Die Dornacher Besenkammer

Gut, gut. Nicht aufregen. Es gibt, wenn man Websites betreibt, die Möglichkeit, die Keywords aus zu lesen, um zu sehen, wonach die Menschen die Suchmaschinen füttern, wie sie zu deiner Website finden, was sie interessiert. Selbstverständlich suchen anthroposophische Interessenten nach Bedeutungsvollem, Tiefgründigem - nach Futter für die hungrige Seele. Womit man Quote macht in diesen Kreisen, sind nach wie vor geheimnisvolle Seherinnen wie Judith von Halle, okkulte geistige Wahrnehmungsorgane, Mysterien um Kaspar Hauser, Selfullfillment in anthroposophischer Nomenklatur. Man trotzt der allgemein gegenwärtigen Kommerzialisierung, die auch die anthroposophischen Geschäftszweige durchzieht - sei es dm, alnatura, hess-natur oder Weleda - und sucht so nach seelischer Nahrung wie man andernorts nach Fitness, Wellness und der offensichtlich niemals eintretenden Ruhe Ausschau hält. Der Planet wird von Ruhesuchenden, die nach Originalität und Einsamkeit suchen, geflutet, die auch die abgelegensten Örtlichkeiten aufsuchen. Lichtbildervorträge von Kameraleuten, die seltsamerweise meist Freunde vom Dalai Lama sind, werden geradezu überrannt, um Geheimtipps von verlassenen und verfallenen Klöstern in Bhutan zu erhalten, die von nun an sicherlich nicht mehr geheim und schon gar nicht verlassen sind.

Das anthroposophische Publikum dagegen sucht nach inneren Orten, die niemand kennt, ergötzt sich an Wegmarkierungen in der inneren Landschaft, an geheimnisvollen Zeichen und ringt um den richtigen Weg dorthin. Im Lichtbildervortrag streitet man im Publikum, das archetypisch dem der Anthroposophenschar stark ähnelt (etwas jünger, natürlich), ob man auf dem Weg in ein verlassenes Tal in Sikkim von Peking aus besser fliegt oder den Zug nimmt. Die Anthroposophen haben es eher mit einer gediegenen, aber exklusiven Innerlichkeit, die möglichst im vertrauten theosophischen Sprachgewand daher kommt. Aus dem politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Tagesgeschäft hält man sich lieber heraus. Die, die tatsächlich nach einer Selbstverwandlung suchen, die womöglich auch die Weltbilder infrage stellt, die nicht nur vom "Hüter der Schwelle" reden, sondern Wege zur kritischen Selbstinspektion suchen, denen das nebulöse Seelenfutter nicht reicht, gliedern sich zunehmend aus in "integrale" anthroposophische Kreise, in denen man mangels Eigengewächsen zu einigen asiatischen, amerikanischen Lehrern greift.

Dagegen ist gar nichts zu sagen. Wer sich nach Jahren anthroposophischer Zweigarbeit wie in einer Besenkammer fühlt, in der die Eingesperrten entgegen jedem Augenschein das Gefühl pflegen, "Hüter ihrer Zeit" zu sein, aber außer elitärer Selbstbespiegelung keine konstruktiven Beitrage einbringen können, wird sich umsehen, wo er etwas findet, was über Beschwörung und Ankündigung hinaus geht. Eine Freundin sagte neulich über einen der Stars der Dornacher Szene genau dies: er kündige in wohlgesetzten Worten den Geist an, löse aber nichts konkret ein, was er anspräche. Sicher, die Dornacher Besenkammer ist groß und aus Beton. Ein Hort der gepflegten spirituellen Nichtigkeit in kunstvoller Sprache und aus biologisch- dynamischem Anbau. Hier wird der Geist beschworen und in Form gegossen. Hier kämpfen Aristoteliker und Platoniker um die ihnen angemessene Positionierung. Hier werden Fehden gepflogen, die schon vor dem zweiten Weltkrieg bestanden. Hier stehen die Futtertröge für die hungrigen Seelen. In der Besenkammer.

Kommentare

  1. Noch so 'ne Besenkammer:

    "Das nach dem zweiten Weltkrieg verschwundene Bernsteinzimmer ist vollständig erhalten und wurde offenbar seit Gründung der Hypo Real Estate von Hausmeister Horst W. als Besenkammer (BZ=Besenzimmer) verwendet. Der 52-jährige will all die Jahre nichts bemerkt haben: "Sicher, ich fand das Zimmer ein wenig zu dekadent, um nur ein paar Reinigungsutensilien reinzustellen, aber da ich in einer Bank arbeitete, die mit Milliardenbeträgen herumpfuscht, dachte ich, das wäre normal."

    => http://www.der-postillon.com/2011/10/legendares-bernsteinzimmer-in-keller.html

    Beste Grüße
    Mythopoet

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  2. Das ganze Drumherum und die Spektakel der "modernen" Anthroposophie, geben mir mittlerweile mächtig zu denken, weshalb ich mich immer mehr distanziere bzw. subtrahiere von dem müden Haufen da draußen, die labern und labern - und meistens nur noch Schrott und Hirngespinsten folgen. Mich lässt das Gefühl nämlich nicht los, dass dieses tierische Gruppenseelenverhalten verkommt und hinein ins Sektiererische gerät. Wenn da Außenstehende online und offline die Anthroposophen als Sektierer verschreien, dann liegt das gar nicht so sehr an den Leuten "außerhalb" der Anthroposophischen Gesellschaft, sondern an der Entwicklung der Anthroposophischen Bewegung selbst. Will man da noch Anthro sein? In weltlicher Hinsicht ein klares Jein. Sicher abstehen und Distanz bewahren zu der verkommenen Modeströmung ist wichtig. Mir isses ja wurscht was so viele Typen da draußen tun, weil sie dafür letztendlich sowieso bezahlen müssen dafür, aber viele werden dadurch natürlich auch "gelinkt" und von Steiners Werken abgehalten. Der Ruf der Anthroposophie ist ruiniert worden, - ohne jeden Zweifel.

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  3. "In erster Linie geht es nicht darum, wie man nun (endlich) Zugang zu höheren Welten gewinnt, sondern darum, ein für das soziale Gefüge brauchbarer Mensch zu werden."
    Judith von Halle

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  4. "ein für das soziale Gefüge brauchbarer Mensch"
    Leider fehlen die vorangehenden Sätze. Doch der Satzteil für sich lässt mich irgendwie schaudern. Hatte gestern am Tage verschiedene Medienbeiträge aufgenommen: das soziale Gefüge in der Türkei, anlässlich des Kölner Urteiles. Soll das soziale Gefüge erhalten werden, als Ziel einer Bewußtseinsentwicklung, die ja erst individuell erfolgt. Im Lichte dieses Satzteiles von Judith von Halle erscheinen die Stigmatas als "Kitt" für ein "soziales Gefüge"... ...aber doch wohl eines rückwärtsgewandten Christentums, das sich krampfhaft alter Bewußtseinsstrukturen bedienen will. "Brauchbar" klingt nach Bevormundung im Sinne einer vorhandenen Hierarchie (im Sinne eines alten Kirchenverständnisses). Es begehren in Freiburg katholische Priester gegen die "Obrigkeit" auf, das "soziale Gefüge" wankt. Fällt mir auf, am Schluß, vielleicht ist die Crux, von "höheren Welten"... ...dann bleiben sie immer fern, wenn wir nicht in uns selbst dies entdecken....

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    1. Lieber Ernst,

      ganz recht, die Kontext fehlt. Diese Satz scheint für mich einfach ein hinweis auf Steiners ähnliche Satz aus "Wie erreicht man..." zu sein, dass die Schulung uns tauglicher und nicht untauglicher für unsere jeweilige Aufgaben machen soll.

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    2. Liebe(r) Em, danke für die Ergänzung. Die Gedankenbewegung bei Steiner zielt darauf ab, das Individuum - pauschal formuliert - "voranzubringen", welches dann seine Früchte der Gemeinschaft andienen kann, während bei Frau Halle "in erster Linie" (gemeint ist wohl das Geistige Streben)das "soziale Gefüge", steht, ein "brauchbarer Mensch". Erst jetzt beim Dritten Anlauf gelingt es mir, dies so zu formulieren, taucht beim Schreiben der Gedanke auf, Frau Halle bleibt in ihren Hineingeborenen jüdischen Sozialvorstellungen und der späteren Katholischen Erziehung (Schule) stecken. In beiden Sozialformen steht das soziale Gefüge im Vordergrund. Verstehe erst jetzt, warum Frau Halle formuliert, wie sie formuliert (Dein Zitat). - Nebenbei zur "Besenkammer": wir alle haben eine Persönliche, auch Steiner. Dort stehen die berühmten "Negerromane", aber auch "minderwertiges Menschenmaterial" (im Vortrag Medizinal-Priester). Vielleicht geistert so etwas dann im Hintergrund der AAGler herum.

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    3. Selten einen größeren, dümmeren und verlogeneren Schwachsinn über Judith von Halle gelesen...- Lohnt sich nicht mehr, solche Seiten wie diese hier zu besuchen - und solchen Leuten zu antworten...- alles nur zu traurig!
      Wolfgang Stadler

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    4. Lieber Wolfgang Stadler,
      als Ansatz "traurig", also seelische Reaktion. Reaktion auf was, "dümmeren Schwachsinn", ja kann als persönliche Wertung von Dir so stehengelassen werden, wenn auch nicht belegt. Passt aber "verlogener Schwachsinn"?! Wenn ich nun mal die Erkenntnis habe, dann mag sie in Deinen Augen falsch sein, ist sie aber deshalb verlogen?! Stülpst Du nicht Deine Wertigkeit auf einen Erkenntnisvorgang, hat das im Erkennen seine Berechtigung. Hier zwei links

      http://www.augsburger-allgemeine.de/meinung/Kommentare/Der-Streit-um-die-Beschneidung-id20910171.html

      http://www.sueddeutsche.de/wissen/diskussion-um-das-beschneidungs-urteil-brachiale-aufklaerung-1.1404230

      Dort ist im vierten Teil der SZ von "Schizophrenie" der Religionen die Rede. Mir ging da dann auf, wie der Dalai Lama Recht hat, als er davon in Wien sprach, Religionen mangelt Universialität, darum können sie für die Welt keinen Frieden stiften. Ich habe extra gestern Nacht, ohne Deinen Kommentar bereits gelesen zu haben, die website von Michael zu Frau Halle gelesen. Welch harte Worte benutzt er. Will er Frau Halle, Ihre Anhänger kränken?! Nein, er will wachrütteln, nicht beleidigen. Ich bin gerne bereit, mit Dir anstehende Fragen zu klären, was ist "dümmer", was ist "verlogen". Ist der Hinweis des Dalai Lama zu den Religionen verlogen, oder zeigt sich an den Diskussionen, stellvertretend die beiden links oben, wir müssen in Europa den Geistesimpuls Steiners an sich ernst nehmen, bzw. zeigt sich in den Diskussionen die Ernsthaftigkeit seines Impulses. Ist das Christentum zu schwach, weil die Erkenntniskraft, wie sie Steiner mit der Geisteswissenschaft uns schenkte, irgendwie zu wenig von Anthroposophen mutvoll vertreten wurde?! Aber da gab es Herrn Lievegoed, mutig versuchte er den Konflikt für Europa aufzuzeigen. Wer hat den Mut, Frau Halle auf ihre Irrtümer hinzuweisen. Bindet sie mit ihren Erzählungen zu den Kreuznägeln Menschen an sich, was ist ihre persönliche Intention, oder ist sie am Ende nur Marionette, ist das vielleicht die Traurigkeit an sich, wohin führt solche Seelenhaltung. Ich bin bereit, auch mit Frau Halle. Vielleicht last Du früher schon, kennst meine persönlichen Erlebnisse in der "Besenkammer" des Nürnberger Zweiges, das Gespräch mit einem Vorstandsmitglied des Goetheanums, der AAG. Traurige Resignation nützt weder Dir, noch Frau Halle.

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    5. (ganz unten Teil 1, dann Teil 2, jetzt Teil 3)
      .
      Gedicht Kulturschreinerei – Teil 3: Der Wunschtraum (Zukunft, Fiktion)
      .
      Die geistige Welt sieht alles von oben
      Und weiß: Anthroposophen sind verschroben
      Man sieht, wie mit Streitereien die Zeit verrinnt,
      und hofft dennoch, daß eine neue Zeit beginnt.
      .
      Die Reaktion auf Judith bei Anthroposophen
      Läßt erstmal befürchten noch mehr Katastrophen,
      doch im tiefsten Innern all dieser Seelen
      regt sich Sehnsucht nach dem End' der Querelen.
      .
      Erst wurde Judith von Halle völlig verkannt
      Und von vielen am liebsten ins Nirvana verbannt.
      „Atavistisch, katholisch oder somnambul –
      Das ist doch ein Sündenpfuhl!“
      Solche Rufe waren zu hören –
      Doch Judith ließ sich dadurch nicht stören.
      .
      Kritik an ihr war nie ihr eigen Verschulden –
      Und dennoch mußte sie vieles erdulden.
      Manch ein Autor war ihr auch erst wohlgesonnen
      Befand später dann ängstlich, sie sei doch gesponnen.
      Ein ganz Schlauer sagte einst – man staune und lache –
      Stigmatisation sei eine antichristliche Sache…
      .
      Und doch: auch in Goetheanums Hallen oben
      Sind nicht alle Seelen verschroben.
      Die Rufe nach geistiger Freiheit, Toleranz, Menschenliebe
      Statt Dogma, Redeverbot und vieler Hiebe –
      Werden von manchen gehört und verstanden -
      und die wollen damit beim Vorstand landen.
      .
      Und dann – eines Tages im Herbst – war es so weit:
      (der Einfluß der Sektion Medizin war gescheit!)
      BvP und SP konnten sich überwinden,
      und die Lösung zum Treffen mit JvH endlich finden!
      .
      Das Gespräch verlief höflich und jeder wußte,
      daß sich etwas ändern mußte.
      Man fand: Geistige Freiheit, die gibt es für jeden,
      und deshalb darf Judith auch wieder reden
      wenn sie will – sie hat natürlich die Wahl –
      auch oben im großen Goetheanumssaal.
      .
      Auch Peter Selg kam bald nach Dornach herbei
      Und traf Herrn Morel in der Kulturschreinerei.
      Letztere wolle er nun unterstützen –
      Und sich nie wieder falsch erhitzen
      Über Judith von Halles okkultes Erkennen
      Ja – zu diesem Versprechen will er sich bekennen…
      Unsere AAG – meint er noch – ist einfach frei
      und „Brüderlich miteinander“ nicht einerlei!
      .
      Und Rudolf Steiner lächelt von oben
      Befindet die Anthros nun gar nicht verschroben.
      Noch fühlt er sich zwar etwas beklommen,
      denkt aber schon heimlich ans Wiederkommen…
      .
      „Die Kulturschreinerei“, Teil II: Die Realität der Gegenwart
      .
      Man glaubt es nicht – doch es ist wahr,
      Man muß das sehen völlig klar –
      Menschen gibt es - Anthroposophen,
      die verkriechen sich hinter dem Ofen.
      .
      Niemals würden sie es im Geiste wagen,
      etwas Neu-erforschtes zu sagen.
      Nüchtern wollen sie darauf pochen,
      daß Steiner das nicht genauso ausgesprochen
      denn schließlich sei alles andere verquer
      höchstens Hirngespinst von Luzifer.
      .
      Deren Anthroposophie ist so festgeronnen,
      Sie sind neuer Forschung nicht wohlgesonnen
      Sie respektieren nicht die Arbeit in der Kulturschreinerei
      Letztere ist ihnen einerlei.
      .
      Sie schauen auf Judith verächtlich von oben
      Manch eine/r erlebt auch ein seelisches Toben
      Denn statt sich zu unterwerfen göttlichem Denken
      Bevorzugen sie oft ein Konkurrenz – Denken
      .
      Sie heißen Mieke und Sergej und wollen beweisen,
      daß Judith von Halle irrt – sie wolln sie zerreißen
      Rudolf Steiner – aus dem Goetheanum verbannt –
      Hat die Sache längst erkannt
      Die Arbeit des Vorstands – er ist so frei
      Ist ihm einfach einerlei!

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    6. Die Kulturschreinerei (Teil 1)

      Judith von Halle und Joseph Morel
      Da wird es in Dornach endlich wieder hell!
      Ein Verlag mit Büchern von Judith von Halle
      Wir feiern es still – in diesem Falle.
      .
      Seit Steiners Tod sagen auch mancherlei Leute
      -ja, sogar moderne Anthroposophen von heute -
      Sei „ Vorträge- Hören“ recht einerlei –
      Aber jetzt nicht mehr in der Kultur- Schreinerei!
      .
      Wir finden wieder – aus göttlichen Gnaden
      zu geistiger Erkenntnis den goldenen Faden
      erobert von einer Frau mit Wissen und Mut
      die uns hilft zu verwandeln unser Geist-Seelen-Blut.
      .
      Und unter der guten Götter Segen
      Wollen wir schützend die Arme legen
      Im Geiste natürlich - um dieser Schreinerei Räume
      Auf daß niemand die Strahlen des Lichtes versäume
      Die jeden erfüllen, der danach strebt
      Und mit uns neues Schicksal webt.
      .
      Rudolf Steiner, der uns früh verließ,
      uns manches Rätsel hinterließ.
      Gerade konnte er uns noch sagen,
      daß wir selbst es seien, die diese Fragen
      zu beantworten hätten nach seiner Zeit auf Erden.
      Wir dachten nach - doch Antwort wollt uns nicht werden…
      .
      Sicher – wir wußten viel über Mysteriendramen,
      Johannes, Lazarus – und andere Namen
      Suchten auch bei den Tempelherren nach Wahrheit –
      Doch überall fehlte uns noch letzte Klarheit.
      .
      Drum staunen und freun wir uns über die Kunde
      Und über die Klarheit aus dem Munde
      Einer stigmatisierten Frau, die viel Wahrheit erkennt
      Und auch Antwort auf Steiners Rätsel benennt
      .
      Klar ist: Personenkult ist was für „Sünder“
      „Wahrheit“ ist wichtiger als ihr Verkünder
      Doch wird Judith von Halle uns nicht verwehren
      Daß wir sie ein kleines bißchen verehren
      Und ein Plätzchen in unseren Herzen ihr schenken
      Und öfters unseren Geist zu ihr lenken…
      .
      Erlaubt ist auch, daß wir uns bedanken,
      denn was wir als Hörer tun, ähnelt dem „Tanken“,
      von frischer Kraft und Zuversicht
      und immer wieder neuem Licht.
      .
      Judith von Halle und Josef Morel,
      da ist es in Dornach wieder hell…
      Eure Arbeit macht manche Herzen reiner
      Unter dem wohlwollenden Lächeln von Rudolf Steiner…
      ..................................................................
      Wolfgang Stadler

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    7. Lieber Wolfgang, ich veröffentliche Deine Ansichten und Beiträge, auch wenn ich anderer Ansicht bin. Daher nehme ich mir heraus (nicht, dass es besonders darauf ankäme), persönlich auszudrücken, dass eine wie auch immer geartete Funktion Frau von Halles im Goetheanum bei mir ein klares Austrittssignal wäre.

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    8. Ehrlich gesagt denke ich nicht, dass Frau von Halle wirklich im engeren Sinne Anthroposophie vertritt, sondern eher eine Folklore-Version derselben.

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    9. Lieber Wolfgang Stadler,
      danke für das lange Gedicht, welches Deine Gefühle ausdrückt, auch das Spannungsfeld charakterisiert. Mir fiel dieser Satz auf: "Denn statt sich zu unterwerfen göttlichem Denken".
      Hier bleibt der Mensch einem überholten Denken verhaftet, weil er "Gott" nach Außen projeziert, eine Gestalt, eine Figur erschafft, meist übernimmt, welche andere vorgedacht haben und - es mag geschichtlich notwendig gewesen sein, etwa die ägyptische Periode - damit die "Massen" lenkten, welche sich zu unterwerfen hatten.
      Sah zuvor gerade die Eröffnung der mündlichen Verhandlung in Karlsruhe und der Präsident Herr Voßkuhle charakterisierte mit kurzen Worten die Konfliktlage. Interessant war, wie er auch die seelischen Haltungen mit einbezog, so wie Dein Gedicht dies tut. Und doch wird es ein Urteil geben.
      Es liegt derzeit ein anderer Mitmensch schwer erkrankt darnieder, der wie Frau Halle sich Anhänger binden konnte, weil Rudolf Steiner direkt durch ihn spricht. Auch Frau Halle hatte diesen Mann besucht, sich wohl Rat geholt.
      Mir persönlich scheinen die Phänomene mit dem Mann, auch mit Frau Halle auch mit der Medienmöglichkeit zusammenzuhängen, sie sind halt so, ganz wertfrei. Dazu gehört, dass im Demeter Journal Sommer 2012 steht ".... deshalb hier die Monatstugenden von Rudolf Steiner für den Schulungsweg im Sommer. Wer dazu Anregungen sucht findet von Sebastian Gronbach inspirierende Gedanken unter....."
      "Lächelt" Rudolf Steiner, oder würde er in seiner Art heftig reagieren, die Türe zuschlagen (wurde berichtet). Wenn schon Gott, ist der dann immer lieb, gnädig.... ...werden wir im Denken endlich erwachsen... eine Anbindung an Christusgeschichten aus dem Munde einer Stigmatisierten, die uns in ihrem 1. Buche weismacht, wir sollen glauben, Christus spricht direkt durch sie zu uns, das klingt wie der Mann, aus dem Rudolf Steiner spricht, ein Rückfall in katholisches Nichtdenken... . Die Mysteriendramen Steiners enden mit dem Auftritt Ahrimans, der prophezeit, wie er eine Frau an der Strippe hat, die den Menschen ihre Inkarnationen bis in den Urbeginn zurück aufzeigen kann. Das Sehertum alleine ist also nicht ein geistiges Unterscheidungsmerkmal. - Natürlich, alles Gute den Kranken (bezieht sich auf den Mann oben).

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    10. Nachtrag:
      bin gerade dabei, schriftliches Material zu sortieren, finde zufällig "Warum ich aus der AAG ausgetreten bin - Wo steht die AAG heute?" - veröffentlicht in "DER EUROPÄER" Jg. 3 Nr. 6-7, S. 16-18.
      Herr Heinz Eckhoff beschreibt seinen Werdegang zur AAG, darin diese bemerkenswerte Stelle: "Ich hatte Rudolf Grosse gebeten, die Einweihung des Zweiges im Frühjahr 1961 vorzunehmen. In Heidenheim hatten vor allem viele Arbeiter den bekannten Industriellen Alfred Meebold zur Anthroposophie gefunden. Nach den Einweihungs-Feierlichkeiten berichtete mir Rudolf Grosse, daß ihm vertrauenswürdig mitgeteilt worden war, Rudolf Steiner hätte Meebold als persönlichen Gegner bezeichnet und auf die bestürzte Nachfrage: "Herr Doktor, warum sagen Sie uns das nicht?" geantwortet: "Das müssen Sie selbst erkennen!" Diese Mitteilung hat mich in der Situation, in der ich erstmals Verantwortung in der AAG übernahm, tief erschüttert. Wie gewinnen wir die Urteilskfraft, die Rudolf Steiner so sehr von uns erwartet? Dies war für mich ein beeindruckender Hinweis auf die Möglichkeit, daß Gegenkräfte durch angesehene anthroposophische Persönlichkeiten wirksam sein können."
      Soweit aus der Austrittserklärung von Herrn Heinz Eckhoff, der 21 Jahre Lektor der 1. Klasse der Freien Hochschule war. Ein Hauptgedanke für seinen Austritt: "Schließlich siegte die Verantwortung für das Werk Rudolf Steiners."
      (ich selbst bin nicht ausgetreten, aus Verantwortung für das Werk Steiners)

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    11. Der kranke Herr, den Du erwähnst, hat wohl dieses kultivierte Empfindungsseelenhafte gepflegt, in das allerlei hinein spielen kann, wovon man nie weiß, wozu es taugt. Aber natürlich, es zieht die Leute an, denen es selbst an klarem Empfindungsvermögen und geistigem Geschmack mangelt. Man kann ganz gut sehen, wer wen anzieht, und warum. Die Sehnsucht treibt die Leute an. Karmisch unglückliche Pakete, würde ich annehmen.

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    12. Unglücklich deshalb, weil der michaelische Impuls komplett verfehlt wird.

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  5. Als mehr als interessierter Mitleser kann ich mich nur wiederholen .. ich bin fasziniert, wie sich diese Parallele Rom/Dornach immer mehr herauskristallisiert. Orthodoxe, Häretiker, Pragmatiker ... Gegenseitige Exkommunikation ... Ich werde weiter fleißig Steiner lesen und Zweigarbeit, hm, da weiß ich immer noch nicht so ganz, ob ich mir das antun soll.

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    1. Zweigarbeit oder zumindest ähnliche Arbeitsgruppen können schon sehr interessant sein, um sich so etwas wie "kontextualem Lesen" anzunähern- also einfach zu sehen, wie verschieden Leute einen spirituellen Text verstehen, wie viele Ebenen er somit hat, wie es doch gemeinsame Nenner gibt, wie sich ein Gesprächsfaden heraus kristallisiert und wie angenehm es sein kann, solches konzentriertes Arbeiten an solchen Themen zu erleben. Man muss sich ja auf die Organisationsstrukturen im Hintergrund gar nicht einlassen, wenn man das nicht möchte.

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  6. @Michael Eggert:
    "Ehrlich gesagt denke ich nicht, dass Frau von Halle wirklich im engeren Sinne Anthroposophie vertritt, sondern eher eine Folklore-Version derselben"

    Das ist genau das, was ich bei Dir befürchtet habe: Du hast nicht die geringste Ahnung von JvH. Ganz ehrlich: sie studiert täglich Rudolf Steiner - und wenn man die vielen Fehler bei Prokofieffs Bücher sieht: JvH ist - mehr als eindeutig! - ein weit größerer Kenner der Anthroposophie R.Steiners - bzw. der Christologie - als Prokofieff! Also das ist sicher. Ein großer witz, daß Du nicht austrittst bei diesem Vorstand - und austreten willst (wie alle betonköpfigen Dogmatiker), wenn sie wieder - wie viele andere auch, sogar der Ignorant und Dilettant Prokofieff - dort am Goetheanum sprechen darf. Sie ist Mitglied der AAG - und die Säle dort sind da für Mitglieder, die etwas sagen wollen. Wenn es dann noch mitglieder sind, die sich bestens in der GA auskennen (was Du leider nicht weißt - nicht wissen willst) dann finde ich das sogar noch besser, wenn dümmlich-arrogante Gestalten dort oben reden - und sogar Vorstandssessel belegen...Woher nehmen die (auch Du) das Recht, andern Mitgliedern den Mund zu verbieten? Die Freiste aller Gesellschaften wollte R.Steiner. Daß ich nicht lache! Leute wie Du sorgen dafür (und auch Prokofieff...), daß wir das nie niemals verwirklichen sollen und dürfen. Ich versteh Dich nicht!
    Jvh hat - nebenbei - nix mit Folklore-Schwachsinn zu tun. Keine Ahnung, woher Du immer Deinen Käse hast! Wie Du auch immer auf dem "katholisch-Unsinn" rumreitest. Nur weil in der Vergangenheit viele Katholiken stigmatisiert waren...- bemüh dich doch mal um Unbefangenheit - Du pflegst seit Jahren Deine Vorurteile! Und versuchst sie zu erhärten...JvH ist die beste Kennerin der Reinkarnationslehre - die beste Kennerin der Mysteriendramen - u.v.a.
    Und schau mal das an:

    (alter - und dennoch aktueller Ausschnitt aus:
    www.lochmann-verlag.com/Proko%20vs%20Bodosophismus%20Nr.%2038.pdf)
    .

    Wie wir wiederholt schon erwähnt haben, beschert uns der heutige Vorstand (der AAG) als Ersatz für die Anthroposophie im Wesentlichen sowohl eine „Proko-“ als auch eine „Bodosophie“. Mit der „Prokosophie“ mussten wir uns aus gegebenen Anlässen schon des öfteren beschäftigen. Sie tritt uns als eine scheinbare Verehrung Rudolf Steiners entgegen, während sie in Tat und Wahrheit dessen Werk revidiert, ja es z.T. geradezu auf den Kopf stellt. Ganz anders zeigt sich die „Bodosophie“. Deren Schöpfer, Bodo von Plato, rät uns, künftig auf die Werke Rudolf Steiners zu verzichten und zu lernen, „uns selber, Schritte machend, ernst zu nehmen – den anderen ernst zu nehmen, nicht nur Rudolf Steiner, sondern die Mitmenschen –, und uns zu integrieren, um Vertreter unserer Zeit zu werden“.

    Und hier bist Du Mitglied???
    herzliche Grüsse
    Wolfgang

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    1. Lieber Wolfgang, ich denke schon, dass ein repräsentativer Vorstand eine gewisse Bandbreite von Persönlichkeiten beinhalten sollte. Ich verstehe von Platos Anliegen so, dass wir uns alle selbst auf die Beine machen sollten- nicht, indem wir auf die Schriften Steiners zu verzichten, sehr wohl aber auf dümmliches Anhängertum wem auch immer gegenüber. Dieses Anhängertum sehe ich gegenüber Frau von Halle als gegeben, mitsamt einer unangenehm aggressiven Art des Promotens, regelrecht in Form einer Kampagne, um Einfluss in Dornach zu gewinnen. Sehr unangenehm. Dazu ihre unklaren Erkenntnismethoden und ihre wundersamen leiblichen Erscheinungen-das Autorität und Glauben Erheischende daran ist das, was ich primär als "katholisch" bezeichne. Es ist schlicht aus der Zeit gefallen. Zudem sind ihre Schauungen, so weit ich sie kenne, von einer drastisch gezeichneten Art, die ich als fremd empfinde, während ihre Alltagsäußerungen (etwa gegenüber Alzheimer) ganz konventionell- orthodox und uninspiriert daher kommen. Das alles zusammen genommen ist eine wirklich unglaubwürdige Mischung für mich, von der ich mich jedenfalls gern distanzieren würde. Sie vertritt eine ultra-orthodoxe, unselbständige, uninspirierte, aber visionäre Richtung, eher in theosophischer Nachfolge. Möglich, dass es Vorurteile sind. Ich glaube aber eigentlich, dass es einfach eine ganz falsche Richtung ist, mit der ich mich keinesfalls identifizieren möchte.

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  7. @Ernst Seler: "Der Christus ist seit dem Mysterium von Golgatha der Menschenseele erreichbar. Und deren Beziehung zu ihm braucht nicht eine unbestimmte, dunkel-gefühls-mystische zu bleiben; sie kann eine völlig konkrete, menschlich tief und klar zu erlebende werden.

    Dann aber strömt aus dem Zusammenleben mit Christus in die Menschenseele herüber, was diese wissen soll über ihre eigene übersinnliche Wesenheit. Die Glaubens-Offenbarung muß dann so empfunden werden, daß in sie die lebendige Christus-Erfahrung fortwährend einströmt. Es wird das Leben dadurch durchchristet werden können, daß in Christus das Wesen empfunden wird, welches der Menschenseele die Anschauung ihrer eigenen Übersinnlichkeit gibt.

    So werden nebeneinanderstehen können: Michael-Erlebnis und Christus-Erlebnis. Durch Michael wird der Mensch gegenüber der äußeren Natur in der rechten Art ins Übersinnliche den Weg finden. Naturanschauung wird, ohne in sich selbst verfälscht zu werden, sich neben eine geistgemäße Anschauung von der Welt und vom Menschen, sofern er ein Weltwesen ist, hinstellen können.

    Durch die rechte Stellung zu Christus wird der Mensch dasjenige, was er sonst nur als traditionelle Glaubens-Offenbarung empfangen könnte, im lebendigen Verkehr der Seele mit Christus erfahren. Die innere Welt des seelischen Erlebens wird als eine geistdurchleuchtete erlebt werden können wie die äußere Welt der Natur als eine geistgetragene.

    Würde der Mensch ohne in dem Zusammenleben mit der Christus-Wesenheit den Aufschluß gewinnen wollen über seine eigene übersinnliche Wesenheit, so würde ihn dies aus seiner eigenen Wirklichkeit heraus- und in die ahrimanische hineinführen. Christus trägt in sich in kosmisch gerechtfertigter Art die Zukunftsimpulse der Menschheit. Sich mit ihm verbinden, heißt für die Menschenseele ihre eigenen Zukunftskeime kosmisch gerechtfertigt in sich aufnehmen. Andere Wesen, die in der Gegenwart schon Gestaltungen aufweisen, die kosmisch für Menschen erst in der Zukunft gerechtfertigt sind, gehören der ahrimanischen Sphäre an. Sich mit Christus in rechter Art verbinden, heißt sich auch vor dem Ahrimanischen in der rechten Art bewahren." R.Steiner, Goetheanum, 2. November 1924 (Leitsätze, Michalesbriefe)

    Laßt doch Judith von Halle das leben...- nur weil ihr noch so weit weg seid davon...- Toleranz bitte! Wolfgang

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    1. Lieber Wolfgang, bekam das erste Buch von Frau Halle. Der Inhalt, auch wenn die Schauungen mit Christus echt sein mögen, bindet den Leser an eine materielle Aufassung des Christus. Alleine die Schilderung, da Engel auf den Opferweg mit der Last des Kreuzes jeden Hautfetzen aufsammeln, um später einen besonderen Auferstehungsleib daraus zu "basteln" (Verzeihung). Damals entstand die Frage, wo ist das Beschneidungsteil hingekommen, wurde es vorher von einem ganz besonderen Engel aufgehoben, obwohl es ja viele Teile davon gibt. Vielleicht ist diese scheinbar aus dem Nichts (Sommerloch?!) aufgetauchte Diskussion helfend:

      http://www.derwesten.de/politik/beschneidung-sollte-jungs-an-masturbation-hindern-id6867095.html

      Im Ernst, nehme Frau Halle ernst in ihrem Bemühen, ihrem Verkünden, doch hat das mit der Geisteswissenschaft Steiners nichts zu tun. Gegner Steiners bleibt Gegner. Von Toleranz ist doch oftmals nur die Rede, wenn geistige Klarheit nicht erwünscht wird. Lese ruhig den Artikel oben. Es entsteht eine interessante Situation. Es brauchte seine Zeit, bis körperliche Züchtigung als Unheil anerkannt wurde, auch Steiner war gegen körperliche Züchtigung.

      Die Vorfälle in Berlin wurden eingehend dokumentiert, auch das Verhalten von Frau Halle und ihrem "Entdecker". Wenn der Vorstand eingeknickt ist, mit Frau Halle, dann erinnert mich das an Michaela Glöckler, welche mir 1994 schrieb, wir sollen unsere Eingabe in Karlsruhe zurücknehmen, dann würden unsere Kinder an uns Christus erleben. Das war ein Versuch "Macht" auszuüben, zu kreieren, so wie Michael dies unten andeutet. Steiner würde zugeben, auch seine Vorträge üben indirekt Macht aus. Eins ist sicher, wer heutzutage in Serie Bücher veröffentlicht, hat Nichts Wesentliches mitzuteilen. Durch Dritte habe ich vor Jahren erfahren, im Vorstand und Umgebung herrschen Verwandtschaftsgrade.... . Warum sich "fürchterlich" aufregen?! Das tun jetzt Moslems und Juden, siehe oben.... Es gibt aber auch männliche Juden, welche es negativ finden, daß sie beschnitten wurden. Vielleicht hatte der Dalai Lama in Wien vorausgeschaut, was sich nun als Religionsfrage in Deutschland zusammenbraut... ...Sicherlich hat JvH hier auch etwas zu sagen?!

      Aus obigem link:

      "Nach Ansicht des Düsseldorfer Arztes und Psychoanalytikers Matthias Franz kann eine Beschneidung von Jungen schwere seelische Schäden verursachen. Franz spricht von einer „sexuellen Gewalterfahrung“, die ein Leben lang nachwirken könne. „Ein Blick in die Gesichter vieler Jungen während der Prozedur zeigt den Aufruhr und den Schrecken, der im Gefühlsleben einiger dieser Jungen wohl auf Dauer konserviert wird“, schreibt Franz in dem Buchbeitrag „Männliche Genitalbeschneidung und Kindesopfer“."

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    2. Lieber Wolfgang Stadler,
      es arbeiten die Gedanken, es wird nicht leichtfertig Christus und Judith von Halle beleuchtet.
      Finde erstmals dieser Tage den Hinweis von Steiner:
      "Da brauchte es nur ein ganz Weniges, daß dieser Leib zu Staub zerfiel im Grabe, und daß der Christus-Geist sich umkleidete mit einem, man kann sagen, bis zur physischen Sichtbarkeit sich verdichtenden Ätherleib. (Rudolf Steiner, Das esoterische Christentum... S.223).
      Warum sollten Engel dann Körpersubstanzen auf dem Weg zur Kreuzigung aufsammeln. Nach Halle wurden diese Substanzen gebraucht, für den neuen Leib, den Ätherleib, wie Steiner es beschreibt. Mußten dann diese aufgesammelten Teile ebenfalls zu Staub zerfallen, wie der ganze Leib des Christus. - Unabhängig ob die Schilderungen von JvH dem wahren Geschehen entsprechen, wird doch nur ein "anthroposophischer Erkenntnisschauer" erzeugt, wie bei der Schilderung der Entstehung der Kreuznägel. Vielleicht bringst du JvH dazu die Frage hier zu klären?!

      Finde bei der Suche nach Steiner-Texten diese website:
      http://www.anthroweb.info/corbin_geistleib.html

      Es ist ein erfrischender Text, der tiefer in das Wesen des Islam eintaucht, auch eine Brücke zu Steiner-Texten bildet.

      Nebenbei, das Ringen nach dem Kölner Urteil ist wie ein Symptom für die Bewußtwerdung des Iches in Europa, hinter Euro, Wirtschaft usw..
      Die Bildzeitung veröffentlichte ein Bild von demonstrierenden Juden in New York, welche für das Kölner Urteil auf die Straße gingen. Der rechte Mann hält ein Schild, auf dem in knappen Worten die geistige Problematik dargestellt wird.

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  8. @Michael:WAS FÜR EIN ANHÄNGERTUM? Ich sehe nirgends ein solches! Nur Leute wie mich - und ich bin besser in vielem bewandert als die große Mehrzahl der Kritiker von JvH - und ich bin kein dummes Schäfchen!!! Das ist alles ständig eine Beleidiung und Herabwürdigung! Und wo, bitte, gibt es anderswo als in Deiner Projektionswelt eine "aggressive Art des Promotens"??? Ich sehe sie nirgends! (Und wegen diesen Äußerungen werde ich immer sehr aggressiv...)
    JvH will doch überhaupt keinen Einfluß. Sie will das Sagen dürfen, was sie sagen will - und wie das in der "freisten aller Gesellschaften" (R.Steinr) seine Berechtigung hat. Sie will - entgegengesetzt zu Leuten wie Selg oder Prokofieff - kein Vorstand werden oder sonst eine "Machtposition" innehaben!!!! Welchen Pappenheimern vertraust Du eigentlich? Lies mal die Geschichte, die ich Dir zusandte, über den wiederverkörperten Steiner, der mit dem Vorstand redet...
    Leute, die argumentieren wie Du (völlig an der Realität vorbei) sind sehr, sehr unangenehm.
    "Sie vertritt eine ultra-orthodoxe, unselbständige, uninspirierte, aber visionäre Richtung," - Du siehst das richtig: Vorurteil, billige Beleidigung! Sonst nichts! Gar nichts! Nichts - aber auch wirklich gar, gar nichts berechtigtes dran!!! Und das regt mich so fürchterlich auf...

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    1. Nein, ich hätte auch nicht angenommen, dass es um Ämter geht. Aber um Einfluss, denke ich, schon. Es gibt verschiedene Formen von Macht, auch durchaus hintergründige. Vielleicht wäre ihr ja eine Sektion lieb, für christologische Forschung o.ä.?

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  9. "Vielleicht wäre ihr ja eine Sektion lieb, für christologische Forschung o.ä.?" Das war noch nie ihr eigener Plan. Aber ICH hatte diese Idee mal - und finde sie immer noch sehr berechtigt. R.Steiner hat gemeint, daß man auch neue Sektionen gründen könne. Das haben sich die Anthros bis heute noch nicht getraut! Es gibt seit 1000 Jahren die gleichen Sektionen...- Eine Sektion für Christologie wäre doch nicht schlecht. Und wer wäre geeigneter als JvH? (Wie gesagt, diese Idee hab ich mal verbreitet - ich hab sie noch nie gehört, wie sie irgendeine äußere Position anstreben will. Sie will einfach als Mensch respektiert werden. Und sie betreibt seriöse geistige Forschung! Das haben die wenigsten bis jetzt kapiert...- Lassen wir sie forschen - und von ihren Erkenntnissen erzählen - und buttern wir sie nicht klein!!!

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  10. @Ernst Seler: Bei Deinen Beiträgen muß ich immer lachen. Weil ich nicht verstehe, was die Beschneidung mit Judith von Halle zu tun hat. Sie ist zwar in einem jüdischen Elternhaus aufgewachsen, aber als Mädchen wurde sie nicht beschnitten. Anders sieht es in der AAG aus: die wollen ihre Redefreiheit beschneiden. Aber diese Beschneidung findet nicht im Genitalbereich statt... - Nur zur Klärung, falls es da Mißverständnisse gibt... :-) Aber nun muß ich schlafen gehen...- Gute Nacht allerseits...

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    1. "Bei Deinen Beiträgen muß ich immer lachen."
      Lachen ist gesund, so ein Sprichwort.

      Die Stigmata, das ist Körperlichkeit, Beschneidung ist Körperlichkeit. Die zweite Berührungsschiene ist Religion, die Frage der Riten, ob als Verehrung der Stigmata oder als Anknüpfung an den Bund mit Gott. Beide Male fließt Blut, als Dritter Schnittpunkt. Der vierte Beziehungsaspekt ist leicht auszumachen, braucht hier nicht zu stehen.

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    2. ein lesenswerter Beitrag, geschrieben von einer Frau. Ich mußte tatsächlich schmunzeln (meine Ehefrau lachte laut):

      http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/silke-burmester-ueber-das-comeback-der-vorhaut-a-842864.html

      Vielleicht gelingt es einem Mann einen humorvollen Beitrag zu weiblichen Stigmatas zu schreiben?! Aber Gefahr droht durch den neuen Inquisitor in Rom, gar von Benedikt?! - im Ernst, Deutschland mit seinen Dichtern, Philosophen und Rechtsexperten hat es neben der Euro-Debatte zu einer weltweit beachteten Debatte gebracht, mit ungeahnten Auswirkungen. Komisch, fällt mir erst jetzt ein, ob sich etwas im Werk Rudolf Steiners finden lässt?!

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