Bloggen Sie doch mal mit!

Sagen Sie frei heraus, was Ihnen an diesem Blog ge- und mißfällt, was in Ihren Augen unbedingt fehlt. Und was bedeutet so ein Blog für Sie? Sind Sie es mal satt? Was würden Sie für ein Blog machen wollen, wenn überhaupt... Was für Bloggertypen kennen Sie? Fände ich interessant.

So please.

Kommentare

  1. Für mich haben Deine beiden Egoistenblogs primär einen ausgezeichneten Unterhaltungswert, wie die ein und andere TV-Serie, die ich sehr schätze ("Big Bang Theory" oder "Breaking Bad" etwa) wo man im Laufe der Zeit den ein und anderen Schauspieler/Kommentator etwas kennen gelernt hat.

    Ich schaue mir häufig bereits kurz nach dem Frühstück an, was für ein jeweiliger Beitrag von Dir gepostet wurde. Bei mir ist das schon Gewohnheit: Erst Spiegelonline, dann die Mopo (HH-Regionalzeitung), dann Titanic, dann die Egoistenseiten. Die meisten Beiträge und auch Kommentare überfliege ich, manchmal, das muss ich etwas errötend zugeben, lese ich auch mit einer gewissen Schadenfreude, wenn es allzu trashig und lästerlich wird.

    Sehr symphatisch und mutig finde ich, dass Du immer wieder Autoren vorstellst (auch begeistert vorstellst) die nicht allzu viel mit Anthroposophie am Hut haben, teilweise sogar recht weit von dieser entfernt sind (R.Spira).

    Interessant ist m.E. der Umstand, dass das Schreiben und Lesen im Blog in gewisser Weise gedanklich weitergeht, auch wenn der PC aus ist, manchmal, nach wilden und wirren Diskussionen, überlege ich, was ich als nächstes schreiben kann/will; diesen Umstand, wenn ich ihn bei mir bemerke, halte ich für etwas bedenklich, da leichte Ansätze für Suchtverhalten (Bin deshalb bewusst nicht bei Facebook und ähnlichem).

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  2. Lieber Michael,

    mir bedeuten Deine beiden Blogs inzwischen viel - auch ich sehe jeden Tag nach, ob es etwas Neues gibt.
    Die Themenvielfalt ist beachtlich. Ich erfahre nicht nur von anthroposophischen Dingen, sondern immer wieder auch Spezielles, das in der Welt „vorgeht“ und das mir sonst wohl entgangen wäre, bzw das ich erst sehr viel später mitgekriegt hätte. Als Österreicherin ist es mir zudem wertvoll, immer wieder mal einen Blick „von innen“ auf die Situation in Deutschland zu bekommen – sozusagen als Hintergrundinformation zu dem, was in den Nachrichten zu erfahren ist...
    Nicht zu vergessen die Buchempfehlungen: wieviele mich wirklich bereichernde Bücher hätte ich ohne die „Egoisten“ nicht gelesen...

    Und natürlich schätze ich es sehr, hier Menschen ein wenig kennengelernt zu haben, denen ich sonst wohl niemals begegnet wäre - und ich freue mich über die Möglichkeit, viele der Themen im gemeinsamen Gespräch vertiefen und weiterbewegen zu können.
    Selbst wenn manche dieser Gespräche sich so entwickeln, daß ich die Kommentare, ähnlich wie Rainer, nur mehr überfliege oder auch gar nicht mehr lesen mag und mich ganz dezidiert daraus zurückziehe, weil ich nicht mehr Teil davon sein will --- ich schätze auch diese Erfahrung, als Kommunikationsübung gewissermaßen. Man kann so manches lernen, indem man sowohl das Verhalten einzelner Gesprächsteilnehmer als auch die eigenen spontanen Reaktionen darauf beobachtet...

    Es geht mir immer wieder auch ähnlich wie Rainer:
    »Interessant ist m.E. der Umstand, dass das Schreiben und Lesen im Blog in gewisser Weise gedanklich weitergeht, auch wenn der PC aus ist, manchmal, nach wilden und wirren Diskussionen, überlege ich, was ich als nächstes schreiben kann/will; diesen Umstand, wenn ich ihn bei mir bemerke, halte ich für etwas bedenklich, da leichte Ansätze für Suchtverhalten (Bin deshalb bewusst nicht bei Facebook und ähnlichem).«
    Ja. Das ist auch für mich ein sehr interessanter Aspekt.
    Ich versuche, zu unterscheiden, ob mein Schreib-Bedürfnis nur aus „Lust an der Erwiderung“ entsteht, ein „Ansatz für Suchtverhalten“ ist --- oder ob es ein Thema ist, das mir wirklich am Herzen liegt, und zu dem sich in der Runde neue Gesichtspunkte gewinnen lassen. Es ist nicht immer leicht, diese Unterscheidung zu treffen.

    Ich denke dabei auch an den „umgekehrten Kultus“.
    Manchmal ereignet es sich.
    Aber man kann es nicht „erwarten“, sondern nur versuchen, an sich selbst zu arbeiten... wie Rilke es (allerdings in anderem Zusammenhang) so schön ausdrückt (Tagebuch, 15.9.1900):

    »Willst Du, ich soll Dir geben, sei, bitte, erst Schale und
    schön, sei erst bereit zu empfangen und ruhig zum Halten...«

    Herzlichen Gruß, und vielen Dank für Deine „Egoisten“-Seiten!
    Ingrid

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  3. Dass das Blog manchmal trotz seines zugestandenen Unterhaltungswerts anregend sein kann, freut mich. Ich finde es in Ordnung, kurze Anstöße zu geben statt ellenlang zu "belehren". Dafür wühlen sich manche Leser in den Kommentaren in das Thema herein. Die Beiträge, Hinweise, Repliken geben mir selbst natürlich auch viele neue Anstöße. Ab und zu kommt es vor, dass ich das Gefühl habe, dass die Kommentare völlig an dem, was ich intendiert habe, vorbei gehen. Die Gesprächsverläufe haben dann eine eigene Dynamik. Zugegeben, das kann für mich frustrierend sein- bis hin zu dem Punkt, dass ich mich frage, was das eigentlich hier soll. Aber zwischen Frust und Anregung überwiegt offensichtlich immer noch das letztere, sonst würde ich es nicht mehr machen.

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  4. Danke, Michael und allen Teilnehmern, für dieses blog. Ich erlebe es wie ein Cafe', ein meeting-point, in dem mensch sich trifft und sich über Gott und die Welt unterhält. Sehr informativ, lehrreich, ich lerne sehr viel über die anthroposophische Landschaft kennen. (Bin immer noch ein ziemlicher newcomer). Ich schätze die offene Sprache, die die Dinge beim Namen nennt, auch wenn es mal deftiger zugeht.
    Es ist hier vielfältig und bunt und humorvoll, ich schätze auch dass es Raum für Empfindungen und Gefühle gibt, neben Sachlichkeit, Anthroposophischem, den interessanten Büchertipps und links und der kritischen Auseinandersetzung mit der Anthroposophie.
    Immer, wenn ich am Computer zu tun habe, klicke ich auch die Egoisten an, um zu sehen, was sich gerade im „Cafe'“ tut. Ja, die Diskussionen beschäftigen auch mich weiter im Alltag, ich finde bereichernde Anregungen, die sich fortsetzen.

    Es gibt Momente, da erlebe ich diese Gespräche sehr weltfremd, ferne von dem was gerade ist, was unsere Zeit erfordert. Wenn ich z.B. Diskussionen über die Nägel von JvH, über Prokofieff oder über andere anthroposophische Streitereien lese, dann bin ich manchmal fast etwas erschüttert und frage mich: fühlen die Anthroposophen nicht die Brisanz unserer Zeit, die Fehlentwicklung einer lebensbestimmenden Finanz-und Wirtschaftswelt, welche Demokratie und individuelle Freiheit untergraben. Ein Prozess, der sich über die Jahrzehnte unsichtbar aufgebaut hat und dessen Gesetzen wir alle unterliegen, ob wir wollen oder nicht???

    Ich möchte diese Gelegenheit nutzen und euch einige links von Andreas Popp und Rico Albrecht schicken. Auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin, so freue ich mich sehr über deren Beiträge und Vorschläge, denn ich sehe weniger Sinn, sich mit Luzifer, Ahrimane, Sorat in einem rückwärts gewandten Okkultismus zu beschäftigen, wo wir uns aktuell mitten in diesen Mächten befinden; ich sehe darin eine große Gefahr. Ich würde mich über ein feedback dazu freuen.

    http://www.youtube.com/watch?v=57lTGhiwLeQ&list=PLDEE50934BFB2C475
    http://www.youtube.com/watch?v=1rvPPxnITzU&feature=endscreen&NR=1

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    1. Liebe Friederike,

      »Es gibt Momente, da erlebe ich diese Gespräche sehr weltfremd, ferne von dem was gerade ist, was unsere Zeit erfordert.«

      Nun - erstens sind die Gespräche, die wir hier führen, ja nicht schon alles, worüber jeder von uns sich seine Gedanken macht bzw sich in sonstiger Weise einbringt. Für mich jedenfalls sind die „Egoisten“, so sehr ich sie auch schätze, zeitlich gesehen nur ein kleiner Teil meines Lebens (deshalb komme ich auch nicht immer gleich dazu, alle Videos in voller Länge anzusehen... dennoch erscheint es mir schon jetzt angebracht, Dir für die links zu danken und Christian Felber und die Gemeinwohl-Ökonomie zu erwähnen).

      Und zweitens:
      Soviel wir hier auch „streiten“, so habe ich doch den Eindruck, daß uns alle die Überzeugung verbindet, daß Anthroposophie etwas „Wertvolles“ ist, für jeden von uns und auch für die Welt (je stärker wir davon überzeugt sind, desto heftiger streiten wir, jedenfalls ist das mein Eindruck...).

      Was unsere Zeit erfordert, das ist meiner Ansicht nach nicht so sehr das Finden und Verwirklichen einer einzig „richtigen“ Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung als vielmehr das „Erwachen“ jedes einzelnen Menschen.
      Solange die meisten von uns „schlafen“ und in vielen, vielen Dingen bloß „automatisch“ handeln, nach bisherigen Gewohnheiten, Richtlinien, Moralvorstellungen... solange werden wir Strukturen und Verhältnisse fortleben, die nicht mehr zeitgemäß sind oder sogar von Anfang an „falsch“ waren.
      Je mehr Menschen „erwachen“ und zum Bewußtsein ihrer ur-eigenen „Aufgabe“ in diesem Erdenleben kommen, desto mehr Menschen werden aus diesem Bewußtsein heraus handeln - und es wird „gut“ sein. Davon bin ich überzeugt.

      Für mich ist Anthroposophie ein (wenn auch nicht der einzige) Weg zu solchem „Erwachen“.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    2. Liebe Ingrid,

      erstens und zweitens, Frau Feldwebel, geht’s mir darum, ein Empfinden auszudrücken und das soll hier erst einmal Platz finden und sein.
      Das stimmt schon so wie es ist, Du brauchst es nicht zu korrigieren, das Empfinden möchte auf Wichtigeres hinweisen, es geht ums Wachwerden – und selbstverständlich gibt es dazu unterschiedliche Weisen.

      Ich habe mich vielleicht irrtümlich ausgedrückt, ich habe um ein feedback der links gebeten.
      Das Egoistenblog ist ein Ausschnitt aus dem Leben und deckt natürlicherweise nicht alle Bereiche ab, weder hat es diesen Anspruch, noch erwarte ich das. Bitte nicht etwas anderes aus meinem Beitrag machen.
      Ich weise auf ein wichtiges Thema hin, zur Bereicherung aller. Deswegen bitte ich, die links anzuschauen und darüber zu reflektieren, darüber nachzudenken.

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    3. "Es gibt Momente, da erlebe ich diese Gespräche sehr weltfremd, ferne von dem was gerade ist, was unsere Zeit erfordert"

      Schön, dass das mal jemand so klar ausspricht. Ich erlebe es ähnlich. Ich wundere mich manchmal über Menschen, die teilweise viele Stunden damit verbringen, zum gefühlten 100sten Male darzustellen, dass man doch bitte JvHalle oder Prokoffief oder Zander oder Gronbach kritisch hinterfragen, oder ablehnen oder gutfinden sollte. Erstaunlich ist, dass sich manche Debatten von den Argumenten oder von der Wortwahl her exakt wiederholen: Ich glaube z.B., wenn man einen älteren Kommentar aus einer JvH Debatte im letzten Jahr in diesen Tagen wieder posten würde, würde das niemand merken.

      Für mich sind das "Freizeitprobleme", die man primär dann hat, wenn es einem einigermaßen gut geht, man vor allem viel Zeit hat und die bestenfalls interessant sind (und, wie ich oben schrieb, durchaus einen Unterhaltungswert haben können) - man findet bestimmte Bücher und Autoren gut und gerät mit anderen Kommentatoren, welche eben diese Bücher und Autoren anders sehen, in eine zumeist "aufgeregte Debatte", wobei es darauf hinausläuft, dass jede/r mehr oder weniger den Anderen und die Runde belehren darf/will. Mit "der Welt", der "Not der Zeit" usw. hat das nur bedingt etwas zu tun.

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    4. Liebe Friederike,

      ich hatte nicht im Sinn, Dich irgendwie zu „korrigieren“, und bitte Dich nun meinerseits, nicht etwas anderes aus meinem Beitrag zu machen.

      Ich habe bisher erst die erste Hälfte des ersten Videos ansehen können und muß auch jetzt gleich wieder weg. Ich finde darin bisher viel Kritik und noch wenig konstruktive Ansätze - ich hoffe, das ändert sich im zweiten Teil.
      Ich lese nunmal lieber Bücher, als lange Videos am Computer anzusehen, denn Lesen kann ich auch unterwegs, und ich kann mir zudem eigene Anmerkungen dazuschreiben... - hast Du denn meinen link zur Gemeinwohlökonomie bemerkt? Er war durchaus als feedback zum von Dir vorgebrachten Thema gedacht. In Christian Felbers Buch fand ich jede Menge konstruktiver Vorschläge, die teilweise auch bereits umgesetzt werden...

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid
      (meinetwegen auch „Feldwebel“ oder „blogsheriff“, das spielt mir keine Rolle, es ändert jedenfalls nichts an meinen - subjektiven ;-) - Ansichten, daß ich zeitweise, warum auch immer, von einigen hier so wahrgenommen werde :-))

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    5. Liebe Ingrid,
      nein ich habe Deinen link nicht angeschaut. Mein Anliegen war, über dieses blog etwas mit zu teilen, so wie auch ich desöfteren etwas erfahre, das ein Anderer mit teilt.
      Ich halte gesellschaftliche Entwickelungen im Moment für wichtiger und brisanter als oben erwähnte Streiterein, deshalb habe ich zu dem Thema etwas gepostet.
      Es interessiert mich, zu hören,wie jemand aus einem anthroposophischen Verständnis heraus diese Darstellung/Analyse wahrnimmt. Ich versuche, vielleicht mit Hilfe Anderer, zu verstehen, was geschieht.
      Das ist eigentlich alles.

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    6. Liebe Friederike,

      »nein ich habe Deinen link nicht angeschaut.«
      Ah. :-) Nun, wenn Du nichtmal drei Minuten hast, um Dich darüber zu informieren, was ich zu dem von Dir eingebrachten Thema mit-zu-teilen hätte, dann wirst Du Dich wohl nicht allzusehr darüber wundern, wenn ich im Augenblick nicht die Zeit erübrigen kann, mir ein fast einstündiges und ein über zweistündiges Video anzusehen und dann auch noch zu versuchen, „aus anthroposophischem Verständnis heraus“ etwas dazu zu sagen.
      Ehrlich gesagt, klingst Du im Moment auch nicht gerade so, als ob Du großes Interesse gerade an meiner Antwort hättest ;-) – also heb ich mir das Anschauen dieser Filme für irgendwann später (wie es aussieht: frühestens nach Ostern) auf.

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    7. Eben dieses Hin und Her, das wieder eine Herumstreiterei werden könnte, finde ich so mühsam.
      Wenn Du keine Zeit hast, Ingrid, dann erwarte ich doch keine Antwort. Das macht doch nichts. Sicherlich, es handelt sich um ein langes video, weil es ein sehr komplexes Thema ist. Über das wollte ich mich austauschen, Ich habe gesagt: liebe Leute, schaut mal, was ich für wichtig halte. Was meint ihr dazu? Interessiert das jemanden?
      Ich habe eine info reingestellt und hätte mir nicht vorgestellt, dass jetzt so eine Wurst daraus wird.
      Ich komm ja gar nicht hin zum Thema.
      Deswegen jetzt auch Sendeschluss.
      Zumindest war's ein Versuch.

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    8. @Friederike

      Die beiden Links zu den Vorträgen von Andreas Popp und Rico Albrecht habe ich, nachdem ich mir den Rico Albrecht ganz und Andreas Popp zur Hälfte angeschaut bzw. -gehört hatte, direkt an einige Freunde und Bekannte weitergereicht. Inhaltlich war mir allerdings vieles schon bekannt, denn ich hatte vor einiger Zeit das Buch "Das Ende des Geldes" von Franz Hörmann und Otmar Pregetter gelesen, die eine ganz ähnliche Sicht auf unser Finanzwesen vertreten, insbesondere was das Zins- und Zinseszins(un)wesen angeht.

      Viele Grüße
      hr

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    9. @hr,
      nun komme ich müde von einem vollen Arbeitstag zurück und freue mich, dass Du, wer immer Du bist, Dir die Mühe gemacht hast, die videos anzuschauen und sie auch weitergereicht hast. Danke auch für den Tipp der Autoren Hörmann/Pregetter. So geht die Aufklärung weiter.

      Freundliche Grüße

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    10. Nun möchte ich auch für andere Leser etwas zu dem Inhalt sagen: es handelt sich um eine Analyse unseres Finanz- und Geldwesens. Ich wusste bis vor kurzem nicht, dass nicht der Staat, sondern private Bankinstitute Geld drucken, erzeugen. Geld entsteht durch Schuld und zwar folgendermaßen: wenn eine Bank Geld verleiht, kann sie das fünffache ihrer Eigenmittel an Kredit vergeben. Bei der Vergabe eines Kredites von Euro 100.000,-- benötigt sie eine Eigendeckung von Euro 20.000,-- Das ist eine staatliche Vereinbarung. Indem sie die Zahl 100.000 in den Computer tippt, schafft sie aus dem Nichts diese Summe und gewährt einem Unternehmer einen Kredit. Dieser zahlt Zinsen und Zinseszinsen einer aus dem Nichts erschaffenen Summe. Die gab es vorher nicht. Zinsen und Zinseszinsen zwingen ihn in eine kontinuierliche Produktionserhöhung .
      Die Wurzel unseres Wirtschaftswachstumswahn und Umweltvernichtung ist das Zinseszinssystem.
      Da die Bank jetzt auf ihren Konten über Euro 120.000,-- verfügt, kann sie wiederum ein fünffaches an Kredit weitergeben. D.h. nun tippt sie Euro 600.000,-- in den Computer, womit diese Geld entsteht und ich kann diesen Kredit aufnehmen und ein Therapiezentrum bauen. Nun passiert ein Schicksalsschlag, ich kann den Kreditrückzahlungen nicht mehr nachkommen, ich hab zwar schon Euro 150.000,-- zurückbezahlt, jedoch das waren ja erst nur die Zinsen, ich schulde noch immer den Betrag von Euro 600.000,--, letztendlich kassiert die Bank mein Haus. Ich zahle jetzt für den Rest meines Lebens die offenen Rechnungen an Architekt und Baufirma zurück, die Bank hat aus dem Nichts eine Immobilie materialisiert plus 150.000,-- von mir an Zinsrückzahlung erhalten.

      Das Bankwesen ist heute ein virtuelles Spiel, oder legalisierter Betrug. Wenn jemand einen Bankbeamten fragt, woher das Geld kommt, dann denkt dieser, das läge irgendwo im Tresor. Nun da liegen 20% der Spielsumme.
      Wenn die Bank sich verspekuliert, die Manager gerade noch ihre Millionen-Boni sicherstellen, wird der entstandene Schaden sozialisiert. Dies mit Einverständnis unseres demokratischen Staates.
      Lange waren diese Mechanismen unbekannt,nicht hinterfragt,versteckt. Ein System, das einen Keil in unsere Gesellschaft treibt, wird langsam von Fachleuten, Akademikern, der Wissensmanufaktur, ehemaligen Vorstandsmitgliedern, Autoren, etc. sichtbar gemacht.
      Die o.geposteten videos gehen noch auf viel komplexere Zusammenhänge ein.

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    11. Ja, Friederike, die sind die neue Macht geworden undnbestimmen die Politik, die seit der letzten Bush- Zeit so viel profitiert hat wie noch nie. Diese Zuwächse haben eine klare Korrelation mit der gleichzeitigen Verarmung ganzer Länder und Bevlölkerungsschichten. Die Politik, auch Deutschland, sogar sozial- demokratische, öffnete alle Schleusen, damit dieses Monstrum sich weiter aufblähen konnte.

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  5. Liebe Friederike, ich danke Dir sehr herzlich für Deine beiden links, weil sie eine ganz ganz tief sitzende Wutnatur neu durchlichten in mir durch diejenigen, die Du (mir) hier mit den beiden links nahegebracht hast! SO nutzt man den Verstand, das meine ich zutiefst aufrichtig, weil gepaart mit Moral und Ethik und Egosubstanz gesprengter geistiger Leiblichkeit in freier Sicht- und Denkkraft und -weise angeschaut wird, was hier eigentlich geschieht durch das Mittel Kapital, denn es ist ja nur das Mittel. Seht den Menschen, jenseits dessen zu, zu was man ihn ständig macht durch manipulierende Lügengespinste von Kindesbeinen an durch sämtliche Instanzen hindurch...

    Dir Michael natürlich dafür, dass das hier auch möglich ist und Du so ziemlich!! neutral bist. Das ziemlich nehme ich in mir selbst dann wieder weg, weil Du ein guter Mensch bist in meinen Augen. Man kann auch der blog sagen, habe grad mal nachgeschaut, entspräche dann zumindest mehr meinem inneren Sprachempfinden. :-)

    Unterhaltsam würde ich allerdings nicht sagen, hätte bei mir doch einen etwas negativen Beigeschmack dann, sondern eigentlich dem Wesen nach eher etwas davon, was dem Wesen einer Unter-Haltung entgegenwirkt, weil hier etwas gefordert wird durch das, was sich hier kundtut. Blog heute ist nämlich tatsächlich irgendwie (ein) Heute, sprich zeitgemäss, weil durch Mit-Teilbarkeit ähnlich wie im Hirn, die (")Synapsen(") sich die Hände reichen, um erlebend erfassen zu können dann, was errungene Gemeinsamkeit ist und bewirkt... gesehen und gedacht durch vieler Augen.

    Wünschen täte ich mir mehr von dem, was man so als künstlerische Gesinnung bezeichnen würde, um selbiges genauer und vielfältiger erleben zu können dann, mit dem daraus sich einstellenden Ergebnis, dass unsere zumeist so empfundene und darniedergehaltene Subjektivität sich vielleicht hoffentlich doch wird zeigen können als die Quelle jeglicher sich einstellender vermeintlicher Objektivität. Wie oben das Prinzip Kapital, wäre hier dann ein ebensolches zu erleben, vielleicht sogar das wahre Kapital und die in die Erscheinung tretende wahre Macht dahinter, die es zu klären gälte --- (?) !

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    1. Lieber Manroe,

      es freut mich, dass Du mit den links etwas anfangen kannst und ich denke, ich verstehe jetzt auch ein bißchen besser, worauf sich oft Deine Wut richtet.

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  6. "Wenn ich z.B. Diskussionen über die Nägel von JvH, über Prokofieff oder über andere anthroposophische Streitereien lese, dann bin ich manchmal fast etwas erschüttert und frage mich: fühlen die Anthroposophen nicht die Brisanz unserer Zeit,...."

    Danke für den Satz.
    Dieses erschüttert sein durch die doch sehr "bürgerliche Anthroposophie" erlebte ich vom ersten Abend der Teilnahme eines "Zweigabends" im Jahre 1972. Wie jetzt das Leben dort vor sich geht, weiß ich nicht, vielleicht hat sich etwas geändert.

    Als ich entdeckte, Herr Mollath war Waldorfschüler, auf derselben Schule wie Sandra Bullock, wo meine Ehefrau und ich die vier Mysteriendramen im Festsaal erleben durften, da "klopfte" Karma an die Tür und mein Eintreten für Herrn Mollath steigerte sich. Meines Wissens gab es in der Rechtsgeschichte noch nicht den Fall, dass Anwalt und Staatsanwaltschaft einen Wiederaufnahmeantrag stellen. Die Wirkung des Falles Mollath auf Medien ("Zeit" und "Spiegel" wollten die Unterstützer von Mollath in die Enge treiben), die Justiz und Psychiatrie sind immens. Noch wird von Teilen der Presse versucht, das Bild eines "Querulanten" zu erzeugen, was Herr Mollath sei. Ohne Öffentlichkeit, ohne das Engagement der SZ vor allem und der kostenlosen Arbeit von Herrn Strate, würde der ehemalige Waldorschüler für weitere sieben Jahre mindestens im forensischen Irrenhaus festsitzen. Seine Schilderungen, seine Erfahrungen werden Wirkungen haben.
    Hier der Antrag der Staatsanwaltschaft:

    http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-Wiederaufnahmeantrag-StA-Regensburg-2013-03-18.pdf

    Steiner betonte das Rechtswesen als die höchste Form der Kunst, weil sie unmittelbar mit dem Menschen zu tun hat (mündliche Überlieferung). Wir sind Zeuge und haben vielleicht individuell teil an diesem Teil des fünften Mysteriendramas. Es kam dieser Tage zu der erstaunlichen Aussage des Vorsitzenden des Rechtsausschusses des Bayerischen Landtages:

    "Franz Schindler: Selbstverständlich. Je länger man sich auch in dem System bewegt, desto mehr neigt man dazu, das System für unfehlbar zu halten; man schätzt es so gut ein, dass man jegliche Kritik daran schon als ungebührlich empfindet. Das kann ich nicht bestreiten. Überhaupt nicht. Und dennoch meine ich, nicht blind und nicht taub zu sein.

    Und wenn mir morgen jemand den Beweis liefert, dass es so ist, dann kaufe ich eine Knarre und mache die Revolution."

    http://www.heise.de/tp/artikel/38/38767/1.html

    Eine solche "R-evolution" ist in der AAG nicht mehr möglich, "der Zug" ist erst einmal abgefahren, die AAG steht bildlich etwas verloren auf dem Bahnstein herum, da helfen auch keine Stigmatas mehr. Steiner sprach von einer neuen Offenbarung, die am Ende des letzten Jahrhunderts hätte in der AAG auftreten sollen.... ...diese Offenbarung habe ich leider verpasst, um im Sinne von Michaela Glöckler die Prophezeiungen Steiners zu behandeln, vielleicht schreibt ja einer ein Buch..... .

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  7. Hallo „stiller“ Mitleser! Ja doch, so kann`s kommen. Wie? Das es hier einmal unmittelbar um Dich geht. Die bisher hier stehenden Kommentare stammen von denen, die hier eh ständig mitkommentieren. Die sind mithin, im Hinblick auf den obigen Post, nicht weiter von Belang. Diesen knappen Kommentar hier, den werde ich in meinem Archiv unter dem Stichwort „Zorn“ abspeichern. Also, noch kannst Du aussteigen.

    So, Du bist also noch hier. Das hat Konsequenzen für Dich. Ich will von Dir eine Erwiderung. Ach, das war Dir so noch nicht klar! Eben! Aber jetzt! Ich habe nämlich null Bock auf einen Mitesser, der dann, wenn er denn einmal! danach gefragt wird, wie es Ihm denn geschmeckt hat (s.o.), sich hier möglichst schnell wieder verpisst. Ach, das ist Dir zu aggressiv! Stimmt! Aber mein Kommentar hier, darauf habe ich Dich weiter oben eingestimmt, der ist keine Peepshow für unbemannte Flugobjekte.

    Ach, jetzt haste erst recht (glaub bloß nicht, Du bist im Recht)keine Lust mehr, Dich hier zu äußern! Das ist unter Deinem Niveau! Allerdings! Damit bist Du im Recht. Die Bauweise von Drohnen ist darauf hin abgestimmt, vollkommen ferngesteuert über den Dingen zu schweben. Ja, darin ist eine Drohne tatsächlich über meinem Niveau hier.

    Ach, schau an! So isser wirklich, der Schildt! Hallo „stiller“ Mitleser, ja, so isser! Schildt, der Pisser! Auch damit bist Du also im Recht. In wessen eigentlich? Na? Eben. Vergiß mich! Es geht um Dich! Wobei? Hierbei:

    Michael Eggert: „Sagen Sie frei heraus, was Ihnen an diesem Blog ge- und mißfällt, was in Ihren Augen unbedingt fehlt. Und was bedeutet so ein Blog für Sie? Sind Sie es mal satt? Was würden Sie für ein Blog machen wollen, wenn überhaupt... Was für Bloggertypen kennen Sie? Fände ich interessant. So please.

    Also, der Herr Eggert, der ist dermaßen höflich. „So please“. Soll er! Aber ich nehme ihm hier dennoch seine Höflichkeit auseinander und setzte sie anders wiederum zusammen. So zusammen, das seine Höflichkeit mir mit meinem Narrentum zusammenklingt. So: Sol pae se. Oder, der Vollständigkeit halber so: Pease del Sol levante. Zu deutsch: Land der aufgehenden Sonne.


















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    1. Die Stillen sind vielleicht gar nich daran gewöhnt, im anthroposophischen Kontext Fragen zu erörtern, Standpunkte zu beziehen oder gar zu argumentieren. Wer weiß? Mich enttäuscht das nicht und macht mich schon gar nicht wütend. Ich selbst bin auch gar nicht bereit dazu, weil ich nicht kontinuierlich auf das Blog zu- lebe; ich komme heute z.B. Gerade zur Tür herein, war bislang in Köln und hatte schlicht Anderes zu tun.

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    2. Lieber Burghard, etwas zu deinem "Land der aufgehenden Sonne" und Liebe Inrid, etwas zu deinem "Erwachen" -

      Danke dafür und danke Burghard für deine Poesie in allem was du schreibst. Das macht Mut, d.h. mein Mut erwacht! Erwachen also.

      Ich gehöre wohl nun nicht zu den Stillen hier, will nun aber auch nicht gar so laut werden, nur kurz ;-)

      Ich möchte Eure beiden Äußerungen gerne mal verbinden zu einem Gedanken-Bild.

      Erwachen und Land der aufgehenden Sonne, ja, das passt für mich.
      Ich erwache hier oft an dem was geschrieben wird, was als Themen von Michael gesetzt wird. D.h. es wird mir etwas bewußt oder deutlicher bewußt, es will also ans Tageslicht und das ist mein Land der aufgehende Sonne. Ich werde auch hellhörig zuweilen, das heißt, mein Ohr erwacht und ich bin froh, dass es noch nicht taub geworden oder verstopft ist.

      Ein Beispiel zu Themen: Wenn hier Judith v. Halles Schriften besprochen werden, dann finde ich das sehr interessant, weils mich interessiert. Warum? Weil ich, daran erwache und zwar in dem Sinne, dass ich mir ihre Mitteilungen ins Bewußtsein, ins Tageslicht hebe (so gut es halt geht und sicher auch mal mit Wölkchen dazwischen).

      Geht es mir dabei um ein Überzeugenwollen oder gar um 'Nur-Kritik' und Streit? Nein, es geht mir zunächst um meine Bewußtwerdung, um mein Erwachen, um meine Sonne, die gerade im Begriff ist aufzugehen.
      Da liegt es also, mein Land des Erwachens, der aufgehenden Sonne.

      Was darf ich nun hinzu - hier? Ich darf mich frei äußern was MIR hell geworden ist, was in mir wach wurde (siehe okkulte Nägel usw.) - auf der Suche nach Wahrheit oder Wahrheiten. Geburtshelfer sind dabei auch einige Egoisten-Freunde, hier in diesem Blog-Cafe. Es kann aber auch sein, dass ich nicht angewisen bin auf Hilfestellung, weil ich gerade eine Hausgeburt vollzogen habe und es somit von allein geschah.

      Und mitnichten kann es für mich so sein in einer freien, verantwortungsvollen und wachen Gesellschaft: "Erwachet und seit Zeuge Jehovas und tut was er gebietet!"

      D.h. - ich will zunächst nur durch mich und in mir selbst, völlig frei erwachen (in diesem Falle auch an und mit Hilfe von J.v. Halle, also auch dafür danke).

      Das Cafe "Zur aufgehende Sonne" bietet Platz für Wahrheitsuchende, Anders -und Mitdenkende und für Austausch. Dass es dabei auch mal zu einem Kneipen-Crash kommt, kann nicht immer vermieden werden, muss aber nicht sein. Im Idealfall erwacht jeder für sich und stellt Fragen oder man setzt sich zu jenen, die einem liegen oder gerne mitfragen - oder man genießt ganz allein seinen Kaffee an einem ruhigen Tisch und hört sich das nur an (oder auch nicht)...

      Einen schönen, erkenntnisreichen Sonnen-Tag,

      Steffen

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    3. Lieber Steffen,
      vielen Dank – ich freue mich sehr, daß Du verstehst.

      Sehr treffend ausgedrückt:
      »(so gut es halt geht und sicher auch mal mit Wölkchen dazwischen)«
      Ja. So geht's uns wohl allen, mit vielem, das wir versuchen, in uns „ins Licht zu heben“.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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  8. ... und ich dachte immer das wäre der blog von Michael --- oder wird er doch ferngesteuert?

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    1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    2. Ich bin Autoren verbunden, die nicht nur "Spiritualität" als Thema irgendwie behandeln, sondern selbst spirituellen, d.h. Geistig direkt anregenden Charakter haben. Im Augenblick sind das neben Steiner viele Andere. In der Direktheit auch großartig finde ich Kühlewind und - im Spätwerk natürlich- Scaligero. Almaas, natürlich,,Aurobindo, usw.

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  9. Mein Kommentar hier, Michael, der steht nicht irgendwo in deinem Blog. Er steht genau unter diesem Post von dir. „Bloggen Sie doch mal mit! …...... …..... So please.“ Und allein auf den bezieht sich mein Kommentar. Ansonsten, wer denn auch immer ein „stiller“ Mitleser hier im Blog, in Bezug auf alle „anderen“ deiner Beiträge, sein mag, an denjenigen ist mein Text nicht gerichtet.
    Zudem, für deine Anfrage ist es nicht erforderlich, sich „anthroposophisch“ artikulieren zu können, da es schlicht darum geht, wie es um einen „selbst“, im Hinblick auf deinen Post, aktuell bestellt ist.

    Ich kann einen Großteil meiner Arbeit zu Hause beackern. Dann läuft auch der PC. Zwischendrin mal einen Gedanken notieren oder rumklicken, das erlebe ich für meine Tun als eine gute Ergänzung.

    Ansonsten, sicherlich musst Du nicht 3 Tage vor dem Rechner hocken um zu bemerken, das nach 72 Stunden sich niemand ernsthaft für deine Anfrage interessiert. Niemand von denen, die Du mit deinem Post: „Bloggen Sie doch mal mit!“, versucht hast, einmal direkt anzusprechen.

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    1. Gut, dann fasse ich aus meiner Sicht zusammen: trotz der gelungenen Absicht, einen virtuellen Treffpunkt zu gestalten, drehen sich die meisten der Gespräche im Kreis, bewegen sich mithin an der Nahtstelle der jeweiligen Ansichten der aktiven KommentatorInnen. Die Gespräche stoßen kaum durch auf eine neue gemeinsame Ebene, von der aus auch eine Wirksamkeit in Initiativen hinein möglich wäre. Es gibt dabei inen gewissen Unterhaltungswert, aber kaum wirklich bewegende neue Perspektiven.

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    2. Ach, Initiativen - - gemeinsame Ebene, was schwebt Dir da so vor, in etwa?

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    3. Mir schwebt gar nichts vor. Im Gegenteil, ich wollte erst mal zuhören. Ich versuche, die Bedürfnisse der Leser zu verstehen, und glaube, dass in so einem Blog im Grunde in der besonderen Sphäre der Nicht- Körperlichkeit im Internet zu viel erwartet wird, vielleicht ein Ideal von Einigkeit. Ich denke, das wird nicht erreichbar sein, sehr wohl aber eine Ebene der gegenseitigen Wahrnehmung. Man hört sich das an, man liest das, und denkt erst einmal, man ist in der falschen Veranstaltung. Man muss sich wirklich um Verständnis bemühen, auch wenn man sich diese Interpretation von Anthroposophie nie selbst zueigen machen wird.

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    4. Lieber Michael,

      es gab immer wieder einmal Zeiten, da hatte ich einen anderen Eindruck von dem virtuellen Begegnungsort der „Egoisten“ (sonst hätte ich nicht weiter oben den „umgekehrten Kultus“ erwähnt als etwas, das sich auch hier manchmal ereignet) ... aber im Augenblick scheint es leider wirklich eher so zu sein, wie Du es darstellst.
      Schade.

      Vor kurzem hörte ich hier in Wien einen Vortrag von Ralf Gleide. Es ging vor allem um das konstruktive Zusammenarbeiten in Gemeinschaften.
      Herr Gleide sprach davon, wie wichtig es sei, zu versuchen, den jeweils eigenen Standpunkt soweit zu „vergrößern“, daß auch der Standpunkt des „Kontrahenten“ darin Platz findet.
      Wenn das, natürlich wechselseitig, gelänge, dann habe man ein neues Fundament erbaut, und auf dem erst lasse es sich fruchtbar zusammenarbeiten.
      Er meinte auch noch, das sei dann seiner Erfahrung nach der Augenblick, in dem oft „von außen“ etwas wie ein zündender Funke dazukäme, beispielsweise in Gestalt einer Anfrage, ob man nicht ein gemeinsames Seminar oder eine Vortragsreihe oder sonstetwas anbieten wolle...
      „Schicksalsermutigung“ war dabei ein wichtiger (und mir bis dahin vollkommen neuer) Begriff.

