OM C. Parkin: Erleuchtung ohne alles

Nun habe ich ein ganzes Stück und einige weitere Fragmente von OM C. Parkins "Die Geburt des Löwen" gelesen, aber jetzt geht es nicht mehr, jedenfalls nicht am Stück. Bis Seite 64 erzählt Parkin in aller Offenheit die Geschichte einer schweren Krise - vor allem in psychischer und depressiver Ausprägung-, eines Autounfalls und einer Suchbewegung. Dabei ist vieles anregend und interessant- ähnliche Erfahrungen haben sicher Viele gemacht, die sich je mit spirituellen Problemen beschäftigt haben.

Leider findet Parkin in der Folge aber einen indischen Guru, der in den 90ern das Auffangbecken für frustrierte Osho- Anhänger geworden war und allen Erleuchtung versprach, und danach geht die Suchbewegung über in das Finden eines All-Eins, das vor allem durch Beziehungslosigkeit gekennzeichnet ist. Die Menschen um ihn herum empfindet er - ebenso wie sich selbst- als schattenhaft, als reine Scheinexistenzen. Das "Brennen im Nichts", das er erlebt, erlaubt keine Wärme mehr außer zu den verehrten Guru- Persönlichkeiten. Die Details von Umgebung und menschlichen Schicksalen entfallen ihm ebenso wie die Liebe zu den Fragen, die Menschen bewegen, zu den Gefechten, die sie austragen, zur Natur, die sie und ihn umgeben. Es gibt nun auch keine Informationen mehr zur Lebenspraxis, die ihn bis dahin doch umgetrieben hat; z.B. die Frage, woher der Unterhalt für das tägliche Leben herkommen soll. Irgendwoher wird es kommen, ebenso das Brot, die Butter und die Fahrkarte, die Schuhe und die Kosten für den Schornsteinfeger. Das Buch wird immer mehr zu purem Papier, zu etwas, was mit der umgebenden Welt nichts mehr zu tun haben will, aber eben deshalb immer bleierner wird.

In Parkins Erleuchtetheit treibt ihn von nun an ein ununterbrochener Monolog über Fragen der Schuld an- eine existentielle Schuld, jemand zu sein. Da in diesem Satsang Glück und Unglück, Leben oder Nichtleben, Ich oder Du scheinbar überwunden sind, gibt sich Parkins dem einsamen Monolog eines mittelalterlichen Bußpredigers hin, der sich des biblischen Sündenfalls schuldig gemacht hat. In seinem Konzept vom Sein, das nichts mehr mit Konzept und nichts mehr mit dem Sein zu tun haben will, gibt es allerdings auch keinen Gott mehr. Auf dem Weg bis in diese einsame Eisprinzessinnen- Attitüde, die sich als tiefe Erleuchtung gibt, ist natürlich keine Rede mehr von dem, was ihn an Problemen bis dahin umgetrieben hat- Dämonen, Ängste, Depressionen, ja, Visionen von schwarzmagischen Exerzitien. Ein, möchte man als Betrachter sagen, hoch-neurotisches Bedingungsfeld. Die Eisprinzessin entzieht sich diesen Bedrängnissen. Wie es nicht selten der Fall zu sein scheint, wird die Rolle des predigenden Gurus, die Parkin nun selbst einnimmt, zum Ausweg aus den Kümmernissen der täglichen Existenz. Immer wieder beklagt er das christliche Umfeld, die Kultur, in der er aufgewachsen ist. Aber er ist es, der ständig von "Urschuld" und "Ursünde" predigt. Die Attitüde des Unberührbaren ist die eines Menschen, der sich der Liebe entzieht, dem Konkreten, dem Bezogenen, um damit auch die quälende eigene Unausgeglichenheit wegzuwischen. Wird er in seinen Retreats mit Schülern mit kritischen Fragen konfrontiert, wird er pampig und apodiktisch: "Ein wahrer Lehrer lehrt nichts. Punkt." Und erzählt wieder seltsam empfindungslose Zengeschichten von Menschen, deren Frau und Kinder sterben und die danach von ihrem Guru belehrt werden, dass das eben alles Illusion gewesen sei.

