Gegrübelt.

Es muss ja so unendlich schwer für einen Anthroposophen sein, zu erkennen, dass das eigentlich Luziferischste an ihm sein Anthroposophentum ist- oder sein könnte. Das Sich- Definieren überhaupt. Das ist ja ein denkbarer Schlüssel für Steinerianer: Wenn man die anthroposophische Lehre wirklich erlebt, ist man kein Anthroposoph mehr. So ist das mit den Lehren. Irgendwann macht man das Schwimmerabzeichen.

Der "Heimatlose Mensch" als Terminus technicus.

Nein, über die Schwelle kommt man nicht mit Gepäck.

"Hör mal, dein Schutzengel springt ja wie junger Delfin!" -"Ja, unruhige Zeiten."

Kommentare

  1. So, heute und morgen ist wieder mehr Leben in der Zeit angesagt, soll heissen, das Heim verlassen, nach draussen und auf die Reise gehen usw usw

    Wenn man die anthroposophische Lehre wirklich erlebt, ist man kein Anthroposoph mehr.

    Irgendwie verstehe ich das ja schon, gellt, nur: ich find die halt genial, die anthroposophischen Hutzelhäusschen, groß oder klein, und sie strahlen ja eine Wärme aus wie wenn jeden Tag Weihnachten wär. Und ohne gäb es ja kein alljährliches Adventgärtlein mehr herzurichten für die Kinder, und sowas Geniales wie einen Adventskranz mit sieben Lichtern. Und wer geht schon so ernsthaft und sorgfältig mit der Geistwelt um wie die anderen Menschen, die man da vorfindet? Man kann schon oft ein erfürchtiges Gefühl haben.

    Wieso darf die Frau Junkhaus nicht traurig sein? Ich glaube es macht auch einen Unterschied aus, ob man diesen Totpunkt schonmal erlebt hat. Auch das Wasserelement kann man ja erst dann wirklich erfahren, und Wasser ist nunmal Wasser. Ich wäre jedenfalls traurig, wären meine Eltern, und auch sonst meine Lieben nicht mehr da. Ich weiss sie aber wenn es einmal soweit ist, an einem sicheren Ort wo ich sie auch erreichen kann. Der Mensch ist kein Gott, sonst wären wir ja nicht mehr hier, aber manchmal dürfen wir halt etwas Göttliches in uns tragen.

    Mehr kann ich zum Gemüt derzeit nicht beitragen, es ist aber vorhanden was vorhanden sein soll. Danke alle Beiträge die bis jetzt 18.12 Uhr geschrieben wurden, hab sie gelesen, und nun auf Wiedersehen warscheinlich am SOnntag oder so. Alles Liebe zu euch herüber, wo ihr denn seid.

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  2. "Irgendwann macht man das Schwimmerabzeichen."

    Bei uns nannte man es das "Freischwimmer-Abzeichen" -- und an ihm liess sich dann ablesen, dass man mal geschwommen ist, eine kleine Zeit lang. Alles ist nur ein Gleichnis und -- wenn man dann geschwommen ist, erlebt man die Gleichnisse und wundert sich darüber, auch, dass die "Sprache" in denen sich die Gleichnisse kleiden, bereits ihre Sprache, ihre Ausdrucksform IST. Ein-Tauchen tut man, wenn man in das lebendige Wasser steigt. Die begreifende Instanz dann beschreibt statt distanziert nur zu benennen.

    Und die Anthroposophie ist kein Lehrgebäude, sondern eine Beschreibung, man bemerkt es allerdings erst dann, wenn man sein Freischwimmer-Abzeichen macht, ein wenig Mut gehört allerdings schon dazu, aber am Beckenrand geht der wahre! Michael :-) begleitend mit Dir mit und ist sehr erfreut darüber, dass Du Dich getraut hast. Siehst Du, lächelt er mir zu, ist doch gar nicht so schlimm, verstehst DU mich jetzt?

    Ich wollte schon fast sagen "Frohe Ostern", aber jetzt kommt ja erst einmal "Weihnachten" :-)

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  3. Antworten
    1. Magst du ohne ein echtes Zuhause sein? Ich meine, ich kenne Blog B, und verstehe auch die Denkweise offenbar vieler Anthroposophen. Die ziehen durch die Welt, sind überall schonmal gewesen, kennen viel. Es ist ja auch interessant. Aber wenn du auch an gar nichts eine Bindung hast, dann schlingerst du so durch das Leben. Was mach ich nun mit dem Wort Bindung, es klingt so sehr nach Anhaftung, aber ich meine doch nur Bodenhaftung. Wenn du Zeit mit einem Ort verbringst, dann kennst du jeden Winkel. Du weisst was du da gemacht hast, als du ganz klein warst. Das Gute zählt, das andere lebt sich ab mit der Zeit. Das ist schon eine Wasserprobe, spült sich alles weg, all der Sand, nur die feste Erde bleibt. Bei euch ist das der Rhein, stimmt's?

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  4. Was ist die "wahre Anthroposophie"? - Das, was man selbst realisiert- real macht.

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  5. Was ist die "wahre Anthroposophie"? - Das, was man selbst realisiert- real macht.

    Wäre damit tatsächlich wahre Anthroposophie charakterisiert, ich würde mich umgehend bekreuzigen und zum Katholizismus konvertieren :-)

    Da jeder beliebige Mensch tagtäglich, allein durch sein irgendwie geartetes Fühlen, Denken und Handeln sowohl im seelisch-geistigen, als auch im sogenannten Physischen so einiges real werden lässt, von dem das Allermeiste besser nicht realisiert (soll heißen: gedacht und getan) worden wäre, kann ich dem obigen Satz von Michael kaum zustimmen. Da fehlt ja wohl der Zusatz: „...was man selbst aus tatsächlicher (intuitiver) Einsicht in die Weltzusammenhänge realisiert - ...“. Bedauerlicherweise scheint das nicht sehr vielen möglich zu sein.

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    1. Hätte es keinen Zusammenhang mit der Welt und wäre es nicht aus eigener Einsicht gedacht und getan, dann wäre es auch nicht real.

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  6. Hätte es keinen Zusammenhang mit der Welt und wäre es nicht aus eigener Einsicht gedacht und getan, dann wäre es auch nicht real.

    Es geht hierbei doch nicht um irgendeinen Zusammenhang mit der Welt, den hat jede x-beliebige Tat, da sie stets dementsprechende Folgen nach sich zieht. Es geht auch nicht um eine vermeintliche eigene Einsicht, die glaubt schließlich jeder zu haben, der in irgendeiner Form handelt, da jeder Handlung ein Denkprozess vorausgeht bzw. das Handeln von einem solchen begleitet wird. Es geht hier doch einzig um die zuvor aufgestellte Behauptung zu der Frage:

    Was ist die "wahre Anthroposophie"?

    Die darauf gegebene Antwort:

    - Das, was man selbst realisiert- real macht.

    halte ich eben für vollkommen irreführend, weil ihr ein entscheidender Zusatz fehlt, nämlich der, den ich bereits weiter oben in einem vorangegangenen Posting genannt habe. Es bedarf eben der tatsächlichen (intuitiven) Einsicht in die Weltzusammenhänge, wenn man der Weltentwicklung angemessen handeln können will. Was das im Einzelnen heißt, das kann man ja in der PdF jederzeit nachlesen. Wer so zu handeln vermag, den kann man getrost als einen wahren Anthroposophen bezeichnen, der realisiert wahre Anthroposophie.

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  7. Lieber Anonym,

    :-) da sieht man wieder mal, was geschieht, wenn man einen in einem bestimmten Zusammenhang geäußerten Satz aus diesem Zusammenhang nimmt und für sich selbst beurteilt.
    Damals, als Michael das schrieb, hab ich ihm spontan zugestimmt --- denn es war zuvor hier im Blog sehr viel theoretisch diskutiert worden.
    Und gerade das sehe auch ich als einen der Prüfsteine für das „Wahre“ an der Anthropophie: ob sie ein bloßes Hirngespinst bleibt, oder ob sie sich fruchtbar ins Leben prägt.

    »Es bedarf eben der tatsächlichen (intuitiven) Einsicht in die Weltzusammenhänge, wenn man der Weltentwicklung angemessen handeln können will.«
    Selbstverständlich stimme ich Dir hier zu.

    Allerdings hier:
    »Es geht auch nicht um eine vermeintliche eigene Einsicht, die glaubt schließlich jeder zu haben, der in irgendeiner Form handelt, da jeder Handlung ein Denkprozess vorausgeht bzw. das Handeln von einem solchen begleitet wird.«
    wird es schon schwieriger --- denn wer sollte „Richter“ sein darüber, ob eine Einsicht eine „vermeintliche“ oder eine „tatsächliche“ ist, ob es sich also um Illusion oder Intuition handelt?

