tage mit gleichzeitigem Erwachen eines bewußten Nachtlebens, Begegnung mit Geistwesen usw. war in mir der Impuls erwacht, wenn in Zukunft nicht die Menschen mit ihren Herzen sich als Anthroposophen erweisen (sie waren alle versteinert in Dornach), dann löse "ICH" das Geistige Band. Also nicht mehr der papierene Ausweis weist den Anthroposphen aus, sondern das lebendige Herz. Ich war damals jung, wußte aber von einem Sufi-Schüler ungefragt, war mit Rudolf Steiner inkarniert (erlebte später die innere Bestätigung), erlebte das Feuer der Geisteswissenschaft, die Notwendigkeit einer Erneuerung der AAG.... ...und mußte letzten Endes erst im letzten Jahr von Steiner lesen, die Weihnachtstagung sei zerschellt.

    Werde erst einmal noch tiefer eintauchen, sehe an den verschiedenen Beiträgen, es taucht etwas Ernsthaftes auf, was als "Abschied" gut wäre. Lese einige Stimmen, die mein Bleiben befürworten. Nehme das in die Nächte mit herein....... .

    Danke für die Gedanken, Gefühle Dritter

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  66. Lieber Manroe, "Imagination" ist ja in diesem Sinne eine weitere höhere Bewusstseinsform, die ich irgendwann einmal vielleicht "erlangen" kann, um die es mir aber in dem oben dargestellten Grundkonflikt nicht geht.

    Was machen die meisten Menschen mit ihren unmittelbar auftauchenden Gefühlen und Stimmungen? Sie lassen sie nicht sein, wie sie sind, erfahren sie nur ganz selten in ihrer Tiefe und Fülle. Meistens "machen" wir immer etwas mit unserem Gefühl oder unserer Stimmung, wir wollen es in subtiler Weise manipulieren oder wir flüchten in unsere (sicheren, gewohnten) Gedanken und gehen damit aus unserer gegenwärtigen Erfahrung weg.

    "Die Stille brauchst Du nicht zu suchen, sie ist das Ergebnis, das was von alleine auftaucht. Bleibe dabei, diese Fähigkeit zu entwickeln, dich in das Gefühl hinein sinken zu lassen...in das, was Du gerade erfährst. Die Stille sorgt für sich selbst. Wenn Du etwas tust, um in die Stille zu kommen, dann schiebst Du immer Gefühle beiseite. Zentrier Dich auf das, was im Augenblick geschieht, als ein Geschenk. Jede Stille, die man gesucht hat - sei es durch autogenes Training oder durch andere innere Methoden - bleibt sehr fade, sehr unlebendig und sehr wenig tief" Christian Meyer, "Aufwachen - Der Weg der inneren Erfahrung", S. 22

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  67. Lieber Rainer,

    "Gefühle werden nicht nur suspekt betrachtet, sie sind primär eine Art Material, an dem man "arbeiten" sollte: Als Anthroposoph hat man seine Gefühle zu verwandeln und/oder zu überwinden (Was gar nicht geht: Gefühle sein zu lassen oder anzunehmen)."

    Naja - es kann schon sein, daß einige oder sogar viele "Anthroposophen" das so sehen. Aber das steht doch nicht so bei Rudolf Steiner!
    Es ist wahr, in der PdF geht es nicht um Gefühle, sondern um das Denken.
    Aber wenn ich ein Buch über, sagen wir, Ameisen schreibe, dann sage ich doch damit nicht, daß beispielsweise Bienen (oder auch Pferde oder Delphine) etwas "Suspektes" wären!
    Man sollte, wenn man sich entschließt, sich an Steiners "Anleitungen" zu halten, halt schon erstmal ordentlich lesen, bevor man sich ans Üben macht.
    In der grundlegenden Schrift "Die Geheimwissenschaft im Umriß" (und könnte man nicht sagen, das ist die zweite "Bibel" der Anthroposophen?) ist jedenfalls ganz anderes zu lesen.

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  68. Zitat aus GA 13, S 332f (Hervorhebungen fett von mir):

    "In bezug auf die Gefühlswelt soll es die Seele für die Geistesschulung zu einer gewissen Gelassenheit bringen. Dazu ist nötig, daß diese Seele Beherrscherin werde über den Ausdruck von Lust und Leid, Freude und Schmerz. Gerade gegenüber der Erwerbung dieser Eigenschaft kann sich manches Vorurteil ergeben. Man könnte meinen, man werde stumpf und teilnahmslos gegenüber seiner Mitwelt, wenn man über das «Erfreuliche sich nicht erfreuen, über das Schmerzhafte nicht Schmerz empfinden soll». Doch darum handelt es sich nicht. Ein Erfreuliches soll die Seele erfreuen, ein Trauriges soll sie schmerzen. Sie soll nur dazu gelangen, den Ausdruck von Freude und Schmerz, von Lust und Unlust zu beherrschen. Strebt man dieses an, so wird man alsbald bemerken, daß man nicht stumpfer, sondern im Gegenteil empfänglicher wird für alles Erfreuliche und Schmerzhafte der Umgebung, als man früher war. Es erfordert allerdings ein genaues Achtgeben auf sich selbst durch längere Zeit, wenn man sich die Eigenschaft aneignen will, um die es sich hier handelt. Man muß darauf sehen, daß man Lust und Leid voll miterleben kann, ohne sich dabei so zu verlieren, daß man dem, was man empfindet, einen unwillkürlichen Ausdruck gibt. Nicht den berechtigten Schmerz soll man unterdrücken, sondern das unwillkürliche Weinen; nicht den Abscheu vor einer schlechten Handlung, sondern das blinde Wüten des Zorns; nicht das Achten auf eine Gefahr, sondern das fruchtlose «sich fürchten» und so weiter. — Nur durch eine solche Übung gelangt der Geistesschüler dazu, jene Ruhe in seinem Gemüt zu haben, welche notwendig ist, damit nicht beim Geborenwerden und namentlich bei der Betätigung des höheren Ich die Seele wie eine Art Doppelgänger neben diesem höheren Ich ein zweites ungesundes Leben führt. Gerade diesen Dingen gegenüber sollte man sich keiner Selbsttäuschung hingeben. Es kann manchem scheinen, daß er einen gewissen Gleichmut im gewöhnlichen Leben schon habe und daß er deshalb diese Übung nicht nötig habe. Gerade ein solcher hat sie zweifach nötig. Man kann nämlich ganz gut gelassen sein, wenn man den Dingen des gewöhnlichen Lebens gegenübersteht; und dann beim Aufsteigen in eine höhere Welt kann sich um so mehr die Gleichgewichtslosigkeit, die nur zurückgedrängt war, geltend machen. Es muß durchaus erkannt werden, daß zur Geistesschulung es weniger darauf ankommt, was man vorher zu haben scheint, als vielmehr darauf, daß man ganz gesetzmäßig übt, was man braucht. So widerspruchsvoll dieser Satz auch aussieht: er ist richtig. Hat einem auch das Leben dies oder jenes anerzogen: zur Geistesschulung dienen die Eigenschaften, welche man sich selbst anerzogen hat. Hat einem das Leben Erregtheit beigebracht, so sollte man sich die Erregtheit aberziehen; hat einem aber das Leben Gleichmut beigebracht, so sollte man sich durch Selbsterziehung so aufrütteln, daß der Ausdruck der Seele dem empfangenen Eindruck entspricht. Wer über nichts lachen kann, beherrscht sein Leben ebensowenig wie derjenige, welcher, ohne sich zu beherrschen, fortwährend zum Lachen gereizt wird."

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  69. Lieber Rainer,

    ...ja, man möchte weg von diesem Subjektiven, dem ich nicht trauen kann und darf, zumindest hat man es mir immer so eingeredet und mich an die Wissenschaft verkauft, an das da draussen, das angeblich Verlässliche.

    Gefühle tendieren in Richtung BILD-Zeitung, die anderen laufen zum SPIEGEL, aber Künstler werden zumeist angehimmelt, in heutigen Zeiten je irriger desto mehr vermutet man, so weit ist es bereits um uns geschehen. Und warum? Weil wir unsere Gefühle verraten und verkauft haben, an angebliche Autoritäten, den Gottesersatz da draussen, weil in uns selbst, da können wir es ja in diesem Gestrüpp aus Gefühlen... da verheddert man sich nur und verstrickt sich, geht dem süsslich scheinenden auf den Leim.

    Wammm, wir haben uns selbst zerschlagen, unser Selbst zerschlagen lassen, schizophreniert, gespalten in vermeintlich objektiv und angeblich subjektiv.

    Allerdings so ganz kann ich dem C.Meyer nicht zustimmen, weil die Stille die ich kenne jenseits der Gefühle IST. Was nicht heissen soll, ich würde dem Verdrängen der Gefühle das Wort geben, sondern nur darauf verweisen, dass Gefühle Produkte sind und mich interessiert deren Zustandekommen und deren Lebensformen und die kann ich nur sehen und somit NEU erleben, sprich fühlend tasten aus einem wirklich freien Bereich heraus. Es gibt oder gab unter WIN XP einen Bildschirmschoner "stars", da flogen so vor schwarzem Hintergrund die Sterne auf mich zukommend an mir vorbei, das erlebe ich als ein "Wahrbild".

    Ansonsten sind für mich Gefühle und ich sage in diesem Zusammenhang lieber Empfindungen, als Empfänger und Gefühle als Produzent, die eigentlich wirkliche Instanz, um die es geht, durch die wir leben, meine Gefährte, wie Worte.

    Denn wie sollte ich wirklich denken lernen, hätte ich keine Zubringer? Gefühle sind für mich Inkarnationen meines Selbst, im Bilde jetzt aber vielleicht auch wirklich, Künder in beide Richtungen, mein Denken fasst nur zusammen, hat den Überblick und verteilt neu.

    In diesem Sinne würde ich lieber die BILD lesen, als den SPIEGEL, verstehe das jetzt bitte richtig, ist ein Bild :), denn die ist der "Wahrheit" irgendwie näher, wenn wir jetzt mal Niveau ausser Acht lassen.

    Und Imagination, ja, wo beginnt sie? Die BILD sagt, Bild Dir Deine Meinung. Und irgendwo hat sie recht und oder aber, um diese Diskrepanz geht es doch, die sich da auftut. Die BILD arbeitet heute mit dem was man uns über unsere Gefühle eingeredet hat und lenkt uns daran, als mehr oder mündigere Sklaven, wie in der Werbung. Also wenn die keinen Wert hätte, würde man da keine Milliarden reinstopfen, das sollte uns wachmachen und den Wert der sogenannten Gefühle erkennen und uns nicht zerstören lassen, denn da liegt das Potential dafür, dass wir die Sklaverei immer noch nicht abgeschafft haben, ganz im Gegenteil!

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  70. Lieber Ernst! Ich ziehe ebenfalls meinen Hut vor Dir, dass du deine Kinder vor dem grauen bzw. greulichen Anblick des Kreuzes mit Jesus, bewahren wolltest! Mögen Freude und Liebe an deiner Seite sein.

    LG

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  71. Lieber Rainer, "Ich kenne Menschen, die sich jahrzehntelang
    an Denk-Konzentrations-Meditations-Übungen abgearbeitet haben und die in ihrem Gefühlsleben komplett eingeschlafen sind." Dumm gelaufen. Aber eigentlich sprechen wir ja von uns selbst und nicht von den "Menschen draussen im Lande". Wenn Dir die Anthroposophie nichts bringt (bzw das konventionelle anthroposophische Denkmuster, das Du hier präsentierst), dann ist es nur natürlich, dass Du Dich andernorts umschaust. Man kann natürlich auch ganz entspannt beides machen.

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  72. Lieber Michael, ja natürlich, ich habe mich in den letzten Jahren durchaus "andernorts umgeschaut", einige nette Geschichten entdeckt und muss nun schauen, was ich von der Anthroposophie noch mitnehmen kann (ist auch manchmal lustig, wenn ich zurückschaue: Von Scaligero zu Christian Meyer...schon etwas schräg). Aber es ist auch für mich immer wieder schön und interessant, Deine Seite zu besuchen.

    Lieber Manroe, nur kurz (weil ich schon wieder in die Sonne muss...), C.Meyer beschreibt ebenfalls, dass die Stille jenseits der Gefühle ist, ebenso andere tiefere Erfahrungen wie Liebe, Frieden oder Glückseligkeit; man kommt aber nicht zur Stille oder anderen tieferen Erfahrungen, wenn man die aktuelle Stimmung/Gefühl quasi beiseite schiebt, verdrängt, usw. oder indem man sich sonstwie anstrengt, in die Stille zu kommen. Werden die Gefühle vollständig gefühlt und in ihrem So-sein angenommen (nicht nur beobachtet!), lösen sie sich auf (CM sagt, sie "verbrennen")und etwas wie Stille kann auftauchen.
    Für mich persönlich, als Vielleser und jemand, der eh immer viel im Kopf lebt, gibt es da nicht wenig Fallen, vor allem, was die subtile Einmischung/Interpretation des Mentalen angeht, ich bin da Neuling auf diesem Gebiet.

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  73. Hallo Rainer, -- "weil ich schon wieder in die Sonne muss..." aber muss man nicht grade als eher Kopfmensch selbigen kühl halten, ich hoffe Du denkst dran :)

    zu C. Meyer, habe ihn nicht gelesen, aber annehmen ist immer gut, denn es gibt ja Gründe, warum das, was man in sich erleben kann, vorhanden ist. Und nur wenn ich jenes Annehmen "gewähren" lasse (klingt irgendwie widersprüchlich), werden mir die "Namen" derer gesagt, die eigentlich mit mir sprechen und erlöst werden möchten. Und statt "verbrennen" würde ich lieber befreit sagen wollen. Und das mit dem Viellesen, hast Du mal darüber nachgedacht, angefühlt, was Du da so suchst und warum? Wenn ich das mal so fragen darf?

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  74. @Manroe
    Na ja, es gibt sie halt, die ganzen vielen Bücher, was soll man sonst mit ihnen machen...

    Nee, im Ernst, natürlich habe ich mir über meine Vielleserei Gedanken gemacht, das Ganze geht u.a. in die Richtung Sicherheit, Gewohnheit, Vertrautes suchen und finden in Gedanken, Ideen und Weltanschauungen (was aber letztendlich etwas einseitiges an sich hat).

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  75. Ich sehe, der „Gedankenaustausch“, er befindet sich aktuell, mal von den dazu gehörigen Abschweifungen auf Nebenwege abgesehen, dort, wo er die Frage umkreist: Wie arbeitet man selbstverantwortlich mit dem Werk R. Steiners. Weiter sehe ich , ein Jeder, er geht dabei seinen Weg. Die Wege sind verschieden. Das bezeugt die Lebendigkeit des Werkes von R. Steiner und bildet zugleich Vertrauen dafür aus, dass man mehr und mehr lernt, sich zu erkräftigen für die Anerkennung all derjenigen Wege, die Andere beschreiten. Dazu Steiner: „ Positives Arbeiten für die Inhalte der Anthroposophie, nicht kämpfend gegen Auswüchse, das galt Marie von Sievers und mir als das Wesentliche. Selbstverständlich gab es Ausnahmefälle, in denen auch das Bekämpfen notwendig wurde.“ (Mein Lebensgang, 37. Kapitel) Das Ganze bezeichnet Steiner als „Winterweg“, oder den Erkenntnisweg des Anthroposophen. ( GA. 265, S. 454 ) Dazu eine Strophe aus der „Winterreise“von Wilhelm Müller, vertont durch Franz Schubert.

    Was vermeid' ich denn die Wege,
    Wo die ander'n Wand'rer geh'n,
    Suche mir versteckte Stege,
    Durch verschneite Felsenhöh'n ?

    Dadurch, das es jeweils ein „Erkenntnisweg“ ist, der beschritten wird, eben dadurch finden sich die verschiedensten Wege innerlich in einer Bewegung. Steiner nennt das: Anthroposophische Bewegung. Die ist an keine Anthroposophische Gesellschaft gebunden. Es ist umgekehrt, ohne Bewegung gibt es keine lebendige Anth.Gesellschaft. Rainer Maria Rilke gehörte der Gesellschaft nicht an, dennoch war ihm die Bewegung vertraut. Aus und in ihr dichtete er: „Die Sonette an Orpheus“

    Das XII. Sonett

    Wolle die Wandlung. O sei für die Flamme begeistert,
    drin sich ein Ding dir entzieht, das mit Verwandlungen prunkt;
    jener entwerfende Geist, welcher das Irdische meistert,
    liebt in dem Schwung der Figur nichts wie den wendenden Punkt.

    Was sich ins Bleiben verschließt, schon ists das Erstarrte;
    wähnt es sich sicher im Schutz des unscheinbaren Grau's?
    Warte, ein Härtestes warnt aus der Ferne das Harte.
    Wehe -: abwesender Hammer holt aus!

    Wer sich als Quelle ergießt, den erkennt die Erkennung;
    und sie fuhrt ihn entzückt durch das heiter Geschaffne,
    das mit Anfang oft schließt und mit Ende beginnt.

    Jeder glückliche Raum ist Kind oder Enkel von Trennung,
    den sie staunend durchgehn. Und die verwandelte Daphne
    will, seit sie lorbeern fühlt, dass du dich wandelst in Wind.

    Wolle die Wandlung, so begreife ich die obige Aussage von Michael: „Die Formen müssen sich ändern, aber der Quell bleibt ungebrochen.“ ( s.o. 3.Juni, 21.O5 ) Ich sehe, die Anth. Gesellschaft ist jeweils dort „Ereignis“, wo Menschen einander aus dem ungebrochenem Quell gewahren. Hier im Blog gewahren wir einander durch Gedankengänge. Je kräftiger die hier beteidigten „Gedankengänger“ in ihrer Gedankengestaltung hinstreben zu so einer Gedankengestaltung, die durch alle an ihr Mitwirkenden mehr und mehr zu einer lebendigen Gestalt sich bildet, je kräftiger wird die Fassung der Quelle. Eine kräftige Quellfassung sorgt dafür, das Gedankenströme nicht im Sande versickern, sondern fließend ihrem Ursprung
    eingegliedert bleiben.
    Gruss Burghard

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  76. Danke Burghard, sehr schön :-)
    Und fast hätt ich es vorhin so ähnlich beschrieben, hätt vor allem den Quell, die Quelle erwähnt...ließ dann doch ab, weil ich -fand- ... die Worte nicht recht gefunden zu haben ;-)

    lg

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  77. Lieber Rainer,

    mit dem Lesen, dem vielen, ab wann wird es viel, man merkt es eines guten Tages durch eine solche Frage. Man kann Unsicherheiten oder Fragen an ihren Überschneidungen zu einem Mittelwert gerinnen lassen, ihre "Kanten", oder offene Fragen glätten sich und generieren neue Fragen. Ein so lesender Input füllt etwas an in mir und irgendwann sollte man nachschauen, ob ich es noch bin, der in den bereits sich eingestellten Formen oder mit und durch sie sich betätigt oder ob da vielleicht was absäuft.(?)

    Das ist dann auch wieder so eine Gleichgewichtssituation, in welche Richtung wird sich welche Ebene neigen oder wo ist und wie verbleibe ich in der Mitte?

    Ich habe auch deshalb gefragt, weil hier das Fühlen oder Empfinden sich selbst gegenüber gefragt ist, sein und ein wirklicher Wert erlebbar wird statt ähnliche "Dinge" rational zu klären, wenn das überhaupt geht. Der fühlende Mensch in mir, der vermeintlich subjektive Teil an mir, nimmt man ihn intensiver an erlebt man, wie objektiv und lebendig er ist, sobjektiv, der Verbinder zweier Ströme als Strom des Fühlens, vielleicht sogar "objektiver" als das Denken, zumindest vor einem Resultat durch das (normale) Denken - oder Fühlen als das "Sinnesorgan" des Denkens.

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  78. Zu Empfindung und Gefühl
    Eine Empfindung ist wertfrei z.B. : ich empfinde Kälte, ich empfinde einen Druck auf meiner rechten Brustseite, ich empfinde einen zarten, herben Rosenduft, oder: ich höre eine Musik und halte inne und empfinde wie sich innerlich etwas verändert, ich empinde eine große Weite in meinem Brustraum, wenn ich in den klaren Sternenhimmel schaue…. die Empfindung ist erst einmal eine neutrale Wahrnehmung, es ist das, was über die Sinne an das Bewusstsein mitgeteilt wird, es ist objektiv.
    Durch die Empfindung des Körpers er-lebt das beobachtende Ich sein in Resonanz-Sein mit der Welt und dem Kosmos. In der selben Weise wie die Welt und der Kosmos im Organismus weiterklingen, in der selben Weise wirkt auch der Mensch in die Welt und den Kosmos hinein und gestaltet diese mit.

    Das Gefühl kommt danach und enthält eine persönliche Interpretation z.B. wenn ich diese Musik höre, fühle ich mich traurig, weil...., wenn ich nur „daran“ denke werde ich depressiv, jemand bleibt allein zu Hause und fühlt sich glücklich, ein Anderer, in der selben Situation, fühlt sich traurig, weil...
    Das Gefühl ist subjektiv , ihm liegt zwar immer auch eine objektive Empfindung zu Grunde, jedoch darüber legt sich etwas Persönliches. Das Zurücklingen der Welt und in die Welt ist nun nicht mehr objektiv, sondern erhält eine subjektive Färbung.
    Dadurch kann ein wunderschöner Sonnenaufgang zu etwas Schmerzhaftem werden. Die objektive Empfindung wird überdeckt durch das subjektive Gefühl.
    Das Gefühl hat immer eine persönliche Geschichte, die nicht einen Beherrscher, sondern einen mitfühlenden Begleiter braucht. Sobald das beobachtende Ich ein Gefühl annimmt, es da sein läßt und es begleitet, findet bereits eine Desidentifikation statt. Ich bin es jetzt nicht mehr, sondern ich habe eine Beziehung zu ihm. Das Ich ist immer größer als seine Teile, die erkannt und gehört werden möchten. Es besteht keine Gefahr, dass sich etwas, das ich nicht möchte blind auslebt, ausufert, es mich oder Andere stört, sondern durch diese Beziehung findet eine Transformation statt. Es gibt keine Veränderung ohne Liebe. Wenn z.B. ein schmerzhaftes Gefühl durch das Annehmen aus seiner Isolation befreit wird, dann wird auch das Ich freier in seinem empfindenden In Resonanz-Sein mit der Welt und dem Kosmos.

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  79. Lieber Steffen,

    "Lieber Ernst! Ich ziehe ebenfalls meinen Hut vor Dir, dass du deine Kinder vor dem grauen bzw. greulichen Anblick des Kreuzes mit Jesus, bewahren wolltest! Mögen Freude und Liebe an deiner Seite sein."

    Erst einmal danke ich Dir von Herzen. Es haben ja Eltern kleiner Kinder damals sich gemeldet, sie werden sich auf den von uns erwirkten Beschluß berufen. In ganz Regensburg wurden die alten großen C-Kreuze in allen öffentlichen Schulen gegen einfache Kreuze ausgetauscht und ich denke einmal, das war die "TAT", welche Herr Willmann mir für später ankündigte, wenn ich den Ren-t-neR ( er erklärte, das Wort kann von vorne und hinten gelesen werden ) annehme. Natürlich war es irgendwie ein Opfer, eine solch soziale Gestalt in jungen Jahren zu akzeptieren.
    Habe bis auf die Antwort von Michael die anderen neuen Beiträge gelesen und freue mich über die vielen guten Gedanken, etwa: "Wenn z.B. ein schmerzhaftes Gefühl durch das Annehmen aus seiner Isolation befreit wird, dann wird auch das Ich freier in seinem empfindenden In Resonanz-Sein mit der Welt und dem Kosmos."

    Die Seelen öffnen sich, indirekt durch Gronbach, den Wechselwirkungen.

    Vielleicht hätte Herr Willmann nicht die Bedingung zur Einweihung machen sollen, nur wenn "Sie" bereit sind, notfalls gegen die gesamte Menschheit zu stehen..... .
    So wird man/frau vielleicht zum Einzelmenschen, gerade wenn unerschütterlich Erkenntnis waltet.

    Lieben Gruß in die Runde
    ...die Geistige Welt wird den Weg mit-weisen

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  80. Liebe Teilnehmer der Runde,
    /Teil 1/
    hatte auf das Buch von Reinald Eichholz "Der Mensch im Recht - Das Recht im Menschen" verwiesen.
    Spürte durch die Mitteilung des Rudolf Steiner Verlages, das Buch entstand in Folge vieler Fragen, welche durch die Tat unserer Familie entbrandten. Also ein Großes Für und Wider.
    Oben verwendete Jemand das Wort "Held" und tatsächlich schrieb 1995 die Bildzeitung die Schlagzeile "Dieser Mann zwang die Katholische Kirche in die Knie".
    Das erklärt natürlich, warum ich weiter verfolgt werde.
    Herr Eichholz verwendet sehr viele Zitate auch von Steiner. Das Bemühen ist offenbar, Nachtodliches und die "Nachtseite" (Schlaf) verständnisvoll in die Fragen zu "Recht" mit hineinzunehmen. Konnte das Buch nicht linear lesen. Finde gerade das Wort, das Michael nicht mehr in seinem (früheren) Forum haben wollte, in dem Buche auf Seite 179, stoppte das Weiterlesen, denn es könnte den Autor und mich verletzen, wenn ich mich nicht erst vorbereite.

    Das Buch ist insgesamt "nur" wegen den gesellschaftlichen Folgen durch 1995 (BVerfG-Beschluß) entstanden, ob als "Rettung", Verteidigung der Anthroposophie gegenüber Juristen bleibt abzuwarten. Was der Autor eigentlich will, wird sich noch zeigen. Wertvoll an und für sich sind auf jeden Fall einzelne Gedanken seines Buches, etwa:
    "Der Mensch ist "selbstreflexives Subjekt". Oft mögen es - wie beim Widerstand gegen das vom "Gesunden Volksempfinden" gestützte "Dritte Reich" - nur einzelne herausreagende Persönlichkeiten sein, die sich gegen das herrschende Gefühl stellen; dann zeigt sich aber das Grundsätzliche. Die Prägungen durch die Verhältnisse mögen erdrückend sein: der Einzelne bleibt aber als Persönlichkeit letztverantwortliche Instanz."

    Las diesen Satz gestern. Der Hinweis hier auf "Held" ist von Außen gesehen begründet. Wie der Autor sich mit dem Beschluß 1995 herumschlagen wird, werde ich noch sehen, wenn auch sein Bemühen tatsächlich ist, Nachtodliches und die "Nachtseite" erstmals öffentlich in einem Buche zu "Recht" darzustellen. Hilfreich sind seine Gedanken, Zitate von Steiner auch für mein Verhalten hier. Verantwortung, das Erleben der "Spiegelung", das Lernen, Erfahren der anderen Iche, Verständnis zu erfahren.

    Ich hatte ja darauf verwiesen, wie mit zwei Persönlichkeiten dieser Runde hier, sich nächtliche bewußte Begegnungen ergaben und hatte angefragt, wollen nicht Dritte auch ihre nächtlichen Erfahrungen mitteilen. Da kam leider Nichts, verständlich, weil ja Dritte von Außen mitlesen, und "Nacht" immer etwas Intimes und scheinbar Verletzliches beinhaltet.

    Versuche nun tastend Voranzuschreiten, der Bitte um das Hierbleiben verstehend für den Prozess "gerecht" zu werden. Es liegt dies ja nicht nur in der Zustimmung oder Ablehnung von Michael zu meinen Intentionen, auch nicht an Zurechtweisungen, was schicklich ist oder nicht. Ich gehe davon aus, Michael geht es um die "Mission" Rudolf Steiners, da wir hier immer wieder Zitate von Steiner finden und uns gemeinschaftlich darum bemühen.

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  81. /Teil 2/

    Bitte nicht erschrecken: gefühlsmäßig ist es für mich so, was Herr Eichholz über den Beschluß des Bundesverfassungsgerichtes schreibt, wird Tatenfolgen meiner Person mitgestalten. Denn die RichterInnen am BVerfG werden das offensichtlich nur für Juristen bestimmte Buch (es ist schwer zu lesen) zur Kenntnisnehmen und wird damit eine Rechtfertigung oder Verdammung der Anthroposophie bewirken. Es bleibt abzuwarten, inwieweit vollkommen unversöhnlich "Rom" sich verhält. Wer die Botschaft von Benedikt XVI in Kroatien zur Kenntnis nimmt, der kann nicht umhin, die Warnungen Steiners vor der Katholischen Kirche neu in sich zu bewegen.

    Ich will hier abschließend dieses Beitrages hinstellen, Niemand, Niemand, auch von anthroposophischer Seite hat sich um die seelisch-geistigen Folgen der Begegnung Symbol-Kindesseele gekümmert, im Gegenteil der Vorstand in Dornach hat 1995 eine Presseerklärung abgegeben, das Ehepaar Seler sei nicht Mitglied der AAG und damit eine Halbwahrheit und eine Halblüge, damit ganze Lüge verbreitet. Denn nur ich wurde 1972 Mitglied, wurde nie ausgeschlossen, bin icht ausgetreten.

    Ich gehe davon aus, auch die Geistige Welt liest hier mit.

    Danke allen, vor allem meinen Gegnern, denn wir stärken letztlich das Gute.
    Ernst

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  82. Lieber Michael

    "Wenn Dir die Anthroposophie nichts bringt (bzw das konventionelle anthroposophische Denkmuster, das Du hier präsentierst)..."

    Da ist schon was dran, ich bin mir schon bewusst, dass meine Ansichten, Urteile über Anthroposophie die ich hier vertrete, teilweise etwas sehr subjektives an sich haben; so etwas entsteht aber natürlich nicht im luftleeren Raum, sondern, in diesem Fall, als Antwort auf die Gronbach-Berichterstattung.

    Ich beobachte durchaus weiterhin interessiert und neugierig bestimmte, mir symphatische "Abteilungen" der anthroposophischen Bewegung; Flensburger Hefte etwa, Info 3 und vor allem die jüngsten (m.E. wirklich revolutionären) Publikationen aud dem Futurum-Verlag (Taja Gut, Andreas Laudert; demnächst folgt Christian Grauer).

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  83. Lieber Ernst,

    "Ich hatte ja darauf verwiesen, wie mit zwei Persönlichkeiten dieser Runde hier, sich nächtliche bewußte Begegnungen ergaben und hatte angefragt, wollen nicht Dritte auch ihre nächtlichen Erfahrungen mitteilen. Da kam leider Nichts, verständlich, weil ja ..."

    Dazu möchte ich nun doch etwas sagen.
    Immer wenn Du diese "Nachtseite" des Bewußtseins erwähnst, habe ich den Eindruck, Du mißt allem, was Du in einem anderen Bewußtseinszustand als dem des gewöhnlichen Tagesbewußtseins erlebst, einen höheren "Wahrheitsgehalt" zu, aus dem einzigen Grund, weil es eben von dieser "Nachtseite" stammt.
    Das ist mir sehr unbehaglich.
    Ich sage keineswegs, daß ich ein solches "Nachtbewußtsein" für unsinnig oder unmöglich halte; aber ich bin überzeugt davon, daß auch das, was Du "nächtliche Erfahrungen" nennst, irrtumsanfällig ist, Illusion, Konstruktion sein kann - ganz ebenso wie auch in unserem Tagesbewußtsein neben wirklichkeitsgemäßen Wahrnehmungen immer wieder auch Raum ist für Einbildungen und Illusionäres.

    Ich halte es für wirklich gefährlich und möchte daher eindringlich davor warnen, davon auszugehen, alles, was man in diesem "Nachtbewußtsein" erlebt, sei allein deswegen auch schon unumstößlich "wahr".

    Vor längerer Zeit (ich weiß nicht, ob Du Dich daran erinnerst - es war noch bei den "alten Egoisten") hattest Du einmal eine nächtliche bewußte "Begegnung" mit mir erwähnt.
    Ich hatte damals darauf entweder nicht oder sogar ablehnend reagiert (das weiß ich nicht mehr genau)... Tatsache ist: in der betreffenden Nacht war ich Dir jedenfalls nicht bewußt begegnet. Und wohl auch nicht unbewußt - denn es war "zufällig" ;-) eine Nacht, in der ich überhaupt nicht geschlafen hatte, auch gar nicht zu Bett gegangen war.

    Nix für ungut, bitte!
    Ich bin froh, daß Du uns hier also auch weiterhin erhalten bleibst... :-)

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

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  84. Liebe Ingrid H.

    erinnere mich Dich erwähnt zu haben.

