Paul Holenstein anthroposophisch- astrologische Forschung

So weit ich von Paul Holenstein selbst gehört habe, ist er durch eine fortschreitende Seh- Behinderung kaum zu Korrespondenz oder weiteren Forschungen in astrologischen Tabellen in der Lage. Paul Holenstein ist 1939 geboren. Er hat sich einer spezifischen Sichtweise zur Methodik seiner Forschung bedient, nämlich des Vergleichens des Todes- Horoskops einer geschichtlichen Person mit dem Geburts- Horoskopen historisch späterer eventueller Reinkarnationen.

Entdeckte "Passungen" werden dann von Holenstein im einzelnen verfolgt, die Schritte des Denkens selbst bedenkend, und aber dann auch die konkreten Diagramme vorgelegt.

Auf der hier aufgeführten, zweiten Website, mit dem unaussprechlichen Namen reinkarnations-astro.info, findet der Interessierte alles weitere- auch den Link zur ersten Seite Herrn Holensteins, die viele seiner speziellen Untersuchungen zu Reinkarnations- Reihen aufführt.

Bei dem, was wir hier gerade betrachten, handelt es sich vor allem um Persönlichkeiten wie Raimundus Lullus, aber es gibt auch spezifische Hinweise auf Rudolf Steiner. Dazwischen tummelt sich vieles aus dem spezifisch katholischen Interessenbereich- etwas Persönlichkeiten um Lourdes herum. Dann wiederum entdeckt man etwas über die Reinkarnation Johannes des Täufers und anderer. Dabei geht Holenstein von klaren Aussagen Steiners aus, die er mit seinen Mitteln überprüft. Aber auch mit Stil und Feingefühl für das Detail.

Zum Täufer: "Am 8. Mai 1912 enthüllte Rudolf Steiner das Geheimnis des Täufers Johannes: In seinem vorherigen Erdenleben war er der Prophet Elias gewesen, in der folgenden Inkarnation war er Johannes der Täufer, im 15. Jahrhundert war er der Maler Raffaël und 1772 wurde er unter dem Namen Friedrich von Hardenberg (Novalis) von Neuem geboren."

Die von Steiner vorgeschlagene Beziehung zwischen Johannes und Raffael erweckt wegen der erheblichen Zeitspanne dazwischen Erstaunen: "Zwischen dem Tode des Täufers und Raffaels Geburt sind 1453 Jahre verflossen. In dieser Zeitspanne hätte mindestens eine weitere Reinkarnation stattfinden können. In den Vorträgen, die Rudolf Steiner über dieses Thema hielt, erwähnte er jedoch nie eine Zwischeninkarnation. 

Es soll nun gezeigt werden, dass, nach astrologischen Reinkarnationsgesetzen, der Tod des Täufers direkt zu Raffaëls Geburt hinführt."

Dies nicht mehr als ein Hinweis auf eine wiederum ganz andere Art des Zugangs zu Aussagen Rudolf Steiners- den Grad und Eigenheiten astrologischer Korrelationen einer eventuellen Reinkarnationsfolge zu betrachten.

Kommentare

  1. Anders als vormals der Anthroposoph Otto Willy Sucher, der sich in seinen Sterndeutungs-Versuchen mit den Planetenknoten, den Schnittpunkten der heliozentrisch betrachteten Bahn-Ebenen beschäftigte, konzentriert sich Paul Hohenstein auf Betrachtungen der scheinbaren Vor- und Rückläufigkeiten der Planeten (wenn wir aufgrund der verschieden großen Kreisbahnen einen Planeten scheinbar überholen, oder von ihm überholt werden im Lauf des ekliptischen Karusells). Diese Vor- und Rückläufigkeiten nennt man auch Planetenschleifen. Paul Hohenstein kommt zu überraschenden Übereinstimmungsmomenten. Astrologie sucht immer Hinweise - auf eine verborgene Ordnung in der Welt der Phänomene. Sie will nicht unbedingt die - endgültige - Ordnung offenlegen. Astrologie ist eigentlich ein Spiel. Ein nachdenkliches Spiel. Aber nie eine Wissenschaft, die klare Gesetzmäßigkeiten freilegen, und diese dann in Formeln faßbarer zu machen sucht. Der Astrologie haben immer Näherungen und Andeutungen und Hinweise genügt. Sie würde letztendlich zur Schwarzen Magie, wenn sie so, wie man ihr unterstellt, Schicksalsgestze offenlegen könnte so, daß man so richtig hineinfassen kann, und hineinpfuschen ins "Getriebe" des Schicksals, so, wie ja schon früh - bezüglich der realen Umwelt und "Natur"- im Aufgang der Industrialisierung die Begradigung der Flußläufe und die zielstrebigen Monokulturen die physische Landschaft aufgehoben und teilweise ungeschehen (ohne Zukunft und Zufall, im menschlichen Plan und Kalkül nun auf immer des Eigen-Geschehens enthoben) gemacht haben. Nein, Astrologie versucht da, wo sie sich selbst begreift und versteht, anders als die Technologie oder die Wissenschaft, im Ungefähren zu bleiben, im Nie ganz Entschiedenen, um die Offenheit der Ahnung zu wecken, und nicht die exakte Wahrnehmung zu schärfen.

    Willy O. Sucher versuchte mit heliozentrischen Horoskopen zu arbeiten, die er "Asterogramme" nannte. Auch ihn interessierten die Vergleiche von Geburts- und Todes-Horoskopen. Sein Stil ist teilweise unangenehm mit Emphasen durchsetzt, die er wahrscheinlich für "poetische Sprache" hält. Auch beim bodenständigen Werkstatt-Astrologen tauchen öfter so geschwollene Begriffe, wie "Widerstreit von Genius und Dämon in der Brust begabter Menschen" auf. Eine Sprache, die mir schon bei Goethe gegen den Strich geht. Auch wenn man sich im Bereich astrologischen Denkens bewegt, welches mit der konventionellen Wissenschaft immer weniger gemein hat, je weiter man sich in diese Anders-Welt vorwagt, muß deshalb die Wortwahl nicht gleich dicke Blasen werfen.
    Ja, Paul Hohenstein ist da viel feiner und zurückhaltender in seiner Sprache und seinen Hinweisen.
    mischa butty

    AntwortenLöschen
  2. Ein Beispiel für unpoetische Sprache, vom "Ur-Akademiker":
    Johann Wolfgang von Goethe

    "Urworte, orphisch
    ΔΑΙΜΩΝ, Dämon
    Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen,
    Die Sonne stand zum Gruße der Planeten,
    Bist alsobald und fort und fort gediehen
    Nach dem Gesetz, wonach du angetreten.
    So mußt du sein, dir kannst du nicht entfliehen,
    So sagten schon Sibyllen, so Propheten;
    Und keine Zeit und keine Macht zerstückelt
    Geprägte Form, die lebend sich entwickelt. "

    Das ist derbe Marktschreierei. Ich? Du? .. der Welt "verliehn"? Ein Menschenschicksal ist nicht angetreten, wie auf einem Kasernenhof, auch der Begriff "Urworte" ist poetisch ein Graus... und das "schon die Sybillen ..." hat was typisch bürgerliches: Wie oft hörte mans als Junge "Schoon die alten Krieschen haben gesaagt! .. (Zeigefingerin die Höh!)" Goethe konnte wunderbar beschreiben, aber seine Dichtung hat bestenfalls das Niveau von Schlagertexten, leider hat mancher (auch Anthroposoph in seinem ductus ) sich an dieser derben "Poesie" orientiert...
    --------------------------------------
    Hier ist eine zärtere Sprache:

    3. und 4. Strophe der Rheinhymne von Friedrich Hölderlin

    "Die Stimme wars des edelsten der Ströme,
    Des freigeborenen Rheins,
    Und anderes hoffte der, als droben von den Brüdern,
    Dem Tessin und dem Rhodanus,
    Er schied und wandern wollt', und ungeduldig ihn
    Nach Asia trieb die königliche Seele.
    Doch unverständig ist
    Das Wünschen vor dem Schicksal.
    Die Blindesten aber
    Sind Göttersöhne. Denn es kennet der Mensch
    Sein Haus und dem Tier ward, wo
    Es bauen solle, doch jenen ist
    Der Fehl, daß sie nicht wissen wohin?
    In die unerfahrne Seele gegeben.

    Ein Rätsel ist Reinentsprungenes. Auch
    Der Gesang kaum darf es enthüllen. Denn
    Wie du anfingst, wirst du bleiben,
    So viel auch wirket die Not,
    Und die Zucht, das meiste nämlich
    Vermag die Geburt,
    Und der Lichtstrahl, der
    Dem Neugebornen begegnet.
    Wo aber ist einer,
    Um frei zu bleiben
    Sein Leben lang, und des Herzens Wunsch
    Allein zu erfüllen, so
    Aus günstigen Höhn, wie der Rhein,
    Und so aus heiligem Schoße
    Glücklich geboren, wie jener?"
    --------------

    Ich denke, daß es gerade in so einem heiklen Terrain wie dem der Mantik und Divination, der ganz abstrakten Glasperlenspielerei, wie es eben Astrologie eine ist, auf zarte, poetische und da und dort auch zurückhaltende Sprache ankommt, dann, wenn man inmitten von dem, was man Deutung nennt, ankommt.. Wenn es um Gesellschaftskritik oder die Empörung gegen das Amusische und Verrohende das Thema ist (gegen Völkische Triumphe?) vielleicht nicht, aber das ist ein anderes Spezialgebiet des Sprachlichen Umgangs...
    m.butty

    AntwortenLöschen
  3. Es wird in Anthrokreisen mannigfaltig kolportiert, daß eine der vorigen Inkarnationen des Doktor der Schiiiooo.. hrm.. der Schiona-Tulander aus der Parzivalgeschichte gewesen sei. Mag sein, daß Steiner es einmal jemandem erzählte, ich weiß nicht, woher es kommt, kenne keine schriftliche Quelle hierzu. http://anthrowiki.at/Sigune_und_Schionatulander ... https://de.wikipedia.org/wiki/Sigune

    Werner Greub, Wolfram von Eschenbach und die Wirklichkeit des Grals, Philosophisch-Anthroposophischer Verlag, Dornach/Schweiz, 1974

    Werner Greub, den Paul Holenstein in seiner Buchtitelliste hat, wo es um das Thema "Schionatulander" geht, ist extrem umstritten. Ich habe dieses Buch vor über 20 Jahren gelesen, und mir die Augen gerieben, denn Werner Greubs Buch erzeugt auf der Oberfläche einer naiven Seele wirklich eine Gänsehaut, auf der kleine Federchen wachsen, man möcht losfliegen in eine weite Märchenwelt, die sich da inmitten der realen Welt aufzutun scheint. Soweit ich mich erinnere, arbeit Greub heraus, daß die Gralsburg exakt in Dornach in der Schweiz gestanden haben muß, dort, wo heute das Goetheanum steht.
    Für Greub steht dies von vornherein sowieso fest. Sein Buch über die wirkliche Wahrheit des Gralsgeschehens in und um Dornach, wo einst die Gralsburg, nach Greub, gestanden haben muß, ist daher eine fleißigst recherchierte Sammlung aller möglichen quellenmäßigen und archäologischen Interpretationen der Hinweise, daß Dornach Zentrum der Parzivalgeschichte ist - inklusive Überprüfung der Angaben über Wegstreckendauer und Sternenkonstellationen, wofür Greub damals noch ein Planetarium bitten mußte, sein Programm drei Tage rückwärts auf ein spezielles Datum, was bei von Eschenbach angegeben ist, zurückzudrehn

    Da Sache wird deshalb schon (und gesetzt selbst, es "täte stimmen"!) problematischst, weil Dornach damit eigentlich, meines Erachtens, zu einem "Geheimen-Gegen-Rom" des "Esoterischen Christentums" wird, und damit in irgendeine Opposition zu den Amtskirchen gestellt wird, die ja immerhin alle drei "konstantinisch" römischen Ursprungs sind, auch die Byzantinische Kirche. (Der Katholoizismus ist "nur" von Byzanz für abtrünnig erklärt worden, die Evangelischen Kirchen sind von Rom abtrünnig, so what? Amtskirchen...)

    Hier wird in schlichten Gemütern (und viele Anthroposöphchens sind ein wenig gebildete, aber schlichte Gemüter) eine Vorstellung aufgeblasen, daß der Hügel zu Dornach in Wirklichkeit ein Nabel der Welt sei, der auf Augenhöhe mit Rom, Konstantionopel/Istambul, Moskau und Mekka und Jerusalem sei, mindestens. Da bekommt das Erscheinen der Stigmatisierten dort einen ganz anderen, gänsehäuternen Stellenwert.

