Nostalgisch


























Nein, ich rege mich nicht auf, wenn unser "Little Green River" Sebastian Gronbach auf seiner Website für seine Seminare mit Männern so wirbt: "Du wirst langsam lahm. Im Kopf, im Herz, in den Muskeln, im Schwanz und in Deinem Willen vollkommen frei zu sein und Deiner Mission die Treue zu halten. 
Beziehungen zu Frauen glücken, wenn Du an Deiner Befreiung und Deiner Mission mehr Interesse hast, als an Beziehungen zu Frauen. Wenn Du Dich vollkommen demütig vor der Wahrheit des Göttlichen zeigst und in dieser Demut zu Deiner Frau kommst, wirst Du sie als eben diese Göttlichkeit auf Erden erkennen. Du gehst in die Knie und Deine eigene göttliche Potenz erwacht in genau diesem Augenblick."

Ich kann mir persönlich nicht vorstellen, den Penis als eine Art Wünschelrute für die "Wahrheit des Göttlichen" zu benutzen, sondern würde ein anderes Organ wie das lebendige Denken vorziehen. Mein Leben ist auch nicht die "Mission" von mir, Gott, Gronbach oder den Sieben Zwergen, sondern einfach mein Leben, sonst nichts. Aber die Sprüche erregen doch nostalgische Erinnerungen in mir- das ist wie 1975 in der Männergruppe, die ich leitete, in einer Universitätsstadt. Die meisten Frauen waren Feministinnen, und ich fuhr für das Frauenhaus Frauen, die in Deutschland damals nicht abtreiben durfte, in eine Klinik nach Amsterdam. Die Männergruppe erschien mir irgendwie verdruckst. Wir sprachen viel über "Befreiung", aber die meisten Männer gestanden doch nach ein paar Sitzungen, dass sie nur kamen, weil ihre feministischen Freundinnen und Frauen sie nötigten. Sie hatten eigentlich keinerlei Bock auf weitere Befreiungen, sondern wollten lediglich ihre Beziehung retten. Im Gegensatz zu unserem Turbo- Befreier Gronbach sprach allerdings niemand über das Göttliche in diesem Zusammenhang. Aber wer weiß, vielleicht ist das ja heute ein Trend, den man vermarkten kann. Da kann man nur gute Fortschritte bei der Befreiung der Wünschelruten wünschen.

Kommentare

  1. Das Photo, mit Verlaub, hrm, das Denkmal sieht aus, wie eine in der Versenkung unbemerkt überdauert habende Mousse ó Liny Büste, .. also nicht daß ich jetzt denken würde, daß Herr Gronbach damit verglichen weden soll. Das Teil aber ist durchaus ein K'lotz in der Landschaft!
    m.butty

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  2. Das Ding sieht man ja auch nie, weil normalerweise das Laub der Büsche den kahlen Schädel komplett versteckt. Ich habe das jedenfalls heute zum ersten Mal gesehen. Da wir in der Nähe der Cäcilienallee sind (Politiker- und ViP- Gegend, die Fenster häufig aus Panzerglas), nehme ich mal an, dass das irgend ein wichtiges Tier war, aber weder Mussolini noch Gronbach.

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  3. "Mein Leben ist auch nicht die "Mission" von mir, Gott, Gronbach oder den Sieben Zwergen, sondern einfach mein Leben, sonst nichts."

    Könnte mir mal bitte einer der hier anwesenden Egoisten erklären, wenn man sich nur "selbst gehört und sonst nichts", warum man dann womöglich versucht ein guter oder gar noch besserer Mensch zu sein oder zu werden und man nicht ins kriminelle Milieu abwandert und sich möglichst alles nimmt, am besten vielleicht gleich bei der Mafia vorstellig wird um besserer Kontakte willen? Oder hat man doch einfach nur Angst vor dem Knast, aus reinem Egoismus?

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  4. Manroe, gibt es denn etwas Wertvollereres als das Leben selbst?

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  5. Wichtig in Bezug auf die Befreiung der Männer ist doch, dass sie Partner der Frauen sein wollen, und ihnen nicht die ganze Arbeit überlassen. Allerdings ist der Mensch ja auch ein Depp. Wir haben heute nicht mehr einen Einkommensjob pro Paar, der sich auf einen der Partner oder als Teilzeitjobs auf zwei Partner verteilt. Nein, wir haben pro Paar drei oder mehr Jobs. Und man kommt ohne auch gar nicht mehr aus. Mir wäre lieber, die Menschen würden es als Befreiung betrachten, mehr Freizeit zu haben und sich um das kulturelle Leben zu kümmern. (=Blogs, Kunst, Hobbyfotografieren, Literatur, dergleichen mehr)

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  6. "Könnte mir mal bitte einer der hier anwesenden Egoisten erklären, wenn man sich nur "selbst gehört und sonst nichts", warum man dann womöglich versucht ein guter oder gar noch besserer Mensch zu sein oder zu werden" Eine grundsätzliche Frage nach dem Ursprung der Moral. Es ist die Frage der "Philosophie der Freiheit", die Frage des Parzifal. Ich denke, dass ist die Kernaufgabe von Anthroposophie.

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  7. Liebe Freude an,

    "Manroe, gibt es denn etwas Wertvollereres als das Leben selbst?"

    ... nein, gibt es nicht. Aber eben weil es etwas so wertvolles ist, ergeben sich doch bestimmte Haltungen und Fragen dem Leben gegenüber -- und um die geht es mir und nicht einfach nur das Hinnehmen eines solchen.

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  8. Lieber Michael,

    "Eine grundsätzliche Frage nach dem Ursprung der Moral."

    Ja, danke! Schön, das mal zu hören, hier. Und ab hier würde ich gern mal ins Gespräch kommen darüber, was man denn heute als Egoist darunter versteht, verstehen möchte, meint verstehen zu müssen, wenn man sich nur "selbst gehört und sonst nichts" und was das bedeutet. Ich sehe da interessante Ausblicke vor mir.

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  9. Ich denke, die Moral entspringt im Moment und an der Situation; gewissermaßen punktgenau. Das ist eine Schöpfung aus dem Nichts, eine Intuition.

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  10. Und *womit* verbindet man sich intuitiv? Wacht man in sich an sich auf oder wird man teihaftig an oder durch etwas, was man nicht als "selbst gehört und sonst nichts" "bewerten sollte?

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  11. Meiner Ansicht nach gibt es einen sehr weisen und liebevollen Grundstrom in jedem von uns, der sowohl die biologischen Lebenskräfte durchzieht, aber eben auch im Denken "erstehen" kann. Wenn man sich damit verbinden kann, geht man einen Schulungsweg. wenn man in der richtigen Situation eine lösende Intuition von dieser Ebene haben kann, ist man ein Mann der Tat. Man hat dann "moralische Phantasie".