    Natürlich kann auch selbst in der Geistigen Welt geirrt werden. Zu dem Erlebnis, damit es Dich nicht ängstigt, kann gesagt werden, hatte weiter keine Inhalte, außer dem Schnittpunkt des tieferen Seins. Die tiefere Begegnung kann auch stattfinden, wenn "Du" nicht geschlafen hast, da im Geistigen Raum und Zeit nicht exisitieren und Dein umfassendes Ich nicht Teil des Tagesbewußtseins ist. Vielleicht war auch die "Wachhheit" Anlaß für die tiefere Begegnung.

    Diese Beiträge:

    "„Rudolf Steiner
    Studienmaterial
    aus dem Gesamtwerk
    Über den Traum
    Und seine Entwicklung
    Zum bewussten
    Höheren Wahrnehmen"
    - Verlag Die Pforte ( ISBN 3-85636-120-0 )

    können Dir vermitteln, es ist möglich, ein höheres Bewußstein in der Nacht zu erlangen und dies in das Tagesbewußtsein überzuführen.
    "Gefährlich" wird es doch nur dann, wenn im Tagesbewußtsein die Grundlage vorliegt für irrtumhaftes Denken.
    Du schreibst: was Du "nächtliche Erfahrungen" nennst, irrtumsanfällig ist, Illusion, Konstruktion sein kann - ganz ebenso wie auch in unserem Tagesbewußtsein neben wirklichkeitsgemäßen Wahrnehmungen immer wieder auch Raum ist für Einbildungen und Illusionäres."
    Es bedarf hier einer Veranlagung, um am Tage Einbildungen und Illusionäres als wahr zu nehmen. Es ist doch gerade die Beschäftigung mit der Geisteswissenschaft, wenn sie ernsthaft betrieben wird, welche das "Illusionäre" austreibt, verschwinden lässt, Tag und Nacht.

    Das Lesen in dem Buche des Anthroposophen zeigt, unabhängig, wie er sich zum Beschluß 1995 äußert (las das noch nicht), wie er erstmals umfassend auf die Nachtseite hinweist, als Teil des Lebens und eigentlicher Quelle des Rechts, wenn auch am Tage die Vernunft der Maßstab ist. Ja er verweist sogar auf das Nachtodliche, was mutig ist, da er in der Rechtswissenschaft tätig ist, es wagt, so sich auf Rudolf Steiner mit zu stützen.

    Wer Schwärmerisch in die Nacht hineingeht, wird auch schwärmerisch herauskommen, dem ist zuzustimmen. Es gibt aber auf dem Weg, wie Steiner das im Buche beschreibt untrügliche Zeichen, Ereignisse, an denen erkannt werden kann, ob man/frau sich richtig entwickelt.

    Wenn ich K.Th.Willmann erwähnte, der bisher die einzige Person blieb, an der mir "Anthroposophie" lebendig wurde, dann soll erwähnt werden, wie er unmittelbar aus jeglichem Zusammenhang fragte, ob ich in der "Nacht" denken könne. Ich bejahte es, da es ein leibfreies Denken ist. Er betonte, dies sei eine hohe Stufe in der Bewußtseinsentwicklung.

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  85. Fortsetzung - Ingrid

    Du "darfst" nicht von Deiner Bewußsteinserfahrung und Lage (wenn Illusionäres etc noch eine Rolle spielt) auf andere Menschen schließen. Gerade die Beiträge (von mir) signalisieren, ohne bösem Willen von Außen, Dritten, da liegt ernsthaftes Bemühen vor. Wer Anderes Sehen will, sieht eben Illussion.

    Natürlich kann ich mich letztlich irren, weil Irrtum menschlich ist. Wenn ich aber als Künstler Landschaft male, ist dies irrtumsfrei, wenn Farben und Formen inspirieren. Als Denker ist man/frau irrtumsfrei, gerade wenn der Gedankenraum direkt in der Nacht stattfindet und in das Tagesbewußtsein geholt wird. In der Nacht entstanden die inspirierenden Gedanken zu unserer familiären Tat, die "ICH" ohne jegliche Hilfe Dritter durchführte, abgesehen von Meistern und Lehrern, die gerade in der Nacht mich begleiteten, wie der Tibeter, der in der Nacht vor der Gefangennahme mitteilte, werde gefangengenommen, komme bald wieder frei. Natürlich wird Jeder, wenn er mich als Feind des Christentums erachtet, so wie Steiner von der Katholischen Kirche, nur als wahnsinnig bestimmen wollen, das ist aber nicht mein Problem. Also bitte mehr Respekt vor dem Erlebten, das Teil unseres Dramas war, in welchem wir uns "beweisen" mußten, bewiesen haben.

    Im Sinne des Buches von Steiner "maße" ich tatsächlich der "Nachtseite" einen höheren Stellenwert zu, dann wenn dort echte Inspiration stattfindet, Quelle für Künstler, Wissenschaftler (Erfindungen-Benzolring-im Traum)usw.. Wir finden auch in der Nacht unser umfassendes Ich, das von Inkarnation zu Inkarnation reift.

    Neutrale Grüße

    Ernst

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  86. "Ausgangspunkt der nachfolgenden Überlegungen sind die Probleme und Mängel, die sich in der alltäglichen Rechtspraxis aufdrängen. Sie sind dafür verantwortlich, dass eine Beschäftigung mit grundlegenden Rechtsfragen kaum stattfindet, und zwar nicht nur bei Menschen, denen grundsätzliche oder philosophische Fragenstellungen fern liegen, sondern gerade auch bei jenen, die sich mit der Anthroposophie beschäftigen und die große Kluft zwischen geistigen Inhalten und der Praxis des Rechtslebens empfinden."

    Seite 7 - Anfang "Aufgabenstellung" von Reinald Eichholz "Der Mensch im Recht - Das Recht im Menschen.

    Fand vor vielen Jahren die mündliche überlieferte Äußerung von Rudolf Steiner, das "Recht" sei die höchste Form der Kunst, da sie es unmittelbar mit dem Menschen zu tun hat.

    Sprache ist mein "Stilmittel"

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  87. Aus einer spirituellen Tradition kommend, in der Lehrer mit charismatischen Auftreten völlig normal und auch gewollt sind, verstehe ich diese Aufregung nicht. Ich erlebe Herrn Gronbach in diesem Text als sehr ruhig und seriös. Geradezu zurückhaltend und wohltuend modern. Er vebindet das Beste der Anthroposophie mit dem Besten der Neuzeit. Oder wollen Sie allen Nicht-Anthroposophen sagen, dass nur Steiner die Wahrheit kannte und nur die Auslegungen zugelassen sind, die seit Jahrzehnten bekannt sind?

    Die Würde des Menschen
    Vier Geheimnisse anthroposophischer Lehrerschaft
    von Sebastian Gronbach
    http://tinyurl.com/62dxtuu

    B.Janusz

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  88. Hallo, Herr Janusz, in einem Dialog pflegt man nach meinem Empfinden die eigene Tradition und spirituelle Kultur und respektiert die Anderer. So kann man voneinander profitieren und neue Standpunkte und Zugangsweisen entwickeln. Das sehe ich bei Herrn Gronbach nicht, sondern eine heillose unangemessene Vermischung, aus der gar nichts erwächst. Außerdem klafft zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei Herrn Gronbach, wie die benannte Blogstelle zeigt, eine erhebliche Kluft, die er mit pompösen Wortgeklingel wettzumachen versucht. Aber das ist natürlich nur meine persönliche Blogger- Ansicht, der ja auch heftig von Kommentatoren widersprochen wird. Übrigens beginnt die Tradition, die ich meine, nicht mit Steiner; dieser war ein Vertreter.

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  89. Unter der Überschrift "Grenzen der Toleranz"
    schreibt der Anthroposoph und Jurist Reinald Eichholz in "Der Mensch im Recht- Das Recht im Menschen" Verlag Futurum
    auf Seite 184

    "Mit den erforderlichen Grenzziehungen hat sich auch die Rechtsprechung beschäftigt. Im "Kruzifix-Urteil" und im "Kopftuchurteil" hat das Bundesverfassungsgericht sowohl die Grenze zwischen dem Eigenen und dem zu tolerierenden als auch die zwischen dem zu Tolerienden und dem Zurückweisenden genau untersucht. An der ersten Grenze herrscht ein grundsätzliches "Toleranzgebot", das jedem gegenüber und immer gilt. Es ist so grundlegend und allgemeingültig, dass es - von der Tagseite formuliert - unsere Verflechtung mit dem Umkreis als anthropologische Konstante bestätigt.
    Die zweite Grenze besagt, wo Toleranz enden muß."

    Für Erstleser: bereits 1982 (die Kinder waren noch ganz jung), zeigte die "Nachtseite", wir werden als Familie in den Süden ziehen (was 1984 geschah) und, das "Kreuz" ist mein persönliches Schicksal. Natürlich konnte ich damals mit dem zweiten Hinweis noch nichts anfangen.
    Zu Toleranz: wir vereinbarten mit dem Ortspriester, es könne ein kleines, helles Kruzifix an der Seite des Klassenzimmers hängen. Dieser Kompromiss funktionierte zwei Jahre lang. In jenen zwei Jahren zeigte die "Nachtseite", in der Zukunft werde der Bayerische Staat unsere Familie mit Gerichten verfolgen, wegen der Angelegenheit. Theoretisch hätte der Kompromiß ja weiterbestehen können. Wie "echt" die Zukunftsbilder wurden, zeigte sich später, als der Kompromiß von der "Obrigkeit" aufgekündigt wurde und unsere Verfolgung als Familie begann.

    Es ist davon auszugehen, Herr Eichholz kennt ganu die Begründung des BVerfG-Beschlusses von 1995, wo vermerkt wird, das Kultusministerium hat sich die Situation (Gerichtsverfahren) selbst zuzuschreiben, da es über Jahre nicht bereit war, der Familie Seler einern Kompromiß auf Dauer zu garantieren. - Wiederholt wurden Vereinbarungen gebrochen.

    Bemerkung: Mitglied der AAG wird man/frau nicht durch Zusammenfindung der "Quelle". Es handelt sich um einen rechtlichen Vorgang, Willenserklärung und die Annahme durch den Vorstand im Goetheanum.

    Schlußbemerkung: wer die Videos der Herbsttagung sieht, erfährt das Wesen von Schwärmerei. Es genügt nicht die Namen Sri Aurobindo, Wilber und Steiner auszusprechen, um anzunehmen (Heisterkamp), "wir" wären nun quasi "Universität".

    Alles Gute Allen
    Ernst Seler

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  90. Lieber Herr Janusz!

