Der Gärtner


Liebstöckelschritte
im welkenden Grün

Thymianduften
Salbeigeschmack

Tastende Hände die
strauchelnde Stauden
richten und binden.

Wucherndes schneiden
Verborgnes befreien:

Der Gärtner gibt allem
nach was es verlangt.

Kommentare

  1. Die Geschichte über die Elementarwesen, die jetzt doch nicht mehr so klein ist:
    Die Elementarwesen sind ein sehr komplexes Thema, das ich bisher erst nur leicht berührt habe und folgedessen ist meine Geschichte eine sehr einfache Geschichte.
    Als ich das erste Mal von den Elementarwesen hörte, als Nebenthema in einer Lesegruppe, haben sie mich sofort inspiriert – im selben Maße wie Laotses ..dreissig Speichen gehören zu einer Nabe, doch erst durch das Nichts in der Mitte kann man sie verwenden....aus Ton werden Gefäße geformt und erst durch durch den leeren Raum...
    Die Elementarwesen wirken in den Elementen Erde, Waser, Luft und Feuer. Da unsere Welt aus diesen Elementen geschaffen ist, ist alles durchdrungen von diesen Wesen Sie sind dem normalen Auge nicht sichtbar – sind jedoch überall. Diese Geister der Elemente finden sich bereits bei vielen älteren Kulturen, jedoch so detailliert beschrieben habe ich sie erst bei Steiner gefunden (angefangen zu finden).
    Das Wachsen einer Pflanze wird durch diese Elementarwesen, Erdgeister, Wassergeister, Luft- und Feuergeister bewirkt. Durch ihr gemeinsames Gestalten schaffen sie das Leben. Stellt euch einmal vor, was so alles in einem Garten los ist!
    Ihr kennt doch sicher alle die Erfahrung, dass ihr an einem bestimmten Platz seid und da ist etwas ganz Besonderes zu spüren, etwas ist DA, aber es ist nicht greifbar.
    Man/frau spürt es durch die Art und Weise wie der Wind die Grashalme bewegt oder durch die Äste streift, oder an den feinen Wellen eines Sees oder in der Stille des Gebirges , im Flügelschlag eines Vogels. Was man/frau da spürt, ist das Wirken der Elementargeister.
    Diese Empfindung war mir immer schon sehr vertraut, und als ich Steiners Darstellungen hörte, war es mir sofort klar und verständlich.

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  2. (Elementarwesen Teil II) Glücklicherweise war diese Lesegruppe an einem Montag. Mittwoch sollte der Bauer mit dem Traktor kommen und unser Stück Land mit dem Pflug umgraben. Zwei, finde ich, ganz brutale Geräte, aber wir mußten es machen. Das Land war nämlich vorher über Jahrzehnte hinweg von den Bauern als Müllablageplatz verwendet worden. Inzwischen war zwar schon wieder Gras darüber gewachsen, aber unterhalb war alles voll mit Glas, Flaschen, Plastik, Stoffresten oder vermorschte Hemden, Eisen, Nägel, Ziegel, Schuhsohlen etc.etc.
    Dienstag ging ich hinaus und hab mich ins wilde Gras gesetzt und gesagt: „Liebe Elementarwesen, morgen kommt der Traktor mit dem Pflug – das ist eine ganz schreckliche Sache. Packt all eure Sachen zusammen und bringt euch in Sicherheit. Ihr müßt jetzt weg. Es geht nicht anders. Wenn alles vorbei ist, kommt ihr wieder. Ihr werdet sehen, es wird dann viel schöner sein, das wird ein ganz neues Zuhause für euch. Aber erst eimal müssen wir da durch.“
    Mittwoch kam der Bauer und pflügte. Dannach haben wir mit dem Spaten zentimeterweise das Land von dem Mist befreit. Alles zusammen hat fast ein ½ Jahr gedauert. Nicht, weil wir so ein großes Land hätten – es ist eher klein, sondern weil fast alles ich gemacht habe und immer dann gegraben hab, wenn ich Zeit hatte.Ich bin nicht so stark und eher dünn. Ich hab mir selbst leid getan.Unter der Hitze hatte ich oft das Gefühl, in einem Kibbuz zu sein.

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  3. ...das Ende der Geschichte
    Langsam kamen die Elementargeister wieder zurück und ich habe mit ihnen dann den Gemüsegarten angelegt. Ein Spaten ist in einem Garten nicht mehr nötig. Es reicht, wenn man/frau die oberen Zentimeter mit einem Gerät lockert. Eine Brise Kuhmist drüber, pflanzen und säen (wenn ich es schaffe) mit den Mondphasen und den Rest machen die Elementarwesen.
    Schon im ersten Jahr ist dieser Garten explodiert – wir hatten soviel Gemüse, dass wir den Freundeskreis versorgt haben. Der Nachbar will immer wissen, was ich da mache. Wenn ich ihm aber von den Elementargeistern erzähle, meint er, Ingenieur und Sohn von Bauern,
    dass er von diesen altmodischen Dingen nichts hält – bleibt aber immer stehen, wenn er an unserem Garten vorbeigeht.
    Als das Hagelgewitter auf den Garten niederstürmte habe ich mich gefragt, wie das die Elementarwesen erlebt haben. Sie sind ja nicht nur im Pflanzlichen, sie sind auch in Regen, Wind und Hagel.Eben in allen Elementen. Die Pflanzen wurden ziemlich zerstört von den Hagelmächten. War das so etwas wie ein Krieg der Sterne?
    Beim nächsten Vortrag über die Elementarwesen werde ich das den Vortragenden fragen.

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  4. Liebe freudean, irgendwie ist das früher stabile Sommerhoch über dem Atlantik verloren gegangen. Über dem Mittelmeer bildet es sich, einfach weil das so warm ist und die Wärme auch speichert. Aber der Kontrast zu den wirbelnden (kalten) Tiefdruckgebieten über dem Atlantik ist extrem geworden, daher muss man an den Nahtstellen mit steigenden Wetterextremen rechnen- eine Art Reibungseffekt.

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  5. Ja, solch eine Nahtstelle ist hier zu spüren.
    Die ist sicherlich abwechslungsreich und ein Vorteil ist - liebe Ingrid, danke für Deinen Tipp - dass es da kaum Schnecken gibt.

    Übrigens, was den Namen anbelangt, da hast Du schon Recht. Ich bin mit dem Decknamen aber eh schon nah dran.
    Ich hab auch eine scheue Seite.

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  6. Vielen Dank für Gedicht und Geschichte!
    Und viel Freude weiterhin beim Gärtnern.
    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

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  7. "Heutzutage hat die Natur etwas Unnatürliches und Wind und Wetter wirken übertrieben" Gottfried Benn

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  8. Nein, das glaube ich nicht. Die Natur ist nicht unnatürlich, vielleicht ändert sich die Qualität der Elementarwesen und damit die äußere Natur. Die Elementarwesen sind die Wirk- und Lebenskräfte in den Elementen, Steiner sagt, sie seien reine Aktion und bräuchten unsere Zuwendung, sie warteten darauf. Vielleicht sind sie erzürnt über unser Verhalten ihnen gegenüber.

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  9. Liebe Freude an,

    dank Dir für Deine Schilderung, alles ist belebt und fordert dazu auf sich nicht nur als Aufnehmender sondern ebenfalls als sich nach aussen Öffnender, Lauschender und somit Gebender "Gesprächspartner" einer großen Gemeinschaft zu erleben, kann man das so sagen? Sich als Individuum wieder verstärkt als per-sonarendes Wesen zu erleben? Manchmal frage ich mich ob sie uns dahingehend auch "belauschen" wie wir das verarbeiten, was sie uns durch ihre Taten geben, also wir als deren Selbsterkenntnis? Und wie unendlich schmerzhaft muss es sein, wenn wir in einem Wald z.B. lediglich Nutzholz erblicken, das muss sie geradezu ersticken.

    In diesem Zusammenhang, lieber und geschätzter Michael, das mit den "Egoisten", so ganz habe ich das nicht verstanden, was ist mir da entgangen? Ebenfalls "die bloggenden Anthropotanten", das meinst Du doch nicht wirklich, oder?

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  10. Lieber Manfred, "Ebenfalls "die bloggenden Anthropotanten", das meinst Du doch nicht wirklich, oder?"
    Für eine gleichnamige Punk- Band bin ich ja nun zu alt. Leider.

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  11. Ach so --

    Gefällt mir übrigens sehr gut das neue Design!!

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  12. Dank an Google. Zurück zur einfachen, einheitlichen Form.. mir gefällt es auch. Google hat wirklich schöne neue Web- Fonts mit im Paket und will demnächst mit ganz experimentellen Layouts auftrumpfen. Ich bin gespannt. Für mich ist das Erproben von Layout- Formen ein Vergnügen, das Ausleben eines Spieltriebs.

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  13. Und die zeitweilige "Z"-Schwäche scheint auch vorbei zu sein(?)

    Bin übrigens immer sehr dankbar für solche Zusammenfassungen wie unter "Technologie der Entfremdung", ich liebe solche Überblicke, bin aber zu "faul" dies selbst zusammenzutragen.

    Und in diesem Zusammenhang würde ich noch das Auffinden dessen was und wie Moral heilt hinzunehmenwollen unter: "Alles übers Internet". Ist ja eigentlich eine Suche nach sich selbst, bloß man weiss es zumeist nicht, weil man darauf schaut, wie es funktioniert dem Höhlengleichnis gleich und wird SO wohl niemals fündig, vielleicht bei der letzten möglichen Frage, wenn man entdeckt, wer sie stellt, jenseits der Neugier(?)

    Und ich denke schon, dass all unsere Schöpfungen mehr oder weniger metamorphosiert "lebendig" werden und sich uns entgegenstellen, bzw. hinzugesellen, wenn wir sie nicht durchlebt und angenommen haben.

    Das wäre nämlich die "zweite Spur" neben: "Er greift durch die Kraft seines Ich durch sie hindurch auf die Wirklichkeit zu." -- die persönlich-individuelle und die objektive Seite dieses Schöpfungsweges der Entwick-e-lung des Menschen.

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