Nichts bleibt ungehört


In den Mittsommernächten, in denen das Jahr sich bricht, erhebt sich der Nachtvogel vom Traumbaum empor und steigt hoch bis zu den drängenden Wolken, die sich ballen, gezogen von hohen Winden über dem Atlantik.
Der Nachtvogel übersteigt den Tag, die Träume und treibt auf den Wellen des tiefen Blaus dahin. Er erzählt von den Flügen, die abbrachen, von den Blicken, die geblendet waren, von den fruchtlosen Stürzen, von der Vergeblichkeit und dem ununterbrochenen Bemühen. In seinen Gesängen spiegelt sich sein Leben. Und wirklich, jenseits der Träume und jenseits des Blaus sind Ohren, die hören und Augen, die schauen.
In die Mittsommernächte malt der Nachtvogel die Spur seiner Flüge. Nichts bleibt ungehört.

Kommentare

  1. Ein inspirierender Text, etwas wie unabänderliche Gewissheit des ewigen Seins, jenseits von Gut und Böse, erahnend, es gibt einen Sinn in diesen so sinnfragenden (Syrien) Tagen,
    Es waren Worte des Dalai Lama die sich tief in Wien einwoben, der Übersetzer:

    „…das ist eine Ethik, die sich entwickelt auf der Grundlage universeller Menschenwerte und diese Ethik kann tatsächlich universell sein und während eine rein religiös ausgerichtete Ethik niemals universell sein kann und das ist der Grund warum ich fest davon überzeugt bin, dass wir eine bessere Welt aufbauen…. .
    Hier englische Worte vom Dalai-Lama:
    „So therefore now we should think, this century should be century of non violence, a century of peace. Peace does not mean, without our effort peace automatically come. No, peace will not come through prayer, through meditation. Peace must bring by our action.

    Hatte hier auf dem blog so viel inspirierende Worte von Rudolf Steiner über das Tibetische gelesen, auch „Science-Fiktion“, Zukunft die nun Gegenwart wurde (das Fruchtbare des Tibetischen für die Welt, wenn es es raus aus Tibet kommt und sich wandelt). Der Dalai Lama verwies auf die Erziehung der Kinder, als einzige Lösung für die Zukunft. So traf sich der Erziehungsimpuls Steiners mit dem kulturellen Impuls Tibets, ein Impuls den die Journalisten verschliefen, wohl auch viele der achttausend Zuhörer, die sich vor allem an der Gestalt des Redners…. Als wir die Stadthalle verließen, brannte ein uraltes hölzernes Haus, Symbol der Vergangenheit, direkt neben dem Eingang… …ein dramatischer Aufenthalt in der bedeutenden Wirkensstadt Rudolf Steiners….. .

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  2. Michael - Du bist so schön - - -

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