    "Es wäre für viele bequemer, wenn die folgende Worte falsch wären – aber für diejenigen unter uns, die endlich den Arsch bekommen, sind es wunderschöne Worte von Rudolf Steiner:"
    Das finden Sie " ruhig und seriös(...)geradezu zurückhaltend und modern."
    Haben Sie auch einen Arsch bekommen? ;)
    Wer hat noch keinen Arsch bekommen?
    Er hat wahrscheinlich "hoch" vergessen der Meister. Lieber Herr Janusz Sie befinden sich hier auf der Empore der meckernden Alten in der Kermit Show. Wir sind halkt hier eine ganz gemeine Saubande die keinen Arsch bekommen habe.
    Grüsse Sie
    Herrmann Finkelsteen

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  91. P.S.
    Also gegen 20.45 mitteleuropäischer Zeit war es noch auf dem Blog des Verbinders des Bestens aus Neuzeit und Anthroposophie. Ich meinte das mit dem "Arsch - Bekommen."
    Herzliche und freudige Grüsse
    H.F.

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  92. Lieber Herr Janusz, Ihr Kommentar hat mich gefreut. Wie ich weiter oben schon ausgeführt habe, bin ich auch nicht von allen Gronbachschen Texten begeistert, aber ich erlebe es ähnlich wie Sie, dass es ihm gelingt, die Anthroposophie ganz in die spirituelle Gegenwart zu stellen - was kann es wichtigeres geben?

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  93. Ist doch schön, dass wir hier die ganze Bandbreite möglicher Positionierungen vertreten sehen!

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  94. Hab mir mal die Mühe gemacht einiges zu lesen von dem Sebastian G.

    Hier mal rausgepickt aus "Integrales Forum" - "Vier Geheimnisse anthroposophischer Lehrerschaft" - u.a. sein Verhältnis zum sogen. Teufel...sagt vielleicht auch etwas aus über seine Motive, seine Ängste auch usw. (der Kampf mit dem Ego, dem Bösen schlechthin usw)...klingt so bisserl nach Martin Luther...aber gut, jedem das seine...ist SO jedenfalls absolut nicht meines, habe ohnehin auch null Bock auf populäre Lehrer unserer Zeit...Erfahrene und offene bzw. gesprächsbereite Freunde und Bekannte aus den versch. Kreisen und Strömungen 'sprechen mich da viel besser an'...egal, ist halt mein Ding...

    Außerdem verstehe ich Steiners Ansichten bezügl. dem sogen. 'Bösen' bzw. 'Luziferischen' und 'Ahrimanischen' völlig anders...Und ich finde auch - es bedarf nun nicht gewrade überirdischer Anstrengung diese beide Ansichten (Ying und Yang) ins Gleichgewicht zu bringen bzw. überhaupt zu erkennen (in ihren Extremen) und schon gar nicht sollte man Angst davor haben, denn sonst erkennt bzw. erlebt man nämlich gar nichts mehr...

    Hier das Gronbach-Zitat aus: www.integralesleben.org

    "Spirituelle Lehrerinnen und Lehrer haben es mit der böswilligsten und gleichzeitig auch mit der banalsten Spezies auf dieser Erde zu tun. Mit nichts Geringerem als dem, was man in alten Worten den „Teufel“ genannt hat: Mit dem Ego. Unerbittlich ist bereits das Ringen mit dem eigenen Ego. Wer sich als spirituelle Lehrerin oder Lehrer auf den Kampf mit „fremden Teufeln“ einlässt, muss nicht nur listig, geduldig, stark, ehrenhaft, sogar vielleicht ein „harter Hund“, sondern vor allem eines sein: Eine reine und unbestechliche Seele. In jedem Augenblick. Ist er es nicht, dann verkauft er am Ende nicht nur seine eigene, sondern auch die Seele derer, die ihm vertrauen." usw.

    Wenn da man nicht etwas arg 'verteufelt' bzw. abgetrennt wird ... Nein, in so einer Umgebung möchte ich nicht atmen und leben .. das klingt mir zu un-heim-l-ICH... ;-)

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  95. Hallo Herr Eggert und Herr Finkelsteen,

    ich bezog mich einzig auf den von mir verlinkten Artikel hier:

    Die Würde des Menschen
    Vier Geheimnisse anthroposophischer Lehrerschaft
    von Sebastian Gronbach
    http://tinyurl.com/62dxtuu

    (Den tiny-Link muss man wohl herauskopieren und neu einsetzen.)

    Seine dortige Position ist (zumal im Vergleich zu anderen spirituellen Lehrern) auf eine berührende Art menschlich und gleichzeitg sehr weise. Mir scheint ich bin hier in eine interne Debatte geraten von der ich nichts verstehe. Ich jedenfalls fand Gronbachs Positionspapier für die Anthroposophie und ihre Lehrerschaft sehr (wie passend) würdevoll und kann darin nichts finden, was Sie hier (aus Gründen die eben intern zu sein scheinen) abschreckend finden. Im Gegenteil wurden mir Steiner und seine Anthroposophie und das Anliegen dieses geistigen Impulses sehr deutlich (vor allem neben den anderen Lehrerschaften). Nichts für ungut. Ich wollte Ihre Innenschau nicht belästigen. Ich verstehe sie einfach so gar nicht und Gronbach dagegen verstehe ich (zumindest in diesem einen Text). Nicht schlimm. :-)

    B.Janusz

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  96. Fortsetzung - Zitat/Gronbach zu "Ahrimanisch und Luziferisch":

    "Steiner nahm sich den dicken Brocken des Egos vor und teilte ihn in zwei Grundtypen auf. Er nannte alle absolutistischen Aufsteiger-Typen „luziferisch“ und alle absolutistischen Absteiger-Typen nannte er „ahrimanisch“. Ahrimanisch gefärbt ist alles überbetont intellektualistische Rationale, jede übertriebene innere Haltung der Verkrampfung, Überformung, Verhärtung und geistig-seelischen Unterkühlung. Luziferisch ist alles übertont emotional-magisch-mythische Prärationale. Jede übertriebene innere Haltung der Haltlosigkeit, Formlosigkeit, Auflösung und geistig-seelischen Überhitzung. Mit dieser Aufteilung des Egos in zwei Untersuchungseinheiten – die er ausführlich und in zahlreichen Vorträgen und Büchern erläuterte – nahm er den Menschen die Angst vor dem großen Unbekannten und ermöglichte ihnen, genau und gewissermaßen „wissenschaftlich“ auf die Vorgänge im eigenen Innenraum zu schauen."

    Ebendrum...und deshalb waren seine Äußerungen hierzu auch sehr umfangreich und nicht in fünf Sätzen abgearbeitet...und auch nicht als Mittel der Teufelsaustreibung gemeint ;-)

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  97. Lieber Herr Janusz!
    Ich streite es nicht ab, dass Herr Gronbach würdevoll kann, wenn er will. Es geht hier nicht um Innenschau wir haben uns gerade hier zu einem kleinen Lesekreis zusammengefunden und analysieren den Text "Clear your mind. Clear the earth." Frage an Sie Herr Janusz. Wer sind die, die" den Arsch bekommen" um bei Gronbach zu bleiben.?
    Herzlichst und ein auf Antwort wartender
    Herrmann Finkelsteen

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  98. Immerhin ein gesundes Selbstwertgefühl hat er ja...für seinen Kampf mit fremden Teufeln bestens gerüstet: "listig, geduldig, stark, ehrenhaft, sogar vielleicht ein „harter Hund“"
    ...und klar, dann noch reinen Herzens, so wie Parzifal seinerzeit... ach, da spende ich doch gern etwas hin..

    gute nacht ;-)

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  99. "Frage an Sie Herr Janusz. Wer sind die, die" den Arsch bekommen" um bei Gronbach zu bleiben.?"

    Meine Güte, Hermannn, der Ausdruck hat es Dir ja anscheinend angetan, da Du ihn hier mantramäßig wiederholst, man spürt eine regelrechte Begeisterung...(der allmählich-schleichende Anfang einer möglichen Gronbach-Schülerschaft??)

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  100. Bis Du der " Auserwählte" der den Arsch bekommen hat?
    Lieber Herr Herzog
    Gruss
    Herrmann Finkelsteen

    In dem Herzen webet Fühlen.
    In dem Haupte leuchtet Denken.
    In den Gliedern kraftet Wollen.
    In dem Arsche brodelet Flatulenz.

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  101. ( Dann eine Folge von Partizp Praesens Wörtern, die sich verschlingend winden)
    z.B. Wurstelndes Flatulieren.

    (Nein das ist nicht der Mensch, auch nicht Gronbach)

    THE NEW FRAGRANCE OF MEN.

    Herzlichst Herrmann
    P.S.
    Wer sagt mir oder beschreibt mir wen Gronbach meint mit "die endlich Arsch bekommen haben."

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  102. Lieber Rainer, einige Dinge Gronbachs hören sich ja tatsächlich recht interessant, nett und menschlich an, warum nicht...Und niemand hat doch etwas gegen z.B. 'praktische und spirituelle Liebe' bzw. Menschlichkeit oder gegen den Versuch R. Steiner hier und da verständlicher zu machen ... Allerdings, obige Zitate und anderes, sowie meine persönliche Abneigung bzw. Skepsis gegenüber Gurus, relativieren diese Dinge sehr schnell...

    Zudem - was Gronbach schreibt, kann man ebensogut bei vielen anderen Autoren nachlesen, in jeder normalen Buchhandlung findest du etwas in dieser Richtung...Der Unterschied zu anderen bzw. 'einfachen' Autoren ist allerdings: Er will Guru sein und sich bzw. Esoterik, Meditation und Anthroposophie offen vermarkten (und ein Spendenaufruf für den eigenen Geldbeutel gehört natürlich auch dazu).

    Das Thema - finazielle Absicherung und Macht (-und schließlich - Sicherheit) sollte man nicht so schnell abtun. Ich glaube mittlerweile, dass es nicht nur in der Politik sehr häufig nur darum geht, einfach nur materiell abgesichert zu sein...und es blühen dann die verrücktesten Ideen und Versuche..

    Aber anscheinend gibt es hier ja eine 'Marktlücke' bzw. ein Vakuum und die Menschen sehnen sich nach Halt und Führung durch eine Überfigur (möglichst mit leicht buddhistischem Aussehen) ... meinetwegen, ich finds halt albern und durchschaubar und meistens geht das auch in die Hose...Nagut, er will sich das antun, dann solls so sein..

    LG

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  103. :-)
    Lieber manroe: waren wir denn "stehengeblieben"? ;-)

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  104. Lieber Herrmann, 'endlich den Arsch hochbekommen' oder gar diesen 'in der Hose zu haben' (wie man so schön sagt) scheint für ihn sehr wichtig zu sein, für seine ganz persönlichen Gedankengänge und Ambitionen..
    Er will wohl lediglich etwas motivieren, wir sollen eben insgesamt mehr tun oder gar öffentlich meditieren (und gern auch zu seinen Vorträgen kommen) so oder so ähnlich..

    Über Arbeits -und Aktivitätsmangel kann ich mich als Familienvater allerdings nicht beklagen...nur heute habe ich zufällig mal frei, weil ein Sohn von mir erkältet ist...alles andere brauch ich eigentlich nicht nach draußen zu kehren, schon gar nicht meine persönlichen Kämpfe mit meinem Ego ;-)

    Allerdings sei vielleicht doch mal ein eher harmloseres Beispiel erwähnt, ganz banal...Es steht nämlich gerade ne dringende Gehalterhöhung bei mir an (nach 5 Jahren Nullrunde) und ich überlege noch, ob 2,5% Lohnforderung nun angemessen sind oder nicht ... Dies, nachdem die Krankenkassenbeiträge einseitig erhöht wurden (und werden), demnächst wohl auch die Pfelgeversicherung oder weil das Schulbus-Geld für die Kinder nicht mehr bezahlt wird (in SH nennt man das auch "das versprochene, aber leere Bildungspaket")...

    Ja, so ist das manchmal in der Privatwirtschaft und im wirklichen Leben mit den Egos;-)
    Da muss man auch mal ein 'harter Hund' sein und den Hintern nicht nur hochkriegen, sondern selbigen auch in der Hose haben ;-)

    LG

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  105. Liebe Ingrid

    ... nun ja, oder wir haben uns zu schnell bewegt, ich überlegs mir nochmal ;-)

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  106. Ja Manfred, manchmal schweift man ab und es geht hin und her usw. ... aber in diesem Falle sehe ich nichts gravierend Unübersichtliches ... ich finde die versch. An-sichten auf jeden Fall interessant ;-)

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  107. Steffen, ich mein ja auch nur ;-) - schön, dass man sich gegenseitig im Blick hat.

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  108. Steffen, Gronbach hat kein „gesundes Selbstwertgefühl“, sondern leidet an einer narzisstischen Neurose.
    Ich habe mir jetzt die Mühe gemacht und hab den Großteil von dem gelesen, was Janusz über Gronbachs „Vier Geheimnisse anthroposophischer Lehrerschaft“ gelinkt hat.
    Das, was Gronbach aus Steiner und Anthroposophie macht, tut sogar mir im Herzen weh.
    Das Ganze erinnert mich an das Niveau, das ich von Fernsehpredigern in den Staaten kenne. Da wird litaneimäßig vorgetragen und eingedrückt, wie die Dinge wirklich seien. Das hat nichts mit der Würde des Menschen zu tun, ganz im Gegenteil, die Würde des Einzelnen wird hier ziemlich entmündigt.
    Für mich ist es auch zum Teil Gruppenverarschung, was da so mit Wir-Imperativen gespickt wird. (Jetzt versteh ich, Hermann, warum Du von dem Wort A. nicht wegkommst). Das ist aber eher ein Rückfall ins Kollektive. Der arme „Schüler“, der so einen „Lehrer“ trifft.
    Bei den Darstellungen Über Ego/Teufel Bekämpfung u. a. ,scheint mir, geht’s dann schon von Narzissmus in Richtung multipler Persönlichkeitsstörung.
    Solche Leute hat es immer gegeben, die brauchen Gruppen und finden sie auch.
    Es mag sicher etwas Positives geben, denn die Leute,die auf so etwas stehen, sind sicherlich nicht nur dumm. Er berührt sicherlich auch etwas Echtes, Kräftiges, Konkretes und er bringt buddhistisches Gedankengut, welches zweifelsohne auf ein Bedurfnis stößt. Der Mann hat aber mMn zuviele Ego-Probleme und mitunter ist es einfach nur reiner Stuss, was er sagt.

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  109. Meiner Meinung nach hat Steiner ein ambivalentes Verhältnis zum Buddhismus. Auf der einen Seite würdigt er ihn, auf der anderen Seite anerkennt er ihn nicht in seiner evolutionären Bedeutung, Er läßt ihn aus bei der Aufzählung seiner Kulturepochen. Da bleibt er dem brahmanistischen, vertikalen Denk-System verbunden. Er ordnet Errungenschaften des Buddhismus gern dem Christentum zu. Jetzt holt halt Gronbach ein Versäumnis nach – allerdings auf etwas ungute Art und Weise.

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  110. liebe ZuL, ok ;-)

    Deine Buddhismus-Gedanken und Erfahrungen könntest du gerne noch genauer formulieren..? :-) quasi so auf deine Art mit der Anthroposophie oder allgemein mit westlichen Traditionen verflechten? ... wäre doch ein interessantes Thema :-)

    LG

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  111. Wenn man alles auf das Ego reduziert, "runterrechnet", dann bedeutet es, dass es NUR den Menschen gibt, denn in ihm drückt sich dann alles aus. Luzifer und Ahriman als zusammengeballtes Ego.

    Ist es nicht ein Unterschied, wenn ich sage, dass der Mensch an alle Geheimnisse durch Schulung und Erfahrung heranreichen und sie verstehen könne? Und seine Egoblockaden lediglich die freie Sicht verzerrende "Fenster" sind. Und wenn ich klarer durch die Fenster zu schauen vermag eine mich umgebende Welt geistiger Natur erblicke? Die richtigen Bäume da draussen sind doch auch nicht meinem Ego angehörig, wenngleich sie darauf reagieren mögen, irgendwie.

    Und wenn ich so Sätze höre, ich versetze mich dann immer in wirklich unschuldig Suchende, die das dann hören müssen: Und dann auch noch in der "Tradition Rudolf Steiners".

    "Als Lehrerinnen und Lehrer in seiner Tradition begrüßen wir jede Schülerin und jeden Schüler, um in ihm die evolutionären Kräfte zu einer nie endenden Entwicklung zu wecken und zu stärken – und alles fängt immer wieder damit an, dass wir diese Menschen lieben."

    Die lieben mich, als Lehrer, sie begrüssen mich, um in mir evolutionäre Kräfte zu wecken...

    Und die Freiheit, ja, was verstehen jene darunter? Eine "Freihet" die des Lehrers bedarf, in der Tradition Rudolf Steiners, geupdatet natürlich.

    Ich bevorzuge eine sich entfaltende Freiheit die auf Augenhöhe im wirklichen Gespräch sich erkennt, man sich gegenseitig dazu verhilft, tiefer und umfassender zu erfassen. Freiheit aus Freiheit und Vertrauen. Ein Lehrer, der sich mir als selbsternannter Lehrer vor mich stellt oder mich einlädt!! ist kein Lehrer!

    Und das Ganze dann als Schulung mit mir selbst, denn Ich soll doch erkennen, wie ich erkenne und mit jenen dann auftauchenden Fragen begebe ich mich ins Gespräch und umgekehrt und natürlich auch in die Nacht ;-) Ich glaube, dass die Zeit der "Lehrer" abgelaufen ist, wer das Gegenteil behauptet, hat in meinen Augen etwas nicht verstanden, nämlich das nicht, dass ich DEN Lehrer in mir trage.

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  112. Liebe ZuL,

    "Meiner Meinung nach hat Steiner ein ambivalentes Verhältnis zum Buddhismus. Auf der einen Seite würdigt er ihn, auf der anderen Seite anerkennt er ihn nicht in seiner evolutionären Bedeutung. ... Er ordnet Errungenschaften des Buddhismus gern dem Christentum zu."


    Aus dem Vorwort Pietro Archiatis zu dem von ihm herausgegebenen Band "Buddha und Christus. Die Religionen der Menschheit im Licht des Lukas-Evangeliums" (der Inhalt dieses Buches entspricht ungefähr dem Text in GA 114 - allerdings hat Archiati eine andere Klartextübertragung der Vorträge Steiners herangezogen als GA 114):

    "Inzwischen ist man immer mehr dazu übergegangen, sie [die Religionen] als unterschiedliche, aber gleichberechtigte Gesprächspartner zu sehen: Alle Religionen haben den gleichen Wert und verdienen die gleiche Achtung.
    Steiners Stellung zu dieser wichtigen Frage ist einmalig, auf den ersten Blick geradezu verblüffend. Buddha und Christus, Buddhismus und Christentum können ihr zufolge gar nicht miteinander verglichen werden, weil sie nicht zwei voneinander getrennte Wirklichkeiten sind. Es gibt für Steiner keinen Buddha neben dem Christus und keinen Christus neben dem Buddha. Das Wirken beider auf der Erde ist seit der Zeitenwende eines. Die Strömung der östlichen Weisheit hat sich mit dem Geist der Liebe verbunden. Die Schilderung der Art und Weise, wie diese Einswerdung in ihrer sinnlich-übersinnlichen Verschlungenheit real geschah, macht gerade das Einzigartige dieser Vorträge aus.
    Steiner gebraucht selbst den Vergleich mit einer Pflanze, um dies verständlich zu machen. Die Pflanze ist in Entwicklung begriffen: Am Anfang gibt es von ihr nur den Samen, später wird daraus ein Keim, dann kommen Blätter und Stängel hinzu bis hin zur Blüte und Frucht. Wenn jemand versuchen würde, den Keim mit der Blüte zu vergleichen mit der Frage: Welches von den zweien ist besser?, so würde er etwas Unsinniges tun. Denn Keim und Blüte sind nicht zwei verschiedene, miteinander vergleichbare Wirklichkeiten, sondern eine einzige, die in stetiger Entwicklung begriffen ist. So ist es mit Buddha und Christus: Der Buddhismus ist wie ein Keim und das Christentum ist die Blüte desselben Keimes, ist nicht etwas anderes, sondern eine spätere Entwicklungsphase ein und derselben Wirklichkeit."

    Vielleicht meinst Du nun, das bestätige nur das, was Du gesagt hast... allerdings: wenn man aufgrund des "Keim-Blüte"-Vergleichs Steiners Verhältnis zu Buddha nun "ambivalent" nennen wollte, so würde das nur zeigen, daß man entweder nicht wirklich begreift, was er da sagt, oder daß man eine solche reale "Einswerdung" der "Buddha-Strömung" mit der "Zarathustra-Strömung", wie Rudolf Steiner sie beschreibt, halt nicht für möglich halten kann... dann wäre es nur natürlich, daß man sich an allem stoßen muß, was Steiner irgendwo über Buddha sagt.

    :-) Langer Rede kurzer Sinn: Ich empfehle jedem, der mehr über das "Verhältnis" Rudolf Steiners zum Buddhismus wissen will, die Lektüre seiner Vorträge über das Lukasevangelium.

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  113. Liebe Ingrid, sehr interessant..es ist lange her, dass ich darüber etwas las..

    Und Manfred, deine Gedanken finde ich total gut :-)

    Dieser Satz von Archiati "Die Strömung der östlichen Weisheit hat sich mit dem Geist der Liebe verbunden" könnte wirklich zu Missverständnissen führen..nicht?
    Erstens: Ist das so gemeint, dass dies schon zur Zeit Buddhas geschah oder doch zur Zeit Christi?

    Und zweitens: So viel ich weiß, hat Buddha die Liebe, das Mitgefühl bzw. Mitleid als zentral angesehen.. - oder verstehe ich diesen Satz jetzt völlig falsch, kann ja sein..

    Wenn nicht, dann könnte man doch berechtigt fragen, ob nicht beide Religionen eher aus EINER Quelle schöpf(t)en? Nur eben in anderen Zeitumständen und Bedingungen usw...

    Buddha war ja bestürzt, traurig (und erstaunt), der Legende nach, als er eines Tages all das Leiden außerhalb des behüteten und prunkvollen Palastes seines Vaters vernahm...
    Gut, er gründete dann einen Orden und hielt viel auf bestimmte Meditationen, Regeln usw. Zudem spielte das sogenannte Nirvana dann auch noch eine gewichtigte Rolle (?) - anders als es vielleicht bei J. Christus der Fall war?..

