Stellungnahme des Vorstands der Anthroposophischen Gesellschaft zum Konflikt zwischen Sergej Prokofieff und Judith von Halle

Hier ein kleiner Ausschnitt zur Positionierung des Vorstands aus Anthroposophy Worldwide:

"It is in our opinion not the task of the Executive Council of the General Anthroposophical Society, as a body or organ, to pass judgement on research results, spiritual-scientific presentations or expressions of opinions. We do, however, feel co-responsible for the “spiritual climate” within the Anthroposophical Society and regret when the inevitable spiritual discourse leads to the disparagement of individuals and to polarization. It is our endeavour to ensure that spiritual-scientific matters and questions of spiritual orientation within the Anthroposophical Society can be explored and made fruitful in accordance with their nature. | Dornach 17 April 2013: Virginia Sease, Paul Mackay, Bodo von Plato, Seija Zimmermann, Justus Wittich, Joan Sleigh"

Diese neutrale Haltung wird dadurch relativiert, dass der Offene Brief von Kritikern am kritischen Buch Sergej Prokofieffs "Zeitreisen" nach dieser Stellungsnahme umfänglich abgedruckt wird. Zugleich wird vorher Prokofieff gewürdigt und aus seiner Vorstandsarbeit verabschiedet. Außerdem fühlt sich Bodo von Plato veranlaßt, seine nicht konfliktfreie frühere Haltung gegenüber Prokofieff zu erklären. Die "spirituellen" Konflikte nehmen gegenüber den sachbezogenen Themen, den personellen Erneuerungen und weltweiten Initiativen trotz der angestrebten Neutralität doch einen erheblichen Raum innerhalb der diesjährigen Generalversammlung ein. 

Obiges Zitat im deutschen Original 

Kommentare

  1. Es ist insofern ein besonderes Papier, da bekannte Persönlichkeiten so unmittelbar "sprechen", die englische Sprache ihren eigenen Klang hat, mehr Raum gibt und doch versprenkelt fast ohnmächtige Versuche der "Weihnachtstagung" als Ankerpunkt, doch nirgends Steiners Bekenntnis, der Impuls ist gescheitert. Wie ein Pol der (vergessen, unterdrückten, sogar verlogenen Vergangenheit) Ilussion, die in die Zukunft will, krampfhaft die Zerissenheit der Gegenwart zudeckt, Hoffnung geben will einer Ganzheit, sich vorgaukelnde Esoeterik:

    "new Goetheanum Leadership Group".

    Der Begriff taucht an verschiedenen Stellen auf. Ist es ein Kunstgriff in der Esoterik, eine Verfielfältigung der Projektion auf Steiner, als hoffnende Lösung des esoterischen Gespaltenseins. - Es wirkt als erster Klang, beim ersten Lesen, muß vertieft werden. Oft zählt der erste Eindruck, in der menschlichen Begegnung, es genügt nicht, zählt.

    Will hier nicht die verdichtende Athmosphäre des Südens aufzeigen, die wie eine außergewöhnliche eigene Dynamik anthroposophischen Karmas sich bildet. Von Regensburg soll 2014 ein "politisches Christentum" ausgehen, ganz neue Begriffe, neu gestalete Symbole... ...und krampfhaft verteidigen deutsche Muslime das Symbol in München, im Raum.

    Dies hingestellt als offene Realität, die Vorträge Steiners, seine Inhalte sich in Menschen gestaltend, wie ein herausbrechendes Bemühen, der denkende zukünftige Buddha, das Bemühen von Junko Althaus, die Sehnsucht nach verstehen, was vor sich geht.

    Mitten in (meinem Bemühen) ein Anruf, körperliche drohende Gewalt im Hintergrund, Not, zwei Menschen am Abgrund, Schläge, Streit, sich öffnende Seelen, soziale Verwicklungen... ...und doch, es ist nur das alte, neue Spiel von Kräften, die binden, lösen, ein Drama. Die Bitte an "Behörde"... ...sie wollen nicht kommen, um vor Ort im Vertrauen die soziale Situation zu besprochen, das "ICH" soll ins "Amt". Tatsächlich schwebt Gefahr, öffentliche Verantwortung, bildet sich ein Drama, wie am "Vatertag" geschehen, aufrüttelnd die Gemeinschaft.
    Ein "esoterisches Kunstwerk" so bildet sich mir der Begriff, nach dem englischen Text. Im Hintergrund ein großes Fragezeichen des Rechts. Wird der "Bogen" überspannt?!
    Es ensteht beim Schreiben erstmals ein Innenraum, der sich weit nach unten öffnet, wie ein vergessener Pol, nicht des Dunklen, nicht des Bösen, ein Raum der Vergangenheit der Menscheit, wie Millionen Augen, die mich anblicken, nicht vorwurfsvoll, nicht einmal fragend, es ist mehr ein Erstaunen der Zeit, irgendwie eine Sicherheit, die weit über Religion hinausgeht...

    "Verrat" formt neu:

    "new Goetheanum Leadership Group"

    Der (esoterische) Vorstand veröffentlichte 1995 eine Lüge und hat sich bis heute nicht bei mir gemeldet. Sie haben und werden Rudolf Steiner als Individuum stets verraten, zu seinen Lebzeiten und in der Zukunft, so sei es.

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  2. Nachtrag:

    es könnte scheinen, als sei "Verrat" zu hart formuliert, unbedacht vorgetragen, ja als wäre "Bitternis" eine Grundhaltung. Nein!

    Nach dem Erstellen findet sich diese interessante Nachricht:

    http://kath.net/news/41247

    Da war die Feststellung an der Universität Regensburg, der Festvortrag, den der neue Papst als "Professor" beging und der im Islam eine Welle der Gewalt hervorrief. Regensburg, die Brückenstadt zwischen Ost und West, ein scheinbar unbedachter Vortrag und nun soll der Rücktritt nach der Nachricht irgendwie bewußt gewählt sein, für die Märtyrer, die nun heilig gesprochen werden, die angeblich unverwesten, mystischen 800 Leiber... . Die Brücke zu Steiner, seinem Lehrer Albertus Magnus, der dann inkarnierten Marie Steiner, die Umarmung in der Gegenwart, da Muslime das Kruzifix in München retten wollen, es ist wie ein Kaleidoskop der Ereignisse, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

    Gibt es da eine klare Aussage der "New Leadership" am Goetheanum. Klare Worte wie Steiner sie zum Islam aussprach, zur Katholischen Kirche, zu den führenden Priestern, welche alles versuchen werden, das neue Hellsehen zu unterdrücken. Wo sind die klaren Worte der neuen Leader, wenn der neue Papst weiterhin nur "Schafe" wünscht. Scharfe Worte sprach Steiner zu seiner Zeit, wir können sie nachlesen... ...in seinem Sinne geistiger Unterscheidung gilt mein erlebtes Wort von "Verrat". Es war Verrat, die Christus ans Kreuz schlagen ließ. Die Geschichte der Menschheit ist immer auch eine Geschichte des Verrats.....

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  3. Man soll zwei Sachen von einander unterscheiden: die Frage wie man das Stigmatisationsereignis beurteilt, und das Verhalten des Vorstandes bei der Herausgabe von "Zeitreisen."
    Die erste Frage ist vom Vorstand schon vorher beantwortet. Im Brief vom 28. Oktober 2010 erklärt der AAG Vorstand dass man die ablehnende Meinung über Stigmatisation von Herrn Prokofieff teilt.
    Die zweite Frage betrifft die Art und Weise der Argumentation im Buch "Zeitreisen". Der Autor dieses Buches demonisiert Frau von Halle durch sie bestimmte demonische Aussagen in den Mund zu legen die sie nicht gesprochen hat. Da kann man sprechen von Betrug und Verleumdung. Der Vorstand soll sich davon nach meiner Meinung distanzieren. Hier geht es nicht um Meinungen, sondern um Moralität.

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    1. Lieber Herr Steinbuch, die Formulierung "regret when the inevitable spiritual discourse leads to the disparagement of individuals and to polarization" deutet darauf hin (denke ich jedenfalls), dass die Einseitigkeiten von beiden streitenden Parteien ausgehen. Die eigentliche Arbeit der Anthroposophischen Gesellschaft wird durch die auch von JvH betrieben Polarisation nicht unterstützt, sondern potentiell in wiederum, angesichts der Geschichte der Gesellschaft, drohende Zerwürfnisse und Spaltungen bedroht; im übrigen in der Öffentlichkeit auch der Lächerlichkeit preisgegeben. Auch der Offene Brief, der inhaltlich und sachlich verständlich sein mag, fördert nicht gerade die Kooperation. Die "spirituellen" Anliegen, die beide Parteien empfinden mögen, sehen von außen betrachtet wie Kasperle- Theater um Einfluss- Sphären aus. Das ist kein "spirituelles" Anliegen, sondern Vormacht- Politik im anthroposophischen Sandkasten.

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    2. Ich bin nicht ganz sicher, dass es Sinn hat, darüber am internet zu diskutieren, aber es ist ganz klar, dass es von Herr Prokoffiev's Seite um eine sektierische Machtspiel geht (oder ging), während JvH - contrar zu Prokoffj. Behauptungen - gar keine Macht oder Autorität für sich beansprucht, sondern will nur, dass sie die Würde einen ganz normalen Mensch gegeben werde, trotz ihre Wundmale, weil es diese menschliche Würde verletzt, Sie und Ihre Schicksal so wie eines Ausstellungsobjekts zu Diskutieren, oder eben auch zu Verehren. (entschuldigung für die Fehlern).

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    3. "Das ist kein "spirituelles" Anliegen, sondern Vormacht- Politik im anthroposophischen Sandkasten."
      Lieber Michael,
      "anthroposophischen Sandkasten",
      das ist verkürzt ausgedrückt, was der dritte Beitrag (von mir) ausdrückte, der im "Großen Saal" im Goetheanum spielte.... ...Du hast letztlich den Inhalt verkürzt sachlich korrekt wiedergegeben, deswegen ist es nicht mehr notwendig die "Sandkastenspieler" aufzuzeigen. Ich jedenfalls spielte in der Kindheit gerne im Sandkasten...

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    4. Ich vermisse irgendwie den Wolfgang. Wo ist er denn?

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  4. "Der junge Schiller-Fan verteidigt sich mit Zitaten des Freiheitsdichters und weigert sich, seinen Fluchtversuch zu gestehen. Das reicht für eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie Pfaffenrode. Hull kann nur noch ausrufen: "Nicht ich bin krank, dieses Land ist es." Soeben erschien "Die Schillergruft" in einer erweiterten Neuherausgabe. Über seine Beweggründe befragt, sagt der Autor schlicht: "Ich hatte damals zwei Kapitel vergessen.""

    http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Neu-aufgelegt-und-praemiert-Hultenreichs-Die-Schillergruft-767201466

    Irgendwie wird es immer klarer, das Bild von Jelle van der Meulen

    Wäre es nicht an der Zeit, "die Leader" laden uns alle in den Großen Saal ins Goetheanum... ..."open End", als Moderator der Inkarnationsforscher Suhrmann aus Berlin, er kennt Judith von Halle, Peter Tradowsky die Berliner Situation. Herr Gronbach hält eine Meditationssession, Ingrid singt ein Lied und Herr Lichte spricht mit Herrn Zander, warum sie sich so sehr für Rudolf Steiner und sein Werk einsetzen... ...am Ende stellen sich alle wiederinkarnierten Steiner vor, Herr Keimeyer wird auf die Bühne gerollt und gibt die letzten Durchgaben von Christus durch.... ...alles live inm Internet mitzuerleben.... ...am Ende ändern die Piraten das esoterische Schulschiff, Goethe meldet sich... ...der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, die Mauern der Psychiatrie fallen, die herumschleichenden Wesen (nach Steiner) verkrümmeln sich, die Uniformträger mauern nicht länger.....

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  5. Ein bisschen merkwürdig ist die Formulierung: ‘The Executive Council and the Collegium of the School for Spiritual Science have only just learned about the title and content of Sergei Prokofieff’s book “Zeitreisen – ein Gegenbild anthroposophischer Geistesforschung” which was published in German just before Easter 2013 and concerns Judith von Halle and her publications.’
    Im Buch selber steht aber auf S. 4: ‘Grundlage dieser Darstellung bildet das Referat zum selben Thema, das ich am 24. November 2010 im Goetheanum auf Anfrage des Hochschulkollegiums in dessen Kreis gehalten habe.’

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  6. „New Leadership“ bezieht sich wohl auf die im vorigen Jahr neu gebildete Goetheanum-Leitung.

    ---

    Ich habe Sergej O. Prokofieffs „Zeitreisen“ inzwischen gelesen; es scheinen mir doch einige Mißverständnisse darin zu sein...
    Übrigens wundert es mich, daß diese Reaktion des Vorstands nicht auch auf Deutsch im Netz ist.

    :-) Lieber Ernst, danke, daß Du auch mich eingeladen hast zu dieser „Session“! Ich fange schon mal an zu überlegen, welches Lied sich dafür eignen könnte... vielleicht Ich weiß nicht, was soll es bedeuten...?

    Herzlichen Gruß in die Runde,
    Ingrid

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    1. Doch, Ingrid, sie ist auf Deutsch zu finden, auf Seite 18 der folgenden PDF: http://www.goetheanum.org/fileadmin/AWW/awd/AWD2013_05.pdf

      Grüße,
      Christoph

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    2. Liebe Ingrid, - in Prokofieffs "zeitreisen" sind mehr als "einige Mißverständnisse" darin, siehe z.B.:
      www.egoisten.de/styled-13/styled-33/styled-46/index.html

      Um klarer zu sehen, wie der Mann arbeitet, sollte man JvHs neues Buch über A.K.Emmerick lesen. Die ersten 60 Seiten sind Prokofieff gewidmet...(und auch danach wird er noch immer wieder erwähnt. Und auch das Schlußwort des Buches ist sehr aufschlußreich! Durch das Buch lernt man erstens mal natürlich A.K.E. gut kennen - wie noch nie bisher von jemandem. Aber man lernt auch Prokofieff und seine Arbeitsweise kennen - und natürlich die von Judith von Halle. Und man lernt einiges über "das Phantom" kennen...- ich kanns nur empfehlen - man lernt dabei auch, wie ein echter Geisteswissenschaftler gewissenhaft arbeitet...- herzlich, Wolfgang

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  7. Liebe Ingrid,
    Diese Reaktion des Vorstands existiert auch auf Deutsch, nur nicht im Netz. Ich bezweifle ob die Englische Version auch offiziell im Netz veröffentlicht ist. Michael hat nur die Englische Ausgabe von ‘Anthroposophy Worldwide’ (nur für Mitglieder) integral aufgenommen; das ist eine Übersetzung von ‘Anthroposophie weltweit’, die deutschsprachige Ausgabe. Ich weiss nicht ob es eine legale Aktion von Michael ist.

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    1. "Ich weiss nicht ob es eine legale Aktion von Michael ist."

      Heute meldete sich ein amtierender Verfassungsrichter und mahnte die Gesetzgeber an, die Videoübertragungen aus Gerichtssälen zu "legalisieren". Er betonte, wie wichtig in der modernen Zeit, der Gegenwart die Videoübertragung sei. Als die "Gesetze" formuliert wurden, gab es eben die Technik nicht.

      In diesem Sinne der Notwendigkeit des modernen Rechts (welches ein Anliegen Rudolf Steiners war, in einem ganz dickes Buch zu seinem Leben steht eine mündliche Überlieferung, das Recht sei die Höchste Form der Kunst, weil sie direkt mit dem Leben der Menschen zu tun hat) handelte Michael intuitiv richtig. Zuerst erschien ja meine ernstgemeinte satirische Beschreibung nicht, dachte, vielleicht weil ich Ingrid mit "einlud" (danke Dir für Deine künstlerische Reaktion, das Lied passt mit seiner Melodie wunderbar), oder weil der doch ernstzunehmende Herr Keimeyer vielleicht gar nicht mehr lebt, oder Herr Suhrmann, der seinen prophetischen Tode nun über Monate überlebt (fallst Du mitliest, Herzlichen Glückwunsch, Deine letzte Rundmail ist in der Kürze so treffend)..... ...aber es passt ja, was Herr Dr. Manfred Krüger, einer meiner Paten der Mitgliedschaft mir sagte: "wir sitzen alle in einem Boot"... ...also, es ist vollkommen "legal" was hier geschieht, das wüde sogar der Anwalt Herr Strate so sehen, der nach Meinung Dritter seine Schriftsätze illegal veröffentlicht, aber sogar Prof. Müller (Strafrecht) formulierte öffentlich, er weiß, was er tut. Also "Recht" formt sich nun aus dem Leben ganz neu und da sind sie halt alle Traditionalisten "verblüfft", was sich da mit der neuen Technik ereignet.... ...Komme gerade aus einer privat-öffentlich "Session", einer stattgefundenen sog. "esoterischen".. es geschieht viel mehr, als sich der "Vorstand" erträumen zu trauen wagte... Danke für den Seelen-Mut der Anwesenden....

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    2. Lieber Michel, ich habe es als Link im Netz gefunden, und es ist weder geschützt noch explizit intern, und Mysterienverrat ist es auch nicht. Ich bin im übrigen Mitglied. Ich habe einen weiteren Beitrag dazu aber zurück gezogen.

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    3. Lieber Herr Seler,
      Natürlich ist es richtig, was Michael tat (jetzt hat er es leider wieder weggenommen). Aber ‘recht’ kann man nur geben, nicht nehmen. Das ist eine wesentliche Unterscheidung. Ich weiss nicht ob die Inhaber ihm das auch gegeben haben.

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    4. Also bitte, Michel. Bis vor kurzem hast Du gern ganze Artikel Anderer in Deinem Blog publiziert, und Da gab es Beschwerden oder Anfragen, wie ich so etwas finde. In diesem ganzen Beitrag hier wollte ich in guter Absicht mit deeskalieren, keinesfalls der "Bad Boy" sein, der Rechte Anderer verletzt.

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    5. Aber das ist ja klar, Michael! Es ist auch richtig das zu tun, in dieser Umgebung. Ich selber habe ja immer auch ganze Artikel aus diesem ‘Weltweit’ veröffentlicht. Ich war nur ein bisschen erstaunt das ganze hier zum Download angeboten zu finden. Das habe ich mich niemals getraut. (Ich hoffe das Du hier auch Deine neueste Beitrag von heute wieder aufnimmst. Das sind einleuchtende Sachen.)

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    6. Ach, erst jetzt sehe ich Deine Reaktion von 18:11. Wenn es schon als Link im Netz existiert und gefunden werden kann, ist es natürlich sofort öffentlich (aus dem URL kann ich das aber nicht ableiten). Ich kann nur via einen Passwort zu dieser Ausgabe kommen. Aber ich würde Dir gleich jeder Recht zustehen, es publizieren zu dürfen. Nur ist das nicht meine Kompetenz...

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    7. Lieber Herr Gastkemper,
      während eine Antwort aufgesetzt wurde, hat Michael schon veröffentlicht. Vielleicht haben Sie mitbekommen, wie ich mich - auf meine Art - für das Schicksal des Schülers einer Rudolf Steiner Schule, für Herrn Mollath einsetze.
      Jemand hat "illegal" einen internen Prüfungsbericht einer Bank der SZ zugesteckt, erst dieses "gestohlene Recht" (also illegal) verhilft nun, das Gerichtsverfahren neu aufzurollen. Der Anwalt Herr Strate hat nach Meinung vieler Dritter illegal etwa den Wiederaufnahmeantrag der Staatsanwaltschaft Regensburg ins Internet gestellt. Daraus geht hervor - eindeutig - wie vor zwei Jahren Richter des LG Regensburg "zu unrecht" /so die Staatsanwaltschaft (also illegal)/ eine Zeugenaussge, welche Herrn Mollath entlastet, in einen Wiederaufnahmeantrag "verwandelte" und als "unzulässig" abschmetterte. All die nun offenbaren Machenschaften, Herr Strate spricht von richterlichen Rechtsbeugungen, mußten öffentlich werden, ansonsten würden die existierenden "Verdrahtungen" zwischen Politik und Justiz das begangene Unrecht an Herrn Mollath weiter decken. Es können also Situation des Lebens eintreten, wo Rechte Dritter verletzt werden dürfen, soz. ein Widerstandsrecht, das vom Grundgesetz sogar gedeckt wird. Ich habe den Vorstand in Dornach schon vor Jahren der Lüge bezichtigt, ich stehe dazu, kann es belegen. Bei aller auch berechtigter Kritik an Steiner, "feige" war er nicht. Von einem gewissen Gesichtspunkt - da Michael das Wort "Mysterienverrat" vewendet, ist zu fragen, war Steiner so naiv, wenn er wußte, er wußte es, daß seine Mitgliedervorträge mitgeschrieben werden (die Katholische Kirche war schließlich interessiert, was da vor sich geht) daß er letztlich "Mysterienverrat" beging, also bisheriges Recht verletzte, weil er weiter Dinge mitteilte, von denen er wußte, sie gehen an die allgemeine Öffentlichkeit.. ...letztlich unser jetziges Schicksal. Michael hat "zu Recht" erkannt, es geht um "Macht". Hierzu gibt es ja auch einen Hinweis Steiners, wie gezielt esoterisches Wissen veröffentlicht wird... ..weil dann die Leute letztlich von diesem Wissen "vergewaltigt" (mein drastisches Wort) werden. Doch jetzt sind wir erwachsen, brauchen weder "Thron", noch "Altar". "Dornach" ist irgendwie noch "Thron" und "Altar" zu gleicher Zeit. Wer die Austrittsargumente bekannter Anthroposophen liest... ... . (ich bin noch Mitglied, nicht ausgetreten, erhielt bis jetzt keinen Ausschlußbeschluß. Wobei Herr Wilfried Heidt mir im persönlichen Gespräch mitteilte, er würde mir helfen, einen solchen anzufechten - was ich aber nie tun würde ...eben "Sandkastenspiele"... ) ahnt, der Vorstand will die offene Krise nicht erkennen. Herr Ramon Brüll gab einmal die Anregung der Auflösung der AAG. Sie werden es nicht schaffen, zu selbstverliebt wird das esoterische Sandkastenspiel in Dornach weiter gespielt. Die Früchte wie das Schicksal von Herrn Keimeyer, oder das von Frau Halle sprechen für sich. Der "Bad Boy", das ist meine Person, das erzählte mir einst Herr Michael-Heinen Anders. Den Mut, mir zu sagen, warum und weshalb, den haben die Leute nicht. Sie spielen halt auf ihre Weise ihr Christus-Mysterienspiel...

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    8. Ich habe es aus der Facebook Gruppe Anthroposophy mit 1800 Mitgliedern: https://www.facebook.com/groups/anthroposophy/10151635521557491/?ref=notif&notif_t=group_activity

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    9. Lieber Herr Seler, hier sind Sie kein Bad Boy.

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    10. "Der "Bad Boy", das ist meine Person, das erzählte mir einst Herr Michael-Heinen Anders."

      Herr Anders rief mich vorhin an, bat, nochmals zu verdeutlichen, er habe das "erzählt", also das, was in in den Räumen der Anthroposophischen Gesellschaft in Köln gesprochen wurde (war neue Information für mich), wiedergegeben.

      Wobei er es nicht von Hörensagen kennt, sondern direkt von der Person erfuhr, die das in Köln verbreitet hat (Name ist mir jetzt bekannt).

      Herr Anders betont, daß er sich nicht dieser Meinung anschließt.

      Karmisch mag dann interessant sein, wenn bei Herrn Jelle van der Meulen in Köln das Geistige Bild auftauchte, was inhaltlich ja eine gewisse Korrektur der erzählten Geschichten ist.




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    11. Lieber Herr Seler,
      Ich betrachte dieses Thema lieber ein bisschen nüchtern und möchte mich dabei möglichst auf Fakten beschränken. (Also kein Mysterienverrat, Machtkampf und solche Sachen.) Am liebsten wäre es mir, wenn die Anthroposophy Worldwide und Anthroposophie Weltweit öffentlich zugänglich sein würden. Das sind sie aber nicht, sie sind mehr oder weniger halb-öffentlich. Sie sind vor allem da für Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft, auch im Internet, um ein mehr globales Bewusstsein zu wecken. Ich bin selber seit einem Jahr Mitglied des Vorstands der Anthroposophischen Gesellschaft in den Niederlanden, und finde es auch in diesen Funktion wichtig das dieser Intention gefolgt wird. So offen und transparant möglich, das ist wie der Anthroposophischen Gesellschaft meiner Meinung nach sein müsste, ebenso wie ihre Publikationsorganen. Aber es ist da auch noch einen wirtschaftlichen Komponente. Wie wird so etwas wie Anthroposophie Weltweit bezahlt? Doch nur durch die Mitglieder. (Die Kosten für Abdrucken und Distribution können übrigens erheblich sinken wenn man sie via Internet bekommt.) Davon her rührte meine Frage an Michael, ob seiner Bereitstellung zum Download ein legale Aktion war. Damit war keineswegs etwas normatives gemeint, auch keine Drohung oder Rechtsstreitsfrage, nur eine offene Frage von mir persönlich, und gar nicht als Vorstandsmitglied. Es konnte sein das er dazu Zustimmung gefragt hatte und ihm die auch gegeben war. Aber warum denn auf Englisch, und nicht auf Deutsch? Ingrid fragte nach den deutschen Version der Stellungnahme des Vorstands und wunderte warum diese nicht im Netz ist. Das war die Ausgangslage. Ich versuchte diese Sache ein wenig zu klären.
      Ich verstehe das ihm der Link via einer geschlossene Facebookgroup zugekommen ist. Na ja, gut, so gehen solche Sachen im Internet-Zeitalter. Daraus müssen wir kein problem machen. Dieser Blog ist seine persönliche, sehr wertvolle Initiative, der lebt von seinen persönlichen Interessen und Aktivitäten. Damit ist er erfolgreich, er erreicht viele Menschen, und das ist auch im Interesse der Anthroposophie und der Anthroposophischen Gesellschaft.
      Ausserdem ist Michael ausgesprochenermassen bemüht in dieser bestimmten Sache zu de-eskalieren, das ist seit einiger Zeit ganz klar, und sehr zu begrüssen. Mit polarisieren und demonisieren kommen wir nicht weiter. Aber klarheit ist natürlich sehr wohl gewünscht, und einen fairen Austausch und Auseinandersetzung. Dazu gehört was Michael hier publiziert, auch wenn er hier Stellen oder Teile aus Anthroposophie Weltweit veröffentlicht und Kommentar dazu gibt. Das ist auf seine eigene Verantwortung, und das ist, was mir anbelangt, ganz gut, damit bin ich völlig einverstanden. So habe ich es auf meinen Blog auch immer gehandhabt. Ich hoffe darum auch das Michael seinen weiteren Beitrag von gestern, das er zurückgezogen hat, wieder veröffentlicht.

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  8. Eine "inevitable spiritual discourse" konnte schon nur deshalb nicht stattfinden, weil es eben kein Diskurs ist, wenn ein Mensch spricht, und der andere "antwortet" so: "Du bist dumm und böse, du kannst nicht richtig denken, und ich will dich überhaupt nicht sehen". Es passierte tatsachlich so. Ist es ein wunder, dass es zu " disparagement of individuals and to polarization" führt? Warum kann der Vostand diese einfache Tatsache nicht sehen?

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  9. EM: Wissen dann noch immer nicht dass der Vorstand am Goetheanum immer recht hat? Die Mitglieder sollen schweigen.

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  10. Em; Entschuldigung! Es muss sein: "Wissen Sie dann noch immer nicht dass der Vorstand...usw.".
    Was ist der Hintergrund dieses Geschehens?
    Der Vorstand der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland hat sich entschieden um mit Frau von Halle zu einer "Normalisierung" zu kommen. Das ist klar ausgesprochen während des Treffens in Essen am 8. Dezember 2012. Dabei war ich auch anwesend.
    Was woll die Goetheanumleitung jetzt machen?
    Ist das Buch "Zeitreisen" ein Versuch um dieses Normalisieringsprozess zu frustrieren?
    Woll der AAG Vorstand ihre heutige Ausgrenzungspolitik weiterführen, oder woll sie im Zukunft auch mehr Toleranzbereitschaft zeigen?

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  11. Rob: ich bin mit Ihnen einverstanden. wahrscheinlich will der Vorstand nicht konfrontieren mit Herr Pr. , es ist "ruhiger" dann, aber doch auch ungeklärt und falsch. Sie wollen nicht Prok.'s vorurteile stören, weil er in ihren kreis sitzt, und achten Frau von Halle's würde nicht, weil sie "draussen" ist. Das ist schade und traurig.

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  12. Lieber Wolfgang,

    ich habe JvHs AKE-Buch zu Hause, habe aber bereits nach den ersten Seiten wieder zu lesen aufgehört, gerade weil JvH sie, wie Du sagst, „Prokofieff gewidmet“ hat. Ich finde es zwar sehr begreiflich, aber auch wirklich schade, daß in einem Buch über AKE so viel die Rede ist von den derzeitigen unerfreulichen Auseinandersetzungen.
    Und ich möchte mir, unbeeinflußt von allem, was JvH dazu zu sagen hat (und auch unbeeinflußt von Deiner „Rezension“, die ich, ehrlich gesagt, eher als „Streitschrift“ empfinde denn als Rezension), zunächst selber ein Bild davon machen, wo SOP meiner Ansicht nach das, was JvH veröffentlicht hat, mißversteht.
    Daher lese ich jetzt zuerst einmal „Und wäre Er nicht auferstanden...“


    Und nun möchte ich hier die Bitte wiederholen, die Virginia Sease in „Anthroposophie Weltweit“ ausspricht:
    »Meine Bitte ist, dass wir weder durch eventuelle Kritik noch durch unsere Begeisterung eine 'Wolke' um ihn herum bilden. Denn auch eine allzu übermäßige Begeisterung verhindert manchen Menschen einen Zugang. Mein Wunsch ist, dass wir unsere Begeisterung nach innen bringen – mit dem Willen, weiter an Anthroposophie zu arbeiten, anhand der Hilfen, die wir von Sergej Prokofieff haben. Das ist nur ein kleiner Dank.«

    Ich finde, in diesen Sätzen könnte man statt „ihn“ und „Sergej Prokofieff“ genausogut auch „sie“ und „Judith von Halle“ setzen.
    Die Bitte hätte dieselbe Berechtigung.

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

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    1. Liebe Ingrid,
      woran machst Du konkret "anhand der Hilfen, die wir von Sergej Prokofieff haben. Das ist nur ein kleiner Dank.« ", fest, wenn Du den Namen von Prokfieff mit "Judith von Halle" ersetzt. Wo "Hilfe"
      Natürlich muß objektiv, dies als Vorraussetzung, auch hinterfragt werden, wo Herr Prokofieff konkret eine "Hilfe" gibt, das verlangt die Fairneß für sich.
      Wenn Du den Namen austauscht, also "Hilfe" bei Frau Halle annimmst, eigentlich ist es ein theoretisches hinstellen, dann muß solches auch begründet werden. Vielleicht äußerst Du Dich, wenn Du das Buch gelesen hast. Mir signalisierte an einigen Stellen, wie sich etwas fehlentwickelt, mir intuitiv klar wurde, das ist das Einsteigemittel, um weitere Bücher zu produzieren.
      Ich will hier nicht die Dinge wiederholen, welche ich von Herrn Suhrmann als doch unmittelbar Beteiligten erfuhr. Ich hatte Herrn Surhmann aufgefordert, die Dinge, die er mir sagte, öffentlich zu machen, denn er hatte Beweise, die er mir nannte, die ich natürlich nicht hier bringe. Doch andeutungsweise ist das in dem Bericht der Wahrheitsfindungskommission nachzulesen, letzten Endes waren diese Dinge auch verheerende Umstände um Rudolf Steiner, da wo dann Marie Steiner in ihrer Eifersucht das ganze Werk Steiners zu zerstören drohte, eben ganz so, wie Steiner das so drastisch selbst formulierte. Wir haben eben diese Aussagen Steiners. Es ist also die "Wolke" das Problem was vom Vorstand selbst ausgeht, wie künstlich.
      Ich war in letzter Zeit sehr mit Problemen hier mit der Sterbeglocke beschäftigt, die durch ihren Klang, ihren Mißbrauch irgendwie Unheil verbreitet (innere Wahrnehmung). Nun bin ich mit den Behörden in Verhandlungen, weil neben der Debatten um den Gerichtssaal sich auch die Glockenfrage dann verbreitet. Als Musikerin könntest du sicherlich vermitteln, da nun sogar ein Nachbar mir sagte, wie schlimm der Klang sei und sie hätten die Glocke vom Glockenturm, errichtet auf einem Schwarzbau, dann illegal legalisiert, heruntergeholt, wenn sie weiter um 6 Uhr früh geläutet hätte. Sie läutet jetzt mittags und abends.
      Dies, da neben den scheinbar-realen Bemühungen der "Kittung" (Vorstand) ein Konflikt auch ausgetragen werden muß.
      Mich erreichte gestern abend ein Hilfe-Notruf: "wenn Du mich verlässt, töte ich Dich", so die weibliche Bekannte, es sagte ihr Freund und ich stehe davor, Vertrauen in das Handeln von Behörden abzutasten, oder nur zuzuschauen. Das Gespräch endete mit "ich habe Angst".
      Da wäre "Hilfe" notwendig und natürlich versuche ich mich richtig zu verhalten.
      Schaue ich mir nun die Situation der AAG an: sie bewegen sich eigentlich nur in Wolken, gegenseitigen, gemeinsamen Wolken, Wirtschaftswolken, Schulwolken, alles schön anzuschauen, wir-kl-ich, ein Wunderwerk der Baukunst, der Bewegungskunst, der Sprachkunst... ...und doch eine große, große Wolke. Will hier ein Bekenntnis machen: es erschütterte mich zutiefst, wie ich von einem ehemaligen Waldorfschullehrer erfuhr, es war soz. "Sport" unter den männlichen Waldorflehrern, wer die meisten "Waldorfmütter" "umgelegt" hat.
      Das ist eine "Wolke", die hinter dem äußeren Schein der Esoterik lebt.

      Frau Halle besuchte, besprach sich mit Herrn Keimeyer, Frau Reinstein besuchte Herrn Keimeyer.... ... es wurde versäumt, Gedankenklarheit walten zu lassen. Wer, wie Frau Halle verkündet, ihr Leser dürft glauben, Christus spricht durch mich direkt Euch an... wurde falsch beraten, will eine Wolke offensichtlich bewußt erzeugen und hat Menschen an sich in ehrfurchtsvoller Verehrung gebunden. Herr Suhrmann distanzierte sich gegenüber mir von den weiteren Büchern von Frau Halle. Das erste Buch schickte er mir zu... ...nur dadurch ist mir das Problem bewußt geworden, das nun eben in den Vorstand einzog..... .

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    2. Liebe Ingrid,
      ich fände es allein schon gut, wenn man alle Mitglieder zeitig aufmerksam machen würde, wenn es wichtige Versammlungen gibt, damit jeder die Möglichkeit hat, teilzunehmen...
      Das wäre eine große Hilfe...

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    3. Lieber Ernst,

      »woran machst Du konkret "anhand der Hilfen, die wir von Sergej Prokofieff haben. Das ist nur ein kleiner Dank.« ", fest, wenn Du den Namen von Prokfieff mit "Judith von Halle" ersetzt. Wo „Hilfe“
      Natürlich muß objektiv, dies als Vorraussetzung, auch hinterfragt werden, wo Herr Prokofieff konkret eine "Hilfe" gibt, das verlangt die Fairneß für sich.«


      Zuerst zu Deiner zweiten Frage:
      Ich habe Virginia Sease zitiert, sie geht offenbar davon aus, daß Prokofieffs Schriften und Vorträge in den vergangenen Jahrzehnten für viele Menschen eine Hilfe waren und bis heute sind.

      Selber habe ich bisher noch nicht viel von Prokofieff gelesen.
      Aber ich kann dennoch, ohne viel überlegen zu müssen, schon jetzt zwei Beispiele nennen, in denen etwas, was er geschrieben hat, mir eine Hilfe ist:

      Sergej O. Prokofieffs Vortrag „Die Esoterik im östlichen Christentum“ (in „Esoterik der Weltreligionen“, Verlag am Goetheanum, Hrsg. Virgina Sease) beginnt mit den Worten:
      »Mit jeder wirklichen Entwicklung sind auch Prüfungen verbunden, manchmal Schwierigkeiten oder sogar Trennungen. Die wichtigste Frage aber ist, wie man mit solchen Hindernissen umgeht. Denn Schwierigkeiten können die Entwicklung vorwärtsbringen oder zurückhalten.
      Es gibt ein Grundgesetz der Evolution, von Goethe formuliert, das besagt, daß jede Entwicklung als treibende Kraft die zwei Elemente Polarität und Steigerung hat. Eine Steigerung, die aus Polaritäten entsteht, setzt eine Metamorphose voraus. Und wo dieses Prinzip der Metamorphose wirkt, dort können auch Polaritäten förderlich sein.«
      Es ist wohl leicht einzusehen, inwiefern man gerade in der derzeitigen Situation diese Worte als Hilfe empfinden kann.

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    4. Die zweite Stelle, die ich zitieren möchte, steht - man höre und staune - in Prokofieffs „Zeitreisen“-Buch.
      Sie beginnt damit, daß »im Johannes-Evangelium aus dem Munde Johannes des Täufers bezeugt wird: «Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt« (Joh 1,29). Damit ist auf das Geheimnis hingedeutet, dass Christus durch seine Opfertat auf Golgatha nicht die persönlichen Sünden der Menschen, die im Laufe der Entwicklung durch das Gesetz des Karmas ausgeglichen werden müssen, auf sich nahm, sondern die objektiven Folgen der menschlichen Fehler für die gesamte weitere Evolution der Erde und des Kosmos («der Welt»).
      Dieses Thema arbeitet Rudolf Steiner in seinem Vortrag vom 15.Juli 1914 (GA 155) auf wunderbare Wiese aus. Seiner Darstellung nach muss man, um das Gesetz des Karmas überhaupt mit dem Erlösungsgedanken vereinbaren zu können, das persönliche Karma eines Menschen von den objektiven Folgen, welche für die Weltentwicklung daraus hervorgehen, klar trennen.«
      Und Prokofieff schildert nun, wie jeder Mensch spätestens nach seinem Tode erkennen wird, daß er sich durch seine „schlechten Taten“ immer unvollkommener gemacht hat, und wie er das tiefe Verlangen haben wird, diese Taten in einem nächsten Erdenleben auszugleichen. Es käme, von dieser Seite aus gesehen, geradezu einer Grausamkeit gleich, dem Menschen die Möglichkeit dazu zu nehmen (indem man „Vergebung der Sünden“ so begreift, wie es in der katholischen Kirche üblicherweise der Fall ist...).

      »Die objektiven Schäden jedoch, die er der Welt mit all seinen schlechten Taten zugefügt hat und die seitdem objektiv in ihr existieren, können nicht auf diese Weise ausgeglichen werden. Dazu benötigt der Mensch die Hilfe des Christus, der in diesem höheren Sinne eben «die Sünden der Welt» auf sich nimmt. Hätte Christus diese Opfertat der Verbindung mit den objektiven Folgen des Menschheitskarmas nicht vollbracht, so könnte die Menschheit das Ziel ihrer Entwicklung niemals erreichen – und mit ihr auch nicht die Erde. […] Darin liegt eben der entscheidende Unterschied: Dass Christus die objektiven Folgen der Sünden der Menschen auf sich nimmt, ist nicht eine karmische, sondern eine kosmische Tat!«

      Das war für mich persönlich eine ganz unmittelbare Hilfe: ich singe an vielen Sonntagen im Jahr die Sopransoli in den feierlichen Hochämtern der großen Wiener (katholischen) Kirchen. Oft sind mir dabei auch die Worte „Agnus Dei, qui tollis peccata mundi“ anvertraut – und bisher war das für mich stets eine „dunkle“ Stelle, voll Trauer (Mit-leiden mit Christus) und auch „Unbehagen“ (wegen der oben erwähnten „Grausamkeit“).
      Diese Darstellung Prokofieffs aber bewirkt, daß ich das „Licht“ in diesen Worten sehen kann – ich singe es seither ganz anders.

      Freilich hätte ich davon auch bei Rudolf Steiner lesen können. Aber es hätte wohl noch Jahre gedauert, bis ich auf den Gedanken gekommen wäre, mir diesen Vortrag aus GA 155 näher anzusehen.

      Außerdem haben sich für mich noch andere Gedanken daran angeschlossen. Ich bin inzwischen davon überzeugt:
      Wenn man davon spricht, Rudolf Steiner habe „das Karma der Gesellschaft auf sich genommen“, dann handelt es sich auch dabei nicht um das persönliche Karma jedes einzelnen Mitglieds. Sondern es geht um die objektiven Folgen, die deshalb in der Welt sind, weil Rudolf Steiner diese Gründung vorgenommen hat.
      Ja. Auch das ist für mich eindeutig eine Hilfe!

      Zu Deiner ersten Frage, inwiefern etwas, das Judith von Halle geschrieben hat, jemandem eine Hilfe sein kann, antworte ich Dir noch – ich will auch dazu zwei Beispiele geben (und weiß auch schon, welche), möchte aber erst noch ihr Buch, das ich gerade lese, fertiglesen.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    5. Liebe Ingrid,
      wenn es sich bei diesen Folgen um die anthroposophischen Institutionen handelt, dann gehört aber auch dazu dass diese WOLLEN, dass man sich für ihr Karma interessiert, und daran mitarbeitet dass es gut wird oder bleibt.
      Es sind ja immer zwei Seiten, und eben nicht nur eine einzige.

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  13. Ich denke, dass man erst dann wirklich wird weiterkommen können, wenn man sieht, was sich hier streitet denn wer.

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  14. Von Paul Celan:

    Fadensonnen
    über der grauschwarzen Ödnis.
    Ein baumhoher Gedanke
    greift sich den Lichtton:
    Es sind noch Lieder zu singen
    jenseits der Menschen

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  15. @ Ernst Seler, 13. Mai.
    Sie haben Frau von Halle wie folgt zitiert:
    "Christus spricht durch mich direkt Euch an". Dieses Zitat ist nicht korrekt.
    Die korrekte Fassung lautet:
    “Doch es ist stets Christus selbst, der Sie ganz persönlich – in Liebe – anspricht, wenn Sie sich mit diesem Stigmatisations-Ereignis auseinandersetzen, das innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft aufgetreten ist, indem Er durch Seine Gnade, durch die Lenkung und Stützung Ihres Karmas, Sie selbst zu Zeugen werden lässt von Seinem Gang durch die Erdenwelt, von Seiner Authentizität, von Seiner Allgegenwart“.
    Judith von Halle, Persönliche Erklärung (zur Stigmatisation) , Berlin 23. September 2004.



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    1. @Rob Steinbuch,
      mein freies Zitat ist inhaltlich korrekt
      und entstammt nicht der persönlichen Erklärung
      sondern ist in ihrem ersten Buche zu finden.

      Ihr Zitat kannte ich bis jetzt nicht.

      Kann aber nun Herrn Prokofieff ganz verstehen, wenn er sich gegen Frau Halle vehement ausschreibt. Kenne jedoch sein Buch, seinen Ton nicht.

      Die innere Konsequenz Ihres Zitates ist eine "Übernahme" der AAG durch Frau Halle, da sie den Anspruch erhebt, jedes Mitglied der AAG habe die Aufgabe sich mit ihrer Stigmatisati0n auseinanderzusetzen.

      Das wäre, von Christus, eine okkulte Nötigung an Frau Halle und an den MitgliederInnen der AAG.

      Wer den Satz nicht in seiner Realität erkennt (das Zitat von Frau Halle), dem ist eigentlich nicht zu helfen und es ist eigentlich schlimm für die AAG, daß es notwendig wurde, nun so vehement den okkulten Anspruch von Frau Halle zu demaskieren, wie es Herr Prokofieff versucht. Ich kenne sein Buch nicht.

      Da ich auf dem anderen thread nun von einem Vorstandsmitglied versehentlich oder bewußt als "missraten" bezeichnet werde, mag dies von einem Anhänger von Frau Halle geschehen sein. Der Erklärungsversuch von Herrn Eggert (er wechselte vor einiger Zeit wieder in die Sie-Ebene) hat keinen einzigen Ansatz an den Worten von Herrn Gastkemper. Da Herr Eggert auch nicht als Sprecher von Herrn Gastkemper auftritt, bleibt das Wort von Herrn Gastkemper nun so stehen. Ich bin momentan in Vorgänge eingebunden, die tatsächlich lebensbedrohlich sind, das Bild von Herrn Jelle van der Meulen stimmt, nur hat wohl Niemand begriffen, warum das Bild bei ihm sich eingestellt hat.

      Zu den Stigmatas gibt es insofern eine reale Fortsetzung, da ich zuerst las, ein Amtsrichter habe sich auf den Beschluß von 1995 in einem Schriftsatz berufen, an das Oberlandesgericht München. Höre vorhin ein Nebenkläger habe beantragt, das religiöse Symbol entfernen zu lassen. Ahne nun, warum in den letzten Tagen die Bild-Zeitung als einzige Zeitung bis jetzt auf einen Widerspruch hinwies, ein Widerspruch, der irgendwie symptomatisch in dem Zitat von Frau Halle zum Ausdruck kommt, als wolle Christus uns zwingen, die Nagelsymbole "anzuschauen"(mit ihnen zu beschäftigen). Nicht ein Symbol an der Wand, sondern wie eine okkulte Manifestation des Kruzifixes wandelt Frau Halle symbolisch durch den Anthroposophischen Raum, nicht an der Wand, sondern sprechend, die Menschen faszinierend. Die okkulte Übernahme durch die Katholische Kirche ist in vollem Gange, geistig gesehen.

      Immerhin spricht der Vorstand: "wenn im Zuge notwendiger geistiger Auseinandersetzungen"

      In diesem Sinne, danke für Ihr Zitat, es hat mir nun ganz die geistige Situation gezeigt, in der die AAG hineingeschlittert ist.

      Beim Durchlesen obigen Textes: mir ging es darum, kleinen Kindern das Symbol zu ersparen. Erst später las ich, Steiner habe hervorgehoben, Kinder sollen bis zur Geschlechtsreife das Symbol nicht sehen. Es wurde also von mir aus der Lebenssituation ein Hinweis Steiners verwirklicht. Da 1995 der Vorstand mich verleugnete und sich nicht öffentlich im Sinne von Steiner äußerte, damit zu einer Befriedung hätte beitragen können, kam nun neun Jahre nach 1995 der geistige Konflikt wie ein Bumerang zurück, nun mitten in den Vorstand hinein.

      Diese Erkenntnis wird mir nun durch das von Ihnen verwendete Zitat neu bewußt.


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    2. Reiche den nach meinem Beitrag gefundenen, Artikel nach:

      http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalz-bayern/artikel/gericht-soll-kreuz-abhaengen/914956/gericht-soll-kreuz-abhaengen.html

      Gerade das Bild zeigt drastisch den Konflikt, den Steiner selbst aufzeigte, als er klar darstellte, wie das Aufkommen des Kruzifixes in Europa das materielle Christentum begründete.

      Dieser Konflikt bricht nun ganz offen neu aus, auch in dem "Symbol" von Frau Halle, ihrem Anspruch, durch das Zitat.

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    3. Herr Seler, Sie sagen nun hiermit aus, dass die Konflikte, über die wir im Blog berichten, darauf zurück zu führen sind, dass man Sie irgendwann in Dornach nicht ausreichend gewürdigt habe. Ihre assoziativen Ketten führen zu diesem Punkt, drehen sich im Kreis, aber immer um Ihre Person. Das erscheint mir nicht nur irreal, sondern nimmt zu viel Platz ein in einer möglichst sachlichen Diskussion. Daher bitte ich Sie, sich zurück zu halten.

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    4. Michael, was wäre Deiner Meinung nach die "sachliche" Reaktion, wenn jemand gar nicht mit Dir einverstanden ist über die Sache - das es nämlich Frau von Halle irgenwelche Machtansprüche hat und egocentrish ist? Warum wäre Deine Urteil mehr sachlich in dieser Respekt, da wir doch die gleiche Zitate, die Gleiche Ausserungen lesen, und doch die gegensetzte Konsequenzen daraus ziehen? Du musst wissen, dass Kühlewinds gegner Ihm die gleiche worwürfe machten - er wäre zu autoriter, er denke, er weiss mehr als Steiner etc., eine Menge solche absurditäten -, wie könnte man diese anders wiederlegen, als sagen, dass diese Haltung ganz fern war von Kühlewinds Persönlichkeit?

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    5. Lieber Em, ich würde das Ganze gelassen sehen und nicht solche emotionalen Wallungen, Jüngerschaft und Gruppenbildungen veranstalten. Kühlewind hat einen Teilaspekt von Steiners Anthroposophie, nämlich den praktischen Schulungsweg, bearbeitet. Frau v. Halles Thema sind christologische Aspekte mit einer höchst spezifischen Methodik, Prokofieff hat sich bemüht (nach Peter Selg), möglichst selbständig bestimmte Aspekte aus Steiners Werk zu bearbeiten- allerdings in bestimmter, "lexikalischer" Art und Weise, was ihm den Vorwurf des Gegeneinanderstellens von Textfragmenten einbrachte. Also jeder bearbeitet(e) ein spezielles Gebiet, niemand repräsentiert Anthroposophie als Ganzes. Die ganzen Fraktionsbildungen sind albern und kindisch.

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    6. Lieber Herr Seler,
      Ich hoffe dass Sie meine Dummheit im anderen Thread hier nicht nachtragen! Einmal ist schon schlimm genug...

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    7. Lieber Herr Gastkemper,
      ich nehme Ihre Worte zur Kenntnis.

      Der "Vorgang" ist insofern klärend, da Herr Eggert Ihre Worte stehen ließ, meine Antwort an Sie löschte, Ihre Worte jedoch nicht.
      Es wäre fair gewesen, auch Ihre Worte zu löschen,
      bzw. Ihren Versuch einer Klarstellung direkt nach Ihren "eindeutigen" Worten zu veröffentlichen.

      Ihre jetzigen Worte sind jedoch nicht klar genug. Mit "Dummheit" kann durchaus gemeint sein, Ihre Worte waren so gemeint, wie sie fielen.

      Ich bitte Sie um Klärung.

      Indirekt danke ich Ihnen trotzdem, denn der Ablauf zeigt mir, meine Zeit ist hier zu Ende. Es ist alles geschrieben, besonders durch den deutschen Text, den Herr Eggert veröffentlichte, wurde die geistige Situation der AAG klar erkennbar.
      Ich schlage vor, Sie bitten Herrn Eggert Ihren Beitrag, mit den in sich klaren Worten über meine Person zu löschen, damit wird automatisch auch meine Antwort an Sie dort mitgelöscht, sowie diese uns betreffenden Abschnitte.

      Bitte klären Sie, ob Sie wirklich die Worte so meinten, wie sie fielen, ob Sie diesen Vorgang als "Dummheit" bezeichnen, oder ob Sie Ihre Gedanken nicht richtig in die Sprache hinein formulierten.

      Ich schlage vor, Sie machen dies
      unter dieser mail-Adresse:

      dienstseler@aol.com

      Wollen Sie und Herr Eggert die Vorgänge stehen lassen, dann bitte ich Sie, Ihre Klärung direkt hinter Ihre Worte zu stellen.
      Ich bin bereit, bereits vorsorglich, mich für meine angekündigte Feindschaft zu entschuldigen, wenn sie auch durchaus "ernst" gemeint war. Durch die Löschung eines Nachtrages durch Herrn Eggert, ist verloren gegangen, was karmische Situation der AAG in unserer jetzigen Situation ist, als mich Frau Clara Kreutzer zu Herrn Willmann schickte, der mich in die Esoterik einführte. Mein Nachtrag hätte verdeutlicht, warum meine Schärfe gegenüber Ihnen als Eventualität sein durfte.
      Für alle Mitleser: dies ist mein Abschied. Ganz schnell wurde ich zum "Bad Boy", es macht mir persönlich nichts aus. Monroe hat sehr kluge Worte zu dem Vorfall geschrieben. ...

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    8. Lieber Michael,
      ich bin natürlich einverstanden, falls Du in diesem Fall Gelassenheit und Objektivität (oder Sachlichkeit) nicht unbedingt mit einem ablehnenden Urteil gleichsetzst.

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    9. Lieber Herr Seler,
      Das letzte ist eindeutig der Fall: ich habe meine Gedanken nicht richtig in die Sprache hinein formuliert. Ich verstehe was Sie meinen und werde das an der bewussten Stelle auch zum Ausdruck bringen. Es ist ein Missverständnis dass ich unmittelbar und unzweideutig aus der Welt schaffen möchte.

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    10. Lieber Ernst,

      jetzt aber mal Punkt.
      Herr Gastkemper hat im anderen thread sehr deutlich gemacht, wie er es gemeint hatte:
      »Was ich schrieb, war gemeint im Sinne von ‘nicht gut beraten’. ... Verzeihung!«
      Wenn Du dennoch immer noch unbedingt „Feindliches“ darin lesen willst, dann liegt das wirklich ganz bei Dir.
      Aber es sei Dir natürlich unbenommen, Dich als „Bad Boy“ zu gerieren...

      Herzlich,
      Ingrid

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    11. Sehr geehrter Herr Gastkemper,
      da Sie sich als Vorstandsmitglied einer Landesgesellschaft vorstellten, habe ich Ihre Worte natürlich "so" aufgenommen, wie sie dastanden.

      Ich denke, ohne "Vorstand", wären die Worte abgeprallt.
      Es bedürfte seinen eigenen Raum, dies zu klären.

      Sehe, Sie haben am anderen thread, die Lage geklärt, danke.

      Es sei keine Kritik: wäre Herr Eggert nicht einseitig auf Ihre Seite gesprungen, sondern hätte mitfühlend meine Reaktion verstanden und dann versucht, einen "Irrtum" zu klären, wäre die Situation nicht in die Schärfe von meiner Seite geraten.

      Allgemein, der Versuch von Ingrid zeigt mir, nicht meine Sprache ist das Problem, sondern wohl der Umstand, auf den Herr Willmann verwies, meine östlichen Inkarnationen, wobei er einmal betonte, es sei erstaunlich, daß ich trotz der östlichen Inkarnationen so klar denken könne. Als junger Mensch macht eine solche Bemerkung natürlich tiefen Eindruck ist prägend, so wie ich mich von ihm "überreden" ließ Ren-t-neR zu werden, was wohl mit ein Grund für die allegemein mißliche Lage Aller ist.
      Nicht ich muß meine Sprache ändern, sondern "Ihr" müsst Eure Seele ändern, entwickeln.
      Es muß hochnäsig klingen, Steiner hat bewußt die Sprache so gewählt, daß er eben nicht gleich verstanden wird.
      Also strengt Euch mehr an!!!
      Das wird mir bewußt.

      Ich hatte die Gründe geschrieben, warum die Worte von Herrn Gastkemper meine Person so "berührten" wie sie eben mich berührten. Es ist kein Sprachproblem, sondern Schicksalsproblem der AAG.
      Ingrid reagiert wieder, wie Manfred es einmal formulierte. Es ist alles intellektuell, verstehe jetzt auch warum Junko Althaus so reagierte. Empfand es von Herrn Eggert nicht korrekt, wie er Ingrid verteidigte. Herr Eggert ergreift viel zu sehr Partei, wenn er meint, er müsse für eine Person Partei ergreifen.

      Will einen Gedanken zum Abschied hinstellen, den ich indirekt Herrn Eggert verdanke, der sich irgendwo durch Verlinkung etc. bei Steiner fand, der "mir" (für Ingrid) half, Menschen besser zu verstehen. In freien Worten: der Mensch ist normalerweise in den Volksgeist, Familiengeist etc. eingebettet. Beginnt er einen spirituellen Weg, fallen diese Ebenen weg, damit das erreichte, gesittete usw.. Das heißt, gerade wenn der Mensch meditiert, fällt er tiefer, all das ganz Persönliche, Fehlerhafte, noch zu Entwickelnde kommt "ungefiltert" zum Vorschein. Der Mensch steht ganz alleine da, soz. mit seiner Fratze als Mensch, die jeder auf unterer Stufe hat, auch "Ich" (wieder kleiner Seitenhieb für Ingrid, für ihren Ratschlag).

      "ICH" war von Anfang an nur hier geduldet, mehr nicht, bezieht sich auf die Geistige Situation des Blogs (nicht auf eine Person), sondern auf das Geistige Wesen des Blogs.

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    12. Damit sich auch die Leser nur dieses threads auskennen, was Ernst mit meinem „Ratschlag“ meint, sei hier verlinkt, was ich ausdrücklich nicht als Ratschlag, sondern als ein Aufmerksammachen gemeint habe.

      :-) Herzlichen Gruß in die bunte Runde,
      Ingrid

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    13. Lieber Em, nein, "Ablehnung" hieße ja auch nur wieder, Partei zu ergreifen. Und es ist etwas anderes, was man einfach stehen lassen kann, wie es ist, oder ob man seine persönlichen Vorlieben öffentlich präsentieren will. Ich persönlich suche nicht die eine oder andere Partei. Ich denke, in der jetzigen Lage muss man schauen, nicht wieder in Lagerkämpfe wie in den 30er Jahren zu geraten. Es kann doch nicht wahr sein, dass diese Gesellschaft zumindest in Teilen in den letzten 80 Jahren nichts gelernt hat. Aber wenn dann jetzt unbedingt wieder Glaubensgemeinschaften der einen oder anderen Art mit ihren Führergestalten und ihrer Gefolgschaft aufeinander prallen möchten, dann gilt das altbekannte Steinerwort "muss Karma walten".

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    14. Was die Schülerschaft oder Glaubensgemeinschaft betrifft, kann eine solche beim richtigen Verhältnis nicht zustandekommen. Kühlewind hatte ja auch 'Anhänger", aber diese haben leider nicht seine auf Selbstandigkeit basierte Lehre verstanden, das keine Abhangigkeits-beziehungen hervorrufen kann. Dasselbe gilt für Frau von Halle, ihre "Lehre" ist auch en Aufruf zu selbstandigen Vertiefung und gar nicht Futter für dem Glauben. Wenn is also ihre Bücher Vertvoll und Autentisch halte, bedeutet das nicht etwa Partei zu greifen oder eine Abhangigkeit zu haben.
      Man kann das beurteilen. Auch wenn jemand über eiene Trockene Subjekt spricht, wie z B. die Ökonomie, man kann "spüren" ob seine Stimme eine ehrliche und aufgerechte, oder eine falsche und unklare Klang hat.

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    15. Liebe Ingrid,

      "Lieber Ernst,

      jetzt aber mal Punkt.
      Herr Gastkemper hat im anderen thread sehr deutlich gemacht, wie er es gemeint hatte:
      »Was ich schrieb, war gemeint im Sinne von ‘nicht gut beraten’. ... Verzeihung!«
      Wenn Du dennoch immer noch unbedingt „Feindliches“ darin lesen willst, dann liegt das wirklich ganz bei Dir.
      Aber es sei Dir natürlich unbenommen, Dich als „Bad Boy“ zu gerieren..."


      Spürst Du hier nicht in welche unausgesprochen hierarchisch "verordnete" Richtung Deine Empfehlungen weisen? Ich verstehe sehr gut was Du meinst und kann dem durchaus etwas abgewinnen, ich meine hier allerdings NUR DEN Punkt durch den eine Scheidung unter den Menschen gesät wird, wenn wir nicht endlich damit aufhören in der Währung von "Autoritäten" zu denken und vor allem zu fühlen, DAS ist der Keim jeglichen Zwistes, die wirkliche Autorität ist nämlich eine GANZ ANDERE!!

      Meine dies alles, insbesondere im Zusammenhang mit Dir/mir, wirklich freundschaftlich, weil es meine An-Sicht wiederspiegelt...

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    16. »Spürst Du hier nicht in welche unausgesprochen hierarchisch "verordnete" Richtung Deine Empfehlungen weisen?«

      Lieber Manfred,

      meine „Empfehlungen“ weisen tatsächlich in eine bestimmte Richtung. Es ist dieselbe Richtung, in die die letzten Artikel von Junko Althaus weisen.
      Und dazu stehe ich. Das ist auch wirklich die Richtung, in die ich weisen will.

      Wer diesen Weg nicht gehen will, kann ja dennoch eine andere Richtung einschlagen. Ich habe nichts dagegen - werde aber immer dann, wenn es mir angebracht erscheint, deutlich machen, daß es nicht meine Richtung ist.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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  16. »Die innere Konsequenz Ihres Zitates ist eine "Übernahme" der AAG durch Frau Halle, da sie den Anspruch erhebt, jedes Mitglied der AAG habe die Aufgabe sich mit ihrer Stigmatisation auseinanderzusetzen.
    Das wäre, von Christus, eine okkulte Nötigung an Frau Halle und an den MitgliederInnen der AAG.«


    Das, was Ernst gesagt hat, trifft wohl ziemlich gut die Schwierigkeiten, die Sergej O. Prokofieff (und mit ihm auch viele andere) mit diesem Ausspruch Judith von Halles hat.

    Ich allerdings kann in ihren Worten noch keine solche „Nötigung“ erkennen:

    »Doch es ist stets Christus selbst, der Sie ganz persönlich – in Liebe – anspricht, wenn Sie sich mit diesem Stigmatisations-Ereignis auseinandersetzen, das innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft aufgetreten ist, indem Er durch Seine Gnade, durch die Lenkung und Stützung Ihres Karmas, Sie selbst zu Zeugen werden lässt von Seinem Gang durch die Erdenwelt, von Seiner Authentizität, von Seiner Allgegenwart.«

    Judith von Halle spricht hier meiner Ansicht nach von einer wenn-dann Beziehung:
    Wenn jemand sich – aus freiem Entschluß! – mit ihrer Stigmatisation auseinandersetzt, so wird dieses Ereignis dadurch auch zu einem Teil seiner eigenen Lebensgeschichte, seines Karmas (daran finde ich nichts Verwunderliches, das ist auch bei viel banaleren Ereignissen so: was ich in mein Leben „hereinnehme“, das ist ab diesem Zeitpunkt „drin“).

    Da JvH (für mich: sehr verständlicherweise) davon überzeugt ist, daß dieses Stigmatisations-Ereignis eine Tat des Christus ist, ist es ebenfalls nicht weiter verwunderlich, wenn sie meint, daß jeder, der sich – wie gesagt: aus freiem Entschluß – damit auseinandersetzt, auf diese Weise selbst zum »Zeugen« wird von Christi »Gang durch die Erdenwelt«.

    Aus allem, was ich bisher von JvH (und auch von einigen ihrer „Anhänger“) gelesen habe, wird mir deutlich, daß sie eben nicht den Anspruch auf „Übernahme“ der AAG stellt, und daß sie auch nicht fordert, man müsse ihr aufgrund ihrer Stigmatisation alles glauben, was sie sagt.
    Aber ich begreife natürlich SOPs Sorge, es könnte doch so sein, und mit JvH könnte eine »reine Glaubensströmung« in die AAG eingetreten sein, »in der eine Erkenntnisfrage eben zum Glaubensinhalt wird.«

    Und ich bedaure es zutiefst, daß sich diese beiden Menschen nicht in aller Ruhe zusammengesetzt haben, um einander die Situation so sachlich wie nur möglich von ihren unterschiedlichen Standpunkten aus zu beleuchten, sondern daß diese Auseinandersetzung stattdessen durch Bücher geschieht.

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  17. "Ich apelliere aus den obigen Gründen an die Beschützer von Frau von Halle..."

    Produkte und Erkenntnisse einzelner Individuen machen null Sinn, wenn sie nicht in der Lage sind von der Gesellschaft als förderlich angenommen zu werden. Sprich, die Erkenntnisse Einzelner, sind sie bereits von anderen ebenfalls erkannt worden, sollten, ja müssten geradezu auch von denen verstärkt werden, die nicht direkt Urheber besagter Erkenntnisse sind. Andernfalls habe ich den Eindruck wir wären lediglich die Zuschauer beim Erkenntniskampf der --- , die sollen das allein austragen, --- WARUM??!

    Herrschen, oder besser lebendig-bewirkend in einem WIRK-lich förderlichen Sinne tut der Geist, der sich in einem Individuum zeigt/kundtut, durch denjenigen, in dem es verstanden wurde und der seine Taten liebend verschenkt und niemals glaubt, wirklich allein derjenige gewesen zu sein, der sein Produkt formuliert hat. (latente Blindheit...)

    Würde "der Japaner" mit seiner Höflichkeit erwachen zu dem was da aus und in ihm spricht, würde er erkennen, dass es der Ausdruck desjenigen ist, was uns alle zusammen in jenem Geiste "schwimmen" lässt, der uns alle inspiriert und diejenigen zur Seite zu treten bitten, die da meinen es wäre ihr Eigentum, nur weil sie in etwas hineinblicken konnten/durften, was uns alle zusammenhält. Alles andere ist nur ein Durchgangsstadium, insbesondere der Egoisten-Dünkel.

    Und genau an dieser Nahtstelle von Egoist ja und Egoist nein liegt der Keim dessen, was sich als Streit/Kampf/Auseinandersetzung... in der AAG und ebenfalls hier im blog zeigt. Ist doch ein schönes Thema :-)

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    1. »Würde "der Japaner" mit seiner Höflichkeit erwachen zu dem was da aus und in ihm spricht, ...«

      Lieber Manfred, ich bin zwar nicht ganz sicher, ob ich Dich richtig verstanden habe, aber Deine Worte erwecken in mir das Bedürfnis, das folgende zu sagen:

      So wie ich Junko Althaus verstehe, spricht sie in ihrer Artikelserie „Durch wen sprach der Maitreya-Bodhisattva im 20. Jahrhundert“ und auch in ihrem letzten Aufsatz nicht „als Japanerin“, und es geht ihr auch nicht um „Höflichkeit“. Sondern es geht ihr um saubere Erkenntnis.
      Ich will Junko nicht „beschützen“, indem ich sie „entmündige“ und an ihrer Stelle spreche (das hat sie wirklich nicht nötig), sondern ich zitiere ihre eigenen Worte:
      »Wenn diese saubere wissenschaftliche Vorgehensweise vernachlässigt wird, hat eine Beschäftigung mit den spirituellen Dingen für mich persönlich keinen Reiz mehr.«
      Ich freue mich sehr über diese Aufsätze, die ich mit viel Zustimmung und Freude gelesen habe.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    2. ...ich meinte ganz konkret den von ihr geschilderten "Japaner", mich hineinempfindend in "ihn". Dass sie an einer "sauberen Erkenntnis" arbeitet ist mir schon klar und finde es auch gut so, auch :-)

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    3. Ah. Tatsächlich, das hatte ich mißverstanden - denn mir war diese Passage gar nicht als das Hauptsächliche ihres Artikels erschienen.

      Nun bin ich allerdings noch immer nicht sicher, was Du gemeint hast mit:
      »Würde "der Japaner" mit seiner Höflichkeit erwachen zu dem was da aus und in ihm spricht, würde er erkennen, dass es der Ausdruck desjenigen ist, was uns alle zusammen in jenem Geiste "schwimmen" lässt, der uns alle inspiriert und diejenigen zur Seite zu treten bitten, die da meinen es wäre ihr Eigentum, nur weil sie in etwas hineinblicken konnten/durften, was uns alle zusammenhält.«

      Ich möchte daher nochmal nachfragen:
      Junko schreibt:
      »Wenn ein Mensch einen Ausdruck über einen anderen Menschen verwendet, der unbegründet und in einer boshaften Art – sarkastisch oder ironisch – den Wert des betreffenden Menschen herabsetzt, badet er nicht selten in einer heftigen Empörung der Allgemeinheit, sodass er durch den Druck der Allgemeinheit dazu bewegt wird, sich öffentlich zu entschuldigen. Aber dieses Prinzip kann auch bei uns – wo der gegenseitige Respekt viel sensibler wahrgenommen und praktiziert wird als hier – nicht geltend gemacht werden, wenn die Einwände eben begründet und sachbezogen unternommen werden. Dann werden die Einwände nicht als eine persönliche Beleidigung aufgefasst. Solche begründete Einwände gehören zur individuellen Freiheit im Denken.«
      Sie schildert damit die Verhältnisse in Japan - und gleichzeitig auch die Verhältnisse einer Gesellschaft, in der ich leben will (und in meinen persönlichen Lebenszusammenhängen auch lebe).

      Verstehe ich Dich richtig: Du meinst, das wäre in Japan bloße „Höflichkeit“? Wenn ja: warum meinst Du das?

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    4. Liebe Ingrid

      Die von Junko Althaus geschilderte Art der Höflichkeit und der, die ich nach dem Fukushima Unglück beim Auftreten der TEPKO-Verantwortlichen gesehen habe, deckt sich in etwa mit dem, was ich meine, wäre aber in meinen Augen nicht wie du sagst/meinst "blosse Höflichkeit", sondern eine Haltung, die etwas ausdrückt, kündet von einem Wissen, an das man sich noch hält, tief verwurzelt in ihnen. Wirkt aber zugleich auf mich wie nicht ganz durchdrungen vom Einzelnen, sondern man verhält sich halt so... -- noch.

      Würde "der Japaner" jetzt erwachen zu dem, was sich da so durch ihn ausdrückt, sie doch eher unfrei haltend, denke ich, würde man hineinblicken können in das die Menschen (")zusammenhaltende(") "..." alle Verbindende, dort hineinhandelnd es zugleich wiederum zurückwirkend ist, da wirkt sich was aus, wenn ich...

      Irgendwie hat es wohl was mit dem zu tun, dass auch Gedanken wirkliche Kräfte sind, bereits in mir schon, in ihren Bewegungen. Und ist dem so, dann sind wir auch dadurch verbunden, es verbindet uns, in "dem" wandeln wir, auch die "Egoisten", möge man so individuell sein wie man meint oder möchte -- mir wäre es z.B. unangenehm, dort gesehen zu werden mit einem Sticker auf der Brust mit meinem Namen und als Titel dann EGOIST.

      So in etwa ...

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    5. Lieber Manfred,

      also, ich kann natürlich nicht sagen, aus welchen Gründen „der Japaner“ (der einzelne oder auch der „für alle“ stehende) sich heute so verhält, wie er sich verhält.
      So wie Junko es schildert, kommt es mir jedenfalls nicht bloß „konventionell“, sondern durchaus erkenntnisdurchdrungen vor, vom Einzelnen und im Einzelfall neu beurteilt - wie sonst würde „der Japaner“ feststellen, ob er Einwände als „begründet und sachbezogen“ zu akzeptieren oder als „unhöflich“ zurückzuweisen hat?
      Aber genug davon. Es ist mir mehr als unbehaglich, hier über das Verhalten „des Japaners“ zu theoretisieren.
      Wenn es um „Höflichkeit“ gehen soll – die gibt es schließlich auch anderswo.

      Herzlich,
      Ingrid

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  18. Lieber Kees,

    ja, auch ich kann dem, was Junko Althaus in ihrem neuen Artikel (und auch in der Artikelserie davor) sagt, sehr viel abgewinnen.
    Junko appelliert darin »an die Beschützer von Frau von Halle, statt sie vertreten zu wollen, unmittelbar Frau von Halle selber ihre Sache vertreten zu lassen«.

    Ich sehe mich zwar nicht als „Beschützer von Frau Halle“, aber ich will dennoch Judith von Halle (wie auch gestern schon) selbst zu Wort kommen lassen:

    »Es ist ja nie behauptet worden, dass es sich bei den sogenannten (von Prokofieff leider falsch verstandenen) Zeitreisen um eine ‚Forschungsmethode‘ handelt. Im Sinne der ‚Philosophie der Freiheit‘ können die Erlebnisse der Zeitenwende­-Ereignisse als reine Wahrnehmung des Beobachtungsinhaltes begriffen werden.«
    und
    »Inhalt meiner persönlichen Erklärung war, darauf hinzuweisen, dass das eigentlich Be­deutsame an diesem Phänomen doch nicht der Fokus auf eine bestimmte Person und ihr Schicksal ist, sondern das Auftreten die­ses Phänomens innerhalb der Anthroposo­phischen Gesellschaft. So kommt es dabei – vom Blickwinkel der sozialen Gemeinschaft aus – nur darauf an, dass die geistige Welt ein solches Phänomen in unsere Gemeinschaft hineingestellt hat. An wem konkret sich die­ses vollzieht, ist dafür unbedeutend. Dass diese Tat der geistigen Welt nicht einen Akt der Feindseligkeit darstellt, sondern vielmehr eine Chance, sollte wohl anzunehmen sein.«
    (beides aus dem „Goetheanum“ vom 27.2.2009)

    Judith von Halle spricht auch hier ausdrücklich von einer „Chance“, also nicht von einem „Auftrag“ oder gar einer „Forderung“ --- das ist es, was ich mit der „wenn-dann-Beziehung“ in ihrer gestern zitierten Erklärung gemeint habe.

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

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  19. Ich wage mal eine Prognose. So vielleicht um Michaeli herum, diesen Jahres, etwas später vielleicht, dann werden sich die tosenden Wellen des "Geisteskampfes" AAG/JvH/SP dahingehend geglättet haben, dass man etwas sanfter wird umgehen können mit den bislang noch Unvereinbarkeiten dieses Themas, dieses Phänomen betreffend.

    Und wenn dem so sein wird? Würde es dann bedeuten, wir hätten das geschaffen dann?

    Geschaffen oder erkannt, wäre das das Gleiche?

    Oder hat man lediglich in sich etwas beiseite schieben können, um eines besseren Licht-Blicks willen?

    Vielleicht sieht man dann ja Michael - den richtigen - bislang Däumchen drehend, sich umdrehend jetzt zu seinen Kollegen und ihnen zublinzelnd sagen: "Sie haben es verstanden, jetzt :-) "

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  20. Lieber Ernst

    ""ICH" war von Anfang an nur hier geduldet, mehr nicht, bezieht sich auf die Geistige Situation des Blogs (nicht auf eine Person), sondern auf das Geistige Wesen des Blogs."

    Mach weiter hier, gib nicht auf, mir geht es übrigens ähnlich, mit dem Geduldetsein. Das hat nichts mit Dir zu tun! Ganz gewiss nicht!!

    Gruß
    Manfred

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    1. Lieber Manfred,
      las gestern Deine "Einladung". Herzlichen Dank dafür.
      Bewege das in mir.

      Ich hatte den Behörden hier, von unten nach oben, einen Vorschlag für "Gesamtverantwortung" unterbreitet, damit sich die Angelegenheit beruhigt. Es gab einen einen gesetzten Termin, es sollte ein Anruf erfolgen, von einer Vertrauensperson. Der Anruf erfolgte nicht, so daß von meiner Seite Vertraulichkeit aufgehoben wurde.
      Es ist hier nicht der Raum, aufzuzeigen, wie nun der Konflikt des Nagelbombenattentats, Otto Schilys zu schnelle Reaktion, der Konflikt der AAG - letztlich mit den schwarzmagischen Kreuznägeln von Frau Halle - nun zu einem öffentlichen Thema gemacht wurde. Niemand will meine echte Not mit der Sterbeglocke sehen... ...sie läutet und läutet und ich schrieb letztes Jahr an ein anderes Ministerium, sie läutet bis hinein in die CSU mit ihrer Zerstörungskraft, geboren durch den Missbrauch an ihr.... ...der Raum hier wurde also erweitert.

      Nun fand ich gestern eine mail des Bayerischen Justizministeriums, welche mich vor dem gesetzten Termin erreicht hätte. Es gibt die so treffenden Sprichwörter, hier: "das Kind ist in den Brunnen gefallen".

      Ich hatte nun in meiner Art Alles öffentlich formuliert, dabei auch auf die Probleme der AAG verwiesen, auf die Probleme mit Frau Halle und in meiner Art den öffentlich-internen Vorgang der Mitglieder der AAG im Anhang verbreitet. Mit den Vorgängen ist erstaunlicherweise eine erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit erwacht. Das "Gift" kann heilsam sein, es geht nicht darum, daß die "heile" Vorstands-Gesellschafts-Kuschelwelt der Anthroposophen, sich wieder "einkriegt".
      Wenn nun erstaunlicherweise nach Frau Junko Althaus wie ein Strohhalm gegriffen wird, dann gilt aber auch: ein Japaner hat die Ehre, sich in besonderer Situation selbst zu töten....
      ...wie Frau Reinstein treffend sagt "Kindergarten".
      Nur wird das wiederum den Kindern nicht gerecht.
      Ich habe frei, unseren Raum zum Weltenraum erweitert....
      (Herr Eggert bekam eine Kopie meines öffentlichen Schreibens mit Bitte um Weitergabe an Herrn Gastkemper als Vorstandsmitglied der Niederlande; hätte Herr Gastkemper die Gelegenheit gehabt, unkommentiert sich selbst mit mir zu einigen, ein Missverständnis auszuräumen, es wäre hier die Möglichkeit gewesen zu bleiben, so aber wurde es mir zu eng hier. Wenn eine einfache Seele, wie mein Nachbar, bereit war, die Glocke vom Turm zu holen, also eine Straftat zu begehen, dann zeigt das, was die Welt verlangt: Taten!)

      Schauen wir, ob Pfingsten etwas bewirkt, ob wir für Änderungen bereit sind.

      Irgendwie fallen auch die Masken, können wir uns bewähren.
      Die AAG darf nicht zurückfallen in ihr Vereinswesen der Geheimwissenspflege.....

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  21. In unserem Brief über "Zeitreisen" geht es nicht um Meinungen, sondern um Methoden. Nach der Meinung der Unterzeichner wird Frau von Halle in "Zeitreisen" nicht korrekt zitiert. Es wird zum Beispiel suggeriert dass sie geschrieben hätte dass Jezus beim Abendmahl seine Jünger fysisches Blut als Getränk gegegeben hatte. Das stimmt selbstverständlich nicht. Während mein Besuch in März in Dornach hörten wir aber tatsachlich dass diese tolle Geschichte auch wirklich von der Nomenklatura geglaubt wird. Vergessen Sie nicht: am Goetheanum ist es noch immer "not done" um die Bücher von Frau von Halle zu lesen.
    Dort ist Freiheit eine Philosophie, aber ist sie auch immer eine Tatsache?

