Anthroposophie und der lernfähige Mensch Vortrag Joan Sleigh in Wien 28....



Schön, Joan Sleigh einmal sehen, zu hören und sich einen persönlicheren Eindruck ihres Denkens machen zu dürfen. Sie gehört seit 2013 dem Vorstand an: "Der Vorstand am Goetheanum wird zur Generalversammlung 2013 Joan Sleigh als neues Mitglied des Vorstands zur Bestätigung vorschlagen. Sie ist in Südafrika englischsprachig aufgewachsen und wuchs in einer Camphill-Einrichtung auf. Die vierfache Mutter studierte in Deutschland Waldorfpädagogik und war sowohl in der Klasse als auch im Lehrerseminar tätig." (Quelle Goetheanum)

Kommentare

  1. Mich führte der Film auf youtube zu einem Angebot mit Gronbach. Ließ die Art seiner Rede auf mich wirken, den Gestus seiner Gedanken, seines Wollens.
    Ist schon interessant, wie die Rosenkreutzer, die Integralen und der Dienstleister von Steiner zusammenwirken. Auf mich persönlich wirken die Bemühungen etwas hilflos, wenn auch
    menschlich. Am Vortrag fällt mir auf, wie Gronbach die Menschen mit großen Bildern, räumlich, zeitlich an sich bindet. Sein Lachen ist an bestimmten Stellen vorherrschend und wirft die Frage auf, warum lacht er da. Bemerkenswart der Satz:
    Gronbach: "...aber mir dreht es jedesmal das Gehirn einmal um und quer..."
    ungefähr Minute 10
    https://www.youtube.com/watch?v=FbGDv_LC5jA

    Der Ankerpunkt Steiner taucht doch wie ein Lock- oder Bindemittel der Gedankenvielfalt auf. Am Ende des Beitrages, denkt Herr Gronbach vielleicht zu viel mit dem Gehirn, insofern ist sein Ausspruch wiederum verständlich. Gerade der Gedanke, der ihm das Gehirn "verdreht", bindet den Zuhörer emotional an ihn und ist eigentlich kein Gedanke eines echten geistigen Lehrers. Der Vortrag wirkt wie auf der Oberstufe eines Gymnasiums, echte Begeisterung, sie ist zu spüren, aber sie springt nicht über, sie verharrt beim Redner...... .

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  2. Danke für den link, das Video.

    Joan Sleigh ist eine interessante Persönlichkeit, Mitglied des Vorstands in Dornach. Dadurch ist es möglich, etwas von der Bewußtseinsentwicklung des Gesamtvorstandes zu erahnen, die gegenwärtige Situation der AAG insgesamt.

    Nachdem das Video lief, fiel rechts das Video von Herrn Gronbach auf, schaltete es gestern dazwischen, erlebte also einen Schüler der Waldorfschule, erwachsen, der aus seiner Entwicklung zu einem Lehrer von Menschen sich entwickelte, der in sich ein Staunen an den großen Gedanken der Welt erfährt, der bloße Gedanke an seine Eltern, Großeltern, Vorfahren bis hin zu Abraham ihn innerlich umtreibt, übersetzt, ihm fast den Verstand raubt ("Gehirn") und es mag ja etwas Großartiges für sich haben, sich so in der Welt gefühlsmäßig hineinzufinden, als Gefühls- und Gedankenübung, welche er den Zuhörern anbietet.
    Joan Sleigh geht aus ihrer Erfahrung als Lehrerin behutsam mit den Begriffen um und doch fällt auf, wie einmal das Wort Widersachermächte auftaucht, die Christuswesenheit. Es sind wie Codewörter, welche in den anthroposophischen Zuhörern dieses sensationelle Vibrieren hervorruft, teilhaftig des Wissens von Steiner zu sein, soz. selbst mitten in der Schl-acht des Geistes, die Joan Sleigh hier ganz nur in das Individuum hineinstellt. Es kann die Gefahr bestehen, letzten Endes sich als Individuum ohnmächtig zu fühlen, wenn die größere Weltlage auf das Gemüth einwirkt.
    Mir fiel auf "Das Ich als Führer" und da ging das Karma der Deutschen hervor, wie eben der "Führer" zum Ich des Volkes wurde, weil der Entwicklungsimpuls, die Warnungen Steiners nicht ernst genommen wurden?! Dann in der 35. Minute wird aufgezeigt, wie ein Teil des physischen Leibes als Grundlage der Bewußtseinsseele umgeformt wird und ich mußte an mein Erleben der Zellen und Organe denken, was das wohl war. Wichtig ihr Hinweis, wir tun das alles nicht für uns, sind gegenseitig Erwecker, schaffen möglicherweise Raum, gar nicht für unsere eigene Tat.

    Am Ende ernüchternd, sie spricht von "Pflicht" der Erziehung, die als Gegebenes vom Staat gestaltet wird. Sie lässt also den Impuls Steiners weg, wie gerade die schulische Erziehung ganz frei vom Staat, der Statsamacht sich finden soll (und das war ja unsere familiäre Situation, dieses Ringen der Freiheit in der Erziehung). Schreckt die AAG, der Vorstand nun zurück, unterwirft sich Anthroposophie dem Staate, so will es scheinen. Faktisch gilt größtenteils der in der Verfassung verankerte gleichberechtigte Erziehungsanspruch des "Staates". Steiner spricht anders. Und so wirkt der Vortrag am Ende letztlich dem Vortrag von Herrn Gronbach ähnlich, wie Oberstufe des Gymnasiums, zu lehrerhaft, es springt auch hier nicht der Funke über, wenn auch bei Beiden Dritte ihre innere Nahrung finden mögen. Ich hätte mich gefreut, wenn die Darstellung auch noch über das 63. Lebensjahr hinausgegangen wäre. Während des Hörens wurde bewußt, drei mal einundzwanzig Jahre liefern erst die Grundlage, die Welt zu verstehen (mit dem 64. Geburtstag, so Steiner.

    Nur Steiner schenkt uns ein Bild des Menschen, seiner Entwicklung, die Beziehung zum Kosmos.

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  3. Das sehen und hören des Videos mit Joan Sleigh erbrachte nun aus dem (meinem persönlichen) Karmastrom mit der AAG und der Arbeit mit den Egoisten – als Karmastrom – eine unerwartete gedankliche Erfahrung. Sie entstand mit der Wechselwirkung mit GA 89 der „hier“ als Hinweis auftauchte und der Abseits von Philosophie oder Esoterik ganz nüchtern die „Landkarte“ aufzeigt, die Burghardt Schild in seinem Beitrag „Aus durchwachter Nacht“ erwähnt. Mein Gedankenerlebnis entstand zeitlich vor seinem Beitrag, ist jedoch wie ein Geschehen nicht individueller Art zu verstehen.
    Aus dem Wahrnehmen, das wir dem Hinweis von Michael Eggert verdanken, des Vorstandsmitgliedes, verwandelte sich das Christusbild. Christus entsteht erst durch uns individuell, reift, ja erst, als wäre er vorher gar nicht vorhanden.
    Dieser Gedanke trat unvermittelt am Tage auf, war nicht in der Nacht geboren, hing irgendwie mit dem Vorstandsimpuls in Dornach zusammen, so klingt es (in mir).
    Hörte während der Nacht (Radio) einen Hinweis auf eine Äußerung von ‚Franziskus und Frauen. Finde dies hier von dpa:
    „Der Papst wurde als erstes eine Beschwerde los: Er beklagte sich über den Frauenmangel unter den Ausgewählten, die dem Papst ihre Anliegen vortragen durften. Nur ein Mädchen war darunter.
    „Das ist zu wenig“, monierte der Papst. „Wir sind oft zu „macho“ und lassen den Frauen keinen Raum. Aber sie sehen die Dinge mit anderem Blick und können Fragen stellen, die wir Männer noch nicht einmal verstehen. Also: Wenn der nächste Papst kommt: bitte mehr Frauen und Mädchen!“ Franziskus war mehrfach wegen seiner Bemerkungen über Frauen kritisiert worden, etwa als er Theologinnen als „Erdbeeren auf dem Kuchen“ bezeichnete oder Europa mit einer Großmutter verglich, die nicht mehr fruchtbar sei.“
    Lesenswert ist auch dieser Beitrag auf kath.net, der Bischof von Eichstätt:
    http://kath.net/news/49053
    Zusammen mit der Aussage von Franziskus „die wir Männer noch nicht einmal verstehen“ wird „Europa“ aufgerüttelt, durch die Konfrontation mit Islam. Es scheint so, als Verlebendigen sich die Vorträge Rudolf Steiners….

    Das Aufprallen des Islam "in" Europa als Weckruf der Wandlung des (alten) Gottesbildes. Das Äußere zerbricht, wie das Kruzifix, das vor Monaten in den Alpen umfiel, oder der Lautsprecher auf den Philippinen, wir erwachen mit der Frage des Todes in uns...
    Frauen verstehen dies, sie sind die Gebärerin des Lebens.

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