    Oder, andere Ecke: Auch die Stabbrechungen gewisser Anthroposophen über Flüchtlinge aus Syrien u.a.im Angesicht aktueller Politik werden verständlich, nämlich in ihrer Anmaßung einsehbar! - wenn man bedenkt, welche Größe von Weltgeltung sich ein Anthroposophist anmaßen kann. Dornach ist, freilich psst, im Geheimen, aber "vom Erzengel Michael" "geistig gedeckt" (damit einer Atommacht ebenbürtig?) auf Augenhöhe mit Moskau, Mekka, Jerusalem, ... usw.

    Schwierig, solche Bücher wie das von Werner Greub. Tun wir es in den Giftschrank. Auch wenn seine Intetion - ich weiß es nicht - eine eher harmlose gewesen zu sein scheint. Allerdings allein schon das Bild des Hl. Gral ... ist so oft zu einem Zeichen geworden, nämlich zu einem politischen Amulett, einer Drohgebärde auf vielen Wappenschilden...

    Natürlich möchte ich Paul Holenstein daraus keinen Vorwurf machen, daß er auch in diese Richtung die Planetenschleifen über Grundkonstellationen untersucht hat.
    m.butty

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Greub, der also anthroposophisch "heraus arbeitet", dass Dornach der Grals- Vatikan der gläubigen wahren esoterischen Christenheit sei, war in den 70ern wohl populär, aber doch sicher in einer Hardcore- Gemeinde. Die Szene war damals breit, überlappte mit allem möglichen Alternativen, Aufbruchsstimmung, selbst politisch, selbst in dieser Szene. Dieser mit sich selbst beschäftigte reaktionär- sektiererische Kernbereich, der einer erfundenen eigenen Bedeutsamkeit anhängt ("Gral"), hat die 70er und die 80er und die 90er und alles, was da Gegenwart bedeutet, abperlen lassen. Da ist das, was das bedient, mit "Gift" präzise beschrieben. Ich denke, der größte Teil des anthroposophischen Kernbereichs ist heute in einem solchen Giftschrank gut aufgehoben. Die Tätigen in den Institutionen sind von diesen Spinnern doch meist völlig abgekoppelt.

      Löschen
    2. Greub basierte 1974 auf Kepler’s inkorrekte Annahme, dass der ’Stern von Bethlehem’ (Dreikönigstag) mit einer spezifischen Konjunktion von Saturn und Jupiter in 7 v.Chr. zusammenhänge. Eine exakte Wiederholung dieser Konstellation hat dann 848 (’Parzival Gralskönig’) und 1702 stattgefunden.
      Vgl. http://www.astrologiedhs.de/html/4.html

      Löschen
  4. Astrologie ist keine Wissenschaft. Das kann man, auch hinsichtlich der Arbeitsmethoden der vielen Astrologischen Schulen, nicht oft genug wiederholen. Astrologie ist ein Spiel, wenn man so will, eine Variante eines der Glasperlenspiele, die Hermann Hesse in seinem Roman über den Magister Ludi Josef Knecht angedeutet hat.

    Es gibt so viele Stilrichtungen, Varianten, Arbeitsmethoden, Herangehensweisen unter unterschiedlichsten Voraussetzungen, und jeder Denker, der im Themenkreis der Astrologie etwas Eigenes hervorgebracht hat, nutzt meist einen ganz eigenen Fachsprach-Wortschatz, der nirgends anderswo zu finden ist, und der auch nur in seinem ihm eigenen System benennt und aufzählt und orientiert. Schubladisiert. Ordnung muß sein.

    Es ist meines Erachtens nicht hilfreich, eine Große Zentral-Astrologie anzustreben, in der es den Standard eines verbindlichen Fachsprach-Wortschatzes zu geben hat, der dann zu Prüfungswissen einbetoniert wird. Beuys tat den wertvollen, hoffentlich noch nicht vergessenen und "geflügelten" Ausspruch: "Ideen bewegen Menschen, oder bleiben in Kunstwerken und Institutionen zurück."
    Zumindest Astrologie und Glasperlenspiele sollten vor dem Korsett einer gewissen Institutionalisierung verschont bleiben. Insofern mag es ein Segen sein, daß Astrologie von ihren Proselyten und Kritikern mißverstanden bleibt, und gerade von Kritikern voll Ingrimm als Humbug verurteilt wird.