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    1. Lieber Herr Steinbuch, sicherlich hätte - meiner Meinung nach- Frau von Halle eine Nische ( und mehr nicht) in der anthroposophischen Gesellschaft gefunden. Aber nun macht es keinen Sinn mehr, sich von dieser Seite als Opfer zu geben. Der Druck der - sagen wir mal- enthusiastischen Anhänger auch auf den Vorstand war schon groß, aber jetzt ist der Vorstand darüber zerbrochen. Nicht genug damit, wird in einer Weise hinterher gekartet, die einen sehr unangenehmen Beigeschmack hat. Dieser Offene Brief mit seinen Forderungen, Herrn Prokofieff faktisch aus dem Weg zu räumen, immer weiter Salz in die Wunden zu streuen, hat etwas von sektiererischem Verhalten. Da kann man noch so viel von Christus sprechen, die Art des Handelns ist eine andere. Ich stimme auch Junko Althaus zu, dass sich Frau von Halle nun mal klar positionieren müsste. Sie müsste Initiative zeigen, die in irgend einer Weise konstruktiv ist. Wir wollen nicht die Verhältnisse wie in den 30er Jahren- also einen zerstörerischen internen Kriegszustand. Ich finde, der Bogen ist überspannt.

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    3. Nein, das war ein Appell an die Gemeinsamkeit, an die Lebendigkeit des wirklichen Geistes, an die Kompromißbereitschaft und das Verzeihen.

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  22. Keiner Mensch hat den Wünsch "Herrn Prokofieff aus den Weg zu räumen". Frau von Halle möchte am liebsten mit ihm zusammenarbeiten, dass ist doch allgemein bekannt. Aber jede Person soll sich gut benehmen. Der Zweck heiligt die Mittel nicht.
    Und das der Vorstand über diese Sache gebrochen ist, dass glauben Sie doch selber auch nicht?
    Der Vorstand hat die Ablehnung vom Herrn Prokofieff gegenüber das Stigmatisationsereignis immer unterstütz, wie auch klar wird aus dem Brief des Vorstandes vom 28. Okober 2010. Interne Problem innerhalb des Vorstandes hatten mit diesem Thema nichts zu tun. Nach meiner Meinung wird das alles in den kommenden Monaten gelöst werden.
    Wir haben jetzt andere Sorgen: der neue Angriff von Helmut Zander gegen die Anthroposophie.
    Aber die Anthroposophen schlafen. Wachet auf, ruft uns die Stimme.

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  23. Lieber Rob Steinbuch,

    Sie sagen:
    »Nach der Meinung der Unterzeichner wird Frau von Halle in "Zeitreisen" nicht korrekt zitiert.«
    Das Problem ist meiner Ansicht nach nicht, daß Prokofieff Frau von Halle in seinem „Zeitreisen“-Buch nicht korrekt zitiert (die Zitate, die ich bisher nachgelesen habe, sind jedenfalls alle korrekt). Aber er zitiert unvollständig (das liegt in der Natur der Sache: jedes Zitat ist notwendigerweise unvollständig, weil damit ein Teil des Ganzen herausgegriffen wird), und er assoziiert zu dem von ihm Zitierten Dinge hinzu, in einer Weise, die geeignet ist, dem Leser zu suggerieren, diese Dinge stünden so bei Judith von Halle.
    Das ist auch in meinen Augen kein wissenschaftlich „sauberes“ Vorgehen, und natürlich ist es auch kein „gutes Benehmen“.

    Allerdings zu Ihrem:
    »Aber jede Person soll sich gut benehmen. Der Zweck heiligt die Mittel nicht.«
    Ich bin überzeugt davon, daß jeder einzelne von uns „Zwecke“ kennt, die für ihn persönlich doch „die Mittel heiligen“. Das gilt übrigens nicht nur für den einzelnen Menschen, sondern auch für die Gesellschaft. Wir erleben es täglich, in allen Lebenszusammenhängen, wie auch ganz „unheilige“ Mittel für Zwecke eingesetzt werden, die eine Mehrheit für „heilig“ genug hält. Ich halte das – auch wenn ich selber mit so manchem dieser Zwecke nicht einverstanden bin – für ein vollkommen berechtigtes Vorgehen.

    Meiner Ansicht nach wird in dieser aktuellen Auseinandersetzung viel zuviel auf die Mittel und viel zuwenig auf die „Zwecke“ geblickt, bzw. es werden der jeweils „gegnerischen“ Seite ganz und gar „unheilige“, rein persönliche Zwecke unterstellt.

    Und solange das so ist, werden Menschen wie Zander ein ziemlich leichtes Spiel haben. Einige der Reaktionen auf seine früheren „Angriffe“ ließen mich in gewisser Weise an Streit um Asterix denken…

    Ich würde mir wünschen, daß sowohl die beiden Protagonisten als auch jeder einzelne ihrer „Anhänger“ einmal probehalber davon ausgehen, daß der jeweilige „Feind“ tiefinnerlich denselben überpersönlichen „Zweck“ verfolgt wie man selbst.
    Sozusagen als Vorbereitung auf Pfingsten.

    Herzlichen Gruß in die Runde,
    Ingrid

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  24. Es geht ja um die Nachrichten für Mitglieder 5/13

    Die Kurzzusammenfassung ist für mich die Folgende:

    Bodo von Plato tut die Unvereinbarkeit seiner individuellen Geistigkeit mit der individuellen Geistigkeit des Herrn Prokofieff kund. Was ich gut verstehen kann, denn die von ihm genannten kulturellen Unterschiede sind mehr als Nachvollziehbar (auf dieser Seelenverschiedenheit beruht ja auch ein großer Teil des Ost-West-Konfliktes).
    Bemerkenswert finde ich, dass Herr von Plato diese Unüberbrückbarkeit (und damit auch den Ost-West-Konflikt) für gerechtfertigt hält. Er verweist auf das höhere Gemeinsame - das aber doch nicht stark genug in den beiden Herren wirksam zu sein scheint, um die darunterliegenden Unüberbrückbarkeiten zu paralysieren.

    In der Stellungnahme des Vorstandes werden die Unüberbrückbarkeiten (in diesem Fall v. Halle/Prokofieff) zwar nicht begrüßt, so aber doch als Ausdruck individueller Persönlichkeitsentfaltung als zeitgemäß beschrieben. Dem Verlag am Goetheanum wird dabei völlige Autonomie bzgl. der verlegten Inhalte eingeräumt. Ich sage ausdrücklich Persönlichkeitsentwicklung und nicht ICH-Entfaltung, denn das ICH-HAFTE kann Gegensätze überwinden.

    Und Anthroposophische Mission ist für mich (und war es auch für Steiner) die Überwindung dieser Gegensätze.

    Heilsam ist nur, wenn
    Im Spiegel der Menschenseele
    Sich bildet die ganze Gemeinschaft;
    Und in der Gemeinschaft
    Lebet der Einzelseele Kraft.

    Rudolf Steiner - Das Motto der Sozialethik

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  25. @Herrn Birkholz,
    Ich freue mich über Ihre positive Stellungnahme.
    Für die Überwindung der Gegensätze ist es notwendig die Meinungen von anderen ernst zu nehmen. Die ablehnende Meinung von Herrn Prokofieff ist für uns in Holland bestimmt als dreifaches Forschungsthema bedeutend, als Fragen die gestellt sollen worden. Diese konkreten Fragen betriffen die Gefahr einer Katholisierung, die Zuverlässigkeit der Zeitreise Erfahrungen und die Funktionalität des christlichen Schulungsweges. Wo bleibt darüber in Dornach das Gespräch? Hat man Angst?
    Wenn aber "Herr Prokofieff hat gesagt" regiert, dann sind wir weit weg vom Geist des Spruches womit Sie Ihren Beitrag beendet haben.

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    1. Lieber Rob Steinbuch,

      »Wenn aber "Herr Prokofieff hat gesagt" regiert, dann sind wir weit weg vom Geist des Spruches ...«
      Ich stimme Ihnen zu.
      Aber es scheint mir, daß die Haltung Sergej Prokofieffs vor allem aus der Sorge entspringt, es könnte bald „Judith von Halle hat gesagt“ regieren – womit wir ebenso weit weg wären vom Geist dieses Spruches.
      Das habe ich vorhin gemeint, als ich davon sprach, man möge sich probehalber einmal vorstellen, daß der jeweilige „Feind“ tiefinnerlich denselben überpersönlichen „Zweck“ verfolgen könnte wie man selbst.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    2. Ewig dieses Schützenwollen der anderen. Wofür halten die sich eigentlich!? Wen glauben sie vor sich u haben! Wirklich schützend und weisend ist die Erkenntnis, z.B. jene von Stephan zitierte Steiners.

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  26. Lieber Stephan Birkholz,

    Ihre Kurzzusammenfassung betrifft wohl nur die Fragenbeantwortung (S 5, dritte Spalte). Ich finde es wichtig, die Rede vom Vortag (S 4) dazuzunehmen, an die Bodo von Plato in seiner Antwort anknüpft.
    Vielleicht hilft es zum Verständnis, zwei Stellen aus den beiden Reden Bodo von Platos hier zu zitieren:

    »Diese Gesellschaft kann nicht mehr davon ausgehen – vor allem nach den Erfahrungen der letzten Jahre und Jahrzehnte –, dass wir versuchen, individuelle Gegensätze zu verbinden und in ihrer Komplementarität ein Ganzes zu schaffen. Daran zu arbeiten, Gegensätze zu verbinden, ist zweifellos nobel, ich glaube aber, nicht aussichtsreich. Die Erfahrung der 100-jährigen Geschichte der Anthroposophie und der Anthroposophischen Gesellschaft zeigt, dass wir auf das Wesen der Anthroposophie vertrauen können, wie es uns im anderen entgegenkommt, dass wir ausgehen können von einem Ganzen. Dieses Ganze gliedert sich in verschiedene Fähigkeiten, Berufe, Lebensfelder – in verschiedene Erscheinungsformen der Anthroposophie, die legitim sind, wenn sie wahr sind. Und das haben wir vielleicht gar nicht zu beurteilen, das beurteilt sich im Prozess dieser Wahrheitsermittlung und in der ästhetischen Erfahrung selbst. Mein Eindruck ist – und damit bin ich wohl nicht allein, sonst säßen hier nicht so viele Kolleginnen und Kollegen auf der Bühne: Nicht mehr die Vereinigung der Gegensätze, sondern das Ausgehen vom Ganzen im Vertrauen darauf, dass sich dann eine sinnvolle Gliederung ergibt, möchte die Zukunft der Anthroposophischen Gesellschaft bestimmen. Ein meditativ-erkenntnisgestütztes Vertrauen in das Wesen, in dessen Geist wir in dieser Gesellschaft zusammenwirken, möchte ihre Zukunft prägen.«

    und

    »Ich sprach gestern darüber, dass ich überzeugt davon bin, wie es in Zukunft nicht mehr möglich sein wird, individuelle Gegensätze zu verbinden und aus der Komplementarität ein Ganzes zu schaffen. Bevor ich gestern darüber zu sprechen begann, wusste ich noch nicht, ob ich mich trauen würde, das anzusprechen. Denn ich habe lange in der Überzeugung gelebt, dass man Gegensätze verbinden muss, obwohl ich mich durch meine Erfahrungen der letzten Jahrzehnte immer wieder eines anderen hatte belehren lassen müssen: Beim Verbinden von Gegensätzen schwächt sich die Kraft des Einzelnen ab und ein kräftiges Ganzes kommt kaum zustande. In der Tätigkeit im Vorstand sah ich in Bezug auf Sergej Prokofieff und mich immer etwas, was über uns hinausgeht und an das wir beide anknüpfen können. Daher halte ich die Frage nach den Gegensätzen zwischen uns nur in einer bestimmten Schicht für angemessen. Wir sind in unserer Sozialisation sehr verschieden: Sergej Prokofieff wuchs in einem totalitären Staat auf, wo man esoterisch nur in Abgeschlossenheit und Verborgenheit tätig sein konnte; bei mir war es umgekehrt: Ich wuchs in der Zeit des Wirtschaftswunders und der Alternativbewegungen auf,wo alles möglich war. Darüber haben wir auch gesprochen. Wir hatten aber auch etwas Gemeinsames in unserer Sozialisation: Wir wuchsen beide in einem Umfeld auf, wo man über Konflikte und Unterschiede nicht sprach, das gehörte zur Höflichkeit. Wir haben es vielleicht nicht in ausreichendem Maß vermocht, das, was wir verschieden leben, zusammenzubringen. Für mich ist aber unsere Gemeinsamkeit, die über uns hinausgeht, größer. Ich habe die Frage, ob es eine Gesellschaft geben kann, die es erlaubt, ja uns auffordert, die Gemeinsamkeit zu leben und nicht die Gegensätzlichkeit zu betonen. Durch unsere Gemeinsamkeit in der Arbeit im Vorstand ist mein Vertrauen gewachsen.«

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    1. Ja, ich habe die anderen Passagen gelesen aber nicht so deutlich berücksichtigt (nur bzgl. der kulturellen Unterschiede [Prok./Plato]).
      Einzig wesentlich finde ich ohnehin den Ansatz von Herrn v. Plato bzgl. des Ganzen, den Rest der ganzen Angelegenheit lediglich phänomenologisch interessant - alte Assoziationen zum Urnenstreit etc. tauchen wieder auf.

      Anthroposophie ist nämlich definitiv KEIN DREI-PERSONEN-THEATER!

      Auch wenn Rudolf Steiner erst recht spät (wie er selbst sagt) auf den Trichter gekommen ist, dass das Mysterium von Golgatha und die Christus-Tatsache die über allem (auch weit über der Anthroposophie) stehenden Erdenmysterien sind, so hat er doch immer mehr die Durchchristung der Erdenentwicklung in den Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit gestellt.
      Das Johannes-Evangelium bezeichnet er als eine der größten Einweihungsurkunden, die der Menschheit gegeben sind.

      Und dort heißt es:
      Johannes Kap. 3
      27 (...)Ein Mensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist. 28 Ihr selbst seid meine Zeugen, dass ich gesagt habe: Ich bin nicht der Christus, sondern vor ihm her gesandt.(...)30 Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.

      Johannes der große Menschheitsführer sagt:
      Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.


      Darum muss ich auch schon schlucken, wenn aus Rudolf Steiner eine Ikone gemacht wird (denn auch er kam um zu dienen und nicht um sich dienen zu lassen).

      Aber wenn dann das ganze Menschen- und Weltenschicksal auf 3 Personen fokusiert zu sein scheint, so kann ich keine Kongruenz zur Anthroposophie Rudolf Steiners mehr herstellen.
      Und darum bin ich auch noch nicht einmal geneigt, Sympathien oder Antipathien für einen der drei Darsteller zu entwickeln (zumindest nicht in dem Zusammenhang, um den es hier geht).



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    2. Hallo Stephan,

      "
      Anthroposophie ist nämlich definitiv KEIN DREI-PERSONEN-THEATER!"


      Das scheint mir die bislang prägnanteste Zusammenfassung zu sein, vielen Dank dafür :-)

      Wirklich ehrlich gemeint!!

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  27. Frau Ingrid H.
    Herr Prokofieff hat seine Ablehnung des Stigmatisationsereignis ausführlich dokumentiert. Ich habe diesen Aspekt dabei nie gefunden.

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    1. Lieber Rob Steinbuch,

      »Ich habe diesen Aspekt dabei nie gefunden.«
      Sie meinen SOPs Sorge, es könnte bald „Judith von Halle hat gesagt...“ regieren?

      Ich lese sowohl sein „Zeitreisen“-Buch als auch schon seinen Anhang über die Stigmata im Buch über das Mysterium der Auferstehung vor allem unter diesem Aspekt – das scheint mir an sehr sehr vielen Stellen aus seinen Worten hervorzuleuchten.

      Deutlich ausgesprochen finde ich diese Sorge zum Beispiel im „Zeitreisen“-Buch auf S 18:

      »Denn stellen wir uns einmal vor, jemand akzeptiere dieses ihr Selbstzeugnis vollumfänglich und hielte es für unbedingte Wahrheit – und das tun viele ihrer Anhänger (aus ihren Reihen ist nie eine diesbezüglich kritische Bemerkung laut geworden) –, dann kann ein solcher Mensch, der an diese Äußerung glaubt, denn hier geht es ja nicht mehr um eine Erkenntnis-, sondern um eine Glaubensfrage, sich J. v. Halle nur in dem naiven Glauben «zu Füßen werfen», in ihr den erwähnten Vermittler zu Christus gefunden zu haben. Und geschieht so etwas, dann haben wir es innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft mit einer reinen Glaubensströmung zu tun, in der eine Erkenntnisfrage eben zum Glaubensinhalt wird.«

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  28. @Ingrid H.
    Nach meiner Meinung geht es hier um die Zuverlässigkeit der Information aus den Zeitreisen. Diese hat Herr Prokofieff schon vom Anfang an zur Diskussion gestellt. Als Forschungsfrage ist dass völlig berechtigt, und Frau von Halle hat schon 2005 gebeten um Gesprächstreffen über dieses Thema.
    Wenn man aber sagt "Herr A. oder Frau B. hat gesagt" meint man dass ALLES was diese Person sagt immer als absolute Wahrheit angesehen werden soll.
    Das wird von Prokofieff nicht gemeint wenn er über Frau von Halle spricht.
    Frau Virginia Sease hat in ihrem Abschiedswort über Herrn Prokofieff uns gebeten "keine Wolke der Begeisterung um ihn herum zu bilden - denn eine allzu grosse Begeisterung verhindert, dass jemand tätig sein kann". (Anthroposophie Weltwiet 4/13, Seite 4).

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  29. Lieber Rob Steinbuch,

    in der von mir zitierten Stelle aus SOPs „Zeitreisen“-Buch lese ich nicht nur die Sorge, man könnte JvH das glauben, was sie auf ihren Zeitreisen „quasi-sinnlich“ miterlebt, sondern schon auch (sehr!) die Sorge, man könnte eine „Wolke der Begeisterung“ um JvH bilden und ihr ALLES glauben, was sie sagt.

    Das ist der Grund dafür, daß ich weiter oben gemeint habe:
    »Ich finde, in diesen Sätzen [Virginia Seases] könnte man statt „ihn“ und „Sergej Prokofieff“ genausogut auch „sie“ und „Judith von Halle“ setzen.
    Die Bitte hätte dieselbe Berechtigung.«

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  30. @ Ingrid H.
    Das Buch von Prokofieff trägt nicht umsonst den Titel "Zeitreisen". Sie haben aber selbstverständlich die Freiheit das anders zu interpretieren.
    Die Bücher von Frau von Halle enthalten oft den Satz dass es um Forschungsergebnisse geht, woran man nie absolute Wahrheitsanforderungen stellen darf. Das liegt für Personen die ihre Vorträgem beiwohnen oder Ihre Bücher lesen auch auf der Hand. Ihre Forschung geht auf immer weiter, mit neuen Ergebnissen. Das ist gerade dasjenige warum Rudolf Steiner uns gebeten hat: "Bitte, machen sie weiter!" Damit gibt sie andere Personen Erwägungen womit die weiter arbeiten können. Dabei geht es meistens um Personen die sich schon mit der Christologie von Rudolf Steiner befassen.
    Die sogenannten "Anhänger" von Frau von Halle gibt es überhaupt nicht.
    Das es dennoch Personen geben würde (ich kenne sie nicht) die auch sie auf eine Wolke setzen wollen, kann ihr nicht angerechnet werden. Eine gute Sache wird nicht schlecht weil sie auch schlecht angewendet werden kann.
    Ich sehe dann auch nicht den Grund warum Sie die Aussprache von Virginia Sease ohne weiteres auf Frau von Halle anwenden.

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  31. Lieber Rob Steinbuch,

    ich interpretiere ein Buch nicht nach seinem Titel, sondern nach dem, was drinsteht.
    Und bei SOP steht diese große Sorge drin, von der ich gesprochen habe.

    Er ist sich klar bewußt (und hier stimme ich ihm zu):
    »Der Weg zu Christus gestaltet sich heute (und davon spricht die ganze Anthroposophie) völlig individuell als eine reine Begegnung des Menschen-Ich mit dem Welten-Ich des Christus, ohne jegliche Vermittlung durch einen anderen Menschen.«

    Und er hat die Sorge, jemand, der JvHs Selbstzeugnis für die volle Wahrheit hält, könne »sich J. v. Halle nur in dem naiven Glauben «zu Füßen werfen», in ihr den erwähnten Vermittler zu Christus gefunden zu haben.«.


    Ich will damit nicht sagen, daß ich SOP darin zustimme - Sie brauchen mich also nicht davon zu überzeugen, daß es JvH nicht darum geht, einer Herde von „Gläubigen“ alles Mögliche und Unmögliche weiszumachen und sich dadurch zwischen jeden einzelnen dieser „Gläubigen“ und den Christus zu stellen.

    Aber ich begreife es wirklich gut, daß man diese Sorge haben kann – nicht nur in Bezug auf Frau von Halle, sondern in Bezug auf jede „Führungspersönlichkeit“ (Rudolf Steiner eingeschlossen!), die in anderen den Eindruck erwecken könnte, der Weg zu Christus führe nur über sie.


    Sie sagen: »Die sogenannten "Anhänger" von Frau von Halle gibt es überhaupt nicht.«
    Nun - also, die Vehemenz, mit der zum Beispiel Wolfgang S. Frau von Halle nicht nur verteidigt, wenn sie angegriffen wird (das würde ich noch gut begreifen), sondern auch sonst jederzeit Reklame macht für ihre Bücher, die jeder lesen „müßte“... das riecht für mich schon ein wenig sehr nach „Anhängerschaft“.
    Aber ich kenne weder Wolfgang noch sonst einen mutmaßlichen „Anhänger“ persönlich, auch JvH selbst ist mir nur durch ihre Bücher bekannt, also will ich darüber nicht urteilen.

    »Das es dennoch Personen geben würde (ich kenne sie nicht) die auch sie auf eine Wolke setzen wollen, kann ihr nicht angerechnet werden. Eine gute Sache wird nicht schlecht weil sie auch schlecht angewendet werden kann.«
    Hier stimme ich Ihnen vollinhaltlich zu. Ich habe auch Wolfgang S. immer wieder deutlich zu machen versucht, daß er auf diese Weise JvH wohl mehr schadet als nützt.


    Aber hier begreife ich Sie nicht:
    »Ich sehe dann auch nicht den Grund warum Sie die Aussprache von Virginia Sease ohne weiteres auf Frau von Halle anwenden.«

    Virginia Sease bezieht sich gar nicht auf eine konkrete „Anhängerschaft“, sondern allein auf die Tatsache, daß es zur Zeit sowohl Kritik an als auch Begeisterung für Sergej O. Prokofieff gibt.
    Sie werden mir wohl nicht widersprechen, wenn ich sage, daß das auch in Bezug auf Judith von Halle der Fall ist.

    Und deshalb spricht Frau Sease eine Bitte für die Zukunft aus:

    »Meine Bitte ist, dass wir weder durch eventuelle Kritik noch durch unsere Begeisterung eine 'Wolke' um ihn herum bilden. Denn auch eine allzu übermäßige Begeisterung verhindert manchen Menschen einen Zugang. Mein Wunsch ist, dass wir unsere Begeisterung nach innen bringen – mit dem Willen, weiter an Anthroposophie zu arbeiten, anhand der Hilfen, die wir von Sergej Prokofieff haben. Das ist nur ein kleiner Dank.«

    Ich bin noch immer der Ansicht, daß ein Verhalten, wie Virginia Sease es sich hier wünscht, sowohl in Bezug auf Sergej Prokofieff als auch in Bezug auf Judith von Halle (ebenso wie in Bezug auf jede andere „Führungspersönlichkeit", wieder: Rudolf Steiner eingeschlossen!) das Angebrachte wäre.

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

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  32. @ Ingrid H.
    Vielen Dank für Ihre Antwort.
    Ich habe noch eine Frage.
    Sie zitieren Frau Virginia Sease. Was ist Ihre Quelle?
    Ich kann in Anthroposophie Weltweit, 4/13, Seite 4, nur Folgendes finden:
    "Sease schloss mit einer Bitte: Wenn man sich vorstelle, in zehn, zwanzig, dreissig Jahren auf das Werk von Sergej Prokofieff zu blicken, dann gebe es zwei Aufgaben: Mehr Anthroposophie zu tun und "keine Wolke der Begeisterung" um ihn herum zu bilden. "Denn eine allzu grosse Begeisterung verhindert, dass jemand tätig sein kann".
    So let it be written, so let it be done!

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    1. Lieber Rob Steinbuch,

      das von mir Zitierte steht in Anthroposophie Weltweit, 5/13, Seite 3.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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  33. Achten Sie auf dem Unterschied zwischen beiden Texten.
    Der erste, vom AW 4/13, ist von Frau Virginia Sease am 22. März ausgesprochen. Ich war dabei anwesend und kann mich das sehr gut erinnern.
    Der zweite steht in AW 5/13 als Rechenschaftsbericht.

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    1. Ja. In AWW 4/13 gibt Sebastian Jüngel Frau Seases Bitte auszugsweise wieder, und der Rechenschaftsbericht in AWW 5/13 ist gezeichnet mit „Virginia Sease, Vorstand am Goetheanum“.
      Was spricht dagegen, daß sie im Rechenschaftsbericht ihre Bitte noch etwas ausführt? Wird sie dadurch weniger „gültig“?

      Im übrigen ist es mir eigentlich gleichgültig, wer diese Sätze wann gesagt oder geschrieben hat.
      Ich schließe mich dem Wunsch an, der darin ausgesprochen ist, und zwar, wie schon gesagt, sowohl in Bezug auf Sergej O. Prokofieff als auch in Bezug auf Judith von Halle.

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  34. aus «Ein Nachrichtenblatt» Prokofieff spricht ueber Zensur vom Goetheanum Wochenschrift Redaction
    Eine sehr notwendige Biographie
    Zur Rudolf Steiner-Biographie von Peter Selg
    Vorbemerkung:
    Diese Buchbesprechung erscheint hier, nachdem sie über
    zwei Monate in der Redaktion der Wochenschrift "Das Goetheanum"
    lag, ohne jegliche Rückmeldung an mich. Da ich im
    Brief an W. Held persönlich – und damals noch als Vorstandsmitglied
    – darum gebeten hatte, diese Besprechung in
    der Wochenschrift zu veröffentlichen, finde ich diese Art der
    Zensur besonders unakzeptabel.
    Sergej O. Prokofieff, 3. Juni 2013

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