Ich für meinen Teil kann auf eine solche Art von Positionierung, die sich per Deklaration zur eisigen Beziehungslosigkeit verklärt, gern verzichten. Parkin vermeidet "eine Prägung in Zeit und Raum". Das Unkonkrete, geistig Unberührbare, das angeblich über jeder Moral, über jedem Gut und Böse steht, ist aber auch eine Entscheidung, ein Konzept. Es ist ein Rückzug in ein "No-Mind", bei dem einem fröstelt. Selbst die "Ausstrahlung von Liebe" bei manchen anderen Lehrern hält Parkin für den Ausdruck von deren Blindheit und Festhalten am "Ego". Wenn ihn ein Schüler fragt, wie er sich als Vater verhalten solle, antwortet er: "Die radikale Aussage, die ich treffe, ist: In Wahrheit braucht das Kind keinen "Vater" und keine "Mutter", die das Kind "erziehen". Was bedeuten Erziehungskonzepte? (..) Das Kind ist selbst immer in Beziehung zum göttlichen Selbst, und diese Beziehung wird nie unterbrochen." Abgesehen davon, dass ihm nun doch wieder Götter unterlaufen, die er vorher geleugnet hat, wird dieses Kind, das nicht in seine Beziehung zu den Eltern und seine angebliche Rolle als Kind kommen soll, später entweder selbst unberührbar werden oder dringend einer Therapie bedürfen. In meinen Augen sollte man um Parkin einen Bogen machen, wenn man nicht einen Drang zu sich selbst widersprechenden kalten Konzepten, einer abstrakten Bußprediger- Attitüde und einem neurotischen Guru- Komplex hat.

Kommentare

  1. Wow. Wow.
    Ja, worin besteht eigentlich Beziehung?

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  2. hatte das von Dir verlinkte Video heute angesehen.
    Da ist ein Mensch, der innerlich geliebt werden will, mit jeder Faser seines Körpers!
    Die Augen sprechen, was der Mund nicht sprechen kann. Es ist Sehnsucht nach Liebe, die er sucht, er sucht sie und keiner gibt, schenkt sie ihm.
    Ich kam ja durch dieses Video, den verlinkten Seiten zu Zusammenhängen, welche die Dramatik auch der "Anthroposophie" verständlich machen. Junko Althaus hat zum Todestag von Rudolf Steiner (hatte das nicht im Bewußtsein) heute einen eindringlichen Text veröffentlicht. Sind wir mut-voll ehrlich?! Was sie anschreibt, anspricht, mit dem Ätherherz, ja da ist doch etwas in uns, das antwortet. Mir jedenfalls ging es nach dem ersten Kontakt mit ihr, da taucht ein Inneres auf, ganz zart, fast ein inneres sprechen ist möglich, über Grenzen hinweg.
    Dein Text Michael ist mutvoll. Es ist eine einsame Seele, welche Liebe sucht... ...und sie finden wird, weil er Mensch ist, wie Du und Ich.... .

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  3. Bevor mir zu viel einfällt... Die Spannungen: Religion oder Politik, Gottzuwendung oder menschlich "subjektive" Beziehungen, für alles offen sein, nämlich in ein tieferes Verständnis hineinspüren, oder Positionen beziehen, und zu persönliche Standpunkte erarbeiten, zu gewinnen...
    Diese Kämpfe fanden und finden in meinem Leben statt, wohin ich auch blicke, nicht nur in mir! Wunderbare Positionierung, fast als wäre hier zuweilen "Wunschkonzerta", wie im Radio..:-)) Vielen Dank!
    Es "liegen" diese Fragen wohl wieder "in der Luft"?
    Antworten an sich will ich keine, es tut gut, zu schauen, wie darüber gedacht wird, mit anderen darüber zu denken, allein darüber zu meditieren.. usw. LG, m.butty

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  4. Hrm, ich habe eine neue Tastatur, die muß erst noch "zugeritten" werdebn :-( "und persönliche Standpunkte zu erarbeiten", "Wunschkonzert", herrje aucvh!
    butty

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  5. Und Deine Kommentare, lieber Ernst, haben auch an Wärme um vieles gewonnen, seit den drei Jahren, in denen ich Dich "kenne", im Sinne der ganz losen, leisen Verbindung. Danke. :-)
    m.butty

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  6. Teil I
    1982, als ich noch ganz jung war, und erst zu unterscheiden begann in Timothy Leary und Ram Dass, da sagte ein Freund, der weder von Religion, noch "alternativer Bewegung", noch von "Spiritualität" und "Kräutern" etwas hielt, für ihn war das alles so etwas wie "Nacktbaden": "Ich habe zu Dir eine persönliche Beziehung, ja? Keine spirituelle!" Er sagte das altklug und mit großer Geste. Und ebenso großspurig erwiderte ich: "Jede Beziehung ist spirituell!" Natürlich. Aber ich war 19 damals.
    Das war der Beginn einer furchtbar schmerzhaften, langen Freundschaft, die oft bis zum Äußersten ging, was das Sich gegenseitige Verletzen und Beleidigen betraf. Eigentlich ging es um die unterschiedlichen Konzepte. Und deren Lebenstauglichkeit. Aber eben auch darum, was Glück, was Pech war.Im gelebten wirklich wahren Leben. Im stillen abendlichen Speisehaus zu Dornach schrie er mich, inmitten der "Weihe des Hauses", einst an, warum ich wegen einer Sekte soviel in dieser verlogenen biodynamischen Landwirtschaft gearbeitet hätte, bis mir die einzige Frau schließlich fortgelaufen wäre, die mich liebte! Oder was ich denn mit Eurythmie und Sprachgestaltung in der wirklichen Welt "da draußen" wolle? Wie um die Anthroposophie -an sich- zu schützen, sagte ich, es gehe auf das Konto meines ganz eigenen Umgangs mit diesen Dingen. Er schrie wieder: "Nein, nicht du, die Sekte!"
    Wir mußten die laufenden Mysteriendramen verlassen, weil er einen Lachanfall bekam, und uns alle ansteckte. Ich wollte ihm "Dornach zeigen", im Glauben, es bewirke bei ihm das selbe, wie einst bei mir, als ich dort alleine wohnte. Ich war stinksauer, trotz des "Lachenmüssens", gerade deshalb.
    Oft war es eine Eifersucht seinerseits, dann wieder Verbitterung meinerseits. Was die sicher von beiden vor einem Treffen heiß ersehnte Harmonie zerdepperte. Und es war immer "Clique" dabei, mitgereiste Freunde, Freundinnen, Frauen, die zum Publikum wurden. Eine persönliche Beziehung eben. Keine spirituelle.
    m.butty

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  7. Teil II
    Ram Dass war nach Indien gegangen, hatte, grob gesagt, Yoga und Ayurvedische Ernährung studiert und war ein sehr geselliger und begegnungsfreudiger, kommunikativer Mensch. Er löste sich von der "materialistischen" Interpretation Learys, daß gewisse Daseinszustände, auch Intensivierung der Lebensfreude, und gar Erkenntnisse über subtile Zusammenhänge in der Welt nur in extremen Ausnahmezuständen und eben Drogen erlangt werden können. Mit 19 war für mich viel gewonnen, mich statt für Leary für Richard Alpert, der jetzt Ram Dass hieß, entschieden zu haben. Ich hielt mich für "spirituell", als mein Freund mich dann darauf hinwies, daß Beziehungen zu Freunden wichtig seien. Vielleicht wichtiger, als "spirituell" zu sein.

    Ram Dass spricht auch viel wie von einer Entpersönlichung der Beziehungen. Aber er hat irgendwie das soziologische Modell der "Bedürfnispyramide" mit der "Chakrenlehre" verbunden verinnerlicht. Scheint mir. Erst kommt diese Stufe, dann die nächste! Erst die berufliche Existenz, dann Freunde, dann das Überpersonale! Aber was ist mit der Bergpredigt? Was ist mit den Menschen, fragte ich mich immer, wo der Satz: "Die letzten werden die ersten sein!" konkretes Erleben wird. Weil sie beim "Himmelreich" anzufangen gezwungen sind, weil Erdung und eigenes Revier, berufliche Existenz, und ein sehr armes Milieu zwischenmenschliche Beziehungen teilweise fast zum Risikofaktor macht? Nun, wir leben zwar nicht in Brasilien oder Afrika, aber auch in Europa stellt sich doch immer wieder die Frage nach Authentizität. Überdauern Freundschaften einen sozialen Aufstieg oder Abstieg? Was teilt man in ihnen? Spaßbeziehungen, oder Karriere-Seilschaften? Gemeinsamer Idealismus? Echt? Als Zierde? usw.

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  8. Teil III (und Ende)
    Im Dunstkreis sogenannter indischer Spiritualität, aber auch bei Neurolinguistischen Manikern wurde die persönliche Geschichte immer als Klotz am Bein des nach irgendeiner Freiheit Suchenden geradezu gefürchtet. Eine Biographie zu haben, so kam es mir vor, war fast etwas Anstößiges. Ein anderer Freund, sehr gescheit und auch sehr kommunikativ und beziehungsfähig, liebt -echte- indische Philosophen, forscht in Sanskrittexten und Mythologien. Kurz: Kompliziertere Zusammenhänge. Mit denen man sich auch lange beschäftigen muß, bis sie Transparenz zeitigen.Die europäische Romankultur stößt ihn ab. Der Entwicklungsroman und Familiensagas findet er trostlos, öde, und ohne Weite und ohne Gott. Das Schicksal darin sei oft feindlich beschrieben, der Mensch kalkuliere und fertige seine Biographie gegen das Schicksal an. Er las mehr Biographien, als ich. "Weil ich mich interessiere, wie das Überpersönliche sich im Menschen verwirklicht, und wo er sich über sein Subjekt erhebt!" Was mir bei Steiners Waldorfschul-Konzepten besonders gut gefiel, war eben das "Biographie-Referat". Ein Leben lang haben mich Biographien innerlich bewegt. Nicht nur wegen des Überpersönlichen, wo dieses das Subjekt zum Vehikel macht, sondern wegen der Herberge, die eine Biographie darstellt, wegen des Innenraums, den sie erschafft. Wegen der Seele. Nicht nur des Geistes wegen.
    mischa butty

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    1. Dank besonders an Mischa und Belinda für die sehr persönlichen Statements, die die Grundprobleme zwischen Biografie und "Spiritualität" klarer ausleuchten als jeder theoretische Artikel es je könnte!

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    2. danke :-)
      .. war Belinda die junge Frau aus Berlin?
      m.butty

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    3. Lieber Mischa, ich freue mich fast immer über Deine Mitteilungen,oft ist es dieses Zarte, Menschliche, das herüber kommt. Das war schon öfters so, ich hab dazu noch nie geantwortet, weil ich, wenn ich so berührt bin, keine Worte dazu habe. Jetzt sag ich Dir das einmal, weil auch das, was Du oben geschrieben hast, so etwas ist.
      Danke.

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  9. Kenne einige seiner Jünger und JüngerInnen: Sind leider arg durch den Wind. Kein Selbstwertgefühl, keine Orientierung, stehen ganz ratlos und hilflos neben sich selbst.

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  10. Antworten
    1. Das ist mir zu dröge, ich geh jetzt zu Bett.

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    2. mir auch, ich auch, ..
      m.butty

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  11. Zitat Heisenberg :-)))

    "In der Nähe unseres Ferienhauses in Tisvilde wohnt ein Mann, der hat über der Eingangstür seines Hauses ein Hufeisen angebracht, das nach einem alten Volksglauben Glück bringen soll. Als ein Bekannter ihn [Niels Bohr] fragte: «Aber bist du denn so abergläubisch? Glaubst du wirklich, daß das Hufeisen dir Glück bringt?», antwortete er: «Natürlich nicht; aber man sagt doch, daß es auch dann hilft, wenn man nicht daran glaubt.»
    Werner Heisenberg, Der Teil und das Ganze

    :-))
    Ich finde ein schönes Beispiel dafür, dass alles zum Konzept werden kann, ohne dass man es ( sofort) bemerk!

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  12. Ich kenne Om Parkin persönlich aus seinen Zusammenkünften. Er hat sicher seine Qualitäten, sicher auch einiges mitzuteilen, was den Menschen hilft, aber wie so manch anderer, kann man nicht alles annehmen, was er sagt. Auch er hat natürlich Ungereimtheiten und Irrtümer über manche Dinge.Hier gibts eine Seite mit Kritik an Om Parkin: http://www.anti-powerpoint-party.com/de/blog/irrtuemer-von-om-parkin

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    1. Lieber Anonym (Matthias Pöhm?) - schade, ich hatte gehofft, dass es mal endlich eine ernstzunehmende Website mit berechtigter Kritik an Satsang/Advaita Lehrern geben würde, aber wenn ich dann lese, dass Parkin als Erwachter ja eigentlich kein Kind mehr in die Welt setzen darf (!) oder dass E.Tolle "beim Lachen abrupt die Oberlippe über die obere Zahnreihe verschliesst..." habe ich eher den Eindruck, dass der Betreiber der genannten Website einen leicht fragwürdigen und naiven Begriff von "Erleuchtung/Erwachen" hat. Muss man vielleicht das unten auf der Seite empfohlene Buch "Der große Glücksdurchbruch" (was für ein Titel!) lesen, um zu dieser Idee von Erleuchtung zu kommen...??

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    2. Ich verstehe nicht ganz, lieber Rainer,
      was "Der große Glücksdurchbruch" zu tun haben muss mit einem Sich-öffnen-können der Welt gegenüber?

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  13. Naja, Rainer, vielleicht könnte hier jemand Werbung machen für seine Bücher und deswegen kommen einige Gurus so schlecht weg? ;-)
    Ansonsten kann ich da schon etwas rausholen, was die Macken der Gurus betrifft, z.B. Achtsamkeit und gesunde Abgrenzung (ich kann da aus eigener Erfahrung bezügl. Sekten und Lehrer etwas mitreden).
    Ist anti-powerpoint also wirklich so selbstlos gemeint mit einem Mitgefühl für evtl. Geschädigte? Dahin geht mein Interesse, alles andere fände ich albern.

    lg

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    1. "vielleicht könnte hier jemand Werbung machen für seine Bücher und deswegen kommen einige Gurus so schlecht weg?"

      Lieber Steffen, den Eindruck hatte ich auch: Wenn man etwas auf der genannte Website herumklickt, entdeckt man schnell allerlei Glücksseminare des Betreibers, sogar als Flirtcoach (!) tritt er auf.

      Ich finde es ansonsten auch wichtig und sinnvoll (gerade weil ich mit einigen Dingen/Lehrern dort sehr verbunden bin) wenn man bestimmte Aspekte der Satsang/Advaita/Guru Szene kritisch hinterfragt, allerdings sollte so eine kritische Hinterfragung m.E. über einen rein persönlichen Erlebnisbericht hinausgehen. Die "Gurus" können eigentlich kaum etwas dafür, wenn ihre vermeintlichen Schüler unbewusste, halbbewusste und/oder schwärmerisch-idealistische Vorstellungen über den "wahren Lehrer" oder das "richtige Leben" in einen Lehrer hineinprojizieren; Parkin sagte einmal in einem Darshan (leicht genervt) dass nicht wenige "Schüler" den Groll ihres nicht erkannten Vaterkomplexes auf ihn (und seine manchmal leicht "strenge Art") projizieren würden. (Nebenbei: Wie fandest Du eigentlich die Darshan CD, hattest Du die nicht bestellt ?)lg

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  14. Übrigens Rainer, habe die CD von Parkin (mit deiner Frage) angehört, ist ganz interessant was er geantwortet hat. Amüsant fand ich ja die Äußerung mit dem 'Spinner' ... Das Schattenthema ist ansonsten bekannt und dass wir aus und in Paradoxien leben und lernen, auch. Trotzdem, eine gute Auffrischung und auch sehr klar und ruhig vorgetragen.

    Ich wünsche dir, dass es fruchtet und somit 'ein Fall nach oben' bleibt, wie er es so schön formulierte (oder halt ein einsichtsreicher Fall in den Seelengrund, wo auch mal 'Blut und Tränen' zu Hause sind). Allerdings, die Gitarristin müßte ihre Gitarre mal stimmen, das klang teilweise etwas gruselig ;-))

    lg

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  15. Lieber Rainer, da haben sich nun unsere Kommentare überschnitten. Ich habe gerade eben etwas gepostet zu der CD, aber nun nicht in aller Ausführlichkeit. Danke nochmals für dein Vetrauen diesbezügl.
    Ich schick dir gern mal meine mailadresse über Michael, netterweise zur Weiterleitung...

    Einen schönen Gruß an Euch,
    Steffen

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  16. lieber michael,
    ich habe selten eine so treffende beschreibung der persönlichkeit von om gelesen. als langjähriger schüler von om im engen kreis kann ich deine wahrnehmung bestätigen. seit 10 jahren bin ich nicht mehr mit om.
    für die zeit mit ihm bin ich sehr dankbar, hat sie mir doch zu einer inneren reife verholfen, die ich in 30 jahren suche mit anderen lehrern nicht erreicht habe.
    wenn du also deine wahrnehmung zu anderen menschen öffentlich teilst, sei dir bewusst, dass du nur einen teil, nämlich deinen, der ganzen sache sehen kannst. eine münze hat immer zwei seiten, du kanst die eine nicht ohne die andere haben.
    gruss udo

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  17. Für mich war die Erfahrung mit OM auch ernüchternd. Der Eindruck es mit einer Sekte zu tun zu haben erschütterte mich, da doch die Themen so ganz andes ausgerichtet sind.
    Komisch nur, dass der Lehrer (OM) all das tun darf und tut, wovon er seine Schüler heilen will. Riecht stark nach einer Machtmetropole mit kapitalistischem Fundament!

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