Wie kann Rudolf Steiners "Theosophie" heute kritisch verstanden werden?



Entwurf für einen Ankündigungstext von SKA 6:

In seiner Theosophie unternahm Rudolf Steiner den Versuch, die in der theosophischen Literatur seiner Zeit vorgefundenen Anschauungen von den Wesensgliedern des Menschen, von Reinkarnation und Karma, von den nachtodlichen Erlebnissen der Seele und von den Entwicklungsmöglichkeiten des menschlichen Bewusstseins in einer solchen Weise darzustellen und genetisch neu zu entwickeln, dass sie sich einerseits als bildlich-imaginative Darstellung und Fortführung jener idealistischen Anschauungen verstehen ließen, welche Steiner in seinem philosophischen Frühwerk in Auseinandersetzung mit dem deutschen Idealismus ausgebildet hatte, und sich andererseits als in vollkommenem Einklang mit den naturwissenschaftlichen und besonders den evolutionstheoretischen Anschauungen seiner Zeit stehend erwiesen. So entstand eine spirituelle Anthropologie mit dem Anspruch, die mystische, die philosophische und die naturwissenschaftliche Betrachtung des Menschen zu einer Einheit zusammenzuführen. An der sprachlichen Form dieses ambitionierten Projektes arbeitete Steiner in immer neuen Umarbeitungen bis zu seinem Lebensende und entwickelte dabei zunehmend die spezifischen Denk- und Ausdrucksformen anthroposophischer Geisteswissenschaft. Der vorliegende Band, der die Textentwicklung dieses Zentralwerks der Anthroposophie durch sechs Auflagen von 1904 bis 1922 dokumentiert, wird ergänzt durch die Fragment gebliebene Skizze einer Anthroposophie aus dem Jahre 1910.


(Christian Clement) 

Frage an die Runde: Trifft diese Charakterisierung den Kern des Werkes? 

Kommentare

  1. Das erscheint mir stimmig, wenn auch auf das denkbar knappste reduziert- im Sinne einer Definition. Gleichzeitig verbirgt sich im Detail der Sprengstoff: die Übertragung des Evolutionsgedankens auf Kultur- und Menschheitsentwicklung kann als der Kernpunkt anthroposophischer Teleologie aufgefasst werden: Wo bleibt denn die individuelle Entwicklung, wenn alles auf die von Steiner Skizzierte Geistwerdung hinaus läuft? Steht der Plan schon fest, für den selbst die Erde geschaffen worden ist? Dreht sich buchstäblich alles um den Menschen, auf dass er gefälligst sein Geistselbst entwickle? Tatsächlich wird heute im Umkreis von Ken Wilber und den Integralen ein kollektiver evolutionärer Schritt, den die Menschheit gerade vollziehe, postuliert. Die Vorstellungen, wie dieser Schritt auszusehen habe, werden breit und präzise ausgeführt. Ein solcher kollektiver, quasi evolutionär- gesetzmäßiger Weg verträgt sich denkbar schlecht mit dem Individualismus einer "Philosophie der Freiheit".

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  2. Versuch
    Teil I

    Einleitung (Beginnt mit einem Fichte- Zitat, über ein neues inneres Sinneswerkzeug)

    Das Wesen des Menschen (Ist quasi Goethe "gewidmet", da wo Goethe Botaniker ist, und die Grammatik der Urpflanze fand. Das Kapitel handelt vom Gewahrwerden der Dinge, einmal durch die Sinnestore, zweitens die Eindrücke, die die Dinge auf die Seele machen, Gefallen, Mißfallen usw. und drittens die Dinge "als göttliches Wesen" außerhalb der Zeit in ihren Gesetzen, ihren Abläufen, Rhythmen in der Zeit. Von hier aus erschließt Steiner die für die Anthroposophie typische Dreigliederung von Körper, Seele, Geist)

    I. Die leibliche Wesenheit des Menschen (Carus "Organon der Erkenntnis der Natur und des Geistes)

    II. Die seelische Wesenheit des Menschen (Wahrnehmung bewirlt Fühlen und Wollen, Steiner stellt den physischen Leib als Träger und nur Mittler eines Prinzips dar, welches diese Leiblichkeit nutzt, um in Kommnikation mit einer Außenwelt zu treten. Duales Prinzip von innen versus außen.)

    III. Die geistige Wesenheit des Menschen (Durch Reflexion über sich selbst und über die Wahrnehmung in der Kommunikation des Innern mit einem Außen sei der Mensch angehalten, Ordnungen zu suchen, zu finden, zu erschaffen. Ordnungen, die den bereits vorhandenen Rhythmen der körperlichen Welt entsprechen sollen. Dies evolutioniere aus der Disziplin des Seelischen Prinzips, welches für sich nur der - direkten- Erhaltung des Physischen diene. Steiner läßt die Prinzipien Körper, Seele, Geist hier bedingungsgebunden evolutionieren.

    IV. Leib, Seele und Geist (Nun erweitert sich der Blick von der grundlegenden Betrachtung des Menschen, und der Einordnung seiner verschiendenen Wahrnehmungsmöglichkeiten auf die Naturreiche, in welche der Mensch .. ein sehr "anthroposophisches" .. Wort.. - hineingestellt - ist. Der Mensch ist nicht "geworfen" wie bei Heidegger, krasser bei Sarte, sondern fast ..prädestiniert in eine Ordnung gestellt, die ein Spiegel einer herauszufindenen höheren Ordnung sei. Diese Ordnung, so Steiner sinngemäß, zu finden, stärke alle drei zuvor behandelden Wesensglieder. Überhaupt geht es in diesem vierten Unterkapitel jetzt richtig los. Das ..Kern-Anliegen des Buches nimmt Fahrt auf. Es wird, vom Biologischen ausgehend, abstrahiert, auf Prinzipien, die, ähnlich der goetheschen Urpflanze, eine verborgene Grammatik hinter den offensichtlichen - meßbaren, zählbaren, wiegbaren - Phänomenen vermuten lassen, und Steiner benennt diese Prinzipien als "übersinnliche Leiber".. in denen das "Ich" des Menschen ein zentraler Angelpunkt ist. Ein Erlebnis von Jean Paul.. ein "Blitzstrahl vom Himmel" veranschaulicht die Ich-Geburt des Menscen ab dem ...dritten plus einhalbten ..(? .. wegen der 7).. Lebensjahr... und dieses Ich hat die Aufgabe, über bereits gegebene Prinzipien eine Souveränität sich zu erarbeiten, und keimhafte Anlagen einer von Steiner angedeuteten Zukunft entwickelnd zu erschaffen)

    m.butty



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  3. Teil II

    Das ist der erste wesentliche Abschnitt der Theosophie, die ich nochmals heute soweit durchgegangen bin.

    Es ist typisch für Steiner, daß er nun scheinbar und gleichsam "spiegelbildlich" das, was er jetzt für den Menschen erst, dann für dessen "Hineingestellt-Sein" in einen erst biologischen Kosmos aufzeigt, erweitert in mehrere Kosmen anhand der im Unterkapitel IV. erschlossenen unsichtbaren, vorerst abstrakten Prinzipien. Die alten und zukünftigen Leiber korrespondieren über die Spiegelachse des "Ich".

    Ich zähle mal auf, wie sie im Abschluß von IV. - gelistet - sind

    1. Physischer Leib
    2. Lebensleib
    3. Astralleib
    4. Ich als Seelenkern
    5. Geistselbst als verwandelter Astralleib
    6. Lebensgeist als verwandelter Lebensleib
    7. Geistesmensch als verwandelter physischer Leib.

    Von diesem Mikrokosmos wird gesagt, daß er Schöpfung und Spiegelbild (Vielleicht würde man heute "Hologramm" sagen, ..? ? ) eines Makro-Kosmos sei, dessen Sphären in sich selbst Kosmen darstellen, die nun auch wieder korrespondieren und spiegelnd einander beeinflussen.

    Ich will niemanden in ein "Spiegelkabinett" schicken, sondern darauf hinweisen, daß Steiner in seinen Darstellungen, wo er ...systematisiert, stets seine Prinzipien spiegel-kongruent miteinander korrespondieren läßt.

    Ein solches Beispiel aus "anthroposophischer Alltäglichkeit" möchte ich einfach mal nennen, damit man sieht, was ich meinen könnte:

    Ätherisch: Niesen (Exkarnativ) - Gähnen (Inkarnativ)

    Astralisch: Lachen (Exkarnativ) - Weinen (Inkarnativ)

    Ich: Antipathie (bezüglich der Mitwelt Exkarnativ) - Sympathie (bezüglich der Mitwelt Inkarnativ)

    (Es liegt auf der Hand, daß solche Signaturen-Lehre zweischneidig wirken kann. Man kann damit tatsächlich Vorgänge sehr leicht nachvollziehen, und sogar einordnen. Man kann damit aber auch Schaden anrichten, und die Mitwelt antipathisch herablassend urteilend einordnen bis zur Blindheit hin)

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  4. »In seiner Theosophie unternahm Rudolf Steiner den Versuch, die in der theosophischen Literatur seiner Zeit vorgefundenen Anschauungen von den Wesensgliedern des Menschen, von Reinkarnation und Karma, von den nachtodlichen Erlebnissen der Seele und von den Entwicklungsmöglichkeiten des menschlichen Bewusstseins in einer solchen Weise darzustellen und genetisch neu zu entwickeln, dass sie sich einerseits als bildlich-imaginative Darstellung und Fortführung jener idealistischen Anschauungen verstehen ließen, welche Steiner in seinem philosophischen Frühwerk in Auseinandersetzung mit dem deutschen Idealismus ausgebildet hatte, und sich andererseits als in vollkommenem Einklang mit den naturwissenschaftlichen und besonders den evolutionstheoretischen Anschauungen seiner Zeit stehend erwiesen.«

    Hier vermisse ich ein „drittens“: daß sie sich mit seinen eigenen inneren Erlebnissen (seit seiner frühen Kindheit) und Anschauungen stimmig vereinbaren ließen.

    Meiner Ansicht nach müßte dieses „drittens“ sogar an erster Stelle stehen – nicht nur angesichts dessen, was Steiner selber darüber sagt, sondern auch, wenn ich mir vor Augen halte, was Du in Deinen bisherigen Einleitungen darüber geschrieben hast, wie Steiner in allem, was er las und rezipierte, seine eigenen Bewußtseins-Erlebnisse wiederfand/metamorphisiert hinein- bzw herauslas… wie immer man das nennen will (ich hab jetzt grad keine Zeit, das in der SKA nachzuschlagen, :-) aber Du hast es ja selbst geschrieben, also weißt Du sicher, was ich meine...).
    Es ist ja im Grunde eine Selbstverständlichkeit – niemand unternimmt es, es sich gewissermaßen zur Lebensaufgabe zu machen, ein solches Gedankengebäude in dieser Weise im Zusammenhang darzustellen und daran weiterzuarbeiten, wenn es sich nicht mit den eigenen Anschauungen vereinbaren läßt.
    Aber angesichts der bisherigen Diskussionen habe ich den Eindruck, es wäre angebracht, diese Selbstverständlichkeit ausdrücklich zu erwähnen.
    Im Grunde auch schon in Bezug auf Steiners »Auseinandersetzung mit dem deutschen Idealismus« . . .

    Herzlich,
    Ingrid

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    1. In der Sache gebe ich dir Recht, Ingrid. Aber ist eine solche Bemerkung, die einerseits selbstverständlich ist, andererseits von vielen als Schmälerung des wissenschaftlichen Anspruchs verstanden werden wird, wirklich notwendig? Oder auch nur werbetechnisch klug in einer Buchanzeige? Wenn ich jemandem einen Artikel schmackhaft machen will, dann beschreibe ich doch vor allem mal dessen besondere Qualitäten und füge nicht hinzu: "Übrigens, irgendwann geht der auch kaputt." Oder, wenn ich mich für jemanden interessiere und ein Rendevous verabreden will, sage ich doch nicht: "Ich suche jemanden, weil ich mich einsam fühle". Manchmal ist es eben unangebracht, das Selbstverständliche zu sagen.

      Im Buch selbst wird das natürlich ein Thema sein müssen.

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    2. Lieber Christian,

      :-) Nun, ich würde meine „drittens“-Bemerkung ja nicht gerade vergleichen mit Aussagen wie „Übrigens, irgendwann geht der auch kaputt“ oder „Ich suche jemanden, weil ich mich einsam fühle“.

      Da es in der Anthroposphie um Geistes-Wissenschaft geht, also um eine Betrachtung der inneren geistig-seelischen (esoterischen) Erlebnisse nach Art der Naturwissenschaft (ich meine insbesondere den empirischen Teil der Naturwissenschaft, weniger das Theoretische) und nicht um persönliche Vorlieben à la „Meine Lieblingsfarbe ist nunmal Pfirsichblüt“, ist die genaue Beobachtung des eigenen seelisch-geistigen Lebens meiner Ansicht nach eine der wichtigsten Säulen auch von Steiners „Theosophie“.
      Ich kann das in keiner Weise unwissenschaftlich finden, ganz im Gegenteil:
      Wenn jemand eine naturwissenschaftliche Abhandlung über das Liebesleben der Maikäfer schreibt, so gehe ich davon aus, daß er selbst Maikäfer beobachtet hat und nicht nur bisher dazu Erschienenes rezipiert und kompiliert; sonst wäre es ja eine literaturwissenschaftliche Abhandlung.

      Ich habe nichts gegen Literaturwissenschaft, und ich habe auch nicht das Geringste dagegen, daß Du als Herausgeber der SKA literaturwissenschaftlich arbeitest und konsequenterweise eigene seelisch-esoterische Erlebnisse ausklammerst.

      Aber ich bin davon überzeugt, daß Rudolf Steiner mit seiner „Theosophie“ nicht eine literaturwissenschaftliche Arbeit im Sinne hatte (auch in seinen philosophischen Schriften nicht – daraus erklärt sich für mich das manchmal etwas „unsaubere“ Zitieren und Paraphrasieren…).
      Welchen Sinn hätte das auch haben sollen?
      Eventuell könnte man noch einen Sinn darin erblicken, daß er zu Beginn bloß „innertheosophisch-literaturwissenschaftlich“ gearbeitet hätte, aus Rücksicht auf seine Mitgliedschaft in der theosophische Gesellschaft; dann aber hätte seine Auseinandersetzung mit den deutschen Idealisten hier (und daher auch in Deiner Buchanzeige) nichts verloren.

      Vor dem Hintergrund, daß gerade diese „dritte Säule“ vielen Anthroposophen heute als die allerwichtigste gilt; daß Steiner selbst gesagt hat, er habe zur Zeit seiner Mitgliedschaft in der Theosophischen Gesellschaft nichts gesagt, daß er nicht zuvor in sich selbst gefunden hatte (wieder: ich habe keine Zeit, jetzt diesbezügliche Zitate herauszusuchen, aber Du kennst sie ja ohnehin alle), und nicht zuletzt angesichts der derzeitigen Diskussions-Situation halte ich also eine solche Bemerkung, auch schon in der Buchanzeige, nicht nur für angebracht, sondern auch für not-wendig.

      :-) Es sei denn natürlich, Du empfindest die derzeitige Art der Debatte nicht als Not (aber diesen Eindruck hatte ich bisher nicht) . . .

      Herzlich,
      Ingrid

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    3. "Da es in der Anthroposphie um Geistes-Wissenschaft geht, also um eine Betrachtung der inneren geistig-seelischen (esoterischen) Erlebnisse nach Art der Naturwissenschaft ... ist die genaue Beobachtung des eigenen seelisch-geistigen Lebens meiner Ansicht nach eine der wichtigsten Säulen auch von Steiners „Theosophie“.Ich kann das in keiner Weise unwissenschaftlich finden"

      Völlig einverstanden. Aber wenn man nun schriebe: "die Theosophie ist, drittens, ein Versuch Steiners, seine eigenen übersinnlichen Erfahrungen mit den Aussagen Annie Besants zu vereinbaren" dann ist das nicht gerade ein überzeugendes Argument für die Wissenschaftlichkeit der Darstellung. Sondern klingt eher wie ein persönlicher Rechtfertigungsversuch.

      "Eventuell könnte man noch einen Sinn darin erblicken, daß er zu Beginn bloß „innertheosophisch-literaturwissenschaftlich“ gearbeitet hätte, aus Rücksicht auf seine Mitgliedschaft in der theosophische Gesellschaft; dann aber hätte seine Auseinandersetzung mit den deutschen Idealisten hier (und daher auch in Deiner Buchanzeige) nichts verloren."

      Finde ich nicht. Der Bezug zum Deutschen Idealismus macht Steiner für Nicht-Anthroposophen interessant und legitim. Aus dieser Perspektive kann man über Steiner ernsthaft diskutieren, ohne sich wissenschaftlich zu kompromittieren (vgl. Traubs Ansatz). Das gehört daher unbedingt in eine Werbetext hinein. - Der Anspruch auf Hellsichtigkeit hingegen ist, meiner Meinung nach, immer noch der zentrale Punkt, an dem die meisten wissenschaftlich denkenden Menschen bei Steiner zurückprallen. Ein Schlagwort, auf das man reflexartig mit Ablehnung reagiert. Dass das Konzept der Hellsichtigkeit bei Steiner selbst ein wissenschaftliches sein könnte und somit dieser Reflex vielleicht unberechtigt ist - dass kann man im Buch selbst diskutieren, aber nicht in einer Ankündigung von 160 Worten unterbringen. Also das Reizwort lieber weglassen.

      Daher ist mein Vergleich vielleicht doch nicht so unpassend. Vielleicht könnte man noch stärker formulieren. Der Versuch, einem Wissenschaftler die "Theosophie" mit dem Hinweis schmackhaft zu machen, darin stünden Steiners hellseherische Einsichten, wäre etwa so, wie wenn ich jemanden ins Kino einlade und beifüge "Ich hatte schon ein Jahr keinen Sex mehr." Trotz aller Wahrheit, Berechtigung und Natürlichkeit des Faktums, stünde die entrüstet ablehnende Reaktion schon fest.

      "Vor dem Hintergrund, daß gerade diese „dritte Säule“ vielen Anthroposophen heute als die allerwichtigste gilt; daß Steiner selbst gesagt hat, er habe zur Zeit seiner Mitgliedschaft in der Theosophischen Gesellschaft nichts gesagt, daß er nicht zuvor in sich selbst gefunden hatte"

      Mir geht es vor allem darum, die Relevanz Steiners für den akademischen Diskurs aufzuweisen. Auf die seelischen Bedürftigkeiten der Anthroposophen kann ich nur insoweit Rücksicht nehmen, als dieses primäre Ziel nicht beeinträchtigt wird. - Es liegt übrigens, meines Erachtens, ein Kurzschluss darin anzunehmen, dass der Theosoph Steiner, wenn er darauf besteht, nur Selbsterlebtes zu schildern, sich damit notwendig auf Erlebnisse bezieht, die er VOR oder UNABHÄNGIG von seiner Begegnung mit der Theosophie gemacht hat. Liegt es nicht auf der Hand anzunehmen, dass Steiner bestimmte Erfahrungen erst in der Auseinandersetzungen mit den theosophischen Texten gemacht hat und in DIESEM Sinne von "Selbsterlebtem" spricht? Im Lichte dessen, was wir jüngst über das "Entdeckungsprivileg" diskutiert haben, erscheint dies sogar als Notwendigkeit. Nach diesem von Steiner selbst formulierten Gesetz KANN er ja, streng genommen, NICHTS von dem, was in den theosophischen Schriften steht, selbst entdeckt haben, bevor er diese Schriften gelesen hatte.

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    4. Lieber Christian,

      »Es liegt übrigens, meines Erachtens, ein Kurzschluss darin anzunehmen, dass der Theosoph Steiner, wenn er darauf besteht, nur Selbsterlebtes zu schildern, sich damit notwendig auf Erlebnisse bezieht, die er VOR oder UNABHÄNGIG von seiner Begegnung mit der Theosophie gemacht hat. Liegt es nicht auf der Hand anzunehmen, dass Steiner bestimmte Erfahrungen erst in der Auseinandersetzungen mit den theosophischen Texten gemacht hat und in DIESEM Sinne von "Selbsterlebtem" spricht?«
      Vollkommen einverstanden.
      Für mich ist es irrelevant, ob ein Erkenntnis-Erlebnis vor oder unabhängig von der Lektüre einer Schrift erfolgt oder erst in der Auseinandersetzung mit dieser Schrift. Ein Erkenntnis-Erlebnis ist es in beiden Fällen.
      Ich habe Steiners Aussage, er habe nichts deshalb gelehrt, weil es in den theosophischen Schriften drinsteht, sondern immer nur Dinge, die er es selbst aus der geistigen Welt herausgeholt hat (ich schreibe das nur sehr ungefähr, da ich mich nicht an den Wortlaut erinnern kann) – ich habe das niemals so verstanden, als müsse er notwendig immer der erste „Herausholer“ gewesen sein.

      »Der Bezug zum Deutschen Idealismus macht Steiner für Nicht-Anthroposophen interessant und legitim.«
      Das wäre mir, wenn es vor allem ein Werbe-Argument sein sollte, schon etwas unbehaglich.
      Ich bin mit den Idealisten längst nicht so vertraut wie Du, und es ist eine Weile her, daß ich die „Theosophie“ gelesen habe – ist wirklich soviel deutscher Idealismus in der „Theosophie“ zu finden?

      »Der Anspruch auf Hellsichtigkeit hingegen ist, meiner Meinung nach, immer noch der zentrale Punkt, an dem die meisten wissenschaftlich denkenden Menschen bei Steiner zurückprallen. Ein Schlagwort, auf das man reflexartig mit Ablehnung reagiert. Dass das Konzept der Hellsichtigkeit bei Steiner selbst ein wissenschaftliches sein könnte und somit dieser Reflex vielleicht unberechtigt ist - dass kann man im Buch selbst diskutieren, aber nicht in einer Ankündigung von 160 Worten unterbringen. Also das Reizwort lieber weglassen.«
      Für Menschen, für die „Hellsichtigkeit“ ein Reizwort ist, ist aller Wahrscheinlichkeit nach auch schon „Theosophie“ ein solches Reizwort – meinst Du nicht?
      Und wenn der Hinweis auf den deutschen Idealismus genügen soll, dieses Reizwort zu ent-reizen – dann müßte er doch auch die Erwähnung dessen, was ich die „dritte Säule“ nenne, entschärfen können…

      Man muß es ja auch nicht unbedingt „Hellsichtigkeit“ nennen. Es handelt sich um innere Erlebnisse, für die es in der alltäglichen, mit den Sinnen zu erfassenden Welt keine befriedigende Erklärung gibt – jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens derartige Erlebnisse, das war wohl auch zu Steiners Zeiten nicht anders. Man vergißt es entweder, nachdem man sich kurz „geschüttelt“ hat, oder man geht mit dem rätselvollen Erlebnis um, es beschäftigt einen – und wenn man dann „zufällig“ Fichte liest, oder Jakob Böhme, oder Novalis, oder auch Blavatsky und Besant, dann erkennt man darin etwas wieder und geht nun auch mit dem Gelesenen innerlich um.
      Und je nachdem, wie intensiv man seine Aufmerksamkeit daran wendet, wird man „heller“ oder auch weniger „hell“ sehen…

      ;-) Es erfordert jedenfalls nicht besonders viel Hellsichtigkeit, um vorauszusehen, welche Reflexe es auslösen wird, wenn Du Deinen Text so läßt, wie er jetzt ist.

      Für mich klingt er, als wäre Steiners „Theosophie“ ein rein literaturwissenschaftliches Werk. :-) Wenn Du’s dann im Buch selbst anders darstellst, sind die leichter reiz-baren Wissenschaftler womöglich entrüstet ob der „Mogelpackung“…

      Aber es ist natürlich ganz Deine Entscheidung, ob Du lieber auf die seelischen Bedürftigkeiten gewisser Wissenschaftler Rücksicht nehmen willst als auf die gewisser Anthroposophen. Und ich kann es schon nachvollziehen, daß Dir die Wissenschaftler wichtiger sind – wenn ich selbst auch in einem wissenschaftlichen Werk weder hier noch dort auf seelische Bedürftigkeiten Rücksicht nehmen wollen würde.

      Gute Nacht!
      Ingrid

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  5. Ich arbeite im Schnellüberflug, da ich sie früher mehrmals gelesen, die Theosophie durch, um auch detaillierter zu wissen, worum es jetzt geht.

    Nun mache ich mir Sorgen, wenn ich das hier mit in die Kommentare stelle, könnte es die Stringenz der Diskussion verwässern?

    Denn, was Michael oben im Zusammenhang mit Ken Wilber und diesem, mir nach einem - unsichtbaren - Gleichschritt schmeckenden Evolutionären Sprung zu bedenken gibt, das fiel mir auf, als ich das "hineingestellt" als "Anthro-Wort" markierte.

    Das "Ich" ... die "Menschheit" und ihre soziale(n) Frage(n) (freilassender Begriff)... das "Kollektiv".. (zumindest fordernder Begriff, appellativ)..

    Ich bring also mal meinen ganz eignen Snappshot vom nächsten Kapitel (wenn ich darf :-/ )

    Denn auch da sind ja Hinweise, nämlich "Jeder Mensch eine eigne Gattung" versus Mendelsche Gesetze...
    Teil III
    Wiederverkörperung des Geistes und Schicksal (Wird eingeleitet mit Gedanken über Gedächtnis und Erinnerung, die Seele wird als Bewahrerin der Erinnerungen angeführt, da nach Steiner der bloße Sinnesapparat nichts nur das pur Gegenwärtige als Abbild erscheinen lassen könnte, sinngemäß wie der Photoapparat, das Mikro etc.
    Eine weitere sinngemäß "Metamorphose" eines Gedächtnisses veranschaulicht sich für Steiner in der Vererbungslehre der biologischen Phänomene, in den von Gregor Mendel entdeckten Regelmäßigkeiten, doch Steiner artikuliert sogleich die Unregelmäßigkeit von Ähnlichkeit und Unterschied. Von Art- und Gattung, dem seriellen ähneln der Ahnenreihe und der Originalität des Einzelwesens.
    Die menschliche Biographie ist für Steiner in der Tierwelt, und sei diese dem Menschen noch so nah - Säugetiere- nicht erkennbar. Jeder Mensch sei eine Gattung für sich. Das für den Menschen typische Schicksal, die Lebensgeschichte und die innere Verfassung, die Begabung, minder oder reichhaltig erklärt Steiner mit Wiederholungen. Quasi "Metamorphosen" und "Mutationen" voriger Erdenleben. Hier wird Steiner ganz von den hinduistischen, aber auch von manchen Prädestinationslehren, theosophischen, und protestantischen abweichen. )

    Den Rest kürze ich noch mehr ab.

    m.butty

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  6. ‘Genetisch neu zu entwickeln‘ ist vielleicht pleonastisch ausgedrückt. Esoterisch/ideell neu zu entwickeln? Die Thematik scheint aristotelisch geprägt. ‘Anthroposophie‘, 1910: Skizze einer Sinneslehre?
    Für die Theosophie in der Selbstdarstellung, vgl. Kap.33, GA 28 (Will man da nicht bloß aus der Geistschau sprechen, so muß man auf Ideen eingehen, die sich zwar aus einer feinen Beobachtung der Sinneswelt ergeben, die aber von den Menschen nicht gefaßt werden.).

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    1. P.S. Oder meinten Sie, dass der Begriff "genetisch" hier vielleicht im biologischen Sinn missverstanden werden könnte?

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    2. PP.S. "Skizze eine Sinneslehre" trifft es wirklich gut.

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  7. Interessant, warum pleonastisch? Ich finde, das ist gerade besonders charakteristisch für Steiner, dass er versucht, Dinge, die in den Texten Besant einfach mehr oder weniger mechanisch "hingepfahlt" und dann definiert werden (etwa die Wesensglieder), genetisch auseinander zu entwickeln. Wobei er stets von simplen, unstreitigen Tatsachen ausgeht, die jeder selbst beobachten kann, und daraus dann organisch Gedanken zu entwicken sucht und der Leser sich so irgendwann in der Esoterik befindet, ohne den Übergang bemerkt zu haben. Anders formuliert: im Gegensatz zu Besant steht bei Steiner die begriffliche Entwicklung am Anfang, und das Ergebnis, etwa die Wesensgliederlehre, kommt dann, wie in der natürlichen Evolution, am Ende dabei heraus.

    Dieses "genetische" Schreiben (Stichwort Gedankenkunst) wäre übrigens, auch wenn bestimmte Stimmen jetzt wieder vor Schmerz aufheulen werden, prinzipiell auf Fichte zurückzuführen und ist durchaus keine originelle Idee Steiners.

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    1. Ich meinte ‘Genese‘ und ‘Entwicklung‘ sind sprachlich dasselbe. ‘.. vorgefundenen Anschauungen .. neu entwickeln’ würde dann reichen. Das klingt für mich einigermaßen wie Ingrids dritte Säule.
      Steiner beschrieb seine genetische Vorgehensweise im 33. Kap. Kann man diese empirisch-aristotelisch nennen?

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  8. So, nun bin ich durch mit meinem kleinen Repetitorium der Theosophie. Hier noch meine Notizen:

    Teil IV

    Die drei Welten (nur Überschrift)

    I. Die Seelenwelt (Hier bezieht sich Steiner gerne auf den Seh-Sinn, nicht ohne Grund, denn die goethische Farbenlehre, nach der das Licht gegen seine Eintrübung kämpfend Taten vollbringt, Niederlagen erleidet, siegt, überwindet, und hierdurch die Farben erst Sinnbilder werden, statt Teil des sichtbaren Spektrums der gesamten elektromagnetischen physischen Wellenstrukturen, bietet Steiner ein Gleichnis für die Geschehnisse in einer Seelenwelt. Die individuelle, unsere, Seele ist nur ein Teil dieser Sphären. Trieb, Drang, Verlangen, Lust, Unlust, Zuneigung, Ablehnung..
    Wieder führt Steiner eine hierachische Liste mit sieben Regionen, seelen- evolutionären Schritten an, daß dies sieben "Aggregatszustände" seelischer Qualität seien - sinngemäß Taten und Leiden des im Seelischen enthaltenen Ringens um groben passiven Triebausgleich bis hin zur Beruhigung der Begierde und Unlüste im aktiv tätigen Seelenleben)

    1. Region der Begierdenglut (Brutale Selbstsüchte, Paranoias)
    2. Region der fließenden Reizbarkeit (Zerstreuung, AHDS)
    3. Region der Wünsche (Spaßsuche, Unterhaltung, Loite Kennenlernen)
    4. Region von Lust und Unlust ( physisch grundiertes Selbstwertgefühl, einfache Beziehungen)
    5. Region des Seelenlichtes (Romantik, ästhetische Erbauungen, sich kultürlich wähnen)
    6. Region der tätigen Seelenkraft (begeisterte Freude an selbstlosen Projekten)
    Sinngemäß: Alles mehr oder weniger Trübung und Absonderung vom reinen Seelenlicht: Alles "Versündigungen"
    7. Region des Seelenlebens

    II. Die Seele in der Seelenwelt nach dem Tode (Hier wird eingehend das Fegefeuer in sieben Stadien beschrieben, denn der Seele fehlen nach dem Tode sämtliche Verbindungen durch die vielfältigen Sinnestore des physischen Leibes... auch differenzierte Genüsse, für die Organe des Leibes vonnöten waren, lösen Entbehrungen aus. Wahrscheinlich ist dieses Kapitel am geeignetsten für Spott gegenüber Anthroposophen, und für Moralismen unter Anthroposophen. Wer sich dem Geiste zuneige, habe weniger im Fegefeuer zu leiden, welches einfach als Total-Entzug dargestellt wird, wer den Gelüsten des Körpers lieber nachkam, der entbehre mehr. Hier stellt sich mir die Frage nach der Höherentwicklung des Ichs in der Seele, welche dann das Sensorium der Sinnestore anspruchsvoller zu nutzen weiß und daher doch viel mehr entbehren müßte..? Gemäß der sieben in der Liste oben benannten Stufen erlangt die Seele eines Verstorbenen nach und nach die Freiheit der siebten Region.)


    III. Das Geisterland (Erst hier assoziert Steiner die Erlebnisse dieser Sphären mit den Hörsinn. Eine rastlose Region eines immerwährenden Tätigseins und Wandels, Steiner spricht auch von Urbildern, "Wurzelkeime" aller erdenklichen Dinge und Vorgänge, letztendlich kann man herauslresen, daß es schwierig wird, über diese Dinge noch zu sprechen. Auch hier wird wieder nach Regionen, sieben Aggregatszuständen unterschieden, aus denen sich die "Landschaft" ineinander verwoben gestaltet... Solche Dinge könne der Meditierende erleben)

    IV. Der Geist im Geisterland nach dem Tode (Was auf der Erde gedacht und oft nur benannt wird, wird hier erlebt in seinem ganz eigenen Dasein. Ein Gedicht ist hier ein Wesen. Steiner beschreibt hier Dinge, die etwa ein halbes Jahrhundert in der seriösen LSD-Forschung dem Aller-Welts- Menschen zumindest unter der Wrkung dieser Substanz greifbar werden und noch heute als Protokolle einsehbar sind. Die Forschung von Stanislaw Grof war hier wegweisend und hob sich von den psychedelischen Fanfarenklängen des Timothy Leary beruhigend ab. Denn zumindest unter dieser Substanz schildern Menschen öffentlich Dinge, die eben Steiners Theosophie hier in den fortgeschrittenen Kapiteln darlegt)
    m.butty

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  9. Teil V

    V. Die physische Welt und ihre Verbindung mit Seelen- und Geisterland (Hier berichtet Steiner von der insgeheimen Beseeltheit der sinnlich wahrnehmbaren Natur, er erwähnt zum Beispiel die Elementarwesen als Metaphern für ganz spezielle Qualitäten von Lebendigkeit, die man mit allen leiblichen Organen und Sinnen vergeblich sucht...)

    VI. Von den Gedankenformen und der menschlichen Aura (die Empfindungen und Gedanken werden ebenso als Erlebnisse mitgeteilt, die eine Korrespondenz zu Erlebnissen aufweisen, die man gegenüber physischen Formen und Farben haben kann...)

    Der Pfad der Erkenntnis (Eher allgemeine Hinweise zur Charakterschulung, die dann das Fundament zu der individuellen Realisation und Auseinandersetzung mit den im Buch beschriebenen Phänomene führen kann)

    m.butty

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    1. Zum Vergleich:
      .. versuchen Sie in der «Theosophie» zu lesen, was über die tätige Seelenkraft gesagt ist, so werden Sie begreifen, daß durch die inneren Erlebnisse in der Region der tätigen Seelenkraft das eintreten muß, was hier angeführt wurde als maßgebend beim Durchgang durch die Venus-Sphäre. Dabei ist auseinandergesetzt worden, daß die Seele im Erdenleben in einer gewissen Weise religiöse Impulse entwickelt haben muß. (GA 141, S.175)

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    2. Danke, Mischa, für diese Gedächtnisauffrischung. Mit dieser Überschau im Hinterkopf, würdest du meine Inhaltsangabe absegnen oder hättest du Einwände?

      Insbesondere, wenn ich schreibe dass Steiner "Anschauungen von den Wesensgliedern des Menschen, von Reinkarnation und Karma, von den nachtodlichen Erlebnissen der Seele und von den Entwicklungsmöglichkeiten des menschlichen Bewusstseins" "in der theosophischen Literatur seiner Zeit vorgefundenen" hat und dann versuchte, mit diesen auf die beschriebene Weise umzugehen. Da wird natürlich, wie Ingrid bereits prophezeiht hat, aus einer bestimmten Ecke wieder der Vorwurf kommen, ich wollte Steiner zum Plagiator und Betrüger stempeln. Unsinn, wie ich finde, aber ich frage mal ehrlich in die Runde: sieht das irgendjemand hier (ausser Kees) auch so?

      Kleiner Vorblick auf SKA 6: In den ersten drei Ausgaben der "Theosophie" zitiert Steiner ausdrücklich aus Besant, verweist auf Leadbeater, benutzt Beispiele von beiden Autoren und benennt für alle Wesensglieder und Wirklichkeitsebenen die gebräuchlichen theosophischen Namen, einschließlich des Sanskrit (alles freilich 1914 gestrichen). Also, dass er die theosophische Literatur kannte und benutzte, kann wohl nicht bestritten werden. Auch nicht die Tatsache, dass er den ursprünglichen theosophischen Kontext später verborgen hat, aus welchen Gründen auch immer.

      Von diesem Faktum ausgehend auf den Inhalt blickend, scheint mir meine Formulierung eine durchaus begründete Deutungsperspektive zu sein. Gibt es anthroposophischerseits sachliche Einwände? Gern auch anonym.

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    3. Kleine Anmerkung, um Mißverständnisse zu vermeiden:

      »In den ersten drei Ausgaben der "Theosophie" zitiert Steiner ausdrücklich aus Besant, verweist auf Leadbeater, benutzt Beispiele von beiden Autoren und benennt für alle Wesensglieder und Wirklichkeitsebenen die gebräuchlichen theosophischen Namen, einschließlich des Sanskrit (alles freilich 1914 gestrichen). Also, dass er die theosophische Literatur kannte und benutzte, kann wohl nicht bestritten werden. Auch nicht die Tatsache, dass er den ursprünglichen theosophischen Kontext später verborgen hat, aus welchen Gründen auch immer.«

      Es kann keine Rede davon sein, daß ich das etwa bestreite.
      Dennoch bleibe ich bei meiner Ansicht: Vorfinden allein hätte Rudolf Steiner nicht genügt.

      LG, i.

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    4. Teil Eins
      Das hatten wir ja bereits, die Frage nach der Urheberschaft.. der Erlebnisse... die Steiner beschreibt. Diese Frage, die er auch im "Lebensgang" behandelt, ist auch für mich innert meiner eigenen Biographie eine alte Frage. Diese Argumentation wurde von etlichen meiner Jugendfreunde angeführt, die mich bei intellektuell anspruchsvolleren Wachtürmlern ("Zeugen usw.") gelandet wähnten. Einer meiner späteren Freunde behauptete, daß Steiner die Theosophie und ihre Struktur als Vehikel nutze, um Karriere zu machen, und um irgendwie tätig zu werden.. was er übrigens für legitim halte: wenn ein Mensch wie Steiner sowas tue, im Verlangen nach Engagement und Gestaltung. Da sei eben der Konflikt mit der herkömmlichen Instution "Theosophie" bereits als Soll-Bruchstelle vorprogrammiert gewesen. Die Ereignisse um Krishnamurti usw. hätten Steiner die Gelegenheit zur klaren Positionierung seines eigenen Schulungs-Konzeptes gegeben.

      Dieses Schulungs-Konzept ist aus einer Metamorphose eines (psychologisch-sozialen, zuerst weniger politischem) "Anarchsismus" ein Konzept, welches dezidiert Selbstverantwortung in Verpflichtung zur permantenten Autodidaktik und individueller Weiter-Entwicklung fordert, bei gleichzeitiger Verfeinerung des so erworbenen intellektuellen und emotional-emphatischen Sensoriums. "Anarchistisch", weil es eine Individualität einfordert, die sich selbst ohne Autoritäten, Gebote, Verbote Grenzen setzt, und sich selbst zu notwendigen Leistungen motivieren kann. Übersetzt in theosophisch, hinduistische Empfindungs-Begrifflichkeit: Ein spiritueller Weg ohne Guru.
      (Analog: Wo es in Deutschland katholischer ist, kommt die Anthroposophie weniger durch, daher auch Österreich eher negativ, hingegen CH, und Ne postiv. Macht Katholizismus vorerst .. zufriedener? Legenden, Bilder, Lithurgie, mehr Gesang, mehr Farbe..?)

      Nun ein Konjunktiv: Wenn Steiner nicht die Theosophie - als Vehikel für seine Karriere - bezogen hätte, dann wären sein "Fachsprach-Wortschatz", wären seine Begriffs-Strukturen - möglicherweise einem ganz anderen Sprachkorpus und Lexikon entlehnt und umgeschmiedet worden.

      Das ist alles verdammt heikel. Denn wer ganz böse ist, kann Steiner damit als Parasiten definieren, und ihn beschuldigen, er sei nicht in der Lage gewesen, sich für seine Anliegen und für die Verwirklichung dessen, was aus ihm hervordrängte an politischem, künstlerischem, therapeutischem Gestaltungswillen ein eigenes Begriffs-System erschaffen zu haben. Und nicht nur das! Mangels eigener Popularität .. mußte er einen bereits vorhandenen, theosophisch eingeschworenen, Personenkreis.. "umfaszinieren".. auf sich einschwören, und ihn von einer Organisation abkoppeln. Statt in mühsamer - individueller - Werbe- und Propaganda-Arbeit, die keinem wirklichem Neugründer einer Partei erspart bleibt, sich sein eigenes Personal von der Straße zusammenzukratzen.
      Das ist die gehässigste Variante freilich, und man kann anhand der Parteienlandschaft allein schon mal überprüfen, ob "neue" Parteinen quasi aus einem Nichts heraus entstehn, gegründet werden. Oder eben doch eine Organisation, in einer Demokratie besonders, sich durch "Teilung" .. weiter fortpflanzt..
      m.butty

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    5. Teil Zwei
      Von Anni Besant, von Leadbetter, von Blavatzki habe ich wenig gelesen, und lesen mögen, kurz: Ich fand es nicht besonders originell, und fürchtete bloß, ich fände einen verborgenen roten Faden nicht, weil ich zu dumm sei. Warum nicht? Es ist nützlich, mit eigenen Beschränkungen zu rechnen. Bei Steiner fand ich einen roten Faden. Steiner strukturierte und brachte Dynamik. Ich beschrieb es oben mit den Spiegel-Achsen in seinen Ordnungen, den Resonanz-Prinzipien, wo sich ein Phänomen einer Begriffs-Ebene in Resonanz befindet zu Phänomenen auf anderen Begriffs-Ebenen.

      Am Ende wirkt es so, als habe Steiner den Theosophen ihr etwas verwaschenes System erst zu einer Stringenz gerafft und den wirklichen Ursprung des theosophischen Systems freigelegt...

      Welches als Variante eines Hinduismus, wenn ich das denn recht verstehe, von Runden und Wurzel-Rassen und Perioden sprach, in einer ewigen Wiederholung des Gleichen seit der Entstehung der Welt fast gefangen, mit einem prädestinativ strafenden Karmabegriff von ewiger Schuld und Sühne und einer Elite Heiliger Männer und erleuchteter Frauen zu ihren Füßen... nur besondere Europäerinnen scheinen da eine geschlechtliche Gleichberechtigung zu erfahren... usw.

      Lieber Herr Clement, was Sie da als Vorblick auf SKA 6 'im Angebot' 'der Speisekarte' haben, und an Material zusammengetragen haben, macht es für mich wirklich verlockend, mir das Teil zuzulegen.

      Wenn ich Einwände hätte, an der SKA allgemein, wären es eher minimale, zu denen ich jetzt längst nicht fähig bin,auch aus Mangel an ... einem 3. Dan (Schwarzer Gürtel) in Philosophie-Geschichte... und auch, weil ich erstmal begeistert bin. :-)
      Ich denke schon, daß ich das so, wie sie das formulieren, akzeptieren kann. Wenn sich Feinheiten ergäben, was Anderen noch einfällt, darauf kann ich gespannt sein, mir fällt nichts auf, und ich find es ok!

      m.butty

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    6. Da wird (...) wieder der Vorwurf kommen, ich wollte Steiner zum Plagiator und Betrüger stempeln. Unsinn, wie ich finde, aber ich frage mal ehrlich in die Runde: sieht das irgendjemand hier (...) auch so?

      1. Was wären denn 'objektive'Beurteilungskriterien dafür, ob es sich um 'Abkupfern' handelt?

      2. Ich wüsste nicht, dass Steiner den Anspruch gehabt hätte, das ultimativ Neue zu erfinden.
      Ich meine er hatte immer nur das Anliegen/den Anspruch , Ausdruckformen zu entwickeln, die einem bestimmten (speziell unserem) Kulturkreis oder bestimmten Personen(gruppen) angemessen/hilfreich/förderlich sind...
      [In GA 10 wird auch (irgendwo) sinngemäß erwähnt, dass das Neue nur aus Vorhandenem
      entwickelt werden kann...]

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    7. 1/2
      Lieber Stephan, Leider gibt's Krieg hier, entweder sage ich ja oder nein, sofort hat man ein Stigma, man gehört zu weiss ich was und wo..ich meinte immer hier gibt's Freiraum.
      Ich schliesse zuerst an bei eigener Erfahrung.
      Once upon a time in...'s-Gravenhage, Rudolf war da, in das gleiche Gebäude war ich etwas später auch. Ein meiner Lebensfragen war was machen Anthroposophen in der Bildende Kunst.
      In dieser Gebäude der Anthroposophische Verein der Niederlande gab es ein Gemälde, bei welche ich direkt die Erfahrung hat dies ist 'Antro Inkarniert In Art' AI-IA alle andere Art in dieser Antro-Stil könnte im weiten nicht das Nivau erreichen von Im-/Expressionistische Art including Rudolf, er war auch klar darüber ich bin kein Maler. In September 1907 wohnte Kandinsky Vorträge in Berlin bei.
      Dies ist u.a. gerade so ein Punkt. Natürlich, für mich selber gesprochen, sah er innerlich genau was er machen wollte aber es gab kaum Ausführenden, z.B Farbgestaltung er hat gesagt was er woltte, nach einiger Zeit war nichts passiert. Wie dann Herr Doktor. Also auf den Leiter hat er da Vorbild gegeben!
      So hat er das als ungeschulte,r dennoch auf sich genommen, nach Jahren entwürfen usw. soll doch einmal das gewünschte erste Goethanum Gebäude da sein! Jede Bube will ein eigen Hütte!

      Nach fünf Jahren umher gelaufen zu haben mit der Frage lebt der Maler noch oder nicht begegnete ich endlich jemand aus der Schweiss, die mir sagen könnte wo Liane Colot d'Herbois lebte.
      Sie war ein geschulter Malerin Academie of Arts Birmingham usw. Wenn sie 21 Jahre war hat Ita Wegman ihre Gemälde angeschaut das war die Anfang zur lebenslange Freundschaft bis an Ita's Sterbebett. In Auftrag von Ita hat sie ein Lebenstableau in der Form einem Fresko gemacht.
      Ich kam bei ihr, war gerade ihr Lebensgesell verstorben. Oh my dear I thought she was joking, so I start shouting to Francine and shaked her schoulders. Stop Joking Francine!
      Then I realised she passed away. You can look at here but she is away it’s only here Hülle.

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    8. 2/2
      Im Goetheanum war kein Platz für Liane zu 'intellektuell' Zuviel Denkarbeit.
      Was macht man wenn man tiefgehende Einsichten Einblicke hat, innerlich sicher ist auf Grund von Erfahrung - Ich war so voller Glück da oben, ich wollte gar nicht zur Erde zurück ehren. Aber meiner Mission war nicht fertig, also ich musste zurück.
      Kan man mit spekulieren usw. ich hab dies jedenfalls als Wahrheit erfahren.
      Wenn sie sprach zu Beispiel ein Viertelstunde über Farben und die Bewegungen der Farben, der damit zusammenhangende Farbeprozessen, das versteht man nur in Herzen da ist wirklich alles klar, Einverständnis.
      Aber dann sitz man fürs Papier, ja dann soll da durch Kopf und Händen gehen.
      Mit meiner ersten Begegnung habe ich erstaunt, voller Offenheit zugehört und gar nicht verstanden das dies ein Bild war für zwei Übungen.
      Da gab es eine sogenannte Kerngruppe, wo auch ein Schwester von Bernard Lievegoed teil aus machte, die arbeiten schon Dreißig Jahre mit ihr zusammen.
      Wirklich niemand hat die Möglichkeit Liane voll zu verstehen, nur Teilweise. Wie Einfach, leider selten, sie mit einige Schichten ein Gemälde näher an die Übung bringen könnte.
      Und was soll man dann wenn man so zu Hause ist in der Welt der Schöpfungskräfte der Farben?
      Sie hat hunderten vielleicht tausenden Steno-Verslagen ihre Konferenzen zum Mühl gebracht.
      Da gegenüber die Hauptinhalte niedergelegt in Bücher.
      Für Künstler und andere für Therapeuten aber eigentlich ist es Teilweise für jedermann, wenn die Farben sich lösen, löst sich der Seele, meiner Ausdruck.
      Stephan man kann nur dass bringen und 'a-litte-bit-more' was Menschen empfangen können.
      Because we live in a three-dimensional World bounded by Time.
      EIN Standpunkt ist: Ich sehe Rudolf Steiner wie ein Instrument der Geisteswelt.
      Dann gibt es das Publikum, Umgebung, das ist sein Malmateriaal.
      Er als Geisteswissenschaftler könnte nur die Balance suchen zwischen das was geschaut wird und was als 'Verborgen Möglichkeit' im Potenz da im Menschen und in die Zeit sich anbietet, sein Spielraum. In Landesvortage sieht man Unterschied in die Art zu sprechen usw.
      Er könnte auch spreche vom alltägliches Perspektive.

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  10. 1/2
    Also, dass er die theosophische Literatur kannte und benutzte, kann wohl nicht bestritten werden. Stellt Lieber Ingrid aber die 'Alptraum-Frage' ist wie hat e das benutzt?

    Einleitung: Einmal in die Grossstad 's-Gravenhage NL, machte ich Lithographie die Steinzeichnung als Druckvorlage und Druckform zur Vervielfältigung mittels des Steindruck-verfahrens.
    Mein Lehrer schaute sich meine Arbeit an und hat wahrgenommen das ich ein 'esoterische art' machte. Ich hatte keine Ahnung was das bedeutete. Also sprach Herr van Beuningen – wovon ich meinte, der ist ein durchwinterte Zen Meister – komm mal mit zur Theosophische Verein.
    Ich machte selbst mal ein Weltkongress mit. Ich besuchte beide unten stehenden Strömungen.
    Het Theosofisch Genootschap verbunden mit Theosophical Society* (Pasadena), und Theosofische Vereniging (Verein) Nederland hier treft man unter bekannter Theosofen Rudolf Steiener nicht an.
    * Hier treft man unter http://www.theosofie.net/literatuur/index.html Rudolf auch nicht an.


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  11. Serious Part: Kritische Text Teil also sprach Christian Zitat: "In seiner Theosophie unternahm Rudolf Steiner den Versuch…seiner Zeit vorgefundenen Anschauungen… *von den Wesensgliedern des Menschen, von Reinkarnation und Karma, von den nachtodlichen Erlebnissen der Seele und von den Entwicklungsmöglichkeiten des menschlichen Bewusstseins in einer solchen Weise darzustellen und genetisch neu zu entwickeln"…

    In diesem Abschnitt wird davon ausgegangen, dass es seiner Zeit vorgefundenen Anschauungen gibt. Wie angegeben nach…*

    Rudolf Steiner O, es ist köstlich, die überlegen sein wollende Miene zu beobachten, wenn man mit einem Theosophen in ein Gespräch kommt über den Wert abendländischer Erkenntnisse.
    «Das ist alles Außenwerk»; die «Vernunftgelehrten gehen nur um eine Sache herum und beschauen ihre Oberfläche»; «wir hingegen leben in der Sache drinnen; wir leben sogar in Gott selbst drinnen; wir erleben die Gottheit in uns».
    So etwa sind die Redensarten, die man zu hören bekommt.
    Und man wird kaum davonkommen, ohne dass einem der Stempel eines «beschränkten Verstandesmenschen» aufgedrückt worden ist, wenn man nur mit wenigen Worten verrät, dass man von der Minderwertigkeit der abendländischen Wissenschaft doch nicht in gleicher Weise denken kann…

    …Man hört nämlich nichts; nichts als Redensarten, die den morgenländischen Schriften entlehnt sind, ohne eine Spur von Inhalt. Die inneren Erlebnisse sind nichts als Heuchelei.
    Es ist billig, Phrasen aus einer immerhin tiefsinnigen Literatur aufzunehmen und mit ihnen die ganze abendländische Erkenntnisarbeit wertlos zu erklären. Welche Tiefe, welche Innerlichkeit in der angeblich dem oberflächlichen Verstande, dem äußerlichen Begriffe angehörige Wissenschaft des Abendlandes steckt, davon haben die Theosophen keine Ahnung.
    Aber die Art, wie sie von den höchsten Erkenntnissen sprechen, die sie nicht haben, die mystische Weise, in der sie unverstandene fremde Weisheit vorbringen, wirkt verführend auf nicht wenige Zeitgenossen…

    Man hört nämlich nichts; nichts als Redensarten, die den morgenländischen Schriften entlehnt sind, ohne eine Spur von Inhalt. Die inneren Erlebnisse sind nichts als Heuchelei. Es ist billig, Phrasen aus einer immerhin tiefsinnigen Literatur aufzunehmen und mit ihnen die ganze abendländische Erkenntnisarbeit wertlos zu erklären.
    Welche Tiefe, welche Innerlichkeit in der angeblich dem oberflächlichen Verstande, dem äußerlichen Begriffe angehörige Wissenschaft des Abendlandes steckt, davon haben die Theosophen keine Ahnung. Aber die Art, wie sie von den höchsten Erkenntnissen sprechen, die sie nicht haben,
    die mystische Weise, in der sie unverstandene fremde Weisheit vorbringen, wirkt verführend auf nicht wenige Zeitgenossen.

    Also was gibt es denn genetisch neu zu entwickeln betreffende…*da es 'ohne eine Spur von Inhalt', nichts als Heuchelei und billig ist, die Theosophen keine Ahnung haben, von den höchsten Erkenntnissen sprechen, die sie nicht haben, unverstandene fremde Weisheit vorbringen.

    Also was gibt es denn genetisch neu zu entwickeln, wenn es keiner Grundinformationen der Gen gibt und der DNA krank ist? Bei diesem Kritischen Herstellungsprozess (Transkription) ist sowieso keine komplementäre Kopie des codogenen Stranges in Form der RNA, Träger der Umsetzung von genetischer Information, herzustellen.

    Weiter Informationen erfolgen nur wenn sie Arjen Robben – German Bundesliga club Bayern Munich wieder zurückbringen! Basta!

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    1. Boaah ! ! !
      :-(... hrrrmmh...
      m.butty

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    2. Die (noch) herrschenden Vorstellungen von Genetik sind heute schon Makulatur wie die einstige Geschichte vom Fisch der sich aus dem Schlamm heraus entwickelt hat...

      Wenn man in diese Richung denkt:
      http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-18666-2015-03-16.html

      ...ist wieder mal bewiesen (oder zumindest darauf hingewiesen), dass das physisch Fassbare nicht Ursache, sondern Abbild überphysischer Entitäten darstellt...

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    3. Bester Stephan und Mitleser.
      Hätte Haeckel jemals Philosophie auch nur ein wenig studiert, in der er nicht bloß Dilettant, sondern ein Kind ist er hätte ganz sicher aus seinen epochemachenden phylogenetischen Studien die höchsten spirtualistischen Schlüsse gezogen". GA.262/20
      In der Haeckelschen Phylogenie lebt tatsächlich allein die Zeit des deutschen Geisteswesens; die Philosophie ist in einem Zustande trostlosester Unfruchtbarkeit, die Theologie ist ein heuchlerisches Gewebe, das sich dieser seiner Unwahrhaftigkeit nicht im entferntesten bewusst ist, und die Wissenschaften sind trotz des großen empirischen Aufschwunges in ödeste philosophische Ignoranz verfallen.

      Hier zu finden https://archive.org/details/prinzipiendergen00haec
      Prinzipien der generellen Morphologie der Organismen. Wörtlicher Abdruck eines Teiles der 1866 erschienen Generellen Morphologie (allgemeine Grundzüge der organischen Formen-Wissenschaft, mechanisch begründet durch die von Charles Darwin reformierte Deszendenz-Theorie) (1906)
      file:///F:/prinzipiendergen00haec.pdf

      Bereits zu Lebzeiten Haeckels war die Rezeption seines Werks nach anfänglichem Verschweigen seiner Thesen (1906, Vorwort S. III) lange Zeit umkämpft. Haeckel selbst führte dies zum Teil auf seine eignen überwiegend spekulativen Betrachtungen zurück.
      The "law of recapitulation" has been discredited since the beginning of the twentieth century. Experimental morphologists and biologists have shown that there is not a one-to-one correspondence between phylogeny and ontogeny. http://www.ucmp.berkeley.edu/history/haeckel.html

      Ernst Haeckel hat sich durch Charles Darwin inspirieren lassen.
      Das bedeutet das jedermann der der Meinung hat; Wir stammen von Affen, genugsam Bananen essen kann und im Baum der neuen Steiner lesen kann.
      Was soll man auch mit all dieser Zweifler die der Meinung sind, der Affe stamt vom Menschen?

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    4. @ Stephan Birkholz

      Ich les den Link beizeiten, ich muß jetzt offline ... viel zu tun.

      Aber ich glaub nicht mehr dran, daß irgendwas übersinnliches oder gar höchere Intelligenzjen ... jemals wirklich "beweisbar" sein werden. Es wird immer Insgeheim-Wissenshaft bleiben, denn gegen jeeeden "Beweis" .. f ü r ... was Übersinnliches .. wird sich ein konkreter Beweis ... g e g e n .. dieses finden.

      Die Welt der Beweise ist die materielle Realität, und ich vermute, leider, daß die Gegenbeweise alle immer überzeugender erscheinen werden, als die Beweise..

      Weil die Welt der Beweise, jetzt komm - i c h - mal mit dem Ari ... für "Ahriman" ein "Heimspiel" ist.. Alles läßt sich plausibel ganz rein materialistisch erklären, darstellen, und das wird sich noch differenzieren, und verbessern.

      Ob "Spiritualität" und eine Anthroposophie notwendig sind, das braucht womöglich eine ganz andere Argumentation, als die der Beweise, daß da "Höheres in Allem walte". Obwohl solches "Walten" nach meiner Ansicht auf alle Fälle empfindbar ist. Doch schwer zu kommunizieren, und umso schwerer - allgemein - zu belegen.

      m.butty

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    5. Lieber mischa,
      es geht nicht um den Beweis des einen oder des anderen!
      Aber in dem Masse, wie eine grobstoffliche Anschauung im Lichte ihrer eigenen Phänomene nicht mehr haltbar ist, wird sie zu Staub zerfallen und Raum für tragfähigere Anschauungen freigeben.
      Und genau das gleiche gilt in die andere Richtung, der Grobgeistigen Spiritualität.
      Kurz: Die ganze naiv-realistische Polarisierung zwischen stofflicher und geistiger Entität ist so niht mehr haltbar...

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    6. Seelenverkäufer* auf Egoistenblog.

      Seelenverkäufer ! Seelenverkäufer ! brummte der Käfer . -- Warum soll denn Unsereins nicht fressen was Unsereinem schmeckt ?
      *Immermann, Karl: Münchhausen. Bd. 2. Düsseldorf, 1839.

      Christian:…"dass alles, was in der Welt irgendwie reflektiert werden kann ein Geschöpf des ICH-Menschen* ist".

      Vergleich zur Anregung des eigener Urteil.

      Friedrich: Wörtlich "Der tiefste Gedanke ist mit der Gestalt Christi*, mit dem Geschichtlichen und Äusserlichen vereinigt, und das ist eben das Grosse der christlichen Religion, dass sie bei aller Tiefe leicht vom Bewusstsein in äusserlichen Hinsicht aufzufassen ist und zugleich zum tieferen Eindringen auffordert.
      Sie ist so für jeden Stufe der Bildung und befriedigt zugleich die höchsten Anforderungen.

      Aus Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte. Dritter Abschnitt, 2. Kapitel: das Christentum.

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    7. VORSICHT matthijs!

      dass alles, was in der Welt irgendwie reflektiert werden kann ein Geschöpf des ICH-Menschen* ist

      ...ist keine Formulierung von C. Clement, es ist mein ungeschickter Versuch, das von C. Clement formulierte »Ideogenetische Gesetz« zusammenzufassen.
      //
      Im Nachhinein würde ich es aber so formulieren:

      dass alles Existente eine Reflexion des ICH-Menschen ist, seine Existenz erst durch die Reflexion des Menschen erfährt (also doch durch den Menschen geschaffen ist?).

      Ausganspunkt war die Unterscheidung folgender Aussagen:

      1. die geistige Welt ist ein Geschöpf des Menschen

      2. es existiert keine geistige Welt unabhängig vom Menschen

      Empfinden kann man den Unterschied, aber seine tatsächliche Formulierung fällt mir ausgesprochen schwer (man kann die Logik da schieben wie man will)...

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    8. Wird hier die geistige Welt doppelt dargestellt als:
      1. eigenes Geschöpf, Bild, Imagination;
      2. Gesetzmäßigkeit, Wesenheit, Inspiration?
      (vgl. Grundlegendes, Kap.1)

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    9. Matthijs macht seine Birkenholz-Probe,

      Ausganspunkt war die Unterscheidung folgender Aussagen:
      1. die geistige Welt ist ein Geschöpf des Menschen
      2. es existiert keine geistige Welt unabhängig vom Menschen
      Empfinden kann man den Unterschied, aber seine tatsächliche Formulierung fällt mir ausgesprochen schwer (man kann die Logik da schieben wie man will)...
      Stephan und Mitlesende. Gott ist eingeführt als Versammel-Begriff; für geistige Welt ist ein Geschöpf des Menschen, eigentlich nur zur Verkürzung und Lesbarkeit, die vorgehende Satz ist der Assoziation mit das Begriff Gott.

      1. die geistige Welt ist ein Geschöpf des Menschen-, Gott ist ein geschöpf-Schöpfung ist Gott, Gott ist geistige Welt, geistige Welt ist Schöpfung, die geistige Welt ist ein Geschöpf des Menschen,
      2. es existiert keine geistige Welt unabhängig vom Menschen, die geistige Welt ist ein Geschöpf des Menschen, Mensch und geistige Welt, 'ein Geschöpf' etwas tätiges schöpfen, ein Tat, ein Tat ist Ein, Ein ist der Anfangstat von geschöpf, von Schöpfung, Ein ist Schöpfung, Schöpfung in Ein, Ein in Schöpfung, Anfangstat ist Zwei, Anfangstat in Zwei, Zwei ein geistige Welt ein Geschöpf, ein Geschöpf ein geistige Welt, Polarität, Polarität Widerspruch, schöpfende Widerspruch, Widerspruch schöpfend, Es werde! Ein Tat. Ein Wort Ein Tat. Der menschlich-göttliche Kern.

      Die Geisterwelt ist nicht verschlossen;
      Dein Sinn ist zu, dein Herz ist tot!
      Auf bade, Schüler, unverdrossen
      Die ird'sche Brust im Morgenrot!

      Goethe in der Faust/Teil1/Hfd.4 Nacht

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  12. “und besonders den evolutionstheoretischen Anschauungen seiner Zeit“:

    allerdings in Theosophie noch allgemein-biologische Anschauungen (Gehirn, Arten, Vererbung, augenlose Tiere) und erst in Geheimwissenschaft auch die Evolutionsidee selbst, die Steiner instrumentell und inspirativ zum Begreifen seiner Erlebnisse benutzte:

    Und erst als ich in diesen Jahren 1906 bis 1909 einfach die modernen naturwissenschaftlichen Vorstellungen der Seele imprägnierte, um sie in die Region zu bringen, wo sonst die Imaginationen sitzen, war es mir möglich, vorzudringen bis Sonne und Saturn. Ich benutzte also diese naturwissenschaftlichen Vorstellungen nicht, um mit ihnen zu erkennen so, wie Haeckel oder Huxley erkannten, sondern ich benutzte sie als innerliche Aktivität, um über diese Begrenzung hinauszukommen, der die Initiaten in der Zeit unterlagen, als eine neuere naturwissenschaftliche Denkungsart noch nicht vorhanden war… GA 243, S.182

    Beginnt man die Geist-Welt als Mystiker darzustellen, so ist jedermann voll berechtigt, zu sagen: du sprichst von deinen persönlichen Erlebnissen. Es ist subjektiv, was du schilderst. Einen solchen Geistesweg zu gehen, ergab sich mir aus der geistigen Welt heraus nicht als meine Aufgabe.
    Diese Aufgabe bestand darin, eine Grundlage für die Anthroposophie zu schaffen, die so objektiv war wie das wissenschaftliche Denken, wenn dieses nicht beim Verzeichnen sinnenfälliger Tatsachen stehen bleibt, sondern zum zusammenfassenden Begreifen vorrückt. GA 28, Kap.31

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  13. Nun fragt der Verleger nach einem Text von nicht mehr als 600 Zeichen.
    Daher hier mein neuerlicher Versuch:

    "In seiner Theosophie unternahm Rudolf Steiner den Versuch, das theosophische Menschenverständnis seiner Zeit (Blavatsky, Besant, Leadbeater) mit seiner Interpretation des deutschen Idealismus und der haeckelschen Evolutionslehre zu einer wissenschaftlich-philosophischen und zugleich spirituellen Anthropologie zusammenzudenken. An deren sprachlicher und konzeptioneller Form arbeitete er von 1904 bis 1922 in immer neuen Umarbeitungen und entwickelte dabei die Grundzüge der anthroposophischen Menschenkunde. Der vorliegende Band, der die Textentwicklung dieses Zentralwerks der Anthroposophie dokumentiert und kritisch begleitet, wird ergänzt durch die Fragment gebliebene Skizze einer anthroposophischen Sinneslehre aus dem Jahre 1910."

    @Ingrid
    Ob und inwieweit Steiner bei seiner Arbeit auf eigene Erfahrungen zurückgriff, wissen wir ja nicht. Wir haben nur seine Behauptung, dass es so gewesen sei. Eine objektive Beschreibung sollte aber nur das angeben, was sich tatsächlich im Text nachweisen lässt. - Im Band selbst wird das natürlich erwähnt werden, aber eben nicht naiv-unktitisch als Tatsache, sondern kritisch als Steiners Selbstanspruch.

    Um gleich einer entrüsteten Replik vorzubeugen: indem die kritische Methode so vorgeht, wird natürlich NICHT unterstellt, dass Steiner keine eigenen Erfahrungen hatte. Es wird einfach, zum Behuf des kritischen Umgehens damit, von der Frage abgesehen, denn für den Text - als Text - ist es ja völlig irrelevant. Der Text ist so, wie er ist, egal ob Steiner Hellseher war oder nicht.

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    1. Ich finde diesen neuesten Text als mit meinem Verständnis übereinstimmend zu sein für welches Projekt das Buch „Theosophie“ für Steiner wohl gewesen war – und damit deutlich besser als der Entwurf ganz oben, der auch in meinem Verständnis zu viel Literatur-orientiert war. Hier wird nun der Versuch deutlich, dass Steiner eine zeitgemäße Zusammenfassung über die Position als Geistesforscher liefern wollte, indem er nur Andeutungen der methodischen Schritte bereitstellte für die Verwirklichung des geistigen Schauens dessen, was er als die geistigen Ebenen des Menschen und die der geistigen Welten im Buch beschrieb (aus welchen Quellen bleibt dann noch offen, etwas, was wir dann die Diskussion überlassen können, die allerdings kommt, wenn dieses SKA-Band da sein wird).
      Weil ich nicht die früheren Ausgaben des Buchs kenne, sondern nur die letzte Fassung, die wir alle zunächst vorgefunden haben (auch als Vorlage für die skandinavischen sehr vortrefflichen Übersetzungen), ist es noch schwierig, in eine Diskussion zu gehen darüber, wie oder inwiefern Steiner sich später distanziert oder abgewichen haben könnte gegenüber seine eigene Position und den Versuch einer versöhnlichen Haltung gegenüber der theosophischen Denkweise, vor der er im Jahre 1904 stand.
      Jedenfalls dürfte eine angemessene Annäherung heute diejenige sein, die versucht, einen zusammengefassten Gedankenbild (Steiners eigener Begriff im abschließenden Kapitel „Der Pfad der Erkenntnis“) aus dem Text heraus und seinem 18-Jahres-Entwicklung zu bilden, die etwa mit Steiners Intention übereinstimmend wäre, die er solchermaßen formulierte (1922): „Erkenntnis des Übersinnlichen ist eben nicht bloß etwas für das theoretische Bedürfnis, sondern für eine wahre Lebenspraxis. Gerade wegen der Art des gegenwärtigen Geisteslebens ist daher Geist-Erkenntnis ein unentbehrliches Erkenntnisgebiet für unsere Zeit.“ (Aus der Vorrede zur 3. Auflage; 1910)

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    2. Lieber Christian,
      das Unbehagen, das ich beim Lesen der ersten Textvariante empfand, zeigt sich in Deiner zweiten Version sehr viel weniger.
      Vor allem auch deshalb, weil es nicht mehr nur um Literatur geht, sondern um Menschenverständnis.
      So entspricht es jedenfalls meinem Verständnis viel besser.

      Herzlich,
      Ingrid

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    3. Schön, dann war ja der Zwang zur Kürze wieder mal ein guter Helfer.

      Jostein, die verschiedenen Ausgaben der Theosophie kann man übrigens auch ohne die SKA hier einsehen. (In diesem Archiv sind alle Ausgaben aller Schriften Steiners bis 1910 einsehbar.)

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  14. Um gleich einer entrüsteten Replik vorzubeugen: indem die kritische Methode so vorgeht, wird natürlich NICHT unterstellt, dass Steiner keine eigenen Erfahrungen hatte.KLar vorläufig Es wird einfach, zum Behuf des kritischen Umgehens damit, von der Frage abgesehen, denn für den Text - als Text - ist es ja völlig irrelevant. Der Text ist so, wie er ist, egal ob Steiner Hellseher war oder nicht.
    Dass heisst Texkritik in der ursprünglichen Form rekonstruierenWeltweit akceptiert.
    Die ABER ist die Inhalt.
    Als Musiker haben Sie wenn das ihr Fach ist die Erfahrung, das Instrument und Musiker erst ihre wirkliche Höhepunkt erreicht wenn diese beide Auflösen, das wirklich kein Instrument, kein Musiker sich presentiert aber alle Klanken sich im Zeitelement ihre Weg findet.
    " *Die Melodie spricht schon für sich. Sind also Texte nur sinnlich fassbar, wenn sie nicht nur gesehen, sondern wenn sie innerlich gehört werden? Wie aber soll dann Sinn aus ihnen sprechen?"

    Anders gesagt, ich habe einen Joker in Ita Wegman.
    "Wenn von Menschen, die einer Weltanschauung angehören, in der das Übersinnliche eine Rolle spielt, etwas getan wird, dann wird dieses Tun innerhalb dieser Weltanschauung immer zweierlei Charakter haben: es wird, wenn das Tun nach aussen gerichtet ist, dieses Tun ein exoterisches Gepräge haben, d. h. es wird so geartet sein, dass jeder Andersdenkende es verstehe kann, so dass es nicht aus dem Rahmen fällt des schon Bestehenden.
    Es gibt aber innerhalb dieser Weltanschauung das andere Tun, das sich einreiht und sich orientiert nach übersinnlichen Gesetzen."**

    *Lesen und Verstehen Michael Bockemühl. Versuchen sie dieser Satz nich zu lesen!
    **Ansprache zur Eröffnung des Klinikanbaus 1928


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  15. POSITIV-STANDPUNKT mit anregender Wirkung. Die Sonne tönt nach alter Weise.

    Nichts anderes, als der auf Tatsachen der physischen Forschung gerichtete Verstand werfe
    sich zum Richter auf über die Erkenntnisse übersinnlicher Art.
    Es ist kein Bewusstsein davon vorhanden, dass dieser Verstand vielleicht auch ungeeignet sein könnte, über die Unterweisungen in der «Offenbarung» so ohne weiteres nachzudenken.
    Wenn das, was als «Offenbarung» auftritt, verstanden werden soll, dann müssen zu diesem Verständnis diejenigen Kräfte herangezogen werden, aus denen die
    Offenbarung
    selbst geflossen ist.

    Nun, ein Mann des siebzehnten Jahrhunderts, Angelus Silesius, hat schon die ganze Kritik über diese Forschung gesprochen:
    Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren,
    Und nicht in dir, du bleibst noch ewiglich verloren.
    Das Kreuz zu Golgatha kann dich nicht von dem Bösen,
    Wo es nicht auch in dir wird aufgericht, erlösen.
    -Das hat kein Zweifler, sondern ein gut gläubiger Christ gesprochen. Und sein nicht minder gläubiger Vorgänger, der Meister Eckhart, hat im dreizehnten Jahrhundert gesagt:
    Etliche Leute wollen Gott mit dem Augen ansehen, als sie eine Kuh ansehen, und wollen Gott lieb haben, als sie eine Kuh lieb haben
    Einfältige Leute wähnen, sie sollen Gott ansehen, als stände er dort und sie hier.
    So ist es nicht, Gott und ich sind eins im Erkennen.» Gewiß sollen solche Worte nichtgegen die Erforschung der «historischen Wahrheit» geltend gemacht werden.
    Aber niemand kann die historische Wahrheit solcher Urkunden, wie es die Evangelien sind, richtig erkennen, der nicht zuerst den in ihnen liegenden mystischen Sinn in sich erlebt hat.
    Alle Analysen und Vergleiche in dieser Richtung sind wertlos, denn niemand kann finden, werzu Bethlehem geboren ist, der nicht in sich mystisch den Christus erlebt hat; und niemand kann entscheiden, wie das Kreuz zu Golgatha von dem Bösen erlöset, der es nicht in sich aufgerichtet gefühlt hat.
    Rein historischeForschung kann gegenüber der mystischen Tatsache nichts anderes entscheiden als etwa der zergliedernde Anatom über einen großen Dichtergenius erkunden kann. Vergleiche meine Schrift: Das Christentum als mystische Tatsache.
    Wer in solchen Dingen klar sieht, der erkennt, wie tief eingewurzelt gegenwärtig der
    Hochmut des auf die sinnlichen Tatsachen gerichteten Verstandes ist. Er sagt: ich will nicht Entwickelung der Kräfte, damit ich zu höheren Wahrheiten gelange, sondern ich will mit meinen Kräften, so wie ich bin, über die höchsten Wahrheiten entscheiden. GA34/144

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    1. Ich bin ja wirklich erstaunt, mit welcher Inbrunst - nach 100 Jahren Steiner- hier von vielen Lesern immer noch das Credo der Zweiheit von Denken und "Offenbarung" hoch gehalten wird. Teilweise von Menschen, die seit Jahrzehnten Steiner gelesen haben! Dasselbe gilt für das Hochhalten eines gesonderten "Spirituellen", einer Religion oder eines Christusbegriffs. Denen, die Steiners Denken über das Denken folgen, wird Hochmut und "Ungeistigkeit" vorgeworfen. Es ist schlimmer als in einem tief katholischen Milieu ( das heutzutage im übrigen viel liberaler ist, zumindest in den Städten). Man versteht die Verzweiflung eines Georg Kühlewinds. Das Hochhalten eines schwammigen "Herzdenkens", das in der Art testamentarischer Offenbarung vorgestellt wird, findet man in dieser Gesellschaft allerorten. In den Köpfen geistert immer noch das Milieu der Theosophischen Gesellschaft. So schlimm, wie es sich heute darstellt, war es schon eine oder zwei Generationen zuvor; da bewegt sich einfach nichts.

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    2. Das mag vielleicht damit zu tun haben, dass der vielbeschworene "anthroposophische Weg des Denkens" letztendlich für viele Menschen (auch für mich) methodisch-meditativ kaum umzusetzen ist.

      Nüchtern betrachtet: Ich erfahre mich eben NICHT denkend eins mit dem Strome des Weltgeschehens. Ich kenne auch kaum einen Menschen, der dieses von sich sagen kann (ok, vielleicht wirklich nur Kühlewind und einige wenige Schüler) - allerdings habe ich wiederum manchmal den Eindruck, dass der ein und andere "streng-wissenschaftliche Denkanthro" an die Metaphysik eines "lebenden Denkens" eher glaubt.

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    3. Nicht jeder hat es auf der Stirn stehen, und es folgt nicht den Dogmen, die man erwartet. Kein liebliches, sanftes Wesen. Manchmal ein Kritiker von Anthroposophie, manchmal jemand mit krimineller Vergangenheit. Manchmal jemand, der niemals darüber spricht, sondern nur zuhört. Manchmal jemand, der nur seine Arbeit macht. Sie erkennen sich in der persönlichen Begegnung aber fast immer augenblicklich. Auf Fragen antworten Sie immer. Aber es fragt sie selten jemand, und wenn, dann nicht richtig. Sie wissen an der Art der Frage sofort, wer fragt.

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    4. JEDEN SCHREIBER LOBT SEIN FEDER

      Eine kleine Nachtmusik. Qualitative vergleichend Textuntersuch.

      Übrigens nicht erst, seit zur weiteren Komprimierung ganz bewußt "Überflüssiges" entfernt wird: auch schon früher wurde das Klangergebnis manipuliert, sei es durch die Platzierung der Mikrofone, sei es durch Nachbearbeitung im Studio das ist oft schwierig für den ausübenden Musiker: man bemüht sich beim Singen, ein für einen selbst nach bestem Wissen, Gewissen und Können "stimmiges" Ergebnis zu erreichen, und dann kommt ein Techniker und verändert es nachträglich nach seinem Gutdünken....
      Ingrid H.January 7, 2015 at 3:12 PM http://gamamila.blogspot.nl/


      Übersetzung Matthijs.
      Übrigens nicht erst, seit zur weiteren Komprimierung ganz bewußt "Überflüssiges" entfernt wird: auch schon früher wurde das Textergebnis manipuliert, sei es durch die Textkritik, sei es durch die ideogenetische Methode das ist oft schwierig für den ausübenden Geisteswissenschaftler: man bemüht sich beim Schreiben, ein für einen selbst nach bestem Wissen, Gewissen und Können "wahrhaftiges" Ergebnis zu erreichen, und dann kommt ein Techniker und verändert es nachträglich nach seinem Gutdünken....

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    5. Das Musikbeispiel ist totaler Quatsch, das ist ein Unterschied wie Essen, Kochen, und Rezepte. Weil das Auge mitißt, darf man nur das Kochrezept lesen, von dem, was man gerade vorgesetzt bekommt, und darf nur das neueste Rezept kochen und nicht die Variante vorher... und wenn der Tontechniker mir empfehlen würde, nachzuwürzen, oder zu neutralisieren .. dann darf ich dennoch "nein" sagen .. diese Beispiele mit Musik, das ist so durcheinander... lauter so Sachen. Ich versteh das alles nicht, und es ist bestimmt auch nicht gewollt, daß man das versteht. Mir passiert es ja auch oft, daß ich die Große Form bevorzuge, weil mir da noch, und dort noch was einfällt. ... aber diese Ewig Langen Beiträge, die auch keine lustige und geistreiche Polemik beinhalten, sondern immer das gleiche Mißverständnis wiederholen, das ist so langweilig...wie immer das gleiche Fahr-Geschäft auf dem Rummel fahren müssen, dessen Namen ich nicht nennen möchte.. es ist schon genug der Polemik... Aber die Hinweise auf Haeckel und Literatur usw. schau ich mir gern mal an...
      m.butty

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    6. Bester, m.butty. JEDEN SCHREIBER LOBT SEIN FEDER

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  16. Meine Meinung ist auch: Wer heute noch die Verteufelung des "Intellektuellen" betreibt - siehe Niederhausen, Kromme, Röhr, usw- hat offenbar den Nationalsozialismus nicht mit bekommen. Oder das Pol Pot Regime. Oder die Mao- Revolution. Oder den ganzen Irrsinn der Post- und Anti- Intellektuellen, das Ganze fürchterliche Anti- Humane. Wenn dann in diesem Blog die Hatz gegen den "intellektuellen" Christian Clement eröffnet wird, denke ich schon immer: Wie viel Pol Pot schwingt da mit?

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    1. Verteufelung des Intellekts?
      Aufwachen mit Niederhausen - und vielleicht nicht nur den letzten Satz lesen.
      http://www.holger-niederhausen.de/index.php?id=963

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    2. Naja, die Bloggerei von manroe, cheese oder Niederhausen jetzt auf eine Stufe mit den Nazis oder Pol Pot zu stellen, halte ich für eine etwas kühne Relativierung des konkreten Leidens von Menschen die (nicht nur online) ein solches totalitäres System ertragen mussten. Wieviel "Hatz" kam z.B. vor nicht langer Zeit von Deiner Seite gegen JvHalle?

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    3. Nein, Du hast wie meistens um 7 Uhr morgens klären Kopf - und selbstverständlich habe ich nur grauenhafte Beispiele ausgesucht, um zu zeigen, zu welchem Grad von Inhumanismus der ideologisierten Anti- Intellektualismus führen kann, und wie dämlich man sein muss, um ihn sich nach diesem letzten Jahrhundert noch auf die wehende Fahne zu schreiben.

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    4. Boss**, Erbarme dich, mein Gott, um meiner Zähren willen! Schaue hier, Herz und Auge weint vor dir bitterlich.

      Michael mache bitte von deiner 'Antro-Frei-Platz-Theater'- doch kein Zoo*!

      Der "intellektuellen" Christian Clement hab ich noch gar nicht im Bild.
      Wohl ein Person der sein 'eigen Hose' aufhalten kann, ist er nun wirklich so in Not dass du sein Mundstück sein soll? Braucht er ein 'Protected- Aeria' oder 'Special - Care'?
      Schützenpanzer hat noch nicht den zehn Teilnehmer erreicht.
      Ich glaube nicht und habe auch nicht die Erfahrung, dass da ein gerichteter, geplanter Hatz gegen jemand spielt so wie in einer Krieg mit Planung, Strategie usw, zu schwere Vergleichung.
      Wie die Saat, so die Ernte.

      Aus welcher Not ist diese An- Aufruf entstanden? Schläfst du auch schon mit 'Alpträume'?
      Oder ist der Antrieb, Wo zwei - Ingrid und Christian - in meiner Blog zusammen sind, spricht Herr Eggert – The Boss** und diskwalificiert damit sein 'Antro-Theater' Publikum zum 'Ground-Zero'?
      Achte Dich würde ich sagen.
      Wenn man einfach auf der Waage stellt welche 'Bullets' in Wörter, in Richtende Sprache, getypt sein, sowohl bei Kommentare wie bei Christian, in der abgelaufen zwei Tage dann…ist mir klar welcher 'Pol-Pot' oder 'Bruder Nr. 1' ist. http://www.spiegel.de/thema/pol_pot/

      Christian ist gut in den Bearbeitungen von Buchstabensalat, Silbensalat und Wortsalat und man kann erwarten dass er sich selbstständig entscheiden kann zu essen. Oder? Gibt’s ein Lebensphase Rückfall?

      * Da lebt man in 'Protected- Aeria'.
      ** Letzten Endes bin ich Boss, weil ich die Leute kenne…07- 08 -2013
      Delphine Galou, contralto Aria on; https://www.youtube.com/watch?v=BBeXF_lnj_M 5.57 min.
      http://www.hainzl-delage-artists-management.com/
      François-Xavier Roth http://www.lessiecles.com/

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    5. Nein, ich bin nicht Clements Mundstück. Es geht ja auch nicht nur gegen ihn, sondern gegen die anthroposophische Presse, die als gleichgeschaltet bezeichnet wird, gegen Bodo von Plato, gegen Jeden, der es wagt aus dem billigen schematischen Kult- Abklatsch von Anthroposophie, der diesen Mob bewegt, heraus zu ragen- beispielsweise mit eigenen Standpunkten, Initiativen und Gedanken. Oder wer es wagt, politisch der Perspektive Steiners von 1914 zu widersprechen. Diese Leute heben Anthroposophie nicht in die Gegenwart- sie sind, wortwörtlich an Steiners Lippen hängend, vor 100 Jahren eingefroren und entwickeln aus dieser Perspektive ihre reaktionären Verschwörungstheorien.

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    6. Die ganze Szene ist eben seit (über 100 Jahren) traumatisiert von Leuten, die einem Dinge erklären wolen, die sie selbst nicht (oder nur ganz vage oder unzulänglich) verstanden haben.
      Und das ist in der Herzdenkerfraktion haargenau das gleiche wie in der Rationalistenriege, denn auch die Ratio, der Intellekt basiert ja irgendwo auf Maximen und Axiomen, die einmal festgelegt wurden (nicht die Methode, aber die Inhalte).
      //
      Ich rechne mich selbst eher zur Rationalistenriege (Ratio first), darum rede ich nicht über die Beschränkungen anderer, sondern über Limitierungen, die ich selbst erlebe...
      //
      *[Den Begriff traumatisiert verwende ich hier -wie unlängst auch- in keinerlei herabwürdigenden, beleidigenden Weise, sondern als ganz nüchternen Hinweis auf die Wunden Punkte, mit denen wir alle irgendwo gesegnet sind und die unser Denk- und Empfindungsverhalten beeinflussen...]

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  17. Michaela : Will das Thema "J.v.H" nicht neu aufwärmen, nur anmerken, dass sie - wo sie Schauungen beschreibt - bildhafte Dinge beschreibt, und das ist mir zutiefst suspekt. Auch das rückwärts - Gewandte erscheint mir als ein völlig dubioses Unding. Das muss man kritisieren dürfen.

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  18. Michaela : Herr Eggert ermöglicht uns, Kommentare abzugeben. Er ist juristisch verantwortlich. Er ermöglicht uns objektiv betrachtet diese Freiheit. Dafür ein Dankeschön. Meine Gesinnung ist die, auch andere freizulassen. Sollte Herr Eggert irgendeinen Kommentar nicht durchlassen, schreie ich nicht Zeter und Mordio. Sondern ich sehe das wie bei einer privaten Diskothek. Selbstverständlich darf der private Betreiber mir den Zutritt verwehren. Auch ohne Begründung.
    Genauso bestimme doch auch ich darüber, wer mein Haus betreten darf und wer nicht.

    Und in puncto Intellektualität der Moderne hat Herr Eggert ganz Recht : Wer sie wähnte, bekämpfen zu müssen, sogar noch aus angeblich anthroposophischen Gründen heraus, hat nicht kapiert, wie extrem freiheitsfeindlich blosse Glaubensmystik WIRKSAM werden kann. Beispiel Hitler, Pol Pot und so weiter.

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  19. Michaela an Stefan Birkholz : " die wunden Punkte, mit denen wir alle irgendwo gesegnet sind und die unser Denk- und Empfindungsverhalten beeinflussen..."

    Lieber Herr Birkholz, es braucht ja eine Motivation dafür, nach geistigen Dingen zu suchen, und ich meine, dass diese wunden Punkte, die wohl bei jedem anders gelagert sind, eben ein starkes Motiv sein können. Bekenne, dass dem zumindest bei mir so ist.
    Wem alles im Erdenleben gelingt, wer glaubt, Selbstkritik sei überflüssig und wunde Punkte auch, der hat doch -jedenfalls aus meiner Sicht heraus - keinen Grund, um durch eine wie auch immer gelagerte Nullität hindurch zu wandeln.
    Vielleicht ist er ein Spitzensportler, der sich mit seinem materiellen Körper identifiziert.

    Wunderbar, dass Sie "gesegnet" schrieben !

    Die Frage, ob Anthroposophie Steiners eine Geisteswissenschaft ist oder nur Glaubensmystik, denke ich mit folgendem zusammen : Ueberprüfbarkeit ist ein Kriterium für Wissenschaftlichkeit.
    Ich bin der Meinung - die hier ja nicht geteilt werden muss -, dass die Ueberprüfbarkeit der Anthroposophie als Geisteswissenschaft durch die Tatsache der esoterischen Uebungen, die ja jeder anwenden kann, wenn er will, gegeben ist.

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  20. SEHR GEEHRTER HERR EGGERT,

    Meinetwegen können Sie und Kees, Matthijs etc. gerne weiter einen Privatkrieg untereinander führen, der immer weiter ins Inhaltslose und schon tausendmal Gesagte führt, kurz gesagt: in bloße Phrasen und Befindlichkeiten, in sinnlosen immer-gleichen Schlagabtausch.

    Ich fordere Sie jedoch auf, mich da herauszuhalten bzw., wenn Sie sich auf mich beziehen wollen, auf das zu beziehen, was ich wirklich sage und schreibe. Ich habe Ihren unsäglichen Pol-Pot-Antiintellektualitäts-Absatz einmal beispielhaft aufgegriffen, um zu zeigen, wie sehr dieser an den wirklichen Tatsachen vorbeigeht. Wenn Sie weiterhin verbreiten, dass Kritiker von Clements Ansatz einem „billigen schematischen Kult-Abklatsch von Anthroposophie“ entsprechen, dann sind das selbst bloß billige Phrasen, die völlige Unwahrheiten in die Welt setzen.

    Meine ausführliche Auseinandersetzung mit Ihren wenigen Sätzen von gestern Abend enthält wohl mehr Intellektualität als alle Argumente, die hier im Blog hin und her trudeln. Dass selbst Clement darüber verzweifelt, ist verständlich. Die Frage ist also nicht Intellektualität ja oder nein, sondern ob man überhaupt in der Lage ist, hier im Sinne Rudolf Steiners zu differenzieren. Lesen Sie einmal den ganzen, langen Aufsatz und dann reden Sie, wenn Sie wollen, weiter über Denken, Offenbarung, Anthroposophie usw. – aber fundiert darauf eingehend und nicht aus dem Blauen und dem Bauch heraus.

    Und vor allem: Behaupten Sie nie wieder, Kritiker Clements seien intellektualitäts-feindlich. Das ist ungefähr dasselbe Niveau, wie (auf ganz anderem Felde) zu sagen, diejenigen Menschen, die 1921 aus einem klaren, leidvollen Erleben des Ungenügenden der katholischen oder evangelischen Kirche eine religiöse Erneuerung gesucht haben, seien religionsfeindlich.

    Erheben Sie sich lieber zu dem Niveau meines letzten Aufsatzes, anstatt auch diesen mit wenigen, unwahren Phrasen abzutun, und gehen Sie mit mindestens derselben Tiefe und Substanz darauf ein.

    http://www.holger-niederhausen.de/index.php?id=963

    Mit freundlichen Grüßen,
    Holger Niederhausen

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    1. Meinetwegen - gemeint ist ein sichere H.Niederhausen - können Sie und Kees, Matthijs etc. gerne weiter einen Privatkrieg untereinander führe, ich lass mir duch ihnen nicht aufrufen zu einer Privat Krieg.
      Aufforderen zu einer Privatkrieg und dann deine Nase irgendwo anders einstecken und auch noch aufforderen? Ich fordere Sie jedoch auf, mich da herauszuhalten bzw.,
      Wie ist dieser Krieg-Förderer?
      Erheben Sie sich lieber zu dem Niveau meines letzten Aufsatzes, wo sie mit ihre übersteigende Selbstgenugsamkeit nicht minder mit Kriegwörter-Bomben Christian zu Grunde abbrechen. Steh in deiner eigener Türme und auch meinst du anderen aufzufordern im Sinne Rudolf Steiners zu differenzieren. Also nehme deiner Platz nicht im dieser durch ihnen so genannten Krieg. Und Kopf Hoch über jeder erheben!

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    2. Oft erlebt. Daß nicht unterschieden wird, wer naßgespritzt wird, und wer naßzuspritzen versucht. Beide sollen dann bitte sehr als "Zwei Streithähne" gesehn werden. Wer gern ungerecht ist, dem fällt das möglicherweise gar nicht auf. Habe erst neulich wo drauf hingewiesen, daß das bei der NVA so Sitte war. Wenn sich auf Stube zwei prügelten, gingen beide in den Bau. Fertig. Ob sich sich da einer nur wehrte, daß scherte den Unteroffizier usw, recht wenig, Hauptsache Gruppendisziplin. Mir erklärte das ein dort ehermals dabei gewesener so: "Recht haben, gut! Aber muß man da immer den Mund aufmachen? Recht haben, und Recht bekommen, das ist zweierlei. Zuerst kommt die Disziplin!" Das ist doch differenziert genug gedacht, nicht? Die Partei hat immer recht, und ansonsten: Einig sein, sich vertraaagen. :- ) ..Gell, das giltet auch für anständige Anthrosophen... ?

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    3. Mit freundlichen Grüßen,Holger Niederhausen das eigentlich sehr fremd um so ein Krieg - wie Holger dass deutet - zu verlassen.
      Ich weiss das fast alles über Krieg hier nicht passend ist, also respektier ich hier Herr Eggert ins besondern, mein 'Feldherr im Feldpostambt' aber sonst...

      Ich kann der Holger nur verstehen weil er sich nur auskennt mit in 'Aha-Erlebnis' stehenden Folger von Mieke Mosmuller- Crull, der einmal meinte Jürgen Habermass kritisieren zu können auf sein Opus Magnum über die Theorie des Kommunikativen Handeln.
      Dieser Krieg hat sie jedenfalls nicht gewonnen! Das zweite Buch ist dann auch nie erschienen.
      Als ausgetritten Mitglied der Verein macht sie nur Hausfrauen-Turen mit eigene antroposofische varianten, mit Gebrauch von der Naïviteit, von gutglaubigen Waldorfschulen und andere atractieve Sinnsuchbühnen, um das Fest der AHA-Elebnis fortzusetzen.
      Naja, Nieder..................................................Haus.
      Hier ist glückerweisse kein Kuckuck-Aha-Erlebnis-Heim!
      Was hindert ihnen um mit zu machen mit ein offenes Visier? Nicht geschossen ist immer Mischmasch!

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    4. Lieber Matthijs, das mit dem "Krieg" als Vokabel finde ich ja doch weit übertrieben. Früher nannte man das die legendären "Saalschlachten" bei den Egoisten- aber eigentlich ist es nur "auf den Busch klopfen". Wenn man auf den Busch klopft, dann springen die Hasen heraus. So postet z.B. Herr Niederhausen jetzt nicht mehr anonym, sondern namentlich. Mehr will ich ja gar nicht. Herr Kees ist eigentlich auch nicht gesperrt, weil er so engstirnig wäre, sondern weil er einfach ununterbrochen postet, und Andere damit verstummen lässt. Es ist die pure Penetranz, die nervt. Dass Herr Niederhausen seinen Guru Mosmuller immer wieder unterbringen möchte, ist ja seine Sache. Ich finde die Dame in mancher Hinsicht gar nicht so schlecht, nur dass sie sich vielleicht, wie Du ja auch andeutest, ein wenig aufbläst. Aber man muss das ja nicht lesen.

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    5. "Erheben Sie sich lieber zu dem Niveau meines letzten Aufsatzes.." Glückwunsch, Herr Niederhausen, diese Selbstironie steht Ihnen wirklich gut. Ein großer Fortschritt gegenüber diesem ansonsten oft pompösen Gehabe und dieser aufgeblasenen Rechthaberei. Natürlich werde ich Ihr Niveau nie wirklich erreichen, strebe dies aber auch nicht an. Schuster bleiben bei ihren Leisten, selbstverständlich. Daher bestehen ernsthafte Zweifel, ob irgend ein Blog dieser Welt Ihre "Tiefe und Substanz" je wird erreichen können. Meine Demut, Meister!

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    6. Ich möchte alle Beteiligten (einschließlich mich selbst) damit trösten, dass nichts in der Welt anders als durch sich widerstrebende Prinzipen entstanden ist. Damit darf sich jeder innig darüber freuen, dass er am Schöpfungsprozess beteiligt ist- egal, wie sehr er sich über die anderen ärgern muss...

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    7. Sehr preventief therapeutisch gegen u.a. Alpträume, leichte depressiv und soweiter, nur leseblindheit ist leider ausgeslossen von dieser therapeutisch Wörter!

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  21. Lieber Herr Niederhausen, bei allem Verständnis für Ihre Entrüstung über manches, was hier auf diesem blog gesagt wird: vergessen Sie bitte nicht, dass ein gewaltiger Unterschied besteht zwischen einem blogpost, der mehr den Charakter einer spontanen Äußerung in einem Gespräch hat, und einer Veröffentlichung, in welcher der Autor seine Worte wohl wägt.

    Ich zumindest betrachte diesen blog und andere Internet-Foren auf diese Weise. Ich nehme mir da die Freiheit, spontan zu reagieren, auch mal zu provozieren oder ironisch zu sein - denn das macht zum großen Teil die Qualität und den Spaß an einer Unterhaltung aus. Daher habe ich hier und in anderen Foren so manches gesagt, was ich in einer Veröffentlichung nie schreiben würde, und stehe auch dazu - wünsche mir aber gleichzeitig, dass eventuelle Mitleser solche Äußerungen auch für das nehmen, was sie sind.

    Indem Sie in Ihren Aufsätzen (so kennzeichnen Sie ja Ihre online-Texte) ständig Zitate von mir oder Herrn Eggert oder anderen aus diesem blog verwenden, als handle es sich um repräsentative Zitate, verwischen Sie die Grenzen zwischen dem Gesprächscharakter eines Blogs und dem Repräsentationscharakter einer Veröffentlichung. Wenn man sich in einem an die Öffentlichkeit gerichteten Text über die Position eines anderen Menschen auslässt, sollte man so anständig sein, auch nur dessen an die Öffentlichkeit gerichtete Aussagen dazu heranziehen.

    Ich würde Sie somit herzlich bitten, auch um Ihrer eigenen Seriösität willen, in Ihren künftigen Veröffentlichungen etwas mehr Bewusstheit für den unterschiedlichen Charakter von Äußerungen an den Tag zu legen und die blog-Gespräche von Menschen nicht für propagandistische Zwecke auszubeuten.

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    1. P.S.

      Danke, lieber Herr Niederhausen, für Ihre nette Humoreske über "Clements Begegnung mit Rudolf Steiner" . Ich hab mir buchstäblich in die Hosen gepinkelt vor Lachen!!!

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    2. ..ich find es auch alles komisch. Andererseits macht es mich ein wenig depressiv. Es gab mal in den 80ern ein Lied "Zwickts mi, i gloab i droam, döss derf ned woar sai, wo sammer dahoam?"... und das sind alles ehrfurchtgebietende seriöse Leute, mit würdevoll aufrechtem Gang... und auf der Astralebene dann, nachts ... Mit einem lachenden Auge, und ... so weiter.. puh, grüßt (oben beim Stubenarrest etc. ist mir meine unterschrift vom karren gefallen..), ohne kitschige "herzchen-denke" mit: Alles Liebe, ... wünsch ich
      m.butty

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    3. Lieber Christian,

      Je nach den Regeln des anthroposophischen Zickenkampfes in der Egoistenschlammgrube, wird es bewilligt, dass das Hauptziel in die Hosen pinkeln dürfte.

      http://egoistenblog.blogspot.com/2015/01/miau-miau-platsch-anthroposophischer.html

      Nur mit der Name-Substitution, und natürlich . . . Mutatis mutandis . . . .

      CLEMENT [NOW] TAKES DOWN NIEDERHAUSEN ON EGOISTEN!

      Guru Hollywood Tom

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  22. Beste Christian jetzt 17-03-2015 stimm ich mit dieser Mitteilung ein.
    Aber ...später wenn wir weiter gestolpert, aufgestanden, gestolpert usw. sind ja denn?
    Heimgemachte Handbuch mit potentierten recepturen?

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  23. "...in die Hose gepinkelt vor Lachen !!!"

    Was ist dazu zu sagen, außer : panta rhei ???

    Michaela

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  24. Habe mit (oder auch ohne) Erstaunen festgestellt, dass Herr Niederhausen auf seiner Internetseite einzelne Komentare (u. a. auch meine) wiedergibt und kommentiert.
    //
    Ich frage mich manchmal schon beim Posten, ob das nicht auch etwas Zeitverschwendung hier ist.
    Aber einzelne Kommentare hier rauszukopieren und auf der eigenen Seite einer Interpretation (mit immer gleichem Tenor) zu interpretieren, bietet dann doch mehr als nur eine Nabelschau (O-Ton H.N.) auf die Persönlichkeitsdispositionen dessen, der eigentlich anderen zeigen will, wo' s Leben langläuft.
    //
    Scheint ihn alles mächtig zu beeindrucken hier bei den Egoisten - der Hauch des Verbotenen, Verruchten, Unerhörten...

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    1. Was ist langweiliger als Fischen?
      - - -
      Zuschauen beim Fischen...

      :-)
      LG, i.

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    2. Also ich schau gerne beim Fischen zu. Und dieser Blog ist höchst unterhaltsam :-)

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  25. "Scheint ihn alles mächtig zu beeindrucken hier bei den Egoisten - der Hauch des Verbotenen, Verruchten, Unerhörten..."

    Ja, das scheint so und das Traumgespräch zwischen Steiner und Clement zeigt wohl seine Angst vor dem eigenständigen Denken (welches Steiner nie scheute, teils auch forderte)...


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  26. EINE HUMORESKE FÜR EURYTHMIE UND BLASORCHESTER

    Überm Egomoor liegt theosophisch Nebel.
    Kommt der Niederhausen mit dem Hebel
    und versucht die Festgefahrenen zu heben;
    er braucht sie für sein geistiges Leben eben.

    Unser Adel lässt sich einfach nicht belehren;
    weiß man doch Bescheid, kann sich wehren
    vor solch humorloses, spießig Glumpert
    sowohl Herzog, Ingrid und der Fahrer Eggert.

    So steigt der aus Utah heimgekehrte Bibliophil
    aus dem überfüllten Perpetuum Mobil;
    er meint, eigens mit seiner Software-Hilfe
    brauchen keine des Doktors Entwicklungshilfe.

    Wollen alle nun aus dem Fahrzeug steigen,
    um den armen Holger ihre Zähne zeigen.
    Birkholz hält die Zahncreme schon bereit;
    Mellett kommt nachdem es hat geschneit.

    Mit so vielen weißen Zähnen friert das Moor,
    die Anthropotanten kriegen Angst vor dem Terror,
    der die ganze Anthro-Szene übersät mit Glatteis;
    so wird‘s endlich heimisch für Kees und Matthijs.

    Sæther zieht sich lieber zurück auf seine Alm;
    er mag weder Anonymes Lied noch Majoors Psalm.
    Wird nun Butty diese Egoistengesellschaft retten
    oder Michaela mit ihrem Schau; wer will wetten?

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    1. Bei Steiner hieß das, prosaisch:
      “Wer von der Kälte der Ideenwelt spricht, der kann Ideen nur denken, nicht erleben. Wer das wahrhafte Leben in der Ideenwelt lebt, der fühlt in sich das Wesen der Welt in einer Wärme wirken, die mit nichts zu vergleichen ist. Er fühlt das Feuer des Weltgeheimnisses in sich auflodern.“ (GA 6, 77).

      …in Wahrheit wirken drei Iche im Menschen zusammen: Das inspirierende, das im Denken lebt, das herübergetragen ist aus der geistigen Welt und aus dem vorhergehenden Erdenleben; das intuitive, das in der gegenwärtigen Leiblichkeit lebt; und das imaginative, das hinübergetragen wird, wie ein Wagen den Insassen trägt, in die geistige Welt, in die eingetreten wird mit dem Durchgehen durch die Pforte des Todes. (GA 67, 352)

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    2. Ja, Ton. Leider hat Dr. Steiner durch die Fülle von imaginativen Bildern, die er geschildert hat, seine Jünger geradezu gefüttert- sie tragen seine Imaginationen als Vorstellungen vor sich her. Sie bilden sie selten selbst aus- das ist eines der ungelösten Probleme. Die Second- Hand- Esoterik verhindert ungewollt ziemlich zuverlässig die eigene strenge Arbeit, da die Jünger dadurch überfüttert sind und sich gesättigt fühlen. Daher vielleicht das Paradox, dass man gerade im anthroposophischen Umfeld heute so wenig Substanz findet. Man muss die Steinerei erst einmal ein Stück weit abschütteln, um sich einen eigenen Weg zu bahnen.

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  27. Lieber Herr Niederhausen,

    zwei Dinge müssen sich nicht ausschliessen : Ernsthafte Geistsuche und das über sich selbst lachen Können. Haben Sie schonmal so sehr über sich selbst gelacht, dass Sie nur noch brüllen konnten ? Wo Sie sich zu Boden warfen und auf dem Teppich hin und her rollten und "NEEE !" schrieen ?

    Mag sein, dass M.M. anderen ein "Aha" - Erlebnis vermitteln kann. Ich frage nach einem AHAHA -
    Erlebnis. Es gibt einen Geist, der AHAHA heißt !
    Der lauert auf Situationen. Man hat z.B. gerade am Samstag mit dem Partner zu Mittag gespeist und freut sich auf das gemeinsame Wochenende. Schock : Wc plötztlich außer Funktion...
    Man muß in der Garage auf Eimer, mit Spaten, um das anschliessend unter Kirschlorbeer zu vergraben. Das Rolltor fährt hoch und - VOILA - es erscheint der Partner mit Eimer und der guckt so vornehm weg vom Eimer...NEEE ! Ja ?

    Michaela

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    1. Ohren sausen summen brausen
      Trommelfelle die sich lausen
      in der Spuknacht Geister täuschen
      spotten unser mit Geräuschen
      ach was wäre wenn und wehe
      wenn ich in Verborgnes sähe
      frag die Mäuse auf dem Speicher
      wird dein Wissen reichlich reicher
      reich wie Stroh zu Gold gesponnen
      und im Morgengraun zerronnen
      Gespensterlieder wie sie quälen
      von Kerzenlicht in weiten Sälen
      voll von wilden, wüsten Gästen
      singen sie und allen Festen
      die dir gestern heut entgingen
      wo hübsche Hexen Mäuse fingen
      als du ernsthaft hast gebrütet
      über Schmökern ganz entblütet
      in Zimmern stubenhockend schmachtest
      nach Gedankenspielen trachtest
      in Seife oder Glas geblasen:
      heilen sie etwa dein Rasen?
      darfst den Garten nicht mehr gießen,
      soll darin kein Unkraut sprießen
      (aus einer sammlung um 2002)
      m.butty

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    2. Lieber Jostein Saether, ich finde nicht, daß die ganzen Debatte kalt gewesen seien, oder mit Pfefferminzbonbons oder Zahnpasta gegen üble Mund-Geruchs-Gespenster die Worte geschönt worden sind. Eigentlich sollte etwas, die SKA, besprochen und diskutiert werden. Dann gab es hefige Dauer-Proteste, und dann war auch Beklommenheit, sogar Angst. Weil die Proteste sehr verzweifelt wurden.Wenn man da, also ich, stillschweigend mitlesen wollte, und sah das geschriebene... ich hab mich eben entschieden, hier und da etwas hineinzuschreiben, was versuchte, aufrichtig zu sein. das ist jetzt so...aber nicht frostig,
      m.butty

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  28. Lieber Herr Niederhausen,

    wenden wir einmal gestaltendes Denken an , betreffs zweier Aussagen Steiners. Er hielt am 18.August 1924 Vortrag in Torquay/England. Thema war u.a. auch "Magie".
    Steiner sagte : " Von diesen Schwarzmagiern kann dann auch wohl ein guter Mensch manches lernen." Denken wir das zusammen mit dem, was er zuvor im selben Vortrag äusserte :

    " Wenn also Menschen sich ihrer chemischen Ausstrahlungen bewusst werden und diese anwenden,
    dann kommt auf Erden die schwarze Magie zustande."

    Sofern wir uns vor Lachen in die Hosen pinkeln, kommen wir ja gar nicht darum herum, uns unserer chemischen Ausstrahlungen selbst bewusst zu werden. Was können wir nun Ihrer Meinung nach denn vom Schwarzmagier lernen ?
    Wenn wir keine bösen Menschen sein wollen ? Wäre wahrscheinlich sehr stressig, böse sein zu müssen auf irgendwen. Stress macht Falten.
    Was können wir da lernen Ihrer Meinung nach ?

    Michaela

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  29. Michaela an alle : Erstmal mein letzter Beitrag hier. Thema : Niederhausen blog :

    " 18.3.15 : Zur Alltags - Pathologie der (Eggert - Blog) Das gewöhnliche Bewusstsein zwischen Interesselosigkeit und Sich - den Mund - Zerreissen"

    Tatsachen sprechen für sich selbst, wir müssen nichts in sie hineinfantasieren. Tatsache ist, dass ich Holger Niederhausen ernsthafte, auf Steiner bezogene Fragen stellte. Nun wirft der auch mir eine "Interesselosigkeit" vor ???
    Pathologisiert uns alle ? Ist der mittlerweile Arzt geworden, der Ferndiagnosen stellt, ohne mich z.B. noch nicht jemals gesehen zu haben ?
    Als " Sich den Mund Zerreissen" betrachtet er die Tatsache meiner Frage (z.B. im o.g. Blog), ob er schonmal über sich selber gelacht hat.
    Nur der Frage selber , die mit Steiners Torquay - Vorträgen zu tun hat, weicht dieser Feigling aus.
    Holger Niederhausen, Sie haben Ahnung, kein Wissen in puncto geheimer Dinge. Sie stecken mit Ihrem Ich im Selbst drinnen. Wie der Wurm im Kerngehäuse des Apfels drin lebt. Er wird sich verpuppen müssen, um zur Motte zu werden, die den Apfel ( das Selbst) von aussen sehen kann.

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    1. Michaela, schade, dass Sie gehen. Ein richtiges Bild von Ihnen machen konnte ich bislang nicht. Aber das muss ja auch nicht sein. Ich habe Ihre Frage an H. Niederhausen auch nicht verstanden. Er merkt halt nicht, dass er mit seinen bemühten Tiraden unfreiwillig komisch wirkt, und jeder mit etwas Feingefühl möchte ihn auch nicht wirklich angehen, weil man hinter dem Eifer die Verletzlichkeit spürt. Die endlosen argumentativen Spiralen führen zuverlässig ins Nirgendwo, aber ganz sicher nicht in einen Dialog. Den macht er ja schon unmöglich, weil er jeden und alle regelrecht dämonisiert. Ich hatte auch nicht beabsichtigt, ihn derartig auf die Palme zu bringen- tut mir leid. Meine Ironie war eher auf der Ebene des Pingpong angesiedelt, nicht auf der des Axt- werfens. Dennoch: Die Dämonisierungen - in diesem Zusammenhang insbesondere die des "intellektuellen" Christian Clement- fallen auf die zurück, die sie betreiben- vor allem, indem sie sich dadurch selbst isolieren. Verbal nimmt Niederhausen die Sache zurück, tatsächlich schreibt er sich immer weiter hinein- letztlich verteufelt er einzelne Kommentatoren hier und produziert alberne Szenerien, in denen Clement als Luzifer auftritt. Ärmer geht es einfach nicht.

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    2. Solange er mir dafür keine Rechnung über Gruppen- oder Einzeltherapie schickt, darf er an meinen Äußerungen wegen mir gerne seine therapeutischen Talente schulen...

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  30. P.S. Michaela : Lieber Herr Eggert,

    Dankeschön für Ihren Kommentar. Wenn Sie meine Frage unverständlich fanden, die ich Herrn Niederhausen stellte, mag es an der Art meiner kurzen Formulierung liegen. Verzeihung bitte.
    Meine Frage bezieht sich auf zwei Aussagen Steiners. Die Zitate sind ja lesbar hier im Blog, und sie entstammen dem Buch : " Das Initiatenbewusstsein"
    Steiner beschreibt dort sieben Ausstrahlungen des Menschen. Bewegungsausstrahlung, Hautausstrahlung des Flüssigen, Luftförmigem, Wärmeausstrahlung, Lichtausstrahlung, Chemische Kräfteausstrahlung - womit Steiner "schwarze Magie" verbindet. Und : Vitalstrahlung

    An einer Stelle sagt Steiner, die schwarze Magie müsse abgehalten werden. Und etwas weiter im selben Vortrag äussert er, dass wohl auch ein "guter Mensch" vom "Schwarzmagier" etwas "lernen" könne.

    Ich fragte in dem Zusammenhang den Holger Niederhausen nur nach seiner Meinung in puncto dieser Aussagen Rudolf Steiners. Hier ganz deutlich formuliert nochmal die Frage an H.N. :

    Was können wir Ihrer Auffassung nach vom Schwarzmagier LERNEN, Holger Niederhausen ?
    Wie hat Ihrer Auffassung nach Steiner das gemeint ?

    Wenn H.N. es als beleidigend (?) betrachtet, dass ich fragte, ob der auch schonmal über sich selbst hat lachen können, dann tut er mir leid. Er selber pathologisiert und zieht sich dann in sein Schneckenäuschen zurück. Auf seine höhere Ebene.

    Sie haben kein Bild von mir. Wenn Sie gar kein Bild haben, haben Sie kein falsches Bild. Bin 63 Lenze, trage meist Pferdeschwanz, etwas über mittelgroß. Habe sehr viel erlebt, kenne Arbeitswelten, habe mal begonnen Sozialpädagogik zu studieren und den Kram hingeworfen, um Geld zu verdienen. Viele Beziehungen, feste seit 20 Jahren, wahrscheinlich würden Sie mir kaum Aufmerksamkeit schenken, wenn wir uns auf der Strasse begegnen.
    Habe auch Kinder mit großgezogen. Will erstmal auf Distanz gehen, nur mit lesen.
    Zu Ihrer Ironie : Wer selber andere pathologisiert, BRAUCHT solche Ironie.

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    1. Danke, dass Sie mir eine Vorstellung von sich geben, Michaela. Das Alter und das "Gestandensein" im Sinne von "Im Leben stehend" haben wir gemeinsam. Wahrscheinlich auch die Ideale und eine gewisse Wildheit von Teilen dieser Generation, aber auch die darauf folgende Desillusionierung. Das gibt eine gesunde Urteilskraft. Mit dieser - und nur mit ihr- kann man auch einige Exemplare studieren, die manipulative Techniken beherrschen und anwenden. Die subtilen Methoden der Macht sind, wenn man sie studiert, etwas, um die innere Freiheit weiter zu entwickeln. Man findet das moralisch Illegitime an vielen Orten- nicht zuletzt auch bei sich selbst. Erst daraus kann man die königliche Kunst erlernen, Anderen Freiräume zu schaffen, in denen sie sich verwirklichen können. Dann hat man die Macht gewissermaßen erlöst.

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  31. Nein, liebe Michaela, lieber Michael Eggert und liebe Egoisten-Gemeinde, Tatsache ist, dass ich Fragen aufgeworfen habe, die niemand beantwortet hat – bevor Michaela ihre Frage, „was wir vom Schwarzmagier lernen können“ stellte, die nicht mal Michael Eggert verstanden hat. Ich verstehe sie bis heute nicht, und so mag Michaela ihre Frage selbst öffentlich beantworten, wenn es nicht Michael Eggert für sie tut. Ich verstehe den Sinn dieser Frage nicht, und sie ist für mich in diesem Zusammenhang absolut irrelevant.
    Auch Michaelas Frage nach dem Über-sich-selbst-Lachen habe ich beantwortet. Warum das ganze Reagieren der Blogger hier nicht „beleidigend“ (Michaela) ist, sondern eine ganz andere Qualität hat, habe ich in meinem letzten Aufsatz beschrieben. Aber diese werden ja ohnehin von fast niemandem hier wirklich zur Kenntnis genommen.

    Michael Eggert merkt seinerseits nicht, wie er Menschen pathologisiert. Sie, Herr Eggert, fangen damit an, ich brauche nur zu beschreiben, was Sie tun. Zum Unfreiwillig-komisch-Wirken gehören immer zwei – einer, der etwas tut, und einer, der dies komisch findet. Wer Menschen ernst nimmt, findet nicht so leicht etwas komisch, aber vielleicht ist das ja gerade das Problem einiger Blogteilnehmer hier – dass ihnen so viel am Komisch-Finden und Lachen liegt, dass sie bestimmte Menschen mit offenbar zu fremden Gedanken überhaupt nicht mehr wirklich ernst nehmen können. Und was die „endlosen argumentativen Spiralen“ angeht, so kann ich zwar verstehen, dass Ihnen das alles zuviel ist. Aber wenn Sie mit Hilfe von Pol Pot Ping-Pong spielen wollen, müssen Sie sich schon gefallen lassen, dass ich die eigentlichen Fragen thematisiere.

    Wenn Sie dabei bleiben, dass ich „dämonisiere“, so ist das Ihre Sache. Ich stelle nur fest, dass genau an diesem Punkt – der Frage, welche Qualität das Denken hat und mit welcher Qualität wirklich das Wesen der Anthroposophie erfasst werden kann – die entscheidende Frage liegt. Ich habe verbal auch nichts zurückgenommen, sondern beschreibe nur, was zu sagen ist. Sie können der Diskussion ewig ausweichen, indem Sie sagen, ich verteufele, ich dämonisiere, ich produziere alberne Szenerien, ich veranstalte bemühte Tiraden, ich zeige den Eifer der Verletzlichkeit etc. etc. – das ist alles zunächst mal nur in den Augen derer so, die es so sehen.

    Es ist doch merkwürdig, dass auf die entscheidenden Fragen plötzlich niemand mehr eingeht – und man stattdessen entweder totschweigt oder aber pathologisiert, verspottet, lächerlich macht. Kommt das nicht bekannt vor? Es ist eine allgemeine Gesetzmäßigkeit gegenüber den Dingen, mit denen man nicht zurecht kommt, die für einen zu fremd sind. Fangen Sie erst einmal bei sich an, den anderen Menschen und seine Argumente ernst zu nehmen. Wenn Ihnen meine Fragen zu schwierig sein sollten, können Sie ja mit Michaelas „Schwarzmagier“ beginnen – ich glaube aber schon, dass meine Fragen leichter zu verstehen und zu diskutieren sind.

    Nur hören SIE auf, zu pathologisieren und Menschen lächerlich zu machen. Ich mache mich nicht lächerlich – Sie tun es, und alle mit Ihnen, die, ich wiederhole es, irgendeine völlig unwahre Persönlichkeitsstruktur bei mir diagnostizieren wollen und dies in den letzten Tagen auch getan haben. Meinetwegen gehören Sie zu einer gewissen „wilden Generation“ mit Idealen und darauf folgender Desillusionierung. Nur hören Sie auf, von „gesunder Urteilskraft“ zu sprechen, wenn diese nur dazu führt, andere Menschen zu bewerten, zu beurteilen oder lächerlich zu finden und auch lächerlich zu machen. Wenn dies gesunde Urteilskraft sein soll, dann braucht die Anthroposophie keine Feinde – dann reichen ihre „Freunde“.

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  32. Glauben Sie nicht, dass es auch mir ein Leichtes sein könnte, Ihre und andere Reaktionen lächerlich zu finden? Mir liegt eine solche bloß persönliche Reaktion aber absolut fern. Erstens stelle ich mich niemals in dieser Art über Menschen (Rudolf Steiners Worte: die Ehrfurcht darf nicht nur bloße Absicht bleiben, sie muss wirklich in die Gedanken aufgenommen werden). Zweitens ist die Tatsache des Pathologisierens von Menschen zu ernst, um leichthin darüber hinwegzugehen. Wenn Sie nicht merken, dass sich „Anthroposophie“ auch hier, an solchen Stellen entscheidet, tun SIE (und Michaela) mir leid.

    Nun aber nochmals die eigentlichen Fragen: Kann es sein, dass man Rudolf Steiner wirklich absolut und überhaupt nicht ernst nimmt, wenn man nicht ernst nimmt, was er über die Verwandlung und Spiritualisierung des Denkens gesagt hat, wenn es um die Anthroposophie geht? Kann es sein, dass jedermann glaubt, ein bisschen Spiritualisieren, und zwar ganz so, wie man es meint, bereits zu tun und getan zu haben, reiche aus, um das zu tun, was Rudolf Steiner erhofft hatte? Kann es sein, dass eine solche Haltung heute das Pendant zu dem „Esoterik-Spielen“ früherer Jahrzehnte gewesen ist?

    Ich rechne gar nicht mehr damit, dass solche Fragen auf diesem Blog von irgendjemandem (außer vielleicht von B. A. Hartmann) überhaupt ernst genommen werden. Aber Menschen zu pathologisieren, die sie stellen, weil sie selbst Rudolf Steiner gerade an diesem entscheidenden Punkt voll ernst nehmen, ist das Letzte. Und ihnen vorzuwerfen, sie würden andere Menschen pathologisieren, weil sie nur auf dasjenige hinweisen, was bereits Rudolf Steiner als die „Krankheit“ unserer ganzen Zeit hingestellt hat, zeugt wirklich nicht von „gesunder Urteilskraft“.

    Dies zu meiner Rechtfertigung nach Michael Eggerts letztem unsäglichem Kommentar. Nochmals: Ich erwarte nicht, dass irgendjemand hier auf irgendwelche der von mir auf meiner Webseite in den letzten Tagen aufgeworfenen Fragen substantiell eingeht. Sollte dies doch der Fall sein, lasse ich mich gerne positiv überraschen. Auf eine Hoppladihopp-Diskussion, die das eine oder andere mal eben in wenigen Sätzen „klären“ zu können behauptet, lasse ich mich jedoch nicht ein. Gewisse Fragen sind nur zu beantworten, wenn man eine gewisse Ehrfurcht vor ihrer wirklichen Größe hat (und auch das mögen nun wieder all jene lächerlich finden, die es wollen).

    Die eigentliche Frage ist immer wieder: Was ist eigentlich Anthroposophie? Und dazu gehört auch die Frage: Kann hier jeder seinen persönlichen Steinbruch daraus machen – oder gibt es vielleicht auch noch die Frage, wie Rudolf Steiner selbst die Anthroposophie eigentlich gemeint hat? Nun, hier kommt man um einen Abbruch der Diskussion wahrscheinlich gar nicht herum. Denn wenn nun gleich wieder der Sturm derjenigen losbricht, die rufen: „Aber Du allein weißt es offenbar?“, ist es wirklich sinnlos. Ich werfe die Frage nach dem Intellekt auf – und jeder, der mit der Anthroposophie in irgendeiner Weise vertraut ist, weiß um die Bedeutung dieser Frage. Hier müsste die Diskussion ansetzen – hier müsste vor allem aber auch der Ernst der Frage ansetzen. Wenn man diesen Ernst nicht wirklich aufbringen kann, wird auch diese Frage blitzschnell beantwortet sein, und man kann ganz schnell wieder „Alltag spielen“, ohne einen einzigen Schritt weitergekommen zu sein.

    Die Frage der Anthroposophie entscheidet sich an der Frage des Intellekts. Die Frage ist nur: Wie wahrhaftig kann man diese Frage stellen – und wie wahrhaftig kann man hier gegenüber sich selbst sein?

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  33. Schauen Sie, Lieber Herr Niederhausen. Ich will jetzt mal nur für mich sprechen, aber ganz offen.

    Ich bin an Anthroposophie sehr interessiert. Und ich glaube Ihnen, dass Sie es auch sind. Aber: Ich kann auf Ihre Texte (hier und auf Ihrer Seite) einfach nicht eingehen. Diese Texte wirken auf mich aufgeblasen, überheblich, unreflektiert, einseitig, dogmatisch, unoriginell, verurteilend und arrogant. Wie Steiner aufgesogen und unverdaut wieder ausgespuckt. Sie wirken auf mich wie die Predigten eines Fanatikers, der sich im Vollbesitz der Wahrheit wähnt und dessen einziges Interesse darin besteht, die Welt mit den eigenen Ansichten zu beglücken bzw. zu retten.

    Ich behaupte nicht, dass Ihre Texte oder Sie WIRKLICH SO SIND; ich sage nur, dass sie AUF MICH SO WIRKEN. Daher habe ich nicht die geringste Lust, mich darauf einzulassen. Nicht mal, sie zu kritisieren. Denn alles, was ich sagen könnte, würde ja an Ihnen abprallen und abgleiten wie das Fett von der Teflonpfanne. Wozu also sich die Mühe machen?

    Anders gesagt: Ihre Selbstwahrnehmung (Niederhausen ist ein offener Denker, der sich für die Meinungen anderer interessiert und sich über Anthroposophie austauschen möchte; aber für die Egoisten-Blogger ist alles nur ein Spiel, die nehmen Rudolf Steiner gar nicht ernst) und die Art, wie ich Sie in Ihren Texten wahrnehme (Niederhausen ist ein dogmatischer Besserwisser, der sich aber selbst für einen Super-offenen Kerl hält, und mit dem daher auch nur der Versuch zu diskutieren Zeitverschwendung wäre), klaffen einfach so weit auseinander, dass ich derzeit keine Basis für einen Austausch sehe.

    Ich nehme an, dass es andern ähnlich geht, und dass es deshalb hier so wenig Eingehen, dafür aber viel Polemik gegen Sie und Ihre Texte gibt.

    Vielleicht wäre es also sinnvoller, statt uns hier zu beschimpfen und zu kategorisieren, wenn Sie sich einmal ernsthaft fragten, warum man Sie wohl so wahrnimmt. Könnte es vielleicht doch etwas mit Ihrer Person und ihrem Stil und nicht bloß mit unserer Ignoranz und Blindheit und Unreife zu tun haben?

    Wir hätten unsererseits natürlich dieselbe Frage an uns zu stellen.

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  34. Lieber Herr Clement, es ist interessant, dass die Menschen, denen die Anthroposophie so wichtig zu sein scheint, so wenig Willen zeigen, auf Gedanken einzugehen – und stattdessen das eigene Bild des Anderen so sehr in den Vordergrund stellen. Ja, meine Wahrnehmung ist, dass hier mit der Anthroposophie nur gespielt wird. Und dennoch nehme ich Aussagen, die Inhalt enthalten, auf, um mich ernsthaft damit zu beschäftigen. Ich könnte auch sagen: Diese Äußerungen über Pol Pot – wen interessiert’s? Aber ich greife sie auf und widerlege sie Punkt für Punkt. Wenn man das nicht kann, ist einem die Gedankenwelt noch nicht wichtig genug. Glauben Sie nicht, dass unendlich viele Menschen Rudolf Steiner als „arrogant“ wahrgenommen haben? Oder Nietzsche? „Arrogant“ oder „fanatisch“? Und warum? Weil überall und immer wieder ein voller Ernst in der Sache mit Arroganz und Fanatismus verwechselt wird – weil Menschen schon da abgeschreckt sind, wo es jemandem mit etwas so ernst wird wie Steiner oder Nietzsche. So entstehen all diese Falschinterpretationen. Wenn Sie meine Aufsätze einmal ohne all Ihre Vorurteile lesen würden, würden Sie darin Ernst wahrnehmen – und dann sehr wohl auch, dass sie durchaus reflektiert und differenziert und eigenständig sind. Man kann natürlich immer alles in den Topf der Dogmatiker und der „unverdaut Steiner-Ausspucker“ werfen, wenn man selbst etwas bei Steiner tief ablehnt und schon bei ihm ein Problem mit manchem hat.

    „Besserwisser“ ist nur eine Bezeichnung für die Tatsache, dass der Mensch heute ohnehin immer glaubt, die eigene Meinung spiegele die oder eine Wahrheit wieder – und für die Tatsache, dass man diesen Punkt bei sich selbst weniger sieht als bei anderen. Glauben Sie nicht, dass sämtliche Bemerkungen, die in den letzten Tagen auf diesem Blog gefallen sind, nicht auch alles Bemerkungen von „Besserwissern“ waren? Schauen Sie sie sich noch einmal genau an! Und „Dogmatik“? Das ist eben oft genau dasjenige Inhaltliche, wovon man sich selbst lösen möchte. Glauben Sie nicht, dass man unbemerkt eine neue Dogmatik aufrichten kann, die man Freiheit nennt, die aber etwas ganz Anderes ist? Ich halte mich nicht für einen Dogmatiker, kann aber gut verstehen, dass und warum Sie das tun. Genauso gut könnte ich andere Positionen als „undogmatische Besserwisser“ bezeichnen, wobei in dieser scheinbaren Nicht-Dogmatik wirklich jede Menge neuer Dogmatik steckt, wenn Sie verstehen, was ich meine.

    Die Frage, warum wer wen wie wahrnimmt, kann, wenn sie schon ein solches Hindernis ist, eventuell doch auch wieder mitten in die Sache hineinführen. Denn sie hängt mit angeblicher Dogmatik usw. ja zusammen. Sehen Sie, für Sie ist Anthroposophie nur ein Forschungsobjekt. Vielleicht ist sie Ihnen auch als Lebensbereicherung sympathisch. Geht es darüber noch hinaus? Wie ist es bei den Anderen hier im Blog? Für wen ist sie Bereicherung im Sinne von Steinbruch? Für wen ist sie Berührungspunkt von Zeit zu Zeit? Für wen ist sie nur die Brücke zu angenehmer Blog-Gemeinschaft? Für wen ist sie Lebensinhalt und Lebenselement? Wie weit geht das? Wer nimmt die Anthroposophie so ernst, dass sie nicht „neben dem Leben herläuft“, sondern selbst Leben wird? Aber nicht so, dass man sich für ein wenig weise hält und im nächsten Moment mit Pol Pot kommt, sondern tiefergehend? Wie liegt Ihnen der Steiner, der von dem toten Intellekt spricht? Wie liegt Ihnen der, der von Esoterik und Ernst spricht? Wie liegt Ihnen der, der von der notwendigen Bedingung der Ehrfrucht spricht? Es gibt noch viele andere Fragen, die man in diesem Sinne stellen könnte. Nehmen Sie sie einmal nicht als Fragen, die ich stelle, sondern die man an sich selbst stellen kann – ganz im Sinne Ihrer letzten Frage, für die ich dankbar bin.

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    1. Lieber Herr Niederhausen,
      Ihnen als Lebensberater/Therapeut müsste doch eigentlich klar sein, dass Sie hier NICHTS ANDERES als Ihren ureigegnen Kampf gegen sich selbst ausbreiten...

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    2. Lieber Stephan VORSICHT: Lebensberater/Therapeuten sind trainiert darauf, die Blick nach AUSSEN zu richten auf der Mensch< die, wie Rudolf Steiner sagt, wo irgend in einer Ecke ein bestimmter Abnormität tragt!

      Jeder von uns trägt in einer Ecke ein bestimmter Abnormalität, in Holland gab ein Kampagne von Stiftung Pandorra Je getroffen ein normaler Mensch? Und hat es gefallen?gedruckt auf ein Spiegelposter.
      Näheres in der Heil-Pedagogischer Kurs.

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    3. Ich kann mich der allgemeinen "Strömung" hier nur anschließen, Herr Niederhausen. Sie tapezieren hier die Fläche des Blogs mit einer so beruhigenden Rede, die so seriös daherkommt, daß sie an den tiefen Respekt appelliert, den ich vor "dem Menschen in seiner tiefsten Gestalt" habe, und ich mich neigen möchte, um Ihnen Ehre zu erweisen. Was bin ich in meinem Leben schon so vielfältig ausgenutzt worden, und rhetorisch manipuliert! So, und nicht aus Büchern etwa, lernte ich! Ich lernte Menschen zu verstehn, und nicht Bücher. Wer das aber möchte, der darf sich nicht selbst betrügen, und muß sich eingestehn, daß es nicht damit getan ist, ein Menschen-Verachter und ein Menschen-Freund zu sein, zu werden. Es ist einerseits das Leben ein Kampf um Überleben in Notgemeinschaft und Selbstbehauptung. Aber, und das verbindet uns mehr als Ihnen vielleicht lieb ist: Es ist ein Kampf um die Frage, was Liebe ist! Eine Frage, die jeden irgendwann zu irgendeiner "Spiritualität" treibt, und da lernen viele auch Herrn Steiner kennen. Neulich hab ich gehört, daß das "Dummchen" Marilyn Monroe auch Steiner las. Ich hab es fast geahnt, warum, weiß ich nicht. Mich wundert nicht, daß die unterschiedlichsten Menschen zu diesen Dingen finden, und das in ihr eigenes Ding dann auch transferieren. Jeder, der, salopp gesagt, "Nicht-Anthroposoph" ist, nicht das Umfeld hat, der soweit kommt, Steiner zu lesen, ist fähig, da etwas zu transferieren, was der "korrekte Anthroposoph" womöglich gar nicht mehr kann, weil er im Ghetto lebt, wenn es blöd kommt: Vom Anthro-Arzt bis zur Demeter-Gärtnerei und DM und Vollkornbackstube und Hess-Natur-Mode.. Herr Niederhausen, sie reden lang und voller Salbung, aber sie sagen nichts darin, außer, daß sie mit Klassee-Handschuhen angefaßt werden möchten. Weil Sie so fein und so kulturell seien. Wenn ich 20 wäre, wäre ich irritiert, und würde "in mich gehn", zur Selbst-Überprüfung, und das tue ich auch jetzt, mit 51. Aber ich prüfe auch Sie. Und da sind viel leere Worte, und eine Forderung, nicht verletzt zu werden. Ansonsten, "Strömung" dieses Blogs... sie sind da fanatisch. Anthroposophie ist eine "Froh-Lehre" auch, etwas, was motivieren soll, was dem Menschen die Freude am Leben, und auch die (oha!) Lust an seiner Jugend, wenn er noch jung ist, vermitteln möchte, vertiefen möchte.. Anthroposophie, wie Sie Sie vermitteln, ist ein wenig eine "Droh-Lehre", etwas, was frustriert und unzufrieden macht, so permanent, daß es ungesund wird. Warum? Wie ich es begründe? Das sag ich Ihnen nicht, finden Sie es heraus! Denn es wurde Ihnen bereits von vielen Stimmen zugeraunt, die das besser zu sagen wissen, wie meine Wenigkeit! Alles erdenklich Liebe wünscht
      mischa butty

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  35. "Die eigentliche Frage ist immer wieder: Was ist eigentlich Anthroposophie?"

    Lieber Herr Niederhausen, nein, ich finde nicht. Das ist zwar für viele auf diesem Blog hier eine wahrscheinlich mehr oder weniger sehr bedeutende Frage und ich persönlich lebe mit dieser Frage (nicht immer bewusst) seit fast 30 Jahren. Man muss das Ganze aber nicht in einem Blog, in einer Debatte beantworten und schon gar nicht, wenn man meint, für diese Frage (die ewig gleichen, allzu bekannten) Steiner-Zitate bemühen zu müssen. Dann hat man (ein typisch anthroposophisches Phänomen) höchstens wieder und wieder Antworten, wo es keine Frage zu gibt.
    Die Frage kann m.E. nur existentiell im und durch das konkrete Leben eines jeden, der mit Anthroposophie verbunden ist, beantwortet werden.

    Ansonsten freue ich mich einfach, wie bunt und schillernd sich die anthroposophische Bewegung in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat: Von Gronbach bis Judith von Halle, von den Flensburger Hefte-Naturgeistern bis Kühlewind, Heisterkamp, Niederhausen oder Mosmuller... viele Dutzende verschiedene "Strömungen", Autoren, alle, jede mit ihren Einseitigkeiten und Besonderheiten. Haben die alle "recht"? Oder nur 1 oder 2 ? Kann es nicht egal sein, wer da alles "recht" hat?

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  36. Zitat: "Vielleicht wäre es also sinnvoller, statt uns hier zu beschimpfen und zu kategorisieren, wenn Sie sich einmal ernsthaft fragten, warum man Sie wohl so wahrnimmt. Könnte es vielleicht doch etwas mit Ihrer Person und ihrem Stil und nicht bloß mit unserer Ignoranz und Blindheit und Unreife zu tun haben?" Christian Clement.

    Hier Lieber Herr Clement, es ist interessant, dass die Menschen, denen die Anthroposophie so wichtig zu sein scheint, so wenig Willen zeigen, auf Gedanken einzugehen geht's…geht's du schon in die Irre In die Ewige Wiederkehr, der Denk-Spirale.

    Nicht- verstandene Christian Clement's* Weisheit sollt dein grösster Schatz sein, wenn ich mich nicht hinwegtäusche über mein Nicht-Verstehen, sondern wenn ich Geduld aufbringe, arbeitend, in Höchster Aktivität zu warten, bis mein Verstehen wächst. Ungeduld und auch die Versuchung, über das Nicht-Verstandene zu schreiben, als wäre es verstanden, darüber zu schreiben wie über eine Sache – sie kommen aus dem Ego=Wesen.
    Aus ihm stammt auch die Unaufmerksamkeit oder Blindheit, die mich verhindert zu bemerken, dass ich etwas eben nicht verstehe…
    S25

    Intermezzo II Die Diener des Logos. Der Mensch als Wort und Gespräch. Georg Kühlewind.
    *Durch Matthijs eingefügt.

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  37. Es gab bei Steiner immer diese zweifache Bedeutung des Wortes “Offenbarung“:

    1. Was Steiner z.B. in den Leitsätze als die ‘traditionelle Glaubens-Offenbarung‘ bezeichnete: Man hatte die Überlieferung, aber nicht mehr den Weg, auf dem die überlieferten Wahrheiten erkannt worden sind. Man konnte nur an die Überlieferung glauben…Erkenntnis reicht eben nicht bis zur geistigen Welt; diese kann nur Gegenstand des Glaubens sein (GA 26, S. 244).

    Und z.B. in Geheimwissenschaft: …wogegen das vertrauende Wissen von ehemals, die überlieferte Erkenntnis, immer mehr an Kraft über die Menschenseele verlor..

    2. … Aber es entwickelte sich dafür auch in dieser Zeit dasjenige, was ein immer stärkeres Einfließen der Erkenntnisse neuzeitlichen übersinnlichen Bewußtseins in die Menschenseelen genannt werden kann. Das «verborgene Wissen» fließt, wenn auch anfangs recht unmerklich, in die Vorstellungsweisen der Menschen dieses Zeitraumes ein. (GA 13, S. 406, vgl. auch Leitsätze).

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    1. Hallo Ton, deinem Beitrag will ich meinerseits etwas bei Seite stellen.

      Rudolf Steiner, in seinen "Einleitungen zu Goethes naturwissenschaftlichen Schriften" :


      „Es ist allein des Menschen würdig, daß er selbst die Wahrheit suche, das ihn weder Erfahrung noch Offenbarung leite. Wenn das einmal durchgreifend erkannt sein wird, dann haben die Offenbarungsreligionen abgewirtschaftet.“

      Dann Steiner in Heidenheim, am12.6. 1919,

      „Diese Dinge, die heute auch in einer anderen Form durch das Programm der «Dreigliederung des sozialen Organismus» verkündet werden, die sind heute das Christentum, die sind heute in äußerliche Formen gekleidete geistige Offenbarungen. Die sind das, was die Menschen brauchen, was einzig und allein die reale Grundlage und reale Möglichkeit bietet zum Umdenken und Umlernen, was der Menschheit so notwendig ist.“

      Nun drei Selbstzitate:

      I. Meine Zuneigung gilt Steiners „Frühwerk“. Selbiges wird, nahezu allgemein, als seine philoso-phische Epoche betrachtet. Steiners „Spätwerk“ eher als ein offenbarendes Mysteriengeschehen.

      II. Das altgriechische Wort für Erzählung lautet: „Mythos“. Das christliche: „Evangelium“. Altgriech-isch: euangelion. „Gute Nachricht“. Die Güte in Steiners philosophischem Wirken ist also ebenso eine mythische Tatsache, wie es das Spätwerk Steiners ist. Und, mythische Tatsachen sind Taten von künstlerisch impulsierten Menschen. Eben solchen Wesen im modernen Leben, in denen, dem Wesen des Lebens gemäß, idealische Bezüge für eine andere Ordnung auftreten. So einer Ordnung, die sich in ihren Kräftekonstellationen in der wahren Natur des Lebens, eben in Selbstgeburt und so weiterhin in Selbstoffenbarung, darleben will.

      III. So Steiner sich philosophisch betätigte, tat er das in der Art und Weise des künstlerischen Wollens. Von diesem Wollen war er in dem Maße durchdrungen, dass er statuierte: Alles muss künstlerisch werden. Werden! So ein Alles wurde Steiner „seine“ Anthroposophie.

      Und abschließend Goethe:

      „Wem die Natur ihr offenbares Geheimnis zu enthüllen anfängt, der empfindet eine unwiderstehliche Sehnsucht nach ihrer würdigsten Auslegerin, der Kunst.“ (Maximen und Reflexionen)

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    2. Ja schön, das heißt etwas später: die zwei Dogmas (in EG Kap.X, 2 und GE Kap.14), mit dem intuitiven Denken dazwischen. Ein aristotelischer Dreiklang wie in Theosophie, statt einer scholastischen Zweiheit.

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  38. Weisheit im obigen Text 9.15 bedeutet; Weisheit im Sinne von geistiger Reife und Lebenserfahrung.
    Sonst trete wieder das Spiralisieren ein. Weisheit als Tugend lass ich an Christian selber.

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  39. Weil Sie es sind, lieber Herr Niederhausen, lasse ich Arbeit, die nach mir ruft, liegen - und will eine Frage , die Sie aufwerfen, beantworten. Danach ist dann Ende Gelände wegen viel Arbeit bis Mitte April. "Wie liegt Ihnen der (Steiner ist gemeint) , der von Esoterik und Ernst spricht ?"
    Und : " Wie ist es bei den Anderen hier im Blog ?"

    Andere können ja für sich selbst sprechen. Sie , Herr Niederhausen, und ich haben vor einiger Zeit mal uns Emails geschrieben. Sie wissen doch ganz genau, dass - wenn Sie Fragen aufwarfen - ich mich diesen Fragen gestellt habe. Wenn Sie direkt eine Frage stellten, habe ich - so gut mir eben möglich war - geantwortet. Und auch Sie haben - wenn ich Fragen stellte - geantwortet.

    Antwort : Mir liegt der Steiner, der von Esoterik und Ernst spricht, so sehr am Herzen, dass ich seit 1993 Alkohol absolut meide, um seine Übungen auf deren Wirksamkeit hin überprüfen zu können.
    Mir liegt er so sehr am Herzen, dass ich hinterfrage, was Steiner denn gemeint haben könnte, als er 1924 äusserte, ein guter Mensch könne vom Schwarzmagier etwas lernen.

    Der Sinn meiner vorherigen Frage an Sie betreffs dieser Aussage geht mir jetzt erst auf. Sinn ist der, dass sichtbar wird, wie selektiv SIE selber Steiner lesen WOLLEN.
    DER Steiner, der DIESE Dinge thematisiert scheint Ihnen nicht in Ihr Steiner - BILD zu passen.
    Meine Frage ist echt, Herr Niederhausen. Oder meinen Sie etwa, ich sei hochmütig und würde "nur so tun, als sei das für mich eine Frage ? Die ich - besserwisserisch - mir selbst längst beantwortet hätte ? Ich stelle mich dem, was Steiner da äusserte , in einer Fragestimmung.
    Sie kennen sogar meinen wunden Punkt. Es steht Ihnen ja frei, mich mit Spott hier zu übergiessen, das halte ich aus. Wenn `s nur der Wahrheitsfindung dient, beleuchten Sie mich öffentlich mit ganz speziell gefärbtem Licht.
    Angeblich verstehen Sie meine nun konkretisierte Frage nicht ? Wenn es den Anderen auch so geht, dann muss ich erkennen, daß mir offenbar nicht gelungen ist, die Frage so zu formulieren, daß sie verständlich rüberkommt.
    Dann verzeihen Sie bitte, daß ich Sie einen "Feigling" nannte.
    So, und nun Tschüß an alle, muss arbeiten.

    Michaela

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  40. "oder gibt es vielleicht auch noch die Frage, wie Rudolf Steiner selbst die Anthroposophie eigentlich gemeint hat?"

    Das lässt sich denn wirklich nur mit GA-Bücherwissen beantworten, dann kreist man immer nur um die Anthroposophie des wilhelminischen Zeitalters. Man muss beispielsweise der Info3 Abteilung ja nicht in allem zustimmen, aber bei denen (und auch, wenn auch in ganz anderer Form bei den Flensburger Heften oder bei J.Saether und vielen anderen) geht es primär um die Anthroposophie in der Gegenwart (interessiert mich persönlich mehr, ähnlich, wie mich der Christus in der Gegenwart mehr interessiert, als der Christus vor 2000 Jahren).

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  41. C. Clement : “Frage an die Runde: Trifft diese Charakterisierung den Kern des Werkes?

    Wie man so ein Werk der akademischen Welt vorlegt, das hat mich nicht zu beschäftigen. Das sollen diejenigen beantworten, die die Kriterien besagter Welt hinlänglich genug kennen.

    Dennoch, dessen bin ich mir gewiss: Der Kern des Werkes findet sich jeweilig in dessen Früchten. Also in der Fruchtbarkeit des Werkes.

    Fruchten kann so ein Werk allein in einem jeweiligen Leser. Darauf weist Steiner im Werk hin. Mit dem Hinweis, dass das Buch ein Lesebuch ist. Eben eines, anhand dessen man Lesen lernen kann.

    Der Kern des Werkes ist mithin eine Fähigkeit . Eben diejenige, im Buch des Lebens, wiederum anfänglich, anders lesen zu können.

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  42. Schön ... die Reaktionen sind so verschieden wie die Menschen...
    Rainer freut sich an der Buntheit von Gronbach bis Judith von Halle und möchte nicht zu Steiners „wilhelminischer“ Anthroposophie zurück.
    Matthijs verstehe ich leider nicht immer wirklich, aber er springt Stephan bei, der erneut meine Persönlichkeit und mein Handeln interpretiert.
    Ton bringt zwei Hinweise zur alten und neuen Offenbarung übersinnlicher Erkenntnisse.
    Burghard weist auf das Wahrheitsstreben, auf die Dreigliederung als geistige Offenbarung und Christentum heute, und auf Anthroposophie als Kunst hin.
    Michaela beschreibt ihren eigenen Ernst und fragt noch einmal nach der Stelle mit dem Schwarzmagier.
    Mischa weist auf die Liebe und die Freude hin und spricht von vielen leeren Worten meinerseits.

    Was soll man da nun tun?
    Rainer würde ich gerne erleben lassen, wie modern Steiners Anthroposophie ist, ohne „modernisiert“ werden zu müssen – siehe die Hinweise von Burghard.
    Matthijs und Stephan würde ich gerne fragen, warum es immer wieder um meine angebliche Persönlichkeit gehen muss.
    Michaela würde ich bitten, nicht sofort von „Ausblenden“ zu sprechen, wenn ich ihre Frage, deren Zusammenhang ich nach wir vor nicht erkennen kann, ebensowenig zu beantworten vermag wie sie selbst.
    Mischa danke ich für die Hinweise auf die Liebe und die Freude, die für immer die Essenz der realen Christus-Strömung sein werden, und bitte ihn nur, dies auch mit Traurigkeit und Ernst zusammendenken zu können. Für das, was jemand als leere Worte wahrnimmt, kann ich nichts. Von mir aus sind sie nicht leer...

    Ich sehe, dass ich von keinem hier verstanden werde. Das ist nicht schlimm, ich habe es von diesen sieben, acht Menschen auch nicht erwartet. Es gibt viele Menschen, die nicht verstehen, was auf diesem Blog stattfindet. Gehe jeder seinen Weg weiter, ab und zu aufwachend am anderen Menschen und auch an dem, was er bei Rudolf Steiner findet. Mehr kann man nur erwarten, wenn Ernst, Geduld und Liebe zusammenfinden.

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    1. Lieber Holger,

      in deinem obigen Beitrag, darinnen erwähnst Du mich namentlich. Zudem schreibst Du: " Ich sehe, dass ich von keinem hier verstanden werde."

      Dazu meinerseits: Meiner Lebensart sind verschiedenste anthroposophische Gesinnungen innewohnend. Eine davon ist die Anerkennung der Tatsache: Dieser tread öffnet sich für die öffentliche Leserschaft anhand dieser, von C.C. aufgeworfenen Frage: "Trifft diese Charakterisierung den Kern des Werkes?"

      Die Frage von C.C. ist meinerseits beantwortet. Ergänzend kann ich sagen: Das ich es nicht als meine Angelegenheit erachte, mich mit Belangen der akademischen Welt zu beschäftigen, das bedeutet nicht, dass ich, mich denkend, jenseits dessen bewege, das Grundlage jeglicher wissenschaftlichen Tätigkeit zu sein hat.

      Und, da ich nun einmal dabei bin: So ein Jenseits sehe ich in der Wahl des Wortes "Kern" bei C.C.

      Daher rührt mein Beitrag vom 19.3. / 13.24°°







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    2. Lieber Herr Niederhausen!

      Erstens interpretiere ich Ihr Handeln erst, seit Sie damit begonnen habe, meine Kommentare auf Ihrer Internetseite zu interpretieren - respektive vollkommen an ihnen vorbeizuinterpretieren (Thema verfehlt).
      Zweitens ist es nicht so, dass Sie von niemandem hier verstanden werden - sie werden lediglich nicht so verstanden, wie es Ihren Wunschvorstellungen entspricht (und das ist einfach etwas kindisch)...

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    3. Nun ja, Herr Birkholz, dann kann auch ich nur sagen: Thema verfehlt.
      Oder sollte ich lieber sagen: Wie schön – dann wird ja auch Rudolf Steiner von allen verstanden (nicht so, wie er es wollte, aber diese Wunschvorstellung wäre dann ja wohl ebenfalls kindisch)?

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    4. Ich und Der Steiner sind eins

      Holger 10, Vers 30


      Der archetypische Wahn anthroposophischer Gurus:
      Wer Steiner verstehen will, muss zuerst mich verstehen(und natürlich auch verehrungsvoll anbeten)...

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    5. "Rainer würde ich gerne erleben lassen, wie modern Steiners Anthroposophie ist, ohne „modernisiert“ werden zu müssen"

      Danke, das klingt ja erst einmal sehr nett. Heisst das dann aber konkret, dass Sie mich abholen und wir besuchen einen anthroposophischen Vortrag oder Zweigabend? ("Ihre" Mieke Moosmuller kommt übrigends demnächst nach Hamburg, vielleicht können wir da hin).
      Oder ein Besuch einer Eurhythmiedarbietung (Dürfte ich dann lachen in Ihrer Gegenwart oder sollte ich versuchen, ernst und würdevoll, "dem Geist der Anthroposophie angemessen", zu gucken...?)

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    6. Lieber Herr Herzog, Sie haben es schon ganz richtig im Gespür... Aber nehmen Sie den Ernst erst einmal für die „Theosophie“, denn das ist ja hier das Thema des Threads, und sagen Sie der Bloggemeinde einmal, was Sie daran kritisch sehen bzw. was als wilhelminische Erblast entsorgt gehört. Für die Frage, wie modern Rudolf Steiners Anthroposophie ist, müssen Sie auch nicht mich als Begleitung haben, ich bin sicher, dass Ihnen hierzu auch Andere etwas sagen können, die JvH und Gronbach nicht unbedingt als anti-wilhelminische Modernisierung betrachten. Ansonsten wünsche ich Ihnen bei einer Eurythmieaufführung Ihrer Wahl viel Freude. Es gab auch schon zu Steiners Zeiten Humoresken und Grotesken. Da dürfen Sie dann auch gerne lachen. Bei anderen Aufführungen sollten Sie sich, wenn Sie einen Lachzwang verspüren, zunächst fragen, woher dieser kommt. Entweder die Aufführung ist wirklich schlecht, oder etwas in Ihnen will unbedingt spotten. Vielleicht lachen Sie dann auch einmal über dieses Etwas.

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    7. Ich beobachte eine wachsende Flut von Missionaren im anthropsophischen Arbeitsfeld!

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    8. Neulich gab das egostisch luziferischgnostische Eurythmie-Ohsambel eine kleine Aufführung zuhaus bei Niederhausens mitten in Anthroposophisticania... Thema "I got ..life!"
      https://www.youtube.com/watch?v=-1LRD3DtFAo
      m.butty

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    9. "...etwas in Ihnen will unbedingt spotten..."

      Lieber Herr Niederhausen,
      ich habe vor knapp 2 Jahren auf dem Info 3 Blog einen Thread mit dem Thema "Der anthroposophische Spott" gepostet

      http://forum.info3-magazin.de/threads/70-Der-anthroposophische-Spott

      Ich bin mir dieser grundsätzlichen Problematik durchaus bewusst und sehe einige diesbezügliche Aspekte und Tendenzen in der "Szene" ebenfalls sehr kritisch. Allerdings gilt es m.E. auch hier - wie so oft - um einen gesunden Mittelweg, um eine Balance zwischen Ernsthaftigkeit, Ehrfurcht und Humor, Ironie.

      Wenn letzteres nämlich nicht oder nur kaum vorhanden ist, wirkt ersteres häufig belehrend oder fanatisch.
      Das ist ein wenig mein Eindruck, den ich, vermittelt durch Ihre Artikel, von Ihnen bekommen habe (und ich glaube, anderen auf dem Blog geht es ähnlich).

      In der anthroposophischen Bewegung gibt es (in den Büchern, Artikeln, Vorträgen) eine Überfülle an "strengem, ernsten Erkenntnisstreben" - G.Kühlewind sagte zu dem Thema einmal "Anthroposophen sind Menschen, die sagen, Humor sei wichtig" (als ob man vielleicht wieder mal eine entsprechende Übung machen sollte...) Darum erlebe ich persönlich es als eine Bereicherung, wenn es auf manchen Blogs etwas weniger ehrfurchtsvoll und heilig zugeht.

      Das Buch "Theosophie" ist m.E. keine "wilhelminische Erblast" - damit meinte ich vielmehr das bloße Zitieren von Steiner-Texten, das damit verbundene unkritische Insistieren auf "die Wahrheit" dieses Buches.

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    10. Lieber Herr Herzog,
      ich habe Ihren Beitrag von 2013 gelesen. Manroe hat auch damals eine notwendige Ergänzung gegeben. Es gibt die Ebene der Verstandesseele und des Verstandes, sowie die der Bewusstseinsseele, die die Möglichkeit hat, das Denken rein zu erleben, ohne die sonst immer in diesem wirkenden, herabziehenden Kräfte, die Steiner die Widersachermächte nennt. Da Spott und auch Rechthaberei mit diesen beiden polaren Mächten zu tun haben, ist man immer dann, wenn man sich dem einen oder anderen überlässt, im mehr oder weniger verstandesmäßigen Denken.
      Die Frage der Rechthaberei ist diffiziler als die des Spottes. Man kann in einer Sache für die Wahrheit eintreten, ohne dass es um Rechthaberei geht – „wahrgenommen“ wird es vom Anderen, der diese Wahrheit nicht erkennt, dann sehr wohl so. Aber um Rechthaberei rein und wahr erkennen zu können, braucht man bereits eine reine Wahrnehmung und ein reines Denken, reine Begriffe. Die haben wir nun einmal nicht – siehe oben. Wie gesagt, man könnte in den verschiedensten Fällen zu dem „Eindruck“ der Rechthaberei kommen – bei Steiner, bei Nietzsche, bei Luther. „Luther! Dieser Starrkopf! Hatte der irgendwann einmal Humor? Nein, ernst, starrköpfig, rechthaberisch...“ Das ist nur ein Beispiel. Für die Wahrheit kommt es nicht darauf an, wieviele Menschen sie teilen. Das sage ich ganz allgemein, will damit aber zumindest so viel sagen, dass selbst ein Dutzend ähnlicher Urteile über einen Menschen noch nicht das Geringste über diesen aussagen müssen. Ein Blog, der bestimmte Menschen aus- oder abstößt, entwickelt auch ein ganz eigenes Klima, in dem es dann auch leichter wird, bestimmte Vorurteile als wahr zu empfinden, weil ja auch die Anderen ähnlich denken. All dies wäre seinerseits bedenkenswert. Und je mehr man die Philosophie der Freiheit aufnimmt, um so vorsichtiger – weil immer bewusster und eben auch reiner – kann man in dieser Richtung werden. Die Philosophie der Freiheit ist ein sehr gutes Heilmittel gegen den Spott, gegen vorschnelles Urteilen, gegen Rechthaberei, gegen überhaupt sehr Vieles.

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    11. "Man kann in einer Sache für die Wahrheit eintreten, ohne dass es um Rechthaberei geht"

      Lieber Herr Niederhausen, das mag ein schmaler Grad sein, dieses "für die Wahrheit eintreten" versus "Rechthaberei" - allerdings muss man dann nicht unbedingt Luther oder Nietzsche bemühen (das suggeriert, dass Sie eine Nähe herstellen wollen) - mit ihrem (nennen wir es mal so) "Eintreten für die Wahrheit" rennen Sie allerdings eigentlich nur offene Türen ein: Es gibt ziemlich sicher zahlreiche Anthroposophen, die (im weitesten Sinne) ähnlich über Anthroposophie/Steiner denken wie Sie.

      Nach meiner Beobachtung/Erfahrung ist es so, dass ein vehementes "Eintreten für die Wahrheit" ein nicht erkannter Versuch ist, den Schmerz über das Fehlen einer "geistigen, höheren Erfahrung" (von der man so viel gelesen hat und nach der man sich sehnt) zu kompensieren (so ähnlich habe ich es ja auch in dem Info3 Beitrag geschrieben).

      Jemand, der konkret "Erkenntnisse der höheren Welten erlangt" hat, kann die Teilwahrheit und Berechtigung in den anderen Wegen und Haltungen erkennen und in Ruhe lassen.

      Das Fehlen der geistigen Erfahrung äußert sich in dem einen mehr als Spott, in dem anderen als Rechthaberei, in einem anderen als Anhäufung von Bücherwissen. Es geht im Zentrum der Anthroposophie um konkrete, noch so anfängliche Erfahrungen, die man mit Hilfe von Steiners Anregungen und Anweisungen üben und erleben kann. Debatten über anthrop. Bücher und Wahrheiten sind dann bestenfalls, wenn überhaupt, "interessant" aber nicht existentiell.

      "Aber um Rechthaberei rein und wahr erkennen zu können, braucht man bereits eine reine Wahrnehmung und ein reines Denken, reine Begriffe. Die haben wir nun einmal nicht" Nein, ich glaube, da reicht der gesunde Menschenverstand sowie die Fähigkeit, eigene Muster und Übertragungen erkennen zu können.

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    12. Lieber Herr Niederhausen,
      man kann natürlich immer L & A die Schuld in die Schuhe schieben - L & A (oder eben die Widersacher) sind ja in anthroposophischem Kontext oft genug die Universalsündenböcke...
      //
      Ausgehend von der Redewendung Spott auf sich ziehen kann man sich aber auch rein Phänomenologisch aus der reinen ICH-Perspektive an das Thema heranmachen:
      //
      Welches Verhalten bei mir, welche Eigenschaften bei mir führen dazu, dass ich (so sicher wie das Amen in der Kirche) den Spott auf mich ziehe?
      //
      Rechthaberei (egal wieviel Recht man dabei hat) führt immer dann zu Spott, wenn man mit seiner Rechthaberrei niemandem weiterhilft oder andere damit sogar behindert - man könnte es auch inadäquates Rechthaben nennen.

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    13. Nein, Herr Birkholz – die reine Ich-Perspektive erreicht man nur ohne L & A. Oder aber man kann aus der Ich-Perspektive in Anlehnung an den Volksmund auch sagen: Wer spottet hats nötig. Die Sicherheit „wie das Amen in der Kirche“ gibt es so nicht – nur bei Gattungsmenschen, von denen zwölf ein Dutzend machen. Andernfalls sind wir in einem ganz anderen Reich ... das man bereits verlässt, wenn man in dieser Weise verallgemeinert.

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    14. Genau (nicht DOCH und nicht NEIN, sodern GENAU), Herr Niederhausen!
      Sie bestätigen meine Aussage ganz.
      Und mit dem obligatorischen NEIN bestätigen Sie auch meine These vom inadäquaten Rechthaben...

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  43. Lieber Burghard, ja, Du hast den Kern des Werkes auf wunderbare Weise umschrieben.

    Und lieber Manroe, Dir von Herzen Dank, dass Du auch da bist.

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  44. "Matthijs und…* würde ich gerne fragen, warum es immer wieder um meine angebliche Persönlichkeit gehen muss".

    Die Zeit, 10.10.2014
    Axel Springer verdiente mit der Bild- Zeitung viel Geld, leistete sich aber auch die oft defizitäre Welt. Lange Zeit prägten diese Persönlichkeiten das Bild, das sich Leser von ihrem Medium machten.
    Über dieser Bildprägung zitiere ich jetzt Stephan Birkholz auf mein Initiative; "Ihnen als Lebensberater/Therapeut müsste doch eigentlich klar sein, dass Sie hier NICHTS ANDERES als Ihren ureigenen Kampf gegen sich selbst ausbreiten...und Lebensberater/Therapeuten sind trainiert darauf, die Blick nach AUSSEN zu richten auf der Mensch

    Ein Holländer erklärt der Holger; Persönlichkeit im Sinne; ein Mensch mit seinen individuellen Fähigkeiten und Eigenschaften, der sich in der aktiven Auseinandersetzung mit seiner gesellschaftlichen Umwelt entwickelt und ausprägt.
    Oder Etymologisch: Persönlichkeit f. ‘Gesamtheit der Eigenschaften eines Menschen, Mensch mit ausgeprägter individueller Eigenart, bedeutender Mensch’, spätmhd. persōnlīcheit.

    Das Antwort auf ihre Frage; sie setzen selber ihre Persönlichkeit im Zentrum 'just-in-line-with-'der Doktor' die das so gewollt hat!
    Frei will die Persönlichkeit sein, frei wenigstens vor dem Höchsten, dem Göttlichen.
    Die Zusammenhänge werden zerrissen, die Persönlichkeit wird auf sich selbst gestellt…
    Es ist an der Zeit, dass wir wieder leben, dass wir wieder zu Persönlichkeiten werden, aber zu emanzipierten Persönlichkeiten: zu Individualitäten.

    GA 53/ 282 Berlin, 23. März 1905

    *Stephan wofür ich schweige!

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  45. Herr Birkholz, wieder Thema verfehlt. Auch das wollte ich mitnichten sagen. Aber daran werde ich mich gewöhnen müssen.
    „Ich verstehe, was ich will“ (Birkholz 1,1). Und: „Ich interpretiere nur den, der seinen ureigenen Kampf gegen sich selbst kämpft“ (Birkholz 1,2). Wie schön, dass Sie sich dabei sogar noch auf ein kollektives „Wir“ berufen können. Das macht die Sache immer sehr bequem.
    Da es hier offenbar wirklich nur um eine Endlosschleife des „Niederhausen-Deutens“ geht, machen Sie lieber allein weiter und gehen wieder zu anderen Deutungen über. So interessant bin ich nun auch nicht. (Liege gerade lachend auf dem Teppich – soll ich mich jetzt wirklich noch hin und her rollen, Michaela? Kommen Sie selbst eigentlich auch nochmal auf die Problematik um die SKA zurück, oder fühlen Sie sich inzwischen bei den Egoisten so pudelwohl, dass Sie ganz vergessen haben, mit welchem Gedanken Sie kamen?).
    Viel Freude im eigenen lieblosen Saft, aus dem ja erfolgreich offenbar schon ganz andere Menschen herausgedrängt wurden (manroe – Dir nochmals vielen Dank für die kurze Reaktion).

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    1. Lieber Herr Niederhausen,
      zur Erinnerung:

      Diesen Beitrag habe ich auf Ihrer Internetseite (die wie Christian Clement schon sagte, eher wohlerwogene Aussagen im Gegensatz zu spontanen Blog-Äußerungen enthält):

      S. B.[Stephan Birkholz] taucht mit einer allgemeinen Lebensweisheit alles in den süßen Trank allgemeiner Einigkeit. Eine gemeinsame Nabelschau seichter Blogger, die sich alle wunderbar verstehen und sicher noch Jahrzehnte viel Spaß miteinander haben können. Demonstrative Geistlosigkeit...

      //
      Nicht, dass mich das im Geringsten stören würde, aber Sie sollten mir schon zugestehen, dass ich zu einer deutlich anderen (geradezu diametralen) Einschätzung darüber komme, wo man den von Ihnen eingeführten Begriff Alltags-Pathologien ansiedeln könnte.

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    2. Herr Niederhausen, Sie träumen: "Da es hier offenbar wirklich nur um eine Endlosschleife des „Niederhausen-Deutens“ geht". Geht es nicht. Sie brauchen nur auf das Thema dieses Threads zu schauen. Es steht oben. Sie sind nicht das Thema und interessieren mich auch nicht im mindesten. Es ist nur Ihr Narzissmus, der es Ihnen erlaubt, das Thema ausschließlich auf sich zu beziehen. Ich denke, wir haben Ihren Standpunkt (sofern man davon überhaupt sprechen kann) ausreichend verstanden.

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    3. Irrtum, Herr Eggert, es war Ihr Pol-Pot-Gerede und alles, was danach kam, was mich dazu brachte, überhaupt einmal hier in Erscheinung zu treten, um das Thema von der Art Ihrer Bemerkungen weg wieder auf eine sachliche Ebene zu bringen – aber auf dieser wurde der Thread seitdem fast nicht mehr genutzt. Die Fragen, die ich aufwarf, haben durchaus sehr mit dem Thema zu tun: „Wie kann Rudolf Steiners Theosophie...?“ – Die Frage von Denken/Offenbarung gehört hier herein, die Antwort von Burghard Schildt gehört auch unmittelbar hier herein. Eine interessante Frage wäre zum Beispiel: Kann die „Theosophie“, wenn sie im üblich-wissenschaftlichen Sinne „kritisch“ verstanden wird oder werden soll, überhaupt zu einer Fähigkeit führen und werden? Aber das können Sie unter sich ausmachen. Wenn ich nicht Thema bin, dann erwähnen Sie mich auch nicht weiter. Danke.

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  46. Ich kehre zur Tagesordnungspunkt zurück zur folgenden am Anfang von Christian Clement gestellten Frage:
    «Wie kann Rudolf Steiners ‹Theosophie› heute kritisch verstanden werden?»
    Meines Erachtens kann diese Frage und das Buch heute lediglich auf zweierlei Arten angegangen werden, die sich nicht ausschließen, sondern eher komplettieren. Es gibt sicherlich einer ganzen Reihe anderen Annäherungsweisen und Lesarten, die ich dabei nicht berücksichtigen will, da sie alle dem Begriff „kritisch“ entweder nicht standhalten oder es unberücksichtigt lassen. Dazu kommt, dass einige dieser Lesarten sich auch nicht um ein Verständnis bemühen, sondern z. B. sich mit einem Glauben an dem Objekt begnügen. Die meisten LeserInnen würden sich nun auch nicht auf die zweite Variante meiner Annäherung einlassen (können), aus Gründen die sich aus der Sache selbst ergibt.
    1. Der Leser (selbstverständlich auch die Leserin) berücksichtigt die Entwicklung Steiners bis zur ersten Auflage durch seine vorherigen Bücher und beim Lesen der weiteren Auflagen beachtet er die dazwischen herausgegebenen Werke, um zu erkunden, wie sie zueinander stehen, da jede Veränderung im Text und jede Streichung oder Erweiterung, somit Erklärungen bekommen würden. Die Rezeptionsgeschichte des Werks muss genau nachgezeichnet werden, so auch eigentlich diejenigen Aspekte, die in Bezug auf Übersetzungen in anderen Sprachen zu Steiners Lebzeiten womöglich seine Änderungen beeinflusst haben könnten. Dies alles geschieht nun in dem normalen Bewusstsein und mit dem Denken, das jedem Leser zur Verfügung steht, das sich auch dann mit den philosophischen und wissenschaftlichen Kriterien in den letzten Hundertelf Jahren auszukennen hat. Ich habe Christian Clement dahin verstanden, dass solche und ähnliche Kriterien für die SKA benutzt werden. Ich stelle mir sogar vor, dass die kritische Handhabung noch schärfer gemacht werden könnte, indem kein intellektualistischer Aspekt im Wege des Verstehens stehen darf, sondern, dass das Intellektuelle, das Denkerische als Werkzeug des Durchleuchtens in vollem Umfang benutzt wird. Weiter könnte gefragt werden, was die „Theosophie“ heute als Lehrwerk der Spiritualität bedeuten könnte in Anbetracht der gegenwärtigen Auseinandersetzung der Kulturen und Religionen, zudem die Theosophie damals als eine Art Annäherung zwischen den Religionen sich verstand.
    2. Die Leserin (und der Leser) hat selbst geistige Erkenntnisse entwickelt entweder durch Steiners Anweisungen oder durch andere Methoden, sodass einiges, vieles oder alles, was er beschreibt, aus einer geistigen Perspektive nachvollzogen werden kann. Dies bedeutet, dass sie auch aus authentischer Beobachtung derselben geistigen Phänomene Steiners Interpretations- und Erklärungsweisen ausreichend oder sogar vollständig nachgehen kann. Hierbei könnte zu erwarten sein und wäre zu vermuten, dass Steiners damalige Beschreibungen in manchen Stücken eine neue Beschreibung bekommen müsste. Diese zweite Annäherungsweise, die die einzige adäquate anthroposophische ist im Sinne von Anthroposophie als genuiner Geistesforschung (Lesart 1 und alle anderen sind in diesem Sinne keine anthroposophische, höchstens eine philologische oder eine philosophische), würde viel davon erhaschen, wenn mehrere Leser und Leserinnen, die geistig / meditativ forschen können, sich das Buch gemeinsam kritisch angehen würden.
    Meines Erachtens sin heute beide Annäherungsweisen möglich und die anderen (älteren), die wie bisher kannten, sind alle gewissermaßen unzeitgemäß. Die SKA ist in meinen Augen der erste Versuch in Richtung 1 und 2. Ja, ich würde sogar behaupten, dass 2 ohne 1 in der Zukunft nicht möglich – und auch nicht wünschenswert – sein wird.

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  47. "Wie kann Rudolf Steiners heute kritisch verstanden werden ?"

    Möglicherweise, indem unter dem Begriff "kritisch" gemeint ist : " Freiheit des Geistes im Sinne von wirklicher Vorurteilslosigkeit gegenüber dem Inhalt, Geistigkeit, die gewissenhaft prüft, ob da in Wahrheit ein unüberbrückbarer Abgrund zwischen Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft ist."
    Meiner Meinung nach ist zwischen beidem kein Widerspruch.
    An M.Butty : Du kennst das, wenn man vielleicht nicht schreiben "soll", es trotzdem tut.
    Du hattest davon ja mal geschrieben.

    Herr Niederhausen, Sie fragen : " - soll ich mich jetzt wirklich noch hin und her rollen, Michaela ?"
    Anderen zu sagen, was sie "sollen" ist nun gar nicht meine Baustelle.
    Da lobe ich mal die Kirchen, weil bei der Trauung zumindest noch der Geistliche nach dem freien Willen fragt : Willst du ...? Sehen Sie `doch mal so herum : Gefragt wird dort nach dem Willen zum Freien, was Hochzeithalten auch bedeutet. Wenn da ein Bräutigam antworten würde: Ja ich soll !
    würde die Braut vielleicht mit dem Geistlichen durchbrennen, oder ?
    Die Frage nach dem Lernen vom +Schwarzmagier+ konkreter : Steiner meinte damit doch NICHT, dass wir von dem lernen könnten, Tiere zu quälen und dabei Lust zu empfinden oder sonstnochwas für Scheußlichkeiten. WAS DENN DANN ?
    Nun leugnen Sie nicht, das habe mit Esoterik nichts zu schaffen.

    Michaela

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  48. Sorry, immer wenn ich ein Wort in diese "Pfeile" setze, verschwindet es komplett

    Hatte geschrieben : " Wie kann Rudolf Steiners Theosophie kritisch verstanden werden ?" und hatte das Wort "Theosophie " so in Zeichen setzen wollen.

    Michaela

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  49. Epitaphium einer Textkritiker

    Habe nun, ach! Philosophie,
    Juristerei und Medizin,
    Und leider auch Theologie!
    Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
    Da steh' ich nun, ich armer Tor!
    Und bin so klug als wie zuvor...

    Goethe’s Faust.

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  50. Vielleicht doch noch mal ein Versuch, zur ursprünglichen Frage dieses Threads zurückzukehren: "Wie kann die Theosophie heute kritisch verstanden werden?"

    Kritisch verstehen heisst ja, unter anderem, zu einem Verständnis kommen, ohne irgend etwas vorauszusetzen, was sich nicht im Text selbst unmittelbar nachweisen lässt. Also eine Deutung vom Text aus, ohne jedes Hellsehen, ohne Hinschielen auf die GA und ohne naive Akzeptanz von Steiners Selbstdeutung. Oder noch anders: ein Verständnis, zu dem jeder, und nicht nur ein Anthroposoph kommen kann.

    Mein Angebot lautete (in der nunmehr offiziellen Fassung ):

    "[Die Theosophie] dokumentiert Steiners intensives Eintauchen in die theosophische Gedankenwelt Annie Besants und Charles Leadbeaters um die Jahrhundertwende und seinen Versuch einer Harmonisierung derselben mit seiner eigenen, stark vom deutschen Idealismus sowie von der Entwicklungslehre Ernst Haeckels geprägten ›Philosophie der Freiheit‹ von 1894."

    Weniger formal gesagt: Kann man die "Theosophie" verstehen als eine Art Rekapitulation des Menschenbildes der PdF, aber jetzt in den Denkformen Besants (und natürlich erweitert um das Konzept von Reinkarnation und Karma, das 1894 noch nicht da war, sowie um den Schulungsweg).

    Oder, andersrum formuliert, ist Steiners "Theosophie" eine Repakitulation von Besants Theosophie, jetzt aber neu gedeutet, philosophisch-genetisch neu entwickelt und vertieft aus der Perspektive der "Philosophie der Freiheit"? Also eine Phänomenologie des Menschenwesens mittels des Bildes von den "Wesensgliedern" (statt, wie bei Besant, eine naiv-realistische und zudem bloße mechanische Auflistung von Wesensgliedern).

    In beiden Fällen wäre die Schrift zu deuten als Versuch Steiners, den gedanklichen Inhalt seiner PdF an die Theosophenschaft zu vermitteln, in einer ihr verständlichen Sprache und mit dem ihr vertrauten Vokabular und Metaphernarsenal.

    Das alles natürlich mit einigen neuen Zutaten, wie schon gesagt. Diese Zutaten sind freilich 1904 noch 100% Besant (ist beim Schulungsweg unfraglich, beim Karma zunächst Hypothese, die noch am Text geprüft werden muss), erst in den Folgeauflagen entwickelt Steiner sein eigenes Konzept von Reinkarnation und Karma. Das Schulungskapitel hingegen verbleibt im Wesentlichen auf dem epigonalen Stand von 1904; Steiner hatte ja mittlerweile in "Wie erlangt man" und "Geheimwissenschaft" bereits viel substantiellere Darstellungen vorgelegt.

    Das wäre, in nuce, die These für meine Einleitung zu SKA 6. Gibt es Einwände?

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    1. 'Kritisch verstehen heisst ja, unter anderem, zu einem Verständnis kommen, ohne irgend etwas vorauszusetzen, was sich nicht im Text selbst unmittelbar nachweisen lässt. Also eine Deutung vom Text aus, ohne jedes Hellsehen, ohne Hinschielen auf die GA und ohne naive Akzeptanz von Steiners Selbstdeutung. Oder noch anders: ein Verständnis, zu dem jeder, und nicht nur ein Anthroposoph kommen kann.'
      //
      Das ist eine sehr schöne Formulierung (Zusammenfassung), die man einfach verstehen kann.
      //
      Ob Harmonisierung pasend ist, weiss ich nicht - denn es gibt ja auch die Harmonisierung um jeden Preis indem man Kompromisse eingeht und fünf gerade sein lässt.
      //
      '(statt, wie bei Besant, eine naiv-realistische und zudem bloße mechanische Auflistung von Wesensgliedern)'
      Nur zum Verständnis: Würden Sie einen Anatomieatlas (oder eine Landkarte) auch als naiv-realistisch bezeichnen?

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    2. Lieber Stephan, ich meine das so. Besant setzt uns die Wesensglieder einfach vor die Nase, wie Oberlehrer Putlich in der Feuerzangenbowle: "Wat ham wa heute? Ach ja, den Menschen. Also: Wat isn Mensch? Nu, der Mensch besteht aus: Physischem Leib, Astralleib, usw. usw" Und dann erklärt sie, was das ist - als ob Astralleiber und Geistselbste wie Tische und Stühle einfach so vorhanden wären. Man kanns glauben oder nicht glauben.

      Steiner geht von der Beschreibung konkreter seelischer und geistiger Phänomene aus, bis der Leser eine innere Vorstellung davon hat, und klebt erst am Ende das Prädikat "Wesensglied" drauf: also er beschreibt das Gefühls- und Wunschleben und schließt dann: in der Theosophie nennt man diese Erlebnissphäre den "Astralleib". Oder er beschreibt das Erlebnis des reinen Denkens und sagt dann am Ende: "In der Geisteswissenschaft kann man diese Erlebnissphäre die "Bewusstseinsseele" nennen."

      Es werden also zuerst innere Erlebnisse geschildert, und das am Ende draufgeklebte "Wesensglied" ist nur die Etikette, die es zum einen anschaulich und memorierbar macht und dem Leser ein Wort an die Hand gibt, zugleich aber die Gefahr mit sich bringt, dass der "naive Realist" jetzt das Bild für die Sache, das Erlebbare für ein Vorhandenes, das "Wesensglied" für ein Ding in Raum und Zeit hält, wie andere "Glieder" - z B. ein Fingerglied oder ein Kettenglied (nicht, was du jetzt gedacht hast ...).

      Und, ja: wer einen Atlas anschaut und meint, er würde jetzt Amerika sehen, der ist ein naiver Realist; genau wie jener, der vor seinem Anatomiebuch sitzt und glaubt, er würde einen menschlichen Körper sehen. Beide sehen nur Bilder der Wirklichkeit.

      Genau so kriegt der Leser der Theosophie in den Wesensgliedern Bilder vorgesetzt für eine Wirklichkeit, die aber (anders als Amerika) prinzipiell nicht gesehen oder angefasst, sondern nur erlebt werden kann. Das Reden vom "Sehen" des Astralleibs beim Hellsehen ist ja auch wieder nur ein Bild - für ein Erleben, das mit der das Sehen begleitenden Empfindung verglichen werden kann.

      Muss man sich immer wieder klar machen. Auch Doktor Steiner hat, nach eigenem Bekunden, nie im Leben einen Astralleib oder einen Engel "gesehen"!

      Also, in einem Wort. Durch die Optik der Steinerschen "Theosophie" kann auch der kritischste Denker sich ersthaft mit etwas auseinandersetzen, was er bei Besant als rein spekulative Metaphysik bzw. als ein Reden vom Weihnachtsmann zurückweisen müsste.

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    3. Das würde die hier in diesem Thread vorgelegte Vorstellung der naiven Realisten unter den thesosophischen Anthroposophen widerlegen, es gäbe eine strikte Trennung zwischen dem "philosophischen" und dem "offenbarenden" Steiner. Das theosophische Elemente wäre eine produktiv weiter gearbeitete Lesart Steiners, die theosophische Vorstellungswelt von innen auf- und umgestaltend. Dieser Umgestaltung, Adaption und Uminterpretation Schritt für Schritt in einer textkritischen Betrachtung beizuwohnen, ist schon sehr interessant- und für die Arbeitsweise Steiners essentiell.

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    4. I
      Ich find alles klasse und aufschlußreich, und habe mich in die gesamten hierzu nötigen Quellen schon allein viel zu wenig eingelesen, um verfeinernde Verbesserungsvorschläge zu geben, und lese mit und ..ja, lerne. Obgleich mir vieles selber "schon früher eigentlich klar war"... das sagt man auch immer mal, wenn was gut formuliert ist. Nun wohne ich auch nicht in der Nähe einer ansatzweis theosophisch oder anthroposophisch geprägten Bibliothek.
      Vor etlichen Jahren habe ich leihweise in solche Bücher hineinlesen können. Und bei Leadbetter gibt es Abblidungen von Gedankenformen, damit der Leser vergleiche, wie sie in der Meditation ... korrekt.. ausschaun, und empfunden werden. Das waren dann so bunte Röhren und ineinander verschlungne Schlaufen und Gedärme.
      Auch Quellzitate, wie das Besant erklär-bärt, sind mir keine mehr in der konkreten Erinnerung. Einem sehr lieben Freund schenkte ich 2012 etliche Blavatski-Bände, die kamen mal faksimiliert in den 80ern heraus, eben damit er sie zu Akten legen könne. Blavatski textet und textet ohne einen wirklichen roten Faden zu finden, und polemisiert gleichzeitig in jedem Satz gegen unzählige ihrer Zeitgenossen, die kein Mensch mehr kennt, sonst würde sich - vielleicht - noch etwas .. mehr .. daraus erschließen. Ich erklärbärte das ähnlich, daß Blavatski einfach sage, diese und jene Völker und das hyperboräische, denn dann das lemurische, dann das atlantische Zeitalter, und die und die liefen heute noch z.B. in der Südsee herum. Während Steiner, nun aber in der "Geheimwissenschaft" so etwas wie Vorlagen zu innerlich zu konstruierenden Bildern liefere, oder "Fast-Bildern", die man selber je nach dem entwickeln, aber dennoch schwer fassen, schwer "festhalten" kann. "Weiß ich doch!" sagte sie.. Nun, gerade in der Geheimwissenschaft, um die es aber in diesem Thread ja nicht geht, gibt ja diese Atlantisgeschichte Rätsel auf, auch das mit der Ausscheidung des Mondes, und das, was heute konkrete Wissenschaft sagt, ist alles ja doch kein einfaches Thema.
      Analog zur "Theosophie" kann ich mich jetzt fragen: Wird das, was wir "herausfinden", was der physische, der ätherische, der astralische Leib, was der "erstens, zweitens, drittens" sei (das berühmte "es wird gezeichnet" der Vorträge, wo ich immer das leise aufknallen des Kreidestückes noch höre), jemals in unserer Vorstellung "fertig", "Vollendung" erfahren? Man erfährt, wenn man sich dabei selbst beobachtet, daß "die Anschaulichkeit" dieser Dinge immer in Dynamik bleibt, und wenn man es "greifen" möchte, es sich erst recht verflüchtigt..
      m.butty

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    5. II

      "Also, in einem Wort. Durch die Optik der Steinerschen "Theosophie" kann auch der kritischste Denker sich ersthaft mit etwas auseinandersetzen, was er bei Besant als rein spekulative Metaphysik bzw. als ein Reden vom Weihnachtsmann zurückweisen müsste." Dazu schreibt Steiner, sich - wahrscheinlich - darauf beziehend, was er da tut und versucht, daß das Lesen seiner Geheimwissenschaft (wohl auch der Theosophie) bereits in das Übersinnliche hineinführe.

      Jetzt mal rein philosophisch überlegt: Einer meiner Mentoren sagte: "Man sagt, das Herz, die Leber, die Lunge - arbeiten - ! Wer weiß, ob die überhaupt 'arbeiten'!" Das war im "Scherz", wer sich mit Zen befasst hat, weiß vielleicht, wie. Was mich immer schon faszinierte, was dann die Beschäftigung mit Steiners A.sophie verstärkte, Stichwort "Jahrsiebte, vollständiger Austausch physischer Substanz im - phys.- Körper", auch der physische Leib ist kein Apparat, sondern ein zeitlicher chemischer Prozeß, und da gibt es Verdichtungen von differenzierten Sub-Prozessen, dazu sagen wir "Organe", um ein Wort zu haben, sagen "Herz, Hirn, Leber" und wissen doch auch erst einmal gar nichts darum, obwohl wir diese "Prozesse" ertasten, fühlen, und anatomisch dann sezieren können, oder mittels atomarer Zerfalls-und subtilster Verbrennungsphänomene, dem "röntgen", sichtbar machen können. Wir sind also auch dem sichtbaren "Amerika" hinsichtlich unserer Organe tatsächlich auch nicht gerade "wissend".

      Steiner abstrahiert diese Sichtweise des komplizierten chemischen Prozesses, genannt "Körper" (der, der seziert werden kann nach Ablebung) "nur" auf seine Weise noch differenzierter, in dem er aus diesem zeitlichen Prozeß die sogenannten (Worte) materiellen Substanzen ...herausnimmt, "weg-denkt", und das, was da bleibt ... usw. ;-)
      Allein darüber aus solcher Richtung nachzudenken , ist spannend..

      Das sind freilich nur Gedanken. Also keine Antwort auf die Frage nach nem Verbesserungs-Vorschlag.
      m.butty

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    6. Christians Erklärung: Kritisch verstehen heisst ja, unter anderen, zu einem *Verständnis kommen, ohne irgendetwas vorauszusetzen, was sich nicht im Text – der Theosophie – nachweisen lässt.

      Dies ist eine Frage eine Frage nach der Natur der 'Big-Bang' mit 'Urknalltheoretische' Vorstellung?
      Möge der gesamte Erde, Menschen, Planeten usw. nach dem kosmologischen Lambda-CDM-Standard-Modell entstanden sein, das Buch Theosophie gewiss nicht!

      In meiner Biographie hat es kein 'Big-Bang-Theosophie' gegeben, das Buch Theosophie war nicht auf einmal da!
      Es gab ein zuvor und ein nachher, ein Leben in Richtung zur das Buch Theosophie und ein Leben mit, und nachher!
      Ohne ' irgendetwas vorauszusetzen', 'was sich nicht im Text' meiner Biographie 'nachweisen lässt' wäre eine Lüge sein, wäre Unwahrhaftig. Ein nicht mit der Realität übereinstimmende Tatsache.

      Man könnte sagen: wozu nutzt es, über Dinge zu sprechen, für welche ihre Erkenntniskräfte nicht erweckt sind, die ihnen also selbst doch verschlossen sind?
      So aber ist die Sache doch falsch beurteilt.* usw. Rudolf Steiner, das unwillige Unkraut dieses Blog dass immer wieder nach, während oder zuvor auftaucht.

      Sowohl bei der lesende Mensch, bei der Autor Rudolf Steiner, bei der Entwicklung des Alphabets, bei Verleger, bei der Erfinder der Druckpresse, bei der Typografen usw. gibt es irgendetwas vorauszusetzendes ehe überhaupt Theosophie erschienen könnte!
      Zum Beispiel das man überhaupt Lesen kann, was nicht ursprünglich mit gegeben ist, man sollte es sowieso auf Grundlage des 'voraussetzendes' lehren ohne dies gibt es sowieso kein Kritisch verstehen.

      Textkritisch lesen oder die Methode der Textkritik ist auf u.a. Theosophie und andere Gesamt Ausgaben nicht anzuwenden sei, da wo Deutungsversuchen im Spiel kommen.
      Augenscheinlich verlasst Christian dem Pfad der Textkritik oder textkritische Methode zu einem *Verständnis kommen und geht über zur Deutung des Text-Seins zur Textualität, zur sprachwissenschaftliche Untersuchung von Texten, die Textlinguistik, da wo die Alpträume erscheinen.

      Die Textkritik oder textkritische Methode befasst sich nur mit unterscheiden, aussondern, auswählen von Entstehung und Überlieferung von Texten, die Veränderungen und Entscheidungen angibt.
      Die Arbeit ist vergleichbar mit einer Hausfrau/-man der die Wasche ordnet in Seide, Leinen, Baumwolle und synthetische Stoffe, der Waschmaschine einstellt und nachher ordentlich ordnet in Kasten.

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    7. ATTN. Christian ein Ignorierte Kommentar.
      Also was gibt es denn genetisch neu zu entwickeln betreffende…*da es 'ohne eine Spur von Inhalt', nichts als Heuchelei und billig ist, die Theosophen keine Ahnung haben, von den höchsten Erkenntnissen sprechen, die sie nicht haben, unverstandene fremde Weisheit vorbringen.
      *Rudolf Steiner.
      Also was gibt es denn genetisch neu zu entwickeln, wenn es keiner Grundinformationen der Gen gibt und der DNA krank ist? Kommentar; 16 maart 2015 10:32

      Ohne Reaktion, was auch ein Antwort ist Christian, nämlich ignorieren!

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    8. A tiny little diference, big consequence!

      Christian Zitat: "Genauso kriegt der Leser der Theosophie* in den Wesensgliedern Bilder vorgesetzt für eine Wirklichkeit, die aber (anders als Amerika) prinzipiell nicht gesehen oder angefasst, sondern nur erlebt werden kann. Das Reden vom "Sehen" des Astralleibs beim Hellsehen ist ja auch wieder nur ein Bild - für ein Erleben, das mit der das Sehen begleitenden Empfindung verglichen werden kann."

      Matthijs renoviert Zitat: genauso kriegt der Leser der Theosophie* in den Wesensgliedern Bilder; genau gesehen entlehnt an geisteswissenschaftliche Forschung vorgesetzt für eine Wirklichkeit, die aber (anders als Amerika) prinzipiell nicht gesehen oder angefasst, sondern nur erlebt zu eingeschränkt; Anwendungsbereich -erleben bis zur eigen Erkenntnis bringen werden kann.
      Das Reden vom "Sehen" des Astralleibs beim Hellsehen ist ja auch wieder nur ein geistigesBild - für ein Erleben, das mit der das Sehen begleitenden Empfindung verglichen werden kann.

      *Theosophie nach Rudolf Steiner "Ihre Quellen sind nicht in den Urkunden, beruhen nicht auf Überlieferung. Ihre Quellen sind in der realen geistigen Welten; dort hat man sie zu finden und zu fassen, indem man seine eigenen geistigen entwickelt

      *Notizen Marie Steiner-von Sivers; Die Aufgabe der Geisteswissenschaft. 1903/1904

      Der 'Flappen Seite' sagt dass schon; R.S. Theosophie – Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschen Bestimmung.
      Zum Beispiel Vorrede zur dritten Auflage unter stützt dieses; "In diesem Buche – Theosophie – soll ein Schilderung einiger Teile der übersinnlichen Welt gegeben werden…
      …Es sollte eben aus dem Gesamtgebiete der Geisteswissenschaft zunächst die
      Grundwahrheiten gegeben werden…usw.

      Antwort auf Chistian's Frage; ein Verständnis, zu dem jeder, und nicht nur ein Anthroposoph kommen kann.
      Einleitung Theosophie: Den das Gefühl – Wahrheitsgefühl –und das Verständnis – unbefangene Logik und gesundes Wahrheitsgefühl – für die Wahrheit liegen in jedem Menschen.

      Die Frage Christian's; "Wie kann die Theosophie heute kritisch verstanden werden?"
      Beantwortet Rudolf Steiner selber kritisch wie folgender Weisse: "Man könnte sagen: wozu nutzt es, über Dinge zu sprechen, für welche ihre Erkenntniskräfte nicht erweckt sind, die ihnen also selbst doch verschlossen sind?
      ...usw

      *…Das Höchste, zu dem der Mensch aufzublicken vermag, bezeichnet er in irgendeiner Art als das Göttliche…Deshalb mag man wohl auch die über das Sinnliche hinausgehende Weisheit, welche ihm sein Wesen und damit seine Bestimmung offenbart, göttliche Weisheit oder Theosophie genannt werden.

      Der Betrachtung der geistigen Vorgänge im Menschenleben und im Welten all kann man die Bezeichnung Geisteswissenschaft geben. Hebt man aus dieser, wie in diesem Buche geschehen ist, im besonderen diejenigen Ergebnisse heraus, welche auf den geistigen Wesenskern des Menschen sich beziehen, so kann für dieses Gebiet der AusdruckTheosophie gebraucht werden, weil durch Jahrhunderte hindurch in einer solchen Richtung angewendet worden ist.

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    9. @ Mattijis ..glaube, zu verstehn, was Sie meinen. Und die Antwort auf das, was Sie umtreibt liegt in der Nähe vom Kommentar Herrn Jostein Saethers, ..19. März 2015, 19:43..mein ich..
      m.butty

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    10. Christians Erklärung: Kritisch verstehen heisst ja, unter anderen, zu einem *Verständnis kommen, ohne irgendetwas vorauszusetzen, was sich nicht im Text – der Theosophie – nachweisen lässt.

      Dies ist eine Frage eine Frage nach der Natur der 'Big-Bang' mit 'Urknalltheoretische' Vorstellung?
      Möge der gesamte Erde, Menschen, Planeten usw. nach dem kosmologischen Lambda-CDM-Standard-Modell entstanden sein, das Buch Theosophie gewiss nicht!

      In meiner Biographie hat es kein 'Big-Bang-Theosophie' gegeben, das Buch Theosophie war nicht auf einmal da!
      Es gab ein zuvor und ein nachher, ein Leben in Richtung zur das Buch Theosophie und ein Leben mit, und nachher!
      Ohne ' irgendetwas vorauszusetzen', 'was sich nicht im Text' meiner Biographie 'nachweisen lässt' wäre eine Lüge sein, wäre Unwahrhaftig. Ein nicht mit der Realität übereinstimmende Tatsache.

      Man könnte sagen: wozu nutzt es, über Dinge zu sprechen, für welche ihre Erkenntniskräfte nicht erweckt sind, die ihnen also selbst doch verschlossen sind?
      So aber ist die Sache doch falsch beurteilt.* usw. Rudolf Steiner, das unwillige Unkraut dieses Blog dass immer wieder nach, während oder zuvor auftaucht.

      Sowohl bei der lesende Mensch, bei der Autor Rudolf Steiner, bei der Entwicklung des Alphabets, bei Verleger, bei der Erfinder der Druckpresse, bei der Typografen usw. gibt es irgendetwas vorauszusetzendes ehe überhaupt Theosophie erschienen könnte!
      Zum Beispiel das man überhaupt Lesen kann, was nicht ursprünglich mit gegeben ist, man sollte es sowieso auf Grundlage des 'voraussetzendes' lehren ohne dies gibt es sowieso kein Kritisch verstehen.

      Textkritisch lesen oder die Methode der Textkritik ist auf u.a. Theosophie und andere Gesamt Ausgaben nicht anzuwenden sei, da wo Deutungsversuchen im Spiel kommen.
      Augenscheinlich verlasst Christian dem Pfad der Textkritik oder textkritische Methode zu einem *Verständnis kommen und geht über zur Deutung des Text-Seins zur Textualität, zur sprachwissenschaftliche Untersuchung von Texten, die Textlinguistik, da wo die Alpträume erscheinen.

      Die Textkritik oder textkritische Methode befasst sich nur mit unterscheiden, aussondern, auswählen von Entstehung und Überlieferung von Texten, die Veränderungen und Entscheidungen angibt.
      Die Arbeit ist vergleichbar mit einer Hausfrau/-man der die Wasche ordnet in Seide, Leinen, Baumwolle und synthetische Stoffe, der Waschmaschine einstellt und nachher ordentlich ordnet in Kasten.

      Dieser Bericht ist vielleicht durch den Teufel mit genommen nach 20-03-2015 um 10.53 jeder der ihm/ihr begegnet, achte auf ihre Sache!
      Sonst fällen wir wieder zurück und fahren wieder nur Trabant, oder wahrscheinlicher bekommen wie wieder Sparkarte für KdF - Wagen wie zugesagt!

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    11. "Die Textkritik oder textkritische Methode befasst sich nur mit unterscheiden, aussondern, auswählen von Entstehung und Überlieferung von Texten, die Veränderungen und Entscheidungen angibt.
      Die Arbeit ist vergleichbar mit einer Hausfrau/-man der die Wasche ordnet in Seide, Leinen, Baumwolle und synthetische Stoffe, der Waschmaschine einstellt und nachher ordentlich ordnet in Kasten." Gerade noch schrieben Sie was über chwule Mormonen, jetzt vergleichen Sie Textkritik mit Waschmaschinen- geht's denn noch blöder und unsachlicher?

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    12. Gerade – da sind zwei Tagen verlaufen, mein Bester - noch schrieben Sie was über *Schwule Mormonen, jetzt vergleichen Sie Textkritik mit Waschmaschinen- geht's denn noch blöder und unsachlicher?
      * Diese Wörter stehen nicht in meinem Text, Verzeihung Herr Eggert.
      ** geht's denn noch blöder und unsachlicher? Heisst bei mir der Mensch ist nur da Mensch wo er spielt oder beweglich denkt, kreativ ist usw.
      Vergleichen Sie Textkritik mit Waschmaschinen – Nein, ich vergleiche eine Aktivität die bei Textkritik mit einem Prozess welch, ehe man waschen kann und nach dem Gebrauch einer Waschmaschine stattfindet.


      Aber der Hintergrund ist dass der Liebe Ingrid sich in die Runde wie Prometheus im Rolle der Vorausdenkende, bereits in diesem Blog gestellt hat; Der SKA ist nur einmal da und damit haben wir zu schaffen. Punkto!
      Damit hat Lieber 'Mutti' Ingrid in der weltweiten Runde sich schon festgelegt. Aber ist da dann sofort nur eine mögliche Linie gesetzt? Die keineswegs zu wiedersprechen ist? Oder Zensur stattfindet? Was ist dann die Werte dieses Blog? Da geht mir doch wirklich die Hose nach unten.


      Da kommt der 'Blog-Papa' im Widerstreit mit sein 'Lieber' und der ersinnt eine Strafe; Pandora das Wort zu entnehmen. Wie Zeus den Sterblichen das Feuer versagte.
      Pandora hat eine Büchse gefunden, der die alt-griechischen Pandora hinter gelassen hat.
      Mit seiner offener Seele, Spieltrieb und Neugier entwichen aus den Büschen Laster und Untugenden vom mütterlichen Gesichtspunkt gesprochen. 'Blog-Papa' in innerlichen Zweistreit.

      Der Adler Ethon der fraß von Prometheus Leber gibt's nicht mehr.
      Wie es mit Pandora weiter geht, wissen nur die 'Mutti' Ingrid und der 'Blog-Papa'.

      Hoffnungsvoller Abschluss.
      Es gibt bei mir auch nur eine gewisse Kraft und Lust; ich sehe mich nicht als Don Quichotte.
      Mail: 05-08-2013
      Lieber Herr Eggert, es war mir nur zugefallen und ich möchte Frau Ingrid die Hand reichen.
      Ich habe immer Respekt für Sie als 'Big-Boss" des Blogs usw. Mail: 06-08-2013.

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    13. Sie schreiben Wäsche sortieren dem zu, was Ihrer Ansicht nach Christian Clement in seiner textkritischen Methodik betreibe. Das ist sachlich so falsch und auch herab würdigend, dass ich nur annehmen kann, dass Sie entweder Clements Arbeiten nie gelesen haben oder nur beleidigend schreiben wollen. Das mit den den Mormonen haben ich gelöscht.

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    14. Die Werte dieses Blogs sind - Meinungsvielfalt zu begrüßen, aber Diffamierungen und Herabwürdigung zu vermeiden. Es ist auch keine Zensur, Spammer wie Röhr oder Kromme nach langem Ertragen nicht mehr zu dulden - das liegt an der andauernden, massenhaften Kundgebung extremer Ansichten von deren Seite. Dieses zerstörerische Spammen unterbricht jede Gesprächskultur und ist schädlich für jedes Blog. Die Herren sind inzwischen auch längst wieder bei Facebook aktiv. Immer dasselbe Horn, immer derselbe Ton.

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    15. Bester Michael, ich habe ein Data Traveler 100 G3 von 16GB für die case 'Christian Clement' jezt mit 397 items. Dies finde ich so etwas kinderliches im Sphäre, der meine ist grosser dan die von du und umgekeht die von du...
      Ich will Christian so gut wie möglich respektieren, deswegen hätte ich aus diese Gründen das gelöschte Bericht eingestellt, weil ich ihm, der sich selber bestens verteidigen kann, sicher stellen wollte, weil es u.a. dieses gibt und vieles mehr: Specific policies embodied in the Honor Code include (1) the Academic Honesty Policy, (2) the Dress and Grooming Standards, (3) the Residential Living Standards, and (4) the Continuing Student Ecclesiastical Endorsement.

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    16. Lieber matthijs,

      ich freue mich, daß Sie sich an meinen Blogartikel als Grundlage des dortigen threads und an mein dortiges Eingangsposting erinnern. Ich dachte schon, das wäre vollkommen in Vergessenheit geraten.
      »Der SKA ist nur einmal da und damit haben wir zu schaffen. Punkto! … Aber ist da dann sofort nur eine mögliche Linie gesetzt?«
      Nun, diese „einzig mögliche Linie“ ist schließlich nicht von mir gesetzt, sondern von der Wirklichkeit: die ersten beiden Bände der SKA sind bereits in der Welt, und auch weitere werden erscheinen, ganz gleich, ob Michael und Ingrid das „gut“ und „richtig“ finden oder cheese und matthijs und die anderen SKA-Kritiker es „schlecht“ und „falsch“ finden.
      Es wird uns allen nichts anderes übrigbleiben, als mit dieser Tatsache umzugehen.

      Daß Sie, wie Michael andeutet, die SKA nicht gelesen haben, dessen bin ich mir ziemlich sicher.
      Wie wäre es, in eine Bibliothek oder Buchhandlung zu gehen und zumindest einmal ausführlich darin zu blättern? Dann hätten wir doch eine ganz andere Gesprächsgrundlage...

      Daß bloß polemische Kommentare oder solche, deren Inhalt Michael „über die Hutschnur“ geht, nicht durchgelassen oder gelöscht werden, liegt daran, daß er als Blogbetreiber vor der Welt für seinen Blog verantwortlich ist und – hoffentlich verständlicherweise! – eben nur das verantworten möchte, was ihm verantwortbar erscheint.
      Wenn in meinem Wohnzimmer Diskussionen ausbrechen, die ich nicht in meinem Wohnzimmer haben will, dann zeige auch ich meinen Gästen, wo die Tür ist. Für wen eine Versammlung in meinem Wohnzimmer keinen Wert mehr hat, wenn das, was ich für Pöbeleien halte, nicht geduldet wird, der wird wohl in Zukunft nicht mehr zu mir kommen, sondern sich an anderen Stammtischen vergnügen.
      So einfach ist das.

      Ich bitte Sie also, Ihre Hose oben zu behalten, sachlich zu argumentieren und jeweils den Zusammenhang Ihrer Ausführungen mit dem Thema deutlich zu machen. Dann reiche ich Ihnen gern die Hand.

      Und aufgrund Ihrer offensichtlich etwas mangelhaften Deutschkenntnisse bitte ich Sie auch noch, lieber nachzufragen, wie etwas gemeint ist, statt sofort draufloszuschießen.

      Ebenso wie ich die anderen Diskussionsteilnehmer darum bitte – mir jedenfalls geht es wie Christian Clement, der ja bereits erwähnt hat, daß es ihm des öfteren nicht gelingt, zu verstehen, was matthijs eigentlich sagen will, und der nur dann geantwortet hat, wenn er sich sicher war, die Frage verstanden zu haben.
      Ich jedenfalls habe mit vielen matthijs-postings dasselbe Problem – :-) wie oft hab ich mir beim Lesen einen Babelfisch gewünscht...

      Herzlich,
      Ingrid

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    17. Zitiert;...das „gut“ und „richtig“ finden oder cheese und matthijs und die anderen SKA-Kritiker es „schlecht“ und „falsch“ finden..sondern sich an anderen Stammtischen vergnügen.
      So einfach ist das.


      Rudolf Steiner war lange bevor Peter Senge usw.The Fifth Discipline The Art & Pratice of The Learning Organization publizierte, promotor und eminent Vorbild für lebenslang lehrnen, also 'So einfach ist das', für mich nicht Lieber Ingrid, auch nicht mit der Sprache, Deutsch der hab ich hauptsächlich gelernt von der Briefwechselung Frau von Stein und Wolfgang Goethe usw.
      Ich hatte mir gehofft das es noch was 'segensreiche Karma' gab von der Volksseele her, da meiner Vater als achtzehnjähriger, aufgeholt durch Militär-Polizei, da für Bauern an ihre Höfe Restaurations Arbeiten gemacht hat, aber leider.
      Jetzt hängst vielleicht zwischen wie man sprecht und wie man schreiben soll, es gibt Deutschen Leute die hier billig studieren aber solch ein 'unverdorbene' mit dieser Antro-Texten konfrontieren?
      Misschien kun je mij voortaan in het Nederland antwoorden?

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    18. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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    19. Lieber matthijs,

      ich kann leider nicht Niederländisch, verstehe daher Ihre letzte Frage nicht und werde Ihnen also darauf auch nicht antworten. Die Sprachen, die die meisten hier verstehen, sind Deutsch und Englisch, ich bitte daher, sich in den Bloggesprächen dieser Sprachen zu bedienen.

      Ich habe aber wirklich nicht gemeint, daß hier in diesem Blog nur Menschen willkommen sind, die ein phantastisches Deutsch sprechen und schreiben. Ich wollte lediglich darauf aufmerksam machen, daß es eben rein sprachlich bedingte Mißverständnisse geben kann, und daß man solche Mißverständnisse am besten beseitigt, indem man nachfragt, was eigentlich gemeint ist.

      Beispielsweise ist mir dieser Satz:
      »Jetzt hängst vielleicht zwischen wie man sprecht und wie man schreiben soll, es gibt Deutschen Leute die hier billig studieren aber solch ein 'unverdorbene' mit dieser Antro-Texten konfrontieren?«
      einfach unverständlich.
      Wenn Sie wollen, daß ich Ihnen darauf etwas antworte, dann versuchen Sie bitte, Ihre Frage in anderen Worten nochmals zu stellen.

      Herzlich,
      Ingrid

      P.S.: Ich habe vorhin gesagt: »Ich bitte Sie also, Ihre Hose oben zu behalten, sachlich zu argumentieren und jeweils den Zusammenhang Ihrer Ausführungen mit dem Thema deutlich zu machen.«

      Worin sehen Sie zum Beispiel den Zusammenhang zwischen dem „dresscode“ der Mormonen und der SKA?
      Haben Sie selbst schon mal versucht, Anzug und Krawatte zu tragen, und dabei etwa festgestellt, daß die Krawatte Ihnen nicht nur den Hals zuschnürt, sondern Ihnen auch sonst „Scheuklappen“ aufsetzt? Oder haben Sie Erfahrungen mit anderen „dresscodes“ (ich kenne zum Beispiel Anthroposophen, die im Freien niemals ohne Hut zu erblicken sind… ich hab mir allerdings bisher noch nie überlegt, in welchen Weltbild-Belangen ihnen die Hutkrempe die Sicht verstellen mag…)?
      Wenn Sie Ihre eigenen „Scheuklappen-Erfahrungen“ hier darlegen und dann anhand des Textes nachweisen, daß sich in der SKA Spuren solcher Auswirkungen finden, dann werde nicht nur ich versuchen, darauf einzugehen, sondern auch Christian Clement wird sich mit ziemlicher Sicherheit dazu äußern.

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    20. P.S.: Ihren niederländischen Kommentar habe ich gelöscht – die Moderatoren können die Verantwortung nur für Texte übernehmen, die sie auch verstehen. Also bitte, posten Sie hier nur auf Deutsch oder Englisch.
      Und bitte in dem thread, zu dessen Thema das posting gehört, in diesem Fall wohl hier.

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    21. 1/2 Bester Ingrid, ich erfahre ein aufregte Stimmung, dann ist es sowieso schwer Verständnis zu gewinnen und zweiten will mir hier nicht als 'Ein Streitender' kundgeben, ich versuche so gut wir mir möglich ist Deutsch zu schreiben, mich auszudrucken, anderseits gibt's dann der Wille zur Verständigung zu kommen, auch Rudolf Steiner ist von ein bestimmter Gesichtspunkt unlesbar.

      Punkto 1.Dieses: Freitag, 20. März 2015 um 16:43:00
      'Ich sollte sogar eine Liebenserklärung aufstellen, aber das geht hier dann in die Runde!'

      War ein spontaner Aussage von mir auf ein Antwort Christians, wovon ich später im Rückblick meinte; das könnte ihm schädigen in Relation mit die Universität Y und hab der betreffende Post mit ein Bekenntnis eingestellt um das auszuschliessen. Im Moment zeigte sich das als der rechten Weg.

      Punkto 2. Ingrid fragt: Worin sehen Sie zum Beispiel den Zusammenhang zwischen dem „dresscode“ der Mormonen und der SKA? Antwort Matthijs, keiner, Zero.

      Die Wirkung oder Bildformung mit Kleidung hab ich untersucht, in meiner Studienzeit z.B. wo fast jedermann mit 'kaputte Kleidung-Trend' sich kleidete kam ich auf der - Königlicher Akademie für Bildende Künsten - in dreiteiligen Anzug z.B. und bestimmt ist Kleidung ein Eintritt zu verschiedene Gruppen, dass zeigt sich wenn man das Gegenteil macht.

      Mormonen sind bekannt mit ihren tadellos Kleidung und äusserliche Versorgung, fast eine Marke.

      Interessante Wahrnehmungsübung zuerst an sich selber, zweitens an die Umgebung.
      Einmal machte ich einem Mal-Auftrag in ein grosses Krematorium in Rotterdam-Sud, mit vier andauernd wirksamen Öfen. Der Stokers vom Gas-Ofen sagten mir beim Mittagsbrot vielleicht gibt’s etwas Asche in die Luft aber das schädigt nicht. Immer gibt’s Kontrolle jeder Leichnam ist anders und soll in weisser und nicht schwarzer Asche enden.
      Da fragten die Träger mir oben zu essen bei ihnen, dieser ganz vortreffliche gekleidete Männer mit ihre Schornsteinhüter.
      Es gab riesen grossen Makrele, also Leiche, und unten vier Leiche im Ofen. Ein riesen Kontrast mit dieser Männer.
      Was sagt ihr Gefühl?

      Kleidung kann ein Eintritt geben zur bestimmter Kreise. z.B.

      Ich habe hier eine Supermarkt-Jacke von einer großen Handelskette AH Albert Heijn, einmal kam ich da ins Kaffee-Haus-Abteilung, setzte mich nieder und sofort bot ein Mann – Hallo Kollege - mir Kaffee und Torte. Wie wunderbar! Man soll auch zugestehen einmal überrasst zu werden.

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    22. 2/2
      Punkto 3. Ingrid schreibt: »Jetzt hängst vielleicht zwischen wie man sprecht und wie man schreiben soll, es gibt Deutschen Leute die hier billig studieren aber solch ein 'unverdorbene' mit dieser Antro-Texten konfrontieren? « einfach unverständlich.
      Matthijs: Dies geht inhaltlich über mein Schreiben und den unterschied Sprechen versus Schreibenzweitens über hier Studierende Deutsche die ich ansprechen kann, aber sollt man diese 'unbeschädigten' Leute mit Antro-Texten konfrontieren?

      Punkto 4. Letztes gibt’s noch: Sie – Matthijs - schreiben Wäsche sortieren dem zu, was Ihrer Ansicht nach Christian Clement in seiner textkritischen Methodik betreibe.
      Ich habe verschiedene Text-Kritische Ausgaben z.B. von Novalis Werke bis zum Parzival von Karl Lachmann.
      Man sollte Text-Kritische Ausgaben nicht erheben 'zur Rettung der Seele' oder 'Wissenschaftlicher Zauberkünste', das Bereich ist nur für den 'Weg-Suchende-Liebhaber' und 'Wissenschaftler' die sich orientieren im/am National-Bibliotheken und weiterhin leistungsfähige Deutsch-sprachig sein. http://www.weltsprachen.net/ stellt Deutschland auf 10-ter Stelle hier zählt Anzahl Deutsch-Sprechenden. Weiterhin wird Deutsch nicht als Weltsprache gedeutet, gehört nicht zur der sechs Amtssprachen der Vereinten Nationen, nicht zur Sprache der Diplomatie, nicht zur der internationale Wissenschaft und Kultur-Austausch Sprache.

      Der textkritische Apparat verzeichnet in einer kritischen Ausgabe eines Werkes die abweichenden Varianten zum Haupttext, textkritische Methode deutet auf unterscheiden, aussondern, auswählen, dieses hab ich metaphorisch angewandt auf das Prozess was sichtbar wird beim Gebrauch einer Waschmaschine.
      Ohne damit Christian, Haus-Frau/-Mann beleidigen oder notieren zu wollen!

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    23. 1/2
      Versuch einer Antwort auf Michael Eggert Kommentar von 22 März:

      "Die Textkritik oder textkritische Methode befasst sich nur mit unterscheiden, aussondern, auswählen von Entstehung und Überlieferung von Texten, die Veränderungen und Entscheidungen angibt.
      Die Arbeit ist vergleichbar mit einer Hausfrau/-man der die Wäsche ordnet in Seide, Leinen, Baumwolle und synthetische Stoffe, der Waschmaschine einstellt und nachher ordentlich ordnet in Kasten."
      jetzt vergleichen Sie Textkritik mit Waschmaschinen- geht's denn noch blöder und unsachlicher?

      "Indem wir so alles nur irgend Zweifelhafte zurückweisen Wäsche = SKA = Wäsche** und für falsch gelten lassen, können wir leicht annehmen, dass es keinen Wäsche = SKA = Wäsche Gott, keinen Himmel, keinen Körper gibt; dass wir selbst weder Hände noch Füße, überhaupt keinen Körper haben; aber wir können nicht annehmen, dass wir, die wir solches denken, nichts sind; denn es ist ein Widerspruch, dass das, was denkt, in dem Zeitpunkt, wo es denkt, nicht bestehe.
      Deshalb ist die Erkenntnis: »Ich denke, also bin ich, « (lat.: Ego cogito, ergo sum) von allen die erste und gewisseste, welche bei einem ordnungsmäßigen Philosophieren und Wäsche = SKA = Wäsche hervortritt".

      Die im Discours de la méthode von Descartes ausführlich formulierte philosophische Methode wird in vier Regeln (II. 7–10) zusammengefasst:
      Skepsis: Nichts für wahr halten, was nicht so klar und deutlich erkannt ist, dass es nicht in Zweifelgezogen werden kann.
      Analyse: Schwierige Probleme in Teilschritten erledigen.
      Konstruktion: Vom Einfachen zum Schwierigen fortschreiten.
      Rekursion: Stets prüfen, ob bei der Untersuchung Vollständigkeit erreicht ist.

      Dies liess mich nach einer anderen Methode suchen, welche die Vorteile dieser drei Wissenschaften böte, ohne ihre Fehler zu haben…so glaubte auch ich in der Logik, statt jener grossen Zahl von Regeln, die sie enthält, an den vier folgenden genug zu haben, sofern ich nur fest entschlossen blieb, sie beharrlich einzuhalten und auch nicht einmal zu verlassen.

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    24. 2/2 Versuch einer Antwort auf Michael Eggert Kommentar von 22 März:

      Die erste Regel war, niemals eine Sache - Wäsche = SKA = Wachse- für wahr anzunehmen, ohne sie als solche genau zu kennen; d.h. sorgfältig alle Übereilung und Vorurteile zu vermeiden und nichts in mein Wissen aufzunehmen, als was sich so klar und deutlich darbot, dass ich keinen Anlass hatte, es in Zweifel zu ziehen.[
      Die zweite war, jede zu untersuchende Frage - Wäsche = SKA = Wäsche- in so viel einfachere, als möglich und zur besseren Beantwortung erforderlich war, aufzulösen.
      Die dritte war, in meinem Gedankengang die Ordnung- Wäsche = SKA = Wäsche- festzuhalten, dass ich mit den einfachsten und leichtesten Gegenständen begann und nur nach und nach zur Untersuchung der verwickelten aufstieg, und eine gleiche Ordnung auch in den Dingen selbst anzunehmen, selbst wenn auch das Eine nicht von Natur dem Anderen vorausgeht.
      Endlich viertens, Alles - Wäsche = SKA = Wäsche- vollständig zu überzählen und im Allgemeinen zu überschauen, um mich gegen jedes Übersehen zu sichern.

      Die lange Kette einfacher und leichter Sätze, deren die Geometer sich bedienen, um ihre schwierigsten Beweise zu Stande zu bringen, liess mich erwarten, dass alle dem Menschen erreichbaren Dinge - wieWäsche = SKA = Wäsche- sich ebenso folgen.
      Wenn man also sich nur vorsieht und nichts für wahr nimmt, was es nicht ist, und wenn man die zur Ableitung des Einen aus dem Anderen nötiges Ordnung beobachtet, so kann man selbst den entferntesten Gegenstand endlich erreichen und den verborgensten entdecken.
      Auch war ich über das, womit ich den Anfang zu machen hätte, nicht in Verlegenheit.
      Ich wusste, dass dies das Einfachste und Leichteste sein müsste.
      Ich überlegte, dass von Allen, welche früher die Wahrheit in den Wissenschaften gesucht hatten, allein die Mathematiker einige Beweise, d.h. einige sichere und überzeugende Gründe haben auffinden können, und so zweifelte ich nicht, dass sie mit diesen auch die Prüfung - Wäsche = SKA = Wäsche- begonnen haben; und wenn ich auch keinen Nutzen sonst davon erwarten konnte, so glaubte ich doch, sie würden meinen Geist gewöhnen, sich von der Wahrheit zu nähren und nicht mit falschen Gründen sich zu begnügen.

      Für Deutsch lesenden und denkenden: Abhandlung über die Methode, richtig zu denken und die Wahrheit in den Wissenschaften zu suchen: http://www.textlog.de/descartes-methode.html oder
      http://www.zeno.org/
      Für Niederländern: Descartes Over de methode (über die Methode) Boom Klassiek(Name publisher) Met (mit) Bibliografische Literatur opgave. (Bibliographische Literatur Aufgabe)
      * Meditationes de prima philosophia (1641)
      ** Wahrscheinlich durch Matthijs eingefügt.

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  51. Herr Clement: "Beide sehen nur Bilder der Wirklichkeit." -- Was muss ich mir denn dann dabei vorstellen, bei *Bilder der Wirklichkeit* ?

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  52. Ja, Steiners Vorgehensweise in Theosophie war eher empirisch-aristotelisch. Aristoteles nannte in seiner Anthropologie die Wesensglieder ja Teile (mere oder moria , vgl. De Anima II und Brentano). Es sind vitale und psychische Vermögen (dynamis): die pflanzenhafte Seele (Threptikon), die empfindende Seele (Asthetikon), die begierdenentwickelnde Seele (Orektikon), die willenentfaltende Seele (Kinetikon) und die geistige Seele (Dianoetikon), GA 18 (1914).

    Rückblickend hat er, Blavatsky (und nicht PF) gegenüber, auch konsequent Inhalt (hyle) und Ausdrucksform (eidos, logos) retorisch unterschieden:
    Man hatte da theosophische Literatur gelesen und sich für gewisse Dinge eine gewisse Ausdrucks-form angewöhnt. An diese mußte ich mich halten, wenn ich verstanden sein wollte.
    Erst im Laufe der Zeit ergab sich mit der vorrückenden Arbeit, daß ich immer mehr auch in der Ausdrucksform die eigenen Wege gehen konnte. GA 28, Kap.33

    Es war ja in der [Esoterischen] Schule damals kein anderer wirklicher Inhalt als derjenige, der von H.P. Blavatsky herrührt, und der war ja schon gedruckt. Außer diesem Gedruckten gab Mrs. Besant allerlei indische Übungen für den Erkenntnisfortschritt, die ich aber ablehnte. GA 28, Kap.32

    Später hat Steine sogar Aristoteles in Zusammenhang mit der Präexistenz korrigiert:
    Da aber Aristoteles das Seelische als die «Form» der Leibesorganisation faßt, so scheint es, daß man ihm nicht zuschreiben dürfe: er habe gedacht, die Seele könne vor der Entstehung der Leibesorganisation existieren… Kann man denn wirklich «Form» und «Materie» so denken, daß man nur annimmt : die Form könne nicht vor der sie erfüllenden Materie bestehen? GA 21,103

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  53. Lieber Herr Eggert - Philosophie wird Anthroposophie. Was ist Ihrer Ansicht nach der Schritt von der bloßen Philosophie zur Wissenschaft der geistigen Welt? Was tut Steiner, was Philosophen nicht tun?

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    1. Gibt's eine Preis oder nur zukünftig Karma als Belohnung? Denken über das Denken.

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  54. Die heute adäquate Lesart (vgl. 1 in meinem Kommentar oben) des Buchs „Theosophie“ von Steiner hat Stellung zu nehmen zur seiner Anmerkung in der Vorrede (1904):
    „Der Verfasser dieses Buches schildert nichts, wovon er nicht Zeugnis ablegen kann durch Erfahrung. Durch die Art von Erfahrung, die man in diesen Gebieten machen kann. Nur in diesem Sinne Selbsterlebtes soll dargestellt werden.“
    Desweiteren muss der Leser (Forscher, Kritiker) diee folgende Äußerung Steiners berücksichtigen:
    „In einer gewissen Beziehung wird von dem Leser jede Seite, ja mancher Satz erarbeitet werden müssen. […] Wer es bloss durchliest, der wird es gar nicht gelesen haben. Seine Wahrheiten müssen erlebt werden. – Theosophie hat nur in diesem Sinne Wert.“
    Hier postuliert Steiner, dass er nur Selbsterlebtes schildert. Zu untersuchen ist, ob Steiner es anders als seine theosophischen Vorgänger schafft, seine Erfahrungen so zu schildern, dass sie dem Leser als Erlebensgrundlage des individuellen Erkennens Genüge tun. Denn die zentrale Frage ist, wie dieses Erleben zu verstehen ist, und inwiefern, der Kritiker, womöglich gezwungen ist, sein Erleben der geschilderten „Wahrheiten“ im Forschungsrapport zu schildern.
    Als ich während bald 20 Jahre versucht habe, eine auf Seelen-Erleben und Geist-Erleben gegründete Anthroposophie-Verständnis hinzuweisen und selbst durch meine Forschungen darzulegen, bei der ich mich selbst in Zentrum des vielfältigen Erlebens von verschiedenen übernommenen Begriffen, erlebbaren übersinnlichen Qualitäten und selbsterworbenen Geist-Erkenntnissen gestellt habe, bin ich in der Anthro-Szene überwiegend auf taube Ohren gestoßen. Dieses Unverständnis geht darauf zurück, dass man nicht bereit ist, auf die Lesart, die Steiner hier als für Theosophie das Stimmige erfordert.
    Die jahrhundertlang vorherrschend stillstehende Entwicklung der „Anthroposophie“ hängt also damit zusammen, dass „die Anthroposophen“ zu viel im alten Stil gelesen und zu wenig erlebt haben. Wie man zu einem Erleben kommen könnte, ist nun eine Frage, die dann untersucht werden müsste, und dabei zu fragen, ob und inwieweit sie in dem Buch selbst herausgelesen/gefunden werden kann.

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    1. (Sats unvollständig): ...auf die Lesart, die Steiner hier als für Theosophie das Stimmige erfordert, einzugehen / zu probieren / zu üben.

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    2. "Was tut Steiner, was Philosophen nicht tun?"

      Um es ohne auf anthroposophische Denk- und Lesarten Rücksicht nehmend ganz unverblümt zum Ausdruck zu bringen:

      Steiner spekuliert nicht, er doziert, schulmeistert, wähnt sich im Besitz der Wahrheit. Er verlässt den Boden der philologischen Anknüpfungen und Analysen, der traditionellen philosophischen und wissenschaftlichen Ansätze in räumlich, historisch, soziologisch definierten bzw. geistes- oder kulturgeschichtlichen Kontexten, sowie des folgerichtigen Denkens und Begründens von-, und Schreitens in Kausalketten.
      Für ihn ist Denken nicht eine der Vorbedingungen fürs Schaffen, sondern das real Geschaffene ist unmittelbares Ergebnis des Denkens.

      Er setzt Dinge voraus, die er in letzter Instanz nicht beweisen kann, aber dennoch nicht einmal postuliert, wie z.B. den sich selbst durchs eigene Denken (sich) selbst (er)schaffenden unabhängig vom Menschen existierenden Geist.
      Steiner doziert, offenbart. In Bezug auf seine Widersprüche zwischen seiner Philosophie und seinen Offenbarungen, die er niemals auflöst, behauptet er, dies vorwiegend aufgrund seiner eigenen speziellen und hellseherisch begründeten Geistesschau zu dürfen und zu können.

      Steiner leugnet oder verschweigt Quellen. Er gibt von anderen Menschen Ersonnenes als Ergebnis seiner "eigenen Geistschau" aus.

      Nach aussen hin trennt er sich von Besant, Leadbeater, einem Priester und Kinderschänder, sowie von Blavatsky, einer verurteilten Schwindlerin und Betrügerin, fischt aber weiter im von letzteren ans Tageslicht gespülten "theosophischen Ursumpf", diesen selbst weiterverarbeitend und ummodellierend, aber leugnen oder verschweigen wollend seine - wo nicht aus trivialen Literaturerzeugnissen des 19. Jh. oder der FM - jedenfalls, wie z.B. bei der Wurzelrassenlehre, aus altindischen und alttibetischen Quellen stammenden Ursprünge.

      "Spekulative Metaphysik" gibt es nach seinem eigenen Dafürhalten bei ihm nicht, er löscht derart die "spekulative Metaphysik" im Grunde genommen aus und setzt seine "Wahrheiten" an dessen Stelle!
      Leugnend, dass man auch Irreales in seiner Phantasie oder auch im seelischen Bewusstsein "erleben" kann, wobei er hier natürlich Erleben mit Empfinden verwechselt oder gleichsetzt, schlussfolgert er, dass das "Erleben" immer Realitäten voraussetzt.

      Das Aufgezählte ist selbstverständlich nicht annähernd vollständig...;-)

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    3. @ Rudolf: Diese Lesart ist ein beachtenswerter Mosaikstein der Rezeptions-Geschichte Steinerscher Veröffentlichungen, auch bezüglich der "Theosophie". Quellen? Daten? "Rudolf Anti-Steiner 11. Kapitel Vers 5." 2. Auflage Basel und San Marino und Ajaccio 1927" ? Hast Du Dir das alleine augedacht? Belegen, wenn nicht Literarturlisten, Nachweise. Na, siehste! Wo steht das?
      m.butty

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    4. Lieber Mischa,

      klar ist mein statement unwissenschaftlich, ich erhebe hier aber auch keinen Anspruch darauf. Es tun dies hier auch die wenigsten.
      Ich schreibe aus eigener Erkenntnis mit dem Bemühen meine Sicht der Dinge so darzustellen, wie ich mir sie durch Befassen mit der jeweiligen Materie erarbeitet zu haben überzeugt bin. Für ausführlichere Darlegung aller Quellen mit denen ich mich auseinandergesetzt habe fehlt mir leider die Zeit.
      Aber "selbst ausgedacht" wie du schreibst, habe ich mir hier gar nichts. Höchstens aufgrund bestehender Faktenlage selbst weitergedacht.....oder von mir aus auch spekuliert, wobei ich in solchem Unterfangen hier wahrlich nicht der Einzige bin.

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  55. Was ich von mein liebe verstorbene Mutter - ehemalige Buchhalter - lehrte war, Preis und Qualität sind zugehörigen. Ein Preisvergleich

    Böhme, Jacob: Die Urschriften…872 S. Ln. EUR 540,- Nur Gesamtabnahme.
    Andreae, Johann Valentin: Gesammelte Schriften. Band 1…451 S. Bei Gesamtabnahme: EUR 158,- Einzeln: EUR 188,-
    Hauptmann, Carl: Sämtliche Werke. Band I, 1: Dramen I…623 S. Gesamtabnahme: EUR 257,- Einzeln: EUR 284,-

    Feuerbach, Ludwig: Sämtliche Werke Reprint EUR 83,25 13 in 12 Bänden. EUR 998,-
    Bruno, Giordano: Opera Latine Conscripta Reprint…in 8 Bdn. Zus. 3137 S. Ln. EUR 1.258,-Nur Gesamtabnahme. EUR 157, 25
    Fichte, Johann Gottlieb: Reihe I…Bei Gesamtabnahme: EUR 250,-Einzeln: EUR 296,-

    Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph Bei Abnahme einer Reihe: EUR 266,-
    Bei Gesamtabnahme: EUR 250,- Einzeln: EUR 296,-
    Nicolai, Friedrich: Sämtliche Werke – Briefe – Dokumente. Sämtliche Werke.
    Bei Gesamtabnahme: EUR 268,- Einzeln: EUR 298,-
    Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph:511 S. 3 Abb. Bei Abnahme einer Reihe: EUR 266,-
    Bei Gesamtabnahme: EUR 250,- Einzeln: EUR 296,-

    Steiner, Rudolf: Schriften. Kritische Ausgabe (SKA). Band 7: Schriften zur Erkenntnisschulung
    …498 S. Bei Gesamtabnahme EUR 98,- Einzeln EUR 108,-

    Dieser Wiedergabe ist eingekürzt mit dem Ziel zu untersuchen wie Rudolf Steiner es auf den Markt macht. Die volle Wiedergabe finden sie nach u.a. Autor usw. mit Suchfunktion.
    http://www.frommann-holzboog.de/

    Rudolf Steiner: Schriften. Kritische Ausgabe (SKA) ist dank Christian Clement der unangefochtene Sieger, der Gewinner "Billigste Autor Billigste Herausgeber und Kommentator".

    Um das Fest mit Wein Weib und Gesang heute nicht zu stören.
    Bitten wir ihnen um Ihr Verständnis heute nicht tiefer ins Qualitätsfrage unsere Nase zu stechen und ihnen wie *Rudolf Steiner das machte innerlich eine Nase zu drehen.


    "*Man muss sich bewusst sein nicht von innen her, von außen her, dass man nötig hat, um wenigstens das zu machen, was wir durchbringen wollen, mit den Leuten zu reden, und ihnen innerlich eine Nase zu drehen."
    GA 300b Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart 1919 bis 1924

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  56. Lieber Herr Herzog. Ich wies ja darauf hin, dass heute jeder Mensch daran glaubt, dass er recht habe, und dass insofern jeder ein Besserwisser ist – bei jedem einzelnen Urteil wieder. Ist es nicht so? Ich weise auch nicht per se vehementer als andere Menschen auf dasjenige hin, was ich als wahr erlebe – ich verbinde es jedoch mit einem anderen Ernst, und das erleben Sie wiederum als Vehemenz mit dem sich anschließenden Urteil „Rechthaberei“. Schon hier müsste aber differenziert werden und zum Beispiel die Frage gestellt werden, ob Wahrheit und Ernst auf manchem Felde miteinander zu tun haben. All diese Dinge müsste man sehr genau erlebend untersuchen und wie gesagt auch immer weiter nach einem möglichst reinen Wahrnehmen und Urteilen bzw. auch Nicht-Urteilen streben. Erst dann kommt man zu immer wahreren Begriffen für jeden individuellen Einzelfall. All dies gehört für mich ganz zentral zu jenen anfänglichen Erfahrungen, die mit der Anthroposophie unmittelbar zu tun haben.
    Sie könnten Ihre Ausgangsthese auch einem wie folgt erweitern: Unerkannter Schmerz über ausbleibende innere Entwicklung führt zu Desillusionierung und abnehmendem Ernst bzw. wachsender Beliebigkeit. Ich halte dies für eine sehr fruchtbare These, die in der Lage wäre, die von Ihnen beschriebene These in ein neues Gleichgewicht zu bringen. Sicherlich kann der gesunde Menschenverstand in sehr vielen Fällen Rechthaberei erkennen, da stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu. In manchen Fällen schießt er jedoch möglicherweise aus den angegebenen Gründen über das Ziel hinaus.

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  57. @ Thread-Thema:
    Der gesunde Menschenverstand kann jedoch auch vieles von dem verstehen, was Rudolf Steiner sagt, schreibt und schildert. Wenn der gesunde Menschenverstand dies ernst nimmt, kann er an manchem nicht leicht vorübergehen. Da, wo er es tut, ist er nicht mehr ganz gesund bzw. will sozusagen willentlich mit den anderen (Widersacher-)Kräften verbunden bleiben. Das steht ihm frei, und doch kann der gesunde Menschenverstand erkennen, dass es so ist.
    Ich berühre hier u.a. wieder das Thema des Threads: Kritische Annäherung an Rudolf Steiner. Voraussetzungslosigkeit gibt es gar nicht. Und es war gerade Rudolf Steiner, der die vielen Voraussetzungen schilderte, mit denen die Menschenseele heute beladen ist. Im Grunde führt so ein Werk wie die Philosophie der Freiheit überhaupt erst zur Voraussetzungslosigkeit, nämlich zur Freiheit, weil sie, richtig verstanden, ein Schulungsbuch zur Läuterung der Seele (Wahrnehmen, Denken, Fühlen, Wollen) ist. Aus Sicht der Anthroposophie ist voraussetzungslose, kritische Wissenschaft also ein Unding, ein Unbegriff, eine Wunschvorstellung. Und steht nicht auch hinter der ganzen heute üblichen Wissenschaft ein Schmerz, eine Sehnsucht oder eine Angst? Auch hier kann man wieder Vieles bei Rudolf Steiner finden.
    Voraussetzungslosigkeit ist so lange gegeben, bis die eigenen unerkannten Voraussetzungen anfangen bzw. bis man nicht mehr bereits ist, mit Steiner mitzugehen (so wie er es meinte, nicht wie man selbst es meint). Hier betreten wir nun ein sehr spannendes Feld. Der voraussetzungslos-kritische Wissenschaftler kann seine Voraussetzungslosigkeit natürlich immer behaupten, aber ob er sie wirklich hat, kann er nicht beweisen. Sobald einem bestimmte Thesen gefallen und andere Sichtweisen (zum Beispiel Steiners „Selbstdeutung“) einem nicht gefallen, sobald also irgendetwas von Sympathie und Antipathie mitspielt, und sei es unerkannt, ist die Voraussetzungslosigkeit ja bereits verlassen.

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  58. Herr Holger. At your service. Ein Wunschvorstellung

    Kurze Zeit darauf, am 01.02.1948, legte Ehrenfried Pfeiffer einen Plan für eine Gesamtausgabe der Werke Rudolf Steiners vor, in dem es heißt: "Es ist an eine textkritische Ausgabe mit Kommentar und Erklärungen gedacht. Wo Unstimmigkeiten der Nachschriften bestehen, sollten alle
    Versionen und Interpretationen nebeneinandergestellt werden." (S.253)

    Marie Steiner- Briefe und Dokumente, Dornach 1981.

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  59. Theosophie handelt vom menschlichen Geist, nicht primär vom Leib oder von der Seele, worin der Geist (das Denken, das Ich) sich ausdruckt. Es findet in dieser Welt nirgendwo eine organische Evolution statt, sondern nur eine individuelle Entwicklung.

    Vgl. “Der Mensch als makrokosmisches Wesen, das alle übrige irdische Welt in sich trug, und das zum Mikrokosmos durch Absonderung des übrigen gekommen ist, das war für mich eine Erkenntnis, die ich erst in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts erlangte.“ (Mein Lebensgang, Kap.30).

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  60. Herr Holger. At your service. Zweite Wunschvorstellung.

    Editionswissenschaftler Bodo von Plachta: "Die Definition, was ein zu verbessernder Fehler ist und ob und wie in einen Text eingegriffen werden darf und soll, gehört seit jeher zu den in der Editionswissenschaft umstrittenen Fragen."

    Ich selbst - Walter Kugler* - plädiere sehr dafür, so viel und so deutlich wie möglich zu dokumentieren. Aber leider hat das auch seine Grenzen, da der Leser nicht bereit wäre, für einen Vortragszyklus von Rudolf Steiner 200 Euro aufzubringen.
    Die Rudolf Steiner Gesamtausgabe ist eine Leseausgabe, vielleicht in manchen Teilen auch eine Studienausgabe. Eine historisch-kritische Ausgabe zu machen ist einerseits - wie schon dargestellt - für die Vorträge unmöglich, andererseits - und da müssen wir ganz realistisch sein – nicht finanzierbar.
    Die Gesamtausgabe ist ein work in progress, d.h. sie ist in Entwicklung.
    Bei jeder Neuauflage wird der Text nochmals geprüft und nötigenfalls korrigiert.
    Alle diese Schritte sind bei uns genau dokumentiert.
    Wir haben einen gesonderten Magazinraum im Archiv, in dem sämtliche Druckvorlagen aufgehoben werden. Da ist dann sehr gut jeder Schritt des Herausgebers nachvollziehbar.

    *Walter Kugler von 2003 bis 2011 Leiter des Rudolf-Steiner-Archivs in Dornach bei Basel und Co-Kurator zahlreicher Steiner-Ausstellungen im In- und Ausland in FLENSBURGER HEFTE
    Dr. Walter Kugler hatte dem Archiv als wissenschaftlicher Mitarbeiter rund 30 Jahre angehört.

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  61. Thread - Thema : Meine Sicht auf Steiners Werk inkl. Theosophie ist folgende : Überprüfbarkeit der Behauptungen Steiners ist dadurch möglich, daß Mensch das Instrument zu dieser Überprüfbarkeit in Gestalt der esoterischen Übungen frei ist, anzuwenden.
    Veranschaulichung : Z.B. stellt ein Chemiker eine zunächst blosse Behauptung auf, daß Lackmuspapier unter gewisser Bedingung die Farbe wechselt.
    Ob man das nun glaubt oder nicht glaubt, ist irrelevant. Man muß mit dem Chemiker mitgehen in sein Labor, um sich selber vergewissern zu können, ob wahr ist, was der Chemiker behauptet.
    Ebenso muß man mit Steiner mitgehen in sein "Labor", um Behauptungen Steiners selber überprüfen zu können.
    Dieses "Labor" ist die esoterische Schulung. Man muß sie nicht anwenden, um Steiners Aussagen zu prüfen, denn auch der gesunde Menschenverstand kann doch manches für möglich denken, und das scheint mir reine Willenssache zu sein, ob man eher dafür gestimmt ist, manches für möglich zu denken, als es für unmöglich zu denken.
    Nur müssen wir doch eines sehen : Sofern wir nur die Fragen ZUENDE DURCHDENKEN, führt uns solches Denken hin zu KONSEQUENZEN.
    Im ERGEBNIS wird dann entweder pathologisiert oder nicht pathologisiert, wenn jemand behauptet, Schauungen erlebt zu haben.
    Entweder wird Wissenschaft Steiners Schauungen HINTERFRAGEN, oder sie tut es nicht.
    Wenn sie es nicht tut, wird es demnächst sehr gefährlich für Menschen, die - wodurch auch immer- in ein Schauen hinein kommen. Man wird es denen etwa versuchen, auszutreiben, indem man sie medikamentös behandelt.

    Michaela - zwischen Arbeit und Bloggen

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  62. Herr Holger. At your service. Dritter Wunschvorstellung.
    Teil 2 von 1 Data: Freitag, 20. März 2015 um 13:21:00 MEZ

    Was ich von meinem lieben verstorbenen Mutter-ehemalige Buchhalter - lehrte war, Preis und Qualität sind zugehörigen.

    Kann man mit der Textkritischen Methode davon ausgehen, dass die Vorträge Rudolf Steiners in der Gesamtausgabe wortgetreu und unverfälscht wiedergegeben sind?
    Sind es authentische Wortlaute Steiners?

    Gibt es mit der Textkritische Methode* (TKM) erhebliche, auch sinnverändernde Eingriffe in den überlieferten Text — Stenogramme oder Ausschriften (Übertragung eines Stenogramms in Langschrift) — durch die Herausgeber, die dem Leser nicht kenntlich gemacht werden?
    Wie verhält sich Christian Clement und sein TKM* zur; Marie Steiner als Alleinerbin der Rechte am Werk Rudolf Steiners der "Rudolf Steiner Nachlass-verwaltung" und damit allen künftigen Herausgebern in einem "Übereignungsvertrag" vom 01.12.1947 vorgeschrieben hat, wie mit mangelhaften Nachschriften von Vorträgen bei deren Herausgabe zu verfahren sei:
    Siehe: Marie Steiner- Briefe und Dokumente, Dornach 1981, S.181

    Wie verhält sich Christian mit seiner KTM zur; "Die erhaltenen Stenogramme, den Erstübertragungen in meist maschinen-geschriebener Langschrift im Archiv des Nachlass Vereins?
    Was macht der KTM mit den älteren Kurzschriftsystemen - Gabelsberger - Stolze-Schrey?

    Wie verhält Christian sich zur; Als Manuskript gedruckt! Persönlich anvertraut! und zurDie zugrunde liegende Nachschrift war z.T. unvollständig und wurde vom Vortragenden nicht durchgesehen. und zur So ist es verständlich, dass "ein gewisses Maß an Bearbeitung des Textes notwendig ist"GA 342/239) für eine Herausgabe in der Gesamtausgabe.

    Inwieweit sind textkritischen Untersuchungen zuverlässig in Bezug auf Vollständigkeit oder sind Texte wortgetreu und unbearbeitet, quellentreu und unverfälscht?

    Gibt es kein Verhalten dann erklärt sich Rudolf Steiner: Schriften. Kritische Ausgabe (SKA) ist dank Christian Clement der unangefochtene Sieger, der Gewinner "Billigste Autor Billigste Herausgeber und Kommentator".

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    1. Lieber Matthijs, ich kann nicht behaupten, dass ich verstehen würde, was Sie hier sagen wollen, oder worauf Sie eigentlich hinauswollen. Aber soviel kann ich zur Frage der "Billigkeit" der SKA-Bände sagen: Für den niedrigen Preis sind folgende Dinge verantwortlich:

      - Es gibt nicht, wie gewöhnlich bei kritischen Ausgaben, ein Herausgeberteam, sondern nur einen verantwortlichen Herausgeber.

      - Dieser arbeitet ohne Honorar.

      - Die kritische Arbeit beschränkt sich auf die vorhandenen Druckausgaben; Manuskripte, Entwürfe, Druckvorlagen, Korrekturbögen etc. etc. werden nur insofern berücksichtigt, als diese in bestehenden GA-Bänden bereits ausgewertet worden sind.

      - Die Brigham Young Universität hat bisher jeden Band mit $ 5.000 gesponsort (es gibt aber keine feste Zusage für künftige Bände)

      - Der Rudolf Steiner Verlag nimmt frommann-holzboog vertraglich einen gewissen Teil der Auflage ab und vertreibt ihn selbständig; deshalb ist die Auflage höher als bei vielen anderen kritischen Editionen.

      Zur Frage der kritischen Herausgabe von Vortragsnachschriften: damit habe ich nichts am Hut, die SKA wird nur zur Veröffentlichung bestimmte Schriften enthalten.

      Und was die Rechte an Rudolf Steiners Werk angeht, so bestehen keine solchen Rechte für die in der SKA veröffentlichten Texte, die sind mittlerweile gemeinfrei. Für die aus der GA übernommenen Informationen zu Manuskripten usw. wie auch für sonstige Texte (wie die Briefe, Dokumente und Ritualtexte in SKA 7) wurde eine Genehmigung eingeholt.

      Sonst noch Fragen?

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    2. @ matthijs, Freitag, 20. März 2015 um 15:59:00 MEZ

      Gibt es … Eingriffe in den überlieferten Text … durch die Herausgeber, die dem Leser nicht kenntlich gemacht werden?

      Falls Sie das immer noch nicht getan haben, dann holen Sie sich mal schleunigst die ca. 9 1/2 Tausend pdfs von www.steiner-klartext.net heim auf ihre Festplatte, und dann lesen Sie, und vergleichen Sie.

      Ihre Frage wird sich Ihnen dann ganz unliebsam von selbst beantworten.

      Und dann werden Sie auch wissen, was Sie von so einem Gewäsch wie (342-01:239): "Die Herausgeber müssen, bevor sie sich zu einem, sei es noch so kleinen Eingriff in den vom Stenographen überlieferten Text entschließen, versuchen, sich in subtiler Weise …" blablabla, zu halten haben.

      s.

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  63. Ich sollte sogar ein Liebenserklärung aufstellen, aber das geht hier dan in die Runde!

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  64. Lieber Christian,

    »Die ›Theosophie‹ (1904) stellt Rudolf Steiners klassische Darstellung der anthroposophischen Menschenkunde dar. Sie dokumentiert Steiners intensives Eintauchen in die theosophische Gedankenwelt Annie Besants und Charles Leadbeaters um die Jahrhundertwende und seinen Versuch einer Harmonisierung derselben mit seiner eigenen, stark vom deutschen Idealismus sowie von der Entwicklungslehre Ernst Haeckels geprägten ›Philosophie der Freiheit‹ von 1894. Der vorliegende Band, der die wechselvolle Textgeschichte dieses Grundwerks der Anthroposophie dokumentiert und kritisch begleitet, wird ergänzt durch die Fragment gebliebene Skizze einer anthroposophischen Sinneslehre (›Anthroposophie‹) aus dem Jahre 1910.«

    Wunderbar, das ist noch weiter weg von einem bloß „literaturwissenschaftlichen“ Zugang Steiners.
    Ich jedenfalls habe jetzt keinerlei Einwände mehr – das, was ich die „dritte Säule“ genannt habe (und was natürlich eigentlich die „erste Säule“ ist), kommt, wie ich finde, gut zum Ausdruck.
    Danke auch für Deine Ausführungen hier zum Unterschied Besant/Steiner. Ich kenne Besants Texte nicht, aber Steiners Darstellungen finde ich sehr treffend beschrieben.

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

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    1. Aristoteles vielstufige Anthropologie ist zugänglich in De Anima:

      Of the psychic powers above enumerated some kinds of living things, as we have said, possess all, some less than all, others one only. Those we have mentioned are the nutritive, the appetitive, the sensory, the locomotive, and the power of thinking.
      Plants have none but the first, the nutritive, while another order of living things has this plus the sensory. If any order of living things has the sensory, it must also have the appetitive; for appetite is the genus of which desire, passion, and wish are the species; …
      The mind that knows with immediate intuition presents a different problem.

      http://classics.mit.edu/Aristotle/soul.2.ii.html, Part 3
      (auf Deutsch in: eoMCAAAAQAAJ , S.68)

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  65. Besant (Die sieben Prinzipien oder Grundteile des Menschen: The Seven Principles of Man, 1892, tgEM1XiI74kC) hatte z.B. das ‘Prana‘ (Leben) als einzelnes Prinzip von Linga sharira (Ätherleib) unterschieden, das Steiner später ausgelassen hat (vgl. Zander Bd.1, S. 566, tcZZfSgpOJcC). Dafür hatte Besant Kama (Astralleib) und Kama-Manas in Eins zusammengenommen, was Steiner dann differenzierte.

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    1. Das mixtum compositum Kama-Manas (niedere Manas, vgl. Verstandes-Gemütsseele bei Steiner) erkenne ich bei Aristoteles (Über die Seele, Teil III.9 und 10) wieder in das Bewegungsvermögen (Kinetikon), das von Willen oder Begehren impulsiert wird: Manas oder Kama.

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  66. In Bezug auf die sieben Prinzipien und das ‘Prana‘ als 3. Prinzip korrigierte Besant sich selbst - in Anlehnung an Blavatsky – aber schon 1897 in The Ancient Wisdom, p.81 und 176-7. (archive.org/details/ancientwisdoman01besagoog)

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    1. ..ist das im Internet einsehbar?, würde das gerne einmal überfliegen!
      m.butty

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    2. Ja, in: Ancient Wisdom 1897, S.81 https://archive.org/stream/ancientwisdoman01besagoog#page/n95/mode/1up

      Die korrigierte Einteilung finde ich auch in:
      Man and his Bodies 1896, z.B. http://www.anandgholap.net/Man_And_His_Bodies-AB.htm
      (Deutsch: Der Mensch und seine Körper 1898)

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    3. ..danke, einen Herzlichen!
      m.butty

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    4. Wer den Zusammenhang zwischen Steiner und Besant nachvollziehen möchte, kann dies, wie Mischa sagte, anhand ihrer Hauptschrift tun:

      The Ancient Wisdom. An Outline of Theosophical Teachings. London u. a. 1897. [Dt.: Die uralte Weisheit. Eine kurzgefasse Darstellung der Lehren der Theosophie. Leipzig 1898.]

      Etwas detaillierter sind die sogenannten "sieben Handbücher" der Theosophie, die von Besant (1-4 und 7) und Leadbeater (5 und 6) veröffentlicht wurden. In diesen Texten wird die Vorbildfunktion der beiden Engländer für Steiner noch deutlicher, bis in die Reihenfolge der Darstellung der Themen: Wesensglieder - Karma und Reinkarnation - Seelenwelt und Geisterwelt.

      No. 1: The Seven Principles of Man;
      No. 2: Reincarnation;
      No. 3: Death – and After?
      No. 4: Karma.
      No. 5: The Astral Plane;
      No. 6: The Devachanic Plane
      No. 7: Man and his Bodies

      Zum Vergleich der Schilderung von Aura und Gedankenformen, vgl.

      Besant, Annie / Leadbeater, Charles: Thought Forms. New York 1905. [Dt.: Gedankenformen. Leipzig 1908.]

      Zur Übereinstimmung des Schulungsweges von 1904 mit Besant vgl:

      The Path of Discipleship. Four Lectures 1895. London u. a. 1896. [Dt.: Der Pfad der Jüngerschaft. Vier Vorträge. Leipzig 1896.]

      Die Texte sind allesamt auf google-books einsehbar. Ich werde vielleicht ein kleines Archiv auf der SKA Webseite einrichten.

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    5. Als weitere Anregung und Inspiration zum Studium, hier zwei Zitate aus der Erstausgabe von Steiners "Theosophie" von 1904:

      „Mit Recht beschreibt Annie Besant in der ›Uralten Weisheit‹ die fünfte Region so: »Sie stellt eine besonders leuchtende und strahlende Erscheinung dar, die … das Beiwort ‘astral‘, d. i. ›sternenhell‹ rechtfertigt«“

      „Ich möchte ausdrücklich betonen, daß ich mich gerne korrigieren lasse von anderen Forschern. Die Beobachtungen auf diesem Feld sind natürlich unsicher. Und diese Unsicherheit läßt sich gar nicht vergleichen mit der, die schon auf dem physischen Feld möglich ist, obwohl doch auch diese – Forscher wissen es – eine sehr große ist. Ich mache zur Vergleichung mit meinen Angaben auf die Schrift C. W. Leadbeaters: »Man visible and invisible« aufmerksam, die 1902 in London, Theosophical publishing Society, erschienen ist.“

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  67. Theosophy und Theosophie.
    A tiny little difference ein kleiner Unterschied oder einer großen Differenz?

    A Ticket to Fly for m.butty.

    Letters from the Masters of the Wisdom 1881 – 1888

    Letter 1. The doctrine we promolgate being the only thrue one, must – supported by such evidence as we are preparing to give – become ultimately triumphant as every other truth. –
    …That is the reason why Colonel H. S. 0., who works but to revive Buddhism, may be regarded as one who labours in the true path of Theosophy far more than any other man who chooses as his goal the gratification of his own ardent aspirations for occult knowledge.
    Buddhism, stripped of its superstitions, is eternal truth, and he who strives for the latter is striving for Theos-Sophia, Divine Wisdom, which is a synonym of Truth. For our doctrines to practically react on the so-called moral code or the ideas of truthfulness, purity, self-denial, charity, etc., we have to popularise a knowledge of Theosophy. It is not the individual determined purpose of attaining oneself Nirvana (the culmination of all knowledge and absolute wisdom)—which is after all
    only an exalted and glorious selfishness—…page 4.

    The world in general, ans Christendom especially, left for 2.000 years to the regime of a pesonal God, as well as its political and social sustems based on that ideo, has now – 1881 -1888 – proved to failure. page 9.
    That we devoted followers, of the spirit incarnate of absolute self – sacrifice, of philanthrophy, divine kindness, as of all the highest virtues attainable on this earth of sorrow, the man of men, Gautama Buddha – should ever allow T.S. to represent the embodiment of selfishness, the review of the few with no thought in them for many, is a strange idea, my brothers. page 10.

    Questions
    Question: - I wish to form a club to discuss Sanatana Dharma - ewige Lebensweise - ; can I succeed?
    No effort is ever lost.
    Question: If people can see phenomena they will listen., shall I gett the assistance of a high chela in time of absolute necessity?
    Those who carried away by phenomena are generally theones who beiing under the dominion of Mâyâ are the unable ad incompetend to study or understand the philosophy.

    Around 1924, Margaret Thomas published a book called Theosophy Versus Neo-Theosophy:
    Theosophy Versus Neo-Theosophy, macht Unterschiede sichtbar zwischen, Annie Besant, the President of the Adyar Theosophical Society from 1907 und Madame Blavatsky's teachings.

    The differences concern such matters as the personality of God, the historicity of Jesus, his identity as an individual or a principle, the desirability of churches, priestcraft and religious ceremonial, the genuineness of an apostolic succession, and a vicarious atonement, the authority of Sacraments, the nature and nomenclature of the seven planes of man's constitution, the planetary chains, the monad, the course of evolution, and many other important phases of Theosophic doctrine. This exhaustive research has made it apparent that the later exponents have allowed themselves to depart in many important points from the teachings of H.P.Blavatsky.

    The book to read or download.
    https://openlibrary.org/books/OL22885043M/Letters_from_the_masters_of_the_wisdom
    Weiter lesen: http://www.blavatskyarchives.com/thomas/thomasreligion.htm

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  68. 1/2
    Theosophie ein Bild.

    In 1897 war in das 'Magazin' eine Besprechung der Baghavad Gita aufgenommen, in einer Übersetzung von Franz Hartmann, der Franz hätte Blavatsky noch begegnet.
    In «Mein Lebensgang», XXX, schreibt Rudolf Steiner über diesen Aufsatz und die in 1875 gegründete Theosophische Gesellschaft – T.G.

    Im Jahre 17-01-1902* bekam Rudolf Steiner aus England ein Mitgliederkarte der T.G, Gräfin von Bockdorf machte sich zum Vermittler Steiners, sie wollte das er der Vorsitzender der deutsche Sektion der 'Theosophical Society' rund 130 Mitglieder würde.
    Gräfin von Bockdorf führte zusammen mit Richard Bress aus Leipzig und Hübbe-Schleiden am 29 juni 1902 ein Gespräch über diese Sache.
    Intermezzo
    Nach diesem Gespräch führte Rudolf nach London um Annie Besant zu begegnen und ein Vortrag zu halten in die Theosophische Gesellschaft.
    Detail er wurde in London empfangen und begleitet durch eine Marie von Sivers ein eine nüchterne, energisch, wohlhabenden, zierliche, hoch blonden Frau!
    Neben seine 'geistige Sachen' war Rudolf klug genug um seine Nase da hinein zu stechen.
    Ehe Marie sich umstellen konnte um in Florence ein Theosofische Bewegung auf zubauen, war sie schon zurück gerufen mittels ein Brief von Frau Gräfin, Rudolf hat bei ihr eine bestimmte Bedingung mit Nachdruck festgelegt; Marie von sollte seiner Mitarbeiter sein. 17 September 1902 hat sie angefangen; "Sie ist eine schöne Erscheinung inmitten des Chaos in der Bewegung."
    Fortsetzung
    Rudolf erklärte klar und eindeutig das der Gesellschaft bestehen soll aus eigene Sektionen und der deutsche Sektion sollte ein Platz sein für geisteswissenschaftliche Untersuchungen, ein offizielle deutsche Sektion vom Internationale Theosophischen Gesellschaft ihre Mitglieder waren Nachfolger von Helena Petrovna Blavatsky und Henry Steel Olcott und William Quan Judge, der Adyar (India) Strömung führte.
    Ein zweiter Strom, 'Neo-Theosophy' genannt, entstand durch Annie Besant, nach dem Tode in 1891 von Blavatsky, wurde sie 'International President of the Theosofical Society'.
    Label durch Blavasky-Anhänger als 'orthodoxy', bekannt in der Theosphische Geschichte als 'Neo-Theosophy'.

    * Im Oktober 1902 beim Vortrag Giordano Bruno Bund erklärte Rudolf Steiner seinen Beitritt:
    "Wir sehen jetzt vielleicht schon eher, dass Theosophie nichts anderes ist als letzte Anforderung eines wahren Monismus zwischen Naturerkenntnis und Selbsterkenntnis."GA51/363

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  69. 2/2

    Die Wahrheit über die Anthroposophie und deren Verteidigung wider die Unwahrheit.
    Vortrag Dornach, 5. Juni 1920

    …Zunächst möchte ich bemerken, dass wahrhaftig das vollkommenste Recht besteht, diejenige Geistesbewegung, um die es sich hier handelt, deren Repräsentant dieser Bau sein soll, die anthroposophisch orientierte zu nennen.
    Und nicht nur dazu besteht das volle Recht, sondern auch dazu, diese Geistesbewegung gegenüber allen anderen Geistesbewegungen der Gegenwart als eine völlig selbständige zu bezeichnen.
    Beides, meine sehr verehrten Anwesenden, wird ja bestritten…

    So ist dieses eine objektive Unwahrheit, eine haarsträubende objektive Unwahrheit.
    Zitat: Rudolf Steiner. Oder wie der 'Eklektiker-Helmut-Zander-Rudolf Steiner' stirbt.


    "Die beiden Vortragsreihen, sie führten dazu, dass ich von Seiten der «Theosophical Society» aufgefordert wurde, innerhalb ihrer Reihen dasjenige, was ich zu vertreten hatte, zu vertreten. Niemand ist dort im Zweifel darüber gelassen worden, dass ich niemals ein Wort sagen werde, welches auf einem anderen Grund und Boden als dem meines eigenen Forschens erwachsen ist.
    Ich habe mich um keine Bestimmungen der Theosophischen Gesellschaft gekümmert, denn ich bin zur Theosophischen Gesellschaft nicht hingelaufen - sie ist zu mir gelaufen.

    Auch das muss gesagt werden, nicht aus Unbescheidenheit, sondern wegen der heutigen unwahren Angriffe.
    Und ich stand vor der Tatsache, dass ich vorzutragen hatte vor Leuten, die es hören wollten, gleichgültig, ob sie Theosophen waren oder nicht, dasjenige, was ich persönlich zu sagen hatte.
    Und als in Berlin die Leute, die mir gewissermaßen eine Zuhörerschaft aus ihren Reihen ermöglicht hatten, die deutsche Sektion der Theosophical Society begründeten, da hielt ich an demselben Tage, an dem diese deutsche Sektion der Theosophical Society begründet worden ist, einen Vortrag meines dazu maligen Zyklus über «Anthroposophie». Das heißt, ich habe über Anthroposophie gesprochen an dem Tage, an dem die deutsche Sektion der Theosophical Society begründet
    worden ist"
    … GA255b/100

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  70. Theosophie ein Bild.
    Und wenn heute gesagt wird, daß ich jemals dargestellt habe die Sache so, als wenn das Mysterium von Golgatha eine Umgestaltung der alten Mysterien wäre, so ist dieses eine objektive
    Unwahrheit, eine haarsträubende objektive Unwahrheit.
    GA255b/100

    THEOSOPHEN
    Vor kurzem ist eine Übersetzung des tiefsinnigen indischen Gedichtes Bhagavad-Gita von Franz Hartmann erschienen.
    Das Gedicht enthüllt die tiefsten Erlebnisse, die die Auserwählten, die Priesternaturen eines sinnigen Volkes in besonderen Zuständen hatten. Wie im Traume gingen diesen Priesternaturen die Lösungen derjenigen Lebensfragen auf, deren Beantwortung sie ihrer Veranlagung nach bedurften.
    Nicht durch abstraktes Denken, auf das wir Abendländer nun einmal angewiesen sind, sondern durch mystisches Schauen, durch Intuition suchten diese orientalischen Wahrheitssucher zu ihren Zielen zu gelangen.
    Es wäre vergebens, wenn wir Abendländer es ihnen nachmachen wollten. Unsere Natur ist von der ihrigen verschieden; und deshalb muss auch der Weg ein anderer sein, auf dem wir zum Gipfel der Erkenntnis und zur Höhe einer freien Lebensführung gelangen.
    Nicht so denken die Theosophen. Sie sehen mit Achselzucken auf die ganze europäische Wissenschaft; lächeln über deren Verstandes-und Vernunftmäßigkeit und verehren die morgenländische Art des Wahrheitssuchens als die einzige.

    O, es ist köstlich, die überlegen sein wollende Miene zu beobachten, wenn man mit einem Theosophen in ein Gespräch kommt über den Wert abendländischer Erkenntnisse. Das ist alles Außenwerk; die Vernunftgelehrten gehen nur um eine Sache herum und beschauen ihre Oberfläche; wir hingegen leben in der Sache drinnen; wir leben sogar in Gott selbst drinnen; wir erleben die Gottheit in uns. So etwa sind die Redensarten, die man zu hören bekommt.
    Und man wird kaum davonkommen, ohne dass einem der Stempel eines beschränkten Verstandesmenschen aufgedrückt worden ist, wenn man nur mit wenigen Worten verrät, dass man von der Minderwertigkeit der abendländischen Wissenschaft doch nicht in gleicher Weise denken kann.
    Aber man tut nicht gut, ein solches Bekenntnis sobald abzulegen.
    Ich – Rudolf Steiner - rate vielmehr jedem, der mit einem Theosophen zusammenkommt, sich zunächst vollständig gläubig zu stellen und zu versuchen, etwas von den Offenbarungen zu hören, die ein solcher von morgenländischer Weisheit vollzogener Erleuchteter in seinem Inneren erlebt.
    Man hört nämlich nichts; nichts als Redensarten, die den morgenländischen Schriften entlehnt sind, ohne eine Spur von Inhalt. Die inneren Erlebnisse sind nichts als Heuchelei.

    Es ist billig, Phrasen aus einer immerhin tiefsinnigen Literatur aufzunehmen und mit ihnen die ganze abendländische Erkenntnisarbeit wertlos zu erklären. Welche Tiefe, welche Innerlichkeit in der angeblich dem oberflächlichen Verstande, dem äußerlichen Begriffe angehörige Wissenschaft des Abendlandes steckt, davon haben die Theosophen keine Ahnung.
    Aber die Art, wie sie von den höchsten Erkenntnissen sprechen, die sie nicht haben, die mystische Weise, in der sie unverstandene fremde Weisheit vorbringen, wirkt verführend auf nicht wenige Zeitgenossen. Und die Theosophische Gesellschaft ist über ganz Europa verbreitet, hat in allen größeren Städten ihre Anhänger; und die Zahl derer, die sich lieber dem dunklen Gerede vom Erleben der Gottheit im Innern zuwenden als der klaren, lichten, begrifflichen Erkenntnis des Abendlandes ist nicht gering.
    Dabei kommt den Theosophen zugute, dass sie in der Lage sind, gute Beziehungen zu den Spiritisten und ähnlichen sonderbaren Geistern zuhalten. Sie sagen zwar auch von den Spiritisten, diese behandeln die Erscheinungen der Geisterwelt äußerlich; während sie selbst sie nur innerlich, ganz geistig erleben wollen.
    Aber sie lehnen es nicht ab, mit den Spiritisten Hand in Hand zu gehen, wenn es gilt, die freie, auf Vernunft und Beobachtung allein sich stützende freie Wissenschaft der Neuzeit zu bekämpfen.
    GA32/ 193

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  71. 1/2Theosophischen & Bewegung & Adyar-Theosophie & Freimaurerei & Rosenkreuzertum & Misraim-Dienstes & Zersplitterung & Geburtswehen & Anthroposophischen Gesellschaft & & &

    Historische Skizze.
    Die Zersplitterung der Theosophischen Bewegung in Deutschland erschien auch den beteiligten Personen unvorteilhaft.
    So fehlte es nicht an Versuchen, die verschiedenen Gruppen zu vereinigen.
    Nachdem ein diesbezügliches Unternehmen des Tingley-Zweiges unter Paul Raatz auf einem Theosophischen Kongreß am 25. August 1901 ohne Ergebnis verlief, unternahmen die Mitglieder der Berliner Deutschen Theosophischen Gesellschaft die Gründung einer Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft.
    Generalsekretär dieser Sektion wurde der erst 10 Monate zuvor in die Theosophische Gesellschaft eingetretene Dr. Rudolf Steiner. Mit ihm wird am 19. Oktober 1902 die Gründung der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft vollzogen.
    Schon bald sorgen jedoch die Differenzen zwischen Steiner und der indischen Führung unter Annie Besant für Spannungen innerhalb der neuen Sektion.
    Steiner fasste die Theosophie vor allem als eine Methode zur Erlangung übersinnlicher Erkenntnisse auf.
    Dies verband er in ausgeprägter Weise mit dem Bezug auf das Rosenkreuzertum, das er als spezifisch westlichen Einweihungsweg verstand und explizit gegen den "östlichen" Weg der Adyar-Theosophie akzentuierte.

    Hübbe-Schleiden sah bereits 1906 in einem Brief an Deinhard die Trennung sich abzeichnen:
    Steiner ist jetzt offenbar ganz Rosenkreuzer.
    Das Programm der Theosophischen Gesellschaft, was eben wir Beide allein in Deutschland noch vertreten, scheint er sachlich auch bewusstermassen zu verwerfen.
    Selbstverständlich spricht er das nicht aus; und ausser mir ahnde davon Niemand Etwas.
    Aber es würde mich gar nicht wundern, wenn er bald sein Generalsekretariat niederlegte oder es zu einer formellen Vertretung der Rosenkreuzerei auf Grund seiner esoterischen Schule umgestaltete.
    Von den Engländern müsste er sich dann wahrscheinlich ganz lossagen, wenigstens formell, vielleicht auch von Frau Besant.
    In diesem Punkt sollte Hübbe-Schleiden recht behalten, auch wenn die neue Bewegung sich nicht als Rosenkreuzertum, sondern unter dem Namen der Anthroposophie formierte.
    Ausschlaggebend für die Trennung seitens der Führung in Adyar waren aber nicht so sehr die Lehrdifferenzen in der Christusfrage, so gewichtig sie auch gewesen sein mögen, sondern vor allem die Tatsache, dass Steiner nicht zwischen seiner besonderen Lehrauffassung und seiner Tätigkeit als Generalsekretär der Deutschen Sektion unterschied.
    Dies äußerte sich darin, dass er jeden aus der Sektion ausschloss und jedem die Aufnahme verweigerte, der seiner besonderen Lehrauffassung nicht zustimmte.
    Eine solche Praxis widersprach klar den auf Toleranz ausgerichteten Grundsätzen der Gesellschaft. Infolgedessen entzog Annie Besant Steiner am 7. März 1913 die Stiftungsurkunde der Deutschen Sektion.

    Fast 90% der Mitglieder der Deutschen Sektion (ca. 2400) gingen mit Steiner zur Anthroposophischen Gesellschaft über.

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  72. 2/2 Theosophischen & Bewegung & Adyar-Theosophie & Freimaurerei & Rosenkreuzertum & Misraim-Dienstes & Zersplitterung & Geburtswehen & Anthroposophischen Gesellschaft & & &

    Fast 90% der Mitglieder der Deutschen Sektion (ca. 2400) gingen mit Steiner zur Anthroposophischen Gesellschaft über.

    In der Adyar-TG hatte er – Max Heindel - Alma von Brandis kennengelernt, die eine esoterische "Geheimschülerin" Rudolf Steiners war. Diese lud ihn 1907 ein, auf ihre Kosten mit nach Deutschland zu Rudolf Steiner zu fahren. Steiner war zu jener Zeit Generalsekretär der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft. Auf Brandis Empfehlung und wegen seines früheren Vizepräsidentenpostens bei den Theosophen in Los Angeles, akzeptierte Steiner ihn als Geheimschüler in seiner rosenkreuzerisch ausgerichteten Esoterischen Sektion, deren Gründer und autokratischer Leiter er war.
    Dort nahm Heindel fünf Monate lang, von November 1907 bis März 1908, an dessen Geheimschulungen und esoterischen Vorträgen teil.
    Auch in der noch geheimeren steinerschen "Freimaurerei" des sogenannten Misraim-Dienstes wurde er aufgenommen.
    Steiner sprach in dieser Zeit unter anderem über die Rosenkreuzer, die Referate waren unter Verwendung theosophischer Ideen ausschließlich von Steiners eigenen Gedanken geprägt.
    Heindel war von den Ausführungen Steiners sehr enttäuscht.
    Das führte im April 1908 zur Abkühlung des Verhältnisses zu Brandis.
    Da damit auch seine Geldquelle ausfiel, musste er im Sommer 1908 in die USA zurückkehren.

    Als der Vorstand der Deutschen Sektion an der Jahreswende 1912/13 den Rücktritt Annie Besants forderte, wurde die ganze deutsche Sektion von Annie Besant, die wusste, wie sehr die deutschen Theosophen hinter Rudolf Steiner standen, kurzerhand am 7. März 1913 ausgeschlossen.
    Steiner hatte vorsorglich an der Jahreswende 1912/13 in Köln bereits eine Anthroposophische Gesellschaft gegründet, die jetzt ihre Arbeit aufnehmen konnte.

    Norbert Klatt,: Der Nachlass von Wilhelm Hübbe-Schleiden in der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen. Verzeichnis der Materialien und Korrespondenten mit bio-bibliographischen Angaben, Göttingen 1996, 299f.
    Norbert Klatt: Theosophie und Anthroposophie. Neue Aspekte zu ihrer Geschichte.
    Aus dem Nachlass von Wilhelm Hübbe-Schleiden (1846–1916), 1993.
    Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 205-207ff.

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    1. Lamprecht ist promovierter Theologe (s. http://www.neue-rosenkreuzer.de/material/material-20.html)

      Darstellung bei Steiner (Mein Lebensgang Kap.31):
      Nur innerhalb der englischen Theosophen fand ich inneren Gehalt, der noch von Blavatsky herrührte und der damals von Annie Besant und anderen sachgemäß gepflegt wurde. Ich hätte nie in dem Stile, in dem diese Theosophen wirkten, selber wirken können. Aber ich betrachtete, was unter ihnen lebte, als ein geistiges Zentrum, an das man würdig anknüpfen durfte, wenn man die Verbreitung der Geist-Erkenntnis im tiefsten Sinne ernst nahm.

      Ich habe, als ich 1902 zum ersten Male in London auf dem Kongresse der Theosophischen Gesellschaft sprach, gesagt: Die Vereinigung, die die einzelnen Sektionen bilden, soll darin bestehen, daß eine jede nach dem Zentrum bringt, was sie in sich birgt; und ich betonte scharf, daß ich für die deutsche Sektion dies vor allem beabsichtige. Ich machte deutlich, daß diese Sektion niemals sich als Trägerin festgesetzter Dogmen, sondern als Stätte selbständiger geistiger Forschung betätigen werde, die sich bei den gemeinsamen Zusammenkünften der ganzen Gesellschaft über die Pflege echten Geisteslebens verständigen möchte.

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    2. Beste Tom Majoor, Danke für das ausrollen von das Lebensgang Teil Kap. 31.

      Montag, 23. März 2015 um 16:12:00 1/2 Theosophie ein Bild.

      In 1897 war in das 'Magazin' eine Besprechung der Baghavad Gita aufgenommen, in einer Übersetzung von Franz Hartmann, der Franz hätte Blavatsky noch begegnet.
      In «Mein Lebensgang», XXX, schreibt Rudolf Steiner über diesen Aufsatz und die in 1875 gegründete Theosophische Gesellschaft – T.G.

      Harald Lamprecht bringt Licht in Weltanschauungs und Sektenfragen er ist beauftragt von evangelisch - lutherse Kirche
      hristlicher Glaube ist nicht allein in der Welt. Er muss sich mit dem wachsenden weltanschaulichen und religiösen Pluralismus auseinandersetzen. Dafür Hilfe, Informationen und Unterstützung zu geben, ist die Aufgabe des Beauftragten für Weltanschauungs- und Sektenfragen.
      Auf http://www.confessio.de/ Orientierung auf dem Markt der Religionen
      gibts u.a. Internetjournal zur Esoterikforschung.

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  73. Hier Fragen und Antworten zu finden Katechismus Stil in 14 Sektionen und eine Konklusion.
    Beispiele. Unten vor Tom Majoor, vielleicht? Or m. butty who wants to fly over…

    ENQUIRER. Your doctrines, then, are not a revival of Buddhism, nor are they entirely copied from the Neo-Platonic Theosophy?
    THEOSOPHIST. They are not.
    ENQUIRER. Which system do you prefer or follow, in that case, besides Buddhistic ethics?

    THEOSOPHIST. None, and all. We hold to no religion, as to no philosophy in particular: we cull the good we find in each. But here, again, it must be stated that, like all other ancient systems, Theosophy is divided into Exoteric and Esoteric Sections.
    ENQUIRER. What is the difference?
    THEOSOPHIST. The members of the Theosophical Society at large are free to profess whatever religion or philosophy they like, or none if they so prefer, provided they are in sympathy with, and ready to carry out one or more of the three objects of the Association.

    THEOSOPHISTS AND MEMBERS OF THE "T. S."
    ENQUIRER. This applies to lay members, as I understand. And what of those who pursue the esoteric study of Theosophy; are they the real Theosophists?
    THEOSOPHIST. Not necessarily, until they have proven themselves to be such. They have entered the inner group and pledged themselves to carry out, as strictly as they can, the rules of the occult body.

    ENQUIRER. But how is it that MANAS, although you call it Nous, a "God," is so weak during its incarnations, as to be actually conquered and fettered by its body?

    THEOSOPHIST. I might retort with the same question and ask: "How is it that he, whom you regard as 'the God of Gods' and the One living God, is so weak as to allow evil (or the Devil) to have the best of him as much as of all his creatures, whether while he remains in Heaven, or during the time he was incarnated on this earth?"
    http://www.theosociety.org/pasadena/key/key-hp.htm


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  74. Part for Tom Majoor en other Readers.
    Dedicated by "H. P. B." To all her Pupils that They may Learn and Teach in their turn.
    THE KEY TO THEOSOPHY BY H. P. BLAVATSKY.
    A little Picture- Ein kleines BildGlossery-Wörterbuch A – Z.

    Quaternary. The four lower "principles in man," those which constitute his personality (i.e., Body, Astral Double, Prana or life, organs of desire and lower Manas, or brain-mind), as distinguished from the Higher Ternary or Triad, composed of the higher Spiritual Soul, Mind and Atman (Higher Self).

    Astral Body. The ethereal counterpart or double of any physical body — Doppelganger.
    Atman, or Atma (Sans.) The Universal Spirit, the divine monad, "the seventh Principle," so called, in the exoteric "septenary" classification of man. The Supreme Soul.
    Atman, or Atma (Sans.) The Universal Spirit, the divine monad, "the seventh Principle," so called, in the exoteric "septenary" classification of man. The Supreme Soul.
    Ego (Lat.) "I"; the consciousness in man of the "I am I," or the feeling of I-am-ship. Esoteric
    Egoity (from the word "Ego"). Egoity means "individuality" — indifferent — never "personality," as it is the opposite of Egoism or "selfishness," the characteristic par excellence of the latter.
    Eidolon (Gr.) The same as that which we term the human phantom, the Astral form.
    philosophy teaches the existence of two Egos in man, the mortal or personal, and the higher, the divine or impersonal, calling the former "personality," and the latter "individuality."
    Manas (Sans.) Lit., the "Mind." The mental faculty which makes of a man an intelligent and moral being, and distinguishes him from the mere animal; a synonym of Mahat. Esoterically, however, it means, when unqualified, the Higher Ego or the sentient reincarnating Principle in man. When qualified it is called by Theosophists Buddhi-Manas, or the spiritual soul, in contradistinction to its human reflection — Kama-Manas.
    Prana (Sans.) Life Principle, the breath of life, Nephesh.
    Self. There are two Selves in men — the Higher and the Lower, the Impersonal and the Personal Self. One is divine, the other semi-animal. A great distinction should be made between the two.

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    1. Hier also die frühe Darstellung (Body, Astral Double, Prana), wie sie Besant auch gab in Die sieben Prinzipien oder Grundteile des Menschen (The Seven Principles of Man, 1892).

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  75. Ich freue mich auf meiner Textkritische Frühstuck

    Eiweiss 2.0 g + 40 g Kohlenhydrat davon Zucker 34 g + 0,4 Fett gesättigtes 0,2, Ballaststoffen 5.0 g, Natrium 0 g, Zusatz von Salz 0 g,/+ Fett 3,8 g Fettsäuren 0.6 g einfach ungesättigte Fettsäuren 2.3 g, mehrfach ungesättigte Fettsäuren 1.0 g Kohlenhydrate 32.4 g davon Zucker 5.0 g Ballaststoffe 3.5 Eiweiss 5.2 g Salz 0.06 g + Multiplizieren Sie alle fünf, bitte: Fett total 1.85, davon 1.15 g gesättigtes, einfach ungesättigte Fettsäuren 0.60 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren 0.10 g, Kohlenhydrat total 2.15 g, Zucker 2.15, Eiweiss 1.70 g, Salz 0.5½ .

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  76. Fuer denjenigen die es interessiert. Steiners eigen bewertung des entstehens seiner Buch Theosophie:

    GA 254 ZWEITER VORTRAG, 11. Oktober 1915 24
    Die Theosophische Gesellschaft, ihre mediumistischen Forschungsmethoden
    und der individuelle Erkenntnisweg der Geisteswissenschaft
    - Sonderzwecke gewisser Geheimorden - Das Fiasko des Spiritismus
    - Die besondere Persönlichkeit der Blavatsky - Die Gründung
    der Theosophischen Gesellschaft - Die Vorgeschichte der
    Gründung der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft
    und die Entwickelung der geisteswissenschaftlichen Bewegung.

    GA 258 FüNFTER VORTRAG, Dornach, 14. Juni 1923 91
    Der Antichristianismus und seine Heilung. Notwendigkeit eines
    neuen Mysterienweges, um das Mysterium von Golgatha zu erobern.
    Richtkräfte der zwei ersten Perioden. Bis 1907 mußte jeder Schritt für
    die Anthroposophie erobert werden gegen die Tradition der Theosophischen
    Gesellschaft. Beispiel: der Zeitbegriff im Kamaloka und das
    Buch «Theosophie». Der Münchner Kongreß 1907. Der indische Einschlag
    bei Blavatsky und Annie Besant und die kulturpolitisch egoistische
    Tendenz, das Abendland geistig durch den Orient zu besiegen.
    Der Orden «Stern des Ostens» und der Ausschluß der Anthroposophischen
    Bewegung von der Theosophischen Gesellschaft. Die Entwicklungsperioden
    der anthroposophischen Bewegung.

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    1. Es gibt auch ein Buch von Prokofieff, Teil 3 in der Serie : der Osten im Lichte des Westens. Hier wird ausfuehrlich eingegangen wieSteiner von Anfang an Stand im Theosofischen Verein und wie sein Verhaeltniss zu Blavatsky,Besant und Leadbeater war. Die Geschichte weicht beachtlich ab vom Version wie hier von Clemnt presentiert wurde. Den Leser kann sich selbst den Unterschiede bewusst machen,wenn er will.

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