Der Geruch der Freiheit: Einander schützen, grenzen und grüßen.



Drei Erlebnisse und eine Vision


Ingrid Haselberger



Erlebnis 1


Wiener Musikverein, Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Chorprobe eines jugendlichen Amateurchores, auf dem Programm: Schuberts große Messe in Es-Dur.

Das Agnus Dei beginnt mit einer Fuge: zuerst die langen Pfundnoten des Basses, dann nimmt der Tenor mit seinem Einsatz das Ende des Themas vorweg; „unser“ Alteinsatz fällt mitten in diese Vorwegnahme, und einige Takte später singen wir ganz dieselbe Melodie wie der Tenor bei seinem ersten Einsatz, während der Sopran die Pfundnoten des Themenbeginns darüberlegt...
Dieser Eindruck ist mir ganz unvergeßlich. Es war meine erste wirkliche Begegnung mit einer Fuge, mit diesem Gefühl, zwar im Grunde „dasselbe“ zu singen wie alle anderen, aber jeweils zu einer anderen Zeit, was das „Behaupten“ der eigene Stimme gegenüber den anderen notwendig macht, aber nicht etwa „feindlich“, sondern in einem grandiosen Miteinander, das erst dadurch vollständig wird, daß keine einzige Stimme sich in die Melodieführung einer anderen „hineinziehen“ läßt.
Die Augen sind beim Dirigenten, der nicht nur das Tempo vorgibt, sondern obendrein versucht, uns deutlich zu machen, welcher Stimme der „Vortritt“ zu lassen ist, weil sie gerade den Themenkopf singt.
Freilich geschieht es, vor allem an schwierigeren Stellen, daß man die anderen Stimmen sicherheitshalber „ausblendet“, gewissermaßen „Scheuklappen“ über die Ohren legt, um sich nicht aus der eigenen Stimme „herausbringen“ zu lassen.
Aber je sicherer ich der eigenen Stimme werde, desto besser gelingt es mir, während des Singens auch den anderen zuzuhören, ohne mich von ihnen „stören“ zu lassen, und immer klarer erkenne ich schließlich selbst, wo das Thema gerade entsteht, und trete auch ohne das Zeichen des Dirigenten mit meiner eigenen Stimme hervor oder zurück, je nachdem, wie es die Musik erfordert.

Was dieser Schilderung fehlt, und was ich auch nicht wirklich in Worten ausdrücken kann, das ist die Freude, das Entzücken, ja: die Seligkeit, die ich damals zum allerersten Mal empfand.
Ich hätte Tag und Nacht nur Fugen singen mögen (Schuberts Es-Dur-Messe hat glücklicherweise auch noch mit einigen anderen, sehr viel komplexeren aufzuwarten) ... und den Kollegen ging es wohl ganz ähnlich. Nur so ist es zu erklären, daß einige von uns sich auf der Heimfahrt von unserer Italientournee (wir sangen Schuberts „Lazarus“ und eben seine Messe in Es-Dur) in einem Zugabteil zusammendrängten, um, ganz ohne Dirigenten und Orchester, noch einmal diese Agnus-Dei-Fuge zu singen...


Erlebnis 2


Shanghai 2001, Chinatournee eines oberösterreichischen Chores und Orchesters, die mich eingeladen haben, die Sopranpartien in Joseph Haydns „Schöpfung“ zu singen.

Ich trete aus dem Hotel und gehe ein paar Schritte. Vor mir eine große Kreuzung zweier Straßen, die ich daheim in Österreich wohl als vier- bis fünfspurig bezeichnet hätte. Hier paßt dieser Begriff nicht, denn es gibt keine „Spuren“: nur sehr selten sieht man ein Auto. Die allermeisten Menschen (es sind unzählige!) sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs, und jeder einzelne hat eine andere Richtung eingeschlagen. Es geht kreuz und quer durcheinander…
Mit großen Augen stehe ich eine ganze Weile vor dieser Kreuzung und sehe dem Treiben zu.
Und ich erkenne: Der Weg, den ich gehen will, existiert gar nicht. Es wird ihn erst dann geben, wenn ich ihn gehe…

Schließlich wage ich den ersten Schritt. Es ist gar nicht so schwierig, wie es aussieht – vorausgesetzt, ich bleibe gelassen und bewege mich langsam und kontinuierlich in die gewünschte Richtung. Der Verkehr funktioniert unaufhörlich und reibungslos… allerdings: ängstlicher Stillstand oder auch eine heftige, schnelle Richtungsänderung würden wohl Chaos verursachen.
Keiner sieht den anderen an – ich bemerke schnell: bei so großer körperlicher Nähe (wir streifen manchmal sachte aneinander an) würde das als Bedrohung empfunden. Auch ich senke den Blick. Und so erreiche ich schließlich wohlbehalten mein Ziel auf der anderen Straßenseite…

Auch dieser Schilderung fehlt das Gefühl, das ich damals empfand. Wieder war es Entzücken, „innere Erhebung“, eine unbeschreibliche Freude daran, selbst meinen Weg zu wählen, die einmal eingeschlagene Richtung konsequent fortzusetzen und dabei von anderen, die in ganz anderer Richtung unterwegs sind, selbstverständlich akzeptiert zu werden – ganz ohne „Kampf“, und natürlich auch ohne daß ich selbst die Richtung eines anderen als „störend“, oder gar als „falsch“ oder „feindlich“ wahrgenommen hätte…

Ich habe damals meine geplante Besichtigungstour verschoben und bin stattdessen noch etliche Male in verschiedenen Richtungen und im dichtesten Gewühl hinüber- und wieder herübergegangen, nur um dieses neue Gefühl auszukosten und mir „einzuverleiben“.


Erlebnis 3


Weil am Rhein, Februar 2014, Vitra-Campus.
Es ist herrliches Wetter, und ich habe mich entschlossen, eine Architekturführung mitzumachen.
Im Jahre 1981 hatte ein Brand viele der Produktionsgebäude zerstört, was die Eigentümer zum Anlaß nahmen, sehr unterschiedliche zeitgenössische Architekten mit der Neugestaltung der einzelnen Gebäude zu beauftragen.
Und so stehen hier nicht nur das Vitra Design-Museum von Frank Gehry oder der „Dome“ von Buckminster Fuller, sondern auch ein Feuerwehrhaus von Zaha Hadid, ein Konferenzpavillon von Tadao Ando und mehrere Produktionshallen von verschiedenen herausragenden Architekten. Sogar eine Bushaltestelle und eine Tankstelle sind architektonisch gestaltet (Fotos und Kurzbeschreibungen der einzelnen Gebäude finden sich hier).
Dabei wurde nicht nur Wert darauf gelegt, »die Bauwerke harmonisch in das umliegende Wohngebiet einzufügen und sie mit der Natur im Dreiländereck zu verschmelzen«, wie es auf der website heißt, sondern viele dieser Gebäude nehmen auch direkten Bezug auf ihre „Nachbarn“. Am deutlichsten wird das an der großen und sehr schlichten Produktionshalle von Álvaro Siza: das Brückendach, das sie mit dem angrenzenden Gebäude von Nicholas Grimshaw verbindet, ist so konstruiert, daß es bei Schönwetter den Blick auf das Feuerwehrhaus Zaha Hadids freigibt und sich nur bei Regen automatisch absenkt, um eine trockene Passage zu ermöglichen.

Staunend und mit wachsender Begeisterung gehe ich zwischen diesen originellen und ganz unterschiedlichen Gebäuden umher, die da gewissermaßen „aufeinander Rücksicht nehmen“ – es erfüllt mich mit Freude und Dankbarkeit gegenüber den Auftraggebern, die das ermöglicht, und den Architekten, die diesen Campus gestaltet haben. Und es erfüllt mich auch mit Hoffnung für die Zukunft…


Im Rückblick verschmelzen diese drei Erlebnisse (auch unter dem Eindruck von Michaels Artikel über Francis Lucille und den Geruch der Freiheit – auf den ich daher in meinem Titel Bezug nehme) zu der folgenden Vision:


Vision


Wieder stehe ich an der Straßenkreuzung in Shanghai (in Gedanken; in Wirklichkeit sieht es dort längst ganz anders aus – ein Auto ist inzwischen keine Seltenheit in Shanghai, was sicher Verkehrsregelungen zur Folge hatte…).
Diesmal gehen wir nicht nur, sondern wir singen, während wir gehen – eine mächtige, vielstimmige Fuge.
Und es gelingt uns nicht nur immer besser, die „Scheuklappen“ von unseren Ohren zu nehmen, einander zuzuhören und zu erkennen, wer gerade „das Thema hat“, sondern wir wagen es auch immer öfter, den Blick zu heben und einander in die Augen zu sehen...

Ich denke an Rudolf Steiners Grundmaxime des freien Menschen: »Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens«.
Aber vor allem denke ich an Rainer Maria Rilke und an die Liebe, die wir, wie er an Franz Xaver Kappus schreibt, »ringend und mühsam vorbereiten, [die] Liebe, die darin besteht, daß zwei Einsamkeiten einander schützen, grenzen und grüßen.«
Und mich erfaßt eine große, ernste Freude.

Kommentare

  1. Liebe Ingrid,
    danke für deine Erlebnisberichte plus Vision :-) . Sie haben in mir ein Gefühl von "Aahh, Aufatmen! Befreiung! Leichtigkeit!" ausgelöst und mich vielleicht auch zu meinem Traum von letzter Nacht inspiriert.
    Ich träumte ich wäre in einem winzigen Städtchen das Teil eines größeren Ortes ist. Es wird schon dunkel und es ist Schmuddelwetter, ich laufe von einem Parkplatz zur Straße wo mein Mann schon im Wagen auf mich wartet als ich plötzlich in einer Pfütze etwas hin und her springen sehe. Ich gehe hin uns sehe einen kleinen, jungen Delfin! Nach dem ersten ungläubigen Staunen denke ich mir daß unter dem Ort wohl das Meer sein muß und die Pfütze ein Zugang zum Meer durch den sich der Delfin verirrt hat. Ich habe Angst um den Delfin, einmal daß er nicht mehr zurückfindet und dann auch davor daß er von Menschen entdeckt wird die ihm nicht so freundlich begegnen. Ich beschließe mir Rat und Hilfe bei Polizei oder Feuerwehr zu holen aber weiß weder wie der Ort noch die Straße heißt. Das versuche ich dann bei Menschen denen ich begegne zu erfahren, aber ich bekomme nur dumme Antworten oder ich traue mich erst gar nicht die Menschen anzusprechen weil sie keinen vertrauenswürdigen Eindruck machen. Also wachte ich unverrichteter Dinge auf.
    Aber: Der Delfin war da. Die spielerische Leichtigkeit, Mitgefühl, Intelligenz, Friedfertigkeit (laut Traumsymbollexikon ;-) ) tauchte aus den klaren Tiefen auf und zeigte sich im dreckigen Pfützenwasser.

    Tanja

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    1. Liebe Tanja,

      danke für Deine Rückmeldung und Deinen Traum!
      Ja. Leichtigkeit, Mitgefühl, Intelligenz und Friedfertigkeit – wie schön, daß sie aus den klaren Tiefen bis zur Pfütze gelangen konnten. Nun sind sie freilich angewiesen auf uns Menschen…

      Gute Nacht!
      Ingrid

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  2. Hallo Ingrid,

    danke für diese inspirierenden Erlebensberichte! Ich finde sie alle sehr gut beschrieben und sie nehmen mich alle mit. Am meisten vielleicht die Geschichte mit der Strassenüberquerung in Shanghai und deiner Freude, deinen Weg zu finden.

    Gerade zuvor hatte ich den thread Rudolf Steiner: Vom paranoiden Selbstgefühl gelesen und mich gewundert, warum du nicht einmal die Meinung anderer einfach so da stehen lassen kannst. Ich wollt dir das schreiben, kam dann aber nicht dazu. Nicht nur in Bezug auf Tim Hunt wo du Stephan überzeugen möchtest, dass Hunt wohl kein Witzbold sei und ihm (Stephan) postest:
    „Nicht ohne meiner Enttäuschung darüber Ausdruck verleihen, daß Du, statt Begriffshaare zu spalten, nicht lieber Deine Äußerungen über „diesen Witzbold“ zurücknimmst.“

    Warum sollte Stephan da seine Meinung zurücknehmen? Ich kann gut deine Ansicht verstehen, aber auch Stephan's. Ich kann sehr wohl Hunt's Leistungen anerkennen, aber halte soviel wie gar nichts von seinem chauvinistischem Gehabe.
    Auch Steiners Ansicht, dass „sinnlich niederer Art und ganz materialistisch orientierte“ Menschen sich in Erdbebengegenden inkarnieren, halte ich für einen plakativen Gemeinplatz.
    Das ist meine Ansicht und damit überquere ich die fünfspurige 'Fahrradbahn', mich auf meine Intuition verlassend. Ich lese auch deine Ansicht mit Interesse und lasse dir deinen Weg.

    Zum Schluss zitierst du in deiner 'Vision' Steiners Grundmaxime des freien Menschen“ »Leben in der Liebe zum Handeln undLebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens«.

    Das wünsch ich mir.

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    1. Liebe Friederike,

      ich freue mich, daß Dir meine Schilderungen etwas sagen konnten.

      Und:
      »Warum sollte Stephan da seine Meinung zurücknehmen?«
      Nun, er hat es ja offenbar nicht getan.
      Aber: wenn es zu Deinem „Weg“ gehört, hier zu verkünden, was Du für „chauvinistisches Gehabe“ oder einen „plakativen Gemeinplatz“ hältst, und wenn gewisse „rein provokativ“ gemeinte Äußerungen zu Stephans „Weg“ gehören – warum sollte ich dann nicht meiner Enttäuschung Ausdruck verleihen?

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    2. Sir Tim Hunt sollte einfach nur froh sein, wenn sein Proud-to-be-a-Chauvinist-Monster-Gebrabbel als das Witzig-Sein-Wollen eines Witzboldes und nicht als die ernstzunehmende Meinungsäußerung eines SIR interpretiert wird, denn Chauvinismus (ganz unabhängig von geschlechtsspezifischen Signaturen) ist höchstwahrscheinlich eines der größten Übel der jüngeren Menschheitsgeschichte.

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    3. Liebe Ingrid,

      nein, Stephan sah keinen Grund seine Äußerung zurückzunehmen – im Gegenteil, wie zu lesen ist .

      Es gehört nicht zu meinem „Weg“, hier etwas zu verkünden, ich kam gerade wieder mal vorbei und habe über meinen Eindruck geschrieben. Ich denke auch nicht, dass gewisse provokativ gemeinte Äußerungen zu Stephans „Weg“ gehören.
      Das wäre mir alles viel zu eng, ich habe gar keinen „Weg“ und ob Stephan einen hat, weiss ich nicht. Selbst wenn er einen hätte, warum bist du dann enttäuscht?

      Ich finde es sehr schön wie du hier schreibst:
      „.......eine unbeschreibliche Freude daran, selbst meinen Weg zu wählen, die einmal eingeschlagene Richtung konsequent fortzusetzen und dabei von anderen, die in ganz anderer Richtung unterwegs sind, selbstverständlich akzeptiert zu werden – ganz ohne „Kampf“, und natürlich auch ohne daß ich selbst die Richtung eines anderen als „störend“, oder gar als „falsch“ oder „feindlich“ wahrgenommen hätte…“

      Ich möchte meine Freude über deinen Aufsatz ausdrücken, für mich war es der inspirierenste, den ich bisher von dir gelesen habe. Voller Schönheit, Freude und Neugier.
      Gerade deshalb ist mir die Diskrepanz zwischen deiner Haltung im letzten thread und diesem Beitrag aufgefallen.

      "Der Geruch der Freiheit: einander schützen, grenzen und grüßen" welch schöner Titel!

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    4. Liebe Friederike,

      wie ich schon gesagt habe: ich freue mich, daß Du meinen Aufsatz magst.

      Du fragst wiederholt, warum ich enttäuscht bin … nun, und ich frage zurück: wieso stört es Dich, wenn ich über etwas enttäuscht bin? Was bewegt Dich dazu, das nicht einfach so stehen zu lassen?

      Aber ich kann es gern erklären:
      Mir ist es nunmal viel zu eng, wenn jemand verurteilt wird, weil er in einer bestimmten Situation einen Witz gemacht hat.
      Einen Witz, den das (hauptsächlich weibliche!) Publikum „greeted with laughter“.
      In einer Rede, von der »a woman from the Korean National Research Council of Science and Technology« sagte, »she was impressed that Sir Tim could improvise such a warm and funny speech«.

      Für alle Mitleser, die unser früheres Bloggespräch darüber nicht verfolgt haben: hier kann man Näheres darüber erfahren.

      Jedenfalls bleibe ich dabei, daß ich enttäuscht bin.
      Nicht nur von Stephan, das wäre das Wenigste, sondern darüber, daß Tim Hunt aufgrund einer künstlich aufgebauschten Twitterei gezwungen wurde »to resign from the science committee of the European Research Council, to which he had devoted years of effort« – und somit daran gehindert, seinen Weg so weiterzugehen, wie er es wollte.

      Und nach wie vor sehe ich nicht, wieso es irgendjemanden zu stören braucht, wenn ich dieser Enttäuschung Ausdruck verleihe.

      Gute Nacht,
      Ingrid

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    5. Ich bin jedenfalls NICHT enttäuscht darüber, dass Sir Tim Hunt den Weg geräumt hat und somit andere Menschen nicht mehr daran gehindert werden, ihren Weg in die Gesellschaft der Zukunft so weiterzugehen, wie sie es wollen - nämlich im Sinne eines gesellschaftlichen Konsens, der von notorischen Extrawurstbratern hilfloserweise als 'Political Correctness' missdeutet wird.

      Ich freue mich darüber, dass Menschen ihre Wege wieder so gehen können, wie sie es wollen, ohne dabei von Let-me-tell-you-about-my-(personal)-trouble-with-something-and-myself-Zeitgenossen zugetextet und bei der Verwirklichung ihrer Lebensreise behindert zu werden.

      Dieser Freude wollte ich AUSDRUCK verleihen - in der Hoffnung damit niemanden auf seinen persönlichen Lebenswegen zu irritieren...

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    6. Wie trefflich, dass C. Clement zur SIR-'Let me tell you about my trouble'-Thematik diesen Vierzeiler assoziiert hat.
      Sir Tim Hunt hat bereits erkannt, dass es sich um 'his-trouble' handelt, womit die 'Prüfung' in Zeile drei/vier als bestanden gewertet werden kann...

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    7. Die Sache Tim Hunt hat noch eine andere, antisemitische Dimension:
      Hunt unterzeichnete 2010 das "Statement of 41 Nobel Laureates on Academic BDS Actions Against Israeli Academics, Israeli Academic Institutions and Academic Centers and Institutes of Research and Training With Affiliations in Israel".

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    8. Lieber Tom Majoor, vielleicht könntest du mal elaborieren, was du hier meinst. Eine so leicht hingeworfene Bemerkung über eine "antisemitischen Dimension" der "Sache Tim Hunt", ohne jeden Kontext, könnte leicht so aufgefasst werden, als sollte Hunt neben dem Frauenfeind-Sticker jetzt auch noch der Antisemiten-Sticker angeklebt werden. So wars doch wohl nicht gemeint, oder? Denn erstens geht es in dem "Statement" nicht um Antisemitismus, sondern um politisch motivierte Boykotts gegenüber akademischen Institutionen und Personen aus Israel, und zweitens richtet sich das von Hunt unterschriebene "Statement" gegen solche Boykotte, da sie dem Prinzip der akademischen Freiheit entsprechen. Sollte man schon dazusagen ...

      crc

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    9. Der lieber Herr Hunt hat sich selbst den Sticker 'Hilflos im Umgang mit Frauen' angeheftet, als er (zur Abwechslung?) mal 'honest' sein wollte...

      s. birkholz

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    10. Hallo Ingrid,

      "Du fragst wiederholt, warum ich enttäuscht bin … nun, und ich frage zurück: wieso stört es Dich, wenn ich über etwas enttäuscht bin? Was bewegt Dich dazu, das nicht einfach so stehen zu lassen? "

      Nun, da hast du nicht genau gelesen, ich habe dich ein Mal gefragt, warum du enttäuscht bist, wenn jemand eine andere Ansicht zu einer Sache hat als du. Warum sprichst du hier vom Wiederholen?
      Du interpretierst meine Frage und nimmst an, es würde mich stören, dem ist aber nicht so.

      … jetzt kommt anscheinend auch noch eine antisemitische Note zu Hunt. Dass manche Frauen bei chauvinistischen Aussage giggeln, ist nichts Neues.

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    11. Danke, Christian, für die Korrektur in Bezug auf Hunt. Habe deinen Kommentar erst nach meinem post gelesen.

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    12. „als sollte Hunt neben dem Frauenfeind-Sticker jetzt auch noch der Antisemiten-Sticker angeklebt werden“
      Politisch korrekt betrachtet sei Hunt anti-feministisch, aber pro-israelisch geneigt. Hunt ist seit 2010 ebenfalls Mitglied des “Scientific and Academic Advisory Committee van The Weizmann Institute of Science te Rehovot – Israel”. Das alles spielt bestimmt eine Rolle in eine politisierte Sache.

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    13. Lieber Stephan, ich wollte auch noch etwas zu deiner Kommentar-Serie zu Tim Hunt sagen, wurde aber durch die Selbstzensur davon abgehalten. Was der Zensur nicht zum Opfer fiel, sei unten mitgeteilt:

      Respekt, Stephan! Mit deinen Kommentaren zu Hunt hast du ...... .. ... .. ... ... ..... ... .... ...... ........... ......... ........ ........ ........ .... .. ........ ...... .... ...... ...... ..... ..... ... ..... ...... ..... ... .... ... ....Liste der "peinlichsten Egoisten-Kommentare aller Zeiten" ..... .... ..... ........... ......... ........ ........ ........ .... .. ........ ...... .... ...... ...... ..... ..... ... ..... ...... ... .... .. ........ .......... ........... ....... ... ...... ....... ....... .......... .......... ............. ... .... Kees Kromme auf Platz 2 .... ... ..... .......... ............ ........... ...... ......... ......... ....... ... ...... .. ..... ............. ...... .... .........

      crc

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    14. @ Ton: »Das alles spielt bestimmt eine Rolle in eine politisierte Sache.«
      Mag sein.
      Möglicherweise ist es aber auch einfach der Profilierungssucht einer Frau geschuldet, die – wie man hier nachlesen kann – nicht davor zurückzuscheuen scheint, sich sowohl auf ihrer website als auch in ihrem im Zuge ihrer Wahl in die World Federation of Science Journalists vorgelegten Lebenslauf Federchen an den Hut zu stecken, auf die sie in Wirklichkeit keinen Anspruch machen kann...

