Christian Clement wird vom "Nachrichtenblatt" (nicht mehr) geschnitten und nicht beliefert






Michael Eggert:

Der folgende Beitrag hat sich erledigt, da es inzwischen eine einvernehmliche Lösung gibt- Herr Clement wird nicht mehr geschnitten. Ich lasse es aber gerne aus kulturhistorischen Gründen hier stehen, und wegen der vielen Kommentatoren und ihren Beiträgen..

Manchmal sieht man in den kleinsten Dingen auch noch kleinlich aus. Das "Ein Nachrichtenblatt Für Mitglieder der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft“ - dem eigenen Selbstverständnis nach so definiert: "Die «Initiative Entwicklungsrichtung Anthroposophie - IEA» ist eine Arbeitsgruppe auf sachlichem Felde innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft der Schweiz.
«Ein Nachrichtenblatt» wird innerhalb dieser Arbeitsgruppe von Roland Tüscher und Kirsten Juel verantwortet. – Zwei fremdsprachige Nachrichtenblätter sind hinzugekommen, es sind unabhängige Initiativen innerhalb der IEA die mit spezifisch eigenem Profil arbeiten. Gelegentlich werden Texte aus dem deutschsprachigen Blatt in die anderen Sprachen übersetzt und umgekehrt."

Kleinlich erscheint das Nachrichtenblatt, das bislang auch von Nicht- Anthroposophen (die durchaus Autoren sein dürfen) und Nicht- mehr- Anthroposophen, die noch interessiert sind an der Szene, gelesen wird, da es dem Antrag von Christian Clement an einen Einbezug in den Gruppenmail- Verteiler abgelehnt hat. Nach Clements - des innerhalb der AG umstrittenen Herausgebers und Kommentators der SKA (Steiner Kritische Ausgabe)- Anfrage sah die weitere „kritische Befragung Clements“ so aus- ja, wie Clement irgendwo erwähnte, mit einem Hauch von DDR- Mentalität:


Christian Clement hat an diesem Punkt die Würde seiner Herausgeber- Tätigkeit als Gewicht ins Spiel gebracht. Aber er unternimmt nun auch keine Unterwerfungsgeste, gezeigt in Form von "pauschalen Loyalitätsversprechen". Diese Antwort folgte:


Das scheint schon deshalb eine Schikane zu sein, da andere Abonnenten weder nach ihrem Mitgliedsausweis gefragt werden und sogar als Kommentatoren und Autoren arbeiten. Die piefige Ablehnung Christian Clements scheint einem eigenen manichäischen Duktus zu folgen, der Ausgrenzung und Wagenburgbau als festes Fundament ansieht- in eigensinnigem Verharren auf dem eigenen Verständnismonopol für das Werk Rudolf Steiners. Da herrscht intern offenbar an Stellen und in Kreisen eine Art Brunft in Bezug auf die eigene, exklusiven Deutungshoheit am Werk. 

Das unfreundliche und unrealistische Schreiben ist natürlich vor allem ein Statement. Eine Positionierung gegenüber einer öffentlichen Person wie Clement, der unter Angriffen der anthroposophischen Pharisäer- Fraktion steht, weil er eine andere, wissenschaftliche und systematische Form des Zugangs zum Werk Rudolf Steiners in aufwändiger Herausgabe von Arbeiten, die vor allem die Entstehungs- und Entwicklungsprozesse von Steiner Werk konstatieren und kommentieren, in einer sich entfaltenden Werkfolge vorgestellt hat. Offenbar erregt sich der anthroposophische Mob in kaum nachvollziehbaren Selbstverstümmelungen, bis hin zur fiebrigen Angst, dass ihnen ihr schönes, bequemes Steiner- Bild weggenommen wird.

Christian Clement beklagt sich über die Schwächen in den anthroposophischen Reaktionen: 



Kommentare

  1. Hat den schon mal jemand so ein Blättchen gelesen - lohnt es sich überhaupt des Bedauerns?
    //
    Wenn man sich eben aufmacht, sein eigenes kleines anthroposophisches Provinzfürstentum
    (respektive seine eigene kleine Extragurusojawurstbude) zu gründen, dann hat man
    ja -wenn man nicht mit Löchern in den Händen und einer allgemeine Wurstunverträglichkeit gesegnet ist- zunächst nichts anzubieten, was nicht millionen andere die bisher auch
    von der gemeinsamen (mittlerweile aber der gemeinen) Wurst gegessen haben
    schon lange haben und kennen.
    //
    Die einzige Chance im hart umkämpften Extraguruwurstbudengeschäft:
    Die Exklusiv-Extraguruwurst!
    Allerdings wäre zu überlegen, ob nicht die gemeine Bratwurst mittlerweile schon wieder
    eine echte Marktlücke ist - es gibt sie nämlich gar nicht mehr!
    Es gibt nur noch Premium-Exclusivguruwürste mit garantiert 120% Geheimniskrämerei, 150% NSA-Sicher und 130% GARANTIERT auch nirgends in der Akasha-Chronik zu finden (oder zumindest so verschlüsselt, dass nicht mal Rudolf Steiner sie entschlüsseln könnte).

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  2. Die ist nur ein Testkommentar, um zu sehen, ob ich generell zensiert werde oder nur bestimmte Beiträge von mir, die Ch. Clements SKA kritisch bewerten. Aber wahrscheinlich ist dieser Test schon Grund genug, um ihn nicht zuzulassen :-)

    Anlass hierfür ist ein Beitrag von mir, der kurzzeitig im Kommentarteil zum Thema "Der Rechthaber in uns allen" angezeigt wurde, dann aber sang und klanglos dauerhaft verschwand. In besagtem Beitrag war absolut nichts Anstößiges drin.

    Nun, lieber Michael, ich lasse mich überraschen :-)

    hr

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    1. Lieber hr,

      falls Du Dich auf Deinen Beitrag beziehen solltest, der mit den folgenden Worten beginnt:
      »Um noch einmal auf die SKA von Ch. Clement einzugehen, möchte ich hier auf eine zum SKA-Problem passende Veröffentlichung von Pietro Archiati hinweisen: "Der Intellektualismus und die Anthroposophie".« - - - der ist jedenfalls noch da, sogar zweimal, und nach dem ersten stehen inzwischen auch ein paar Antworten (unter anderem eine von mir).
      Das Problem ist nur, daß unter Michaels Rechthaber-Artikel inzwischen schon so viele Kommentare stehen, daß sie (offenbar aus technischen Gründen) nicht alle sofort angezeigt werden. In meinem Browser erscheint unter dem letzten sichtbaren Kommentar, und zwar noch unter dem Fenster, in dem man einen eigenen Kommentar eingeben könnte, der Button »Weitere laden...« – wenn ich da draufklicke, sehe ich auch die letzten Kommentare, unter anderem Deine beiden.

      Ich hoffe sehr, daß damit Dein Verdacht der Zensur ausgeräumt ist...

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    2. Lieber Horst, es ist nichts von mir gelöscht worden, und es befindet sich auch nichts im automatischen Spam- Filter.

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    3. Okay, Michael, dann habe ich das möglicherweise meinem Update auf OSX Yosemite zu verdanken.

      hr

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    4. Einer meiner Kommentare war gestern auch immer mal wieder unauffindba - könnte also auch an Google/Blogger gelegen haben...

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    5. Liebe Ingrid,

      das erklärt natürlich besagte Unauffindbarkeit. Und ja, ich hatte den Beitrag ein zweites Mal gepostet ,wegen vermeintlichen Verschwindens.
      Es hätte mich auch gewundert, wenn Michael kommentarlos etwas gelöscht hätte.

      hr

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    6. Ganz früher mal habe ich geglaubt, Leute wie Christian Clement und Co. sind sowas wie Helden der Szene, die kein Mensch kritisieren würde. Der schmeisst sich da für uns in die Bresche

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    7. Was ist das übrigens für ein Blatt? Doch nicht das nette Nachrichtenblättle, das ich immer krieg, das hat ja nur ein paar Seiten. Offensichtlich kommen sie mit den Bauarbeiten des Goetheanum voran.

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  3. Es soll natürlich heißen: "Dies"

    hr

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  4. Da der nun öffentliche Hinweis von Herrn Clement auf die Meinung und indirekt auf das Verhalten des "Vorstandes" auf diesem blog bekannt wird:

    durch die jetzt mehr lesende Mitarbeit an diesem blog kam es im Zusammenhang eines Beitrages zu einem mail-Kontakt mit einem Waldorflehrer (ruhendes Mitglied der AAG). Dieser sandte in den letzten Tagen mehrere Entwürfe von Schriftstücken. Hierbei werden mir Tatsachen innerhalb der AAG bekannt, welche die ganze Misere der AAG abgrundtief veranschaulichen und so zu den Hinweisen mit Herrn Clement passen. Wäre die Verantwortung eines Vorstandes nicht auch hinsichtlich der "Freien Vereinigung" notwendig?! Da diese Organisation sich bewußt zum Ziele setzt nur der Person Frau Halle und ihren Intentionen zu dienen, ist es "legitim" Vorträge im Namen der AAG in Berlin zu veranstalten, in denen öffentlich bekanntgegeben wird, Frau Halle wird (letztlich zu tiefst okkulten Fragen mit Steiner) sprechen, jedoch darauf verwiesen wird, es bedarf der ("rosa" oder "blauen") Mitgliedskarte, also sogar Vorträge explizit for Mitglieder der "Freien Hochschule für Geisteswissenschaft"?! Es muß ja für Dritte der Eindruck entstehen, besonders wenn mit den Terminen auch Inhalte der Vorträge als Überschrift bekanntgegeben werden, die Anthroposophen sind inzwischen eine Sekte. Organisatorisch wäre es die Aufgabe des Vorstandes, den Mitgliedern in Berlin anzuweisen, auf ihrer website enen Bereich für Mitglieder der AAG einzurichten, welche mit Passwort dann Zugang zu diesen "geheimen" Treffen haben, geheim, weil die Inhalte durch Nennung der Titel öffentlich Anstoß erregen müssen.

    Ich schreibe dies, ohne aus den Inhalten der mir zugesandten Schriften ( die noch nicht zur Veröffentlichung freigegeben sind ) zu zitieren, doch wurde mir nun in Beispielen, Einzeilheiten bekannt, das Hauptproblem der AAG, ihrer Mitglieder ist die "Fraktionsbildung" von Anhängern verschiedener "neuer Hellseher", welche sich sogar gegenseitig mit direkt schikanösen Worten begegnen. Insofern wäre tatsächlich eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Werke Rudolf Steiners hilfreich. Mir war bisher nicht bekannt, Steiner saß einer "Zeitungsente" auf, mitzuteilen, die Osterinseln seien untergangen. Hat Steiner diese Bekanntgabe an Anthroposophen nicht mit Hinweis auf die Zeitung getätigt, dann darf und kann ein schräges Licht auf Steiner fallen, genauso wie seine hellseherische Hinweise auf den Mars und den Zuständen des Bodens auf dem Mars vollkommen falsch waren, spätestens seit die Menschen indirekt den Mars besuchten (technisch). Es darf dann die wissenschaftliche Frage entstehen, warum Steiner solche "hellseherische" Einzelheiten an die Mitglieder streute. Was wollte er bewirken?! Öffnen sich die Vertreteter der Anthroposophie nicht dem wissenschaftlichen Denken, wird mit den "neuen Hellsehern" nur Illussion gezeugt, unabhängig der Motive, die wie es sich manchmal doch zeigt, vor allem den wirtschaftlichen Erfolgen dienen.

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    1. Nachtrag, um Missverständnisse zu vermeiden:

      die Anweisung des Vorstandes ist vor allem dadurch rechtlich gefertigt, da Frau Halle und Herr Tradowsky die Kontrolle der Mitgliedsausweise übernehmen oder beauftragen, dieser rechtliche Akt letztlich von dem Vorstand zu verantworten ist, vor allem wenn er öffentlich mit okkulten Hinweisen, Fragen verbunden ist. In der Gegenwart entsteht der berechtigte Eindruck des ungerechtfertigten Ausschlusses Dritter, welche berechtigtes Interesse an den öffentlich bekanntgegeben Themen zeigen, so wie dies Herr Clement auch tut. Sogar wenn Herr Clement persönlich negativ zur Person Steiners eingestellt sein sollte, kann seine wissenschaftliche Arbeit, welche dann auch öffentlich überprüft werden kann, wertvolle Hinweise gerade für Anthroposophen bieten, um Steiner, sein Werk und sich dann selber noch besser zu verstehen. - Danke für das Lesen.

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    2. Danke für das Schreiben, Herr Seler (schön mal wieder von Ihnen zu hören)!

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  5. Im Text von Michael steht geschrieben:

    „Da herrscht intern offenbar an Stellen und in Kreisen eine Art Brunft in Bezug auf die eigene, exklusive Deutungshoheit am Werk.“

    So ein illusionäres Erleben einer Deutungshoheit, das scheint mir, nach wie vor, im Seelenleben des Menschen eine notwendige Konstitution dieses Seelenlebens selbst zu sein.

    Gerade benanntes Erleben ist wohl eine Schubkraft dafür, das es, anhand ihrer, die momentane „Anthroposophische Gesellschaft“ überhaupt noch gibt. Und dass das so ist, das ist gut so.

    Wofür? Wohl auch dafür, das innerhalb dieser Gesellschaft, wie in deren sich Auswirken im übrigen Leben, solche Begegnungen sich darleben können, wie z.B. auch diejenigen es sind, die hier im Blog möglich sind.

    Denn, offenkundig sind, ebenso nach wie vor, diejenigen, die sich einen anderen Umgang miteinander und dabei in einem gegenseitigen Bezug ihres Verständnisses des Schaffens Rudolf Steiners, in der Not, sich miteinander so organisieren zu können, mehr noch das so zu wollen, dass dabei ein verbindlicher Arbeitszusammenhang im Leben und so im Lebensbereich eines jeden Mitwirkenden, sich herausbilden kann.

    Die oben erwähnte Notwendigkeit scheint sich also zudem auch in denjenigen darzuleben, die eben Gesagtes sich zwar irgendwie herbeisehnen, aber vor dem Rätsel stehen, wie das zu bewerkstelligen sei.

    Die noch ausstehenden Lösungen für dieses Rätsel scheinen es also zu sein, die sich einerseits in der Not derjenigen ausleben, die „Deutungshoheit“, anhand illusionärer Schubkraft, darzuleben haben.

    Und das wird sich wohl bis dahin auszuleben haben, bis andererseits die Not in denjenigen, die den anderen Umgang ersehnen, gewendet werden kann. Wie? Indem diejenigen, die den anderen Umgang bislang als ein Herbeisehnen darzuleben haben, diejenigen Illusionen ihrerseits einzusehen und zu wandeln beginnen, die einen notwendigen wie anderen Umgang mit dem Schaffen Rudolf Steiners zurückhalten.

    Dass das Lebensgeschehen selbst es ist, das so einen anderen Umgang zurückhält, ist also ersichtlich. Und wofür?

    Offensichtlich dafür, das die im Leben noch bestehenden Illusionen weiterhin abgebaut werden können.

    ~ B.



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    1. Lieber Burghard, Du schreibst: "Die oben erwähnte Notwendigkeit scheint sich also zudem auch in denjenigen darzuleben, die eben Gesagtes sich zwar irgendwie herbeisehnen, aber vor dem Rätsel stehen, wie das zu bewerkstelligen sei." Das ist wohl wahr. Das Rechthaberische, das Bedürfnis nach Alleinvertretung in der Deutung nimmt allerdings leicht exzessive Formen an, da es seine Befindlichkeit an der Herabwürdigung der Positionen Anderer fest macht, an Ab- und Ausgrenzung. Im Extremfall behauptet diese Alleinvertretung, es gäbe gar keinen Interpretationsbedarf, da sich die eigene Position direkt aus den überlieferten Texte ergeben würde. Dann entwickelt sich eine Art quasi- religiöser Ableitung- die eigene Positionierung sei "von oben", von der "geistigen Welt" gegeben. Manche fantasieren von "höherer Wahrnehmung", die keine Diskussion mehr nötig (und möglich) macht. Da steht das sektierische, separatistische, extreme Rechthaben dann da und gibt sich als Anthroposophie aus. Mag sein, dass das stabilisierend für bestimmte Gruppierungen ist. Aber es macht anthroposophisches Arbeiten unmöglich.

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    2. Lieber Michael,

      während Du schreibst:

      „Aber es macht anthroposophisches Arbeiten unmöglich.“, dabei schaust auf etwas hin. Dir, wie besagter Arbeit nachspürend, eben darauf, wie so eine Arbeit in deinem Horizont erscheint. Denn, das ist die Voraussetzung für deine Aussage.

      Daher nun meinerseits eine Bitte an dich: Das Du, im Anriss, hier schilderst, wie Du deinerseits anthroposophisches Arbeiten, in anderen Umständen, tätigen würdest.

      ~ B.

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  6. Das Problem mit der Deutungshoheit innerhalb der Anthroposophenschaft erlebe ich viel weniger dramatisch, als es hier dargestellt wird.
    Das eigentliche Problem scheint mir eher in der Tatsache zu liegen, dass man in mehr oder weniger direkter Weise versucht, in der Öffentlichkeit Steiner unter dem Deckmäntelchen vermeintlicher Wissenschaftlichkeit als einen Eklektiker abzustempeln, der auch nichts anderes für das Finden seiner sogenannten geisteswissenschaftlichen Ergebnisse nutzte als den gewöhnlichen Intellekt und sich somit mehr oder weniger alles bei diversen anderen Schriftstellern zusammenklaubte und meinetwegen das Ganze noch ein wenig aus der eigenen Phantasie ergänzte oder erweiterte.
    Bei Zander war dieser Vorwurf noch relativ klar nachzulesen und bei Ch. Clement scheint sich auch alles in diese Richtung zu bewegen. Jedenfalls muss man zu diesem Schluss kommen, wenn man Pietro Archiatis kritische Auseinandersetzung mit Ch. Clements Einleitung zu seinem Band 5 der sogenannten SKA liest (Pietro Archiati ,"Der Intellektualismus und die Anthroposophie").
    Wenn dem tatsächlich so wäre, d. h. das beide Autoren diese Schlussfolgerung ernsthaft vertreten und wenn dann beide vollständig zu dem stehen würden, was sie infolgedessen als ihr wissenschaftliches Forschungsergebnis veröffentlichen werden bzw. veröffentlicht haben, dann müssten Sie Steiner mindestens als einen Wirrkopf mit starkem Hang zur Lügenhaftigkeit bezeichnen. Denn das nachfolgende Zitat aus der letzten Vorrede Steiners zu seiner "Geheimwissenschaft im Umriss" ließe keinen anderen Schluss zu.
    Die folgenden Worte Steiners weisen jegliche eklektizistische Tätigkeit weit von sich:


    "Meinen Schauungen in der geistigen Welt hat man immer wieder entgegengehalten, sie seien veränderte Wiedergaben dessen, was im Laufe älterer Zeit an Vorstellungen der Menschen über die GeistWelt hervorgetreten ist Man sagte, ich hätte mancherlei gelesen, es ins unterbewußte aufgenommen und dann in dem Glauben, es entspringe aus dem eigenen Schauen, zur Darstellung gebracht. Aus gnostischen Lehren, aus orientalischen Weisheitsdichtungen usw. soll ich meine Darstellungen gewonnen haben.
    Man ist, indem man dieses behauptet hat, mit den Gedanken ganz an der Oberfläche geblieben.


    2. Teil Folgt

    hr

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    1. Meine Erkenntnisse des Geistigen, dessen bin ich mir voll bewußt, sind Ergebnisse eigenen Schauens. Ich hatte jederzeit bei allen Einzelheiten und bei den großen Übersichten mich streng geprüft, ob ich jeden Schritt im schauenden Weiterschreiten so mache, daß voll besonnenes Bewußtsein diese Schritte begleite. Wie der Mathematiker von Gedanke
      zu Gedanke schreitet, ohne daß Unbewußtes, Autosuggestion usw. eine Rolle spielen, so — sagte ich mir — muß geistiges Schauen von objektiver Imagination zu objektiver
      Imagination schreiten, ohne daß etwas anderes in der Seele lebt als der geistige Inhalt klar besonnenen Bewußtseins.
      Daß man von einer Imagination weiß, sie ist nicht bloß subjektives Bild, sondern Bildwiedergabe objektiven Geistinhaltes, dazu bringt man es durch gesundes inneres Erleben.
      Man gelangt dazu auf geistig-seelische Art, wie man im Bereich der Sinnesanschauung bei gesunder Organisation Einbildungen von objektiven Wahrnehmungen richtig unterscheidet.
      So hatte ich die Ergebnisse meines Schauens vor mir. Sie waren zunächst «Anschauungen», die ohne Namen lebten. Sollte ich sie mitteilen, so bedurfte es der Wortbezeichnungen.
      Ich suchte dann später nach solchen in älteren Darstellungen des Geistigen, um das noch Wortlose in Worten ausdrücken zu können. Ich gebrauchte diese Wortbezeichnungen
      frei, so daß wohl kaum eine derselben in meinem Gebrauche zusammenfallt mit dem, was sie dort war, wo ich sie fand.
      Ich suchte aber nach solcher Möglichkeit, mich auszudrükken, stets erst, nachdem mir der Inhalt im eigenen Schauen aufgegangen war. Vorher Gelesenes wußte ich beim eigenen forschenden Schauen durch die Bewußtseinsverfassung, die ich eben geschildert
      habe, auszuschalten.
      Nun fand man in meinen Ausdrücken Anklänge an ältere Vorstellungen. Ohne auf den Inhalt einzugehen, hielt man sich an solche Ausdrücke. Sprach ich von «Lotosblumen» in dem Astralleib des Menschen, so war das ein Beweis, daß ich indische Lehren, in denen man den Ausdruck findet, wiedergäbe. Ja, sprach ich von «Astralleib», so war dies das Ergebnis
      des Lesens mittelalterlicher Schriften. Gebrauchte ich die Ausdrücke: Angeloi, Archangeloi usw., so erneuerte ich einfach die Vorstellungen chrisdicher Gnosis.
      Solches ganz an der Oberfläche sich bewegende Denken fand ich immer wieder mir entgegengehalten."


      Insofern frage ich mich, warum man sich so viel Mühe mit einem Menschen macht, den man seinen Recherchen und Schlussfolgerungen nach konsequent betrachtet für einen Hochstapler und Lügner halten müsste. Die in solch einem Fall zu stellende entscheidende Frage ist immer die Gleiche: Wer profitierte davon, wenn man die Anthroposophie und somit zuallererst Steiner kaltstellt?

      Eine Antwort könnte sein: Es profitieren alle diejenigen, denen die (geistige) Freiheit des Individuums ein Dorn im Auge ist, weil selbige ihren persönlichen Zielen und Interessen zuwiderläuft.

      Dieses Kaltstellen kann aber nur gelingen, wenn man Steiner erfolgreich das abspricht, was er jedoch unbedingt für sich in Anspruch genommen hat, sein weiterentwickeltes Denken hin zu den Fähigkeiten der Imagination, Inspiration und Intuition. Allein diesen Fähigkeiten verdankt die Anthroposophie ihre Existenz. Wie gesagt, was liegt da näher, als Steiner diese Fähigkeiten abzusprechen, um damit die Anthroposophie als eine Weltanschauung wie jede beliebige andere bezeichnen zu können, um dann den Menschen einreden zu können: Alles ausgedachtes Zeug Leute, geht wieder zurück an die Arbeit ...

      Dagegen ist alles Reden um irgendeine Deutungshoheit Kleinkram.

      hr

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    2. @Stephan Birkholz

      :-) Suchtst du wieder eine Unterhaltung?

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    3. Das überflüssige t ist zu streichen :-)

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    4. Ich versuche zu selektieren, wo aus der Unterhaltung Inhalt hervorgehen könnte.
      Allerdings bin ich schwer am überlegen, ob ich meine Unterhaltungen zukünftig immer noch öffentlich zugänglich machen sollte (also auch für 'Anonym ohne Unterschrift') oder ob ich meine Unterhaltung nur jenen Persönlichkeiten zugänglich mache, die gemäß meiner Statute (ich habe bislang nur eine und die muss ich mir auch noch richtig überlegen) in meiner Person etwas allgemein (und natürlich auch zutiefst) Berechtigtes sehen - zumindest was den UNTERHALTUNGSWERT betrifft.

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    5. Es ist schon ziemlich schwierig, Sprache zu erfinden die Anderen als Neu erscheint. Vor allem wenn es um Geistiges geht fällt ja irgendwie auf, dass selbst Menschen verschiedener Erdteile oft die Selben Begriffe haben, in ihrer jeweiligen Sprache. Ich finde die Worte Rudolf Steiners aber schon sehr eigen.

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    6. Wenn man wirklich herausfinden will, ob Archiatis Schrift wirklich als "kritische Auseinandersetzung" mit der SKA gelten kann oder nicht vielmehr das von Unterstellungen und Erfindungen strotzende Machwerk eines nur sein eigenes Feindbild darstellenden Fanatikers ist, dem kann man nur eins raten: nämlich die Einleitung zu Band 5 mal selbst zu lesen.

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    7. @Kerstin

      "Es ist schon ziemlich schwierig, Sprache zu erfinden die Anderen als Neu erscheint"

      Das mit dem 'Neu erscheinen' ist nicht so schwierig - Wort-Neu-/ bzw. Umschöpfungen ist ja die Königsdisziplindarin der Anthroposophie von der ersten Stunde an.
      Die Dinge bei einem anderen Namen zu nennen um ihnen 'näher' zu kommen...

      Aber die Fähigkeit zur Schöpfung neuer Sprachkonstrukte, die nicht befremdlich bis gehirnamputiert klingen, ist nur ganz wenigen Begnadeten gegeben...

      Vgl.:

      "Initiative Entwicklungsrichtung Anthroposophie", "Arbeitsgruppe auf sachlichem Felde"

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    8. @ hr
      ... um nur mal ein Beispiel zu nennen: wenn Steiner allen Ernstes aus seiner "geistigen Schau" heraus mitteilt, die französische Sprache sei eine dekadente Sprache, die auch noch bald (nicht nur) des Franzosen Blut verderben würde, dann ist es wohl berechtigt, Zweifel an solchen und anderen "Darstellungen des Geistigen" zu haben.

