"Teufelsgedanken"?

"Der alte Initiierte wußte, dass, indem der Mond verfinstert ist, die Gedanken durch die Dunkelheit hinunter strömen, dass sie also eine innigere Beziehung zu dem Unterbewussten des Menschen haben als zu dem Bewussten. Und sie sagten oftmals im Gleichnisse zu ihren Schülern: Die schwärmerischen Menschen gehen bei Vollmondschein spazieren; diejenigen Menschen aber, welche die Teufelsgedanken aufnehmen wollen aus dem Weltenall, nicht die guten Gedanken, die gehen bei Mondenfinsternis spazieren."

R. Steiner, GA 213, S.39f

Zur aktuellen Mondfinsternis: "Am Abend des 15. Juni 2011 ist von Deutschland aus eine totale Mondfinsternis zu beobachten. An diesem Mittwochabend ist der Mond bereits total verfinstert, wenn er gegen 21:30 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (abhängig vom Beobachtungsort) im Südosten aufgeht."

Einen schönen Abendspaziergang und nicht zu viele "Teufelsgedanken"!

Kommentare

  1. Wer geht mit mir spazieren? Heut abend um 21:30
    Werwolf

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  2. Ich werde den Teufelsspaziergang heute Abend riskieren und dabei genau aufpassen, ob es sich da um ahrimanische, luziferische oder alt-katholische Teufelsgedanken handelt, die aus dem Weltenall herabschwirren.

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  3. Teufelsgedanken, das ist schon heftig...frage mich gerade, wer denn diese alten Initierten eigentlich waren...hört man ja oft diese Bezeichnung...nach Aufklärung klingt das jedenfalls nicht unbedingt ;-)

    LG

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  4. "Da haben wir wiederum das Herankommen an ein Geistiges bei einem physischen Ereignis.
    Wir können nicht in der alten Form diese
    Dinge aufnehmen, das würde zum Aberglauben führen. Aber wir müssen wiederum dahin kommen, in einzelnen wichtigen Weltenereignissen auch das Geistige sehen zu können. Denn in der Tat ist es so, daß wenn in jedem Jahre sich Sonnen- und Mondenfinsternisse wiederholen, diese gewissermaßen, ich möchte sagen, «entgegengesetzte Ventile» sind. Ventile werden ja angebracht, damit kein Schaden entsteht, damit sie sich öffnen zur rechten Zeit, zum Beispiel den Dampf auslassen. Diese Ventile, die in den Welterscheinungen als Sonnen-und
    Mondenfinsternisse auftreten, sind gerade dazu da, damit dasjenige, was, wenn es sich um eine Sonnenfinsternis handelt, als Schlechtigkeit
    auf der Erde sich verbreitet, in luziferischer Weise in den Weltenraum hinausgetragen werden kann und dort weiteres Unheil anrichtet,
    während die Mondenfinsternisse dazu eingerichtet sind, daß zu denjenigen Menschen, die ganz besonders von bösen Gedanken besessen
    werden wollen, die bösen Gedanken des Weltenalls kommen können.
    Mit vollem Wissen wird ja so etwas nicht mitgemacht, aber die Sachen sind real, wirklich ebenso real, wie die Anziehung eines Magneten
    auf gewisse Eisenteilchen ist. Das sind Kräfte, die im Weltenall wirken, geradeso wie diejenigen, die wir heute studieren in der Klinik oder im chemischen oder physikalischen Laboratorium."

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  5. Ich habe heute Abend den anthroposophischen Malkurs unterbrochen und habe mich hinausgewagt in die Teufelsnacht. Ich habe keinen getroffen, „der ganz besonders von bösen Gedanken besessen werden will“, sondern mir ist die Geschichte von Francesco d`Assisi eingefallen: Francesco geht die Straße entlang und von der anderen Richtung kommt ihm eine fürchterliche Gestalt entgegen. Die Leute springen in ihre Häuser, die Fensterbalken werden eilig- krachend zugeschlagen, Türen verrammt, die letzten Eisenriegel quietschen, dann tritt Todenstille ein, selbst die Fliegen haben sich verkrochen. Der, der da kommt von der anderen Richtung, ist der Teufel persönlich. Francesco geht ruhig weiter, gerade auf die fürchterliche Gestalt zu, breitet seine Arme aus und sagt: „Komm in meine Arme Bruder.“
    Ich weiß nicht mehr, wer mir die Geschichte erzählt hat.
    Ich glaube ganz im Ernst und ganz sobjektiv, dass es sich bei diesen Gedanken um chribudische Sonnen-Gedanken handelt, die bei Mondfinsternis vom Weltenall in die Herzen sinken.

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  6. Liebe ZuL, das ist eine sehr schöne Geschichte, vom 'Franz' :-) erinnert mich an eine ähnliche Sufigeschichte, wo der Teufel allerdings von einer aufgebrachten Menge niedergeschlagen und anschließend von einem heiligen Mann gesund gepflegt wurde...so als Metapher gedacht ;-)

    Auch hast du jetzt deine neuen Wortschöpfungen eingebracht, finde ich sehr gelungen..

    Tja, und was wäre eigentlich, wenn man nun überhaupt gar nichts von diesen kleinen 'Teufeleien' gewußt hätte? Einfach nur rausgehen und die Nacht genießen und bestaunen, ganz frei und 'normal' bzw. unbelastet auf sich wirken lassen? (und vielleicht sogar das Glück haben einer Nachtigall zu lauschen?)...
    Hatte gestern nämlich so einen Satz im Kopf als ich draußen war, ich glaub der kommt aus dem Buddhismus: "Zu viel Wissen schafft Leid" ---

    Franz von Assisi würde dem vielleicht zustimmen, war ihm doch die Entfaltung seiner Liebeskräfte das Wichtigste (mit der Wolfgeschichte ist's ja ähnlich) ;-)

    LG

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  7. quasi, eine kleine Wissenschaf(f)t vom Leid ;-)

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  8. Lieber Steffen,
    „…...so einen Satz im Kopf als ich draußen war, ich glaub der kommt aus dem Buddhismus: "Zu viel Wissen schafft Leid" ---
    Nicht das "Wissen" als solches schafft Leid, sondern das Haften an diesem.
    Lieben Gruß

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  9. Ja, das stimmt natürlich mit dem Haften...aber ich 'hafte' zunächst immer an etwas, braucht schon seine Zeit ... und stehe mehr und mehr auf eher 'unschuldigere' Betrachtungsweisen ;-)

    Schöne Grüße nach Österreich!

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  10. Bei dem Bild vom Teufel, der von der Menge niedergeschlagen und dann vom Sufi gesundgepflegt wird treffen sich Grundhaltungen von Buddhismus und Sufismus und hier sehe ich auch Christus.
    Ein Zen-Buddhist könnte auch fragen: Welcher Teufel?“ …..während andere Geistesrichtungen detailierte Beschreibungen von ihm geben.
    Spiegelbilder
    In der tibetischen Praxis wird detailiert Wissen aufgebaut, bis ins kleinste Detail ausformuliert und am Ende, dann, wenn das ganze Gebäude steht, wird es aufgelöst, man trennt sich von der aufgebauten Sicherheit - an dem Punkt beginnt die Meditation. Diese Erfahrung hat mich grundlegend geprägt. Seither gibt es für mich keine „Wahrheiten“, sondern verschiedene Sichtweisen, eben sobjektive Spiegelbilder.
    Manroe, freut mich, dass wir bei bisher zahlreichen Unterschiedlichkeiten einen gemeinsamen Nenner gefunden haben. Es ist schon ein Paradox – indem Du persönlicher geworden bist – bist Du für mich auch weiter geworden.

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  11. Zum Thema "Teufelsgedanken" möchte ich noch ein Zitat aus Erika Mitterers Roman "Der Fürst der Welt" mit Euch teilen:

    "Höre, Beatus: Wessen Macht ist größer, die Macht Gottes oder die des Satans? ... Rede nicht gleich. Überlege es gut und warte dort im Erker. Ich rufe dich dann."

    - - -

    "Hast du deine Antwort bereit, Beatus?"
    "Ich glaube schon" sagte Beatus und trat leichtfüßig heran.
    "Ich höre, mein Sohn."
    "Wenn wir Gott mehr lieben, als wir den Satan fürchten, ist Gott stärker in unseren Herzen. Fürchten wir aber den Satan mehr, als wir Gott lieben, dann ist der Satan stärker."
    "In unseren Herzen, Kind. Aber in der Welt, in der großen Schöpfung des Lebens?"
    "Verzeiht mir, mein gnädiger Vater!", sagte Beatus schüchtern, "aber muß es nicht dort genauso sein?"

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  12. Aus dem Buch " Ein verwölkter Himmel" von Albert Grumm:
    Schau der Mond verdunkelt sich, sagte der Mann dem Haare aus den Ohren wuchsen.
    " Wo?" Das kleine Mädchen schaute bei Ihrer Frage aufgeregt in den dunklen Abendhimmel.
    " Da."
    " Wo?"
    " Dort hinter den Wolken."
    " Ich hab doch keine Röntgenaugen."
    " Ja schon gut also da hinter den Wolken verdunkelt sich der Mond. So was nennt man Mondfinsternis."
    " Ja und?"
    " Ich dachte nur das interessiert dich."
    " Ich will jetzt Eis. " Das kleine Mädchen hatte genug vom Abendhimmel und hatte Angst, dass der Mann mit den Haaren in den Ohren auch noch was von der Sonne vom lieben Gott von der Liebe und dem Teufel erzählen wollte. Sie wollte nun ein Vanille Eis mit Schokolade.
    Als der Mann mit den Haaren in den Ohren seufzte und ja murmelte, blies den Beiden ein eisiger Wind ins Gesicht, in dem Moment öffneten sich die Wolken und dort wo der gelbe Erdtrabant im Schatten der Erde am Himmel stand, küssten sich zwei Fledermäuse, so leidenschaftlich und blutig, dass....
    Aber kein einziger Erdenbewohner sah es, und der Abend der Mondfinsternis war wie jeder andere Abend auch und dem Mann wuchsen weiterhin Haare aus den Ohren und dem kleinen Mädchen schmeckte auch weiterhin sein Vanille Schokoladeneis.

    Dennis der Werwolf der von Boris Vian

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  13. Liebe ZuL

    "Es ist schon ein Paradox – indem Du persönlicher geworden bist – bist Du für mich auch weiter geworden."

    Freut mich zu hören. Das Paradox ist paradox, oder?

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  14. Ihr habt hier wohl alle zuviele Spaziergänge in der Vergangenheit bei Mondfinsternissen gemacht...
    Lest doch mal genauer: hier wirken objektive Kräfte - egal ob man etwas davon weiß oder nicht!

    ...während die Mondenfinsternisse dazu eingerichtet sind, daß zu denjenigen Menschen, die ganz besonders von bösen Gedanken besessen
    werden wollen, die bösen Gedanken des Weltenalls kommen können.
    Mit vollem Wissen wird ja so etwas nicht mitgemacht, aber die Sachen sind real, wirklich ebenso real, wie die Anziehung eines Magneten
    auf gewisse Eisenteilchen ist. Das sind Kräfte, die im Weltenall wirken, geradeso wie diejenigen, die wir heute studieren in der Klinik oder im chemischen oder physikalischen Laboratorium."

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  15. @ Anonym:
    "Lest doch mal genauer: hier wirken objektive Kräfte - egal ob wir etwas davon wissen oder nicht!"

    Ja natürlich - egal, ob wir etwas davon wissen oder nicht.
    Aber nicht egal, ob wir "ganz besonders von bösen Gedanken besessen
    werden wollen" bzw "die Teufelsgedanken aufnehmen wollen aus dem Weltall" oder nicht...

    :-)
    Gute Nacht!
    Ingrid

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  16. ..wo ich persönlich irgendwie auch bei 'Ernährung' angekommen wäre, an anderer Stelle sehr schön beschrieben von Ingrid, im Beitrag 'Weingarten' - dort dann der schöne Hinweis von Steiner, wie Kinder die Nahrung instinktiv aufnehmen wollen..

    In diesem Falle, der Mondfinsternis, ist es doch auch Nahrung, KOSMISCHE Nahrung - bzw. Ätherströme (Ätherwesen), die auf den Menschen einwirken, ihn quasi umweben und in ihn eindringen (oder eindringen wollen), über das Atem -bzw. Chakrasystem...

    Objektiv und ganz natürlich sind diese Kräfte vorhanden, doch subjektiv können wir auf sie reagieren - d.h. wir wären auch in der Lage, vermeintlich Böses oder aus dem Gleichgewicht geratenes, abzuwehren bzw. richtig einzuordnen, durch Einsicht und Überlegung..

