Furien


Das ist das Karma der Mediengesellschaft, dass der, der die Medien benutzt, später von ihnen gejagt wird. Das aktuellste Beispiel ist der ehemalige Bundespräsident Wulff, der in kaltem Kalkül bestimmte Massenmedien instrumentalisierte, der aber dann, als er sein Amt nicht wirklich auszufüllen vermochte, bemerken musste, wie sich dieselben Medien gegen ihn wandten und ihn faktisch verschlangen. Ja, es sind die antiken Furien, die uns heute als technologische Inkorporationen begegnen: "Die Erinnyen waren grausame Kreaturen mit schreckelichen Eigenschaften. Sie hatten heissen Atem und giftiges Blut tropte aus ihren Augen. Ihre Köpfe waren mit Schlangen geringelt." (Quelle)

Wir sind alle von ihnen infiziert. Ich selber schaue auch jede halbe Stunde auf mein Smartphone, ob irgend eine Nachricht auf irgend einem Kanal für mich eingegangen ist. Ich trage meine Furie in der Westentasche mit mir herum.

Rudolf Steiner meinte in der Esoterischen Schule um 1908 visionär, in einem späteren planetarischen Zustand würden die technischen Geräte, die wir schufen, uns wie feindliche Dämonen begegnen- quasi wie eine uns umgebende Natur. Aber bösartig und gefährlich war auch die heutige Natur für die frühen Menschen, ehe sie sie domestiziert und in einen Zoo gesteckt hatten. Heute haben wir eher Sorge vor einer Sub-Natur in Form von Bakterien, Eiweißverklumpungen und Viren. Es besteht also Hoffnung. Jedes Zeitalter hat wohl seine Furien.

Kommentare

  1. Ist das wahr?
    Mir erging es so nach meiner Rückkehr aus Kanada, weil es da noch so starke Eindrücke gab.

    Heute glaube ich dass zum in der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners gereiften Menschen gehört, das zur Kenntnis zu nehmen ohne die Selbstbestimmung über seine Zeit zu verlieren. In dem Moment, wo ICH mich einmische, wendet sich das Blatt jedesmal komplett.

    Es gehört auch dazu, seine Lebensverhältnisse so einzustellen, dass negativen Einflüssen wenig Raum geboten wird, und positive Einflüsse gedeihen können. U.A.

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  2. Anbei, herzlichen Dank für den Link-Verweis zu den mythologischen Gestalten. Eine sehr klare und schlichte, übersichtliche Seite! Kannte ich noch nicht. :-)
    m.butty

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  3. Darin liegt bei mir - zumindest auch - der Grund, warum ich meine Geräte liebe und nicht, in sie verliebt bin, ich gebe ihnen teilweise sogar Namen. Mir erscheinen sie wie fixierte Fähigkeiten, die in der Regel durch Gier und Lust und Gedankenlosigkeit ausgelutscht werden statt ihnen danken zu können dafür, was sie für uns leisten. Ich werde sie seinerzeit wie heutige Haustiere lieben können und hoffe ebenfalls, dass sie in mir wiedererkennen, wie ich sie heute angeschaut und behandelt habe. Und all diese Furien erscheinen mir als abgesonderte Gedankenlosigkeiten im umfassendsten Sinne, es sind ja schliesslich Kräfte, die dann in eine Form fliessen, gerinnen und ihnen ist wie genetisch eingeboren deren Herkunft, deshalb werden wir auch aufgesucht, wer denn sonst? Sie werden uns begegnen und genau dort wieder auftauchen, wirken, wo sie geboren wurden.

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    1. Hi, manroe ! Hier habe ich was gefunden über "Roboterwesen zum Liebhaben".
      http://www.crn.de/panorama/artikel-7686.html
      Ich weiß, die Sach' ist komplizierter, denn das Geflecht unserer vielverästelten Kommunikations-Mittel (Medien) bestehen nicht nur aus der Hardware. Sondern aus den unzähligen Inhalten, die zu wesen, und teils auch zu verwesen beginnen, als Gespinste und Echowesen umherschwirren.. Teils "fass-zinierend", wie der elfenöhrige Spock sagte, finde ich die Software, die selber ihre zubehörige Hardware konstruiert, es gibt da regelrechte Scanngeräte bereits, für Stühle, Boote, Regale, die aus Kunststoffen nur eingegebenes Gedachtes, dann software-technisch nachjustiertes und in virtuellen Realsituationen getestetes aus resistentem Kunststoff selbständig ausschneiden. Die Maschine beginnt, sich selbst zu gebären.
      Hier der Roboter, der "Dich liebhat", Data von der SF-Schnulzenserie Enterprise. http://www.crn.de/panorama/artikel-7686-3.html
      m.butty

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    2. Süss! Bin gespannt, wann es den ersten Androiden geben wird, einen Roboter mit Bewusstsein wie wir Menschen es haben. Möge Gott ihm ein Dasein in unserer humanistisch geprägten Welt vergönnen!

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  4. Hallo butty,

    ...also mit Robotern, da liegt es denke ich schon ein wenig anders, und die will ich nicht gerade "lieb" haben. Mir ist klar, da lässt sich die Grenze nicht so ohne Weiteres ziehen oder gar definieren, wenn Software zu steuern beginnt etc. -- .

    Und "liebhaben" habe ich auch nicht gemeint, sondern im Sinne von wirklichem Schätzen und Durchdringen dieser von uns erstellten Helfer im Gegensatz zum einfachen Benutzen.

    Und solch Spielzeug meine ich auch nicht, das würde ich erst gar nicht herstellen. Aber dennoch, wir Menschen erschaffen es und ich bemühe mich zu erfassen, was da so alles hineingerinnt und wenn ich dannn sage ich liebe sie, dann meine ich ein wirkliches Erfassenkönnen dessen, was da so vor mir liegt, steht, geschieht ... Mag sein, dass es heikel klingt, aber ich habe so etwas wie "Mitleid" mit dem, was da geschieht und gemacht wird, anders kann ich es kaum darstellen, weil ich weiss, wie verfänglich es sich anhören kann. Wollte nur mal eine Richtung anlegen ... --- und für mein Verständnis korrespondiert es sehr gut mit dem, was Steiner da so angedeutet hat.

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    1. Ich persönlich würde auch immer zuerst gesunde Verhältnisse im menschlichen Bereich einrichten...
      Manche wollen es aber so. Und jetzt haben wir eben die Situation, dass es diese liebevollen Wesen gibt.

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    2. Ich merk schon, es kommt nicht richtig rüber -- :-)

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    3. Doch! :-) manroe, Du schreibtst: "Mag sein, dass es heikel klingt, aber ich habe so etwas wie "Mitleid" mit dem, was da geschieht und gemacht wird, anders kann ich es kaum darstellen,..." ..das "habe ich" auf meinem "Ich versuch' Dich zu verstehen"- Schirm!
      Eingefangene Naturwesen. Mmmh, das ist wieder ein esoterisches Gartenzwegen-Gleichnis. Eingefangenes Naturwesenhaftes, mit dem begradigten Fluß geht es schon los, dann dieses hinab bis in die sog. Nanotechnologie.
      m.butty

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  5. Hach, die pösen Schatten, die sucht sich jede Zeit wohl wieder neu. Wie reaktionär.

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    1. Ich hoffe das war jetzt kein Blondinenwitz?

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  6. Ja, die bösen Schatten, sie werden immer wieder auftauchen, insbesondere dann, wenn man meint klar im Kopf zu sein.

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  7. Hans Bonneval schrieb mir mal: "Was meinst du was da geschieht, wirklich geschieht, wenn täglich und millionenfach die Zündkerzen in den Autos funken?"

    Ich antwortete u.a.: "Da kommen wir ja gar nicht mehr hinterher mit dem Erlösen, so viele Zündwesen entstehen da!" ;-))

    Aber wenn man in etwa weiß, was so grob -und feinstofflich im Auto passiert, ist es auch schon ganz gut" ;-)))

    lg

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  8. ... und nicht zu vergessen die vielen Rasenmäher allein in Deutschland ;-)))))

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  9. Tja, die Freude am Golf muss dann wohl auch irgenwie bezahlt werden...ich glaub, ich sprech mal'n Gebet für die Funkengeister ;-))

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  10. Mir ist das alles recht, solange sie nachhaltige Energien benutzen dafür, und mit dem Weltfrieden gegolft wird :-D

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    1. Aber was nun? Weiß ein Humanoid nun von sich selbst, oder äfft da nur die Natur einen Vorgang nach? So, wie der Spiegel unser Abbild nachäfft?
      Ist ein Spiegel bereits der Vorgriff auf die virtuelle Welt?
      Tiere, die sich im Spiegel erkennen! Denen bescheinigt man eine hohe Bewußtheit, Intelligenz! Krähen sollen das übrigens hin und wieder schaffen.
      Aber das Spiegelbild bleibt Spiegelbild.
      Und die Maschine, die perfekt ein menschliches Verhalten zu spieglen imstande wäre? Beginnt in ihr Selbst-Bewußtsein zu dämmern?
      Aber wieso, wenn in der Maschine nicht, dann in uns Sterblichen?
      Wie könnte man -beweisen-, wäre jetzt Data von der Enterprise "hier" :-), daß er nur "Vorgang" ist, perfekt zwar, aber ohne "Geschehen" und Bewußtsein? ?
      mischa butty

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  11. ich glaub, die Golftwägelchen sind auf Elektro ;-)

    Ansonsten, nachhaltig ist das nicht gerade, je nach Region...son Golfplatz verschluckt bzw. ein Greenkeeper verbraucht im Sommer Unmengen Wasser und wahrscheinlich auch ordentlich Unkrautvernichter, für den kurzgeschorenen Rasen ... Und 'Weltfrieden' ja nur insofern, als dass Menschen gehobener Klasse aus unterschiedlichen Nationen gegeneinander spielen ;-)

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  12. "Weiß ein Humanoid nun von sich selbst,..."

    Ich glaube nicht, weil der Funke, der einem das ermöglicht, von aussen (also innen aussen) reinkommen muss und so ein Humanoid dazu gar keinen Zugang hat weil er innerhalb dieser Welt hier erschaffen wurde. Was allerdings Ahriman dazu sagt, irgendwie wiegt er seinen Kopf... Und dieser "Ort", von dem wir den "Funken" bekommen, unserer Heimat, von dem aus begleiten wir uns selbst und haben uns im Auge. So wie in Michelangelos Schöpfung, wo die Fingerspitzen sich berühren ... da strömt es uns ein, binnngg----

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    1. Man könnte es auf die Spitze treiben. Nämlich, so wie der Spiegel, und das Erkennen des Spiegels als solchigen, bereits die Vorwegname des virtuellen "Raumes", einer virtuellen welt war, so ist der Humanoid das mythische Sinnbild des Verstandes, in den SF-Märchen, und ein Abbild des Verstandes ist der immer mehr sich heranperfektionierende Humanoid (heran-"wachsen" und "reifen" tut der ja, genau besehen, nicht, er wird gefertigt).
      Die auf die Spitze getriebene Frage laute: "Weiß der menschliche Verstand von sich selbst? Weiß die Vernunft von sich?"
      Auf der Panorama-Seite hieß es, die Leute der Enterprise hätten Data, dem Humanoiden, dem Roboter, einen "Emo-Chip" eingebaut, da klagt ein Kommentierer: Den hätte besser auch mancher Mensch eingebaut.
      Data nimmt Miss Soundso in den Arm. Miss Soundso sagt: "Haben Sie jetzt doch Gefühle?" Die Maschine Data aber: "Ich weiß nicht, was Sie meinen, aber ich weiß auch, daß Sie eine Umarmung brauchen!" Das ist halt für "die Dummen"! Eine echte Mensch-Maschine würde sich nicht so plump verraten! :-)
      Aber meine Frage ist freilich: "Weiß" das Regelwerk unserer Verhaltensweisen, und unser Gespür bereits "von uns"? Rene Descart soll gesagt haben: "Ich denke, als bin ich!" Weiß denn unser Denken, und unser Verhalten etwas von uns? / Wenn ich "das Denken" personifiziert als Humanoiden da draußen außerhalb des Menschen spazieren, reden, ratschlagen, trösten und sorgen sehe, drängt sich so eine verschwurbelte Frage einfach auf! :-)
      m.butty

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    2. Descartes: "ich denke, als-o-, daher, bin ich!" soll daß natürlich oben heißen, sorry für die kleinen Rechtschreibflöhe, die können jucken, ;-)
      (fruchtbar / furchtbar) etwa..
      m.butty

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  13. "Weiß" das Regelwerk unserer Verhaltensweisen, und unser Gespür bereits "von uns"?"
    "Weiß denn unser Denken, und unser Verhalten etwas von uns?"

    Die Fragestellung ist nicht ganz richtig ;-)

    In unserer Sprache heisst es Ich → → → → denke. Und unsere Sprache ist eine sehr anschaulich-weise.

    Ich tue es. Ich (kann) bekomme mit, dass Ich es bin der denkt, es ist meine ureigenste Tätigkeit und alles was daraus hervorgeht ist damit veknüpft.

    Verhaltensweisen konfigurieren mein Denken mehr oder weniger wie eine begleitende oder verpackende Instanz. Stell Dir ein Model auf dem Laufsteg vor und lerne sie hinterher kennen und spreche mit ihr, da kann man dann vordringen zu ursprünglicheren und wahreren Erscheinungen als die auf dem Steg. Und all DAS kann man mitbekommen, also mein Ich weiss davon, dass dem so ist und kann lernen es zu steuern, nach Möglichkeit so früh wie möglich. Auch hier könnte man wieder Moral2 platzieren.

    Und das/mein Denk(en)"auge" begleitet (währenddessen und auch weiterhin) meine durchs Denken erzeugten Ge(h)danken auf ihrem Weg, bis sie irgendwo "versacken". Und diese Schicht aus "Versackungen", ich glaube das ist das Weltenkarma. Je bewusster und früher ich wirklich denke, desto weniger Weltenkarma oder zumindest ein besseres. Es gibt ja ein kleines und ein grosses Gedächtnis. Beider "Substanz" scheint mir aus dem sogenannten Karma zu bestehen, also aus verpackten und sonstwie modifizierten Gedanken, modifizierendem Denken, das im Hervorbringen zugleich in Formen gerinnt, sich zeigt.

    Und da stehen sie dann die Gewordenheiten und "schauen" uns dann an und "fragen" uns dann, was das war, was das sollte, ob das wirklich so gemeint war, was machen wir jetzt, löse mich auf durch Deine Selbst - Erkenntnis, atme mich wieder ein und bedenke nochmals, wo warst Du mit Deinen Ge(h)danken als Dein Schöpferkanal sich öffnete, oder hast Du mich/uns etwa vergessen?? "ich" nicht!!

    Bitte bedenke nochmals wie Du Freiheit verstanden hast. Ob das wirklich Dein Eigentum ist mit dem Du da hantiert hast und vor allem, bitte vergewissere Dich, dass Du nicht allein bist und was das bedeutet, denn die wahre Selbstvergessenheit ist eine andere denn die, die Du bislang hast walten lassen. Freiheit wovon - schau zurück - und wofür, schau voran, umsichtig! Lasst uns gute Freunde werden, denn wie Du siehst, sprechen die "Schatten", wir gehören zusammen, erst bewusst getrennt sein, dann verbinden wir uns, durchlichtet, weil wir uns gesehen haben.

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    1. teil I (muß es splitten)
      Lieber manroe!
      Wenn ich darf, würde ich gerne nochmals etwas fragen! :-)
      Oben leitest Du ein mit der wdh. von mir:...
      "Weiß" das Regelwerk unserer Verhaltensweisen, und unser Gespür bereits "von uns"?" "Weiß denn unser Denken, und unser Verhalten etwas von uns?"
      Darauf Du: "Die Fragestellung ist nicht ganz richtig ;-)"
      So. "Genau!", sage ich jetzt, denn ich habe die Gelegenheit des Bildes vom Roboter, -vom Humanoiden, Androiden, "Data" der Enterprise meinetwegen- genutzt, verkehrt herum, wenn auch nicht gerade wirklich "verschwurbelt" "verdreht" also, zu fragen.
      Da draußen steht eine -scheinbar- denkende Maschine, die alle Verhaltensweisen des Menschen nachäfft, nicht nur wie der Spiegel, dieses Abbild in stillem Wasser, oder poliertem Gestein, der zumindest in der konventionellen Human-Verhaltensforschung etwas mit einem Identitätserlebnis zu tun hat: "Wau! Das bin ja ich!" Was einigen Primaten, sogar Krähen, heißt es, gelingt! Sondern!:
      Sogar noch das aus einem Inneren Heraustönende Verhalten und Reagieren kann gespiegelt werden, "nachgeäfft", durch eine immer mehr perfektionierte Maschine. Der Bauer der Maschine, der "Homo faber" (hieß das mal mitte voriges Jh.), der Macher fragt eines: "Der Apparat muß in der Lage sein, Entscheidungen zu treffen!" Das macht in dann immer "eigenständiger".
      Vom manipulierbaren Reagieren zum immer überraschenderen Agieren? Der Schachcomputer reagiert ja immer nur. Auch wenn er Profis schlägt. Er reagiert innerhalb des Regelwerkes des Spieles, und reiht Vorgang an Vorgang.
      Dasselbe jedoch, finde ich, tut auch der totale Realist.
      Er reagiert im Vor-Gefundenem. Tun wir alle. Um in der Realität zu überleben.
      Und genau so wird nach wie vor eine Maschine entwickelt werden, auch wenn sie zu noch so überraschenden Wendungen und differenzierten Mustern für ihre "Entscheidung" ausführen wird. Schmerzlos, vermute ich doch?
      m.butty

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    2. teil II
      Das Vorgefundene, auf welches wir reagieren: Ist dies das Karma, weas Du meinst? Unser -teils- bereits einmal (mit) fabriziertes, das in der Welt wirkende, was als Erwirktes uns dann bestimmt? Und was ist Erlösen?
      -Es gibt Handschellen, die werden enger, wenn man dran rüttelt! Auch Phobien und Zwangshandlungen verhalten sich so. Diese Frage ist politischer, nicht nur psychologischer oder philosophischer Natur.. was Erlösung sei..
      Karma hat -für mich- stets mit "Ich und Du" bzw. "Ich und Mitwelt" zu tun.
      Es ist nicht einfach nur ein Echo meiner Handlungen, (wie der Wald im Sprichwort, aus dem es schallt..)
      Was mir hier weiterhilft, mich aus der Vorstellung von einem komplizierten Kausalgeflecht herauszuheben, ist das Sinnbild des Lotos, biologisch auagedrückt: Das Kambium. Es fertigt sich nicht etwa Element an Element, zur einer reaktiv kausal übersichtlichen Syntax.
      Sondern es entfaltet sich etwas, was zuvor gar nicht vorhanden war als konkretes "gefaltet" sein. Blatt um Blatt erscheint das Leben, als käme es durch ein Nadelöhr, dem Blühtenzentrum, aus einer anderen Dimension. Käme? Kommt? Was aber macht Entscheidungen zu frei modifiziertem Handeln und -vielleicht- Denkhandlungen, wenn ich das recht verstanden habe?
      Dieses "Kambium" (die vitale und regenerative Schicht, in der bei Pflanzen die sog. Zellteilung geschieht), welches menschliches Denken offenbart, dieses "ich tue denken, ich tue nichts, ich tue zusehen, ich tue handeln, ich bin einfach so", ist es eine Schnittstelle? Auch ein "Nadelöhr", aus dem eine andere Dimension hereindrängt?
      Von dort aus "wächst es", da wird nichts bereits vorgefundenes montiert.
      Ist dort auch der Quell der Freiheit?
      Die große Freiheit wäre freilich der Ozean, aber die Quelle, die entspringt, ist die diesseitige Offenbarung des Himmels und des Ozeans.. Aber dann nehme ich eine "Transzendenz" an. Von der aus ich in das Gewordene eines "Diesseits" hineinlebe, hineindenke, hineingestalte..... Ich hoffe, das man ein wenig herauslesen kann, was ich meine und meinen könnte.
      Liebe Grüße! m.butty

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    3. @manroe
      P.S.: Meinst Du nun mit "Versackungen"...?

      -Und das/mein Denk(en)"auge" begleitet (währenddessen und auch weiterhin) meine durchs Denken erzeugten Ge(h)danken auf ihrem Weg, bis sie irgendwo "versacken". - schriebst Du oben..

      ..das, was ich mit einem Handeln und Denken beschreibe, welches wie ausgelagert aus uns, .. eben nichts mehr von uns weiß?
      Ganz oben schriebst Du ja, Du würdest Dich bei manchen Vorgängen, technischen, Gräten, Apparaten gerne bedanken. So etwa, wie beim Tischgebet "Wir danken allen Wesen, die zu dieser Mahlzeit beigetragen haben. Amen" oder "Ich danke alle Wesen, die zu meiner neuen Axt / Kirchenglocke / Dachbedeckung beigetragen haben. Amen"

      Nicht nur Geräte. Michael schrieb nämlich einmal etwas von routinierten Handlungen. Macht könne die Maschine nur da über uns gewinnen, bzw. beziehungsweise Uns ersetzen, wo wir Selber bereits mechanisch sind. So sagte er, glaub' ich, sinngemäß. Nicht nur Geräte, auch Handlungen umgeben uns quasi wie Apparate. "Gewohnheits-Ordnungen und Wiederholungs-Strukturen des Ätherleibes" bezeichnete, und verteidigte, dies mal ein anthroposophischer Arzt, dessen Name ich nicht mehr weiß. Aber auch Schilinsky erzählte oft, das leblose Strukturen (Bild "Holz-Kambium") auch Halt gäben, nicht nur hindern..

      Meinst Du mit "Versackungen" not-wendig Ausgelagertes? Oder "Sünden"? (Nachlässigkeiten, Fehler, Unterlassung, Vergesslichkeit des Herzens usw.?)
      Herzlich, m.butty

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    4. P.P.S.: Ich habe es umgekehrt: Statt zu sagen "Handlungen, die wir unbewußt oder wie unbewußt ausführen", probierte ich es so: "Handlungen, die nichts mehr von uns wissen". Uns're von uns Selbst im Stich gelassene Routine..
      butty

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    5. Also, zunächst einmal glaube ich, dass es immer schwieriger werden wird das "Nachäffen" zu durchschauen und als solches zu erkennen, wenn wir nicht immer deutlicher erkennen und vor allem werden erleben können, WAS denn da nachgeäfft wird. Was wollen wir da eigentlich kopieren, den Narziss in uns?

      Das Internet ist ja inzwischen "schlauer" und "gebildeter" als ein einzelner Mensch sein kann. DAS ist bereits ein Hinweis an dem man erkennen könnte WAS wirklich Werte wären. Ist es das blosse Wissen? Ist es eine blosse Bildung? (Oder) ist es die Instanz in uns, die Wissen und Bildung hervorbringt? Sich damit zu beschäftigen, wie man hervorbringt wäre in meinen Augen die Rettung aus dem Versacken in der Welt der Nachäffung.

      Allerdings, beides ist wichtig, aber nur eines ist mir richtig!

      Wir sind heute so schrecklich Objektorientiert und für mich sind alles Objekte, was bereits eine Form hat. Und sehen wir in dieser Objektewelt unseren "Himmel", schlüpfen wir dahinein als in unsere Heimat, dann werden uns die Roboter überholen und besiegen. Wir sind und werden darinnen versackt und verloren sein, wenn man dieses "Reich" als des Menschen Reich nimmt. Darin sehe ich z.B. auch einen "Meister", der uns vom Gemachten her zeigt - zeigen könnte muss ich leider sagen - dass der Mensch auf einem Irrweg abgleitet, wenn er diese Nachäffung nicht als eine solche durchschaut -- D U R C H schaut und durch ein solches DURCH sich dann selbst erkennt als eine Schöpfungsinstanz, die VOR jeglicher Schöpfung lebt.

      Das grosse Wunder ist doch, dass es eine wirklich schöpferische --- gibt, aus der heraus das, was man hinterher anschauen kann, hervorkommt, was Formen annimmt, Objekte kreiert. So gesehen erlebe ich eine Transzendenz, sind ja alles Beschreibungen die allein schon Objektcharakter haben, weil sie aus Formen bestehen, das Davor ist ja nicht aussprechbar aber dennoch die Quelle. Nenne man es wie man will, ich sehe! es so. ICH lebe wahrhaft im Unmanifestierten und vermag geistig und auch körperlich, je nachdem, herumwandern im Bereich des Manifestierten. Objekte selbst können nichts hervorbringen, kopieren vielleicht durch deren implantiertes Scheinwissen in Form einer Software, aber Objekte an sich können nichts hervorbringen, das ist ihnen (")versagt(")!!!

      "Der totale Realist" ist mir auch ein "armes Würstchen" ähnlich einem Schachcomputer. Er tut mir leid :-) Und so ein Schachcomputer ist ja nicht intelligent, sondern einfach nur schnell mit dem, was man ihm eingegeben hat!!

      "Aber dann nehme ich eine "Transzendenz" an. Von der aus ich in das Gewordene eines "Diesseits" hineinlebe, hineindenke, hineingestalte.."

      Also ich erlebe das so.

      Um das mit dem Kambium aufzunehmen, um diesem Kausalgeflecht zu entrinnen - ein SEHR guter Impuls!! - es fertigt sich nämlich nicht "Element an Element", das ist eine Theorie der Konstruktivisten (denke ich mal, so wie ich das verstanden habe) und für mich Objektgebannte, denen sollte man mal von hinten leise auf die Schulter tippen, um sie aus ihrem Traum zu holen.
      -----

      "Das Vorgefundene, auf welches wir reagieren: Ist dies das Karma, weas Du meinst?"

      Eher das daran Vergessene, aber die Substanz, die hervorgebracht wurde und nicht vollends durchdacht und erkannt wurde.
      Und erlösen wäre für mich als erster Schritt ein Annehmen dessen was zunächst mich betrifft oder von mir kommt, dann aber auch "Dinge" anderer auf gleiche Art, über wirkliches Zuhören z.B. etc. ---, Anschauen, durchdringen, erkennen, lieben, verbinden, in Deckung bringen, die "Sprache" solcher Bilder, ähnlich der Musik, klingen lassen, es webt sich ein und löst sich dann auf --- ich glaube alles möchte gesehen werden, angeschaut werden, (Narziss als Zerrbild) also wirklich erkannt werden, dann wird es erlöst, gelöst aus der Objekteverbannung, wenn Du das jetzt richtig nimmst wie ich das versuche zu sagen :-)

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    6. -"Sich damit zu beschäftigen, wie man hervorbringt wäre in meinen Augen die Rettung aus dem Versacken in der Welt der Nachäffung."-

      Diesen Hinweis, mal so, mal so, lieber manroe, habe ich oft bei Dir gesehen und mitgelesen. Es muß etwas mit "Liebe" zu tun haben. Ich setze sie in Gänsefüße, wie so manches, was mir nicht selbstverständlich ist. Denn jeder professionelle Kampfsportler oder ...ein Killer sogar beobachtet sich selbst in ruhiger und nüchterner Achtsamkeit ;-) Die Zenmeister sprechen von "leerwerden", um ganz in das Tun einzugehen. Werde ich so zum Geschoss? z.B.? Wenn es aber um Werte geht, und nicht um die Erledigung von "Aufträgen", ;-), ja, dann muß dieses "Kambium" und Nadelöhr, von dem ich als ein Wärmewesen in die Welt hinein-bin, hineinlebe, hineingestalte aus einer Wärmequelle sein, außer einer Liebe-Quelle.
      Erlösung, oder Erledigung (Entledigung)?
      Ja, ich meine, zu verstehen, was Du mit Objekt-Gebanntheit meinen könntest!
      Es ist mehr, als nur das Fixiertsein (orientiert sein) auf Objekte.
      Meine Liebe zu meiner Frau, nicht der teure Ring, die wertvolle Unterhaltung, nicht das Bier und das Schnitzel dabei, meine Trauer, nicht der tolle Grabstein, in der Erkundung und Übung der Liebe leben, nicht das neue schöne Gotteshaus dabei usw.
      Äußerlichkeiten "stehen für" etwas, und man könnte ein Buch, ja Katalog erstellen, auf der einen Seite stehen die "Objekte, Rituale und formaslen Gesten", auf der anderen Seite, wie im Vokabelheft, die Definitionen, "wofür" diese Ausdruck sind!
      Und jetzt kommt etwas: So, wie es im Englisch-Unterricht, statt der deutschen Übersetzungsangebote .. immer die englischen "definitions" gab, so ist Sprache an sich auch erstmal Ritus, Geste, Zeichen, Objekt. Und das Wesentliche nicht ohne Gleichnis greifbar. Man kann immer nur "von" oder "über" etwas reden, aber nicht "Das Ding an sich" selber aussprechen.
      Die Späne auf dem Papier machen die Magnetströme des daruntergehaltenen Magneten sichtbar, aber die Anordnung der Späne -sind- nicht die Ströme und Kraftfelder. (Hat mich immer sehr fasziniert). Kann ich das als "definition" so in etwa sagen?
      Alles ist ein verwunschenes Gleichnis, und möchte in seinem dahinterliegendem Wesen offenbart werden. Wenn Objekte nur noch etwas "symbolisieren", leert sich die Welt. Der unerlebte, unempfundene Ritus etwa. Die zwanghafte Einhaltung eines Kultus, zu dessen Inhalt der Zugang vergessen wurde. z.B.
      Du schreibst: "..ich glaube alles möchte gesehen werden, angeschaut werden, (...) also wirklich erkannt werden, dann wird es erlöst,"
      Ja, der Fokus einer Aufmerksamkeit scheint Menschen und Dingen "Leben zu geben", "Dasein zu gewähren"! Ein vergessener Edelstein, eingestaubt, wird poliert, funkelt wieder! Das "Spiegelbild" des Narziss verläßt das Wasser, und tritt, wie der Froschkönig zum Prinzen wird, in die Gegenwart. "Sei kein Frosch, oh Mensch!" :-) Die stehengebliebene Zeit ("Ich habe keine Zeit!") fließt wieder. Die Dinge werden angesehen, entwunschen und entbunden, leuchten, und werden der Vergänglichkeit zugeführt, erlöst..
      So erklären es die Märchen. Natürlich erwähnen sie nur am Rande, daß der verwunschene Prinz jetzt zwar erlöst ist, aber hierdurch auch sterblich geworden! Roboter gehen "kaputt". Lebewesen ..sterben. Aber zuvor blühen sie, irgendwie, irgendwo. Immer.
      m.butty

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  14. "Denn jeder professionelle Kampfsportler oder ...ein Killer sogar beobachtet sich selbst in ruhiger und nüchterner Achtsamkeit..."

    Allerdings mit einem bereits vorgeformten Ziel. Womit ich jetzt nicht sagen will, dass das nicht so sein sollte, aber dient nicht gerade dem, was ich meine.
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    "Erlösung, oder Erledigung (Entledigung)?"

    Auf jeden Fall Erlösung, Erledigung gehorcht dem Egoismus. Da wird abgehakt und wieder ein Platz freigemacht --
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    "Es ist mehr, als nur das Fixiertsein (orientiert sein) auf Objekte."

    Ja, die ganze Haltung hat eine andere Gestalt angenommen, man ist selbst zu etwas umgeworden aufgrund seiner geistigen Hinwendung und Ausrichtung.
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    "aber nicht "Das Ding an sich" selber aussprechen. (...) Kann ich das als "definition" so in etwa sagen?"

    Ich denke ja.
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    "Du schreibst: "..ich glaube alles möchte gesehen werden, angeschaut werden, (...) also wirklich erkannt werden, dann wird es erlöst,"
    Ja, der Fokus einer Aufmerksamkeit scheint Menschen und Dingen "Leben zu geben",--

    Ich meine das schon genau so, indem ich etwas wirklich verstehe, erfasse sag ich lieber, ist mir lebendiger, erlöse ich es und jenes Anschauen wäre ja kein so normales Betrachten oder besinnen, sondern im Sinne von wirklich einlassen auf das, was ich anschaue, "praktisch in der Haltung nach seinem Namen zu fragen".
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    Es gibt doch heute schon so "Drucker", die ein Objekt dreidimensional durch eine Düse in Form drucken, spritzen, Schicht um Schicht. Und diese Düse muss ja gelenkt, gefüttert werden, damit sie tut was sie soll. Schaue ich mir an, bis ins Computerherz hinein bis hinunter zur Sprache mit der der Prozessor "denkt", Assembler glaube ich, dann bin ich doch schon fast auf der Ebene die komplett abstrakt ist und selbst die muss, oder ihr musste gesagt werden, was und wie sie agieren soll.

    Zumindest kann hier deutlich werden, dass das, was wirk-lich hervorbringt, total materiefrei, unmanifestiert, geschehen lässt, um was es gehen soll. Also selbst in der Technik kann man schon sehen, dass ein absoluter Realist, ein Konstruktivist, ein Materialist, ein Objktivist an der "Sache" um die es geht und wie sie geht total vorbeischauen. Und dann diese ganzen *.ismen, und all die *isten aus Philosophie oder sonstwie, all die Theorien und sonstigen Fachbegriffe, ich verstehe nicht, was die da eigentlich machen und vorhaben. Statt mal innezuhalten, auf "dumm" oder leer schalten und nochmal ganz langsam beginnend einfach hinschauen, "was siehst Du, wenn Du anfängst? (ich meine jetzt nicht Dich, sondern die ganzen Theoretiker...), das sind auch Objektorientierte, seien es nun Materieobjekte oder Gedanken, oder Schattenglotzer :-), die hypnotisieren sich doch selbst(?) -- Wie will man je verstehen, wenn man sich nicht "umdreht".

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  15. "P.S.: Meinst Du nun mit "Versackungen"...?"

    Ich sehe so als Bild vor mir den Handlungsraum, den, in den wir hineinhandeln, da schwirren, segeln, stehen, schleichen... dann sämtliche Handlungen drin herum, zusammenfassend alles was man sehen kann, mehr oder weniger hell, groß, bedeutend, energiereich ... Ich erkenne und bemerke und weiss ziemlich gut, dass das eigentlich alles von mir ist, mehr oder weniger bedeutsam für mich, zur Zeit oder je nachdem. Und alles hat seine Daseinsberechtigung, weil alles aus ein und derselben Energie geschaffen wurde, einiges teilt sich auch, bildet Untergruppen and so on. Und es schwebt ins Vergessen hinein, wandelt sich auch, kommt streckenweise als Idee und verwandelt wieder hoch wenngleich man auch erkennen kann, wo seine Wurzeln waren and so on. Aber zumeist legt es sich wie in einem See als Bodenbelag ab, unsichtbar, zumeist komme ich da auch beim besten Willen nicht mehr heran. Aber es ist da, weil es abgesackt ist in einen Bereich hinein... All dies meinte ich mit "Absackungen" --- Handlungen jeglicher Art, aus dem Gedächtnis entschwunden, unserem hierigen.

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