Fledermäuse der Nacht


Diese Fledermäuse hatte ich um mich in in der letzten Nacht- zumindest im Gefühl, das sich bei durchwachten Nächten einstellen kann. Es gelingt nicht immer, was und wie man sich das vorgestellt hat. Schon gar nicht in der spirituellen Schulung.

Man muss Schale für Schale hindurch, die Schichten, die Eckhart Tolle Schmerzkörper genannt hat. Es ist egal, wie man es nennt. Aber das ist unsere Aufgabe, daran zu arbeiten. Wir rutschen eine Ebene tiefer, und das ganze obere Stockwerk bröckelt, verfällt zu Staub. Es ist einfach eine Seelenschicht nach der anderen, mit der wir es zu tun bekommen. Du gräbst es aus wie eine Römeranlage, die 45 Überbauten der eigenen Stadt erlebt hat und nun zwölf Meter über der untersten steht. Archäologie der seelischen Krusten, der Muster und Reflexe.

Vieles hängt mit Gedankenclustern - verschmierten Selbstbildern zusanmen. Sie werden immer dichter und auch "satt" mit Erinnerungen angefüllt, je weiter man kommt. Aber vor allem arbeiten unsere Persona dabei heraus, die wir so lange und mit so viel Mühe getragen und aufrecht erhalten haben. So unglaublich viel Kraft. Das macht uns aus, dass wir so zusammen gerissen die oder der sind, diese Bestimmten, Einzigartigen, Hervorragenden oder aus was für Zuschreibungen sich das Personabild auch zusammensetzen mag.

Wenn der innere Freiheitspunkt einmal gefunden ist, schmilzt allmählich diese Kaskade von falschen seelischen und geistigen illusorischen Selbstbildern ab wie bröseliger Sandstein. Der innere Freiheitspunkt ist sonnenhafter Natur. Eine Kraft entspringt seiner Mitte, aber seine eigentliche Besonderheit ist, dass er eine Essenz darstellt, sie ausleben, entflammen kann, die aus Aufmerksamkeit, liebender Zuwendung, reiner Moralität besteht. Je mehr man die illusionären Selbstbilder und Erwartungen überwindet, desto mehr ruht man in der Kraftseite des moralischen Kernbereichs.

Ich wäre gern netter zu dir gewesen. Von hier aus, weißt du, hat man einen gewissen Überblick. Die eigene Zeit ist stehengeblieben, und auf ihrer Spur baut sich eine Landschaft dessen auf, die du bist.

Weißt du, die Aufräumarbeiten haben nicht einmal begonnen.

Kommentare

  1. selbstmitleid und selbstbetrugFreitag, 16. September 2011 um 07:58:00 MESZ

    eggert heult sich einmal mehr

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  2. Ja, ich "heul´" übrigens auch sehr gerne, ist eine der schönsten Erfahrungen überhaupt, wenn man da rankommt. Das Schwierigste im Anfang, unterscheiden zu können, zu bemerken, wie das geht, mit/bei zunehmender Sicherheit.

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  3. Und nochwas, die Zeit ist angebrochen, wo wir versuchen sollten, uns bemühen sollten jene Bereiche die hier angedeutet sind immer mehr und öfter beschreiben zu lernen, es ist schwierig genug, weil hier die normale Sprache nicht so richtig fasst und es ist auch mutig, dies zu tun.

    Die auf diesem Wege "neu" zu entfaltende und bereichernde Sprache für diesen freien Bereich wird das geistige Fundament unserer aller Zukunft sein und bilden. BILDEN, im wahrsten Sinne seines Wortes. Unser Bildekräfteleib dürstet danach davon zu hören. Dies ist auch der Weg, auf dem wir uns an unserem eigenen Schopfe herausziehen und neu geboren werden (können).

    Was siehste Du? Wie kommt es Dir vor? Die Sprache der Schöpfung finden und mit ihr form-ulieren.

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  4. HOWL (Allan Ginsberg): yacketayakking screaming vomiting whispering facts and memories and anecdotes and eyeball kicks and shocks of hospitals and jails and wars
    http://de.wikipedia.org/wiki/Howl

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  5. michael eggert vergleicht sich mit allan ginsberg – HOWL !

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  6. Ich kann Sie auch mit einem Ameisenbär vergleichen, weil beide eine spitze Zunge haben. Howl!

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  7. HOWL, gut dass es durchkommt Michael.
    Bei Lichte sind noch Stahlwände dazwischen.
    HOWL!
    Neue Selbstbewußtseinssprache, vier Buchstaben, alles drinnen

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  8. können die Egoisten eigentlich auch im Kanon plärren?

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