Der Terror der politisch korrekten anthroposophischen Phrase

In internationalen Foren mit anthroposophischer Thematik ist es auch nicht besser als in Europa. Wir haben den Dünkel, die elenden argumentativen Schlangen, die immer auf eine Phrase oder ein Steinerzitat zurück gehen, wir haben die unerkannte Selbststilisierung als moderner Katharer, ein kollektives Aufheulen, wenn es jemand wagt, derb, realistisch, ironisch in diese Zelebrierungen des anthroposophischen Idylls herein zu breschen. Die Reinen, die Hüter der Zeit, die Geistsucher, sie suchen ihresgleichen, die, mit denen sie sich im Devachan unter des Heiligen Michaels Gebrauchsanleitung für dieses Leben in materialistischen Zeiten verabredet haben- wer wagt es, sie zu stören? Tom Mellett ist einer dieser Bösewichte, der das Kuschelidyll mit immer neuen Anläufen zum Aufruhr treibt. In der angesprochenen Facebook- Gruppe ist er zur Zeit gebannt (herausgeworfen), aber er hatte noch Zeit, das böse F...- Wort (in Deutsch: Scheiße) zu platzieren. Florian Sydow, einer der Moderatoren, hat die typische, ellenlange, anthroposophisch begründete Argumentation gegeben, ohne zu erkennen, wie unfreiwillig komisch er eigentlich wirkt. Hier meine freie Übersetzung:

Florian Sydow: "Aus der Perspektive der Dreigliederung betrachtet gehört Freiheit in die Spirituell Kulturelle Sphäre ("Geistesleben"), wobei auch die gleichen Rechte für alle Mitglieder einer Gesellschaft - unabhängig von Rasse, Geschlecht oder finanziellem Status- als eine primäre Aufgabe von Staat und Gesellschaft beschützt werden sollten. 
Anthroposophie gehört ebenfalls in die Sphäre des Spirituell- Kulturellen ("Geistesleben"), in der Freiheit als eine vordringliche Tugend betrachtet werden sollte. In einem Forum mit über 2600 Menschen, die sich austauschen wollen, gilt das auch- bis zu dem Punkt, an dem der wahrhaftige Respekt einander gegenüber durch chaotische Formen von Anarchie gestört wird. Der positive und bedeutungsvolle Austausch von sich gegenseitig respektierenden Personen schließ auch den gegenüber den spirituellen Werten ein, die einen innerlichen Schatz darstellen. 
Tom Mellett hat ein Sch...- Wort in einer Antwort an ein anderes Mitglied verwendet, wobei auch noch Christus angesprochen war, was wegen Grobheit und Respektlosigkeit als ungeheuerlich bezeichnet werden muss und keinesfalls zu einem positiven und gegenseitig bereichernden Austausch führen kann. Derselbe Sachverhalt hätte doch durch einen nettes Wort dargestellt werden können, ohne Rückgriff auf solche Schimpfwörter. Andere Mitglieder mögen sich an Dialogen gar nicht mehr beteiligen, in denen sie Zeugen solch unreifen und groben Verhaltens werden.

Ein Forum dieser Größe benötigt minimale Richtlinien, weil dieses Verhalten in der Art eines Tom die Botschaft an Andere (die ähnlich geneigt sind zu dieser Art von Verhalten) ausstrahlt. Das sind solche Personen, deren Verhalten vielleicht in eine Bar oder in einen Nachtclub passt, in der man mit Betrunkenen umgeht. Aber es passt nicht in ein Forum, das Anthroposophie hingegeben ist, die ihrerseits spirituelle Werte mit würdevollem Respekt beinhaltet."

Da erinnere ich mich an den längst verstorbenen Dr. Schüffler, dem ich eine Eurythmistin für ein damals bekanntes Heim und Kulturzentrum empfohlen hatte. Er sagte, solche Leute könnte er nicht gebrauchen, weil sie nicht der Lage seien, um das Haus herum zu laufen und "Scheiße" zu schreien. Etepetete kommt mit den Realitäten nicht zurecht, und ist selbstgerecht. Wer auf einer Insel der Seligen schwimmen möchte, und Jeden vor die Tür setzt, dessen Verhalten nicht zur verlangten Norm passt, ist halt schon verdammt nah dran an der Institutionalisierung eines Kults.
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Originalpost Florian Sydows: Viewed from the perspective of the threefold social order Freedom belongs in the Spiritual Cultural sphere, Aside from this Equal Rights for all members of a society regardless of race, gender or financial status should also be protected as the primary role of the state or government. The ideal for the Economic Sphere is Brotherhood and all three should be semi autonomous in order to avoid social and cultural degeneration. 

While Anthroposophy belongs in the Spiritual Cultural sphere where Freedom should be the primary virtue in a forum where 2,600 + people are provided with an opportunity to share unless people of their own accord truly respect the dignity of the others a chaotic form of anarchy ensues. As from the respect due an individual the spiritual values that they inwardly treasure should also become part and parcel of such mutual respect in order to facilitate a positive and meaningful interchange.

Tom Mellet throwing a few F words into his response to another member regarding the Christ being is uncalled for rude and disrespectful and is therefore not conducive to a positive and mutually enriching exchange. The same response could have been kindly expressed without resorting to such expletives. Other people looking on will not even bother to engage in such a dialogue when they witness such immature and rude behavior.

This is why a forum of this size needs some minimal guidelines, because the sort of behavior that Tom is displaying is sending a message to others predisposed to the same sort of behavior which may fit in at a bar or nightclub where you're dealing with some drunks but it doesn't belong in a forum meant to be devoted to Anthroposophy which involves spiritual values worthy of respect.

Kommentare

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    1. Grrrrrrrrrrrrullimuck wäre für mich ein auch vor Seniorinnenohren anwendbarer Fluch. :-)

      Aber mal im Ernst, wenn du den ganzen Tag lang Scheiss Wörter, oder die Beschimpfung anderer auf werweiss wie eine Art hören müsstest, wenn es im Strassenverkehr wie im Zoo zugehen würde, und wirklich jeder in deiner Anwesenheit den alten Adam raushängen lassen würde, fändest du das erträglich? -Nee, würdest du nicht.

      Nur wenn ich vor lauter Benimm nicht mehr wüsste, wie ich mich bewegen soll, dass würde ich jetzt auch nicht mögen. Also, wenn sie alle ganz entrüstet wären, wenn man die Gewohnheiten mal durchbricht...

      Der ganz natürliche Respekt voreinaner, der eigentlich gar nicht "gelernt" werden muss, weil er in jedem normalerweise vorhanden ist, scheint mir der Goldene Mittelweg.

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  2. Oh.

    »Er sagte, solche Leute könnte er nicht gebrauchen, weil sie nicht der Lage seien, um das Haus herum zu laufen und "Scheiße" zu schreien.« :-) Sehr schöne und unmittelbar nachvollziehbare Begründung!

    In diesem Zusammenhang würde mich nun natürlich interessieren, ob etwa auch Rainer ein F- oder Sch-Wort in die Diskussion geworfen hat, hier. . .

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    1. Nein, er hat die Persönlichkeitsrechte eines anderen Kommentators verletzt.

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    2. Da würde ich den "anderen Kommentator" (in diesem Falle Ernst) doch einfach direkt fragen, ob das der Fall ist. Ich glaube nämlich nicht, da, wie ich schon geschrieben hatte, Ernst sehr ausführlich und eben auch öfters von diesen Dingen auf dieser Website geschrieben hat (und mir ja auch ausführlich gestern geantwortet hatte).

      Ich nehme an, dass Du halt einfach ein Problem mit mir hast, meine Kommentare, wie Du des öfteren sagtest, als "belehrend" und "Gift-spritzend" erlebst.

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    3. Nein, ich kann auf meiner Seite selbst entscheiden, was ich für geschmacklos halte.

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    4. Naja, als hier vor nicht langer Zeit ein Kommentator einen anderen mit Goebbels verglichen hat, fandest Du das anscheinend nicht geschmacklos, da Du den Kommentar stehen gelassen hast.

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    5. Doch, das fand ich sehr geschmacklos, habe es aber als Beispiel für den Fanatismus mancher von Halle Anhänger stehen lassen. Manches entlarvt sich einfach selbst.

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    6. Wenn ich mal kurz zusammenfassen darf: Erst sagst Du, mein Kommentar gestern habe "die Persönlichkeitsrechte eines anderen Kommentators verletzt". Dann ist es Deine Entscheidung, eben den Kommentar zu löschen, weil Du ihn für "geschmacklos" hälst. Interessanterweise lässt Du allerdings eine unschönere Geschmacklosigkeit stehen, weil Du damit die "von Halle Anhänger...entlarvst".

      Nach dieser bemerkenswerten Logik, wäre es also auf dieser Website erlaubt, die Persönlichkeitsrechte eines anderen zu verletzen, wenn sich damit der "Fanatismus mancher von Halle Anhänger" vorführen lässt. Gut zu wissen.

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    7. Ob sich Psychiatrie- Outings oder Nazivergleiche in Sachen Geschmacklosigkeit überbieten, ist schwer zu sagen. Aber Wolfgang ist, bei anderen Gelegenheiten, charmanter.

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    8. Es wird immer konfuser: Erst engagierst Du Dich für die Persönlichkeitsrechte der Kommentatoren, dann geht es plötzlich um die Geschmacklosigkeiten der Kommentare und jetzt darum, wer von den Kommentatoren der charmanteste ist...meine Güte, Michael!

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    9. Lieber Rainer,
      nun, ich hatte ja auf Deinen Kommentar geantwortet, aber tatsächlich, als Michael Dir das mit den Persönlichkeitsrechten schrieb, wurde es mir klar, was vorher unbewußt doch als wie gezielter Angriff von Dir wirken konnte, da Dritte Erstleser einen falschen Eindruck meiner Person gewinnen müssen, sie kennen ja all die Dinge nicht, die Dir im Bewußtsein sind, vor allem so ausführlich bei Info3 einst geschildert. Tatsächlich bewahrt aber Michael auch einen falschen Eindruck, der indirekt auf die Anthroposophie mit fallen kann, da ich nun einmal Mitglied der AAG bin und durch Arbeit an anderer Stelle es sein kann, durch googeln landen Erstleser hier. Natürlich ist der Vorgang auch als "geschmacklos" - durch die Umstände - zu werten. Einen längeren, die Rechtsfragen klärenden Text hatte ich nach der knappen Anwort von Michael an Dich weg gelassen.
      Deine neue Meldung und Darstellung macht diesen Hinweis nun hilfreich.

      Ich hoffe, Dir wird bewußt, der letzte Absatz von Dir enthält eine Kausalität, die nicht logisch ist, nicht dem Ablauf entspricht.

      Nach Erstellung obigen Textes spricht Michael in seinem neuen Kommentar das Problem kurz an. Tatsächlich ist es vor allem eine Rechtsfrage. (es sei mir gestattet, das BVerfG hat 1997 alle meine Rechtsfragen (ohne Anwalt) anerkannt, jedoch auf einen Rechtsweg zur Klärung verwiesen, der rechtlich unzulässig ist. Es ist nun einmal eine unbewußte Fähigkeit Rechtsfragen intuitiv zu erkennen, bzw. auch erst zu einer Klärung beizutragen. Zu "meiner" Zeit galt noch, bei einer Zwangseinweisung hat automatisch der zuständige Arzt das Recht, eine Zwangsmedikamentierung durchzuführen. Das war damals geltendes Recht, das wurde so angenommen, diese Kausalität, Einweisung-Zwangsmedikentierung. Inzwischen gilt das nicht mehr. Es darf darauf verwiesen werden der Schweizer Rechtsanwalt Herr Schönenberger hat mir vor Monaten geschrieben, dank des Kruzifix-Beschlußes 1995 ist die Eiterpeule Psychiatrie geplatzt". Meine Taten, Wirkungen sind mehr im Verborgenen, werden vordergründig nicht gesehen und haben doch Bedeutung für die Entwicklung des Rechts, ganz im Sinne Rudolf Steiners, der im Rechtswesen die Höchste Form der Kunst sah, weil sie unmittelbar mit dem Menschen zu tun hat (mündlich aufgeschriebene Überlieferung in einem großen biographischen Werke). Zur Klarheit, ich hatte mich erfolgreich einer Zwangsmedikamentierung wiedersetzt, die aus kirchen-politischen Gründen beabsichtigt war.
      Anwalt Schönenberer gründete in der Schweiz den Verein Psychex mit ca 200 freiwilligen Anwälten, welche Rund um die Uhr Menschen helfen, welche in die Mühle von Justiz und Psychiatrie geraten. Auch er erreichte, wie er mir persönlich schrieb, daß Gesetze geändert wurden. Insofern ist sein Hinweis an mich gewichtet.

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    10. Schaue nach, Michael hat das mit den Persönlichkeitsrechten Ingrid geantwortet, welche eine Frage zur Löschung stellte. Frauen tragen halt zur Klärung bei :-)

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    11. Das war ein bewusster Angriff gegen Dich, Ernst, und zwar mit einem herabwürdigenden Ton. Danke für die Erläuterungen.

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    12. Lieber Ernst,
      ich hatte keineswegs vor, hier irgendein "Psychiatrie-Outing" gegen Dich anzuzetteln; ich bin zwar manchmal direkt, aber sicherlich nicht so boshaft um so etwas ernsthaft zu betreiben

      Ich habe es eher in Erinnerung, dass Du auf den beiden Egoistenblogs (und eben nicht nur "einst bei Info3") teilweise ziemlich ausführlich und auch ziemlich oft über Deine persönlichen Psychiatrie-Erfahrungen und falsche Diagnosen über Dich berichtet hast - und da wollte ich nur kritisch nachfragen, warum Du jetzt andere diagnostizierst.

      Wenn ich Dich verletzt habe, tut es mir leid!

      Ich nehme es allerdings Michael nicht ab, dass er sich allzu sehr für Deine Persönlichkeitsrechte interessiert, ich glaube nach wie vor, dass er etwas gegen mich hat, weil ich mich für JvHalle engagiere und er das nicht einordnen/verstehen kann.

      Ich werde mich hiermit von diesem Blog offiziell und endgültig verabschieden, das hatte ich schon immer mal vor einiger Zeit vorgehabt, diese dumme Geschichte hier nehme ich als "Zeichen". Grüße an Manroe, Ingrid, Ernst uva.
      Michael, Du kannst Dich jetzt entspannen.

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    13. Wenn ich das löschen soll, Ernst, gib kurz Bescheid. Er hat schon wieder nachgetreten.

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    14. Raiiiner, nicht verabschieden, bleiben! Ausserdem mag ich Deine Art zu schreiben :-) Wir sind Menschen und die kappeln sich, ich glaube ich weiss, wie Du Dich fühlst - -

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    15. Liebe Ingrid, Du weist (vielleicht), ich lese nicht mehr Deine direkten Beiträge an meine Person, lese aber gerne all die anderen Beiträge. Nun ist durch Deine Nachfrage etwas entstanden, wo ich mir vorstellen kann, Deine Gedankenfähigkeit könnte klärend beitragen. Deshalb lasse ich meinen Beitrag an Rainer weg, wie wäre es mit einem Versuch?!
      Kleiner Hinweis, wenn Du Dich versuchst, lass bitte meine Person als solches raus, das läuft schief. "Wir" müssten uns erst einmal tatsächlcich in die Augen schauen, wenn wir in Zukunft Gedanken direkt austauschen woll-t-en.

      Allgemein in die Runde:
      Erst als ich nach meinem aufgesetzen Beitrag alle Beiträge dieses strangs nochmals las, ging mir auf was Michael mit "Er hat schon wieder nachgetreten" meint. Es bezieht sich auf "dumme Geschichte". Rainer bemerkt nicht, das fällt auf ihn selbst zurück, wenn er sich so verabschiedet, mit diesem Wort. Niemand ist dumm, schon gar nicht die, welche von der Katholischen Kirche hier mitlesen, oder gar der Verfassungsschutz, weil sie nicht wissen, wie sie in Regensburg ihren Prozess gegen den ehemaligen Waldorfschüler aufziehen sollen... ...gerade brachte der Deutschlandfunk die Nachricht vom Hamburger Schulversuch, ein Gymnasiallehrer habe 3000 Unterschriften gesammelt, weil mit der Waldorfpädagogik von Rudolf Steiner Esoterik an staatlichen Schulen einzieht.... .... wir sind halt im fünften Mysteriendrama, nicht als Zuschauer......

      Auch der Gymnasiallehrer wird die "Esoterik" hier verfolgen. Herr Heisterkamp von Info3 bezeichnete einst seine Zeitschrift als geistige Speerspitze Deutschlands. Ich gehe davon aus, auch die "Egoisten-Seite" wird von den Kämpfern gegen die Esoterik Rudolf Steiners beachtet.

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    16. Lieber Ernst,

      ganz herzlichen Dank für Deine Worte und die darin liegende „Ermutigung“ an mich. Ich habe sie schon in Deinem früheren Kommentar hier empfunden, war mir aber nicht sicher und habe mich daher gestern dafür entschieden, mich doch lieber zurückzuhalten. Eben weil ich weiß, wieviel bei solchen „Klärungsversuchen“ auch „schieflaufen“ kann. Nicht nur zwischen Dir und mir, sondern auch in der ganzen Diskussion um Judith von Halle. Es ist ein Thema, in dem sich auf allen Seiten „Allergien“ oder sogar „offene Wunden“ zeigen --- das macht es sehr schwierig, etwas dazu zu sagen: irgendwo wird es wohl immer etwas „scheuern“.
      (Ich habe am Samstag ein Seminar mit Wolf-Ulrich Klünker miterlebt, da machte er in einer Nebenbemerkung darauf aufmerksam, daß „Aussprachen“ oft mehr „zerstören“ als „heilen“. Denn wir seien ganz einfach mit unserer Sprachkraft noch nicht so weit... das halte ich für sehr bedenkenswert.)

      Nun, ich will es dennoch versuchen. Aber wohl nicht vor heute Abend. Ich bitte um Geduld.

      Danke - und ganz herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    17. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht so ganz, was ihr eigentlich geklärt haben wollt, und worum es eigentlich schon wieder geht :-)
      Hallo liebe Ingrid!

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    18. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. Hier also mein Versuch --- und ich bitte schon im Vorhinein um Verzeihung, falls ich dabei irgendjemandem „zu nahe treten“ sollte. Das liegt nicht in meiner Absicht.
    Ich versuche zwar, persönliche Geschichten dabei herauszuhalten, nehme aber dennoch Bezug auf die jüngsten Kommentare hier und im anderen thread - denn ich sehe nicht, wie ich meinen Versuch sonst hier, mit diesem „Anlaß“, aufrollen könnte.