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  12. Und jener Grundstrom ist "Bestandteil" des menschlichen Wesens oder hat das menschliche Wesen Anteil, in welchem bewussten Stadium auch immer, an besagtem Grundstrom?

    "Wenn man sich damit verbinden kann, geht man einen Schulungsweg."

    Siehe oben. Womit verbindet man sich, bzw. WAS ist jener Grundstrom, ein von mir als Mensch "momentan" vergessener Strom oder einer der mich als Mensch wirklich trägt?

    ODER, man hat dann moralische Phantasie, wenn man aus jenem Bereich oder zu jenem Bereich "Kontakt" hat, bekommen hat oder ihn (be)ahnt, oder sonstwie davon etwas in meinem Bewusstsein aufleuchtet? Was hat man, wenn man moralische Phantasie hat? Was geschieht da? Bekomme ich da Kontakt zu etwas in mir was auch mir "gehört" oder bekomme ich da Kontakt mit --- ?

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  13. Ich denke, dass der "grundgütige Strom", der Leben erhält und erschafft, aber auch Erkenntnis ist, ganz und gar Teil des menschlichen Seins ist. Im Grunde sind wir diese Güte und Erkenntnis. Man kann diesem Grundstrom einen Namen geben, etwa Logos. Wahrscheinlich begegnet uns dieser Strom unbewusst in dem, was wir als unser Schicksal erleben. Mit moralischer Phantasie stellen wir uns bewusst in den Strom hinein und reagieren damit konkret in Situationen. Ich würde das mit Zen vergleichen, aber das führt jetzt zu weit.

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  14. Michael, erstmal vielen Dank für die eindeutigen Aussagen, das erspart so manches.

    "Ich denke, dass der "grundgütige Strom", der Leben erhält und erschafft, aber auch Erkenntnis ist, ganz und gar Teil des menschlichen Seins ist."

    Hervorhebungen von mir.

    Teil des menschlichen Seins und Werdens, Teil. Und der "Rest"?? Oder das andere? Was wäre das? Auch menschliches Sein?
    In der uns umgebenden Schöpfung ist das Göttliche nicht mehr unmittelbar anwesend, wie sollte es auch, wenn es Schöpf-Ung ist. Wenn ich im Museum mir Bilder anschaue von Jawlensky so kündet mir das aber von einem lebendigen Wesen. Und in dem was ich da sehe sind Gesetzmässigkeiten und Fähigkeiten zusammengeflossen. So auch in der Natur, in der, durch die wir leben können. Ist das auch menschliches Werk aufgrund menschlichen Seins in Deinen Augen, die Natur? Differenzierst Du nicht in Sein und Werden und Möglichkeit aufgrund von?
    --------------------

    "Im Grunde sind wir diese Güte und Erkenntnis."

    Und weil wir Teil sind, s.o., sind wir es dann doch gleich ganz, im Grunde?? Mal kurz runterkürzen das Ganze?? "Im Grunde sind wir..."

    SIND oder HABEN ANTEIL, ist das das Gleiche und wenn ja, wäre es dann nicht nur eine inkonsequente Schummel"erkenntnis"?

    Ich verstehe in der Denke eines Egoisten nicht, warum Gronbachs "Wünschelrute" hier angelächerlicht wird nur weil Du das Organ lebendigen Denkens für wertvoller erachtest. (was ja auch stimmt, in meinen Augen, aber als Egoist?) Wenn man den "Egoisten" konsequent zu Ende denkt muss das doch völlig egal sein, ist ja doch eh nur alles menschliches Sein. In diesem Sinne muss man doch unserem Herrn Lichte hier die Aufwartung machen und ihn nicht als Spam behandeln(?) Oder welche (")Gesetze(") kommen hier zur Anwendung und vor allem, wo kommen die her? Sind die selbstgemacht?

    Wenn man der Geheimwissenschaft Steiners Glauben schenken "darf", dann hätte sich der Mensch nach Philosophie der Egoisten seine eigene Grundlage zur Saturnzeit gelegt, um sich dadurch entfalten zu können? Glaubst Du wirklich, dass der Mensch so dämlich ist? "Ach, machen wir das doch nochmal von vorne, weils so schön war, mal gucken was jetzt dabei herauskommt."

    Das schöpferische Prinzip ist mir das gleiche, göttlich als auch menschlich, das Prinzip. Aber dieses Prinzip gliedert und wandelt sich in Vermögen und Fähigkeit, da sehe ich das Wirken von Raum und Zeit vor mir, ein Erzengel vermag da halt mehr, auch wenn er vielleicht menschliche Züge trägt.

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  15. Lieber Michael (bzw. Manfred) - "Ich denke, dass der grundgütige Strom, der Leben erhält und erschafft, aber auch Erkenntnis ist, ganz und gar Teil des menschlichen Seins ist." - ein wunderbarer Satz ... ja, das empfinde ich auch als moralische Phantasie oder anders gesagt - als moralische Poesie :-)

    Und mit etwas Phantasie (im Englischen - "imagination"): So manche 'moralische Phantasie' scheint auch schon mal durch zu brennen...da sage ich allerdings, jedem das s(ch)eine ... es lohnt doch nicht sich aufzuregen...es dient mir allerdings schon als unmittelbare Standortbestimmung, also meiner eigenen Integrität (ob sie wahrhaftig ist, wird man im Laufe der Jahre sehen, auf jeden Fall ist sie nun mal da und ent------wickelt sich) ..

    An Manfred:
    Vieles ist selbstgemacht bzw. vieles wird immer selbstgemachter, emanzipatorischer, was ich nicht schlimm finde - eher als Notwenigkeit empfinde, so mein Gedanke, mein Eindruck z.Zt. ...

    Und eine Frage aus dem Zusammenhang:
    Warum betonst du 'Egoisten' so stark? Stört dich der Name oder ist es aus einer Art Identifikation gedacht?

    H.Gr.

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  16. Lieber Manfred,

    zunächst möchte ich Dich auf den Unterschied der beiden folgenden Sätze aufmerksam machen:
    »Ich denke, dass der "grundgütige Strom", der Leben erhält und erschafft, aber auch Erkenntnis ist, ganz und gar Teil des menschlichen Seins ist.« (wie Michael geschrieben hat)
    und
    »Ich denke, dass das menschliche Sein ganz und gar Teil des "grundgütigen Stroms" ist, der Leben erhält und erschafft, aber auch Erkenntnis ist.« (wie, nach allem, was ich bisher begriffen habe, Manfred es unterschreiben würde – wobei ich fast geneigt bin zu glauben, Du hättest das "ganz und gar" dann lieber weggelassen - irre ich mich?).

    Und im Zusammenhang damit möchte ich (nicht etwa als „Beleg“ für irgendetwas! Sondern als Denkmöglichkeit) etwas zitieren, was Rudolf Steiner in einem Vortrag in London sagte, am 2. Mai 1913 (veröffentlicht nach stenographischer Mitschrift in GA 152):
    »Obwohl Christus in die alte hebräische Rasse kam und dort zu seinem Tode geführt wurde, erlitt dennoch das Engelwesen, welches seitdem die äußere Form des Christus ist, im Laufe des 19. Jahrhunderts ein Auslöschen des Bewußtseins als das Resultat der ent­gegengesetzten materialistischen Kräfte, die in die geistigen Welten heraufgekommen waren, als das Ergebnis der materialistischen Men­schenseelen, die durch die Pforte des Todes gingen. Und das Eintreten von Bewußtlosigkeit in den geistigen Welten in der eben beschriebe­nen Weise wird die Auferstehung des Christus-Bewußtseins in den Seelen der Menschen auf Erden zwischen Geburt und Tod im 20. Jahr­hundert werden.«


    Und noch:
    „ein Erzengel vermag da halt mehr, auch wenn er vielleicht menschliche Züge trägt.“
    Verzeih, wenn ich schon wieder diesen Ausdruck gebrauche - ich möchte halt sowohl vermeiden, Dir in allen Einzelheiten zuzustimmen, als auch, „Noten zu verteilen“, indem ich etwa sage, Du hättest „teilweise recht“. ;-)
    Aber mir wird es nunmal unbehaglich bei der Vorstellung, Engel oder Erzengel hätten allzu menschliche Züge.
    Ich habe das Bedürfnis, einer solchen Vorstellung ein Gedicht Rainer Maria Rilkes wenn nicht entgegen-, so doch zumindest an die Seite zu stellen:


    An den Engel

    Starker, stiller, an den Rand gestellter
    Leuchter: oben wird die Nacht genau.
    Wir ver-geben uns in unerhellter
    Zögerung an deinem Unterbau.

    Unser ist: den Ausgang nicht zu wissen
    aus dem drinnen irrlichen Bezirk,
    du erscheinst auf unsern Hindernissen
    und beglühst sie wie ein Hochgebirg.

    Deine Lust ist über unserm Reiche,
    und wir fassen kaum den Niederschlag;
    wie die reine Nacht der Frühlingsgleiche
    stehst du teilend zwischen Tag und Tag.

    Wer vermöchte je dir einzuflößen
    von der Mischung, die uns heimlich trübt?
    Du hast Herrlichkeit von allen Größen,
    und wir sind am Kleinlichsten geübt.

    Wenn wir weinen, sind wir nichts als rührend,
    wo wir anschaun sind wir höchstens wach;
    unser Lächeln ist nicht weit verführend,
    und verführt es selbst, wer geht ihm nach?

    – – Irgendeiner. – – Engel, klag ich, klag ich?
    Doch wie wäre denn die Klage mein?
    Ach, ich schreie, mit zwei Hölzern schlag ich
    und ich meine nicht, gehört zu sein.

    Daß ich lärme, wird an dir nicht lauter,
    wenn du mich nicht fühltest, weil ich bin.
    Leuchte, leuchte! – – Mach mich angeschauter
    bei den Sternen. Denn ich schwinde hin.

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  17. P.S.: Kleine Ergänzung: Mein Satz oben sollte vollständig lauten:

    Aber mir wird es nunmal unbehaglich bei der Vorstellung, Engel oder Erzengel hätten allzu menschliche Züge oder vermöchten in allen Dingen "mehr" als wir Menschen.

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  18. Liebe Ingrid,

    wie Du vermutest, den zweiten Satz würde ich unterschreiben und statt "ganz und gar", das klingt so fatalistisch, vielleicht voll eingebettet oder in einem solchen Sinne, weil der Mensch eben seine Freiheitskräfte hat.

    Und das mit den menschlichen Zügen von Engeln oder Erzengeln oder oder war eher als ein kleines Zugeständnis gemeint denn es meiner Ansicht entspräche, dem wäre so. Eher in dem Sinne das sie dazugehören oder vielleicht besser wir verstanden werden.

    Und Noten darfst Du gerne verteilen, wenn Du weiterhin offen dafür bist, dass ich sie verschiebe, oder am allerbesten wäre es, wenn Du mir sagen würdest auf irgendeine verständliche Art, wer sich bei Dir hinter Deiner Logik verbirgt, denn ich habe ganz deutlich den Eindruck, dass Du Dich nicht zeigst, wengleich Du könntest. -- Zumindest ein Warum?

    Und Du solltest wegen mir Dich nicht bemühen Dich "einzuschränken" oder irgendetwas umzuformulieren, nur weil ich mal was bemerkt habe. Das wäre doch auch nur auf Vermutungen gebaut, die dann Du bestimmtest aufgrund Deiner Einschätzung mir gegenüber. Ich fände es wirklich der Freiheit gemässer sich so zu äussern, wie man es sieht, jeweils, zumindest bitte bei mir und derlei Begebenheiten wir dann weiterhin bearbeiten in aller Offenheit. Da steckte dann halt auch Entwicklung mit drin und vor allem Menschlichkeit. :-)

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  19. Ja, Steffen, Egoist ist nun mal Egoist, auch wenn Steiner dem Stirner verständig gegenüberstand. Ich bin auch kein Mannist oder als Frau keine Feministin, sondern Mensch. ABER, insbesondere bei diesen Fragen hier verbietet es sich geradezu Egoist zu sein, auch wenn man das im freiheitlich-künstlerischen Sinne verwendet wissen möchte und so auch meint. So als Künstlername, da ist es mir egal, aber in dem stehend wovon hier grad gesprochen wird ist es in meinen Augen abstrus. Ich würde Egoisten nicht passieren lassen und in "meiner" Welt gibt es "Gesetze" die das auf ganz "natürliche" Art regeln. Schau Dir bitte mal die beiden zu vergleichenden Sätze von Ingrid an in ihrem letzten Beitrag.

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  20. Lieber Manfred,

    »Und Du solltest wegen mir Dich nicht bemühen Dich "einzuschränken" oder irgendetwas umzuformulieren, nur weil ich mal was bemerkt habe.«
    :-) Ich versuche, meine Formulierungen so zu wählen, daß sie möglichst wenig vom Inhalt dessen ablenken, was ich eigentlich sagen will. Das gelingt mir nur sehr unvollkommen, wie ich bemerke ;-) --- aber ich werde wohl auch in Zukunft versuchen, Formulierungen zu vermeiden, von denen ich bereits erlebt habe, daß sie vom Inhalt abzulenken imstand sind.

    Dieser Inhalt - das wäre einerseits die Denkmöglichkeit dessen gewesen, was in meinem Steiner-Zitat zum Ausdruck kommt, und andererseits vor allem die zweite Hälfte meines Satzes:
    »Aber mir wird es nunmal unbehaglich bei der Vorstellung, Engel oder Erzengel hätten allzu menschliche Züge oder vermöchten in allen Dingen „mehr“ als wir Menschen.«

    Auf Deine Frage:
    »wer sich bei Dir hinter Deiner Logik verbirgt«
    kann ich nichts anderes antworten als:
    Soviel ich bisher sehen kann, bin das ich. :-)

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

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  21. Liebe Ingrid,

    »wer sich bei Dir hinter Deiner Logik verbirgt«
    kann ich nichts anderes antworten als:
    Soviel ich bisher sehen kann, bin das ich. :-)"

    Ach nee, das verblüfft mich jetzt aber, Du bist das!?
    ----

    "aber ich werde wohl auch in Zukunft versuchen, Formulierungen zu vermeiden, von denen ich bereits erlebt habe, daß sie vom Inhalt abzulenken imstand sind."

    Das würde ich noch mal bedenken -- ichgeführt ist doch immer wieder neu und ergibt sich aus einem jeweiligen Moment oder Zusammenhang und zeigt sich dann in (s)einem anderen Gewand (?) Und um solche geht es doch im Eigentlichen.

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  22. "Beziehungen zu Frauen glücken, wenn Du an Deiner Befreiung und Deiner Mission mehr Interesse hast, als an Beziehungen zu Frauen."
    Kommt auf die Frau an, ob sie einen solchen Gockel will.

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  23. Die Frage von manroe ist doch die nach der Freiheit. Man kann das finden wenn man versteht, dass man in der Welt mit dem Denken ist (pdf) und die 3 grundsätzlichen Wege oder Ausprägungen versteht. Dies ist ja alles deswegen, DAMIT ein Wesen frei aus sich sein KANN. Es wäre sonst ja unmöglich. Wer ist das? Man muß das erfahren. Es ist Evidenzerlebnis. Bei mir jedenfallz.

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  24. "Beziehungen zu Frauen glücken, wenn Du an Deiner Befreiung und Deiner Mission mehr Interesse hast, als an Beziehungen zu Frauen." das steht wirklich so in den Sex-Ratgebern und den Flirt-Anleitungs-Büchlein. Es richtet sich wahrscheinlich an diejenigen, nicht seltenen :))) Männer, die den sogenannten "Klammer-Affen" haben! :))

    Diese Kandidaten sollen, so die Ratgeber, lernen, erst mal in ihrem eigenen Leben einen Inhalt und festen Ruhepunkt zu finden, bevor sie auf die Balz ziehen. Auch, falls sie sich einen Liebeskummer einfangen, damit sie dann wieder rauskommen, bevor sie die unerreichbare Angebetene zum Lebensinhalt machen.

    Allgemein sind diejenigen Männer tatsächlich statistisch attraktiver für Frauen, die einen engagierten Eindruck punkto Berufsleben machen. Die ihr Ding durchziehen. Denn Unnahbarkeit des konzentriert an der Karriere Arbeitens übt auf manche Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts eine ungeheure erogene Faszination aus. Möglicherweise korrespondiert damit auch die klassische Verlockung, einen Mann aus einem selbstauferlegten bzw. beruflichen Zölibat zu gelockt zu haben. Aber wenn dann das Opfer verführt wurde, Zölibat und Karriere im Sturm der Leidenschaft zerstört, dann gilt eben wieder: "Beziehungen zu Frauen glücken, wenn Du an Deiner Befreiung und Deiner Mission mehr Interesse hast, als an Beziehungen zu Frauen."
    Da baut Mann sich wieder neu auf! Für das nächste Abenteuer :-))
    mischa butty

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  25. Lieber Manroe, bei manchen Deiner Kommentare ist mir nicht so klar, worauf Du hinauswillst. Du sprichst öfters von „dahinter“ oder von „ sich doch mal umdrehen“, …weil eben dahinter, … das, welches bewirkt.....
    Gehst Du von einem Schöpfergott aus?

    „Ich verstehe in der Denke eines Egoisten nicht, warum Gronbachs "Wünschelrute" hier angelächerlicht wird...“
    Das liegt daran, dass, wenn Green Little River pinkeln geht, er daraus eine „Mission des Pinkeln“ macht. Ich kann dieser aufgeschaukelten Achtsamkeitshaltung sogar etwas abgewinnen, auch die Würdigung von Sexualität im esoterischen Umfeld halte ich für mehr als überfällig. Die Art der Inszenierung entspricht nicht meinem Geschmack, weil mir an pathetischem Kitsch nicht viel liegt.
    Hast Du Michaels liebevolle Anrede „unser Green Little River“ gelesen? In dieser egoistischen Hütte sind auch Missionare willkommen, genauso wie Moralprediger und Lichte natürlich auch, aber das ist ja nichts neues. Auch Du bist mit in der Runde und ich kann mir gut vorstellen, dass Du als „Mensch in Evolution“ bei diesem ungeordneten Haufen gerne ein paar egoistische Gesetze hättest. Ich find das auch ok, für Dich.
    Ich denke, der Name „Egoisten“ passt sehr gut, weil er auf die egoistischen Anteile aufmerksam macht, die wir alle haben. Es sind ja gerade diese, die das Gewahr-Sein des „grundgütigen Stroms“ behindern, der für mich identisch ist mit Erkenntnis und Liebe.

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  26. Lieber Mischa,

    »Allgemein sind diejenigen Männer tatsächlich statistisch attraktiver für Frauen, die einen engagierten Eindruck punkto Berufsleben machen.«
    :-) Ja, natürlich - und warum das so ist, darüber klärt Bernhard Ludwig sehr überzeugend auf.
    :-)

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  27. Freiheit hat doch jeder Mensch, und auch jedes Wesen, die Planeten Steine und Lebewesen. Nur der Mensch weiss es, hoffentlich jedenfalls. Wir haben aber eine Kultur und das Leben zu bestehen, deshalb ist es lediglich wichtig, es nicht zu vergessen, und Vielen davon zu erzählen.
    Michael/ Gronbach erzählen eben, wovon sie am meisten verstehen, und das ist wirklich sehr viel Phantasievolles. Ich finde das jedenfalls! Aber was Moral wirklich ist, habe ich noch nicht ganz verstanden... Bestimmt was ganz anderes wieder einmal, als die Spiesser meinen...
    Lieber Mischa,
    wir Frauen sind nicht alle gleich, deshalb kannst du unsere Wünsche auch nicht auf denselben Nenner bringen. Ich kann mir aber niemanden vorstellen, der mit Haut und Haar in einer Beziehung lebt, und dann etwas das nicht dem Erhalt und der täglichen Verwirklichung derselben dient, am anderen wachsen sehen will. Ich würde immer die Liebe an den Anfang setzen, und die Frage, was für sie gedeihlich ist. Jeder muss irgendwas arbeiten, am besten sucht man sich was raus was einen nicht zu sehr verbiegt und dem Lebensunterhalt sichert (diese Reihenfolge). Und Bildung, was heisst das schon? Den Besitz eines Massenstudienabschlusses? Oder ein gewisses Interesse an Allem? Wenn du nicht magst was du tust, schmeiss es ruhig hin. Hoffentlich dient es dem Wohl des geliebten Menschen, und den abhängigen Kindern, die noch nicht so weit sind, aber ein schönes Zuhause und gute Schulbildung brauchen.
    Einer sagt, Pinkeln ist wichtig, wieso dann nicht Heim und Leben?

