Jeder geht allein

Tut mir ja leid, momentan gibt's hier nur Filme, weil ich etwas im Mutterschiff Egoisten gearbeitet habe, und weil der Wechsel ins Frühjahr so stockend verläuft. Beim Übergang geht ja auch manches verloren. Die winterliche Innerlichkeit hat ja ihre eigenen Qualitäten. Jetzt wird der Blick munter durch die ersten Sonnenstrahlen, der Blick weitet sich, und der Schlammpfad wird zur Landschaft, auf der der Blick gern ruht. Man kommt wieder in das Zuhause des Erscheinenden, dessen, was jetzt in Raum, in Gestalt kommt, ja Raum und Landschaft erst schafft, indem es sich als das offenbart, was wir Natur nennen

Aber nun kommt noch eine ganz andere Stimme, die doch lieber beschließt, dass jeder allein geht..

Kommentare

  1. Jeder geht allein. Das kommt mir so vor wie in alten Zeiten, als noch Western gezeigt wurden statt wie heute die Krimis und der Held dann immer auf die Liebe seines Herzens verzichtete, so männlich herb, so individuell, seiner grossen Aufgabe folgend, die natürlich ihre Opfer fordert, als Mann vor allem, der das meint so vorgeben zu müssen. Und heute scheint einem der Intellekt oder eine gewisse Intelligenzebene das gleiche einzuflüstern oder es einem schon gar nicht mehr zu ermöglichen, mit seinem Gefühlsleben etwas zu teilen, mit-ein-ander, im kleinen Sinne des großen "wenn zwei in meinem Namen..."

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    1. Lieber Manfred, die zarten Liebeslieder und die oft wunderbare Lyrik des Gisbert v.K. finde ich nicht als western- haftes Machotum, auch wenn es in dem Lied um eine Trennung geht. Aber ich denke auch, dass man letztlich die Art und Weise, wie wir den Weg (diesen bestimmten Weg, über den wir hier sprechen) gehen, alleine geht. Jede/r hat seinen eigenen Zugang. das, was man allerdings findet, ist ein universell Menschliches. Hier, auf dieser Ebene des reinen Menschseins, findet man Menschen, die diesen Zugang auch haben. Dann kann man gemeinsam schöpfen. Auch das ist nach meiner Erfahrung schwierig und trägt meist nur eine Zeitlang. Die Ausnahmen davon begründen eine besondere Freundschaft. Selten zu finden, aber dann wirklich wertvoll.

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  2. "weil ich etwas im Mutterschiff Egoisten gearbeitet habe"

    der Hinweis inspirierte dort nachzuschauen. Lese neue Beiträge, Hinweise, dadurch auch link zum Seminar mit Ballmer:

    "Zudem empfiehlt er Witzenmann, aus seiner ungetrübten Sympathie für Carl Unger heraus (dieser wurde von einem anderen Anthroposophen im Zustand geistiger Umnachtung ermordet), dem einzigen anthroposophischen Philosophen,"

    http://www.das-seminar.ch/das%20Seminar/page24/files/d923f8de11df3e4c4338782639e9413b-25.php

    Mir hatte das Clara Kreutzer in Nürnberg erzählt, diesen Vorfall. Lese jetzt erst "von einem anderen Anthroposophen". "Jeder geht allein" und doch sind die Schicksale sehr verwoben. Hatte einmal ein Gespräch mit Frau Proskauer, Eurythmielehrerin in Nürnberg. Frau Clara Kreutzer hatte die Verbindung hergestellt, denn in einem Traum wurde mir aufgetragen, sich mit der Eurythmie zu verbinden (kam dadurch in Kontakt mit einer anderen E-Lehrerin, von ihr erfuhr ich viel Wissen, was nur mündlich in der AAG wandert). Das interessante ist, Frau Proskauer wohnte später in Nürnberg in der Wohnung, wo zuvor mein Zwillingsbruder mit seiner Verlobten, Waldorflehrerin wohnte. Erst vor einiger Zeit wurde -mir- bekannt, Frau Proskauer war die Tochter von Herrn Unger

    http://biographien.kulturimpuls.org/detail.php?&id=1534

    Mein Bruder erzählte von seinen persönlichen Begegnungen mit Herrn Witzenmann. Er hütete etwas diese geistig-intimen Gespräche, sie hatten etwas füreinander empfunden. Die Bücher von Witzenmann liegen nun als Erbe ungelesen. Scheue etwas, in die Gedankenwelt von Witzenmann einzutreten.
    Beim Suchen der Abschlussworte wird so richtig bewußt, wie das Zwillingsdasein ein besonderes Geschenk ist, "Jeder geht allein", das gilt in einem solchen Leben nicht, wahrscheinlich ist das Seelenleben dadurch ganz anders (mit Vor- und Nachteilen)..... .

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  3. Naja, ich wollte eigentlich auch etwas anderes schreiben, etwas von gemeinsam statt jenem hero-machohaften Allein-gehens mit Augenmerk auf das "einsam" im "gemeinsam", mit den dann und dadurch sich ergebenden Überschneidungen, schaut man, trotz All-Einseins auf etwas gemeinsam und entdeckt dadurch jenes Weiterführende eines und durch jenes in diesem Sinne Miteinanders. Aber Du hast es dann ja auch beschrieben mit der Ebene des reinen Menschseins und da ist es dann auch wirklich frei aufatmen könnend eine Wohltat, allein zu sein :-) mit denen, die das ebenfalls so sehen können, einfach, weil es so ist.

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  4. Es kommt doch auch auf die Situation an. In einigen Sitationen will man auf jeden Fall autark sein, man will weder die Meinungen und Ansichten anderer hören, noch, dass sich einer ins eigene Schaffen dreinmischt.
    Mit anderem möchte man sich gerne als Individuum anderen anschliessen. "Für sich kann keiner sein" gilt ebenso.
    Sebastian Gronbach hat jüngstens einige interessante Ausführungen gemacht in seiner Facebookgruppe. Meint, das Geheimnis und die Stärke läge in dem Bezug der Meditanten miteinander.

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