Bum! oder: Die geistige Welt, irgendwo da hinten, ganz weit weg

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In meinem Mailordner überschaue ich gerade eine Facebook- Notiz von Piero Cammerinesi, in der er sich, Adriana Koulias zitierend, dazu äußert, "what does her presence in Anthroposophy teach us about ourselves?" nämlich was Judith von Halle über unsere Haltung in Bezug auf Anthroposophie aussagt. Er hat auch gleich einige Antworten parat. Von Halle nämlich ist seiner Ansicht nach gerade wegen der Exzentrik ihres Auftritts - der angeblichen Stigmata und ihrer behaupteten, jahrelangen und totalen Nahrungslosigkeit - ein Instrument „der geistigen Welt“; ein Wunder in Persona: "Who is Judith von Halle? What does her story mean in our time? What if she was an instrument of the spiritual world trying to show us something through her experience? What then? 
First, that the spiritual world exists, and in fact breaks – with the stigmata and even more with her not eating or drinking with the most elementary rules of matter, like our body that needs food and water.

Von Halle, die nicht nur jeder Wahrscheinlichkeit und Logik der Welt, sondern der Materie selbst "elementar" widerspricht, überzeugt uns - so Cammerinesis Argumentation- gerade deshalb davon, dass „die geistige Welt“ existiert. Sie - die irgendwo existierende fantastische übernatürliche Welt - schickt uns (die das Leben und die Auferstehung Christi offensichtlich nicht überzeugt hat) also in ihrer Person wieder einen Beweis und einen Boten. „Die geistige Welt“ irgendwo da draußen will uns offenbar mit Pauken und Trompeten und in der Gestalt der von Halle nun endlich und endgültig überzeugen. Bum!

Dass von Halle die Nachfolge Christi antritt, ist für Cammerinesi auch deshalb offensichtlich, weil dessen Leben und Auferstehung ja auch einen Widerspruch zu den Gesetzen der Natur dargestellt hätte: "Second, that Golgotha’s event – in its absolute peculiarity and its contradicting of nature’s laws – must be central in our lives. More: resurrection is the climax of Christ’s mission.“ Nun  ja, es gibt eine Menge unwahrscheinlicher Dinge- UFOs, der Glaube an unbegrenztes Wirtschaftswachstum, die guten Absichten unseres Versicherungsvertreters, unbefleckte Empfängnis. Sollen wir das alles als Zeichen der da draußen über uns grübelnden „geistigen Welt“ auffassen, die nur unser Bestes will? Nein, sagt Cammerinesi. Es reicht, an Judith von Halle zu glauben, denn sie ist die Stimme der Neuen Anthroposophischen Evolution: "Anthroposophy has many voices - a broad avenue with many lanes - and is evolving year after year. She is a voice, a witness of this evolution.“

Diese apodiktischen Behauptungen hält Cammerinesi übrigens für undogmatisch: "Finally, we must be able to overcome and set aside dogmatism of all kinds, even when coming from - so to say - enlightened clubs.“ Wir Egoisten sind kein erleuchteter Club, aber das ganze wirre, von ihm vorgebrachte Zeug halten wir dennoch für ganz ausgesprochen dogmatisch.

Kommentare

  1. ...so ausgesprochen dogmatisch wie alles, was von den Egoisten über Judith von Halle oder über ihre Leser und Freunde gesagt wird...

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  2. Es geht hier um die heutige Gretchenfrage der Anthroposophie: Gibt es ein Verhältnis der geistigen Welt mit uns, oder ist „geistige Welt“ nur ein Aspekt von unserer Persönlichkeit. Dann wird das Wort „Christus“ bloß zu einer Deutung von unserem „Wahren Ich“. Christus wird internalisiert.
    Dabei wird auch das sog. Schauen über die Schwelle eine Sache von Somnambulismus. Die Akasha Erfahrungen von Steiner nach 1900 werden dann apokryph.
    Dass ist der Einsatz der heutigen Grundlagendiskussion innerhalb der AAG.
    Ich hoffe dass zukünftig auch am Goetheanum Gesprächsmöglichkeiten dafür entstehen werden. Wenn nicht, dann sind wir wieder zurück in 1935.

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  3. @ Rob Steinbuch

    Ich glaube, es ist sogar ein besonderes Charakteristikum der anthroposophischen Spiritualität, dass sehr intensiv auf das "Außen", auf die "Welt der Erscheinungen", letztendlich auf "die geistige Welt" geschaut wird, die sich eben nicht nur "in mir", in meinem Ich befindet.

    Steiner sprach mehr oder weniger (in seinen Vorträgen) andauernd von der "geistigen Welt" - übrigends ohne Anführungszeichen. Die Verbindung von moderneren spirituellen Strömungen (Advaita) oder populären Autoren wie E.Tolle oder R.Spira und Anthroposophie gelingt deshalb eigentlich nur bei einer inneren geistigen Verbiegung oder mentalen Trickserei (oder wenn man eine der beiden Richtungen nur unvollständig erkennt/erfährt).

    Über die "Internalisierung" von geistigen Wesen hat übrigends J.Saether einige lesenswerte Gedanken (in der Auseinandersetzung mit Gronbach) in seinem Buch "Ganz Auge und Ohr" geschrieben (von mir auf Amazon rezensiert).

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  4. Jeder, der etwas Unbeweisbares als eine Tatsache, eine unumstössliche Wahrheit darstellt, ist ein Dogmatiker.
    Und dennoch ist es, bezogen auf die geistigen Ergüssen kranker Hirne, besonders wenn sie als "geistige Welt" oder "Beweis für die geistige Welt" bezeichnet werden, eigentlich egal, ob diese als undogmatisch oder dogmatisch bezeichnet werden.

    Mithin ist die Anthroposophie auch mal dogmatisch und mal undogmatisch, so wie auch viele, sogar sehr sehr viele Anthroposophen, auch wenn sie immer nur dasselbe wollen und tun, sowohl das eine als auch das andere beherrschen.

    J.v.Halle und der von ihr behauptete Schwachsinn ist symptomathisch sowohl für die heutige Anthroposophie als auch für die Geisteshaltung und Erwartung vieler Anthroposophen.

    Cammerinesi will uns mitteilen, dass wir J.v.Halle dankbar sein sollten, dass sie uns diese absurde Sackgasse menschlichen Geistsstrebens so direkt und schonungslos vor Augen führt.
    Sowohl Cammerinesi als auch J.v.Halle entlarven sozusagen die "geistige Welt", jeder auf seine Weise. Ob sie dies bewusst oder unbewusst tun, ist sekundär. Sie stürzen beide, indem sie die geistige Welt als eines der grössten von Menschen ersonnenen und geschaffenen faulen Eier umschreiben, diese vom wirksamsten Instrument für die Vervollkommnung, das in der Hand von Menschen überhaupt denkbar ist, in die Mülltonne für Unbrauchbares und Unwirksames.

    Darüber sollten wir nachdenken, und nicht jedem oder jeder selbsternannten CharlatanInnen nachlaufen.

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    1. @extreme - anonym oder den Herrn mit dem Tuch vor dem Gesicht --

      "
      J.v.Halle und der von ihr behauptete Schwachsinn ist symptomathisch sowohl für die heutige Anthroposophie als auch für die Geisteshaltung und Erwartung vieler Anthroposophen."


      Ahh, nun wissen wir es endlich, aber leider nicht, was der Herr mit der Maske selbst zu sagen hat. Er möge doch bitte mal was Erhellendes zu seiner Ansicht zu uns sprechen, um erkennen zu können, dass er nicht selbst einem zumindest gewissen Schwach-SInn erlegen ist.
      -------------------------------------------------------

      "Sie stürzen beide, indem sie die geistige Welt als eines der grössten von Menschen ersonnenen und geschaffenen faulen Eier umschreiben, diese vom wirksamsten Instrument für die Vervollkommnung, das in der Hand von Menschen überhaupt denkbar ist, in die Mülltonne für Unbrauchbares und Unwirksames."

      Oder sollte dies hier bereits schon die/eine Antwort sein? Mich würde dann allerdings interessieren, was ich meinem inneren Auge vorlegen könnte, um die entsprechenden Wege mal probeweise ein wenig beschreiten zu können. Bislang zeigt sich mir da leider noch nichts -- .

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    2. Hallo manroe,

      meine Absicht war es, darauf hinzuweisen, dass Cammerinesi sehr wahrscheinlich provoziert, und uns durch das Mittel der Provokation wachrütteln will. Damit wir selbst zur Erkenntnis gelangen, wie gefährlich und abgrundtief verwerflich es ist, mit der "geistigen Welt" so zu verfahren, wie J.v.Halle es tut.

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    3. Hi.
      Es muss aber doch gar keiner wachgerüttelt werden. Wir sind doch alle hier... Ich will nicht der JvH Kritik genauso glauben müssen wie ihren Aussagen.

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  5. Hi. Also ich hab von JvH ehrlich gesagt keinen blassen Schimmer. Ich find halt schade dass es keine Möglichkeit zu normalem Lernen geben kann, sondern nur immer dieses inner-anthroposophisch-feindliche Gerede, bei dem man sich am besten sofort ausklinkt und den heimischen Fernsehabend vorziehen sollte.

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    1. Liebe Kerstin,
      hier wird eben mal wieder versucht, mit Scholastik die Geistige Welt zu knacken.

      Das das nicht funktioniert hat uns Goethe schon gesagt:

      Geheimnisvoll am lichten Tag,
      läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben,
      und was sie deinem Geist nicht offenbaren mag,
      das zwingst du ihr nicht ab mit Hebeln und mit Schrauben.

      (Faust I)

      Vielleicht ist der Fernsehabend wirklich erkenntnisbringender....

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    2. Hi Stephan.
      Danke. Was wäre denn die Alternative zur Scholastik oder Gelehrsamkeit? Bitte nur durchführbare Vorschläge.

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    3. Frag Goethe (leider nur noch für Okkultisten höherer Grade durchführbar)!

      Oder aber Ernst Ferstl:
      'Die Stille stellt keine Fragen, aber sie kann uns auf alles eine Antwort geben.'

      Mein Bezug zur 'Scholastik' bezog sich inbesonders auf die Versuche der Beweisführung!

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    4. Hallo Kerstin,

      "Danke. Was wäre denn die Alternative zur Scholastik oder Gelehrsamkeit? Bitte nur durchführbare Vorschläge."

      Einfach nur wach bleiben und weiterhin sich trauen eine jede Frage zu stellen, die Dir kommt, egal, was man darüber denken könnte. Mein voller Ernst!

      lG
      Manfred

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  6. Für das Gespräch braucht man doch keine Angst zu haben!
    Aber wenn das Gespräch nicht stattfindet....

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  7. Lieber Michael,

    ...eigentlich wollte ich nur einen Satz mir herauspicken, um Dir eine Frage dazu zu stellen, aber dann habe ich bemerkt, dass es nicht ging, weil Dein ganzer Text eigentlich aus einem Stück besteht, ja geradezu Dein "Glaubens"-Bekenntnis aufzeigt.

    Mein erster Satz, meine Frage an Dich, sollte dieser Ausschnitt hier sein,

    "sondern der Materie selbst "elementar" widerspricht,..."

    Wärst Du so nett/lieb... und könntest dazu ein paar Sätze sagen, bitte, zur Materie ?

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    1. Lieber Manfred, das ist nicht meine Argumentation, sondern eine Übersetzung derer von Cammerinesi, die einerseits sagt, Christi Auferstehung sei kein Phänomen, das aus der Natur, aus den Gesetzen des Irdischen erklärbar sei. Da stimme ich ihm zu. Es ist die Präsenz des Logos, der diese Natur und dieses Irdische geschaffen hat. Dass Cammerinesi nun die wunderlichen Phänomene der von Halle damit gleichsetzt und damit eine Verbindung zum Logos herstellt, finde ich falsch, vermessen und außerhalb aller Proportionen. Von Halle wird zum Quasi- Göttlichen in den Himmel gehoben, als ein Aspekt des Schöpfergottes. Da müsste jeden Christen, sofern er seinen Geist und seine Sinne noch beisammen hat, das Entsetzen packen. Jeden, der noch über etwas Logik verfügt, und der nicht unbedingt Christ ist, müssten vor so simplen Analogie- Argumentationen wie von Cammerinesi, die suggestive Wirkung beabsichtigen, das Grauen packen. Das ist in der Tat Sekten- Speech.

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    2. Lieber Michael,

      ...also ich verstehe das so - habe kein facebook - was ich da oben lese, dass er sagen möchte, dass die Existenz der JvH, also das, was sie so "wunderbar" erscheinen lässt, als ein Zeugnis der geistigen Welt genommen werden könne/könnte für diejenigen, die daran zweifeln, an einer Existenz der geistigen Welt. Mehr nicht. Oder zumindest, dass man vielleicht doch ein wenig stutzig werden könne ob ihrer Nahrungslosigkeit etc. ... und man es vielleicht doch mal versucht, sich etwas vorzustellen, was dem so normalen Verstande nicht zugänglich ist. Also mal eine offene Frage zuzulassen. Und wenn man oder wer auch immer, gleich die Himmelsleiter bis ganz nach oben meint bereits darin erblicken zu können, das wäre natürlich "etwas" reichlich überzogen, meiner Meinung nach :-)

      Aber, es lässt und liesse zumindest etwas weitergehende Fragen zu, die in der Regel am gängigen Verständnis zerschellen. Es ist ja aber auch wirklich schwierig mit dem Verstand über Transzendenz zu sprechen, bis der mal was in sein "Hirn" lässt, muss schon einiges passieren. Ich frage mich immer was? Mir kommt als Antwort immer "das/ein entsprechendes Erlebnis", ein Erlebnis etwas anderer Naturals das, was wir durch oder wegen der Existenz der Kunst dann manchmal doch etwas zu nachlässig passieren lassen, das wäre so das Feld, wo man dann ein wenig grosszügiger wird, wenn die Phantasie mir freundlich zunickt und mir vermitteln möchte, "nun, komm, lass doch mal ... " :-)

      Würde die Kunst mit dem Verstand ins Gespräch kommen, dann wird es wirklich spannend.

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    3. Die Welt der Schöpferkräfte ist um uns herum und drückt sich - als das Wort - zB in der Natur aus. Das ist vollkommen vernünftig, schön und gut. Auf dieser Ebene fand das Auferstehungsgeschehen statt. Das ist Wirken "des Wortes- des Logos. Diese Ebene können wir im Denken erreichen - in gewissen Aspekten- wenn das Denken entsprechend lebendig geworden ist, also die worthafte Ebene erreicht. Das hat nichts mit Jenseitigkeit, Aberglauben und Wundern zu tun. In unserem ureigenen Menschsein lebt der Logos als Potentialität und möchte sich in uns ausdrücken. Wenn vH ihr Butterbrot nicht isst und daraus einen Kult macht, dann ist das demgegenüber eine Karikatur.

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    4. Bis auf den letzten Satz würde ich Dir ja zustimmen, weil es mit Sicherheit anders sein wird, als wie es nach Deiner Einschätzung sich darstellt. Ich denke nämlich nicht, dass sie uns hier eine show bieten möchte, nur um uns was vermitteln zu können, im Wissen darum, das viele Menschen eine grosse Zuneigung zu Zauberkunststückchen verspüren.

      Die Schöpferkräfte sehe ich allerdings auch in uns selbst als anwesend und wirkend und das mit dem "Jenseits" würde ich dahingehend erweitern, dass es einerseits so ist, wie Du es beschreibst, das also das, was wir im Denken erreichen können mit dem gängigen Verständnis von "Jenseits" nichts zu tun hat, aber es in meinem Verständnis nach Ablegen meines Körpers und auch dem, was sich im Schlafe tut schon ein Jenseits gibt, geben wird, was sich von dem, wie und was wir hier an den Dingen erleben können, schon unterscheiden, bzw. erheblich erweitert sich zeigen wird. Eine Diesseits-Beschränkung wird abfallen und Zugang zu anderen Bereichen ermöglichen. Will sagen, Diesseits und Jenseits sind zwei Seiten ein und derselben story mit jeweils auch anderen Darstellern.

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    5. Hallo manroe,

      dein letzter Satz mag ja stimmen, aber diese zwei Seiten auf derart banale Weise vermengen zu wollen, so wie es J.v. Halle tut, ist unüberbietbar pervers. Da gebe ich Michael vollkommen Recht. So wie in jedem Theaterstück jeder Darsteller gut daran tut, sich auf seine Rolle zu beschränken, sollte es in Analogie hier auch sein.
      Wir können an und in der "geistigen Welt" arbeiten und schaffen, aber sicher nicht indem wir diese auf so mönströse Art und Weise versuchen auf die materielle Ebene herunterzuholen. Das ist Verrat, Beleidigung, "geistige Blasphemie" allen Menschen gegenüber, die sich das Ziel gesetzt haben, die geistige Schöpferkraft, den Logos oder welches geistige Prinzip auch immer durch sie selbst, bzw. das eigene Ich hindurch, im Kosmos und für die Menschheitsentwicklung wirken zu lassen.

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    6. Hallo anonym mit Maske :-)

      ...was stellst Du Dir eigentlich dabei vor, oder was meinst/glaubst Du erfahren zu können, wenn Spuren der "geistigen Schöpferkraft" wie Du sagst oder des "Logos" gar beginnen Dir gegenüber das Fenster zu öffnen, um Dich anzusprechen?

      Und wenn Du dann dastehst, Hand in Hand mit Deinem besten Freund, dem Verstand und zuhörst, was Dir die neue Bekanntschaft dort an besagtem frisch geöffeneten Fenster zu erzählen beginnt, wem wirst Du glauben bzw. wahrlich zuhören, deinem Verstande oder jener Stimme am Fenster?

      Meinst Du, dass alles was Du hören wirst, könntest, von Deinem aktuellen Verstand beantwortet werden kann? Bemerkst Du jetzt die Grenzen Deines Verstandes? Bemerkst Du, dass Dein Verstand NUR beurteilen kann, was er zumindest einigermassen schon mal vor Augen hatte? Wenn Du an den Grenzen Deines Verstandes durch eigene Erfahrung angekommen bist oder sie zumindest mal spürst, was machst Du dann?

      Ab hier wird es wirklich spannend und wirft ein Licht auf die Qualitäten der sogenannten Ur-Teile, TEILE!!, die man so vergibt in seinem Leben. Hinzu kommen noch Fragen des Gewichts im Sinne der Auswirkungen, die man durch Ur-Teile vergibt, benennt, bis hin zum Zementieren ihrer auf andere und vor allem auf sich selbst. Bleibt die Frage, aufgrund solcher Erlebnisse, wie man damit umgeht oder was oder wie man zukünftig damit umgeht insbesondere und vor allem mit Blick auf meine/Deine/eure wirkliche Freiheit im Ur-Teil und seinen Auswirkungen, rundum.

      Verbleibt man in der Frage, das ist meine Erfahrung, sehe ich zu dem, was ich ohnehin schon sehe auch das, was mit mir Kontakt aufnehmen möchte, könnte, vielleicht sogar will -- !

      Meine Unterscheidungskraft und mein gesundes Urteilsvermögen wird sogar noch wacher als zuvor, weil ich total (ziemlich total) wach bin, wenn ich Frage bin und ich dann keine unnützen Energien durch Setzen angeblicher Erkenntnispfähle verbrate. Denn ich werde beginnen zu sehen, was dort geschieht, um mich herum, wenn ich auch beginne zu lernen mal wirklich ganz still zu sein, mit meinem Wesen, denn erst dann beginnen sich die Organe zu regen, in der Stille, mit denen ich wahr-zu-nehmen beginne, dem Gegenspieler jenes Wesens, dass möglichst sofort Ur-Teile aus sich herausspinnt.

      Wenn Du das dann bemerkst, die Ur-Teilsquelle, wie sie so sprudelt, weil es ihrem Wesen entspricht, dann bemerkst Du ebenfalls, dass es gar nicht Du selbst bist, sondern Du wie unter einer Dusche stehst, die Ur-Teile sprüht. Tritt einen Schritt beiseite und Du bist bei Dir und wirst erkennen, wie man die Dusche abstellt, damit Du selbst Dir ein Bild machst, machen kannst, trocken, unter der Sonne stehend und ihre Wärme spürend. Alles erscheint jetzt klarer und ich würde sagen in einem oder gar dem ungetrübten Licht.

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  8. Herr Eggert - 9/4 14.17
    Sie machen selbst davon eine Karikatur. Das Stigmata Ereignis ist schon 700 Jahre bekannt und dauerhafte Stigmatisation (meistens einschliesslich die Unmöglichkeit um Essen zu ertragen) ist bei rund 350 Personen aufgetreten. Seit rund 1800 ist es auch ein Thema der Religionswissenschaften.
    Aber wenn man Auferstehung als etwas "natürliches" betrachtet, wird es schwierig sich objektiv mit Stigmatisation auseinanderzusetzen. Dann kann man nur glauben dass es entweder um Betrug geht, oder um psycho pathologische Verstümmelung (Gert Overbeck).

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  9. "Wenn vH ihr Butterbrot nicht isst und daraus einen Kult macht, dann ist das demgegenüber eine Karikatur."
    Außer Eggert macht niemand einen Kult daraus - am allerwenigsten Judith von Halle. Und Eggert schreibt prinzipiell NIEMALS objektiv - sondern, wie in diesem Satz, zur Lächerlichmachung. Es ist immer unsachlich gefärbt - er hat offensichtlich ein ganz persönliches Problem, eine persönliche Abneigung - die sich niemals sachlich erklären läßt, auch wenn er das immer vorgibt.

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  10. Ja es ist tatsaechlich ein Eingreifen der geistigen Welt verbunden mit JvH. Es ist Zeit das es klar wird wieviel Menschen ueberhaupt von Steiner verstanden haben, was er meinte mit leibgebundenen visionaires hellsehen. usw. JvH ist ein gutes werkzeug dies zu pruefen. kein Theorie sondern praktik!
    danke JvH fuer diese herausforderung! Es wird immer klarer, gerade in Blogs wie diese...
    Ich werde wohl nicht dfas Thema ueber jvHs Detailverlust wiederhoelen muessen

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  11. "Ja es ist tatsaechlich ein Eingreifen der geistigen Welt verbunden mit JvH."

    Oh vielen Dank, grosser Meister, für diese Offenbarung!

    Meinst du es wirklich ernst, oder möchtest du noch einen Scheit nachlegen, in der Offenlegung dieses unwürdigen Kasperle-Theaters, das hier als "geistige Welt" bezeichnet wird?

    In letzterem Fall würde ich Respekt ich ja noch ein wenig Respekt vor dir haben, in ersterem setze ich dich allerdings mit J.v.Halle und all dem von ihr verbreiteten Schwachsinn auf dieselbe Stufe!

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    1. ...naja - also so kraß mußt Du nun nicht JvH beleidigen...- Wenn sie nur annähernd einen einzigen Schwachsinns- und Beleidigungssatz geschrieben hätte, wie Du, Anonym, dann wäre es was anderes...

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    2. Moment mal, ich beleidige niemanden.
      Es ist J.v.Halle, die nicht nur jeden gesunden Menschenverstand, sondern auch jede ernsthaft empfundene und angestrebte Geisterkenntnis beleidigt.
      Und dabei die geistige Welt ins Lächerliche zieht, unermesslichen Schaden anrichtend, versteht das doch endlich!

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    3. Seit 25 Jahren studiere ich ernsthaft Anthroposophie. Ich habe alle Bücher (vermutlich im Gegensatz zu Dir!) von Judith von Halle gelesen. Und ich treffe sie regelmäßig. Ich bin mir sicher, daß sie die Anthroposphie besser versteht als Eggert oder Prokofieff...- und eine echte seriöse Geisterkenntnis betreibt. Daß ahnungslose Leute wie Du so einen ordinären Schwachsinn verbreiten zeigt, daß Du noch weit davon entfernt bist, Anthroposophie zu verstehen. Kinder, die stolz sind, da sie das Einmaleins beherrschen, sollten nicht meinen, sie könnten arrogant über Mathematiker urteilen.

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    4. Es gibt auch Menschen, die die Anthroposophie seit 26 Jahren studieren und dennoch von sich sagen müssten:

      Da steh ich nun, ich armer Tor!
      Und bin so klug als wie zuvor;

      Es gibt einfach keine Kinder, die sich über Mathematiker erheben (schlecht beobachtet)!
      Aber es gibt die Oberanthroposophiestudierer, die in permanenter Rundumüberhebung über den gesamten Kosmos leben! Würden diese das Kind in sich etwas akzeptieren können, dann könnten sie vielleicht auch wieder von ihrer Ich-Weiss-Alles-Überheblichkeit geheilt werden.

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    5. Übriges, würden sie die Anthroposophie nicht ****ERNSTHAFT****, sondern spielerisch (vgl. Schiller) studieren, dann ergienge es ihnen sicher besser!

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    6. Ja - die, die sich über Judith von Halle überheben und arrogant lästern, das sind tatsächlich die "Ich-Weiss-Alles-Überheblichen" - also die "Oberanthroposophiestudierer" mit permanenter Rundumüberhebung! Das ganze Anthroposophie-Studium wird schnell zu nichts, wenn man seinen spirituell strebenden Brüdern und Schwestern gegenüber keinerlei Herzensdenken und nicht den geringsten mitmenschlichen Respekt aufbringen kann. Was gewisse Menschen mit Judith von Halle treiben, ist wirklich nichts weiter als lieblose und arrogante Verleumdung!

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    7. Es gibt sie eben, hier und da...

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    8. Jawohl, ihr studierten Oberanthroposophielehrer.
      Studium schützt anscheinend vor Glauben nicht, und Glauben nicht vor geistiger Verirrung, Überheblichkeit und infantiler Rechthaberei.

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    9. Klingt auch nicht gerade wie von jemand, der weiss wo' s lang geht!

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    10. Na wer weiss denn hier schon wo es langgeht? Etwa Sie?
      Hab ich etwa behauptet zu wissen wo es langgeht?

      Das Denken ist wohl nicht Eure Stärke, liebe Oberanthroposophielehrer.

      Nicht einmal zu dem Schluss seid ihr fähig, dass jemand der um die Irrwege weiss, deswegen nicht zwangsläufig den richtigen Weg kennen muss.
      Schwache Darbietungen hier, muss ich schon sagen!

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    11. Als Oberanthroposophiestudierer habe ich eigentlich nur noch eine ungeklärte Frage:

      Warum gehen Anthroposophen (und die, die es werden wollen) in Null-Komma-Nix in die Luft?
      Und das meine ich ganz ernst!
      Ist doch in jeder anderen esoterischen Strömung (und Steiner hat es auch gefordert) eine gewisse gelassene Grundstimmung unentbehrlich.
      Ohne diese gelassene Grundstimmungen sind auch 5 Inkarnationen ernsthaftes Anthroposophiestudium für die Katz und die Lotusblumen sehen aus wie zerknülltes Butterbrotpapier!

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    12. Lieber Oberanthroposophiestudierer,

      »Als Oberanthroposophiestudierer habe ich eigentlich nur noch eine ungeklärte Frage:

      Warum gehen Anthroposophen (und die, die es werden wollen) in Null-Komma-Nix in die Luft?«


      :-) Das ist eine Frage, die auch ich mir seit langem immer wieder stelle.
      Freilich gehen auch andere Menschen in die Luft – aber auch mir scheint es so zu sein, daß Anthroposophen im in-die-Luft-gehen eine gewisse Vorreiterrolle einnehmen.
      Trotz der Nebenübungen, trotz aller Bemühungen um „Gelassenheit“.

      Die einzige Antwort, die sich mir bisher ergeben hat:
      Weil ihnen das, womit sie sich beschäftigen, wichtig ist.
      In diesen schnell in die Luft gehende Anthroposophen lodert ein inneres Feuer --- sie sind nicht „cool“.

      Dieser feurige Enthusiasmus in Bezug auf geistige Wirk-lichkeiten ist übrigens – bei all seiner Problematik – eine Eigenschaft, die ich im Grunde sehr viel mehr schätze als die heutzutage in der Welt weit verbreitete diesbezügliche Gleichgültigkeit...

      :-)
      LG, i.

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    13. Ich kenne ausgesprochen viele (insbesondere) junge Menschen, die sich hinter einer nur scheinbar cool wirkenden Fasade ausgesprochen tiefgründige und für den Weltenfortschritt fruchtbare Gedanken machen (z.B. meine Auszubildenden).
      Sie sind ihren Aufgaben voll gewachsen - mit der Seelenhaltung ihrer Generation.
      Aber sie haben eigentlich alle verstanden, dass Herumproleten nichts bringt.

      Im obigen Fall geht ja einer nur in die Luft, weil er 25 Jahre !!!ersthaft!!! Anthroposophie studiert hat und daraus den selbstverständlichen Anspruch ableitet, anderen Menschen das Verständnis für Anthroposophie abzusprechen, sie als ahnungslos zu bezeichnen und sie des Verbreitens 'ordinären Schwachsinns' bezichtigt.
      Geistiges Feuer stelle ich mir anders vor, für mich ist das In-Die-Luft-Gehen (in diesem Fall) eher Ausdruck von Studierstuben-Frust!

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  12. Wow kein Respekt einer Anonymus! Werde heute Nacht schlecht schlafen.

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  13. Ich halte es nicht fuer angemessen, weder von einem professionellen Standpunkt aus (als Bologger), noch aus der Sicht der Anthroposophie, dass Sie nur ein paar Punkte eines FB Gespreches herausgreifen, um die Bedeutung zu verfaelschen und den Autor laecherlich zu machen.
    Ich bin kein Anhaenger JvH's - ich glaube dass die Anhaenger ebenso schaedlich wie die Feinde sind - aber, da ich Judith von Halle kennengelernt und ihre Buecher uebersetzt habe, schaetze ich ihre menschllichen und seelischen Qualitaeten.
    Ich habe meine Meinung in dem Artikel, den Sie schon auf ihrem Blog gepostet haben, http://www.egoisten.de/files/cammerinesi.html
    Daher, wenn Sie meine Meinung bestreiten wollen, beziehen sie sich bitte auf ihn.

    Piero Cammerinesi

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    1. Das stimmt, mein Beitrag ist nicht ausgewogen und angemessen, sondern frech und provokativ. Ich habe es so verstanden, dass Sie sich in diesem Ihrem Beitrag selbst zitiert hätten, und dass es sich daher um eine Grundsatzerklärung handelte. Ich schätze Ihre Arbeit in Bezug auf Scaligero, aber das von mir Zitierte in Bezug auf Frau von Halle fand ich wirklich seltsam.

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    2. Non prendertela Piero,

      Altro che blogger, non oserei definirli neanche degli intellettuali questi soggetti sprovvisti di qualsiasi buon senso. Una marmaglia che che non risparmia niente e nessuno ma che allo stesso tempo pretende di poter dare indirizzi spirituali.

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    3. Lieber Michael,

      als ich Deinen Artikel las, war mir natürlich klar, daß die von Dir zitierten Äußerungen Piero Cammerinesis aus dem Zusammenhang gerissen waren. Ich bin selbst nicht bei facebook (ich hatte eine Zeitlang einen account und habe damals das unsägliche Hick-Hack auf einer Gruppe mit dem Namen Judith von Halles verfolgt; danach hatte ich wirklich genug davon). Ohne den Zusammenhang zu kennen, wollte ich hier nicht mitreden. Ich versuchte also über den facebook-account eines Freundes, diese Zitate im Zusammenhang nachzulesen. Das ist mir aber nicht gelungen, da es sich offensichtlich um ein Gespräch innerhalb einer „geschlossenen Gruppe“ handelt.
      Mir wird nicht recht klar, was die Bedeutung einer geschlossenen Gruppe ist, wenn man dennoch einzelne Sätze des dort Gesagten in der Öffentlichkeit „aufspießt“...

      Ich habe nichts gegen Provokation – aber warum Du in Deinem Blog immer wieder ein fruchtloses, stereotypes Hin und Her zu Judith von Halle provozieren willst, ist mir, ehrlich gesagt, noch immer nicht nachvollziehbar.
      Wie Piero bin ich kein „Anhänger“ Judith von Halles, und auch ich finde die „Anhänger“ ebenso schädlich wie die „Feinde“ --- und zwar nicht nur für Judith von Halle selbst, sondern für die Anthroposophie insgesamt, und auch für jede Sachlichkeit in kontroversen Argumentationen.

      Herzlich,
      Ingrid

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    4. "Wie Piero bin ich kein „Anhänger“ Judith von Halles"


      Liebe Ingrid,

      Piero setzte aber in Bezug auf seine Anhängerschaft keine Anführungszeichen, das ist der feine Unterschied!
      Er äusserte sich vielerorts sehr positiv über J.v. H., also dürfte er sehr wohl ein "Anhänger" sein (mit Anführungszeichen).

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  14. "Der Mensch denkt, Gott lenkt", so ein Sprichwort.
    Ich hatte mir das nun vorgestellt, mich nur meiner selbstgewählten Aufgabe widmen zu können, da kommt mir der Kommentar von Piero Cammerinesi dazwischen. Hinzu kommt nun, gerade Ingrid übersetzt einen Text von ihm. Diese Qualität von Ingrid, auf verschiedenen "Hochzeiten" spielen zu können ist besonders, ihr Interesse und was Sie und meine Person am Anfang interessehalber gemeinsam berührte, das Rechtswesen, das letztlich ja auch das Zusammenleben der Menschen tiefer bestimmt, als es im normalen Umgang den Anschein hat.
    Deshalb wunderte es mich tatsächlich, wie offensichtlich Ingrid einen Lügenvorwurf gegen meine Person startete. Ich hatte direkt mit Jostein Saether mich nur austauschen wollen, gerade deshalb auch nicht die Kommentare von Ingrid gelesen, die sie an meine Person richtete, weil dann Gedankenkräfte erst einmal abgelenkt werden. Ich spürte am Schluß den Schmerz den Herr Saether hatte, weil der Lügenvorwurf nicht ausgeräumt worden war und erst durch die Rücknahme von Ingrid sah ich, wer der Urheber des "Lügenvorwurfes" war: Ingrid. Sie entschuldigte sich nicht einmal, nur hätte sie sich gewundert, wenn es so wäre. Da haben wir uns über Jahre ausgetauscht und sie hält es für möglich, Herr Seler würde bewußt eine Lüge in die Welt setzen, also eine Steigerung ihres Gerüchtevorwurfes. Verwundert bin ich über meine Person, da ich just, den einzigen Kommentar von Ingrid intuitiv las, den, wo sie den Lügenvorwurf zurücknahm. Ich schreibe dies, weil doch alle Teilnehmer mitlebten und selbst auch sich "steigerten", am Ende, vielleicht war das Drama ganz gut, jedenfalls eigentlich im Sinne von Herrn Saether, der ja sich einen Schaukampf irgendwie wünschte, nur fand er ohne unsere Körper statt. Von meiner Seite, ich will keine Person besiegen, deswegen wählte ich als Bild auch den so „freudigen Streit" tib. Mönche, wenn sie irgendwie rituell mit Vorwärts- und Rückwärtsschritten, Händeklatschen religiös debattieren, dabei geht es, soweit Filmaufnahmen es zeigen, recht humorvoll zu, besonders für die Zuschauer, ganz im Sinne von Herrn Saether. Ich halte Herrn Saether für fähig, diesen Humor durchzutragen, da ja nicht eine Person siegt, sondern das bessere Argument am Ende überzeugt, das aber auch ohne Gegenargument gar nicht geboren worden wäre. Die beiden Diskutanten bringen gemeinsam am Ende die Wahrheit hervor.

    Scheinbar gehört dies nicht hierher?! Doch, weil es den gemeinsamen ringenden Aspekt darstellt, als Vorbereitung. Es geht tatsächlich um Judith von Halle, aber nicht um ihre Person, sondern im Sinne des tib. Streitgespräches. Und da hat nun Herr Piero Cammerinesi und Ingrid mit ihrer Übersetzung einen wertvollen Dienst erwiesen.
    Der für die amerikanische anthroposophische Welt wohl geschriebene Text zeigt erstmals umfassend die Intention von Frau Halle auf. An ihren Worten kann nun nachgewiesen werden, warum Herr Michael Eggert in scheinbar gnadenloser Weise, wie Dritte meinen, verbissen auf Frau Halle einschlägt, sie als Anhänger immer verzweifelter reagieren. Der Text von Piero Cammerinesi ist, um in der Wortart von Judith von Halle zu verbleiben, ein "Geschenk des Himmels" für den "Verstand" des Menschen. Erstmals ist es möglich, mit Denken, ohne jegliche Mystik, an den Originalaussagen von Judith von Halle aufzuzeigen, warum Herr Prokofieff sich gegen Frau Halle irgendwie positionieren mußte. Es sind keine "Gerüchte" sondern gerade mit Hilfe der Übersetzung von Ingrid ans Licht gebrachte Wirken von Judith von Halle.

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    1. Fortsetzung:

      Als Vorgebärde zwei Stellen aus dem Text:

      Piero Cammerinesi: "Das bedeute: es habe eine magische Verbindung gegeben zwischen den Menschen, die während seines Lebens mit Rudolf Steiner zusammen waren, eine Verbindung, die diese Menschen wieder nach Dornach zurückbrachte.“ S. 13

      Halle: „Ich habe nicht die Absicht, Steiners Aussagen anzuzweifeln, ich sage nur, daß die Dinge sich ändern, daß heute Elemente ans Licht gekommen sind, die damals noch nicht gesehen werden konnten. Auch von uns nicht, den Menschen, die damals dabei waren – und viele von uns waren sicherlich damals dabei.« S. 13

      Bei Piero Cammerinesi kommen also die Worte von Frau Halle so an, als habe "Magie" bestimmte Menschen mit Rudolf Steiner verbunden und diese "Magie" habe nun bestimmte Menschen wieder nach "Dornach" geführt.

      Ich denke, mich hat Karma nach Dornach geführt und zugegebenermaßen erlebte ich dort sofort Dinge, welche ich jedoch mit Wirken der Geistigen Welt beschreiben möchte.
      Diese Dinge hatte ich 2003 ausführlich im Info3-Forum dargestellt. Hat Frau Halle sie damals gelesen und sich nun ihr Werk zusammengebastelt? Wäre vorstellbar. Dazu müßte Info3 sein Archiv für wissenschaftliche Arbeit öffnen. Da damals zum Schluß mein Name missbräuchlich verwendet worden war, Herr Felix Hau diese gefälschten Beiträge nicht löschen wollte, wurde das Forum geschlossen, wie Dritte sagten, ein "Selbstmord".

      Die zweite Stelle zeigt, wie Frau Halle suggestiv mit ihren Zuhörern arbeitet: "und viele von uns waren sicherlich damals dabei."

      Eine reine Vermutung von Frau Halle, die aber in die anwesenden Zuhörer gerade durch das offensichtlich (wird immer wieder berichtet) beeindruckend-sympathische Wesen von Frau Halle, wie "Butter" in das Gemüth bestimmter Anthroposophen hineinrutscht, denn wer will nicht gerade damals mit Rudolf Steiner gelebt haben, "dabei" gewesen sein.

      Ich bin erst bei Seite 13, habe mehrere charakteristische Worte von Piero Cammerinesi und Originalworte von Frau Halle gefunden, welche uns hier endlich ein klareres Bild, eigene Erkenntnis liefern können und nebenbei den wiederholt ausgeschriebenen Verdacht gegen Herrn Michael Eggert ausräumen, er handelt mit seinen Beiträgen zu Frau Halle aus niederen Motiven, so wie mir von Ingrid doch ein niederes Motiv "Lüge" unterstellt worden war.
      Ostern kommt,
      wir dürfen "denken".... .menschlich errungenes Denken, am Ende mit Gott…. Gott lenkt, Mensch denkt…


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    2. Lieber Ernst,
      »... wer der Urheber des "Lügenvorwurfes" war: Ingrid. ... nur hätte sie sich gewundert, wenn es so wäre«
      Ja, ich hätte mich tatsächlich gewundert, eben weil ich Dich bisher zwar als oft voreilig Schlußfolgernden und daher Mißverstehenden, nicht aber als Lügner kennengelernt hatte.
      Da Du in diesem Fall trotz der deutlichen Klarstellungen Josteins auf Deinem Mißverständnis beharrtest und versuchtest, es auf abenteuerliche Weise durch allerlei Äußerungen anderer (Keimeyer) zu „belegen“, blieb mir allerdings diesmal nichts anderes übrig, als zu bezweifeln, daß es sich bloß um einen Irrtum handelte. Was mich wirklich sehr erstaunte.

      »Sie entschuldigte sich nicht einmal,«
      :-) Das werde ich tun, sobald Du Dich bei Jostein entschuldigt hast.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    3. ":-) Das werde ich tun, sobald Du Dich bei Jostein entschuldigt hast."

      Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.

      Ich erwarte keine Entschuldigung von Dir, ich stellte nur fest, Du hast Dich nicht entschuldigt.

      i.d.R.:

      Die Angelegenheit mit Herrn Saether ist einfach etwas kompliziert, da der Text von ihm mit "Luzifer" mir nicht mehr zur Verfügung stand. Sein Text konnte durchaus so verstanden werden, als handele es sich um seine Inkarnation als "Luzifer", da nicht erkennbar war, er erforscht Inkarnationen Dritter. Ich wußte nur um seine Inkarnationserlebnisse.

      Ich halte es grundsätzlich für "frevelhaft" sich um Inkarnationen Dritter zu bemühen, sie zu erforschen. Daneben wundere ich mich schon, wenn Ingrid meint, ich würde voreilig Schlüsse ziehen, nur weil sie vielleicht die Schlußfolgerungen nicht erkennen kann. Ihre Schlußfolgerung, ich würde eine Lüge verbreitet und damit die Situation nachhaltig vergiftete, zeugt eindeutig von falscher Einschätzung der Vorgänge.

      Da Rudolf Steiner seiner Ansicht nach "vergiftet" werden sollte, spielt "Gift" wohl eine besondere Rolle in der AAG, bzw. im Zusammenhange der Anthroposophie, als karmischer Aspekt. Lüge und Gift sind verwandt, deswegen ist es mit der bloßen Rücknahme des Lügenvorwurfes "nicht getan"..... .

      Das "frevelhaft" bezieht sich nicht auf echte Meister... die mit dem Inkarnationswissen Dritter richtig umgehen können.

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    4. Lieber Ernst,
      hier hast Du doch selbst zugegeben, daß Du Dich in Deinen Schlußfolgerungen geirrt und Jostein mißverstanden hattest:
      »Seine Hinweise auf die „Inkarnation“ von „Luzifer“, waren missverständlich als eine seiner Inkarnationen zu verstehen. Ich erinnere mich jetzt, er sprach von seinen neuen Inkarnationsforschungen und ich ging davon aus, er meinte seine, da er ja zuvor seine 12 Inkarnationen vorstellte. Das Missverständnis ist also nun aufgeklärt«

      ---

      Du sagst:
      »Ich halte es grundsätzlich für "frevelhaft" sich um Inkarnationen Dritter zu bemühen, sie zu erforschen.«
      Das kann ich durchaus nachvollziehen, auch in mir steigt zunächst das Empfinden auf, so etwas sei „frevelhaft“ --- und zumindest in unserer Zeit nicht „statthaft“.

      Und auch Rudolf Steiner bezeichnet sein eigenes Vorgehen in den „Esoterischen Betrachtungen karmischer Zusammenhänge“ als „gewagt“ --- und tut es dennoch.
      Was in früheren Zeiten mit einem Tabu belegt war, muß nicht notwendig bis in alle Ewigkeit mit diesem Tabu belegt bleiben.

      Du fügst auch hinzu:
      »Das "frevelhaft" bezieht sich nicht auf echte Meister... die mit dem Inkarnationswissen Dritter richtig umgehen können.«
      Ich stimme Dir zu.
      Allerdings habe ich dennoch noch immer meine Schwierigkeiten damit, daß „echte Meister“ wie Rudolf Steiner ihre Forschungsergebnisse öffentlich mitteilen --- denn dann ist der „richtige Umgang“ mit diesem Inkarnationswissen nicht mehr gewährleistet, da er nicht mehr allein vom Autor abhängig ist, sondern es auf den jeweiligen Leser ankommt...

      Und wenn ich das Niveau der derzeitigen Diskussionen betrachte, dann kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß wir noch lange nicht so weit sind, uns auf diese Leser verlassen zu können.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid


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    5. P.S.:
      » ":-) Das werde ich tun, sobald Du Dich bei Jostein entschuldigt hast."

      Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.«


      In meinen Augen doch.
      Wir beide, Du und ich, haben gemeinsam, daß wir keine „Schuld“ an uns selber feststellen und daher auch keinen Grund sehen können, uns zu „entschuldigen“: denn nach wie vor scheint es uns sehr begreiflich zu sein, wie wir auf „redliche“ Art und Weise zu unseren Schlußfolgerungen (Du zu Deiner: Jostein habe gesagt, er sei als Luzifer inkarniert gewesen; ich zu meiner: das sei eine Lüge von Dir) gekommen sind.

      Ich kann daher nur sagen, daß es mir leid tut, daß derartige Mißverständnisse entstanden sind – und will nun wirklich nicht länger darauf herumreiten.

      Herzlich,
      Ingrid

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    6. Hallo Ingrid, Du unterstellst:
      "hast Du doch selbst zugegeben, daß Du Dich in Deinen Schlußfolgerungen geirrt und Jostein mißverstanden hattest:"

      Ich habe nie geschrieben, ich habe mich geirrt, sondern, der Hinweis von Herrn Saether war missverständlich, konnten also missverstanden werden. Das ist dann kein Irrtum im Sinne einer Schlußfolgerung, denn der Text war missverständlich.

      Ich habe nur Deinen ersten unterstellenden Satz gelesen, darauf reagiert. Den Rest nicht gelesen, weil ich mich ganz auf den von Dir übersetzten Text konzentrieren werde und ich jetzt auf keinen Fall mit Dir schon in eine inhaltliche Diskussion einsteige.
      Bitte also keinen Text an mich schreiben, da ich ihn im Zusammenhange von Herrn Saether oder zu Deinem übersetzten Text nicht lese. Ich erachte Dich als Übersetzerin und werde mich nicht zum Inhalt des übersetzten Textes von Herrn Piero Cammerinesi austauschen. Durch Deinen Lügenvorwurf besteht keine Grundlage mehr für unbelasteten Gedankenaustausch. Auch wie Du eine Kausalität von Deiner Seite mit Herrn Saether und mir konstruiert hast, von wegen Entschuldigung. Die Angelegenheit bleibt vorerst verfahren, zwischen Dir und mir. Danke für Deine Übersetzung, sie ist Grundlage für meine Arbeit. Wenn wird Herr Piero Cammerinesi sich äußern, falls er will, es sein Text ist, er sich hier bei Herrn Michael Eggert geäußert hat, er ist manns genug, ein "Streitgespräch" zu führen, ohne Dritten, falls er will und es als notwendig erachtet.

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    7. Lieber Ernst,

      :-) ich schreibe hier (so wie ja Du auch), was ich will, und an wen ich will – ob Du es liest oder nicht, ist ebenso Deine Sache wie, ob Du es richtig verstehst oder mißverstehst (freilich ist weiteren Mißverständnissen natürlich Tor und Tür geöffnet, wenn man nur unvollständig liest, was zu einer Sache geschrieben wurde, sei es nun von Jostein, mir oder wem immer…).

      Josteins Text war für Dich mißverständlich, für andere (wie zum Beispiel für mich) nicht. Ich bleibe daher dabei, es als einen Irrtum Deinerseits zu bezeichnen. Weiter habe ich dazu nichts mehr zu sagen.

      Punkt – :-) oder auch, um zum Titel von Michaels Artikel zurückzukehren:
      Bum.

      :-)

      Ingrid

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  15. Ernst sagt:
    »... habe mehrere charakteristische Worte von Piero Cammerinesi und Originalworte von Frau Halle gefunden«

    Ich mache nochmals – wie schon im Vorwort zu meiner Übersetzung – darauf aufmerksam, daß es sich bei den Zitaten Judith von Halles nicht um ihre Originalworte handelt, sondern daß ihre Worte zuerst von Piero Cammerinesi aus der Erinnerung ins Englische und dann von mir wieder zurück ins Deutsche übersetzt wurden, daß hier also gewissermaßen zweimal „Stille Post“ gespielt wurde. Es handelt sich bei den hier zu lesenden JvH-Zitaten also mit Sicherheit nicht mehr um den Originalwortlaut.

    Ich habe den Begriff „magische Verbindung“ hier als karmische Verbindung verstanden – eine Verbindung, die ohne unser Zutun in diesem Leben besteht. Denn viele Menschen nennen etwas, das ohne bewußtes menschliches Wirken entsteht, „magisch“.
    Aber ich kann natürlich weder sagen, ob JvH tatsächlich „magisch“ gesagt, noch auch, wie sie es gemeint hat.
    Ihre Annahme (»und viele von uns waren sicherlich damals dabei«) hat sie jedenfalls mit Worten Rudolf Steiners begründet, nämlich mit einer Passage aus GA 240 (zitiert auf S 11).

    Ich habe keine Ahnung, ob Rudolf Steiner recht hatte damit, daß »diejenigen Persönlichkeiten, die jetzt durch ihr Karma in ihrer Verbundenheit mit der Michael- Herrschaft in die anthroposophische Bewegung hereintreten, unter Durchbrechung von mancherlei Wiederverkörperungsgesetzen mit der Wende des zwanzigsten, einundzwanzigsten Jahrhunderts – also in einer geringeren Anzahl von Jahren, als ein Jahrhundert beträgt – wiedererscheinen werden, um dann dasjenige, was sie jetzt tun können im anthroposophischen Dienst der Michael-Herrschaft, zur Kulmination, zum vollen Ausdruck zu bringen.«
    Aber ich sehe nicht, wieso man das nicht ernsthaft wenigstens als Möglichkeit in Betracht ziehen sollte.

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    1. "Aber ich kann natürlich weder sagen, ob JvH tatsächlich „magisch“ gesagt, noch auch, wie sie es gemeint hat."

      Mein Satz:
      "Bei Piero Cammerinesi kommen also die Worte von Frau Halle so an, als habe "Magie" bestimmte Menschen mit Rudolf Steiner verbunden und diese "Magie" habe nun bestimmte Menschen wieder nach "Dornach" geführt."

      Wenn ich sage, bei Piero Cammerinesi kommen die Worte so an, daß er "Magie" vewendet, habe ich nicht geschrieben, Frau Halle verwendet "Magie".

      Es ist ein Unterschied, Steiners porphetische Worte hinzustellen, oder wie Frau Halle so zu sprechen: "und viele von uns waren sicherlich damals dabei."
      "Sicherlich" ist reine Suggestion, mit entsprechender Wirkung auf die Zuhörer, die sich geschmeichelt fühlen, ob solcher Worte.

      Warten wir doch ab, bis mein angekündigter Beitrag entstanden ist.

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    2. »Wenn ich sage, bei Piero Cammerinesi kommen die Worte so an, daß er "Magie" vewendet,«
      Ja – Piero Cammerinesi schrieb tatsächlich "magical".
      Wie schon gesagt: ich begreife sein "magical" in diesem Zusammenhang als „karmisch“ – weil diese Verbindungen ohne unser bewußtes Zutun in diesem Leben entstanden, in Alltagssprache: auf scheinbar „magische“ Weise.

      Lieber Piero (falls Du hier noch mitliest):
      Meintest Du tatsächlich „magisch“?

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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  16. Es würde mich mal sehr interessieren, wer denn hier die "Fans" von Judith von Halle sein sollen. Außer man meint es so, wie man auch ein positives Verhältnis zu Rudolf Steiner hat. Und letzteren habe ich auch schon an verschiedenen Stellen verteidigt - allerdings verwehre ich mich dagegen, deshalb als "Fan" von Rudolf Steiner bezeichnet zu werden. So wenig wie von Judith von Halle. Dieses "Sich-Distanzieren" von Fans von Judith von Halle - schon bei Rainer Herzog ebenso gelesen wie bei Ingrid H. - finde ich sehr lächerlich. So machen es nämlich alle. Es gibt gar keine "Fans" von Rudolf Steiner. Sowenig wie von Judith von Halle. Das "Fantum" existiert in Vorstellungen von Leuten, die sich selbst erhöhen wollen gegenüber andern - es hat etwas mit deren Überheblichkeit und Projektion zu tun - sicher nichts mit der Realität.

    Rudolf Steiner meint (sicher wird man mich nun wieder kritisieren, da ich schon wieder Steiner zitiere, bin ja ein Steiner-Fan...) jedenfalls über Menschen wie Judith von Halle (der war dann wohl auch ein "Fan" von Frau von Halle...):
    "Aber können denn alle Menschen so zum Schauen in die übersinnliche Welt hinein kommen? - Mit dieser Sache verhält es sich so: Wenn Sie dasjenige auf sich wirken lassen, was in den schon angeführten Büchern von mir beschrieben ist als eine innere Zucht, als eine innere Entwicklung, die Sie selbst in die Hand nehmen für Ihre Seele, so gelangen Sie unbedingt dazu, aus Ihrer eigenen Urteilskraft, aus Ihrem eigenen gesunden Menschenverstand, der dann eben entwickelt ist, dasjenige einzusehen, was der Geistesforscher in der geistigen Welt entdecken kann. Aber geradeso, wie es für die physische Forschung einzelne Forscher gibt, die das eine oder das andere aufsuchen, und man dann entgegennehmen muß, was sie aufgefunden haben, so wird es in der Zukunft der Menschheitsentwickelung einzelne Geistesforscher geben, die dies oder jenes in der geistigen Welt erforschen. Für sie hängt, ob sie etwas erforschen können, davon ab, ob ihnen in gewissen Augenblicken des Lebens, auf die sie gewartet haben, ohne ihr Zutun - denn man kann nur durch Seelenentwickelung sich zum Wartenden machen -, dasjenige, was als geistige Tatsache auftritt, erkennbar wird. Das muß, so könnte man, einen religiösen Ausdruck gebrauchend, sagen, wie durch eine Gnade kommen. Diese Gnade wird für den Menschen als Geistesforscher ebenso eintreten, wie, sagen wir, für den einen Menschen und für den anderen diese oder jene Erfahrung in der sinnlichen Welt eintritt. So wird es sein, daß gewisse Tatsachen immer einzelne Menschen aus der geistigen Welt hervorholen werden. Um diese Tatsachen hervorzuholen, ist verschiedenes nötig; da ist nicht bloß nötig, daß man dasjenige durchgemacht hat, was in den genannten Büchern steht, daß man restlos verstehen kann, was der Geistesforscher ausspricht, sondern da ist nötig etwas, was als Eigenschaft des Menschen bezeichnet werden kann mit «furchtlos» in einem sehr hohen Grade gegenüber der geistigen Welt. Die Menschen dringen ja so ungern in die geistige Welt ein aus dem Grunde, weil sie eigentlich Furcht haben vor dem Unbekannten, wie der Mensch immer Furcht hat vor dem Unbekannten. Furchtlos muß der Geistesforscher werden. Und auf der anderen Seite muß er sich die Eigenschaft der Leidfähigkeit, der Schmerzfähigkeit aneignen; denn eine wirkliche Entdeckung aus der geistigen Welt heraus, sie kann nicht erreicht werden ohne einen gewissen Schmerz, ohne ein gewisses Leid.

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  17. Fortsetzung:
    Sie werden begreifen, daß das so sein muß, wenn Sie sich einfach vorstellen, daß ja der Zustand des geistigen Schauens nicht angepaßt ist an die gewöhnlichen Erdenverhältnisse, ebensowenig angepaßt ist im Grunde genommen, wie angepaßt ist unsere Seele unserem krank gewordenen Organismus, der schmerzt. Versetzt man sich wirklich mit der entwickelten Seele in die Tatsachen der geistigen Welt, so ist man in einer Welt, für die man zunächst nicht organisiert ist. Man dringt ein in eine Welt, die da schneidet, die da brennt. Das muß durchgemacht werden. Und man dringt zu den Tatsachen nur, wenn man wirklich mit der Gesinnung sich ihnen nähert, die darinnen besteht, daß man alles anwendet, was die Seele entwickeln kann, daß man dann aber wartet, bis in gewissen,
    ich möchte noch einmal sagen, gnadevollen Augenblicken die geistigen Tatsachen an die Menschen herantreten. Das soll man sich durchaus nicht vorstellen als irgend etwas, das an einen so herantritt wie eine Phantasie-Idee, sondern das soll man sich vorstellen als ein Erlebnis von einer durchgreifenden Intensität in bezug auf das innere Dasein des Menschen. [... ... ...]
    Daraus schon ersehen Sie, daß verteilt sein wird über die Menschen dasjenige, was sie erforschen können aus der geistigen Welt; sie können ja manches lernen.
    Nun könnten Sie sagen: Ja, aber liegt denn da nicht die Gefahr vor, daß diejenigen, denen sich solche geistigen Tatsachen enthüllen, nun hochmütig unter den Menschen werden, daß sie sich als besondere Geschöpfe betrachten, die hervorragen über die übrigen Menschen? - Dafür ist schon gesorgt. Dasjenige, was als erstes vorangehen muß der wirklichen Geistesforschung, das ist absolute Bescheidenheit, gerade intellektuelle Bescheidenheit. Ohne daß diese Bescheidenheit entwickelt wird gegenüber der ganzen übrigen Menschheit, kann man nicht weiterkommen auf geistesforscherischem Gebiete. Der Geistesforscher weiß zwar seinen Mitmenschen einzelne Tatsachen aus der geistigen Welt mitzuteilen, aber die Tatsache, daß er die Gnade hat, mitzuteilen etwas, was ihm geoffenbart wird, verdankt er zu gleicher Zeit der Art, wie er seinen Mitmenschen entgegentritt. Der Geistesforscher ist ein solcher, der mit wahrer Ehrfurcht selbst dem kleinsten Kinde gegenübertritt, wenn es ihm etwas vorlallt aus dem in dem Menscheninnern verborgenen Geist und der in ihm verborgenen Seele, auch wenn sie nur aus Kindeskehle schreiend sich geltend macht. Der Geistesforscher ist froh, wenn er dies oder jenes aus der Erfahrung des einzelnen Menschen hört. Die Erlebnisse, die ihm die Menschen mitteilen, sind seine Schule. Der ordnet er sich vollständig unter. Er weiß nur eines, er weiß, daß dasjenige, was die Menschen erleben, und wenn sie auch auf noch so primitiven Bildungsstufen stehen, ein unendlich Wertvolles ist, daß nur dasjenige dabei nicht nachkommt, was gewöhnlich des Menschen Urteilskraft ist. Wenn die Menschen das, was sie erlebt haben, richtig beurteilen würden, würden sie Seelen- und Geistesschätze aus ihrem Innern und aus dem Untergrund ihres Wesens hervorholen. Auf die blickt der Geistesforscher hin. Jeder Mensch ist für ihn ein gleiches Wesen mit heiligen Rätseln in der Seele, nur daß das Oberbewußtsein, das Urteilsvermögen manchmal nicht nachkommt dem, was in den Tiefen der Seele ist. So wird gerade der Geistesforscher ein bescheidener Mensch, weil er in dieser Beziehung die geistige Gleichheit der Menschen immerfort vor seinem Auge hat, und weil er weiß, daß er dasjenige, was er in der geistigen Welt erforscht, nur dadurch hat, daß er ein Mensch unter Menschen ist. Dadurch ist er aber prädestiniert, zu arbeiten im Geiste für die anderen Menschen, die nun ihrerseits durch Meditation, Konzentration ihre Seelen so weit bringen können, daß sie dasjenige entgegennehmen, was der Geistesforscher sagt.

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  18. Finale:
    Sie können erwidern, das sei aber doch nicht sehr gut eingerichtet, daß die Menschen so nebeneinander leben sollen, daß man von einzelnen Menschen erfahren soll, was man zwar begreifen kann, was man aber nicht selbst erforschen kann.
    Darauf kann ich Ihnen ein Zweifaches erwidern. Das eine ist, daß dies eben eine Tatsache ist, die man hinnehmen muß wie eine andere Tatsache des Lebens, mag es für manchen auch anders wünschenswert sein. Das ist das eine, was ich erwidern kann. Das andere aber ist, daß derjenige, der eine solche Menschenzukunft voraussieht, eine Menschenzukunft, in der es unter den Menschen solche gibt, die hineinschauen in die geistige Welt, und aus dieser geistigen Welt den Menschen intime Angelegenheiten enthüllen, so daß auf diese Weise die anderen Menschen aus ihrem Verständnisse heraus miterleben, was sie auf die angedeutete Weise gewinnen können, der weiß auch, daß sich dann intimste Verhältnisse von Mensch zu Mensch entwickeln. Und er weiß auch, daß gerade dadurch die sozialen Impulse von Seele zu Seele hinübergehen und dadurch das wirkliche soziale Leben im Geiste hervorgerufen wird, wovon man heute glaubt, es nur mit äußeren Mitteln erringen zu sollen. Denken Sie nur, wie die Menschen zusammengebracht werden, wie sie in ihrem Zusammenleben eine soziale Struktur darstellen werden, wenn die Menschen so einander gegenüberstehen werden, daß der eine Mensch annimmt das, was der andere als eine für ihn wichtigste, intime Angelegenheit erforscht. Gerade dadurch werden die Menschen in der Zukunft einander in der wünschenswerten Weise nahekommen, daß so Geist in die Seele des nächsten Menschen hinüberwirkt, wie das angedeutet worden ist. Diejenigen, die den Geist erforschen können, werden für die anderen Menschen wie eine Notwendigkeit empfunden werden. Auf der anderen Seite wird die ganze Menschheit auch von dem Geistesforscher empfunden als das, in dem er wurzelt, ohne das er nicht leben kann, ohne das er selbst mit seiner Geistesforschung nicht den allergeringsten Sinn hätte."
    Rudolf Steiner, GA 329, 9.Vortrag, 10.November 1919

    Es ist schon ein starker Akt der menschlichen Unreife, eine(n) Geistforscher(in) derartig zu kritisieren und zu verleumden wie das von einzelnen Leuten hier betrieben wird. Das war schon so vor Jahren, das ist immer noch so - und das wird auch in Zukunft so sein.
    Wolfgang Stadler (ich war übrigens der, der es geschafft hat, diese unsägliche "Judith-von-Halle-Seite" im facebook stillzulegen)

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    1. Lieber Wolfgang,

      danke für dieses Zitat.
      Ja – wenn es nicht so wäre, wie Rudolf Steiner hier sagt, wäre es ja auch überhaupt nicht erklärlich, wieso er es „in Ordnung“ fand, anderen die Ergebnisse seiner Geistesforschung mitzuteilen und von ihnen zu erwarten, diese Ergebnisse „aufzunehmen“ (was, laut Steiner, ja so etwas wie ein erster Schritt zum Erkennen in der geistigen Welt ist).

      Rudolf Steiner hat aber immer großen Wert darauf gelegt, daß seine Zuhörer und Leser das, was sie da „aufnehmen“, nicht ungeprüft glauben, sondern eben im einzelnen prüfen, mithilfe ihres „gesunden Menschenverstandes“.

      Ich begreife daher die Sorge vieler „Gegner“ Judith von Halles (allen voran: Sergej O. Prokofieff), die Mitteilungen zu ihrer Stigmatisierung und Nahrungslosigkeit könnten ihre „Fans“ dazu bewegen, das, was JvH als ihre „Forschungsergebnisse“ bezeichnet, nun doch nicht selbst zu prüfen, sondern aufgrund ihrer wegen ihrer Stigmata angenommenen „Heiligkeit“ zu glauben, und mit dieser ihrer „Gläubigkeit“ könnten diese „Fans“ schließlich die anthroposophische Bewegung insgesamt „anstecken“.

      Diese Sorge der „Gegner“ ist mir umso verständlicher, wenn diese „Gegner“ Judith von Halle nicht persönlich kennengelernt haben – denn bei diesen Menschen entsteht naturgemäß ein ganz anderes Bild von ihr als bei denen, die sie (und einerseits ihre Bescheidenheit und herzliche Offenheit für andere, andererseits ihre ganz und gar nicht „suggestive“ Art zu sprechen) nicht selbst erlebt haben.
      Es ist übrigens eine ganz ähnliche Sorge wie die derjenigen „Gegner“ Rudolf Steiners, die befürchten, der bedingungslose Glaube an alles, was dieser „hellsichtige Meister“ jemals gesagt hat, könnte die Errungenschaften der Aufklärung rückgängig machen... ich finde auch diese Sorge sehr begreiflich, denn es war meine eigene Sorge, bevor ich mich näher mit Rudolf Steiner und seiner GA auseinandergesetzt hatte; und es ist noch heute meine Sorge, wenn ich mir das Verhalten einiger „Anhänger“ Rudolf Steiners ansehe...

      Du sagst: »Es gibt gar keine "Fans" von Rudolf Steiner. Sowenig wie von Judith von Halle.« – dem kann ich nicht zustimmen. Ich habe solche „Fans“ Rudolf Steiners kennengelernt. Sie trompeten gern in der (auch nicht-anthroposophischen) Öffentlichkeit „Wahrheiten“ herum, für die sie als „Begründung“ einzig und allein die Tatsache nennen können, daß Rudolf Steiner das gesagt/geschrieben habe...

      Ich bezeichne mich selbst deshalb nicht als „Fan“ oder „Anhänger“ (übrigens weder Judith von Halles noch Rudolf Steiners!), weil es mir nicht im Traum einfällt, irgendetwas von dem, was ich da lese, ungeprüft zu glauben. Und wenn etwas, das ich bei Steiner (oder anderen) gelesen habe, meiner Prüfung standhalten konnte, dann kann ich in Zukunft eigene Begründungen dafür anführen und bin nicht darauf angewiesen, Rudolf Steiner zu zitieren (oder zu sagen: „Wie wir von Judith von Halle erfahren haben, ist das so und so...“ - - -).

      Ich bedaure es sehr, es ist mir wirklich schmerzlich, daß bei diesem Thema keine sachliche Auseinandersetzung möglich zu sein scheint, sondern daß sofort Emotionen in der einen oder anderen Richtung hochkochen und die Kommentare sich daher meist nach kurzer Zeit auf stereotype gegenseitige Anschuldigungen beschränken.

      Herzlich,
      Ingrid

      P.S.:
      »Wolfgang Stadler (ich war übrigens der, der es geschafft hat, diese unsägliche "Judith-von-Halle-Seite" im facebook stillzulegen)«
      Lieber Wolfgang, dafür im Nachhinein meinen herzlichen Dank.

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    2. Ingrid: schön, daß Du alle versehst: sowohl die Gegner von Steiner, als auch die von JvH.
      Steiner selbst meinte damals allerdings:
      "Wie tritt doch immer wieder und wiederum aus unseren Reihen einem das Verderbliche entgegen, daß verlangt wird, man solle, wenn jemand ver­leumdet, den alten Herrn oder wer es ist, manchmal auch einen jungen Herrn, eine alte Frau, manchmal auch eine junge, möglichst schonend behandeln. Da wird gesagt: Wer verleumdet, soll vor allen Dingen in unseren Reihen auch möglichst schonend behandelt werden; man soll sich mit Leuten, die Verleumdungen in die Welt setzen, erst anfreun­den! – Darauf kommt es nicht an heute! Wer die Zeit versteht, sollte das einsehen. Es kommt heute nicht darauf an, daß man sich auseinandersetzt mit den Menschen, die Verleumdungen über die Welt streuen, sondern darauf kommt es an, daß man bei andern Menschen diese Menschen charakterisiert, daß man sich mit ihnen nichts zu schaffen macht, daß man sie als Menschen, die man an sich nicht herankommen lassen will, behandelt und die andern Menschen in entsprechender Weise aufklärt, was das für Individuen sind, die da in der Welt stehen. Das ist es, wor­auf es ankommt heute!
      16.1.1920, GA 196, S. 68f.

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    3. @Anonym
      interessante Textstelle. Wenn ich sie voll akzeptiere,
      glaube ich nicht, der Inhalt sollte von "Anthroposophen" in der Jetztzeit angewandt werden. Es würde nur sprachlichen Mord- und Totschlag geben, da jeder sich in seiner Position im Recht sieht, vor allem im "Moralischen".
      Da wird von "Weißer Weste" erzählt.
      Seien wir echt bescheiden, anerkennen wir, wir haben unseren Geistigen Lehrer verloren und der Vorstand in Dornach war den Aufgaben nicht gewachsen. Es verließen in den letzten Jahren viele bedeutende Persönlichkeiten unter Protest die AAG und der Streit vor Jahren vor Gericht und der dann folgende Ausschluß vieler Mitglieder durch den Vorstand, der hat dem bereits ramponierten Ansehen der Anthroposophen nicht gedient. In der Rassismusdebatte versagten Verantwortliche, dann glaubte ein angeblicher Wissenschaftler, ein kath. Theologe, Rudolf Steiner der Welt verstehend wissenschaftlich erklären zu können. Die Anlehnung an ihn, war sie hilfreich?! In dieser Selbstzerfleischung, esoterischer Ohnmacht erschien aus dem Nichts das Wunder der Heiligung, das von Manchen als von Christus geschickte Zeichen gewertet wurde. Ich war mit Herrn Garvelmann im mail-Kontakt, er unterstützte die "Sendbotin". Aber Dank Aufklärung, Dank des Internets, sind nun die Ziele von Frau Halle endlich offenbar geworden, glasklar, der Verstand kann sie erkennen. Ihre esoterische Deutungshoheit, die sie an den Tag legt, dank der Informationen von Piero Cammerinesi kennen wir sie nun. "Sie" verschenkt Bedeutung, wer ihr nachfolgt. Sie will die AAG erneuern, die "Schmutzwäsche" wie sie sagt, beiseite schieben. Doch sie wird weiterstinken im Untergrund..... sie muß gewaschen werden! Herzlicher Dank muß Ingrid für immer gelten, für diese große Aufklärung, die sie als Übersetzerin für den deutschen Sprachraum ermöglichte.

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    4. So einen verlogenen, teuflischen Schwachsinn zu schreiben - das ist das Dreckigste, Schmutzigste und Verlogenste, was ich seit langer Zeit las. Das letzte mal, das ich so einen Dreck las, war Unsinn von Nazis. Der einzige, der hier wirklich stinkt - und wie intensiv - das ist ERNST SELER. Gegen Dein Geschreibsel ist selbst Michael Eggert noch ein echter Gentleman! DAS ist das einzige, das hier Dank des Internets endlich offenbar geworden ist. Der Verstand kann das erkennen! Die Deutungshoheit, die manche Leute - die nebenbei ja keine Ahnung haben - über Judith von Halle an den Tag legen, die wird vermutlich noch lange weiterstinken - und wie unerträglich. So stark wie die Charaktere, die diese Deutungen verbreiten.

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    5. Lieber Herr Stadler,

      das mit der "intellektuellen Bescheidenheit" ist vermutlich eine der besten Anregungen aus Ihrem Steiner-Zitat.
      Man muss es sich eben immer wieder vergegenwärtigen, mit welch dünnem Pressspan hier -angesichts der gewaltigen Tatsachen die hier behandelt werden- argumentiert und gefochten wird.

      Danke

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    6. Und dann noch was anderes Herr Stadler:

      Ich habe genau ein Buch von Frau von Halle gelesen (vor vielen Jahren) und kann mir dazu einfach kein inhaltliches Urteil erlauben.
      Dass Ihre ausfalllenden Verfuchungen und Beschimpungen allerdings absolut nicht im Sinne dessen sind, was Frau von Halle vertritt, dessen bin ich mir ganz gewiss!
      Weiss sie eigentlich, wie Sie hier um ihretwillen aus dem Rahmen fallen?
      Ich habe Ihnen schon mal gesagt, dass ich es sehr begrüßen würde, hier auch Inhaltliches (außer Steiner-Zitaten) vorzufinden. Damals haben Sie aber geantwortet, dass Sie mehr 'moralisch tasten' und nichts zu sagen hätten.
      Wenn sie weiterhin zur Fürsprache für Judith von Halles 'Geistesforschung' nichts als diese vulgären Beschimpfungen hervorzubringen haben, so muss sich für mich (der sich noch kein Urteil gebildet hat) doch der Eindruck verdichten, dass es wohl auch nichts dementsprechendes darzustellen gibt.

      Ich glaube, Sie sind sich Ihrer destruktiven Wirkung einfach nicht bewußt!

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    7. Sie haben wohl nicht bemerkt, daß ich einfach die Worte von Ernst Seler in der Antwort benutzt habe - z.B. die Sache mit der Deutungshoheit, das "Weiterstinken" im Untergrund usw. - Tatsache ist, daß ich viele Beiträge von Ernst Seler seit Jahren verfolgt habe. Auch die über Judith von Halle. Sie bestanden und bestehen aus Gerüchten, aus "Wahrheiten", die er irgenwo aus zweiter oder dritter Hand "erfahren" hat, aus Halbwahrheiten usw. - Ich kenne niemanden, der im Verbreiten von Gerüchten - nicht nur, aber auch zum Thema Judith von Halle - so ein Meister ist. Und das, obgleich er sie nicht einmal kennt, vermutlich noch nie mit ihr geredet hat - und einfach dummes Zeugs verbreiten. Schau Dir doch seinen Stil und seine Deutungen an! Und auf diese unglaublich destruktiven Beiträge - wie auch auf die destruktiven Beiträge von Eggert (die Sie ja seltsamerweise niemals kritisieren, - wohl weil sie sich des Grades der Destruktion nicht bewußt sind) will und werde ich so reagieren, wie man regieren muß: mit moralischer Strenge und gerechtem Zorn! Was für ein Schwächling wäre ich, wenn ich tatenlos zuschaue, wie die Leute eine wirklich schöne Seele zerstören - und ihr in abgrundtiefer Verlogenheit Dinge unterstellen, seit Jahren, die nichts - aber auch gar nichts - mit ihr zu tun haben! Ansonsten sind die andern Beiträge hier alles andere als zornig gewesen - es sind Zitate, die Sie sich auch mal zu Gemüte führen sollten.

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    8. Wie groß ist denn Ihr Vertrauen in die geistige Kraft um Frau von Halle, wenn Sie befürchten, dass ihre Seele durch ein paar Blogger zerstört werden könnte?
      Und wie groß ist denn Ihre Selbstüberschätzung, wenn Sie glauben, dass Sie dass durch Ihre Auftritte als 'Stärkling des gerechten Zorns' mit Kraftausdrücken (die sie selbst kreirt und nicht von Herrn Seler ge-copy-pastet haben) verhindern könnten?

      Herrn Egert kritisiere ich nicht, weil ich seinen Ausführungen folgen kann - welches Bild ich mir davon mache, dürfen Sie getrost mir überlassen (auch wenn Sie sich dazu berufen fühlen, auf die urteilsunfähigen Schäfchen aufzupassen - mit moralischer Strenge).
      Von Ihnen würde ich mir eben auch Ausführungen wünschen, denen man inhaltlich folgen kann - aber wo kein Inhalt ist, kann man eben auch nicht folgen;
      da kann man nur in Biertischstimmung grölend zustimmen oder dagegen protestieren.

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    9. So ein Quatsch: Lesen Sie mal alle Beiträge hier von mir (wobei hier sicher nicht alle von mir stammen, die ein "Anonym" schrieb! Aber die mit den Zitaten stammen von mir - und wenn sie die als Biertischstimmung bezeichnen, dann beleidigen Sie Rudolf Steiner. Bei mir war es nur der eine "lautstarke" Beitrag, der eine Reaktion auf Ernst Seler war, (und wo ich z.T. seine eigene Wortwahl auf ihn selbst anwendete!) - eine Reaktion auf Leute, die nicht ansatzweise spüren, was sie tun mit ihrer Herabwürdigung einer Person, mit ihren Fehldarstellungen, mit ihrer Rechthaberei...- und die sich selbst dennoch (was ich für eine grobe Beleidigung von Rudolf Steiner halte) als "Anthroposophen" bezeichnen. Obgleich ihr Wesen und ihre Art damit mit Sicherheit nichts zu tun haben. Sonst könnte man solche Ergüsse nicht schreiben.

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    10. Mit der 'So-ein-Quatsch-Mentalität' lässt sich aber mit Sicherheit kein Herzensdenken erreichen (allenfalls ein Herzinfarkt)....
      Und mir sind deutlich mehr lautstarke So-ein-Quatsch-Beiträge in Erinnerung als nur einer gegen Herrn Seler!

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  19. Ich stelle einmal die Texte ohne die entsprechenden Kommentare herein, welche sich herausfanden und die, da öffentlicher Text, besprochen werden können.
    Selbstverständlich bin ich bereit, Argumente auszutauschen. Mir kann zwar der Lügenvorwurf irgendwie gestohlen bleiben, sein Zustandekommen ist es nicht und hat sich nicht klären lassen. Ich habe nun festgestellt, Ingrid hat auf ihre Weise Herrn Michael Eggert direkt „angegriffen“, Respekt?!
    Ich denke, er braucht keine Verteidigung, er wird, oder kann es selbst tun, lassen wir uns überraschen, es ist Ostern!

    Ich stelle nun ohne Kommentar, die von Ingrid übersetzten Textstellen herein, welche mir bis Seite 13 auffielen:

    Piero Cammerinesi: „Sie fügte hinzu, daß die Rückkehr dieser wichtigen Menschen nun als eine Gelegenheit für die geistige Welt betrachtet werden könne, neu zu beginnen, denn“

    Seite 11

    „Erstens, daß die Geistige Welt existiert, und daß sie (mit den Stigmata, und noch mehr mit dem nicht Essen und nicht Trinken) tatsächlich die elementarsten Gesetze der Materie bricht, wie das Gesetz, daß unser Körper Speise und
    Wasser benötigt. Zweitens, daß das Ereignis von Golgatha, in
    seiner absoluten Einzigartigkeit und seinem Widerspruch zu den Naturgesetzen, eine zentrale Stelle in unserem Leben einnehmen muß. Noch mehr: die Auferstehung ist der
    Höhepunkt der Mission Christi. Es ist kein Zufall, daß ihr erstes Buch den Titel trägt (nach einem Wort des Paulus): „Und wäre Er nicht auferstanden“.

    Seite 9

    Die jetzige Erdenrückkehr der verschiedenen Persönlichkeiten, die al s Repräsentanten unterschiedlicher Strömungen damals gemeinsam mit R u d o l f S t e i n e r d i e B e g r ü n d u n g d e r Anthroposophischen Bewegung erlebt haben, sollte
    nicht länger zu Konflikten führen, sondern zur Erfüllung. Das ist nicht mehr das Zeitalter des Kampfes zwischen Platonikern und Aristotelikern, sondern in der heutigen Zeit sollte der tiefe Gehalt ans Licht kommen, der diese Strömungen durchdringt: Anthroposophie, das Christusereignis.«

    S. 12

    „Die Tragik der Situation liege sicherlich darin, daß genau die Menschen, die damals dem innersten Kreis Rudolf Steiners angehörten, heute nicht miteinander auskommen könnten.
    Das verursache diese Zersplitterung der 13/ 16
    Anthroposphischen Gesellschaft, in der man sich nicht wieder so miteinander verbinden könne, wie Rudolf Steiner es damals aufgrund seiner Karmaerkenntnis geplant hatte.“

    S. 12/13

    Aber wenn der verbindende Faktor die Anthroposophie sei, dann sollte jedermann im anderen einen Repräsentanten desselben Impulses sehen, für den er selbst vorzeitig auf die
    Erde zurückgekehrt ist, nämlich: Liebe zur Anthroposophie, und auch Liebe zu Rudolf Steiner, also eine selbstlose Liebe.

    S. 13

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    1. Fortsetzung:
      „Ve r z e i h e n S i e me i n e Üb e r t r e i b u n g („overstatement“): die Aggressivität und Unbarmherzigkeit einiger dieser Schriften erinnnerte mich an das „Gott mit uns“ der Nazis. Die Nazis dachten, sie hätten Gott auf ihrer Seite, und gewisse Anthroposophen heute denken, sie haben die Anthroposophie auf ihrer Seite. Die wahre, selbstverständlich, die einzige.“

      S. 8

      »Meine Erfahrung« – so Judith von Halle – »läßt mich schließen, daß die Voraussagen Rudolf Steiners eingetroffen sind, zumindest der erste Teil dieser Prophezeiung, nämlich, daß diese Menschen in unserer Zeit zurückgekommen sind in unsere Kreise. Der zweite Teil – daß sie dann zur vollen
      Verwirklichung bringen werden, was noch nicht erreicht wurde – ist noch nicht ganz sicher, besser gesagt: ich glaube, daß diese Menschen heute nur erst die Möglichkeit haben, dieses Unternehmen zu beginnen.

      „Sie fügte hinzu, daß die Rückkehr dieser wichtigen Menschen nun als eine Gelegenheit für die geistige Welt betrachtet werden könne, neu zu beginnen, denn »nach Steiners Tod gingen die Dinge schrecklich schief - allerdings will ich jetzt nicht detailliert auf diese Zeitspanne eingehen. Ich ziehe es
      vor, einen Sprung zu machen, um nicht über die Schmutzwäsche dieser Gesellschaft und ihren Niedergang zu sprechen, sondern stattdessen direkt im Heute anzukommen. Ich denke, daß Rudolf Steiner uns die Karmavorträge, die er als sein Testament hinterließ, wohl deshalb geschenkt hat, weil er bereits voraussah, daß die fundamentale Frage der Karmaerkenntnis entscheidend sein würde für die Zukunft der Anthroposophischen Gesellschaft.«

      S. 11/12

      „Dann schlägt Judith von Halle vor, diese Menschen mögen, statt alle 19 Klassenstunden der ersten Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaften zu lesen, wiederholt die
      erste Klassenstunde lesen.
      »Wir müssen die erste Klassenstunde erleben, nicht
      nur sie lesen oder hören, wir alle müssen sie anwenden, um in uns selbst zu blicken. Wir müssen das üben, es lesen, bis wir einen Funken Verständnis dafür bekommen.« Was können wir tun, wenn sie das nicht tun? Das einzige, was zu tun bleibe – so antwortet Judith von Halle – , sei etwas, das jeder von uns
      begreifen könne, wenn wir Rudolf Steiner ernstnehmen. Etwas, das sich aus der Betrachtung Rudolf Steiners und seiner
      persönlichen Erfahrung mit einigen Menschen in Dornach ergebe. Das bedeute: es habe eine magische Verbindung gegeben zwischen den Menschen, die während seines Lebens mit Rudolf Steiner zusammen waren, eine Verbindung, die
      diese Menschen wieder nach Dornach zurückbrachte.“

      S. 13

      Halle: „Ich habe nicht die Absicht, Steiners Aussagen anzuzweifeln, ich sage nur, daß die Dinge sich ändern, daß heute Elemente ans Licht gekommen sind, die damals noch nicht gesehen werden konnten. Auch von uns nicht, den Menschen, die damals dabei waren – und viele von uns waren sicherlich damals dabei.«

      S. 13

      Qelle:
      http://www.egoisten.de/pix/cammerinesi.pdf

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    2. »Mir kann zwar der Lügenvorwurf irgendwie gestohlen bleiben«
      Ein letztes Mal, für alle Mitleser, die diese Geschichte im anderen thread nicht mitverfolgt haben: ich habe meinen Vorwurf, Ernst habe bewußt und absichtlich gelogen, längst zurückgenommen, da er mich davon überzeugen konnte, daß er das, was er bei Jostein gelesen hatte, mißverstanden hatte.

      Ingrid

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    3. "„Dann schlägt Judith von Halle vor, diese Menschen mögen, statt alle 19 Klassenstunden der ersten Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaften zu lesen, wiederholt die erste Klassenstunde lesen."

      Ich will hier meinen ersten Kommentar vorab geben:

      hier gibt Frau Judith esoterische Ratschälge für ("diese Menschen") Anthroposophen. Sie nimmt die Position ein, welche Rudolf Steiner nur ausführen konnte (und doch scheiterte, nach seiner Ansicht, weil die Menschen nicht reif waren). Bisher wußte ich nicht, Frau Judith von Halle will nicht nur innerhalb der AAG als Anthroposophin wirken, sondern sie gibt esoterische Ratschläge, da ihr Vorschlag an diese Anthroposophen geht.
      Sie setzt sich also selbst als "esoterische Führerin" ein.
      Wir können Herrn Piero Cammerinesi für diese "Aufklärung" danken.

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    4. Piero Cammerinesi:„Sie fügte hinzu, daß die Rückkehr dieser wichtigen Menschen nun als eine Gelegenheit für die geistige Welt betrachtet werden könne, neu zu beginnen,"

      ..... "wichtige Menschen" .... Frau JvH hebt diese aus der Vielzahl der unwichtigen Menschen hervor ?! - ist dies Teil des anthroposophischen Gedankengutes, die Vorstellung von wichtigen und unwichtigen Menschen zu hegen?
      Es bildet Abhängigkeit und Einvernahme, so etwas aus ihrer Position zu den ihr zuhörenden Menschen zu äußern.
      Die Aussage:"....eine Gelegenheit für die geistige Welt betrachtet werden könne, neu zu beginnen..." setzt diese wichtigen Menschen in besondere Position zur geistigen Welt,
      ... es muß unweigerlich zur "Dünkelbildung" kommen,
      es fühle sich angesprochen, wer will, von dieser ihrer Ansage .... .

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    5. Liebe ReSe,

      Sie fragen:
      »..... "wichtige Menschen" .... Frau JvH hebt diese aus der Vielzahl der unwichtigen Menschen hervor ?! - ist dies Teil des anthroposophischen Gedankengutes, die Vorstellung von wichtigen und unwichtigen Menschen zu hegen? «

      Der Satz, den Ernst Seler zitiert hat, ist (wie alle seine zitierten Sätze) aus dem Zusammenhang herausgepickt, mit dem einzigen Ziel, Judith von Halle etwas „am Zeug flicken“ zu können.

      Es kommt natürlich immer darauf an, wofür jemand als „wichtig“ angesehen wird.
      Aus dem Zusammenhang ergibt es sich deutlich, wie dieser Satz Piero Cammerinesis gemeint ist: es ist von den Menschen die Rede, die zu Rudolf Steiners Zeiten in die anthroposophische Bewegung hereingetreten sind, und die – wie er prophezeite – zu unserer Zeit wieder inkarniert sein würden, »um dann dasjenige, was sie jetzt [also: damals - I.H.] tun können im anthroposophischen Dienst der Michael-Herrschaft, zur Kulmination, zum vollen Ausdruck zu bringen.«.
      Diese Menschen sind also wichtig für das, was Rudolf Steiner den anthroposophischen Dienst der Michael-Herrschaft nennt.
      Der Satz, den Ernst Seler herausgepickt hat, setzt diese Menschen nicht, wie Sie sagen, »in besondere Position zur geistigen Welt«, sondern er setzt sie in eine besondere Beziehung zur anthroposophischen Bewegung – in der sie ja auch schon zu Lebzeiten Rudolf Steiners standen (oder meinen Sie nicht, Ita Wegman oder Marie Steiner waren „wichtiger“ für die anthroposophische Bewegung als beispielsweise ihre Zeitgenossen Rainer Maria Rilke oder Lou Andreas-Salomé?).

      Sie sagen auch noch:
      »... es muß unweigerlich zur "Dünkelbildung" kommen, es fühle sich angesprochen, wer will, von dieser ihrer Ansage … .«
      Dem stimme ich nicht zu.
      ;-) Bei einem solchen verallgemeinernden »es muß unweigerlich« denke ich mir: „Wie der Schelm denkt, so ist er.“ ;-)
      Ich gewinne also den Eindruck, in Ihnen würde ein solcher „Dünkel“ erwachen, im Falle daß Sie sich von diesen Worten angesprochen fühlten.

      Mir aber ist es durchaus vorstellbar, daß man sich ohne jeden „Dünkel“ angesprochen fühlen kann von dem, was Judith von Halle hier sagt, und daß statt eines „Dünkels“ Verantwortungsgefühl erwacht.

      Sicherheitshalber füge ich hinzu: ich selbst fühle mich davon nicht angesprochen; ich glaube nicht, daß ich einer jener Menschen gewesen sein könnte, und ich bleibe auch weiterhin ganz bewußt außerhalb der AAG.

      Aber ich stimme Judith von Halle zu: Wenn Rudolf Steiner recht behalten sollte mit seiner Prophezeiung, wenn diese Menschen jetzt wirklich wieder da wären innerhalb der anthroposophischen Bewegung, wenn sie ganz neu in Beziehung zueinander träten, unbelastet von den damaligen persönlichen Schwierigkeiten --- dann könnte das tatsächlich eine Gelegenheit sein, „neu anzufangen“ in der Anthroposophischen Bewegung/Gesellschaft.
      Es sieht im Moment nicht so aus, als würde diese Gelegenheit genutzt.
      Was ich sehr bedaure.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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  20. @ Piero Cammerinesi

    "...dass Sie nur ein paar Punkte eines FB Gespreches herausgreifen, um die Bedeutung zu verfaelschen und den Autor laecherlich zu machen..."

    Wie Sie sehen können, erzeugen diese "frechen und provokativen" (M.Eggert) Artikel über Jvhalle jeweils sowohl einen Sturm der Empörung der "Anhänger" als auch die entsprechenden empörten Reaktionen der "Gegner" - das Ganze ist für mich insofern eher komisch, da nicht nur die Artikel in ihrem Stil und Inhalt sondern auch sämtliche dazugehörigen Kommentare fast identisch sind. Schön, wenn es noch Menschen gibt, die unendlich viel Zeit haben.

    Es kommen aber zum Thema JvHalle garantiert viele, viele Reaktionen und das wird den Blogbetreiber vielleicht nicht wenig freuen (er könnte auch einen älteren JvH. Artikel hier reinstellen, das würde keiner merken). Da es leider nicht allzu viele aktuelle verwendbare Aussagen/Bücher von JvH gibt, muss man eben etwas auf Facebook herumkramen und da hat es Sie nun getroffen.

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  21. Was bin ich froh, dass ich kein "Jurist" bin, was bin ich froh, dass ich (fast) nichts von dem in mir trage, dass sich eines Tages womöglich nach einem Juristen umsehen müsste und was bin ich froh über den von Wolfgang eingestellten Text Steiners, aus dem beschreibend das hervorgeht worüber ich froh bin.

    Anscheinend wird unter Geistesforschung verstanden dieses mekwürdige, ärmliche, journalistische Rumgesuche und angebliche Aufgedecke irgendwelcher menschlicher Unzulänglichkeiten, in der irrigen Annahme man könne es bereits, weil man glaubt in einer weissen Weste zu stecken und vor allem weil man DENKT!!!

    Geisteswissenschaft wird sein, IST das, was man als selbst erworbene gesättigte Erfahrung in sich trägt, es miteinander austauscht, so wie aus obigem Zitat aus GA 329 ersichtlich und einsehbar erlebbar.

    Und diese "Juristen", die wollen uns sogar beschützen, indem sie uns aufklären mit ihren durchdachten!! Werken. Ihnen fehlt ein ganz spezifisches Erleben, eine Erfahrung, die Ihnen ihre Denk-Schuppen vom geistigen Auge wischen würde und ihnen zeigte, was sie da so bedenken in ihrer Verhaftung. Und Verhaftung und "Jurist", das liegt ja sehr dicht beisammen.

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    1. ... fällt mir ein, wie ist es um das Wahrheitsempfinden bestellt ?!?

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    2. na Manfred,
      jetzt sind wir zufällig mal zu Dritt,
      so wie Du es einst prophezeit hast,
      welch ein Wunder, alleine das ist doch "gut"?!

      Also zu Jurist,
      Ohne die Juristerei wäre der ehem. Waldorfschüler nicht frei gekommen, sie war die Grundlage, aber auch die Geistige Welt griff mit ein, auf durchaus furcht-fruchtbare Weise. Es geht nicht um Geistesforschung, sondern einen Impuls aufzudecken, der in sich zerstörend wirken muß, bei JvH. Als Vorgebärde zu Kar-Freitag passt das schon alles. Welcher Jurist will Dich denn "beschützen"?! Wen meinst Du denn.

      Nun, ich will niemals eine "gesättigte Erfahrung" haben und mich "satt" austauschen, sondern ich empfange gerade viel dadurch, was durch das Zusammenwirken entsteht. Deine Anspielung auf "zu Dritt" vor Monaten beinhaltete ja die tiefere Wahrheit, die Steiner den Mitgliedern der AAG überantwortete und die allesamt mehr oder weniger versagten. Die Sonderrolle, welche Frau Halle durch ihre Stigmata hat, wird ja jetzt durch das Dokument von Piero Cammerinesi noch ganz anders aufgedeckt. Wir erfahren von ihren esoterischen Plänen mit der AAG.

      Fühlst Du Dich mit Deiner Anspielung auf "Jurist" wohl?! Was soll diese Treterei. Steiner betonte, wie die Beschäftigung mit Geometrie wichtig ist, um sich gerade in dem Erleben der Geistigen Welt zurecht zu finden. Was willst Du mit der "weißen Weste", wer schrieb davon. Greif doch direkt an, warum so hintenherum. Wen willst Du eigentlich treffen, das "Denken" selbst?!

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    3. Übrigens, der doch bekannte Anwalt Herr Strate (von Mollath) sprach auch von einem Wahrheitsempfinden, das ihm in besonderen Fällen helfe..... .....und dann kommt das Aktenstudium, das Denken, erkennen, das Geflecht von Lüge und Wahrheit aufdecken, das ist eben Schulung, Können, das in so mancher esoterischen "Flunkerei" nur stört?!

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    4. ...nehme ich mal das Wahrheitsempfinden in Bezug auf JvH, dann würde ich zuallererst den Menschen selbst in den Mittelpunkt stellen und mir würde schlagartig klar werden, dass ich einen Menschen nicht so derartig verfolgen dürfte, wie es hier geschieht, das sagt zumindest mir mein sogar spontanes Wahrheitsempfinden. Weil es die allerhöchste Ebene betrift mit der wir es als Mensch zu tun haben, nämlich der von Mensch zu Mensch.

      Schaue ich dann auf die Inhalte, um die es hier gehen WILL, so muss ich sagen, dann kann ich nur sehen, dass hier im "Namen einer gesunden geistigen Entwicklung" ein Gericht abgehalten wird wo ich nicht unbedingt erleben kann, dass es auf Wahrheitsempfinden beruht oder wurzelt gar, sondern doch eher auf einer denkerischen Selbstüberschätzung dessen, was man glaubt erkannt zu haben. Etwas oder besser noch mehr Bescheidenheit täte jenem Gericht gut.

      Man vermag nur zu denken, wessen man auch ansichtig sein kann. Und ich glaube nicht, dass hier wirklich durchschaut wird im Sinne wirklicher geistiger Transparenz und Höhe. Ich habe hier bislang nur intellektuelle Ergebnisse erleben können, die ich zwar nachvollziehen kann, aber sie gleichsam als Urteil hier hinpflanzen zu wollen erachte ich als reichlich vermessen. Ich erlebe schon auch, dass man Gutes erreichen möchte oder Gutes und RIchtiges verteidigen möchte und finde es auch ok wenn man sich darum bemüht, aber dies Zementieren von solcherlei Ansichten halte ich für erheblich mehr verwerflich als die angeblichen "Untaten" einer JvH.

      Wahrheitsempfinden und Juristerei, stünden sich beide als Person einander gegenüber, würde eine von beiden leben, die andere zu Staub zerfallen, würde man eine ungeschickte Bewegung machen.

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    5. Lieber, lieber Ernst, wenn Du wirklich mal versuchst tiefer zu schauen und nachzuvollziehen, warum der gute Mollath freigekommen ist, dann müsstest Du sehen können, dass zwar die juristische Kunst beteiligt war oder etwas eingeleitet hat, aber was ihn wirklich befreit hat, war etwas anderes!

      Falls Du damit etwas anfangen kannst, ergibt sich, dass man natürlich nicht die juristische Kunst beiseite legen, aber ihren Stellenwert etwas anders positionieren sollte und vor allem bemerken, dass Juristerei ein Handwerk ist, das geführt wird, ebenso wie das Denken und führen kann man nur, was man auch sieht. Bemerkt man ebenfalls, dass die jeweilig persönliche Sicht doch sehr stark beschränkt ist, dann hilft auch die Betonung auf das Denken einem nicht sehr viel weiter und schon gar nicht als Argument.

      Mir geht es als Resultat um eine bescheidenere Vorgehensweise, die aufgrund obiger Darstellung einsehbar sein müsste.

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    6. .... natürlich gibt es nach R.St. ein objektives Wahrheitsempfinden, das dumme ist aber auch, dies beansprucht ersteinmal jeder für sich. Es gibt diesbezüglich auch eine sehr gute Darstellung in Aurobindos "Abendgesprächen". Da ist jede individuelle "Wahrheit" erst einmal für sich berechtigt, weil sie schon allein der Entwicklungsstufe des Individuums entspricht. Und dennoch gibt es einen Grundzug an Wahrheitsfindung, die dem großen Ganzen entspricht und dort für sich gefunden und auch benannt werden darf. Das hat nichts mit "Gericht über jemanden führen zu tun".

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    7. Liebe ReSe,

      dann formuliere doch bitte selbst einmal in diesem Deinen hier aufgeführten Sinne Dein "Urteil" über Judith von Halle, im Hinterkopf habend den geistigen Inhalt des Ausspruchs von Christus daselbst "....wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein."

      Und Du bist wirklich der Ansicht hier wird nicht "Gericht gesessen" über Judith von Halle? Bitte erklär mir dann, was hier geschieht.

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    8. "Lieber, lieber Ernst, wenn Du wirklich mal versuchst tiefer zu schauen und nachzuvollziehen, warum der gute Mollath freigekommen ist, dann müsstest Du sehen können, dass zwar die juristische Kunst beteiligt war oder etwas eingeleitet hat, aber was ihn wirklich befreit hat, war etwas anderes!"

      Ich lese Deine Worte, aber hast Du denn überlesen, was ich Dir schrieb, das Eingreifen der Geistigen Welt. Und was soll das mit "bescheidenere Vorgehensweise".
      Nach was misst Du das, an Deinem Wesen?!

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    9. Hallo Manfred, ich mische mich nicht ein, ich finde Deine Frage an ReSe wunderbar!

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    10. "dann formuliere doch bitte selbst einmal in diesem Deinen hier aufgeführten Sinne Dein "Urteil" über Judith von Halle, im Hinterkopf habend den geistigen Inhalt des Ausspruchs von Christus daselbst "....wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein."

      Und Du bist wirklich der Ansicht hier wird nicht "Gericht gesessen" über Judith von Halle? Bitte erklär mir dann, was hier geschieht."

      ...Du forderst mich auf, ein "Urteil" über JvH zu fällen,
      darum geht es mir nicht.
      Du hast anscheinend nicht verstanden, daß es legitim :-) ist, die Ausseinandersetzung über eine gewisse Symptomatik, die nun einmal durch JvH's "Wirken" besteht, versuchen zu analysieren.
      Mit "Stein werfen" herholen und "Christus" darob zitatmäßig bemühen zu müssen, ist hier nicht passend ... .
      Es geht um den Versuch, zu Erkennen... und nicht "Gericht gesessen" .
      .

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    11. "Es geht um den Versuch, zu Erkennen... und nicht "Gericht gesessen" .

      Also ich wäre der letzte, der "gegen den Versuch zu erkennen" etwas sagen würde.
      Und ich denke ich habe schon verstanden, dass es legitim ist besagte Phänomene zu analysieren, ich habe auch verstanden, was Michael aussagen möchte und Kees, z.B., allerdings bemerke ich auch wie es geschieht und in jenem Wie erlebe ich nun mal wirklich jenes "zu Gericht sitzen" und zwar deshalb, weil hier "Grenzen" durch Ausgrenzen gesetzt werden wollen im Namen einer für uns zeitgemäss geistigen Gesundheit. Dann sprechen doch gewissermassen in diesem Sinne zumindest Anwälte oder vielleicht besser gar Staatsanwälte.

      Und jenem Versuch dann, also den Vorantreibern hinter einem solchen Versuch, würde ich im Sinne eines Versuchs ein anderes "Wie" nahelegen wollen :-), wenigstens.
      --------------------

      Wenn Du z.B. schreibst:

      "...Du forderst mich auf, ein "Urteil" über JvH zu fällen,"

      dann kommen zwar die Worte, die ich geschrieben habe in diesem Satz wiederum vor, aber die Aussage von Dir hier ist eine gänlich andere, denn meine Aufforderung entstand einem anderen Zusammenhang. Und nun könnte jetzt wiederum womöglich ein "juristisches" HinundHer entstehen... aber ich würde dann doch lieber appellieren an ein Verstehen dessen, worum es ging, denn ich bin Dir mit der Frage entgegengekommen, DAS war der von mir gesetzte Sinn.

      Ausserdem weichst Du mir ein wenig aus :-)

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    12. Lieber Ernst,

      "Fühlst Du Dich mit Deiner Anspielung auf "Jurist" wohl?! Was soll diese Treterei. Steiner betonte, wie die Beschäftigung mit Geometrie wichtig ist, um sich gerade in dem Erleben der Geistigen Welt zurecht zu finden. Was willst Du mit der "weißen Weste", wer schrieb davon. Greif doch direkt an, warum so hintenherum. Wen willst Du eigentlich treffen, das "Denken" selbst?!"

      Das sind ja nun eine ganze Menge an Fragen...

      Der "Jurist" taucht bei mir auf, wenn man sich gegenseitig mit Belegen zu belegen versucht und dabei bierernst bleibt, im Hinterkopf habend ein Bid, dass man mehr oder weniger verbissen zu verteidigen sucht... statt aufeinander zuzugehen, schaute man genauer hin oder mit einer etwas anderen Haltung, gelänge es durchaus und umfassender als durch eine "juristische" Variante der Kommunikation. Und in einem tretenden Sinne ist es von mir nicht gemeint, wenn ich es so darstelle.

      Steiners Hinweis, die Beschäftigung mit der Geometrie etc. ... fördert sicherlich das Vermögen Konturen besser und zeitiger erkennen und ihre Beziehungen zueinander präziser unterscheiden zu können, aber mal wirklich, das beträfe doch die Vorschulerziehung zur geistigen Welt und ist sicherlich nicht dazu angebracht lediglich damit in ihr richtende Qualitäten zu bewegen. Besagte "weisse Weste" ist doch selbsterklärend --?

      Angreifen will ich niemanden und schon gar nicht hintenrum, ich stelle einfach meine Sichtweise daneben mit ein paar Ansichten aus meiner Welt, zunächst.

      Und ob ich das "Denken" treffen will, also mir ist klar, so wie ich es des öfteren versucht habe darzustellen, dass das Denken geführt wird und dann, wenn, würde ich den Träger, die Quelle eines jeweiligen Denkens ansprechen wollen, ich möchte seine Bilder, Ideen, Beweg-Gründe sehen und da, bei euch JvH-Gegnern, sehe ich diesen Rettungs-, Verteidigungsimpuls als Motiv, brandmarkend, also richtig einbrennen-wollend das, was ihr da als richtig meint erkannt zu haben.

      DAS, was diejenigen, die das in diesem Sinne tun, sagen wollen, ist doch nun seit Jahren eigentlich bekannt und einsichtig, alles was ab da darüber hinausgeht hat einen verfolgenden Charakter, einen tilgenden, verleumdenden, Menschliches verzerrenden Charakter und das ist moralisch angeschaut und erlebt -- mit die höchste Qualität in meinen Augen -- für die Bewirkenden als auch die Getroffenen verderblich, SO vorzugehen ist, was Geistiges betrifft, verderblich !!
      -------------------------

      "Nach was misst Du das, an Deinem Wesen?!"

      Ja, woran, womit, wie messe ich das, was ich hier vorbringe? So verstehe ich Deine Frage -- (?)
      Ich würde es auch mit dem von ReSe angesprochenen Wahrheitsempfinden bezüglich moralischer Qualitäten erklären, geschaut und empfunden mit und von Herzens-Augen, wennn ich das mal mit meiner Sprache benennen würde, dem Erleben eines Resultates, erwachsen durch ein Erleben von Wahrgenommenem, mehrfach denkerisch und empfindend gefiltert und neu angeschaut. Es stellt sich dann dar, wenn ich wirklich gefragt habe und erkenne es dann wieder, ich erkenne dann meine Urfrage in dem auftauchenden sich ergebenden Bilde wieder, wir stehen uns dann gegenüber -- .. . und gehen eine neue Verbindung ein.

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    13. Guten Tag Manfred,

      Meine Frage lautete:
      „Und was soll das mit "bescheidenere Vorgehensweise".
      Nach was misst Du das, an Deinem Wesen?!“

      Deine Antwort: „Ja, woran, womit, wie messe ich das, was ich hier vorbringe? So verstehe ich Deine Frage -- (?)

      Meine Frage bezog sich nur auf „bescheidenere Vorgehensweise“.

      Deine weitere Antwort könnte auf „bescheidenere Vorgehensweise“ sich beziehen. Doch sehe ich gerade dies von Dir: „Ich würde es auch mit dem von ReSe angesprochenen Wahrheitsempfinden bezüglich moralischer Qualitäten erklären.“

      Das „Wahrheitsempfinden“ von ReSE bezog sich nicht auf „moralischer Qualitäten“, sondern zu berichteten spirituellen Vorgängen usw. an sich. Das „Moralisieren“ liegt uns beiden nicht.
      Ab einer gewissen Entwicklung gibt es einfach gar nicht die Möglichkeit mehr „Gerüchte“ zu verbreiten, oder „Lügen“ zu inszenieren, oder anderen am „Zeug flicken“ zu wollen. Ich las das gerade von Ingrid im Überflug, wie sie das meiner Ehefrau unterbreitet, weil sie weiß, ich lese ihre Beiträge an meine Person nicht mehr. Kann sein, was wieder für Dich moralisch überheblich klingt, wir spielen sprichwörtlich bereits in einer anderen Liga. Also, ich kann einfach nichts mit dem „bescheiden“ etwas anfangen. Ich würde das eher so sehen. Mein Zwillingsbruder Georg hatte den Kontakt mit dem Urpriester Herrn G. Klein in Nürnberg entwickelt, öfters längere Gespräche mit ihm geführt. Durch ihn kam ich dann in die Christengemeinschaft, wie ich das früher hier ausführte. In deren Gespräch gab Herr Klein dann einmal einen Hinweis, der irgendwie so lautete, die Scheinwerfer herunterfahren, das Licht wieder abdunkeln, weil es andere zu sehr blenden kann.
      So gesehen, würde ich mit Dir übereinstimmen, ich habe die Scheinwerfer manchmal sehr aufgedreht, dadurch konnten Dritte sich geblendet fühlen…. . Nur ist die Zeitennotwendigkeit, wo ich die Verantwortung für mein Handeln individuell übernehmen muß und es sein kann, ich treffe eine falsche Entscheidung. Also Irrtum ist immer möglich, wie wir sogar von Steiner einen Hinweis kennen, sogar Christus kann sich irren, was aber auf jener Stufe fast nicht vorkommt.
      (ich lebe halt mit dem Werk ganz verbunden, nicht abstrakt). Also, mir ist durchaus bewusst, ich könnte als nicht bescheiden nach Außen wirken.

      Wenn Du in dem von Ingrid übersetzten Text die Stelle findest, warum der Vorstand in Dornach sich gegen Frau Halle ausspricht, wegen ihrer letzten Inkarnation, dann ist dieser nun gefundene Aspekt des Dramas eine außerordentliche Entdeckung. Dieser Punkt verändert die Anschauung aller Probleme wesentlich und lässt alle Ereignisse in einem ganz neuen Erkenntnislichte erscheinen.

      Es handelt sich nicht um meine Bewertung, sondern Dritte erkennen und formulieren das Problem: der Führungsanspruch von Frau Halle:

      »Wir im Vorstand haben nichts gegen Hellsichtigkeit, das Problem ist, daß Judith von Halle auf der Basis einer früheren Inkarnation eine Führungsrolle beansprucht.« S. 14

      Wie dankbar muß ich nun der Übersetzerin Ingrid sein, dieses klärende Wort des Vorstandes zu finden. Bisher war ein solcher Hinweis nirgends aufgetaucht. Die Probleme klären sich.

      Du siehst lieber Manfred, das hat alles nichts mit moralischen Qualitäten zu tun, sondern tatsächlich alleine mit denkerischen Qualitäten, Wissen anzuwenden. Warum soll ich „bescheiden“ sein, nochmals die Frage.

      Ich sehe es ist noch schwieriger, da Du schreibst „bescheidenere Vorgehensweise“. Was glaubst Du denn wer ich bin, wie meine „Vorgehensweise“ zu beurteilen ist. Wer hat denn von den Außenstehenden denn nur den Ansatz, meine „Vorgehensweise“ zu beurteilen. Habe ich nicht zur genüge davon geschrieben, wie ein Teil der Einweihung durch Kurt Theodor Willmann, dem direkten Schüler von Steiner war, „notfalls“ den eigenen Standpunkt gegen die „gesamte Menschheit“ zu vertreten. Kann es also sein, ich bin an einem Punkt, wo mich kein einziger, kein einziger Mensch mich nicht nur versteht, sondern auch nicht mit seinen „moralischen“ Beurteilungen erreichen kann.

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    14. Fortsetzung:
      Du hast zum Beispiel „ReSE“ Deine Vorstellung von „Wahrheitsempfinden“ angedichtet, wo sie das gar nicht schrieb. Du verbandest „Wahrheit“ mit „Moral“. Wahrheit hat nichts mit Moral zu tun. Moral sind seelische Eigenschaften des Menschen, sie bezeichnen „nur“ das Verhältnis des Menschen zur „Wahrheit“. Das ist natürlich keine absolute Wahrheit, sondern man/frau bekommt eine Geschichte erzählt und weiß intuitiv, die Geschichte ist nicht wahr, sie ist eine Lüge. Aber du siehst ja, wie gefährlich leichtsinnig es ist, sofort die Lügenkeule als moralische Meßlatte Jemanden an den Kopf zu werfen.

      Kann neu vestehen, wie verzweifelt Rudolf Steiner war, als er erkannte, die Weihnachtstagung ist zerschellt:

      http://www.christian-rosenkreutz-zweig.de/downloads/aktuelles/JStreit.pdf

      Lüge ist, so zu tun, als wäre sie nicht zerschellt, als könnte jetzt noch an der „Weihnachtstagung“ irgendwie esoterisch angeknüpft werden.

      Ich halte all dies hier gar nicht für sinnlos, irgendwie klären sich die Fronten aller Beteiligten, können Dritte sich ihre persönliche Erkenntnis bilden und die Aufreger konnten so richtig Dampf ablassen, damit der Kessel nicht platzt….. .

      Prüfe Dich, Du hast „ReSe“ Deine Vorstellung von Wahrheit übergestülpt, ist das im Gedankenleben korrekt?!

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    15. :-) Es ist natürlich auch immer wieder sehr amüsant, hier mitzulesen…

      Man versuche einmal, in diese Sätze Ernst Selers:

      »Warum soll ich „bescheiden“ sein, nochmals die Frage.
      Ich sehe es ist noch schwieriger, da Du schreibst „bescheidenere Vorgehensweise“. Was glaubst Du denn wer ich bin, wie meine „Vorgehensweise“ zu beurteilen ist. Wer hat denn von den Außenstehenden denn nur den Ansatz, meine „Vorgehensweise“ zu beurteilen. Habe ich nicht zur genüge davon geschrieben, wie ein Teil der Einweihung ... war, „notfalls“ den eigenen Standpunkt gegen die „gesamte Menschheit“ zu vertreten. Kann es also sein, ich bin an einem Punkt, wo mich kein einziger, kein einziger Mensch mich nicht nur versteht, sondern auch nicht mit seinen „moralischen“ Beurteilungen erreichen kann. «


      ein anderes Subjekt einzusetzen (aus gegebenem Anlaß schlage ich dafür „Judith von Halle“ vor, in anderen Gesprächszusammenhängen funktioniert es auch mit „Sebastian Gronbach“, „Andrew Cohen“ oder anderen) und sich vorzustellen, wie gewisse Gesprächsteilnehmer (allen voran Ernst selbst ;-)) darauf reagieren würden.

      :-)
      LG, i.

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  22. WARUM MIR UNSER ZWEIG MIT JUDITH VON HALLE (der entgegengesetzt zu dem Blog hier wirkt!) AUCH WICHTIG ERSCHEINT:

    "Aber ebensowenig, wie jeder ein Astronom werden soll, der die Ergebnisse der Astronomie in seine Weltanschauung aufnimmt, ebenso wenig braucht jeder ein Geistesforscher zu werden, wenn Geistesforschung ein Element unserer Zivilisation, unseres Kulturlebens werden soll. Ja, im Gegenteil: jene Beziehung von Mensch zu Mensch, die einmal dadurch entstehen kann und die eigentlich in einer nicht sehr fernen Menschheitszukunft entstehen muß - wenn der Niedergang nicht immer stärker und stärker werden soll -, jenes soziale Zusammenleben zwischen Mensch und Mensch, das notwendig werden wird und, man könnte sagen eigentlich schon heute notwendig ist, das wird wesentlich belebt, wenn jenes Vertrauen wiederum in das soziale Leben der Menschen einzieht, wodurch man weiß: Wer aus den Tiefen seiner Seele heraus über die geistigen, übersinnlichen Welten spricht, weil er als Geistesforscher sich zu ihnen aufgeschwungen hat, der verdient Vertrauen. Wo in dieser Weise die Seelen intim zueinander stehen können, daß die Intimitäten der übersinnlichen Welt in der übersinnlichen Wesenheit des Menschen einander mitgeteilt werden, in einer solchen sozialen Ordnung werden diejenigen Kräfte leben, die einzig und allein wiederum unser soziales Leben festigen werden."
    Rotterdam, 01.November 1921, GA 297a

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  23. "Versetzen Sie sich einmal in die Lage, wenn der Christus Jesus heute in der Gegenwart erschiene! Was glauben Sie, wie viele es gäbe, welche ihn gelten liessen?
    Ich will gar nicht sagen, daß manche nach der Polizei laufen würden, wenn einer aufträte mit der Prätention, mit der einstmals der Christus Jesus aufgetreten ist. Es hängt aber davon ab, ob die Menschen reif dafür sind, das, was neben ihnen lebt, zu sehen.
    Ein Vergleich: Eine Sängerin war zum Abendessen eingeladen, sie kam aber etwas zu spät. Ihr Stuhl stand leer zwischen zwei Herren. Der eine war Mendelssohn, der andere war ein Herr, den sie nicht kannte. Mit Mendelssohn unterhielt sie sich, der andere aber zur Linken war sehr artig, erwies ihr allerlei Höflichkeiten. Als das Essen zu Ende war, sagte sie zu Mendelssohn: Wer ist denn der dumme Kerl, der neben mir saß? - Das ist Hegel, der berühmte Philosoph -, antwortete Mendelssohn. Wenn sie vielleicht eingeladen worden wäre, um Hegel zu sehen, dann wäre sie wohl sicher hingegangen.
    So aber, da sie ahnungslos neben ihm saß, meinte sie, er wäre ein dummer Kerl."

    Rudolf Steiner, GA 264, S.382 f.

    So ist es auch bei Anthroposophen: Geistforschung und hellsichtige Fähigkeiten läßt man nicht bei aktuell lebenden Anthroposoph(inn)en gelten...- meint Wolfgang Stadler

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    1. Im Gegensatz zu Hegel macht Judith von Halle ihren Mund auf,
      deswegen passt der Vergleich nicht.... :-)

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    2. Es muß nichtmal Christus Jesus auftreten - es reicht eine Stigmatisierte. Und die Menschen haben nicht die Reife, das zu sehen, was neben ihnen lebt. In der Sekunde, wo R.Steiner etwas dazu gesagt hätte, würde man sie anders anschauen. So wie die Frau den Hegel anders angeschaut hätte, wenn man ihr davor gesagt hätte, wen sie gleich trifft. Es paßt also sehrwohl! Die Reife im Umgang mit JvH fehlt bei vielen. Z.B. bei Dir ist davon nichts zu spüren!

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    3. Kann man jemandem einen Vorwurf dafür machen, wenn er für etwas nicht reif ist?
      [Abgesehen davon, ob Ihre Beuurteilung überhaupt zutrifft]

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    4. "Es hängt aber davon ab, ob die Menschen reif dafür sind, das, was neben ihnen lebt, zu sehen." Das sagte Rudolf Steiner - nicht ich.
      Und wer die Beurteilungsreife nicht hat - meine ich - sollte besser schweigen!

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  24. Dank des Impulses von Herrn Piero Cammerinesi auf diesem thread, kam es zu dem link, der zu der Übersetzung von Frau Ingrid Haselberger führt.
    Beiden Persönlichkeiten kann unser Dank gelten, denn dank der Arbeit beider, dürfen wir Frau Judith von Halle erleben, in ihrem Wesen, Ihrer Sprache (trotz Übersetzungen). Beide Persönlichkeiten bemühten sich, authentisch den Vortrag von Frau Halle der Welt zu schenken. Wer sich länger hier auf dem blog aufhielt, hatte frühere Hinweise von meiner Person zu Frau Halle gelesen, erfahren, es gab Kontakt zu einer Person aus dem näheren Umkreis von Frau Halle, so dass mir einiges bekannt wurde, was aus den Anfangszeiten der „Stigmata“ entsprang, als erst ein kleiner Kreis bildhaft in das Geschehen „eingeweiht“ wurde (12 Personen). Die Leser erinnern sich vielleicht, mir blieb aus der Schicksalskonstellation nicht erspart, mich dem Stigmataphänomen innerlich zu nähern und es gab sogar die Schilderung, wie unerwartet bewusst im Aufwachen im Morgen die sich nahende Christuswelt zeigte, am Rande „tönte“ der Name „Judith von Halle“ und ich schrieb damals, sie ist Teil des Gesamtgeschehens. Es konnte aber auch gelesen werden, wie in einem besonderen Bewusstseinszustand, Frau Halle selbst die Ursache für ihre Stigmata (mir) bekannt gab, unerwartet und wie die Person aus dem unmittelbaren Umkreis meine Wahrnehmung von der körperlichen Seite der Ursache bestätigte. Etwas, das ich nicht wissen konnte, da Berlin hunderte km entfernt ist.

    Wir leben hier seit Jahren mit der „Gestalt“ Judith von Halle und es schien, scheint wie menschenunwürdig, wie mit ihr „umgesprungen“ wurde. Der Blogbetreiber wurde wiederholt angefeindet und es konnten seine wiederholten Beiträge wie eine wahnhafte Verfolgung gedeutet werden. Ich selbst war wiederholt „hier“ nicht präsent, aber als Dritte sich Beiträge wünschten, stieg ich wieder ein, breitete auch die Hintergründe meiner Person schonungslos aus, aber immer in Bezug zur Geistesswissenschaft, zur Gegenwart, zu Schicksalen, ich versuchte auf meine Art und Weise dem Impuls Rudolf Steiners gerecht zu werden. Bereits auf Info3 hatte ich 2003 geschrieben, wie ich während einer nächtlichen Reise nach Amerika dort eine Geistesstätte besuchen durfte, deren hohe Schwingung hier in Europa nirgends zu finden ist. Ich schrieb damals auch, der Geistige Impuls, der Rudolf Steiner die „Anthroposophie“ (er wollte den Namen eigentlich nicht) hervorbringen ließ, er ist nicht mehr in der AAG, er wird einst aus Amerika in die Welt wieder fließen, Zeichen wird sein, Menschen werden nur mit ihren Händen das Geistige im Bruder in der Schwester erwecken können, ohne die vielen „Begriffe“, Buchstabengedanken, durch das eigene Nichts zum kümmerlichen Leben meist erweckt. Das schrieb ich damals auf Info3.
    Und sicherlich wurde das von Anthroposophen gelesen, wenn sie Computer und Internet hatten. Ein solcher Computer mit Internetanschluß stand in Berlin. Mitglieder der AAG dort haben vielleicht mitgelesen.

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    1. Fortsetzung:
      Warum diese Zusammenfassung?! Es lesen vielleicht „Neue“ mit, deswegen diese Vorworte.
      Das Folgende soll kein Urteil, keine Verurteilung, so wie Manfred, ein treuer Leser und Mitschreiber, oder Wolfgang Stadler, der vehement für Frau Halle eintritt, das vielleicht verstehen. Es ist eine Zusammenfassung der Inhalte und erkennende Darstellung, wie sie der veröffentlichte Text zeigt, aber erst ohne „Beweis“. Dies soll nachher erfolgen, die Belege für das „Bild“:

      Welches Bild entsteht?!
      Eine ungewöhnliche Frau, sie hält einen feurigen, befeuernden Vortrag, es scheint wie ein geheimer Rahmen, Worte die gar nicht an die Öffentlichkeit dringen sollen, weil dann nur der Schmutz, das Böse sofort sich „Ihrer“ bemächtigt, so schwingt gegen Ende das Zitieren der Worte Rudolf Steiners.
      Sie, Frau Halle, will an das Herz appellieren, sie lockt, vergewissert, prophezeit, erklärt. Sie stellt sich an die Spitze einer Erneuerung der AAG, ja des Christus-Impulses der Welt. Es entsteht der Eindruck, ohne sie gäbe es kein Heil. Es klingt fast wie bei Rudolf Steiner. Liest man/frau ihn, so ist man/frau auch irgendwie gefangen, glaubt am Ende gar, es geht nicht mehr ohne ihn, Christus selbst benötigt ganz ihn. Es kommt ja hinzu, in dem Buche „Brücke über den Strom“ wird prophezeit, in Deutschland vollende der Ätherische Christus sein „Gefäß“ zur Wiederkunft. Auch dies schrieb ich 2003 in Info3 ausführlich, auch meine esoterischen Erlebnisse mit „Dagmar“, der Schwester von „Sigwart“, dem Musiker, der in dem Buche aus dem Nachtodlichen berichtet, wirklich ein außerordentliches Werk. Und das Erstaunliche ist, die ersten Berichte hatte Steiner persönlich überprüft, er kannte den Musiker, der so opferwillig für sein Volk im Ersten Weltkrieg starb. Und „Dagmar“ war es, die mich einst im Jahre 1988 „aufweckte“… …mehr hier nicht, aber das war alles ganz ausführlich auf Info3 2003 geschildert. Hat das in Berlin eine Seele mitgelesen, all das Esoterische, das ich schilderte, meine Einweihung, die ein Schüler von Rudolf Steiner an mir vollzog, Herr Kurt Theodor Willmann. Diesen Schüler Steiners hatte Frau Junko Althaus in Stuttgart im Priesterseminar persönlich kennengelernt, sie schrieb mir von ihrem Erleben, wie dieser Mann auf sie wirkte….. .
      Also gemeinsames großes Schicksalskino und da tritt sie auf, die Streiterin für Christus, nicht nur eine Stigmatisierte, nein, sie wirkt wie die Hohepriesterin von Christus, die Nachfolgerin von Rudolf Steiner, die sogar das „Volk“ gegen den Vorstand aufstachelt, soz. Alles umkehrt, zur inneren R-Evolution aufruft.
      Sie ist nicht einfach ein Mitglied der AAG, sie ist mehr, sie ist die Send-Botin des Herrn, die mit ihrem persönlichen Charme vor allem Männerherzen gewinnt, die sogar ihr Vermögen zu Füssen legen, für ihre Mission. Wenn sie mit Herrn Tradowsky zusammen in Berlin esoterische Stunden abhalten wollte, wo nur teilnehmen kann, der die „blaue“ Karte besitzt, wie werden dann die befeuernden Worte klingen.

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    2. Fortsetzung:
      Piero Cammerinesi empfand sicherlich besonders diesen blog als „Nazi“. Ein böses Wort, ehrlich sein Empfinden. Es starb dieser Tage Herr Deschner, der die dunkle Seite der Kirchengeschichte aufzeigte. „Schmutzwäsche“ sagte Frau Halle, die sie beiseite schieben will, Schmutzwäsche der AAG. „Schmutzwäsche der Deutschen, die Nazis, ist das zu einfach, diese dunkle Seite zu ignorieren. Als Herr Lievegoed ein Buch schrieb, da betont er darinnen, wie Luzifer die Freiheit bringt, Ahriman das Selbstbewusstsein. Was bringt also „Sorat“?! Ich kam darauf, es ist das göttliche Bewusstsein des individuellen Menschen. Wir sollen allen Gestalten nicht verfallen, so Steiner und doch stecken sie in uns und ohne sie wären wir Nichts.
      Frau Halle endet eigentlich mit ihrem Vortrag, als begänne der große Endkampf der Menschheit und nur die Anthroposophen sind soz. die „Glücksbringer“ des Christus. Vielleicht erkennen, wir, will Christus sich durch uns erlösen, er mit uns, wir mit ihm, keine Schuld, sondern einfach Schmerz des Daseins, geworfen in tatsächlich erlebter Willkür und Ohnmacht. Als ich meinen Herzinfarkt erlebte, „ersoffen“ am selben Tag Hunderte von Menschen im Mittelmeer, ein zufälliges Zusammentreffen dramatischer Ereignisse.

      Burghard Schildt stellte einen wunderbaren Text von Rudolf Steiner heute Nachmittag auf dem Blog. Abstrakt wiederholt, wir alle sind uns bedeutsam, aus dem Gemeinsamen entsteht das Neue.
      In diesem Sinne und unseren Impulsen können wir den Schmerz tragen, den wir verspüren, die Ohnmacht, in der sich Judith von Halle
      fühlen muß mit ihrem persönlichen Impuls.
      Ist die Zeit des bangenden Betens vorbei…… .

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    3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  25. Dieser Kommentar war ursprünglich am falschen Ort gelandet, ich lösche ihn dort und poste ihn nochmals hier:

    @ Anonym (ich nehme an: Wolfgang) hier:

    Danke für das Steiner-Zitat zur Verleumdung.

    Wer seit längerem hier mitliest, konnte wohl bemerken, ein wie großes Anliegen es mir ist, gegen alles vorzugehen, das nach „Verleumdung“ riecht – von wem es auch kommen und gegen wen es auch gerichtet sein mag.
    Wie oft, wenn es eine konkrete Aussage gab, die Judith von Halle unterstellt wurde, die sie aber so nicht gesagt bzw geschrieben hat, habe ich mir die Mühe gemacht, das Originalzitat in seinen ursprünglichen Zusammenhang zu stellen (zuletzt diese Geschichte mit dem „Schlachtopfer“), sodaß jedem einigermaßen klar denkenden Mitleser deutlich werden konnte, in welcher Weise ihre Worte verzerrt worden waren.

    Das ist natürlich eine Sisyphus-Arbeit – denn kaum ist etwas richtiggestellt, wird das erstens nicht weiter beachtet, und zweitens wird sogleich das nächste mißverstandene Zitat in die Schlacht geworfen und mit blühender Phantasie ausgeziert.
    Dennoch werde ich nicht müde, auch weiterhin solche entstellenden Verzerrungen deutlich zu machen.

    Und ja: ich bemühe mich auch um Verständnis für die Motivation der jeweiligen „Verleumder“ und werde das auch weiterhin tun – denn hier liegt meiner Ansicht nach die Wurzel dafür, daß Judith von Halle wieder und wieder grob mißverstanden oder absichtlich verleumdet wird. Ich bin überzeugt davon: das wird nicht aufhören, solange dieser Wurzel nicht jede Nahrung entzogen ist.

    Allerdings um den Wust von Behauptungen und Deutungen, die Ernst Seler heute hier hereingestellt hat, werde ich mich nicht im einzelnen kümmern – ich denke, jeder Mitleser kann sich selbst ein Bild machen, wenn er den Aufsatz Piero Cammerinesis im Zusammenhang liest und den Eindruck, der sich daraus gewinnen läßt, mit dem vergleicht, was Ernst hier alles zusammenfabuliert.

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

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    1. Liebe Ingrid,

      ich war gerade dabei, einen ähnlichen Gedankengang zu formulieren:
      Unwahrhaftigkeit gehört nun mal zu unserem Erdenleben dazu. Sicher ist es richtig und wichtig, manches ins rechte Licht zu rücken - wenn es möglich ist.
      Wenn es aber nicht möglich ist, so halte ich den blindwütenden Kampf gegen alles, was meiner Wahrheit entspricht für vollkommen sinnlos und kontraproduktiv.

      Bei einem Bild wie diesem:

      http://www.eso.org/public/archives/images/screen/eso1105a.jpg

      ...schaue ich auf die schönen Farben und das Licht - in der Gewissheit, dass sie die dunklen Verzerrungen aus sich heraus zur rechten Zeit zur Korrektur und Auflösung bringen werden.
      Ein verfluchen der verfinsterten Bereiche würde sicher das Gegenteil bewirken (das Dunkle zur Ausbreitung bringen).

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    2. Ja, das ist schön, wenn Du so geduldig bist, und Dir so viel Zeit nehmen kannst, die Dinge im Detail zu korrigieren. Ich finds auch gut, daß jeder seine eigene Art hat, auf die Verleumdungen zu reagieren. Muß nicht jeder gleich machen. Was Ernst betrifft: ich finde, er ist im Zusammenfabulieren schon seit Jahren desöfteren ein großer Meister gewesen - auch im Zusammenhang mit Judith von Halle. Aber er ist ja nicht der einzige...
      herzliche Grüsse
      Wolfgang

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    3. Herr Stadler,
      sie kommen mir vor wie der Simon Petrus, der dem Knecht des Hohenpriesters das Ohr abschlägt (Lukas 22,50-51, Johannes 18,10-11).
      Und sie wissen ja, wie der Herr dazu stand...
      //
      Und was Geduld, Zeit und Methode betrifft, sollten wir uns an das halten, was uns ernstzunehmende Geisteswissenschaft und alle ernstzunehmende Esoterik anderer Richtung vermitteln möchte:
      Man kann absolut nichts vom Zaune brechen, wenn es gelingen soll...

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    4. "Das ist natürlich eine Sisyphus-Arbeit – denn kaum ist etwas richtiggestellt, wird das erstens nicht weiter beachtet, und zweitens wird sogleich das nächste mißverstandene Zitat in die Schlacht geworfen und mit blühender Phantasie ausgeziert"

      Liebe Ingrid - treffend formuliert. Ich frage mich dann allerdings, warum man soviel Zeit verbringt, unermüdlich und engagiert gegen Windmühlen anzukämpfen. Ich bin auch überzeugt davon, dass man noch soviel "Richtigstellungen" hier präsentieren kann, letztendlich beeindruckt es die Beteiligten (die "Verleumder") nicht allzu sehr, ich glaube, man ist da auf zwei völlig unterschiedlichen Ebenen: Einerseits der Appell an Fairness und Vernunft, andererseits die zumeist äußerst subjektive, nicht erkannte Aversion, die sich in einen scheinbar anthroposophischen Gedankengang kleidet.

      Glaubst Du denn ernsthaft, dass irgendwann (nach einem Dutzend oder nach 100 ähnlicher Debatten) jemand sein Urteil revidiert...? Es ist m.E. die Energie des recht-haben-wollens (verbunden mit dem Zuviel an Zeit) was die Debatten hier anfeuert, keine ernsthafte Frage nach Erkenntnis.

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    5. Lieber Rainer,

      natürlich hast Du recht.
      Und wenn das alles irgendwo anders in den Weiten des Netzes geschieht, dann läßt es mich auch ziemlich kalt, ich kriege es manchmal mit, schüttele den Kopf und ziehe meines Weges.

      Nun ist es aber so, daß diese Diskussionen sich hier bei den „Egoisten“ abspielen. Du magst mich für sentimental halten – aber das ist nunmal eine website, die mir immer noch am Herzen liegt, der ich mich immer noch (auch wenn ich inzwischen nicht mehr als „Autorin“ hier aufscheine) verbunden fühle, und für die ich auch (man mag das als „übergriffig“ empfinden, da es nicht mein, sondern Michaels Blog ist --- aber so ist es nunmal) tiefinnerlich so etwas wie „Verantwortung“ fühle.

      Dazu kommt:
      »Es ist m.E. die Energie des recht-haben-wollens ... was die Debatten hier anfeuert, keine ernsthafte Frage nach Erkenntnis.«
      Ich stimme Dir natürlich zu: ein Teil der Motivation der Gesprächsteilnehmer hier kommt auch meiner Ansicht nach aus dem „recht-haben-Wollen“.
      Dennoch sehe ich auch einen anderen Teil, dem es ernsthaft um Erkenntnis geht. Und ich sehe einen großen Unterschied zwischen „Verleumdung“ und „Irrtum“ bzw „Mißverständnis“.

      Solange dieser Unterschied mir erkennbar ist, und solange ich so empfinde wie oben beschrieben, werde ich mich halt auch weiterhin immer wieder dieser Sisyphus-Arbeit widmen und versuchen, Mißverständnisse aufzuklären, so gut ich es halt kann.

      »(verbunden mit dem Zuviel an Zeit)«
      :-) Ja – die Zeit, die das alles frißt, ist natürlich ein Problem… manchmal habe ich diese Zeit nicht und ziehe mich dann auch eine Weile zurück (;-) was Ernst Seler dazu veranlaßt, mich als „Hobby-Anthroposophin“ zu bezeichnen ;-) --- womit er natürlich recht hat. Ich kenne ja überhaupt wenig hauptberufliche Anthroposophen…).

      Aber manche Mißverständnisse sind so wichtig und allgemein verbreitet, daß ich mir gern die Zeit dafür nehme, mich mit ihnen zu beschäftigen – und so manches klärt sich ja erst durch diese Beschäftigung hier auch in mir.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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  26. Michael Kiske - der auch immer sympathischerweise seinen gerechten Zorn zügeln muß - meint (in einer Rezension eines Buches von JvH):
    "Ich gebe zu, mir fällt es äußers schwer, mich zurückzuhalten bei Menschen, die ein so wichtiges Buch tatsächlich meinen, öffentlich kritisieren zu müssen. Noch dazu in unserer so vieles entscheidenden Zeit und dann auch noch als sogenannte "Anthroposophen"! Man möchte ja auch nicht lieblos sein Menschen gegenüber, denen das eigentliche Herz der Anthroposophie offensichtlich bisher noch nicht aufgegangen ist. Dieses Buch spricht wirklich ausreichend für sich selbst. Allein auf den ersten Seiten ist alles bereits so klar und schön auf den Punkt gebracht worum es geht, dass ein Missverstehen in meinen Augen nur Unreife oder Mutwilligkeit sein kann. Ehrliche Religiosität und Liebe zu Christus, und damit reales geistiges Leben sind leider längst eine Seltenheit im anthroposophischen Umfeld geworden. Und dies offenbart sich mir persönlich zurzeit ganz besonders an den Reaktionen einiger sogenannter "Geisteswissenschaftler" auf Judith von Halle. Vielen wird Anthroposophie so heute möglicherweise ungeahnt zum Gericht. Vielen bekommt sie tatsächlich gar nicht wirklich gut, was allerdings nicht an der wunderbaren Anthroposophie Rudolf Steiners liegt, sondern an dem falschen Umgang mit ihr; daran, dass bei allem angelesenen "Wissen" zu oft die Herzensbildung versäumt wird. ... ... "
    Gerechter Zorn ist niemals im Widerspruch zu Herzensbildung - Verleumdung und Mangel an Wahrhaftigkeit sind allerdings krasse Widersprüche zu Herzensbildung! WS

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    1. Damit kann ich jetzt schon etwas anfangen, Herr Stadler (ehrlich)!
      Der Duktus ist plötzlich ein ganz anderer....

      Und Inhaltlich kann man jetzt auch darauf eingehen:

      1."Vielen wird Anthroposophie so heute möglicherweise ungeahnt zum Gericht."
      Falsch: Anthroposophie hat kein Richteramt und wird nie ein Richteramt haben!
      Das Richteramt liegt nur und ausschließlich beim Herrn des Karma!
      (Von Jesus zu Christus (1911) - GA 131 - Seite 77-79)

      2. Gericht hat mehrere Wortverwandschaften:
      Richten, Hinrichten ABER AUCH Aufrichten, Zurechtrichten, Richten im Sinne von Schmücken, angerichtet.
      Es liegt immer an der seelischen Disposition des einzelnen, womit 'Gericht' assoziert wird. Für manchen ist Gericht allerdings schon mit dem frommen Wunsch verbunden, dass doch bitteschön alles aus unserer Galaxie verschwinde, was mir persönlich nicht passt. Das wird dann bisweilen auch mit 'gerechtem Zorn' verwechselt.

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  27. Es gibt historisch und im Gegensatz zum christlich-mystischen und somnambulen Wege noch eine „nicht richtige Einweihung“: die jesuitische (s. GA 131 (1911) erster und letzter Vortrag). Ihre erste Vorübung wird von Ignatius beschrieben: «Sie besteht in einer anschaulichen Vorstellung des Ortes; hier soll ich mit den Augen der Einbildungskraft schauen die Synagogen, die Städte und Flecken, die Christus unser Herr predigend durchzog.» (s. GA 185, Allerseelen 1918). Ist es eine solche „anschauliche Vorstellung“ worauf Von Halle sich bezieht bei ihren sinnlich-optischen Eindrücke in Zusammenhang mit ihrer Stigmatisation (vgl. www.spiegel.de/spiegel/a-568508.html und bei Mosmuller und Niederhausen)?
    Auch findet man bei Ignatius als erste echte Übung eine makrokosmische Imagination die kongruent ist mit der 5. Station des christlich-mystischen Weges (mystischer Tod, Höllenfahrt, historisch den 4. April) und eine zweite Imagination die dem 6. Stufe (Grablegung) parallel geht. Wie stellt Von Halle sich zu den jesuitischen Exerzitien?

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  28. Oh je: ich bin in einem Zweig mit Judith von Halle. Da haben wir genau die GA 131 durchgesprochen. Alle 10 Vorträge. Detailliert Natürlich auch die Thematik mit den Jesuiten. Und selbstverständlich ist Judith von Halle in absolut allem einverstanden mit Rudolf Steiner! Auch bezüglich des sog. "Phantoms"! (im Gegensatz zu S. Prokofieff)

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    1. Nur Steiner’s Kommentar zu den Geistlichen Übungen sieben Jahre später (in GA 185) bezieht sich spezifisch auf der Sinnlichkeit dieser Imaginationen (vgl. Von Halle’s methodisches Vorwort aus 2006, auf Englisch in: books.google.com GdIpERSEUcQC):
      „Das alles muß er aber so unmittelbar in der Einbildungskraft vor sich haben wie eine sinnliche Vorstellung, mit derselben Stärke. …. Das stärkt dann den Willen, indem sinnliche Bilder unmittelbar in diesen Willen hineingehen, ihn durchglühen, ihn durchgeistigen.“

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    2. Wo Steiner 1906-1911 noch spricht von zwei christliche Wege (alt rein christlich, christlich-gnostisch, spezifisch christlich, eigentlich christlich gegenüber: christlich-rosenkreuzerisch, für die modernen Verhältnisse eingerichteter christlicher Weg) erwähnt Cammerinesi (pdf 2011) nur den Christlichen Weg. Auch Von Halle bespricht in Der Absteig (2009, auf Englisch in Vhx4bj9wb0EC) zwei christliche Einweihungswege aber konstruiert im weiteren doch einen Gegensatz zwischen Christlich und Rosenkreuzerisch. Sind sie identisch mit den zwei Wege aus ihrem methodischen Vorwort (2006)?

      Und dann gibt es noch mancherlei „nicht richtige“ Einweihungen. Von Halle fängt auffallenderweise einige ihrer Bücher (z.B. Das Abendmahl, Das Vaterunser GdIpERSEUcQC) an mit einer Anwendung der fünf Sinne und einer anschaulichen Vorstellung des historischen Ortes, sowie Ignatius (MN5044ucmf_5.pdf) seine Vorübungen für Hölle, Reise nach Bethlehem, Höhle der Geburt, Abendmahl, Grab und Haus Marias usw. vorschreibt, (z.B. Dritte Woche: „Anschauliche Vorstellung des Ortes … den Ort des Abendmahles, ob er geräumig, ob er klein, ob er dieses oder jenes Aussehen..“). Ignatius nennt im Text auch Zwiegespräche und die sieben Kreuzworte, aber erwÄhnt nur in das vorangehende mittelalterliche Gebet Anima Christi (5 Strophen zu Christus, 7 Strophen zu Jesus) die Stigmata: 4. das Wasser der Seite Christi und 7. die Wunden Jesu (vgl. Von Halle’s Geheimnissen 2006, auf Englisch FMk85kyHIYoC).

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  29. Liebe Ingrid,

    Ich entschuldige mich für die Verzögerung bei der Antwort, aber ich bin in Europa in diesen Tagen und bin sehr beschäftigt.
    Außerdem nehme ich mir auch nicht viel Zeit für Blogs oder Facebook, wo die Hauptbeschäftigung der Teilnehmer zu diskutieren ist, wie und wieviel DIE ANDEREN sich irren.
    Ich habe zuviel zu tun mit meinen Mängel und Fehler um mich um die Mängel und Fehler der Anderen zu kümmern.

    Ich möchte auch Herrn Seler danken für seine nette Worte und für den Hinweis auf Botho von Sigwart, den ich besonders mag.

    Ingrid, nochmals Danke für Deine Übersetzung. Auf jeden Fall ich habe ursprünglich meinen Aufsatz auf Italienisch geschrieben:

    http://www.liberopensare.com/biblioteca-sx/judith-von-halle/articoli-articles-aufsaetze/item/363-preconcetto-e-libero-pensiero

    und dann auf English übersetzt:

    http://www.liberopensare.com/biblioteca-sx/judith-von-halle/articoli-articles-aufsaetze/item/360-reflections-on-judith-von-halle-preconception-and-free-thought

    Abschließend, über Deine Frage; das Judiths Originalzitat in seinen ursprünglichen Zusammenhang - ich habe ihre Vorträge aufgenommen - ist:

    "Übrigens auch ein interessantes Faktum daß wir an einem magischen Band offensichtlich Menschen des unmittelbaren Umkreises Rudolf Steiners wieder zu Dornach zurüchgezogen werden".

    Herzlichen Gruß,

    Piero

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    1. "Außerdem nehme ich mir auch nicht viel Zeit für Blogs oder Facebook, wo die Hauptbeschäftigung der Teilnehmer zu diskutieren ist, wie und wieviel DIE ANDEREN sich irren.
      Ich habe zuviel zu tun mit meinen Mängel und Fehler um mich um die Mängel und Fehler der Anderen zu kümmern."

      Sehr schöne Formulierung!

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    2. Lieber Piero,

      vielen Dank für Deine Antwort – und auch für das Originalzitat Judith von Halles.

      :-) Danke auch für diesen Satz:
      »Ich habe zuviel zu tun mit meinen Mängel und Fehler um mich um die Mängel und Fehler der Anderen zu kümmern.«
      Da geht es mir ähnlich.

      Aus den Gründen, die ich vorhin Rainer dargelegt habe, bleibe ich wohl dennoch noch eine Weile bei meiner „Sisyphusarbeit“ (es scheinen mir im übrigen ähnliche Gründe zu sein wie die, die Dich damals zu Deinem Aufsatz veranlaßt haben...).

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    4. Lieber Piero

      "Ich habe zuviel zu tun mit meinen Mängel und Fehler um mich um die Mängel und Fehler der Anderen zu kümmern"

      Auch von mir Dank und Respekt für Deine knappe und dabei sehr tiefgründige Erkenntnis - in diesem Wust von Kommentaren und Meinungen auf dieser Website ein kleines Juwel, das viel von dem Chaos hier auf den Punkt bringt.

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  30. :-) Wieder mal ist einer meiner Kommentare versehentlich an der falschen Stelle gelandet, hier also nochmal (und dort gelöscht):

    Einer der wichtigen Sätze, die Ernst Seler aus dem Aufsatz Piero Cammerinesis herausgegriffen hat, ist diese Aussage eines früheren Dornacher Vorstandsmitglieds, von der Judith von Halle erzählt (S 14):
    »Wir im Vorstand haben nichts gegen Hellsichtigkeit, das Problem ist, daß Judith von Halle auf der Basis einer früheren Inkarnation eine Führungsrolle beansprucht.«

    Ich bin überzeugt davon, daß in dieser Befürchtung der meisten „Gegner“ die Wurzel ihrer „Gegnerschaft“ liegt. Sie wollen nicht – und ich selbst will das auch nicht!!! – daß jemandem aufgrund einer früheren Inkarnation oder aufgrund einer Stigmatisierung oder aufgrund einer „Zeitreisen-Fähigkeit“ eine Führungsrolle in der Anthroposophischen Gesellschaft/Bewegung zugestanden wird.

    Weil dieser Punkt mir in der ganzen Debatte sehr viel wichtiger erscheint als vieles andere, zitiere ich weiter aus dem Aufsatz Cammerinesis:

    »An diesem Punkt ihres Vortrags erklärte Judith von Halle ausdrücklich, daß das völlig haltlos sei, da sie keine derartigen Ansprüche stelle, noch jemals gestellt habe: „Ich bin immer ein unpolitischer Mensch gewesen, und wenn ich auch in diesen politischen Zusammenhang gebracht werde – so, daß ich mich nun doch irgendwie politisiert fühle –, so gilt mein einziges Interesse der Anthroposophie, und ich glaube auch, daß das durchklingt in meinen Vorträgen und Büchern.“«

    Ich glaube es Judith von Halle, daß sie keine derartigen Ansprüche stellt, und ich finde auch wirklich, daß das „durchklingt“ in den Büchern, die ich bisher von ihr gelesen habe.

    Aber hier kommen meiner Ansicht nach ihre „Anhänger“ ins Spiel. Ich wage eine Prophezeiung:
    Solange man von „außen“ den Eindruck haben kann, daß ihre „Anhänger“ aus einem der beiden oben genannten Gründe innerhalb der anthroposophischen Gesellschaft/Bewegung eine Führungsrolle für Judith von Halle beanspruchen, wird der Streit weitergehen.
    Dabei wird es – wie so oft im Leben – weniger darauf ankommen, ob diese „Anhänger“ Derartiges wirklich beanspruchen wollen, sondern vor allem darauf, ob sie die „Gegner“ davon überzeugen können, daß es nicht so ist.

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  31. Ingrid, Du schreibst: "Aber manche Mißverständnisse sind so wichtig und allgemein verbreitet, daß ich mir gern die Zeit dafür nehme, mich mit ihnen zu beschäftigen – und so manches klärt sich ja erst durch diese Beschäftigung hier auch in mir".

    Ich stimme völlig zu.

    Wir sind Wanderer auf dem Weg...

    Caminante, no hay camino,
    se hace camino al andar (Antonio Machado).
    (Wanderer, es gibt keinen Weg.
    Der Weg entsteht beim Gehen).

    Normalerweise begrüße Ich die Ansichten der Anderen, sie können mich immer etwas beibringen. Manchmal - sehr selten - fühle ich mich, wie Du, gezwungen, fehlerhaften Angaben richtigzustellen.
    Wenn es dann als Antwort nur Polemik gibt und Ich sehe mich "engagiert gegen Windmühlen anzukämpfen" gebe Ich auf.

    Ich auch frage mich - wie Reiner - "allerdings, warum man soviel Zeit verbringt, unermüdlich und engagiert gegen Windmühlen anzukämpfen".

    Good point.

    Herzlichen Gruß,

    Piero

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    1. Lieber Piero,

      :-) danke für Antonio Machado…
      Ja.
      Der Weg entsteht beim Gehen. Für jeden einzelnen von uns wird es daher ein anderer Weg sein. ;-) Und was für den einen „Windmühlen“ sind, ist für den anderen Bestandteil des Weges...

      Wenn ich diesen Blog erst vor kurzer Zeit kennengelernt hätte, würde auch ich wohl mehr „Windmühlen“ sehen. Und vielleicht erkenne ich ja früher oder später einiges als „Windmühlen“, in dem ich derzeit noch eine „Aufgabe“ erblicke – ich verspreche Euch schon jetzt, dann schmunzelnd an Dich und Rainer zu denken. :-)

      ---

      Aber was mich sehr interessieren würde, das ist Deine Ansicht zu meiner „Prophezeiung“ hier.
      Ich würde mich freuen, zu erfahren, wie Du das siehst.
      Sollte Dir das lieber sein, gern auch per mail: stilz@gmx.net

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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  32. Der von Frau Ingrid Haselberger übersetzte Text von Herrn Piero Cammerinesi
    http://www.egoisten.de/pix/cammerinesi.pdf
    zeigt klar, warum das Auftreten von Frau Halle innerhalb der AAG ein Problem darstellt. Sie selbst drückt das schonungslos aus, wo sie den Konflikt mit dem Vorstand beschreibt. (bitte selbst lesen im Gesamttext).

    Als ich den Text zu Ende las fand sich diese Stelle:

    »Wir im Vorstand haben nichts gegen Hellsichtigkeit, das Problem ist, daß Judith von Halle auf der Basis einer früheren Inkarnation eine Führungsrolle beansprucht.« S. 14

    Als Außenstehende des Konflikts, durch die Verbundenheit mit der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners doch auch involviert – Herr Eggert kündigte vor längerer Zeit seinen Austritt an, vollzog ihn dann, weil der Konflikt in der AAG nicht bereinigt wurde – können wir nicht beurteilen, wer von beiden Seiten Recht hat. Jede Seite verweist auf ihre spirituelle Einsicht.

    Zu erkennen ist an dem übersetzten Text, Frau Halle verspürt in sich eine Mission. Nicht die Stigmata sind das Problem, sondern ihr Anspruch der Erneuerung der AAG. Sie benutzt in ihrer Sprache vielfach Worte, die suggestiv wirken. Die Zuhörer verfallen soz. in einen „magischen Bann“, aus dem sie im Einzelfall wohl nicht mehr ohne fremde Hilfe herausfinden werden.

    »Meine Erfahrung« – so Judith von Halle – »läßt mich schließen, daß die Voraussagen Rudolf Steiners eingetroffen sind, zumindest der erste Teil dieser Prophezeiung, nämlich, daß diese Menschen in unserer Zeit zurückgekommen sind in unsere Kreise. Der zweite Teil – daß sie dann zur vollen
    Verwirklichung bringen werden, was noch nicht erreicht wurde – ist noch nicht ganz sicher, besser gesagt: ich glaube, daß diese Menschen heute nur erst die Möglichkeit haben, dieses Unternehmen zu beginnen.

    „Sie fügte hinzu, daß die Rückkehr dieser wichtigen Menschen nun als eine Gelegenheit für die geistige Welt betrachtet werden könne, neu zu beginnen, denn »nach Steiners Tod gingen die Dinge schrecklich schief - allerdings will ich jetzt nicht detailliert auf diese Zeitspanne eingehen. Ich ziehe es
    vor, einen Sprung zu machen, um nicht über die Schmutzwäsche dieser Gesellschaft und ihren Niedergang zu sprechen, sondern stattdessen direkt im Heute anzukommen. Ich denke, daß Rudolf Steiner uns die Karmavorträge, die er als sein Testament hinterließ, wohl deshalb geschenkt hat, weil er bereits voraussah, daß die fundamentale Frage der Karmaerkenntnis entscheidend sein würde für die Zukunft der Anthroposophischen Gesellschaft.« Seite 11/12

    Frau Halle erklärt die Voraussagen Rudolf Steiners als „eingetroffen“. Sie benutzt also für ihre Arbeit, oder Pläne die Voraussagen Rudolf Steiners und fährt fort:
    „Der zweite Teil – daß sie dann zur vollen
    Verwirklichung bringen werden, was noch nicht erreicht wurde – ist noch nicht ganz sicher, besser gesagt: ich glaube, daß diese Menschen heute nur erst die Möglichkeit haben, dieses Unternehmen zu beginnen.“

    Das bedeutet „zur vollen Verwirklichung“ der Voraussagen Steiners, ist ihre Person, ihr Impuls notwendig:

    „Dann schlägt Judith von Halle vor, diese Menschen mögen, statt alle 19 Klassenstunden der ersten Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaften zu lesen, wiederholt die
    erste Klassenstunde lesen.“ S. 13

    Frau Halle übernimmt tatsächlich „esoterisch“ die Führerschaft, so wie das der Vorstand befürchtet hatte. Sie weiß, was esoterisch zu tun ist, mit den „Klassenstunden“.

    Es zeigt sich nun an dem „Dokument“ Frau Halle teilt nicht nur ihre Visionen zu Jesus Christus den Mitgliedern der AAG mit, sondern sie gibt esoterische Hinweise für die gesamte AAG.

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    1. Fortsetzung:

      Diese nun offen zu findende Tatsache ist Herrn Piero Cammerinesi und seinem Bericht zu verdanken.

      Indem Herr Piero Cammerinesi öffentlich auf „Sigwart“ verweist, deutet er, gewollt oder ungewollt, an, es liegt insgesamt ein umfassenderes Geschehen vor. Als ich bereits 2003 auf Info3 darauf verwies, wie „Dagmar“ die Schwester von Sigwart mich weckte, am Morgen, als die Kinder mit der Mutter zur Waldorfschule fahren sollten, ich solle zu meiner Schwiegermutter ins Nachbarzimmer gehen – so der Impuls von „Dagmar“- , ich dieser Aufforderung folgte, da erlebte ich eine Seele, von der ich ja wusste, sie hatte einst als kleines Mädchen Hitler einen Blumenstrauß überreichen müssen. Genau an jenem Tage erfüllte sich dann meine Prophetie des Zusammenbruches von Strauß, die ich per Einschreiben sechs Monate vorher dem Kultusministerium zugeschickt hatte. An dem Tage, an dem Dagmar mich geweckt hatte, „beichtete“ dann ein Beamter, er sprach von großer Angst die er nun ob des Zusammenbruches von Strauß habe, der Ministerpräsident habe eingewilligt, uns die Kinder wegzunehmen. Strauß starb in der Stunde, als der Beamte uns das im Landratsamt erzählte.
      Seit Tod verhinderte die Wegnahme unserer Kinder wegen des Schulkruzifixes.

      Ob das „Gefäß“ tatsächlich für den Ätherischen Christus in Deutschland von ihm zubereitet wird, wie in „Brücke über den Strom“ dargestellt?! Kann es sein, Frau Halle las all diese oben dargestellten Berichte meiner Person auf Info3, steigerte sich in ein Selbstbild, jetzt die Anthroposophie retten zu müssen. Unabhängig ob sie es las, die Aufregungen der AAG nach dem Kruzifixurteil 1995 waren gewaltig, erschütterten die Anthroposophenszene. Also Frau Halle musste nicht mitgelesen haben, das Karma der AAG wirkte für sich.
      Dann war noch das Drama mit dem Waldorflehrer in Berlin, der sich zu Sexspielen mit einem Manne traf, hingemordet und aufgegessen wurde…. …lauter „Schmutzwäsche“ (Wort von Halle), welche damals „Berlin“ erschütterte, die Anthroposophenszene. Es ging ja der Fall durch die Presse, bundesweit. Dieser Schock für die Anthroposophie weltweit, löste er dann das Phänomen der Stigmata hervor, wie ein Ausgleich des Unausprechlichen, des Bösen, des Wahnes, der in die AAG eingebrochen war?!

      Das sind Dinge die nachgeprüft werden können, in den Archiven der Medien, sie haben stattgefunden. Von Herrn Gunther Thriene, einem ehemaligen Waldorflehrer, Mitglied der AAG habe ich viele Hintergründe zu dem anthroposophischen Leben in Berlin und anderswo erfahren, Dinge die ich jetzt hier nicht ausbreite. Aber all das hat doch auch gelebt, gewirkt im Zusammenleben der Menschen und lebt in den Tiefen fort. Und dann kommt Jemand, der den „Schmutz“ beiseite schiebt, die Prophetie Steiners als erfüllt verkündet und den Impuls Steiners fortsetzen will…… .

      Das jetzige Dokument, erhellt die Situation mit Judith von Halle… .

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    2. Als "Jurist" :-)
      fällt mir erst beim Nachlesen auf dem blog dieser Satz von Frau Halle auf:

      "Ich denke, daß Rudolf Steiner uns die Karmavorträge, die er als sein Testament hinterließ"

      Damit erklärt sich Frau Halle zur "Testamentvollstreckerin" Rudolf Steiners.

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    3. Vielen Dank für dieses interessantes Zeugnis Herr Seler...

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  33. Ja, Ingrid, sicher, der Streit wird weitergehen "solange man den Eindruck haben kann, daß ihre „Anhänger“ aus einem der beiden oben genannten Gründe innerhalb der anthroposophischen Gesellschaft/Bewegung eine Führungsrolle für Judith von Halle beanspruchen".
    Stimmt.

    Aber er wird auch weitergehen solange Menschen verzweifelt nach Meister anzubeten oder Feinde zu zerstören suche werden, statt sich zu kümmern um ihren inneren Weg zu folgen, um die "Ich glaube daß", in "Ich weiß daß" umzuwandeln...

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    1. Lieber Piero,

      danke – ich freue mich, daß wir uns da ganz einig sind (sowohl in Deinem ersten als auch in Deinem zweiten Absatz).

      Herzlichen Gruß – und: carpe diem!

      Ingrid

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    2. Wolfgang Stadler:
      Judith von Halle hat mir absoluter Sicherheit keinen Führungsanspruch. Und ob es evtl. "Anhänger" gibt, die das wollen - das kann ich nicht sagen. Ich kenne jedenfalls keinen. Und wenn sie für eine "Erneuerung" der AAG arbeitet, dann sicher nicht in irgendeinem formalen Sinne, sondern indem sie ihre Bücher schreibt, ihre Vorträge hält, ihren Zweig bzw. das Seminar hält - und worin es ihr geht (wie jeder nachlesen kann) um Folgendes:
      "Das Anliegen der „Freien Vereinigung für Anthroposophie” ist die Pflege und Unterstützung all jener Bestrebungen, die ernsthaft dem lebendigen Wesen der Anthroposophie dienen wollen. Bei dieser gemeinsamen Arbeit soll deutlich werden, dass die Geisteswissenschaft, die von Rudolf Steiner auch als Gralswissenschaft bezeichnet wird, ihren Ursprung DEM CHRISTUS-IMPULS verdankt." -
      DAS ist das, was sie als ihre Mission betrachtet! DAS ist ihr Anliegen - denn sie vermisste in der anthroposophischen Bewegung diesen Schwerpunkt.
      Mehr gibt es zu diesem Thema nicht zu sagen - und der Rest sind zusammengeklaubte Verschwörungstheorien, z.B. von Ernst Seler. Ansonsten hat Judith von Halle NOCH NIE irgendetwas über ihre letzte Inkarnation verbreitet! Geschweige denn einen Anspruch daraus erhoben. Im Gegenteil hat sie bei uns im Zweig genau darauf gepocht: daß niemals jemand sich auf eine vergangene Inkarnation berufen könne - und wäre sie auch noch so dolle ...
      Vielleicht hat ja Ernst Seler zuviel Adam Michaelis oder Eggert gelesen - da kann man ja zum okkulten Verschwörer werden, wenn man das Zeugs glaubt...

      Sollte es jemanden geben, der glaubt, daß ich so ein "Fan" oder "Anhänger" bin (sei es von Rudolf Steiner, sei es von Judith von Halle), dann kann ich ihn trösten: ich fände es überhaupt nicht passend, wenn JvH eine leitende Rolle in dieser Gesellschaft übernehmen würde. (Was sie vermutlich auch ablehnen würde, wenn man es ihr anbieten würde). Aber ich fand die Idee von Rahel Uhlenhoff damals sehr gut, die meinte, man solle (nach den ganzen Verlogenheiteiten, den Ungerechtigkeiten, dem Rauswurf aus der AAG) Judith von Halle anbieten, daß sie eine neue Sektion leiten solle - eine neue Sektion "Christologie". Aber mittlerweile finde ich auch diese Idee nicht gut - die Anthroposophen würden ihr ja doch nur das Leben schwer machen. Mein einziges Anliegen ist es, daß man sie in Ruhe läßt - denn da könnten wir alle noch einen großen Gewinn daraus ziehen, wenn man ihre "Forschung" fördert und sie noch viele Bücher schreiben könnte - und wenn wir alle in unserem Denken den Schalter auf "positiv" umstellen könnten bezüglich Judith von Halle. Daß eine Atmosphäre - wie sie entstand nach der Veröffentlichung von Prokofieffs Buch über JvH - sehr erschwerend ist für eine Geistforscherin, Erkenntnisse aus der geistigen Welt zu holen, dürfte klar sein. Daß sie eine Sensibilität hat, bei der ständige Angriffe sich auf ihre Gesundheit niederschlägt, wird auch nicht berücksichtigt.

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    3. Fortsetzung W.Stadler:
      Die ganzen Unterstellungen, die Art der Darstellungen des "Charakters" von Judith von Halle sind durchgehend klein und mies und stammen ausschließlich von rechthaberischen und besserwisserischen Leuten, die nicht sehen (können und wollen) um was für eine Seele es sich bei Judith von Halle in Wirklichkeit handelt. Alles wofür Rudolf Steiner kämpfte (Stichwort "Herzensdenken") wird von ihren Gegnern ignoriert. Der Umgang (nun schon 10 Jahre) mit Judith von Halle zeigt ganz deutlich, daß Folgendes richtig ist - was Ernst Seler oben zitiert:
      »Meine Erfahrung« – so Judith von Halle – »läßt mich schließen, daß die Voraussagen Rudolf Steiners eingetroffen sind, zumindest der erste Teil dieser Prophezeiung, nämlich, daß diese Menschen in unserer Zeit zurückgekommen sind in unsere Kreise. Der zweite Teil – daß sie dann zur vollen Verwirklichung bringen werden, was noch nicht erreicht wurde – ist noch nicht ganz sicher, besser gesagt: ich glaube, daß diese Menschen heute nur erst die Möglichkeit haben, dieses Unternehmen zu beginnen.

      „Sie fügte hinzu, daß die Rückkehr dieser wichtigen Menschen nun als eine Gelegenheit für die geistige Welt betrachtet werden könne, neu zu beginnen, denn »nach Steiners Tod gingen die Dinge schrecklich schief - allerdings will ich jetzt nicht detailliert auf diese Zeitspanne eingehen. Ich ziehe es vor, einen Sprung zu machen, um nicht über die Schmutzwäsche dieser Gesellschaft und ihren Niedergang zu sprechen, sondern stattdessen direkt im Heute anzukommen. Ich denke, daß Rudolf Steiner uns die Karmavorträge, die er als sein Testament hinterließ, wohl deshalb geschenkt hat, weil er bereits voraussah, daß die fundamentale Frage der Karmaerkenntnis entscheidend sein würde für die Zukunft der Anthroposophischen Gesellschaft.« Seite 11/12

      Und wo sie recht hat, da hat sie recht! Oder gibt es hier irgendjemanden, der meint, daß die sog. "Kulmination" schon gelungen sei????? Nein - Teil 2 ist unsere Aufgabe! Und daß wir uns streiten (anstatt mittels der Karmaerkenntnis zur Selbsterkenntnis zu gelangen) beweist nur, daß die Wiederkehr zu Beginn des Jahrtausends nur zum ersten Teil gelungen ist. Der Umgang mit JvH ist der beste Beweis dafür - denn jeder urteilt noch nach wie vor aus seinem eigenen karmischen Hintergrund heraus. Um das zu überwinden hinterließ Steiner die Karmavorträge.
      Leute wie A. Michaelis oder E. Seler gab es schon zu Steiners Zeiten: sie fanden immer hier und da Dinge, die Steiner sagte - und bastelten damit etwas, um die Öffentlichkeit zu mobilisieren zum Kampf gegen Steiner. Man sollte diese Leute nicht ernst nehmen - schon gar nicht fördern (z.B. wie Michael Eggert, der Michaelis ein Forum bot, womit er sich destruktiv ausleben konnte).

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    4. "Vielleicht hat ja Ernst Seler zuviel Adam Michaelis oder Eggert gelesen."

      Herr Wolfgang Stadler, erst einmal gut, wenn Sie Ihrer Seele hier freieren Raum zum aussprechen geben. aber zu Ihrem obigen Satz. Der Bericht von Herrn Piero Cammerinesi berichtet doch, wie Frau Halle selbst davon berichtet, der Vorstand der AAG hat aus Gründen ihrer letzten Inkarnation einen "Führungsanspruch" bei ihr erkannt. Das erzählt doch Frau Halle selbst, ist also kein "Gerücht" Dritter.

      Sie schreiben: "Aber ich fand die Idee von Rahel Uhlenhoff damals sehr gut, die meinte, man solle (nach den ganzen Verlogenheiteiten, den Ungerechtigkeiten, dem Rauswurf aus der AAG) Judith von Halle anbieten,"

      Klären Sie bitte, ist nun Frau Halle als "Mitglied" rausgeworfen "Rauswurf", oder bezieht sich das nur auf ihre angesrebte esoterische Arbeit (wie ihre esoterischen Ratschläge mit den Klassenstunden). Das ist ja ein Ratschlag, den so eigentlich nur Jemand wie Rudolf Steiner selbst aussprechen kann.
      Das muß ja zu Problemen führen. Es wäre besser gewesen, Frau Halle hätte ihre eigene Organisation gegründet. So wirkt das nun kurios, zum Schaden Aller. Sie setzt sich eben durch ihre Bücher selbst auf einen Thron, eben mit dem Anspruch, Christus spricht durch Sie uns an. Hat Christus das nötig, kann er nicht direkt mit Jedem sprechen - fällt mir grad so ein ... ..aber bitte nicht gleich böse werden, Herr Stadler....

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    5. Zur Klarstellung (weiter im Kampf Sisyphus gegen „Windmühlen" ;-) ):

      Ernst Seler sagt:
      »Der Bericht von Herrn Piero Cammerinesi berichtet doch, wie Frau Halle selbst davon berichtet, der Vorstand der AAG hat aus Gründen ihrer letzten Inkarnation einen "Führungsanspruch" bei ihr erkannt. Das erzählt doch Frau Halle selbst, ist also kein "Gerücht" Dritter.«

      Der Bericht Piero Cammerinesis zeigt, daß ein früheres Vorstandsmitglied geglaubt hat, einen solchen Führungsanspruch bei Frau von Halle zu erkennen. Frau von Halle sagt ganz deutlich, daß ein solcher Glaube ganz haltlos sei, daß dieses Vorstandsmitglied also im Irrtum gewesen sei, da sie keinen derartigen Führungsanspruch stelle und auch niemals gestellt habe.
      Alles andere ist also doch nichts weiter als --- ein Gerücht.

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  34. Im übrigen wäre es in meinen Augen ein großer Unterschied, ob jemand „die esoterische Führung ergreift“ auf Basis einer früheren Inkarnation oder aber aus esoterischer Kompetenz (wie ja beispielsweise Rudolf Steiner es tat).

    Eines der weitverbreiteten Mißverständnisse heutzutage (das meiner Ansicht nach aus dem Schockerlebnis des zweiten Weltkriegs stammt) ist, daß „Führung“ an und für sich etwas „Verwerfliches“ sei.
    Das ist aber nicht so.
    Es gibt viele Situationen im Leben, in denen Menschen einer Führung bedürfen.
    Zum Beispiel ist es mir als Musikerin eine Selbstverständlichkeit, mich bei Aufführungen der Führung eines Dirigenten anzuvertrauen.
    Wenn wir in der Kammermusik ohne Dirigenten arbeiten, kommt es immer wieder vor, daß ein einzelner Musiker einen Vorschlag macht, der von den anderen für gut befunden wird, sodaß sie ihm folgen.
    Und selbstverständlich vertrauen Musiker, die nur die Noten ihrer eigenen Stimme auf dem Notenpult liegen haben, demjenigen unter ihnen, der die Partitur kennt und daher weiß, wie die einzelnen Stimmen zu koordinieren sind…
    Ohne einen „Führer“, der mit der Partitur vertraut ist, käme bei komplizierteren Musikstücken ein herrliches Chaos heraus… :-)

    ---

    Ich finde: wenn man Judith von Halle vorwerfen will, sie ergreife mit dem Vorschlag, man möge sich mehr mit der ersten Klassenstunde beschäftigen, eine ihr nicht zustehende „Führung“, dann sollte man versuchen, einen Blick in die „Partitur“ zu werfen, indem man sich überlegt, was denn in dieser ersten Klassenstunde enthalten ist --- wohin also das Befolgen eines solchen Vorschlages führen könnte.

    Ich bin – als AAG-Nichtmitglied – natürlich auch kein Hochschulmitglied und kann nicht sagen, wie es da zugeht.
    Aber ich habe im Text der ersten Klassenstunde bisher nichts „Verwerfliches“ oder „Gefährliches“ entdecken können. Ganz im Gegenteil.

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  35. Es hat sich gelohnt, noch einmal vorbeizuschauen.
    Dank der Übersetzung von Ingrid:

    Warum die „Botschaft“ von Frau Halle nur als persönliche Vorstellung zu erkennen ist.
    Sie Frau Halle verbreitet ein „unheilschwangeres Gerücht“:

    „F i n d e n s i c h s o l c h e e h r l i c h e n Anthroposophenseelen, die die Spiritualität in dieser Weise in das Erdenleben hineintragen wollen, dann wird es eine Bewegung nach aufwärts geben. Finden sich solche Seelen nicht, dann wird die Dekadenz weiterrollen. Der Weltkrieg mit all seinen üblen Beigaben wird nur der Anfang von noch Üblerem sein. Denn es steht heute die Menschheit vor einer großen Eventualität: vor der Eventualität, entweder in den Abgrund hinunterrollen zu sehen alles… .“

    Seite 16
    http://www.egoisten.de/pix/cammerinesi.pdf

    Ist das Wohl und Wehe der Menschheit wirklich nur von einigen „Anthroposophenseelen“ abhängig?! Noch dazu „ehrlichen“ Anthroposophen. Solche öffentliche Schwarzmalerei ist mehr als gefährlich. Es kann der untergründige Beginn eines Wahnes sein, der letztlich der Geisteswissenschaft zugerechnet werden muß, auch wenn es nicht die Absicht von Rudolf Steiner war, sein Werk am Ende als Wahn in der Welt "erkennen" zu müssen, was Menschen daraus machen. Stigmata als Unheil des Christentums und Untergang der "Anthroposophie?!
    Nicht die Welt wird untergehen.... .
    Das "Gerücht" von Frau Halle ist letztlich das "diabolische" auf das "cheese curve" durch Hinweis auf GA 198 ans Licht brachte, das sich untergründig im Christentum festgesetzt hat, die Lust am Untergang, viel Spaß dabei "ehrliche Anthroposophen !!!

    Nun, es hat sich gelohnt, noch mal vorbeizuschauen..... .

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    1. „Denn es steht heute die Menschheit vor einer großen Eventualität: vor der Eventualität, entweder in den Abgrund hinunterrollen zu sehen alles… . “

      Damit die Welt nicht in den Abgrund hinunterrollt braucht es meiner Ansicht nach keine „besonderen“ Anthroposophen, es bräuchte gar keine Anthroposophen, auch wenn ich immer wieder höre oder lese, dass diese sich nach ihrem Selbstverständnis gerne als Retter der Menschheit oder „Voranbringer“ der Evolution sehen - sondern es braucht einfach wache Menschen; natürliche wache Menschen, die von ihrem „bedeutungsvollen“ Trip herunter gekommen sind.
      Es bleibt mir jedenfalls verschlossen, oder ein Rätsel, warum sich jemand in diesen „Zeitreisegeschichten“ und Religiösem verliert anstatt gegenwärtig zu sein und sich einem (meiner Ansicht nach) viel wichtigerem Thema, nämlich der sozialen Dreigliederung, widmet.

      Vielleicht, weil, wenn es ums Soziale geht, der Einzelne aufgerufen wäre zu handeln. Bei den magischen, rückwärts gewandten Geschichten von JvH ist das nicht notwendig.

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    2. Ja - da war der gute Rudolf Steiner schon kraß rückwärtsgewandt. Erzählt uns von Saturn- Sonnen- und Mondenzustand. Von Atlantis, 2 Jesusknaben usw. Schlimm, diese Anthroposophie. Extrem magisch und rückwärts gewandt, diese ganzen Rudolf-Steiner-Bücher! In den "Zeitreisegeschichten" verlieren sich nach meiner Erfahrung nur die Kritiker an JvHs Büchern...- und die verschwenden auch mit massenhaft Blogs und Geschreibsel darin auch ihre Zeit, die sie vielleicht anwenden könnten für die soziale Dreigliederung o.a. Stattdessen wird Frau von Halle kritisiert, Bücher und Artikel über sie geschrieben, wird sie diffamiert, als "magisch-rückwärts" bezeichnet - alles das offensichtlich von Leuten, die zuviel Zeit haben - und die sie nicht sinnvoll zu nutzen wissen.

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    3. "Schon in den exoterischen Vorträgen ist wiederholt gesagt worden, daß unser Kopf dem Verfall, dem Tode geweiht ist und daß aus dem übrigen Menschen der lebendige Strom heraufströmt, der das Tote wieder erwecken kann. Dazu aber müssen die Menschen nicht abweisen, was aus der geistigen Welt sich heruntersenkt und was sich mit dem lebendigen Strom vereinen kann. Sonst muß dieser lebendige Strom wieder abwärts gehen, und der Kopf mit dem Gehirn bleibt ein toter Organismus. Die Menschheit als Ganzes ist etwas anderes als der individuelle Mensch. Die Menschheit gehört zum Erdenorganismus und macht das Karma der Erde mit; der einzelne Mensch hat sein eigenes Karma. Das soll man richtig unterscheiden. Die Menschheit als solche erlebt heute die Begegnung mit dem Hüter der Schwelle, und das Überschreiten der Schwelle hat schon in den letzten Jahren seinen Anfang genommen. Das ist auch der Anfang der Spaltung der Menschheit, und das bedeutet eben der kritische Zeitpunkt, an dem wir jetzt angelangt sind. Die Kräfte, die früher aus den geistigen Wesen in die Menschheit strömten, sind jetzt verbraucht; wir sind auf uns selbst gestellt und müssen diese Kräfte jetzt aus unserem Unterbewußtsein heraufholen. [Deshalb Anthroposophie!]
      Das Mysterium von Golgatha wäre umsonst geschehen, wenn die Menschen diese inneren Kräfte nicht anwenden, sondern sie abweisen würden. Das würde die ganze Zerstörung der Erdenentwicklung nach sich ziehen. Die Seelen würden zwar noch in die Leiber herabsteigen, aber sie würden sie nach dem dreiunddreißigsten Jahre verlassen, wenn sie nicht in früheren Jahren durch ihre Leiber den Strom des Geistigen aufgenommen haben. [... ... ...] Wenn nicht eine kleine Anzahl Menschen sich durchdringen läßt von der Bedeutung des Furchtbaren, das jetzt gesagt worden ist, wenn nicht der nötige Ernst aufgebracht werden kann, dann ist die weitere Entwicklung der Menschheit unmöglich." (...und dazu genügt die Beschäftigung mit der sozialen Dreigliederung o.ä. wirklich nicht!)

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    4. Liebe Friederike, ich sehe das auch so, dass deftige Esoterikgeschichten wie von von Halle so eine Art Glasperlen sind, mit denen die seelischen Bedürfnisse von Leuten gestillt werden. Das ist ein Kreislauf von Ego- Bedürfnissen, etwa nach "Bedeutung", Fütterung und neuem Appetit. Man kann es auch so sehen, dass ein Guru wie von Halle das eigentliche Opfer ist, das eben das produziert, was die sehnsüchtigen, selbstbezogenen Seelen verlangen. Im Grunde ist das ein vollkommen hohler, irrelevanter Vorgang- eben eine Abspeisung hungriger Eso- Schleckermäuler mit Pseudo- Okkult- Info- Häppchen. Guten Appetit!

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    5. Lieber Herr Eggert,
      damit berühren Sie eine meiner zentralsten Fragen (weswegen ich auch oft hier mitlese):
      Wie kommt man zu einer geistigen Nahrung, die aus der Anthroposophie hervorgeht, wenn man sich eben nicht ganz in die höheren okkulten Grade einleben kann, weil man eben vielleicht mit anderen Aufgaben in diesem Leben betraut ist, aber dieser Nahrung zur Erfüllung der gegebenen Aufgaben unbedingt bedarf.
      Bleibt da wirklich nur das esoterische Fast-Food (Hunger auf mehr ohne Sättigung) von Guru-Figuren?

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    6. Der übliche Schwachsinn...- Antwort darauf: siehe viele alte Blogs. WS

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    7. :-) Und noch einmal versuche ich unverbesserliche „Windmühlenkämpferin“, etwas klarzustellen:

      »Sie Frau Halle verbreitet ein „unheilschwangeres Gerücht“:«
      Der Text, den Ernst Seler dann zitiert (also das „Gerücht“, das JvH angeblich verbreitet), beginnend mit »Finden sich solche ehrlichen Anthroposophenseelen...«, stammt nicht von Judith von Halle, sondern von Rudolf Steiner (GA 240, wie aus dem Aufsatz Piero Cammerinesis auch klar hervorgeht).

      Warum jemand, die sich selbst als Anthroposophin sieht, nicht auf Texte Rudolf Steiners hinweisen darf, ohne deshalb des Gerüchteverbreitens und der Schwarzmalerei beschuldigt zu werden, erschließt sich mir nicht.

      :-) Gute Nacht!
      Ingrid

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    8. Lieber Herr Birkholz, ich denke, die "anderen Aufgaben" - zB Beruf, Liebe, Freundschaften, der Umgang mit dem eigenen Gewordensein - sind die geistige Nahrung- neben dem "Studium" und der Arbeit an der eigenen Fokussierung. Wir werden schon entsprechend "geschult" und "gelehrt" durch die Lebensumstände. Die eigene Unabhängigkeit bildet sich daran heraus, aber auch die Treue, die Flexibiltät, das Erkennen der Beschränktheit eigener Positionierungen. Was auch immer sich an einem Punkt der Kulmination für einen selbst "offenbaren" wird, wird jedenfalls vollkommen anders sein, als man sich das vorgestellt hat. Dabei ist es "einfach", einleuchtend, und eigentlich sehr vertraut. Man "kam einfach nicht drauf", aber es ist nicht Fremdes, Anderes oder Wundersames. Es ist mehr eine innere Unabhängigkeitserklärung.

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    9. Dennoch führt ja dieses 'nur durch das Leben geschult werden' heute zu einem vom 'Leben geprägt werden'. Irgend wann bin ich dann irgend wie und bin völlig verzweifelt mit meiner Situation, weil ich nicht weiß, wie ich so geworden bin, wie ich bin.
      Diese Verzweiflung treibt ja heute gerade sehr viele zu den Welterklärungs-Gurus.
      Jede Kultur hatte immer eine Religion/Weltanschauung, die den geistig-mentalen Kontext zum Lebensgeschehen bot.

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    10. Und Anthroposophie ist eben nicht so 'vorverdaut', dass sie dieses 'Licht auf den Weg' unmittelbar bieten kann.
      Die bekömmliche Speisung findet sich eben oft erst in Sekundärliteratur und bei Anthroposophie-Interpreten (und da stellt sich die Frage, wie bekömmlich und verdaulich sie wirklich ist).

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    11. Das - sich selbst anschauen können, auch verzweifelt sein, die eigenen Beschränktheiten und Obsessionen klar zu sehen, ist ein Teil der geistigen Freiheit, eben weil man den freien Blick hat. Es ist, anthroposophisch gesprochen, der wichtige Teil der Arbeit am "Hüter", ehrlich und unabhängig schauen zu können. Der Zeuge, der man ist, ist nicht verwickelt, nicht korrumpiert in das seelische Geschehen und in die Überforderung. Er schaut die Lebensphasen an. Das Sich-in-sich-Behaupten beginnt in diesem Blick. Das Sonnenhafte daran zu erleben und zu vertiefen bringt einen zum Quell des moralischen Empfindens- eines Empfindens, das auch frei wird von seelischer Korruption. Es ist ein schmerzhaftes Sich-heraus-Winden.

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    12. Ja tatsächlich. Bedürfnisse erzeugen Nachfrage und diese wiederum erzeugt das Angebot. Die Suche nach einer Projektionsfläche für unerfüllte Sehnsüchte und unerreichbare Erkenntnisse schafft das Angebot der Anthroposophie und der geistigen Welt.
      Die geistige Welt.....im Grunde also auch erklärbar als nichts anderes als ein Angebot aufgrund der gierigen Nachfrage von "Eso-Schleckermäulern?
      Eine einfache und bequeme Erklärung, in der Tat. Allein ihr fehlt der geistige Weitblick, wenn alles nur als Folge von Kausalitätsketten gesehen wird.

      Geleugnet wird hier augenscheinlich die menschliche Schöpferkraft und Verantwortung, sowie der Wille am Geiste zu schaffen. Zu schaffen allerdings nicht im Sinne der Befriedigung einer Nachfrage um letztendlich selbst davon leben zu können oder sich "gescheiter" als der Rest der Menschheit wähnen zu dürfen, sondern im Sinne eines ganz individuellen Erkenntnisstrebens und der versuchten und gewollten Annäherung, dem Einswerden mit dem Urgrund des Seins.

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    13. In meinen Augen ist das Phänomen von Halle - nur interessant als ein Beispiel seelischer Bedürftigkeiten- nicht repräsentativ für Anthroposophie und geistig selbstständiges Arbeiten- es ist im Gegenteil eine Art Lackmustest, ob es dem Einzelnen gelingt, sich den süßen Eso- Häppchen zu entziehen, sich auf den Hintern zu setzen und seine Arbeit zu machen. Realistisch, kontinuierlich, ehrlich und treu "der geistigen Welt" gegenüber. Schaffen, ja. Verdautes wiederkäuen, nein.

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    14. Genau. Schaffen! Das tut Judith von Halle. Während Bücher von andern bekannten Anthroposophen - z.B. von Peter Selg, auch von Prokofieff - ein reines Wiederkäuen sind. Sie sind eben nicht dazu in der Lage - im Gegensatz zu Judith von Halle - selbständig eigene Geistforschung zu betreiben. Deshalb werden sie nie so gute Bücher wie das von JvH über A.K. Emmerick schreiben können - die allein auf den ersten 60 Seiten dieses Buches den Wiederkäuer Prokofieff wiederlegte. Souverän und überlegen - wie jeder Leser zugeben muß...( jedenfalls jeder, der nicht nur verzweifelt auf dem Nachwort dieses Buches herumhackt - um den Rest des Buches zu ignorieren...) WS

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    15. Geistforschung würde ich das Buch nicht gerade nennen. Reminiszenzen an in ihrem Hintergrund liegende Logen, Attacken gegen Prokofieff, und in der Mitte etwas über Emmerick, was z.T. tatsächlich sachlich ist- im Ganzen eine wilde Mischung. Eigentlich völlig unzusammenhängend.

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    16. @Anonym_WS

      "Die geistige Welt.....im Grunde also auch erklärbar als nichts anderes als ein Angebot aufgrund der gierigen Nachfrage von "Eso-Schleckermäulern?"

      Das hat Herr Eggert so nicht gesagt, Sie verdrehen die Tatsachen!
      Herr Egger hat sinngemäß folgendes gesagt:

      "Judith von Halle.....im Grunde also auch erklärbar als nichts anderes als ein Angebot aufgrund der gierigen Nachfrage von "Eso-Schleckermäulern?"

      Sie ersetzen "Judith von Halle" einfach durch "Die geistige Welt" um Herrn Eggert bzw. alle JvH-Kritiker dann als Leugner der geistigen Welt vorzuführen!

      War es nur die Unfähigkeit , im Rahmen eines 'So-ein-Schwachsinn-Anfalls' folgerichtig zu denken, oder sollten damit bewußt die Tatsachen im Sinne einer Falschheit verdreht werden?

      Nach meiner formalen Logik sind Sie es, der hier definitiv falsch verknüpfte Kausalitätsketten erstellt und die Resultate der Fehlverknüpfungen dann als 'der augenscheinlichen menschlichen Schöpferkraft entspringenden geistigen Weitblick' verkaufen möchte.

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    17. @ M.Eggert @ Friederike

      "es ist im Gegenteil eine Art Lackmustest, ob es dem Einzelnen gelingt, sich den süßen Eso- Häppchen zu entziehen, sich auf den Hintern zu setzen und seine Arbeit zu machen"

      Das stimmt! Würde mich aber durchaus interessieren, was das bei den jeweiligen "realistischen und nüchternen" Anthroposophen konkret heisst. Oder meinst Du mit dem "auf den Hintern zu setzen" vielleicht eher die "Arbeit" im Netz, verbunden mit einer gelegentlichen kritischen Selbstreflexion...?

      Und, Friederike, in diese Richtung zielt meine Frage an Dich: Wie arbeitest Du mit der sozialen Dreigliederung? Bist Du engagiert in Arbeitsgruppen, hälst Du Vorträge?

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    18. @ M Eggert

      "...Im Grunde ist das ein vollkommen hohler, irrelevanter Vorgang- eben eine Abspeisung hungriger Eso- Schleckermäuler..."

      Wenn es so hohl und irrelevant ist - warum dann die bereits ca 2 Jahre andauernde, engagierte Berichterstattung auf diesem Blog und FB...? Ich glaube, Du beschäftigst Dich sehr viel mehr mit JvHalle als z.B. ich (als ihr "Fan").

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    19. Diese Frage könnte man bei vielen Angelegenheiten stellen, aber auch das 'Hohle und Irrelevante' bedarf eben seiner angemessenen Behandlung...

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    20. @Stephan

      Deine Frage an Michael ist sehr ehrlich und interessant, es geht (bzw.- 'ging') mir ähnlich...Ich habe festgestellt, dass das ALL-tägliche Leben, das sogen. Äußere usw. tat-sächlich eine Art 'Einweihungsmotor' bedeutet, so wie Michael es beschrieben hat.

      Zudem - wenn man Anthroposophie im Hintergrund behält, sowie Erkenntnisse aus anderen Strömungen und Menschen, dann kann man trotz der vielen Arbeit im Äußeren, daraus atmen und 'Gewinn ziehen'...Ja, es ist eiegntlich eine Bereicherung, um das äußere Leben zu begreifen und zu erfüllen mit ganz neuen Farbnuancen und Gefühlen... Und so ergänzen sich bei mir, beide Nahrungsgeber irgendwie ...

      Das Äußere ist ja Teil des Geistigen, heißt es, seine Offenbarung quasi - an der wir lernen aber auch bewundernd feststellen können, wie schön und reich das Leben einerseits - und dass was dahintersteht andrerseits - sein kann bzw. ist. Mir hat das immer geholfen und Kraft gegeben...

      Mir fällt dann noch ein: Dein Karma bzw. Du selbst, hat/hast dich in diese Situation gebracht und das macht ja Sinn (im weitesten Sinne...Und sicherlich wirst du in Momenten der Ruhe, des Ausatmens oder gar mitten in der Anstrengung und des Stresses, Momente der Einsicht erfahren (und das ist schon sehr viel!)...

      Oder du kommst halt zu der Erkenntnis, dein Leben mehr und mehr so einzurichten, dass du mehr Ruhe erfährst für die geistige Seite des Lebens und für mehr Muße...Es tut sich da immer etwas auf, habe ich festgestellt....

      Ich wünsch dir jedenfalls was oder das :-)

      h. Grüße

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    21. Lieber Stephan,

      »War es nur die Unfähigkeit , im Rahmen eines 'So-ein-Schwachsinn-Anfalls' folgerichtig zu denken, oder sollten damit bewußt die Tatsachen im Sinne einer Falschheit verdreht werden?«
      Ja. Das ist eine Frage, die auch ich mir immer wieder stelle – zum Beispiel dann, wenn etwas, das Judith von Halle gesagt hat, verdreht und entstellt wird und niemand außer mir „Windmühlenkämpferin“ ;-) widerspricht (nachzulesen des öfteren hier in diesem thread…).

      Leider wird folgerichtiges Denken eben oft verunmöglicht, wenn man eine (aus welchen Gründen auch immer) vorgefaßte Meinung mit sich herum- und in die Beurteilung eines Zitates hineinträgt.

      ---

      Selbst wenn es tatsächlich so sein sollte, daß Judith von Halle „süße Eso-Häppchen“ an „seelisch Bedürftige“ verteilt, so wird mir immer noch nicht klar, warum man sich gar so sehr darüber aufregt.
      Wäre es denn den „seelisch Bedürftigen“ nicht zu gönnen, daß sie „Vorverdautes“ bekommen (wonach ja sogar Du vor kurzem Sehnsucht zu haben schienst)?

      Oder auch:
      Waren denn nicht auch manche der anthroposophischen Freunde Rudolf Steiners in gewisser Weise „seelisch bedürftig“?
      (Sind viele Anthroposophen es nicht bis heute? Das ist es übrigens, was mich bei meiner ersten Berührung mit der Anthroposophie vor vielen Jahren so abgestoßen hat, daß ich ihr den Rücken kehrte und sie erst lange Zeit später, in einem „zweiten Anlauf“, wirklich kennenlernte: ich war niemals einer Schar von derartig geradezu autoritätshungrigen Menschen begegnet wie denen, denen ich – damals noch Studentin – im Rahmen ihrer Waldorf-Ausbildung Gesangsunterricht erteilen sollte…)

      Wenn ich beispielsweise lese, was so alles über die Weihnachtstagung berichtet wird (ich meine nicht nur von Dabeigewesenen, sondern zum Beispiel auch von Prokofieff oder Selg), dann fällt es mir nicht immer leicht, mir ein ausschließlich aus realistisch und geistig selbständig arbeitenden Menschen bestehendes Auditorium vorzustellen; es mischt sich in meiner Vorstellung immer eine erkleckliche Anzahl glanzäugiger Erwartungsvoller darunter, die jederzeit bereit sind, auch den kleinsten Brocken süßer Eso-Substanz aus dem Munde des Meisters sofort aufzusaugen...

      Aber im Gegensatz zu früher werfe ich eine solche Haltung heute niemandem vor:
      Ich bezweifle es zwar – aber einmal angenommen, bei den „Anhängern“ Judith von Halles wäre es wirklich so: wenn jemand in diesem Leben durchaus „esoterisch unselbständig“ sein will --- inwiefern hindert das andere, dennoch selbständig zu arbeiten, wie Michael es ausdrückt: realistisch, kontinuierlich, ehrlich und treu "der geistigen Welt“ gegenüber ?

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    22. Kleine Anmerkung:

      Lieber Valentin,
      ich habe hier nicht meine perönliche Situation beschrieben, ich spiele gerne Szenarien durch, in dem ich mich etwas in einen besimmten Kontext hineinstelle (aus der Ich-Perspektive).
      Meine Fragen sind auch nicht gestellt um eine 'Antwort' zu erbitten, sondern um zu zeigen, dass bestimmte Fragen aus bestimmten Gegebenheiten notwendigerweise hervorgehen...

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    23. Lieber Stephan,

      sorry und sei's drum, ich habe deine Frage an Michael leider so verstanden, auch beim nochmaligen Nachlesen! Ist ja'n Ding...

      lg

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    24. Liebe Ingrid,
      ich bin über jede 'Zurechtrückung' froh!
      In diesem Fall ging es mir nur wieder mal darum zu zeigen, dass das 'Zurechtrücken' heute nicht mehr so simpel ist, wie die Gemütsseele das gerne hätte:

      Jvh-Kritiker=Leugner der geistigen Welt=Keine Anthroposophen=Augenscheinlich= BASTA!

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    25. Lieber Stephan,

      :-) da stimme ich Dir natürlich zu.

      Und der Vollständigkeit halber ergänze ich:

      Es ist weder so:
      Jvh-Kritiker=Leugner der geistigen Welt=Keine Anthroposophen=Augenscheinlich= BASTA!

      noch so simpel:
      JvH-„Anhänger“=zu geistig selbständiger Arbeit unfähige seelisch Bedürftige=kritiklos Glaubende=Keine Anthroposophen=Augenscheinlich=BASTA!

      :-)
      LG, i.

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    26. Liebe Ingrid, "dann fällt es mir nicht immer leicht, mir ein ausschließlich aus realistisch und geistig selbständig arbeitenden Menschen bestehendes Auditorium vorzustellen; es mischt sich in meiner Vorstellung immer eine erkleckliche Anzahl glanzäugiger Erwartungsvoller darunter, die jederzeit bereit sind, auch den kleinsten Brocken süßer Eso-Substanz aus dem Munde des Meisters sofort aufzusaugen..." Ich habe den Gegensatz zwischen von Halle und "den Anthroposophen" nicht konstruiert, sondern spreche wie immer nicht als der Vertreter irgendeiner Partei, sondern nur für mich. Im übrigen kann ich nicht beurteilen, wie die Situation in toto ist. Frau von Halle ist für mich jedenfalls ein Rückfall in die theosophischen Vorzeiten- mag sein, dass auf dieser Wiese viele Bedürftige grasen, die gefüttert werden wollen.

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    27. Liebe Ingrid,
      ich galube, ich kann mich mit Dir gut auf die Formel

      Der Mensch=Bedürftig=Jeder=IMMER!=(aber nicht immer augenscheinlich)

      einigen...

      Alles andere ist Größenwahn!

      Und durch meine berufliche Tätigkeit hab ich täglich vor Augen, dass der Mensch auch in seinem ältesten Wesensglied, dem physischen Leib einer extremen (Hilfs-)Bedürftigkeit unterliegt und oft genug 'vorverdaute' (hochaufgeschlüsselte) Nahrung benötigt, weil das anderes nicht verwertet werden kann oder den Leib vollends ruinieren würde.
      Was soll ich dann sagen, wenn man sich in den jüngeren Wesensgliedern bereits eine weitgehende Autonomie zubemessen möchte?

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    28. Ich verstehe das so, dass der gute Michael getreu seinem Glaubensbekenntnis als Egoist sich folgerichtig um die Befreiung vom selbstersponnenen karmischen Geflecht zu befreien versucht und in diesem Sinne seine oben aufgeführten Erfordernisse hierfür durchaus richtig sind. Allerdings frage ich mich, was die Welt, die Menschheit hat von einer Ansammlung befreiter Egoisten? Egoisten werden Egoisten bleiben und dadurch die entsprechenden sie umgebenden Grenzen nur verstärkt aufrecht erhalten und die Menschheit zerteilen.

      Süsse Eso-Früchtchen und die entsprechenden Leckermäulchen mögen sicherlich auch ebenso verhaftet sein wie bekennende Feinschmecker, allerdings wird sich bei ihnen etwas veranlagen durch einen derart gerichteten Sinn, der nach einiger Zeit dann durchaus Erhebendes hervorzubringen vermag. Man sollte versuchen einen grösseren Gesichtsradius im Auge zu behalten und im Gespräch bleiben, das scheint mir die wahre Medizin zu sein für den werdenden Menschen.

      Ich glaube nämlich nicht, dass es etwas wirklich Falsches gibt in Gottes Schöpfung, selbst wenn ich durchaus häufiger daran zweifle und dann, hin und wieder, ein Lichtlein mir zeigt, dass es weitergeht, meist gänzlich anders als ich dachte, was wiederum das sogenannte Denken beleuchtet.

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    29. Ja manroe,
      ich glaube (nicht denke, sondern glaube) auch, dass die Zusammenhänge ganz grundsätzlich neu gedacht/angeschaut werden müssen, um über naive Polarisierungen hinweg zu kommen...

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    30. Also wenn ich "Häppchen" brauche, und esoterisches - oder anthroposophisches - Wohlgefühl, so eine richtige "Heimeligkeit" - dann kauf ich mir immer Peter Selg-Bücher. Die sind echt super-geeignet dafür! Ich kann sie nur allen empfehlen! Immer alles voll mit Steiner-Zitaten, alle andern Anthropsophen sind auch immer klasse - die beste Lektüre für schlechte Tage!

      Was der Name "Egoisten" betrifft: find ich sehr gut, denn er ist treffend für diesen Blog bzw. seinen Betreiber. Es ist nicht nur der Name dieses Blogs - es ist sein Programm.
      Wolfgang

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    31. Zuallererst möchte ich sagen, dass ich Nahrung aus der Anthroposophie erhalte und dafür sehr dankbar bin. Ich esse allerdings nicht alles.
      Ich stimme auch mit Stephan überein, dass wir alle bedürftig sind, trotzdem sammle ich deshalb kein esoterisches Junk-food von der Straße auf. Das mit dem Essen und dem HungerStillen ist so eine Geschmackssache: Rohkost u.Vegetarisches oder Hackschnitzel u. Malakofftorte?

      Michael mag recht haben wenn er meint, JvH ginge zurück auf Theosophieniveau oder wie Ernst meint, schmierte Butterbrote. Leckermäulchenangebote u. Sensationsgeschichten stossen mich ab, ich habe kein Buch von JvH gelesen und möchte daher auch nicht all zu viel dazu sagen.

      Was ich am allerwenigsten verstehe ist: ob nun JvH oder R.Steiner oder andere Vertreter der Anthroposophie – frau wird immer wieder suggeriert, dass die Anthroposophie die beste aller Geistesschulungen, ja dass die Menschheit geradezu auf sie angewiesen sei. Dabei gibt die Anthroposophie einen, ihren, Ausschnitt aus der Wirklichkeit.
      Wenn man/frau sich einmal die Wirksamkeit der Anthroposophie im Weltgeschehen ansieht, dann ist das eher bescheiden. Ein bisschen Biodynamik und Kosmetik, ein paar Ethikbanken und vielleicht sind es noch am ehesten die Waldorfschulen, die eine junge Generation bilden. Was die Philosophie anbelangt, so scheint sich ihre Wirksamkeit auf interne Auseinandersetzungen und Profilierungen zu beschränken und Steiners Prophezeiungen vor 100 Jahren, dass in unseren heutigen Tagen die „Menschehit“ die Bedeutung der Anthroposophie erkennen würde, ist im Sande verlaufen.
      Was aber bei dieser Realität bleibt, ist der unerschütterliche Anspruch der Anthroposophie, Voranbringer, Träger der „Evolution“ zu sein. Die Evolution geht weiter, mit ein bisschen Anthroposophie/en und verschiedenen anderen Geistesschulen.

      Falsch oder richtig, ich denke, viele Anthroposophen verpassen den Zeitgeist.
      Ich habe den Eindruck, dass wenige eine Antwort auf die gesellschaftliche Versklavung, den Verlust der Demokratie und dem Diktat der Finazwirtschaft haben, sondern stur darauf beharren, die Lenker der Evolution zu sein, während menschliches Erbe verspielt wird. Das ist doch ziemlicher Realitätsverlust.

      @ Rainer Ich versuche im Sozialen wach zu sein und lese gerade 'Zeit der Entscheidung' http://www.holger-niederhausen.de/?id=735 von Holger Niederhausen. Auch interessiere ich mich für Modelle der „New Economy“, allen voran Charles Eisenstein und halte die Arbeit dieser Menschen, die sich im Zeitgeist bewegen, für spiritueller als Stigmatisierte, die sich mit Sensationsgeschichten befassen; wobei es wahrscheinlich ist, dass Christus-Jesus nicht an das Kreuz genagelt, sondern mit Stricken um die Handgelenke festgebunden wurde.
      Würde JvH ein Teilgebiet der Antrhoposophie behandeln, würde sie wahrscheinlich nicht so angegriffen werden, jedoch der Anspruch, der Anthroposophie eine Führung, eine Richtung zu geben, ist nicht haltbar und stört auch mich.

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    32. Ich finde es sehr gut und hilfreich wenn Ingrid falsche, missverständliche, irrtümliche Mitteilungen korrigiert. Ich bedanke mich für die Arbeit, die du dir damit machst, Ingrid.

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    33. Ein köstliches Menü für 15 Euro,
      garantiert mit „Zauberworten“ von Rudolf Steiner,
      was will man/frau mehr?!

      Rudolf Steiner ein Zauberer!

      „Mit exklusiven Mantren Rudolf Steiners die Pforte der Seele weiten, mit "Yoga im Liegen“ die Zellen des Körpers öffnen - damit das Glück des göttliche Lebens einziehen kann.

      Dieser Abend ist etwas für Menschen, die erleben wollen, wie im tiefsten Genuss der höchste Gewinn liegt.

      So wie wahre Meditationsworte Zauberworte sind, so sind auch diese Yogabewegungen im Liegen Zauberbewegungen. Sie verändern Dich mühelos und setzten nur voraus, dass Du damit einverstanden bist, dass Du verändert wirst….. „

      Quelle:
      http://missionmensch.blogspot.de/

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    34. Friederike: Du scheinst tatsächlich auf Eggert und Co. reinzufallen: Judith von Halle schreibt keine Sensationsgeschichten. Die beiden Bücher z.B. über die Templer sind auch nicht sensationeller als die Bücher von Steiner. Und auch das Buch über Emmerick ist nicht sensationell - sondern gut recherchiert! (Mach dir doch selbst ein Bildnis davon - anstatt andern zu glauben. Du hättest sicher auch nie von Steiner was gelesen, wenn Du Andreas Lichte geglaubt hättest, dem Steiner Kritiker...)
      Ansonsten verteidige ich nie "verzweifelt" Judith von Halle - sondern ich versuche, sie gerecht und menschenwürdig zu beurteilen - und menschlich zu verteidigen. So wie ich das auch schon desöfteren mit Rudolf Steiner getan habe - den ich auch nie "verzweifelt" verteidigt habe. Die Verzweiflung scheint allerdings bei Michael Eggert enorm zu sein, der permanent - seit Jahren - einen unseriösen Artikel nach dem andern herausläßt über JvH - und dabei offensichtlich ein armes Hascherl wie Dich leicht hinters Licht führen kann.
      Ansonsten verpassen wohl - wie Du meinst - viele Leute den Zeitgeist - sicher passiert das, wenn man ständig sich in Blogs rumtreibt - anstatt auch das Weltgeschehen zu verfolgen. Aber ich kenne durchaus genügend Anthros, die nichts verpassen. Wenn man - statt Sportschau und Wetten-daß anzuschauen - statt überhaupt wenig fernsieht (was der Durchschnittsdeutsche täglich 4 Stunden macht!) und wenn man sich nicht für Sport interessiert, keine Briefmarken sammelt und nicht Skatspielt - dann hat man schon viel mehr Zeit als andere, sich mit Anthroposophie zu befassen.
      Ansonsten ist die Darstellung von Judith von Halle bzw. ihrer Leser - von manchen irrtümlich auch "Fans" genannt - insofern lächerlich, da diese Leute ansonsten Rudolf Steiner und andere anthroposophische Dinge lesen und sich damit befassen, wie alle andern JvH-Nicht-Leser auch. Wenn von Judith von Halle höchstens alle halbe Jahr oder jedes Jahr mal ein Buch rauskommt - dann müßte man sich nicht einmal Sorgen machen, wenn sie Unsinn schreiben würde, oder "Eso-Häppchen" bieten würde, oder sonstwie oberflächliches oder verlogenes schreiben würde, (was man dir offensichtlich erfolgreich suggeriert hat).
      Apropos "Häppchen" und Lesegenuß - da meint Steiner ja: "Wir werden in den nächsten Vorträgen hören, wie dieser feinere Egoismus dazu angetan ist, sich selber zu überwinden; aber es tritt das durchaus zuerst wie ein feinerer Egoismus auf, und man wird während der spirituellen Entwicklung an sich erfahren können, daß eine Art höherer Genußbedürftigkeit auftritt, eine Genußbedürftigkeit gegenüber geistigen Dingen und geistigen Angelegenheiten. Und so grotesk es klingen mag, so ist es doch wahr, derjenige, der eine esoterische Entwicklung durchmacht, er sagt sich von einem bestimmten Punkte an, wenn er auch dieses Bewußtsein nicht bis zum Hochmut und zur Eitelkeit kommen lassen darf, er sagt sich: Dasjenige, was an geistigen Schöpfungen auf der Erde vorliegt, muß von mir genossen werden; es ist da, um von mir genossen zu werden. So gehört es sich. — Und man entwickelt einen gewissen Drang allmählich nach solchen geistigen Genüssen. Die Esoterik wird schon in dieser Beziehung kein Unheil stiften in der Welt; denn man kann sich versichert halten, daß, wenn solche Genußsucht gegenüber den geistigen Schöpfungen der Menschheit auftritt, diese nicht zum Nachteil sein wird." GA 145, 5.Vortrag
      Gruß
      Wolfgang

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    35. ... dass Michael übertreibt und provoziert wenn es um JvH geht ist ja ziemlich offensichtlich, genauso offensichtlich wie dein Fanatismus.
      Ich beziehe mich bei meiner Einschätzung von JvH nicht auf Michaels Aussagen, sondern auf Originaltexte von JvH, die von verschiedenen Seiten hier ankommen. Die reichen mir, um mich davon zu distanzieren.
      Du magst aber recht haben, wenn ich zuallerst Steiners Neger-Zitate gehört hätte, ohne zuvor etwas anderes gelesen zu haben, dann hätte ich wohl auch kein anthroposophisches Buch aufgeschlagen.
      Ich verlasse mich aber auf meine Intuition - Steiner, trotz Fehlgriffe, ja - JvH nein.

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    36. Liebe Friederike,
      ich bin nicht im geringsten fanatisch! Schad, daß Du nicht in Freiburg wohnst und wir uns mal treffen könnten. Ich sage nur hier in diesem Blog klipp und klar meine Meinung. Als Reaktion auf die Fanatiker, die seit Jahren einen überflüssigen Krieg gegen JvH führen. Und Du sagst tatsächlich, daß dir die Originaltexte von JvH erreichen hier - und Du Dich deshalb davon distanzierst!!! Das zeigt tatsächlich, daß Du Dich völlig unselbständig manipulieren läßt - und auf bestimmter Leute Absichten hereinfällst. Schade um so einen Mangel an Selbständigkeit und Eigenständigkeit! Paßt eigentlich nicht zu Anthroposophie-Interessierten...- aber ist Deine Sache.

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    37. Ein solcher Realitätsverlust in der Einschätzung sprengt nun wirklich alles, was ich mir bisher vorstellen konnte:

      "Das zeigt tatsächlich, daß Du Dich völlig unselbständig manipulieren läßt - und auf bestimmter Leute Absichten hereinfällst. Schade um so einen Mangel an Selbständigkeit und Eigenständigkeit!"

      Friederike glänzt hier geradezu durch ihre unvoreingenommene,weitschauende, freie Urteilsfähigkeit, mit der sie entscheidende Teile Zusammenhänge sehr treffend skizziert und charakterisiert (sehr treffend!).
      Sie lässt sich vorallem in KEINER Richtung etwas vorschreiben!

      *** NEIN, NEIN, NEIN - Ich bin nicht fanatisch! ***
      Ich muss nur (koste es was es wolle - aber das ist nicht fanatisch) mit ritterlichem Starkmut und heiligem Zorn die Seele von Frau von Halle beschützen und all den unmündigen Schäfchen bei den Egoisten den einzig rechten Weg weisen!

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    38. Ach Stephan Birkholz: Wenn Friederike zum Thema Judith von Halle sagt: "...Die reichen mir, um mich davon zu distanzieren. Du magst aber recht haben, wenn ich zuallerst Steiners Neger-Zitate gehört hätte, ohne zuvor etwas anderes gelesen zu haben, dann hätte ich wohl auch kein anthroposophisches Buch aufgeschlagen.
      Ich verlasse mich aber auf meine Intuition - Steiner, trotz Fehlgriffe, ja - JvH nein."
      ...dann zeugt das wahrlich nicht von selbständigem Denken und Urteilsvermögen. Vielleicht glänzt sie ja bei andern Themen so, wie Du das beschreibst. Aber offensichtlich beim Thema Judith von Halle eben nicht - wie Du doch selbst lesen kannst! Zu andern Themen kann ich nicht urteilen - und will ich auch nicht.
      Insofern frag ich mich schon, wer denn hier an Realitätsverlust leidet...- Wer nichtmal ein Buch von Judith v.H. selber liest (wie Friederike) - und dann urteilt und dann noch von Dir so positiv beschrieben wird...in welchem Traum lebst Du denn??? Sind die Steiner-Kritiker, die noch nie ein Steiner-Buch gelesen haben - aber sich auf das Gehörte verlassen und auch auf ihre Intuition - sind die dann auch so dolle reife Persönlichkeiten wie Friederike? Sorry - das ist mir zu dumm. Da kann ich nicht mitgehen.

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    39. ...und nicht nur Deine fanatische Friederike-Darstellung, sondern auch Deine herabwürdigende Darstellung (Nein, Nein, Nein usw.) ist lächerlich. Oder fanatisch? Und der Rest: ich bin mit Judith von Halle persönlich befreundet - sollte ich schweigend zuschauen, wie Leute, die sie nicht kennen, sie dennoch ziemlich beschissen und verlogen fertigmachen? Und tun, als ob sie sie besser kennen als ich? Verlangst Du von mir - um mich ernst zu nehmen - daß ich ein menschliches Arschloch sein soll? Wenn ja: wieso? Wolfgang

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    40. Judith von Halle hat echte Intuition. In dem Sinne wie das Wort von Rudolf Steiner verwendet wird. Friederike verwendet das Wort Intuition in einem andern Sinne: nämlich so, daß es "an Klarheit hinter der Verstandeserkenntnis zurückbleibt".
      Rudolf Steiner:
      "Bisweilen bezeichnet man auch als Intuition etwas, was man als Wahrheit «fühlt», wovon man ganz überzeugt ist, was man aber durch Verstandesurteile nicht belasten will. Menschen, an welche die geheimwissenschaftlichen Erkenntnisse herankommen, sagen gar oft : Das war mir «intuitiv» schon immer klar. Von all dem muß ganz abgesehen werden, wenn man den Ausdruck «Intuition» in seiner hier gemeinten wahren Bedeutung ins Auge fassen will. Intuition ist, in dieser Anwendung, nicht eine Erkenntnis, die an Klarheit hinter der Verstandeserkenntnis zurückbleibt, sondern welche diese weit überragt."
      Soweit zum Unterschied zwischen jemandem, dessen Klarheit die Verstandeserkenntnis in vielen Dingen weit überragt (Judith von Halle) und einem "intuitiven" Menschen, dessen Klarhiet hinter der Verstandeserkenntnis zurückbleibt.

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    41. * "Das zeigt tatsächlich, daß Du Dich völlig unselbständig manipulieren läßt - und auf bestimmter Leute Absichten hereinfällst. Schade um so einen Mangel an Selbständigkeit und Eigenständigkeit!"

      * "...dann zeugt das wahrlich nicht von selbständigem Denken und Urteilsvermögen."

      Solche Aussagen sind für das Taktgefühl der heutigen Generation so taktlos wie Steiners 'Negerzitate' - sie versprühen den Charme einer explodierenden Handgranate.
      Ich empfinde sie schlicht als unverschämt/beleidigend.
      Sie beweisen zum xten Mal wie sich manche einbilden, mangelnde gute Kinderstube wäre durch Steinerrunterbeten zu ersetzen....

      Mir wird immer klarer, warum Herr Eggert das Thema nicht einfach auf sich beruhen lässt!

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    42. Diesen Beitrag gibt' s auch als Original-Steinerzitat:

      Anthroposophische Grundschulfibel (GA 10), Seite 96/97
      (Grundlage für eine gute anthroposophische Kinderstube)

      "Einen Stein in den Weg der Geheimerziehung wirft dem Menschen auch alles, was er sagt, ohne daß er es gründlich in seinem Gedanken geläutert hat. Und dabei muß etwas in Betracht kommen, was hier nur durch ein Beispiel erläutert werden kann. Wenn mir jemand z. B. etwas sagt und ich habe darauf zu erwidern, so
      muß ich bemüht sein, des anderen Meinung, Gefühl, ja Vorurteil mehr zu beachten, als was ich im Augenblicke selbst zu der in Rede stehenden Sache zu sagen habe. Hiermit ist eine feine Taktausbildung angedeutet, welcher sich der Geheimschüler sorgfältig zu widmen hat. Er muß sich ein Urteil darüber aneignen, wie weit es für den anderen eine Bedeutung hat, wenn er der seinigen die eigene Meinung entgegenhält. Nicht zurückhalten soll man deshalb mit seiner Meinung. Davon kann nicht im entferntesten die Rede sein. Aber man soll so genau als nur irgend möglich auf den anderen hinhören und aus dem, was man gehört hat, die Gestalt seiner eigenen Erwiderung formen. Immer wieder steigt in einem solchen Falle in dem Geheimschüler
      ein Gedanke auf; und er ist auf dem rechten Wege, wenn dieser Gedanke in ihm so lebt, daß er Charakteranlage geworden ist. Dies ist der Gedanke: «Nicht darauf kommt es an, daß ich etwas anderes meine als der andere, sondern darauf, daß der andere das Richtige aus Eigenem finden wird, wenn ich etwas dazu beitrage.»
      Durch solche und ähnliche Gedanken überströmt den Charakter und die Handlungsweise des Geheimschülers das Gepräge der Milde, die ein Hauptmittel aller Geheimschulung ist. Härte verscheucht um dich herum die Seelengebilde,
      die dein seelisches Auge erwecken sollen; Milde schafft dir die Hindernisse hinweg und öffnet deine Organe."

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    43. Und zu Ihren Kraftausdrücken:
      Mit dem 'kleinen menschlichen Arschloch' sind wir alle irgendwo konfrontiert - so richtig ekelhaft wird' s erst dann, wenn man sich zum 'esoterischen Arschloch' entwickelt!

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    44. Lieber Wolfgang,

      niemand kann heutzutage alle Bücher lesen, nicht einmal alle anthroposophischen Bücher. Und es müssen ja auch gar nicht alle Menschen dieselben Bücher lesen – im Gegenteil, ich finde es wunderbar, wenn jeder von uns etwas anderes liest und wir dann ganz Unterschiedliches zusammentragen können.
      Und ich begreife es gut, daß man sich von Büchern distanziert und sie gar nicht erst liest, wenn man einzelne Stellen daraus kennengelernt hat, die einem nicht gefallen. Es gibt so viele Bücher auf der Welt --- warum sollte man ausgerechnet die lesen, in denen Dinge drinstehen, die einen auf den ersten Blick abstoßen? Auch für mich reichen in den meisten Fällen einige wenige Sätze, um mich entweder davon abzuhalten oder aber mich dafür zu interessieren, ein bestimmtes Buch zu lesen.
      Insofern gilt Friederikes Satz: »Du magst aber recht haben, wenn ich zuallerst Steiners Neger-Zitate gehört hätte, ohne zuvor etwas anderes gelesen zu haben, dann hätte ich wohl auch kein anthroposophisches Buch aufgeschlagen.« auch für mich.

      Ich bin zwar sicher, daß Friederike sich selbst verteidigen kann – aber ich möchte doch anmerken, daß sie nicht über JvH geurteilt hat. Sie sagte ausdrücklich:
      »ich habe kein Buch von JvH gelesen und möchte daher auch nicht all zu viel dazu sagen.«

      Also, ich finde ihre Haltung vollkommen in Ordnung. Und ich finde es auch begreiflich (wenn auch bedauerlich), welches „Bild“ sie bisher von JvH hat (dazu später mehr).

      Und noch zum unterschiedlichen Gebrauch des Begriffes „Intuition“:
      Auch wenn die „Intuition“ des alltäglichen Sprachgebrauches tatsächlich, wie Steiner sagt, meist »an Klarheit hinter der Verstandeserkenntnis zurückbleibt«, so übertrifft sie diese „Verstandeserkenntnis“ doch oft an Wahrheit.
      Auch ich vertraue in Dingen, bei denen ich den Eindruck habe, daß mein Verstand sie nicht erkennen kann, mir eine „Verstandeserkenntnis“ also nicht weiterhelfen kann, selbstverständlich meiner eigenen Intuition (im nicht-anthroposophischen Sprachgebrauch).
      Jedenfalls mehr als dem, was andere sagen oder schreiben --- wer sie auch seien.
      Und ich füge sicherheitshalber hinzu: selbstverständlich erwarte ich nicht, daß auch andere in solchen Fällen meiner Intuition vertrauen --- es bleibt in die Freiheit des einzelnen gestellt, inwieweit er seinem Verstand oder seiner (eigenen!) Intuition folgt.

      Herzlich,
      Ingrid

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    45. Lieber Stephan,

      danke für die „anthroposophische Grundschulfibel“ – das, was Rudolf Steiner hier sagt, ist auch mir sehr wichtig.

      »Wenn mir jemand z. B. etwas sagt und ich habe darauf zu erwidern, so muß ich bemüht sein, des anderen Meinung, Gefühl, ja Vorurteil mehr zu beachten, als was ich im Augenblicke selbst zu der in Rede stehenden Sache zu sagen habe.«

      Aus einer solchen Grundhaltung heraus habe ich vor kurzem, an Wolfgang gerichtet, geschrieben, wie gut ich die Sorge der „Gegner“ Judith von Halles begreifen kann.