      Wer Auszüge aus Christian Clement's SKA liest, wird bald erkennen, dass er Steiner weder für einen Lügner, noch für einen Hochstabler hält, geschweige denn ihn "kalt" stellen möchte – im Gegenteil.

      Und wenn Ch.C. Steiner's sehr evidente Verbindung zum Deutschen Idealismus heraus arbeitet, dann sind da auch keine "Widersacherkräfte" am Werk, die die Anthroposophie vernichten möchten, sondern da macht sich jemand die Mühe, sich mit Historie und Steiners Werdegang auseinander zu setzen.

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    9. Danke, Friederike!

      ...insbesondere für den Part mit dem 'Deutschen Idealismus'.

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    10. @ Christian Clement

      Gerne würde ich die Einleitung selber vollständig lesen, nur sind mir 88 Euro etwas viel für eine Einleitung, denn die ist offensichtlich nur im Zusammenhang mit dem ganzen Band 5 zu bekommen.
      Wenn Sie einen Downloadlink nur für die Einleitung haben und zur Verfügung stellen, dann würde ich den sicherlich nutzen, um zu schauen, ob der Fanatiker-Vorwurf in Richtung Archiati zutrifft.

      hr

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    11. Würde ich ja gern, aber leider gehören die Rechte zu meinem Buch nicht mir, sondern dem Verleger. Und der fände es gar nicht so toll, wenn von dem unter hohen Kosten hergestellten Buch Kopien so frei herumschwirren würden. Aber es gibt ja Bibliotheken. Oder wenden Sie sich an an die Anthroposophische Vereinigung in der Schweiz. Dort, so hat man mir erzählt, werden Raubkopien an alle möglichen Leute verschickt, um den den Widerstand gegen die SKA zu mobilisieren...

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    12. "Dort, so hat man mir erzählt, werden Raubkopien an alle möglichen Leute verschickt, um den den Widerstand gegen die SKA zu mobilisieren..."

      Das liest sich alles so wie 'Enid Blyton - Fünf Freunde' - hat eigentlich gaaaar nichts von einem wirklichen geisigen Streiten in michaelischem Sinne...
      //
      Speziell auch das hier

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    13. Aber eigentlich tragen diese Verhaltensmuster die hochgradig behandlungsbedürftigen Signaturen paranoider Persönlichkeitsstörungen...

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    14. :-) Übrigens hat, wenn ich mich recht erinnere, Pietro Archiati sich dagegen gewehrt, seine gegen die SKA gerichtete Schrift in voller Länge auf Christian Clements website zitiert zu finden – auch er findet es wohl toller, wenn man seine Bücher kauft...

      Ich habe Archiatis „Geisteswissenschaft im 3. Jahrtausend. Anlässlich der Erscheinung von SKA Band 5“ jedenfalls vollständig gelesen (also nicht nur die hier zu findenden Auszüge), und ich kann den Ausführungen Friedrich Greubs dazu sehr viel abgewinnen.

      Lieber hr,
      meinst Du tatsächlich, allen Ernstes, die gewaltige Arbeit, die Christian Clement sich seit Jahren macht (und nicht nur mit der SKA, sondern auch mit der online-Ausgabe), geschieht einzig und allein deshalb, um Rudolf Steiner „kaltzustellen“, weil Clement »die (geistige) Freiheit des Individuums ein Dorn im Auge« ist?
      Ich staune.
      Also, mir käme das schon ein bisserl gar unverhältnismäßig vor.

      Überhaupt, da ich den Eindruck habe, daß die Anthroposophie auch ohne derartige Bemühungen relativ „kaltgestellt“ ist (jedenfalls scheint sie mir hier in Österreich in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion kaum von Bedeutung zu sein; aber vielleicht ist das ja in Deutschland anders. Würde mich freuen.).

      Herzlich,
      Ingrid

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    15. Liebe Ingrid,
      ein Samenkorn könnte man ja auch als 'kaltgestellt' bezeichnen, wähend es über Winter im gefrorenen Erdreich auf sein Keimen im Frühjahr wartet...

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    16. Liebe Ingrid,

      vielen Dank für das Posten dieses links zu Friedrich Greubs Antwort auf Archiati.
      http://media.wix.com/ugd/b7aa4c_ca752d4171fb4ca78f5153dcb2330975.pdf

      Und das, was Greub da darstellt, ist ja nur eine kleine Auswahl der gröbsten Missverständnisse. Man könnte einen langen Essay zu dem Thema schreiben, und ich bin schon mehr als einmal versucht gewesen, eine solche Replik zu schreiben, wie Steiner damals gegen Max Dessoir (GA 21). Aber ich finde dann doch, dass solche Repliken letztlich von Anthroposophen selbst geschrieben werden müssen. Denn wenn ich als vermeintlicher Nicht-Anthroposoph einer Prominenz wie Archiati nachweisen würde, dass er an meinem Text völlig vorbeipolemisiert, würde man dem schon von vornherein misstrauen und reine Gegenpolemik vermuten. Und überhaupt ist ja das Problem "Archiati" wie überhaupt das Problem "SKA-Hysterie" kein Konflikt zwischen "Anthroposophie" und "Wissenschschaft". Das ist reine Maya, die von Leuten wie Archiati (bewusst oder unbewusst) erzeugt wird, um vom eigentlichen Problem abzulenken. Denn das eigentliche Problem hier ist in Wirklichkeit ein inneranthroposophisches, nämlich die Folge eines Nichtaufarbeitens der theosophischen Altlasten und des Steinerglaubens innerhalb der Anthroposophie, und das müssen die Anthroposophen daher auch schon selbst irgendwie in den Griff bekommen. - Ich warte immer noch auf den michaelischen Champion, der hier als Anthroposophe in die Schranken tritt und diesen unbewältigten Drachen ein für alle Mal den Gar ausmacht. Oder der zumindest von anthroposophischer Seite aus darstellt, was für aufgeblasene Blender und Steiner im Kern nicht verstehende Pseudodenker Leute wie Archiati und andere wirklich sind. Ich werde den Eindruck nicht los, dass DAS es nämlich ist, wovor Archiati wirklich (wahrscheinlich ohne es selbst zu wissen) Angst hat, und er deshalb die Sorge um eine "Verintellektualisierung" der Anthroposophie vorschiebt, damit alle Energie sich auf die Abwehr des bösen Clement und anderer "äußerer Gegner" richtet, und keiner auf den Gedanken kommt, vielleicht sogar inspiriert von der SKA, bei Archiati mal genauer nachzuhaken und aufzudecken, was da eigentlich übrigbleibt, wenn mal alle Nachbeterei Steiners weggenommen wird. Oder was es eigentlich bedeutet, wenn ein Anthroposoph eine Edition "Steiner for Dummies" herausgibt, welche den Leser so entmündigt, dass sie ihm nicht zutraut, Steiner im Original vertragen zu können. .... Aber wie gesagt, solche Fragen sollten die Anthroposophen sich selbst stellen.

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    17. Bei der Beurteilung der Äußerungen von Menschen (eines gewissen Lebensalters) muss man natürlich auch immer 'dementielle Symptome' prüfend in den Bereich des 'Möglichen' mit hineinnehmen.
      Das gilt wohl um so mehr, je unbeweglicher das Weltbild der betreffenden Person ohnehin schon angelegt ist.
      //
      Ich sage das ausdrücklich nicht mit beleidigender Absicht, sondern aus über 20 Jahren professioneller, beruflicher Erfahrungen mit dementiellen Phänomenen.

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    18. Das nur ganz allgemein (und natürlich ohne jede Hindeutung auf konkrete Personen) - aber wenn' s eben zu abstrus wird, muss man in alle Richtungen denken...

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    19. ...da in diesem BLOG (fast) nichts tabuisiert wir, kann auch dieses Theme beim Willen zur umfassenden Betrachtung nicht tabuisiert werden - das wäre vollkommen an den Phänomenen der Zeit vorbeigedacht.

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    20. Aber, Herr Clement:
      Speziell das Thema 'Ängste vor dem Zusamenbruch des eigenen Schein-Sein-Weltbildes', das Sie in letzter Zeit an unterschiedlichen Stellen immer mal wieder zwischen den Zeilen aufgegriffen haben, scheint mir sehr zentral und ausbaufähig (ich hatte Ihnen das ja an anderer Stelle schon mal erwähnt).

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  7. Ganz an der Oberflache bleiben ist leider Gsinnung geworden vieler unser Zeitgenossen.

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    1. Da fragte ich letzte Woche noch in die Runde. Nach einem speziellen Grundsatz bezüglich der Aufnahme jeweils anders denkender Menschen in den Kreis derer, die "Anthroposophie irgendwie gut finden, für spannend halten, oder so ..."
      Der Grundsatz Vier, oder wie der heißt, wo es doch geschrieben steht, daß jeder "mitspielen" darf, der in der Anthroposophie "was berechtigtes" sieht! Wo ich zuvor noch sagte: "Da ist ein Inhalt in den ...Statuten.."...heißen die..".. der von jedem halbwegs klugen Menschen - ü b e r t r a g e n - werden kann.." .. Transferleistung wird das in der Schule genannt... sogar ein so schöner Grundsatz wird enteignet - der Besitzer dieses "Statuts" ist meines Erachtens die Öffentlichkeit gewesen, also jeder.
      .. enteignet wird eine bunte wilde Wiese, wo alles wachsen darf.. um zugebaut zu werden, nämlich für ein Parkhaus "für jeden"! "Jeder" ist praktisch Autobesitzer? Nur, weil Leute, die ein großes Auto haben, schon längst nicht mehr zu Fuß gehen. Auch eigenes Denken, das ist "zu Fuß" gehn. Am besten barfuß.
      Mit ein Grund, warum ich gar nicht mehr soviel lese, und auf Eloquenz für eine Weile lieber verzichte: Damit mich das Leben selber wieder auf die bloßen Fußsohlen trifft. Damit ich erst einmal sprachlos bin, bevor ich die Dinge - mir selber für mich selbst zuerst - zu verstehn wage. (Aber im Prinzip lese ich gern, und werde, so ich mal Zeit finde, auch in die SKA hineinschnuppern, und mich da ein wenig durchexzerptieren..)
      m.butty

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  8. STRENG GEHEIM ... weitere Entwicklungen in der Sache IEA gegen Clement:

    Sehr geehrte Frau Juel,
    Sehr geehrter Herr Tüscher,

    Bezugnehmend auf die jüngst im Internet entflammte Debatte über meine Ablehnung als Abonnent des Nachrichtenblattes möchte ich Ihnen mitteilen, dass es nicht meine Absicht war, in irgendeiner Weise eine Kampagne gegen ihr Blatt zu starten. Auch habe ich niemanden gebeten, die Angelegenheit in dieser Form in die Öffentlichkeit zu bringen; das haben die entsprechenden blogger aus eigener Initiative getan. Ich hatte lediglich in einem online-Gespräch den Sachverhalt geschildert, weil ich danach gefragt worden war.

    Aus meiner Sicht verlief die ganze Sache so, dass Sie zunächst in Aussicht gestellt hatten (sowohl in Ihrem Blatt wie auch in Ihrer 1. email an mich), jeder der in der Anthroposphie (bzw. in der durch die Weihnachtstagung gegebenen Richtung derselben) etwas Berechtigtes sehe, könne das Blatt beziehen; dann aber – entgegen ihren eigenen Aussagen - darauf bestanden, dass man Mitglied sein müsse (vgl. Ihre 2. Email unten). Das habe ich als eindeutiges Signal empfunden, dass Sie mich – aus welchen Gründen auch immer - nicht in die Abonenntenliste aufnehmen möchten, und das habe ich in dem besagten blog erwähnt.

    Wenn das alles also ein Missverständnis war, können wir die Sache vielleicht noch einmal angehen: Ich möchte Sie hiermit fragen, ob Ihr Blatt von Nichtmitgliedern bezogen werden kann und, falls ja, hiermit darum bitten, mich als Abonnenten aufzunehmen. Dass ich in der Anthroposophie etwas Berechtigtes sehe und im Interesse Rudolf Steiners in der Welt wirke, sollte ja wie gesagt aus meiner Arbeit deutlich hervorgehen; aber wenn es denn in diesem Wortlaut so gesagt werden muss, damit ich das Blatt beziehen kann, so sei es hiermit ausgesprochen.

    Mit freundlichen Grüßen und in Hoffnung, dass damit alle Missverständnisse und Hindernisse beseitigt sind,
    Ihr Christian Clement
    ________________

    Sehr geehrter Herr Clement,

    besten Dank für Ihr Email von heute Mittag, wir werden es in der Redaktion durchsprechen.

    Zuvor noch folgende Frage: Sie haben auf Ihrer Website mehrere Auszüge, sowie komplette Texte aus unserem Blatt publiziert. Unser Copyright lautet auf "alle Rechte vorbehalten". Darf ich fragen, wie Sie sich dazu stellen?

    Mit freundlichen Grüssen,
    Roland Tüscher

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  9. STRENG GEHEIM (Fortsetzung)

    Sehr geehrter Herr Tüscher,

    vielen Dank für Ihre Rückantwort und die Inaussichtstellung einer baldigen Antwort.

    Was das Einstellen der Artikel auf meiner Webseite angeht, so gehe ich von meiner allgemeinen Erfahrung aus, dass Autoren und Zeitschriften bei derart kurzen Texten, wie die mit denen wir es hier zu tun haben, keine copyright-Bedenken haben. Denn im allgemeinen veröffentlichen Autoren Ihre Texte ja in der Absicht, dass Sie von möglichst vielen gelesen werden; und Zeitschriften melden in der Regel nur dann Bedenken an, wenn sie durch die externe Veröffentichung von Artikeln finanzellen Schaden befürchten müssen - was ja in Ihrem Beispiel nicht der Fall ist. Sie sind denn auch der Erste, der in dieser Hinsicht Bedenken anmeldet.

    Falls Sie aber der Ansicht sind, dass Ihrem Blatt oder den Autoren durch die Veröffentlichung auf meiner Seite irgend ein Schaden entsteht, oder falls sie sonst irgendwelche Gründe haben, warum die Texte nicht allgemein zugänglich sein sollten, werde ich gern Ihren Wünschen nachkommen, die Volltexte vom Netz nehmen und mich auf Ausschnitte beschränken, wie sie auch von geschützten Texten nach allgemeiner Praxis jederzeit zitiert werden dürfen.

    Mit besten Grüßen und herzlichem Dank für Ihre Bereitschaft, meine Anfrage erneut zu bedenken,
    Christian Clement
    __________________


    Sehr geehrter Herr Clement,

    wir haben inzwischen den Egoistenblog gelesen. Dazu haben wir die Frage, ob Ihnen bekannt ist, wie deren Redaktion an die nun veröffentlichte Korrespondenz gelangt ist und ob sie vertraulich oder offen weitergegeben wurde.

    Mit freundlichen Grüssen,
    Roland Tüscher

    PS - Wie Sie sehen, tauchen bei uns durch die Kenntnis der Zusammenhänge Fragen auf. Auf die Abofrage werden wir aber auf jeden Fall zurückkommen.


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  10. STRENG GEHEIM (Teil III)

    Sehr geehrter Herr Tüscher,

    Vielen Dank für Ihre erneute Nachfrage. Ich will ganz ehrlich sein: ich verstehe nicht recht, was die öffentliche Mitteilung der Korrespondenz zwischen Ihnen und mir mit dem Bezug des Nachrichtenblattes zu tun hat. Die emails, die zwischen uns ausgetauscht wurden, waren nicht vertraulich, ja nicht einmal privat; es handelte sich um eine rein geschäftliche Korrespondenz, in deren Weitergabe ich weder ein rechtliches noch ein moralisches Problem sehen kann. Indem Sie mich danach fragen, erwecken Sie den Eindruck, als werde meine Anfrage nach Bezug Ihres Blattes von Ihrer Einschätzung meiner moralischen Integrität abängig gemacht. Bitte korrigieren Sie mich, wenn ich hier falsch liege. In Zukunft jedenfalls lassen Sie mich bitte wissen, wenn Sie Ihre Mitteilungen an mich vertraulich behandelt sehen möchten; dem werde ich dann gern und selbstverständlich nachkommen.

    Zurückkommend auf das eigentliche Thema unseres Austausches würde ich Sie bitten, in Ihren Beratungen darüber, ob ich zum Bezug des Nachrichtenblattes qualifiziert bin, von einer moralischen Bewertung meiner Motive und meines Charakters abzusehen und sich schlicht an das eine von Ihnen öffentlich formulierte Kriterium halten.

    Ich möchte an dieser Stelle vielleicht auch noch kurz die Gründe offenlegen, warum ich mich – nach meinem ersten gescheiterten Antrag – nun noch einmal an Sie wende. Ich tue dies nicht primär, um das Nachrichtenblatt lesen zu können. Ich habe genug Freunde und Bekannte in der Szene, die gern Ihr Exemplar des Nachrichtenblattes mit mir teilen. Ich tue dies, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, Ihre ablehnende Haltung von damals zu überdenken und mir, gemäß den von Ihnen formulierten Kriterien und ohne mich einer Gewissensprüfung zu unterziehen (die ich wohl von den Mormonen her kenne, von einem Anthroposophen aber nicht erwarten würde), den direkten Bezug zu gewähren. Dann hätte alles seine Ordnung. Oder aber, zweitens, möchte ich Ihnen die Möglichkeit zu geben, mich und die Öffentlichkeit über die wirklichen Kriterien, aufzuklären, welche in der Entscheidung für oder gegen einen Abo-Antrag für Sie ausschlaggebend sind. Ich hätte ja nichts dagegen, wenn Sie mir das Blatt aus dem Grund nicht zukommen lassen wollen, weil Sie mich für einen Gegner der Anthroposophie halten. Oder weil Sie meinen, ich würde mich moralisch nicht korrekt verhalten. Oder aus sonst irgendwelchen Gründen. Das ist ja Ihr Recht. Aber dann sprechen Sie das doch bitte deutlich aus und erwecken Sie nicht in der Öffentlichkeit den falschen Eindruck, als sei die Anerkennung der Berechtigung Ihrer Arbeit das einzige Kriterium für den Bezug Ihres Blattes. In einem Wort: mir geht es in der gegenwärtigen Angelegenheit, wie auch in meiner Arbeit an der SKA, vor allem um Offenheit, Aufrichtigkeit und Transparenz im Umgang mit der Anthroposophie.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Christian Clement

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    1. "und sich schlicht an das eine von Ihnen öffentlich formulierte Kriterium halten."

      JAAAAA!!!!!!!

      [ist aber nicht kompatibel mit einem Exclusiv-Extra-Gurusojawurst-Marketing-Konzept]
      Das ist nämlich wie mit einem Orden (und wenn er nur aus Blech ist): Er ist nur dann etwas Wert, wenn ihn nicht jeder bekommt!

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    2. Besonders wertvoll ist ein Orden dann, wenn man gar nicht weiss was man anstellen muss um ihn zu erhalten - wenn er einfach nur von 'Kaisers Gnaden' (oder noch höher) kommt...

      [Leute ist das alles albern]

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    3. Und ich glaube tatsächlich, dass solche Albernheiten - wenn sie ans Licht (einer wohlwollenden aber kritisch denkenden) Öffentlichkeit kommen- mehr Schaden am anthroposophischen Gemeinschaftswerk anrichten, als tausend noch-so-kritische Bänden SKA es könnten.

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    4. Es ist eben der 31. November: wo man hinsieht nur hohle und fremdbeleuchtete Kürbisköpfe, die einem Angst einjagen wollen.

      HAPPY HALLOWEEN !!!

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  11. Seufz.

    Ich „oute“ mich hiemit: ich habe an dieser leidigen Affäre mitgewirkt. Ich hatte nicht im Traum erwartet, daß das dabei herauskommt, und bitte alle Beteiligten um Verzeihung für meine Ungeschicklichkeit.

    Es kann wohl niemand etwas dagegen haben, daß ich – der Vollständigkeit halber: wenn schon, denn schon! Happy Halloween! – nun meine eigenen mails hier hereinstelle, die ich gestern und heute an die IEA geschrieben habe.
    Die Antworten werde ich freilich nicht veröffentlichen, dazu fühle ich mich nicht berechtigt; ich überlasse es daher der Phantasie der Leser, sie sich vorzustellen.

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    1. (Teil 1)

      29.10., 15.56
      Liebe Kirsten Juel, lieber Roland Tüscher,

      vor ein paar Tagen habe ich einen kleinen Aufsatz zum Thema (unter anderem) SKA ins Netz gestellt:
      Saatgut oder Nahrung? Zum Umgang mit dem Erbe Rudolf Steiners

      Ich schreibe Ihnen das nicht etwa, weil ich Sie bitten will, diesen Aufsatz im „Nachrichtenblatt“ zu veröffentlichen (auch wenn ich mich natürlich freuen würde, falls Sie ihn oder Teile davon aufnehmen oder sonstwie auf ihn hinweisen wollten), sondern ich schreibe Ihnen das deshalb, weil Christian Clement (den ich davor persönlich nicht kannte und auch jetzt nur „virtuell“ kenne) sich in den Kommentaren zu diesem Blogartikel zu Wort gemeldet hat. In einer Weise, wie man es von ihm wohl bisher noch nicht erlebt hat.

      Ich bitte Sie, das kurze Gespräch, das sich daraufhin zwischen ihm und mir entwickelt hat, zu lesen und sich selbst ein Bild zu machen – hier geht’s zu seinem ersten Kommentar.

      = = =

      Ich habe erfahren, daß Sie Christian Clement das Abonnement Ihres „Nachrichtenblattes“ verweigert haben, einerseits, weil Sie Zweifel haben, ob er — ich drücke es mal in meinen Worten aus: ob er nicht ein „Gegner“ der Anthroposophie ist, und andererseits, weil er nicht Mitglied der AAG ist.

      Falls das erstere der Grund sein sollte, so hoffe ich, daß Sie Ihre (für mich zunächst sehr begreifliche!) Ansicht ändern, wenn Sie die Kommentare Christian Clements zu meinem Artikel gelesen haben (ich meine insbesondere seinen dritten Kommentar).

      Falls Sie aber Ihr „Nachrichtenblatt“ wirklich nur Mitgliedern der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft zusenden wollen, dann mache ich Sie noch einmal darauf aufmerksam, daß auch ich kein Mitglied der AAG bin.

      Es würde mich schmerzen, wenn Sie mir daraufhin nun das Abo kündigen – denn mein Herz schlägt für die Anthroposophie, ich halte das „Nachrichtenblatt“ für eine wichtige und notwendige Initiative, die mir viel bedeutet - - - und ich würde es sehr vermissen.
      Aber ich möchte mich keinesfalls in ein falsches Mäntelchen hüllen und mich auf diese Weise als Leserin (und sogar auch als Leserbriefschreiberin) in einen Kreis von Menschen hineinschleichen, der für Nichtmitglieder geschlossen bleiben will.
      Deshalb war es mir so wichtig, meine Nichtmitgliedschaft Ihnen gegenüber von Anfang an offenzulegen – ich hänge diese mail unten an.


      Mit herzlichen Grüßen,
      Ingrid Haselberger
      ---
      26.11.2012, 16.50
      Liebe Kirsten Juel, lieber Roland Tüscher,

      vor kurzem wurde ich durch einen Freund auf Ihr „Nachrichtenblatt für Mitglieder“ aufmerksam – ich freue mich sehr über Ihre Initiative.

      Am liebsten hätte ich das Nachrichtenblatt sofort abonniert… allerdings handelt es sich ja um ein Nachrichtenblatt „für Mitglieder“, und ehrlicherweise möchte ich Ihnen nicht verschweigen, daß ich bisher nicht Mitglied der AAG bin.
      Die Gründe dafür, daß ich – obwohl ich mich längst als Teil der anthroposophischen Bewegung empfinde – bisher der AAG nicht beitreten konnte, liegen gerade in den Themen, die die Menschen in letzter Zeit im Nachrichtenblatt bewegen, und für die ich tiefstes Interesse habe.

      Nun las ich (hier), dieses Nachrichtenblatt werde für Mitglieder, „aber auch für Interessierte“ herausgegeben…
      Falls das wirklich so sein sollte und Sie es in sich finden, meinem Interesse entgegenzukommen (was ich mir von Herzen wünsche), bitte ich Sie darum, mich in den Kreis der email-Abonnenten aufzunehmen: mail-Adresse

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid Haselberger
      (Österreich)

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    2. (Teil 2)

      30.10., 10.12
      Lieber Roland Tüscher,

      verzeihen Sie, bitte, daß ich Ihre Zeit nochmals in Anspruch nehme.

      Es lag nicht in meiner Absicht, Öl ins Feuer zu gießen, und es täte mir sehr leid, wenn das dennoch geschehen sein sollte.

      Es ist mir halt nicht recht nachvollziehbar, weshalb Sie mir, der Ihnen völlig Unbekannten, aufgrund einer einzigen mail bereitwillig Ihr Nachrichtenblatt schicken, während Sie bei Christian Clement, der seit Jahren seine Arbeitskraft für Rudolf Steiner einsetzt (und ich meine nicht nur die leider heftig umstrittene SKA, sondern auch das Rudolf Steiner Online Archiv) - - - während Sie bei ihm einen längeren Diskurs für notwendig halten.

      Das halte ich für der anthroposophischen Sache nicht dienlich, und da diese mir sehr am Herzen liegt, geht es mir einfach nahe.
      Und auch wenn mir, ebenso wie Herrn Clement, natürlich nichts anderes übrigbleibt, als es zu akzeptieren: es fällt mir schwer…


      Herzliche Grüße,
      I.H.

      ===

      30.10., 18.49
      Lieber Herr Tüscher,

      ich hatte tatsächlich (via internet) zwei mails zu Gesicht bekommen, die sich in die von mir angedeutete Richtung mißverstehen ließen.

      Wie schon gesagt: es geht mir wirklich nicht darum, Öl in ein schwelendes Feuer zu gießen.
      Und jedenfalls wußte Herr Clement nichts von meinen mails an Sie, wie schon gesagt: ich kannte ihn gar nicht und „kenne“ ihn auch jetzt nur „virtuell“.
      Ich hoffe sehr, Sie haben nichts dagegen, daß ich ihm im Nachhinein meine mails an Sie und auch die Richtung Ihrer Antworten zur Kenntnis gebracht habe, um ihn darauf hinzuweisen, daß es sich offenbar um ein Mißverständnis seinerseits handelte. 

      Herzlichen Gruß,
      I.H.

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    3. (Teil 3)

      31.10., 10.30

      Lieber Herr Tüscher,

      leider gewinne ich allmählich den Eindruck, Sie wollen Christian Clement aus der Tatsache, daß Teile dieses Diskurses vor meine Augen gekommen sind, in irgendeiner Weise „einen Strick drehen“.
      Ich hoffe, Sie werden verstehen, daß ich, solange ich diesen Eindruck habe, nicht länger Ihre Informantin sein möchte.

      Aber vielleicht täusche ich mich ja, und Sie halten Christian Clement inzwischen nicht mehr für eine Art Trojanisches Pferd.
      Ich würde mich freuen, wenn Sie mir etwas dazu schreiben.

      Herzlichen Gruß,
      I.H.


      ===

      31.10., 10.59
      Lieber Herr Tüscher,

      ja, ich hatte natürlich damit gerechnet, daß Sie das finden (im in meiner ersten mail an Sie verlinkten Bloggespräch ist ja auch ein link zu diesem thread enthalten). Und ich freue mich, daß Sie das von selber gefunden haben, ohne meinen neuerlichen Hinweis - so komme ich mir jedenfalls nicht mehr wie eine Art „Spitzel“ vor.
      Es ist für mich sehr schwierig, mich hier gewissermaßen fast wie im Krieg (zumindest im Kalten Krieg) zu bewegen — das ist ganz und gar nicht das, was ich im Sinn hatte.

      Nun, ich hoffe, daß Sie nicht nur die Blogartikel, sondern auch die verschiedenen Kommentare Christian Clements lesen und sich selbst ein Bild machen werden.
      Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn ich in dieser Sache, entgegen meinen Befürchtungen, nichts verschlimmert haben sollte, sondern einfach etwas in Bewegung gebracht hätte.

      Herzlich,
      I.H.

      ===

      31.10., 11.16
      Lieber Roland Tüscher,

      die Kommentare Christian Clements, die ich erwähnt habe, verlinke ich sehr gern nochmal - sie sind alle noch online und stehen unter meinem eigenen Blogartikel Saatgut oder Nahrung? Zum Umgang mit dem Erbe Rudolf Steiners.
      Sein erster Kommentar trägt den Titel Vollkornbrot oder Milchschnitte?, und danach entwickelt sich ein Gespräch, in dem er immer wieder das Wort ergreift.

      Herzlich,
      I.H.

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    4. "Ich hatte nicht im Traum erwartet, daß das dabei herauskommt"

      So schlimm?

      Was hättest Du denn erwartet?

      Aber wirklich gut gemacht - ich hätte die Korresondenz durchaus für echt gehalten...

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    5. ??? Meinst Du, daß sie nicht echt ist?

      LG, i.

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    6. Ich hatte verstanden, dass Du die Korrespondenz Tüscher-Clement gefaked hättest;
      oder habe ich das falsch verstanden?

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    7. Lieber Stephan,
      ich habe nichts gefaked, ich bin nicht „anthroleaks“; ich hatte diese Korrespondenz für echt gehalten (vielleicht bin ich ja reingefallen – aber eigentlich halte ich das immer noch für echt), und meine mails an die IEA sind jedenfalls echt.

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    8. ...drum!

      Dann hatte ich Dein 'Seufz. - Ich „oute“ mich hiemit: ich habe an dieser leidigen Affäre mitgewirkt.' fehlinterpretiert...

      Gute Nacht!

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  12. Echt Anthro ...

    Ich kann bestätigen, dass sämtliche hier von Michael, Ingrid und "anthroleaks" geposteten email-Nachrichten von mir und Herrn Tüscher original und authentisch sind. Auch wenn heute Halloween ist: Das ist anthroposophische Wirklichkeit.

    Christian Clement

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  13. Nach dem morgendlichen Lesen obiger Beiträge:

    Mir wird nun klar, warum ein waschechter großer schwarzer Pudel zu erleben war, in der Nacht.
    Er zog einen Schlitten im Schnee, kam nicht voran, die Last war ihm zu groß.
    Ein Hund fremder Leute, fremde Last.
    Ich band den Hund los
    und siehe da, freudig sprang er in dem tief verschneiten Waldweg,
    doch war seine Spur für Menschen nicht verwertbar,
    sie müssen selbst durch den tiefen Schnee ihren Weg planen.

    Ich sehe schon, am Ende war Rudolf Steiner der Fake schlechthin,
    was wieder zum Humor auf dem Menschheitsrepräsentanten passt,
    der meist wegen der hehren Gestalten Luzifer, Christus, Ahriman
    vergessen wird.
    Nach dem möglichen Fake-Rudolf-Steiner
    schaut das Gnom-wesen interessiert herab, was die drei Gestalten da unten so treiben.

    Es stellten sich solch verdichtete Bilder ein, mit München, Hofbräuhaus,
    ein Weltkarusell vieler Menschen im "Bayerischen Hof"
    und irgendwann in letzter Nacht, schaute ich im Jahre 2034 zurück
    auf das Jahre 2000, die Jahrtausendw-ende, die Gefühle der Menschen, die Fragen
    und bin am Tag doch erschrocken, vielleicht so alt werden zu müssen, nein, es soll ein Fake sein.
    Meinen "Mitgliedsausweis" hatte ich als junger idealistischer Spund im Speiesehaus zu Dornach zerrissen, zur Weihnachtstagung 1973, weil die Anthroposophen kein Herz haben.
    Ich trat damit nicht aus der Gemeinschaft aus, die TaT war Symbol, Zeichen meines Willens,
    wenn in der Zukunft die Antroposophen nicht mit ihrem Herz ihre "Mitgliedschaft" erweisen,
    werde ich den Faden der Geistigen Welt zum Gefäß AAG durchtrennen,
    so dachte ich damals, nicht wissend, wer ich war und bin.
    Nun Jahrzehnte später erkenne ich, Rudolf Steiner hatte selbst bereits
    kurz nach der Weihnachtstagung diese als "zerschellt", gar als "misslungen" erachet.
    So leb-t-en die Anthroposphen mit ihrer Weihnachtstagung einen realen "Fake"
    öffentlich, nachprüfbar, die esoterische Lachnummer der Welt.

    Es war nur ein Satz von Herrn Clement, den ich dank der Arbeit von Ingrid selbst fand,
    der die Fragen klärt.
    Würde ich die Vertraulichkeit mit Herrn Andreas Delor verletzen (was nicht geschehen wird)
    der Fake "AAG" würde sich sogar als Fake in Frage stellen müssen,
    oder aber endlich auf den Boden der Wir-kl-ich-keit ankommen.
    1971 war ich der erste Nichtantroposoph, der auf Anraten des Nachlassverwalters Herrn Friedenthal unter Protest des Sektretariats ganz alleine die Originalbilder Rudolf Steiners erblicken durfte, als ich erstmals das Goetheanum betrat, das mir so vertraut erschien.
    "Das gab es noch nie, daß ein einzelner die Bilde sehen darf", so tönte es im Sekretariat,
    doch dann kam ein Archtekt und zog vor jedem Bild den schützenden Vorhang weg
    und jeses Bild schien mir zutiefst bekannt, vertraut,
    das war kein Fake.....

    Ingrid schrieb gestern von „Vertrauen“
    Vertrauen ist die Grundlage in gedeihlicher Arbeit, in der Ehe

    Aber erst recht in
    „Freundschaft“

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  14. Lieber Ernst, vielen Dank.

    Gestern war nicht nur Halloween, sondern auch Reformationstag.

    Und ich würde mir wünschen, daß wir alle immer sicherer erkennen: der alt böse Feind, — er sitzt nicht etwa im jeweils anderen. Sondern er sitzt in uns allen. Und zwar gerade an der Stelle, wo Vertrauen wachsen will.

    Wenn wir ihn dort schalten und walten lassen, geht es uns wie dem Hund, der wegen der fremden Last nicht weiterkommt…

    Das ist für mich des Pudels Kern.

    Herzlichen Gruß in die Runde,
    Ingrid

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  15. Gütliche Einigung

    Ich müchte an dieser Stelle Mitteilung machen, dass mir die Leitung der IEA mitgeteilt hat, ich sei von nun an in die Verteilerliste des Nachrichtenblattes aufgenommen und könne damit das Blatt regulär beziehen.

    Möge dieser Ausgang ein gutes Omen sein, dass auch die anderen derzeit noch schwelenden Konflikte zwischen dem Herausgeber der SKA und verschiedenen anthroposophischen Institutionen und Protagonisten irgendwann Schnee von gestern sein werden. (Gerade heute drohnte mir wieder mal einer der SKA-"Spektiker" mit juristischen Schritten gegen die Art und Weise vorzugehen, wie seine Texte auf meiner Webseite veröffentlicht und kommentiert werden.)

    Da die Nachrichtenblatt-Afffäre damit aus der Welt geschafft ist: wäre es vielleicht angemessen, Michael, diesen Thread nunmehr zu löschen?

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    1. Lieber Christian, der geneigte Leser wird wohl bis hierher gelesen haben, und kann sich durchaus sein eigenes Bild machen. Im übrigen möchte ich die vielen Kommentatoren nicht vor den Kopf stoßen.

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    2. Diesen Thread zu löschen würde bedeuten, Dokumente zur Geschichte der anthroposophischen Bewegung verschwinden zu lassen und somit 'Geschichtsfälschung' zu betreiben!
      //
      Aber vielleicht sollten wir Herrn Tüscher zur gütlichen Einigung darauf hinweisen, dass er das Wort 'ANTHROPOSOPHIE' in seiner Header-Grafik auf seiner Internetseite endlich richtig schreiben sollte.

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    3. Kann ich nachvollziehen, war auch nur so ein Gedanke. Es gibt einfach diese Tage, wo ich es über habe, als Blitzableiter für die unbewältigten Spannungen innerhalb der anthroposophischen Bewegung herhalten zu müssen. An solchen Tagen wünschte ich, ich wäre etwas weiser und hätte mich nie öffentlich zur SKA-Hysterie geäußert.

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    4. Na ja, ob man diese Nostalgiker so schwer nehmen sollte? Ich denke nicht. Auf der anderen Seite empfinden diese Leute zu Recht, dass ihnen "Ihr" Steiner gerade unwiederbringlich verloren geht- mit der akademischen Diskussion wird Steiner auf ganz neue Weise zugänglich und eröffnet Räume für neue Betrachtungsweise- und Verständnisweise. Er wird mehr zugänglich und damit öffentlich. Das widerspricht den exklusiven Deutungsmonopolen der anthroposophischen Eliten. Aber, mein Gott, sie haben 100 Jahre Zeit gehabt.

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    5. Lieber Christian, ich freue mich, daß diese Affäre ein gütliches Ende genommen hat, und danke für die Mitteilung.
      Und ich begreife natürlich, daß so ein Blitzableiter-Dasein nicht gerade lustig ist --- aber ich bin doch, ganz egoistisch, froh, daß Du nicht so weise bist, Dich nicht öffentlich zu äußern. Denn ich habe Deine Kommentare und Artikel mit großem Interesse gelesen.

      Und lieber Michael, wie wäre es damit, einen kleinen Hinweis am Ende des Artikels anzubringen? Für die geneigten Leser, die (vielleicht auch erst nach längerer Zeit) nur die Artikel lesen, ohne sich durch alle Kommentare hindurchzuarbeiten?

      Herzlichen Gruß, und Gute Nacht allerseits!
      Ingrid

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    6. Christian, nur um das auch mal zu sagen: ich freue mich über die mormonische Toleranz und Akzeptanz gegenüber Rudolf Steiner. Auch die "Taufe" ist doch nur ein schönes Symbol für Akzeptanz. Was dann jede Kultur mit Steiner macht -wie sie ihn interpretiert- liegt in ihrem Ermessen. Es gibt keine Deutungshoheit. Steiner gibt, denke ich, so viel her, dass Platz für ihn ist in vielerlei Kulturen.

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    7. Och, mach Du das doch. Oder Christian. Oder beide?

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    8. Es gibt so viele Dornacher Legenden, Kampagnen und Tratsch, dass man darüber eine eigene Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft schreiben könnte, und zwar nicht so knapp. Es ging immer zu Hofe zu: gekränkte Witwen und wütende (angeblich platonische)Geliebte, dann gerne Macht mit Sexgeschichten vermischt, da muss man sich nicht wundern, wenn ab und mal der silberne Deckel abfliegt. Da ist Druck drin. Die brauchen Feinde. Da kamst Du, Christian ihres Weges, an einem neuen unglücklichen Tag eines Anthroposophie- Media- Unternehmens, und dann das -Bingo- ist einfach ein Volltreffer, denn sie brauchen für Ihre halbidiotischen Leser unbedingt Gegner. Du bist quasi ihr Lieblings- Ahriman. Keine Angst, sie haben immer wieder neue. Nächste Woche, wenn die ersten das neue Buch von Jens Heisterkamp gelesen haben. Das Geheul werden wir noch bis Weihnachten zu hören bekommen, weil Jens Heisterkamp hier einfach seine Vorstellung von - sein Stehen in Anthroposophie erläutert. Sie entspricht schon deshalb dem Mainstream, weil Einer hier seine Positionierung, die deutlich davon abweicht, indem sie selbst in kommunikativer, selbst- organisierenden Kollektivarbeit und in einem hohen Grad von Transparenz eine ganz neue Positionierung einnimmt. Explizit. Und, selbstverständlich, seine Form, die er Anthroposophie gibt. Und das mit Absicht, jegliches Insider- Anthro- Speech zu vermeiden, sondern wirklich die Worte selbst zu bilden- insbesondere auch die weitläufige, stringente Architektur.

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    9. ich WUNDERE mich schon lange SEHR über die mormonische Toleranz und Akzeptanz gegenüber der Äußerungen, die hier über die Mormonen selbst getätigt werden...
      //
      ...wollte dass dann aber ein anderes Thema sein lassen!

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    10. "mormonische Toleranz und Akzeptanz gegenüber Rudolf Steiner"

      Es gibt mormonischerseits keine "Toleranz" oder "Akzeptanz" gegenüber Rudolf Steiner, ebensowenig wie es eine spezifische "Ablehnung" der Anthroposophie gibt. Die Kirche interessiert sich prinzipiell nicht dafür, worüber ich arbeite, solange meine Arbeiten akademisch untadelig sind und es darin keine Statements gibt, welche ihre zentralen Lehren und Praktiken in Frage stellen.

      Neben diese allgemeine Klarstellung muss ich der Fairness halber freilich auch die Tatsache stellen, dass meine Arbeit mit Steiner mich beinahe mein tenure und somit meine akademsiche Laufbahn gekostet hätte. Es wurde mir nämlich in meiner "3-year review" nahegelegt, mich doch weniger mit der "zwar interessanten aber doch marginalen" Figur Steiners zu beschäftigen und mich auf mainstream Figuren der deutschen Literatur zu konzentrieren, um sicherzustellen, dass ich zum Zeitpunkt der "tenure review" auch genug Publikationen vorweisen kann. Diese Empfehlung habe ich insofern ignoriert, dass ich zwar auf der einen Seite die erforderliche Anzahl von Artikeln zu literarischen Themen produziert und veröffentlicht habe, gleichzeitig aber weiterhin an der SKA arbeitete. Als dann im 6. Jahr meine "tenure review" kam, war dieses von einigen mir übel gesinnten Kollegen als Insubordination dargestellte Verhalten ein großer Stein des Anstoßes für das Beurteilungskommitee. Obwohl die mittlerweile erfolgte Publikation des ersten Bandes und die lebhafte und überwiegend positive Resonanz darauf meiner Beharrlichkeit faktisch Recht gegeben hatten, wurde von meinen internen Gegnern dieses Verhalten als Zeichen einer auch sonst sich zeigenden Sturheit und Unbelehrbarkeit interpretiert. Ein zweiter Hauptpunkt der Kritik war meine Unterrichtstätigkeit, die von manchen Kollegen aufgrund meines Beharrens auf einer freilassenden und auf die Eigenverantwortung der Studenten bauenden Methodik als problematisch und "nicht kompatibel mit dem System höherer Erziehung in den USA" dargestellt wurde.

      So war denn alles fein eingefädelt worden; der Prozess wurde so gesteuert, dass meine beiden stärksten Kritiker in der Fakultät die entsprechenden Gutachten über mich schreiben konnten, und der erste Bescheid des entsprechenden Gremiums war denn auch die Empfehlung, meine Anstellung nicht zu verlängern. Nur durch den persönlichen Einsatz meines Dekans, dessen Tat hiermit gepriesen und verweigt sein möge, fiel die Schlussentscheidung dann doch zu meinen Gunsten aus und es wurde mir tenure gewährt.

      Man möge diese Schilderung nicht falsch verstehen. Es war nicht die Kirche oder das Mormonentum, welche mich zu Fall bringen wollte, sondern Neid, Misgunst, Furcht, persönliche Kabalen und Unverständnis auf seinen einiger weniger Kollegen - und die finden sich an der BYU meiner Erfahrung nach nicht mehr und auch nicht weniger als an anderen Universitäten oder sonstwo in der Welt.

      Ich wünschte aber manchmal, diejenigen Schwachköpfe, welche so phantasiereich über die "Motive der Mormonen" schwadronieren, aufgrund derer mir die Kirche angeblich den "Auftrag zur akademischen Diskreditierung der Anthroposophie" gegeben haben sollen, würden diese wirklichen Zusammenhänge kennen. Vielleicht mag dieser Hintergrund auch die Art meiner Reaktion diesen Dummschwätzern gegenüber etwas besser erklären.

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