Der große Pan möchte bitte im Bällchenbad abgeholt werden!

In einem Buch aus der Reihe der "Flensburger Hefte", die früher ein nicht zu verzichtender Teil der anthroposophischen Diskussion gewesen sind, bemüht sich Herausgeber Wolfgang Weirauch, die Frage, ob "Die Christengemeinschaft eine Zukunft" habe, mittels Befragung von Geistwesen durch Vermittlung einer Geistseherin zu klären:

"90 Jahre nach Gründung der Christengemeinschaft kann man die Frage stellen, ob die Christengemeinschaft noch eine Zukunft hat. Nach 90 Jahren könnte es an der Zeit sein, alle Bereiche der Christengemeinschaft – von der Menschenweihehandlung über den Religionsunterricht bis zum öffentlichen Auftreten – zu überdenken und zu überlegen, was verändert und was verbessert werden kann.
Mit diesem Buch möchten wir aus Sorge um die Zukunft der Christengemeinschaft einen Beitrag dazu leisten, mehr Bewußtsein für Fehlentwicklungen und mögliche Neuerungen zu entwickeln. Und wir möchten dazu anregen, die mit der Christengemeinschaft verbundenen geistigen Schätze besser zu verstehen, besonders alle diejenigen Wesen, die mit dem Kultus verbunden sind.
Dieses Buch ist keineswegs als Generalkritik zu verstehen, sondern wir haben uns immer bemüht, Vorschläge für Veränderungen zu geben, die unseres Erachtens an der Zeit sind. Es sind Anregungen, die von anderen aufgegriffen, verändert oder weiterentwickelt werden können.
Diesem Buch liegen fünf Gespräche mit einem Geistwesen zugrunde."

Die Frage, warum er nicht einfach - was deutlich weniger kompliziert wäre- einfach selbst kritische Fragen an Die Christengemeinschaft stellt, kommt bei Weirauch gar nicht auf. Offenbar wird Kritik, Erneuerungskraft und Erkenntnis von ihm eher Elfen, Pan oder Zwergen zugetraut als sich selbst.

Nach den Ausführungen von dem auch in den Kommentaren der Egoisten präsenten Rainer Herzog wird aber auch noch einiges Internes und natürlich sehr, sehr Übersinnliches über den "Empfang" der Liturgie durch Rudolf Steiner, über die Mystik des Weihrauchs und die "Wesen", die beim Gottesdienst anwesend sein sollen, offenbart: "Knapp die Hälfte des Buches beschreibt die spirituellen Hintergründe der CG und das ist m.E. schon sehr bewegend und beeindruckend: Was passierte in der ersten Weihehandlung 1922? Wie kann man sich den "Empfang", die Vermittlung des kultischen Geschehens an Rudolf Steiner vorstellen? Welche Wesenheiten sind in welcher Weise mit dem kultischen Geschehen verbunden? Was findet exakt in der Räucherung statt, usw.; teilweise wird sehr detailliert auf elementare, entscheidende Dinge in der Weihehandlung hingewiesen. Was geschieht eigentlich, wenn viele Gemeindemitglieder bestimmte Textpassagen über Jahre und Jahrzehnte falsch verstehen? Was passiert, wenn ein Kind in der CG getauft wird, die Eltern aber später den Kontakt zur CG abbrechen? Viele Fragen, Themen in dieser Art; die Antworten und Ausführungen des "Großen" haben zumeist etwas sehr freilassendes, im Sinne einer Anregung oder Bewusstwerdung, so habe ich es jedenfalls beim wiederholten Lesen erlebt."

Dem hymnischen Dank Herzogs an den Herausgeber ("auch an W.Weirauch für sein unermüdliches Engagement in diesen Dingen")  werde ich mich nicht anschliessen, da "diese Dinge" in meinen Augen bedeuten, das strenge sakrale liturgische Geschehen nun den plattesten Erscheinungen der Esoterikszene und okkulten "Mitteilungen" und "Offenbarungen" auszuliefern. Ein Phänomen, das sich in den letzten zehn Jahren in der Anthroposophie öfter zeigt- offenbar aus Profitinteressen, aus Populismus oder tatsächlich aus dem Glauben an gechannelte Weisheiten. Herr Herzog wird wissen, was ich meine.

Kommentare

  1. Viel spannender als die Frage "Hat die Christengemeinschaft eine Zukunft?" finde ich die Frage "Hat die Christengemeinschaft eine Gegenwart und wo ist sie?".
    Die Frage, ob etwas eine Zukunft hat oder nicht, ist doch die Frage von Spekulanten und Zockern, die nur in erfolgversprechende Projekte investieren wollen.
    Ich könnte auch fragen: "Komme ich mit der Christengemeinschaft GARANTIERT in den Himmel?"

    Die Evangelien sprechen aber eine andere Sprache (Markus 8):
    ' Denn wer nur auf die Rettung seiner Seele bedacht ist, der wird sie verlieren, wer aber seine Seele zu verlieren bereit ist, weil er mir und dem Evangelium dienen will, der wird das Heil der Seele finden.'

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. "Komme ich mit der Christengemeinschaft garantiert in den Himmel?"
      Nun, eine Fragestellung bleibt hierzu, zu Anfang meiner Beschäftigung mit Anthroposophie hiess es einmal, es gäbe NICHTS, was man tun MÜSSE, alles sei frei (vor Gott). Dazu ja auch, die Christengemeinschaft sei für diejenigen, die sie noch brauchten (Kultus), um zur Wahrheit zu gelangen. Wieso gibt es dann aber so vieles was als Vorleistung zu bringen sei, um zu überhaupt einem Inneren Kreis zu gehören? Dass Menschen mit einem reden, dass man unabdingbar dazugehört etc.
      Wo in meiner Nähe die Christengemeinschaften sind, weiss ich schon seit 2005, seit ich das Adressbuch Anthroposophie habe. Auch dass sich viele dejenigen einer anderen Stadt anschliessen, wenn es in der eigenen keine gibt, und dass kleine Weihehandlungen oft auch in der örtlichen Waldorfschule (oder dem Kindergarten) abgehalten werden können.

      Löschen
    2. Die Formulierung "Komme ich mit der Christengemeinschaft garantiert in den Himmel?" war ausschließlich zur Pointierung der oben beschriebenen Haltung gedacht!
      Die Haltung, zu fragen, ob etwas Zukunft hat, erfolgversprechend ist, anstatt einfach das zu tun, was einem Herzensanliegen ist (oder meinetwegen auch nur richtig erscheint).

      Löschen
    3. Danke, Stephan,
      das beantwortet mir jetzt aber meine Frage nicht.

      Löschen
  2. Wenn die höheren Wesen es so gut meinen mit der Entwicklung der Anthroposophie und ihrer Zukunft, weshalb bieten sie ihre Ergebnisse dann nicht gratis zum Download an? In einem Blog, zum Beispiel. Da wird man dann auch sogleich mit den Wünschen, Nöten und Anliegen der Leser konfrontiert. Das ist auch ganz praktisch, dann müssen nicht andere Menschen diese Diskussionen leiten, die mit diesen Dingen gar nichts zu tun haben, sondern der, der diese Dinge hervorbringt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi Anonym.
      wiedereröffne doch einfach einen Blog, und dort bietest du uns die Downloads an!

      Löschen
  3. Lieber Anonym,

    Menschen, und nur solche können doch gemeint sein, wenn man nicht wirklich auf ein geradezu schwachsinniges Diskussionsniveau absinken möchte, werden hier also als "höhere Wesen" betitelt und als solche anerkannt?

    AntwortenLöschen
  4. Nein. Aber man muss immer auch ein bisschen nett sein.

    Allerdings zeigt die Entwicklung der Anthroposophie der vergangenen zehn Jahre mit ihren ideologischen Splittergruppen, die sich auf Kleinstverlage zurückführen lassen, dass das "ein bisschen nett sein" tatsächlich zu Schwachsinn führt. Das kann kein Mensch mehr ernst nehmen, und es nimmt auch kein Mensch ernst. Wirklich niemand.

    AntwortenLöschen
  5. Wird der Kaiserpinguin Ngok die CG retten?

    http://www.zeitenschrift.com/artikel/pinguine-der-mensch-im-vogel#.Us7VK92a-As

    “Im Gespräch [mit Wolfgang Weihrauch durch Verena Staël von Holstein] erzählt Ngok des weiteren, auf welche Weise der Pinguin in der Tierwelt das „Christusmenschliche“ verkörpert und „den Menschen in der Antarktis vertritt“. Dank diesem Artikel werden Sie die Pinguine künftig mit ganz anderen Augen sehen!”

    Der Kaiserpinguin Ngok erklärte dem erstaunten Wolfgang Weirauch, die Pinguine würden so menschenähnlich aussehen und am Südpol leben, weil der Mensch eben dort nicht leben könne. „Von den Tieren sind die Pinguine die weitestgehenden Menschenvertreter.”
    ===========

    Nicht ich, sondern Ngok in mir!

    Darf man eine “Pinguineweihehandlung” erschaffen?

    Oder eine “Wolfgangwei(h)ehandlung?” (Mit Rauch und Spiegel!)

    AntwortenLöschen
  6. "Die Frage, warum er nicht einfach - was deutlich weniger kompliziert wäre- einfach selbst kritische Fragen an Die Christengemeinschaft stellt, kommt bei Weirauch gar nicht auf. Offenbar wird Kritik, Erneuerungskraft und Erkenntnis von ihm eher Elfen, Pan oder Zwergen zugetraut als sich selbst."

    da kann man doch eigentlich nur schlussfolgern, dass er eben ein linientreuer Anthroposoph ist, für den Steiners Wort Gesetz und daher unanzweifelbar und auch unveränderbar ist.
    Ist doch klar, dass Kritik usw.. da nur von anderen nichtmenschlichen Wesen kommen kann und darf.

    Warum denn also nur diese Verwunderung?

    Und bei folgendem Zitat habe ich so meine Verständnisprobleme:

    "da "diese Dinge" in meinen Augen bedeuten, das strenge sakrale liturgische Geschehen nun den plattesten Erscheinungen der Esoterikszene und okkulten "Mitteilungen" und "Offenbarungen" auszuliefern. "

    Wenn das liturgische Geschehen von Dr. Steiner vorgegeben wurde, entstammt es doch auch im weiteren Sinne der Esoterik und gewissen Offenbarungen und okkulten Mitteilungen.
    Werden diese Möglichkeiten/Erkenntnishilfsmittel hier jetzt gleich pauschal mit verunglimpft, oder soll hier so quasi innerhalb der "Szene" die Spreu vom Weizen getrennt werden?

    AntwortenLöschen
  7. Anthroposophie ist wirklich was anderes. Rudolf Steiner hatte etwas grösseres im Sinn als Fantasy-Romane, die sich an spezielle Wünsche richten.

    Das eine schliesst das andere ja nicht aus. Ich lese auch gerne Comics oder einen spannenden Agenten-Triller. Aber damit möchte ich nicht Einfluss nehmen auf die Entwicklung der Christengemeinschaft oder der Anthroposophischen Gesellschaft. Da sind mir die historische Wahrheit und das, was Rudolf und Marie Steiner mit den damaligen Menschen konkret erarbeitet haben ein grösseres Anliegen.

    AntwortenLöschen
  8. Ach herrje, ich hätte es mir ja denken können, dass Du meine Steilvorlage aus dem anderen Thread dankbar für einen neuen Beitrag aufgreifst.

    Eigentlich passt es ja auch zu der, wie ich finde, manchmal äußerst zynischen Haltung dieses Blogs, dass nun neben JvHalle die Flensburger Hefte herhalten müssen (Da gibt es natürlich für Dich auch reichlich "Stoff" für allerlei Spottartikel, man kann sogar sagen, dass JvHalle im Vergleich zu manchen Aussagen aus dieser Ecke fast schon sachlich-nüchtern herüberkommt).

    ...."da "diese Dinge" in meinen Augen bedeuten, das strenge sakrale liturgische Geschehen nun den plattesten Erscheinungen der Esoterikszene und okkulten "Mitteilungen" und "Offenbarungen" auszuliefern..."

    Da wird nichts "ausgeliefert"; wie gesagt, es gibt Priester, die sich von den Büchern inspirieren lassen, auch mit Verena St.v. Holstein im Gespräch sind, einen großen Teil der Priesterschaft wird das Ganze wiederum überhaupt nicht interessieren, das sind persönliche und private Entscheidungen. Aber seit wann machst Du Dir Sorgen um eine Gefährdung des "strengen, sakralen, liturgischen Geschehen..." ? Bist Du denn mit der CG verbunden?

    "Die Frage, warum er nicht einfach - was deutlich weniger kompliziert wäre- einfach selbst kritische Fragen an Die Christengemeinschaft stellt, kommt bei Weirauch gar nicht auf"

    W.Weirauch stellt seit Jahrzehnten kritische Fragen an die CG, er hat diverse entsprechende Bücher publiziert (u.a. FH 14, oder FH 35 "Die CG heute-Anspruch und Wirklichkeit", zudem hat er vor etwa 25 Jahren "Anthroposophie und die Fortbildung der Religion" von W.Gädek herausgegeben). Er ist mit verschiedenen Priestern der CG in Kontakt.

    Ich nehme aber an, dass Dich diese Infos nicht weiter interessieren (wahrscheinlich hast Du noch nicht einmal das Buch gelesen, würde zu Dir passen).

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wenn es tatsächlich so wäre, dass Du das von Dir öffentlich kritisierte Buch nicht gelesen hättest, würde das alledings ein interessantes und bezeichnendes Licht auf Dein grundsätzliches "methodisches Arbeiten" im Blog werfen, vielleicht kann man auch (mein Verdacht) Deine zahllosen Artikel gegen JvHalle auf diesem Hintergrund sehen: Möglichst schnell die ungeduldige Bloggemeinschaft oder die Facebookfreunde bedienen!

      (In Bezug auf Rupert Spira hattest Du mir mal geschrieben, dass Du Deinen eher euphorischen Artikel über ihn, nach etwa 30 gelesenen Seiten seines 300 Seiten Buches gepostet hast, das geht in eine ähnliche Richtung). Vielleicht einfach mal mehr entspannen, Spaziergänge, weg vom Rechner (kleine Willensübung...)

      Löschen
  9. Übrigends ist Herr Weirauch nicht nur mit Naturgeistern-Interviews beschäftigt, sondern auch gegenwärtig bei politischen Themen sehr engagiert, FH 100 war z.B. über Hunger, letztes Jahr (FH 121) gab es den Band "Würde", u.a. über Lohnsklaven in Deutschland, usw.usf. Vor gut 10 Jahren hat er in Afghanistan soziale Projekte mit aufgebaut. Er sitzt nicht nur vor dem Rechner und produziert anthroposophisch-theoretische Debatten.

    (Ich musste ja auch etwas schmunzeln, dass Du auch diesen Beitrag wieder, husch, husch, möglichst schnell mit Deinen ganz, ganz vielen Facebook Freunden teilen wolltest, da bekommst Du sicher viele "Likes" oder wie das heisst).

    AntwortenLöschen
  10. Du nimmst da etwas als Zynismus wahr, was eine durchaus berechtigte Kritik ist. Nicht nur in diesem Blog, in der gesamten anthroposophischen Szene werden diese Hefte belächelt.

    Wie kann es sein, das kultivierte Menschen, die Goethe und Schelling lesen und erarbeiten möchten, ganz gemäss dem, was den Erkenntnisansatz der Anthroposophie ausmacht, sich nun mit diesem Fantasy-Zeug beschäftigen müssen, das sich an Kindergärtner und -innen richtet?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wen genau meinst Du mit "gesamte anthroposophische Szene". Hast Du mit allen Kontakt, bzw. mit allen über deren Haltung zu den Flensburger Heften gesprochen? Beachtlich. Oder kann es sein, dass Du primär die anthrop. Szene auf Facebook und im Netz meinst? Ich weiß auch, dass S.Gronbach diese Dinge in der Info3 sehr kritisiert hat, davon geht die (elementarische und sonstige) Welt nicht unter.

      Wie ich schon zu Ingrid auf dem CG Thread geschrieben habe: Es gibt konkrete Initiativen, Begegnungen, Arbeitsgruppen von anthrop. Forschenden mit Verena St.v.Holstein., Ärzte, Eurhythmystinnen, Landwirte, ebenso Menschen die ebenfalls im Elementar-Bildekräftebereich arbeiten/forschen. Diese Dinge werden dann allerdings nicht gleich im Netz verbreitet und "diskutiert".

      Das 1.Flensburger Heft zum Thema Naturgeister (FH 79) ist das meistverkaufte FH überhaupt, es gibt Übersetzungen (auch von anderen Naturgeisterbüchern) in Schwedisch, Argentinisch, Polnisch, Englisch, Finnisch, USA, Italien, u.a.

      Man muss sich damit auch nicht beschäftigen, sondern kann selbstverständlich weiterhin kultiviert Schelling lesen und erarbeiten.

      Löschen
    2. Lieber Rainer Herzog,
      einfach immer wieder schön und erfrischend, Deine treffenden Beiträge bei Eggert vorzufinden!
      Herzlich, Wolfgang Stadler

      Löschen
    3. Lieber Wolfgang,

      ME wird sich jetzt in den nächsten Wochen und Monaten vermehrt auf die F.Hefte stürzen, sein Zynismus braucht neuen "Stoff" (JvHalle Thema vielleicht auch etwas erschöpft) und da wird er fündig werden (Was allerdings irgendwie schade ist, dass es zum obigen Artikel bisher nur 3 "gefällt mir" Nennungen auf dem entsprechenden Facebook Button gibt)

      Schöne Grüße, Rainer

      Löschen
    4. Lieber Rainer,
      ich persönlich halte das für eine "Ente".
      Die F.Hefte und Herr Weihrauch dienen zur Öffnung des Kehlkopfchakras von Michael, der den Zynismus eben manchmal als Lehrer als Überlebenselixir inmitten einer Schülergruppe, brauchte. Ich warte ja auf den Tag, wo sogenannte Unbeteiligte einfach die Gelegenheit nutzen, um zuzugeben, dass sie an genau den erwähnten Menschen hängen, die sie auf die Schippe nehmen zu müssen glauben.
      Wie gesagt, es gibt keine Zwänge.

      Löschen
  11. @Anonym (einer davon)
    "Allerdings zeigt die Entwicklung der Anthroposophie der vergangenen zehn Jahre mit ihren ideologischen Splittergruppen, die sich auf Kleinstverlage zurückführen lassen, dass das "ein bisschen nett sein" tatsächlich zu Schwachsinn führt. Das kann kein Mensch mehr ernst nehmen, und es nimmt auch kein Mensch ernst. Wirklich niemand."

    Diese Tendenz macht es mir wirklich auch sehr schwer, zumal sich die Kleinstverlage dann auch noch Bekriegen.
    Ich habe da auch oft den Eindruck, dass die Anthroposophie anstatt ihrer kosmopolitischen Aufgabe gerecht zu werden in Provinzfürstentümer zerfällt.

    AntwortenLöschen
  12. "Wird der Kaiserpinguin Ngok die CG retten? "

    Echt egoistisch......oder echt schwachsinnig.

    Die frage ist nur, gibt es da Unterschiede? Nur graduelle oder grundsätzliche?
    Oder gar keine?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Ranier und Anonym!

      I just posted this report on the English-speaking Anthroposophy Facebook Group!

      =========

      CAN NGOK THE EMPEROR PENGUIN SAVE THE CHRISTIAN COMMUNITY?

      AND, AFTER THAT, THE ANTHROPOSOPHICAL SOCIETY?


      Michael Eggert recently reported on his Egoisten blog that there is now a severe existential crisis facing the Christian Community, as evidenced by the upstart movement to update the sacred (read: sacrosanct) language of the Sunday service known as “The Act of Consecration of Man.”

      Here is the first article from January 6
      Innovation & Kultus: Veränderungen am liturgischen Text der Menschenweihehandlung?
      Innovation & Cultus: Changes in the Liturgical Text of the Act of Consecration of Man?

      Here is today’s article. (Please see the photo to understand the title)
      Der große Pan möchte bitte im Bällchenbad abgeholt werden!
      The Great God Pan would please like to be picked up at this “Ball Pit” [Lit. “tiny ball bath”]

      Michael cites the author Wolfgang Weirauch who has written a book called
      “Hat die Christengemeinschaft eine Zukunft? Gespräche mit einem Geistwesen”
      Does the Christian Community have a Future? Conversations with a Spirit Being.

      In this book, Wolfgang W. converses with a spirit being about the CC. However, those of you who have been around the German Anthro scene in the past decade know that Wolfgang Weirauch’s most famous conversation was with the Emperor Penguin Ngok, who lives and rules in his Kingdom of Antarctica.

      Please read this article [in English!] that reports on the conversation and then please contemplate whether Ngok could become the savior of both the CC and the Anthroposophical Society today.

      http://www.facts-are-facts.com/magazin/3_talking_to_penguins.ihtml

      “The emperor penguin Ngok explained an astonished Wolfgang Weirauch that the penguins looked so human and lived at the South Pole just because man cannot live there. ‘Out of all animals, penguins represent humans the most’.”

      Plus, Ngok relates how the penguin embodies the “Christ-consciousness of man” in the animal kingdom and “represents human beings in Antarctica.” You’ll never look at penguins the same way again!

      Löschen
    2. "Diese Tendenz macht es mir wirklich auch sehr schwer, zumal sich die Kleinstverlage dann auch noch Bekriegen.
      Ich habe da auch oft den Eindruck, dass die Anthroposophie anstatt ihrer kosmopolitischen Aufgabe gerecht zu werden in Provinzfürstentümer zerfällt."

      Na, Sie sind / Ihr seid aber echt allwissend in der Szene ;-) Auf so Sätze gebe ich keinen Pfifferling! - Vorsicht Leser, das könnten Pauschalisierungen bzw. Medien-Manipulationen sein, wie es einige Anthros ja gerne pflegen (ähnlich wie es R. Herzog oben meinte).

      Löschen
    3. Ich bin nicht 'allwissend', ich interpretiere, was gerade vorgeht.
      Sicherlich nicht mit dem Anspruch unbedingt Recht zu haben, aber eine Tendenz sehe ich:
      Futurum Verlag wird ausgegliedert etc.
      Und einen Höhepunkt der Kontroverse kann man ja derzeit in der verhärteten Auseinandersetzung um die 'Kritische Ausgabe - SKA' erleben:
      http://byu.academia.edu/ChristianClement/Kritik-und-Polemik

      Ein BLOG dieser Art dient ja der freien Meinungsäußerung und dem Austausch für alle, die selbst keinen Kleinstverlag betreiben.
      Ich persönlich schreibe meine Einschätzungen hier im vollen Bewusstsein ihre Einseitigkeit und hoffe, dass andere ihre Ansichten ergänzend daneben stellen und meine Einseitigkeiten damit paralysieren.

      Löschen
  13. Unter der anthroposophischer Szene verstehe ich die Anthroposophische Gesellschaft als ganz konkrete, allgemein menschliche Gesellschaft zur Förderung von Forschung auf geistigem Felde, und die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft.

    Es gibt auch noch andere Szenen: Waldorfschulen und -kindergärten, zum Beispiel. Dort herrscht ein grosser Bedarf an Fantasy- und Märchenbüchern. Und dort hat das auch seine Berechtigung. Es ist ja auch kein Zufall, dass sich die Christengemeinschaft historisch de facto zum Anhängsel von Waldorfschulen und von Altenpflegeanstalten entwickelt hat.

    Man sollte das alles aber nicht durcheinanderwerfen. Steiner hat Vorträge vor Arbeitern gehalten, vor Medizinern, Theologen, persönlichen Schülern, oftmals sogar am gleichen Tag. Dennoch findet sich die Anthroposophie weder in den Arbeitervorträgen, noch in den Theologenkursen, sondern in seinem geschriebenen Werk und in der Art und Weise, wie man diesen Erkenntnisdienst heute in anderen Menschen finden kann, um eine Anthroposophische Gesellschaft Realität werden zu lassen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Auch ich finde, daß man die Schriften und Vorträge Rudolf Steiners nicht „durcheinanderwerfen“ sollte. Die Gründe dafür haben Sie oder ein anderer Anonym hier sehr schön geschildert.
      Seine Schriften hat Rudolf Steiner für Leser geschrieben, für Menschen also, die die jeweiligen Inhalte zunächst ausschließlich über das Denken aufnehmen.
      Die Vorträge aber hatten eine ganz andere Aufgabe. Wie Rudolf Steiner des öfteren betonte, ging es ihm in vielen seiner Vorträge nicht in erster Linie darum, „Wissen“ zu vermitteln, sondern eine „Gefühlsstimmung“ hervorzurufen: die Geisteswissenschaft will nicht nur zum Verstand des Menschen sprechen, sondern sie will den ganzen Menschen, die ganze Seele ergreifen...

      »Waldorfschulen und -kindergärten, zum Beispiel. Dort herrscht ein grosser Bedarf an Fantasy- und Märchenbüchern. Und dort hat das auch seine Berechtigung.«
      Ich habe heute, veranlaßt von dieser Diskussion, nochmal in einem der Naturgeister-Hefte geblättert, die mir ein Bekannter vor einiger Zeit geliehen hat.
      Da sagt „der Nasse“ (ein „Nöck“):
      »Zum anderen ist für diese gesamte Problematik noch zu sagen – das ist uns allen, nicht nur mir, sehr wichtig –, daß wir keine Märchengestalten sind, weil ihr Menschen uns keine Märchengestalten sein laßt.«
      Das ist einer der Sätze, die für mich unmittelbar überzeugend klingen.

      Löschen
  14. "Dennoch findet sich die Anthroposophie weder in den Arbeitervorträgen, noch in den Theologenkursen, sondern in seinem geschriebenen Werk ...

    Aha, also NUR in seinem geschriebenen Werk !??

    Sein (")Werk(") ist die Gebrauchsanleitung, die Erklärung, eine auseinandergelegte Darlegung für den Einstieg in ein anthroposophisch geleitetes oder begleitendes Leben. Aber im Leben selbst, wieso sollten da seine Vorträge mit Anthroposophie nichs zu tun haben ?
    -------------------------

    Die weiterhin hier anonym Postenden wirken wie eine die Struktur zersetzende Injektion in das Blog-Gebilde, entweder aus purer Willensschwäche oder einer (unbewusst?) destruktiven Haltung heraus.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, so geht es mir auch mit den vielen nicht mehr zuordenbaren, teilweise sich sogar für einander ausgebenden Anonymitäten...

