Bodo von Plato über seine schwierige Beziehung zu Sergej Prokofieff

In erfreulicher Offenheit hat Bodo von Plato auf Nachfrage während der Generalversammlung bekannt, dass es in dieser Beziehung - entgegen seinen eigenen Erwartungen- keine einvernehmliche Lösung gegeben habe, und dass er zu ertragen gelernt habe, Gegensätze stehen lassen zu müssen:

"Bodo von Plato: I mentioned yesterday that I am convinced that it will no longier be possible in The future to bring opposites together and create a whole out of complementary parts. When I began to speak yesterday I was not sure yet whether I would dare to address this. Because I was convinced for a long time that one has to bring opposites together, even though my experiences of the recent decades have taught me differently. In joining opposites one takes away the strength of the individual while one hardly achieves strong unity. In my Executive Council work with Sergei Prokofieff I have always seen something that extends beyond the two of us and that we can both relate to. I therefore think that the question concerning our oppositional relationship only applies on a certain level."

Gemeinsamkeiten sieht er also sehr wohl. Im weiteren Text begründet er die Unüberwindbarkeit des Temperaments und der Standpunkte mit der sehr unterschiedlichen Sozialisation beider ehemaliger Kontrahenten. Ich empfinde das als einen sehr reifen Standpunkt gegenüber dem offenbar nicht selten zur Ereiferung neigenden Prokofieff. Andererseits mag man an der Antwort doch auch sehen, dass die Kooperation mit Prokofieff äußerst mühsam gewesen sein muss. 

Obiges Zitat im deutschen Original

Kommentare

  1. Das eigentliche Problem der Generalversammlung war und ist Rudolf Steiner:

    Der Beitrag

    "Erkenne den Frosch, ohne dem Wolf ins Maul zu rennen"

    endet:

    "Rudolf Seiner als Vorsitzenden der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft in Wort und Bild anwesend sein lassen!"

    Wer hat die verschiedensten Äußerungen zur neu gestalteten Generalversammlung so enden lassen.

    Will man/Frau einen unsichtbaren Rudolf Steiner huldigen?! während der Generalversammlung. Es stieß mich ab, als ich erleben mußte, wie in den Hare-Krsna-Tempeln eines Tages plastische Kopien des Gurus hingestellt wurden. Sah das zum Glück nur auf Photos.
    Es ist die Sehnsucht nach Rudolf Steiner, die Sehnsucht nach einem Papst, in diesem Falle sogar nachtodlich?!

    Das ist die "Wolke", die Wolke der Illussion.

    Wenn also Generalversammlungen in Zukunft Rudolf Steiner in "Wort und Bild anwesend sein lassen" Realität wird,
    ist der Schritt zu einer Religion vollzogen.
    -- und fröhlich tummeln sich die Menschen wie auf einem Kirchentag --

    Es ist nicht ätzend, es ist die Situation. Die Generalversammlung verkommt zum Event.
    Wer bewußt, den Beitrag mit obig zitiertem Satz beendet, will die Geisteswissenschaft zu einer Religion herabwürdigen. Nun ja, sie haben ja dann auch einen Christus-Ersatz, er wird sicherlich auch auf der Bühne erscheinen... und die AnhängerInnen werden ihr huldigen, ihre Worte aufsaugen und die Männer die Lieblichkeit bewundern (nach Schilderung eines Anrufes gestern früh, die eine live-Begegnung in Essen schilderte)......

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  2. Es findet sich auf Seite 5 von Bodo von Plato ein Hinweis auf:

    "Goetheanum-Meditations-Initiative weltweit"

    Von wem initiiert?! Mein erster Begriff, der neu auftaucht:

    "esoterisches Krebsgeschwür"

    Ist es anthroposophisches Papsttum?! Das Goetheanum als "kultisches Zentrum",
    ist das die Frucht, weil Priester und Vorständler sich zu treffen begannen,
    wo Steiner das getrennt haben wollte!

    Insofern ist es gut, wenn diese Mitgliedervorgänge öffentlich bewußt werden.

    Welche Ganzheit, wer kennt sie, wovon geht Bodo von Plato eigentlich aus, fiktiv, oder reale Erfahrung der "Ganzheit". Es wirkt alles wie ein sich konstruierendes Feld der Gedankentradition...

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    1. Lieber Herr Seler,
      Ich glaube dass Sie ein bisschen missraten sind. Es ist alles schon seit Jahren ganz öffentlich: http://www.meditation.goetheanum.org/2367.html. Und von da aus weiter, z.B.: http://www.meditation.goetheanum.org/2436.html.
      Herzlich, Michel Gastkemper

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    2. Herr Gastkemper,
      es kommt ja nicht darauf an, wann es öffentlich war oder nicht, mir ging es darum, daß mir erstmals der Begriff der Goetheanum-Meditation bewußt wurde, im Sinne der Bewußtseinsseele.

      Im Ernste, war das ein Freudscher Versprecher, meinten Sie die Deusche Bedeutung von "missraten", oder was meinen Sie mit dem Begriff.

      Herr Kurt Theodor Willmann hatte mir einmal unvermittelt gesagt: "und mit dem Herrn Krüger machen Sie Kleinholz". Schließlich ist Herr Krüger mein "Pate", er trat 1995 dann im Bayerischen Fernsehen auf, erzählte über meine Person (vielleicht sah Willmann das voraus). Es wird also hart gekämpft in der Anthroposophenschaft. Was Herrn Willmann veranlasste, mir blutjungen Anthroposophen einen solchen Rat zu geben, weiß ich nicht.

      Ihr Wort springt mich direkt an, wollen Sie Herrn Gronbach die Hand reichen?!

      Verwenden Sie das Wort so, wie es dasteht, erinnert mich das an unsere Erfahrung, als wir uns in der Freien Waldorfschule Wernstein vorstellten, da die Behörden uns rieten, wir sollen eine suchen, sie, die Behörden würden Umzug, Schulgeld und Höhere Miete bezahlen. Es war ein Beamter des Landratsamtes Schwandorf. Später wurde die mündlich gemachte Zusage zurückgenommen. Was mir bei der Vorstellung der Kinder auffiel, der leitende Lehrer nahm bei einem Kinde ein Ohr in die Hand und musterte es auffällig. Mir war das Theater sofort klar. Aber so sind sie halt die lieben Anthroposophen, bis aufs Messer können sie Menschen von oben herab beurteilen, gekonnt, aus der Position des Vorstandes ist Ihr "missraten" erstaunlich, wenn Sie das beibeihalten wollen.

      Also den Herrn Krüger habe ich nicht zu Kleinholz gemacht, es hat sich gar nicht gelohnt irgend etwas anzufangen. Bestehen Sie auf "missraten", dann können Sie sich ausmalen, was das bedeutet.

      Haben Sie den "Vorstand" "raushängen" lassen, um hier öffentlich Ihr Urteil zu fällen?!

      Bestehen Sie auf "missraten", dann wäre das in der Nachfolge des Dritten Reiches, eine "esoterisches Rassenlehre" der Anthroposophen und da Sie das hier "öffentlich" machen, bleibt offen.... ..in wessen Auftrag Sie das tun.

      Es ist kein Problem für mich, wenn Herr Gronbach bei Info3 und wie mir durch Herrn Michael-Heinen Anders nun mitgeteilt wurde, in den offiziellen Räumen der AAG meine Person als "Schwarzmagier" bezeichnet, wohl auch in der Gegenwart seines Freundes Herrn Jelle van der Meulen. Wie dieser mit dem Geistigen Bild nun umgeht, weiß ich nicht.

      Das "missraten" ist mehr als bedenklich. Sie müssen sich entschuldigen, schon weil Sie als ein Vorstandsmitglied einer Länderorganisation dies taten, wenn Sie es bewußt taten.

      Ich werde mich an den Ratschlag von Herrn Dr. Kurt Theodor Willmann halten!

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    3. Lieber Herr Seler,
      Hier ist leider durch meine ungenügende Kenntnis der Deutschen Sprache ein Missverständnis aufgetreten. Michael, Manroe und Ingrid haben inzwischen eine bessere Wortwahl vorgeschlagen, womit ich ganz einverstanden bin. Ich bin der Ansicht dass Sie auf diese Weise die ‘Goetheanum-Meditations-Initiative weltweit’ missverstanden haben.

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  3. "Insofern ist es gut, wenn diese Mitgliedervorgänge öffentlich bewußt werden."

    Bezieht sich auf das gesamte Heft, welches offensichtlich nicht öffentlich war.

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    1. Herr Seler, jetzt geht es doch zu weit. Es besteht auch gar kein Grund, dem geschätzten Herrn Gastkemper gegenüber "Feindschaft" zu erklären oder an dieser Stelle eventuelle Angriffe Dritter und Vierter miteinander zu verquicken. Ich muss daher leider zwei Beiträge von Ihnen entfernen.

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    2. Herr Eggert,
      haben Sie den Satz überlesen

      "Ich glaube dass Sie ein bisschen missraten sind."

      Die Feindschaft wäre ja nur,
      wenn Herr Gastkemper den Satz so aufrecht hält,
      wie er zu lesen ist.

      Ich hoffe, es ist ein Missverständnis.

      Wenn nicht, dann sollten Sie auch seinen Satz löschen!


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    3. Herr Gastkemper meint sicherlich "im Irrtum", sonst nichts. Aber das Thema des Threads, bei allem Respekt, ist nicht Ihre Person.

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    4. "Herr Gastkemper meint sicherlich "im Irrtum", sonst nichts."

      Es ist Ihr Erklärungsversuch, nicht die Erklärung von Herrn Gastkemper.

      Der Satz von Herrn Gastkemper steht eindeutig da und ist ohne seine Klärung auch nur so zu verstehen.



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    5. Ach so! Ich kehre erst jetzt hier zurück, und siehe das ich etwas falsch gemacht habe. Was ich schrieb, war gemeint im Sinne von ‘nicht gut beraten’. Aber vielleicht ist das auch nicht ganz den richtigen Ausdruck. Meistens kontrolliere ich im Wörterbuch ob ich das richtige Wort benutzt habe (Holländische und Deutsche Wörter sind manchmal gleichlautend, aber nicht gleichbedeutend). Ich tue es einmal nicht, und gleich gibt es so eine Sprachenverwirrung. Verzeihung!

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    6. Lieber Ernst,

      wir wollen nicht vergessen, daß Deutsch für Michel Gastkemper nicht die Muttersprache, sondern eine Fremdsprache ist.
      Ebenso wie Michael bin ich davon überzeugt, daß er mit „Ich glaube dass Sie ein bisschen missraten sind.“ nichts anderes gemeint hat, als daß Du Dich irren würdest, falls Du „geheime Machenschaften“ des Vorstandes in Bezug auf die Meditations-Initiative vermuten solltest.

      Deine besondere Art, Dich auszudrücken, war früher auch für mich immer wieder mißverständlich - es dauerte eine Weile, bis ich erkennen konnte, daß Du meinst (Hervorhebung von mir):
      »es kommt ja nicht darauf an, wann es öffentlich war oder nicht, mir ging es darum, daß mir erstmals der Begriff der Goetheanum-Meditation bewußt wurde, im Sinne der Bewußtseinsseele.«
      Früher hatte auch ich oft den Eindruck, als würdest Du von irgendwelchen „Verschwörungen im Untergrund“ sprechen, die nun plötzlich auf wundersame Weise allgemein bekannt wurden... und falls Du es wirklich so meinen solltest, wärest Du eben in Bezug auf Dinge, die schon längst veröffentlicht sind, „schlecht beraten“.
      Ich will Dir keinen „Ratschlag“ geben - aber ich möchte Dich einfach darauf aufmerksam machen, daß Du solche Mißverständnisse vermeiden könntest, wenn Du öfter in der Ich-Form schriebest statt in unpersönlichen Wendungen wie „wurde bekannt“ oder „findet sich“ ...

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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  4. Dann kann das Gespräch zum Glück wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren; danke.

    Mich irritiert die englische Übersetzung, weil ich Bodo von Plato so nicht „sprechen höre“. Deshalb erlaube ich mir, hier den deutschen Wortlaut wiederzugeben.

    «Ich sprach gestern darüber, dass ich überzeugt davon bin, wie es in Zukunft nicht mehr möglich sein wird, individuelle Gegensätze zu verbinden und aus der Komplementarität ein Ganzes zu schaffen. Bevor ich gestern darüber zu sprechen begann, wusste ich noch nicht, ob ich mich trauen würde, das anzusprechen. Denn ich habe lange in der Überzeugung gelebt, dass man Gegensätze verbinden muss, obwohl ich mich durch meine Erfahrungen der letzten Jahrzehnte immer wieder eines anderen hatte belehren lassen müssen: Beim Verbinden von Gegensätzen schwächt sich die Kraft des Einzelnen ab, und ein kräftiges Ganzes kommt kaum zustande. In der Tätigkeit im Vorstand sah ich in Bezug auf Sergej Prkofieff und mich immer etwas, was über uns hinausgeht und an das wir beide anknüpfen können. Daher halte ich die Frage nach den Gegensätzen zwischen uns nur in einer bestimmten Schicht für angemessen. Wir sind in unserer Sozialisation sehr verschieden: Sergej Prokofieff wuchs in einem totalitären Staat auf, wo man esoterisch nur in Abgeschlossenheit und Verborgenheit tätig sein konnte; bei mir war es umgekehrt: Ich wuchs in der Zeit des Wirtschaftswunders und der Alternativbewegungen auf, wo alles möglich war. Darüber haben wir auch gesprochen. Wir hatten aber auch etwas Gemeinsames in unserer Sozialisation: Wir wuchsen beide in einem Umfeld auf, wo man über Konflikte und Unterschiede nicht sprach; das gehörte zur Höflichkeit. Wir haben es vielleicht nicht in ausreichendem Maß vermocht, das, was wir verschieden leben, zusammenzubringen. Für mich ist aber unsere Gemeinsamkeit, die über uns hinausgeht, größer. Ich habe die Frage, ob es eine Gesellschaft geben kann, die es erlaubt, ja uns auffordert, die Gemeinsamkeit zu leben und nicht die Gegensätzlichkeit zu betonen. Durch unsere Gemeinsamkeit in der Arbeit im Vorstand ist mein Vertrauen gewachsen.»

    Voran ging, dass Bodo v. Plato auf eine Frage von Rüdiger Krey eine ganz bemerkenswerte Antwort gab: «Der Vorstand am Goetheanum hat einen esoterischen Auftrag, aber keinen esoterischen Anspruch. Wir haben den Auftrag, die Pflicht, uns um esoterische Wahrhaftigkeit und Wirksamkeit zu bemühen. Ob sie sich ereignet, liegt nicht nur in unserer Hand, hat auch mit Gnade zu tun…»

    Daran, finde ich, lässt sich doch – bei aller in den Kontroversen der letzten Jahre verständlicherweise aufgekommenen Skepsis – vertrauensvoll anknüpfen.

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    1. Ja, das finde ich auch. Allerdings legt Peter Selg andernorts (Rundbrief "Initiative Entwicklungsrichtung Anthroposophie") wieder nach.

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  5. Lieber Ernst

    "Ich glaube dass Sie ein bisschen missraten sind."

    Ich habe das hier auch gelesen und werde es bis zu einer Klärung im Geiste mitbegleiten.
    Immer noch stark verwundert bin ich darüber, dass niemand das hier schriftlich mitbemerkt --- ?

    Allerdings glaube ich schon, dass der Herr Gastkemper wohl gemeint haben mag - "missdeutet" - oder etwas in einem ähnlichen Sinne.

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  6. @Anonym

    "Dann kann das Gespräch zum Glück wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren; danke."

    Bei einer solchen Bemerkung an dieser Stelle habe ich den Eindruck, dass sich ein gewisser "Rassismus" lediglich in den "Geist" zurückgezogen hat und sich hinter der Maske verbirgt, die in der Regel als die sogenannte Höflichkeit sich zeigt, hier allerdings dann, was die Höflichkeit anbelangt, ohne Maske. ( :-) )

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    1. Lieber manroe,
      Ihre Ausführungen sind mir immer eine Wohltat ...
      ... denke in diesem Sinne an Ihren seinerzeitigen Vorschlag mit dem "abdate" ..
      Ich denke, es wird immer notwendiger zu erkennen, in welchem geistigen
      Feld/Umraum sich Geschehnisse ereignen,abspielen und der Mensch als Individuum darinnensteht.
      Dabei erscheint es mir, können viele Menschen noch nicht unterscheiden zwischen rein Intellektuellem und echtem Wahrnehmen in den "Zwischen räumen" ...

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  7. Liebe Renate Seler,

    ...vielen Dank für Ihre Worte...

    Das mit dem, was da so dazwischen ist, das scheint mir das eigentlich Wesentliche zu sein, weil Bewirkende und der Intellekt oder unsere Wissenschaft, die sich nur an Fakten glaubt halten zu müssen, um korrekt oder gar gerecht zu sein, die nimmt das ja gar nicht wahr, bzw. berücksichtigt es nicht, weil es ja keine Fakten in ihrem Sinne sind sondern "nur" Subjektives oder gar Wahrnehmungsstörungen, auf die man sich ja nicht verlassen dürfe, jaja...

    In diesem Sinne hatte ich ja auch mal davon gesprochen, dass wir gegenwärtig noch unter "der Diktatur der Blinden" zu leiden haben. Die "Fakten-Zimmer" müssten mal gelüftet werden, damit man zumindest ahnungsweise herankommt an das, was man Inspiration nennt. Oder dies "im Denken sehend werden.." aus den Leitsätzen Steiners.

    "Wenn Du denkst, Du denkst, dann denkst Du nur Du denkst..." :-)

    Herzlichen Gruß an Sie beide

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  8. Neither German nor Russian careerist was/is qualified to be in Vorstand. The names of both are ridiculous.

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    1. Durch Anklicken des Beitrages lese ich die Zeilen meiner Ehefrau mit Abstand. Nehme neu den Inhalt auf, ihre Gedanken. Durch eine E-h-E besteht ja immer die Gefahr das Alltägliche schleift das Erkennen des Inneren des Anderen ab. Der „Zufall“ so kurz vor Pfingsten tut gut, danke.

      @…
      Fuhr heute Morgen gezielt nach Schwandorf, wegen Pfingsten. Während der Fahrt reift der Gedanke, meine Klage vor dem Sozialgericht zurückzuziehen und im selben Schriftsatz an das BVerfG mich wieder in die Verfassungsbeschwerde einzusetzen. Was war geschehen?! Das Sozialgericht legt mir Nahe, das „Verfahren“ für „erledigt“ zu erklären. Es hat einen Schriftsatz der Beklagten beigefügt, in welcher die Juristin des Jobcenters betont, ich hätte „derzeit“ kein Klagerecht. Offensichtlich will sich das Sozialgericht dieser Rechtsauffassung anschließen. Es entsteht also die kuriose rechtliche Situation, das Jobcenter greift seit Monaten in meine Grundrechte ein, indem es sogar zugibt, ein selbstbestimmtes Leben zu verhindern, indem ich nicht mehr über das Heizungsgeld im Rahmen der errechneten „Grundsicherung“ der Rente verfügen darf.
      Dies ist natürlich eine Steilvorlage für das Bundesverfassungsgericht, das zögerte die Verfassungsbeschwerde anzunehmen. Zog sie zurück, erhob Klage in der ersten Instanz und diese legt mir Nahe… . Natürlich ziehe ich nur die Klage zurück. Erkläre ich das „Verfahren“ für erledigt, würde ich automatisch die in der Klage enthaltene Rechtsfrage für „erledigt“ erklären. Diese Falle des Sozialgerichtes wird klar erkannt. Offensichtlich soll kein Grundsatzurteil entstehen, ob Ren-t-neR so einfach „entmündigt“ werden können. Die entstandenen Rechtsfragen sind interessant.

      Nachdem während der Fahrradfahrt die grundlegenden Gedanken sich formten, sah ich kurz vor Schwandorf am blauen Himmel ein Wolkengebilde aus lauter kleinen Wölkchen, welches wie eine große Taube anzusehen war. „Sie“ flog genau in Richtung Schwandorf, in Richtung der Kreuzbergkirche, der Schnabel deutete dorthin. 1994 hatte ein Blizzard die zwei Kreuze „abgezwickt“ (stand so in der Zeitung), nachdem drei Tage zuvor – war unerfahren mit Journalisten – in der Zeitung (Auflage 300 000) mein spiritueller Name zu lesen war, den ich drei Nächte vor Karfreitag 1985 erhalten hatte.
      Vor Tagen hatte mich Renate aufmerksam gemacht, sie habe gerade gelesen, wie Goethe die Wolken studierte. Nun diese große Taube am Himmel.

      RentneR werden nun in der Bundesr epublik Deutschtland entmündigt?! Um den Lesern die äußere Dramatik zu nehmen, das Jobcenter hat unerwartet meiner Ehefrau geschrieben, sie wollen die Rechtslage nochmals überprüfen (nach Einreichung der Klage meiner Ehefrau letztes Jahr Vorgang rechtswidrig, da das Sozialgericht entscheiden muß. An meiner Person reift oder zerbricht der Rechtsstaat Bundesrepublik Deutschland?! Gibt es eigentlich einen Vorstand am Goetheanum, der für das Recht zuständig ist?! - Die Himmels-Taube signalisiert (mir): Pfingsten ist nahe… .

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    2. interessanter Beitrag zu Pfingsten

      http://www.sueddeutsche.de/politik/eigennutz-statt-moral-die-falsche-attraktivitaet-der-ichlinge-1.3532379

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