      Nun, so weit scheinen wir hier noch lange nicht zu sein.

      Aber vielleicht wird das ja auch noch einmal anders.
      Vorausgesetzt natürlich, Du hättest auch weiterhin Geduld mit uns.
      Worüber ich mich freuen würde.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    5. In mir kam zart der Wunsch auf, konkret mit konkreten Menschen zu arbeiten, aber nur in einem Projekt, das auf bestimmte Beine gestellt werden müsste. Es ist nichts als eine aufkeimende Vorstellung. Es wäre dann auch eine Teamsache, aber konkret in einer Stadt.

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    6. Lieber Michael,

      dein "Die Gespräche stoßen kaum durch auf eine neue gemeinsame Ebene, von der aus auch eine Wirksamkeit in Initiativen hinein möglich wäre. Es gibt dabei einen gewissen Unterhaltungswert, aber kaum wirklich bewegende neue Perspektiven."

      Kann ich für mich so nicht unterschreiben.

      Und wenn du eine gemeinsame Initiative erwartest, das spricht ja hieraus, auch wenn du es später wieder realtivierst, das kann virtuell doch sehr schwierig werden (die Piratenpartei macht das ja auf ihre Art, aber auch unter Höchsteinsatz).

      Praktisch, physisch dann schon eher, da würden mich deine vagen Ideen auch mal interessieren! Es wurden ja auch schon mal Wünsche laut sich zu treffen, wenigstens mal zu einem Kennenlernen oder mit einem besonderen Thema dazu, warum nicht.

      Ansonsten habe ich meinen Standpunkt, mein Erleben hier bereits erklärt, u.a. mit Burghards Land der aufgehenden Sonne (jetzt nicht zu pathetisch sehen, ist poetisch formuliert).
      Meine INNERE Initiative lebt hier jedenfalls, etwas be-wegt mich, d.h. es kann mich etwas auf d. versch. Art und Weise auf einen Weg bringen, vielleicht auch mal auf Abwege ;-)

      Zudem - hier bloggen ist auch ein wichtiger Ausgleich für mich, ein Gegenpol auch zu tatsächlichen, physischen Inititiven, wir stehen ja alle schon privat in einer oder mehreren Inititiven und ich freue mich dann immer, hier völlig neue Eindrücke und Gedanken zu erhalten oder zu bilden ...

      Zudem - Wieso bin ich hier schon seit Jahren? Doch nicht weil ich ein Eisklotz bin oder weil ich oberflächliche Unterhaltung suche wie bei einer TV-Serie (es sei dir gegönnt Rainer, du siehst das halt so), sondern weils mich interessiert, jedenfalls das meiste.

      Es hat somit auch Konsequenzen, ich nehme es ernst und buchstäblich beim Wort: Für mich Fruchtbares oder auch völlig Neues aus diesem Blog, nebst einigen Kommentaren, fließen mehr oder weniger in mein Denken und Fühlen und so auch in den Alltag mit ein. Hier gibt es keinen Zweifel und wenn man so will, geschieht das auch in der Stille, im Nachklang.

      herzl. Grüße,
      Steffen

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    7. Hallo Michael, habe vielleicht doch eine Idee zu etwas mehr Initiative im Blog bzw. zu mehr Zusammenhang unter den Kommentatoren (Piratenpartei war auch ein eher schlechtes Beispiel, da Parteistrukturen usw).

      Vorweg gesagt, für mich dürfte das aber nicht in Druck und Resultatszwang ausarten, also gedacht als ein stetiges Werden, Insichgehen und Fließen.

      Wie wäre es also, wenn jeder der möchte, hier eine FRAGE zu einem bestimmten Thema stellen kann und darf. Ich finde ja eine Fragekultur sehr schön, sie eröffnet oft Räume und kann sowohl sehr persönlich als auch un/überpersönlich sein(- wenn es z.B. um Geistesfragen oder Gesellschaftliches geht).
      Das könnte dann doch alles mögliche sein z.B. aus dem Bereich, Kunst, Literatur und Spiritualität. Etwa eine Bildbesprechung, eine einfache Frage aus dem persönlichen Leben, etwas zu Anthroposophie, was auch immer...Das alles dann unter einer Rubrik:

      "Eine Frage von ... "

      (die Frage könnte dir dann doch zugeschickt werden per mail)

      Was meinst du dazu?



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  10. Hier einige Blogs, die ich lese:
    http://antjeschrupp.com/
    http://www.inapraetorius.ch/d/gedankenblitze.php
    http://literatier.wordpress.com/2013/03/22/complexity-of-compliments/
    Habe einschlägige Artikel nach vorne gestellt, denn man kommt von da ja auch immer auf die Startseite. Die ersten beiden Autorinnen habe ich als Herausgeberinnen der "Schlangenbrut" erlebt, heute besitzen sie natürlich Blogs und werden, da grundsätzliche BGE-Befürworterinnen, innerhalb der piratigen Frauenszene gerne gelesen. Ich verlinke auch deshalb, damit auch Unpolitische und Männer auf die sehr lesenswerten Blogs hingewiesen werden.

    Dazu ein Hinweis: jede gesellschaftliche Gruppe geht gern von ihrem ureigenen Standpunkt als Erstes aus: z.B. spirituelle Gruppen primär von ihren Zwecken, man will einander ja nutzen, integrativ sein usw.
    Die Damen gehen vom genderspezifischen Standpunkt als Erstes aus. Und hier nicht nur von dem der privilegierten Frauen oder sonst einer bestimmten, eingegrenzten Gruppe von Frauen, sondern ganz allgemein. Mir gefällt sehr, dass liberale sowie soziale Sichtweisen verschmolzen werden. Vorher habe ich das so sehr selten erlebt, dass das überhaupt getan wird, und meist wird es ja auch heute leider noch zugunsten wichtigerer Standpunkte, mit denen etwas erreicht werden soll, hintangestellt.
    Dr. Praetorius ist offenbar in der Schweiz tätig und engagiert sich für das BGE aus Frauensicht. Auch interessant wenn man schonmal von Beuys und seinen Vorschlägen zum Hausfrauengehalt gehört hat.

    Gerade auch in einem anthroposophierelevanten, teilweise kritischen Blog eine relevante Literatur, wenn man drauf kommt, dass das aktuell ist. Bin gespannt auf weitere Impulse.
    Viel Vergnügen beim Lesen!
    Herzlich

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    1. Kerstin, Schick mir doch ab und zu mal ein Artikelchen zu- über Feminismus, Altenpflege , wie man Anthroposophin sein möchte, aber unter prekären Arbeitsbedingungen Zwängen unterliegt, über eine Freundin, ein Kochrezept, ein Aufruf an die vorbei ziehenden Reiher.. Bitte im Word- Fromat, falls Du darauf eingehst,

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  11. Hier mal eine weitere Anregung - etwas "Zeitgeist-kritisches" - gender-Thematik, mal kritisch betrachtet!

    http://frankfurter-erklaerung.de/

    Sollte man auch mal vorurteilslos durchschauen...

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    1. Hi.
      Wer ist Anonymous? Wolfgang?
      Herzlich.

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    2. Hallo Kerstin,
      hast Du das gemerkt, daß das von mir war...
      Ich wollte Dich mit diesem Link ein bißchen ärgern.
      Hast Du Dich wenigstens geärgert? (Dazu mußt Du Dir das natürlich durchlesen...)
      Herzlich
      Wolfgang

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    3. Den Artikel finde ich grundsätzlich gut. Hoffentlich rückt er nicht zu sehr von meinem Anliegen ab, mal auf diejenigen einzugehen, deren Arbeit als Nebensache angesehen wird. Die Betonung im Artikel liegt auf dem Leistungsprinzip. Und auch wenn ich eine Quote aufgrund von Gruppenzugehörigkeit nicht befürworte, muss ich das zugleich in Frage stellen. Übrigens sind die DDR-Frauen ein schönes Beispiel, dass man seine Überraschung erleben kann. Dort haben viele Frauen Studiengänge wie Ingenieurin, Elektronikerin, und dergleichen, belegt.

      Aber es geht mir darum, dass zum Einen für mich fragwürdig ist, ob wirklichkeitsgemäss gestaltet ist, was Leistung darstellt.. Im Augenblick etwa ist Hausfrauenarbeit keine Erwerbsarbeit. Ausser als Mindestlöhnerin im Prekariat...
      Und auch muss die Gesellschaft anstatt nach Gruppenzugehörigkeit nicht nach Leistungswillen eingeteilt werden. Jeder Mensch soll ein Anrecht auf ein Einkommen in Würde haben. Es gibt wichtigeres als Geld, und das sollte sich auch in der Gesellschaft so wiederspiegeln.

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    4. Hi Wolfgang,
      ich hatte es geahnt. So ein Mann-O-Mann kann ja nur von dir sein!
      *grins*

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    5. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    6. Hallo Kerstin,
      find ich aber gut, daß Du die Dinge unbefangen durchliest - und sogar den Artikel (also die Frankfurter Erklärung) gut findest.
      Übrigens: zur Zeit sollen ja in erster Linie Karrierefrauen unterstützt werden. Sowas wie Betreuungsgeld für erziehende Frauen oder Männer wird als "reaktionär" hingestellt.
      Ich gehe sogar noch weiter: Alle Eltern/Alleinerziehenden sollten ein monatliches Erziehungsgehalt bekommen. Ob dann das Geld dafür verwendet wird, die Kinder betreuen zu lassen oder sie selbst zu erziehen - das dürfen dann alle in Freiheit für sich entscheiden.
      Aber der aktuelle "Zeitgeist", der speziell alle Frauen, die 3 Jahre lang nach der Geburt eines Kindes zuhause bleiben wollen, als zurückgebliebene Dummerle hinstellen will - und man auch sowas wie Betreuungsgeld als "Herdprämie" verunglimpft, wo es doch echte "Erziehungsarbeit" ist - und daß der Staat die, die die Erziehungsarbeit selbst leisten wollen nicht unterstützen will - sondern nur Geld und Unterstützung für Karrierefrauen übrig hat indem er Kinderkrippen baut - das kommt mir schon ziemlich schräg vor! Ich kenne mehrere ganz moderne Frauen, alleinerziehend, die mir sagen: die 3 Jahre, die sie nach der Geburt mit Kind und ohne Arbeit verbracht hatten, seinen die schönsten Jahre gewesen, die sie nicht missen wollten...- Und die haben kein Verständnis dafür, daß sich heutzutage jede Frau möglichst schnell nach der Geburt wieder ins Arbeitsleben stürzen soll - um bloß der Karriere nicht zu schaden.
      Ich habe großes Verständnis dafür, wenn man Gleichberechtigung und Gleichstellung unterscheiden kann - denn letztere ist wahrlich nicht nötig für erstere! Das wird ja nur von PolitikerInnen und Journalistinnen verbreitet - aber nicht von gesund empfindenden Menschen...
      Wolfgang

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    7. "Zensurmühle" von Manfred ist wiederum eine dieser dumpf beleidigenden Bemerkungen Ingrid gegenüber, die ein denkbar schlechtes Licht auf den Verfasser selbst wirft, nichts weiter.

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    8. Meine "dumpf beleidigende" Bemerkung resultiert aus der mehrfach erlebten Bemerkung Ingrids besagte Vokabel nicht auf "freie" Menschen anzuwenden (sinngemäss). Wiederholung und Bevormundung ergibt bei mir das Bild einer Mühle. Ihre Art solcher Zurechweisungen mag ja intelligenter klingen, aber ob sie es auch ist, bleibt fraglich.

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    9. Ihre Art solcher Zurechweisungen mag ja intelligenter klingen, aber ob sie es auch ist, bleibt fraglich.

      Wieso überhaupt aufregen, mal so grundsätzlich gefragt (oder gar abfällig und bösartig werden; abfällig kommt von Abfall, siehe Pisser und co), das zeigt doch nur wie es wirklich bestellt ist um einen (um sein Feld).

      Wer von Geist redet oder schreibt (das macht natürlich gewaltig Eindruck!), aber moralisch und menschlich hinterherhinkt, der ist sehr gewöhnlich und gemein und der hat gar nix kapiert geschw.d. gewonnen, nicht mal nen Blumentopf (und schon gar nicht die Herzen der Menschen) ... Er redet halt nur schön und schlau daher, morgen hat man es wieder vergessen (aber nicht den bittren Nachgeschmack, da nützt auch kein Bauchgepinsel)...

      lg

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    10. Hallo Manroe,

      auch ich war weiter oben unhöflich zu Ingrid, weil ich mich geärgert habe. Ansonsten aber mag ich ihr gutes und gründliches Arbeiten sehr gerne. Ich finde es überhaupt nicht gut, wie Du weiter auf sie losgehst, weil ich das Gefühl habe, dass das jetzt von Deiner Seite her wirklich unter der Gürtellinie liegt.
      Wir haben alle unsere guten und schwierigen Seiten.

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    11. Ich möchte einfach nur, dass sie meine Texte nicht dauernd so hinbiegt, dass es nachher ihre sind, fast und ständig Inhalten zustimmt oder nicht, ich komme mir hier vor wie in der Schule, wo man korrigiert wird und Zensuren bekommt. Das ist nämlich ebenfalls eine Form der Unhöflichkeit, bloss weitaus subtiler.

      Weiterhin wundere ich mich, dass nur ich hier Schelte bekomme, wieso eigentlich? Da habe ich hier schon erheblich Unhöflicheres gehört, habe manchmal den Eindruck als gäbe es hier eine gewisse hierarchisch abgestufte Bewertungsskala, nach der man abmahnt oder auch nicht. Ist das etwa höflich?

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    12. Na ja, jemand, der systematisch Ignoranz bejubelt, intelligente Frauen anpöbelt und sich giftig abschottet, gerät hält in den Verdacht, einfach intellektuell nicht mithalten zu können.

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    13. So, jetzt bist auch Du wüdent geworden. Fair finde ich das allerdings nicht.

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    14. ups wütend, ... wollte es schon ganz leise und vorsichtig aussprechen ...

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    15. Das war vl von mir etwas scharf, aber Manfred kann sich hier im Blog doch so viel artikulieren, dass ich die von ihm behauptete Zensur nicht erkennen kann.

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    16. "sich giftig abschottet" verstehe ich nicht.

      Und "intellektuell mithalten" in dem Sinne wie Du (und auch andere) das hier interpretierst, das interessiert mich in der Tat wirklich nicht so sehr, schon gar nicht das Mithalten.

      Ich warte eigentlich immer noch auf praktische Erfahrungsberichte, die durchaus subjektiv sein sollten statt dieser ewigen Berichte von dem und von dem, diese ewigen Zitate etc. die etwas belegen sollen.

      Meinem Wesen ist es peinlich, immer nur die "Autoritäten" sprechen zu lassen, statt mal zu versuchen der eigenen das Laufen beizubringen. Aber das wäre Dir wohl peinlich dann? Tja, zumindest ist es mein Beweggrund hier aufgetaucht zu sein, davon etwas beizutragen, denn es muss doch irgendwann mal losgehen mit dem eigenen Gehen.

      Und der jetzt stärker zugreifende (")Lobbyismus(") hier, DER schottet ab!, vielleicht nicht gerade giftig, aber ziemlich lähmend.

      Ich frage mich, ob Du Dich nicht traust mich als blöden Gast hier rauszubitten, weil ich eurem Niveau nicht zuträglich bin. Vielleicht trägst Du mich einfach in Deine Spamliste ein, das wäre doch eine saubere Lösung.

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  12. Durch den Blog hier entstehen durchaus neue Gedanken, Gedankenzusammenhänge, ganz unabhängig des seelischen Befindens.

    Aus alle den verschiedenen Beiträgen, auch das gegenseitig genervt Erlebte, das halt so ist, tauchte das warnende Bild von Steiner auf:
    wenn das gedachte Bild des Atoms, das nach Steiner ja nicht der Wirklichkeit entspricht, eine längere Zeit so gedacht wird, also all die Elektronenmodelle usw., ja, dann würde, so Steiner, es so kommen, daß dieses Modell Wirklichkeit wird. Und da wir so hier mit dem Christus, den Vorstellungen usw. uns herumwursteln, kam zu dem Atom-Modell und seinen Auswirkungen ein Gedanke Steiners, der sich von selbst hinzugesellte: kann es nicht sein, uns geht die Realität des Christus, die Realität Golgathas verloren, weil wir zu lange so denken, also der umgekehrte Weg wie der des Atoms. Da käme dann Felix Hau ins Spiel. Denken wir, Golgatha, was soll der Quatsch, denken wir es lange genug, so verschwindet real Christus, die Warnung Steiners ist dann real, Christus ist uns entschwunden, immerhin bewegen wir uns hier im Gedankenfeld Steiners. Ein Dritter Gedanke war die Freiheit für Mollath, gedacht, dann geschaut, sie wird nun Realität, obwohl die Staatsmacht das verhindern wollte und es gelingt die Freiheit nur, weil es das Internet gibt, so wie der Anwalt von Herrn Strate eiskalt ohne Frage der Persönlichkeitsrechte den Wiederaufnahmeantrag ohne Namensverdeckung ins Internet stellte.
    Es liest sich gut, was Mollath so schrieb und im Hintergrund seiner Gestalt, seines Schreibens möge man/frau Waldorfpädagogik als Kunst erahnen, die dann zu einer solchen Haltung wie bei Herrn Mollath führt.
    Also, der blog ist viel mehr, als ein Hin und Her, oder ein Wiederholen. Nun wir feiern jedes Jahr Feste, sie wiederholen sich ja auch, es bedarf ja des Michaelsfestes, vielleicht ist der blog dazugehörig, auf unsere Weise....... ein Gedankenfest....ein Fest der Gedanken...

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  13. Guten Morgen Michael

    "In mir kam zart der Wunsch auf, konkret mit konkreten Menschen zu arbeiten, aber nur in einem Projekt, das auf bestimmte Beine gestellt werden müsste. Es ist nichts als eine aufkeimende Vorstellung. Es wäre dann auch eine Teamsache, aber konkret in einer Stadt."

    Und wie sähen dann die von Dir zart imaginierten Beine aus? Wird da der Christus im Mittelpunkt stehen oder wird er einem "zeitgemässen" Intellekt zum Opfer fallen, gefallen sein? Ich nehme da nämlich gern den Hinweis von Ernst auf im Hinblick auf F. Hau und seine Freunde, zu denen ja auch "Dein" Burghard gehört. Oder ist/gibt es bereits eine "okkulte" Vereinigung, die nicht zu jedem spricht?
    --------------

    Originalton Burghard Schildt:

    Meine Verwunderung darüber, dass eine solch pissende Publikumsbeschimpfung einfach hingenommen wird. Und man beachte bitte die darin enthaltene Verachtung ---

    "So, Du bist also noch hier. Das hat Konsequenzen für Dich. Ich will von Dir eine Erwiderung. Ach, das war Dir so noch nicht klar! Eben! Aber jetzt! Ich habe nämlich null Bock auf einen Mitesser, der dann, wenn er denn einmal! danach gefragt wird, wie es Ihm denn geschmeckt hat (s.o.), sich hier möglichst schnell wieder verpisst. Ach, das ist Dir zu aggressiv! Stimmt! Aber mein Kommentar hier, darauf habe ich Dich weiter oben eingestimmt, der ist keine Peepshow für unbemannte Flugobjekte."

    Ach, schau an! So isser wirklich, der Schildt! Hallo „stiller“ Mitleser, ja, so isser! Schildt, der Pisser! Auch damit bist Du also im Recht. In wessen eigentlich? Na? Eben. Vergiß mich! Es geht um Dich! Wobei? Hierbei:


    Nun könnte man, insbesondere Ingrid, ja sagen, "was regst Du Dich auf, Du schimpfst doch selbst mal ganz gern..." Tja, wer diesen Unterschied nicht bemerkt...

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    1. Hallo Manfred, kurze Frage: Meinst du es so, dass Burghards Kommentar für Michael bestimmt war? Ich habe das etwas anders verstanden und sah es auch bezogen auf tags zuvor Geschriebenes, Kommentiertes usw...jetzt nur mal so zur Klärung...

      Herzl. Grüße,

      Steffen

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    2. Grüss Dich. Steffen,

      ... ich habe den Kommentar verstanden als eine Ansprache an die stillen Mitleser "da draußen".

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    3. Ich weiß gar nicht, wieso Manche immer Gruppierungen wittern, Absprachen hinter den Kulissen o.ä. Das ist pure Einbildung. So wüsste ich z.B. nicht, was Burghard und Felix miteinander zu tun haben sollten. Wir sprechen tatsächlich für uns selbst.

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    4. Ja, ja, der Burghard kann anscheinend auch ganz anders, wenn er mal so richtig sauer ist. Wenn er tatsächlich mit F. Hau befreundet ist, dann wundert mich das natürlich nicht :-)

      hr

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  14. Die Netz-Egoisten

    Michael Eggert ackert, rodet, eggt und pflügt,
    sodass seine Blogger-Worte regelmäßig vertikal stehen
    in dem Anthro-Aufarbeitungs-Acker wie Kolumbi Eier
    parat für Osterhasen in Anthro-Egoisten-Feier.

    Ob ein seiner Ideen-Eier etwas verdreht oder lügt,
    es würden jedem anecken und nicht lassen vergehen
    der Egoisten Blicke in Berlin, Weimar, Freiburg, Speyer,
    Achberg, Baden-Baden, Köln und Weckelweiler.

    Deshalb schreibt er geradezu, enttarnt und näht;
    zerspaltet nur was Ungeist ist; löst und lockert
    Meinung, Position und Pakt gut auf mit GA-Geier
    oder mit seinem authentischen Geist-Erlebens Pfeiler.

    Uns fügt nur der Geist, der in Zeitgenosse-Seelen sät;
    der Geist, der ohne Physis Geist im Netzt begegnet
    und einer starken Sehnsucht hinterlässt nach dem Weiler,
    wo am Ende Umarmung wartet mit Manroe, Ingrid und Rainer.

    Zu nennen bloß diese drei Kolumnisten, könnte zwar
    zu Zuwiderruf bewegen unter so vielen – seien alle gesegnet!
    Mit den Egoisten außer Pisten zu jagen zu den Eckpfeilern
    der Anthroposophie, erfüllt ein wahrer Olymp zu feiern.

    Michaels Augenmerk auf Achtsamkeit ist fürwahr,
    sonst manch ein Wort durch leidige Lawine ebnet
    sowohl gemeinsamem Schneemann – egal ob von Ernst Seler
    oder Cheese erstellt – als auch dem Scheinriesen Stadler.

    Damit hebe ich hervor, dass der Ernst nicht genügt
    sondern Humor muss mit ihm Hand in Hand gehen,
    sodass die Bodhisattwas etwas hören vom Menschenheiler,
    der zwischen den stillsten Zeilen wandelt als Netzverweiler.

    Jostein Sæther

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    1. Lieber Jostein,

      :-)
      Vielen Dank für dieses Gedicht!
      Ich freu mich sehr, nicht nur über die Kolumbi-Eier für den Osterhasen, sondern auch über den »Menschenheiler, der zwischen den stillsten Zeilen wandelt als Netzverweiler« ...

      Und ich ergreife die Gelegenheit, aufmerksam zu machen auf Deine Gedanken zum Wellenreiten.

      Ganz herzliche Grüße in Dein Gamamila-Schiff!
      Ingrid

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    2. Lieber Jostein,

      Ja - danke für das Gedicht. Interessant auch, daß ich in darin ein "Scheinriese" bin...- Es scheint also so zu sein, daß ich in mancher Leute Augen zunächst wie ein Riese erscheine...- Deshalb ist es gut, wenn Du das korrigierst. Ich war nie ein Riese, bin keiner - und werde noch lange keiner sein...- Bisher hätte ich bei so einem Wort eher z.B. an einen Prokofieff gedacht, der als ein Riese erscheint, Bücher schreibt, Vorstand der AAG ist usw - und bei dem man auf einiges an "Schein" stößt, wenn man seine Bücher mal etwas gründlicher anschaut...- Nun hoffe ich nicht, daß Dein Wort "Scheinriese" so gemeint ist, daß Du mir einen Mangel an Authentizität anhängen willst...- ich bin eigentlich in Eggerts Blog - außer wenn es um die nach meinem Empfinden üblen Darstellungen von Michael bezüglich Judith von Halle - erst einmal "laut" aufgetreten, und das war, als Michael einen Brief von mir hineinstellte zum Thema "Rassismus" und Steiner, den er selbst dann als "Brandbrief" bezeichnete...- Ansonsten sind meine Bemerkungen - z.B. die hier auf dieser Seite in dem Blog bezüglich Prokofieffs neuem Buch über Judith von Halle - ausschließlich ernst und ehrlich gemeint, haben nichts "riesenhaftes", sind alles andere als Schein - sondern sind die authentische Darstellung der Realität. Es lohnt sich sogar, wenn man sie ernst nimmt - und nicht denkt "schon wieder der Stadler und seine JvH"...
      Herzliche Grüsse
      Wolfgang Stadler, weder Riese noch Scheinriese :-)

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    3. Lieber Jostein,

      ... Humor wäre, wenn man sich trotzdem umarmt :-)

      Mal sehen, wie man sich nach Karfreitag begegnen wird, vielleicht bersten einige Schalen und es schlüpft ein "frohe Ostern" gen Johanni, auf dass wir wahrgenommen werden. Spätestens dann käme es zu einer spontanen Umarmung.

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    4. Danke allesamt für die Kommentare zum Gedicht! Da es oft unkünstlerisch wird, Gedichte, deren Worte und Bilder direkt zu interpretieren, verzichte ich hier auf weitere Auslegungen. Ich möchte nur so viel sagen, dass ich uns alle in Michaels Bloggemeinschaft gewissermaßen – mich also selbst inbegriffen – als „Scheinriesen“ erlebe. (Für eine genaue Begriffsbestimmung müsstet ihr die wunderbare Geschichte bei Michael Ende lesen.) Dies geht immer wieder in beiden Richtungen. Mal wird jemand (für mich gesehen) währenddessen eine Debatte herangeht mal „größer“, mal „kleiner“ –, je nachdem, was für ein Kommentar gepostet ist.

      Demgemäß bist du Wolfgang S. nur als zufälliger Repräsentant dieses Phänomens im Gedicht porträtiert. Es ist also nicht übel gemeint. Es war auch nicht übel gemeint, als ich einmal unter Freunden Herrn Prokofieff als eine „Matrjoschka“ (russische, manchmal 12-fachige Holzpuppe – ich habe zwei davon; eine mit 7 und die andere mit 12 wunderschöne Puppen insgesamt ineinander gestellt) charakterisierte.

      Immerhin ist das ganze Internetwesen eine Scheinwelt und befindet sich wahrscheinlich eine Stufe näher heran an die „Unterwelt“ (Steiners Begriff in den „anthroposophischen Leitsätzen“) als die anderen Fiktionswelten der Literatur und des Films. Ich kann schreiben, was ich will; es ist und bleibt Hinweis, Gleichnis für etwas anderes, was hier in meinem Bewusstsein vor dem Laptop lebt und nicht ohnehin mitgehen kann bis zum Leser. Nur wenn er es aufleben lässt in seinem Bewusstsein, springt womöglich die geistige Sinngebung hinüber.

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    5. Danke, Jostein, für diesen hilfreichen Kommentar!

      herzlichen Gruß...
      Wolfgang (Scheinriese)
      :-)

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  15. Vielen Dank, Jostein, das kommt heiter und beschwingt zur rechten Zeit. Eine gewisse Gelassenheit und Heiterkeit ist in meinen Augen wirklich besonders dann sehr wichtig, wenn man sich mit spirituellen Fragen beschäftigt. Und es ist schön, dass sich eine kleine Netzgemeinde gebildet hat, die das Ganze trägt. Ich selbst hatte ja auch ein Anliegen, nämlich einen Zugang zum Geist, so wie er sich mir darstellt, zu skizzieren- nach und nach, in einer tastenden Sprache. Ich habe es damit auch für mich selbst sprachlich fassen können- komme aber auch an eine Grenze. Jenseits dessen wird es anders. Da kann es nicht mehr so einfach dargestellt werden, weil es einen immer intimeren Charakter bekommt. Auch die inneren Probleme und Widersprüche werden größer. Es wird letztlich zu etwas, was ich schlecht vermitteln kann, ohne Mißverständnisse hervor zu rufen. Daher entsteht eine gewisse Freude am Gedanken, mal wieder etwas Anderes zu probieren, was dann einen ganz anderen Charakter hätte. Jetzt mache ich mich dafür offen und schaue. Was für Konstellationen sich bilden mögen. Es wäre aber sicherlich eher vor Ort und konkret, wenn es sich denn so ergeben würde. Und es sollte nicht an Bestehendes andocken.

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    1. Was du Michael in deinem Kommentar schreibst, werde ich später aufgreifen, weil du hier die Aufgabe der Vermittlung von moderner Esoterik im Kern triffst. „Da kann es nicht mehr so einfach dargestellt werden, weil es einen immer intimeren Charakter bekommt.“ – Der norwegische Maler und Kunstprofessor Jan Valentin Sæther (er ist gleichzeitig Priester in einer gnostisch-christlichen Kirche) nannte einmal in einem Gespräch, das ich mit ihm 1998 hatte, diese esoterische Angelegenheit für „radikale Intimität“, die heute erforderlich ist. Die „komplizierte“ und immer diffizilere Darstellung des intimsten Geist-Erlebens sehe ich als genau die Aufgabe, um die es in deinem Bloggemeinschaft gehen könnte, sodass es ein schmerzliches Anliegen sein müsste, jeden Tag sich durch Blogbeiträge und Kommentare durchzukämpfen. „Blutig“ und mit „Ritzen“ über das ganze „Ätherleib“ müsste man jeden Abend den Computer herunterfahren lassen.

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  16. Geweldig! (Ik kan het helaas alleen in het Nederland zeggen.) Jostein dicht en dicht daarmee Michael iets mooi toe: Michael die de gaten dicht die anderen open laten. Zo komt hij dichter bij dan ooit.

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  17. Initiative Wirksamkeit und ätherisches Denken

    Da ich den folgenden Kommentar nun einmal getippt habe, daher soll er hier auch auftauchen. Er will allein so ein Beitrag sein, den ein jeweiliger Leser, auf seiner ihm gemäßen Spurensuche, als so einen Eindruck erinnern kann, der bei Unterscheidungsbedarf mit hinzugezogen werden könnte.

    Michael schrieb: "Die Gespräche stoßen kaum durch auf eine neue gemeinsame Ebene, von der aus auch eine Wirksamkeit in Initiativen hinein möglich wäre." Sein obiger "Aufruf" ist damit einer seiner Versuche, weitere Gewichte noch anderer Kommentatoren den Beiträgen der "Stammmannschaft" dafür beizugeben, dass eine Gewichtung, hin auf ein initiatives Wirken, so in Erscheinung treten kann, das er sich dessen gewiss ist, nicht auf einer von den Waage zu stehen, die bloß das Eigengewicht, ohne das eigentlich dazugehörige Gegengewicht, in den Blick heben.

    In meinem Kommentar zu seinem Post „Gut gebrüllt &gebloggt“, umschrieb ich das Gegengewicht mit dem Wort „Ideal“. Das „Ideal“ ist getragen von derjenigen „Instanz“, die es aus sich selbst, in sich selbst, ausgebildet hat. Träger und Ideal zusammengeschaut, erscheint die sich selbst tragende Initiativkraft. Mithin, eine jede Initiative beinhaltet in sich diejenige Kraft, die aus sich selbst im Anfang schafft.

    Da hier, bei Michael im Blog, vorrangiges in Worten gegeben ist, dadurch stellt sich die Frage, in welcher Form denn, zudem hier im Hinblick auf initiative Wirksamkeit, weitere Worte ihre Ausgestaltung eigentlich finden wollen. Und das, weiterhin im Hinblick darauf, dass besagte Formen von derjenigen Kraft herstammen, die im Anfang schafft. Und, da es sich in jedem Anfang um Werdeprozesse dreht, also Lebensvorgänge, daher ist es Lebenskraft, die Leben so zu formen vermag, das dabei das Leben selbst es ist, das sich selber Form gibt. Die, hier zur Frage erhobene Lebenskraft, wird im anthroposophischen Kontext mit dem Wort „Äther“ benannt. Da eine jegliche ätherische Wirksamkeit zugleich gestaltformender Denkwille ist, daher ist das Erscheinen des Lebens im Ätherischen, als ein Erscheinen in lebendig bedachter Gedankengestalt, möglich. Als so eine Gestaltungsmöglichkeit, die aus dem Willen entspringt, der sich dafür hingibt, dass sich Anderes in ihm so ausleben kann, das es, indem es sich auslebt, zugleich „initiative Wirksamkeit“ entfacht.

    Weiterhin im anthroposophischen Kontext, aber in einer rein philosophischen Gedankengestalt, liegt vor die „Philosophie der Freiheit“ von Rudolf Steiner. Von ihr sagt Steiner, dem Sinne nach: Es ist nicht sonderlich ausschlaggebend, was in dem Buche steht, ausschlaggebend im Besonderen ist vielmehr, das erstmalig mit ihr selbstständiges Denken in der Welt ist.

    Vorheriges mitbedenkend ergibt sich das Folgende: Die Philosophie der Freiheit ist eine sich selbst tragende Gedankengestalt aus demjenigen Willen, der sich dafür hingibt, das Anderes, durch Steiner im Besonderen das freie Geistesleben, sich seiner Natur gemäß ausgestalten kann als „eine“ der Erscheinungsweisen des Lebens im Ätherischen.

    Wer also eine weitere initiative Wirksamkeit mit Anderen im Lebensstrom entfachen will, der kommt nicht umhin, solche Gedankengänge mit weiteren Mitdenkern zu denken, die in ihrem Gedankenfluss immerwährend aus so einer Gegenseitigkeit heraus organisiert sein wollen, in der die Erwägungen der Instanz sich darleben. Dafür darleben, dass der Erwäger, durch eine jegliche Gedankengestaltung eines Mitarbeiters hindurch, sich stets in einem, seinem Werdeprozess empfindet. So empfindet, das mehr und zunehmend mehr es die seinem Wesen gemäßen Gedankenlebewesen sind, die ein jegliches Tun im Besonderen durchwalten. So, wie Goethe das bereits sagte: Das Besondere ist das Allgemeine. Oder, anders gesagt: Das im Besonderen wirksame und dadurch das All einigende Wesen ist die Sonne.

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    1. So ist die Erfahrung- dahin führen die Wege, egal aus welcher Kultur man kommt. Dass es so ist, dass man das heute so erlebt, ist vermutlich das Wirken des ätherischen Christus. Eine höchst nüchterne Erfahrung, in gewisser Hinsicht. Trotzdem packt man es in eine Form und Erscheinung. Die Probleme, die man hat, verändern sich überhaupt nicht, ebenso so wenig wie alle Neigungen und Tönungen, die tiefer in Ätherleib eingraviert sind.
      Was die Initiative betrifft, die zumindest in der Art, wie ich sie verstehe und die ich auch in Deinem Text sehe, eben so nicht gelungen ist, ist es eher so, dass für mich mit der Agenda stünde, dass sie nicht mehr Internet- spezifisch ist, das habe ich lange gemacht. Außerdem gibt es da eine Dynamik, die mich vielleicht aus eher ungewöhnlichen Ecken anstößt, aber nicht unbedingt aus dem Blog heraus.
      Aber wenn das Blog etwas bringt, dann doch jedenfalls das, dass er es ermöglicht, dass solche Kommentare hier erscheinen.

      Ich klau das wieder fürs alte Blog. Aber Titel? Es passt unbedingt zu Ostern.

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  18. Typisch für diesen Egoistenblog finde ich, dass die Kommentare hier eben egoistisch sind. Dieser Egoismus müsste überwunden werden, um zu dem Einenden
    zu kommen, von dem hier gesprochen wurde.Das geht, indem man sich wirklich Mühe gibt, den Kommentar eines anderen zu verstehen, auch wenn man ihn vielleicht abstoßend findet. Sonst steht nur eine egoistische Meinung neben der anderen.Man muss dahin kommen, nicht nur eine Meinung über etwas zu haben, sondern das, wovon man schreibt, auch wirklich innig kennenzulernen.
    Wenn wir das auf die Anthroposophie anwenden würden, klängen die Dialoge hier
    bestimmt anders.

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    1. @Ein Egoist: Da Du hier den Begriff Typus einbringst, will ich, anhand dessen, wie im Hinblick auf den Eingangspost von Michael, einen Bezug auf deinen Kommentar versuchen. Da Du hier zudem die Anthroposophie erwähnst, werde ich zwei Steinerpassagen zum Typusbegriff gleich an den Anfang stellen.

      „Bei Aufstellung des Typus, der Urorganismen, kann …..es sich dabei nur darum handeln, eine Form zu finden, welche den vollkommensten Ausdruck des Typus darstellt. Eine solche soll ( Anmerk. v. B. - hierbei im Hinblick auf die Pflanzenwelt) Goethes Urpflanze bieten." (Lit.: GA 001, S 102f)

      Weiterhin spricht Steiner davon: „Den Typus findet man überhaupt nicht in der Außenwelt verwirklicht, sondern er geht uns als Idee in unserem Innern auf, wenn wir das Gemeinsame der Lebewesen betrachten.“ (GA 30, S.70) - Beides nachzulesen im Netz bei „Anthrowiki“

      Obige Steinerpassagen wende ich jetzt hinein in deine Aussage: „Typisch für diesen Egoistenblog finde ich, dass die Kommentare hier eben egoistisch sind. Dieser Egoismus ….....“ Das eben Zitierte, zusammengeschaut mit den Steinerpassagen, ergibt dieses: Egoismus ist derjenige Typus, der, haben wir statt Pflanzen eben Menschen im Blick, uns urphänomenal, allein in unserm Innern, als eine Idee aufgeht. Als das ist diese Idee das alle Menschen einende Urphänomen, das ein jeder Mensch in unserm Innern gewahren kann und so ein Gewahren dadurch bezeugt, indem er das Wort „ich“ selbst ausspricht.

      Das magst Du jetzt als Harrspalterei meinerseits empfinden. Hast Du doch bei dem Wort „Egoismus“ eher das Gegenteil von dem im Blick, was ich hier eben andeutete. Dennoch, weiter oben sprach ich davon, dass ich zugleich auch auf den Eingangspost von Michael schaue. Der ist überschrieben mit dem Wort „Egoisten“. Und, unter dem, als eine, so einer Überschrift dazugehörige Unterschrift, findet sich jetzt dieser Kommentar hier. Damit habe ich, bis hierhin, das Verständnis von dem Wort „Egoist“ umrissen, das ich für mich in Anspruch nehme.

      Nun zu deinem Verständnis, das ich ebenso in mir auffinden kann. Du schreibst: „...sonst steht nur eine egoistische Meinung neben der anderen.“ Mit neben ist gesagt: Ohne zu gewahren, dass so ein Nebeneinander die Grundlage sein „will“ für dasjenige Wegeneinander, das wiederum die Grundlage sein „will“ zu einer Steigerung in so ein Füreinander, das ebenso wiederum die Grundlage dafür sein „will“, durch ein gesteigertes Füreinander denjenigen Gestaltungsraum erzeugen zu können, dessen der Mensch bedarf, so er sich selbst nicht, in seiner Erscheinungsweise als Einzelmensch, wie in dessen vorläufiger Form, bereits erschöpfen wie verlieren „will“.

      Zum Abschluss will ich dich noch etwas sticheln. Weiterhin steht in deinem Kommentar: „Man muss dahin kommen, nicht nur eine Meinung über etwas zu haben.....“ Nun, das, was Du zum Wort „Egoist“ schreibst, das erlebe ich eben so, dass Du hier lediglich die „Allgemeinmeinung“ vertrittst, die zu diesem Wort, von wem und zu welchem Zwecke auch immer, in den Umlauf gebracht wurde.

      So eine Meinung ist aber nicht aus dem Wort „Egoist“ geschöpft. Das Wort selbst entzieht sich geradezu so einer Meinungshoheit. Denn, ein Egoist selbst ist derjenige, der sich Meinungen entgegenstellt, indem er sich auf sich selbst besinnt. Im Weiteren schreibst Du:..sondern das, wovon man schreibt, auch wirklich innig kennenzulernen.“ Ich wiederhole:„Innig kennenzulernen“.

      Und für diese Wiederholung wiederhole ich auch noch das hier: - Egoismus ist derjenige Typus, der, haben wir statt Pflanzen eben Menschen im Blick, uns urphänomenal, allein in unserm Innern, als eine Idee aufgeht. Als das ist diese Idee das alle Menschen einende Urphänomen, das ein jeder Mensch in unserm Innern gewahren kann und so ein Gewahren dadurch bezeugt, indem er das Wort „ich“ selbst ausspricht.



















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    2. @Ein Egoist:
      leicht verständlich - und völlig richtig, was Du sagst.
      Aber es handelt sich bei anthroposophischen Bloggern - nach meiner Erfahrung - um große Schlauberger, die auf so eine Haltung, wie Du sie ja zurecht vertrittst, selten Lust haben!
      Zum Durchsetzen und Aufwerten der eigenen Perspektive, werden andere Perspektiven in Blogs - auch in Anthro-Blogs - gerne abgewertet.
      Grüsse von einem andern Egoisten... :-)

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    3. Du möchtest dem Egoismus gerne eine andere Bedeutung geben als er es gewöhnlich hat. Du weist auf die Ich-Erfahrung hin, die aus ihm resultiert. Das Phänomen, dass jeder sich als Ich empfindet ist zwar eine Gemeinsamkeit der Menschen, ändert aber nichts an der Getrenntheit. So sind wir nur gemeinsam einsam.

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    4. Allerdings sprach "Ein Egoist" davon: "Das geht, indem man sich wirklich Mühe gibt, den Kommentar eines anderen zu verstehen,..." und fragte weniger nach der oder Deiner Definition von Egoist. So habe zumindest ich ihn verstanden.

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    5. Ja, aber dass wir uns darüber überhaupt austauschen können, die Einsamkeit und Getrenntheit konstatieren und artikulieren können, ist eine Gemeinsamkeit. Die gemeinsame Ebene jenseits der Ego- Ebene.

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    6. "Ja, aber dass wir uns darüber überhaupt austauschen können, die Einsamkeit und Getrenntheit konstatieren und artikulieren können, ist eine Gemeinsamkeit. Die gemeinsame Ebene jenseits der Ego- Ebene."

      Aber was hätte diese Möglichkeit mit dem von Egoist angesprochenen Einenden zu tun? Auch auf der Ego-Ebene lässt es sich trefflich miteinander austauschen, halt nur auf einer anderen Ebene dann. Begreift man sich als Egoisten in dem Sinne wie Burghard das hier beschreibt, ist man weiterhin getrennt, ob man sich nun austauschen kann oder nicht. Der Egoist bestärkt sich selbst im Eigensein und festigt einen solchen Seins-Zustand. Er sieht zwar den Anderen, aber ob er ihn wirklich auch wahrnimmt und auf- und annimmt? "Sich auf Jemanden verlassen können", da spricht es sich bereits anfänglich aus, worum es geht. Sich wirklich gegenseitig intuitiv "einatmen" zu können, sich annehmend aus-tauschen, das wäre meine Sicht desjenigen, der die Mission des Egoisten als Ausgangsbasis begriffen hätte.

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    7. @Der Egoist: "Das Phänomen, dass jeder sich als Ich empfindet ist zwar eine Gemeinsamkeit der Menschen, ändert aber nichts an der Getrenntheit. So sind wir nur gemeinsam einsam."

      Dazu, da Du die Anthroposophie Rudolf Steiners mit ins Spiel brachtest und da es in diesem Kommentarstrang nun einmal um ""diesen"" Blog geht und da ich hier denke und da ich hier auch nichts anderes will, denn mich in Gedankenbildung zu empfinden, dafür eine Passage aus: "Die Philosophie der Freiheit". Kapitel XIV, "Die Konsequenzen des Monismus"

      "Der ideelle Inhalt eines andern Menschen ist auch der meinige, und ich sehe ihn nur so lange als einen andern an, als ich wahrnehme, nicht mehr aber, sobald ich denke. Jeder Mensch umspannt mit seinem Denken nur einen Teil der gesamten Ideenwelt, und insofern unterscheiden sich die Individuen auch durch den tatsächlichen Inhalt ihres Denkens. Aber diese Inhalte sind in einem in sich geschlossenen Ganzen, das die Denkinhalte aller Menschen umfaßt. Das gemeinsame Urwesen, das alle Menschen durchdringt, ergreift somit der Mensch in seinem Denken. Das mit dem Gedankeninhalt erfüllte Leben in der Wirklichkeit ist zugleich das Leben in Gott."

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  19. @Ein Egoist

    "Dieser Egoismus müsste überwunden werden, um zu dem Einenden
    zu kommen, von dem hier gesprochen wurde."

    Kann ich gut nachvollziehen, allerdings wird wohl im Egoist sein (hier?) die Grundbedingung dafür gesehen, ein freier Mensch sein zu können.

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    1. Das kann gut sein. Der Egoist erlebt sich als frei, weil er sich an nichts bindet. Er tut, wozu er Lust hat. Er fühlt sich frei von allem möglichen, er möchte sich eigentlich nicht wirklich mit
      irgendetwas verbinden, nur mit sich selbst.Die Frage ist, ob man sich auch aus Freiheit mit etwas verbinden kann, ohne zwanghaft daran gebunden zu sein.Ohne Egoismus hätten wir bestimmt keine Freiheit, aber wir müssen ja nicht im Egoismus verharren.

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    2. @Der Egoist:
      Du sagst: "Die Frage ist, ob man sich auch aus Freiheit mit etwas verbinden kann, ohne zwanghaft daran gebunden zu sein." Ja, das sehe ich schon so. Z.B. wenn man sich mit etwas aus Liebe verbindet. Dann schränkt einen das nicht in seiner Freiheit ein. Schränkt Dich "Wahrheitsliebe" in Deiner Freiheit ein? Fühlst Du Dich dann zwanghaft an "die Wahrheit" gebunden? Eher ist es doch dann so, daß Dich "Lüge" oder "Unwahrheit" in Deiner Freiheit einschränken.
      Um auf Wahrheitssuche zu gehen, brauche ich evtl. ein gesunde Portion (berechtigten) Egoismus. Aber im Laufe der weiteren Schritte sollte der dann überwunden werden. Und das ist ja die Hoffnung von so einem Blog (in dem wir ja alle "wahrheitssuchend" sein wollen) wie hier: daß jeder weiterschreitet - und es dann zu der Kommunikation kommt, in der jeder das "subjektiv-egoistische" hinter sich läßt und eine neue Verstehensebene eintritt...- Ich sehe das Problem im Blog eher in der Art der Kommunikation: nämlich dem zeitraubenden schreiben. Anders ist das in einem Gespräch, wenn sich die Leute gegenübersitzen. Wenn man sich samt Mimik, Gestik etc. sieht, dann erleichtert das das Verständnis. Und es gibt nicht diese Fülle von Mißverständnissen. Und man hat schnell mal was kurz verbal erklärt, was im Blog viel zu umständlich ist. Oder, z.B., ich hätte gerne mal Michael als passende Antwort auf eine JvH-Kritik, die er neulich äußerte, das Vorwort des Buches "Von den Geheimnissen des Kreuzwegs und des Gralsblutes" vorgelesen. Das hätte ich in 5 Minuten erledigt gehabt, wenn er mir gegenüber gesessen hätte - und so hab ich das nicht gemacht, da ich 6 Seiten aus dem Buch hätte abtippen müssen. Da steht etwas sehr gutes darin über den ätherischen Christus bzw. Michaels Haltung, daß das was JvH schreibt, "überkommen" sei - da wir ja schon "im Zeitalter des ätherischen Christus" lebten...- Wieder etwas, weshalb ich ihm die adäquate Antwort auf seinen Beitrag nicht liefern konnte - im Gegensatz zu einer räumlichen anstatt nur "digitalen" Begegnung.
      Ich denke, Blogs können deshalb - ihrer Natur nach - nur in Ausnahmefällen wirklich befriedigend sein, auch wenn es evtl. auch Vorteile gibt...(z.B. daß man sich auf etwas einem Wesentliches konzentriert - aber das ist eben ein zweischneidiges Schwert, denn dieses "einem Wesentliche" kann wieder etwas subjektives oder egoistisches - oder auch schwer schriftlich zu kommunizierendes sein)

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    3. Anders ausgedrückt: man ist im Netz, speziell in Blogs, schneller ein "Egoist" als in der "normalen" Kommunikation, wenn man sich eben physisch begegnet. Deshalb ist die Blog-Kommunikation schneller so beschaffen wie in der "räumlichen Realität", in der man sich in die Augen schaut: nämlich daß verschiedene egoistische Ansichten nebeneinander stehen. Ich meine, daß das schon mit der Abwesenheit aller andern Sinneswahrnehmungen (Mimik, Stimmenklang, Lautstärke, Gestik usw.) zusammenhängt. Das "ins Blaue" hineinschreiben - ohne Gegenüber - läßt einen u.U. schonmal egoistischer oder rücksichtsloser schreiben. Und auch die Tatsache, daß die Reaktion des andern mich nicht physisch betrifft, läßt mich womöglich rücksichtsloser sein - ich muß ja immerhin nicht die Angst haben, daß ich "eins in die Fresse" krieg... :-) (wobei ich das nicht so direkt meine - ich sehe z.B. nicht sein verzweifeltes Gesicht, höre nicht die aggressive Stimme, keine nervöse Gestik usw...- vieles fehlt, was mich sonst schon eher einschüchtert und auch meine Reaktion bzw. Wortwahl mitbestimmt)

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    4. Ja, das stimmt, weil man den Anderen im direkten Gegenüber als Peraon direkt wahrnimmt schriftlich nimmt man eher eine eher zugespitzte Persona wahr. Es ist nur ein Aspekt der ganzen Person. Spirituell empfinden heißt auch Meinungen stehen lassen, und gelten lassen können. Man muß nicht überzeugen.

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  20. Hallo Michael,
    ich hatte - vor Deinem Beitrag 00.09 noch was zweites geschrieben...- ist das wieder irgendwo hängengeblieben? War diesmal aber nicht als "anonymous" verschickt...

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  21. Meiner Ansicht nach können wir erst dann vom „Egoismus“ zum „Einenden“ gelangen, wenn jede/r einzelne sich dessen bewußt ist, daß ihre/seine eigene Ansicht eine subjektive Einzelansicht ist, die, vom jeweiligen Standpunkt aus, einen Teil des „Ganzen“ betrachtet. Und daß wir daher, um zu einer Gesamtansicht zu gelangen, unsere unterschiedlichen Einzelansichten zusammenlegen müssen.
    So gesehen, ist der gut verstandene, bewußt gemachte und akzeptierte Egoismus selbst die Voraussetzung zu seiner „Überwindung“.
    Es genügt mir nicht, sich „wirklich Mühe zu geben“, das, was der andere sagt, zu „verstehen“ oder „intuitiv einzuatmen“ oder „innig kennenzulernen“ oder wie auch immer man das bezeichnen will (einmal abgesehen davon, daß das meistens nur sehr bruchstückhaft gelingt, überhaupt hier im Virtuellen) - für mich ist es fast noch wichtiger, in dieser so gut wie möglich verstandenen anderen Ansicht nicht eine Bestätigung oder einen Widerspruch zur eigenen Ansicht zu suchen, sondern eine Ergänzung, die dorthin weist, wohin man vom eigenen Standpunkt aus nicht sehen kann.

    Das ist es jedenfalls, worauf ich nicht nur in meinen Kommentaren, sondern auch in meinen Aufsätzen im anderen Blog hinarbeiten will - wenn es mir auch offensichtlich bisher nur sehr unvollkommen gelungen ist, das verständlich zu machen.

    Herzlichen Gruß in die Runde, und Gute Nacht!
    Ingrid

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    1. @Ingrid: "Das ist es jedenfalls, worauf ich nicht nur in meinen Kommentaren, sondern auch in meinen Aufsätzen im anderen Blog hinarbeiten will - wenn es mir auch offensichtlich bisher nur sehr unvollkommen gelungen ist, das verständlich zu machen." Ich verstehe gut, worauf Du hinarbeitest. Bei dieser Gelegenheit: Schönen Dank dafür! ~ Burghard

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    2. Lieber Burghard,
      vielen herzlichen Dank - das freut mich sehr und ermutigt mich, weiterzumachen.
      Danke auch für Dein Zitat aus der Philosophie der Freiheit – genau so meinte ich es. Wahrnehmen „trennt“, aber nicht endgültig, denn: Denken „eint“.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    3. :-)
      Ich wundere mich eigentlich, daß niemand ergänzt --- so tu ich es selber, in Gestalt der Fragen:
      Und was ist mit dem Fühlen? Ist es nicht erst das Mit-Gefühl, das uns wirk-lich eint? . . .

      Herzlichen Gründonnerstags-Gruß!

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  22. Ich möchte zwei Formen des Egoismus unterscheiden, den kalten und den warmen Egoismus.
    Als kalten Egoismus bezeichne ich denjenigen, der ohne Rücksicht auf den Anderen seine Interessen durchsetzt und ausschließlich an der eigenen „Gewinnmaximierung“ interessiert ist. Die Haltung der Gewinnmaximierung kann nicht nur auf wirtschaftlichem Gebiet, wo dieses Wort hauptsächlich Anwendung findet, sondern auch in allen Beziehungen, auch hier in unseren Diskussionen im blog gefunden werden.
    Als warmen Egoismus bezeichne ich denjenigen, der die Unterschiedlichkeit, den Typus in sich, herausarbeitet, ihm Form und Gestalt gibt, diese Form und Gestalt sogar mit Liebe pflegt. Denn erst, wenn ich dem eigenen Typus das Recht auf Dasein, auf Ausdruck gewähren kann, werde ich den Anderen auch in seinem Wesen betrachten können, denn das Persönlichste ist das All-gemeinste.

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    1. Liebe Friederike,

      ja.
      Danke.
      Das ist auch in meinen Augen ein wichtiger Punkt.

      Lieben Gruß,
      Ingrid

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  23. Liebe Egoisten ! Ich möchte Euch einmal zu einem Gedankenexperiment einladen.
    Burghard hat mit dem Steiner-Zitat darauf hingewiesen, dass das Denken dasjenige ist, das uns zusammenführen kann. Ich würde gerne mal mit Euch versuchen, ein bestimmtes Thema zu bedenken, in der Hoffnung, dass
    im gemeinsamen Austausch darüber eine Idee erlebbar wird, die uns eint.
    Das Thema, das ich vorschlage, ist ein anthroposophischer Begriff.
    Jeder, der daran teilnehmen möchte, stellt sich in aller Ruhe die Frage:
    Was ist ein Ätherleib ? Wenn wir mit unserem Denken eine Antwort gefunden
    haben,können wir sie mit eigenen Worten zu formulieren.
    Es geht dabei nicht um eine wörtliche Wiederholung Steiners und auch nicht um eine Interpretation im Sinne von: Für mich bedeutet... oder ich glaube, Steiner meint ...
    Es geht darum, sich einen lebendigen Begriff zu bilden und dann eine klare
    Amtwort zu formulieren in ganzen Sätzen: Ein Ätherleib ist...
    Ich habe selber noch keine Antwort, werde mich aber noch heute darum bemühen,
    und frühestens morgen meine Antwort aufschreiben.Unsere Antworten werden alle
    unvollkommen sein.Aber zusammen können wir uns ergänzen.

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    1. Lieber „Der Egoist“,

      vielen Dank für Dein Auftauchen hier, das ich als eine heil-same Ergänzung empfinde.
      Und danke für die schöne Frage - ich werde mich bemühen, mir über meine Antwort klarzuwerden und sie dann zu formulieren, und ich hoffe sehr, daß möglichst viele andere es ebenso machen.
      Ich freu mich schon jetzt auf Deine Antwort.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    2. Lieber "Der Egoist",

      sage auch herzlichen Dank für deinen Vorschlag.

      Zu "Ätherleib":

      Zum einen bin ich natürlich geprägt/inspiriert von den Mitteilungen R. Steiners und anderer Lehrer, das macht die Sache etwas komplizierter, hier nun ganz und gar eigenes mitzuteilen, es vermischt sich wohl.

      Zwei Versuche zu - Ätherleib - dennoch:

      Ein Ätherleib ist ein lebendiges Laboratorium im Menschen und mit Menschen und weit darüber hinaus. Ein Gefäß aus bzw. für Geist und Liebe.

      *******

      Ein Ätherleib ist webende Nahtstelle für mich und meine Mitmenschen. Denke ich, erlebe ich etwas, kann es sein, das im gleichen Augenblick ein anderer ebenso gedacht oder es aufgegriffen und fortgeführt hat zu neuen Ufern. Ein wunderbares Phänomen, was man auch schlicht Gedankenübertragung nennt.

      Herzl. Grüße,
      Steffen

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  24. @Ein Egoist,Steffen,Ingrid: Die Anregung von @Ego wie die Frage: Was ist ein Ätherleib?, das ist, jedenfalls meines Erachtens, diesem Kommentarstrang noch in soweit zugehörig, als das @Ego, anhand eines konkreten Beispieles deutlich macht, wie er sich weiterhin, hier als Kommentierender, ins Mitbloggen einbringen würde. Dafür meinerseits schönen Dank! Weitere Bezüge auf seinen "Einblick", die erlebe ich als hier nicht mehr dazugehörig. Daher werde ich, obwohl eine Skizze meinerseits, zu der besagten Frage, in meinem PC bereits abgespeichert ist, die hier nicht mit einbringen. ~ Burghard

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  25. Lieber Burghard, ich kann gut nachvollziehen, was Du meinst - auch ich habe schon eine begonnene Antwortskizze und scheue mich ein wenig davor, sie hier in diesem thread zu posten.

    Dennoch fände ich es sehr schade, wenn wir die Gedanken, die wir uns bereits gemacht haben zu diesem Thema, nun nicht „zusammentragen“ wollten.
    Daher schlage ich vor, mit der Frage, die „Der Egoist“ gestellt hat, einen neuen thread zu eröffnen - dort wäre dann der richtige Ort für alles, was wir dazu zu sagen haben (selbstverständlich inklusive der schönen Antwort Steffens).

    Lieber Michael, lieber „Der Egoist“ - was meint Ihr dazu?

    Herzlich, Ingrid

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    1. Liebe Ingrid, bitte für mich formulieren, dann mache ich es gern. Ich habe bis Montag noch einiges zu bearbeiten.

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  26. Hallo Ihr, ja auch ich finde die Idee sehr gut, einen gesonderten thread zu eröffnen. Etwas verloren und nackt komme ich mir hier schon vor mit meinem Ätherkörper(-Gedanken) ;-)) Trotzdem danke Ingrid :-)

    Vielleicht könnte dann ja einer unserer großen Künstler (Michael, Burghard u.a.) dazu ein passendes Kunstwerk kreieren oder finden (ich habe zwar Ideen, z.B. zu dem Laboratorium, aber leider keine Möglichkeiten gerade ;-)

    Herzliche Grüße und einen er-baulichen Gedanken, wünscht - Steffen

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  27. Lieber Michael, mach ich gerne.


    Allerdings:
    Da in letzter Zeit soviel von „Bevormundung“ die Rede war ;-), möchte ich, bevor Du’s als Blogartikel hereinstellst, meine vorläufige Formulierung hier zur Diskussion stellen - mit der Frage (insbesondere an „Den Egoisten“, schließlich ist es ursprünglich seine Frage) ob es Euch so recht ist, ob ich Eurer Meinung nach etwas vergessen habe, und vor allem auch, ob Euch meine Hinzufügungen unangebracht erscheinen... falls ja, bitte melden und andere Vorschläge machen!
    Wenn es bis, sagen wir, etwa morgen um dieselbe Zeit keine Einwände gibt, dann steht wohl der Eröffnung dieses neuen threads nichts im Wege.

    Es folgt also im nächsten Kommentar mein vorläufiger Text.

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  28. Was ist ein Ätherleib?

    Auf der Grundlage der Erfahrung, »dass das Denken dasjenige ist, das uns zusammenführen kann«, hat ein neuer Teilnehmer hier (herzlich willkommen, ich hoffe, Du bleibst uns erhalten) uns eine Frage geschenkt:

    »Ich würde gerne mal mit Euch versuchen, ein bestimmtes Thema zu bedenken, in der Hoffnung, dass
    im gemeinsamen Austausch darüber eine Idee erlebbar wird, die uns eint.
    Das Thema, das ich vorschlage, ist ein anthroposophischer Begriff.
    Jeder, der daran teilnehmen möchte, stellt sich in aller Ruhe die Frage:

    Was ist ein Ätherleib?

    Wenn wir mit unserem Denken eine Antwort gefunden haben, können wir versuchen, sie mit eigenen Worten zu formulieren.
    Es geht dabei nicht um eine wörtliche Wiederholung Steiners und auch nicht um eine Interpretation im Sinne von: Für mich bedeutet... oder ich glaube, Steiner meint ...
    Es geht darum, sich einen lebendigen Begriff zu bilden und dann eine klare Antwort zu formulieren in ganzen Sätzen: Ein Ätherleib ist... «

    Aus eigenem füge ich hinzu - weil ich (insbesondere, nachdem ich Steffens Antwort gelesen habe) den Eindruck habe, daß es anderen ähnlich gehen wird:

    Ganz ohne Rudolf Steiner komme ich nicht aus in meiner Antwort, denn „Ätherleib“ ist nunmal kein Begriff des gewöhnlichen Sprachgebrauches – die meisten Menschen, die ich kenne, haben dieses Wort noch niemals gehört. Und ohne das, was Steiner darüber sagt, würde auch ich es nicht kennen.
    Alle Gedanken, Vorstellungen und Assoziationen zu diesem Begriff knüpfen sich also zunächst an das, was ich bei Rudolf Steiner über den „Ätherleib“ gelesen habe.

    Dennoch kann es bei der Beantwortung dieser Frage nicht darum gehen, jetzt schnell alles nachzulesen, was Rudolf Steiner dazu mitteilt, sondern wir sind aufgerufen, Eigenes zum Thema zu formulieren - für mich ist das ein Begriff, der sich einerseits daraus ergeben hat, daß ich in meinem Leben kurz innehalte: „Ah. Das also ist wohl der Ätherleib, von dem ich bei Rudolf Steiner gelesen habe!“ –
    andererseits aber auch daraus, daß ich während meiner Lektüre eines Steiner-Textes kurz innehalte: „Ah. Das kenne ich aus meinem Leben. Das also nennt Rudolf Steiner den Ätherleib!“

    Und nun wieder der Initiator dieses threads:

    »Unsere Antworten werden alle
    unvollkommen sein. Aber zusammen können wir uns ergänzen.«

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  29. Liebe Ingrid, das ging ja flott, ist sehr gut gelungen, danke :-)

    dann setze ich meine obigen Gedanken da jetzt mal rein...

    lg

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