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  28. "Beziehungen zu Frauen glücken, wenn Du an Deiner Befreiung und Deiner Mission mehr Interesse hast, als an Beziehungen zu Frauen." das steht wirklich so in den Sex-Ratgebern und den Flirt-Anleitungs-Büchlein.

    Es gab ja mal vor knapp 20 Jahren (also noch vor den Zeiten von Amazon) ein sehr erfolgreiches Buch mit dem Titel "Wie man eine Frau befriedigt", das war ein richtiger Bestseller.

    Ich hatte mich damals immer gefragt, woher man(n) den Mut nimmt, diesen Titel einigermaßen cool und gelassen in einer Buchhandlung zu bestellen.

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  29. Liebe Ingrid,
    ich finde Rilkes Schilderung der Engel sehr beeindruckend. Ich erinnere mich noch genau, wie sie mich erschaudern ließen, als ich das erste Mal – auf der Steilküste über Schloss Duino – über sie las.

    »Obwohl Christus in die alte hebräische Rasse kam und dort zu seinem Tode geführt wurde, erlitt dennoch das Engelwesen, welches seitdem die äußere Form des Christus ist, im Laufe des 19. Jahrhunderts ein Auslöschen des Bewußtseins als das Resultat der ent­gegengesetzten materialistischen Kräfte, die in die geistigen Welten heraufgekommen waren, als das Ergebnis der materialistischen Men­schenseelen, die durch die Pforte des Todes gingen.Und das Eintreten von Bewußtlosigkeit in den geistigen Welten in der eben beschriebe­nen Weise wird
    - die Auferstehung des Christus-Bewußtseins in den Seelen der Menschen auf Erden zwischen Geburt und Tod im 20. Jahr­hundert werden.« -
    wie siehst Du das, ist dies Deiner Mn geschehen? Bei dem dunklen Schatten, der sich im letzten Jahrhundert über die Welt gelegt hat, ist es mir nicht möglich, das zu sehen.

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  30. Liebe freudean,

    »wie siehst Du das, ist dies Deiner Mn geschehen? Bei dem dunklen Schatten, der sich im letzten Jahrhundert über die Welt gelegt hat, ist es mir nicht möglich, das zu sehen.«

    Auch mir ist es nicht möglich, das zu sehen - und nicht nur wegen der „dunklen Schatten“ in der irdischen Geschichte des vergangenen Jahrhunderts. Ich hätte es wohl auch dann nicht sehen können, wenn es diese dunklen Schatten nicht gegeben hätte.
    Denn um solche Dinge sehen zu können, müßte man sozusagen „an dieser Stelle“ in die „Geistige Welt“ blicken können. Das kann ich nicht.

    Und ich habe auch keine „Meinung“ dazu. Ich versuche auch gar nicht, ohne eine für mich gesicherte Erkenntnis, zu einer solchen „Meinung“ zu kommen.
    Sondern, wie ich schon gesagt habe, ich nehme das, was Rudolf Steiner hier andeutet, als Denkmöglichkeit.

    Zu denken, daß sich in der „Geistigen Welt“, auf der „anderen Seite“, in einem „Engelwesen“ ein „Auslöschen des Bewußtseins“ ereignet haben könnte, das nun „auf unserer Seite“ in den Seelen der Menschen „auferstehen“ könnte --- so etwas zu denken, das eröffnet mir „Räume“.
    Es sind ähnliche „Räume“ wie die, die ich in mir entstehen fühlen kann, wenn ich Gedichte wie Rilkes „An den Engel“ lese.
    Und zu denken, daß an diesem „Auslöschen des Bewußtseins“ die Seelen der Menschen einen Anteil haben könnten, die, im Laufe ihrer Erdenleben „materialistisch“ geworden, „durch die Pforte des Todes gingen“ - das eröffnet ebenfalls etwas in mir, etwas, das ich in Worten nicht beschreiben kann.

    Um dankbar zu sein für diese „Räume“ in mir - dazu brauche ich keine „Meinung“.
    Im Gegenteil - ich bin mir ziemlich sicher, daß eine solche „Meinung“ in mir etwas „erstarren“ ließe, wodurch diese neu geöffneten „Räume“ sehr viel „kleiner“ würden, als sie jetzt sind oder möglicherweise in Zukunft werden könnten.

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  31. ".. ich nehme das, was Rudolf Steiner hier andeutet, als Denkmöglichkeit....so etwas zu denken, das eröffnet mir „Räume“....

    Danke Ingrid, mit dieser Haltung kann ich gut mit gehen.

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  32. ".. ich nehme das, was Rudolf Steiner hier andeutet, als Denkmöglichkeit....so etwas zu denken, das eröffnet mir „Räume“....
    "Danke Ingrid, mit dieser Haltung kann ich gut mit gehen. "
    ..ich denke, ich auch, ...
    ..mich beschäftigt seit Tagen des Mitlesen in mehreren Streams, immer wieder, eure Diskussion..
    m.butty

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  33. Und manches mal geht es mir wie AUI, ich kapier nichts mehr. Geht nicht immer.
    Das muß nichts Schlimmes sein. Nichts mehr kapieren, und trotzdem dranbleiben, das kann sehr spannend sein, Kindern geht es zuweilen den ganzen Tag noch so. :)) Und auf einmal ...
    m.butty

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  34. Denken Sie Mond, Herr Butty! Besuchen Sie Uribistan, lassen Sie Ihre Seele bei uns baumeln.
    Man muss ja nicht bei jeder Internet Seit demütig in die Knie sinken, ein All Gottsein spüren und eine Megaerregung in den unteren Willensbereichen irgendwie spirituell zu Bedienen mit einem glatzküpfigen anthroposophischen Dienstleister oder Abteilungsleiter für teutonischen Neotantrismus. Liebe Schwestern und Brüder bleibt dran!
    Herzlkichst
    Herrmann Finkelsteen

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  35. Wenn der Mond hinter den Wolken zur Ruhe geht, ich auf dem Dachfirst meine Gipfelzigarette rauche, wenn die Katzen neben mir schnurren und zu miauen beginnen, gedenk ich, oh Uribistan, dein! Mein fliegender Teppich mit Rettungsbesen und Daunendecke für den Nachtflug über Wüsten und Gebirge ist gerade zur Reperatur. Diese alten atlantischen Apparate werden ja auch mit Samenkraft betrieben! Also nicht, was jetzt macher denkt. Im Versamer ist ein Vogelfutter-Korn steckengeblieben, ein Dilemma, was nur auf den kanarischen Inseln von speziellen Kanarienvögeln gelöst werden kann, die den Versamer des Fliegenden Teppichs wieder freipicken. Solange muß ich den Flug-Besen nehmen, ..habe schon blaue Flecken an den Innenschenkeln. Über Wasseradern hüpft er manchmal etwas.. :))
    Herzlich, mischa butty

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  36. "Es gab ja mal vor knapp 20 Jahren (also noch vor den Zeiten von Amazon) ein sehr erfolgreiches Buch mit dem Titel "Wie man eine Frau befriedigt", das war ein richtiger Bestseller."

    Der Fehler liegt in der Fragestellung, denn die ist die eines Abhängigen.

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  37. Liebe Freude an

    "Lieber Manroe, bei manchen Deiner Kommentare ist mir nicht so klar, worauf Du hinauswillst. Du sprichst öfters von „dahinter“ oder von „ sich doch mal umdrehen“, …weil eben dahinter, … das, welches bewirkt.....
    Gehst Du von einem Schöpfergott aus?"

    Nein, ich gehe von keinem Schöpfergott aus und wenn, von dem meinen und der "steht hinter mir", ungefähr. Zumindest gibt es eine Möglichkeit sich in sich selbst zu beraten indem man darauf aufmerksam wird, was man tut, wenn man auf was weiss ich antwortet oder über etwas nachdenkt, da schaut man in der Regel doch recht ziemlich nach vorn und sucht da die Lösung. Man könnte bildlich gesprochen dazu sagen, dass man INNERLICH in diesem Sinne sinnlich orientiert sich betätigt und geistiger oder spiritueller wäre es, würde man sich in sich umsehen oder umdrehen, um die anderen Räume in mir mitsprechen zu lassen, statt lediglich alles an den Bildern da vorne ablesen zu wollen, denn man liest eigentlich ab, wenn man denkt. Man kann sich aber auch beraten lassen, innerlich. "Im Denken sehend werden" GA 26 S. 67/68

    „unser Green Little River“ -- nein, habe ich nicht gelesen und finde es auch nicht, eine Suchfunktion könnte hilfreich sein(?)

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  38. "»Allgemein sind diejenigen Männer tatsächlich statistisch attraktiver für Frauen, die einen engagierten Eindruck punkto Berufsleben machen.«
    :-) Ja, natürlich - und warum das so ist, darüber klärt Bernhard Ludwig sehr überzeugend auf.
    :-)"
    --------------------
    freudean hat gesagt…

    :-))

    Unsere Frauen, sie lächeln wissend, ich glaube man erkennt sie, wenn man aufhört (sie) zu suchen oder bemerkt, was da eigentlich sucht, um sich vielleicht auch mal finden zu lassen, jetzt nicht als Abhängiger, sondern drinnenstehend in dem was wirklich geschieht, was immer das auch sein mag. Man wird dann schon sehen.

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  39. Liebe Ingrid

    "Um dankbar zu sein für diese „Räume“ in mir - dazu brauche ich keine „Meinung“.
    Im Gegenteil - ich bin mir ziemlich sicher, daß eine solche „Meinung“ in mir etwas „erstarren“ ließe, wodurch diese neu geöffneten „Räume“ sehr viel „kleiner“ würden, als sie jetzt sind oder möglicherweise in Zukunft werden könnten."

    Wenn Du das so sagst, ich erlebe da auch eher ein Beschreiben, würdest Du sagen dass es nur reine Vernunft wäre, die Dich das so sagen lässt? Für mich hat es auch was von dem, was ich hier öfters als Moral2 zu bezeichnen versuchte, insbesondere weil es ab solchen Momenten um wirklich Neues geht, da bedarf es eines anderen Verhaltens im Umgang mit dem was man tut, vorhat. Man würde sich da selbst was verbauen und ebenfalls Anderen, wenn man z.B. gleich ein Buch darüber schreiben würde. Und ab hier beginnt für mich eigentlich erst das, was ich wirkliche Freiheit nennen würde, alles andere davor käme lediglich einer seelischen Therapie oder Reinigung gleich, um klarer (sehen) sein zu können.

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  40. Lieber Manfred,

    »„unser Green Little River“ -- nein, habe ich nicht gelesen und finde es auch nicht, eine Suchfunktion könnte hilfreich sein(?)«
    Naja --- ;-) es könnte auch hilfreich sein, den Artikel zu lesen, unter dem wir hier kommentieren... da steht’s nämlich, schon im ersten Satz.
    (Allerdings tatsächlich, wenn man die Seite mit dem Artikel inklusive Kommentaren aufschlägt, findet die Suchfunktion seltsamerweise nur das in Euren beiden Kommentaren Zitierte.)


    Und:
    »würdest Du sagen dass es nur reine Vernunft wäre, die Dich das so sagen lässt?«

    Lieber Manfred, ich bemühe mich seit langem darum, bei NICHTS, das ich hier in diesem Blog (oder auch anderswo) sage, AUSSCHLIESSLICH die „reine Vernunft“ sprechen zu lassen.
    ABER es gilt ebenso: bei NICHTS, das ich hier in diesem Blog (oder anderswo) sage, komme ich auch nur auf den Gedanken, die „Vernunft“ – oder, wenn Du willst: den „Intellekt“ – AUSZUSCHALTEN, um es sagen zu können.

    Das ist der Grund dafür, warum mir Rudolf Steiners Begriff der „Geisteswissenschaft“ so viel bedeutet.

    Und das genau ist übrigens auch der Grund dafür, weshalb ich auf Deine Frage:
    »wer sich bei Dir hinter Deiner Logik verbirgt«
    geantwortet habe mit:
    »Soviel ich bisher sehen kann, bin das ich. :-)«

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  41. Und noch zu:
    »Unsere Frauen, sie lächeln wissend...«
    :-)
    Bist Du eigentlich dem link zu Bernhard Ludwig gefolgt?
    :-)

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  42. @Ingrid
    Den Link hattest Du, etwas variiert doch schonmal gegeben, vor fast zwo Jahren?, da war mal was, lange her, meine Güte, wie die Zeit vergeht..
    Tja. Die Ängste und die pauschalen Statistiken :))
    m.butty

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  43. Diese alten atlantischen Apparate werden ja auch mit Samenkraft betrieben!
    ( interessant!!!!!)
    Lieber Herr Butty!
    Ich wünsche Ihnen natürlich, dass Sie auf die richtigen Kanarienvögel treffen, so dass der Versamer des alten atlantischen Apparates freigepikt wird.
    Herrmann Finkelsteen

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  44. Liebe Ingrid,

    ich will Dir doch Deine oder die Vernunft gar nicht nehmen, ich denke da verstehst Du mich doch (vielleicht) ein wenig zu vorsichtig oder schätzt mich gar ein wenig unvernünftig ein(?)

    Und wenn Du mit der Vernunft ein Stück weit gegangen bist in neuen Denkräumen, wandelt sie sich nicht in eine lebendigere Gestalt gleichen Namens?

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  45. Ach ja, Ingrid

    "Bist Du eigentlich dem link zu Bernhard Ludwig gefolgt? :-)" --

    ...von ihm und seiner Art die Dinge darzustellen könnte ich das Fünffache hören, sehr gut und nicht nur unterhaltsam :-)

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  46. Ach ja, Ingrid

    "Bist Du eigentlich dem link zu Bernhard Ludwig gefolgt? :-)" --

    ...von ihm und seiner Art die Dinge darzustellen könnte ich das Fünffache hören, sehr gut und nicht nur unterhaltsam :-)

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  47. Kleines Mißverständnis:
    Green Little River heißt in Wirklichkeit
    Little Green River

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  48. Lieber Manfred,

    »Und wenn Du mit der Vernunft ein Stück weit gegangen bist in neuen Denkräumen, wandelt sie sich nicht in eine lebendigere Gestalt gleichen Namens?«

    Ich habe nichts dagegen, daß Du das, was Du erlebst, anders benennst - ich kann nur, so gut ich das eben vermag, versuchen zu schildern, wie es für mich ist:

    Die Vernunft und der Intellekt bleiben, auch dann, wenn sich neue „Räume“ öffnen, was sie sind - mir sehr nützliche „Instrumente“.
    Sie wandeln sich ebensowenig in etwas anderes, wenn ich sie benutze, wie der Hammer oder der Schraubenzieher in meiner Hand sich „verwandeln“, wenn ich damit arbeite.
    Was sich durch das Benutzen ändert, das ist allein meine Erfahrung im Umgang mit meinen „Instrumenten“ – und aufgrunddessen natürlich nach und nach auch die Art, wie ich sie gebrauche.
    Und es ist mir dabei sehr wichtig, darauf zu achten, den Hammer nicht mit dem Schraubenzieher zu verwechseln, also jedes meiner „Instrumente“ genau dafür zu verwenden, wofür es sich am besten eignet; und sie alle jederzeit in möglichst gutem und gebrauchsfähigen Zustand zu erhalten.

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  49. Zweimaliges „ah ja“:

    Lieber Mischa,
    :-) ah ja, Du hast recht, da war mal was, ich erinnere mich dunkel...
    :-) Naja - manche Themen sind offenbar zeitlos...

    Liebe freudean,
    :-) ah ja. Das erklärt natürlich, warum die Suchfunktion es in der verdrehten Gestalt nicht finden wollte...

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  50. Green Little River heisst nicht Little Green River, da GRonbach und GReen Little River die gleichen ANfangsbuchstaben haben. Die Idee dazu hatte sozusagen die Lichtgestalt der Anthroposophie vom Niederrhein selbst.Es fing an in irgendeinem seiner unseligen Info 3 Beiträge hat er alle Gicht befallenen 68er dazu eingeladen sich in seinem Grünen Bach zu entspannen gronbach käme von dem Groenen Bach und Köhler die Gallionsfigur des streitbaren 68er Rebellen wäre ein Köhler einer der mit Feuer schafft, teilte uns der nette Erleuchtete mit u.s.w. Da drohte er schon bereits mit seinem sanften Wellness Faschismus die Anthroposophie zu neuer Blüte zu verhelfen. Und alle klatschen verzückt die Hände. Er heisst Green Little river, in dessen dahinplätschernden murmelnden Wellen jeder von uns baden darf um erfrischt und mit steifem Glied wieder zurück ins Leben zu tauchen.
    Herrmann Finkelsteen

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  51. Hi lieber Herman,
    diese Ausgabe habe ich zu Hause liegen, sie befand sich unter den Sachen, die so lange am Speicher lagen. Genial, gell?

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  52. Liebe Ingrid,

    es gibt ein Hämmerchen für den Goldschmied, einen Hammer für den Schmied, einen Hammer für den Dachdecker, -- ja ich weiss, dann sind es Hämmer geworden aufgrund gemachter Erfahrungen, ein Hammer ist ein Hammer ist ein Hammer.

    Wenn ich ein digitales Foto mir anschaue, dann sehe ich das Abbild dessen, was ich fotografierte. Gehe ich z.B. mit Photoshop in die Lupe, dann besteht ein jedes Foto aus kleinen Quadraten, dem gleichnishaften Abbild unseres Gegenwartsbewusstseins. Nähme ich ein Foto aus dem vergangenen analogen Bereich und ginge in die Lupe würde sich das, was ich sehen würde in immer feineren ziemlich unregelmässigen Strukturen zeigen bestehend aus unterschiedlichen einzelnen Objekten. Mache ich es mit den realen Objekten der Natur, dann wird es in der Lupe oder mit dem (Elektronenraster)Mikroskop genauso vielfältig geformt aussehen wie die "reale" Natur, die wir mit unseren Augen in "unserem" Massstab betrachten.

    Wenn Du also Deine Werkzeuge definierst, s.o., dann wäre es, um jetzt bei der digitalen Fotografie zu bleiben, in diesem Falle der Sensor, einem Abbild ähnlich unserer Netzhaut, könnte man sagen, falls Du hier jetzt nicht wieder zu genau werden möchtest. Ich habe diese Beispiele hier gebracht, weil es mir nicht um den Sensor geht, den Hammer oder einen Schraubenziehr, sondern um den Fotografen und da möglichst, für mich interessant, den Moment des Auslösens, sprich wirklich neue Räume betretend.

    Frage ich Dich also nach dem bei Dir hinter der Logik waltendem, dann meinte ich NATÜRLICH nicht Dein Ich oder Deinen "Sensor", sondern den Umgang mit den Werkzeugen, den Fotografen, als Mensch und nicht als ein als Werkzeuge betätigendes Wesen, das immer bemüht ist alle Schrauben auf festen Sitz hin zu überprüfen, oder als Blogsheriff im Namen der Wissenschaft.

    Wie wärs mal mit ein wenig Kunst, Du zitierst doch gern mal Gedichte und in diesem Sinne würde ich gern mal einige nichtdefinierende Versuche und Beweggründe von Dir als "Fotografin" sehen. Nicht in einem konkret-privaten Sinne, sondern im praktischen Umgang mit den hier anstehenden Fragen und Problemen. Denn wenn man korrigiert und definiert, dann muss da bereits was da sein, dem man so begegnet.

    Abschliessend, ich gebe Dir natürlich recht, die Werkzeuge an sich ändern sich nicht, das setze ich voraus, das Prinzip eines Werkzeugs. Wenngleich ich auch schon mal einen Schraubenziehr als Ersatzhammer genommen habe. :-)

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  53. Lieber Manfred,

    ich habe wirklich Schwierigkeiten mit solchen Sätzen:

    »Frage ich Dich also nach dem bei Dir hinter der Logik waltendem, dann meinte ich NATÜRLICH nicht Dein Ich oder Deinen "Sensor", sondern den Umgang mit den Werkzeugen, den Fotografen, als Mensch und nicht als ein als Werkzeuge betätigendes Wesen, das immer bemüht ist alle Schrauben auf festen Sitz hin zu überprüfen, oder als Blogsheriff im Namen der Wissenschaft.«

    Und zwar nicht deshalb, weil Du mich darin als „Blogsheriff“ bezeichnest (auch wenn ich mich keineswegs so sehe: mein Anliegen ist ein ganz ähnliches wie das Jost Schierens - also wirklich nicht bezogen auf diesen Blog hier, sondern auf den Umgang der Menschen mit der Anthroposophie).

    Sondern weil mir aus dem, was Du sagst, nicht klar wird, was Du eigentlich unter „Ich“ verstehst bzw inwiefern es sich, Deiner Ansicht nach, vom „Umgang mit den Werkzeugen“ bzw vom „Fotografen, als Mensch“ unterscheidet.

    Und auch, weil mir nicht klar wird, wieso Du anzunehmen scheinst, dieser „Umgang mit den Werkzeugen“ könne auf das „Überprüfen der Schrauben auf festen Sitz hin“ verzichten, oder ein solches „Überprüfen“ würde bedeuten, daß sich der Gebrauch des Werkzeuges darin auch schon erschöpfe.


    :-) Und wenn Du meinst »und in diesem Sinne würde ich gern mal einige nichtdefinierende Versuche und Beweggründe von Dir als "Fotografin" sehen.« --- ;-) dann bin ich zwar in Versuchung, nun meinerseits Dir zu sagen, was ich gern von Dir sehen würde; aber ich widerstehe dieser Versuchung (denn ich erkenne sie als wider-sach-lich ;-) ) und sage stattdessen, ähnlich wie in meiner letzten Antwort an Dich:

    Ich habe nichts dagegen, daß Du das, was Du erlebst, auf Deine Weise „fotografierst“ - ich kann nur, so gut ich das eben vermag, versuchen zu schildern, wie ich es erlebe.

    Mir ist dabei bewußt, daß es Dinge gibt, die sich den Worten entziehen - und ich verzichte in meinen Kommentaren hier ganz bewußt auf den Versuch, solche Dinge dennoch in Worte zu fassen und damit auf „Faßbares“ zu reduzieren.
    :-) Denn weißt Du: jeder derartige Versuch würde meinem Begriff von „Wissenschaftlichkeit“ widersprechen.

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  54. Liebe Ingrid,

    "Sondern weil mir aus dem, was Du sagst, nicht klar wird, was Du eigentlich unter „Ich“ verstehst bzw inwiefern es sich, Deiner Ansicht nach, vom „Umgang mit den Werkzeugen“ bzw vom „Fotografen, als Mensch“ unterscheidet."

    Naja als Tätigkeit des Ich eben, so gesehen natürlich identisch aber sich darstellend im Handeln. Das Ich selbst lässt sich ja doch nicht darstellen sondern nur charakterisieren.
    --------------

    ":-) Denn weißt Du: jeder derartige Versuch würde meinem Begriff von „Wissenschaftlichkeit“ widersprechen."

    Das wirds wohl sein :-)

    Dann muss man halt warten, bis die Wissenschaft soweit ist.

    Äusserst Du Dich nur, (wie z.B. hier) wenn/was die Wissenschaft es/ bestätigt hat, oder auch wenn Du der Ansicht bist, dass Deine Inhalte "wissenschaftlich" vor Dir/für Dich aus Deinem Sinne begründet sind?
    ---------------------

    "und ich verzichte in meinen Kommentaren hier ganz bewußt auf den Versuch, solche Dinge dennoch in Worte zu fassen und damit auf „Faßbares“ zu reduzieren."

    Auf Faßbares zu reduzieren. Ok, kann man so sehen -- Reduzieren ist es Dir? -- und Wissenschaft bleibt unfassbar? Oder öffnet und fundamentiert freilassend, -- nur die Wissenschaft?
    --------------
    Ich hatte aber bezüglich Deiner "Fotografentätigkeit" deutlich gesagt:

    "Nicht in einem konkret-privaten Sinne, sondern im praktischen Umgang mit den hier anstehenden Fragen und Problemen!!

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  55. gronbach einmal bei männerleben kongreß in hannover 2009 sparkassen forum gehört, gesehen, war nix dolles...

    grüße aus der schwitters stadt in die runde

    hannover
    raphael ohlms

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  56. Lieber Manfred,

    »Äusserst Du Dich nur, (wie z.B. hier) wenn/was die Wissenschaft es/ bestätigt hat, oder auch wenn Du der Ansicht bist, dass Deine Inhalte "wissenschaftlich" vor Dir/für Dich aus Deinem Sinne begründet sind?«

    Wenn ich hier eine Ansicht „vertrete“, dann handelt es sich immer um etwas, das ich erkannt zu haben meine, und zwar nach den Kriterien, die ich als „wissenschaftlich“ empfinde.
    Was die „etablierte“ Wissenschaft dazu meint, spielt für mich erst dann eine Rolle, wenn ich es auch selber erkennen kann. Bis dahin nehme ich es lediglich als eine Denkmöglichkeit.
    Das gilt im übrigen nicht nur für das, was die „etablierte“ Wissenschaft zu sagen hat, sondern in gleicher Weise auch für alles, was ich bei Rudolf Steiner lese.

    Zu „meiner Fotografentätigkeit“:
    »Nicht in einem konkret-privaten Sinne, sondern im praktischen Umgang mit den hier anstehenden Fragen und Problemen!!«
    Da ich nicht sehe, wie ich im „praktischen Umgang“ anders sein sollte als „konkret-privat“, erschließt es sich mir nicht, worin Du den Unterschied erblickst zwischen „in einem konkret-privatem Sinne“ und „im praktischen Umgang“.

    Und überdies:
    »Naja als Tätigkeit des Ich eben, so gesehen natürlich identisch aber sich darstellend im Handeln. Das Ich selbst lässt sich ja doch nicht darstellen sondern nur charakterisieren.«
    Das „Ich“ stellt sich, wie Du selbst sagst, im Handeln dar.
    In diesem speziellen Fall stellt sich also mein „Ich“ dar durch das, was und wie ich hier schreibe.
    Eine weitergehende „Charakterisierung“ halte ich hier nicht für angebracht.

    Ich schlage daher vor, daß Du in Zukunft nicht mich, sondern Dich als „Objekt“ nimmst, wenn Du das Bedürfnis haben solltest, „Ich-Tätigkeiten“ genauer in Worte zu fassen.
    :-)

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