    Wer gegenüber dem Hohn und Spott, welcher der Astrologie entgegengebracht wird, nicht entspannt bleibt, oder eine ihm sehr einsichtige sterndeuterische Herangehensweise als die wirklich einzig mögliche glaubt, gegenüber Uneinsichtigen verteidigen zu müssen, bleibt ein Prolselyt. Der noch nicht einmal den weißen Gürtel verdient. ;-))

    Eine gemeinsame Basis haben sämtliche Astrologien, und das ist die Astronomie, und deren räumlich geometrische Konstruktionen, die dann zeitlich und rhythmisch in Bewegung gesetzt werden, die Unterteilungen der Bahnebenen, deren Verhältnisse zueinander, und die Lokalisation und Benennung und Geschwindigkeit sichtbarer und unsichtbarer Himmelsobjekte und deren Bahnschnittpunkte. Allein die Raum-Zeit-Geometrie des Sonnensystems ist eine mathematische Symphonie.

    Da gibt es topozentrische Phänomene, Sonnen-Auf- und Untergänge im Jahreslauf, da gibt es Phänomene auf der Ekliptik, wie etwa Finsternisse und Sarosperioden.

    All diese Dinge aus dem Inventar der konventionellen Wissenschaft sind genug Standard und Basis, um sich von dort aus die astrologischen und astrosophischen Operationen aller möglichen Sterndeute-Schulen zu erschließen.

    Auch die ewige Frage nach den "verschobenen Sternbildern" ist eine Frage, die eher aus einem Defizit bezüglich des astronomischen Vokabulars und der anschauenden Nutzung dieses Vokabulars hervorgeht, und nicht in "astrologischen Irrtümern" begründet ist.

    Sternbilder dienten ursprünglich in meditativer Sternenschau, in Astronomie und Himmelsgeometrie (Kalender) und dann bei der Orientierung in Steppen-, Wüsten-, Seefahrt zur Auffindung der einzelnen Lichtpunkte, Himmelsregionen und Himmelsrichtungen. So unterschied man auch Wandel- und Fixsterne. Heute sind ja vielen Hobby-Astrologen nicht einmal die Ursachen und Rhythmen der Mondphasen geläufig. (Mancher glaubt es kaum..)

    Das, was man heute "siderischer Tierkreis" nennt, das sind Bilder am Himmel. Sie zählen zu den 88 Sternbildern, die per Kommission standardisiert und auf Himmelskarten definiert festgelegt wurden. Der modernen Astronomie sind sie nicht mehr vonnöten. Auch hier hat sich ein Rest "Spiel" erhalten.
    m.butty

    AntwortenLöschen
  5. Der "siderische Tierkreis" besteht - nicht - aus 12 Zeichen, sondern aus Zwölf Stern-Bildern. Soweit ich weiß, rechnet die Methode Maria Thuns mit den Tierkreis-Bildern. Auch andere Anthroposophen fühlen sich dem direkten Nachthimmel und der Sternenwelt verbundener, wenn sie die Tierkreis-Sternbilder in ihre Spielarten der sterndeuterischen Rechnungen mit einbeziehen.

    Der sog. "tropische Tierkreis" bezieht sich erst einmal auf keinerlei Sterne, er ist nämlich - per se - ein Häuser-System. Man rechnet nicht mit den astronomisch festgelegten Zwölf ekliptikalen Sternbildern, sondern mit 12 Tierkreiszeichen. Der anthroposophisch empfindende Sterndeuter mag sich davon zurückgestoßen fühlen, weil wir uns hier in einer scheinbar bereits "abstrakten Ebene" bewegen.

    Wer ein solches astrologisches System für sich zu erschaffen wünscht, um damit zu spielen, kann sog. "Tropisches" und "Siderisches" ohne weiteres verbinden, in dem er sich bewußt macht: "Das Mundanhaus Widder wird in unseren Tagen und Jahren an seiner Häuser-Spitze vom Sternbild Fisch angeführt!" - "Das Prinzip des Widder ist in dieser Weltenjahr-Epoche ein Fisch!"


    Erst dann, nach den Mundan-Häusern (Tierkreiszeichen der Vier Jahreszeit-Quadranten) werden auf einer ganz anderen Ebene die jeweiligen Stundenhäuser relevant, in deren System die Achsen des Aszendenten /Deszentenen und Imum Coeli und Medium Coeli errechnet werden.

    So ergibt sich die Hierarchie "Ekliptikale Sternbilder" - "Tierkreiszeichen/Mundanhäuser" - "Stundenhäuser mit den vier Achsenpunkten". - "Bestimmung und Interpretation der Planeten-Standorte" - "Aspekte der Planeten aufeinander (Verwirklichungsforderung sich widersprechender Prinzipien z.B.)" - "Transite" ...

    Es gibt extreme Deutungsverfahren, wo dicke Ephemeriden hypothetischer Planeten hinzugezogen werden, und auch neu entdeckte Asteroiden, Zwergplaneten und dazu noch mit den abenteuerlichsten geometrischen Kreis-Aspekten, wo man eigentlich ein Savant sein müßte, um den meditativen Überblick nicht zu verlieren. Ich glaube, einen guten "Magister Ludi" erkennt man daran, daß er eben nicht alle ihm möglichen Aspekte und "Spielsteine" ausreizt, sondern eher mit wenigen grundsätzlichen Aspekten, Häusern und den gegebenen Planeten meditiert und rechnet.
    m.butty

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Michael

    More than 5 years ago, I announced to the English speaking Steiner Internet world that Wibke Reinstein was indeed the reincarnation of Rudolf Steiner.

    You can read the report here on the Philosophy of Freedom website of Tom Last.

    http://philosophyoffreedom.org/node/5250

    Please read far down in the comment section as well, because not only does Wibke Reinstein herself respond, but also the very last comment is by an astrolger/astrosopher who studied Wibke's chart and judged that she was NOT the reincarnation of Herr Doktor.

    I copy his analysis here

    Given the birthdate supplied above, there are very few correspondences between it and Steiner's death chart, to suggest she [Wibke Reinstein] is a reincarnation of RS.

    While there are strong indications of her ability to do fine work with relationship issues, and this 'potential' can be found in RS death chart, there is also a very strong Mercury square Jupiter and Neptune, that provides opportunity for massive delusions.

    There are NO Saturn links between the two charts --- a cornerstone of the Robert Powell theory, however there is a node opposition, and RS death saturn does oppose WR Moon that could do with some further study.

    But just how a Aries Sun, Gemini Moon turns into a Virgo Sun Taurus Moon is a big question.......
    My bet is NO.

    Glen Atkinson

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Natürlich, die, die die sich selbst zugeschriebene Bedeutsamkeit und "Mission" auf die Spitze treiben, halten sich für die Reinkarnation Steiners. Schade, dass dieser astrologische Untersuchungsansatz schon wieder missbraucht worden ist. Es ist, möchte man sagen, davor nichts gefeit außer dem, was man sich tatsächlich meditativ selbst erarbeitet hat.

      Löschen
  7. Michaela @ M.Butty : "Tierkreis"

    Ich habe mal vor längerer Zeit irgendwo folgendes sinngemäss so gelesen: Wenn man den ganzen Tierkreis auffasst als Bild für einen kosmischen riesigen Menschen, dann ist das Zeichen "Widder" das Bild für den Kopf. Weil beim Widder der Kopf besonders prägnant ist. "Stier" soll Bild für Hals und Schultern sein. Man spricht auch vom "Stiernacken" bei manchen Menschen. "Zwillinge" sollen Bild für die zwei Arme und Hände sein. "Krebs" das Bild für die Rippen. "Löwe" soll Bild für das Herz sein, weil beim Löwen das Herz besonders ausgeprägt ist."Jungfrau" Bild für Bauch. "Waage" für die Hüften. Mensch wiegt sich in den Hüften beim Tanzen. "Skorpion" Bild für Sexualorgane.
    "Schütze" steht für die Knie. Früher ein Kentaur mit Bogen, der mit den Knien lenkt.
    Schützen mit Langbogen knieten beim Schiessen. "Steinbock" für die Schenkel, weil dieses Tier starke Beine braucht, um im Gebirge zu klettern. Früher hatte das Bild des Steinbock noch einen Fisch - Schwanz. "Wassermann" steht für die Knöchel. Der Bauer steht bis zu den Knöcheln im Schlamm. "Fische" sollen ursprünglich "Schiffe" gewesen sein, die früher ähnlich Fischen bemalt waren. Bild für die Füsse laut dieser Lesart.

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Danke für Ihre Mitarbeit im Blog.

Egoistisch am meisten gelesen: