Paradiesesbäume

Heute ist die Sache umgekehrt; wir haben so viel vom Baum der Erkenntnis gekostet, bis wir uns daran den Magen verdorben, uns übersäuert und zuletzt sogar von uns selbst entfremdet haben. Heute müssen wir den Baum des Lebens finden und die Frucht erproben, die dieser uns bringt.

Individualisten, die wir nun einmal sind, wird jede Frucht ein anderes Aussehen, einen anderen Geschmack haben. Aber dennoch wird jede Frucht, die wir kosten dürfen, uns klar machen, dass wir einen langen Weg gegangen sind, um diesen einen Baum zu finden. Es ist nicht nur derselbe Baum für jeden, es ist auch nur die andere Seite des Baums der Erkenntnis.

Kommentare

  1. ...oder der umgekehrte Kultus bedarf des umgekehrten Intellekts --

    AntwortenLöschen
  2. Na DIESE Frucht ist eine Wegzehrung, für kühle Tage, wenn der Baum weit weg scheint.

    AntwortenLöschen
  3. Nicht nur wir ringen hier. Ein Professor für Geschichte in diesen Tagen:

    "Dauerhaft bestehen - auch im europäischen Rahmen - kann das deutsche Volk freilich nur als normales Volk, nicht als stigmatisiertes. Denn die Folgen solcher Stigmatisierung ähneln sich stets, egal welche Anlässe sie selber haben mag. Diese Normalität ist das Grundrecht jeder Generation auf Erden. Denn moralisch beginnt bei jedem Menschen die Welt aufs Neue, auch wenn wir geschichtlich immer befangen bleiben. Normalität dürfte - nach Habermas und seinesgleichen - nicht sein: nicht für die Deutschen. Nun ist eine verweigerte Normalität eine Zwangsversetzung in die Abnormalität. Die Deutschen sollten also ein abnormales Volk sein."

    ..............

    Das musste kommen. Die Sprache des moralischen Terrors ist einfach und klar. Hier endet das griechische logon didonai. Wir sind Zeugen geworden eines Kulturbruchs, nämlich einer weitgehenden Negierung der Errungenschaften des Griechentums. Da die Verbindlichkeiten nicht mehr über den Streit entlang von Wahrheitsregeln herstellbar sind, müssen neue, ganz anders geartete Verbindlichkeiten moralisch erzwungen werden. Daher die pestartige Virulenz der Political Correctness und des Gutmenschentums mit seiner spezifischen Intelligenz. Die moralischen Diffamierungen müssen folglich immer mehr zunehmen. Bequemer als das logon didonai ist die habermassche Diskursethik: Audacter calumniare, semper aliquid haeret."

    http://www.faz.net/artikel/C31315/historikerstreit-die-habermas-methode-30462111.html

    Vielleicht sind "Stigmatisationen" ein Problem, auch für die AAG?! :-)

    AntwortenLöschen
  4. Merkwürdig, ich hatte einen tollen Kommentar von Ernst Seler vorliegen, wo ist der hin?
    Gruß

    AntwortenLöschen
  5. ...und wird es nicht so sein (müssen), dass nur in dem Maße, wie wir das Egoistensein auflösen der Baum des Lebens sichtbar wird?

    AntwortenLöschen
  6. "Überdies sagte Valentin Tomberg in seinem Vaterunser-Kurs das Folgende:


    Rudolf Steiner hatte in seinem Leben die Wahl: entweder nicht zu sprechen und stark magisch zu wirken, oder aber zu sprechen dann aber überhaupt nicht magisch zu wirken. – Er fand es wichtig, dass viele Menschen gedanklich und anders auf das Kommen des Christus im Ätherischen vorbereitet wurden. Deshalb verzichtete er auf seine weiße Magie. Er hatte ungeheure Kräfte, denn eine so große Individualität wird nicht oft inkarniert.

    („Über die drei Proben,“ 3. Juni 1941 – Der Vaterunser-Kurs, III. Teil (Achamoth Verlag, Taisersdorf 2009), S. 52."

    Der Hinweis von Tomberg wurde auf dieser website gefunden:

    http://www.gudrun-gundersen.de/

    Text als Versuch zum Lebensbaum, der alles umfasst......

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Danke für Ihre Mitarbeit im Blog.

Egoistisch am meisten gelesen: