Peter Selg über Sergej Prokofieff

Nein, es handelt sich nicht um einen aktuellen Kommentar zum endgültigen Rückzug Sergej Prokofieffs, sondern um eine Buchbesprechung von Prokofieffs "Wie stehen wir heute vor Rudolf Steiner?"im "Goetheanum" vom letzten September.

Bemerkenswert ist daran, dass Selg das innere und äußere Drama um Prokofieff so warmherzig, einfühlsam und präzise schildert. Es ist das Drama eines Menschen, der offenbar die Entwicklung, die die Anthroposophische Bewegung nimmt, als sinnentleert empfinden muss. Den inneren Mechanismen, die Selg darstellt - etwa, dass die breit aufgenommenen Arbeiten von Anthroposophie- Kritikern einen kausalen Zusammenhang hätten mit einer spirituellen Schwächung der Anthroposophischen Gesellschaft-, kann ich nicht nachvollziehen. Schließlich wächst man an Kritikern und kann sich entwickeln- vor allem, wenn man erkennt, an welchen Punkten sie völlig berechtigt den Finger in offene Wunden legen. Aber in der Darstellung Selgs wird das bittere Porträt eines etwas nostalgischen Prokofieffs deutlich - wobei ich das bitte, nicht negativ zu verstehen -, dem es unmöglich wird, das moderne, strategische Denken eines zeitgenössischen Vorstandes mit zu tragen, der seit einiger Zeit vor allem daran denkt, sich international und auf allen Kontinenten präsent aufzustellen.

Man sieht daran, wie der Vorstand neue Mitglieder kooptiert, dass die Absicht besteht, sich global zu positionieren. Prokofieff war dem gegenüber nicht im geringsten Politiker oder Stratege. Er war ein Repräsentant der Pflege eines inneren Lebens, das sich vor den rauen Winden der Zeitgenossenschaft eher schützen möchte und bei allen möglichen Gelegenheiten Abirrungen vom rechten Glauben (oder dem "michaelischen Impuls", dem "Weihnachtstagungsgedanken") wittert und geißelt. Womöglich ist diese innere Welt tatsächlich etwas aus der Zeit gefallen.

Kommentare

  1. @cheese: Vielleicht wird es für Dich ja mal Zeit, die Jagdsaison auf Judith von Halle zu beenden. Da bist Du ja ein Meister des Jagens geworden. Hoffe und bete darum, daß Du selbst nicht eines Tages das Opfer einer "Jagdsaison" wirst, wie Du sie selbst gerne betreibst...unaufhörlich - und unerbittlich.
    Wolfgang

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    1. "wenn die Jagd mit saubere Argumente gefuehft wird,habe ich nichts dagegen..."

      um Ausreden nicht verlegen ;-)

      es scheint so, als würde sich so mancher Anthro immer wieder gern mit den simpelsten Tricks herausreden wollen, nur um sich selbst zu betrügen ;-)

      ein echtes Problem, denn es zeigt schon sehr deutlich eine gewisse Scheinwelt, auch ein Stagnieren...

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    2. Der Text hört sich komisch an....

      die ersten beiden Zeilen, strotzen vor Fehlern, die folgenden bis zum Schluss sind gestochen scharf und fehlerfrei formuliert. Wie kommt denn das blos...

      Wurde da ein Text von irgendwoher, hierher kopiert ? tztztzt..........


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  3. Ja - saubere Argumente...- das kann man machen. Oder man macht es wie Du: man sammelt auf seiner homepage alle Arten von Kritiken, die man seit Jahren bei den unterschiedlichsten Leuten findet. Und nennt Judith - zur Abwertung - dann am besten noch mit dem Mädchen-Namen, also dem Namen, den sie hatte vor der Hochzeit...
    Es gibt tausend subtile nichteingestandene Möglichkeiten, auf eine Person zu zielen, sie abzuwerten, auch ohne daß man nur sauber argumentiert - zumal Deine gesammelten Texte nicht nur aus sauberen Argumenten bestehen...- sondern aus allen, die Du gefunden hast.
    Was wohl Deine Motive dabei sind? Sind diese wirklich immer klar und sauber?
    .
    Bei Judith von Halles Motiven beim Schreiben weiß ich jedenfalls: die Motive dazu sind immer klar und sauber...

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  4. Also, wenn ich auch angesprochen sein sollte mit den unsauberen Methoden und unlauteren Absichten, dann bitte ich darum, mir das direkt hier mitzuteilen.

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  5. Also wenn ich Dich hätte ansprechen wollen, dann hätte ich das direkt gemacht - und ohne Hemmungen...
    :-) Wolfgang

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    1. @Kees: ich kenne niemanden, der meine Mutter - oder meine Schwester - oder sonstige Frauen - beim Mädchennamen nennt...
      Niemand schiesst - aber ich sehe viele Schützen - und möchte sie davor verteidigen.
      Ich, Wolfgang, fühle mich nicht im allergeringsten in einer Opfer-Rolle - da kannst Du Dir sicher sein.
      Und es ist nur eine kleine Verleumdung von Dir, wenn Du sagst, daß jeder, der nicht für JvH ist, gegen sie sei! Junko irrt sich sowieso über die sog. "Anhänger". Die, die sie beschreibt, existieren ausschließlich in ihrer Vorstellung. Das ist eine Projektion von ihr. Diese Art unkritischer Anhänger gibt es nirgends in der Realität.

      Übrigens: wenn Du wirklich alles über JvH, was Du findest, veröffentlichst, hast Du auch schon das hier auf Deine Seite gestellt?

      www.gamamila.de/16._Februar_2009.html
      - ganz unten:

      "Eine geistgemäße Prüfung

      Vor etwa 12 Jahren ertrug ich selbst - anfangs im Hinblick auf Karma - immense Initiationserfahrungen, die bis in meinen physischen Leib individuell bedingte und aufgrund der Zurückwandlung in die früheren Leben verständliche und konsequente Anzeichen und Wunden hervorriefen, die meine nächste Umgebung damals als Symptome dafür deutete, dass ich krank wäre. Das anthroposophische Studium und die meditative Schulung hatten mich aber auf das geistige Gesetz hingewiesen, das besagt, dass jedes Mal, wenn ein neues Geist-Erleben kommt, man in der Sinneswelt und möglicherweise in seinem sozialen Umkreis stattfindend irgendeiner seelischen Prüfung exponiert wird.

      Als adäquates Zeugnis für viele Andere, die auch anderen geistigen Erfahrungen erproben, nehme ich wahr Judith von Halles „Auftreten“ mit Christus-Wunden entsprechend einer geistgemäßen Prüfung in der Gegenwart für die anthroposophische Bewegung und für ihre Gesellschaft. Diese wäre weiter zeitgemäß, falls ihre Mitglieder diesen okkulten und „sinnlich-sittlichen“ Check der geistigen Welt beständen. Das belächelnde Verharmlosen ihres Versuchs, aus der Anthroposophie mit den Stigmata zu leben, das abscheuende Nichterkennen Judith von Halles als eine anthroposophische Geistesforscherin und die arrogante Ablehnung ihrer Forschungsergebnisse führt nur zu einer weiteren Verschärfung der Fronte und zu einer Verharren im karmischen Cliquenwesen, von der die anthroposophische Bewegung trotz Steiners dezidierten Warnungen in dieser Richtung schon genug gelitten hat. U. a. das Pilatusartige des Hände-Waschens, das Lächerlich-Machen und das Verwerfen ins Katholische, das ich in den Beiträgen von Michael Eggert, Jens Heisterkamp und Holger Niederhausen lese, führen nicht weiter.

      Wir können den Impuls esoterischer Entwicklung darin sehen, dass wir niemals uns zufrieden stellen brauchen, sondern uns immer höheren und auch vielleicht schwereren individuellen und gemeinsamen Prüfungen unterziehen müssen. Nicht wie einige ‹GA-Gelehrte› es sich allenfalls erhoffen, werden die neuen ‹Eingeweihten› irgendwelche beispielhafte Heilige sein. Rudolf Steiner wusste es: Es wird heute und künftig viele Naturen geben, wie z. B. es Goethe war, die mit dem einen Teil ihres Wesens hoch hinaufsteigen, dagegen bleiben sie mit dem anderen Teil zum Glück ‹menschlich-allzumenschlich›.

      Falls Sergej Prokofieff seine Allzumenschlichkeit zugeben würde, statt sich hinter den Wortlauten von Rudolf Steiners zu verschanzen wie drinnen sitzend in einer russischen, hölzernen Matrjoschka-Puppe, würde man mit ihm wie unter Freunden oder unter Kollegen ins Gespräch kommen können. Dann wäre etwas für die Zukunft der Anthroposophie gewonnen. Mein einziger Versuch, mit ihm ins Gespräch im Jahr 2001 zu kommen nach einem Jahrzehnt der persönlichen Vorbereitung und des anhaltenden Briefwechsels, gescheiterte einfach nach ein paar Minuten, nicht weil ich unbedacht, taktlos oder parteiisch war, sondern weil er zu jener Zeit keine unmittelbare Aufgabe für sich sah, ‹hervorzukommen›, um über denkbare Resultate praktischer Karmaübungen zu sprechen."
      (Ende Zitat von Jostein Saether)
      .
      Oder ich finde auch keine positive Bücherkritik...

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  7. oder, Kees Kromme:
    hast Du auch das hier schon auf Deiner Seite stehen?
    (von hier:
    www.gudrun-gundersen.de/artikel_76384350.html)
    .
    Ein Artikel über
    Ist Judith von Halle eine Geistesforscherin?
    .
    Oder verschiedene positive Bücherkritiken von Büchern von JvH, die man dort findet?

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  8. Oder, Kees Kromme,

    findet man auch das auf Deiner Seite? (Von 2006)
    .
    Judith von Halle wurde 1972 in Berlin geboren, als einziges Kind ihrer jüdischen Eltern. Hebräisch lernte sie schreiben und lesen als sie vorbereitet wurde zur Bath-Midsvar, der jüdischen Konfirmation. Es war ihr die geistige Welt von Anfang an wohl vertraut; diese war in ihr so stark gegenwärtig, dass sie wie in zwei Welten lebte: in der eigentlichen geistigen Heimat und die hiesige Welt, die sie die „Theaterbühne des Lebens“ auch heute noch nennt. Sie dachte als Kind, dass alle Menschen die gleichen geistigen Erlebnissen hätten wie sie selber, doch musste sie lernen, dass dem nicht so sei und bewahrte daher alles Diesbezügliche im Herzen.
    Von der Grundschule ging es zum katholischen Gymnasium in Berlin, weiter nach Texas und wieder zurück an die damals neue Berliner J.F.Kennedy Schule, in der sie das Abitur ablegte. Hier lernte sie vor allem das zu der Zeit noch unbekanntere Teamwork kennen.
    Das Interesse für Architektur hat sie vom Vater geerbt, weshalb sie ihr Architekturstudium an der Berliner Hochschule der Künste begann. Bald jedoch wechselte sie an die Technische Hochschule über, an welcher Prof. Carl-August von Halle dozierte, dem sie mit besonderer Aufmerksamkeit folgte. Als sie nach einiger Zeit Mitarbeiterin in seinem Architektenbüro wurde, erwies sich dies als schicksals- formendes Geschehen, da er langjähriger Anthroposoph ist und ihr im 25. Lebensjahr das Buch „Theosophie“ von Rudolf Steiners zu lesen gab. Bereits am nächsten Tag fragte sie nach mehr Literatur, denn sie hatte mit ihrer besonderen Geistesgegenwart bereits den ganzen Inhalt in sich aufgenommen. Für sie war dieses Buch das große, erlösende Erlebnis ihres Lebens, denn hier fand sie endlich eine Darstellung in klaren Begriffen von der seit der Kindheit in ihr ständig lebenden geistigen Welt. Sie war überglücklich, endlich Rudolf Steiner, seine Geisteswissenschaft und die Anthroposophie gefunden zu haben. Richtungsweisend für jeden kommenden Tag war diese Stunde des Bekannt- Werdens mit seinem umfassenden Geisteswerke. Von nun an studierte sie dieses und lernte ihre Geisterlebnisse zu benennen, einzuordnen und sie an dem Meister zu prüfen und sich selber auf diese Weise weiter zu entwickeln. 1998 schloss sie das Architekturstudium mit dem Dipl. Ing. ab und arbeitete als Architektin. Später wurde sie Mitarbeiterin des Sekretariates des Rudolf Steiner Hauses in Berlin, wo sie ab 2001 auch Vorträge hielt. 2002 war die Heirat mit Professor Carl-August von Halle.

    In der Karwoche 2004 setzte eine Umwandlung des physischen Leibes von Judith von Halle ein, die bis heute angehalten hat. Schon drei Wochen vorher hatten Blutergüsse sich an den Handflächen, erst innen, dann außen gezeigt, als sie dann auch an den Füssen und an der Seite auftraten, wusste sie, was das bedeutete und was auf sie wartete. Karfreitag 2004 brachen die Wundmale Christi in ihrem Leib auf und es war das erste Mal, dass sie das gleichzeitig stattfindende Erlebnis der „Zeitreise“ hatte. Seither erlebt sie jeden Freitag mit unverminderter Kraft und immer wieder neu diese Leidenserlebnisse um Christus-Jesus und das Golgathageschehen. In dem Geleitwort von Judith von Halle zu ihren Büchern beschreibt sie die „Zeitreise“ zum Golgathageschehen folgender Massen: “Es handelt sich dabei also nicht um sogenannte Visionen oder reine Schauungen, auch nicht um Imaginationen, sondern um das Durchleben des tatsächlich auf der Erde Geschehenen . ... So kann beispielsweise auch die Sprache gehört, der Boden unter den Füssen, Kälte oder Wärme gefühlt werden.“ –

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  9. Und jeden Sonntag in der Frühe darf sie teilnehmen an Seiner Auferstehung, welche sie mit solcher Kraft erfüllt, so dass sie bereits seit Ostern 2004 ausschließlich von dieser Auferstehungskraft lebt und entsprechend alle irdisch feste Speise von ihrem Leib als Gift erlebt wird. Einzig Wasser, dem Element, das auf der Erde dem Ätherischen entspricht, kann sie in kleinen Mengen zu sich nehmen. Sie wird ernährt rein aus der Wirksamkeit des Geistes.

    Da Judith von Halle noch erst 34 Jahre alt ist, stellen sich viele Anthroposophen die Frage, wie sie denn ihre Fähigkeiten in diesem Leben aus dem Ich erarbeitet habe. Wir haben es hier offenbar mit einer besonderen Situation innerhalb der Menschheit zu tun. Judith von Halle brachte in diese Inkarnation bereits viele Fähigkeiten aus vergangenen Leben mit, das ja seit Christi Wirken auf Erden möglich geworden ist und welches Rudolf Steiner oftmals beschrieben hat. Bezüglich der Seite ihrer Arbeit als Geistesforscherin schreibt sie:„ Es ist eine schwierige und daher höchst verantwortungsvolle Aufgabe für den Menschen, diese objektive Tatsachen, welche sein Ich jenseits der Schwelle hat aufnehmen können, nun auch in eine wirkliche Erkenntnis zu verwandeln, die ebenso wahrheitsgemäß ist, wie die reine Wahrnehmung zunächst als gegeben vorhanden ist. Immer wieder ist zu überprüfen, ob die geistige Wahrnehmung auch tatsächlich demjenigen Begriff entspricht, dem man sie zuordnet. Erst wenn alle Ergebnisse dieser Prüfung standhalten, darf sich der Schüler der Geisteswissenschaft berechtigt fühlen, diese seine Ergebnisse als Geisterkenntnis weiterzugeben.“ Und diese Seite ihrer Geistesforschung „hat seitdem höchstens eine Verstärkung erfahren.“
    Ihr heutiger Leib, der die Zeichen der Stigmatisation trägt und nur von Wasser und Geist ernährt wird, bildet den Keim zu dem, was „Auferstehungsleib“ , auch Phantomleib genannt wird, wie es von Rudolf Steiner dargestellt wird in GA 131 „Von Jesus zu Christus“. Zwei ausführlichere Vorträge darüber findet man in dem ersten Buche von Judith von Halle „Und wäre Er nicht auferstanden ...“ in dem auch Peter Tradowsky seine Erkenntnisse darüber beschreibt.

    Man kann nur dankbar sein, dass Judith von Halle die Aufgabe angenommen hat ausführlich und mit heutigen Begriffen das Leben Christi und seiner Umgebung uns in Vorträgen und Büchern nahe zu bringen. Es ist für sie die wichtigste Aufgabe, für Sein Wirken Verständnis in den Menschenseelen zu schaffen. Gleichzeitig lebt sie uns heutigen materialistischen Menschen vor, dass der Geist eine so starke Realität ist und wir wirklich aus ihm geschaffen sind, so dass er uns ernähren kann. Die neuen Erkenntnisse, die ihr täglich zugänglich sind zeugen von ihrer ganz zeitgemäßen bewussten Geistessituation. Unser Anteil an diesem Geschehen kann sein, es als eine Erkenntnisaufgabe als Anthroposoph zu bearbeiten, dass wir nicht nur gedanklich die Anthroposophie aufnehmen mögen, sondern durch dieses konkret vorgelebte Beispiel die starke Wirksamkeit des Geistes erkennen und als Wahrheit in dem Gemüte annehmen können, um zu der Kraft des Ernst -Nehmens und bis hin zum Durchführen vorzustoßen.
    In ihren Darstellungen legt Judith von Halle ein neues Evangelium für das Bewusstseinsseelenzeitalter dar. Sie kann Einzelheiten aus dem Leben Christi und seiner Jünger schildern, die ihr diese zusammenschauende Möglichkeit von Geistesforschung und konkretem Erleben durch die Zeitreisen geben. Auch kann sie das Leben und Wirken dieser Individualitäten um Christus durch folgende Inkarnationen darstellen. All dieses ist für uns sichtbar mit Leidenserlebnissen von ihrer Seite verbunden und bezeugt auch so die Wahrheit. Da sich die Tiefe der Ereignisse um das Christusgeschehen dem Zuhörer oder Leser nur erst langsam erschließen kann, ist ein mehrmaliges Lesen der von ihr geschriebenen Texte empfehlenswert.

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  10. "Und jeden Sonntag in der Frühe darf sie teilnehmen an Seiner Auferstehung"

    Ob es dem Christus nach 2000 Jahren nicht langsam langweilig wird, immer das gleiche Ritual am Sonntag... .

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  11. @cheese curve:
    Nein, das Problem der JvH-Kritiker ist meist das, daß sie R.Steiner so wort-wörtlich nehmen - wie manche Sektierer die Bibel. Alles genauso wie Steiner es gesagt hat. Und wenn jemand kommt, und etwas davon abweicht, dann ist er im Widerspruch zu R.Steiner - und auf keinen Fall ist das, was er dann sagt, wirklich geisteswissenschaflich erforscht...- denken diese Leute, die Anthro-Sektierer. Man braucht innere Größe dazu, um nicht Widersprüche zu sehen, wo es in Wirklichkeit keine gibt. Sogar der Lehrer und Heiler Daskalos meinte, daß in Wirlichkeit zwischen ihm und Steiners "Lehre" kein Unterschied sei...- Obwohl man, von außen betrachtet, gewaltigste Unterschiede erkennt...- Kleinliche Leute verstehen es nie. Nie.
    .
    Zitat von Daskalos, der meinte: Er kenne Rudolf Steiner schon sehr, sehr lange, und stehe in regelmässigem Kontakt zu ihm. Er, Daskalos, stehe wie Rudolf Steiner ganz im christlichen Strom drin. Dann wörtlich: "Wir arbeiten zusammen. Es ist kein Unterschied zwischen meiner Lehre und Rudolf Steiners Lehre."
    www.inne-sein.de/Seiten/Leute/Daskalos.htm
    Wolfgang

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  12. Keine Ahnung, was das hier soll mit den Knechten und Freunden...- verstehe ich nicht. Und Steiner hat zu 100% nicht anders als Judith über Lazarus gesprochen - und in seinem letzten Vortrag hat Steiner (Michaeli 1924) noch einiges gesagt - und wollte noch mehr sagen, war aber zu krank und wurde bettlägerig. Judith von Halle hat nur das erzählt, was er nicht mehr sagen konnte am Ende...- Es ist nur eine Ergänzung von dem, wozu Steiner nicht mehr kam. Das ist alles. Wer ihr Buch über die Johannesse genau liest, findet die Lösung. Und Daskalos erwähnte ich nur, da soger er meint, daß seine Lehre und Steiners Lehre nicht unterschiedlich wären. Erst recht gilt das für Judith - denn alles was sie sagt ist ausschließlich deckungsgleich mit allem, was R.Steiner meint. Wenn es Leute gibt, die Steiner widersprechen - dann sind das Leute wie z.B. S.Prokofieff!
    Womit wir wieder bei unserem eigentlichen Thema dieses Blogs hier wären...

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  13. Auch ich bin der Ansicht, daß JvH hier eigentlich nicht das Thema ist – dennoch: zu der Frage, ob es „abwertend“ sein kann, eine Frau bei ihrem Mädchennamen zu nennen, möchte ich auch noch die Selbstverständlichkeit zu bedenken geben, mit der Rudolf Steiner mit seinem Nachnamen, Judith von Halle aber mit ihrem Vornamen benannt wird.
    Ich lade die Leser ein, beim Lesen der folgenden Sätze einmal vom Inhalt abzusehen und stattdessen auf ihr Empfinden zu achten, wenn ich diese Namensgebung probehalber umdrehe:
    »Und Rudolf muss sich geirrt haben wegen Lazarus weil er ... anders ueber Lazarus gesprochen hat als von Halle.«
    oder auch
    »Erst recht gilt das für von Halle - denn alles was sie sagt ist ausschließlich deckungsgleich mit allem, was Rudolf meint.«

    Aber das nur am Rande.

    ---

    Insgesamt wird mir nicht recht klar, inwiefern gerade dieser Artikel Michaels etwas mit der Eröffnung einer „Jagdsaison“ zu tun haben sollte.
    Ich fände es viel interessanter, sich in aller Ruhe über den letzten Satz dieses Artikels Gedanken zu machen:
    »Womöglich ist diese innere Welt tatsächlich etwas aus der Zeit gefallen.«

    Immer wieder sehe ich auf der einen Seite Menschen, die diese „innere Welt“ um jeden Preis „schützen und behüten“ wollen, und ich sehe auf der anderen Seite Menschen, die sich bemühen, dem, was sie als die berechtigten Forderungen der „äußeren Welt“ anerkennen, Genüge zu tun – wieder: um jeden Preis.
    Ob es auch im Vorstand in Dornach so (gewesen?) sein könnte, das wage ich nicht zu beurteilen.

    Aber ich nehme an, die meisten von uns kennen diesen scheinbaren Widerspruch aus eigenem Erleben.
    Rilke fällt mir ein (aus dem Requiem für eine Freundin):

    »Sieh, wir gleiten so,
    nicht wissend wann, zurück aus unserm Fortschritt
    in irgendwas, was wir nicht meinen; drin
    wir uns verfangen wie in einem Traum
    und drin wir sterben, ohne zu erwachen.
    Keiner ist weiter. Jedem, der sein Blut
    hinaufhob in ein Werk, das lange wird,
    kann es geschehen, daß ers nicht mehr hochhält
    und daß es geht nach seiner Schwere, wertlos.
    Denn irgendwo ist eine alte Feindschaft
    zwischen dem Leben und der großen Arbeit.
    Daß ich sie einseh und sie sage: hilf mir.«

    Nachdenkliche Grüße,
    Ingrid

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    1. Und es kommt drauf an, wer JvH beim Vornamen nennt. Ich kenne sie persönlich und wir duzen uns - da darf ich sie auch Judith nennen. Jemand, der sie nur kritisiert, muß sie so nennen, wie sie heißt: Frau von Halle. Nicht Vorname, nicht Mädchenname. Das ist alles respektoser Quatsch! Und es stimmt, daß man daß z.B. mit Justus Wittich (ein Vorstand der AAG) oder mit Michaela Glöckler nicht machen würde. Weder würde man sie beim Vornamen nennen, noch sie mit ihrem Mädchennamen benennen. Das wäre völlig verrückt - und man hätte damit eine Absicht... Wieso darf man Frau von Halle abwerten, indem man sie nicht so benennt, wie sie heißt?

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    2. Justus Wittichs Mädchenname wüsste ich schon gern :-)

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    3. »Justus Wittichs Mädchenname wüsste ich schon gern :-)«
      :-) Ja, ich auch.

      Ansonsten gebe ich Wolfgang recht: selbst wenn es vom Schreiber nicht (oder nicht bewußt) gewollt sein sollte: zumindest für den Leser schwingt immer etwas mit darin, wie Menschen benannt werden.
      Übrigens habe ich auch Frau Glöckler schon beim Vornamen genannt gefunden – ich habe den Eindruck, das tut man (auch in nicht-anthroposophischen Zusammenhängen) bei Frauen halt häufiger als bei Männern.
      Wenn wir schon OT bleiben, komme ich auf ein früheres Thema zurück:
      Ich persönlich halte es für wichtiger, mich in puncto Namensnennung um Gleichbehandlung zu bemühen, als dieses seltsame Binnen-i zu gebrauchen...

      Herzlich,
      Ingrid

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    4. Ein sehr interessantes und wichtiges Thema - ich persönlich würde es auch sehr begrüßen, wenn sich hier sämtliche Teilnehmer und Kommentatoren mit (echten oder ausgedachten) Mädchennamen ansprechen/schreiben würden, da kommt doch gleich eine ganz andere Stimmung auf.

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    5. ...ich hab noch keine Antwort darauf gefunden, wieso jemand eine Frau, die seit Jahren verheiratet ist, lieber mit dem Mädchennamen (oder dem Doppelnamen: Mädchenname und aktueller Name) benennt - jetzt mal ohne Witze...- Mir fällt nur die eine Absicht ein: jemand will sie herabwürdigen, eine Art Arroganz steckt dahinter, die ein Kees Kromme (alias Cheese = Käse) niemals z.B. mit Junko Althaus machen würde, indem er über sie spricht - mit ihrem Mädchennamen...- Er würde es auch nicht so mit Mieke Mosmuller machen. Das macht man mit Leuten, die man herablassend bekämpft...- zeigen will, daß man sie nicht so recht ernst nimmt. Wäre Cheese ehrlich, würde er das zugeben!
      Wolfgang

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    6. Rainer, mir fällt leider nix ein zu deinem Nachnamen, darf ich dich Reinhilde nennen?

      Es grüßt dich die Steffi ;-))

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  14. Lieber Kees,
    also, ich empfinde das Nennen des Mädchennamens einer Frau, die selbst diesen Namen nicht führt, zwar nicht direkt als Abwertung, aber doch ziemlich seltsam, und als deutlichen Hinweis darauf, daß es sich um eine Frau handelt, so, als wäre das für Dich eines ihrer wichtigsten „Merkmale“, wichtiger zum Beispiel als ihre Forschertätigkeit.
    Und ich erinnere mich auch, daß es früher Diskussionen darüber gab, ob die Tatsache, daß JvH nicht nur eine Frau ist, sondern auch noch eine schöne Frau, eine Bedeutung haben könne/müsse für ihre Forschungsergebnisse...

    Ich will Dir nichts unterstellen, aber jetzt würde es auch mich langsam interessieren, aus welchem Grund Du denn eigentlich Judith von Halle mit ihrem Mädchennamen nennst, Junko Althaus oder Michaela Glöckler aber nicht.
    Herzlich, Ingrid

    P.S.: Im Englischen sagt man einfach „you“, es gibt kein „Du“ oder „Sie“.

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  15. Lieber Rainer, und alle anderen, die sich mit diesem wichtigen Thema beschäftigen --- ich versuche, wieder ernst zu werden und schreibe Euch den Schluß des 1914 entstandenen Gedichtes Wendung von Rainer Maria Rilke auf:

    Denn des Anschauns, siehe, ist eine Grenze,
    und die geschautere Welt
    will in der Liebe gedeihn.
    Werk des Gesichts ist getan,
    tue nun Herzwerk
    an den Bildern in dir, jenen gefangenen. Denn du
    überwältigtest sie; aber nun kennst du sie nicht.
    Siehe, innerer Mann, dein inneres Mädchen,
    dieses errungene aus
    tausend Naturen, dieses
    erst nur errungene, nie
    noch geliebte Geschöpf.


    Gute Nacht!
    Ingrid

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  16. ...wir "jagen" hier doch mehr oder weniger alle irgendwen/was, bis auf Ingrid, sie jagt zumindest nicht so offensichtlich, mehr so invertiert -- und völlig unerklärlich ist mir, wenn Du, Ingrid "inwiefern gerade dieser Artikel Michaels etwas mit der Eröffnung einer „Jagdsaison“ zu tun haben sollte." das hier nicht verstehst, oder besser nicht verstehen willst. Derlei künstlich gesetzte "Filter" machen mich doch stutzig. Ich glaube eben nicht, dass Du es nicht mitbekommst und gerade deshalb erlebe ich es als eine gewisse Wahrheitsbremse die nur bestimmte Wege zulassen möchte. Und, liebe Ingrid, ich meine dies hier ebenfalls wirklich nicht irgendwie negativ Dir gegenüber, sondern einfach um gewisser sensibler Wahrnehmungen willen, die befinden sich leider noch im Keimzustand und sollten gepflegt werden...

    Ich verstehe z.B. sowohl Wolfgang als auch Kees und sogar Michael verstehe ich :-). Und bei und durch JvH ist mir, ja vielleicht sogar DAS Licht aufgegangen über das Wesen des Phantomleibs und den Gral, im Verein mit dem zuvor bei Steiner Gelesenem. Aber den letzten Kick bekam ich durch sie, tja, ist so.

    Die völlige Offenheit die hier bei Michael möglich ist, ist in meinen Augen mit das größte Gut, das hier sich entfalten kann und "darf". Und so unterschwellige Weichenstellungen sollten wir uns nicht gestatten.

    Mir reicht inzwischen schon das Wort Christi - "Es ist vollbracht!" - da könnt ich fast heulen vor spiritueller Freude, da ist bereits alles drin, alles!

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  17. Antworten
    1. @cheese curve: Das ist schön, daß Dir Manfred "aus dem Herzen" schreibt. Dann hast Du sicherlich auch das allergrößte Verständnis dafür, wenn er sagt:

      "Und bei und durch JvH ist mir, ja vielleicht sogar DAS Licht aufgegangen über das Wesen des Phantomleibs und den Gral, im Verein mit dem zuvor bei Steiner Gelesenem. Aber den letzten Kick bekam ich durch sie, tja, ist so."

      Es gibt tatsächlich viele Leute, bei denen "ein Licht aufgeht" bezüglich vieler Dinge, die auch Rudolf Steiner sagte. Man sollte vorsichtig sein in seiner Kritik an JvH!

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    3. @Cheese: Judith war die letzten Monate krank; z.Zt - schon seit ein paar Wochen - ist sie in den Bergen in Österreich. Und ich sehe sie wohl erst am Ostersonntag wieder - wo sie einen Vortrag hält. Da kann ich sie dann auch nicht ansprechen. Aber spätestens im April ergibt sich die Möglichkeit...- mehr kann ich nicht versprechen. Und ja, es stimmt: ich habe noch nicht verstanden, was Dein Problem mit Lazarus ist. Sie hat doch in ihrem Buch alles genau beschrieben. Du bist der erste, den ich kennenlerne, der da ein Problem hat. Außer natürlich die Leute, die nicht glauben, daß der Lazarus tatsächlich gestorben ist...- aber das ist ja eine andere Frage als die, die Du hast - und die ich nicht verstanden habe. Du willst wissen, was mit dem Leichnam des Lazarus geschah. - Einfach nur beerdigt worden, - wo liegt denn das Problem? Aber wahrscheinlich kapier ich es wieder nicht, wenn Du es nochmal erklärst...- Vielleicht kapiert es ja Judith von Halle. Wolfgang

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    4. Und Cheese: bei JvH stehen zuhause Kisten voll mit Briefen, die sie nicht beantworten kann - da ist Post aus aller Welt. Ganz ehrlich: von überall. Sogar z.B. aus dem Amazonasgebiet. Die Leute wollen Beratung, Hilfe, sind krank - und glauben JvH könne ihnen helfen. Auch Post mit Fragen zu ihren Büchern ist natürlich dabei - die sie auch unbeantwortet in den Kisten sammelt.
      Sie beantwortet überhaupt nur ganz wenige der Briefe, die sie erhält - aus Zeitmangel. Und die letzen Monate war sie eh geschwächt - und sie meint, daß sie sich nur mit ihrer Post beschäftigen könnte, 24 h pro Tag - aber dann überhaupt keine Zeit mehr hätte zur Geistforschung oder zum Bücherschreiben...

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    5. Finde zu Lazarus:
      "Einweihungsgeschichten werden uns zu allen Zeiten unter Verhüllung erzählt. Das Lazarus-Wunder ist nichts anderes als die wunderbare und gewaltige Darstellung, wie der Christus den ersten Eingeweihten des Neuen Testamentes geschaffen hat, wie der Eingeweihte (als Initiator) bei seinem Schüler, der dreieinhalb Tage in einem todähnlichen Zustande lag, die Seele wieder zurückrief in den Leib, nachdem sie die Wanderung durch die geistige Welt gemacht hatte, um nachher durch den Christus selbst erweckt zu werden."

      GA 57, Seite 134

      http://www.anthrolexus.de/toc.html

      Bei der Suche erstmals den link gefunden, mit den Stichworten.

      Muß jetzt nur noch den Text von Steiner finden, da er an anderer Stelle davon spricht, der Leib des Lazarus sei zu Staub zerfallen, Christus habe den Prozess mit seinen Worten beschleunigt. Es zeigt sich, Steiners Aussagen müssen auch hinsichtlich einer Zeitschiene angeschaut werden, spätere neue Erkenntnisse.
      Zu Frau Halle: hat sie, beziehungsweise ihre Ratgeber wir Herr Tradowsky bedacht, was ihre Bücher auslösen. Wenn tatsächlich so viele unbeantwortete Post im Keller liegt, dann soll-t-e sie keine Bücher mehr schreiben, wenn am Ende sie nur Hoffnungen, Sehnsüchte entfacht, die sie nicht verantwortungsvoll beantworten kann. "Geistforschung" scheint ein Hobby von Frau Halle zu sein. Ich dachte immer, Ergebnisse der sog. Geistforschung sind immer ein Geschenk, also nicht das Ergebnis von bewußter Aktivität, in dem Sinne, wir könnten einfach so "nachschauen" im Weltengedächtnis oder hinter die Kulissen.
      Frei formuliert: Steiner weist sogar darauf hin, wie die Sehnsucht eines nachtodlichen Lebens aus einem gewissen - nachvollziehbar - Egoismus entstammt. Insofern kann auch die Frage gestellt werden, wie die "Auferstehungsgeschichte" viel zu materiell vorgestellt wird, ob nicht Worte der Bibel - weil wir mit unserem Bewußtsein rangehen - zu Verwirrungen führen. Es ist zwar etwas mühsam, dem philipinischen "Pastor" zuzuhören, aber er erzählte interessant, nach Kritik von Außen, weil die Sängerinnen Hosen tragen und in der Bibel stehe, Männer sollen nicht Frauenkleider und umgekehrt tragen: die Stelle beziehe sich auf einen rituellen Kult, da eine Frau einen Mann suchte und umgekehrt, um vor der Gottheit die Kleider zu wechseln. Das Verbot des Kleiderwechseln gilt dem "Kult".

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    7. Ach Ernst Seler, Du lebst nur in Deinen Projektionen: natürlich ist die Hellsichtigkeit von JvH kein Hobby - eine Gnade ist es, wie das bei R.Steiner der Fall war. Aber ich rolle jetzt auch nicht wieder alle alten Themen auf, die schon längst durchgekaut und geklärt sind. Mach das für Dich alleine.

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  18. Lieber Manfred,

    »Ich glaube eben nicht, dass Du es nicht mitbekommst«
    Da irrst Du Dich, ich bekomme es tatsächlich immer noch nicht mit, was Michael in diesem Artikel sagt, das als „Jagdsignal“ verstanden werden könnte. Ich begreife das, was Du sagst, nicht als „negativ“ mir gegenüber und möchte gern sensible im Keimzustand befindliche Wahrnehmungen pflegen (sofern ich mich davon überzeugen kann, daß es sich um Wahrnehmungen und nicht um Interpretationen, Schlußfolgerungen oder Einbildungen handelt) --- ich bitte also, mich aufzuklären.

    Die Diskussion hat sich ja meiner Ansicht nach bisher überhaupt nicht mit dem befaßt, was Michael hier sagt – ich habe den Eindruck, der Grund dafür ist ein gewisses „Jagdbedürfnis“ der Gesprächsteilnehmer...

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  19. Liebe Ingrid,

    ... also tatsächlich nicht? Aber "Jagdsignal" verstehst Du doch auch als kleine Anspielung und nicht als eine Behauptung oder Unterstellung? Oder die ganze Formulierung?: "Hiemit ist das Jagdseison offiziell eroeffnet." Ist doch wunderbar, gesprochen von einem humorigen, einem ernsten, einem überzeugten und hinschauendem Auge.

    "(sofern ich mich davon überzeugen kann, daß es sich um Wahrnehmungen und nicht um Interpretationen, Schlußfolgerungen oder Einbildungen handelt)"

    UND, WIE machst DU das?
    Mittelwertbildung durch Empirie? Das sondert dann Vertrauen ab?

    Der gute Kees hat ja zunächst einmal keine grosse Behauptung aufgestellt, eher mit zwinkerndem Auge auf etwas verwiesen, was so, könnte man sagen, der oder einer Motivsphäre oder Neigungs- bis hin zu einer Überzeugungssphäre entstamm(t)en könnte und von dort vielleicht sogar kommt... Was ja auch völlig ok ist, in meinen Augen zumindest und was mich hier auch so gern sein lässt, z.B. . Es gibt es doch, das, was zwischen den Zeilen geschrieben steht? Was da alles so mitschreibt!

    Man könnte ja jetzt Belege dafür raussuchen hier im blog, einer bloginternen Empirie wegen, was aber meiner Neigung nicht entspricht. Michael, z.B. hat ja auch so mal seine kleinen Bemerkungen in Richtung Kees oder mich etc., was ich als Stammwürze deklarieren würde, oder jetzt aktuell Wolfgang. Und DA bist Du dann sehr grosszügig Michael gegenüber, was ich ja auch schön finde von Dir, aber so manches Mal ist es dann doch auch etwas ungerecht(?) In diesem Sinne jetzt, in und über den wir versuchen zu sprechen.

    Ich könnte es auch provokant formulieren indem ich sage, es gibt eine Faktenwelt und die, die eigentlich viel wahrer ist.

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  20. Lieber Manfred,

    ja, das ist ja alles schön und gut --- aber was hat es mit diesem Artikel Michaels zu tun?
    Es geht mir nicht um „Belege“ aus sonstigen Blogdiskussionen, sondern um das, was Du oder Kees in diesem Artikel zwischen den Zeilen zu lesen meint.
    Auf Michaels Frage weiter oben hat bisher nur Wolfgang geantwortet (und der hatte Michael ja gar nicht „angegriffen“, weder direkt noch augenzwinkernd).

    Ich kann mich natürlich irren - aber ich empfinde gerade diesen Artikel eher als einen Versuch, sich um Verständis zu bemühen, statt zu „jagen“.
    Und ich persönlich finde dieses jagdliche Hin und Her nicht halb so interessant wie die Frage nach dem Gegensatz von „inneres Leben schützen“ und „modernem, strategischen Denken“ oder danach, was „aus der Zeit gefallen“ heute bedeutet, und was es vielleicht morgen bedeuten könnte...

    Herzlich,
    Ingrid

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    1. Ingrid, "was hat das mit diesem Artikel zu tun.." Das war doch nicht Deine Frage an mich oben, zumindest nicht die eigentliche und weiterhin erlebe ich es ebenfalls als einen Versuch, mit diesem Michaels blogbeitrag, sich um Verständnis zu dieser seiner Frage zu bemühen, statt zu jagen, ABER, Das war ebenfalls nicht das, was ich Dir mitzuteilen versuchte.

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  21. ..."...Womöglich ist diese innere Welt tatsächlich etwas aus der Zeit gefallen."

    Das war doch das Thema? Auf den Aussagepunkt reduziert?
    Als Frage würde ich dem zustimmen. Sollte man sich wirklich genauer anschauen. Aber ob der Trend, so wie er sich so zeigt, wirklich als eine lebendig-tragende Ebene herhalten kann und wird, da hätte ich doch starke Zweifel.

    "Sich global zu positionieren", schon allein eine solche Formulierung. Wie beim Arbeitsamt, dem jetzigen Jobcenter!! Jobcenter!, da, wo man seine Bewerbungsstrategien einreicht, um sich auf dem Arbeitsmarkt, dem Arbeitsmarkt positionieren zu können. Um wahrgenommen zu werden muss man dann ganz smart sein, sein Bewusstsein austauschen gegen dasjenige, das man dann als selbstbewusst bezeichnet. Man sich in diese Welt hier draussen gänzlich zu verlieren hat. Als würde von hier draussen auch nur ein einziger Tropfen Labsal kommen, kein einziger, würde man wirklich hinzuschauen sich trauen, bevor man diese Gabe gänzlich ausgetrieben bekommt.

    "Aus der Zeit gefallen", aber vielleicht auch, was diese Zeit jetzt überfällt, bzw. was aus ihr vertrieben wird vielleicht sogar? Ich habe eher den Eindruck, dass man mal wirklich ergründend empfinden lernen sollte, was sich hinter jenem "strategischen Denken" wirklich befindet, die dort treibende Kraft des neuen Kain? Immer noch erblindet weil er nicht zu fragen weiss, sondern alles atomisiert bis ins wirkliche Nichts hinein und wenn er da dann mal seine Augen auftäte, wirklich nichts mehr sieht(?)

    Ich versuche dann immer in größeren Zeitblöcken zu denken und sage mir eigentlich, lass die mal machen, die brauchen das für ihr Selbstverständnis, ihr Selbsterleben und warte immer auf deren große Pause in der sich dann eine keimende Frage auftut, hoffentlich, die mit denen dann zu sprechen versucht. Jenseits ihrer Erklärungsversuche und Deutungen dessen, was sie so (")erleben("). Mag vielleicht überheblich klingen, aber ich erlebe es so, ähnlich... /

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    1. Jostein Sæther berichtet umfänglich und betroffen über das Thema: http://gamamila.blogspot.de/2013/02/uber-sergej-o-prokofieffs-rucktritt-und.html?spref=fb

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    2. Lieber Michael, vielen Dank für den Hinweis auf Josteins Artikel!

      Lieber Manfred,
      »Ingrid, "was hat das mit diesem Artikel zu tun.." Das war doch nicht Deine Frage an mich oben...«
      Doch, ganz genau das war meine Frage an Dich.

      Und ja, in Deinem nächsten Kommentar geht es um das, was ich hier als die wichtigen Themen sehen würde. Und was man meiner Ansicht nach auch sachlich diskutieren könnte (ich hielte das für not-wendig), ganz ohne Jagd zu machen auf die Vertreter der einen oder der anderen „Position“.
      Ich halte es für ganz unfruchtbar, das „innere Leben“ gegen das „äußere Leben“ auszuspielen – wir brauchen beide.

      Gute Nacht,
      Ingrid

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    3. Aber Ingrid, es war NICHT Deine Frage sondern AUCH deine Frage, bemerkst Du den Unterschied?

      Und weiterhin spiele ich nicht das innere gegen das äussere Leben aus, sondern habe auf meine Art charakterisiert, in Deinen Augen wohl unsachlich, in meinen Augen, Gott sei Dank, nicht.

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    4. P.S. (nach Lektüre von Josteins Artikel):
      Ich halte es übrigens für ebenso unfruchtbar, den „Westen“ gegen den „Osten“auszuspielen, oder auch das „moderne Denken“ gegen „aus der Zeit Gefallenes“ ...

      Und noch ein Rilke-Gedicht:

      Sieh, ich bin nicht, aber wenn ich wäre,
      wäre ich die Mitte im Gedicht;
      das Genaue, dem das ungefähre,
      ungefühlte Leben widerspricht.

      Sieh ich bin nicht. Denn die Andern sind;
      während sie sich zu einander kehren
      Blind und im vergeßlichsten Begehren –,
      tret ich leise in den leeren
      Hund und in das volle Kind.

      Wenn ich mich in ihnen tief verkläre,
      scheint durch sie mein reiner Schein…
      Aber plötzlich gehn sie wieder ein:
      Denn ich bin nicht. (Liebe, daß ich wäre –)

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    5. Lieber Manfred,

      »Aber Ingrid, es war NICHT Deine Frage sondern AUCH deine Frage, bemerkst Du den Unterschied?«
      :-) Ja, ich bemerke den Unterschied in dem, was DU sagst.
      Aber ich weiß wirklich sehr gut, was MEINE Frage an Dich war. Sie bezog sich ausschließlich darauf, inwiefern man in DIESEM Artikel Michaels etwas „wahrnehmen“ kann, das sich als „Eröffnung einer Jagdsaison“ verstehen läßt.
      Wenn Du findest, daß ich Dir AUCH eine andere Frage gestellt habe, dann wäre es schön, wenn Du diese Frage formulieren könntest, und mir zeigen, wo ich sie gestellt habe. (Solltest Du sie zwischen den Zeilen gelesen haben, so war es aller Wahrscheinlichkeit nach DEIN Lesen, und nicht MEIN Schreiben.) :-)
      :-) Ich schreibe das ganz bewußt garniert mit (amüsierten, aber nicht etwa irgendwie „höhnischen“!) Smileys. :-)

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    6. Liebe Ingrid,

      A: Deine Frage Nummer 1, für mich Deine Hauptfrage an mich:

      "...und möchte gern sensible im Keimzustand befindliche Wahrnehmungen pflegen ich bitte also, ... mich aufzuklären."


      B: Deine Frage Nummer zwei, wenngleich doch eher eine Bemerkung

      "Die Diskussion hat sich ja meiner Ansicht nach bisher überhaupt nicht mit dem befaßt, was Michael hier sagt..."


      UND all jenes von mir sollte un hat sich bezogen auf A:

      einen lieben Gruß von mir :-)

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    7. Nachdem ich jetzt den Text von Jostein gelesen habe ... das kommt mir so richtig bekannt vor, überall scheint es so zu laufen. Man scheint nicht wirklich miteinander zu sprechen, also sich wirk-lich aufeinander einzulassen, sich gegenseitig zu durchtränken, um darüber und dadurch das, was Mitte sein könnte, sich als eine Erfahrung sich bilden lassen zu können.

      Ein Vor-Stellungs Vor-Stand halt,(?) DAS wäre aus der Zeit gefallen.
      Ich sehe grad so "Schmerzzellen" vor mir, Räume, in denen man sich begegnert, sie freiwillig aufsucht, um sich ertragen und dadurch tragen zu lernen. Vorstandsmeditationszellen, die Früchte derlei Mühen und Bemühungen wären vielleicht das, was Mitte, durch Menschen geboren, sein könnte, müsste oder sollte gar?

      Vorstellungen sind eigentlich Nachstellungen, sie stellen mir nach, weil es sie bereits gibt. Gebären muss man etwas und zwar mit-ein-ander. Schon allein deshalb weil "Mitte", jener große Begriff, DAS Inkarnat menschlichen Tuns ist, ein sehr flüchtiger aber ungemein tiefgreifeder Ratgeber.

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    8. Lieber Manfred,

      »A: Deine Frage Nummer 1, für mich Deine Hauptfrage an mich: ...«

      ah.
      Das, was Du meine Frage Nummer 1 nennst, stand aber nicht isoliert da, sondern es bezog sich ganz konkret darauf, inwiefern man in diesem Artikel Derartiges wahrnehmen könne:
      »Da irrst Du Dich, ich bekomme es tatsächlich immer noch nicht mit, was Michael in diesem Artikel sagt, das als „Jagdsignal“ verstanden werden könnte. Ich begreife das, was Du sagst, nicht als „negativ“ mir gegenüber und möchte gern sensible im Keimzustand befindliche Wahrnehmungen pflegen (sofern ich mich davon überzeugen kann, daß es sich um Wahrnehmungen und nicht um Interpretationen, Schlußfolgerungen oder Einbildungen handelt) --- ich bitte also, mich aufzuklären.«
      Mich aufzuklären darüber, inwiefern Du in diesem Artikel so etwas wahrnimmst --- ich hatte das nicht nochmal wiederholt, weil es eh schon dastand.
      Wirklich. Nichts anderes hatte ich gemeint.
      Aber inzwischen hat Kees ja erklärt, daß er gar nicht in erster Linie diesen Artikel gemeint hatte – also erübrigt sich wohl eine weitere Diskussion darüber.

      Lieben Gruß zurück!
      Ingrid

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  22. :-) So, jetzt sag ich euch einmal meinen Eindruck:

    Michael weist auf die warmherzige Buchbesprechung von Peter Selg hin und endet seinen Artikel mit dem Gedanken, dass die innere Welt von S.P. womöglich tatsächlich etwas aus der Zeit gefallen sei.
    Cheese wittert da eine Jagdsaison, Wolfgang reibt sich die Hände wegen der guten Gelegenheit, Cheese einmal ganz öffentlich so richtig die Meinung darüber zu sagen, was er von dessen andauernden Negativkommentaren über JvH. hält. Dann werden wir alle wieder einmal von Wolfgang mit JvH. zugeschüttet.

    Am Liebsten möchte ich mich für Sergej Prokofieff und diesen warmherzigen Kommentar einsetzen. Raum schaffen.

    Aber Manroe wittert jede Menge zwischen den Zeilen und auch Cheese tut das, noch dazu mit seinem 12. Sinn, nicht etwa mit irgendeinem dieser unteren, banalen computer abc Sinnen, nein, er zielt mit seinem 12. Sinn auf die „Freiheit des Erkennen“.
    Na, dann Weidmanns Heil!

    PS Ingrid: Ich find auch, dass JvH' s Name gefälligst ausgeschrieben werden soll. Manche nennen R.Steiner auch Rudi, das finde ich genauso kindisch.

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    1. Sorry, ich will niemanden "zuschütten" mit JvH. Da der Link allein nicht genügt hätte, das zu finden, hab ich halt mal kurzerhand die Dinge rauskopiert und hier reingestellt...- sonst hätte ich nur den Link genommen. Apropos Link: Zum Thema Prokofieff gibt es einen treffenden Text von Jostein Saether, hier:
      http://gamamila.blogspot.de/2013/02/uber-sergej-o-prokofieffs-rucktritt-und.html?spref=fb

      Der letzte Satz dabei gefällt mir sehr gut:
      "...um irgendwelche persönliche oder für allen Anthroposophen notwendigen zwischenmenschlichen karmischen Fragen und Aufgaben zu vertiefen, die endlich beginnen sollte, ausdrücklich auf der Tagesordnung der Anthroposophischen Gesellschaft und ihrer Hochschule zu stehen."
      DAS ist bis jetzt die große Unterlassungssünde der AAG!

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  23. Tja, freudean, ich möchte doch mal bemerken, dass ich hier gar nichts wittere. Ich bin lediglich nicht unbedingt ein Anhänger der alten Sachlichkeit, die, wie nebenan nicht mehr so recht zu unterscheiden vermag zwischen Weltall und Weltenall. Ich möchte Burghard da mal wirklich beipflichten, dass offensichtlich immer noch nicht verstanden wird, oder besser begriffen wird, dass, wie Steiner als einzigen Ausweg gesagt hat, alles künstlerisch werden muss.

    Und weiterhin möchte ich mich Deinem Vorschlag anschließen Judith von Halle zukünftig auszuschreiben, wenn Du im Gegenzug darauf verzichtest zukünftig dies dämliche "man/frau" einem nicht mehr vor Augen zu halten, und "mensch" hätte allerdings einen ähnlichen Charakter.

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  24. JvH als Schreibform reicht mir, weil ich finde, dass mensch, bevor er anfängt über Erkenntnis zu reden,erst einmal ein bißchen Respekt dem Anderen entgegenbringen sollte; auch wenn es bei der Sache inhaltlich keine Übereinstimmung gibt.
    Ich habe mich gerade erst für "mensch" entschieden - das bleibt jetzt so. Mußt Du halt aushalten oder nicht lesen.
    Und dann geht es hier auch um Prokofieff, der in der Krise ist, so wie wir alle auch unsere Wachstumskrisen haben.

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  25. Das war wieder alles sehr viel in diesem Tread (norwegisch: tråd) auf einmal zu lesen. Nun gut, zur zwei Fäden kurz:
    Erstens: Das mit den Namen/Familiennamen ist schon wichtig und muss korrekt je nach Kultur angegeben werden. Wie es in Deutschland ist, wissen wir bereits. Als Norweger habe ich mich damit abgefunden. Diejenigen, die mich aber auch nicht persönlich kennen, dürfen mich als Jostein nennen. Es gibt da nur zwei mit diesem Vornamen, die gewissermaßen berühmter sind als ich – in Norwegen einen Jostein Sæther, der auch Schriftsteller und Pädagoge ist, aber nicht in den anthroposophischen Reihen zu finden ist. Dann derjenige in der ganzen Welt viel geschätzte Autor Jostein Gaarder [ˈju:staɪn ˈgɔːrdər]. – In karmischer Perspektive kommt es nun auf den Vornamen an, also der Ansprechname im engeren Sinne. Da habe ich herausgefunden, dass die unterschiedlichen Namen, die eine Individualitet in den Inkarnationen etwa wie Projektionen des geistigen (konstanten, ewigen) Namen ist. Dies habe ich in meinem ersten Buch angedeutet. Die Konsonante und Vokale, die im Geistnamen als individuelle „Logos-Träger“ sind, kommen auch immer wieder vor in den Inkarnationen. Dies werde ich vielleicht in einem Aufsatz mal herausarbeiten.
    Zweitens: „Womöglich ist diese innere Welt tatsächlich etwas aus der Zeit gefallen.“ Mit dieser Frage anhand Sergej O. Prokofieffs Lebens- und Berufssituation befasse ich mich auch in diesen Tagen und hoffe, auf die innere Ruhe (das innere leben als solche bleibt zeitgemäß), sodass ein weiterer Betrag entstehen könnte. Es ist ja interessant, erstens, dass Prokofieff bedauere, nicht mehr Vorträge halten zu dürfen, zweitens, dass er sich für seine Schriftstellerei weiterhin gesund genug erlebe. Schon 2002 hatte ich das Gefühl, dass die Zeit der Vortragstätigkeit vorbei wäre. Bei einer Gelegenheit; ich war wegen einer Kontroverse mit dem Vorstand aus der AAG ausgetreten (bin inzwischen wieder „drin“), sollte aber in der AG-Zweig in Hamburg ein Vortrag halten über das Thema der karmischen Strömungen in der AAG. Ich habe die Veranstaltung nicht abgesagt, aber kündete an, nicht mehr über dies Thema sprechen zu wollen. Bei den Alten begegnete ich kein Verständnis als ich einen Gesprächsabend anbot, die jungen Leute waren totalbegeistert und es wurde ein spannender Abend trotz dem Nicht-Vortrag.
    Die Kommunikationsebene ist vielleicht der Kern in diesen Auseinandersetzungen; – wie kommunizieren wir miteinander? Das Themenbezogene ist für mich nur dann noch relevant, wenn es gelingt oder gewollt wird, aus dem Individuellen heraus seine Beleuchtung, Ergänzung, sein Gesichtspunkt zu geben. Sergej O. Prokofieff, Judith von Halle, Rudolf Steiner oder irgendwen zu verteidigen, sehe ich als unzeitgemäß.
    Jeder kann nur sich selbst verteidigen. Steiner kann ich nur mit seinen Worten verteidigen, oder höchst indirekt, indem ich für seine Intentionen heute eintrete. Ich kann aber hoffen, dass andere hinter mir stehen und nicht als einen „Judas“ auftritt, ohne dass ich es vorher geahnt habe. Hierin liegt vielleicht Prokofieffs Problem, dass er in der Institution „Goethenaum“ sich etwas erhofft hat, was nur von einem einzelnen Menschen gegeben werden kann. Also wiederum eine Enttäuschung weniger in der AAG. Wenn alle unzeitgemäße Täuschungen und Illusionen darüber was Anthroposophie und die AAG usw. sein sollte sich enttäuscht haben, werden wir eine Grundlage haben, miteinander zu kooperieren. Kooptionen – egal wie globalisierend sie etwas vorspiegeln – werden hier wenig verhelfen.

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    1. @Jostein Saether: Sie sagen: "Sergej O. Prokofieff, Judith von Halle, Rudolf Steiner oder irgendwen zu verteidigen, sehe ich als unzeitgemäß." - Also bin ich unzeitgemäß, wenn ich das Gefühl habe, daß ich Judith von Halle sehr gut verstehe, sie nicht im geringsten im Widerspruch zu Steiner sehe, die Haltung der vielen Kritiker für mich eine durchschaubare ist - und ich genau weiß (auch wenns mir verbal oft schwerfällt, es auszudrücken) wo der Haken liegt...? Steiner nicht mehr verteidigen? Und die Stimme in der Öffentlichkeit ausschließlich den Raubtieren überlassen, die ihn zerfleischen? Er hat damals anders geredet..
      Und wieso haben Sie selbst schon in einem Text Judith von Halle verteidigt?
      Hier etwa:

      Eine geistgemäße Prüfung
      Vor etwa 12 Jahren ertrug ich selbst - anfangs im Hinblick auf Karma - immense Initiationserfahrungen, die bis in meinen physischen Leib individuell bedingte und aufgrund der Zurückwandlung in die früheren Leben verständliche und konsequente Anzeichen und Wunden hervorriefen, die meine nächste Umgebung damals als Symptome dafür deutete, dass ich krank wäre. Das anthroposophische Studium und die meditative Schulung hatten mich aber auf das geistige Gesetz hingewiesen, das besagt, dass jedes Mal, wenn ein neues Geist-Erleben kommt, man in der Sinneswelt und möglicherweise in seinem sozialen Umkreis stattfindend irgendeiner seelischen Prüfung exponiert wird.

      Als adäquates Zeugnis für viele Andere, die auch anderen geistigen Erfahrungen erproben, nehme ich wahr Judith von Halles „Auftreten“ mit Christus-Wunden entsprechend einer geistgemäßen Prüfung in der Gegenwart für die anthroposophische Bewegung und für ihre Gesellschaft. Diese wäre weiter zeitgemäß, falls ihre Mitglieder diesen okkulten und „sinnlich-sittlichen“ Check der geistigen Welt beständen. Das belächelnde Verharmlosen ihres Versuchs, aus der Anthroposophie mit den Stigmata zu leben, das abscheuende Nichterkennen Judith von Halles als eine anthroposophische Geistesforscherin und die arrogante Ablehnung ihrer Forschungsergebnisse führt nur zu einer weiteren Verschärfung der Fronte und zu einer Verharren im karmischen Cliquenwesen, von der die anthroposophische Bewegung trotz Steiners dezidierten Warnungen in dieser Richtung schon genug gelitten hat. U. a. das Pilatusartige des Hände-Waschens, das Lächerlich-Machen und das Verwerfen ins Katholische, das ich in den Beiträgen von Michael Eggert, Jens Heisterkamp und Holger Niederhausen lese, führen nicht weiter.

      Wir können den Impuls esoterischer Entwicklung darin sehen, dass wir niemals uns zufrieden stellen brauchen, sondern uns immer höheren und auch vielleicht schwereren individuellen und gemeinsamen Prüfungen unterziehen müssen. Nicht wie einige ‹GA-Gelehrte› es sich allenfalls erhoffen, werden die neuen ‹Eingeweihten› irgendwelche beispielhafte Heilige sein. Rudolf Steiner wusste es: Es wird heute und künftig viele Naturen geben, wie z. B. es Goethe war, die mit dem einen Teil ihres Wesens hoch hinaufsteigen, dagegen bleiben sie mit dem anderen Teil zum Glück ‹menschlich-allzumenschlich›.

      Falls Sergej Prokofieff seine Allzumenschlichkeit zugeben würde, statt sich hinter den Wortlauten von Rudolf Steiners zu verschanzen wie drinnen sitzend in einer russischen, hölzernen Matrjoschka-Puppe, würde man mit ihm wie unter Freunden oder unter Kollegen ins Gespräch kommen können. Dann wäre etwas für die Zukunft der Anthroposophie gewonnen. Mein einziger Versuch, mit ihm ins Gespräch im Jahr 2001 zu kommen nach einem Jahrzehnt der persönlichen Vorbereitung und des anhaltenden Briefwechsels, gescheiterte einfach nach ein paar Minuten, nicht weil ich unbedacht, taktlos oder parteiisch war, sondern weil er zu jener Zeit keine unmittelbare Aufgabe für sich sah, ‹hervorzukommen›, um über denkbare Resultate praktischer Karmaübungen zu sprechen."

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    2. Hast Du das nicht gerade oben gepostet? PR- Relation- Arbeit in Ehren, aber findest Du Deine Vorgehensweise nicht ein wenig rustikal?

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    3. Nichts gegen Josteins Geposteten Beitrag, den finde ich ausgezeichnet.

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    4. "...oder irgendwen zu verteidigen, sehe ich als unzeitgemäß. "

      Was ist denn das für eine Sichtweise? Wenn irgendmöglich sollte möglichst immer ein anderer es sein der irgendwen verteidigt, zumindest als eine Einleitung, damit der selbst Betroffene etwas präziser nachformulieren kann. Dieses finstere Loch des Schweigens das entsteht, wenn niemand für jemanden da ist, um für ihn einzutreten oder ihn zu verteidigen hat ja fast schon etwas von einer Bestrafung oder Unterlassungssünde. So als würde man auf einem mittelalterlichen Marktplatz der Hinrichtung eines Delinquenten zusehen, unter Gejohle womöglich noch.

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    5. lieber jostein,wollen sie nicht endlich mal einen vortrag über meine analfistel halten und wie ich dazu gekommen bin?und was ist nun endlich mit dem zweiten chakra unterhalb des muladara?könnte man auf die idee kommen,dass judith v halles stigmata durch eine energieübertragung und manifestation aus den büchern der katharina v emmerich zustandegekommen sind und überhaupt nix mit anthroposophie zu tun haben?oo..mir fliesst immer noch ununterbrochen lebenskraft weg...die quelle für sooo viele.die geheimschulen ahrimans bieten schon einiges,was dem klein ,klein verborgen bleibt.bis demnächst,rl

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  26. Antworten
    1. Wenn Du Vorreiter in deiner Zeit bist, musst du die Einsamkeit ertragen. Aber Du hast doch Leser und wirst immerhin nicht geteert und gefedert. Anerkennung inmitten der AAG zu finden- dafür braucht man heute ein Netzwerk, Public- Relations und Geld. Wenn man dieses Machtbedürfnis nicht hat, macht man einfach seine Arbeit.

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  27. Am Uferlosen stehe ich meistens allein. Ich habe es schon auch mit jemand zusammen ausprobiert, dieses dem Geistigen unmittelbar zu erlauschen, erschauen und in-denken – zur zweit ein meditatives Gespräch so zu führen, dass ein Dritter, ein Körperloser sich dazustellte. Mir geht es um die Individualisierung des Ganzen, das Studium der Anthroposophie Steiners umzusetzen; sein Vorschläge und Anweisungen auszuprobieren, und in der Meditation z.B. das „Gestanden-Haben auf das Mysterium von Golgatha“ selbst nicht nur denkerisch nachzuvollziehen, sondern durch Geist-Erleben zur Gewissheit kommen: Wo war ich inkarniert oder nicht-inkarniert in diesem Zeitraum der Menschheitsentwicklung?

    Wenn ich diese Frage beantwortet habe, trage ich etwas zu den Forschungen von z.B. Judith von Halle bei. Durch meinen konkreten Forschungsbeitrag bestätige ich sie dabei. Das ist die adäquate Art der Verteidigung. (Was ich 2009 schrieb, ist wohl nicht mehr zeitgemäß, so schnell geht heute die Akzeleration des geistigen Fortschritts fortan.) Rudolf Steiner habe ich am besten verteidigt, indem ich z.B. etwas zu seiner Atlantis-Forschungen dazugestellt habe. In meinen 14 Jahren zurückliegende Darlegungen zum 12. Jahrhundert, habe ich gezeigt, wie individuelle Karmaforschung mit Steiners Auslegungen in den Karmavorträgen kompatibel werden kann.

    Wenn so viel herumdiskutiert wird, wird auch Seelenkraft verschwendet, die anstatt für neue Geistesforschung eingesetzt werden könnte. Der ganze Aufstand um Judith von Halle war mir seit Anfang an unangenehm; ich meine die vielen negativen Reaktionen auf sie, der Aufstand in der AGiD usw. Der Treffen in Essen letzten Jahres schien mir auch keinen Kratzer an den gescheiten Intellektualismus der prominenten Kritiker gegeben zu haben. Ich respektiere die Arbeit Judith von Halles und würde sie wahrscheinlich in vielen Dingen bestätigen können, falls ich mit ihr zusammenarbeiten würde. Sucht sie die Kooperation mit anderen Geistesforschern? Das, was mir noch als Geheimnistuerei um ihre Person und Stigmatisation vorkommt, ist für mich unzeitgemäß.

    Sich von der Wissenschaft und von Kritikern bis auf den Knochen durchleuchten lassen, ist der zukunftsgerechte Weg für Geistesforscher. Sich den „Raubtieren“ ganz überlassen, ist der Weg des Anthroposophen (Anthroposoph ist für mich derjenige, der selbst neue Anthroposophie durch Geistesforschung hervorbringt; siehe Texte dazu in meinem Blog). Im Film zu Tolkiens kleinen Hobbit wird dieser Kampf mit den Raubtieren und den Widersachern beispielhaft gezeigt und auch von wo die Hilfe kommt, wenn es ausweglos aussieht. Das „Schlimmste“ was einem passieren würde bei solchen Drüben-und-drunten-Auseinander-(Ver)-Setzungen wäre, das man sterben würde, aber das kennt man ja, falls man schon vor dem kommenden Tod durch den „Tor des Todes“ (Steiner-Begriff) gegangen ist. Ich habe solches durchgemacht, und es wird interessiert, wenn Authentisches vorgestellt und kommentiert wird. Ich versuche, mich der Tendenzen meiner Zeit als Zeitgenosse zu stellen. Deswegen bin ich auch im Internet tätig, auch wenn es bisweilen viel Zeit und Kraft kostet, die ich lieber für meditative Arbeit eingesetzt hätte. Liegt die Tragik von Herrn Prokofieff nicht darin, dass er versucht, sich der Raubtiermentalität unserer Zeit zu entziehen? Der Ring der modernen Mysterien macht nicht unsichtbar, wie in den alten Mysterien, sondern er macht einem SICHTBAR für die schlimmsten Angreifer bis auf das individuelle Ich. Die Sichtbarkeit des Geistwirkens könnte auch der Sinn der Stigmatisation von Judith von Halle sein. Ob und wie sie sich der Zeitforderungen stellt, ihre (vielleicht sind sie auch unsere) offenen „Wunden“ zu zeigen, bleibt ihre Entscheidung

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  28. Lieber Jostein,

    »Sergej O. Prokofieff, Judith von Halle, Rudolf Steiner oder irgendwen zu verteidigen, sehe ich als unzeitgemäß.
    Jeder kann nur sich selbst verteidigen. Steiner kann ich nur mit seinen Worten verteidigen, oder höchst indirekt, indem ich für seine Intentionen heute eintrete.«

    Ich glaube zu begreifen, was Du meinst, und stimme Dir zu.
    Allerdings ist es ein wenig schwierig mit dem Wort „verteidigen“, das im Deutschen eine automatische Bewertung in sich trägt: es ist etwas „Gutes“, das man für einen anderen Menschen tut...
    Und so begreife ich auch die Entrüstung, die Du von Wolfgang Stadler und Manfred „geerntet“ hast für Deine Bemerkung.

    Ich verstehe Dich dahingehend, daß eine „Verteidigung“ dessen, was die genannten Menschen jeweils gesagt/geschrieben haben, nur in der jeweiligen „Sache“ selbst liegen kann und nicht darin, was andere Menschen sonst noch alles über den zu Verteidigenden zu sagen haben.
    Insofern lese ich Deine früheren Ausführungen, die Wolfgang hier gepostet hat, auch nicht in erster Linie als „Verteidigung“ Judith von Halles (auch wenn Du das, was sie sagt, durchaus als glaubwürdig hinstellst), sondern als Beschreibung einer möglichen, noch nicht ergriffenen Aufgabe für die AAG.

    Wenn man es allerdings mit Angriffen auf einen anderen Menschen zu tun hat, die sich auf falsch wiedergegebene oder mißverständlich aus dem Zusammenhang gerissene Äußerungen des Betreffenden stützen, so kann ich es wirklich nicht „unzeitgemäß“ finden, das zurechtzurücken und auf den tatsächlichen Wortlaut aufmerksam zu machen – der ja dann erst für sich selbst sprechen kann. Aber ich habe nicht den Eindruck, daß Du das gemeint hast. Oder irre ich mich?

    Und noch:
    »Falls Sergej Prokofieff seine Allzumenschlichkeit zugeben würde, ...«
    Ich kenne Herrn Prokofieff nicht persönlich, habe ihn auch nie gesehen, sondern nur einige seiner Texte gelesen (nicht ohne, teils große, Schwierigkeiten...). Ich war natürlich auch nicht dabei bei Eurem nach wenigen Minuten „gescheiterten“ Gespräch.
    Aber ich habe den Eindruck, daß man nach einem mißlungenen Gespräch zumeist nicht wirklich eine Ahnung davon hat, was im jeweils anderen Menschen tatsächlich vorgegangen ist (im übrigen frage ich mich schon seit langem, ob wir nicht die Schwierigkeiten unterschätzen, die dadurch entstehen, daß Menschen in einer anderen als ihrer Muttersprache miteinander kommunizieren... ich erlebe ja sogar immer wieder köstliche Mißverständnisse mit Kollegen aus dem norddeutschen Sprachraum :-) – köstlich und amüsant deshalb, weil wir es sofort aufklären. Wenn wir das aus irgendeinem Grund nicht könnten, dann würde es wohl zu ernstlichen Verstimmungen führen...) - - -
    »Die Kommunikationsebene ist vielleicht der Kern in diesen Auseinandersetzungen; – wie kommunizieren wir miteinander?«
    Ja.
    Und das ist etwas, das wir jederzeit üben können - zum Beispiel auch hier im Blog. :-)

    Ich danke Dir jedenfalls sehr für Deinen Artikel (und freue mich, daß ich inzwischen mit dem Namen Deines Blogs etwas anfangen kann :-) ...)

    Herzlich,
    Ingrid

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  29. Liebe Ingrid,

    wenn jemand etwas sagt, ausspricht, nach aussen gibt, so wird es auch eine Möglichkeit geben, dies dann auch wirklich verstehen, ja erfassen zu können. Andernfalls hätte all unser nach draussen "denken" überhaupt keinen Sinn, wie individuell und "einzig" man heute auch sein mag. Und wenn dem dann also so ist, dass man es nachvollziehen kann bis hin zum tiefen Erfassen und Verstehen, so wird man einen solchen Menschen dann auch "verteidigen" können, ja man sollte es geradezu tun! Es geht dann ja auch nicht nur um dann einen jeweiligen Menschen, sondern auch um das, was er vielleicht geboren hat. Schutzraumbildung durch geistige Betrachtung dessen was durch einen Anderen sich aussprechen möchte, ausgesprochen hat, Begleitung in die Wirk-Lichkeit.

    Mir wäre es eine (")moralische Pflicht(") geradezu, total jenseits jeglichen sogenannten Zeitgemässseins, eine Haltung eines freien Menschen. Alles andere ... wäre unzeitgemäss!! Der Mensch ist ein kommunikatives Wesen, Mit-Teilbarkeit schafft ihn geradezu, diese geistigen Fäden müssen, wo immer möglich, geschützt und verteidigt werden, weiterhin anschauend das, was daraus neu sich gestalten möchte, kann, will.

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  30. Selbstverständlich ist es eine Aufgabe, wenngleich nicht eine geistige Pflicht, „auf den tatsächlichen Wortlaut aufmerksam zu machen“ (Ingrid H.) und „zurechtzurücken“, was über eine Sache oder einen Person irgendwo falsch oder verdreht hingestellt worden ist.
    „Der Mensch ist ein kommunikatives Wesen, Mit-Teilbarkeit schafft ihn geradezu, diese geistigen Fäden müssen, wo immer möglich, geschützt und verteidigt werden, weiterhin anschauend das, was daraus neu sich gestalten möchte, kann, will.“ (Manroe) Ich bin ja hundertprozentig einig! Deshalb haben wir ja ausgearbeitete Menschenrechte und Gesetze und Anwälte und politische Parteien, Bürgerrechtsorganisationen usw., die sich dafür einsetzen. Ich setze mich z.B. mit meiner Unterschrift ja immer wieder für irgendjemand in der Welt, der verteidigt werden muss – oder bei Unterschriftkampagnen für eine gute, politische Sache.
    Was ich über das Verteidigen vorher sagen wollte, sollte mehr in die Richtung gehen, dass es bei sogenannten Verteidiger oder Befürworter zu einer abartigen, mal ideologisierenden und fundamentalistischen Abschottung gegenüber anderen Gesichtspunkten und Auffassungen kommen kann, wenn das Cliquen-Wesen überhandnimmt bezüglich einer Sache oder einer Person – gemäß R. Steiners Aussage in GA 190, Seite 219: „Cliquen, sektiererische Richtungen innerhalb unseres eigenen Gesellschaftskörpers haben genügend dafür gesorgt, dass man im Grunde genommen, wenn von Anthroposophie die Rede ist, allerlei bloßen Geisterspuk und dergleichen vermutet.“
    Hinter diesem Cliquen-Wesen steht ein verhaktes Doppelgänger-Karma, das die Einsetzung für einer guten Sache oder einen Menschen, für den plädiert werden soll, eher hemmt als befördert. Wenn ich Rudolf Steiner oder jemand anderen, der hier besprochen worden ist, aus einer luziferischen Überbewertung heraus in der Welt „verteidige“, werde ich dann die „ahrimanische“ Antwort dazu aus der Welt zurückbekommen? Warum gibt es in der Welt die falschen Auslegungen z.B. von Steiner? Was haben die Wiedersprecher mit mir zu tun?
    Ich merke nun jedoch, dass ich immer große Schwierigkeiten hier im Blog habe, etwas solchermaßen auf dem Punkt zu bringen, dass nicht sofort einen Schwarm von Wiederwille entsteht. Ich werde aber sprachlich und gedanklich weiter üben, um der Klarheit willen! Es könnte sein, dass meine misslungene Vernehmlichkeit auf meinem nordischen Hintergrund zurückzuführen sei. Oder auf „Drakonisches“ in meiner karmischen Vergangenheit?

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    1. Nein, mit Dir persönlich hat das nichts zu tun. Es geht jedem so, der sich aus den Cliquen und dem "Common Sense" der Szene löst und gleichzeitig nicht innerlich abwendet, sondern so- zwischen den Stühlen- innehält. Die Cliquen mögen das nicht, und man selbst mag es eigentlich auch nicht. Aber wenn man sich ein eigenes Bild machen möchte, sich innerlich selbständig halten möchte, dann ist das so, und das bleibt auch so. Mit der Zeit lernt man Steiner unabhängig von früheren Vorstellungen, die man sich in Cliquen gemacht hat, wieder kennen, und er ist ein Anderer geworden. Man kann ihn jetzt verstehen, nicht ihm glauben oder nachplappern. Man entfaltet seine eigenen Möglichkeiten, um künftigen Anthroposophen zeigen zu können. So geht es auch. Man kann es anders machen. Habt Mut. Erprobt euch selbst. Heult nicht mit den frommen Wölfen. Entwickelt euch, auch gegen allen Mainstream.

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  31. ...dann, lieber Jostein, ich verstehe Dich (jetzt), sollte "man" diejenigen, die aus einer wirklichen Erkenntniszugehörigkeit (je nach persönlichem Stand natürlich unterschiedlich) Verteidigungshaltungen tätigen unterscheiden lernen von denen, die, wie Michael sagt mehr so aus der "Sicherheit" eines Cliquenbewusstseins stammen, statt generell zu erklären, irgendwen zu verteidigen sei unzeitgemäss. Da bin ich dann doch ganz auf Deiner Seite :-)

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  32. @manroe: manche schieben einem auch - ohne eine Ahnung zu haben - vorurteilsvoll ein nichtvorhandenes "Cliquenbewußtsein" unter...- So wie Außenstehende oft "den Anthroposophen" (egal wie individuell die Leute sind - und auch egal wie zerstritten sie untereinander sind) ein "Cliquenbewußtsein unterstellen.

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  33. Grüß Dich Wolfgang

    ...ich weiss, da wird so einiges geschoben, da hilft einem dann nur noch die Gewissheit, die man sich erworben hat, also die, jenseits des "Wissens". Ich glaube da wohnt auch der Tröster :-)

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  34. Oh - danke, Manfred, noch für eine gar nicht mehr erwartete Antwort... :-)
    Wolfgang

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  35. Hier wurde viel über JvH geschrieben.
    Ich hätte dazu ein paar Fragen.
    War nicht das ganze Erdenleben Christi ein großes Sinnbild ?
    Wie kann man etwas davon darstellen ohne selbst in Sinnbildern zu
    sprechen ? Bekommen sinnliche Beschreibungen einen geistigen Wert
    dadurch ,dass sie mit Rudolf Steiners Begriffen in einen Zusammenhang
    gestellt werden ?

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  36. Ich wusste gar nicht, dass das Erdenleben Christi ein grosses Sinnbild gewesen sein soll oder gar eines ist, wer erzählt so etwas?

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  37. Als ich einmal Rudolf Steiner fragte, ob die Geschichten der Bibel historische Tatsachen seien, bejahte er es, und als ich dann darüber erstaunt war, wie es möglich sei, daß alle diese Menschen und Geschehnisse zugleich Symbole sind und Ideen verkörpern, meinte er lächelnd: «Gott ist ein großer Dramaturg – er probt, bis es einmal stimmt.»
    Margarita Woloschin: Die Grüne Schlange. Lebenserinnerungen (1954)

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  38. Danke Wolfgang für die kleine Korrektur. Mit dem Begriff Sinnbild habe ich nämlich ein kleines Problem, weil es es eigentlich gar nicht gibt, eigentlich. Sinnbild ist mir wie ein Schleier, berührt man ihn, so löst er sich auf, wenn man mit einer wirklich wachen Frage an ihn herantritt und sich beeindrucken lässt.

    Habe ich den Sinn von Verkehrsschildern erfasst sind sie bestenfalls Wachmacher und grossteils überflüssig in ihrer sinnlichen Gestalt, sie wandeln sich dann zu Erinnerungspunkten und Begleitern. Steht man allerdings an einer roten Ampel, obgleich weit und breit nichts zu sehen ist und wartet auf ihr Grün, verfällt man jenen Sinnbildern und verbleibt im Banne ihrer Bilder. Bleibt man demnach stehen, ein Sinnbild als ein solches zu belassen, dann tut sich gar nichts, obgleich man vielleicht "richtig" handeln mag dann, aber was soll das? :-). Sinnbild verfehlt?

    "Bekommen sinnliche Beschreibungen einen geistigen Wert
    dadurch, dass sie mit Rudolf Steiners Begriffen in einen Zusammenhang
    gestellt werden?"


    Ein klares Ja, wenn man Begriffe anwendet und sie "berührt", weil sie ebenfalls nur (")Sinnbild(") sind ansonsten. Es ist doch komplett alles ein Sinnbild, alles, bis zu dem "Punkt", wo ich beginne zu begreifen (zu berühren), dann beginnen sie sich zu bewegen und sind lebendig, wie der Übergang vom Foto zu einem Film.

    Und die Begriffe Steiners sind wie Schlüssel, "Erstarrtes taut auf" und beginnt zu sprechen. Und das grosse Sinnbild des Erdenlebens Christi wäre er als die Tür, er als Tor, weil er es uns jetzt zeigt, das sich durch jene Schlüssel öffnen liesse/lässt. Derlei Begriffe ohne Tür wären absurd. Den Code für DIESE(N) Schlüssel tragen wir schlummernd bereits in uns, bemerken wir den, dann verstehen wir auch Steiner, beginnen wir Steiner zu erfassen, dann schauen wir DIE Tür --- ---

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  39. Mit Sinnbildern meinte ich religiöse oder geisteswissenschaftliche Inhalte,
    durch die wir uns zum Guten entwickeln können, wenn wir uns darauf besinnen.
    Die Evangelisten geben uns solche Bilder, Rudolf Steiner auch.
    Ihre Schilderungen sind geistiger Art.Das Sinnliche dient nur als Gleichnis, um dem Geistigen Ausdruck zu verleihen.
    Die Schilderungen Judith von Halles sind sinnlicher Art.Das sagt sie ja selber. In ihren Vorträgen und Büchern werden die geistigen Begriffe Rudolf
    Steiners dazu benutzt,ihren sinnlichen Erlebnissen eine Bedeutung zu geben.
    Das Geistige soll dem Sinnlichen dienen.
    Wem wollen wir dienen - Dem Geist oder dem Sinnlichen ?

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    1. Ich denke, man muß unterscheiden: wenn JvH in ihrem ersten Buch beschreibt, was sie erlebt z.B. als Karfreitagsgeschehen, aber auch das (geistige, unsichtbare) Karsamstagsgeschen, dann ist - jedenfalls das Karfreitagsgeschehen - ein sinnliches Geschehen. Allerdings ist gibt es ständig nicht nur die Begrifflichkeiten von Steiner [wie anonym oben behauptet] - sondern die "Abstecher" ins rein Geistige. Aber da das Mysterium von Golgatha tatsächlich physisch stattgefunden hatte, hat das selbstverständlich seine Berechtigung. Und natürlich ist das Geschehen - unabhängig von der Art oder Person der Beschreibung - zugleich ein pysisches Geschehen - und zugleich Symbolik und Idee - verkörpert! So meinte es ja R.Steiner - siehe das Zitat oben (6.03. - 23.40) Ansonsten sollte man das neue Buch von JvH "Die Templer" lesen - da sieht man bei den Schilderungen des Morgen- und Abendrituals wie das Sinnliche das Geistige ausdrückt...Nicht alle Schilderungen sind sinnlicher Art bei JvH - nicht einmal beim ersten Buch: oder denkt jemand, der Abstieg Christi bis zum Erdmittelpunkt, die beschriebene Durchdringung des Christusgeist der Erde (also das sog. "Karsamstagsgeschehen") sei ein sinnliches? Natürlich sagt das Judith von Halle nicht - nie und nirgends. Die Behauptung, JvH mache nur sinnliche Schilderungen - und würde das auch noch selbst behaupten - ist einfach - pardon - ziemlich blödsinnig. Natürlich hatte sie in ihrem ersten Buch "das sinnliche Erleben" geschildert - und klar dazugeschrieben, wie die andere Art der Wahrnehmung, mittles ihrer Geisterkenntnis, ihrer hellsichtigen Wahrnehmung, dazukommt. Man setzt - als Mensch mit Wahrhaftigkeit - nicht solche "Klischees" über Frau von Halle in die Welt. Jostein Saether scheint mir da wesentlich reifer und differenzierter vorzugehen - und er hat auch einen großen Respekt vor der Forschung und den Büchern von Frau von Halle - und weiß, was es heißt, Ergebnisse hellsichtiger, geistiger Forschung in Worte umzusetzen, die andere lesen können... - Wem wollen wir dienen? Dem Geiste der Wahrheit - oder dem Geiste manglenden Differenzierungsvermögens?

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  40. Würde man dem Sinnlichen dienen, hätte man damit bewiesen, dass man den Geist nicht begriffen hat. Das Sinnliche vermag gar nichts, gar nichts, ausser zum Nachdenken anzuregen oder dem, wodurch man nachdenken könnte einen Ruck zu geben, wenn auch nur in Form eines Sinnbildes.

    Wenn ich ins Museum gehe, dann begegne ich Sinnbildern, ginge ich zu Picasso selbst, könnte ich vielleicht miterleben, wie Sinnliches entsteht. Ein jegliches Bild kündet und kann eröffnen, eine jegliche Sinnlichkeit wäre in diesem Sinne eine Religion, eine RE-ligio, eine RE.

    Wenn man sich zu (")wenden(") weiss könnte man bemerken, WAS oder WER durch WAS und vor allem WIE all diese SINN-Bilder entstehen. Ein jegliches Bild, das mich zu wenden weiss vermag mir zu helfen und den richtigen Blick wach zu küssen. Man sollte nie nach dem Künder zu fragen vergessen im Angesicht jeglicher Sinn-Lichkeit, bzw. es zu lernen versuchen SO zu schauen.

    Was tut ein lebendiges Wesen wenn es BE-sinnt?

    Der Verstand ist es, der auf die Sinnlichkeit bohrend glotzt geradezu, weil er versucht da irgendwie einen Hauch von Leben abzusaugen. Es wird ihm nie gelingen. Lässt man sich aber selbst BE-Sinnen von den Produkten des Geistes im Wissen oder zunächst Glauben daran, dass nichts OHNE Geist geht, dass er es war, der Sinnlichkeit hervorbrachte, beginnt man zu spüren die in die Form geflossene Geistigkeit die hier zur Ruhe gekommen ist, als BILD! Jegliche Sinn-lichkeit wird dann zu einem DENK-mal. Denkt man dann, dann kann man nur noch erkennen endlich, was Vergangenheit seinem Wesen nach ist, sie verweist auf einen Schöpfer in der Gegenwart.

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    1. Lieber Manfred,

      :-) wie jedesmal, wenn Du den Verstand in meinen Augen ein wenig herabzuwürdigen scheinst, entsteht in mir auch jetzt wieder das Bedürfnis, dem etwas entgegenzusetzen, oder zumindest etwas dazuzustellen.
      Diesmal ist es eine Stelle aus Rudolf Steiners „Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten“, Kapitel „Die Einweihung“ (Hervorhebungen von mir):

      ***[Der Kandidat] kann nur dann weiterkommen, wenn er Illusion, wesenlose Phantasiegebilde, Aberglauben und alle Art von Blendwerk von der wahren Wirklichkeit unterscheiden kann. Und auf den höheren Stufen des Daseins ist das zunächst schwieriger als auf den niederen. Da muß jedes Vorurteil, jede liebgewordene Meinung schwinden in bezug auf die, Dinge, auf die es ankommt; und einzig und allein die Wahrheit muß Richtschnur sein. Vollkommene Bereitschaft muß vorhanden sein, einen Gedanken, eine Ansicht, eine Neigung sofort aufzugeben, wenn das logische Denken solches fordert. Gewißheit in höheren Welten ist nur zu erlangen, wenn man nie die eigene Meinung schont.
      Menschen mit einer Denkungsart, die zur Phantastik, zum Aberglauben neigt, können auf dem Geheimpfade keinen Fortschritt machen. Ein kostbares Gut soll ja der Geheimjünger erringen. Alle Zweifel an den höheren Welten werden von ihm genommen. Diese enthüllen sich in ihren Gesetzen vor seinen Blicken. Aber er kann dieses Gut nicht erringen, solange er sich von Blendwerken und Illusionen täuschen läßt. Schlimm wäre es für ihn, wenn seine Phantasie, seine Vorurteile mit seinem Verstande durchgingen. Träumer und Phantasten sind für den Geheimpfad ebenso ungeeignet wie abergläubische Personen. Das alles kann nicht genug betont werden. Denn in Träumerei, Phantastik und Aberglauben lauern die schlimmsten Feinde auf dem Wege zu Erkenntnissen in höheren Welten. Es braucht aber auch niemand zu glauben, daß dem Geheimjünger die Poesie des Lebens, die Begeisterungsfähigkeit verlorengehe, weil über dem Tore, das zur zweiten Probe der Einweihung führt, die Worte stehen: «Alle Vorurteile müssen von dir fallen», und weil er an der Eingangspforte zur ersten Probe bereits lesen muß: «Ohne gesunden Menschenverstand sind alle deine Schritte vergebens.»***

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    2. Liebe Ingrid,

      ...mir ist diese Stelle bekannt und auch im Leben selbst. Ich habe aber auch hier wieder in einem bestimmten Zusammenhange etwas zu schildern versucht und nicht pauschal dem Verstand den Garaus gemacht, sondern ihn beschrieben (teilweise, mit einem Schlaglicht). Es gibt einen Zyklus von Steiner, suche mal "...der Verstand, der an das physische Gehirn gebunden ist...", da wird er auch beschrieben, durch ein ganzes Buch hindurch.

      Der Verstand ist ja doch ein Werkzeug und als solches sollte man ihn auch kennenlernen. Und selbst wenn man nicht auf ihn aufpasst, lässt er sich füttern, bzw. tut es selbst, je nach Motiv, das er gerade verfolgt -- und ich renne ihm dann hinterher, das ist so die Regel. Man könnte auch sagen, wenn ich ihn nicht im Auge habe, dann stiehlt er sie mir und sagt, wie ich mich zu verhalten habe. Er zaubert dann sein Werk vor mich hin und begründet es, alles fein säuberlich sortiert.

      Und so, wenn ich nicht dabei war, also Ich, baut er seine Werke dann vor mir auf und lässt sie mich abnicken, er weiss das schon, vorher, erfreut sich aber daran, wenn ich ihm zunicke, also Ich, das gibt ihm sein Selbstvertrauen. Dieser flinke Schelm. Und, sieht er Mich schläfrig, was zumeist so ist, hält er es für normal und schenkt mir seine Dienste, eifrig und beflissen, wie ein treuer Hund. Es sei denn, man lernt ihn kennen, dann sind wir ein fast unschlagbares Team, wenn wir aufrichtig sind und wissen um das, was man Moral nennt. Wenn nicht, dann kann es schlimm werden. Weil, eigentlich ist es ihm ja egal was er sortiert, er sortiert eben...

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  41. Frau Halle mischt in ihren Büchern eigenes Erleben mit Aussagen Rudolf Steiners. Es wäre wie bei den Untersuchungen von Doktorarbeiten notwendig, genau zu unterscheiden, wo Eigenes und Fremdes geschrieben ist.
    Der Hinweis, Jostein Saether scheint "reifer" zu sein, hilft nicht folgendes Problem mit Frau Halle aus der Welt zu schaffen: Frau Halle ist Duz-Freund von Herrn Keimeyer. Sie hat ihn persönlich besucht. Was sie antrieb, ihn zu besuchen bleibt offen. Wir wissen aus den Hinweisen Steiners, bei persönlichen Begegnungen mit Menschen kommt es gar nicht so sehr auf die persönliche Begegnung an, sondern auf den Kontakt der verschiedenen Geistigen Wesen in den Menschen. Es hat also auch Folgen für die Geistige Welt, wen wir persönlich kontaktieren. Und so kann ein Geistiger Austausch stattgefunden haben, der den weiteren Weg von Frau Halle mit gestaltete, bewußt oder unbewußt.
    Geistige Schauungen sind einfach problematisch, wenn sie nicht innerhalb eines größeren Ganzen auftauchen, wie bei Steiner. Als Beispiel Herr Keimeyer. Es findet sich diese Geistige Schauung:
    "Gaudama Buddha ist für die Weihnachtszeit 2012 bis zu Heilige Drei Könige 2013 zurück auf der Erde, um das Christuswirken zu unterstützen und mit zu helfen, dass die Aura der Erde vorbereitet wird für das Kommen des Moses und Johannes des Täufers.

    Hermann Keimeyer, 11.12.2012

    Gaudama Buddha ist heute mit den Seinen, 16.1.2013 wieder zurück auf den Mars, wie in GA 130, "Das Esoterisches Christentum" bei Rudolf Steiner zu lesen ist.

    Hermann Keimeyer, 16.1.2013 "

    auf seiner website. Keimeyers Vorgehensweise entspricht der Vorgehensweise von Frau Halle. Eigene Schauungen werden mit Hinweisen Steiners unterfüttert. Auch wenn die Bilder von H. K. richtig sein sollten, sie sind veröffentlichter Unsinn, der mit dem Werk Steiners geadelt werden soll. Die Unwahrheit der Bilder von Frau Halle liegt nicht in den Bildern, sondern in ihrer Vorgehensweise sie in die Öffentlichkeit zu stellen. Ich selbst brachte eigene Bilder nur deshalb an die Öffentlichkeit, weil entsprechend der Geistigen Wahrnehmung von Herrn Jelle van der Meulen meine Person massivster staatlicher Verfolgung ausgesetzt war und derzeit noch ist. Problem mit Geistigen Bildern ist immer der entstehende Personenkult, ob bei Keimeyer, Halle und auch bei Rudolf Steiner und sogar bei Jesus Christus....

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  42. Das mit Keimeyer ist eine Lüge, Ernst. Sie war einmal bei ihm - und hat danach nie wieder Kontakt mit ihm gehabt!! Und Jostein Saether hat tatsächlich - wenn man verschiedenes dazu von ihm liest - die objektiv reifere Haltung dazu - und man merkt, daß er ein Mann mit Erfahrung ist in der Geistforschung. Im Gegensatz zu den üblichen Kritikern an JvH. Und in dem Buch über die Templer ist nichts in den Ritualen der Templer zu finden, was man bei Steiner findet! Das sind sozusagen "hautnah" miterlebte Einweihungsvorgänge, die noch nie irgendjemand so geschildert hat. (Hautnah heißt natürlich nicht, daß sie damals dabei war...).
    Keimeyer auch nur zu vergleichen, - das ist so klein und falsch, wie wenn z.B. Andreas Lichte Rudolf Steiner mit einem hohen Nazi vergleicht...- In diesem verlogenen Stil geht das nicht, Ernst. Ansonsten hast Du hier schon mehrfach Keimeyer angebracht, - um JvH in die gleiche Kiste wie Keimeyer zu stecken. Und immer mit der Behauptung, daß die beiden Kontakt hätten (was eine Lüge ist), weil sie sich ein einziges Mal begegnet sind! Judith von Halle hat keine einzige Unwahrheit in dem, was Du ihre Bilder bezeichnest. Also wenn es hier einen gibt, der in der Unwahrheit lebt - und sich immer wieder darin wälzt und nicht damit aufhört, dann ist das Ernst Seler! Man sollte nicht auf diese unbelehrbaren, immer mit den gleichen unsinnigen Argumenten kommenden Demagogen hören! Es ist nur noch peinlich! Ansonsten sieht von außen etwas wie Personenkult aus - was überhaupt keiner ist. Jedenfalls nicht bei JvH. Ich sehe nur, daß ständig Leute ohne eine Ahnung einen "Antipersonenkult" gründen. Der Personenkult geht also ausschließlich von ihren Gegnern aus - sonst kenne ich niemanden.

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    1. Wenn Herr Keimeyer auf seiner website betont - las das dort - er und Frau Halle "duzen" sich, dann liegen hier sicherlich Telephonate vor, die dann auch zu dem Besuch bei Herrn Keimeyer führten. Es war ja auch Wibke Reinstein bei Herrn Keimeyer, da finden sich interessante Texte auf der website von Herrn Keimeyer. Die Duz-Freundschaft ist etwas anderes, als das DUZEN im Internet.

      Dein Einwand mit den Templer-Ritualen: es finden sich im Internet Beschreibungen zu Aufnahmeritual usw..
      Die Frage, welchen Sinn eine Veröffentlichung solcher Rituale hat, auch wenn sie wahr geschaut sein mögen - von Frau Halle - wird von ihr nicht beantwortet. Der Duktus ihrer Art war: Ihr Anthroposophen schaut auf mich, denn es hat seine Bedeutung, dass Christus gerade an mir die Stigmata vollführt, mitten unter Euch Anthroposophen. Dieser Duktus von ihr, war die innere Übernahme der Anthroposophie Rudolf Steiners, bis hin zu der Aufforderung Dritter, es solle eine eigene Sektion am Goetheanum eingerichtet werden, mit der Sektionsleiterin Frau Halle.
      Es wurde also das Kreuzigungssymbol als lebendiges Symbol Frau Halle zum Problem der AAG, neun Jahre nach 1995, das Jahr, in welchem die lieben Anthroposophen aufgeschreckt wurden, doch weiter ihren persönlichen Mystenschlaf leben, mögen sie weiter schlafen!
      Das an anderer Stelle erwähnte Buch von B. Lievgoed "Das Gute Tun-Ankommen im 21. Jahrhundert" zeigt, da wir nun das Jahr 2013 haben, sind sie nicht enttäuscht, die Anthroposophen, denn der so gefürchtete Ahriman, nirgends zu sehen, mögen seine Wirkungen erkennbar sein, seine Inkarnation, auf die so "esoterisch hingehechelt" wurde (erinnere mich der Mitgliederabende, den Prophezeiungen durch den Vorstand im Großen Saal des Goetheanums), sie ist nicht da. In dieses geistige Vakuum taucht Frau Halle auf, letztlich in katholischer Manier der Stigmata und beansprucht geistige Führerschaft: hört auf mich durch mich spricht Euch (Leser) Christus direkt an!

      Nicht die Bilder sind das Problem, sondern der geistige Anspruch, die Bedeutung, die sich Frau Halle selber gibt (falls sie tatsächlich ganz alleine ihr erstes Buch schrieb) und von den Anthroposophen einfordert, öffentlich. Wenn sie beschreibt, wie Dämonen die Kreuz-Nägel schmieden, auf verschiedenen Kontinenten, dann wohl durch die Lüfte fliegen... ...das wäre tolles Filmmaterial um letzten Endes den Kreuzeskult mit dem Mordopfer verschwinden zu lassen.
      Las heute einen Artikel, wo ein afrikanischer Bischof lächelnd sagte, die Menschen glauben, wir töten Menschen während eines Rituales, des- wegen das Symbol mit dem Corpus und da ging mir ein Licht auf, wie tatsächlich dieses Symbol ganz anders gesehen werden kann, als Bedrohung des Menschseins an sich, wenn es einfach so den Menschen konfrontiert mit etwas, was eigentlich Angelegenheit der Götter selbst ist, weil durch ihr Handeln uns Menschen in Folge der Tod "geschenkt" wurde und eben ein Gott (nach Steiner) freiwillig sich anbot, um das wieder zu ändern... ...vielleicht kann Frau Halle da noch Erhellendes aufzeigen, wie die Götter ihre Taten bewerten....

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  43. Wenn Judith von Halle neben den sinnlichen Inhalten auch geistigen Inhalt
    vermitteln würde, dann müsste sie nicht nur den Inhalt ändern, sondern auch
    die Art ihrer Darstellung. Wie macht sich diese Veränderung bemerkbar, wenn
    sie über geistige Vorgänge spricht ? "Hautnahe" Einweihungsvorgänge und "Abstecher" ins rein Geistige klingen fürchterlich.

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    1. ... ich finde es spannend, wenn jemand von seiner Urlaubsreise etwas erzählt, seine Eindrücke, das sind mir Bereicherungen jenseits der Schilderungen über Einwohnerzahl und Höhe des in der Nähe befindlichen Gebirgsmassivs. Und, merkwürdigerweise erlebt man -- kann man erleben -- dass beides vom gleichen Ort handelt. Das eine hört sich sachlich an und vermittelt Vertrauen (warum nur??), das andere kann auch!! bestätigen, das, was man vielleicht schlummernd bereits in sich trägt. Und wenn beides zusammenkommt?

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    2. Ich finde Reiseberichte anderer Menschen auch sehr viel interessanter als bloße Informationen über bestimmte Orte.
      Natürlich vertraue ich auch darauf, dass diese richtig sind.
      Einen Ort,den es wirklich gibt, kann ich auch selber bereisen
      und mir ein eigenes Bild davon machen.Dann wäre ich auch nicht mehr abhängig von den Darstellungen anderer.
      Es gibt aber jemanden, der erzählt uns von Orten,die wir nicht bereisen können. Wollen wir solchen Darstellungen glauben ?

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  44. Und dieser "Jemand", das soll wohl Rudolf Steiner sein (?), "der erzählt uns von Orten die wir nicht bereisen können." ER sagt das aber nicht! und schon gar nicht, dass es sie nicht gibt. Und was den sogenannten Glauben betrifft, etwas in uns muss auch dem sogenannten Glauben glauben!! Wenn man da mal genau hinschaut... ! Dann differenziert sich so einiges.

    "Wollen wir solchen Darstellungen glauben?"

    Wer oder was wird da eigentlich befragt?? Vielleicht sollten wir auch jener Instanz oder "Stimme" mal nicht glauben? Probehalber --? Und wenn man dann dort in sich hineinschaut, in jenes Land des "probehalber", dann befindet man sich in einem ganz charakteristischen Bereich, da sind dann andere "Augen" die anders fragen und die und die geläufig bekannten sollten sich mal kennenlernen und sich gegenseitig erzählen, was sie so zu berichten wissen.

    Und den beiden dann mal vorurteilsfrei zuhören.

    "Wollen wir solchen Darstellungen ... ?" WER spricht da?? UND DEM glauben wir dann? Auf welcher Basis? Der Vernunft ?? Wer füttert die Vernunft und wer lässt zu, was sie abspeichert? Solange wir das nicht wissen, sollten wir lieber fragend bleiben, statt wollend.

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  45. Rudolf Steiner zeigt uns in Form von Übungen den Weg, der in die geistige Welt führt. Wir sind nicht abhängig von ihm, wenn wir seinen Darstellungen folgen, denn wir entwickeln daran unsere eigene geistige Aktivität.
    Gibt uns Judith von Halle auch einen Weg, den wir gehen können, um das zu finden, wovon sie berichtet ? Sollen wir wie sie unser Ich aus dem Astralleib herauslösen ? Werden wir dann nicht zum Tier ?

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  46. Da es hier häufig sowohl viele begeisterte Fans als auch leidenschaftliche Gegner von Judith von Halle gibt, erlaube ich mir, auf die neue Ausgabe von "Die Drei" hinzuweisen, darin enthalten eine kritische Rezension ihres Templer-Buches (Andreas Meyer); kann man online lesen, unter "Buchbesprechungen".

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    1. Vielen Dank für den Hinweis auf diese wichtige Richtigstellung. Es ist ja keine Kritik; es ist eine Gegenüberstellung der von v. Halle "geschauten" angeblichen Sachverhalten mit historischen Fakten wie den tatsächlichen Aufenthaltsorten, dem Rang und Bedeutung von Ritualen und Personen. Deprimierend für Frau von Halle, da wenig von ihren Behauptungen Deckung mit historischen Fakten u haben scheint. Das Meiste scheint frei erfunden zu sein.

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    2. Keine Kritik? Kann sein, hab das Ganze auch nur so überflogen, da letztendlich doch leicht anstrengend zu lesen (und für mich auch nicht allzu interessant).

      http://www.diedrei.org/

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    3. Leider konnte ich die erwähnte Rezension bisher nicht im Netz finden – ich schließe mich daher Manfred an und bitte um einen link.
      LG Ingrid

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    4. http://www.diedrei.org/2013/Heft3_2013/buecher0313.pdf

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    5. Danke! (Ich war nicht auf den Gedanken gekommen, auf das Titelblatt des Heftes zu klicken statt auf die Nummern links davon...)
      Wirklich sehr interessant.

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  47. Sollen sollten wir gar nichts, wer das erwartet oder verlangt, sollte den Mund halten :-)

    Und mit Judith von Halle kennen sich andere hier besser aus ---

    Was interessiert Dich eigentlich wirklich??

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    1. Wenn wir gar nichts sollen, dann sollen wir auch nicht den Mund halten. Diese Kommentare schreibt jemand, der sich wirklich für Religion und Geisteswissenschaft interessiert, und der schockiert ist, wie viele Menschen auf JvH reinfallen.

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    2. ... also das erkläre ich Dir jetzt nicht - -

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  48. @Michael Eggert: Nichts daran ist erfunden! Genauso fanden die Einweihungsrituale am Ende des 13, Anfang 14. Jh. statt. Lies mal eine schöne Erwiderung eines Bekannten von mir - wohl im kommenden "Die Drei"...
    Michael:Deine Ahnungslosigkeit und das Geschwätz, daß das frei erfunden sei- das ist ein Witz! Und Du hast vermutlich das Buch immer noch nicht gelesen- wie Du auch schon eine kritik über das buch geschrieben hast, bevor es richtig in den Bücherläden zu kaufen war... Sei ehrlich: hast Du es mittlerweile überhaupt gelesen - oder sagst du halt mal wieder ins Blaue rein: die hat das sicherlich erfunden...? Wolfgang

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  49. Nein Name wurde ein paar Mal erwähnt; dies lasse ich unkommentiert. Anstatt versuche ich, von einer anderen Seite mich mit dieser Debatte wieder anzufreunden. – Ich habe in Verhältnis zu meinen Erforschungen und Publikationen nie behauptet, die ganze Wahrheit zu besitzen. Meine Methode ist, alles gründlich zu prüfen, bevor ich etwas von mir gebe. Ich wiege währenddessen die mündlichen Erklärungen gewissenhaft ab. Ich durchleuchte im Voraus die schriftlich abzugebenden Formulierungen so sorgfältig, dass möglichst vermieden werden, dass beim Lesen Missverständnisse auftreten. Trotzdem entstehen etliche falsche Auslegungen, weil ich obgleich ungenau war. Deshalb bin ich immer bereit, ins Gespräch und zu Diskussion mit Lesern, Hörern, Kritikern und Gegnern zu gehen. Diese Kommunikationsbereitschaft – die ein segensreicher Lernprozess für alle Parten ermöglicht – ist also der Grund, warum ich blogge und an Online-Foren teilnehme. Einige der Autoren, die hier genannt wurden, haben anscheinend eine andere Taktik, wie der bereits erwähnte Hermann Keimeyer.
    Als er im Jahr 2008 (der Text ist noch verfügbar: http://www.hermannkeimeyer.de/index.php?option=com_content&task=view&id=200&Itemid=44) offenbar mich in seinem anrüchigen Stil gemeint hatte, wandte ich mich an ihn, um zu versuchen, die darin verbreiteten Fabeleien aufzuklären. Er hat nie geantwortet. Im Laufe der Jahre habe ich zu tun gehabt mit weiteren Dutzenden von Antagonisten, die Theoriebildungen, Desinformation, Lügen und Verleumdung verbreiteten. Keiner von ihnen war überhaupt erreichbar, um über die Belästigungen zu sprechen – und ihre Kommilitonen auch nicht. Keimeyer behauptet, dass ich „sei ein luiziferischer Eingeweihter und stehe in dem totalen Dienste Luzifers“ (es ist auffällig, dass die Sprachfehler in seinem Text bis heute nicht korrigiert sind). Was jenseits dieser irreführenden und lügnerischen Behauptung wahr ist, ist, dass ich einer der wenigen Anthroposophen bin, der die Entwicklung Luzifers und vor allem seine Inkarnation in China vor über 5000 Jahren auch meditativ recherchiert habe. Ich hoffe, dass mein Luzifer-Buch irgendwann publiziert werden kann.
    Mit diesem Beispiel möchte ich zwei Dinge sagen: Auf der einen Seite ist eine Person für mir seriös und ernst zu nehmen, wenn der Betreffende für Gespräche und gegenseitigen Austausch sich verfügbar macht, und sogar bereit ist, eine Fehlermeldung zurück zu nehmen. Bleibt er/sie hinter der Argumentation und fortgeführten Angriffsposition nur versteckt, muss er/sie gemieden werden. Auf der anderen Seite kann eine Lüge die eigentliche Wahrheit verbergen, und diese kann erkannt werden, wenn man jene durchschaut. Die einzige Rechtfertigung der Lüge scheint also zu sein, ein deplatziertes Schild, ein Sinnbild zu sein auf dem Weg zur Wahrheit.

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  50. Ich finde die ganze Diskussion schädlich für das Wesen Anthroposophia und somit für uns alle!!!
    Wer von all den "lieben Überschlauen" hat sich der uns allen von Steiner gestellten wichtigen Aufgabe des "E r k e n n e D i c h s e l b s t" !!! gestellt, bevor er Kritik über Halle oder Prokofieff übt?
    Mir scheint, man kennt heute kaum noch die sog. "Nebenübungen", die doch eigentlich die Grundlage anthroposophischen Lebens sind. Zur Erinnerung: GA 245 "Anweisungen für eine esoterische Schulung".

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