      Und nun sage ich Dir, daß ich auch Wolfgangs „Rittertum“ sehr gut begreifen kann. Die Angriffe auf Judith von Halle – die ja nicht erst jetzt, sondern schon seit Jahren erfolgen – sind sehr oft weder sachlich noch fair (wie auch hier in diesem Blog, auch in diesem thread, nachzulesen ist), und sie zeichnen ein Bild Judith von Halles, das mit der Wirklichkeit kaum etwas zu tun hat.
      Auch ich hatte zuerst nur dieses Bild; zwar hatte ich schon, nachdem ich einige ihrer Bücher gelesen hatte, den Eindruck, daß dieses Bild wohl eine einseitig ziemlich überzeichnete Karikatur ist – aber ich war, als ich JvH im letzten Herbst in einem Zweigabend persönlich erlebte, dennoch überrascht, wie sehr sich die Wirklichkeit von diesem Bild unterscheidet.
      Wolfgang ist seit langem mit JvH im Zweig und kennt sie persönlich sehr viel besser als wir alle hier. Auch wenn ich mich nicht freue über den „fanatischen“ Eindruck, den er in der „Hitze des Gefechtes“ hinterläßt: ich kann gut begreifen, daß ihm die Galle überläuft, wenn über einen Menschen hergezogen wird, mit dem er befreundet ist (ich zum Beispiel bin mit Jostein nicht persönlich befreundet, ich schätze „nur“ seine Kommentare hier und seine Aufsätze auf Gamamila --- und dennoch hatte ich Mühe, ruhig zu bleiben, als ihm in einem anderen thread hier allerlei unterstellt wurde, das er niemals gesagt hatte*) ).
      Und daß Wolfgang sehr viel mehr als ein „Steinerrunterbeter“ ist, zeigt sich – trotz manchmal akut auftretender und auch mir unangenehmer Zitateritis :-) – an seiner längeren „unhitzigen“ Antwort an Friederike (für die sie sich auch ausdrücklich bedankt hat).

      Lieber Stephan, danke besonders für diesen Satz Rudolf Steiners:
      »Härte verscheucht um dich herum die Seelengebilde, die dein seelisches Auge erwecken sollen; Milde schafft dir die Hindernisse hinweg und öffnet deine Organe.«

      :-)
      Lieber Wolfgang, lieber Stephan, liebe anderen Gesprächsteilnehmer:
      Wie wäre es also mit etwas mehr Verständnis füreinander und gegenseitiger Milde --- nicht „um des lieben Friedens willen“, sondern damit unser aller seelische Augen erweckt werden und wir – wie Piero es vor kurzem hier formuliert hat – unsere „Ich glaube, daß“ in „Ich weiß, daß“ umwandeln können?

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

      *) Ich ergreife die Gelegenheit, auf Ernst Selers in ganz anderem Ton formulierten letzten Beitrag dort aufmerksam zu machen; falls der direkte link, wie bei mir, nicht funktionieren sollte: 14. April 20.03.

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    46. Liebe Ingrid,

      wenn jemand die Galle überläuft und er dabei aus erhabensten geistigen Sphären unvermittelt in die 'Stinkig-Beschissen-Arschloch-Terminologie' zurückfällt, dann kocht mir eben der Schalk über und dabei habe ich ausgesprochen viel Verständnis für mich selbst!
      Stets verbunden mit der ernsthaft menschenkundlichen Frage, welche MECHANISMEN (ja, Mechanismen!) es denn sind, die so manchen 'Anthroposophen' in NULL-KOMMA-NIX in die Luft gehen lassen.
      Ist es 'das Feuer des gerechten heiligen Zorns' oder eben doch nur Studierstuben-Frust?

      Und rein konstruktiv gesehen, versuche ich Herrn Stadler seit langer Zeit (mit allen mir einfallenden Mitteln) darauf Hinzuweisen, dass er durch sein Auftreten (zumindest mich) immer mehr vom Thema 'JvH' abschreckt (was ja definitiv absolut nichts über JvH aussagt, auch wenn er sich als mit ihr engstens befreundet darstellt).
      Ich bin mittlerweile immer sicherer, dass ich nicht in diesem Zweig sitzen will und diese Mischung aus Heiligenanbetung und vulgärsten (Galle-)Beschimpfungen über mich ergehen lassen möchte.

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    47. Lieber Stephan,

      :-)
      »Und rein konstruktiv gesehen, versuche ich Herrn Stadler seit langer Zeit (mit allen mir einfallenden Mitteln) darauf Hinzuweisen, dass er durch sein Auftreten (zumindest mich) immer mehr vom Thema 'JvH' abschreckt (was ja definitiv absolut nichts über JvH aussagt, auch wenn er sich als mit ihr engstens befreundet darstellt).«
      Das ist genau dasselbe, was auch ich Wolfgang seit langem immer wieder zu vermitteln versuche. Wenn es nur nach Wolfgangs Auftreten hier gegangen wäre, hätte ich wohl niemals ein Buch Judith von Halles in die Hand genommen, gar nicht zu reden von dem Gedanken, darum zu bitten, einmal an einem Zweigabend teilnehmen zu dürfen…

      »Ist es 'das Feuer des gerechten heiligen Zorns' oder eben doch nur Studierstuben-Frust?«
      Das läßt sich von außen nicht immer sicher beurteilen. Es mag in manchen Fällen auch eine Mischung von beiden sein.
      Jedenfalls – und das kann ich wirklich schätzen! – ist es nicht Gleichgültigkeit.

      Und sicherlich greifen an einem bestimmten Punkt der durch allzugroße Hitze eingetretenen leichten Bewußtseinstrübung gewisse „Mechanismen“ ein. Und zwar nicht nur bei einem einzelnen Gesprächspartner, sondern auch in der immer voraussehbareren (weil immer „automatischeren“) Reaktion des jeweils „Angegriffenen“… und natürlich auch in der inneren Reaktion der Mitlesenden, auch wenn die sich nicht immer äußert...

      Auch für den Ablauf des weiteren Gesprächs halte ich daher gegenseitiges Verständnis und Milde für sach-dienlich.

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  36. Frederike, ich hatte schon mal auf eine ähnliche Frage geantwortet:

    "Warum sind so viele Themen der Anthroposophie - auch von Judith von Halle - der Vergangenheit zugewandt? Um von daher aus die Gegenwart besser zu verstehen? Wäre es nicht sinnvoller, die Rätsel dieser Zeit zu lösen?"

    Einmal betrifft das die Frage: wieso gibt es denn historische Forschung überhaupt? Wen interessiert denn das, was irgendein oller Römer vor 2000 Jahren mal gesagt hat und wieso er einen Krieg geführt hat...? - Ich glaube, daß der menschliche Erkenntnisdrang durchaus auch mit einem Drang nach Selbsterkenntnis zu tun hat. Und dem Drang nach Wahrheit.
    Natürlich sind geistige Strömungen, wie z.B. die Gralsströmung, besonders wichtig, denn sie spielen bis heute eine Rolle! Aber das erfährt man erst, wenn man sich damit beschäftigt... Desweiteren steckt die ganze Geschichte im "kollektiven Unterbewußten" der Menschheit - und zur Bewußtwerdung ist das "Hochholen" wichtig. Und das ist das, was wir wollen: bewußter werden und uns unseres Selbstes bewußter werden.
    Ansonsten geben einem z.B. Kenntnisse über die Templerströmung (solche, wie sie nun Judith von Halle in ihren Büchern beschreibt) nicht nur Erkenntnisse für den Kopf - sondern Lebenskräfte. Mit der Beschäftigung mit Anthroposophie nimmt man auch "Christus-Kraft" und Christuserkenntnis "zu sich"...
    Ebenso geht es mit der Erkenntnis des Mysteriums von Golgatha - was ja R.Steiner als das Allerwichtigste betrachtete. Sonst hätte er das Ereignis nicht von vielerlei Seiten immer wieder beleuchtet. Obwohl es schon 2000 Jahre her ist. Da es das zentrale Geschehen der Menschheit schlechthin war, dürfte es klar sein, daß das jeden Menschen eminent etwas angeht. Und dazu gehört halt auch die Einweihung bzw. "Erweckung" des Lazarus - der danach immerhin ja der Johannes-Evangelist war - lt. R.Steiner der erste Eingeweihte des Christentums. Mit Einweihungsschriften, die Steiner erklärte (die Apokalypse des Johannes) und worin es ja um den Sinn und die Zukunft der Menschheit bzw. der Erde geht. Und Lazarus-Johannes war ja dann in späteren Inkarnationen der große Eingeweihte "Christian Rosenkreutz"...Und der "Johannes-Apostel" der erste vollausgebildete Mensch mit allen höheren Gliedern.
    Die äußere Geschichte allein ist oft irrelevant - ohne dem geistigen Hintergrund. Durch das Verständnis des geistigen Hintergrundes fängt die Geschichte erst an, verständlich zu werden. Das wesentliche Geistige ist zeitlos - findet in der Geschichte aber seinen Ausdruck und bringt der Weiterentwicklung der Menschen Impulse. Wir sind dabei, den Weg zum Geiste, zur geistigen Welt, wiederzufinden - und dazu müssen wir eine vertiefte Selbsterkenntnis betreiben - individuell und als Menschheit.
    Unser äußeres Geschichtsbild wird ja von R.Steiner auch als Maya, Illusion bezeichnet - und es stecken durchaus noch viele Irrtümer darin. Ich halte es für wichtig, diese zu korrigieren - um das Geschichtsbild zu vervollständigen.
    Auch Rudolf Steiner selbst beschäftigte sich viel mit "alten Geschichten": alten Kulturen, vergangene Erdverkörperungen, der (Entwicklungs-)Geschichte der Menschheit, usw. - Das verhilft uns (individuell und als Menschheit) natürlich auch, den Weg in die Zukunft besser zu finden - und die Rätsel der Gegenwart leichter zu lösen.
    Unsere gegenwärtige Kulturepoche beruht ja auf der letzten, vorletzten Epoche usw. - Impulse der Vergangenheit spielen in die Gegenwart ständig herein. Es ist auch unsere Aufgabe, die "guten" und "richtigen" Impulse aufzugreifen - und fortzuführen.

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  37. Fortsetzung W.Stadler:
    Ansonsten waren es wir selbst, die damals lebten. Es waren nicht fremde Menschen, die damals lebten: Du und ich waren es! Und wir sind "die Produkte" unseres eigenen Handelns der Vergangenheit (in vielen Inkarnationen). Wir sind nicht nur unsere Gegenwart, wir sind auch unsere Vergangenheit - und schaffen daraus unsere Zukunft. Anthroposophie beschäftigt sich nicht nur mit der "praktischen Gegenwart" (ökologischer Landbau, alternative Medizin usw.), sondern mit den tiefen der menschlichen Seele und des menschlichen Geistes. Das ist nicht möglich ohne sich mit Vergangenem zu befassen - sowenig wie Du eine Selbsterkennnis betreiben kannst, ohne auf Dein vergangenes Leben zurückzuschauen.
    Und so wie Du markante Erlebnisse, Erfahrungen, Begegnungen in Deiner Vergangenheit hattest, die Dein Leben prägten, so geht es auch der ganzen Menschheit.
    Die Erkenntnis des Mysteriums von Golgatha, seinen Folgen, seinem "Zweck" - auch der "Ziele" des Christus, also dessen "Willen" bezüglich der Menschheit - ansonsten unsere Selbsterkenntnis und die Erkenntnis der geistigen Welt: das sind zentrale Themen der Anthroposophie. Nur nicht "Kopfthemen" - eher Themen des "denkenden Herzens".
    Und für das Erkennen des Christus im Ätherischen, wie er sich in den nächsten 3000 Jahren immer mehr Menschen offenbaren wird, ist eine Erkenntnis des Christus - und allem, was wir dazu schon wissen, hilfreich, förderlich - und sogar: Voraussetzung!
    Und diese Christuserkenntnis wird das sein, was als die große Alternative vor uns steht zu dem Weg, der ansonsten die Menschheit immer tiefer in den Abgrund führt.
    Dazu ist unser aller Weg eigentlich "der Weg des Grals". Im Grundegenommen gehen wir dann den Weg, den die Templer schon vor uns eingeschlagen haben - um uns dann zu verwandeln, immer tiefer den Christus in uns aufnehmend, Seinen "Auferstehungsleib" anziehend.
    Alle gute anthroposophische Literatur - auch wenn sie für Dich vergangenheitsgerichtet ist - dient diesem Ziele - egal ob das Thema Kaspar Hauser, Lazarus oder Rudolf Steiner ist. Alle Bücher von Judith von Halle sind Bausteine für ein vertieftes Verstehen des Menschheitsmysteriums, des Mysteriums von Golgatha, des Christus!
    Wolfgang Stadler

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  38. "Die Kräfte, die früher aus den geistigen Wesen in die Menschheit strömten, sind jetzt verbraucht; wir sind auf uns selbst gestellt und müssen diese Kräfte jetzt aus unserem Unterbewußtsein heraufholen. [Deshalb Anthroposophie!]
    Das Mysterium von Golgatha wäre umsonst geschehen, wenn die Menschen diese inneren Kräfte nicht anwenden, sondern sie abweisen würden. Das würde die ganze Zerstörung der Erdenentwicklung nach sich ziehen." R.Steiner

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  39. @ Wolfgang
    Danke für deine Antwort, in der du weder „zu-postest“ noch verzweifelt versuchst JvH zu verteidigen. Ich habe nicht gesagt dass für mich alle gute anthroposophische Literatur vergangenheitsbezogen wäre. Auch bin ich keineswegs einem geschichtlichen Bewusstsein abgeneigt.

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  40. Ich habe grad den Text von P.C. gelesen - liebe Ingrid, vielen Dank für diese Deine Arbeit - und die darin enthaltene Wertschätzung als sehr wohltuend erlebt, mal abgesehen von der schönen und klaren und herzlichen Sprache.

    Es endet dort in der/einer für mich Kernaussage/Bedingung, "...der Erkenntnis des Karma..", was versteht ihr darunter, was verbindet ihr damit?

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    1. Hallo Manroe,

      kannst du btte den link zur Übersetzung schicken, ich finde ihn bei all den posts nicht mehr. Danke!

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    2. Liebe Friederike,

      es handelt sich um diesen Aufsatz, den ich vor etwa einem Jahr aus dem Englischen übersetzt habe.

      Die italienische Originalfassung ist übrigens hier zu finden.

      Danke dafür, daß Du Dich für meine „Windmühlenkämpferei“ (sprich: meine unentwegten Versuche, Mißverständnisse und irrtümliche Darstellungen zurechtzurücken) bedankst – das hat mich gefreut.

      Überhaupt freue ich mich, wenn dieser Aufsatz Piero Cammerinesis jetzt gelesen wird. Ich habe ihn übersetzt, weil ich ihn in an dem Punkt, an dem die Diskussion damals angelangt war, als wohltuend sachlich empfand.
      Und was immer man auch sonst von JvH halten mag: ich finde das, was sie in dem hier zitierten Vortrag sagte, zumindest einer ehrlichen Überlegung wert.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    3. Danke für den link, Ingrid.

      Ja, ich finde auch, es ist einer ehrlichen Überlegung wert, was JvH hier sagt.

      Ich denke, Du meinst Steiners Hinweis, dass sich diejenigen Anthroposophen, die zu seiner Zeit lebten, sich nach ungefähr 40 Jahren (und nicht wie üblich nach etwa 500 Jahren) wieder inkarineren würden und die Folgerung JvH's dass die damaligen ungelösten Konflikte sich in den heute inkarnierten Anthroposophen fortsetzen würden, weil deren zu kurze Zeit in den spirituellen Welten nicht ausreichend für „die Durcharbeitung ihres Karmas“ gewesen wäre.

      „Die jetzige Erdenrückkehr der verschiedenen Persönlichkeiten, die als Repräsentanten unterschiedlicher Strömungen damals gemeinsam mit R u d o l f S t e i n e r d i e B e g r ü n d u n g d e r Anthroposophischen Bewegung erlebt haben, sollte nicht länger zu Konflikten führen, sondern zur Erfüllung. Das ist nicht mehr das Zeitalter des Kampfes zwischen Platonikern und Aristotelikern, sondern in der heutigen Zeit sollte der tiefe Gehalt ans Licht kommen, der diese Strömungen durchdringt: Anthroposophie, das Christusereignis.«
      Wenn wir darüber nachsinnen, daß diese Menschen nur ungefähr 30 oder 40 Jahre in der
      geistigen Welt zugebracht hätten, entgegen der allgemeinen geistigen Regel, die mindestens 500 J a h r e v o r s i e h t z w i s c h e n z w e i aufeinanderfolgenden Inkarnationen, so sei es leicht einzusehen, daß eine so kurze Zeit ihnen nicht die Möglichkeit gegeben haben könne, ihr
      Karma ordnungsgemäß auszuarbeiten. Diese Menschen kämen also herab auf die Erde mit einer großen Aufgabe, und sie brächten nicht nur ihre Begabungen und Qualitäten mit, sondern auch, leider, andere Aspekte, an denen sie nicht genug hätten arbeiten können.“

      Dieser Erklärungsversuch erscheint mir auf den zweiten Blick dann aber doch zu sehr zurechtgebogen und zu materialistisch.

      Originaltext Steiner: »[...] daß durch die besondere Gestaltung, die die Michael-Herrschaft annimmt, diejenigen Persönlichkeiten, die jetzt durch ihr Karma in ihrer Verbundenheit mit der Michael- Herrschaft in die anthroposophische Bewegung hereintreten, unter D u r c h b r e c h u n g v o n m a n c h e r l e i Wiederverkörperungsgesetzen mit der Wende des zwanzigsten, einundzwanzigsten Jahrhunderts - also in einer geringeren Anzahl von Jahren, als ein Jahrhundert beträgt - wiedererscheinen werden, um dann dasjenige, was sie jetzt tun können im anthroposophischen Dienst der Michael-Herrschaft, zur Kulmination, zum vollen Ausdruck zu bringen.«(Rudolf Steiner, Esoterische Betrachtungen Karmischer Zusammenhänge VI, GA 240)

      Eine „spitituelle“ Ausnahmeregel für Anthroposophen??? Oder eine der Prophezeiungen Steiners, die nicht eingetreten ist.
      Könnte das nicht anerkannt werden?
      Welche Kulmination erleben wir heute?

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    4. Danke Friederike,

      mit diesen Gedankengängen beschäftige ich mich auch schon seit geraumer Zeit und der Begriff des 'Zurechtbiegens' taucht mir dabei auch an allen Ecken und Enden auf.
      Zu groß ist doch die Versuchung der 'Anthroposophischen Extrawurst' in Karmafragen...

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    5. Liebe Friederike, lieber Stephan,

      :-) ja, auch ich habe so meine Schwierigkeiten mit dieser „spirituellen Ausnahmeregel für Anthroposophen“. Aber die ist nunmal nicht auf Judith von Halles, sondern auf Rudolf Steiners „Mist“ gewachsen. Ich fände es daher nicht richtig, das ihr und nicht ihm „vorzuwerfen“.

      Aber einmal angenommen, es wäre tatsächlich so (und die meisten Anthroposophen, auch die „Gegner“ Judith von Halles, werden Rudolf Steiner das wohl glauben; meint Ihr nicht?): wäre es dann nicht nur konsequent, auch diese Überlegungen Judith von Halles mit einzubeziehen? Sie als Versuch zu sehen, zu begründen, weshalb es – entgegen der Prophezeiungen Rudolf Steiners – bisher nicht zur „Kulmination“ gekommen ist?

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  41. Lieber Stephan, lieber Wolfgang,

    vielen Dank für das hier (Stephan):
    »Und durch meine berufliche Tätigkeit hab ich täglich vor Augen, dass der Mensch auch in seinem ältesten Wesensglied, dem physischen Leib einer extremen (Hilfs-)Bedürftigkeit unterliegt und oft genug 'vorverdaute' (hochaufgeschlüsselte) Nahrung benötigt, weil das anderes nicht verwertet werden kann oder den Leib vollends ruinieren würde.
    Was soll ich dann sagen, wenn man sich in den jüngeren Wesensgliedern bereits eine weitgehende Autonomie zubemessen möchte?«


    und für das hier (Rudolf Steiner, GA 145, via Wolfgang):
    »Und man entwickelt einen gewissen Drang allmählich nach solchen geistigen Genüssen. Die Esoterik wird schon in dieser Beziehung kein Unheil stiften in der Welt; denn man kann sich versichert halten, daß, wenn solche Genußsucht gegenüber den geistigen Schöpfungen der Menschheit auftritt, diese nicht zum Nachteil sein wird.«

    So hatte ich die Sache bisher noch nicht angesehen. Ich bin wirklich dankbar für diese für mich neuen Blickwinkel.

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

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  42. Die sich zu Aufspürern der Fehler anderer (auch großer) Geister Berufen-Fühlenden werden nur allzu oft vom heimlichen Neid getrieben. Auch sie sind selbstverständlich mit Fehlern und Schwächen behaftet, wenn nicht gar mit viel schlimmeren, als die hatten, die sie kritisieren; aber wo sind ihre großen Taten oder großen Erkenntnis-Werke? Am Ende gehört vor allem eine gehörige Portion Scheinheiligkeit und Heuchelei dazu, so mit den andern, oft weit Entwickelteren, umzugehen. Man lernt nichts Wichtiges, nichts von Bedeutung, nichts im höheren Sinne Wahres von solchen Köpfen: Es erscheint unserem Zeitgeist nur so. Das Ideal eines jeden Menschen ist in Wirklichkeit seine Wahrheit und in Wahrheit seine höhere Wirklichkeit. Und die Schattenseiten sind eben der Irrtum der verzerrten Erden-Persönlichkeit. Gerade auf die Schwächen und Fehler Größerer stürzen sich besonders in unserer Zeit mit schamloser Begeisterung philiströse Köpfe und Anti-Idealisten; aber wen gehen diese Schwächen und Fehler am Ende irgendetwas an?! Eine sehr schöne Stelle diesbezüglich bei Hegel:
    "... Der freie Mensch dagegen ist nicht neidisch, er erkennt die großen Individuen gern an und freut sich ihrer. Aber an solche großen Menschen heftet sich ein ganzer Troß mit seinem Neide, der ihnen dann ihre Leidenschaften als Fehler nachweist. In der Tat kann auf ihre Erscheinung die Form der Leidenschaft angewendet und die moralische Seite der Beurteilung insbesondere hervor gekehrt werden, indem man sagt, ihre Leidenschaft habe sie getrieben. Allerdings waren sie Menschen von Leidenschaften, d.h. sie haben eben die Leidenschaft ihres Zwecks gehabt, ihren ganzen Charakter, Genie, Naturell in diesen Zweck gesetzt. Hier erscheint also das, was an und für sich notwendig ist, in der Form der Leidenschaft. Jene großen Männer [WS: heutzutage auch Frauen] scheinen zwar nur ihrer Leidenschaft, ihrer Willkür zu folgen; aber was sie wollen, ist das Allgemeine, dies ist ihr Pathos. Die Leidenschaft ist eben die Energie ihres Ich gewesen; ohne diese hätten sie gar nichts hervorbringen können. Der Zweck der Leidenschaft und der Idee ist auf diese Weise ein und derselbe; die Leidenschaft ist absolute Einheit des Charakters und des Allgemeinen. Es ist gleichsam etwas Tierisches, wie der Geist in seiner subjektiven Besonderheit hier mit der Idee identisch ist. Der Mensch, der etwas Tüchtiges hervorbringt, legt seine ganze Energie hinein; er hat nicht die Nüchternheit, dies oder das zu wollen; er zerstreut sich nicht in so und so viele Zwecke, sondern ist seinem wahrhaftigen großen Zwecke ganz ergeben.
    [... ... ...]
    Welcher Schulmeister hat nicht von Alexander dem Großen, von Julius Cäsar vordemonstriert, daß diese Menschen von solchen Leidenschaften getrieben worden und daher unmoralische Menschen gewesen seien? woraus sogleich folgt, daß er, der Schulmeister, ein vortrefflicherer Mensch sei als jene, weil er solche Leidenschaften nicht besitze und den Beweis dadurch gebe, daß er Asien nicht erobere, den Darius, Porus nicht besiege, sondern freilich wohl lebe, aber auch leben lasse. Diese Psychologen hängen sich dann vornehmlich auch an die Betrachtung von den Partikularitäten, welche den großen, historischen Figuren als Privatpersonen zukommen..."
    G.W.F. Hegel. Vorlesungen über die Philosophie der Weltgeschichte 1830
    WS

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    1. Das freut mich, endlich wird auch einmal der große Hegel in der Egoistengemeinde zitiert - habe letztens ein interessantes Zitat von ihm entdeckt: "Wenn die Tatsachen nicht mit der Theorie übereinstimmen, umso schlimmer für die Tatsachen".

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    2. :-) Sehr schön, danke!
      Erinnert mich an den vor hundert Jahren und zwei Wochen verstorbenen Christian Morgenstern.
      LG, i.

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  43. Aber jetzt mal was ganz anderes als das Thema JvH...
    Wieso der Einsatz für Soziales - z.B. die soziale Dreigliederung - nicht genügt. (wie das Friederike glaubt...) Warum Leute auf der Erde sein müssen, die sich mit der geistigen Welt, Anthroposophie usw. befassen müssen...Wir brauchen also nicht nur wache Leute - das genügt nicht, - sondern "geistig" wache Leute, z.B. deshalb:
    Rudolf Steiner März 1923, GA 222:
    "Und in der Tat, wenn der Mensch seine Gedanken nicht belebt, wenn der Mensch stehenbleibt bei den bloß intellektualistischen, toten Gedanken, muß er die Erde zerbrechen. Das Zerbrechen beginnt allerdings bei dem dünnsten Elemente, bei der Wärme. Und im fünften nachatlantischen Zeitraum hat man nur die Gelegenheit, durch weiteres, immer weiteres Ausbilden der bloßen intellektualistischen Gedanken die Wärmeatmosphäre der Erde zu verderben.
    [... ...] Indem man dem Menschen weismacht, daß seine Gedanken bloße Gedanken sind, die mit dem Weltgeschehen nichts zu tun haben, macht man ihm einen Nebel vor, als ob er keinen Einfluß haben könnte auf die Erdenentwickelung, und als ob ohne oder mit seinem Zutun einmal das Erdenende so oder so kommen wird, wie es eben die bloße Physik vorschreibt. Aber es wird nicht ein bloß physikalisches Erdenende kommen, sondern dasjenige Erdenende, das die Menschheit selber wird herbeigeführt haben."
    .
    Heute in allen Medien gesagt:
    "Läuft alles weiter wie bisher, erwarten Wissenschaftler eine Erwärmung um 3,7 bis 4,8 Grad – mit unabsehbaren Folgen für Mensch und Natur."

    Ohne eines geistigen, spirituellen - anstatt materialistischen Weltbildes wird es immer schwerer werden in Zukunft. Sonst läuft die Menschheit in einen Abgrund. Ohne der Spiritualisierung des Denkens - bzw. deren Ausbreitung - wird alles hier finster enden...- trotz sozialen Engagements.

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  44. Friederike, Du sagtest oben:
    "... ...Vielleicht, weil, wenn es ums Soziale geht, der Einzelne aufgerufen wäre zu handeln. Bei den magischen, rückwärts gewandten Geschichten von JvH ist das nicht notwendig."

    Mal völlig abgesehen davon, daß die Bücher von JvH sowenig magisch rückwärts gewandte Geschichten beinhalten wie Rudolf Steiners Bücher (z.B. das weitaus magischere und rückwärtsgewandtere Buch "Die Geheimwissenschaften im Umriß") und auch wirklich nicht "theososophisch" sind - also völlig abgesehen davon - sind z.B. viele Leute aus meinem Zweig mit Jvh überdurchschnittlich sozial engagiert! Du verbreitest haltlose Vorurteile!

    Ansonsten gibt es evtl eine Überschätzung Deinerseits für "das Engagement" - man muß evtl. nicht rein äußerlich - zur Verbesserung der Welt - den Arsch hochkriegen, z.B. deshalb:

    "Wenn ein Mensch still in seinem Kämmerlein sitzt und mit dem wirklichen inneren Ernst, mit ganzer Hingabe seines Herzens zum Beispiel das Johannes-Evangelium oder etwas Anthroposophisches liest und es ganz durchlebt, so tut er damit mehr für das Heil der Welt und der Menschen als manche, die sich mit anthroposophischer Gschaftelhuberei vor sich und anderen wichtig machen."
    .
    „Wenn aber jemand her nimmt das Johannes-Evangelium und liest darin nur drei Zeilen, so macht das ungeheuer viel für das ganze Weltall aus; denn wenn zum Beispiel niemand unter den Erdenseelen das Johannesevangelium lesen würde, würde die ganze Erdenmission nicht erfüllt werden können: Von unserer Teilnahme an solchen Dingen strahlen aus spirituell die Kräfte, welche der Erde immer neues Leben zuführen gegenüber dem, was in ihr abstirbt.“
    Rudolf Steiner (Den Haag, 24.03.1903 GA 145)
    .
    "Überlassen Sie allen Kampf um uns herum den Bissigen, die noch nicht reif genug sind, das aufzusuchen, was die gemeinschaftliche Seele im Menschengeschlecht im spirituellen Leben aufsucht."
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    "Da haben wir den sozialen Kampf, den Kampf um den Frieden, den Kampf um die Emanzipation der Frau, den Kampf um Grund und Boden und so weiter, überall, wohin wir blicken, sehen wir Kampf.
    Die geisteswissenschaftliche Weltanschauung strebt nun dahin, an die Stelle dieses Kampfes die positive Arbeit zu setzen. Derjenige, der sich eingelebt hatte in diese Weltanschauung, der weiß, daß das Kämpfen auf keinem Gebiete des Lebens zu einem wirklichen Resultate führt. Suchen Sie das, was sich in Ihrer Erfahrung und vor Ihrer Erkenntnis als das Richtige erweist, in das Leben einzuführen, es geltend zu machen, ohne den Gegner zu bekämpfen."

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    1. Ja, der Intellekt ist kalt, da muss sich die Erde halt wärmer anziehen, um sich zu schützen, insbesondere diese hier oft auftretende beinharte pure Logik, die nicht vom Herzen geführt wird produziert bestenfalls eingefrorene Momentaufnahmen. Der reine Verstand, der an das physische Gehirn gebunden ist schneidet uns heraus aus dem kosmischen Zusammenhang. Ein Denken, das nicht sehend werden will, weil es sich mit Fakten begnügt..., all das sind entkernte Handlungen, die an dem Ast sägen, auf dem wir sitzen.

      Weil alles, aber auch wirklich alles rein spirituellen Quellen entstammt, muss ebenfalls auch der Quell menschlicher Taten zumindest ein spirituell angehauchtes Gewand tragen, selbst das Verständnis dafür würde in der Summe reichen, wenn einige Wenige sich intensiv(er) spirituellen Inhalten widmen. Wenn man vergisst, was das Wesen eines Keimes ist, wird die Menschheit verhungern. Dann brach er das Brot und gab es seinen Jüngern.

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    2. Das der Intellekt kalt ist, kann nur derjenige wissen, der diese Entwicklungsstufe selbst einmal durchgemacht hat. So wie die Engel den Menschen auch nur begleiten können, weil sie selbst mal seine Entwicklungsstufen durschschritten haben.
      Daraus kann dann verurteilendes Herabschauen oder mitfühlendes Begleiten entstehen: Darin besteht das Freiheitsmoment!

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    3. Es ist, wie es ist und ebenfalls was, das haben wir erkennend zu lernen. Eine Anleitung haben wir doch erhalten und wie und was Freiheit wirklich ist und bedeutet werden wir womöglich dann erst durch grosses Leid erfahren -- ?

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    4. Lieber manroe,

      es wäre wohl nicht verkehrt, etwas den Verstand zu bemühen, anstatt die Erderwärmung als Mantel und Schutz der Erde vor zu viel kalter Intellektualität zu deuten.
      Wolfgang, ich habe nicht von Kampf gesprochen, sondern von WachSein und natürlich meine ich, dass ich mich bemühe, GEISTIG wach zu sein. Ich teile auch deine Ansicht, dass innere spirituelle Arbeit wesentlich ist.

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