    Wie ich es sehe, wollte Rainer ganz einfach darauf aufmerksam machen, daß Sätze wie Ernsts »das ist und bleibt menschlicher Wahn und muss so charakterisiert werden, alles anderes ist Lüge« gewissermaßen „Diagnosen“ darstellen. Und daß es nicht schaden kann, sich vor Augen zu halten: Diagnosen, so begreiflich und „unumstößlich wahr“ sie uns auch erscheinen mögen, können eben auch Fehldiagnosen sein.

    Ich stimme Rainer hierin zu.

    Dennoch glaube ich, daß es sehr viele Menschen gibt, die Ernst in seiner „Diagnose“ folgen werden, und auch darin, sie nicht in Frage stellen zu wollen.
    Ich finde das sehr begreiflich, auch wenn ich selber anderer Ansicht bin.

    Ernsts Satz bezieht sich auf einen Ausspruch Judith von Halles, der als „Selbstzeugnis“ einige Bekanntheit erlangt hat.
    Es ist ein Ausspruch, der meiner Ansicht nach von vielen Menschen (und zwar nicht nur von „Gegnern“, sondern auch von „Anhängern“!) mißverstanden wird, oder zumindest unvollständig verstanden.

    Zunächst der Wortlaut dieses „Selbstzeugnisses“ (zitiert nach dem Buch „Zeitreisen“ von S.O.Prokofieff):

    »Schauen Sie bitte nicht mich als einen Menschen an, an dem ein schier unerklärliches Wunder wirkt. Bitte schauen Sie auf die geistigen Tatsachen, die diesem Phänomen zugrunde liegen. Jede Darstellung über die Ereignisse soll nicht meine Person in den Vordergrund rücken. Da sich diese Ereignisse an mir vollziehen, sind sie mit meinem Wesen verknüpft. Doch es ist stets Christus selbst, der Sie ganz persönlich – in Liebe – anspricht, wenn Sie sich mit diesem Stigmatisations-Ereignis auseinandersetzen, das innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft aufgetreten ist, indem Er durch Seine Gnade, durch die Lenkung und Stützung Ihres Karmas, Sie selbst zu Zeugen werden lässt von Seinem Gang durch die Erdenwelt, von Seiner Authentizität, von Seiner Allgegenwart.«

    Meiner Ansicht nach gilt es hier mehrere Fragen zu unterscheiden, deren Antworten ganz unterschiedlich ausfallen können:

    1.) Was meint Judith von Halle damit?
    2.) Stimmt das, was sie meint?
    3.) Welche Konsequenzen würden sich daran knüpfen, falls die Antwort auf 2.) „Ja“ wäre?

    Ich möchte hier nicht versuchen, Antworten auf diese Fragen zu geben oder auch nur meine „Meinungen“ dazu auszusprechen (nur soviel: ich habe selbst derzeit nur zu 1.) eine „Meinung“).
    Sondern ich möchte einfach dazu anregen, diese Fragen auseinanderzuhalten und zunächst ganz getrennt voneinander zu betrachten.


    Im übrigen finde ich es „stimmig“, diese Gedanken hier in diesem thread weiterzubewegen: denn sowohl beim Umgang mit dem „Selbstzeugnis“ Judith von Halles als auch bei den facebook-Begebenheiten, über die Michael in seinem Grundbeitrag hier berichtet, geht es ja um so etwas wie „political correctness“ in Bezug auf das Christus-Wesen.
    (Michael zitiert Florian Sydow - Hervorhebung von mir: »Tom Mellett hat ein Sch...- Wort in einer Antwort an ein anderes Mitglied verwendet, wobei auch noch Christus angesprochen war, was wegen Grobheit und Respektlosigkeit als ungeheuerlich bezeichnet werden muss...«)

    - - -

    Herzlichen Gruß in die Runde,
    Ingrid

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    1. Liebe Ingrid,
      danke erst einmal für die "Annahme" bzw. Deines eigenen Versuches.
      Auch ich entschuldige mich vorsorglich, sollte ich Jemanden zu Nahe treten.

      Dein Bemühen sachlich zu sein ist korrekt.

      Du beginnst mit dem Anfang, der Darstellung der Entstehung, Grundlage mein Satz.
      Frage Dich bitte ob Du zu schnell von "Wahn" zu "Diagnose" gehst, wobei der Hintergrund ja psychiatrisch von Rainer gemeint ist. Ist es inhaltlich zulässig von einer "Diagnose" zu schreiben. Habe bis jetzt nur bis zu der Stelle gelesen, weil das erst geklärt werden muß. Ich verwende zu "Wahn" "charakterisieren" und nicht "diagnostizieren".

      Allgemein i.R.:

      "Wahnfried", das "wähnen", dieser Sprachgebrauch hat nichts mit krankhaft zu tun, sondern spricht eine besondere Ebene des Bewußtseins des Menschen an.
      Daß Rainer sofort den "Wahn" mit "Psychiatrie verbindet" ist aus meinem Satz nicht ersichtlich. Gerade der - möglicherweise problematische -Hinweis auf "Lüge" deutet nicht auf "Krankheitsdiagnose".

      Zu "Lüge" bildet sich mir der Umgang des "Menschheitsrepräsentanten", Originaltexte von JvH, da sie dieser Plastik eine okkulte Bedeutung im Christusgeschehen zuweist (der "letzte Hammerschlag" - so ähnlich). Ich habe mit Herrn Suhrmann über das Buch gesprochen. Er hielt nichts von dem Buche, habe es deswegen nicht gekauft, später erst Texte daraus zitiert gefunden, auch die Geschichte mit den "Dämonennägeln". Für diese kann als Kraftwirkung zur Neutralisation nur "Lüge" in den Sprach- und Bewußtseinsraum gestellt werden, weil die Wirkung der Worte von JvH nur als "Lüge" wirken, sogar wenn sie die Wahrheit schreiben oder sagen wollte. Solche Dinge - unabhängig der Wahrheit, gehören nicht an die Öffentlichkeit, Facebook, das wandert und hält die Menschen, die versuchen selbstständig zu denken, davon ab, denn die Wirkung der "Offenbarungen" von JvH sind lähmend für die Seele. Da die große Plastik vom Vorstand nun auf die Bühne im Großen Saal gestellt werden soll und nur noch der richtige "spirituelle Platz" gefunden werden soll, vom Vorstand, hat sich der "Wahn" von JvH in den Vorstand der AAG eingenistet.
      Die "Plastik" soll als "okkultes Mittel" (nun gereinigt und merkwürdig äußerlich anzusehen, weil das alte Wachs entfernt wurde, mit normalen Haarföhn) nun innerhalb des Goetheanums wirken, welch ein Unfug! Erstens war die Plastik für das erste Goetheanum von Steiner gedacht, zweitens erschlägt die Plastik durch ständigen Anblick alles weitere Geschehen im Großen Saal. Durch die angeblich okkulten Hinweise von JvH ist die zukünftige Präsenz der Plastik im Großen Saal ständig das "Machtmittel" von JvH, weil ihre Gedanken jeden anderen Gedanken auslöschen. Ich erinnere mich nun konkret, Steiner hatte zu dem Buche "Philosophie der Freiheit" gesagt, es passe nicht mehr in unsere Zeit. Mittlerweile müsste eigentlich fast alles umgeschrieben werden, aber auch die Plastik passt nicht mehr in unsere Zeit.

      Ich habe das so ausführlich formuliert, um den Begriff "Wahn" zu erklären, was aber auch schon aus früheren Hinweisen korrekt zu verstehen ist. Als psychiatrische "Diagnose" ist es abwegig.

      Liebe Ingrid, erkläre bitte, warum Du das Wort "Diagnose" verwendest.

      Im Voraus Danke!

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    2. Lieber Ernst,

      ich habe das Wort „Diagnose“ verwendet, weil Rainer es verwendet hat, und weil mir gerade das ja der „Stein des Anstoßes“ hier zu sein schien.

      Du sagst »Daß Rainer sofort den "Wahn" mit "Psychiatrie verbindet" ist aus meinem Satz nicht ersichtlich.«
      Nun - mir erscheint es sehr begreiflich, zu „Wahn“ alles zu assoziieren, was mit „Wahn-Sinn“ zu tun hat... und damit natürlich auch die Psychiatrie.

      Viele Begriffe haben für den Leser Alltags-Konnotationen, die der Schreiber nicht unbedingt mitgemeint hat.

      Das gilt auch für den Begriff „Diagnose“: Das ist für mich nicht unbedingt etwas, das mit „Krankheit“ zu tun hat --- auch wenn mir natürlich bewußt ist, daß es für viele wohl so ist.
      Für mich bedeutet „Diagnose“ (dia - durch; gnosis - Erkenntnis, Einsicht, Urteil) eine „Beurteilung“ eines Phänomens als Grundlage für den zukünftigen Umgang damit.
      Das paßt natürlich für den Fall der Krankheit: eine richtige Diagnose ist hier die Voraussetzung zur angemessenen Therapie.
      Aber es stimmt auch für sonstige Urteilsbildungen: mein („richtiges“ oder „falsches“) Urteil über einen Sachverhalt bestimmt, wie ich mich dazu stelle.

      So gemeint, finde ich den Begriff „Diagnose“ hier auch weiterhin passend.


      Und nun habe auch ich eine Frage - ich habe mich bisher überhaupt nicht damit beschäftigt und das daher bisher nicht mitbekommen:

      Ist es so, daß Judith von Halle dafür plädiert, die Holzplastik in den „Großen Saal“ zu stellen?
      Und ist es so, daß diejenigen (im Vorstand oder sonstwo), die das ebenfalls befürworten, als (womöglich einziges) „Argument“ die Tatsache anführen, daß sie das so will?

      Herzlich,
      Ingrid

      P.S.: Ich lese erst morgen wieder hier im Blog...

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    3. Liebe Ingrid, danke für Deinen Versuch einer Erklärung zu "Diagnose".

      Deine Erklärung:

      "ich habe das Wort „Diagnose“ verwendet, weil Rainer es verwendet hat,"

      verweist ja klar darauf, daß dies im psychiatrischen Sinne gilt, deswegen schritt ja Michael ein.

      Deine weitere Erklärung des Wortes ist interessant, einsichtig, hat aber "hier" keinen Platz, da wir bei der Verwendung durch Rainer bleiben müssen, eben psychiatrisch.

      Wenn Du meinst, es bleibt bei "Diagnose", ist Dein Versuch leider gescheitert,

      trotzdem Danke für Dein Bemühen.

      Ernst

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    4. Da ich nicht daran glaube, von Außerirdischen entführt und missbraucht worden zu sein, oder dass Hitler unterirdisch unter dem Nordpol lebt, glaube ich auch nicht, dass von Halle von "geistigen Tatsachen" spricht oder dass aus ihren wie auch immer gearteten Wunden Christus spricht. Meine Diagnose ist: Wer auf diesen Voodoo herein fällt, hat ein Problem ernsthafter Natur.

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    5. Lieber Ernst,

      also, ich versuche hier gewissermaßen einen „Spagat“:

      Einerseits wollte ich meine eigene Sichtweise einbringen --- daher meine Erklärung, wie ich den Begriff „Diagnose“ verstehe, und warum ich diesen Begriff (so wie ich ihn verstehe) hier „passend“ finde.

      Andererseits aber, da gebe ich Dir recht, müssen wir natürlich beim „Anlaßfall“ bleiben, nämlich bei dem, was Rainer geschrieben und Michael (und in der Folge auch Du) sozusagen „in den falschen Hals gekriegt“ haben.
      Und da war „Diagnose“ zweifellos „psychiatrisch“ gemeint.

      Allerdings kann ich auch das in diesem Fall nicht so unpassend finden.
      Denn wenn Du im Zusammenhang mit Äußerungen Judith von Halles von „Wahn“ sprichst, dann kann ich als Leser dabei den Menschen Judith von Halle nicht ausklammern, ich sehe sie also „mitgemeint“, und ich verstehe es so, daß Du nicht nur diejenigen Menschen, die ihr glauben, sondern auch sie selbst, wie soll ich sagen: in einem Wahn befangen findest.
      Und wäre das nicht (zumindest nahe an) eine(r) „Diagnose“, jetzt wirklich im psychiatrischen Sinne?

      Auch Michaels Satz »Wer auf diesen Voodoo herein fällt, hat ein Problem ernsthafter Natur.« scheint mir in eine ähnliche Richtung zu weisen; er nennt es zudem ausdrücklich „Diagnose“...

      Soviel von mir als „Klärungsversuch“.
      Ich möchte ungern weiter darauf „herumreiten“ --- schließlich geht es ursprünglich nicht um meine, sondern um Rainers Äußerung, und ich will ihn nicht übermäßig interpretieren; außerdem möchte ich wirklich vermeiden, in den Augen anderer etwa wieder in die Rolle des „Blogsheriffs“ zu schlüpfen ;-) - - -

      Herzlichen Gruß, und Gute Nacht!
      Ingrid

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    6. An Voodoo oder an komplette Nahrungslosigkeit glauben, ist kein psychiatrisches Problem. Die psychiatrischen Kliniken wären damit auch restlos überfordert. Meine Diagnose wahr ironisch gemeint und bezieht sich darauf, an welchem Punkt der Glauben die Vernunft überwältigt. Nicht einmal das wäre ein so schwer wiegendes Problem, wenn man denn nicht seine innere Weltsicht einrichten würde nach all dem, was dem Mund und der Feder dieser Dame entströmt. Aber offensichtlich hat die Konstruktion einer surrealistischen Weltsicht gerade Konjunktur.

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    7. Lieber Michael,

      naja.
      Aber betreffen nicht alle „psychiatrischen Diagnosen“ Menschen, die „ein Problem ernsthafter Natur haben“ mit der „normalen Welt“ und deshalb eine „Therapie“ benötigen?
      Und nicht immer liegt das an den betroffenen „Patienten“, sondern oft eher (zumindest auch) daran, daß die „normale Welt“ eben in irgendeiner Weise „nicht in Ordnung“ ist... meinetwegen auch „surrealistisch“...

      Ich denke an „hyperaktive“ Kinder, denen Ritalin verordnet wird.
      Ich denke an „One Flew Over the Cuckoo’s Nest“.
      Ich denke an Dürrenmatts „Physiker“...

      Nur einige Assoziationen, ohne die Absicht, damit in irgendeine Richtung zu „stechen“.

      Aber nun wirklich: Gute Nacht!
      Ingrid

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    8. ... ich habe das Leben bislang immer so verstanden, dass das wichtig ist und auch richtig, was man gemeint hat und dieses aus dem jeweiligen Kontext heraus auch zu verstehen ist oder wäre und nicht, wenn man es unabhängig von dem, was man sagen woltte und gesagt hat herausdestilliert und daraus einen sogenannten (fast) Rechtsfall konstruiert. Ich habe das Leben bislang weiterhin so verstanden, dass, bewegt man sich nur noch innerhalb sogenannter Rechtsfragen der eigentliche Anlass, den man ansprechen wollte dann nicht mehr viel mit der lebendigen Wahrheit zu tun hat. "Wahrheit" lässt sich nicht festnageln, aber verstehen schon! Und wenn man verstanden hat --- ?

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    9. In meinem Versuch (ich wußte von vornherein, daß er wohl nicht gelingen kann --- aber das hinderte mich nicht, ihn zu unternehmen) ging es mir vor allem darum, darauf aufmerksam zu machen, daß das, was jemand meint, allermeistens nicht dasselbe ist wie das, was der andere versteht.

      Ich stimme Wolf-Ulrich Klünker zu: unsere Sprachkraft ist noch nicht so weit entwickelt, daß wir das, was wir meinen, vollkommen zur Deckung bringen können mit dem, was bei anderen ankommt.
      Rudolf Steiner stellt uns in Aussicht, daß das einmal so sein wird: »... der Maitreya-Buddha wird Worte haben, die unmittelbar durch ihre magische Kraft zu moralischen Impulsen werden bei Menschen, die sie hören.« (GA 130).
      Der Maitreya-Buddha wird also wohl der erste sein, dessen Wort nicht „mißverstanden werden“ kann.
      Aber bis dahin ist es noch weit. (Ich bin übrigens ganz froh darüber. Denn ich finde, wir sind auch sonst noch lange nicht so weit wie der Maitreya-Buddha...)

      Aber selbst der Maitreya-Buddha würde sich wohl schwertun, wenn es sich nicht um gesprochenes, sondern um geschriebenes und gelesenes Wort handelte...

      Ich würde mir sehr wünschen, daß wir alle uns das vor Augen halten, wenn wir mit den Äußerungen eines anderen Menschen umgehen.

      Herzlichen Gruß in die Runde,
      Ingrid

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    10. Lieber Manfred,
      Michael hat von Persönlichkeitsrechten geschrieben, nachdem Ingrid den Grund fragte, warum gelöscht wurde. Dein Gedanke zu Rechtsfragen lässt aufhorchen, da das sog. Mysterium von Golgatha soz. nur wegen Rechtsfragen entstanden ist. Es handelte sich um einen Gerichtsprozeß der zur Kreuzigung führte, also sogar unsere Erlösung, die Erlösung der Menschheit - wenn wir Steiner verstehen - geschah auf dem Felde des Rechts.......

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    11. Lieber Ernst,
      ...rein geschichtlich betrachtet magst Du ja recht haben was den Gerichtsprozess, den Du hier ansprichst, betrifft, aber mit dem eigentlichen Wesen des Mysteriums von Golgatha hat es glaube ich gar nichts zu tun, gar nichts. Und die Erlösung der Menschheit ist in Deinen Augen eine Frage des Rechts? Da muss man sich dann ja nicht wundern, wenn man gekreuzigt wird, wie geschehen, man weiss ja, wie es sich ereignet hat.

      Und, bitte mich jetzt nicht missverstehen (wollen), ich bin froh, dass es eine Rechtsprechung gibt!

      Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass man Rainer verstehen kann, ganz leicht sogar, wenn man wirklich will und irgendwelche Rechtsfragen total an dem vorbeigehen um was es ging! Da kann man rumrechtereien so lang man will, man wird gar nichts erreichen, es sei denn, man sieht ein, ganz wörtlich jetzt!

      Und auch Dich verstehe ich, lieber Ernst, komplett ohne Rechtsfragen.

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    12. "ging es mir vor allem darum, darauf aufmerksam zu machen, daß das, was jemand meint, allermeistens nicht dasselbe ist wie das, was der andere versteht."

      Das ist ja wohl auch der Grund, warum wir so viel reden, so viel reden müssen, damit der Maitreya-Buddha eines guten Tages auch die Substanz zur Verfügung haben wird, die es zu realisieren gilt zur Kraft der Worte vom inneren Ur-Beginn eines solchen bis hin zu seiner Verwirklichung für das Ohr und das Wesen eines anderen Menschen. Und dann wird auch eine Rechtsprechung so ziemlich ihre Bedeutung verloren haben, da nicht mehr benötigt

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    13. Lieber Manfred,
      da Du schreibst, Du bist froh, dass es eine Rechtssprechung gibt, will ich hier den aufgesetzten Text reinstellen, der an Ingrid gerichet war, aber natürlich einen Zeitkonflikt enthält, der weit über diesen blog hinausgeht. Es ging doch gar nicht darum, Rainer zu verstehen, das war doch nicht das Problem. Es ging doch "nur" um die Löschung an sich, die von Ingrid gestellte Frage... ... die Antwort von Michael.
      Ich wollte den Text erst zurückhalten, Dein Hinweis öffnet eine Tür.
      Mir fällt Deine Frage gerade noch auf "...Frage des Rechts?" Ist es auch, weil so wie die Geschichte bis jetzt erfasst ist, der Mensch "dumm" dasteht, um das Wort von Rainer zu verwenden. Hier der Text, in Hinblick auf Hinweise von Aurobindo zu Deutschland "brandheiß" - ich gehe davon aus, die meisten Menschen sehen gar nicht die gesellschaftspolitische Gefahr, die aufzieht:

      Hallo Ingrid,

      natürlich hätte eine Klärung gelingen können, ich habe es Dir zugetraut, da Deine denkerischen Fähigkeiten Dich befähigen. Sagen wir es so, es fehlte der Originaltext von Rainer, aus dem „Diagnose“ hervorgeht. So wie Du von Dir aus das Wort benutzt hast, war das in der Analyse nicht ersichtlich.
      In der Diskussion um das F-Wort, Ausgang dieses thread, tauchte ja jetzt das Original auf, wir können uns nun ein Bild machen, was vor sich ging.

      Wir beide hatten früher einen gewissen Berührungspunkt, das Recht.
      Nun fand sich ein Artikel, der auch die Fragen des Anstands, der Moral usw. wie ein Beispiel aufzeigt, auch die Manipulation, aber vor allem eine Gefahr für Deutschland, vor der Aurobindo warnte, weil er eine noch größere Gefahr nach dem Zusammenbruch sah, die von Deutschland in der Zukunft ausgehen könnte. Dieses kürzliche Sondervotum des Verfassungsgerichtes, zitiert von einem Rechtsprofessor:

      „Verfassungsrechtlich geht es allein um die Frage: Wer herrscht über die Verfassung? In dem fraglichen Beschluss wird das Grundgesetz nicht gewahrt, sondern verändert. Das wird auch in dem Sondervotum des Richters Landau und der Richterin Kessal-Wulf festgehalten: Der Senat setzt „seine Einschätzung an die Stelle des hierzu allein berechtigten Gesetzgebers. Gesellschaftlichen Wandel aufzunehmen, zu bewerten und gegebenenfalls rechtliche Formen hierfür bereitzustellen kann nur Sache des Gesetzgebers, nicht aber des Verfassungsgerichts sein.““

      Der Artikel ist deshalb interessant, weil viele Beschlüsse des BVerfG genannt wird und es auffällt, wie „unser“ Beschluß direkt neben einem Beschluß steht, da das Höchste Gericht das Pinkeln auf die Deutschlandfahne als Kunst durchgehen lässt. Der ganze Artikel wirkt wie eine Notschrei, wobei wir bedenken müssen, bereits bei der höchstrichterlichen Genehmigung von Waffengewalt im Inneren durch das Militiär hat ein Richter in seinem Sondervotum festgehalten, es ist nicht Aufgabe des BVerfG die fehlende ZweiDrittelmehrheit des Bundestages zur Grundgesetzänderung zu heilen und als Gesetzgeber zu agieren. Nicht einmal in der Fachpresse werden diese alarmierenden Vorgänge am Höchsten Gericht diskutiert. Sie werden ignoriert. Aber immerhin jetzt der Artikel

      http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/deutschland-wer-herrscht-ueber-das-grundgesetz-12668461.html

      Klar ist, indem unser Beschluß eingezwängt in die Pinkelszene auftaucht, soll er so als Unrecht des Höchsten Gerichtes gezeichnet sein, das sind einfach raffinierte Vorgänge der Manipulation der Öffentlichkeit. Der Vorgang jetzt ist deshalb interessant, weil ja 3000 Doktoren und Professoren die Esoterik Rudolf Steiners brandmarken wegen der Waldorfpädagogik, welche in Hamburg an öffentlichen Schulen nun einziehen soll. Wer schürt diese Aktion, wer steht dahinter.
      In Polen gibt es derzeit eine rießige Aufregung, weil es ein Bild eines Homosexuellen zeigt, der sich liegend auf dem Kruzifix mit dem Corpus vereint – ganz passend zum Ausgang dieses threads

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    14. Lieber Ernst,

      ich habe erst den Beginn Deines postings gelesen und antworte sofort auf dies hier:

      »Hallo Ingrid, natürlich hätte eine Klärung gelingen können, ich habe es Dir zugetraut, da Deine denkerischen Fähigkeiten Dich befähigen. Sagen wir es so, es fehlte der Originaltext von Rainer, aus dem „Diagnose“ hervorgeht. So wie Du von Dir aus das Wort benutzt hast, war das in der Analyse nicht ersichtlich. «

      Lieber Ernst - Du scheinst meine „denkerischen Fähigkeiten“ doch ein wenig zu überschätzen.
      Der Versuch konnte mir nicht gelingen, eben weil Rainers Originaltext fehlte. Und er mußte fehlen, nicht nur, weil Michael ihn gelöscht hatte, sondern auch, weil Du mich ausdrücklich gebeten hattest, „Deine Person“ aus meinem „Klärungsversuch“ herauszuhalten.
      Nun ist aber Deine persönliche Geschichte gerade etwas, auf das Rainer sich in seinem Kommentar bezog.

      Also, tut mir leid, so weit sind meine Fähigkeiten nicht entwickelt, daß ich diesen „Spagat“ besser hätte hinkriegen können.

      :-) Nix für ungut!

      Den Rest Deines postings lese ich später --- jetzt muß ich los...

      Lieben Gruß,
      Ingrid

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    15. Lieber Ernst,
      jetzt hab ich Dein ganzes posting gelesen.

      Interessant, danke, das war mir nicht bekannt.
      Ja, auch ich habe schon seit längerer Zeit den Eindruck: die „Gewaltenteilung“ wird nicht mehr so ernstgenommen wie früher. Das gilt nicht nur für Legislative/Judikatur, sondern auch für Legislative/Exekutive (bei uns jedenfalls entstehen weitaus die meisten Gesetze aufgrund von „Regierungsvorlagen“; dadurch haben viele Menschen längst das nicht weiter hinterfragte Gefühl, die Regierung mache die Gesetze...)

      Allerdings ehrlich gesagt sehe ich nicht, was das mit den jüngsten Vorgängen hier im Egoistenblog zu tun hat.

      Herzlich,
      Ingrid

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    16. Liebe Ingrid,
      danke für das Lesen und die Hinweise.

      Zu Deinem Satz:

      "Allerdings ehrlich gesagt sehe ich nicht, was das mit den jüngsten Vorgängen hier im Egoistenblog zu tun hat."

      Du hast diesen Satz von mir überlesen:

      "Wir beide hatten früher einen gewissen Berührungspunkt, das Recht."

      Du kennst vielleicht noch das Buch des Anthroposophen und Juristen, der versucht, neue spirituelle Impulse für "Recht" zu finden, aber vielleicht ist ja das damalige Interesse verloren gegangen. Du erinnerst Dich vielleicht noch, Du hast damals geschrieben, wie Du Freunden das von mir erwähnte Buch empfohlen hast... ...daran habe ich erkennbar angesetzt, oder soll auf "Egoistenblog" nur das "Recht" der "Eintagsfliegen" gelten (Humor).
      Ich hoffe der Hinweis "klärt" Deine Einschätzung.

      Ernst

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    17. Lieber Ernst,

      freilich erinnere ich mich an „Der Mensch im Recht - Das Recht im Menschen“ von Reinald Eichholz. Wir arbeiten es in unregelmäßigen Abständen gemeinsam durch, eine kleine Gruppe von interessierten Juristen und ich... nächsten Mittwoch das nächste Mal.

      Danke für die Klärung des „Berührungspunktes“.
      Es geht mir nicht um „Eintagsfliegen“ ;-) --- aber mir ist es halt ein Anliegen, die Anknüpfungspunkte für die jeweils nächsten Gedanken bewußt nachzuvollziehen (am besten so, daß sich auch in einer Rückschau die „folge-richtige“ Gedankenbewegung erkennen läßt...)
      Und ich war mir nicht sicher, ob Du vielleicht eine direkte Verbindung (ohne „Umweg“ über unseren früheren Berührungspunkt) meintest, die ich nicht sehe. Daher mein Nachfragen.

      Herzlich,
      Ingrid

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  4. Hello Michael,

    Thank you for telling the story of my excommunication from the Anthroposophy FB group. And thank you to Ingrid because she points to the real reason I was expelled.

    You see, Michael, I was not expelled for using the “F-word” (Sch.) by itself. The word had been used before and no one suffered consequences. However, it was my use of the F-word in close juxtaposition (direkt nebeneinander) to Christ that raised the offence from plain crudeness (bloß eine Grobheit) to unforgivable blasphemy (unverzeihliche Lästerung).

    Here is what I wrote that caused the reaction of Florian that Michael quoted in his blog post above. Someone named Paul pleaded with me to be gentle like Christ was:

    ----------------------------------

    “All due respect, Paul, but FUCK THE GENTLE CHRIST!!!

    We need the kind of Etheric Fucking Christ who wields a machete, who divides and scatters people, as seen in this Gospel verse:

    Matthaeus 10:34-38 aus der Luther Bibel 1545

    34 Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert.
    35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu erregen gegen seinen Vater und die Tochter gegen ihre Mutter und die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter.
    36 Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.
    37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert.
    38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist mein nicht wert.

    =======

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    1. Aber der Gipfel war meine kurze Antwort zu Florian nach dem obigen Text:

      ---------
      STFU, Florian!!!
      (In case you don’t know the acronym, it means
      Shut The Fuck Up!!!!
      ----------

      Direkt danach bin ich von Florian der Gruppe verwiesen worden.

      Meinetwegen habe ich dann den “Selbstmord durch Polizei” begangen. (Suicide by Cop)

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    2. Dear Tom,

      thank you for posting your original comment. I am not a member of this facebook-group (I am not even a member of facebook), so I didn’t read it before.
      But that is exactly what I thought: »it was the close juxtaposition (direkt nebeneinander) to Christ that raised the offence from plain crudeness (bloß eine Grobheit) to unforgivable blasphemy (unverzeihliche Lästerung).«

      Genau so hatte ich es mir vorgestellt: »Es war das direkte Nebeneinanderstellen [des F-Wortes] zu Christus, das die Beleidigung von bloßer Grobheit zu unverzeihlicher Lästerung erhob.«

      Es ist wohl für uns alle (und ich nehme mich selbst dabei keineswegs aus!) sehr sehr schwierig, wenn nicht unmöglich, gelassen zu bleiben, wenn das, was wir als unser „Allerheiligstes“ empfinden, in irgendeiner Weise angegriffen oder zumindest respektlos behandelt wird - - -

      Damit werden wir wohl noch einige Jahrhunderte leben müssen.

      Herzlich,
      Ingrid

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    3. Aber Toms Blasphemie hat eine lange Vorgeschichte und ist die Folge auf ziemlich unerträglich, einengende Selbstinszenierung einiger Wortführer in der dortigen Gesprächsgruppe. Dieses Schwärmerische und Selbstbespiegelnde in angeblich okkulter Weltsicht braucht einfach eine kalte Dusche. Jetzt ist dort zumindest mal ein Fenster offen, und etwas frische Luft kommt in das erstickende Ambiente.

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    4. Mannomann
      Das ist alles wieder so typisch
      :-/

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