    Meiner Ansicht nach ist jeder einzelne Mensch dazu aufgerufen, das für sich selbst zu entscheiden.
    Eine solche Entscheidung ist naturgemäß subjektiv.
    Das schadet aber nichts, solange es sich um die eigenen Einsichten handelt – denn wieso sollte ich mein ur-eigenes Leben nicht nach meinen eigenen subjektiven Kriterien führen?
    Etwas ganz anderes wäre es freilich, ein solches subjektives „Urteil“ zu fällen über die Einsichten anderer Menschen.
    Hier enthalte ich mich also des Urteils und halte mich (wie Michael, wenn ich ihn richtig verstanden habe) an den Satz: Was fruchtbar ist, allein ist wahr.

    »Wer so [aufgrund tatsächlicher (intuitiver) Einsicht in die Weltzusammenhänge] zu handeln vermag, den kann man getrost als einen wahren Anthroposophen bezeichnen, der realisiert wahre Anthroposophie.«

    Auch hier stimme ich Dir zu.
    Aber wieder ergibt sich die Schwierigkeit, die Intuition eines anderen von außen zu beurteilen.
    Denn an dieser Stelle taucht die alte Frage auf, wieviel von der „Form“, die ich in mir trage, ich dem „Stoff“, mit dem ich es im Leben zu tun habe, „einprägen“ kann.
    Je „härter“ ich diesen „Stoff“ finde, desto größer werden die Unterschiede sein zwischen der „Form“, die ich in mir trage, und der, in die der „Stoff“ sich bringen läßt.
    Das Ergebnis kann ich zunächst vielleicht nur mit Schmerzen betrachten... Aber wenn ich von vornherein Angst habe vor den „Kompromissen“, die der „Stoff“ mir abverlangt, wenn ich mich von dieser Angst abschrecken lasse, wenn ich daher gar nicht erst damit beginne, mich mit diesem Stoff auseinanderzusetzen, und lieber die „hehre, wahre Form“ unversehrt in mir bewahre...

    Dann mag es zwar wahre Philosophie sein, aber es ist meiner Ansicht nach keine wahre Anthroposophie.

    Herzlichen Gruß!
    Ingrid

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  8. Zumindest ich habe nichts aus dem Zusammenhang genommen, denn der Beitrag Michaels, auf den ich mich beziehe, ist ziemlich kurz, eine Zeile und er kann eben in dieser besagten Form sehr missverstanden werden. Es geht mir also vor allem darum, dass, wenn jemand besagte Zeile liest, er/sie zumindest die erkenntnistheoretische Voraussetzung mitgenannt bekommt, aus der heraus das eigene Handeln als ein sogenanntes wahrhaft anthroposophisches bezeichnet werden kann.

    Wer sich nämlich dann die Mühe macht, sich tatsächlich darüber klar zu werden, was mit einem Handeln aus intuitiver Einsicht in die Weltzusammenhänge gemeint ist, im Sinne der PdF, der wird sehr wahrscheinlich auch stets zu einer richtigen Einschätzung seiner Einsichten kommen und zu einer ebensolchen, was sein eigenes Handeln angeht.

    Mit meinem Hinweis auf die PdF (im vorigen Beitrag) hätte sich eigentlich schon im Vorfeld der Einwand erledigen können, wer denn Richter über die Einsichten eines Menschen sein kann oder sein sollte.

    Und das Problem: Form und Stoff, hatte ich dabei nun gar nicht im Sinn.

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    1. Lieber Anonym,

      noch eine kleine Nachbemerkung zu Deinem:
      »Mit meinem Hinweis auf die PdF (im vorigen Beitrag) hätte sich eigentlich schon im Vorfeld der Einwand erledigen können, wer denn Richter über die Einsichten eines Menschen sein kann oder sein sollte.«

      Hier ergibt sich für mich die Schwierigkeit, daß die PdF ein Buch ist, das man gelesen und verstanden haben muß, um es zum „Richter“ über irgendetwas machen zu können. Da wird es also im konkreten Einzelfall davon abhängen, wie man (wer?) den Inhalt dieses Buches verstanden hat bzw. wieviel davon man überhaupt verstanden hat. Und das ist, wie ich immer wieder erleben kann, von Mensch zu Mensch sehr verschieden... ;-)

      Früher einmal, so lese ich im Vorwort Hans Gessners zu Karl Ballmers „drei Vorträgen über Kunst“, gab es eine sehr viel anschaulichere, unmittelbare Möglichkeit, zu beurteilen, ob etwas mit der „wahren Anthroposophie“ im Einklang stand oder nicht:
      »Rudolf Steiner machte darauf aufmerksam, daß an dem Zusammenklang des Vorgetragenen mit den Formen des Baues sich erweisen werde, ob der Redner sich im Sinne der Anthroposophie zu äußern imstande sei oder ob durch Nichtharmonieren des Gesprochenen mit der Gestaltung des Baues sich offenbare, daß nicht im Sinne der Anthroposophie geredet werde.«

      Ich habe dieses Vorwort erst gestern gelesen (Weihnachtsgeschenk) --- und mir wird nun noch begreiflicher, wieso ich zuvor in meiner Antwort an Dich auf das Thema „Form und Stoff“ gekommen war.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    2. Lieber anonym,

      da stimme ich schon mit Ingrid überein und frage mich, wie soll denn ein Handeln aus intuitiver Einsicht in die Weltzusammenhänge möglich sein, wenn Du „das Problem Form und Stoff“ gar nicht im Sinn hast??

      Ich denke schon, dass „wahre Anthroposophie“ sich erst dann als solche bezeichnen kann, wenn sie durch die Anwendung oder Überprüfung dieser „Erkenntnistheorie“ mittels Form und Stoff zu „realem Handeln“ führt.

      „Wer sich nämlich dann die Mühe macht, sich tatsächlich darüber klar zu werden, was mit einem Handeln aus intuitiver Einsicht in die Weltzusammenhänge gemeint ist, im Sinne der PdF, der wird sehr wahrscheinlich auch stets zu einer richtigen Einschätzung seiner Einsichten kommen und zu einer ebensolchen, was sein eigenes Handeln angeht.“
      Das bezweifle ich sehr, denn so wie Du oben schreibst, nehme ich an, dass Du erst einmal vor „dem Problem“ Form und Stoff stehst.
      Es ist ja noch kein Klavierspieler vom PdF-Himmel gefallen, und selbst wenn, bedarf auch er der Form, um sich seelisch/geistig auszudrücken. Wie soll er denn eine Sonate spielen, wenn er das Klavier als Problem gar nicht im Sinn hat?
      Reales Handeln ist doch eher, dass der Klavierspieler zu üben beginnt, sich Sonate und Klavier „erarbeitet“ und so manchen Misston auch aushält.



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    3. Es ist ja schön und gut, was sie beide (Ingrid und freudean) schreiben, nur hat das alles wenig bis gar nichts mit dem zu tun, worum es mir im Grunde ging. Michael hingegen hat ganz offensichtlich problemlos verstanden, was mir wichtig war und was ich warum an seinem Zitat bemängelte.

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    4. Lieber Anonym,
      ich freu mich ja auch, daß Michael so verständnisvoll auf Ihr Anliegen eingegangen ist --- nur hat dieses Anliegen (bei dieser Ansicht bleibe ich, bis Michael mich eines Besseren belehrt) wenig bis gar nichts mit dem zu tun, worum es im Grunde ging, als Michael den Satz geschrieben hat, an dem Sie Anstoß nahmen.

      Liebe Friederike,
      danke – ich freu mich über Deine Zustimmung, und besonders über den Vergleich mit dem Klavierspieler und Deinen Hinweis, daß es kein wirk-liches Üben geben kann, ohne die Mißtöne auszuhalten, die dabei zunächst auch entstehen.

      Ich schreibe das nicht, um mit irgendjemandem (zB mit Ihnen, lieber Anonym) zu streiten, sondern weil mir das Aushalten der Mißtöne, ohne das es meiner Ansicht nach kein Üben, kein Realisieren und also auch keine wirk-liche Anthroposophie geben kann, etwas fundamental Wichtiges ist, das ich nicht in Vergessenheit geraten lassen will.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    5. Lieber anonym,

      - Was ist die "wahre Anthroposophie"? - Das, was man selbst realisiert- real macht.
      Da fehlt ja wohl der Zusatz: „...was man selbst aus tatsächlicher (intuitiver) Einsicht in die Weltzusammenhänge realisiert.