    Christus sprach ja sehr häufig und konkret von seinem Vater im Himmel usw. - auch von mehreren 'Wohnungen' seines Vaters und dass sein Reich nicht von dieser Welt sei usw. Allerdings, was hier nun richtig überberliefert bzw. wiedergegeben worden ist, ohne Zensur der späteren Kirche, das weiß man ja auch nicht so genau (auch gnostische Elemente und Gedanken wurden ja so gut wie gar nicht zugelassen)..

    Alles nicht so einfach, finde ich... aber vielleicht wirds ja doch bald etwas klarer für mich :-)

    LG

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  114. Lieber Manfred, "Ich glaube, dass die Zeit der "Lehrer" abgelaufen ist, wer das Gegenteil behauptet, hat in meinen Augen etwas nicht verstanden, nämlich das nicht, dass ich DEN Lehrer in mir trage." Ich denke, jeder, der sich auf dem Schulungsweg sieht, entwickelt das Vertrauen und das reale Empfinden, dass er so geführt wird, dass die jeweils nötigen und verträglichen Erfahrungen gemacht werden. Das "Vertrauen in das Kommende", wie immer es konkret auch aussehen möge, ist ein essentieller Teil dieses Weges.

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  115. Und ja Manfred, das kann ich durchaus annehmen, dies mit dem Träumen bzw. eine spezielle Frage mit in den Schlaf nehmen (wo man sich wohl letzte nacht schon so 'rumgetrieben' hat ;-)

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  116. Ja Steffen, und das ist doch eigentlich sehr hilfreich, ja ziemlich sicher sogar, dass ich im Schlafe schlafend einen und auch andere "unbekannte(n)" Ratgeber hat/habe, damit ich da nicht so viel dazwischenrede, sondern wenigstens da dann einen "Ort" begehe, der mir entsprechend "unbelastet" spiegelt und mir mitgibt, was mir gemäß ist und auch tagsüber ganz häufig seine "Eingaben" zureicht. So einen Begleiter der schneller und präziser sieht, was ich zumeist verschlafe.

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  117. Lieber Michael - und das was Du da sagst, das sollten doch spirituelle Lehrerinnen und Lehrer eigentlich wissen, so als Lehrer, davon gehe ich mal aus als "freundlicher" Mensch, -- Und wenn man das dann weiss und dann natürlich auch erleben können sollte als "Lehrer", tja, dann ist das doch schon ziemlich ... Anstatt dann den Lehrer im Menschen anzusprechen, setzen sie sich selbst da hin(?), oder was könnte es sonst noch für eine Variante geben?

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  118. Lieber Steffen,

    "So viel ich weiß, hat Buddha die Liebe, das Mitgefühl bzw. Mitleid als zentral angesehen." Eben. :-)

    Und: "Dieser Satz von Archiati "Die Strömung der östlichen Weisheit hat sich mit dem Geist der Liebe verbunden" könnte wirklich zu Missverständnissen führen..nicht?"
    Also. Dieser Satz steht im Vorwort zu einem Buch, von dem Archiati mit einiger Berechtigung erwarten kann, daß derjenige, der sein Vorwort liest, es auch ganz lesen will... insofern nein. Nicht im geringsten mißverständlich.

    Aber mir fehlen Zeit (und auch Lust), dieses Buch hier "nachzuerzählen" - wen's wirklich interessiert, der kann ja mal in GA 114 reinschauen, den link hab ich oben angegeben.

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  119. Lieber Steffen, da mag einiges dran sein, an Deiner Gronbach-Einschätzung, ich bleibe allerdings dabei: Interessanter als Gronbach selbst sind die Reaktionen, die er hervorruft.

    Die Reaktionen sind ja meistens sehr zahlreich (alleine über 120 Kommentare bei diesem Beitrag!), häufig meckerig, aber vor allem eines: vorhersehbar - eigentlich weiß man exakt, was kommt, teilweise bis hin zu den speziellen Formulierungen/Vorwürfen. Das hat natürlich auch etwas angenehm vertrautes, beinahe gemütliches, ein schönes Feierabendthema.

    Noch interessanter wäre es, wenn er endlich Judith von Halle heiraten würde, dann würden hier endgültig alle Dämme brechen, alle wären total aus dem Häuschen und hätten einen Riesenspaß.

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  120. Danke Ingrid! der Satz scheint also aus dem Kontext gerissen zu sein. Trotzdem, die Quelle Buddhas und Christus könnte durchaus die gleiche gewesen sein :-)

    Lieber Rainer, ja - aber DEIN Kommentar war auch vorhersehbar, genauso stellte ich mir ihn vor ;-)) Gut, das mit dem Gemecker, kann man so sehen...ich glaub aber, es war nicht nur pures Gemecker, sondern eben auch eine Diskussion bzw. es gab auch Anregungen, die dann auch neues bringen konnte für mich...alles als Gemecker abzutun empfinde ich als zu einfach ...Aber lass gut sein, ich kann das alles so stehen lassen und irgend wie auch abschließen :-) (und noch interessanter und ehrlicher wäre wohl auch eine 'persönliche' Anwesenheit Sebastians gewesen ;-)

    Aber lustig deine Idee Sebastian G. würde Frau von Halle heiraten ;-) Was hier dann los wäre? keine Ahnung...aber Menschen der Öffentlichkeit sind ja immer etwas mehr als andere irgendwelchen Reaktionen ausgesetzt ;-) ich würde ihnen auf alle Fälle viel Glück wünschen, ganz sicher :-)

    LG

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  121. Herr Gronbach ist unter uns liebe Schwester und Brüder. Er hat das HOCH in seinen Text eingefügt, der Meister hat uns ein kleines Zeichen gegeben, obwohl ich eigentlich " endlich Arsch bekommen" nach langem Mantrahaftigem Wiederholen richtig liebgewonnen hab. Gronbachs Deutsch hatte plötzlich etwas Trappatonihaftes wie " Ich habe fertig". " Ich endlich Arsch bekommen." aber nein wieder bin ich enttäuscht. Er hatte einfach das HOCH vergessen und plötzlich sehe ich wieder den ungeduldigen Bundeswehrausbilder Gronbach vor mir wie er seine Truppe der Lichtkrieger auf den nächsten Einsatz, die nächste Mission Mensch vorbereiten will. Ist das jetzt Gemecker? Herr Herzog.. ich habe letztes Jahr unserem Blogwirt Don Michele versprochen den Ball hier flach zu halten. Herr Eggert hat mir ja auch noch nie die Ehre erwiesen ein böses Comic über mich Herrmann Finkelsteen zu machen. Das ärgert mich am meisten.
    Herrmann Finkelsteen

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  122. Ja, Hermann, um in die Akashachronik des ewigen Blödsinns zu kommen, musst Du Dich schon noch was anstrengen.

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  123. Moin Steffen, hahaha, letzte Nacht fiel mir ein: Du hast natürlich recht, meine Kommentare sind auch immer schön vorhersehbar - ich schreibe ja wirklich immer das Gleiche, die ewigen Späßchen und Kalauer, der Klassenclown, der eine Freude am Aufbegehren hat...Letztendlich hat das nicht so viel gebracht, es gab keinen Erkenntnisgewinn (anders als bei Hermann, der durch sein neues Mantra "Arsch bekommen" vielleicht ganz neue Seiten an sich entdeckt hat...)

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  124. Nach-t-klang:

    In dem Kapitel "Mittelpunkt-Ich und Umkreis-Ich" schreibt der Jurist und Anthroposoph Reinald Eichholz (Buch "Der Mensch im Recht - das Recht im Menschen"):
    "Bei Steiner heißt es mit ähnlichen Worten "Jeder, der um uns herum lebt, ist seinem inneren Wesenskern nach in voller ungeteilter Einheit mit uns". Unser Ego - das "Ich in seinen Schranken" - erfahren wir deshalb als Zentrum unseres Erlebens. Jeder Mensch fühlt sich als "Mittelpunkt der Welt". Wir nennen es Mittelpunkt-Ich. Das verborgene Ich dagegen ist unräumlich...." S. 174 (Steiner GA 54 Seite 206)
    ....
    Diese Darstellung der nachtodlichen Existenz darf man auch auf die Vorgänge beziehen, die sich während des Schlafs ereignen, wenn sich das Bewusstsein von der Körperlichkeit löst. Man kann sie überhaupt als Beschreibung der "Nachtseite" verstehen, die jenseits unseres Tagesbewusstseins liegt, zwar der Tageswachheit entzogen, aber geisteswissenschaftlich sehr wohl zu erhellen. So können wir die zwischenmenschlichen Vorgänge ihrem Wesen nach auf zweierlei Weise verstehen - von der Tagseite her gesehen als äußere räumliche und zeitlich definierte Begegnung zwischen den Menschen, von der Nachtseite her aber als ein Ineinander unseres Umkreiswesens, wo sich unser "höheres Ich" mit dem des anderen verbindet." Seite 175

    Wir hatten in unseren Rundschreiben berichtet, wie ein Verfassungsrichter uns Eltern jeweils individuell während der "Nachtseite" versprach, er werde uns helfen, das geschah Frühjahr 1995.
    Die obigen Zitate lösen Fragen, welche mit Ingrid noch bestehen mögen, zeigen daneben auch, warum eine bloße Begegnung im Tagesbewußtsein mit meiner Person oftmals schief laufen kann :-)

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  125. Lieber Ernst,

    "Die obigen Zitate lösen Fragen, welche mit Ingrid noch bestehen mögen, ..."

    Eigentlich wollte ich zum Thema "Nachtseite" nichts mehr sagen; ich habe dazu gesagt, was ich sagen wollte, und ich habe keine Lust dazu, daß wir uns nun gegenseitig erzählen, wer von welcher "Bewußtseinslage" ausgehen "darf" bzw bei wem Irrtum und "Illusionäres" eine Rolle spielen mögen oder auch nicht... für mich gibt es also hierzu keine Fragen mehr, auch schon ganz ohne Herrn Eichholz.

    Nun aber will ich Dir doch noch einmal antworten.

    Zuerst einmal: die "Probleme und Mängel, die sich in der alltäglichen Rechtspraxis aufdrängen" sind mir zur Genüge bekannt: ich bin selbst ursprünglich Juristin.

    Allerdings bin ich überzeugt, daß sich diese Probleme nicht werden lösen lassen, indem man von der "Nachtseite" in einer Weise Gebrauch macht, wie Du es zu favorisieren scheinst:
    "Wir hatten in unseren Rundschreiben berichtet, wie ein Verfassungsrichter uns Eltern jeweils individuell während der "Nachtseite" versprach, er werde uns helfen, ..."
    Und ich bin auch wirklich froh darüber, daß im Rechtsleben nicht versucht wird, die "Nachtseite" in dieser Weise einzubeziehen.
    Auch deshalb kann ich ganz ruhig sagen: keine Sorge, lieber Ernst, nichts von dem, was wir hier miteinander "sprechen", "ängstigt" mich.

    :-)
    Und ich füge hinzu (zu Deiner Orientierung! Nicht zu meiner "Sicherheit". Das wäre nicht notwendig):
    Was immer ich Dir Deiner Meinung nach irgendwanneinmal in einer solchen nächtlichen "Begegnung" versprechen sollte - ich würde mich tagsüber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht daran gebunden fühlen; ich würde Dich also ent-täuschen und Dir damit zeigen, wo Du Dich ge-täuscht hast...

    Ich habe weiter oben gesagt:
    "Ich halte es für wirklich gefährlich und möchte daher eindringlich davor warnen, davon auszugehen, alles, was man in diesem "Nachtbewußtsein" erlebt, sei allein deswegen auch schon unumstößlich "wahr"."
    Ich möchte das präzisieren:
    Natürlich meine ich nicht, ein Erlebnis, das man im Zustand des "Nachtbewußtseins" hat, könnte "falsch" sein.
    Die "Fehler" geschehen bei der "Übersetzung" in die Begrifflichkeit des Tagesbewußtseins.

    Und deshalb bin ich wirklich sehr froh, daß wir in einer Gesellschaft leben, deren Gesetze sich nicht mit der "Nachtseite" befassen, sondern mit dem, was Menschen in ihrem Tagesbewußtsein tun und lassen bzw einander versprechen...

    Schließlich ist es ja kein "Fehler", den wir möglichst schnell "beseitigen" sollten, daß die meisten Menschen heutzutage noch vergessen, was sie in der Nacht erlebt haben mögen. Sondern das ist notwendig für gewisse Entwicklungsschritte, die ich jedenfalls nicht missen möchte.

    Lieben Gruß,
    Ingrid

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  126. Ja Rainer, auch du bist längst durchschaut ;-))

    Nein, mach ruhig deine Späßchen :-))

    LG

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  127. Herr Prof. Henschel, der uns nächtlich versprach, er werde uns helfen, hat später schwer büßen müssen. Eine vertragliche Vereinbarung mit einer Kanzlei, wo Herr Henschel nach seiner Zeit als Verfassungsrichter arbeiten sollte, wurde mit der Begründung gekündigt, mit der Entscheidung 1995 schade Herr Henschel dem Ansehen der Kanzlei. Herr Henschel ging dagegen gerichtlich vor, Ausgang mir unbekannt.

    Das nächtliche Erlebnis ist nicht, wie fälschlich angenommen, Teil des "Rechtslebens", sondern "Erfahrung" innerhalb des rechtlichen Vorganges (Gerichtsverfahren), so wie kurz nach Eingabe der Verfassungsbeschwerde "nächtlich" wahrgenommen wurde, das BVErfG hat Angst "so oder so" zu entscheiden. Als Herbst 1994 die Erste Kammer des BVerfG unter Vorsitz von Herrn Prof. Henschel eine ohne Anwalt vorgenommene zweite Verfassungsbeschwerde erhielt, wurde das BVerfG indirekt gewzungen, die erste Verfassungsbeschwerde zu entscheiden, da ein Anwalt darauf verwies, die Rechtsproblematik eines Gerichtsverfahrens habe mit der ersten Verfassungsbeschwerde zu tun.
    Für jeden klar denkenden und menschlich empfindenden Menschen ist es nachvollziehbar, wie das "nächtliche Versprechen" von Herrn Prof. Henschel innerhalb des Gerichtsverfahrens als besondere Erfahrung im Sinne der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners usw. erlebt wurde.
    Sich mit der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners zu beschäftigen, bedeutet letzten Endes gewohnte Denkmuster zu überwinden, etwas, was Herr Reinald Eichholz nun versucht. Da er sich gerade auch mit unserem Verfahren beschäftigte, bedeutet dies doch, endlich wurden die Gedanken zu "Recht", welche Rudolf Steiner "uns" schenkte gedanklich angewandt. Ohne die Impulse, die geistigen Ebenen, welche ein neues Rechtsleben ermöglichen, wird unser Rechtssystem sich in der Zukunft als unfähig erweisen.
    Um den Impuls von Herrn Eichholz würdigen-bewerten zu können, muß erst das Buch gelesen werden, wenn auch die obigen Zitate bereits den Weg weisen. (Text richtet sich nicht an Ingrid)
    !! Geisteswissenschaft im Tagesbewußtsein spielen, reicht nicht aus, da hilft nicht einmal Humor :-) !!!

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  128. Steiner meinte, Nietzsche wäre nicht gescheitert, hätte er schon die Geisteswissenschaft erfahren dürfen.

    „Würde die Geistesgegenwart in ausgiebigerem Sinne bei den Menschen heran erzogen, so würden heute schon alle Menschen reden können von
    geistig-übersinnlichen Impressionen, denn sie drängen sich eigentlich im eminentesten Maße auf beim Einschlafen und Aufwachen, insbesondere
    beim Aufwachen. Nur weil so wenig heran erzogen wird, was Geistesgegenwart ist, deshalb bemerken die Menschen das nicht.“
    Rudolf Steiner, GA 207, Seite 51ff

    -- liebe Ingrid, auch wenn es in den Fingern juckt, ich verabschiede mich mit dem Zitat von Rudolf Steiner, weil es so gut zur "Nachtseite" passt. Vielleicht treffe ich mal Herrn Gronbach im Nachtbereich.

    Herr Michael Eggert, viel Erfolg weiter mit der website und Ihren künstlerischen Bemühungen!
    Herzlichen Gruß an die Besucher.

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  129. Lieber Ernst,
    das klingt jetzt wieder wie Abschied. Komm aber bitte wieder. Was Du über die Nachtseite erzählt klingt interessant. Ich habe nie darauf geantwortet, weil ich dazu zu wenig Erfahrung habe und da nicht mitreden kann.Du bist irgendwie der Einzige,der dieses Thema immer wieder bringt - es gibt dazu verschiedene Meinungen, die würde es aber nicht geben, wenn Du nicht wärst.
    Berhand Albrecht schreibt: „Der nächste Schritt,das ist deine Wahl,deine Entscheidung, Dich schöpferisch mehr in Deiner tieferen Authentizität zu manifestieren. Manchmal ein schmerzhafter Prozess!
    Die klammheimliche Flucht in unterschwellige Resignation hat dauerhaft keine Chance. Die rauhen Winde fegen alles bei Seite, was nicht ausschliesslich in sich allein Standfestigkeit begründen will.“
    Oder verhält es sich so wie Michael meint? „Es gibt ja nicht wirklich eine Wahl. - ? -

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  130. Es geht doch wirklich darum auch die Erlebnisseiten mal darzustellen, die immer noch das Brandzeichen des "S(o)ubjektiven" tragen. Das muss erübt werden, die Sprache dafür zu finden, sich auch mal trauen sie zuzulassen. Und ganz normal ist das doch schon auch eine Form der "Nachtseite", das "Sobjektive", wenngleich eher eine Dämmerung. Und jene Nachtseite durch Ernst vorgetragen, jene jenseits von Raum und Zeit, die existiert doch, Stück für Stück sich erhellend durch geistige Schulung! Nicht dass ich Ingrid mit ihren Einwänden und Darstellungen nicht verstehe, aber darum geht es doch auch, wenn das aufeinander trifft, dies zuzulassen, ohne dass da irgenwelche Beurteilungen entstehen. Fragen, sich gegenseitig fragen, wirklich fragen. Darum geht es doch, ansonsten fehlt ein wenig anthroposophische Gesinnung.

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  131. Lieber Herr Seler,

    ich bin hier (in diesem Blog) die stille Leserin (meistens)… Und ich würde mich seeeeeeehr freuen, wenn Sie noch möglichst viiiiel zu der „Nachtseite“ schreiben würden, weil ich seeeehr viel träume (meine Träume liebe und beobachte) aber wenig darüber weiß…

    Ich habe sogar schon Traum als Serie (in vier Teile) geträumt, d.h. nach kurzem aufwachen, den Traum „rekonstruieren“, wieder einschlafen und den gleichen Traum als Fortsetzung geträumt…

    Herzlichst Belinda aus Hamburg

    PS. Danke für das obige Zitat, von Rudolf Steiner:)

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  132. Lieber Steffen, Nachtrag zu Buddha. Da ich über Ähnliches schon bei einer anderen Gelegeheit geschrieben hab, wollte ist erst darauf nicht reagieren, aber jetzt sag ich doch etwas:
    Buddha hat, nachdem er seine Familie, Status, und Herkunft verlassen hat so ziemlich alles was es damals an religiösen Yoga- Praktiken gab bis ins äußerste Extrem ausprobiert, bevor er nach vielen Jahren dahin fand, was er dann den Weg der Mitte nannte. So wie er seine Herkunft hinter sich ließ, um seinen ganz individuellen Weg zu gehen, so hat er auch die Religion, mitsamt den brahmanistischen Götterhierarchien, hinter sich gelassen. Das war etwas vollkommen Neues. Buddha hat keine Religion gegründet, seine Lehre ist Erfahrungs-Weg, der das Ziel hat,den Menschen frei zu machen – auch von Religion. Ein Buddha ist auch kein Gott, die Statue ist ein Symbol für den in Liebe erwachten Menschen.Das könnte jeder sein, denn der Keim der Liebe wohnt in Allen, noch schlafend und eingefaltet ist er das, was Buddha unsere wahre Natur nennt. Buddha bedeutet der Erwachte, nicht wie man oft liest der Erleuchtete. Er spricht nicht von Re-inkarmation, sondern von Wieder-Geburt, was etwas anderes ist.
    Er hat keinen Orden gegründet, das haben nach seinem Tod seine Schüler getan, die auch Regeln - für Schüler, die eine äußere Form des Haltes und der Orientierung brauchten - eingeführt haben. Diese sind jedoch nur Hilfsmittel und sollten vorübergehend sein.
    Das Herz der Weisheits- und Geisteslehre des Buddhas ist die Befreiung von den Benebelungen, die Buddha die Schleier der Maya nennt und das darauf folgende, ganz natürliche Aufblühen von Liebe und Mitgefühl. Buddha hat für diesen Erfahrungsweg 84.000 (das ist eine symbolische Zahl) Formen der Praxis vorgestellt, weil er erkannte, wie reichhaltig und vielfältig die Menschen in ihren Temperamenten und Anlagen waren – daher die verschiedenen Gewänder des Buddhismus.
    Im Lukas-Evangelium spüre ich eine große Würdigung Buddhas und die Darlegungen Steiners haben mir neue und sehr berührende Sichtweisen eröffnet. Bei anderen Texten stimme ich mit einigen Interpretationen von Steiner nicht überein. Vor allem, wenn es um europäische „Superioritäten“ geht. Das war Denkschema zu Steiners Zeiten – davon ist man heute ja schon

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  133. ...davon ist man heute ja schon weg.

    Hoffen wir`s.

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  134. Danke lieb ZuL, sehr nett von Dir und sehr aufschlussreich!!

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