Kalk

"Die Kraft, die sich als Denken ausdrückt, strebt danach, dem Menschen bewusst zu werden, zeigt sich aber zunächst nur in gespiegelter und abstrakter Form. Es ist dieselbe Kraft, die im Körper, sofern sie sich der Bewusstheit entzieht, die Materie beherrscht, insbesondere in den Wachstumsprozessen. Eines Tages wird das Denken diese Kraft aus sich heraus betätigen.


Es ist die Kraft, die im Durchdringen der Materie das Leben schafft, sie dem Wesen gemäß bewegt und in den Rhythmus der Welten hereinnimmt. So ist der Kalk, der in der Natur vorkommt, etwas anderes als jener, der im menschlichen Organismus zirkuliert, wo er eine Verlebendigung erfährt, die ihm dadurch möglich ist, dass er zur Stütze der Energien wird, mit denen der Mensch denkt."

Massimo Scaligero, Raum und Zeit, edition tertium o.J., S. 80

Kommentare

  1. Klasse, der Kalk, wusste gar nicht, dass der so herumzirkuliert in mir, dachte immer, der lagert da nur so in den Ecken.

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  2. Wenn er erst mal beginnt rumzulagern, dann wird es langsam eng :-)

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  3. @ Anonym: "... wo er eine Verlebendigung erfährt, die ihm dadurch möglich ist, dass er zur Stütze der Energien wird, mit denen der Mensch denkt."

    Deshalb, weil nicht gedacht wird, rieselts in und aus den "Ecken" - zumeist.

    So ist das.

    Lesen lernt man i.d.R. ab der 1. Klasse in der Freien Waldorfschule ...

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