Niedlich: Vice-President of the European Commission Neelie Kroes & zu Guttenberg

Eine verheerende Resonanz der Bürger hat die Stellungnahme von Kommissarin Kroes zur neuen Causa zu Guttenberg bekommen, denn diese Seite der Europäischen Union ist für Kommentare der Bürger offen. Die Erklärung von Frau Kroes verläuft stereotyp, völlig analog zu den bislang verbreiteten Pressemitteilungen:

"Viele von Ihnen haben, zweitens, Anstoß an den Vorgängen um Karl-Theodors Doktorarbeit genommen. Meine Einladung an ihn bedeutet nicht, dass ich Plagiate guthieße. Zu diesem Thema muss ich ihn selbst sprechen lassen. Ich weiß dass wir alle Fehler machen die wir hinterher bedauern und dass der einzige Weg für Menschen und Gesellschaften darin besteht, Vergangenes aufzuarbeiten und zu vergeben und sich auf die Zukunft zu konzentrieren. Meiner Ansicht nach hat er bereits für seinen Fehler bezahlt, er hat alle seiner Ämter niedergelegt und sein Doktortitel wurde ihm entzogen. Meine Einladung betrifft deshalb was Karl-Theodor für die Menschen in repressiven Staaten tun kann, nicht seine eigene Vergangenheit.
Ein anderer Punkt: Man muss nicht mit allen seinen früheren Aussagen zur Netzpolitik übereinstimmen. Alle ernsthaften Menschen sind sich darin einig, dass Kinderpornographie bekämpft werden muss. Ich weiß sehr gut dass es verschiedene Meinungen darüber gibt, wie dies online am besten zu bewerkstelligen ist. Gerade weil es sich um ein sehr stark emotionalisiertes Thema handelt finde ich es wichtig, diese Debatte ruhig und rational zu führen."

Tatsächlich sind die zahlreichen Bürgerreaktionen relativ sachlich und inhaltlich begründet. Der Trend ist der, dass die Installation des hohlen Selbstdarstellers zu Guttenberg eine Selbstentlarvung der politischen Kaste darstellt- ein weiterer Schritt dorthin, die EU in toto der Lächerlichkeit preis zu geben. Zu Guttenberg ist offensichtlich nicht wie Bundespräsident Wulff von guten und begüterten Freunden abhängig, sondern von einer Bespiegelungen in der Öffentlichkeit. Irgend welche Kompetenzen sind bei ihm nicht erkennbar, schon gar nicht zum Themenbereich Web. Nun ist Kommissarin Kroes in der unangenehmen Lage, dass es politisch kaum möglich sein wird, den Shitstorm, der da losbricht, zu kanalisieren oder gar zu zensieren, da sie ja nun ausgerechnet eine offene Netzpolitik repräsentiert. Man lese die Kommentare, so lange man es noch kann. Ich bin gespannt, wie sie sich da heraus windet. Dass die Kaste sich selbst bedient und die Ihrigen nicht fallen lassen will, ist in diesem Fall einfach zu offensichtlich.


Kommentare

  1. Die Frage ist, ob der Protest der Bürger irgendwas bewegt bei der alten Dame. Oder ob der abgemachte Deal für beide Seiten nicht zu atraktiv ist, die EU-Bürger die sich wehren, einfach weiter zu ignorieren.

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