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    15. "Hunt ist seit 2010 ebenfalls Mitglied des “Scientific and Academic Advisory Committee van The Weizmann Institute of Science te Rehovot – Israel”.

      Ah, jetzt verstehe ich dein Argument, Ton. Das könnte schon sein. So geht es zu in der Zunft.

      Als eine Kollegen an der BYU mich loswerden wollte, und es an meiner Arbeit nicht genug anzuschwärzen gab, kam sie mit dem Argument, ich sei frauenfeindlich - und zwar weil ich eine vernichtende Kritik dieser Kollegin an meinem Unterrichtsstil (die übrigens niemals Pädagogik studiert oder nur belegt hatte) nicht dankbar entgegennahm, sondern - unerhört! - die Kritik der dienstälteren Kollegin zurückwies und mich auf pädagogische Positionen berief. Nach Meinung besagter Kollegin war die Zurückweisung ihrer Kritik ein Beweis dafür, dass ich Kolleginnen aufgrund ihres Frau-Seins nicht als gleichwertig anerkenne. Zum Glück erkannte der Rest der Fakultät (darunter übrigens gut 50% Frauen) woher der Wind wehte.

      Aber mit einer gut gemachten Medienkampagne - "misogynes Verhalten eines Professors bestätigt grassierende Frauenfeindlichkeit an der BYU" - hätte es auch anders ausgehen können. Man hätte mich gefeuert, nur um die Institution aus dem Kreuzfeuer zu nehmen, ohne zu fragen, was wirklich vorgefallen war. So läuft der Laden.

      crc

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    16. @crc
      Ich gehe stillschweigend davon aus, dass die Preisverleihung politisch motiviert ist und keinerlei qualitativen Rückschlüsse zulässt...

      s. birkholz

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  3. Lieber Ton,

    vielen Dank für diese Information – das wußte ich nicht.

    Ich freue mich sehr, von Tim Hunts Engagement dafür zu erfahren, daß andere Menschen ungehindert ihren Weg gehen können – es stimmt gut zu dem Bild, das ich schon bisher von ihm hatte.

    Wie Christian schon gesagt hat: von Menschen, die nicht gern die Mühsal einer genauen Recherche auf sich nehmen, bevor sie ihnen unbekannte Menschen mit Etiketten bekleben, könnte Deine Info leicht mißverstanden werden.

    Ich reiche daher nicht nur den link zum dem erwähnten Statement nach, sondern auch den Text:

    »Believing that academic and cultural boycotts, divestments and sanctions in the academy are:

    . antithetical to principles of academic and scientific freedom,
    . antithetical to principles of freedom of expression and inquiry, and
    . may well constitute discrimination by virtue of national origin,

    We, the undersigned Nobel Laureates, appeal to students, faculty colleagues and university officials to defeat and denounce calls and campaigns for boycotting, divestment and sanctions against Israeli academics, academic institutions and university-based centers and institutes for training and research, affiliated with Israel.

    Furthermore, we encourage students, faculty colleagues and university officials to promote and provide opportunities for civil academic discourse where parties can engage in the search for resolution to conflicts and problems rather than serve as incubators for polemics, propaganda, incitement and further misunderstanding and mistrust.

    We, and many like us, have dedicated ourselves to improving the human condition by doing the often difficult and elusive work to understand complex and seemingly unsolvable phenomena. We believe that the university should serve as an open, tolerant and respectful, cooperative and collaborative community engaged in practices of resolving complex problems.«

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    1. Und für den Fall, daß wider besseres Wissen (oder auch, weil man keine Lust hat, den allerdings etwas längeren englischen Artikel zu lesen, den ich in meinem letzten Kommentar verlinkt hatte) immer noch versucht wird, Tim Hunt aufgrund einzelner aus dem Zusammenhang gerissene Sätze „anzuschwärzen“ — deshalb hier noch einmal das, was Tim Hunt damals gesagt hat:

      Nach den „notes of a European Union official“:

      »It’s strange that such a chauvinist monster like me has been asked to speak to women scientists. Let me tell you about my trouble with girls. Three things happen when they are in the lab: you fall in love with them, they fall in love with you, and when you criticize them they cry. Perhaps we should make separate labs for boys and girls? Now seriously, I’m impressed by the economic development of Korea. And women scientists played, without doubt, an important role in it. Science needs women and you should do science despite all the obstacles, and despite monsters like me.«

      Und auf einer kurzen Audio-Aufnahme hört man diesen letzten Satz:
      »Congratulations, everybody, because I hope—I hope—I really hope that there won’t be anything holding you back, especially not monsters like me.«

      Wer immer noch zufrieden damit ist, diesen Scherz als frauenfeindlich mißzuverstehen, wird sich wohl auch nicht die Mühe machen, in einem anderen längeren englischen Artikel nachzulesen, wie Tim Hunt bisher mit Studentinnen und Kolleginnen umgegangen ist – daher hier ein Zitat daraus:

      »women scientists — and ethnic minority scientists — protested in droves that Sir Tim was no sexist. Hyunsook Lee of Korea wrote that Sir Tim had mentored her for the last 15 years and would continue to do so.
      Trish Greenhalgh of Oxford said that when she had been “a mouthy 17-year-old” Sir Tim to her she would “make a great scientist. He gave me a place at Cambridge.”
      Maria Leptin, the director of the European Molecular Biology Organisation, wrote: “Tim Hunt chaired the selection panel appointing the first female head of the EMBO. Full disclosure: me.”«

      Aber für so manchen wird es wohl auch weiterhin sehr viel lustiger sein, zu zündeln und anderen brennende Scheiter in den Weg zu werfen.

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    2. Siehst Du Ingrid,
      da hab ich Dich ja schneller zu der Einsicht gebracht auf die ich Dich durch meine Provokation (die Du als ‚Zündeln‘ erlebst) etwas hinweisen wollte, als ich es erwartet hätte:

      Biotechnologie (insbesondere auf Nobelpreis-Ebene) hat einfach absolut nichts mit einer Gesangsveranstaltung und mit den persönlichen Vorlieben für bestimmte Wege zu tun. Ihre Forschungsergebnisse sind wegweisend für die gesamte Menschheitsentwicklung und stellen (wie der Hinweis von Ton zeigt) ein gewaltiges machtpolitisches Instrument dar.
      Umso mehr fühle ich mich in meiner Haltung bestätigt, dass die persönlichen Probleme eines führenden Wissenschaftlers im Umgang mit Frauen im gesamten biotechnologischen Diskurs keine Rolle spielen dürfen.
      Es geht nicht darum, dass einem freundlichen älteren Professor die Freude am Forschen für die Menschheit vergällt wird, sondern darum dass man bei einer solch brisanten Technologie wie der Biotechnologie andere Entscheidungskriterien als chauvinistische Erwägungen erwarten können sollte (und ich habe NIE anders argumentiert als so)...

      s. birkholz

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    3. Lieber Stephan,

      mir sind, gerade in Zusammenhängen, wie Du sie schilderst, „chauvinistische Erwägungen“ in der Art des Scherzes von Tim Hunt jedenfalls sehr viel lieber als die Twitter-Zündeleien einer fragwürdigen Wissenschaftsjournalistin.

      Wie Du ganz richtig erkennst, erlebe ich Deine Provokationen als Zündeln, man könnte es auch Flaming nennen.
      Und ganz egal, wie Du es meinst: Ich mag nunmal so etwas nicht und werde mich daher bis auf weiteres nicht mehr gern auf Gespräche mit Dir einlassen.

      So. Und jetzt verabschiede ich mich für heute und wünsche allen Egoisten noch einen schönen Sonntag!

      Ingrid

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    4. Danke, Stephan, für deinen letzten Kommentar. Das bringt etwas wirklich auf den Punkt!
      Ich habe deine Kommentare nicht als zündeln erlebt und freue mich, dass du jetzt deine Ansicht so sachlich klar darstellen konntest.

      Ich kann auch Ingrids Perspektive verstehen und wie schon gesagt, schätze ich es sehr, wenn sie recherchiert und Falschinformationen korrigiert.

      Was ich nicht verstehe, ist, warum es Ingrid manchmal so schwer fällt, andere Perspektiven als die ihre, stehen zu lassen.

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  4. Hallo Ingrid,

    du machst immer sehr gute Recherchen und das schätze ich sehr an dir und das gibt diesem blog auch seine Qualität.

    „Aber für so manchen wird es wohl auch weiterhin sehr viel lustiger sein, zu zündeln und anderen brennende Scheiter in den Weg zu werfen“
    Das halte ich vielmehr für eine ganz überzogene Reaktion. Wenn jemand das chauvinistische Geplänkel von Hunt unsympathisch findet, so wie ich das tue, dann drücke ich das aus, ganz so wie ich es empfinde.
    Wenn ihm da jemand ein Bein stellt, dann vermute ich, dass wohl nicht nur die in Frage stehenden Aussagen der einzige Anlass waren.

    Christian, ich kann mir schon vorstellen, dass auch solche Sachen, wie von dir geschildert, geschehen. Daraus aber zu schließen „so läuft der Laden“ ist auch nicht sachlich.

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    1. Liebe Friederike,

      »Das halte ich vielmehr für eine ganz überzogene Reaktion.«
      Meine Äußerung bezog sich nicht auf Deine Bekanntgabe, was Du unsympathisch findest.
      Ich finde es nicht überzogen, davon zu sprechen, daß jemandem brennende Scheiter in den Weg geworfen werden, wenn er gezwungen wird, aus wissenschaftlichen Foren auszutreten, in die er viel investiert hat.

      »Daraus aber zu schließen „so läuft der Laden“ ist auch nicht sachlich.«
      Ich vermute mal, daß nicht nur das, was Christian jetzt erzählt hat, ihn bewegt, zu sagen, daß »der Laden so läuft«.
      :-) Oder meinst Du, diesen „Laden“ besser zu kennen als Christian?

      »Was ich nicht verstehe, ist, warum es Ingrid manchmal so schwer fällt, andere Perspektiven als die ihre, stehen zu lassen.«
      Wie jedermann (und jede Frau) nachlesen kann, habe ich alles, was Stephan zu Tim Hunt zu sagen hatte, stehengelassen. Wenn ich das nicht hätte tun wollen, hätte ich es schließlich auch löschen können.

      Ade für heute!
      Ingrid

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  5. Doch, der Laden läuft so. Das habe ich sowohl privat, als auch öffentlich zu oft beobachtet. Ich würde sogar behaupten, daß das, was Sir Hunt passiert ist, eine besondere Auszeichnung ist. Ich glaube an ein gewisses okkultes Gesetz, daß einen vornehmlich dann solche Sachen passieren, wenn eine Grenze überschritten wurde, und ein Mensch es besonders gut mit seinen Aufgaben und Mitmenschen gemeint hat, und sehr gewissenhaft war.

    Ich vermute ein okkultes Gesetz, ja, gerade zu einen bösartigen Mechanismus, der gerade dann, wenn jemand besonders wohlwollend, und ethisch korrekt und gewissenhaft engagiert in einem Flow aus Lebensfreude das eigentlich berechtigte Gefühl hat, ein wenig stolz auf sich zu sein, zuschlägt. So, als würden wirklich Widersachermächte dann andere Menschen inspirieren, einen solchen Menschen zu demütigen, zu Fall zu bringen, notfalls zu vernichten, was dann erst öffentlich etwa ein, bis zwei Jahrzehnte inständig bedauert wird und bedauert werden darf.

    Man mag mich jetzt für doof und paranoid erklären, doch ich trage dieses Gesetz, man mag es eine soziale Sub-Variante von Murphy's Law nennen, im Bewußtsein, wenn ich auf Erfolge zusteuere. Und werde dann besonders achtsam, aber ich wundere mich nicht, wenn plötzlich Machenschaften offenbar werden, wie aus dem Kanaldeckel gekrochen, quasi aus dem Nichts, die jede Achtsamkeit auf fast wundersame Weise unterlaufen.

    Denn, wenn ich von - "Inspiritation" - durch Widersachermächte rede, dann meine ich die Vermittlung einer hellwachen Einsicht, wie die Intrige zu führen ist, damit sie auch gelingt. Damit der auch all seine Ämter aufgibt. Damit der auch trotz namhafter Verteidiger seine Reputation los ist, und vor all den unzähligen andern Menschen, denen der Einblick fehlt, wie es sich wirklich verhält, die Sicht genommen wird, da sie eh nur alles aus der Frühstücks-Zeutung kennen. "Der Sir Hunt, das ist ein schlimmer Finger. Pfui! Gib mir noch einen Toast und eine Scheibe Käse, Schatz..." Zum Beispiel.

    Solche Angriffe aus (eben!) heiterem Himmel, der Angegriffene steht mitten im Licht wohlwollendenr Sonne, und dann "öffnet sich der Kanaldeckel", und die Schatten krauchen hervor... grrrrr ! ! ! .. und dann krabbeln sie in irgendeinen farbloses, aber kluuges und bisher eher unscheinbares (und frustriertes?) Menschlein, und lenken dessen Aufmerksamkeit auf ein winzigstes Fehlerchen (ein berühmter Atheist spricht vielleicht positiv über das Gebet, eine berühmte Frauenrechtlerin spricht vielleicht über ihre Lust an einem gutgebauten Bekannten, ein netter Forscher macht eine neckische Bemerkung über emotionale Augenblicke zwischen Mann und Frau inmitten der Laborforschung, ein Vorsitzender des Sucht-Beratungs-Kongresses hat eine Packung einer besonders berühmten Schnaps-Pralinen-Sorte von einer Verehrerin angenommen usw.) .. dann wird die ganze Angelegenheit gesellschaftlich so fein gesponnen und in kalter weiser Vorausschau gelenkt, daß keine Haar wohlwollenden Einspruches mehr dazwischen geht, und der Engherzigkeit einen glänzenden Triumph feiert. "In der Hölle knallen die Sektkorken" könnte man sagen, aber nein: Dazu ist die Hölle viel zu geizig, ganz klar. Aber gefeiert wird dort in einer gewissen Weise schon. Mit grimmigen Grüßen :-))

    mischa butty

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    1. Lieber mischa,
      der Laden läuft mal so und mal so - aber ich wundere mich eben, dass wir (wie ich meine) alle durchschaut haben, dass Verschwörungstheorien nicht haltbar sind und im nächsten Atemzug Herrn Hunts Missgeschick (oder auch ähnliche persönliche Erfahrungen) vollkommen reduziert, geradezu monokausal auf eine feministische Verschwörungstheorie zurückführen.
      Da hat die neu errungene Vernunft eben gleich wieder ein Loch...

      s. birkholz

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    2. @Mischa

      "In der Hölle knallen die Sektkorken" könnte man sagen, aber nein: Dazu ist die Hölle viel zu geizig..." Ha, ja wohl wahr ... man kennt das ja nur zu gut :-)
      Aber trotz allem Mischa - kann das alles nun noch weiterführen wieder, so grundsätzlich, dass selbst die schlimmsten Desillusionen und Denunziationen Sinn haben? kommt man bei allem zugefügten Leid noch in tiefere Schichten oder 'Gesetze' hinein, quasi 'noch weiter' jenseits von Gut und Böse? (Stichwort: Bestimmung des Menschen, aber auch Karma mit Vorsucht genießend usw)...Für mich folgen auf diese Phasen meistens, dass man erstens wacher schaut mit wem und mit wem nicht und - zweitens, man kommt evtl. in ruhigeres Fahrwasser, auch nicht zu verachten...Und - vielleicht sucht und schenkt man ja dann 'nur' noch im kleineren Rahmen und manchmal auch in kleineren Dingen Anerkennung usw usf.? nur so Gedanken, die mich dann AUCH umtreiben, neben den Enttäuschungen (das Leben kann und darf doch auch mal einfacher sein oder? ;-)

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    3. ...war nur so grundsätzlich gedacht, ohne näher auf Hunt Bezug zu nehmen...

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    4. Hallo Mischa, hallo Valentin,

      @Valentin: "In der Hölle knallen die Sektkorken" könnte man sagen, aber nein: Dazu ist die Hölle viel zu geizig..." Ha, ja wohl wahr ... man kennt das ja nur zu gut :-) „“

      Woher weisst DU denn das so gut Valentin?? :-))

      Mischa, das ist wieder einmal eine deiner gelungenen Kommentar-Geschichten. Ja, es ist gruselig, WENN der Laden so läuft. Das tut er aber glücklicherweise nicht immer.
      Wenn er es tut, dann ist es sicherlich gruselig zu sehen, wie die Hyänen sich auf eine bestimmte Person werfen, um nach klassisch mythologischer Art den Helden zu stürzen. Warum wenden sich die Götter von ihrem Helden ab, den sie zu zuerst zu dem gemacht haben?

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    5. "Aber trotz allem Mischa - kann das alles nun noch weiterführen wieder, so grundsätzlich, dass selbst die schlimmsten Desillusionen und Denunziationen Sinn haben? kommt man bei allem zugefügten Leid noch in tiefere Schichten oder 'Gesetze' hinein, quasi 'noch weiter' jenseits von Gut und Böse?"
      Ich glaube daß es für manche fast schon überlebenswichtig ist unauffälliges Mittelmaß anzustreben. Für solche "läuft der Laden halt so". Ich kenne das selber im Kleinen aus meinem Arbeitsalltag. Wenn ich mich besonders anstrenge um alles gut und richtig zu machen dann kann ich davon ausgehen daß es Kritik gibt. Also halte ich mich entspannt zurück, gebe nur 50 - 80% und werde verschont :-) .
      Auch im Zwischenmenschlichen läuft es so. Ist so jemand besonders aufmerksam und liebevoll anderen zugewandt wird man schnell zum Fußabtreter.
      Die Gefahr sehe ich darin von jedem schon im voraus zu erwarten schlecht behandelt und denunziert zu werden und beim leisesten, auch nur vermuteten Anzeichen dafür panisch in vermeintlicher Notwehr um sich zu schlagen und paranoid zu werden. Dann hat man nämlich unter Umständen die Umkehr und tut seinem vermeintlichen Gegner das an was man glaubt von ihm glaubt.
      Der Sinn könnte vielleicht die Ausbildung eines gesunden Egoismus sein? Einzusehen und anzunehmen daß "die Welt" anscheinend will daß man eben kleine Brötchen zu backen hat anstatt prächtige Torten ohne daß einem das eigene Ego deswegen das Leben zur Hölle macht?

      Tanja

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    6. @Friederike

      "Warum wenden sich die Götter von ihrem Helden ab, den sie zu zuerst zu dem gemacht haben? "

      Gute Frage, das war in etwa auch meine Intention, wenn man von Göttern reden möchte ;-) vielleicht ist es ja so wie Tanja es beschreibt, sehe ich ähnlich so :-)
      Dann führen die 'Götter' den Menschen wohl an eine Grenze...

      (so etwa wie auf Wolke 4: https://www.youtube.com/watch?v=C9HL-2IhZKg

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    7. "(so etwa wie auf Wolke 4: https://www.youtube.com/watch?v=C9HL-2IhZKg"
      Ja, das ist für Fortgeschrittene. Für die Meister, die ganz Desillusionierten, müßte es dann heißen "Lieber unten ganz allein als wieder Wolke vier mit Dir" ;-))

      Tanja

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    8. liebe Tanja, "Lieber unten ganz allein als wieder Wolke vier mit Dir" ;-))

      Das könnte man so sehen :-) und vielleicht erklingt dann ja "aus dem Polarkreis 18" - aus der Asche des Phönix, folgendes Lied ;)) https://www.youtube.com/watch?v=vNifroXSbRs

      Allerdings, im sozialen Kontext und im Überstehen der tiefsten Einsamkeit, müsste ja die Wolke 4 durchaus wieder auftauchen, dort über dem Polarkreis :-)
      (und in der Vereinigung all dessen, wäre dann ja auch eine ganz neue Wolke 7 nicht auszuschließen ;-))

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    9. Ja Valentin, das könnte vielleicht so sein. Lustig, dieselben Gedanken kamen mir heute während der Arbeit auch :-) . Wer weiß, dann vielleicht Wolken 1 - 7 mit Netz und doppeltem Boden und der Schutzanzug hängt für alle Fälle direkt hinterm Eingang :-)) .

      Tanja

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    10. Na Tanja, das ist ja eine schöne Verbindung (da sage mal einer was gegen Internet-Austausch :-) Und lustig dein "Wer weiß, dann vielleicht Wolken 1 - 7 mit Netz und doppeltem Boden und der Schutzanzug hängt für alle Fälle direkt hinterm Eingang :-)) " .... Aber wenn mal alles schief geht - ich hab jetzt insbesondere für höhere Wolken (5-7) und neben dem Schutzanzug, immer einen Fallschirm dabei, da fällt es sich nicht so hart im Notfall ;-)) hat zudem den Vorteil, dass man auch freiwillig wieder runter kann, z.B. wenn einem langweilig - oder die Luft zu dünn wird ;-))



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    11. Klar, Fallschirm gehört natürlich zur Notfallausrüstung unbedingt dazu. Aber ich persönlich glaube ja daß nach der totalen Desillusionierung und dem vorsichtigen Herantasten an Wolke 1 aus der Einsamkeit des Polarkreises 18 sich eine paradoxe Umkehr einstellt. Während das Sicherheitsbedürfnis vor der Verbannung zum Polarkreis 18 mit sinkender Wolkennummer zunahm nimmt es jetzt mit steigender Wolkennummer ab! Bis man auf Wolke 7 merkt daß man nicht einmal mehr eine Wolke als Heimat und Fortbewegungsmittel braucht weil man selber fliegen kann :-)) .

      Tanja

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    12. "Bis man auf Wolke 7 merkt, daß man nicht einmal mehr eine Wolke als Heimat und Fortbewegungsmittel braucht weil man selber fliegen kann :-)) "
      Das warn guter :-)) Wiederum - WIR sind ja eigentlich immer diese Wolke(n) gewesen ;-))
      Man könnte (und darf) also auch sagen, irgendwann: "Bis man NICHT mehr merkt, daß man längst selber Wolke sieben (oder alle sieben) und somit Heimat geworden ist, potentiell immer war und immer sein wird." ;-) :-)
      (dies auch dank der Götter :-)

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    13. ... und danach wäre wohl nur noch staunen und schweigen :-)

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    14. oder ein Dauergrinsen ;-)))

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    15. Lustig, die 2. : Genau das "WIR sind ja eigentlich immer diese Wolke(n) gewesen" wollte ich eigentlich auch noch geschrieben haben, ist mir dann aber irgendwie abhanden gekommen. Egal, hast es ja gefunden, aufgehoben und nachgereicht ;-)

      Tanja

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    16. Ja genau, natural high without any cloud :-)) .

      Tanja

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    17. Hallo, ihr beiden! Ich wäre gerne dabei, bei eurer Hochzeit.

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    18. Gerne, Kaffee und Kuchen sind massig da ;-) . Aber Spaß beiseite, vom Polarkreis 18 direkt in den kuscheligen Hafen der Ehe wäre schon echt krass. Da freut man sich doch vorerst lieber wenn man mal spontan scherzen kann mit einem Menschen welchen Geschlechts auch immer.

      Tanja

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    19. Hab ich da was verpasst - ist das jetzt eine Dating-Plattform?

      DIE CHAUVINISTEN
      Für gelegentliche Gespräche über Rudolf Steiner und mehr (Eurythmie),
      späteres gemeinsames Karma nicht ausgeschlossen...

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    20. Ja, verstehe ich.
      Ich habe auch schon gemerkt, dass ich da viel zu (männlich) schnell war mit meinem Vorschlag.
      Ich probier's nochmals: Ich hab das Gefühl, ihr beiden versteht euch richtig gut, ganz auf der selben Wellenlänge!

      ... Kuchen und Kaffee, ja gerne!




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    21. Noch ein Vorschlag: Plattform für Chauvinisten und Egoisten


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    22. Noch treffender fände ich: Plattform für Chauvinisten, Egoisten, bierernste Spaßbremsen und die Kollegen von der Sitte.

      Tanja

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    23. Hi Tanja,
      klingt ganz toll!
      Aber was/wer sind die Kollegen von der Sitte??

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    24. Nicht zu vergessen: die Egoistinnen und Chauvinistinnen

      :-) i.

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    25. Vermutlich die 'Streifen-Polisophen vom Anthroposophie-Aufsichtsamt', die die Akasha-Server angezapft haben...

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    26. EgoistINNEN und ChauvinistINNEN - Unbedingt!
      Endlich Gleichberechtigung!

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    27. AnthroistInnen, EgosophInnen, ChauvisophInnen, AnthronistInnen BITTE!

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    28. Ah nein, für das große Binnen-I bin ich nicht zu gewinnen: wer braucht ein zusätzliches Phallussymbol mitten im Wort!
      Chauvinistinnen und Chauvinisten, Egoisten und Egoistinnen, Anthropotanten und Anthroponkels – soviel Platz haben wir doch sicher.

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    29. Ich bin für das Binnen-I und unbedingt ein zusätzliches Phallussymbol mitten im Wort.

      Denn, wie schrieb Mischa der Weise: ........denn Attraktivität folgt offenbar sehr archaischen Mustern, die in zivilisatorische Bahnen gelenkt werden sollen, zwar, ohne deren ersehnte und erwünschte vitale Eigenschaften allzu sehr zu schwächen,.......

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    30. Sorry, das große Binnen-I soll das heißen, der Vollständigkeit halber.

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    31. Und ich bin gegen das Binnen-I:
      Ich würde gern das Signal vermeiden, daß man ein solches zusätzliches Symbol nötig hat, weil die ersehnten und erwünschten vitalen Eigenschaften bereits allzusehr geschwächt sind...

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    32. Als ich in Karlsruhe Chemie studiert habe, gab es eine Feministinnen-Fachschaft die forderte, dass der Haber-Bosch-Ammoniak-Synthese-Reaktor vor dder Uni als Phallussymbol einer Männerdominierten Uni sofort entfernt werden müsse...

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    33. :-) Wow. Tolle Geschichte. Und, steht er trotzdem noch?

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    34. Das ist schon schwierig in dieser Übergangszeit.... ich bleibe altmodisch und bin für das große Binnen-I weil ich an die ersehnten und erwünschten vitalen Eigenschaften glaube.

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    35. Ja, das interessiert mich auch Stephan, steht er noch?

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    36. War schon lange nicht mehr da, aber ich glaube schon (denn diese Technik/Erfindung hat wirklich Chemiegeschichte geschrieben)...

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    37. Ingrid, da müssen wir beide wohl selber nachschauen.

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    38. Jedenfalls wird das höchst chauvinistische Verfahren noch unerrichtet und im
      FolienScript dazu ist der Stab des Anstoßes auch noch in ausgesprochen frivoler Darstellung abgebildet.
      Der Fritz-Haber-Weg, der nach dem Erfinder des Phallussymbols benannt wurde, existiert ebenfalls noch auf dem Universitätsgelände (Skandal).
      //
      Wie so oft in der Chemie (und der übrigen Wissenschaft) ist Ammoniak eine reine Zufallsentdeckung die zunächst nur als Neben-/Abfallprodukt entstanden ist, als sich der gute Fritz ein Phallussymbol (respektive einen Ersatzphallus) basteln wollte...

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    39. :-) Ja, können wir mal machen!

      Ich habe auch gar nichts dagegen, daß Du altmodisch bist.
      :-) Und ich hoffe, Du hast nichts dagegen, daß ich da eben fortschrittlich bin und nicht an die ersehnten und erwünschten vitalen Eigenschaften glaube, sondern um ihr Vorhandensein weiß – und daher kein solches Symbol brauche.

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    40. Nein, das geht jetzt nicht durch, Ingrid, denn du widersprichst dir.
      Du hattest weiter oben geschrieben:
      "Ich würde gern das Signal vermeiden, daß man ein solches zusätzliches Symbol nötig hat, weil die ersehnten und erwünschten vitalen Eigenschaften bereits allzusehr geschwächt sind..."

      Ich wollte noch spontan antworten: Bei meinen Bekannten noch nicht.
      Wollte dann aber nicht so (männlich) direkt sein.

      Du hast jetzt mein verhängnisvolles "ich glaube" genutzt, aber damit, wie schon gesagt, kommst du nicht durch.

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    41. Liebe Friederike,

      oh - wie gut, daß Du nachhakst, ich sehe, Du hast mich mißverstanden.
      Ich hätte besser zwei Verben in den Konjunktiv setzen sollen – so hatte ich es gemeint:

      »Ich würde gern das Signal vermeiden, die ersehnten und erwünschten vitalen Eigenschaften seien bereits allzusehr geschwächt, sodaß man ein solches zusätzliches Symbol nötig habe

      :-) Ich hoffe sehr, jetzt läßt Du mich durchkommen, Frau Feldwebel! ;-)

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    42. ...geht nicht, der 'Feldwebel' gehört ja bereits dir.
      Du hast die Verben nicht in den Konjunktiv gesetzt und richtest dir jetzt einen Satz zurecht. Das machst du manchmal und das kenne ich schon.
      Das geht leider nicht.
      Du hast ein 'Foul' gespielt', dafür gäbe es eigentlich die gelbe Karte, aber den Haber-Bosch-Amoniak-Synthese-Reaktor schau ich mir trotzdem an mit dir.

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    43. Liebe Friederike,
      lies es doch nochmal: so, wie Du den Satz verstanden zu haben scheinst, ergibt er doch überhaupt keinen Sinn.
      Ich habe es jedenfalls von Anfang an so gemeint, wie ich es jetzt mit den Konjunktiven geschrieben habe.

      Und weißt Du: ich habe wirklich keine Lust, mir von Dir unterstellen zu lassen, daß ich mir angeblich nachträglich Sätze zurechtrichte.
      Wenn Du bei diesem Tonfall bleibst, Fouls unterstellst und gelbe Karten austeilst, bleibe ich lieber daheim und fahre nicht mit Dir zum Reaktor.

      Gute Nacht!
      Ingrid

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    44. Ich hab das Gefühl, dass du jetzt beleidigt bist. Das macht jetzt natürlich keinen Spaß mehr!

      Es stimmt, du hast dir bisher nicht nachträglich Sätze zurecht gerückt, dafür entschuldige ich mich! Das kam in der Schnelle des Spiel so heraus und schon wird aus dem Spiel Ernst.
      Bei dem Satz hier in diesem Austausch, mit den ersehnten und gewünschten Eigenschaften, da finde ich, ist es so, da mag sich jeder selbst sein Urteil bilden.

      Manchmal, in anderen, ernsten Gesprächen jedoch habe ich den Eindruck, dass du manche Dinge so lange herumschiebst, bis sie in dein Konzept passen. Das ist mein Eindruck und ich lasse es offen, ob dieser Eindruck richtig ist oder ob ich mich irre.
      ... und es war dieser Eindruck, der jetzt im Spiel durch kam.

      Es ist mir auch ganz wichtig, dich wissen zu lassen, dass ich deinen Beitrag hier im blog sehr schätze.

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    45. Ihr seid ja lustig :-)) Hochzeit, Kaffee und Kuchen, du meine Güte...Nein, nein, die Unterhaltung mit Tanja war rein platonisch, allerdings mit einer guten Portion Humor und guter Intuition (Flow) - plus kleiner musikalisch-lyrischer Zeitgeistesblitze, die sich da einfach aufgedrängt haben ;-)) Ja, sowas gibt es tatsächlich noch! Also ihr Lieben, wenn ihr mal diese hohe Kunst des Kommunikations-Flows erreicht habt, dann sprechen wir uns wieder, ja? :-) kleiner Scherz ;-)

      Aber das mit dem Kaffee und Kuchen sollten wir uns vielleicht mal merken...ein Treffen mit euch stelle ich mir richtig nett und vielversprechend vor...hey, vielleicht ja bei Sachertorte und co irgendwo in einem netten Kaffeehaus in Wien, das hat Art und Tradition, na Ingrid? :-) Das alles natürlich ganz brav im Sinne einer chymischen Hochzeit :-)

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    46. Hey ihr beiden und für euch gibt es zusätzlich zum Kaffee noch ein, zwei Gläser Cognac mit Wiener Würstchen, das beruhigt und erdet :-))

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    47. Ja, Wien wäre wirklich ausgesprochen charmant (im Gegensatz zum Ammoniak-Reaktor im Fritz-Haber-Weg an der TU-Karlsruhe, wo außer Penisneid nichts entstehen kann).
      Mischa, in Wien gibt' s sicher nicht nur derbe alkohol-politische Orte!

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    48. Valentin, Kaffee und Würstchen??!! Das ist das Ende jeden Flow's

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    49. Stephan, Wien, ja, aber nur, wenn du und Ingrid euch umarmt.

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    50. Aber nur, wenn sie die Sache hinterher nicht (wieder) verdreht und behauptet, ich hätte sie geschlagen!

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    51. herrlich diese Dialoge hier...

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    52. Ich pass auf - ich bin jetzt ja Hilfs-Feldwebel!

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    53. Anstatt (wie Ingrid) umständlich und langatmig eine 'Gute Nacht' zu wünschen,
      leg ich jetzt einfach mal den Schalter um...

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    54. Na gut Friederike; ist gestrichen! so let it flow...mir macht das ja nicht viel aus, ist wohl noch son Rest von Wolke 1...darauf einen Dujardin ;-))

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    55. Hi Stephan, du hast's ja gut, ich muss mein System erst runter fahren.

      Valentin, träum schön von Tanja, aber nur platonisch.

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    56. @ Tanja "natural high without any cloud :-)) "

      ... klingt sehr gut! wäre doch auch ein guter songtitel oder als refrain etc ;-)

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    57. Friederike, nur kein Neid ;-))) nein, auch dir schöne Träume oder Schäfchenzählen sowie ein wonderful "natural high without any cloud :-))

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    58. Valentin, dich hat es ja ganz schön erwischt!

      Ich zähle keine Schäfchen beim Einschlafen, da bereite ich mich auf das Devachan vor.
      Stell dir vor ich würde vor dem Einschlafen Schäfchen zählen, das Devachan würde mich womöglich als Schaf wieder gebären - sinnlich materiell in irgendeinem Erdbebengebiet.
      (Ich bin immer noch dabei, mein System stufenweis herunter zu fahren)
      Bitte nicht mehr unterbrechen.
      Gute Nacht!

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    59. Och Friederike, weißt du, ein wenig flow and charming sowie kleinere Tief - und Unsinnischkeiten tun dem teutonischen Gemüt doch auch mal ganz gut, oder?
      Ich hab damit jedenfalls kein Problem, du? :-) So, nun will ich aber eure Mann Frau Geschichten und Gedanken mal weiterverfolgen, sehr interessant. Ganz herrlich auch der Schaltkreislink von Stephan :-)

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  6. Im Sinne der vierten der vier Tugenden (12.29 f. ) oder Eigenschaften (10.145), der Wille zur Freiheit oder Liebe zur inneren Freiheit, kann man immer sagen:

    “Wenn mir jemand etwas mitteilt, und ich nehme es unter dem Zwange seiner Autorität an: dann bin ich unfrei. Aber ich bin nicht minder unfrei, wenn ich mich verschließe vor dem Guten, das ich auf diese Art empfangen kann. Denn dann übt in der eigenen Seele das Schlechtere, das ich habe, auf mich einen Zwang aus. Und bei der Freiheit kommt es nicht allein darauf an, daß ich nicht unter dem Zwange einer äußeren Autorität stehe, sondern vor allen Dingen auch nicht unter derjenigen eigener Vorurteile, Meinungen, Empfindungen und Gefühle.“ usw. 12.34

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  7. Noch ein Wort zum Sexismus: dass es so moralisch wurde, tut mir leid. Immerhin ist Sonntag.

    Ich würde auch hier wieder dafür plädieren, nicht mit Etiketten zu arbeiten. Reden wir eigentlich noch über die Wirklichkeit, wenn man einen Menschen als "Sexisten" oder "Nicht-Sexisten" stempelt, oder nur über einen abstrakten Begriff? Oder über was ganz anderes?

    Ausgehend von der Kenntnis meiner selbst, würde ich mal davon ausgehen, dass jeder Mann irgendwo und irgendwie ein gewisses Maß einer bestimmten Art von Sexismus in sich trägt. Wäre doch geradezu unheimlich, wenn es nicht so wäre, nach so vielen Tausend Jahren kultureller und biologischer Determination. Schon bloß meine eigene Familiengeschichte wäre Grund genug, mir genügend Muster dieser Art einzudrücken.

    In diesem Sinne jedenfalls bin ich bekenneder Sexist: ja, ich trage die Spuren dieser Geschichte in mir. - Aber ich trage auch ein Wesen in mir, dass dieser Tendenz entgegenwirkt, sexistisches Verhalten vermeidet, wenn es rechtzeitig bewusst wird, es bereut und versucht wieder gutzumachen, wenn es sich doch ausgelebt hat.

    Und ich gehe davon aus, dass es den meisten Männern ähnlich geht, in je individueller Portionierung und Mischung. Sind wir nicht alle, mehr oder weniger, "chauvinistische Monster", wie Hunt von sich selbst sagt?

    Welchen Grund könnte also ein Mann haben, sich über andere Männer aufzuregen, die tatsächlich oder angeblich "sexistisch" handeln, und mit dem Finger auf sie zu zeigen, sie lächerlich zu machen oder zu verhöhnen? Verurteilt und verspottet er in diesen Männern nicht gerade das, was auch ihm schaffen macht? Verurteilt und verspottet er sich nicht also eigentlich selbst? Und je vehementer die Verurteilung auftritt, desto nötiger scheint sie zu sein.

    Und so ist es doch mit vielem. Vielleicht mit allem. Immer, wenn wir uns über etwas aufregen und das Bedürfnis aufkommt, zu verurteilen und mit dem Finger zeigen, bietet sich eine Chance, etwas über uns selbst zu lernen. Diese wahrzunehmen und, in solchen Situationen, statt des andern zuerst mal sich selbst auf die Anklagebank zu setzen, könnte enorm hilfreich sein.

    Das ideogenetische Grundgesetz hat offenbar nicht nur akademische Applikationen, es ist auch sehr nützlich im alltäglichen Leben.

    Ich fange heute gleich mal damit an und frage mich, warum Stephans Besserwisserei und Fingerdeuterei mich so auf die Palme bringt.

    (Dass diese Betrachtungen NICHT implizieren, dass sexistisches Verhalten im Allgemeinen moralisch nicht zu verurteilen und rechtlich zu ahnen wäre, muss ich wohl nicht extra betonen.)

    crc

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    1. Was mich betrifft, so habe ich auch nur an einer Stelle bezugnehmend auf die Debatte als solcher von 'Sexismus' gesprochen. Hätte ich den Begriff auf Herrn Hunt angewandt, so hätte ich in bidirektionalem Sinne den Begriff 'Genderismus' verwendet.
      In Bezug auf Herrn Hunt habe ich aber nur den von ihm selbst angewandten Begriff Chauvinismus benutzt.
      Und es gibt wohl niemanden der Chauvinismus im Sinne des 'Ausnutzens von Überlegenheiten' in sachlichen Gemeinschafts-Angelegenheiten heute noch für akzeptabel hält.

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    2. Auf die Palme bringt mich nicht Herr Hunt, sondern die Debatte um Herrn Hunt. Mein Vorwurf an ihn ist dabei nur der, dass er als führende Persönlichkeit (Nobelpreisträger) bezüglich seiner sozialen Fähigkeiten ein Vollversagen hingelegt hat. Den Ideogenese-Gesichtspunkt kann ich in diesem Kontext darum nicht wirklich gültig finden.
      Ich sage wo' s langeht, weil ich die Koryphäe mit Nobelpreis bin - aber wenn ich Scheisse baue, dann möchte ich bitteschön so nachsichtig wie der kleine Kegelbruder vom Stammtisch behandelt werden: Der Wunschtraum aller Bestimmer!

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    3. Ich bin es nochmal, piep piep...
      Also, ähem, ... Ich mag Sexismus auch nicht. Absolut nicht. Und, wie Du sagst, lieber Christian, ja, in mir steckt auch ein verkappter Chauvi, und ein Sexist. Doch es ist ein kleiner, wenn ich vergleiche, was sich alles so sexistisches zuträgt, in der Welt, was sich manche Kerle ungestraft ... geschützt durch eine faszinierende und charismatische Testosteron-Aura. Es gibt Experimente, Studien, wo Frauen nicht ästhetisch- athletische Männer, sondern testosteron-trunkene Kerle auswählten und attraktiv fanden, auf Fotos, ohne ihnen "live" zu begegnen. Der Testosteronwert scheint manches Verhalten des Mannes - zwischen Mann und Frau, da, wo beide geschlechtlich motiviert sind - zu "legitimieren". Begünstigt durch die organischen Pendants der Frau. Ich bin keine Koryphäe (und oft dafür dankbar!), nur ein kleiner Outlaw, und ich hoffe, ich darf sagen: Hier ist eine Baustelle. Gebt aufeinander acht. Bitte!
      Hier ist wirklich seit etwa 100 Jahren sensibles Neuland. Und ich fand den Witz, den Sir Hunt gemacht hat, nicht grenzwertig. Und viele andere auch nicht. Es gibt ganz andere Chauvinismen in Wort und Tat, und hat sie gegeben, als diese kleine, nenne ich sie jetzt mal "Frivolität", die ich für mich privat fast unter "Selbst-Ironie" klassifiziert hätte. Diese Harmlosigkeiten werden doch stets dann bestraft, wenn Menschen weithin und zahlreich verunsichert sind, was man überhaupt noch "darf". Wenn das, was wir unsere Werte nennen, sich manchmal verflüssigt, und wir noch keine neuen tragbaren Übereinkünfte und Konventionen gefunden haben. Und wir alle wohlwollend oder verärgert schwimmen. Gerade was den Verhaltens-Kodex zwischen Mann und Frau betrifft, ist die Wunschpalette und die Sollpalette oft weit auseinander, denn Attraktivität folgt offenbar sehr archaischen Mustern, die in zivilisatorische Bahnen gelenkt werden sollen, zwar, ohne deren ersehnte und erwünschte vitale Eigenschaften allzu sehr zu schwächen, und den ganzen Menschen blutleer, ja puritanisch kränklich, und neurotisch werden zu lassen.
      Ich bin, für mein Teil, lieber ein Monster, als ein Neurotiker. Und wenn ich mich deswegen verstecken müßte, wie der Glöckner von Notre Dame.... ;-)
      Ich finde, daß die Strafe zur hart war, auch wenn der Proletheus hier den Zeus bestraft hat, und nicht einen unsensiblen Ochsen.
      mischa butty

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    4. Lieber mischa,
      dem kann ich mich wunderbar voll und ganz anschließen - tatsächlich auf die Palme gebracht hat mich (das ist mir jetzt nach etwas Reflexionen aufgegangen), dass dann eben doch plötzlich wieder die gestern erst verpönte Verschwörungstheorie in diesem Fall ganz selbstverständlich zur Reinwaschung des vollkomen unbescholtenen eiskalt von hinten niedergestreckten Opfers ausgepackt und als legitimes Verteidigungsmittel eingesetzt wurde (Schmierkampagne von Feministinen).

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    5. Wobei ich trotzdem weiter betonen muss, dass ich Chauvinismus im Sinne dominanter Machtausübung in sensiblen Arbeitsbereichen (wie etwa meinem eigenen) für ein fast unverzeihliches Knockout-Kriterium halte...

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    6. Hallo Mischa,

      es ist mir so eine Freude, deine Kommentare zu lesen. Dein Beitrag „…..ähm, piep,... also hier bin ich nocheinmal...“ ist für mich das Beste und Allerfeinste hier in diesem thread!

      Ich finde sehr weise was du hier so locker luftig und humorvoll sagst und damit gleich zwei harte Fronten zusammen bringst.
      Danke auch, dass du von deinen chauvinistischen Seiten erzählst. Ich fand den Altherren-Witz von Hunt auch nicht grenzwertig, aber einfach nervig.. „archaische Muster, die in zivilisatorische Bahnen gelenkt werden sollen, ohne deren ersehnte und erwünschte vitale Eigenschaften allzu sehr zu schwächen...... “ das wäre schön und ist längst überfällig. Damit haben, wie man sieht, noch viele große Schwierigkeiten, Männer wie Frauen.
      Ich kann mir gut vorstellen, dass es Frauen gibt, die sich stellvertretend für zehntausende von Generationen rächen. Gnade, wem so etwas trifft! …so etwas kann dann schon schauerlich sein, aber es wundert mich nicht.
      Ich sehe auch wie du dass wir heute auf dünnem Eis gehen, die alten harten Eisplatten sind im Auslaufen, Gottseidank, und natürlich gibt es da Übergangsschwierigkeiten. Das ist heute glücklicherweise Zeitgeist, auch wenn er manchen zu hart bestraft, weil er nicht mit kriegt, wie dünn das Eis schon ist. Selbst ein Zeus kommt nicht um die Evolution umhin.
      Ich kann das aber auch als eine Chance für einen Zeus sehen.

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    7. Micha, ich schliesse mich vom Herzen an: es sind urwitzige, grimmige Bildergeschichten

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  8. Über Sexismus kritisch Martins (2014):
    https://waldorfblog.wordpress.com/category/sexualkunde/

    Kosmisch gibt es bei Steiner (1910) die Geschlechtertrennung durch den Mondenaustritt 13.231 f., irdisch die Geschlechtsreife als Geburt des Astralleibes (13.425).

    „Überhaupt können wir die Wesenheiten, die bis zum Hinausstoßen des Mondes entstanden waren, als eine Art weiblicher Wesenheiten bezeichnen, denn alle befruchtenden Kräfte kommen von außen, von der Sonnenkraft. Erst auf einer Erde, die den Mond ausgestoßen hatte, so daß die Sonne nun einen ganz anderen Körper beschien, konnte das alte und undifferenzierte Weibliche sich trennen in Männliches und Weibliches, so daß mit dem Verhärtungs- und Knochenbildungsprozeß der Übergang in das Geschlechtliche stattfand. Und damit war die Möglichkeit gegeben, das Ich in richtiger Weise auszubilden.“ 99.125 f.

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    1. SEXISMUS
      Bezeichnung für alle Formen der Unterdrückung und der Benachteiligungen aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit.
      //
      Sexualität ist nur ein (sicherlich wesentlicher) Aspekt dieser facettenreichen Thematik, 'sex' wird hier jedoch im Sinne von 'gender' verwendet...

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    2. Also ich denke sexuelle Ängste sind DER zugrunde liegende Aspekt des Sexismus. Immer, da ist es egal wie direkt und primitiv oder auf andere, "höhere" Ebenen solche "Spielchen" verlagert werden wenn es sich um intelligente, gebildete Menschenexemplare handelt. Es wird da unterschwellig immer um die Urangst gehen persönlich nicht in der Lage zu sein die Art zu erhalten.
      Bei den Tieren ist das einfach. Da ist es eben so, die begehrten stehen in der Rangfolge oben und der Rest dümpelt irgendwo unten rum.
      Das menschliche Ego will aber immer oben sein und sich nicht mit den unteren Plätzen zufrieden geben. Und wenn man unten steht, oder glaubt es zu tun, dann weicht die Verehrung und Faszination für das andere Geschlecht schnell Gefühlen von Angst und damit Neid, Wut, Haß. Dann wird der Mensch primitiv weil er Opfer einer Urangst wird, dann wird nicht mehr von Mensch zu Mensch geredet, dann spricht nicht mehr das was den Menschen vom Tier unterscheidet (Verstand, Unterscheidungsvermögen, die Fähigkeit einen Schritt zurückzutreten und Menschen und Situationen mit Abstand, sozusagen von aussen betrachten zu können um klarer zu sehen) sondern es denkt, spricht, handelt das sich unterlegen fühlende Männchen oder Weibchen.
      Die eigenen Ängste und gefühlte Minderwertigkeit werden dann als Boshaftigkeiten und Schuld beim "Feind" gesehen, beim Menschen anderen Geschlechts. Da versucht man sie zu bekämpfen, und das heißt der Mann/ die Frau wird als Grundübel zu vernichten versucht, oder, bei den anscheinend oder scheinbar friedliebenderen und klügeren, versucht zu erziehen.

      Tanja

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    3. Ich würde es im Arbeitskontext (privat kann ja jeder machen was er will) eher im Hinblick auf 'Machtspielchen' (WER IST DER BESTIMMER?) betrachten, wobei geschlechtspezifische Merkmale in alle Richtungen eingesetzt werden können...

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    4. Machtspielchen, ja, aber ich wette daß bei denjenigen die bei solchen Machtspielchen nicht nur gegen den anderen Menschen vorgehen sondern gegen die Frau oder den Mann der dieser andere Mensch außer dem Menschsein auch noch ist neben der allgemeinen Unterlegenheitsangst auch noch die geschlechtliche Unterlegenheitsangst hineinspielt.
      "Ich bin der Mann und allein deshalb schon der Bestimmer". Und heute ja auch "Ich bin die Männin und du kleines Männchen machst mit mir nicht mehr was du willst weil ich jetzt sage wo´s langgeht" . Oder in der passiven Leidensrolle "Ich bin das Frauchen das du Mann gefälligst bevorzugt zu behandeln hast, du Schwein."

      Tanja

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    5. Ja, aber ich meine auch subtilere, primär ganz gutmeinende Auseinandersetzungen. Ich merke beispielsweise bei mir selbst, dass ich Lösungsansätzen, die nicht direkt meinen (männlichen) Denkansätzen entsprechen mit viel größerer Skepsis und meist ungerechtfertigten Vorbehalten begegne. Und das kann dann auf Gruppierungen übertragen werden...

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    6. Gibt es das, männliches Denken und weibliches Denken? Vielleicht bin ich in der Hinsicht zu unerfahren oder erkenntnismäßig minderbemittelt. Aber wenn es das gibt ist es doch interessant und kann eine Bereicherung sein Widerstand den man in sich spürt bietet die Chance ins gegengeschlechtliche Denken einzutauen zu versuchen. So könnten die Geschlechtergrenzen ja auch verschwimmen anstatt dicht gemacht zu werden.

      Tanja

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    7. Es ist sicher sehr komplex und insbesondere heutzutage inhomogen und nicht an das tatsächliche Geschlecht gebunden.
      Es gibt unzählige, fast immer deutlich chauvinistische Fallbeispiele für die Unterschiede im Gender-Denken:
      Mänliches Denken
      Vom Problem zur Lösung- mit dem Kopf durch die Wand - ohne Rücksicht auf Kollateralschäden und ohne allen unnötigen Schnick-Schnack (außer wenn' s um die Modeleisenbahn geht - dann darf' s auch mal Verliebtheit ins Detail sein). Hauptsache die Spülmaschine funktioniert wieder, ob der Rest der Küche zertrümmert ist, spielt keine Rolle.
      Weibliches Denken
      Berücksichtigung aller Umstände - eine konkrete Lösung ist nicht in Sicht und könnte sich auch erst dann abzeichnen, wenn sich das Problem ohnehin schon auf andere Weise gelöst hat...

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    8. @Tanja

      Aber wenn es das gibt ist es doch interessant und kann eine Bereicherung sein Widerstand den man in sich spürt bietet die Chance ins gegengeschlechtliche Denken einzutauen zu versuchen. So könnten die Geschlechtergrenzen ja auch verschwimmen anstatt dicht gemacht zu werden.
      //
      Ich denke (bin sogar fest überzeugt), dass im Verständnis für (beispielsweise) solche Unterschiede (auch unter Berücksichtigung dessen, was Ton Major hier anführt) der eigentliche Schlüssel zur Überwindung jeglicher Art von Chauvinismus liegt (sofern guter Wille verfügbar ist).
      Dieses wunderbare Gefühl von Bereichrung und Weitung des Horizontes, wenn man die eigenen Denkschranken in die eigenen Schranken weist und sich anderen Auffassungsmöglichkeiten zugänglich macht ist so unglaublich überzeugend...

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    9. Männliche und weibliche Schaltlogik. Ich hab auf den link geklickt, Stephan, und kann nur sagen: das ist das Schöne an den Frauen!

      .. und nur ein einziger männlicher Knopf - diese Phantasielosigkeit ist für Frauen schwer zu verstehen.

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    10. Ich sage Dir Friederike, das ist soooo charmant-komfortabel:
      Morgens an, abends aus - genialer geht' s einfach nicht!
      Während der Mann abends direkt in die Non-REM-Phase umschaltet, ist die Frau mit dem stufenweisen Heunterfahrens ihres Systems und dem mühsamen manuellen Beenden abgestürzter Tasks ihres Multi-Tasking-Systems mittels Task-Manager, bis der Mann morgens schon wieder unter Umgehung der Aufwachphase direkt aus dem Tiefschlafmodus in den Wachzusand umschaltet...
      //
      Einfach nur empfehlenswert!

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    11. (...) mittels Task-Manager beschäftigt bzw. absorbiert, bis der Mann(...)

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    12. Wie recht du hast, es ist manchmal so kompliziert Frau zu sein!

      Und trotzdem möchte das kein Mann missen - denn früher oder später wird der charmant-komfortable Einfachschalter doch recht langweilig.

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    13. Mann sein könnte sooo einfach sein, wenn man nicht ständig technischen Support beim Beenden der abgestürzten Tasks leisten müsste!

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    14. Schon wieder hast du recht, es stimmt - es ist einfacher für den Mann, technischen Support zu leisten, weil der ja nicht unter tausend Möglichkeiten zu wählen hat. Steckt einfach den Stecker rein und schon funktioniert das Gerät wieder.

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    15. Gebt acht, Connie St Louis könnte mitlesen...
      m.butty

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    16. stephan, sieht ja wirklich gruselig aus dieses Monster, da versteht man doch das verstörte Frauenherz gleich viel besser ;-) ... mich erinnert dieses Gebilde allerdings eher an den Turm(bau) zu Babel oder an die Tarotkarte-der Turm, so im ersten Moment ;-)
      (und hier gemütlich Kaffee trinken, nee, auch nicht soooo gerne...aber wer weiß, vielleicht ja gerade hier ;-)

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    17. @Mischa

      http://www.quotesvalley.com/images/15/a-lie-can-travel-half-way-around-the-world-while-the-truth-is-putting-on-its-shoes-7.jpg

      Mark Twain

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    18. @valentin
      Im Vergleich zur Cafeteria ist der Coffee to go amAmmoniak-Ofen immer noch die schnuckeligere Variante...

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    19. Mischa, da sehe ich überhaupt keine Gefahr. Connie würde sofort erkennen, dass es sich bei unserem Gespräch um einen wissenschaftlichen Diskurs handelt, fern eines „Kleines-Mädchen-auf-dem -Schoss“ Niveaus.
      Männer und Frauen unterscheiden sich in ihren kognitiven und motorischen Fähigkeiten nun einmal beträchtlich, ich finde das wunderbar so.
      Männliche Gehirne sind stark lateralisiert, wenn Männer z.B. reden, ist nur ihre linke Gehirnhälfte aktiv, bei Frauen leuchten sämtliche Areale der linken und der rechten Gehirnhäften auf – wie New York bei Nacht. Alles vernetzt, ein Traum!
      Das kommt daher, dass bei Frauen der Gehirnbalken um etwa ein Viertel dichter ist als bei Männern, da ist jedes Wort mit einem Bild, einem Gefühl, einer Erinnerung und einer in die Zukunft gerichteten Vermutung verbunden
      Und wie Stephan schon sagte, er legt sich abend hin, zieht den Stecker raus und geht direkt in die non-REM Phase, während eine Frau die Lichter einer Metropole ausmachen muss.
      Frauen sind nun einmal holistischer und Männer kommen einfach gleich auf den Punkt. Ein wunderbares Gespann, finde ich.

      So, jetzt muss ich auch einen Schalter umlegen und auf 'männlich' schalten, weil ich eine Menge zu tun habe und gerstern bei der Spaßerei nicht viel gemacht habe.

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    20. Mehr noch: Frauen schalten die Lichter der Metropole nicht einfach nur aus, sie dimmen sie mittels multipler Drehregler in einer Sinfonie des Lichtes herunter, bis am Finalen Paukenschlag wieder ersten Sonnenstrahlen am Horizont erscheinen.
      Der Mann wäre schon mit einem einzigen Drehregler restlos überfordert,
      DARUM MUSS ES AUCH UNBEDINGT EIN KIPPSCHLTER SEIN!

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    21. ..... voher nochamls dies hier:

      Tarot – der Turm

      Zusammenbruch der Illusion. Der Blitz schlägt in das Glaubensgebäude ein. Der Fisch wird jetzt in das kalte Wasser geworfen.
      Beim Turm im Tarot geht es um Erschütterung und einen Zusammenbruch. Das sieht zunächst schrecklich aus – was es auch tatsächlich (zunächst) ist. Aber der Turm ist hier ein Symbol für unser geistiges Gefängnis um unser Bewusstsein in die Wirklichkeit zu schicken.
      Es ist Nacht. Der Turm ohne Türen steht machtvoll und uneinnehmbar auf dem zerklüfteten Felsen. Er schirmt seine Bewohner von der scheinbar gefährlichen Welt ab. Ein Gewitter zieht auf. Plötzlich trifft ein gewaltiger Blitz aus dem Himmel mitten in die Spitze des Turms ein. Die königliche goldene Krone des Turms wird von der Spitze heruntergeschlagen. Der Turm brennt und Nichts und Niemand wird sein Abbrennen verhindern können. Die Bewohner des Turms stürzen in Todesangst aus den obersten Fenstern. Sie werden nie wieder in der vermeindlichen Sicherheit des Turmes existieren können. Der Aufschlag auf den steinigen Boden der Realität wird hart und schmerzvoll......... dieser Turm ist wie ein Gefängnis gebaut. Er repräsentiert eine starre Denkstruktur, die keine äußere Wahrheit zulassen will.

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    22. @Stephan
      ach du, die cafeteria sieht doch auch ganz nett aus...mir wäre es egal wo wir uns treffen... aaaaaber das wird wohl eh wieder nix ;-) Jostein hatte sich ja auch schon mal ein Treffen gewünscht...aber irgendwie scheint die Egoistengemeinde doch etwas phlegmatisch zu sein ;-) Trotzdem versuchen würd ichs ja gerne...und deshalb - hier mal ne e-adresse von mir, wo man sich melden kann, um Wunschorte, Zeitangaben usw. abzugeben (sollte vielleicht eher im Frühling oder Sommer sein)...email:
      Kaffee-und-Kuchen-Treff@t-online.de
      :-)

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    23. Lieber Valentin,
      ich sehe eigentlich keine Alternaive zu Wien (vorausgesetzt natürlich Friederike und Ingrid regeln die nächtliche Beleuchtung der Metropole)...

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    24. Ja, Wien wäre natürlich sehr schön und athmosphärisch, da kommt doch schon vom Zuschauen dieses Films Freude auf :-)

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    25. Und zu Steiner hat Wien ja tatsächlich auch eine nicht geringfügige Beziehung...

      [Wir können uns natürlich auch im Speisehaus in Dornach treffen, allerdings stroßen wir da spätestens beim Heizhaus wieder auf die gestern hinlänglich erörterte Phallus-Problematik...]

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    26. @Friederike

      "Das kommt daher, dass bei Frauen der Gehirnbalken um etwa ein Viertel dichter ist als bei Männern, da ist jedes Wort mit einem Bild, einem Gefühl, einer Erinnerung und einer in die Zukunft gerichteten Vermutung verbunden..."

      Siehste, also auch'n Turm ;-)) So hätte man doch den Bau AUCH sehen können, eben als weiblichen Gehirnbalken...viele viele Lichter noch dran und schon hätten sich die Emanzen überzeugen lassen ;-))

      "Frauen sind nun einmal holistischer und Männer kommen einfach gleich auf den Punkt. Ein wunderbares Gespann, finde ich."

      Ja, sehe ich auch so, ein lebenslanges Lernen ist das. Aber als unumstößliche Tatsache (also von vorherein) kann ich das auch nicht sehen. Ich kenne sehr viele holistische und intuitive Männer, die sogar manchen Frauen Konkurrenz machen könnten ;-)

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    27. Jetzt ist der Groschen gefallen!
      Die Feministinnen empören sich völlig unberechtigt über Phallus-Symbole, wo Männer aller Zeiten doch nur dem weiblichen Gehirn-Balken ein Standbild errichten wollten...

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    28. Tschuldigung, soll heißen...

      FeministInnen

      ...könnte ja auch FeministInnen mit männlichem Gehirnbalken geben!

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    29. "Und zu Steiner hat Wien ja tatsächlich auch eine nicht geringfügige Beziehung..."

      Ohja, eben! Da muss man dann noch nur die richtigen Pranastränge anzapfen (was nicht schwer sein dürfte) und schon befinden wir uns in der guten alten Theosophen-Zeit ;-)
      (geht bestimmt auch ohne Wiener Würstchen und Cognac ;-)

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    30. "nur noch"...sollte es heißen...

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    31. genau Stephan, im Grunde war der Turm eine Huldigung des ewig Weiblichen!!! wenn auch unbewußt leider...und die Lichter fehlten wohl auch :(

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    32. Corpus Callosum (Gehirnbalken)
      https://de.wikipedia.org/wiki/Corpus_callosum#/media/File:CorpusCallosum.svg

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    33. Über die verbindende, lemurische Eva und die Willensnatur der Männer hat Steiner 1904 dezidiert geschrieben:

      Nur derjenige kann die Entwickelung der Menschheit richtig verstehen, der berücksichtigt, daß die ersten Fortschritte im Vorstellungsleben von den Frauen gemacht worden sind. Die mit dem sinnigen Vorstellungsleben, mit der Ausbildung des Gedächtnisses zusammenhängende Entwickelung von Gewohnheiten, welche die Keime zu einem Rechtsleben, zu einer Art von Sitte bildeten, kam von dieser Seite. 11.64 f.

      Vgl. http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/hirnforschung-maenner-und-frauen-sind-anders-verdrahtet-a-936865.html/

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  9. Ja, Gender (soziales Geschlecht) ist bei Steiner: der veränderliche Ätherleib. Für ‘das Seelenleben‘ heisst das damals (1907) stereotype:

    “Nun müssen wir uns an die Tatsache erinnern, daß in gewisser Beziehung der Mensch sich einen Rest der alten Zweigeschlechtlichkeit erhalten hat insofern, als beim heutigen Menschen beim Manne der physische Leib männlich und der Ätherleib weiblich ist und beim Weibe umgekehrt; da hat der physisch weibliche Leib einen männlichen Ätherleib. Diese Tatsachen eröffnen uns interessante Einblicke in das Seelenleben der Geschlechter. Die Aufopferungsfähigkeit des Weibes zum Beispiel im Liebesdienste hängt zusammen mit der Männlichkeit ihres Ätherleibes, während der Ehrgeiz des Mannes erklärt wird, wenn wir die weibliche Natur seines Ätherleibes erkennen.“ 99.126

    Allerdings relativierte Martins, 2011 (https://waldorfblog.wordpress.com/2011/05/19/licht-mehr-licht-zu-jana-husmann/, vgl. Husmann 2015, xKNLCgAAQBAJ):
    „Zwar weiß auch ich seit Judith Butler, dass die Trennung von gender und sex, also: “kulturell konstruiertem” und biologischem Geschlecht, hinfällig ist…“

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  10. Das grosse Binnen-I ist genauso gut Vulvasymbol mit vitalen Eigenschaften:
    [Butler] stellt die biologische, binäre Konstruktion der Zweigeschlechtlichkeit radikal in Frage und sprengt jede kausallogische Fundierung von körperlichen Geschlechtsmerkmalen und sozialer Geschlechtsidentität. Damit wendet sie sich konsequent von der feministischen Idee einer Unterscheidung von sozialem (Gender) und biologischem Geschlecht (Sex) ab.
    Diskurse über die eindeutige Geschlechtszuweisung finden, so Butlers Darstellung, immer wieder statt und sind deshalb Veränderungen unterworfen. So ist die Einordnung in eine geschlechtliche Norm insoweit instabil, als die Norm an sich bereits durch Diskurse ebenso verändert wird wie die Zuordnung zu ihr. (Wiki/Judith_Butler)

    Steiner redete 1907 von umgekehrter Beeinflussung und Tendenzen von aussen auf den Lebensleib:

    “Nun müssen Sie sich klar sein, daß beim Manne der stärkere Einfluß auf den Ätherleib ausgeht vom Monde und der stärkere Einfluß auf den physischen Leib von der Sonne. Bei der Frau dagegen ist es umgekehrt: der physische Leib wird beeinflußt von den Kräften des Mondes und der Ätherleib von denen der Sonne.“ 99.126
    „Aus der früheren Zweigeschlechtlichkeit her hat sich im weiblichen Wesen die Tendenz erhalten, die Nachkommen ähnlich zu gestalten. Im männlichen Wesen wirkt der Einfluß anders; in ihm wirkt die Tendenz, die Verschiedenheit, die Individualisierung hervorzurufen, und dadurch, daß die männliche Kraft in die weibliche einfloß, wurde immer mehr Unähnlichkeit erzeugt.“ 99.127

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  11. DIE GESCHLECHTER-HÖLLE

    Frei zu sein
    auf einem Bein
    ist schwierig,
    wenn dir gierig
    dein Weib
    im Ätherleib
    ein Strich
    macht; sprich
    das Wort mit I nicht aus,
    denn dein Phallus
    kann dein Fall
    zum Fall
    bringen,
    so dass das Ringen
    um die Freiheit
    der Geilheit
    Vorrang gibt
    und du verliebt
    ein Doktorhut
    muss resolut
    verschieben eben
    auf das nächste Leben.

    Frau im Mann
    zu sein, ist dann
    viel leichter,
    wenn Geister
    tun, was Frau
    haargenau
    mit Äthermann
    im Gespann
    verzichtet zu sagen,
    weil Unbehagen
    bei beiden Arten
    nur zu Fahrten
    ohne Gebühren
    irgendwann führen
    in den Höllenpfuhl,
    wo es keinen Stuhl
    und kein Divan
    für Mögen und Fan
    sind – ob Mann und Frau,
    denn da ist Willens-Stau,
    Fühlens-Einbahnstraße,
    Anthro-Denkens-Phrase
    und keine Dreilicht-Ampel
    sondern nur das Geschlechter-Trampel.

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