Being Jesus (Comix)

Kommentare

  1. Na ja, Michael, welcher Jesus meinst du hier? Es gibt zwei, wie du weißt.

    http://www.huffingtonpost.com/kristina-kaine/the-bible-unlocked-it-too_b_9602658.html

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  2. … stattdessen alle möglichen eigenen Vorstellungen…
    Vgl. das Mandylion: mit schulterlangen Haaren und göttlicher Herrlichkeit. Die feine lange Nase akzentuiert das schmale Antlitz. Der spitze Bart fällt meist in drei Teile. (wiki/Abgar-Bild)

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  3. Hihihi, na, Du scheinst ja richtig festzustecken in Deiner "Kill your idols, fuck the values" Anthropunkattitüde. Kommt das vielleicht von den ganzen Advaita-Lehrern, die Du liest...? Da gibt es ja manchmal etwas allzuviel Nihilismus und anything goes.

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  4. Da gibt es doch noch die Turiner Grabestuch Variante?
    https://www.google.de/search?q=das+turiner+grabtuch&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwj1geWQ-ZzMAhUhBcAKHV0OB3gQ_AUIBygB&biw=1536&bih=702
    m.butty

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    1. "Der Auferstehungs-Blitz!" sagte einst ein Mentor zu mir, habe das Photo geschaffen, ein Werk der geistigen Welt für die Antike, bevor, wie in unserer, der "poststeinerschen" Epoche der "ätherische Auferstehungsleib erschaut" werden könne. Nicht ohne zu erwähnen, daß jüdische geheime Kreise "reichlich Gelder fließen ließen und lassen, um zu verhindern, daß die Wissenschaftler die Echtheit dieses Reliktes der Auferstehung.." usw. "Aber warum denn?" fragte ich, weil es mir auch auf den Wecker ging.. "Weil der jüdische Intellektualismus das Soziale nicht anerkennt, wie es auch von der Dreigliedeung ausgeht, und jüdisch/amerikanische Hochfinanzpolitik eine Magie ist, welche vom Christusimpuls in Frage gestellt wird!" war die Antwort. "Und deswegen zahlt man Geld für ein antikes Leichentuch falsch untersuchen zu lassen?" Unbewußtes, Magie, Geheimgesellschaften. Heute erbricht das Internet Videos, wo das 1000 fach verwurstet abgelabert wird, mit den Heizdecken-Kaffeeservice-Kaffeefahrt-Rentnern im Publikum von Veranstaltung mit Overhead-Projektor-Vertrteter, unter dem Videos steht oft 5:12:32, 8:48:12 ... lange Vorträge, und dennoch viel, z.B. 36 534 Aufrufe o-: ! Und immer stur antisemitismus. Das Wasserzeichen nicht nur einer erbärmlichen spirituellen Unreife. Sondern auch das Erkennungszeichen einer willenlosen Bereitschaft, sich hypnotisieren zu lassen, von jedem Sch..dr.. und Blödsinn. Leider sind unter denen, die sich gern hypnotisieren lssen, und das als "spirituell" bezeichnen, nicht nur Kretins, sondern auch noch reichlich Onkel Doktors. Axell Stoll war auch Diplom-Geologe, is schon nicht nix.

      Es war ein gewisser Rudolf Steiner, der seine vor allem Tanten-Schar lehrte, daß die ganzen Knöchlein, Tücher, Bluturnen, Blutkrumen und halben Gerippe, amputierten Finger, ausgelassene Fettschürzen und Herzen wie getrocknete Lebern von Heiligen, auch Kreuzessplitter, Kelche usw. in einer Vorzeit Zeichen einer degenerierenden Überlieferung seien, und daß ein Fluidum all den mumifizierten Relikten des Verfalls und den alten Gebrauchsgegenständen hafte, wo man noch mit einer Art aurischen Erinnerung, in Spezerln-Kreisen "Aufladung" genannt, in Kontakt treten könne.

      Archäologische Ausgrabungen sind auch faszinierend, das Besichtigen alter Gebrauchsgegenstände hat eine fasznierende und romantische Komponente. Und bei der arglosen Besichtigung von Mumien merkt mancher schon, ob das nicht doch ein bißchen ... pervers ist. Oder ob man zumindest eine innere Sammlung anstreben sollte, bevor man Leichen besichtigt, auch wenn sie 3600 Jahre alt sein mögen.
      Eine andere innere Haltung jedoch, als gierig triebhafte, mesmeristische Schauer, mit der sich Leute innerlich mit echten und falschen relliösen Reliquien verbinden, oder?

      Wenn ich mit Steiners Hinweis, daß man den Reliquienkult nicht mehr brauche, das mache, was in der Schule unter "Transfer-Leistung" verstanden wird, dann bin ich innerlich erst einmal frei, spielerisch mir diese ganze Szenerei um Reliquien, um "magische Ladung" der Altertümer, anzusehn. Und bin frei, ein wenig romantisch und auch nachempfindend in antiken oder mittelalterlichen Ruinen zu sitzen. Dann versuche ich, das ist menschlich, ein Echo der der fernen Vergangenheit zu erspüren, gedenke der Vergänglichkeit und der Faszination des Ewigen "Hier und Jetzt"..

      Und kann immerzu all das loslassen. Ich brauche kein "Photo" vom Heiland.
      m.butty

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    2. @ Mischa,

      wenn das so wäre, dass da Gelder fliessen, hätte das ja auch wieder was Gutes.
      Denn dann wäre auch der ultimative Super-Gau abgewendet, nämlich dass aufgrund neuartiger modernster Forschungsmethoden doch noch wissenschaftlich belegt werden könnte, dass Jesus entgegen aller Überlieferung und Kirchentradition doch Arier war ;-)))

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    3. ..ja, kann's mir denken, wie du tickst,..
      m.butty

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  5. Being Jesus… Wie es sein mag, Jesus Christus zu sein — darüber hat sich vor über 100 Jahren auch schon Rainer Maria Rilke Gedanken gemacht.
    Ich finde, sie gehen noch um einiges weiter als dieser Comix:
    Christus. Elf Visionen

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  6. Bin echt neugierig, wie weit das sich lustig machen und die Respektlosigkeiten noch steigerungsfähig sind.
    Das Ende der Fahnenstange dürfte ja bald erreicht sein.
    Wer kommt als nächster dran? Gott Vater?
    Oder gar Luzifer? Oder Satan?
    Viele können es ja nicht mehr sein.
    Die Frage ist nur, ob man sich an die beiden letzten auch heranwagt? Spannend bleibt's auf jeden Fall!

    Oder hab ich's nur versäumt, und die waren alle schon mal dran?

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    1. @ Anonym

      Geschmacklosigkeiten, und Spott gegenüber Steiner und Christus haben auf diesem Blog eine gewisse, inzwischen schon langjährige Tradition (mit Gott Vater wäre es schwierig, da schwer darstellbar).

      Auf Facebook hat Michael letztens versucht (gegenüber Felix Hau) diese Art von Spott zu legitimieren: "Von mir aus ist so was ein Test, wie weit die alten SektenGefühle - GRALSJÜNGER- überhaupt noch existieren".

      Man darf oder sollte das also, durch diesen Hinweis auf eine pädagogisch-aufklärerische Testfunktion, eher positiv sehen: Die "vernünftigen Leute" (ME) sind dann z.B. Mischa oder Ingrid, die mit solchen Dingen entspannt oder auch heiter umgehen; wir beide hingegen sollten vielmehr an uns arbeiten (Lockerheit, Toleranz). Für mich, der ich "Sekten und Sektengefühle" immer schon blöd fand (Bhagwhan, Scientology, Psychiatrie) ist das eine gutgemeinte Hilfestellung, die ich gerne und dankbar annehme.

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    2. Lieber Rainer,
      ich persönlich verstehe solche Auseinandersetzungen NIE als Spott auf Steiner oder Jesus, sondern als Spott auf unsere eigenen Vortsellungen die wir uns davon bilden...
      Im Wesentlichen mit der Aufgabe, unsere eigenen Vorstellungen immer wieder neu zu bilden und (wie erwähnt) vom Bullshit zu befreien...

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    3. Wie ich bereits öfter mitteilte, laß ich in intensiver religiöser Ergriffenheit Steiners Christusvorträge. Ja, ein Freund von mir, der eher der Psycho Anneliese zugetan war, und nicht wie ich dem Doktor Steiner, fragte mich zu dieser Zeit, ob in meiner Lektüre wohl bald "ein Bild vom Papst" o-: als Buchzeiger einliegen würde. Und er unterdrückte mühsam sein Zwerchfellhüpfen.
      Ich glaubte, meinen Freund sehr gut zu verstehn, war er doch ein armer Materialist, der eines Tages seinen leichtfertigen Umgang mit den Sinnfragen des Lebens unter bitterer Reue noch werde nachholen müssen, zur (karmischen) Strafe, weil er nicht in der Jugend bereits auf seine inneren Stimmen gelauscht! Doch dann würde wenigstens meine Wenigkeit ihm beistehn können, weil ich mich zeitig der Anthroposophie geöffnet!
      In dieser Zeit war ich vollends über-zeugt, und daher selber geistig zeugungsunfähig. Es gibt solche Phasen. Durch Lebenskrisen, wenn man diese dann eben auch zuläßt, bzw. auf diese eingeht, statt "Augen zu, verdrängen, durch!" brechen Überzeugungen wie elektisch statische Ladungen wieder zusammen, und das Eigene ist wieder gefragt. Man erkennt, wie man Vorstellungen als Krücke konsumiert hat, jedoch nicht, weil das als Schift am Himmel erscheint, oder als Menetekel an der Wand zu lesen ist, sondern weil man sich im freien Fall findet, der Einen auf Sich Selbst zurückwirft.
      Der ganze "böse böse" Humor ist auch ein Galgenhumor, ein Schmunzeln mit einen Naseputzen, weil man vielleicht ein paar Tränen verschluckte, statt sie als schimmernde Dekoration ins Knopfloch fließen zu lassen.
      Nun, zu der Zeit, als ich auf eine "überzeugte" Art in erregt ernster Feier ergriffen war von Steiners Christusvorträgen, erscholl aus allen Radiogeräten das Lied "Always look on the bright side of life"! Ich erfuhr, daß dies von Gekreuzigten gesungen würde, und das nahm ich den Widersachermächten persönlich. Für wie wichtig erachtete mich der böse Gott, Satan und Luzifer und alle ... daß sie just in der Zeit, als ich "mich mit dem Christus und der Auferstehung beschäftigte", dieses Lied durch alle ihre Geräte und elektrischen Kanäle schickten. Aber es war dies mein Karma. Wenn mich Gott nicht liebte, wären vielleicht alle meine eher psychoanalytisch - und naturwissenschaftlich verseuchten RFreunde geschlossen kraft meines Erweckungserlebnisses in die Anthroposophische Gesellschaft eingetreten. Und alle Zeugen Jehovas ""Hallo? Auch sooo war das mit dem Heiland gemeint !!!" ) am besten gleich mit.
      mischa butty

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  7. Lieber Rainer,

    das sehe ich anders. In wieweit alte Sektengefühle existieren, das kann man auch dabei abzulesen suchen, indem man solche Beiträge verfasst, die aus dem Jenseits besagter Existenz herrühren.

    Gelegentlich ist das bei Michael „noch“ der Fall. Die Resonanz darauf geht aber zunehmend gegen Null. Das verdeutlich dann unerbittlich eigene Einsamkeit.

    Der kann man gelegentlich zu entfliehen suchen, indem man sich und nun kommt`s, in die Sekte der Testfahrer begibt. Ein klassisches Eigentor also.

    ~ B.

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  8. Zugehörig dem Eingang meines obigen Beitrages -

    @Rainer: „Auf Facebook hat Michael letztens versucht (gegenüber Felix Hau) diese Art von Spott zu legitimieren: "Von mir aus ist so was ein Test, wie weit die alten SektenGefühle - GRALSJÜNGER- überhaupt noch existieren".

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  9. Lieber Rainer,

    danke für den Hinweis auf Michaels:
    "Von mir aus ist so was ein Test, wie weit die alten SektenGefühle - GRALSJÜNGER- überhaupt noch existieren“

    Das ist interessant.
    Ich denke schon die ganze Zeit auch an die Rituale des Kreuzbespuckens etc, die man damals den Templern vorgeworfen hat…
    Ich weiß schon, inzwischen ist es mainstream, an die Haltlosigkeit dieser Vorwürfe zu glauben.
    Selber bin ich mir da allerdings nicht so sicher — ich könnte mir durchaus vorstellen, daß auch derartige Rituale dazu da gewesen sein könnten, sich „alte Sektengefühle“ abzugewöhnen.

    Ob es „richtiger“ ist, damit entspannt umzugehen, als sich darüber zu empören — das muß natürlich jeder einzelne für sich entscheiden.
    Auch wenn der entspannt-heitere Umgang mit alledem mir selber halt näher liegt, als mich darüber zu empören: Ich finde in Deinen und Anonyms Kommentaren im anderen thread vieles, dem ich zustimmen kann.

    Und insgesamt interessiert es mich einfach, wieviel von dem in den Kommentaren Vorgebrachten Bullshit (im Sinne von Frankfurt) ist, und über wieviel sich ernsthaft diskutieren läßt.
    Daher mein entspannt-interessiertes Nachfragen.

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

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    1. Vergessen wir aber nicht, dass das "Sektiererische" heute eine ganz andere, sagen wir mal erweiterte Dimension hat, als zu Zeiten der Templer.
      Heutzutage dürfen wir getrost auch das "Grosskophta-Spielen" vieler Macher hier als sektiererisch bezeichnen. Denn was tun diese anders, als mit zeitgeistig überholten Methoden andere Menschen, Minderheiten und sonstige "Abweichler" des Sektierertums im alten Sinne zu bezeichnen, wo doch ein solches in der heutigen unter 60-Generation kaum noch anzutreffen ist und in Wirklichkeit das Agieren mit solchen Methoden das Merkmal der einzig übrig gebliebenen und daher wirklichen Sektierer ist? Derer die sich auf überkommenen Vorgehensweisen ausruhen und sich einbilden dadurch Macht zu erlangen oder zu erhalten!

      Denn es darf mit Recht bezweifelt werden, ob das Bespucken von Jesus, Steiner, Goethe usw...usw... diesen heutigen Akteuren zu der geistigen Größe und Wirksamkeit verhilft wie einst den Templern.

      Es war gerade Steiner, der mit der Offenlegung dieser nunmehr überholten, d.h. unzeitgeistigen Methoden ein neues Zeitalter eingeläutet hat. Unwirksam machen durch Offenlegung!
      Ein Zeitalter der wahren geistigen Aufklärung und Emanzipation, mit realer und auch wirklicher Abschaffung allen Sektiererischen.
      Die Wirksamkeit des Sektiererischen ist nur mit den überkommenen Methoden wie der Geheimhaltung und der Magie möglich und aufrecht zu erhalten. Diese sind aber aus zwei hauptsächlichen Gründen obsolet geworden:
      Der Bewusstseinsseele und der heute (rein technologisch betrachtet) existierenden Informationsgesellschaft.
      Und ersteres verdanken wir dem Doktor!

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  10. Liebe Ingrid,

    ich finde diese "pädagogische" Haltung, diese "Tests" grundsätzlich eher fragwürdig. Für wen hält man sich, wenn man meint, so etwas mit seinen Lesern/Kommentatoren öffentlich durchführen zu müssen?

    Tempelgroßmeister Michael E.?

    Auch interessant und bezeichnend, dass alle hier das anscheinend gerne mit sich machen lassen.

    Um mir "Sektengefühle", oder festgefahrene theosophische Begrifflichkeiten abzugewöhnen, bedarf ich selbstverständlich keiner Beleidigungen Steiners oder Christus. (Beide bedeuten mir einfach sehr viel, ganz schlicht gesagt)

    Da reicht eine kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Umgang mit Anthroposophie, Anhäufung von Wissen, mangelnde Erfahrung, usw.

    Vielleicht könnte Michael vielmehr seine auffällig häufig und öffentlich vorgetragene Aversion und Spott gegen Christus/Jesus/Religion, usw. kritisch hinterfragen. Wo kommt das her, nüchtern, nicht "karmisch" oder so, betrachtet?

    Was mich noch interessiert: Ab wann würde Dein "entspannt-interessiertes Nachfragen" kippen in eine Empörung oder in einen Ärger? Was wäre, wenn man im Netz, nur so wg. "Sektengefühle", usw., fragen würde, ob Rilke pädophil gewesen wäre? (Als "Beweis" seine zahllosen "Mädchenlieder" anführen).

    Lieber Burghard,

    sorry, verstehe nicht ganz, was Du sagen willst.

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    1. @ Rainer,

      klar sind das Testreihen....aber womöglich vergisst der Testende, dass er nur all zu leicht selbst zum Getesteten werden kann.
      Auch Empörung kann ja nur vorgegaukelt sein, ist es wahrscheinlich meistens auch. Womöglich in den meisten Fällen auch nur ein Trick auf demselben Niveau,dem Zweck dienend herauszufinden oder gar öffentlich zu machen, wie der "Großmeister" wirklich tickt.
      Sogar dann, wenn er sich dazu gar nicht selbst äußert.

      Vielen Dank!

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    2. Lieber Rainer,
      Diese "pädagogischen Tests" kann man auch als rein technische Belastungs-Tests auffassen - hält mein kulturelles Fundament das aus oder muss ich es noch verstärken...

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    3. Lieber Rainer,

      »Vielleicht könnte Michael vielmehr seine auffällig häufig und öffentlich vorgetragene Aversion und Spott gegen Christus/Jesus/Religion, usw. kritisch hinterfragen.«
      Also — ich habe mit diesem Cartoon wirklich kein Problem. Ich sehe darin weder Aversion noch Spott gegen Christus, sondern ein (mildes!) durch-den-Kakao-Ziehen der Einstellungen so mancher seiner „Jünger“. Wie schon gesagt: Rilke finde ich da wesentlich „blasphemischer“.

      Auch mit Michaels vieldiskutierten Blogartikel habe ich übrigens kein Problem — er berichtet, meiner Ansicht nach aus ironischer Distanz, von den Spekulationen des Mr. Thompson; an einer Stelle sagt er sogar ganz deutlich dazu, daß er ihnen weder folgen kann noch will … nein: über so etwas rege ich mich nicht auf.


      »Was mich noch interessiert: Ab wann würde Dein "entspannt-interessiertes Nachfragen" kippen in eine Empörung oder in einen Ärger?«

      Im Jänner des vorigen Jahres war der Slogan „Je suis Charlie“ vielleicht nicht in aller, aber doch in sehr sehr vieler Munde. Nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland und Österreich.
      Damit setzte man nicht nur ein Zeichen des Entsetzens und der Empörung gegen die terroristischen Akte (dem ich mich selbstverständlich anschließe!).
      Sondern man erweckte gleichzeitig den Eindruck, daß Karikatur, insbesondere die Karikatur dessen, was anderen Menschen aus religiösen Gründen „heilig“ ist, immer und unter allen Umständen erlaubt sein müsse… auch dann, wenn sie, wie sowohl in Deutschland als auch in Österreich, gesetzlich verboten gewesen wäre.
      Und zumindest bei uns in Österreich sprach man damals davon, den § 188 StGB abzuschaffen (in Frankreich gibt es eine solches Gesetz gar nicht; in den Niederlanden wurde eine entsprechende Vorschrift bereits 2012 abgeschafft).

      Ich persönlich bin gegen die Abschaffung dieser Gesetze.
      (Nebenbei:
      Früher fand ich den § 166 des deutschen StGB besser formuliert, da hier nicht, wie in unserem § 188, auf das etwas schwammige „berechtigte Ärgernis“ abgestellt wird, sondern auf die Störung des öffentlichen Friedens.
      Inzwischen habe ich meine Ansicht geändert: denn daß Tolerante, Friedfertige beleidigt und in ihren religiösen Gefühlen verletzt werden können, Intolerante, Aufbrausende und potentiell Gewalttätige aber nicht — dazu braucht es schließlich keine Gesetze.)

      Wie gesagt: meiner persönlichen Ansicht nach sollten diese Gesetze zur Zeit noch beibehalten (und auch eingehalten) werden.

      Aber ich bin davon überzeugt, daß die Abschaffung derartiger Paragraphen sich nicht aufhalten lassen wird.
      Und wenn die Mehrheit der Menschen findet, daß Satire immer und überall erlaubt sein soll, weil die Freiheit, jegliche Meinung über was oder wen auch immer zu äußern, über alle anderen Werte gehen soll - - - dann werde ich mit Empörung nicht das Geringste dagegen ausrichten.
      Also spare ich meine Kräfte für die Fälle, in denen ich das Gefühl habe, mit Empörung wirklich etwas erreichen zu können.
      Und beschränke mich ansonsten auf entspannt-interessiertes Nachfragen; nicht nur, weil mich die Motive anderer wirklich interessieren (wie sonst käme ich zum „Verständnis des fremden Wollens“?), sondern auch in der (zugegeben: manchmal etwas naiven) Hoffnung, daß dadurch dem einen oder der anderen etwas bewußter wird, woran er oder sie hier mitwirkt…

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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  11. Nachtrag: Wenn man sehr fit ist in dem "Erlangen der Erkenntnis höherer Welten", d.h. wenn konkrete, substantielle, tiefere Erfahrungen vorliegen, halte ich es für legitim, ganz nebenbei auf die "Unfähigkeiten", das Getue von vielen Anthros, mit Humor hinzuweisen.

    Wie z.B. Kühlewind, der Jahrzehnte seines Lebens einen eigenen spirituellen Weg entwickelt und öffentlich dargestellt hat und dann manchmal, NEBENBEI, auf einem Seminar, sich über das Gebaren der orthodoxen Anthros amüsiert hat.

    Wenn das sich-amüsieren über die ach so dummen Anthros aber viel, viel Raum einnimmt, habe ich allerdings den Verdacht, dass dieses Amüsieren eine Kompensation ist für fehlende Erfahrung oder Tiefe. Vielleicht weiß der/diejenige das nicht einmal.

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