Steiner digital lesen

Natürlich kann man die Gesamtausgabe aller Werke Rudolf Steiners auf Festplatte erwerben, wenn man auf aktuelle Redaktion und Suchmöglichkeiten angewiesen ist und im übrigen noch 1000 Euro übrig hat. Das klärt aber noch nicht die Frage, wie man die Bücher auf elektronische Lesegeräte wie iPad, Tablets oder Kindle transferiert. Am Computerbildschirm möchte man eher selten lesen, und schon gar nicht derartig umfangreiche, ja gigantische Inhalte. So wird so mancher Internet- Nutzer auf manchmal dubiose Quellen im Netz zurück greifen, wenn auch mit schlechtem Gewissen. Selbst auf russischen Servern kann man die Einzelwerke als PDF- oder Word-Datei laden - sicherlich nicht die aktuellste Ausgabe, da die Bücher irgendwann eingescannt worden sind, sicherlich mit vielen Fehlern behaftet, da die Scans nicht redaktionell bearbeitet worden sind und womöglich auch mit dem einen oder anderen digitalen Virus behaftet. Letzteres kann man zumindest nicht ausschließen. Diese Dateien haben aber den Vorzug, problemlos auf dem iPad lesbar zu sein. Inwieweit Rechte verletzt werden, ist nicht ganz klar, da der Leser nicht wissen kann, bei welchen Büchern ein Copyright verletzt wird und bei welchen gar keines mehr besteht.

Wer solche Dateien aber auf dem Kindle- Lesegerät nutzen will, wird von der sehr geringen Qualität enttäuscht sein. Man muss die PDF- Dateien nochmals umwandeln, auf das mobi- Format des Kindle. Dazu nutzt man die Software Calibre. Dadurch werden die Ursprungsdateien für alle möglichen digitalen Lesegeräte umgewandelt und angepasst, wenn auch nicht fehlerfrei. Vor allem gibt es Probleme mit Zeilenumbrüchen und Inhaltsangaben. Es ist empfehlenswert, beim Bearbeiten die "Heuristische Verarbeitung" zu wählen, um die gröbsten Fehler und Entstellungen zu umgehen.
Wer dergleichen vermeiden möchte, kann auch bei Amazon -zumindest für das Kindle- direkt digitale Ausgaben mancher Werke Steiners beziehen. Die "Kernpunkte" und die "Mysteriendramen" gibt es völlig umsonst, die "Philosophie der Freiheit" für nicht einmal einen Euro.

Offenbar erfolgen diese Angebote nicht aus offiziellen Verlagsaktivitäten. Teilweise ist ein noch nie gehörter "Wunderkammer-Verlag" angegeben. Beim Rudolf-Steiner-Verlag selbst kann ich derartige elektronische Angebote nicht entdecken, obwohl die Produktion und Vermarktung aus technischer Sicht ein leichtes sein sollte.

Kommentare

  1. Was soll die Hetze gegen bdn-steiner.ru, eine große russische Anthroposophie-Website, und andere als "dubios" gekennzeichnete Internetseiten - und sogar noch mit einer blöden Angstmache vor Viren? Und du vergisst völlig die Tatsache zu erwähnen, daß das Werk Rudolf Steiners seit dem 1.1.1996 frei von Urheberrechten ist.
    Wer leistet denn heute mehr für die Verbreitung der Werke Rudolf Steiners? Ein Verlag mit völlig überteuerten Buchausgaben, der im letzten Jahr diese Preise nochmals um 30% angezogen hat und durchschnittlich pro Band der GA und Jahr gerade mal 100 Exemplare oder weniger verkauft, oder Webseiten, die hunderttausende von Zugriffen auf GA-Bände haben? Selbst vom Goetheanum aus nutzt man inzwischen die Internetausgaben der Werke Steiners und die von steinerdatenbank.de dazu angebotene Volltextsuche.

    AntwortenLöschen
  2. Ich habe hier sämtliche GA Ausgaben als PDF und kann sie auf meinem Galaxy Note völlig problemlos mit dem Adobe Reader lesen incl. Volltextsuche.

    AntwortenLöschen
  3. Meine Quelle ist seit Jahren hier: http://fvn-archiv.net/demo/ .... Die Texte gibt es als pdf.- und Word-Datein, der Kindle kann - soweit ich mich erinnere, beides lesen.

    AntwortenLöschen
  4. Oh ja, ich vergaß die Seiten der "Brigham Young University" ... problemlose pdf-Datein.....

    AntwortenLöschen
  5. Jede nicht verifizierte Download- Quelle stellt ein Ziel für Attacken dar, ebenso wie offene Webformulare usw. Ich habe mir gerade wieder selbst über 100 verdeckte Phishing-Versuche eingefangen, selbst auf dem Mac. Die Schattenseiten der Umsonst-Kultur sind doch klar- das Steiner-Archiv ist gerade weiter personell demontiert worden. Das Kindle kann PDFs zwar lesen, nimmt aber keinen Seitenumbruch vor. Dadurch sind die PDFs kaum lesbar. Bei mobi-Dateien wird die Seite perfekt an das Gerät angepasst. Dann kann man auch Zitate entnehmen, unterstreichen, usw.

    AntwortenLöschen
  6. Hier kann man Webseiten online überprüfen, bdn-steiner.ru ist z.B. sicher: http://onlinelinkscan.com/

    AntwortenLöschen
  7. Ich darf noch eine link-Sammlung digitaler Steiner-Quellen nachreichen: http://wiki.anthroposophie.net/Rudolf_Steiner_Gesamtausgabe

    AntwortenLöschen
  8. Die verschiedenen links inspirierten noch einmal beim „Uranos-Archiv“ nachzuschauen.
    Finde eine „Stunde“ von Steiner, vom Freitag 21. August 1903.
    Lese erstmalig in diesem Leben die Bezeichnung „Theurg“, die Hinweise Steiners von den Geheimnissen der verschiedenen „Rassen“, einen Begriff, mit denen er die sieben großen Epochen bezeichnet, also nicht völkisch. Die damals nur Vertrauten gegebenen Hinweise lassen die Ernsthaftigkeit Steiners verstehen, sein Bemühen, damit das Geheimnis der gegenwärtigen Rasse, welches von Menschen teilweise erraten werden wird, nicht zuviel Unheil anstiftet. Steiner geht davon aus, ein Mensch der das Geheimnis errät, er wird seine Entdeckung der Menschheit mitteilen wollen und es wird immer nur –wusste es bis jetzt nicht- Negatives für die Menschheit bewirken. Offensichtlich gilt strikt, nur Menschen, welche von höher entwickelten Menschen zu den Geheimnissen durch geduldige Schulung geführt werden, können die „Geheimnisse“ im guten Sinne für die Menschheit anwenden.
    Interessant, wie Steiner davon spricht „Seher“ haben kein gutes Ansehen in der Welt, erst recht nicht ein „Theurg“!

    AntwortenLöschen
  9. Hier finden sich verschiedene Bände der GA im ePub/Mobi-Format: http://www.henningziegler.de/steiner/GA.html

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Danke für Ihre Mitarbeit im Blog.

Egoistisch am meisten gelesen: