Gronbach verlässt Info3, Kohlrouladen folgen

Wie Info3 und Jens Heisterkamp berichten, verläßt Sebastian Gronbach, unser "spiritueller Dienstleister" und der Lieblingsgegner vieler nicht- integraler Anthroposophen, die Zeitschrift Info3 als Redakteur und damit wohl auch die anthroposophische Szene. In einem Abschiedsinterview kommt er noch einmal zu Wort und deutet seine Sicht seiner spirituellen Entwicklung in Bezug auf Anthroposophie:

"Das bedeutete dann leider, dass du dich als Journalist mehr und mehr zurückgezogen hast. Aber hast du das Gefühl, du hast publizistisch das gemacht, was du machen wolltest – ist diese Mission für dich erfüllt?
Für mich ist alles gut und auch abgeschlossen. Ich kann mir aber vorstellen, mich auch weiterhin mit einzelnen Artikeln ins Heft einzubringen. Ich fand rückblickend die Bereitschaft der Zeitschrift toll, so offen zu sein für das, was von mir kam. Für die Zeitschrift Info3 selbst finde ich es schade, dass die Perspektive von integraler und evolutionärer Spiritualität, die eine Zeit lang sehr stark präsent war, nicht weiter verfolgt wurde …
… jedenfalls nicht als dominantes Thema.
Aber das ist doch die Kern-Botschaft von Anthroposophie: Entwicklung. Wo kann man das in der Welt sehen? Info3 war für mich die Zeitschrift, die das repräsentiert hat.
Und die Rückbesinnung auf die anthroposophischen Wurzeln und auch auf die anthroposophische Realität mit ihren Stärken und Schwächen, die wir ja seit geraumer Zeit versuchen, bedeutet für dich wohl eher einen Rückschritt?
Ja, weil ich da den Entwicklungsimpuls nicht sehe – den gibt es natürlich auch innerhalb der Anthroposophie. Aber nicht per Zugehörigkeit zu einer Weltanschauung, und nur weil jemand etwas auf anthroposophischer Grundlage macht, wäre das für mich noch kein Grund, etwas darüber zu schreiben, das allein interessiert mich nicht."

__________ Siehe zum Thema auch Michael Mentzels Beitrag bei Themen der Zeit, der bzgl des Abgangs von Sebastian Gronbach auch wirtschaftliche Gründe der Zeitschrift Info3 vermutet. Nicht Jeder mochte sich vom selbstinszenierten Guru Gronbach in einer anthroposophischen Zeitschrift erklären lassen, wie sich Anthroposophie zu entwickeln habe. Die Zeitschrift ist wegen der Berichterstattung Mentzels so erbost, dass sie ihn bei Facebook zur "Kohlroulade" erklärt.

Kommentare

  1. Fragt sich, wann der verbleibende Rest der Redaktion sich endlich andere Aufgaben sucht.

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  2. Hatte zufällig kurz bevor die Nachricht erschien, Sebastian Gronbach und Jelle van der Meulen eine öffentliche mail zugesandt.
    Recherchierte nun tiefer und finde diesen Satz:
    "Ich hoffe, dass bald ganz Europa von Public Meditation spricht."
    http://oekomed.blogspot.de/2008_07_01_archive.html
    Er stammt von Jelle van der Meulen.
    "Man wird von PublicMeditation sprechen, wenn Ihr öffentlich schweigt.
    Public Meditation wird etwas bewegen, wenn Ihr öffentlich ruht.
    Public Meditation wird sich zeigen - wenn Ihr Euch zeigt.
    Jelles Hoffnung wird von niemanden anders getragen, als von uns.
    Es gibt keine anderen – nur uns."

    Eine tiefe Schicksalsverwobenheit drückt sich aus und nun habe ich ohne dies zu wissen einfach das Geistige Bild von "Jelle" verbreitet, in Zusammenhange mit dem Schicksal von Herrn Mollath. "Jelle" schweigt zurzeit. Wir haben mitgelebt auf seiner website, nun verlässt Gronbach die Redaktion.
    Habe nun mehrere Videos angeschaut, Waldorfausbildung USA, Deutschland.
    Ein Grund der Krise der AAG wurde dadurch klar: es ist die Materie, der Umgang mit ihr, ja eine Verwobenheit, die sich verstrickt. Gefangen in der Harmonie, des Schönen. Die Geschwister Gronbach, ihr Schicksal berührt, Waldorfschüler, welche die Welt erobern wollen, einmal mit Kleidern, einmal mit spiritueller Mission.
    Gronbach:
    „Ich weiß, dass für manche nicht ganz klar ist, wie so eine Meditation konkret läuft, was man tut oder nicht tut, wie man Schwierigkeiten beseitigt – ich werde dazu bald Trainingseinheiten anbieten, die Geld kosten werden. Aber ich werde auch kostenlose Texte auf ÖKOMED zu Verfügung stellen.“
    "Wir könnten dringend Fotografen, Filmteams und Reporter von allen unseren Events gebrauchen. Vielleicht sieht das ja jemand als neues Dienstleistungsangebot?"
    Ist dann das Projekt nur da, Geld zu machen, hin zur Spiritualität des Geldes, weil Christus das Geld nicht erlösen konnte - wäre ein guter Slogan und Rechtfertigung.
    Habe die Videos, Bilder mit den öffentlichen Meditationen gesehen.
    Tanzte einst selbst als Krsna-Mönch in München, weiß, wie die Energien sich aufbauen, das war ein Jahr, bevor ich Mitglied der AAG wurde, Herrn Willmann traf.

    Ob Jelle von dem Geistigen Bild Sebastian erzählte. Es hatte Jelle bedrückt, so schrieb er mir, das Bild (von meiner Person), das ihn im Aufwachen bewußt wurde. Also da wirkt etwas Tieferes, Umfassenderes.... ....und Ingrid, las vorhin Deine zwei Texte. Es wirkt ein neuer Impuls, der freier.... ...vielleicht auch für Junko Althaus.


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  3. Es war doch immer lustig über Gronbach zu schreiben. Dabei kenne ich ihn gar nicht und er hat mir nichts Böses angetan, außer seinen Texten, die ich gelesen habe, und das hätte ich ja nicht müssen.
    Es freut mich, dass es einen Gronbach gibt. Nicht weil ich über ihn Scherze machen kann, sondern weil er eine bunte Erscheinung im Anthro-Ambiente ist. Ich finde das schön und erfrischend. Gronbach ist einfach originell. Unverkennbare Handschrift. Er ist er und wie ich das so mitkriege, ist er stolz darauf, er zu sein.
    Und Steiner sagt ja auch: Wir müssen zuerst durchs Ego.
    Insofern ist sein spiritueller Weg nicht zu unterschätzen.
    Ich finde ihn sympathisch diesen bunten Vogel mit starkem Selbstbewußtsein, der gleichzeitig auch einfühlsam ist: einfach so ein richtiger Mann, großzügig im Dienen, im Nehmen - weiß ich nicht. Seine Vielfältigkeit finde ich besser als Enge in Grau.
    Es war immer lustig über Gronbach zu schreiben und das hat auch etwas Fröhliches und Entspannendes. Das ist sicher sinnvoller im Leben als Herumstreitereien, wer weiß wieviel Menschen sich mal so richtig bei ihm entspannt haben.
    Ich wünsch ihm alles Gute.

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  4. Liebe freudean,
    las Deinen Text. Unabhängig des Inhaltes wirkt er musikalisch, umfasst Höhen und Tiefen. Nahm einzelne Inhalte "richtiger Mann" usw. als Anlaß nochmals Texte von Gronbach zu lesen, nachdem gestern mehr Bilder und Videos im Blickpunkt standen, etwa der scheue Blick seiner Gattin auftauchte, der Filmer (nicht Gronbach) als O-Ton in einem Cafe - nicht wörtlich - wir haben jetzt alle "wegmeditiert", die Kamera das fast leere Cafe zeigte, als Schlußpunkt die Ehefrau von Gronbach, auf die er selbst verweist, sie "vorstellt". - Wir können also tiefer teilnehmen, gerade auch durch die Texte.
    Allgemein in die Runde, auch an Gronbach...
    Las nun "Vier Geheimnisse anthroposophischer Lehrerschaft"
    Ein Text mit dem Gronbach bei den Integralen sich vorstellt. Besonders fiel der Teil auf wo er beschreibt, ein Kursteilnehmer fahre mit dem Zug heim und treffe Jemanden, mit dem er ein Kind zeugt, der das Energieproblem löst, danach ein Beispiel, wo der "Schüler" wütend den "Lehrer" verlässt, sich ein Bein bricht und so seine Lektion erhält. Also starke Bilder der Lehrer- und Schülerschaft.
    Dann die wichtige mail von Jelle van der Meulen, der eine wichtige Person für Gronbach zu sein scheint... ..bis hin, Gronbach mystifiziert die Beziehung Lehrer und Schüler. Der Eindruck entsteht, zusammen mit den Integralen soll eine Elite der Lehrer entstehen, um die (unwissend-dummen) "Egos" zu befreien. Also da sonnt sich etwas in der Lehrer-Schüler-Beziehung.
    Im ernsthaften Lesen des ganzen Textes von Gronbach ging nun das Rätsel auf, warum er so stark diese Lehrer-Schaft verkörpert. Es hängt mit der Waldorfschule zusammen, der unbewußten Mystifizierung, welche den "Lehrer" umgibt. Die Kindschaft der Waldorfschule hinausgewachsen zum "esoterischen Dienstleister", wobei die Mann-Frau-Beziehung das Zentrale bei Gronbach ist. Woanders schreibt er davon, hast Du "Eine", hast Du "Alle". Es geht ihm um Treue, wobei trotzdem sexuelle Beziehung mit weiteren Frauen und Männern sein darf, nach Gronbach. Er rührt an tiefen Kräften in den Menschen, denken wir an "Osho", der tiefgreifend die Männer und Frauen durcheinanderwirbelte. Gronbach wird an anderer Stelle verstehbar, da wo er Lebensbereiche "besetzt", mit dem Motto, schaut mir ins Gesicht, ich meditiere. Schilder (sicherlich mit "Patent") werden aufgestellt, Plätze besetzt, ein "esoterisches Schneeballsystem". Gronbach möchte alle vereinen, das ist ihm ernst abzunehmen. Es handelt sich wie um einen spirituellen Orgasmus, der über ihm schwebt, ein Kosmos der Liebe. Dieses Selbstverliebtsein im Dienst am Anderen, das ist sein Hohes Vermögen. Es wäre interessant die beiden "richtigen" Männer, Steiner und Gronbach.... ....und schon haben wir die Frauenprobleme, Ita Wegman usw.. Gronbach hat sich durch die Waldorfschule mitgeformt.
    Recherchiere gerade, ob es stimmt mit der Waldorfschule:
    http://www.info3.de/ycms_alt/printartikel_556.shtml
    Eindeutig und klar wird nun klar, worum es den beiden Waldorfschülern geht:
    um äußeren Erfolg, genährt von der "anthroposophischen Tradition".
    Gronbach über seine Schwester: "Die Designerin dieses T-Shirts wird von der internationalen Presse gefeiert. Und sie lässt sich gerne feiern. Sie heisst Eva Gronbach und ihr Name wird bald teuer sein."
    Beide Waldorfschüler haben sich hochgepuscht und ich gehe davon aus, so mancher Anthroposoph ist "mitschuldig". Das Interview mit Herrn Heisterkamp ist merkwürdig, denn Heisterkamp hat Gronbach einst selbst gepuscht. So erscheint das Rückwärtsgewandte der Info3-Redaktion wiederum als eine gewisse Lüge, Frage, Ohnmacht, Hilflosigkeit und da kann man/frau Gronbach wiederum verstehen....

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  5. Nachtrag:
    hatte den Text auf Info3 nicht zum Schluß gelesen.
    Finde jetzt:
    "Eva Gronbach ist keine Anthroposophin, was immer das auch sein mag. Aber sie hat sich zu eigen gemacht, was sie in Ihrer Kindheit und Jugend aufgesaugt hat. Und sie hat diesen Nektar mit ihrer eignen Persönlichkeit verknüpft, sie hat etwas daraus gemacht.
    Steiner hat sie nie gelesen. Braucht sie auch gar nicht. Sie hat ihn erlebt. Und das Lesen übernimmt ihr großer Bruder. Der hat dann auch diesen Text geschrieben.
    "

    Da will ich Herrn Heisterkamp zurufen:
    wo war da Ihre Verantwortung?!
    Der Text zeigt doch klar und eindeutig die Not, in der sich Sebastian Gronbach befindet. Wo war die Verantwortung der anderen Anthroposophen.

    Der gefundene Text stützt die vorhergehende Analyse.

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  6. In diesem Interview gefällt Sebastian Gronbach mir eigentlich gut. Nachdem ich es gelesen hatte, hab ich nach langer Zeit wieder mal seine website besucht und bin dabei auf diesen Artikel gestoßen, in dem er, wie ich finde, sehr beachtenswerte Gedanken äußert.
    Auch wenn ich in vielem nicht seiner Ansicht bin, auch wenn so manches, das er sagt, mir sehr widerstrebt, auch wenn ich sehr viel dagegen habe, alles und jedes, das man schön oder nützlich oder erhebend finden kann, als „Anthroposphie“ zu bezeichnen (letzteres war und ist der hauptsächliche Grund dafür, warum ich mich gelegentlich am „Gronbach-Bashing“ beteiligte) --- selbstverständlich achte und respektiere ich seinen ur-eigenen spirituellen Weg.
    Auch ich wünsche Sebastian Gronbach alles Gute – ebenso wie all denen, die sich ihm als „spirituellem Dienstleister“ anvertrauen wollen.

    Ich selbst kenne die Zeitschrift Info3 nur aus einer Probenummer vor ein paar Jahren – und es würde mich interessieren, ob regelmäßige Leser ebenfalls eine solche „Rückbesinnung auf die anthroposophischen Wurzeln und auch auf die anthroposophische Realität mit ihren Stärken und Schwächen“ bemerken, und auch, ob sie, wie Gronbach, seither den Entwicklungsimpuls vermissen.

    :-) Und na sowas. Habt Ihr den Satz gelesen, mit dem Michael Mentzel seinen Artikel beschließt? :-)
    Ich kann naturgemäß nicht anders, als mich darüber zu freuen. Aber ich begreife, daß gewisse andere ebenso naturgemäß nicht anders können, als darin nichts weiter zu sehen als eine Fülle für gewisse Rouladen... :-)

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

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    1. Ja, die Fülle war immer schon Sebastians Spezialität:
      „Ich verspreche Dir nicht tauend Ding. Nicht dies und das. Ich lade Dich nur ein, nach Hause zu kommen. Ein Wochenende für die Ewigkeit.“ on Sebbies web-site.

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  7. Die Nachricht von Gronbachs Veränderung bringt mich dazu, nun doch wieder etwas zu schreiben. Ganz sicher handelt es sich bei ihm ja um einen ganz besonders individuellen Menschen, der in kein Schema hineinpassen will. Ich bin froh, dass er Info3 so lange begleitet hat, so manche Erinnerung habe ich daran, auch im Netz allgemein. Interessant ist doch, wie er selbst seine Bilder und Veröffentlichungen begründet als Typsache. Ich meine, oft habe ich nach der richtigen Verbindung zu ihm gesucht, und habe dann seine Lieblingsthemen wie z.B. Mann-Frau/ Sexualität vorgefunden. Ein sehr schönes und für den Menschen ja existentiell wichtiges Thema, aber was soll ich nur dazu schreiben? Ebenso Körperkultur etc. Ansätze finde ich z.B. in der Religiösität, die liebt er ja sehr. Im Augenblick würde ich sagen, Gronbachs Spiritualität ist sehr für Menschen, die sich mit dem Kulturleben wie wir es heute finden, sehr wohl fühlen. Das fasst das Phänomen Gronbach sehr gut zusammen, ja. Gronbach ist kein "Anderer". Er ist "Einer für uns, einer von uns". Die meisten Menschen die sich in der Anthroposophie wiederfinden, fühlen diese Einheit jedoch nicht so, sondern sind "Andere"...
    An sich dürfte es also keinerlei Probleme geben. Es ist eine Typsache, so schreibt er eben, so ist er wirklich. Wirklich super finde ich in diesem Zusammenhang die Beziehung zu den anthroposophischen Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, etc. Das merkt man vor allem an Fedelma Gronbach und dem Freundeskreis im Netz, die Leute, die vor Ort arbeiten usw. Die Bilder die gezeigt werden, zeigen keine "Anders"-Kultur, sondern Gebäude und Menschen, wie man sie tatsächlich in allen Medien ganz selbstverständlich vorfinden könnte. Ich meine, die anthroposophische Kultur kann man sowohl mit Wurzelsepp-Flair als auch als lifestylewürdige Kultur kreieren, beides passt sehr gut und ist lediglich Geschmackssache. Beispielsweise vor nichtanthroposophischen Angehörigen kann man die Szene im Sebastianlook als etwas völlig alltägliches herzeigen. Den zeitgemässen Test besteht er jedenfalls locker, und das ist seiner Art ja auch angemessen.
    Wirklich geholfen auf meinem Weg hat mir persönlich Felix Hau. Er ist so liberal, dass für ihn das Wichtigste nicht Anforderungen der Gesellschaft an eine Einzelperson, sondern umgekehrt die offensichtlich erkennbare Notwendigkeit war, mit dieser Einzelperson zu reden und moralische Unterstützung zu leisten. Kein unwichtiges Detail! Denn auf diese Dinge kommt es eben an, wenn man einen kleinen Kreis von miteinander Verschworenen hat, die authentische Freundschaften pflegen wollen und den Bezug zum Menschen usw. Es führt nicht nur zu besseren Ergebnissen als starre Vorstellungen sondern ist doch auch das Einzige, was Glaubwürdigkeit herstellen kann, wo der weitere Schritt Selbsteinweihung heisst wo es vorher nur die Hilfe zur Selbsthilfe war...
    Ich nehme jetzt auch mit, und teile zugleich, dass Geld etwas ist was Menschen verbinden kann und viel Gutes tut, aber dass es nicht das allein Wichtige ist. Ich bevorzuge moralische Aufgaben für die ich mich bezahlen lasse, und die ich auch genre tue und bin gerne für andere da. Wer so denkt, muss leider damit rechnen, nicht immer der erste und schnellste sein zu können, oder der der am meisten Geld erwirtschaftet. Der Trost ist, dass es anderen ebenso ergeht, aber da fühle ich mich eben auch am wohlsten, wo für die Heilung des Planeten etwas getan werden kann. Und besser ist es auch, einen Job mal nicht anzunehmen, als sich damit zu plagen.
    Soweit bin ich also ziemlich dankbar für jetzt, obwohl eigentlich nur geredet wurde all die Jahre, aber dann ist es ja auch wiederum so viel mehr.
    Ich hoffe sehr, noch viel von Sebastian zu hören, und auch weitere Artikel von ihm zu lesen, denn er gehört mit seiner Art 100% als einer von uns dazu...

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  8. Warum sich Info3 gegen Gronbach entscheiden mußte.
    Wenn wir so viele Jahre miteinander schreiben, denken usw., dann ist die Nachricht von Michael nicht so leicht hinzunehmen. Es erfordert zu forschen.

    Gehe einen kleinen Umweg:
    vor Wochen erhielt ich von der Klinik Heiligenfeld eine Einladung für einen Kongreß im nächsten Jahr. Hatte Herrn Dr. Galuska ein Rundschreiben im Zusammenhange von Herrn Mollath geschrieben.
    Nahm vor Jahren Kontakt mit der Klinik auf, mit Herrn Dr. Galuska, wegen Bluthochdruck, wußte aus dem Inneren, die Leute dort arbeiten gezielt mit Inkarnationen. Es zerschlug sich die Möglichkeit aus bestimmten Gründen, mußte den Blutdruck ohne Hilfe mindern, was gelang. Die Klinik hatte aber zugesagt, auch die Kostenfrage war geklärt, mußte jedoch zurücktreten.... .
    Bei der Recherche zu "intergral" findet sich nun ein interessanter Hinweis zu dem Kongreß:
    http://if.integralesforum.org/

    Es ist nun offensichtlich, wie klammheimlich im Hintergrund eine weltweite Elite sich durch Ken Wilber aufbaut, die gezielt in alle Bereiche des Lebens hineinwirken will, eben sogar in die Klinik Heiligenfeld. Dieses Hineinwirken in die AAG durch Gronbach konnte also nicht weiter hingenommen werden?!

    Diese vielen lächelnden Menschen auf den vielen Integral-websites, mir kommt das vor wie bei den Scientologen, also Gehirnwäsche auf Höchstem Niveau. Die Sache ist für die Menschheit viel gefährlicher, also es oberflächlich den Anschein hat. Wovor Lievegoed in seinem "Testament", aufgeschrieben von Jelle van der Meulen warnte ("Über die Rettung der Seele"), das tritt nun ein?! Eine Jugend die sich hemmungslos in die Arme Luzifers verliert, seinen Geschenken, seinen Ideen, seinen Vorstellungen. Ken Wilber ist mit seinen Ideen eine Gefahr, eine Herausforderung, er infiltriert die Bewußtseine der Menschen, sie werden zu Marionetten, Geistigen Automaten des Weltbildes von Wilber, so wie die vielen Menschen auf den Bildern, die Kinder neben Gronbach. "Big Mind".
    Übrigens hatte ich die Klinik Heiligenfeld direkt vor Jahren besucht, um einem Freund zu helfen, kenne die Örtlichkeiten, die Personen.
    Wer recherchiert, ahnt, wie da sich ein weltweites Netz formt, das gezielt letzten Endes nur dem Buisness dient, die Menschen fähiger machen soll, noch mehr Geld zu verdienen.
    Der Kongreß nächstes Jahr in Heiligenfeld zeigt, wie klammheimlich die Übernahme der Menschheit durch Luzifer fortschreitet. Lievegoed warnte als Psychiater nicht umsonst, er sah dies kommen und wir sind mitten drin...

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    1. "Ken Wilber ist mit seinen Ideen eine Gefahr, eine Herausforderung, er infiltriert die Bewußtseine der Menschen, sie werden zu Marionetten"

      Hast Du schon mal ein Buch von Wilber gelesen?

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    2. "Hast Du schon mal ein Buch von Wilber gelesen?"
      Meine vorhergehende Kritik scheint überzogen?!
      Las gestern auf der Integral-Seite erst nachher dieses:

      "Susanne Cook-Greuter hatte einen Vortrag schriftlich ausgearbeitet, den sie während ihrer Live-Zuschaltung via Skype wie in einer Vorlesung vortrug. Der Beitrag war in einem Wort „kritisch“ und las, salopp gesagt, den Anhängern des Integralen die Leviten. Cook-Greuter machte sich öffentlich Sorgen über einige Entwicklungen, die sie in der integralen Szene wahrnimmt."

      Nachfolgende Sätze zeigen, die interne Kritik wird nicht ernst genommen, die Anhänger sonnen sich an den Begriffen "Integralist" und "Evangelist".
      Die Mission Wilbers scheint denkerisch und ist in ihrer innersten Qualität lediglich "Religion".
      Soweit ich in Erinnerung bin, schöpft Wilber auch aus dem tibetischen Buddhismus. Sehe nach, die vielen Videos mit den Lamas. Lange Monologe.
      Finde nun dieses Video
      http://www.youtube.com/watch?v=72A605SaZ4I
      Darin seine Beschreibung, auf dieser Ebene schaust du nicht den Berg an, du bist der Berg.
      Hier kann ich anknüpfen, denn vor vielen Jahren der inneren Ausbildung, die ohne äußeren oder inneren Lehrer sich vollzog, gab es das Erlebnis mitzuerleben, was es heißt, ein Berg zu sein. Durfte miterleben, wie in urfernster Zeit ein Geistwesen sich opferte, um "Berg" zu sein. Solches Miterleben erschüttert, weil es ein fast unfassbares Opfer dieser Wesen ist, damit wir jetzt die Grundlage, die physische Grundlage erleben.
      Das Video zeigt einen ernsten, ernstzunehmenden Wilber. Es sind sicherlich Wahrheiten die er vermittelt, doch auf welchen Boden fallen sie, wie wirken sich diese Wahrheiten im Bewußtsein der Menschen aus. Das geistige Bild, "map", was er liefert, ist wie eine Frühgeburt, dadurch eine Erleuchtung der Einheit, die gefangen nimmt, weil sie wahr ist. Sehe ich mich auf den Videos um, entsteht der Eindruck, Wilber spricht nur zu Eliten, deren Sprache und diese hängt an seinen Lippen. Mich erinnert die Schwingung ähnlich an eine Person, die ich persönlich traf:
      http://info-buddhismus.de/lama_ole_nydahl.html
      Fand die website jetzt durch Deine Nachfrage, werde da nun die website studieren.

      Behalten wir uns durchaus in Erinnerung, den Hinweis Steiners, da gibt es bestimmte tib. Lamas, die wollen den Menschen so gestalten, daß er nicht mehr inkarniert, daß er den Körper ablehnt.

      Ich traf viele Westler, die die östliche Philosophie usw. küssten und sich danach sehnten, endlich mit dem Alleinen zu verschmelzen, mit der Ur-Liebe usw.. Was soll daran schlecht sein, diese umfassende Liebe.

      Eine Wahrheit, die nicht selbst errungen wird, macht unfrei, das ist die lebendige Botschaft von Wilber, die ich dank Deiner Nachfrage nun so formulieren kann. Zum Dalai Lama fand ich vor etwa zwei Wochen auf seinem Facebook ein "Theater" ein Treffen mit einem christlich-orthodoxen Führer. Das Bild hatte etwas ko-s-misch Lustiges an sich, die Leute lachten alle verschmitzt, lauter Symbole, Gewänder, "hohe" Stühle, eine lustige Gesellschaft, im Namen der Religion - also genau entgegengesetzt zu der Aussage in Wien.
      Die Botschaft von Wilber ist echt und deshalb gefährlich, weil sie in der Konsequenz den Menschen auslöscht.......

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    3. Lieber Ernst, ich habe einige Bücher von Ken Wilber gelesen und stimme dem im Grunde zu:
      »Es sind sicherlich Wahrheiten die er vermittelt, doch auf welchen Boden fallen sie, wie wirken sich diese Wahrheiten im Bewußtsein der Menschen aus.«

      Ja.
      Nun - aber wie sich solche „Wahrheiten“ im Bewußtsein der „Anhängerschaft“ auswirken, das liegt nicht allein im Verantwortungsbereich Ken Wilbers.
      Insofern sind wir hier bei einem ganz ähnlichen Thema wie im anderen thread...

      Und deshalb stimme ich Dir hier nicht zu:
      »Die Botschaft von Wilber ist echt und deshalb gefährlich, weil sie in der Konsequenz den Menschen auslöscht.« – denn die „Konsequenz“ der „Botschaft“ Ken Wilbers liegt noch nicht in ihr selbst, sondern wird sich daraus ergeben, wie die Menschen damit umgehen, wofür sie sie einsetzen und was sie insgesamt daraus machen.

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    4. wir haben uns überschnitten Ingrid, s.unten, gebe den Text, ohne hier direkt auf Deinen Text einzugehen, das extra:

      Eigentlich war dieser Absatz am Anfang, doch war der Text zu lang. Hier die direkte Antwort auf die Frage nach dem Buch:
      Stieß erstmals über Info3 auf Wilber. Es gibt im Internet viele Texte von ihm, auch Videos. Seine Ideen können auch ohne Buch wahrgenommen werden. Hatte damals nur ein modem und so konnte die website von Herrn Wilber fast nicht geöffnet werden. Das signalisierte mir eine gewisse fehlende Bewußtheit, denn "ER", der große Denker hätte durchaus auch an die denken können, die noch keinen Breitbandanschluß zur Verfügung haben.
      Mittlerweile dank LTe-Technik habe ich vorgestern extra die website von ihm angeschaut, diesmal funktionierte alles, gleich wieder die so gräßliche Hand von ihm. Bereits beim ersten Mal signalisierte diese Hand ein "Einfangen" aller seiner Anhänger, also die, welche sich ihm anschließen.
      Es tat - mir - physisch weh, auf der website von Wilber zu arbeiten, websites seiner Anhänger sind völlig harmlos, egal was da steht.

      Nach dem Lesen des Beispiels von Ingrid.H zu den Gesangsübungen, des Korrigierens mit dem Spiegel durch bewußtes Wahrnehmen ging mir auf:
      habe früher darauf hingewiesen, wie das erste Kennenlernen der website von Gronbach das Bild zeigte, wie er mit einem Fuß in das Gesicht des Betrachters stößt, eine merkwürdige aggressive Haltung. Und diese "geistige" Haltung findet sich für mich in der Hand von Ken Wilber. Weder der Fuß, noch die Hand geben Raum für das eigene Ich, sondern der Andere klatscht bildlich ganz sein Ich auf das Andere Ich. -- Um da zu cheese zu kommen, der Frage, dem Sein des Glaubens. Ich denke ein Aspekt des Glaubens ist gar nicht die Begrifflichkeit die wir als Erwachsene haben, sondern die Einheit der Welt, die wir als Kinder erleben. Wir fallen ja erst später heraus, oder wenn gleich zu Beginn der Wanderschaft bedrängend das Feindliche in die Kindheit hereinstürmt.
      Glaube so verstanden ist die pure Gewissheit der Einheit, weder ein Tasten, weder eine Ansammlung von Wissen. Wir lechzen rückwärts eigentlich wenn wir als Erwachsene Glauben, eben hin zur Krippe.... ..

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    5. "Nun - aber wie sich solche „Wahrheiten“ im Bewußtsein der „Anhängerschaft“ auswirken, das liegt nicht allein im Verantwortungsbereich Ken Wilbers."

      Natürlich stimmt Deine Aussage, doch als Kenner der Geisteswissenschaft wird es etwas schwieriger, nehmen wir den Hinweis (Steiners) ernst.
      Eine ausgesprochene Wahrheit kann inhaltlich immer diesselbe sein, also kein Unterschied und doch kommt es darauf an, von wem wir die Wahrheit übermittelt bekommen, von Ahriman, von Luzifer oder von Christus.
      "Liebe" und "Einheit" mit Luzifer ist eben anders als mit Christus. Natürlich ist Jeder verantwortlich, doch Lievegoed sah die Gefahr für eine große Anzahl von Menschen, sie verfallen Luzifer und seinen Versprechungen.

      Als Künstler ist mir die Kritik mit der Hand von Wilber sehr ernst. Es ist nicht eine Hand die führt, sondern eine Hand die bestimmt, die alle Fäden (durchs anklicken symbolisiert) in der Hand hält, bildlich. Die "Leviten" durch ein Mitglied zeigen die Gefahr auf, wenn dann individuelle Menschen sich zu Kreisen formen. Würde das Gedankengebäude Wilbers individuell bleiben, bestünde keine Gefahr.... ...wer würde den Hinweis Steiners missverstehen wollen, wenn der Buddhismus nach dem Westen kommt, dann wird er die Kräfte der Seelen lähmen, bei aller Sehnsucht, Einheit, Liebe.

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    6. Lieber Ernst,

      wie gesagt: ich möchte auch weiterhin Ken Wilber nicht irgendwie „verteufeln“ (im Sinne von: ihn mit dem Namen eines der „Widersacher“ etikettieren). Er tut, was er als seine Aufgabe in der Welt empfindet – aus seinem ur-eigenen Lebens- und Erfahrungshintergrund.
      Man erfährt etwas von diesem Lebens- und Erfahrungshintergrund in seinem Buch „Grace and Grit“, zu Deutsch „Mut und Gnade“. Es ist schon eine ganze Weile her, daß ich dieses Buch gelesen habe, ich möchte daher im Augenblick nicht von meinen eigenen Eindrücken sprechen (denn da ist inzwischen vieles „überlagert) – nur soviel: ich war wirklich berührt davon. – Michael hat einmal eine Rezension dazu geschrieben, ich habe sie vorhin wiedergefunden.

      Ich kann absolut nachvollziehen, was Du über Dein Empfinden zu Ken Wilbers website sagst. Auch ich habe selten eine Seite im Netz erlebt, von der ich ganz unmittelbar so sehr abgestoßen war, und zwar, noch bevor ich las, daß es da nicht nur „cool videos and soundclips“ anzusehen, sondern auch ein „Integral Life Practice Starter Kit“ zu erwerben gibt, für „the simplest, most effective practice that you can do to wake up“.
      Nun – mir ist nunmal Erwärmendes lieber als „Cooles“, und ein solches „Starter Kit“ widerspricht meinem eigenen Verständnis und meiner eigenen Überzeugung: ich gestehe, daß ich aller „Vereinfachung“ zutiefst mißtraue.
      Immerhin, Wilber schreibt dazu, daß die „instructions“ in diesem „Starter Kit“ mißverstanden wurden als „enlightenment-in-a-box“. Allerdings: so, wie er das hinzufügt, hat man den Eindruck, gerade der Hinweis auf diese Mißverständnismöglichkeit soll die Werbewirksamkeit erhöhen...

      Seine Bücher habe ich ganz anders empfunden, von ihnen bin ich nicht in derselben Weise abgestoßen, sie sind interessant und gut zu lesen. Und es ist ja tatsächlich einiges „dran“ an dem, was er sagt. Ich respektiere das, und ich respektiere es selbstverständlich auch, wenn jemand das, was er bei Ken Wilber findet, als „förderlich“ in seinem Leben erlebt.
      Ich bin sogar ganz überzeugt davon, daß seine Sichtweise mit den vier Quadranten und unterschiedlichen „Levels“ in vielen Situationen ein hilfreiches Instrument sein kann, um gewisse Zusammenhänge besser zu verstehen, und auch, um besser miteinander kommunizieren zu können (ähnlich vielleicht wie bei NLP).

      Warum ich mich dennoch, ganz unabhängig von seiner website, schließlich nicht für ihn, auch nicht für seine Bücher, erwärmen konnte, hab ich schon in einer früheren Diskussion einmal geschildert, vielleicht interessiert es Dich, das nachzulesen.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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  9. Lieber Ernst,

    nun haben wir uns wieder „überschnitten“.
    »Würde das Gedankengebäude Wilbers individuell bleiben, bestünde keine Gefahr.«
    Ich freue mich wirklich sehr, daß wir uns da ganz einig sind.

    Ja.
    Und genau deshalb ist es mein Anliegen, wo immer ich kann, dabei mitzuwirken, daß soviele Menschen wie nur irgend möglich vollkommen individuell und autonom denken, statt irgendeiner Autorität zu folgen (sei diese Autorität nun in meinen Augen „gut“ oder „böse“!).
    Und also wehre ich mich sowohl gegen jede „blinde Gläubigkeit“ als auch gegen jedes Etikettieren eines Menschen oder seines Gedankengebäudes als „luziferisch“ oder „ahrimanisch“ – denn was wäre das anderes als eine negative Autorität?
    Wenn jemand Ken Wilber nur deshalb nicht folgt, weil er Angst hat vor dem, was Steiner alles über die mögliche Lähmung der Kräfte der Seele gesagt hat oder Lievegoed über die Gefahr, Luzifer zu „verfallen“ --- dann wäre das meiner Ansicht nach ungefähr genauso schlimm wie eine blinde „Jüngerschaft“.
    Wie cheese curve vor kurzem in einem anderen thread gesagt hat: »Wenn es um Fürchten geht, kann es nur einen Gewinner geben.«
    Um es ganz unmißverständlich zu machen, setze ich hinzu: Und dieser „Gewinner“ würde nicht Christus sein.

    Herzlich,
    Ingrid

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    1. "Wenn jemand Ken Wilber nur deshalb nicht folgt, weil er Angst hat ..... genauso schlimm wie eine blinde „Jüngerschaft“."

      Ken Wilber nicht zu "folgen" ist Folge des erkennenden Denkens. Du bringst "Angst", "Gefahr" usw. ins Spiel, Begriffe, die im Zusammenhange von Lievegoed und Steiner keine Rolle spielen, wenn Beide mögliche Entwicklungen der Menschheit charakterisieren, ganz nüchtern. Wir können diese Hinweise denkerisch prüfen, dann entscheiden.
      Bei Recherche zu JvH findet sich dieser Hinweis:
      «Wenn immer wieder die Tendenz auftritt, den freien Willen zu binden und zu fesseln an das Ge-biet des visionären Hellsehens, so ist das ein Zeichen, dass im Grunde genommen den klaren Be-strebungen innerhalb unserer Bewegung Widerstand geleistet worden ist aus der Liebe zu der Bin-dung des freien Willens in das visionäre Hellsehen hinein. Wie froh waren manche, wenn sie diesen freien Willen nur binden konnten! Das zeigte sich daran, wie viel von denjenigen Bewegungen, die ich gekennzeichnet habe, von außen hereingetragen worden ist in unsere Bewegung. Nicht von Blavatsky und nicht von außen, sondern durch unsere Mitglieder selber wurde beständig Bresche geschlagen in das, was erreicht werden sollte. Und das geschah und geschieht dadurch, dass man immer wieder bewundert, was von visionären Hellsehern herangebracht wird! Wenn man bewun-derte, was von visionären Hellsehern herangebracht wurde, dann war das ein solches Bresche-schlagen, und dann war das ein Ausdruck der perversen Liebe zur achten Sphäre.» [Rudolf Steiner am 18. Oktober 1915, in Rudolf Steiner Gesamtausgabe Nr. 254, S. 98f

      Ken Wilber benutzt ein "visionäres Denken", welchem seine Anhänger dann verfallen. Also wer wird denn mit seinen Methoden tatsächlich das Geistige eines Berges erleben. Sein Reden in den Videos wirkt "glaubhaft hohl".
      Das ganz nüchtern, oder wie Steiner spricht "perverse Liebe".
      Ich bin ja richtig erschrocken, nachdem ich Worte von Jelle van der Meulen fand, die ihrem Wesen nach nur als luziferische Schwärmerei für Gronbach bewertet werden müssen. Gronbachs Mediationen, seine öffentliche Mission, das entspricht den Stigmatas: da schaut her, wer ich bin und was ich verkünde, folgt mir nach!
      Ob Ken Wilber, Gronbach, oder Judith von Halle. Der Duktus ist altes religiöses Denken und gesellige Gemütlichkeit, was allen vergönnt sei, aber nichts mit der Geisteswissenschaft Steiners zu tun hat.

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    2. Lieber Ernst,

      „Angst“ bringe ich deshalb ins Gespräch, weil es meiner Erfahrung nach sehr viele Menschen gibt, die Angst haben, sei es vor dem Leben zwischen Geburt und Tod oder auch vor dem „Jenseits“ --- und die deshalb eine Antwort auf die Frage suchen, wie man es denn „richtig“ machen könnte, damit einem „nichts passiert“.
      Wenn solche Menschen (ich füge ausdrücklich hinzu, daß ich mich damit nicht auf einzelne Gesprächsteilnehmer hier beziehe! Ich will wirklich niemandem, den ich nur flüchtig virtuell kenne, so etwas „unterstellen“!) --- wenn solche Ängstlichen einem Menschen begegnen, der ganz offensichtlich keine Angst hat, dann wollen sie natürlich von diesem Menschen erfahren, wie er das macht --- am liebsten in Form einer ganz unmmißverständlichen, einfach auszuführenden, so konkret-wie-nur-möglichen Anleitung.
      Wenn man nun aber einem solchen Ängstlichen sagt, er müsse sich vor Ken Wilber oder sonst einem „Guru“ hüten, weil er sonst Luzifer oder Ahriman „verfallen“ würde --- dann ist die Entscheidung eines solchen Menschen, um den betreffenden Guru sicherheitshalber einen großen Bogen zu machen, eben nicht eine Folge seines eigenen erkennenden Denkens, sondern es ist einfach seine Angst vor diesem „Guru“ noch größer als sein (ebenfalls von Angst geleiteter) Wunsch, eine möglichst gut funktionierende Anleitung zu erhalten.

      »Ken Wilber benutzt ein "visionäres Denken", welchem seine Anhänger dann verfallen.«
      Das wundert mich, daß Du das so siehst.
      Nach allem, was ich bisher von Ken Wilber gelesen habe, tut er das gerade nicht (aber vielleicht gibt es inzwischen andere Bücher von ihm, in denen so etwas enthalten ist?), sondern er geht von durchaus „materialistischen“ Gedanken aus, von der „äußeren Geschichte“, von Dingen, die die heutige Wissenschaft jederzeit beweisen kann, leitet aus ihnen seine (um die Sache leichter begreifbar zu machen: vereinfachenden) Ideen ab und setzt diese anschließend zu einem möglichst einfachen und leicht verständlichen „Weltbild“ zusammen.
      Darin finde ich – ganz anders als bei Judith von Halle – nichts von einer besonderen, nur ihm zuteil gewordenen „Hellsichtigkeit“, auf die er sich berufen würde.
      Die Menschen, die ihm nicht aus „Angst“ folgen, folgen ihm wohl vor allem deshalb, weil sie das, was er sagt, plausibel finden. Und das – leichtverständliche Plausibilität – ist ja auch genau das, was er sich vorgenommen hatte: wie er selbst sagt („A Theory of Everything“, S 38), suchte er »a plausible Theory of Everything« – »on the level of orienting generalizations.«
      (:-) Ich finde, das ist ihm wirklich gut gelungen. Wer sich Orientierung erhofft von vereinfachenden Verallgemeinerungen, wird ihm viel abgewinnen können.
      (Fortsetzung folgt)

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    3. Dem Schluß Deines Kommentares stimme ich aus ganzem Herzen zu --- allerdings mit einer kleinen Ergänzung, ich hebe sie hervor:
      »da schaut her, wer ich bin und was ich verkünde, folgt mir nach!
      Ob Ken Wilber, Gronbach, oder Judith von Halle --- oder Rudolf Steiner. Der Duktus ist altes religiöses Denken und gesellige Gemütlichkeit, was allen vergönnt sei, aber nichts mit der Geisteswissenschaft Steiners zu tun hat.«

      Nun hat Rudolf Steiner sich meiner Ansicht nach niemals auf sein „visionäres Denken“ berufen und deshalb von seinen „Anhängern“ verlangt, ihm alles zu „glauben“. Allerdings läßt sich seine Äußerung, der erste Schritt in der Geistesschulung sei es, die „Mitteilungen der Geisteswissenschaft“ aufzunehmen, wohl in diese Richtung mißverstehen.
      Vielleicht deshalb gibt es heute nicht wenige Anthroposophen, für die „Der Doktor hat gesagt“ allein schon als ein unfehlbarer Beweis gilt für die Richtigkeit des Behaupteten, was es auch sei.

      Aber wie Du sagst: damit kämen wir in ein Gebiet, das mit „Geisteswissenschaft“ nichts mehr zu tun hätte.
      Visionäre Fähigkeiten eines Menschen sind für mich also kein Grund, alles, was dieser Mensch sagt, zu glauben. Sie sind aber natürlich auch kein Grund, es für prinzipiell „falsch“ oder gar „schlecht“ zu halten. Schließlich: warum sollte ein Mensch, der, aus welchen Gründen auch immer, hellsichtig ist, nicht sagen dürfen, was er „sieht“?

      Und, wie ich schon gesagt habe: wie Judith von Halle es hält mit dem »da schaut her, wer ich bin und was ich verkünde, folgt mir nach!«, ob sie die Menschen auffordert, ihr zu glauben, ob sie sich gern „bewundern“ läßt ob ihrer visionären Fähigkeiten, oder ob sie sich im Gegenteil dagegen wehrt oder es halt widerwillig in Kauf nimmt --- darüber weiß ich nichts.

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    4. Es gibt so Frühwarnsysteme, die mögen sich so manches Mal vielleicht "täuschen", weil ihre Daten, um deretwillen sie installiert wurden sich nicht ganz mit den Befürchtungen um deretwillen sie installiert wurden, decken. Zumindest aber zeigen sie an, dass da was war, sich was zeigte, UND damit haben sie Recht, die Frühwarnsysteme, denn sie haben schon etwas wahrgenommen, was der Wahrheit entsprach, allerdings geben sie den Menschen dann noch genügend Zeit sich mit den Interpretationen dieser Werte zu befassen.

      Ich würde meinen Kindern statt der angebrachten Märchen natürlich niemals die Tagesnachrichten vorlesen oder noch schlimmere Inhalte, im Glauben die Texte wären eigentlich frei von jeglichem Inhalt für den sie stehen. Freiheit will angepasst sein, deshalb würde ich, müsste ich Punkte verteilen :-) Ingrid und Ernst jeweils die eine Hälfte aller zur Verfügung stehenden Punkte geben.

      Das ist jetzt salomonisch gemeint ;-)

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  10. Ich habe mir jetzt letzten Abend auch die website von Ken Wilber und ein paar seiner Videos angesehen und auch einige Seiten seiner Theorien durch gelesen. Ich wollte mich etwas über ihn informieren – er hat mich nie besonders interessiert, und ein Buch von ihm habe ich nicht gelesen und habs auch nicht vor.

    Ich finde die website auch körperlich abstoßend. Diese Hand, die einem fast ins Gesicht knallt mit dem Hinweis daneben: „Sign up for the free Integral Life newsletter!“ SUBMIT, kommt mir schon einmal wie ein Militärschranken vor. Erst dachte ich, hier kommst du ohne „sign up“ nicht weiter, jedoch war dieser Gedanke bei mir eine Folge dieser brutal/arrogant empfundenen Hand, und dann fand ich die anderen Eingänge... das nackte, unruhig herum zwirbelnde Feechen mit starrem Blick und weitere Techno-Präsentationen mit Selbstbildnissen und Endlostabellen, auf die ich nicht näher einging, weil mir dabei immer kälter und enger wurde. Ich nehme in Kauf, eventuell etwas versäumt zu haben.
    Ich erlebe an Wilber etwas Fixes, gepaart mit Unruhigem, Aufgezwirbeltem. Ich mag dieses ununterbrochene zu schnelle Reden nicht, den kurze Atem, .....schwer zu sagen, ich hab dann schlecht geschlafen und mußte mich in der Nacht anstrengen, mir diesen Menschen vom Leibe zu halten.
    Wäre ich eine Filmemacherin und bräuchte einen Darsteller für einen modernen, sehr intellektuellen Lehrer mit starken Führungsfähigkeiten, dann würde ich bei ihm anfragen. Ich würde ihn auf dem Mond oder dem Mars in grauer und kantiger Urgestein Umgebung in einer farbenintensiven Ultra-Tech-Wohnanlage, ausgestattet mit einem Fitnessstudio mit Eisen-Stemmgeräten, ansiedeln. Ich ließe ihn mit einem space-shuttle auf die Erde kommen und coole, integrale Vorträge halten und das Ganze mit dem Pathos von Gronbach ein bißchen aufwärmen.
    Nun, das ist so mein erster Eindruck. Es mag mir ja so mancher „integrale Evolutionsgedanke“ entgehen, indem ich Abstoßendem Barrieren aufstelle, die mir mein Mißtrauen rät. Ingrid hat sich näher mit ihm befasst und teilt auch Positives mit. Es gibt in seiner website ein Bild von ihm, da sieht er etwas traurig drein, das ist etwas, das mich angenehm berührt.





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    1. Hohohoo, Ernst, eine wirklich sehr schöne Darstellung dessen, was man da so erleben muss, würde ich geradezu sagen, wenn man noch warmes Blut in sich kreisen fühlt.

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    2. Sorry, freudean muss es natürlich heissen, statt Ernst.

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    3. Hat ja auch ein bisschen etwas lustiges, diese aufgeregte Debatte um Ken Wilber, eventuell kann man irgendwann auch mal jemande/n auftreiben, der/die vielleicht ansatzweise versteht, was KW sagt oder will.
      Wilber würde in dieser streng urteilenden Runde hier vielleicht ein paar emotianale Symphatie-Bonuspunkte bekommen nach der Lektüre von "Mut und Gnade", ein Buch, in dem er davon berichtet, wie er das Sterben seiner krebskranken Frau miterlebt hat (bei so etwas gibt man grundsätzlich unbewusst Bonuspunkte, auch wenn man das Buch vielleicht langweilig findet, ähnlich wie bei Büchern von Menschen mit Behinderungen oder KZ-Erfahrungen).

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    4. Tatsächlich kann der Hinweis auf das Schicksal der Frau ein Licht werfen. Hatte schon vor Jahren davon gelesen. Mir scheint dieser Tage das Verbreiten des Weltbildes durch Herrn Wilber wie ein inneres Nachsterben, Mitleben der nachtodlichen Sphären der Ehefrau zu sein. Tatsächlich erlebt ja der Verstorbene, der Gestorbene unmittelbar nach dem Tode die Einheit der Welt, abgesehen von den Hinweisen Steiners, daß im Nachtodlichen unser Ich das "Wir" im Leben ist, das Ich die Tatenfolgen erlebt, aus der Wir-Perspektive.

      Konnte damals in der Dramatik des Lebens von Herrn Wilber mitleben. Vielleicht merkt er gar nicht, das Problem sind seine Schüler.... war bei Steiner nicht anders.....

      Für Mutige des Weltbildes von Wilber dieser link, den Dritte mir heute zusandten, wir stehen tatsächlich in innerer Verbindung und der außerordentliche Mut des ehemaligen Richters entsteht durch aktives Miteinander:

      http://infokrieg.in/Deutschland/2012/12/12/offener-brief-des-richter-i-r-heindl-an-beate-merk-zum-fall-mollath/

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  11. Neugierig geworden habe ich auch mal versucht den Wilber Website zu besuchen,ob es wirklich eine Art Presentation eines McDonald Eenlightment konnte sein,so wie oben als moeglichkeit fuer mich auftauchte, aber vielleicht zum Glueck fuer mich hat den Ipad kein Zugang weil er nicht flash genug ist. So kann ich jetzt ruhig schlafen gehen ohne den zwingende Hand angeschaut zu haben. Eeine gute Nacht in die Runde!

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    1. Aber ich habe es getan, cheese curve, mir kam es eher so vor wie die Ankündigung eines neuen Ballerspiels, wo dann doch letztlich, zumindest mit und durch, Maschinen der Sieg davongetragen wird. Da taucht dann auch so eine nackte Frau auf!!, soll wohl die/eine neue Engelsgestalt darstellen, mit Flügeln, die ebenfalls maschinell aussehen, wie die Rotorblätter eines Hubschraubers oder Satelliten.

      Ich denke mal, man will doch etwas aussagen mit solcher Art Darstellung dessen, was in einem so lebt oder man meint wo und wie es weiterginge, aber eigentlich sogar, ich meine, die meinen das nicht, sondern sind überzeugt davon. Würde ich in einer solchen Welt erwachen, würde ich wahrscheinlich eine Schockstarre erleiden müssen, weil mir das Blut in den Adern gefrieren würde, als nächste Reaktion würde ich sofort Ausschau halten nach meiner Laserwaffe, man kann ja nie wissen --- in welchem Quadranten ich mich zur Zeit befinde, nach Massnahme derer, die sie interpretieren und verwalten. Scheint ja deren "Glaskugel" zu sein -- ?

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    2. Da werden dem Ken vielleicht die Ohren wackeln, wenn jetzt alle seine website anklicken. Vielleicht machen wir auch Werbung für ihn. Ich finde, was er da zeichnet, muss keine Rocky-Horror-Show sein. Ich finde, er drückt auf seine Art und Weise Zeitgeist aus und WIE jede/r den Zeitgeist mit gestaltet, hängt schon von jeder/m Einzelnen ab.
      Abgesehen von den Helikopterflügeln finde ich das nackte Feechen sehr hübsch. Sie tut mir leid, wie sie so apathisch schaut und von dem Klammer-Ding auf ihrem Rücken gesteuert zu sein scheint.

      Ich habe einen Freund, der hat einen Herzschrittmacher, und er ist glücklich damit. Wenn man das technische Ding vor einigen Generationen im Herzen, im Körperinneren eines Menschen dargestellt hätte, dann wären vielleicht auch viele erschrocken gewesen.
      Manroe, wenn Du Dich ruhig anlehnst, dann wirst Du sehen, dass wir Menschen schon mit vielen technischen Ersatzteilen leben. Zahnimplantaten, künstlichen Hand- und Beingelenken, Hörgeräten, Platinnägeln, metallene Kniescheiben und was es sonst noch so alles gibt ...
      Überleg mal ruhigen Blutes: wenn Du einmal ein künstliches Hüftgelenk brauchst, würdest Du Dir das einbauen lassen, oder ziehst Du den Rollstuhl vor?
      Gut, das Hüftgelenk, könntest Du sagen,steuerst ja Du. Aber den Herzschrittmacher?

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    3. "Herzschrittmacher"
      es gibt ja auch "Gehirnschrittmacher" welche tatsächlich segensreich für Kranke sind, das Leben wieder fast normal erträglich machen.
      Wir kommen hier bei den medizinischen Themen auf ein Gebiet, welches das Auseinanderklaffen der materialistischen Anschauung und der "menschlichen" Anschauung aufzeigen. Am Anfang des letzten Jahrhunderts wurden Menschen ausgebildet, welche die Fähgikeit hatten, unmittelbar bei einer Operation die Schmerzen des Operierten zu nehmen. Dann kam die Erfindung der Narkose und das schien einfacher zu sein. Doch haben Narkosen ganz andere Nebenwirkungen. Die geistgie Fähigkeit der Menschen, Schmerzen aufzuheben ging verloren. Es war früher bekannt, das kolloidale Silber grenzt die Keimbildung an Wunden ein. Dann kam die Pharmaindustrie, mit ihren Methoden. Es ist wie an anderer Stelle mit dem Feuer, wie Aurobindo das sieht. Klar, die Straßen sind menschlicher, es gibt keine humpelnden Menschen mehr, fast nicht mehr. Könnte es sein, wir entwickeln die Fähigkeit, durch Handauflegen, ein kaputtes Hüftgelenk wird wieder gesund?!
      Wir sitzen mit den Göttern offensichtlich in einem Boot, vielleicht wollen Gronbach und Wilber die neuen Steuermänner, die Ruderer, oder der Kapitän sein... ...jeder ist willkommen... ...schließlich ging einer übers Wasser, wir sind dann sogar frei vom Boot....

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    4. Lieber Ernst,
      ... nein, so sehe ich das nicht. Ich sehe mich nicht in einem Boot mit Gronbach und Wilber. Diese mögen ihr Boot steuern, ich wähle ein anderes.
      Und ich will auch gar nicht frei sein vom Boot. Ich lerne bei keinem sosehr wie bei Steiner, wie wichtig es ist, in die Materie und in den Intellektualismus hineinzugehen. In diese müssten wir erst hinein, das spüre ich und dem stimme ich zu. Das Wichtige und ebenso Schwierige ist, dabei die Verbindung mit den spirituellen Welten zu halten. Denn manchmal bricht diese Verbindung ab, und dann gibt es erstmals ein "Nichts".

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    5. Liebe freudean, kann es sein, dass Du auf einmal etwas "unscharf" wirst und Ebenen miteinander.verknüpfst, die nicht zusammengehören?

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    6. Liebe freudean, kann es sein, dass Du auf einmal etwas unscharf wirst und Ebenen miteinander verknüpfst, die nicht zusammen gehören?

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    7. "Nein, überhaupt nicht."

      Welch stattliches Selbstbewusstsein!

      Also ich unterscheide zwischen den Errungenschaften des Menschen, die ihm dann dienen, von wem auch immer inspiriert, wenn es denn förderlich ist, wie z.B. eine künstliche Hüfte oder einem Herzschrittmacher -- und wenn ich mich "ruhig anlehne" und derartige Errungenschaften mir anschaue, stimme ich denen auch zu. Dies wäre mir die eine Seite.

      Die andere ist oder wäre jene Geisteshaltung die geradezu anstrebt, dass man den Menschen vertechnisiert, weil man glaubt, darin läge die Zukunft des Menschen, siehe z.B. diese Rotorblätter bei der wilberschen "Elfe", da wird etwas in den Kosmos hineinprojiziert, was auf einer in meinen Augen falsch sich erworbenen Ansicht/Haltung beruht. Und wenn Du, so habe ich das empfunden, diese beiden Seiten miteinander zu vermischen scheinst, dann taucht bei mir halt meine Eingangsfrage auf und muss sie Dir stellen.

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  12. Vor einigen Jahren hatte ich für eine Zeitlang Cohens What is Enlightenment abonniert gehabt, darin veröffentlicht Wilber auch ab und zu, bzw wenn ich mich recht erinnere, gab es ein Dauerinterview zwischen ihm und Cohen: Der Guru und der Pandit. Ich muss sagen, mir erscheinen die beiden eher wie Softies, meinetwegen sehr kühle, intellektuelle Softies wer weiss, aber eben Softies.
    Sehr intellektuell ist in der Tat dieses Enlightenment in a Box, sicher ist damit gemeint Spiral Dynamics, diese Kreise, die in der Dreidimensionalität zur Spirale werden, auf der sich der Geist auf und abwärts bewegen kann.
    Und dann auch wieder diese Quadrantenübung, all das gebe ich zu, nur ansatzweise zu verstehen. Horizontal, waagrecht, diagonal. Was bedeutet das? Nun gut, aber es fällt ja auf, wenn man es selbst nicht zu einseitig sehen will, dass sich die Bilder in anderen Lehrsystemen wiederholen, es gibt sie ja alle offenbar schon sehr lange. In alten Mandalas erkennst du Kreise und Quadrate, man versteht wie das gemeint ist, Wilbers Denkweise stammt aus buddhistischer Denkweise.
    Man kann aber auch die alten Europäischen Wege anschauen oder die Mysterienschulen aus Übersee. Deren Vorstellungen von den vier Himmelsrichtungen, oder vom Rad der Zeit, das ist doch alles von der Sache her das Selbe, nur hier: bildhaft dargestellt.
    Man kann an diesen weiterführenden Anschauungen erforschen, wie es sich verhält mit Imagination, Intuition, Inspiration? Womöglich ja, wenn der Gedanke eben ernsthaft aufgegriffen wird. Das würde auch das visionäre Denken weiterentwickeln zur entsprechenden Sichtweisen. Nun muss ich ein wenig lesen, Steiner am besten, aber ich bin immer der Ansicht, weniger ist mehr, viel viel mehr, wenn es zum guten Ergebnis führt. Schriftgelehrter kann man ja dann im nächsten Leben werden.

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    1. "In alten Mandalas erkennst du Kreise und Quadrate, man versteht wie das gemeint ist, Wilbers Denkweise stammt aus buddhistischer Denkweise."

      Konnte vor über 10 Jahren hier in Regensburg miterleben, wie ein bestimmtes tibetisches Mandala von zwei Lamas über Tage erstellt wurde, eben Kreise, Quadrate, alles sehr bunt, bedeutungsschwer. War auch bei der Abschlußzeremonie anwesend. Es ging um neue Energien. Die Auflösung des großen Mandalas war sehr eindrucksvoll, die Mantren, die Musik usw..
      Was Wilber darstellt ist eine Umsetzung dieser Weltauffassung hin ins Moderne, ins Computerhafte. Ob damit der Geist verloren geht, oder etwas neues Geistiges entsteht, wer weiß. Die Schilderung von "freudean" fand ich sehr treffend, wie sie die website erlebte, besonders die Nacht danach. Indirekt zeigen die Schilderungen, wie wir alle verbunden sind, nur darf der eigene Standpunkt gefunden werden. In diesem Zusammenhang macht das traurige Gedicht von Junko Althaus, neu, traurig fragend, können Götter denn traurig sein, oder ist das eine menschliche Projektion hinein ins Göttliche. Gronbach stieg ja aus, als ich davon berichtete, wie Schicksalsgötter den Tod eines Menschen beschlossen und er meinte, das sei meine Projektion gewesen. Solche Wesen zu erleben, welche das Schicksal regeln, da gibt es keine menschlichen Begriffe, "die" stehen darüber, wir würden sagen eiskalt und doch ist es die Notwendigkeit, die nur sie als Schicksalsmeister erkennen. Das war also mehr als Theorie der Quadranten, der Kreise und das mit den Schriftgelehrten löst sich demnächst auf, nehmen wir Steiners Hinweis ernst, in der Zukunft wird es sein, wie jetzt als die Hyroglyphen Ägyptens entdeckt wurden, werden Menschen in der Erde Aufzeichnungen finden, also Schriften, zuerst nicht wissen was das bedeutet... ...und indirekt gibt Steiner bekannt, es werden große irdische Umwälzungen sich ereignen (kein Untergang), denn ansonsten würde das Wissen über Schriften nicht verloren gehen können, in die Erde hinein versinken.... ...Lesen lernen, nachts erwachen... ...ist schon auch eine hohe Stufe sich Jemanden vom "Leibe" halten.... große Kunst...

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  13. Grüß dich lieber Ernst,
    freut mich sehr mal wieder direkt mit dir zu sprechen! Du bist in Regensburg, ich fahre am Wochenende wieder nach Ingolstadt, das Donauwasser fliesst von uns zu euch, wir schicken es zu euch.
    Na ja wenn du meinst, wenn gearbeitet wird, gibt es die Auflösung von der du spricht, alles zieht mehr in den Alltag ein, klar. Es ist an einigen Stellen schon bemerkbar, wir versuchen nur, mit den uns mitgegebenen Werkzeugen die Mitte zu finden bzw bereits zu halten. Hm. Du suchst in den Götterwelten, aber es gibt auch die Elementarebene, das richtige Element muss es sein. Ich fand immer am allerschlimmsten, weder Steiner, noch Wilber, noch sonst irgendeine Spiritualität zu kennen, einfach nur nichts. Wieso findest du Traurigkeit an dieser Stelle unoassend? Es ist doch gerade das Göttliche, was dort trauern muss. Es wäre absolut ungöttlich, nicht zu trauern.
    Trotzdem ist gut, wenn es aufhört. Mal sehen was jetzt kommt.
    Ja nun, die Organe zum handeln ausgebildet zu haben, klar ist das eine hohe Stufe, derjenige muss ja schon viel daran gearbeitet haben bevor es klappt.

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  14. Grüß Dich ebenfalls liebe Kerstin,

    "Wieso findest du Traurigkeit an dieser Stelle unoassend?"

    die Traurigkeit bei Junko kann nur eine Projektion des Menschlichen hinein ins Göttliche sein. Nun, vielleicht hatte ich durch das Schicksal des Eintauchens in den Krsna-Strom eine Realität des Göttlichen kennengelernt, welche Traurigkeit nicht kennt, bei Krsna. Und Du bringst mich mit der Frage doch glatt in diese "verda..." (Verzeih) Erkenntnisschwierigkeiten, wenn Steiner von der Krsna-Sünde spricht, die Christus ausgleicht, wiewohl Krsna das Größte gab - also nicht Christus - was ein Gott dem Menschen geben kann und Steiner spricht davon, das ist halt ein Widerspruch.
    Danke für das Wasser, wenns nicht zu viel wird.

    Weder beim Tode des Zwillingsbruders, noch der Mutter, des Vaters erlebte ich Trauer. Kann sein, weil ein inneres Mitleben Trauer gar nicht aufkommen lassen kann, denn sie sind ja gar nicht weg, im Gegenteil, viel näher als zu "Lebzeiten".
    Die Elemtarwelten zu erleben ist wirklich ein Geschenk, wir pendeln eben, reichen uns die Eimer...
    -- da Junko den Sieg Michaels ankündigte, warum sollte nun Trauer herrschen bei den Göttern?!

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  15. »eventuell kann man irgendwann auch mal jemande/n auftreiben, der/die vielleicht ansatzweise versteht, was KW sagt oder will.«
    :-) Lieber Rainer, ich gebe Dir recht – das kommt ein wenig zu kurz (übrigens habe ich weiter oben bereits hingewiesen auf „Grace and Grit“ und Michaels Rezension darüber).

    Ich begreife Ken Wilbers „Quadrantenmodell“ nicht als irgendein „Mandala“ oder gar als etwas „(Schwarz-)Magisches“. Sondern es ist ganz einfach eine Übersicht über die folgenden vier „Kategorien“ von „Sichtweisen“ oder „Standpunkten“:
    oben Einzahl, individuell (Ich/Er), unten Mehrzahl, kollektiv (Wir/Sie Mz);
    links „Innenperspektive“ (Ich/Wir), rechts „Außenperspektive“ (Er/Sie Mz).
    Wenn man weiß, aus welchem „Quadranten“ jemand spricht, kann das sehr hilfreich sein für ein besseres Verständnis dessen, was er sagt. Ich kann beim besten (oder auch schlechtesten ;-)) Willen nichts „Schlimmes“ daran erkennen, darauf aufmerksam zu machen.
    Ebenso wie ich nichts „Schlimmes“ sehe an der Darstellung und Benennung unterschiedlicher „levels“ (und irgendwie begreife ich noch überhaupt nicht, wie jemand in Ken Wilbers Modell verschiedene Entwicklungsstufen, die bis heute alle nebeneinander und gleichzeitig existieren, „gut und richtig“ finden und gleichzeitig Rudolf Steiners Schilderungen unterschiedlicher Entwicklungsstufen ablehnen kann – das ist mir noch ein ziemliches Rätsel).

    Offenbar sind aber viele hier sich ziemlich einig darin, wie wir Ken Wilbers website empfinden. Ich freue mich sehr über Eure Schilderungen – denn das scheint mir zu bestätigen, daß die „Kälte“ dieser Seite, das „Zwingende“ dieser Hand, unser „Abgestoßensein“ insgesamt eben nicht bloß ein subjektiver Eindruck ist, sondern daß da etwas ist, das sich empfinden läßt.

    Was mir zu denken gibt, das ist der große, wirklich ganz krasse Unterschied, den ich zwischen dieser website und den Büchern Ken Wilbers empfinde.
    (@Rainer: es würde mich sehr interessieren, ob Du das wirklich anders empfindest, wenn Du einmal von den Büchern absiehst und allein die website auf Dich wirken läßt).

    Das erinnert mich an einen anderen Menschen, von dessen Büchern ich vor vielen Jahren nicht nur, wie bei Wilber, intellektuell „angetan“ war, sondern die ich wirklich ganz herzerwärmend fand --- und Jahre später, als ich zufällig auf seine website stieß, wehte es mich sehr viel kühler an (wenn diese Kühle auch nicht zu vergleichen ist mit der Eiseskälte, die für mich von Wilbers website ausgeht).
    Ich spreche von Neale Donald Walsch.
    Ich habe seine wunderbaren „Conversations with God“ im englischen Original gelesen, mit großer Freude. Als ich kurz darauf in einer Buchhandlung in der deutschen Übersetzung blätterte, war ich enttäuscht – vieles von der „Essenz“ schien beim Übersetzen „verduftet“ zu sein. Natürlich liegt das wohl vor allem an den vielen originellen Wortspielen Walschs, das läßt sich halt nur sehr unvollkommen übersetzen...
    Vielleicht ist jemand unter Euch, der diese Gespräche ebenfalls gelesen hat und sich an sein Empfinden dabei erinnern und dieses Empfinden mit dem vergleichen kann, das sich beim virtuellen Besuch seiner website einstellt.

    (Fortseetzung folgt)

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    1. Liebe Ingrid,
      ich war eben auf der vieldiskutierten Website von KW. Mein Eindruck: Sehr bunt, und sehr Science-fiction-mäßig. Keinesfalls abstossend oder bedenklich oder ähnliches in der Art. Man befindet sich halt im Netz und ich persönlich erlebe dort ausnahmslos alles als eher "kühl" (schöne oder wärmere Bücher/Bilder/Fotos finde ich in Büchern oder Museen) die ein und andere Seite ist einfach offener für technischen Schnick-Schnack - anhand einer Website allerdings tendenziöse Aussagen über die Authentizität eines spirituellen Lehrers zu machen finde ich bedenklich, da vermischen sich in diesem Fall Ressentiments gegen Info3 und Gronbach mit den üblichen schlafmützigen Ideen über die wahre Anthroposophie.
      Ken Wilber hat mich bisher nicht interessiert (habe eigentlich "genug Lehrer"), könnte mir aber vorstellen, dass ich ihn mir mal vornehme, d.h. eines seiner Bücher lese, von vorne bis hinten.

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    2. Frage in die Runde. Bis jetzt habe ich Ken Wilber nur vermittelt bekommen durch Info3 und diese Seiten. Ein Buch gelesen habe ich nicht von ihm. Aber an diejenigen die ihm wohl gelesen haben die Frage ob er das Thema Transhumanismus auch foerdert oder damit sich auseinandersetzt?

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    3. Lieber Rainer,
      »anhand einer Website allerdings tendenziöse Aussagen über die Authentizität eines spirituellen Lehrers zu machen finde ich bedenklich«

      Natürlich stimme ich Dir zu.
      Und das hatte ich auch nicht im Sinn – ebensowenig wie „Ressentiments gegen Info3 und Gronbach“ oder die „üblichen schlafmützigen Ideen über die wahre Anthroposophie“.
      Und selbstverständlich habe ich die (wenigen) Bücher Ken Wilbers, die ich gelesen habe, von vorn bis hinten gelesen. :-)

      Allerdings ist es nun einmal eine Tatsache, daß ganz verschiedene Menschen, die sich ja sonst bei weitem nicht in allem einig sind ;-), sich in ganz ähnlicher Weise abgestoßen fühlen von dieser website. Das hat – für mich jedenfalls – eine andere Bedeutung, als wenn ich das nur allein (oder gemeinsam mit in solch „schlafmütziger“ Art und Weise ganz und gar „Gleichgesinnten“ ;-)) empfinden würde.

      »Man befindet sich halt im Netz und ich persönlich erlebe dort ausnahmslos alles als eher „kühl“«
      Daraus schließe ich, daß diese „Kälte“ sich also auch von Dir empfinden läßt.
      Für mich ist es ja im Netz wie im sonstigen Leben auch: es ist nicht alles gleich kalt oder warm, sondern es lassen sich unterschiedliche Wärmegrade empfinden.
      Kälte ist ja nicht an und für sich etwas „Böses“ – sie ist definitionsgemäß, für mich auch im Seelischen, einfach Abwesenheit von Wärme.
      In Artikeln wie beispielsweise diesem erlebe ich Wärme als anwesend, obwohl er im selben Netz zu finden ist – hier hat die Kälte keine Chance.

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    4. Lieber Kees,

      da hier niemand außer mir (nicht mal Rainer, was mich überrascht) Ken Wilbers Bücher gelesen zu haben scheint, geht diese Frage wohl an mich.
      Ich bin weit davon entfernt, Wilber-Expertin zu sein, ich habe nur drei Bücher von ihm gelesen, hatte keine Veranlassung, ihn als „Lehrer“ anzunehmen, und obendrein ist das schon ein paar Jahre her.
      Der Begriff Transhumanismus ist mir neu, ich habe daher in der wikipedia nachgelesen.
      So, wie ich Ken Wilbers AQAL-Modell (integral: all quadrants, all levels) in Erinnerung habe, ist darin Raum für Transhumanismus - Wilber würde das vielleicht seinen beiden „unpersönlichen“ Quadranten zuordnen, rechts oben individueller, rechts unten kollektiver Transhumanismus...
      So wie ich Ken Wilber verstanden habe, geht es ihm nicht um „Förderung“ der Entwicklung einer einzelnen Richtung, sondern eben um eine „integrale“ Sichtweise, ein Verständnis der Welt unter „Integrierung“ aller Quadranten und Entwicklungsstufen, und damit aller möglichen „Denkrichtungen“.

      Wie schon gesagt: ich finde, es ist möglicherweise ein praktikabler „Filter“ zum „Kategorisieren“ alles in irgendeiner Weise „manifest“ Gewordenen, Vergangenen (worunter ich auch Denkrichtungen verstehe, die es bis zu einem „Sammelbegriff“ gebracht haben, wie beispielsweise „Transhumanismus“).
      Für die Zukunft (und damit auch für die lebendige geistige Gegenwart, aus der diese Zukunft herauswächst) finde ich das nur sehr bedingt geeignet.
      Soviel ich mich erinnere, heißt der oberste „level“ im AQAL-Modell „transpersonal“ --- ich bin mir aber nicht sicher, ob diese Bezeichung überhaupt von Wilber ist; und auch nicht, ob es auch noch etwas darüber hinaus geben kann/darf, oder ob damit dann einfach Schluß ist. Ebenso sehe ich nicht, wohin es weitergehen könnte, wenn man alle Quadranten in sich „integriert“ hat - auch hier scheint mir möglicherweise ein Schlußpunkt vorprogrammiert zu sein, über den es nicht mehr hinaus geht.

      Zu alledem müßte man natürlich jemanden befragen, der sich bei Ken Wilber besser auskennt als ich.
      Übrigens hat Mieke Mosmuller sich in ihrem Buch „Arabeske“ eingehend mit Ken Wilber beschäftigt. Es ist schon eine Weile her, seit ich dieses Buch gelesen habe, das ich sehr interessant fand. Unter anderem stellt sie dem „Integral“ Ken Wilbers das „Differenzial“ Rudolf Steiners gegenüber...

      Genug für heute.
      Gute Nacht!
      Ingrid

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  16. Welche Entwicklung hat hier stattgefunden?
    Mit den websites Neale Donald Walschs oder Ken Wilbers haben wir meiner Ansicht nach das Endprodukt eines Prozesses vor uns, an dem nicht nur Walsch bzw Wilber selbst, sondern noch etwas ganz anderes beteiligt war.
    Ich meine natürlich auch alles „Technische“, das nunmal im Wesen des Mediums internet liegt – darauf möchte ich jetzt gar nicht näher eingehen, Ihr wißt sicher alle, wovon ich spreche (:-) Und schon allein die Tatsache, daß ich hier fleißig meine Tastatur benütze, zeigt wohl, daß ich diese technischen Errungenschaften nicht „verteufeln“ will).
    Was man aber nicht unterschätzen sollte, das ist der „Druck“ der Anhängerschaft, und als Folge davon dann natürlich auch der „Sog des Marktes“ (Ihr mögt mich für naiv halten – aber ich unterstelle weder Walsch noch Wilber, daß es der Gedanke an die mögliche Vermarktung war, der sie ihre ersten Bücher schreiben ließ).

    Auf Walschs website heißt es:
    »Since the publication of the nine Conversations with God books starting back in 1995, Neale has received innumerable requests from people all over the world to create a program that would allow people to study this material in a way that makes it possible for them to not only grasp it with their minds, but to actualize its profound spirituality and practical metaphysics in their lives.«
    Und:
    »If you would like to:
    Learn and apply the 25 Core Messages of CWG;
    Explore the 9 Changes That Change Everything as they apply to dramatic change in your life;
    Understand precisely how individuals create their own reality;
    Ask the 7 Simple Questions that could change the world;
    Gain awareness of a framework for rebuilding humanity's global structure;
    Come to deeply comprehend The Only Thing That Matters; and
    End the questions about what happens when we die.
    Click here to learn more.«

    Freilich. Wer es so einfach haben möchte, wer alles ein für allemal „dramatisch verändern“ will, sodaß es endlich „richtig“ ist und sich nicht in jedem Augenblick unvorhergesehen auch ganz anders entwickeln kann, wer möchte, daß alle Fragen endlich aufhören, weil man „The Only Thing That Matters“ endlich ganz und gar verstanden hat --- der wird sich wohl gern darauf einlassen, den Anleitungen eines „Erleuchteten“ zu folgen.

    Ich hatte schon gestern die Assoziation zu NLP – auch dabei geht es ja im Grunde um die narrensichere (um nicht zu sagen: tod-sichere) Vermittlung von „Techniken“, die ein anderer sehr erfolgreich angewendet hat --- hier noch ein wenig krasser als bei Walsch oder Wilber, da Richard Bandler und John Grindler nicht einmal versuchten, ihre eigenen Intuitionen für alle möglichst einfach „lehr- und lernbar“ zu machen, sondern sich Milton Erickson zum „Modell“ nahmen, seine Art, Gespräche zu führen, seine Wortwahl, seine Körpersprache studierten, kopierten und daraus schließlich ihre Methode konstruierten...

    Was will ich mit alledem sagen?
    Erstens: Meiner Ansicht nach ist das, was wir als Ergebnis vor uns haben, nicht dasselbe wie das, was ein Mensch ursprünglich aus seinem „Mitgebrachten“ entwickeln wollte/hätte können/hätte „sollen“. Denn nicht nur dieser eine Mensch selber, sondern auch sehr viel anderes wirkt daran mit, was schließlich dabei herauskommt. Unter anderem wir alle, als seine Zeitgenossen...
    Und zweitens: narrensichere „Techniken“ und vorgefertigte „Schubladen“ mögen sich zwar wunderbar für alles eignen, was in irgendeiner Weise „mechanischen“ Gesetzen folgt --- will man sie aber auf das Geistesleben anwenden, so passen sie nur für den Bereich, in dem es keine Freiheit gibt: für ein besseres Verständnis der nicht mehr veränderbaren Vergangenheit.
    Für Gegenwart und Zukunft scheinen mir solch vorgefertigte Modelle ganz ungeeignet zu sein. Denn sie lassen nicht genug Raum für das „Siehe, ich mache alles NEU.“

    Herzlichen Gruß in die Runde,
    Ingrid

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    1. Liebe Egoistenfreunde,

      ich habe erst ein bisschen überlegt, ob ich das Folgende posten soll, nun tu ich es doch:
      Diese ganze Geschichte, die ich mit der website erlebt habe, ist eine Freude!
      Ich hatte mir neben der website von Wilber auch ein Video von Ramana Maharshi angeschaut, weil ich etwas brauchte, um diese Kälte von Wilber zu neutralisieren. Dieser Mensch, Maharshi, ist so voller ausstrahlender Liebe und Wärme, es ist ein Segen, ihn nur anzuschauen (es war ein Stummfilm) – für mich das Gegenteil von dem, was mich aus Wilber's website anschaute.
      Dann ging ich ins Bett und hatte diesen Traum, oder wurde wach, weil ich dieses immagine von Wilber über mir im Raum hatte. Ich war sicherlich wach, denn ich hatte ein Bewusstsein. Ich wusste am nächsten Morgen ganz genau, dass ich dachte: beeindruckend, dass ich den so erlebe – dann drehte ich mich um, auf die Seite, denn ich lag auf dem Rücken und hatte dieses Ding über mir. Ich wollte raus aus der Achse und habe meine Gedanken bewusst zu Ramana Maharshi, diesem wunderschönen Menschen, und zu Christus geführt. Die beiden erschienen mir in ihrer Qualität wie dasselbe.
      Irgendwie schien dieses körperlich mich Umdrehen und innerlich wenden leicht, es war kein Kampf - und aber doch schwierig. Ich bin dann wieder eingeschlafen. Es war kein Alptraum. Ich nehme an, dass, wenn ich ein Mantra gesprochen hätte, es dieselbe Wirkung gehabt hätte.
      Am Morgen hatte ich die Erinnerung von dem Ereignis noch sehr stark und ich habe mich wirklich gefreut, dass ich im Halbschlaf schon das Richtige gemacht hatte. Ich habe mich über mich selbst gefreut – das zu bemerken war wirklich schön, bei anderen Dingen, die nicht so gut klappen im Leben.

      Ich möchte unterstreichen, dass ich damit nicht sage, dass ich Wilber als den „Bösen“ sehe, sondern seine Art von website hat etwas in mir ausgelöst, das schon auch meines ist.

      Ich freue mich sehr über Ingrids Reflexionen und den Versuch zu verstehen, wieso eine website eines Autors anscheinend so anders sein kann als dessen Bücher.
      Und das, danke Ingrid!, ist für mich die Essenz dieser Reflexionen:
      narrensichere „Techniken“ und vorgefertigte „Schubladen“ mögen sich zwar wunderbar für alles eignen, was in irgendeiner Weise „mechanischen“ Gesetzen folgt --- will man sie aber auf das Geistesleben anwenden, so passen sie nur für den Bereich, in dem es keine Freiheit gibt: für ein besseres Verständnis der nicht mehr veränderbaren Vergangenheit.


      PS: Ich hab mir heute zwei Bücher von Steiner über Christus bestellt.

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    2. Liebe Friederike,

      ich danke Dir sehr für Dein Erzählen.
      Ich kann Deine Freude über Dich selbst sehr gut nachvollziehen, noch mehr: ich teile sie. :-)
      Deine Schilderung, wie Du Deine Begegnung mit dieser website in Freude verwandelt hast, ermutigt mich, Dir zu antworten:
      Dieses Umwenden in der Nacht in „bedrohlicher“ Situation, indem man sich auf die andere Seite dreht --- das ist mir sehr vertraut, schon seit der Kindheit (inzwischen sind diese Erlebnisse seltener geworden).
      »Irgendwie schien dieses körperlich mich Umdrehen und innerlich wenden leicht, es war kein Kampf - und aber doch schwierig.«
      Auch ich habe es nie als einen Kampf erlebt – es war eher so, daß ich erst wieder in meinen Körper „hineinschlüpfen“ mußte, um ihn überhaupt bewegen zu können. Und das war manchmal nicht ganz einfach. Dabei schien diese körperliche Umwendung wirklich not-wendig zu sein – es fühlte sich oft so an, als ob ich sonst auf der Stelle gestorben wäre.
      Ich hatte dabei allerdings nie den Eindruck, es wäre ein Abwenden von etwas, das mich persönlich bedrohte. Sondern es war eher wie ein Hinwenden zu etwas... und wenn ich das geschafft hatte, schien mir von außen etwas wie „Erleichterung“ zuzuströmen. Erst danach „übernahm“ mein Alltagsbewußtsein...

      ---

      Ich freu mich auch, daß Du mit meinen Gedanken etwas anfangen konntest.
      Herzlichen Gruß!
      Ingrid

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    3. Ja, wenn die Basssaiten im Leben berührt werden, die Dinge, die immer wieder aufgerührt werden, mit denen man ringt, und an denen man sich aufrichtet. Man wäre ohne Das nicht man selbst. Das ist das, wo man wirklich Schicksal abträgt. Manchmal tut ich der Boden auf, und dann ist es da.

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  17. http://www.info3.de/c5-style/index.php//magazin/info3/1021/info3-blog?p=294

    Wir haben uns dabei auf die anthroposophischen Wurzeln von Info3 besonnen und gleichzeitig ausgewertet, welche Themen bisher die stärkste Resonanz gefunden haben und wo weiteres Potenzial liegen könnte. Als Konsequenz daraus werden wir künftig verstärkt die praktischen Impulse Steiners, besonders Themen wie Neues Wirtschaften, Gesundheit und Fragen der Lebensorientierung nach vorne bringen. Unser Anspruch: Das Beste aus der Anthroposophie in jedem Heft! Noch stärker als bisher................................................................

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