      Ich denke Ingrid hat schon erklärt, dass der Satz von Dir/Ihnen aus dem Zusammenhang gelesen wurde (wofür Sie ja auch nichts können) und dass er deshalb für Sie unvollständig war. Ich verstehe auch Ihr „darauf aufmerksam machen“, was ja auch sinnvoll ist, denn wenn jemand den Satz ohne das vorhergehende Gespräch liest, dann kann er oder sie das Gesagte nicht einordnen.
      Es ging darum, wie so oft, ob jemand über Anthroposophie theoretisiert, oder ob er/sie das angeeignete Wissen im Leben erprobt und dadurch etwas realisiert. Oder auch andersherum, ob eine gemachte Erfahrung sich mit einer Erkenntnistheorie deckt.
      Nun haben Sie aber in Ihrer Antwort einen, wahrscheinlich nicht nur meiner Ansicht nach, absoluten Anspruch eingebracht – dass nämlich jemand aus tatsächlicher Einsicht in die Weltzusammenhänge sicherlich stets zu einer richtigen Einschätzung seiner Einsichten kommt .“ Nun, wer hat denn die tatsächliche Einsicht in die Weltzusammenhänge??? Und Einschätzung ist auch etwas sehr Subjektives. Solche Einschätzung müßte erst erprobt und im Leben verifiziert werden. Dabei kann man/frau Fehler machen und lernt, wie's richtiger geht – und vor allem kann jemand auch die Erfahrung machen, was es so mit den eigenen Einschätzungen auf sich hat.

      Ich finde, Sie läuten schon ein neues Thema ein, vor allem auch, wenn Sie sagen, dass Sie Form und Stoff nicht im Sinne hatten. Denn wie und womit wollen Sie denn realisieren?
      Ich verstehe schon, dass Sie Michaels Satz vervollständigen wollen, sodass er auch richtig die Theorie wieder gibt. Es ging in unserem Austausch jedoch gerade darum, ob jemand mit anthroposophischem Wissen turnt, oder ob - und und vor allem wie - jemand diese Theorie ins Leben einbringt.

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    6. Ich schreibe das nicht, um mit irgendjemandem (zB mit Ihnen, lieber Anonym) zu streiten, ...

      Das mag ja sein, aber wenn schon nicht streiten, dann doch wenigstens das Gefühl haben, im Recht zu sein und damit vor allem, nicht zuzugeben, dass das, was ich bemängelte, berechtigt war :-).

      Nun, Michael hat sich wenigstens die Mühe gemacht, meinen Standpunkt einzunehmen und hat insofern die von mir angesprochene Problematik offensichtlich nachvollziehen können.

      ... sondern weil mir das Aushalten der Mißtöne, ohne das es meiner Ansicht nach kein Üben, kein Realisieren und also auch keine wirk-liche Anthroposophie geben kann, etwas fundamental Wichtiges ist, das ich nicht in Vergessenheit geraten lassen will.

      Das halte ich für Wortgeklingel (weil eine Selbstverständlichkeit), für das Legen einer falschen Fährte, um von einem gewissen persönlichen Debattier-Ehrgeiz abzulenken (jetzt bin ich wahrscheinlich nicht mehr der liebe Anonym :-).

      Sie haben hiermit das letzte Wort ... :-)

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    7. Lieber ;-) Anonym,

      natürlich gebe ich zu, daß das, was Sie bemängelten, berechtigt war, dann nämlich, wenn man Michaels Satz allein für sich nimmt und ohne den Hintergrund des Gespräches, aus dem er stammt --- das ist eine Selbstverständlichkeit. Ich habe Ihnen diesbezüglich übrigens bereits in meiner ersten Antwort zugestimmt.

      Aber wie schade, daß Sie das, was mir so wichtig ist, für bloßes „Wortgeklingel“ halten... da mißverstehen Sie mich, ebenso wie mit Ihrem „gewissen persönlichen Debattierehrgeiz“.
      Sei dem wie dem sei --- ich freue mich jedenfalls sehr über Friederikes Formulierung, so sehr, daß ich sie wiederholen möchte (womit ich zunächst mal ihr das letzte Wort überlasse ;-)):
      »Es ging in unserem Austausch jedoch gerade darum, ob jemand mit anthroposophischem Wissen turnt, oder ob - und und vor allem wie - jemand diese Theorie ins Leben einbringt.«

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    8. @anonym
      Das machen Sie sich ja ganz schön einfach.

      @Michael:„Das "Reale" in dem von mir gemeinten Sinn hatte durchaus die geistig- moralische Konnotation, die Sie vermissen zu müssen glauben.“
      Uns Diskutierenden war klar, was Sie zu vermissen zu müssen glaubten, trotzdem haben Sie hier Raum und Verständnis für Ihren Einwand erhalten. In dem geben Sie, auf eine Nachfrage hin, zu verstehen, dass Sie „bei dem was man selbst aus tatsächlicher Einsicht in die Weltzusammenhänge realisiert“, das Problem Stoff und Form nicht im Sinn haben. Diese Aussage spricht schon für sich selbst.

      „Michael hingegen hat ganz offensichtlich problemlos verstanden, was mir wichtig war und was ich warum an seinem Zitat bemängelte“
      Diese Großzügigkeit haben Sie nicht, es ist schade, dass es Ihnen nicht möglich war, auf das einzugehen, was wir bei Ihrem Einwand bemängelt haben. Das haben Sie ja ganz vermieden.
      Wir haben immer wieder Besuch von Anthroposophentheoretikern, die hereinschneien und glauben einseitig korrigieren oder erklären zu müssen, was wahre Anthroposophie ist.
      So etwas ist natürlich wenig kreativ.

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    9. Liebe Ingrid,

      Leute wie anonym machen es sich sehr einfach. Obiger erinnert mich an den ZEN-Teilnehmer, von dem ich erzählt habe und der zu einer anderen Teilnehmerin gesagt hat: Warum soll ich mir die Mühe machen, auf Deinen Einwand einzugehen?
      Solchen Leuten geht es in einer gewissen konservativen Überheblichkeit meist nur um sich selbst. Sie reden ÜBER absolute Ebenen, von denen sie meiner Ansicht nach wenig realisiert haben.
      Es scheint zu reichen, einen Korrigier- oder Doziereifer zu befriedigen.

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    10. Liebe Friederike,

      ja, ich habe leider einen ganz ähnlichen Eindruck.
      Dazu paßt es natürlich, anderen einen „gewissen persönlichen Debattierehrgeiz“ zu unterstellen – damit kann man sehr schön jedem sachlichen Argument ausweichen.
      Aber damit können wir leben, nicht wahr? ;-)

      Ich fühle mich jedenfalls von Dir sehr gut verstanden bezüglich des „Form und Stoff“-Problems. Und darüber freu ich mich, so sehr, daß ich Anonym dankbar bin für diese „Nebenwirkung“ seiner Kritik... :-)

      Einen „guten Rutsch“ in ein Neues Jahr mit vielen neuen Einsichten, guten Aussichten und herz-lichen Erlebnissen wünsch ich Dir und uns allen - im besonderen allen Mitlesern hier!

      Lieben Gruß, Ingrid

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    11. Aber damit können wir leben, nicht wahr? ;-)

      Damit leben wir schon lange.
      Guten Rutsch!

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  9. Gut, das Missverständnis wäre möglich- auch wenn ich meine, dass etwas, was "real" ist, nicht irgendeinem beliebigen Zusammenhang entspringen kann.

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  10. Mit beliebig habe ich auch nicht irgendwelche zusammengewürfelten Zusammenhänge gemeint, sondern nur auf die Unzahl möglicher Zusammenhänge verweisen wollen, die eben, weil denkbar, auch durch Menschenhand real werden können, aber deswegen noch nichts mit wahrer Anthroposophie zu tun haben müssen. Das sogenannte Böse ist ja schließlich durchaus eine Realität. Es entspringt stets konkreten Zusammenhängen. Wahre Anthroposophie ist aber kein Geburtshelfer des sogenannten Bösen.

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  11. Ich meinte es, denke ich, durchaus in Ihrem Sinne und verstehe durchaus Ihre Bedenken. Das "Reale" in dem von mir gemeinten Sinn hatte durchaus die geistig- moralische Konnotation, die Sie vermissen zu müssen glauben. Ich gebe zu, das Missverständnis sollte in der Formulierung eindeutiger vermieden werden.

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  12. Schön, dass wir das Problem haben lösen können. Eine gute Nacht.

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  13. Im Bibel wird die Name Legio gebraucht. Im Internetzeitalter ist diese Name umgedeutet,jetzt heisst es;Anonym!

    Und der Name Anonym wird in Foren wie diese legio verwendet;)

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