    WIE das nun im einzelnen geschehen soll, das ist doch eine wichtige Frage..
    Hilft dabei verständlich gemachtes okkultes Wissen? - hilft ein Erleben wie es z.B. beim Kinde der Fall sein könnte, ausgestattet mit Urvertauen und gutem 'Instinkt'? - helfen Kraftausdrücke und Schlagwörter bezügl. des sogen. Bösen? oder helfen verschiedene Anschauungen zum sogen. Bösen, wie es hier auch schon gemacht wurde und es dabei auf eine 'dritte Komponente' ankommt evt. auch auf eine Nonduale? (sihe z.B. - "Gott läßt seine Sonne über Gute und Böse scheinen") ..

    Die Frage also - Wie wir mit etwas umgehen, sobald wir Kenntnis erhalten bzw. Informationen Dritter (z.B. von Eingeweihten...und dies dann 'glauben' bzw. einsaugen) - das bewegt mich schon auch sehr... - wie wir dann geg.falls zu ganz eigener Umgangsweise finden, die schon gar nicht etwas mit Angst oder Aberglaube zu tun hat (so wie man früher eben 'Kinder' erschreckt hat)...

    Ich finde hier jedenfalls mehrere sehr fruchtbare Ansätze unter Euren Beiträgen :-)

    LG

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  17. "...während die Mondenfinsternisse dazu eingerichtet sind, daß zu denjenigen Menschen, die ganz besonders von bösen Gedanken besessen werden wollen, die bösen Gedanken des Weltenalls kommen können." halte ich für eine muffige, abergläubische Sichtweise.
    Ich habe tagtäglich mit dem sogen.Bösen zu tun - und versuche, mit dem, so gut ich kann, umzugehen. Und wenn ich einmal mehr davon haben will, dann bedarf es dazu keines Rendevouz`s mit der Mondfinsternis oder veraltetem Mystizismus, sondern es reicht wach und achtsam zu sein, um zu bemerken, wie viele "Verführer" losschwirren, wenn die Sonne im Zenit steht.

    Ganz im Gegenteil,da wo es oft am finstersten ist, kann sich neues Leben auftun, wenn ich`s nicht verstelle und die Liebe auch aushalte.

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  18. Liebe ZuL,

    danke, ich sehe das ähnlich...habe zwar nicht direkt-beruflich mit Extremen zu tun, bekomme aber viele schlimme Verfehlungen bzw. sehr viel Leid, über die psychologische Betreuungsarbeit meiner Fau mit - z.B. Sexualverbrechen an Kindern und psychische Erkrankungen bei Erwachsenen...Hier dann allerdings eine gewisse Objektivität, Erklärung und dann Lösungen zu finden (- wichtige Dinge wie Alltagsbewältigung, Gespräch und Vertrauen schenken), das ist nicht leicht (und die Welt scheint voll zu sein mit solcher Art Leid, steht jetzt aber auf einem anderen Blatt)..

    Und dieser Satz von Dir:

    "Ganz im Gegenteil, da wo es oft am finstersten ist, kann sich neues Leben auftun, wenn ich`s nicht verstelle und die Liebe auch aushalte."

    ...man kann es ja tatsächlich so erleben in der Praxis, wenn denn Einsicht und Bereitschaft vorhanden ist...In größeren Zusammenhängen, z.B. bei Naturkatastrophen, sind ja auch viele tolle, internationale Hilfsaktionen ins Rollen gekommen und man traf u.a. endlich Vorsorge mit einem Tsunami-Frühwarnsystemen usw. Ob nun allerdings eine nachhaltige, allgemeine Bewußtseinsveränderung und Lebenshaltung eingetreten ist, das steht dann auf einem anderen Blatt...man kanns nur hoffen..

    Im Fall des Verbrechens an Kindern oder z.B. bei fürchterlichen Despoten, die ihr eigenes Volk ermorden und verhungern lassen, fällt es mir, wie gesagt, schon schwerer, überhaupt einen Ansatz zu finden und objektiv zu bleiben...Außer dass der Verursacher mit der ganzen Gewalt des Gesetzes rechnen muss, wobei selbst dann ja oft kein Unrechtsbewußtsein entsteht (vor Gericht und hinter Gittern)..

    Im Falle von sexuellen Verbrechen an Kindern heißt es zudem, dass Pädophile trotz Therapie, oft ein lebenlang pädophil bleiben! Hier spielen sexuelle Machtbedürfnisse, diverse Missbräuche und Unterdrückungen auch in der eigenen Kindheit, natürlich auch eine Rolle ...
    ein schlimmes und komplexes Feld, wenn es um das 'Böse' geht...

    Und eine weitere Frage stellt sich mir dann automatisch: Könnten okkulte Miteilungen und Erklärungen Steiners über das Böse bzw. über die Wirkung im Menschen, therapeutisch hilfreich sein? Ich denke ja..

    LG

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  19. und das sei noch gesagt - Ursache aller Gewalt und Machtmissbrauch, auch die eines Despoten, ist sicherlich immer ein früher Mangel an Liebe und Verständnis bzw. ein Mangel an Vorbildern...Mögen auch Einflüsse kosmischer Art vorhanden sein, wie - luziferisch, ahrimanisch, soratisch etc. .. Auf folgender Seite d. Anthrowiki findet man eine kurze, sehr gute Erklärung Steiners zu z.B. 'Sorat' dem Widersachergeist in der Sonne, im Verhältnis zu Christus dem Sonnengeist der Liebe: http://wiki.anthroposophie.net/Sorat

    * schönes Wochenende *

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  20. Das mystische Lamm bzw. Christus: http://wiki.anthroposophie.net/Mystisches_Lamm

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  21. Mir erscheint das so: Wir leben ja in dem was IST und wie es IST, es gehört alles zusammen, wir leben ja nicht draussen vor etwas, weil es das gar nicht gibt. Und innerhalb dieses ganz Großen haben wir unseren Teil-Bereich mit unserem Planetensystem, das wir ja umgestülpt mehr oder weniger sind. Die Planeten "repräsentieren" Teilbereiche die in ihrem Zusammenwirken wirken und bewirken. Und was Steiner da oben bezüglich des Bösen sagte bezog er auf den Mond in einem bestimmten Zusammenhang, den es ja schliesslich gibt, was nicht heissen soll und er es sicher auch nicht gemeint hat, dass man dem Bösen nicht auch auf andere Art begegnen und es erfahren könne. Zumindest gibt es ganz offensichtlich Möglichkeiten diesem Bösen zu begegnen und es in sich aufzunehmen, wie auch immer. Und dass es Menschen gibt die sich diesen Kräften und dem reinen Egoismus zuwenden, ganz bewusst... Und wenn nun der Mond von der eigentlichen Lichtquelle durch die Erde verdeckt wird, bekommt er sicherlich eine andere Qualität, wie man ja auch am Pflanzenwachstum durch entsprechende Mondkonstellationen bedingt (M. Thun) sehen, erleben und verstehen kann. In der Astrologie ist er dem Emotionalen zugeordnet und wenn sein Repräsentant dem Licht entzogen ist... dann stehen wir halt da mit dem in uns, das diesem Geschehen entspricht, "unbelichtet" auf einem "Kontakthof" der besonderen Art.

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  22. Lieber Manfred, gut erklärt :-)

    Zudem stimme ich ZuL zu - dass vielleicht gerade in diesem Entzug der Lichtquelle, durch eventuelles Zurückgeworfen sein auf Inneres und Unbewußtes - ein besonderer Moment der Selbsterkenntnis, eine Chance liegt (vielleicht ja auch ein Sehnen und Öffnen nach dem Christusgeist stattfinden kann)..

    Und Astrologen versuchen das ja auch im Äußeren zu erforschen und zu beobachten, z.B. nachträglich am Weltgeschehen (ich lernte das kennen bei Bernd Zabka, der den siderischen Tierkreis zur Hilfe nahm, mit einer sehr exakten Planetenbeobachtung innerhalb der Sternenbilder, sehr interessant)...
    So gesehen sind wir sicher mal mehr mal weniger 'beeinflusst' von dem was mit uns ohnehin korrespondiert oder wo eine Offenheit herrscht ..

    Paracelsus wiederum (aber auch Keppler) sagte einmal, dass die Planeten und Sterne im Verhältnis zum Menschen, nur auf einer 'niederen' Stufe 'berechenbar' seien...Jedoch im Christusgeist erhebe sich der Mensch über äußere und innere Einflüsse bzw. erkennt und zügelt auch die Leidenschaften (Steiner sprach auch vom Veredeln der Leidenschaften)..

    LG

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