      Löschen
  15. Es würde mich interessieren, ob eigentlich jemand von Euch (außer Rainer H.) das Buch gelesen hat, gegen das hier so vehement zu Felde gezogen wird.
    Ich kenne zwar dieses Buch über die CG bisher nicht, aber ich habe immerhin die drei Flensburger Hefte „Gespräche mit Naturgeistern“ mit Interesse gelesen – oft staunend und nachdenklich, manchmal schmunzelnd, manchmal (selten) auch kopfschüttelnd... Manches blieb mir ganz unverständlich (und ab und zu sagt auch Verena Stael von Holstein etwas wie „Das verstehe ich genausowenig wie Du. Aber so hat er es gesagt.“), anderes war mir neu und sofort plausibel, wieder anderes war mir längst klar oder stimmte überein mit dem „Naturwissen“ von Menschen aus der Generation meiner Großeltern...
    Ich fand es insgesamt freilassend formuliert. Die „Naturgeister“ sprechen zwar immer wieder davon, was die Menschen ihrer Ansicht nach „tun sollten“, aber das haben sie gemeinsam mit den meisten Menschen, denen die Natur und die Erhaltung des ökologischen Gleichgewichtes ein Anliegen sind. Ich sehe nicht, warum das, was diese „Geister“ sagen, nicht ebenso ernst genommen und unbefangen inhaltlich geprüft werden sollte.

    Natürlich fände ich es problematisch, die „Naturgeister“ oder den „Großen“ als Autoritäten zu begreifen, denen in allem bedingungslos zu folgen ist.
    Aber mir wird nicht klar, warum man zwar Kuhhörner vergräbt, sich aber von den Ratschlägen des „Torfigen“ oder des „Grünen“ nicht anregen lassen will.
    Und ich sehe auch nicht, was es mit Geisteswissenschaft zu tun haben soll, beispielsweise Rudolf Steiners Jahreszeiten-Imaginationen oder auch die von ihm gewissermaßen „autorisierten“ Erzählungen Sigwarts zu Eulenburg („Die Brücke über den Strom“) bereitwillig „aufzunehmen“, sich aber von vornherein gegen die Mitteilungen des „Steinernen“, der „Silbernen“, des „Eisernen“ oder eben des „Großen“ zu sträuben.
    Bitte um Aufklärung.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. "Aber mir wird nicht klar, warum man zwar Kuhhörner vergräbt, sich aber von den Ratschlägen des „Torfigen“ oder des „Grünen“ nicht anregen lassen will."

      Liebe Ingrid, ich glaube ja, da wird Dir auch nichts klar werden können, weil es nicht gehen wird, da/dort Klarheit hinein zu bringen, man müsste da eher etwas austauschen, um Klarheit zu ermöglichen, ich meine jetzt nicht bei Dir :-)

      Löschen
    2. Lieber manroe,

      nun, immerhin ist mir sehr klar, warum ich mit dem, was die Naturgeister „sagen“, zunächst ganz ebenso „in mir umgehe“ wie mit dem, was Rudolf Steiner sagt: wenn es mich interessiert, versuche ich, es zu prüfen, und wenn mir das nicht gelingen will (was sowohl bei den Mitteilungen der „Naturgeister“ als auch bei den Mitteilungen Rudolf Steiners immer wieder der Fall ist), dann nehme ich das zur Kenntnis, lasse es einstweilen so stehen und enthalte mich jeglichen Urteils.

      Worüber ich gern mehr Klarheit hätte, das ist das Selbstverständnis der Menschen, die hier von vornherein unterschiedliche Maßstäbe anlegen und sich dabei dennoch als auf dem Boden der Geisteswissenschaft stehend empfinden.

      Herzlichen Gruß!
      Ingrid

      Löschen
    3. "Es würde mich interessieren, ob eigentlich jemand von Euch (außer Rainer H.) das Buch gelesen hat, gegen das hier so vehement zu Felde gezogen wird".

      Vor allem ist es interessant, ob der Blogbetreiber Michael Eggert das Buch überhaupt in die Hand genommen hat, welches er öffentlich mit Spott überschüttet. Da ich diese Frage gestern 2 mal angesprochen habe und bisher keine Antwort gekommen ist, ist die Antwort eigentlich klar.

      Tja, Michael, das ist natürlich jetzt peinlich für Dich, auf Deinem Blog so "erwischt" zu werden (und dann noch von "diesem JvHalle-Verehrer"...ärgerlich).

      (Du könntest Dir das Buch ganz schnell bestellen und dann nachträglich zitieren, dann fällt die Aktion späteren Lesern nicht auf. Sinnvoll wäre es für ähnlich mißglückte Aktionen in der Zukunft einen "Premium Vertrag" mit Amazon zu machen, die liefern dann das Buch am nächsten Tag).

      Ein hübsches Eigentor. Mich würde interessieren, ob Du Deine Leser schon des öfteren so an der Nase herumgeführt hast.

      Löschen
    4. Hier spricht das Gemüse. Muss man ja auch mal hören, was Karotten und Kohl einem ans Herz legen möchten. Dies ist übrigens Band 22 der Informationen durch gechannelte Naturgeister. Ich werde das selbst nicht lesen, mir aber von meinen Karotten darüber berichten lassen.

      Löschen
    5. Hier nur noch der Link für das Gemüsebuch: http://www.amazon.de/gp/product/3935679750/ref=s9_simh_gw_p14_d1_i6?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=center-2&pf_rd_r=0RBCKFA0RPYX4KQ5W793&pf_rd_t=101&pf_rd_p=455353807&pf_rd_i=301128

      Löschen
    6. AAAAAAAlsoooooooo ich muss sagen, ich bin EMPÖRT!
      Wenn ich daaaaaaaaas gewusst hätte, dass ich hier so an der Nase herumgeführt werde.
      Und ich habe geglaubt, dass ich hier nur 'Premium-Anthroposophie' vorgesetzt bekomme...

      Löschen
    7. Ach Michael, da versuchst Du Dich elegant und heiter aus der Affäre zu ziehen: "Ich werde das selbst nicht lesen..."

      Das musst Du doch auch nicht. Es geht aber nicht darum, was Du in Zukunft alles nicht lesen willst, sondern dass es Dir anscheinend schwer fällt, zuzugeben, dass Du das genüßlich verspottete und rezensierte Buch nicht einmal in die Hand genommen hast.

      Was sollen diese ewig sich wiederholenden oberlehrerhaften "Meditationsanleitungen"
      ..."Ich versuche, den anthroposophischen Arbeitsansatz anders zu formulieren und mit eigenen Erfahrungen abzugleichen. Es handelt sich um einen Willensansatz im Denken (oder Bewusstsein)- um ein Sich- Halten- Können im "Leeren"...(Nachbarblog) - wenn Du noch nicht einmal zugeben kannst, dass Du hier etwas vortäuschen wolltest...?

      Michael, Du bist doch keine 20 mehr...ist das denn wirklich immer noch so aufregend für Dich mit Facebook und einem eigenen Blog, dass Dir manche grundlegenden Dinge im menschlichen Miteinander abhanden kommen...? (Wie gesagt, Spaziergänge, frische Luft, wirkliche Menschen treffen, Rechner 2,3 Stunden aus).

      Löschen
  16. ".....Da in verschiedenen Briefen an mich immer wieder die Frage aufaucht, ob Sigwart Rudolf Steiner gekannt habe, sei hier eine biographische Mitteilung einer seiner Schwestern wiedergegeben, "Außer für seine Musik interessierte sich Sigwart stark für alles Geistige, für Buddhismus, Theosophie, Anthroposohie. Er kannte Dr. Steiner persönlich und gehörte etwa 1906 zum ersten intimeren Kreis um Dr. Steiner." Rudolf Steiner hatte also eine konkrete Anschauung von Sigwart, als ihm ein Teil dieser Mitteilungen vorgelegt wurden, die er dann als "absolut authentische Mitteilungen aus der geistigen Welt" bezeichnete. Die Mitteilungen selbst lassen erkennen, daß Sigwart nach seinem Tode in einem verhältnismäßig kurzen Zeitraum zu Bewußtseinserweiterungen vorschreiten konnte, die ihm bedeutende Einsichten in die geistigen Welt ermöglichte." ... F.Herbert Hillringhaus

    aus "Brücke über den Strom" - Vorwort des Herausgebers ISBN 3-7214-0551-X

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Interessanter Hinweis, danke.

      Und was anthroposophische 'Fantasy' betrifft, da kann man doch gut anknüpfen bei Günther Wachsmuths Herausgabe des Buches "Vril, oder eine Menschheit der Zukunft" - ebenfalls ausdrücklich von Rudolf Steiner autorisiert bzw. unterstützt, entgegen Wachsmuths anfänglicher 'Fantasy-Bedenken'. Jeder kann sich dann ja sein eigenes Bild machen (so wie Ingrid das schön formuliert hat). Das Buch: http://www.amazon.de/Vril-oder-Eine-Menschheit-Zukunft/dp/3723500234

      In diesem Zusammenhang dann noch eine Rede des ehem. kandischen Verteidigungsministers Paul Hellyer vom Mai 2013 - vor dem Parlament, Presse und kanadischen Bürgern:
      http://www.youtube.com/watch?v=M6pqBSGMJB0

      lg

      Löschen
    2. @Das-Glas-ist-halb-voll u. Mitleser

      "So mag denn diese 2. Auflage wiederum als Leser jene Menschen ansprechen, die in der dazu notwendigen Selbstlosigkeit sich durch diese Mitteilungen angeregt finden, ihre Verbindungen zu den ihnen nahestehenden Toten zu vertiefen. Wir möchten aber dieses Vorwort mit den Sätzen schließen, die wir bereits in der 1. Auflage niederzuschreiben uns genötigt sahen. Es ist die Bitte an die Leser diese Blätter, die so viele Samenkörner des Lichtes bergen, mit einer schützenden seelischen Hülle zu umgeben, damit sie nicht der ätzenden Sonde des zynischen Intellekts zum Opfer fallen.... ."

      F.Herbert Hillringhaus -"Brücke über den Strom"

      nachdem "Teufel" in Verbindung eines Namens auftrat, ist die Verwendung von „Namen“ problematisch.

      Ich hatte früher "Brücke über den Strom" schon hier vorgestellt, es sind einige Jahre her und sicherlich gibt es neuere Leser, hatte vor einiger Zeit mich veranlasst gesehen, wieder darauf hinzuweisen. Der als „anonym“ hineingestellte Text bedarf keiner Namensnennung, da ja kein eigener Inhalt erfolgt.

      Ich hatte früher auch dargestellt, wie eine Schwester, "Dagmar" mich in der Nacht vor dem 3. Oktober weckte, an dem Tag, da die Kinder zur Waldorfschule fuhren... . Aus ihrem Impuls folgte im Tagesgeschehen ein weiteres Drama (Ministerpräsident Strauß starb damals genau an diesem Tage, er hatte kurz zuvor eingewilligt, uns die Kinder wegzunehmen wegen dem Schulkreuz) und so war unlängst der 3. Oktober mit dem Herzinfarkt, dadurch das direkte Eintauchen in "Katholizismus", das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder ein weiteres Kapitel in einem persönlichen, aber auch einem Weltendrama und einem Drama der AAG. Ich habe ja mit Herrn K.Th. Willmann über meine Mitgliedschaft der AAG gesprochen (1974), ihm erzählt, warum ich 1973 im "Speisehaus", in Dornach, den Mitgliedsausweis zerriß, nicht um auszutreten, sondern die Bedingung zu stellen, ab jetzt gilt das "Herz" als "Ausweis". Wenn das nicht Eintritt in der AAG, dann werde "ich" den geistigen Faden der Geistigen Welt zur AAG trennen - so meine damaligen jugendlichen Gedanken, Ideen und Taten, ganz im Sinne eines "Schiller" und "Freiheit". Da ich das Geistige Bild von Herrn Jelle van der Meulen vor längerer Zeit hier veröffentlichte und ich davon ausgehe, es handelt sich nicht um Phantasie des doch bekannten Anthroposophen, der mir sein inneres Erleben schriftlich mitteilte und ich dieses Bild in dem Ringen um die Freiheit des ehemaligen Waldorfschülers Mollath einsetzte (das sind reale Vorgänge), ging ich davon aus, es gibt bei allem möglichen Streit hier, eine gewisse Achtung bei den Menschen, welche sich mit Rudolf Steiner verbunden fühlen, bei aller berechtigten Kritik auch an Steiner, seinem Handeln. In dem Vorwort von Herrn Hillringhaus kommt etwas davon zum Ausdruck und ich bin mir natürlich bewußt, mit meiner offenen Art lade ich Feinde Steiners ein. Auf der anderen Seite ist soviel Material vorhanden, echte Katholiken werden richtig damit umgehen, auch als Feinde der Anthroposophie, die anderen werden damit nur herumspielen usw., das ist aber nicht das Problem. Ich hatte angedeutet, was ich mit "heißer Nummer" umschrieb und früher auch klar ausdrückte, es gab spirituelle Erlebnisse mit einzelnen Mitschreibern, ich nannte Ingrid, aber auch andere, zuletzt Michael. Ich sah in "Teufel" und der Verbindung eines Namens eine Aktion, die nur ein spiritueller Lehrer hätte vornehmen dürfen. Michael ist in dem Sinne nicht mein Lehrer. Ob die Grenzüberschreitung von ihm bewußt geschah, ist unerheblich. Eine Grenze wurde überschritten. Aber dadurch werden die Mitleser frei.


      Löschen
    3. Fortsetzung:

      Da ich mit Ingrid und Wien ein "okkultes Erlebnis" hatte, löste es sich indirekt, da ich durch die Aktion von Michael nun erfuhr, Herr Willmann brach in Wien am Altar zusammen (erfuhr dies persönlich, den Ort kannte ich nicht). Übrigens habe ich auch seinen Sohn G. Willmann persönlich kennengelernt, von seiner Ehefrau erfuhr ich mehr über den Vater.

      Also neben dem Geschriebenen gibt es gelebte und noch zu lebende Felder. Ich werde, nachdem ich den schwarz-magischen Angriff mit dem Herzinfarkt (nicht Theorie, Wissen) überlebt habe, meine äußere Arbeit weiter fortsetzen, hat nichts mit der vergangenen Arbeit hier auf dem blog zu tun. Ich verstand sie als anthroposophische Arbeit, wissend, Michael ist Mitglied der AAG, sonst hätte ich mich nicht so weit auf einem öffentlichen blog gewagt. Ich habe Michaels Reaktion nicht gelesen, der Name „Teufel“ ist halt beladen……… ….sicherlich kann auch manch bekannte Person „hier“ nur „anonym“ schreiben….
      Da ich mit Ingrid und Wien ein "okkultes Erlebnis" hatte, löste es sich indirekt, da ich durch die Aktion von Michael nun erfuhr, Herr Willmann brach in Wien am Altar zusammen (erfuhr dies persönlich, den Ort kannte ich nicht). Übrigens habe ich auch seinen Sohn G. Willmann persönlich kennengelernt, von seiner Ehefrau erfuhr ich mehr über den Vater.

      Also neben dem Geschriebenen gibt es gelebte und noch zu lebende Felder. Ich werde, nachdem ich den schwarz-magischen Angriff mit dem Herzinfarkt (nicht Theorie, Wissen) überlebt habe, meine äußere Arbeit weiter fortsetzen, hat nichts mit der vergangenen Arbeit hier auf dem blog zu tun. Ich verstand sie als anthroposophische Arbeit, wissend, Michael ist Mitglied der AAG, sonst hätte ich mich nicht so weit auf einem öffentlichen blog gewagt. Ich habe Michaels Reaktion nicht gelesen, der Name „Teufel“ ist halt beladen……… ….sicherlich kann auch manch bekannte Person „hier“ nur „anonym“ schreiben….

      E.Seler

      Ich hatte früher schon auf dem blog berichtet, vor einigen Jahren wurde innerlich bewusst, der spirituelle Impuls Rudolf Steiners ist nicht mehr in der AAG wirksam, sondern er wird in anderer Form aus Amerika kommen.

      Löschen
    4. Nachtrag:

      eltronische Technik hat ihre eigenen Gesetze, doppelt hält besser....

      (E.S.)

      Löschen
    5. Übrigens hat mein Pate der Mitgliedschaft Herr. Dr. Manfred Krüger aus Nürnberg im Bayerischen Fernsehen 1995 von dem Mitgliedsausweise erzählt, den sie eines Tages in einem Brief zugeschickt bekommen haben. Jemand hatte also aus dem Papierkorb des Speisehauses meinen Ausweis gefischt und nach Nürnberg geschickt.
      1995 wurde halt viel recherchiert und ein Mitglied der AAG hat sich gemüßigt gefühlt, im Fernsehen über den Mitgliedsausweis zu berichten, er wurde also öffentliche Angelegenheit, so wie auch die damalige Generalsekretärin sich in derselben Fernsehsendung äußerte.
      Ich selbst spürte, die Fernsehleute mißbrauchen die Beteiligten. Ich war im Vorfeld der Sendung um ein Interview gebeten worden. Nachdem die Fernsehleute da waren, zog ich das Einverständnis zurück, erklärte mich bereit, eine Stellungnahme vorzulesen, mit der Bedingng, sie wird ganz gesendet. Es war ein Impuls, die aufgewühlten öffentlichen Kräfte zu glätten. Es wurden nur die ersten Sätze ausgestrahlt, während mein "Pate" und die Generalsekretärin der AAG (vor gemalten Kruzifixen) sich irgendwie vorführen ließen. Danach begann die Rassismusdebatte, danach blutete in Berlin eine Dame und Naturgeister begannen zu sprechen.... ....

      Seler

      Löschen
    6. @ Anonym:
      Danke für die Zitate aus dem Vorwort der „Brücke über den Strom“.
      Ja. Wie ich bereits sagte, hat Rudolf Steiner die diktierten Schilderungen Sigwarts gewissermaßen „autorisiert“. Wie schade, daß wir ihn nicht mehr fragen können, was er zu den „Naturgeistern“ sagt!
      Und noch viel „schader“, daß es für manche Menschen ohne die Frage an den Herrn Doktor keine Möglichkeit zu geben scheint, sich ernsthaft mit (angeblichen oder tatsächlichen) Aussagen rein geistiger Wesen auseinanderzusetzen.

      Löschen
    7. Und noch viel „schader“, daß es für manche Menschen ohne die Frage an den Herrn Doktor keine Möglichkeit zu geben scheint, sich ernsthaft mit (angeblichen oder tatsächlichen) Aussagen rein geistiger Wesen auseinanderzusetzen.
      Ah, ich sehe gerade: es gibt offenbar doch eine Möglichkeit! Dann nämlich, wenn es sich bei diesen rein geistigen Wesen um Romangestalten handelt, die ein anderer Mensch gestaltet hat.
      Dann ist es also offenbar in Ordnung, ihnen zu lauschen...

      :-) Vielen Dank - ich lerne dazu.

      Herzlichen Gruß in die Runde,
      Ingrid

      Löschen
    8. Ernst Seler schrieb:

      Ich hatte früher schon auf dem blog berichtet, vor einigen Jahren wurde innerlich bewusst, der spirituelle Impuls Rudolf Steiners ist nicht mehr in der AAG wirksam, sondern er wird in anderer Form aus Amerika kommen.

      --------

      Wie schön, mein lieber Ernst, dass sich Ihre Prophezierung schon erfüllt hat!

      Ich brauche nur einen Namen zu erwähnen: Teresa Gahart (Bindewald)
      http://egoistenblog.blogspot.de/p/teresa-gahart-zu-jv-halle.html
      http://egoistenblog.blogspot.de/2013/11/judith-von-halle-uber-teresa-gahart.html
      http://www.returnrudolfsteiner.org/

      (Aber um fair zu sein, sollte auch Wibke Reinstein erwähnt werden. Seit 2010 wurde sie ein wundersames Phänomen auf der englischsprachenden Steiner Internet --- zu einem großen Teil wegen meines berühmten “Steiner in a Bikini” Beitrags zu verdanken. Vielleicht qualifiziert sie als eine Teilerfüllung Ihrer Prophezierung.)
      http://anthrowiki.at/Wibke_Reinstein

      Löschen
  17. Das mir hier anonym Erscheinende, das sind überwiegend die Inhalte der Kommentare selbst. Für die Themen stehen im Leben jeweilig einzelne Menschen ein. Dabei handelt es sich also noch um einen Einklang von dem Namen, den so ein einzelner Mensch trägt und dem "Thema", mit dem er sich im Leben beschäftigt.

    Irgend wer hier brachte den Hinweis von Steiner, er wolle solche Leute, die mit ihrem Namen dafür einstehen, wovon sie in der Öffentlichkeit sprechen. Recht hat er!

    Hier erscheint mir das öffentliche Sprechen oft als unrechtmäßig. Einfach von daher, dass hier zuhauf zu Allem, Senf angehäuft wird.

    Und das ungefragt von denjenigen, die mit solchen Themen wirklich, also zugleich mit "ihrer" Existenz ringend, für ein Thema einstehen.

    Durch so ein Kommentieren hier, dadurch wird jeweils ein Thema von seinem dazugehörigen "Namensträger" getrennt.

    So getrennt bleibt ein Thema ohne Namen übrig. Was bleibt also übrig? Ein namenloses, mithin anonymes Etwas.

    Punkt!

    B (Punkt)







    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. @Burghardt

      Aber es gibt ja auch Künstlernamen und Pseud(a)onyme im richtigen Leben ;-)

      Trag es evtl. mit Humor, freilassend, zumal wir es hier ja eh mit einer äußerst interessanten (!) 'Geisterdebatte' zu tun haben ;-))

      Und - danke Ingrid !!! Wunderbare Gedanken zu dieser Aus-Ein-Ander-Setzung :-)

      lg

      Löschen
    2. Ja, genau!
      Unter Geistwesen gibt es eben solche, die einen vollgültigen Namen im Gesiterlande haben und solche, die keine Namen, oder wechselnde Namen haben.
      Zur Unterscheidung:
      Vollgültige Namen kann man nur von anderen verliehen bekommen - all die Ich-Wäre-Gern-Pseudonyme sind eben die Bezeichnungen/Labels (aber keine Namen), die man sich nach freiem belieben selbst anziehen kann...

      Löschen
    3. Nach Steiner haben wir im Geistzustand (also auch nachtodlich im Jenseits) einen ganz anderen Namen als unseren von Mutter/Vater gegebenen ;-)

      Es ist für mich ein Zeichen der Kreativität, Freiheit und Eigenautorität, sich einen schönen Künstlernamen anzugedeihen...vielleicht kommt er sogar dem Geistigen viel näher?

      Löschen
    4. Aber eben auch einen, der uns gegeben wird!

      Ich hab ja auch nichts gegen Künstlername, hauptsache ich kann die einzelnen Kommentatoren irgendwie zuordnen.

      Löschen
  18. Fortsetzung:

    Dafür zur Wiederholung: >Das mir hier anonym Erscheinende, das sind überwiegend die Inhalte der Kommentare selbst.<

    Ich hebe hervor: Die „Inhalte“!

    Hallo Stephan, hallo Glas,

    ich meine das also anders! Das hier Beitragende zunächst anonym auftreten, indem sie „ihre“ Theorie hier öffentlich machen, stört mich nicht im Geringsten.

    Aber: Bereits Goethe sagte zu recht, dem Sinne nach, das "Phänomen" selbst ist bereits die „tatsächliche“ Theorie.

    Sage mir doch einmal hier im Blog jemand etwas, das ich nicht schon weiß. Na? Und sollte ich so etwas noch nicht gewusst haben, dann bitte aber zugleich so etwas, das, so ich es denn wirklich wissen wollte, ich mir so ein Wissen nicht auch woanders „abholen“ könnte, als von demjenigen, der es mir hier anbieten wollte.

    Geht es mir also um Themen? Oder geht es mir um etwas ganz anderes dabei? Womöglich darum, das ich, anhand eines Themas, von „mir“ durch dich, lieber Leser, etwas in Erfahrung bringen will?
    Dasjenige von mir, das sich in mir darlebt, so ich damit beginnen könnte, mich ““deinem““ tat, tat, tatsächlichen Thema zuzuwenden?

    Organisiert sich dabei etwas in mir? Wie ist so eine Organisation? Wo kommt sie her? Wo strebt sie hin? Wofür bin „allein“ ich dabei zuständig? Dabei, wobei das Weltgeschehen in mir sich dahingehend umorganisieren will, so organisieren will, wie es sich allein in mir umorganisieren kann?

    Themen kommen und gehen?

    Lieber Leser, wer ist dabei der Durchgängige?

    B.

    AntwortenLöschen
  19. Fortsetzung: III

    Die nachstehenden Steiner-Passagen*, die habe ich in der Abfolge, wie sie im ursprünglichen Text stehen, geändert.

    "Jede Persönlichkeit repräsentiert eine geistige Potenz, eine Summe von Kräften, die nach der Möglichkeit zu wirken suchen.

    Es wird nicht gefragt: Was soll der Mensch tun? Sondern: Was ist das, was er tut, seinem inneren Wesen nach?

    Er muß durch die Geisteswissenschaften den rechten Punkt finden, um mit seiner Persönlichkeit an dem Getriebe der Welt teilzunehmen. Der Mensch muß die Geisteswelt kennen und nach dieser Erkenntnis seinen Anteil an ihr bestimmen.

    Da wohnt dem tätigen Objekte unmittelbar die Idee inne; und träte ihm ein höheres Wesen gegenüber, so könnte es in seiner Tätigkeit nichts anderes finden, als was dieses selbst in sein Tun gelegt hat. Denn ein vollkommenes menschliches Handeln ist das Ergebnis unserer Absichten und nur dieses.

    Was ist die menschliche Persönlichkeit, wenn man von der sie erfüllenden Ideenwelt absieht? Doch ein tätiges Dasein.

    Dieses tätige Dasein ist aber ein Abstraktum, es ist nichts Wirkliches. Man kann es nicht fassen, es ist ohne Inhalt. Will man es fassen, will man einen Inhalt, dann erhält man eben die im Tun begriffene Ideenwelt.

    Soll das Handeln des Menschen nichts anderes sein als die Verwirklichung seines eigenen Ideengehaltes, dann ist es natürlich, daß solcher Gehalt in ihm liegen muß. Sein Geist muß produktiv wirken.

    Die Antriebe für unser Handeln müssen daher immer in Form individueller Intentionen auftreten. Alles, was der Mensch Fruchtbringendes vollführt verdankt solchen individuellen Impulsen seine Entstehung.

    Nein, nicht solche vagen, allgemeinen ethische Normen, sondern die individuellsten Ideale sollen unser Handeln leiten.

    Nicht alles ist für alle gleich würdig zu vollbringen, sondern dies für den, für jenen das, je nachdem einer den Beruf zu einer Sache fühlt.

    Der Mensch muß sich eben hinaufarbeiten, damit er nicht geleitet werde, sondern sich selbst leite."



    *Rudolf Steiner – „Goethes naturwissenschaftliche Schriften“ – Kapitel X - Punkt 5 – Dort:
    „Ethische und historische Wissenschaften“



    AntwortenLöschen
  20. Übrigends hatte ich in diesen Tagen (mal wieder) einen sehr netten Mail-Kontakt mit W.Weirauch.

    Als alter und gewiefter Hobby-Psychologe konnte ich es natürlich auch nicht lassen, ihm meine Interpretation des zunehmenden Zynismus in den anthroposophichen Blogs mitzuteilen: Nach meiner Beobachtung sind es primär 3 Dinge, die immer wieder auftauchen:

    1.: Die Menschen haben eine Überfülle an Zeit

    2.: Damit verbunden: Keine wirkliche, erfüllende Aufgabe. Und vor allem:

    3.: Keinen lebendig-konkreten existentiellen Zugang zur Anthroposophie. Dieser Verlust und die damit verbundene Resignation oder Traurigkeit wird als solche weder erkannt noch zugelassen. Ihre fehlende Integration sucht (ohne es zu wissen) einen Ersatz und findet diesen in einer rein mental-virtuellen "Verteidigung der wahren Anthroposophie" und/oder Spott, Ironie, Zynismus.

    (Siehe auch meinen Beitrag: "Der anthroposophische Spott" im Info3 Blog, Rubrik "Szene")

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Betonung liegt unverkennbar auf HOBBY!

      Einem professionellen Psychologen würde nämlich ganz bestimmt nicht nicht der
      Kardinalfehler der simplen Übertragung unterlaufen...

      Löschen
    2. Guten Morgen Stephan.

      Ist es Dir schon einmal aufgefallen, dass Du der einzige Egoistenblogger bist, der zu jeder noch so menschenverachtenden oder zynischen Äußerung von Eggert applaudiert und der ihn mehr oder weniger andauernd verteidigt...? Auch dazu hätte ich eine interessante psychologische Deutung.

      Löschen
    3. Sag ich doch: HOBBY!
      Nur der Hobby-Psychologe stülpt anderen seine (fragwürdigen) psychologischen Deutungen ungefragt über...
      //
      Mir fällt nur auf, dass es Menschen gibt (ich glaube es sind auch nicht viel mehr als ein einziger), die dermaßen viel überflüssige Zeit und höchstwahrscheinlich keinerlei erfüllende Aufgabe und so wenig Lebensinhalt haben, dass sie sich publizierend in BLOGS tummeln, deren Inhalt sie offensichtlich gar nicht interessiert.
      Ihr lebendiges Verhältnis zur Anthroposophie ist so stark ausgeprägt, dass sie Facebook-Likes ihrer Zeitgenossen zählen und (mit Freude) für gering erachten.

      Löschen
    4. ...gar nicht interessiert..."
      ist in diesem Fall übertrieben, da es ja u.a. um meine Person geht (Ich fand's auch nicht so amüsant, dass Eggert einfach meine Amazon Rezension auf seine Website gestellt hat, ohne mich zu fragen, passt aber natürlich auch zu ihm).

      Löschen
    5. Mit der "Übertragung" hast Du nicht ganz unrecht, da ich die oben angeführten Dinge natürlich ansatzweise auch bei mir selber kenne. Es ist aber ein Unterschied, ob man wie Eggert als Blogbetreiber reihenweise Spott-Artikel produziert, oder ob man reagiert, wenn Personen, die man schätzt (JvHalle, Weirauch) und mit denen man sich verbunden fühlt, öffentlich angegriffen werden.

      Etwa Mitte Dezember habe ich (ich glaube, im Info3 Blog) "prophezeit", dass Eggert garantiert auch in der Zeit der sog. "12 heiligen Nächte" über JvHalle ablästert. Dann tauchte (kurz vor Sylvester) die Nachricht auf, dass JvHalle schwer erkrankt wäre, woraufhin Eggert selbstzufrieden seine Überlegungen von "Magersucht" und Darmerkrankungen öffentlich verbreiten musste. Für mich ist das pure Menschenverachtung, sowie eine subtile Freude, andere zu verletzen.

      Löschen
  21. Wie ich schon weiter oben angedeutet habe: es beschäftigt mich, wieso „rein geistige“ Wesen oder Erlebnisse in Romanen ohne Weiteres akzeptiert werden, aber großes Unbehagen (;-) Untertreibung des Jahres ;-)) auslösen, wenn sie in anderer Form präsentiert werden.
    Michael nannte als Begründung dafür (auf eine frühere Frage manroes), die Romane „geben nicht vor, etwas anderes zu sein“.
    So einfach ist die Sache aber nicht:

    Ihrem Roman „The Fifth Gospel“ stellt Adriana Koulias folgende „Author’s Note“ voran (meine Übersetzung - das Original ist hier in der Vorschau nachzulesen. Beim Novalis-Zitat bitte ich um Hilfe - weiß jemand, wie es auf Deutsch heißt? Ich lasse es hier in der englischen Übersetzung stehen):

    ***
    Das deutsche Wort „Minne“ kommt vom gothischen Wort „Munni“ und bedeutet ein Gedenken oder eine Erinnerung an Liebe. Minnesänger, Troubadoure und Barden waren die Bewahrer und Entdecker des Gedächtnisses der Liebe, der Geheimnisse von Seele und Geist, jener ewigen Wahrheiten, die zu allen Zeiten da waren, noch bevor die Welt dazu fähig wurde, sie zu verstehen. Ihre „Gesänge“ verbreiteten (säten aus) diese Wahrheiten in einer annehmbaren Art, als Vorbereitung für die Zukunft.
    Dieses Buch will ein solcher „Gesang“ sein und solche Wahrheiten aussäen. Das Gefäß mag ein erdichtetes sein, aber der Inhalt ist eine mystische Tatsache, die der große Philosoph Rudolf Steiner der Welt gegeben hat.
    Nachdem ich das gesagt habe, lasse ich den Leser vollkommen frei, die Wahrhaftigkeit dieses Gesanges zu prüfen, indem er die Seiten umblättert, denn wie Novalis uns sagt:

    »The empire of love is open, the fable starts to unfold...«
    ***

    Soviel ich bisher verstanden habe, war es ein Anliegen Rudolf Steiners, die drei Bereiche Wissenschaft, Kunst und Religion, die früher eine Einheit bildeten und sich in den letzten Jahrhunderten immer stärker voneinander getrennt haben, wieder zusammenzuführen.

    Wie soll das gehen, ohne zu akzeptieren, daß Kunst, ebenso wie Wissenschaft, Wahrheiten zum Inhalt hat, daß Wissenschaft, ebenso wie Kunst, nicht ohne Erdichtetes auskommt, und daß auch Religion Elemente von beidem in sich trägt?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Was mich betrifft, versuche ich es folgendermaßen zu formulieren:
      Ich habe kein Problem mit der Tatsache, dass Naturgeister existieren und ich glaube auch grundsätzlich, dass es Menschen gibt (geben kann), die mit ihnen kommunizieren.
      Ausschließlich im Kontext der Christengemeinschaft habe ich Probleme damit!
      Christus ist als Opfer in die Erdenwelt herabgestiegen, weil die Erdenwelt ohne ihn keinen Fortgang mehr hätte haben können.
      Seit dieser Zeit kann jeder Mensch (der eines guten Willens ist) ein unmittelbares Verhältnis zu Christus finden - er kann ihn in jeder Situation direkt befragen.
      Ich empfinde es als höchst widersinnig, ein Opfer zur Gesundung nicht einfach dankbar anzunehmen, sondern zunächst Ratschluss mit anderen (elementarischen) Welten halten zu wollen.
      Christus ist nun einmal in die Menschenwelt gekommen...

      [Besser kann ich es momentan leider nicht ausdrücken, ich habe schon bei Deiner ersten Frage einen Anlauf gemacht, ihn dann aber wieder verworfen...]

      Löschen
    2. Lieber Stephan,

      danke, damit kann ich etwas anfangen.

      »Ich empfinde es als höchst widersinnig, ein Opfer zur Gesundung nicht einfach dankbar anzunehmen, sondern zunächst Ratschluss mit anderen ... Welten halten zu wollen.«
      Nun kenne ich das in Frage stehende Buch nicht, und ich nehme an, auch Du kennst es nicht - wir haben keine Ahnung, wie diese Gespräche ablaufen und was sie zum Inhalt haben; also ist es wohl etwas problematisch, über das „Widersinnige“ darin zu urteilen. Ich möchte das jedenfalls nicht tun, bevor ich es gelesen habe.

      Aber etwas anderes:
      »Seit dieser Zeit kann jeder Mensch (der eines guten Willens ist) ein unmittelbares Verhältnis zu Christus finden - er kann ihn in jeder Situation direkt befragen.«
      Könnte man nicht auch meinen, das genüge, und es sei daher „widersinnig“, die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners dazu zu befragen? (Ich kenne Menschen, die das so sehen...)

      Mich würde interessieren, wo hier für Dich der Unterschied liegt.

      Allerdings habe ich das Gefühl, daß hier vielleicht nicht der rechte Ort ist für derartige Gespräche.
      Für den Fall, daß Du das auch empfindest und mir dennoch antworten möchtest: stilz@gmx.net

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

      Löschen
    3. Es ist nicht widersinnig: Christus ist für jeden Menschen dort auffindbar, wo der betreffende Mensch gerade steht.
      Mancher hat den Zugang, wie er im Lukas-Evangelium 'Die Heilung einer blutflüssigen Frau und die Auferweckung der Tochter des Jaïrus' beschrieben ist und mancher benötigt einen esoterischeren Weg.
      In jedem Fall ist es aber eine !UNMITTELBARE! Angelegenheit des Menschen und des Menschensohnes.

      Löschen
    4. Lieber Stephan,
      meine Frage war nicht, warum es nicht „widersinnig“ ist, sich mit Rudolf Steiner zu beschäftigen, sondern wo für Dich der Unterschied liegt zwischen der Beschäftigung mit Rudolf Steiner und der Beschäftigung mit anderen Autoren bzw „Naturgeistern“.
      Ich stimme Dir zu - auch ich empfinde: jede „Christuserfahrung“ ist »eine !UNMITTELBARE! Angelegenheit des Menschen und des Menschensohnes.« Und auch ich bin davon überzeugt, wie Du auch andeutest: jeder Mensch hat seinen ur-eigenen „Zugang“.
      Andere Menschen empfinden es ebenso - Judith von Halle beispielsweise drückt es so aus (S 40f in ihrem ersten „Templer“-Buch, das ich vor kurzem - ;-) angeregt durch die „Egoisten“ - zu lesen begonnen habe):
      »Was die Jünger, was die Ur-Christen über die Wirklichkeit des kosmischen Christus wussten, das kann der Mensch ausschließlich durch die eigene Erfahrung wissen – so wie es auch die Jünger zur Zeit des Lebens Jesu unmittelbar erfahren hatten –, und diese eigene Erfahrung kann nicht vermittelt werden durch eine Lehre. Es kann die Kunde vom Auferstandenen zwar verbreitet werden, gewusst werden kann sie nur durch ein paulinisches Erlebnis, durch die eigene Erfahrung des einzelnen Ich.«

      Löschen
    5. Ich habe mal bei den Würmern gelernt, als ich einen Apfel aufschnitt und sah, dass ihre Fresswege direkt das Kerngehäuse "im Auge" haben, DA wollen sie offenbar alle hin, der Apfel selbst ist ihnen lediglich der Weg zum Ziel.

      Wie man dieses Bild üerträgt auf sich selbst ist ein individuelles Problem oder eine Möglichkeit, der darin verborgene Wahrheitsgehalt allerdings scheint mir sehr universell :-)

      Löschen
    6. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, was Naturgeister bzw. Elementarwesen zunächst mit dieser !UNMITTELBAREN! Begegnung zu tun haben sollen.
      Zu diesen Naturgeistern bzw. elementarischen Welten können wir ja erst langsam durch den Auferstandenen wieder ein friedvolles Verhältnis finden...

      Löschen
    7. @ Stephan

      "Es ist nicht widersinnig: Christus ist für jeden Menschen dort auffindbar, wo der betreffende Mensch gerade steht." Da würde ich Dir sogar 100 % ig zustimmen: Natürlich sollen wir versuchen, so gut es geht, den Christus unmittelbar in unserem Leben, unseren Begegnungen, in Schicksalsschlägen, im Gebet oder in der Meditation zu erleben.

      Das sagen aber auch die Naturgeister: "Viele glauben, dass man den Christus selbst nicht ansprechen dürfe. Warum eigentlich nicht!? Er wartet darauf.Ununterbrochen." ("Hat die CG eine Zukunft" S. 166).

      Die Elementarwesen wollen von den Menschen wahrgenommen werden, eigentlich sogar in gewisser Weise darüber hinaus, mit ihnen zusammenarbeiten (Es gibt auf dem anthroposophischen Gebiet erfreulicherweise schon eine umfangreiche Forschung, natürlich auch unabhängig von den Flensburger Heften, Thomas Mayer z.B. hat in seinen 2 Bänden "Zusammenarbeit mit Elementarwesen" Gespräche mit insgesamt 35 hellsichtigen Menschen zu diesem Thema geführt).

      (Darüber kann/will ich hier nichts schreiben, wg der eggertschen Lust am Klamauk).

      Löschen
  22. Lieber Stephan,
    also, wie schon gesagt, weder kenne ich die CG noch habe ich das Buch gelesen - ich möchte hier wirklich nicht darüber spekulieren, inwiefern „Geistwesen“ mit dem Kultus der CG zu tun haben oder nicht (allerdings kann ich mir kaum vorstellen, daß Elementarwesen nicht damit zu tun haben sollten, wenn Brot und Wein sich in Leib und Blut Christi verwandeln...).
    Soviel ich aus Rainers Rezension verstanden habe, geht es nicht darum, daß „der Große“ eine Christusbegegnung „vermitteln“ soll, sondern es geht darum, in Bezug auf den Kultus der Christengemeinschaft »mehr Bewusstsein für Fehlentwicklungen und mögliche Neuerungen zu entwickeln«.
    Nach dem, was Hischam und Michael hier gesagt haben, bin ich sicher, daß ich das Buch lesen und mir selbst ein Bild machen würde von den Schilderungen „des Großen“, wenn ich mich in irgendeiner Weise mit der CG verbunden fühlte. Selbst wenn „der Große“ ein erfundenes Wesen sein sollte und alle Gespräche mit ihm, wie man so schön sagt, „erstunken und erlogen“, so würde ich doch darin zumindest die Ansichten von Wolfgang Weirauch und/oder Verena Stael von Holstein finden. Und warum sollten mich die Ansichten von Menschen, denen die CG ganz offensichtlich ein Anliegen ist, nicht interessieren?

    Rainer schreibt obendrein: »die Antworten und Ausführungen des "Großen" haben zumeist etwas sehr freilassendes, im Sinne einer Anregung oder Bewusstwerdung, so habe ich es jedenfalls beim wiederholten Lesen erlebt.«.
    Ich kann also wirklich nicht im Ansatz nachvollziehen, wieso man über dieses Buch schimpft, ohne es gelesen zu haben.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Ingrid, ich möchte dieses Reizthema nicht wieder aufwärmen, aber Deine Frage habe ich behalten, ich wollte damals nur nicht voreilig antworten.
      Jetzt hat sich bei mir doch noch ein Gedanke dazu gebildet:

      Ernst Seler hat weiter oben geschrieben:

      "Wir stoßen in der Gottessuche und in der Menschensuche auf Grenzen und vielleicht ist die einzige Rettung erlebte Scham......."

      Und Michael Eggert hat auch einen Ensprechenden Absatz zum Thema Scham formuliert.

      Ich halte dieses Motiv in diesem Zusammenhang für ausgesprochen zentral und bedeutend (Adam, wo bist Du?).
      Und vermutlich kommen meine Vorbehalte gegen die Befragung von Naturgeistern zum Thema 'Kultus' aus den Bedenken, dass wir uns 'vor lauter Scham' vom Eigentlichen, Unmittelbaren, Unaussprechlichen zu Nebenschauplätzen (Naturgeistern etc.) flüchten.
      Dem Unmittelbaren auszuweichen suchen...

      Löschen
  23. Also, ich versuche lediglich, das hier für mich "fassbar" zu machen. Wie ist das denn jetzt: habt ihr wirklich über Jahrzehnte den armen Herrn Weihrauch wegen seines Glaubens an Naturgeister auf die Schippe genommen?

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Danke für Ihre Mitarbeit im Blog.

Egoistisch am meisten gelesen: