Der gereifte Sebastian Gronbach

Ich hatte ja meine Schwierigkeiten mit Sebastian Gronbach, dem Autor von "Missionen", dem Betreiber eines Blogs, auf dem er viele Kurse, auch zusammen mit seiner Frau und Anderen, anbietet. Die Schwierigkeiten meinerseits lagen darin, dass ich in ihm den Anspruch auf eine "bessere" Anthroposophie vertreten sah, der sich vor allem in der Kappung ihrer Kernaussagen wie Karma, Ich-Begriff, Christus-Begriff verstand- ein Anspruch, den ich als Hybris seinerseits begriff. Dazu kamen früher seine Ausflüge in eine nach vielen Seiten fragwürdige Metaphorik, eine Art Selbstverherrlichung mit Gottesanspruch, durchsetzt mit allerlei ekstatischen Erleuchtungsschilderungen. Aber wir werden älter (auch wenn man es Sebastian Gronbach keineswegs ansieht), zumindest in dem Sinne, dass wir, wie er es im unteren Filmbeitrag auch anspricht, ein Recht auf unsere egozentrischen Phasen haben, aber auch die Pflicht, deren einigermaßen Herr zu werden. "Wo nichts ist, kann man auch nichts überwinden", sagt er sinngemäß, und dem kann man nur beipflichten. Jedenfalls gelingt ihm eine in seiner Art faire und stimmige Darstellung von Anthroposophie, ohne etwas zu ent- oder zu verstellen, und er nimmt sich selbst durchaus als Person zurück. So gewinnt man den Eindruck einer Reifung und einer gelungenen Präsentation eines zeitgenössischen Begriffs von Anthroposophie.


Kommentare

  1. Der Begriff Hybris begleitet mich seit vielen Monaten. Hybris ist für mich schon beinah eine Universalerklärung für alles, was mir in letzter Zeit im anthroposophischen Weltenerklärungskontext begegnet ist. Sie tritt in vielen unterschiedlichen Manifestationen auf - auch bei mir selbst.

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    1. Natürlich ist Hybris ein Kind des Ego, und daher erstmal ein ganz menschliches Problem- im Sinne des Sich- Vergleichens mit Anderen und eine Überhebung um der Selbstliebe willen. Ich denke, Esoterik kann die Hybris ins Unendliche wachsen lassen, gipfelnd im Gurutum. Heute gibt es aber genügend esoterische Richtungen, die die Selbstreflexion mit ins Konzept des inneren Wachstums mit einbeziehen. Aber es ist ein wirklich schwieriger Prozess, weil die eigene Mittelmäßigkeit so schwer zu ertragen ist. Obwohl Steiner diese innere Selbstschau sicherlich - schon in den Nebenübungen - eingebaut hat, erlebt man in anthroposophischen Zusammenhängen leider häufig einen Mangel von solcher Vorsicht diesbezüglich. Wenn man die Hybris angeht, schaut man den tiefsten eigenen Verletzungen ins Gesicht. Es ist das, was man am tiefsten vor sich selbst versteckt- das innere Tabu. Es ist dort, wo man es am wenigsten vermutet, im eigenen Sakrosankten. Dort, wo man meint, "gut" zu sein. Ehrliche Esoterik muss immer an diesem Punkt beginnen, sonst ist das alles illusionär.

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    2. Wenn man dieses Element der Selbstreflexion nicht zur Verfügung hat, dann vergisst man in angespannten Diskussionen ganz automatisch, dass man eben so blind ist, wie man schlau zu sein glaubt.

      «Ich denke, also bin ich nicht.»

      Die Aufgabe der Anthroposophie gegenüber Wissenschaft und Leben
      Darmstädter Hochschulkurs
      GA 77

      http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA077a.pdf

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    3. wieder so eine Scientology-geschichte wo es um geld und narzismus geht .jedoch erkenne ich darin einen sinn.schliesslich ist narzismus eine entwicklung von selbst-verneinung zu bejahung-aber solchen lehrern auf dauer zu folgen bedeutet stagnation und für bewusstere menschen ist es ein zurückentwickeln.denn hier wird ein funken erwachen mit dem verstand und narzismus gemischt und als evolutionäre spiritualität verkauft.evolutionär, weil unsere gesellschaft immer mehr vergeistigt und die methode genau in diese richtung zielt.wenn die lemminge die klippe runter stürzen in den ozean hinein, dann verkauft diese methode ihnen fallschirme und positives denken und nennt es evolutionäre methode.

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  2. "Ich hatte ja meine Schwierigkeiten mit Sebastian Gronbach, ..."

    Das ging mir bis heute ebenfalls so. Doch kann ich mich nun, nachdem ich das Interview gesehen habe, getrost deinen Worten anschließen, wenngleich er beim Thema Christus und Christentum ein wenig schwammig geblieben ist, so dass nicht wirklich klar wurde, was da sein konkreter Standpunkt ist. Aber wie gesagt, ein ansonsten rundum sympathischer Sebastian Gronbach.

    hr

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    1. Lieber hr, den Christusbegriff wirklich real zu fassen, ist aber wohl auch nur dem gegeben, der sich ganz von sich frei machen kann, um Mensch unter Menschen zu sein, das reine und ungebrochene Menschsein im Geiste. Alles andere ist stets nur Annäherung, mehr oder weniger verschleiert.

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    2. Auch hier stellt die Hybris eben eine große Hürde dar!
      Das Christuswirken bringt viele Lichtwege für Viele in die Welt - Anthroposophie kann dabei für viele Menschen einen Zugang zum Christuswirken erleichtern.
      Ein leicht zu verwechselnder Unterschied besteht jedoch darin, ob
      das Christuswirken an der Anthroposophie oder die Anthroposophie am Christuswirken geprüft wird.

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  3. Er ist doch immer noch verlogen lieb.

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    1. Das ist natürlich nicht unbedingt auszuschließen, zumal klar war, dass das Interview veröffentlicht und damit auch eine gewisse PR-Wirkung für SGs Blog erzielt wird.

      hr

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    2. Noch zu viel Wille im Gefühl. Man kann es hören und sehen. Und die tieferen Untergründe im Willen einfach überdeckt mit Meditationsgesums. Wir kennen seine Aggressionen...

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    3. Wer ist "wir", und was für Aggressionen?

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    4. Verschiedene Menschen, die ihn beobachten, kennen sein Auftreten, das er zu Tage fördert, wenn er nicht in der Öffentlichkeit spricht. Dann kommt seine wahre Meinung durch, die alles andere als gelassen, heiter und liebenswürdig ist, sondern aburteilend und selbstgefällig. Zum Abreagieren nutzt er den Boxsack, aber der nutzt ihm nicht so viel, wenn die verbalen Äußerungen aus ihm heraus fallen. Diese Tiefen des Willens noch mit wirklicher Liebe durchtränken, statt mit Meditationsgesäusel zudeckeln, wäre doch ein wahrer Fortschritt.

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    5. Ich denke, um allgemein zu sprechen, dass dort, an den Stellen, an denen Anspruch und Wirklichkeit bei einem selbst auseinander klaffen, dann Schläge "von außen" kommen, die man nicht beeinflussen kann- besonders, wenn man spirituell arbeitet. Da setzt einem dann das Schicksal zu. Dann kommt das Lernen auf die harte Tour. Ich spreche nur über mich selbst, was die Erfahrung betrifft. Ich denke, wirklich real wird man nur, wenn man das Scheitern erlebt hat.

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    6. Es wird dennoch erneut und überwiegend ÜBER jemand anderes gesprochen und bald schon die Bahnen einschlagen, ähnlich wie bei J. v. Halle und Anderen? Anstatt nun mal in der Ich-Form etwas zu präsentieren, ganz konkret und ehrlich oder etwas völlig originelles, für die Allgemeinheit Fruchtbares usw.

      Wir sind alle keine Engel und das STÄNDIGE Beäugen der Schwächen anderer hilft keinem weiter, es ist ja eher eine Schwäche der eigenen Persönlichkeit und bewirkt schon gar nicht eine Veränderung im Menschen. Im Gegenteil, es fördert nur Trotzreaktionen und Hass u.v.a.

      Für mich ist Spiritualität und Menschsein nur im tiefsten und radikalsten Ansatz/Anblick des EIGNENEN Selbstes (der Selbste) zu finden, das macht zudem sehr, sehr bescheiden.

      Auch obige Aussage von Anonym über vermeintliches Insiderwissen, nichtöffentlichen Verhaltens Gronbachs, spricht mich nicht an, klingt eher nach Klatsch und Tratsch bzw. nach ganz PERSÖNLICHEN (persönlich GEFÄRBTEN) Eindrücken (oder halt danach, fleißig von sich SELBST abzulenken ;-)

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    7. Ja, das stimmt. Andererseits ist jemand (egal, wer), der öffentlich seine spirituelle Arbeit vorlegt, immer ein Modell für einen selbst, und der Betrachtende fragt sich, ob das für ihn selbst passt. Es ist also immer auch die Frage nach sich selbst. Wenn man die Meinungsäußerungen über die zwei Filme von SG anschaut, dann besteht in der überwiegenden Anzahl der mir verfügbaren Meinungsäußerungen Einigkeit, dass von ihm fruchtbare Fragen angestossen werden.

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    8. Ok, dass Sie etwas positives gesagt haben, kann man Ihnen ja zu Gute halten. Aber es klingt schon hindurch dieses Gönnerhafte, immer etwas von oben herab, wenn man öffentlich konstatiert, dass sich der Gronbach ja nun - hier und da ein wenig - 'gebessert' hätte oder gereift sei. Ein anderer schmeißt dann noch mal eben mit diesem und jenem Gerücht oder Eindrücken herum und schon hat man den so üblichen Salat.

      Vorschlag: Geht doch mal zu ihm hin und sagt es ihm direkt ins Gesicht, vereinbart einen Termin und versucht ein Gespräch zu führen. Das wäre allerdings echte Arbeit, echtes Interesse und auch Überwindung des eigenen Schweinehundes, der es ja gern weich und bequem hat, im unpersönlichen Netz.

      Ohnehin - Der 'Dreck' und genügend andere Probleme liegen doch zunächst vor der eigenen Haustüre oder sind sie ein Heiliger? Es ist so einfach im Grunde...

      Wie man dann auch jüngst bei den Kirchen gesehen hat, die aber gleichzeitig per website (rel.info) vor spirituellen und religiösen Gruppen oder Personen warnen, weil sie glauben, dass sie es besser machen, typisch Mensch....

      Und so wird Mensch von Tag zu Tag mehr erschüttert(er) und sieht also: Aha, so läuft das also, ich muss ganz von vorn und bei mir selber anfangen.

      Und mit dieser bescheidenen Einsicht in Menschverhältnisse und der eigenen Haustüre, mit einer fast schon banalen Weisheit - sowie der Bereitschaft von Mensch zu Mensch, von Schwäche zu Schwäche zu agieren, kann vielleicht ja etwas bewegt werden (inkl. diverser Initiativen). Deswegen gehen doch die Sucher und Sonstige gerade weg von den Institutionen, den Parteien und Dauernörglern, weil keine keine wirk-liche Begegnung mehr da ist oder einfach nur autoritäre Stile oder Einseitigkeiten und Langweile vorherrschen. Gronbach macht halt Frischwind auf seine Art. Interessant auch - er hat angedeutet, dass buddhistische Inhalte, Übungen etc. sehr wohl mit Teilen Steiners Aussagen kompatibel sind, ja, welch ein Schock in der Gemeinde! (man könnte dann noch fragen: Wer/Wo war die Henne und wer/wo das Ei?). Tja und zigtausende (ich glaube sogar Millionen) Menschen in Deutschland machen inzwischen Yogaübungen, von der Hausfrau bis zum Manager. Hat es sich etwa bewährt in der Praxis? Und - verbinden Menschen mit Yoga und östlicher Weisheit sehr viel Schönes, Positives, Körperfreundliches und Tolerantes?

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    9. Es gibt Gründe für Anonymität.
      In meinem Falle gerade die der persönlichen Begegnung mit ihm... Es ist nicht meine Arbeit, nicht mein Interesse, das es hier zu leisten gibt. Es ist seine.

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    10. Jetzt schreiben hier mindestens zwei Menschen anonym. Ach, das kann man schon verwechseln. Also, um das mal zu unterscheiden:
      Alle eingangs in diesem neuen Thread sind meine, ich nenne mich jetzt einfach mal GK.

      Und diese hier: "Es wird dennoch erneut und überwiegend ÜBER jemand anderes gesprochen..."
      und "Ok, dass Sie etwas positives gesagt haben, kann man Ihnen ja zu Gute halten."
      sind nicht von mir, aber der eben über die persönliche Begegnung mit SG.

      Gruß GK

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    11. Ich kann Dir zustimmen, es ist etwas "Gönnerhaftes" von "oben herab" in diesem öffentlichen Konstatieren. Lenkt immer schön von einem selbst ab.

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    12. Ach Quark, es ist der Wandel bei mir, dem Kritiker, im Konstatieren, dass SG hier etwas gut macht. Das ist nicht von oben herab, das ist das Knirschen in meinem Positionswechsel.

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  4. Ich freue mich für Sebastian muss aber dennoch eine Frage stellen:

    Was ist bitte Anthroposophie?

    Es geht doch eigentlich ausschliesslich ums Reden. Zu verwirklichen ist da ja nichts...

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  5. Erst wenn wir begriffen haben, wirklich miteinander zu sprechen statt immer über etwas oder wen, werden jene Motive austrocknen, die einen als "spirituellen Dienstleiter" oder sonstwas nach Aussen treten lassen/wollen. Wir reden also über uns selbst, wenn wir über andere reden, also warum nicht gleich direkter werden??

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    1. Der Weltenerklärer ist damit beschäftigt, anderen Menschen die Welt zu erklären. Tatsächlich versucht er aber unablässig, der Welt das eigene Wesen zu erklären (um von ihr angenommen/aufgenommen zu werden).
      Aber genau darin liegt auch die Bedeutung des Weltenerklärers für die Mitwelt: Er hat den Mut, etwas von sich zu offenbaren, etwas von sich (mit)zu-teilen. Dann finden immer mehr Menschen den Mut, über das zu reden, worüber wir schon lange reden wollen - Krusten aufzubrechen.

      Das erste anfängliche, noch sehr ungeschickte Geplappere, das noch ganz dem Übungsstadium angehört, gleich als 'Spirituelle Dienstleistung' anbieten zu wollen, gehört eben auch zu diesem 'Sich-der-Welt-erklären-und-anbieten-zu-wollen'.


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  6. Das war nur Teil eins und dauerte schon eine halbe Stunde. Aber trotzdem interessant anzuschauen: Du hast ganz recht, Michael. Damit kommt Deiner Bericht mir fast vor wie ‘Sebastian Gronbach – Eine Rehabilitation’. ;-) Ich frage mich des Weiteren ab ob ‘Der gereifte Sebastian Gronbach’ etwas zu tun hat mit ‘Andrew Cohen tritt von seiner Guru-Rolle zurück und entschuldigt sich’. Ist da der eine oder andere Zusammenhang zu vermuten?

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    1. Nein, ein Zusammenhang besteht da sicherlich nicht. Meines Wissens beruft sich Gronbach auch auf Wilber, weniger auf Cohen. Interessant, dass Cohen in letzter Zeit von Anna-Katharina Dehmelt angestossene Gespräche mit Zajonc u.a. gehabt hat http://www.infameditation.de/wp-content/uploads/2013/02/Basel-11.5.2013.pdf

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  7. Antworten
    1. Es ist wohl wahr, dass sich das Wesentliche des Christus nur dort erschließt, wo sich der Mensch zum inneren völligen Zurücktreten, zum Opfer seiner Eigenheit im meditativen Raum bereit macht. Es ist der Schritt, in diesem Augenblick tatsächlich alles, was "anhaftet", alles, was "Ego" ist, tatsächlich fort zu legen und in völliger Entblößung, als reiner und bloßer Mensch zu existieren. Das widerspricht allem, wozu wir erzogen sind, wie wir uns sehen und was die Zeit verlangt. Bis dahin werden wir immer Spiegel von uns selbst verehren, werden immer Esoterik als "aufgeladenes Ego" erleben. Es ist ein großer und schwerer Schritt, der jeglicher "Vernunft" entbehrt, so wie auch das Opfer Christi selbst "unvernünftig" war.

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    2. Was Jostein Saeter hinsichtlich des Christusverständnisses von SG aufgefallen ist, das versuchte ich mit dem Begriff "schwammig" für die von SG gewählten Formulierungen anzudeuten. Mir schien da auch eine Art des Ausweichens mit verbunden zu sein, so dass ich mittlerweile rückblickend meine, dass in dem Video durchaus noch der alte Mythologie-Standpunkt SGs den Christus betreffend durchleuchtet. Dann allerdings ist zu vermuten, dass zwar eine gewisse Form der Verehrung Steiners bei SG gegeben sein mag (welche auch immer), er Steiner aber nicht wirklich ernst nimmt, nicht ernst nehmen kann, bei so einem Standpunkt, denn Steiners diesbezügliche Aussagen zum Mysterium von Golgatha sind kein bisschen schwammig und lassen vor allen Dingen nicht den geringsten Interpretationsspielraum hinsichtlich einer solchen Mythologisierung dieses Ereignisses zu.
      Das aber dürfte SG in ein schweres Dilemma stürzen, wenn er Steiner beim Wort nehmen würde. Er müsste dann sein Selbstbild (wenn es noch das alte ist, möglicherweise mit weniger Kanten und Ecken) vollkommen in Frage stellen, es sozusagen über Bord werfen. Und da gebe ich Michael natürlich Recht, dass das keine leichte Angelegenheit ist.

      hr

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    3. Jetzt bin ich 100% sicher: der Mann sitzt in diesem Augenblick mit seiner Frau in seinem Zimmer, und dort lachen sie sich über uns kaputt. Sie sind bereits am erarbeiten eines eigenen Posts zum Spiegelthema: die Entwickelung von Mick Eggerts Christusverständnisses

      Da das hier ja sowieso nicht veröffentlicht wird, kann ich es ja so schreiben.

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    4. Es ist wirklich interessant wie ihr Gronbach interpretiert, z.B. was Christus berifft. Dennoch mache ich bei diesem Spiel nicht mehr mit, es bringt niemanden etwas, morgen hat man eure Worte vergessen und übermorgen steht der nächste Artikel und weitere viele Hin und Hers hier im Raume (ich nenne das Instant-Schokolade für den schnellen Durst des Verstandes).

      Ich bleibe dabei, es geht erstmal nur um den Menschen, der ja schon Ausdruck des Christus IST bzw. als ICH - Christus wesensverwandt IST, im tiefsten Inneren. Vielleicht ist Gronbach unwissend was ein äußerer Christus betrifft (Äther oder Erscheinungen), aber innen? Oder ist er gar zu Recht unwissend, weil zu viel schon auf Übersinnliches geschielt, ja gegeiert wird? Außerdem ist er ja auch noch Buddhist, Buddha - ebenfalls ein Prinzip der Liebe!
      Am Ende ist er noch viel weiter und fortschrittlicher als Ihr? WER WEISS das?

      Steiner prophezeite ohnehin, dass dieser Name - Christus - (der Ausdruck, das Liebesprinzip des Vaters) - bald nicht mehr geläufig sein wird, sondern ganz andere Bezeichnungen kommen oder auch gar keine! Warum nicht? Worte haben Menschen oft nur verwirrt und gespalten oder es enstanden Mauern der Ideologien...

      Im Menschen ist das Prinzip der Liebe auf Ewigkeit vorhanden und zwar in jedem! Zudem - wer hat denn von Euch Christus wirk-lich innen wie AUßEN erlebt oder gar "gesehen" über die Jahre des Studiums hinweg? Und wie lange wird überhaupt nur darüber gesprochen in der Anthroposophie?

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    5. Mich hätte das mal interessiert, wie man sich das eigentlich vorzustellen hat mit dem Ereignis von Golgatha, und dem Christus. Den Menschen soll man loslassen? Wie denn? Welche die einen gar nicht kennen wollen? Oder soll ich das iNet abschalten?

      Und von welchem Studium ist bitte die Rede?

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    6. Genau!!!!
      Die Liebe ist eigentlich schon überall vorhanden und den Christus brauchen wir eigentlich auch bald nicht mehr - wir haben ja den Gronbach, der im Prinzip auch schon das Liebeprinzip ist.
      Prinzip, Prinzip, Prinzip und im Prinzip sind die ganzen Zoffereien bei den Anthroproleten auch nur Liebesspiele...

      Heute poste ich im Prinzip auch mal Anonym (aber nur im Prinzip), denn den Stephan Birkholz brauchen wir im Prinzip auch bald nicht mehr, denn der ist ja im Prinzip auch schon überall in diesem Liebe-Prinzip enthalten...

      Übrigens:
      Matthäus28,20
      "Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt."

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    7. Ich wollte damit nur sagen, dass viele von uns (ich auch) wie schlaftrunken oder halbwach in Ahnungen und Prinzipien herumtappen. Herumtappen in einer wunderbaren lebensvollen Christus-Auferstehungswirklichkeit - narkotisiert von Gedankenleichen aus irgend welchen esoterischen Prinzipien.
      Und anonym könnte ich das auch wieder posten, denn in all dem Tappen und Phantasieren habe ich ohnehin schon wieder vergessen wer ich bin. Glücklicherweise erinnere ich mich von Zeit zu Zeit an den der mit uns ist [Matthäus28,20], er erinnert mich dann in endloser Geduld daran wer ich bin, wer wir sind und an das, was wir werden können.

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  8. "Christus in Euch"

    ...das war das erste und eindringlichste, dem ich seinerzeit in der Christengemeinschaft begegnet bin. Wenn man diesen Satz mal wirklich ernst nimmt, ja wo sollte man denn dann hinschauen? Zu oder in einen anderen? Wenn das wirklich stimmen sollte, ja wie und von wo aus sollte man dann sprechen?! Wenn man wirk-lich verstehen, nein, erfassen möchte, was es mit dem Christus auf sich hat (haben könnte), dann muss man mit der eigenen Stimme beginnen sprechen zu lernen, alles andere ist eigentlich absurd und bezeugt lediglich, dass man noch nicht begriffen hat.

    Wir knebeln ihn durch unsere Sprachlosigkeit, weil unsere Sprache immer noch dem hinterherläuft, was unsere Autoritätsgläubigkeit nach dort draussen hinausschauen lässt. Wir formulieren und "beten" nach was Vielschreiber-Geplagte meinen mitteilen zu müssen, sie verschanzen sich hinter gedruckten Büchern und reden nie mit einem selbst, so gut wie nie.

    Mich interessiert, was die Kuh frisst und nicht, was sie hinten wieder ausscheidet. Was interessiert Dich, ganz un-mittel-bar. Ich möchte teilhaben an Deinen Kaubewegungen, an Deinen Geschmacksnerven und Deiner Erfahrung, Deiner Suche, Deinen Empfindungen und vor allem Deinen Fragen.

    Geistes-Wissen-schaft lässt sich nicht betreiben, wenn sie nicht doch eigentlich lediglich eine Naturwissenschaft bleiben will, wenn man Fakten jeglicher couleur zusammenträgt und sie gewichtig auf den Tisch legt. Geistes-Wissen-schaft beginnt man zu spüren, wenn man so un-mittel-bar wie möglich den lebendigen und gegenwärtigen Lebensprozessen nachspürt und deren un-mittel-barste Gelegenheit hierzu böte sich in wirklichen Gesprächen mit-ein-für-ander.

    Eine neue Kultur dadurch begründend, dass man der vermeintlich hinderlichen Subjektivität und ihren Darstellungen folgen und sie tiefer be-geifen lernt, durch ganz direkte Erfahrung(en) an und mit ihr. Wenn etwas wirk-lich lebendig ist und bleiben soll, dann ist deren Quelle die leider immer noch verschmähte Subjektivität. Objektivität ist nun mal leider tot und deren Gebärer war die Subjektivität, ihr gehört die Zukunft, denn sie ist die einzige die wirk-lich lebt!

    Fast alle gewichtigen Begriffe sollte man sich nochmals neu anschauen. Man wird bemerken, dass sie durch ihre Bedeutungs-Mitgiften deren Wirkung ausstrahlen und DIE haben sie von uns, unserem bisherigen Denken. HIER liegt der "Chistus" begraben, wir sind es, die ihn begraben halten! Durch unseren Umgang mit dem, was wir Denken nennen und vor allem dem, wie wir es füttern.

    Das wahre Denken ist jene Energie, die die Inhalte be-denkt. Das wahre Denken ist neutral, die Inhalte sind es nicht.

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    2. Guten Morgen Jostein, ich hoffe Du hattest gestern noch belebende Begegnungen auf Deiner Wiese. :-) Und natürlich interessiere ich mich als grosser Käsefreund ebenfalls, was "hinten" dabei herauskommt, auch ganz generell, war ja auch "nur" ein Bild im Sinne einer aktuellen "Zeitenwende" vielleicht mal ganz frisch über bisherige SCHWER-Punkte nachzusinnen. Ich erlebe es zumindest als wirklich anstehend.

      ...ich hatte Dir ja schon mal eine Umarmung angeboten --- :-)

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  9. Ja, Herr Manroe und diesen Satz sollte man sich einrahmen:

    "Mich interessiert, was die Kuh frisst und nicht, was sie hinten wieder ausscheidet. Was interessiert Dich, ganz un-mittel-bar. Ich möchte teilhaben an Deinen Kaubewegungen, an Deinen Geschmacksnerven und Deiner Erfahrung, Deiner Suche, Deinen Empfindungen und vor allem Deinen Fragen."

    Aber das geht letztlich nur in der persönlichen Begegnung GUT (aber auch das muss gelernt sein, gewollt sowieso).

    Öffentlich wirst du es kaum erleben (oder bekommen) ohne Schaden.

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    1. Hallo Herr Anonym,

      ...ich glaube nicht, dass "es" nur in der persönlichen Begegnung möglich ist, weil dies distanziert sich begegnende Schreiben auf bereits gemachte Erfahrungen trifft, die dann sich neu regen können. Es hat in gewissem Sinne auch vorbereitende "Funktionen", wenngleich ich damit überhaupt nicht persönliche Begegnungen kleinreden möchte, ganz im Gegenteil!! Die ganzen sozialen Medien lügen ja nicht, man traut sich nur noch nicht das, wovon sie künden, wirklich umzusetzen.

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    2. Verstehe ich nicht, weder Anonym noch Manroe.

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  10. @Manroe

    Interessanter Aspekt Herr Monroe, da kann ich zustimmen, es ist sicher auch ein Lernprozess.

    Noch nachträglich etwas zu Gronbach. Sicher findet man den Christus und diesbezügl. Thematisierung, nicht oder nur sehr wenig bei ihm. Ich bedaure das auch in gewisser Weise, da es mir ebenfalls sehr wichtig ist und auch zentraler Punkt Steiners Intentionen war und für einen Christen wie Lebensnahrung. Aber Gronbach arbeit eben auch mit völlig neuen, teils auch sehr menschennahen Themen, was ich wiederum sehr gut finde. Da ist schon auch etwas von Echtheit, aber auch Wärme zu erleben, was sicher sehr vielen Menschen wichtig ist.

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