Neues von den Templern

Quelle
Andreas Meyer hat, wie bereits verschiedentlich erwähnt, bislang zwei bemerkenswerte Bände über den Templerorden veröffentlicht ("Die letzten Templer")- bemerkenswert aufgrund der strikten Trennung zwischen Geschichte (Band 1) und "esoterischem Hintergrund" (Band 2)- alles reich an Quellen und aktuellem Forschungsmaterial- eine Bereicherung auch für Historiker und ein Genuss für die, die Jahrzehnte lang gezwungen waren, so viel unausgegorenes, schändliches, spekulatives Zeug über diesen Orden zu lesen.

Über "Die letzten Templer" möchte ich aus einer Amazon- Besprechung von Prof. Dr. Diether Roderich Reinsch (emeritierter Lehrstuhlinhaber für Byzantinistik an der Freien Universitär Berlin) zitieren, der über Band 1 schreibt: "Und just zum Thema dieses Buches von Andreas Meyer hätte dies kaum jemand erwartet: ein klar geschriebenes, verständliches Unternehmen eines Mannes, der die Sprachen, Mittellateinisch und Altfranzösisch, immerhin, selbst Griechisch, beherrscht. Der durch Lektüre weiß, wie man einen historischen Sachverhalt den narrativen oder dokumentarischen Quellen entnimmt, versuchsweise; der theologische Vorbildung erhalten hat und es versteht, die Parteilichkeit seiner Zeugnisse offenzulegen. Und der trotzdem die “Fakten” nicht für den Tenor der Geschichte hält, sondern aus seiner Position heraus das Gesicherte seinem Leser so vorstellt (in jedem Sinne), dass er - oder sie – die Zeichen dann lesen mag. Ein guter Ausdruck fällt gleich zu Beginn; Respekt vor den Quellen." Ja, dieser Respekt lässt regelrecht aufatmen.

Nun pflegt Andreas Meyer zum Thema auch eine eigene Website, auf der auch neue, ergänzende Forschungen Anderer publiziert werden. Insgesamt hat sich so viel angesammelt, dass Meyer bereits einen dritten Band zum Thema ankündigt. Aktuell geht es um einen gerade gefundenen, vom letzten Großmeister de Molay diktierten Brief (siehe Bildschirmfoto oben): "Die Auswertung der Briefe der letzten Templer und des Großmeisters führen derzeit zu einer Reihe neuer Gesichtspunkte. Auch der französische Historiker Alain Demurger, Autor von Der letzte Templer, hat sein Buch daraufhin erheblich überarbeitet, verschiedene Einschätzungen revidiert und wird das Buch im August 2015 bei Beck in überarbeiteter Form neu herausgeben. Die komplette Kommentierung der inzwischen herausgegebenen Templerbriefe und deren deutsche Übersetzung wird auch Gegenstand meines geplanten Band III von Die letzten Templer sein."
Der u.a. in Latein vorliegende Brieftext erweist sich als ein Baustein für die kirchenpolitisch und militärisch relevanten Entscheidungen de Molays, die sich in vielen Fällen als strategisch fragwürdig erwiesen haben: "In diesem Fall beruht die Bedeutung des im ACA bewahrten Briefes auf seiner Einzigartigkeit und gleichzeitig darin, die Bestätigung dafür zu sein, dass Jacques de Molay seine Überfahrt in den Orient mit der Absicht geplant hat, die Heiligen Stätten wieder zu gewinnen und dafür die Hilfe der Komture des Okzidents erbat." Es liegen insgesamt inzwischen 20 Briefe de Molays vor- u.a. in den Archiven des Vatikan.

Abgesehen von dieser seriösen Forschung fliesst weiter eine Flut von spekulativem Material auf den Markt. Nehmen wir als Beispiel "The Knights Templar. Influences from the past and impulses for the future" im Temple Lodge Verlag. Es handelt sich vor allem um Abschriften eines anthroposophischen Kongresses zum Thema am Emerson College 2009- schon daher fast ohne Quellen, durchweg kurz gehalten und mit einer Reihe von Rednern. Da der notorisch spekulierende Peter Tradowsky mit "The Templars as Knights of Christ, and the Opposing Forces" den Band einleitet, ist der Ruf des Bandes bereits in Frage gestellt. Er liefert dann auch die gängigen Versatzstücke - zwischen Dämonologie und Steiner- Zitaten-; sattsam bekannt als okkultes Fast- Food. Fakten liefert Gil McHattie in der Untersuchung von Beziehungen zwischen Templer- und Zisterzienser- Orden, wenn auch in ihren Bezügen einseitig auf anthroposophische Quellen bezogen. Im weiteren Verlauf des Buches finden sich dann weiter viele gängige und wenig belegte ähnliche In- Zusammenhang- Stellungen etwa mit dem salomonischen Tempelbau und dem Gral, aber - auf der scheinbar sachlichen Seite- auch fotografisch dokumentiertes Material zur Rosslyn- Kapelle bei Edinburgh. Leider besteht aber, so interessant das sein mag, kein nachweisbarer Bezug zu den Templern, den Peter Snow lediglich durch eine offene Frage herstellt: "Did the Templar Knights really have anything to do with its construction?" Ja, haben sie? Und ist das alles, was die herkömmliche anthroposophische Forschung zu sagen hat? Temple Lodge verlegt übrigens auch den New- World- Order- Paranoiker Terry M. Boardman.

Aber es gibt, überraschender Weise gerade in renommierten C.H. Beck- Verlag erschienen, auch Historiker, die vorgeben, "Das Geheimnis der Templer" (Alexandre Adler) zu lüften, aber nur heiße Luft produzieren. Die erste Quelle dieses vorgeblich wissenschaftlichen Bandes ist der Esoterik- Thriller The Da Vinci Code von Dan Brown, von dem konstatiert wird, dass er die Einbahnstraßen in Paris falsch wiedergibt. Ansonsten operiert auch dieser Band mit offenen, suggestiven Fragen und Satzanfängen wie "Es ist allerdings möglich, dass.." (S. 141). Ansonsten wird alles, was Historie, Mythos, Leonardo da Vinci, Rosenkreuzer, Maria Magdalena so hergeben, in einen elektrischen Mixer geworden und als nahtloser und sinnfreier Brei ausgebreitet. Die Kritiker finden das - so der Klappentext - "imposant" und "stilistisch brillant". Imposant im Sinne der Präsentation endlosen Geschwätzes, gewiss. Bitte, ersparen Sie sich das.




Kommentare

  1. Ergänzend zu dem angeblich anthroposophischen "The Knights Templars"- Buch: Ich hatte ja Probleme, den Artikel von David Lenker über michaelische Erneuerung des Tempels, der Wirtschaft und Gesellschaft zu verstehen. Ich dachte, es läge an meinen mangelhaften Englisch- Kenntnissen. Aber nach wiederholten Lese- Versuchen neige ich jetzt dazu, anzunehmen, dass er genau so wirr ist, wie ich dachte. Es geht dabei um die Selbstlosigkeit der Templer, die er in Zusammenhang stellt mit dem Gründer der Schokoladenfabrik Hershey, Milton S. Hershey. Zudem sieht ein Gebäude der Schokoladenfabrik offenbar vage aus wie ein sakrales Templer- Gebäude ("The temple of chocolate). Offenbar nimmt dieser Autor an, die Templer produzierten heute Schokoladenriegel.

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    1. Warum sollten die Templer heute keine Schokoladenfabrik betreiben?
      Der Ahoi-Brause-Fabrikant Beltle hat ja auch massgeblich die Eurythie gesponort.
      Das ist vermutlich alles eine Achse: Templer-Brausepulver-Eurythmie-Schokolade...

      [ist natürlich Blödsinn, zeigt aber, wie unvermutet die Zusammenhänge doch oft verlaufen...]

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    2. Irgendwie, irgendwo, irgendwann ist alles möglich.

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    3. Ganz genau.....auch dass Rüstungskonzerne die Anthroposophie sponsern.....

      Mal sehen, ob jetzt jedermann hier die Wahrheit aussprechen darf.....;-), bin echt gespannt!

      Wenn dem tatsächlich so wäre, dann muss ich schon sagen........eine interessante und vielversprechende Entwicklung hier!

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    4. Jedenfalls muss IRGENDWIE alles neu gedacht werden; nicht IRGENDWANN, sondern JETZT!

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    5. „Jedenfalls muss IRGENDWIE alles neu gedacht werden; nicht IRGENDWANN, sondern JETZT!“

      Lieber Stephan,

      gut! Und jetzt? Alles? Das bietet reichlich Gelegenheit. Z. B. diese: Gedacht werden? So ein gedacht, das bezieht sich auf einen vorgängigen Gedanken. Der bereits gedacht ist. Also neue Gedanken denken? Unter Aufrechterhaltung der gewohnten Art und Weise, in der man sich bisher des Denkens bediente? Also kein neues Denken? Und statt dessen stets und stets und stets neue Gedanken?

      Stephan, zum Glück schreibst Du: „Alles“. Und darin ist mit beinhaltet das Wort „Denken“. Also auch das Denken „muss“ „neu gedacht“ werden. Womit? Klar ist bereits: In der „alten“ Art und Weise, die sich des Denkens bloß zu bedienen vermag, wohl nicht. Wie ist also die neue Art und Weise des Denkens?

      Der letzte Satz macht deutlich: Zur Frage erhoben ist: Welche Art und Weise ist diejenige, anhand derer man sich so in Tätigkeit findet, das dabei zugleich der Satz von Picasso, - „Ich suche nicht, ich finde.“ - in Kraft tritt? Denn bereits klar ist: Suchen kann man bloß dasjenige, das zuvor bereits gedacht wurde. Und finden allein dasjenige, das noch wie unbedacht auftritt.

      Wann so ein Finden sich ereignet, das kann man nicht vorhersagen. Das geschieht also „IRGENDWANN“. Weiterhin kann man sagen: So ein Gefundenes, das wird zunächst „IRGENDWIE“ erscheinen. Und sicher kann man sich darin sein: Da es noch wie bestimmungslos, also irgendwie, erscheint, daher schaut man Neues. Und neues Schauen, das ereignet sich stets im „JETZT“. Also im Jenseits jeglichen Erinnerns von bereits bekannten Vorgängen und Sachverhalten.

      Eben erwähntes Jenseits, das benennt Friedrich Schiller, in seinen Briefen über die Erziehung des Menschen, mit den Worten: reine, ästhetische Erfahrung.

      Und, auch das ist noch eine Erwägung wert: Es ist doch „IRGENDWIE“ eigenartig, das die „alten“ Gedanken des Schiller, „IRGENDWANN“, die lediglich „neuen“ Gedanken der alten Denkungsart so in Frage stellen können, das jemand, der sich so in Frage gestellt findet, sich sagen kann: Ich weiß, das ich „JETZT“ nichts weiß.

      ~ B


















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    6. Danke Burghard, dass Du meinen Anflug eines Gedankens etwas weiter gedacht hast!
      Ich war noch gar nicht so sehr beim Denken, als vielmehr beim Betrachten althergebrachter Prämissen...

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    7. Ich hatte in den vergangenen Jahren viele interessante Bücher kennenlernen dürfen, es hat aber bisher daran gehakt, dass nicht mehr gemeinsam gelesen wurde. Unbewusst oder ganz bewusst war ich das warscheinlich gewohnt gewesen, von Schülerinnenzeiten her, und später beruflich da, wo gemeinsame Leselisten üblich gewesen waren, und ein bisschen auch aus den Zweigabenden mit Lesegruppen usw.
      Die Denkweise wird sich in diesem Leben nicht mehr verändern, so lange wie der Lebensstil gezwungenermassen beibehalten wird. Das ist bekannt. Und was man daran nochmal ändern soll, wenn die Kunden eben nicht alternativ leben, sich ernähren, das Umfeld es nicht unterstützt, die Kleidung, die Regenerativen Stromquellen, das Gärtnern und vieles mehr. Das war es ja gewesen was man hatte ändern wollen, aber es ist halt nicht ermöglicht worden die Situation zu festigen. Die Leute kommen halt immer wieder an, dann muss man daran erinnern dass das so ist, was solls

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    8. „Die Denkweise wird sich in diesem Leben nicht mehr verändern.“

      Liebe Kerstin,

      ich will deinen obigen Satz ergänzen anhand des Wortes: Erden. Er lautet nun so: „Die Denkweise wird sich in diesem Erdenleben nicht mehr verändern.“ So verändert, kann ich den Satz abermals ändern. In diesen: Diese Weise des Nicht – mehr - Denken, wird sich im Erdenleben verändern.

      Im Hinblick auf ein Projekt, an dem Joseph Beuys mittätig gewesen ist, sagte er: Wir werden daran noch die nächsten 500 Jahre zu arbeiten haben. Er wusste also darum: Jegliche Arbeit ist stets die der Verstorbenen.

      Damit man als ein Verstorbener mitarbeiten kann, denn so Manche sind dort auch arbeitslos, dafür ist erforderlich, das man im Erdenleben das Können erlernt, ohne den physischen Körper dennoch Erfahrungen machen zu können. Das Gegengewicht im letzten Satz, das liegt auf: machen zu „können“. Jeder Verstorbene macht seine Erfahrungen selber. Man kann dort nicht auf die Straße gehen und die Erfahrung abwarten, das Jemand einem auf die Füße tritt.

      Die erste selbst zu machende Erfahrung im Nachtodlichen, das ist die der Selbsterfahrung. Und eben die kann man allein anhand derjenigen Denkkraft machen, die man ausbildet dabei, indem man, im Erdenleben, vom physischen Körper, sich zunehmend mehr loszureißen sucht. Ein Anleitung dafür kann und will die Philosophie, der Freiheit Rudolf Steiners, sein.

      Und die kann man nicht in Lesekreisen sich er-“arbeiten“. Jeder kann dabei allein seinen Weg schreiten. Ist man so eine Weile geschritten, kann man sich in Folge, bei einer Zusammenkunft, einander austauschen und weiterhin, wo möglich, beraten.

      Erarbeiten? Jede Arbeit ist die der Verstorbenen. Damit ist gesagt: Wie und was Jemand im Erdenleben ausführen kann, dafür ist im Vorgeburtlichen die Möglichkeit erarbeitet worden. Für jeden einzelnen Verstorbenen sind dabei alle übrigen diejenigen, die diese Möglichkeit „für“ ihn erarbeiten. Für sich „selbst“ kann man dort rein gar nichts tun.

      Von daher gesehen erklärt sich das, seitens Rudolf Steiner, offenbarte soziale Hauptgesetz.

      "Das Heil einer Gesamtheit von zusammenarbeitenden Menschen ist um so größer, je weniger der einzelne die Erträgnisse seiner Leistungen für sich beansprucht, das heißt, je mehr er von diesen Erträgnissen an seine Mitarbeiter abgibt, und je mehr seine eigenen Bedürfnisse nicht aus seinen Leistungen, sondern aus den Leistungen der anderen befriedigt werden.“

      Zur Erinnerung: Arbeiten zu können, das ist allein das Vermögen der Verstorbenen. Das ein irdischer Mensch Brötchen einpacken kann, das ist von daher wirksam, dass die Kraft der Verstorbenen sich dafür bedingungslos zur Verfügung stellt, wie auch für jede weitere Handlung, die man ausführen will. Darin offenbart sich die Güte und Freiheitsliebe der Verstorbenen.

      Für jedes weitere Erdenleben, für und in das ein Verstorbener einzutreten hat, dafür sind wiederum allein all die übrigen Verstorbenen tätig. Niemand erwirkt dort für sich selbst ein nächstes Erdenleben. Dadurch ist gewährleistet, das ein jedes Erdenleben eines mikrokosmischen Menschen mit dem des makrokosmischen sich in Übereinstimmung finden kann.

      U.s.w. u.s.f.

      ~ B

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    9. Danke, Burghard,
      das seh ich durchaus ein: es ergibt sich jetzt das alte Problem, woher wissen was der andere wirklich will, oder braucht, oder was gut für ihn ist?

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    10. Liebe Kerstin,

      "Woher wissen was der andere wirklich will, oder braucht, oder was gut für ihn ist?"

      Der andere, jedenfalls für dich, das ist deine gedanklich vorgängige Aussage.

      Diese: "Das sehe ich durchaus ein"

      So Du das also wissen willst, was der andere wirklich will, frage dich: Braucht, also bedarf die Aussage, „Das sehe ich durchaus ein“, der von dir hinzugefügten Nachfrage?

      ~ B

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    11. Hm.
      Das lässt mich ein wenig hilflos. Verstehe es nicht direkt. Die Schlussfolgerung ist für mich nicht schlüssig, oder ich verstehe es nicht. Vielleicht muss daran noch gearbeitet werden, oder es muss irgendwie erlebt sein...
      Ich stelle nur fest, wie in der Welt noch der Krieg ist, trotz vielfältigster Bemühungen, und wenn sie in der Ukraine weiterkommen, dann haben wir noch immer den IS...
      Auch das verstehe ich nicht, weiss nicht woher das alles kommt. Ich wünschte das wäre alles durch. Nun gut - was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen - so heisst es ja, hat eine nette Frau im FB gesagt.
      Wir werden es herausfinden.

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    12. In Zusammenhang mit den letzten Templer ergab sich durch Stephan das Thema ‘neue Denkweise‘. Burghardt erwähnte dazu Schillers ästhetische Erfahrung, den Spieltrieb (http://gutenberg.spiegel.de/buch/ueber-die--3355/1). Dieses Streben nach Harmonie und Freiheit ist auch Thema in Archiati’s Steiner Ausgabe ‘Gibt es eine Geisteswissenschaft?‘ (Die neue Geistigkeit). Die Kehrseite dieses Strebens (das Steiner anderswo Intuition nannte) ist aber ein Gefühl der Zerrissenheit und Labilität:

      … der Mensch der Mitte … mußte alles das aufnehmen, was er im Westen erlebte. Er nahm es nicht so tief auf wie der Westen, er durchtränkte es mit dem, was auch der Osten hatte. Daher das labilere Gleichgewicht in der Mitte, dadurch aber auch die Zerrissenheit, die Zweiheit der Individualisierung der Seelen der Menschen der Mitte, dieses Streben, eine Harmonie, einen Ausgleich in der Zweiheit zu finden, wie es sich so klassisch, so großartig darlebt in Schillers Briefen über die ästhetische Erziehung, wo zwei Triebe - der Naturtrieb und der Vernunfttrieb -, die vereinigt werden sollen, deutlich hinweisen auf diese Zweiheit. (GA 200, 59).

      Im Westen stellte man die Frage: Wie müssen die äußeren sozialen Zustände werden, damit der Mensch in ihnen frei werden könne? - Schiller frägt: Wie muß der Mensch selbst in sich werden, damit er in seiner Seelenverfassung die Freiheit darleben könne? - Und Schiller stellt sich vor, daß, wenn die Menschen zu einer solchen mittleren Stimmung erzogen werden, sie auch ein soziales Gemeinwesen darstellen werden, in dem Freiheit herrscht; also auch ein soziales Gemeinwesen will Schiller auf die Weise verwirklichen, daß durch die Menschen die freien Zustände geschaffen werden, nicht durch äußere Maßnahmen.(GA 200, 66)

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